Nr. 4G Zweites Blatt 157. Nahrgaug Samstag 23. Februar 1907 Gießener Anzeiger Trfcheinl tSgllch mit Ausnahme deS Sonntags. General-Anzeiger für Gberhesjen 9ioianon5bnjcf und Verlag der Br üblichen IbiLDtrfuäifl - Buch- und €femDrudctci. 9t Lange. Öiefccn. Redaktion. Exveditton unb Druckerei: Sdml- stratze 7. (txpcöuion und Verlag : e±#e> bL Redaklioru^-sK l 18. leL-8lbu;tinjrtQcr<Äiefecn. Die ..Lietzener ZamiliendlStter" werden dem ,9liuetflcr' viennal wöchentlich beigelegl, da- „Krcisblati für den Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. Ter „Reifliche Landwirt" erscheint monatlich euunaL T'reuhifchiS Abgordnetrnlinus. Berlin, 22. Februar. Beim flapikl „StrafanstaltSverwaltuua' fordert Abg. Strosser (tons.) die Bessere - g dir Slrafanstalis- gemlichen. Die Ulagcn über die rurrenz durch die 0>cfängni8arbcit feien schon jü .. luie cs Gefängnisse gebe, Ganz würden sie nie verituuuncn. Lurch Beichas- iiflimg der Gefangcmn in der ^anDwirtschaii, bei der Moorluttur u. j. iu. würden viele UebrlsiänDe uciiUigt werden lvnncn. Lie dauernden Ausgaben werden bewilligt. Tie einmaligen und augcrocdrnilichcn Ausgaben werden ohne Ec- orlerung genchnugt. Dann i|t der Uiat dcö Ministeriums des Znnern erledigt. Um neuer '4.0straub »n Rußland. Warschau, 22. Fevr. Urne Bande von 15 Personen verüble heule einen Ranvansall auf eine Posisillaie. Em Beamter wurde g etüte 1, drei Soldaten und drei Posi- beamte wurden jchiver verwundet. Lle Taler sind ent- lommeiL Ulrich aus dem Publlkum ivnrde eine Perj0n getütet und vier verwundet. Lle geraubte Summe beziffert sich auf 11 uuu Rubel. Lie Zahl der getoieren uno verivunüelen Periouen beträgt nach den legten Ateldungen 11. Ilc muc §>a|länOißunfl iiöer die Lebrelgeliätter. B. B. Darmstadt, 22. Fedr. 3m FlnanzauSschuh der Zweiten Kammer fand heute mittag noch eine Schlußberainng mit den Vertretern bee 'Jtcgierung, von der Slaatsnnnislcr Ewald, Finanz- miuislcr Gnauth und Diininec deS Innern Braun, sowie die Mmiilcrialräle Dr. Becker und Dr. Lüsfert zugegen waren, statt. Den Gegeniiand der Beratring bildete der Rachuags- etal, insbesondere die ^ehrergehaltSfrage. Aiiiuner Braun gab zunächst die Erklärung ab, Dag sich die Regle» rung entschlossen habe (nachdem m dec vorigen Sitzung Vorschläge' ziic teilweisen Deckung einer weitcrgehendcn Erhöhung eutjclnec Gehaltsstufen gemacht worden waren) dem Antrag dec Abgg. Haas und Dr. Osann entsprechend tue vier nnter 11 en GehaltSstufen zu erhöhen, und zwar auf 1200 Mk. vom 1.—3. Jahr, 1350 Mk. vom 4.-6. Jahr, 1500 Alk. vom 7.-9. Jahr und 1650 Mk. vom 10.—12. Jahr. Bon da ab sollen dann die in der Regierungsvorlage angegebenen Gehaltssätze, also 1800 Mk. vom 13.—15. Jahr, 2000 Alk. vom 16.—18. Jahr, 2200 Alk. vom 19.—21. Jahr, 2400 Ml. vom 22.-24. Jahr, 2600 Alk. vom 25.—27. Jahr, 2800 Alk. vom 28.—30. Jahr und 3000 Alk. von» 31. Jahr ab beibehalten werden. Die durch die Aufbesserung der vier untersten Gehaltsstufen, die m der Regierungsvorlage aus 1100, 1250, 1400 und 1600 Mk. festgesetzt waren, ersorber- lichen Mehrausgaben werden sich auf 55 200 Alk. belaufen. Finanzmmisler Gnauth besprach darauf die Frage der Auf. btmgimg deS Mehrbedarfs und erklärte, dag die Regierung die vom 'Jlbg. Reinhart in Vorschlag gebrachte Erhöhung des Jagdstempels von 25 aus 30 Alk. alzepliere; diese Erhöhung müsse durch eme Abänderung der bell'. Verordnung erfolgen und werde etwa 24 000 Alk. bangen. Les weiteren glaubt der Herr Fiuanzmmister, bag sich der noch fehlende Rest deS Deckungsbetrages durch eine Zinsersparnis werde aufbringen lassen, die bei einer langsameren Abnahme von Teilbeträgen der neuen Zwanzig.AtiUionen-Anleihe sich ergeben würde. Abg. Tr. Osann gab nochmals zur Erwägung, ob eö nicht möglich märe, einen Teil des Mehrbedarfs anstatt aus der Iinmobiliensleuer auS den direlten Stenern, insbeiondere den Veruiögenssteuern, zu decken. Der Finanzmlnislec ent- gegneie jedoch, bau eine Erhöhung bet direlten, speziell der VecinügenSlleucr, auf den eliljchiedensten Widerspruch beider Sländekammern flogen würde; die erste Hammer werde zweifcl- loS inner keinen Umständen darauf emgchen. Slaatsniinlstec Ewald wies darauf hm, bay die Wohnungsgeldznschüsse bei Beamten in ber Hauptsache den Städten zugiite tüinmen würden, weil dort die Mieten bezahlt würden. Es sei deshalb auch recht unb billig, bah die gröberen Werlobsekte m den Städten mehr zu den Stcmpetabgaben herangezogen werden. Besondere Genugtuung un Anschluss erregte bann die weitere Mitteilung der Regierung, bag sie sich entschlossen habe, von jetzt ab auch bad Militär dien stjahr der Lehrer als Besolünngsdienstzeit in Anrechnung zu vrmgen, einerlei, ob das Mlliiärjahc vor oder nach bestandener Tefilutorialprüfung abgeleistet wird. Durch diese Bestimmung, die bei den Beamten nicht besteht, wird besonders die Zahl dec die untersten Gehälter beziehenden Lehrer wesentlich verringert werben. Mehrere Ausschugmltglleber sprachen sich über das Entgegenkommen der Grogh. Regierting sehr erfreut aus. Schließlich nahm ber Ausschuß eininmmig sowohl bie yon der Regierung vorgeschlagenen LehrergehaltSaufbessecungen wie die ganze Rachtragsvorlage einstimmig an. Abg. Ulrich, der sich früher gegen die Abänderung der Urkundenstempel erklärt unb dafür eine Erhöhung der pro» grell tuen Einkommensteuer verlangt hatte, war in der Sitzung mchl zugegen. Deutsche» Ueich. Berlin, 22. Febr. Wie der Voss. Ztg. gemeldet wird, hat ftönig Eduard au Kaiser Wilhelm kürzlich ein Handschreiben gerichtet, worin er erklärt, datz fem Aufenthalt in Paris keinen politischen Zweck gehabt habe sondern lediglich als Privatbesuch aufzufasseu sei. — Die rltordd. Allg. Ztg. erhält folgende Zuschrift: Mil Bezugnahme ani eine 1,10113 der Ueimuma vom 20. Februar mit der Ueberjchrul „2ev F t 0 1 t e n - H e i m als Tennn - 51 am“, 111 welcher gejagt wird: „llebevljaupt sind vorn ß-loneii- verein aus Redner, welche gegen De rn bürg sprachen, in ber Reichskanzlei denunziert worden, und General Heim ivub nicht die Stirn haben das zu leugnen", bitte ich um Au'nayine der Erllarung, daß die Rotiz in allen Punkten unwahr ist. Die 2tordd. Allg. Ztg. fügt hinzu: Wir sind von zuständiger Seite ermächtigt, diese Erttarung vollmhalUich zu bestätigen. — Der Abg. Dr. Arendt von der Reichspartei hat mit Unterstützung 1 einer Partei im Reichstag den Antrag gestellt, den Reichskanzler zu ersuchen, in Anbetracht der schweren Schädigung, welche durch die dauernd hohen Diskontsätze der Reichsbant dem Erwerbsleben erwachsen, eine umfassende Unlersu ch un g herbeizu- sühren, ui welcher Weise Abhilfe zu schassen ist und die Ergebiiisse dieser Untersuchung bei der bevorstehenden Erneuerung des Privilegs der Reichsbant' zu berücksichtigen. Bremen, 23. Febr. Die beiden hiesigen fiei|innigen Vereine haben sich heule unter dem Rainen Bremer Verein ber freisinnigen V 0 lksparle 1 vereinigt. Honüanj, 23. Febc. Dec langjährige Führer ber hiesigen Sozialdemokraten, 9ieichs- und Landiagskanbidai 5lcohn, wurde von ber Genecalverjammlung beS fozial- demolraliichen Vereins aus ber Partei aus geschlossen. Älecaulassung bazn gab bad Verhalten Hrohus den bei ihm bejchäfiiglen Acbi lern gegenüber. s.aor unc tuno. 0) legen, ben 23. Februar. ** Ehrenpromotion. Die philosophische Faluliät der 12anbcL^Uniüct|uäi hat den Senaispraiideiiten am Preußischen Oberoerivuliungsgerichl, Wictl. Gehenncn Ober-Reglernngsiai Bernhard Fuislliig wegen seiner Vecdieii|ie um die Förderung dec Ftnanzwisseiifchast zuili Toltoc hunoi is causa promoviert. •* Gießener Kunstverein. Ta ein Teil der gegenwärtig üuyyeiieiLUit kniDet fwon nächsten Mvnatg durch a.wcce uctoiungt worden wirv, sei uaunii yuigcjuüicn, uay auuj vres- imu iemt Unteres falUes uiu) Vedciucno^v zu sehen ist. chu etitet Xuue gut diese.» cuu von den padeiui teuenaiuabrcn, swu uno Inert geiuaitrn Brrüecn O. Heia> er 1 S-Uolngsverg, ui deut man einen -schulet: oder Geistesverwandten xcuuiaiuis erteuuen darf. Tas „cnic.eiißi.bi.t der ^cusarmee", taj vauiLienuyu unb das Serbstporttat ueroieneu besonders btivuiOubauen zu luerüc«. xas sihvn Migckündigte neue Bild von B>. Thictatann- Loulingshaufen, eine zum Lanz sich iajmüacnbe ^chwutuierin, reiht siw würdig Der seterlicher^n XsaiiQjutijctui an. Gute M1.1v» zahl zierlicher wcuiiaturtanojchaften von id. iö r 0 e f e r und eine neue, ganz boiitcmiaje Lvinreriaiibschan von Al. Bacthel- Giegen, Die Den Munftlcr wieder beträchtlich gewachsen zeigt, bieiuen erireulicycriueiie noch einige Zeit ausgestellt, "auf auye- uieines Znlerenc 'uurien oie Lei» uno Pan^iiporträts von ,\i. 11 d e 11»Gtegen rechnen. Die, wenn auch nicht alle gleuij gut gegiuat, von neuem von Dem tüchtigen streben uno rtipettamen Mumien Dieser heimischen ioilbnidmaieriii Zeugnis abuguiu^ 2o. S. * * Theater»Bauverein. Gestern wurde im Sitzungssaal der Stadtverordneten -Versanmilung von F-reunoen und Fördereril des Gedameiis der ^healer- ^rundung ui der Stadl Gießen nut i Stadtvcrtrelung eine Gescllschaft m. b. H. unter dem . unen Dheater- ba ude r e 1 n G. m. b. H. gegründet. Der Gesellscyasi gehören Öti RiitgUeder an, vas Stammtapital betrügt 4uUuUU Rtk. An die sormclle Grülidung sci)i0sj sich bitcn die erste Generalversammtung, in der L/betburgennci|ier 2Vi e cu nt, beziv. dessen Stellvertreter, sowie die Herren Pros. Fromme, Beigeordneter LvommerztenralHeyligenstaedt, -Ltadtverordnelcr Haubach, und Stadtverordneter Xüinnier= zieiiiat Heichelheim zu Gefchaslssuhrerii der Geseuichasl ernannt wurden. Der Dhealerbauveretn wird auigeiuji mit 1. Juli 1936, das Theater nebst Zubehör verleibt darnach der Stadt Gießen als Bergüiuiig sür Die unentgeltliche U-verlasfung des Bauplatzes. * * iu. u» u e i.. vtuu . —Lüdttheaters. Lurch die Bereitwilligkeit ber Herrschaften, bie in Preztosa Die Chöre verstärkt haben, ist für morgen Sonntag abcuD noch eine Aufführung Des Werkes in Der ersten Besetzung ermöglicht worDen. Eine roeilcre Aufführung des Stuckes, etwa als Voltsvorstcllnng, ist sür Dieses Jahr ausgeschlossen. AIS Volksvorltcllung geht am Sonnlag nachnulkag Das Bolls- stück »Elfe vorn Etienhoj* in Szene. Zn betbe.i Sonn- iag6üür|ieUimgeii wtcD nochmals Frl. Lau ter mann aus Larm'iaDt gaiueren. — Das Promenabekonzert finbet morgen in der üblichen Welse stall. *• G a st w r r t e v e r s a m m lu n g. Alii Veranlassung des hie- ligen Castwirieverems lanD am Lonnerstag un Renen oaaibau eme üUflemciue G a |i w l c t e v e r s a m nr 1 u 11 g |iatt, Die von über 2uu 'tiluien aus oiabt unD oen uinliegeiuen Luiaja'icn besucht war. irueniüUs waren Vertreter Des Gasiwirteveiems Lira Dor'-RoDheun, sowie auch Der «cgnoiliis Des hiesigen lÖiuucieiuoiuauDes amueienD. Jlaä) einem langeteu eingeijeiioen Re'erat Des Derzeuigen Vorlitzenoen Des Vereins Gusiirnrt us10 wsty miü antyieoiyev sachlicher bebaue, war Die Veriamnilimg emsinmnig Der 2insichi, Dag uuoige Erhöhung aller Hebens- und nxisienzmuie preise, Der Arbeitslöhne >uc Das Vcrional, Der Steigerung auer am Dem Gailivirisgewerbe bernhenDen Unionen, Des ^egialies aller vievenleisiungen uno Ver- gimHigiuigeii seitens Der Brauereien, Die ALirischaiten, Die ia|i aus» nuljinsiüy u,i> Sir. Bier zu lz V ü- ueu. rn, u.uji mein kzisienzmi-ig seien unD e-j DringenD geboicu i|i U,4 r..r. Vier zu 12 V'g-, un Vier zu 15 Big- zu veuumeiu Rach ^nliajitieuii Des Veschlusies lüciDen sich Die hiesigen tZlaschenbierhunoier eoensalts Dem üii|u)Uei>eii nno v,5 Lir. Bier in ^laichen nicht linier 14 Big. ueiuui eiu oeiuei eiyob Die Veriamnilimg cm,Innung 'Protest gLycu Den Bericht Des 2Uis|il)u||es in Der Zweiten Hunimec Der nanDstanDc, nach Dem IN ^ulunu Ußirie Du» A m i eines Burger m e 1 sters ober wemetnDerechners nicht mehr betleiücn Duc,en. Us ivmDe auieu.g angenommen, Dag IjieiDu^a) Die V.irte za Vurgern 1L Miajie Degia« Dien wurden unD Dag hiergegen eutigud) <511,111 gemacht lueioeu müsse. US gelangte Dann auch solgenoe Resolntion cui|tuiimig zur Annahme: .“xie heute im Neuen Saalban zu Eiegen tageube allgemeine (baiuuuieDciiammlimg Die von über 2Uu Bluten aus Der oiavi und oen rmnDorten Des itieqes lÄicgeu besucht ist, protestiert energisch gegen Den Beschlug Des Ausschns,es Der 2. oianoeiammcr, nachdem tunmg hm, Bürte Der SanogemeuiDen Das Bmi eines I Burgermeiiiers oöct Weiiiemöeieomeie mchi mehr betieiDeu Duiren. Durch Dielen Veichlug werden Die Wirie als Bürger zweuer^ttasss herabgeieisi, wogegen wir ofjenilich Einspruch erheben.' Nachdem Der Vorsitzende noch tnrz Die Beitrel'tmgen DeS Dast- luuteoeieinfl und seine iLmrichinngen, Lierbclasse, paitpflichtlaiie, Uobtciiiüineiueit etc. erläuterte, wodurch ca. öu Brüte Dem Berent als WUiglicocr vertraten, schlag er Die würdig verlauiene Ver- lammhmg. — Grünberg, 23. Fcbr. Tie Wander-Haus- Ha l t u n g ü s u) u 1 e ves Aiu*i|e6 Gteßcn beciibigu heule den ui ueu letzten b Wochen hier avgehaiteiirii ^lur,uS, Oer 2ü ^.euncyincruincu auszuiveiscii i>uiie. Der nächste zvursus luuö ui Huugeli |iati|LuOeiu '2i u s Dem Mieiie (yiieoberg, 23. Fedr. Auf Anregung des Ltreisrais Fe»; ivcrden am nächsten Montag in BaD-Ranheun und am Quilag ui Frtebbrrg Vorträge DeS tkanDivtrischasisichrers Dr. ^)v s s ma nn- oriedverg über ,'■1)111111111- uno Vllunzenschmuck von Parisern und von Vorgarten' abgehalten luerOen. Fin Anichiug hieran soll Die Gründung, von Srlsveretnen, die Die Forderung Des Gacten- uuucd, Btumenschmuck von Häuserti u,tv. Den Vogelschutz, loiuie d'.e Beiampsiing von VstlMäenschaDlmgen bezwecken, siattsinden. on beiden Städten |uu> Nonutees, tvelchen iu a. oie Herren Burgermetsicr tttüljl-giicDbeig unb Br. ölaysec- Bab-brauheun angehoren, zur gordernng >n Dec Angelegenheit jii|üinmeiigeiieicti. Ureisiat geh beabsichtigt nach unD nach ut allen «Orlen des Irreises, zmiächst in Den Stadien und größeren Itandorlen, Die GrünDung solcher Ortsverein- zu ueianid||en. A Aus Dem Ufatal, 21. Febc. Der Bahnbau der neuen Launusbahn Uimgen-Weillal-Wetlinuiistec, Dec besonders un llsaiat und ui VaD-tlrauheim Interesse erregt, iuuldc ansangs Zanuac begonnen, ^jnsolge Des ungünstigen Wetters mußten sie bereits unterbrochen werden, Fni oaUc nicht utivorhergesehene HmDernlsse emticteii, hofft man Die Bahn im Herbst Itiud Dem Verkehr übergeben zu tonnen. Die Bahniicecke hat eine klänge von ca. 22 Hila» meter und führt von Hungen nocDwestltch über Wilhetmsborf, Hunditadt, Grävenwiesbach, RaumsiaDt, AtonstaDt, Helnzen- ueig, Aulenschmiede naa) Wcllmunstet. Sie ivicD das llahn- unD Weiltal über Usingen direkt nut Homburg und Frankfurt verbinden. Aiich m Bad-Rauhenn vcrsolgt man Den Bahnbau mit größtem Fnlereffe, soll Doch Das mit Eifer getriebene Usaialoahnprojett Bad-Rauheini—Usingen an obige Bahn angeschlagen werden unD unsere BadestaDt cbensallS mit Dem llaijnlül und Dem Hinteren Taunus verbinden. Lauterbach, 22. Febc. Der hiesige Luruvecein hat eine Turnhalle erbaut, Die im Sommer eingeiveihi luerDcn soll. Die Turnhalle erhält zum AnDcnken an Den hier gebounen Adolf Lpiev, Dem Schöpfer Des Deutschen Schuliurnens, Den Atamcn Sp teßturn hatte. Der große liauiiche Bau eiuhäii äuget Dem Lnrnsaal, einen Gcsellschasis- iaul, Kegelbahn u. a. Räume auch zwei Wohnungen. LaS Gebäude lostet 50,000 llllack. Die oiaDt hat jährlich 800 Mart zum Bau bewilligt. Die EtNivethe soll uut einem Turnfest verbunden weroen, zu Dem Die Vereine des GaueS Hes'fcn emgelaben werden sollen. Büdingen, 21. Fedr. Die Hochzeit der Prinzessin Atalhilde zu ^seiiourg-Buöiiigen mit deut reihe mi von Heyt zu Herr ns heim sindet, wie der ^B. A. A." eriaijrt, am 11. Aprll statt. ** Darm stabt, 21. Febr. xeni Geh. Obecmedizinalrat Lr. Reid hart wurden zu seinem gestern gefeierten 70. Geburtstag zahitetche Ehrungen zuteil. Persoiilich überbrachten ihre Gluckivutische Der illlmi|ier Des Znuern Braun, die 'JJiugheDer der 'JJuiuiienaUbieüuiig sür össentliche GefunDheits- pliege, deren Vorsitzender, Ministerialrat Lr. Weber, mck luaim empfundincn Wollen em tunstoolles Geschenk überreichte, Der Hessische Medizinatbeainienverei, Der Durch seineil Vosttzenden, 'MeDtzlnaicat Dr. Pfannmutier aus Lfsenbach, em Album übergab. Für Den Aecztlichen Hceisuerein xaim|iaDt gratulierte Tr. Habicht, für Den Verein hessischer Zahnärzte Die Voc- lianDsmiigheDer Köhler und Lr. Repp, für den Hetlslälte- verein Geh. Reglecungsrat Tc. Dietz, für Die Volksküche hier Fmanzrat Spanier. Zahlreiche Lelegraiiime und Gralulaiionsichceiben, Darunter solche von Dem Vorsitzenden des Maij. Gesundheitsamtes, von Dem Dekan Der medizinischen Fakultät in Q) 1 e ge n und von Den Aerzten Der Hessischen Zrren« uiviQlt waren, wie wir Der Dacmst. Zig. entnehmen, emgilanfen. KB. Larmsladi, 23. Febr. (Tel.) In Gegemvart I. ft. H. der Großherzogin faiu) gestern natijnntiag oie Generalversammlung Der He h oen reich von Siebold-^listuiig siaU. Der Vorsitzende, Oberbürgermeister llttorneweg, sprach dem GrogherzogSpaare für das gerade un letzten ^ahr wieder in so reichem iLHaß beteiligte Znierejse an oer sauglingssürsorge und anderen humanitären Veslreoungen luauncn Dant aus und leckte nut, dag das Herrscherpaar anlagliaj der Geburt des Erogroßherzogs oer ^n|tung eine reiche Zuwendung (öuuü ll-ian- gemacht haoe. 9tach dem Geschäftsbericht betragt das Vermögen der Stiftung bU 6öd Hi art. Zm letzten Zat-re wuruen 312 Wöchnerinnen verpflegt. Die ^/riiglieortzahl stieg aus 02 < und die letzliahngen Zu- lüeiiuuiigiii velrngeii tu02 HJlari. Die ^ahresrechnung schlofj mit 12 iöu ^liart Guitiahmen unu 12ulu HJlail Ausgaben ab. Die bisherigen Vorstaiidsnutglieder mürben iviedergcivahlt. — Zm Hosthearec erziccke gestern abend die Erstauf führung von Ibsens „mosniecsholm" eine ergreifenoe Wirttiiig. An vcm Etsolg der Ausführung ijahcii hauptsächlich Fräulein Girr)elsheim als Vveuetta West, svw.e uie Herren Wendt, 15ehrmann und Wagner Antcu.— -ta» Gcotzherzo^spaar wohnte gestern abciu) bcui Vackhaus-bronzen im städtischen ^aatbau beu Der Untergang M Dampfers „Vertin". Rotterdam, 22. Febr. Heute vormittag wurden noch einige Menschen auf dem Hinter- -teil des verunglückten Schiffes, das noch immer aus dem Waner hervorragt, gesehen. Tie großen Anstrengungen der Rertungs- boote waren vergeblich. Einmal kam ein Nettungsdanlpi^r ,o nahe an das Wrack heran, daß die Matrosen imstande waren, eine Trosse auszuwerfen, doch konnten die Schiffbrüchigen ".e nidjt ergreifen. Sie entschwand ihren Händen und rutschte wieder «über Bord in die Wellen. Ein verzweifeltes Schreien erichotl auf dem Wrack von den Unglücklichen, die nun die Hoffnung auf kiettung wieder schwinden sahen. An die Mste sch wem inte ein Stück Holz an, auf dem ein Behälter m t ter n e m ^Schreiben befestigt war. Dieses teilte mit, me Sdriff- 'brüchigen seien int Rauchsalon auf dem Hinterdeck versammelt und betäuben sich noch über Wasser. Ueber bie Gefahr ihrer Lage seien sie aber nicht int Zwetiet unb lie erwarteten ieben Augenblick den Tod. Tie Botschaft rührte von lo Pana- öieren her, bie sich im Rauchsalon des Schisses zusammengelunücu hatten. Sie war in englischer Sprache geschrieben und fdflotz mit der Versicherung, daß sie dem Tod- mit Ruhe ent- 0C 0Tie ^e^aiiitiijfer der auf der „Berlin" eingeschifften Personen wird abivechselnd mit 141 oder 144 angegeben. Die Zahl ber Lesanung cinfchließlid) des engliiajen jupuand und des holländischen Lotsen Namens Bronder betragt o2. Bon den danach verbleibenden 90 Passagieren sind die Namen von Uber 60 Engländern festgestellt. Tie Zahl der d e u t s ch c n Pa sfa - giere £ann also die 19 Opern-Milglieder nicht erheblich überschreiten. Elli anderer deutscher Reisender an Bord war em langer Mann aus Berlin Namens Großwendt, der zu den LZorbereitnugen für seine Hochzeit n.» i Deutsastand reute. ,Unter den Opfern sind ferner mehrere Kaufleute aus der Lvtt- boner Citv uno Diamaut-Kaufleut. aus Anin-rd.im, die Diamanten von ungeheurem Werte mit sich führten, und ent Jockey. Heute nachmittag ist es dem Schleppdampier „Hettevöts- suis" mit einer Jolle im Schlepptau gelungen, dte Bote z u erreichen und von dort mittels Stricken eine Verbindung mit dem Wrack der „Berlin" zu gewinnen. Bis jebi rettete wen 11 Personen. Es wird ueriucljt, die Schtfi- brüchigen aus der Jolle in ein Rettungsboot zu bringen. Die Rettuligsorbeiten sind augenblicklich in vollem Gange. Man weiß noch nicht, ob die Geretteten zu den Passagiereit oder zu der Mannschaft gehören. Ueber die Rettung werden ,i'fgenbe Einzelheiten bekannt : Nachdem die in der Nacht vorgcitommenen Rettungsversuche mißglückt waren, machte das Rettuiigsboot heute drei Fahrten nach dem Wrack. Die beiden ersten Fahrten blieben lerfolglos, doch äußerte der Kapitän des Bootes, als er von bet zweiten Fahrt zuruckkehrte, er verspreche sich von einem dritten, am Nachmittag zu unternehmendeii Versuch Erfolg. Die dritte Fahrt wurde um P/3 Uhr angetreten. An Boro des Lotsen- idampfers „Hellevötsluis" befand sich Prinz Heinrich der Nieoer- ,'lande. Das Wetter war zunächst ziemlich ruhig, doch machten sSturm und Schnee jedell Ausblick unmöglich Zunächst wurde von dem „Hellevötsluis" ein kleines Boot aus- nesevt, in welchem Lotsenanwärtcr Platz genommen, und von dem Dampfer ins Schlepptau genommen. Bald darauf sah man in dem ei fernen Turm, der das Leuchtfeuer trägt, erst einen rmd dann sechs Lotsen. Nach einigen erfolglosen Versuchen gelang es, mittels einer Trosse eilte Verbindung zwischen dem Wrack der „Berlin" und oem Leuchtfeuer herzustellen, und alsbald lief eine Person in dem Wrack bis an die Trosse hinab und gelangte auf die Mole. Andere noch auf dem Wrack befindliche Personen solgten, und nach Verlauf von dreiviertel Stunden war eine Anzahl Geretteter a u f der Molc versammelt. Ein Schleppdampfer brachte die Nachricht nach Hock, daß 10 Personen gerettet seien und daß die Rettungs- versuche fortgesetzt würden. Als dann das erste Rettungsboot einlief, wurde es mit Begeisterung begrüßt. Dieses Boot metbete, daß 11 Personen, darunter zwei Frauen, gerettet seien und daß alle Geretteten sich an Bord des „Hellevötsluis" befänden. Auf den Trümmern der „Berlin" befanden sich noch zwei Frauen, die aber sehr ermattet unb durch die Kälte so erschöpft waren, daß sie nicht wagten, sich an der Trosse herab» zulassen. Obgleich die Rettungsmannschaften 36 Stunden tätig sind, wollen sie ihre Versuche erneuern, um auch diese beiden Frauen noch zu retten. Die Geretteten wurden in Automobilen in das Hotel Amerika gebracht, wo alle Vorbereitungen zur Ausnahme getroffen waren. Die Automobile waren von Mitgliedern Per Ariflokrcckie au5 dem Haag jur Verfügung gestellt worben. Die Geretteten erhielten jede nur mögliche Pflege unb legten sich sofort zu Bett. Die Namen bet Geretteten finb: Fräulein Buttel, Fräulein Gaebler-Dresden, Fräulein Segröter-Berlm, Herr Taboulee Verschere unb Emil Jung aus Württemberg, Harold Brobersen-Altoua; ferner von der Mannschaft Carter, Far- 'ting. Fischer unb Leyeroft. — Von den angespülten Leichen Würben noch aus Papieren der Name Mister Monroe festgestellt [jmb bie Namen von brei englischen Matrosen. Fräulein Gaebler erzählte, daß es furchtbar war zu sehen, {tote in den ersten Stunden nach der Katastrophe noch immer 'Männer unb Frauen über Borb geschlagen wurden, bis nur noch 16 übrig blieben, von denen schließlich wieder kurz vor |i>ec Rettung eine Dame loeggespült wurde. Es war entsetzlich, j wie sich die kleine Gruppe a n e i n a n d e r k l a m m e r t c und sichdadurchdieKleider vomLeiberiß. Fräulein Gaebler hatte schließlich nur noch Hemd und Hosen und sie lauerte an der Wand, unb auf ihren Beinen, bie anf dj wollen, standen mehrere Männer, da kaum Platz vorhanden war. Alle waren mehr ober weniger unbekleibet und litten sehr bnrch Sturm, Feuchtigkeit und l Kälte. ' Die Lotsen werben von allen Geretteten als brave unb gütige Helden geschildert. Länger als ' Stunden waren die Ueberlebenden ohne Nahrun chon gestern gerettete /irische Kapitän Parkinson .rzäl, . daß er lurz bevor er (Weggefpüh wurde, Fran W e n . . r g gesehen habe, die ihr ftotes Kind a u f _b c m »choß hielt, das augenscheinlich an den Folgen des Schreckens oder Stoßes gestorben wat. Fran Wenbetg ist jetzt noch lebend auf dem Wrack. Herr Wenbera ist als Leiche angespült. Die auf dem Wrack zurückgebliebenen Damen sind Frau ^Theile-TreSden, Frau Wenberg-Berlin und deren 16 jähriges Dienstmädchen. Eine dieser soll den Arm gebrochen haben. Särnt- lidje geretteten Damen gehören der Coventgarbeu-Operngesell- ,schäft an. I Drei Personen, welche noch abends lebend ans Land gc- sschwemmt Wurden, starben alsbald, ohne das Bewußtsein wieder- ; erlangt zu haben. ! Vierzehn weitere Leichen Wurden noch rekognosziert, unb zwar [tric folgender Personen: Elöworth, Bradsort, 9iouseimann, Bonnet, Halifax, Bernberg, Hartog, Valwer, Woodha, Davidson Washiiigton (wahrscheinlich aus Haag), Miß Buttle, Großfield' Frau SueS, verwitwete Arls, Hilverstein unb Bullock, außerdem einige Leichen von ber Besatzung. Welchen Notwnaliiate'i bie Genannten angehören, weiß man nicht. ! Bis jetzt finb 42 Tote geborgen. Erkannt finb noch bie Leichen der Herren Bulmer unb La notte, bock ist ihre Heimat unbekannt; 16 ber Leichen finb unbekannt. Viele der Anae- spülten finb englische Matrosen. Vermißt wird u. a das 16- jährige Töchterchen ber verunglückten Frau Süß-Artz aus Haag. I Unter den Passagieren befand sich ferner auch ein Homburger, der 20jährige Friseur Toerfam Rekognosziert wurde u. a. bie Leiche der Frau Artz-Süß, bie mit einem Groubcrger wieber verheiratete Wiuve des Malers Artz Während eine tausendköpfige Menge voll Spannung auf bie Weitere Entwicklung der Tragödie auf der Mole wartet, hatten sich ©trän brä über emgetunben, welche, sobald Leichen angespult hurden, sich darauf warfen, um den T olendieRinge von den i aufgdanfenen Fingern z u reißen und Geld Uhren zu rauben. Das Publikum zeigt sich empört' Dik war jedoch nicht zahlreich genug, um den ganzen Strand zu bewachen, und das Militär war requiriert, um auf dem kleinen Bahnhof Ordnung zu wahren. . Sim Hafen in einem Schuppen der Holland-Amerita-Linie liegen in Reihen etwa 40 Tote. Der innere Raum ift als Kau-lle ausgeschmückt und mit Trauerflor ausgefchlagen. Die Leicken liegen in weißen Tüchern, welche viele Verstümmelungen verhüllen Nur die, Gesichter sind unbedeckt. Alles, was abstoßend aussieht, ist durch Tücher den Blicken entzogen. Auf jede Bahre ließ die Direktion einen Palmenzweig mit weißen Blumen niederlegen. . ., $Jei der Rettung der Schiffbrüchigen Ware einer von ihnen faft ins Meer gefallen. Keiner von ihnen konnte kaum noch die Gliedmatzen ruljren. Nur bet Franzose war am wohlsten. tir war kaum auf dem Lotsenbampfer, als er sich eine Zigarre erbat. Unter ben ertrunkenen Passagieren der „Berlin" befindet sich auch ein Herr Böhmländer, der vor kurzem zum Direktor der elekirisck>en Werke der Firma Siemens Brothers in Stafford ernannt und dort erst seit etwa sechs Wochen ansässig war, ferner ein Herr Watson, Hauptkonstrukteur der Werte. Beide Herren waren auf ber Reise nach Berlin; Böhmländer stammt aus Nürnberg. Ein Mitglied der Mannschaft des Dampfers „C l a c- ton" aus Hoek, der in der Nähe der „Berlin" Halt machte und vergeblich Rettungsversuche unternahm, erzählt folgendes: Wir folgten ber „Berlin" in. einer Entfernung von ungefähr p/2 Stunden unb kamen gegen 6 Uhr 30 Uli in. an der Mittwuug der Ncaas an. Da sahen wir bie „Berlin" breitseits am Kopf der Nordmole liegen. Der Kapitän, Dale drehte sofort ab, unb als wir Bogen machten, um dem Geschick der „Berlin" zu entgehen, fuyren wir beinahe selbst fest. Nachbem wir gewendet hatten, machte sich Dale sofort ans Werk, und bemühte sich, dem gestrandeten Dampfer Hülfe zu leisten. Die Wogen der tobenden See gingen 30 b is 40 Fuß h o ch, da ein furchtbarer Nordwest st urrn nach der Küste zu wehte. Wir steuerten sofort hart an bie Felsblöcke, mußten aber wieder jurüdgeljen, da wir nichts unternehmen konnten. Dann ver- suchten wir ein Rettungsboot auszusetzen, doch erwies sich dies als unmöglich beim Toben der Wetten. Wieder unb wieder hielten wir darauf zu und blieben mehrere Stunden. Wir verließen die „Benin" nicht bis zuletzt, als wir kein Anzeichen mehr wahrnehmen konnten, daß sich noch irgendjemand an Bord befand. Zuerst hatten wir die Schiffbrüchigen in Gruppen an Bord gesehen, teils auf Deck, teils im ytauujiaLon auf Vorderdeck. Wir steuerten dicht heran, um so die Rettung zu versuchen. Sie riefen uns zu, beim anscheinend herrschte keine Panik, vielmehr bewahrten die Passagiere, soweit sich sehen ließ, v o l l k o m m e n e O r d n u n g. Alle waren mit Rettungs- g ü r t e l n versehen unb hatten sich auf der Seeseite des Schiffes zusammengebrängt, um Zuflucht zu suchen vor ben gewaltigen Sturzseen, bie das Schiff überspülten, über Deck, Schornsteine unb Masten hingingen. Wir kamen bis auf 100 bis 2u0 Hards nahe unb warfen alle unsere Rettungsgürtel an Stricken aus, bou) erreichten sie die „Berlin" nicht. Als das Schiss aus- cinanberbrad), wurden Passagiere unb Mannschaf - t c n fortgespült uno ertranken vor unseren Augen. Wir hörten Hülserufe, tonnten aber nichts zur Rettung tun. Der Vorderteil versank zuerst; dabei ertranken die M enf ch en in ganzen Gruppen. Wir fuhren weiter, als nur noch das Heck übrig war. Die Rettungsboote waren zu Zeiten so nahe als möglich herangefahreii und versuchten, die im Was>er um ihr Leben ringenden Menschen zu retten. Kapitän Dale tat altes, was er nur tonnte, um Hülfe zu bringen. W i r büßten beinahe selbst das Leben ein, da die Wellen frtwhäreiiod mit schrecklicher Gewalt sich über uns ergossen. Wir tonnten natürlich die einzelnen Personen an Bord der „Berlin" nicht unterscheiden, da alle in Haufen zusammen waren, aber ihre Ruse tarnen deutlich zu uns herüber, über bie vom Sturm gepeitschten Wogen._______________________________________________ Stirim unü ZlurvUter ui Averyejjen. Gießen, 23. Februar. Der Winter ist feit einigen Tagen noa> einmal nut aller Strenge eingetehrt uno zwar mit Sturm, UmuCitec uno UngluaS- Iallen. Von allen Seiten lau,en Nachrichten uocr Schneeiiürm- unb Verichrsftbrungen ein, von denen nachstehend die veuiertens- wcrteiieu mitgcteiu seien: -f Lang-Göns, 23. Febr. Die Straße von hier nach Butzbach ift bei Kirch-Gons vielfach zugeweht unb der Schnee liegt teilweise über einen halben Nieter hbch. Aus ben benachbarten Jurten würben Leute aufgeboten, bie eifrig an ber Freimachung ber Strage (arbeiten. Mehrere Fuhrleute gaben bie Weiter,ahrt auf unb kehrten mit ihren Fm-rwerten nach Haufe zurück, um dort beit Eintritt belferen Wetters aozuwarten. x Inheiden, 22. yebr. Bei bem Unwetter am Dienstag wurde dura) den Sturm hier sehr großer Schaden angeriaget. >>m Dorfe fiiid viele Hauser beiajubigt worben, iiisvesonoere fmd "telfach bie Dächer abgeoeut worden unb Schornsteine herunterge- stnrzt. Von einer neuerüauten Scheuer würbe ber Giebel der xoraubmauir Ijeruntergeriiicn. == V o m Vvgeisverg, 22. Febr. Auch heute wüteten heftige S ch n e£it utmt, bie Wälber find unzugänglich geworben, ber Schnee liegt meterhoch unb die Windweoen türmen Hü.) immer höher, »eit bem Wmter 18VÖ-06 hat ber »ajnee nicht io Iwch gelegen wie heute. Fuchse, Haien unb biehe kommen bis an die inenichiichen Wohnungen, vietiach findet man erfrorene Vögel. Die Wege uno »tragen find wegen ber hohen Schneever- weljungen fast unpassierbar, der Postverlehr iann nur mit grogen Verspätungen mit abgelegenen Dör,ern kaum noch aufrecht erhalten werben. Die Vogelsbergvahn hat, wie schon gestern berichtet wurde, unter ben Verwehungen sepr zu leiben, gestern und heute verkehrten nur einige Zuge. Zwischen Hartmannshain, Grebenhain, vkösberts und JlbertShaufen sind b.e Bewohnet ’bi-l." Nachbarorte buigcbotcii, um die »trecke freizuhalten.^ Auch auf der »trecke Lauterbach -Alsseib bedrohen bie Schneewehen ben Bahnoerkehr. In den meisten Orten des Vogelsberges werben die Einwohner ibmuiaiibiert, die 1‘anourageii freienujauicm. Auch aus Ulrichstein wirb uns geschrieben, bag der heftige »turnt am s.Uiittwod) von argem Schneefall begleitet war. me durch bas Dorljergcgmigeiie 2tägige Tamvetter frei geworbenen ckrdftächen finb schon wieb.r mit l-vher Schneedecke überzogen unb bie Not des Wildes unb ber Vogenvelt ist augerorbentlio). P. Schlitz, 21. Febr. Ein lritiid)er Tag erster Ordnung war anscheinend gestern. In ber diaa-t wütete ein orkanartiger »türm, ber bis gegen 10 Uhr morgens anbauerte unb vielseitigen Schaden an Dächern sowie starken Wiiidfall in ben Waldern verursachte. Der üt Strömen niedergeheiibe Regen brachte in Gemeinschaft mit bet »chiieeschmelze im Vogelsberg sehr starkes Hochwasfec, bas bis gegen Iß Uhr eine ungeahnte Höi^ erreichte wiib sämtliche Bleia-ereien in der Schlitz unter Wastet setzte. Zwischen 10 und 11 Uljr konnte man ein Gewitter, bas ttch durch einige Doniierfdfläge vemertoar machte, beobachten. Wah- renbbcn'cn ging heiliger Heeg en nut Hagel nieder, ein starkes Schneegestöber folgte. :.-iittngs hatte man den schönsten Sonnen- Icheiil. Ein üitcriiiaiites Nutmr,champiel d.ejer Kampk des Wenters mit dem F-rühling. Sonstige Wetternachrichtea. X Bon bet Rhön, 22. o'eor. »eit vorgestern herrscht ein orkanartiger Schnee st u r m. Aus bem Kreuzberge liegt ber »chuee durchschniitiid> 2 '3)1 cter, zwischen ber jtirdje unb bem Berge 7—ö Meter, beim Johanittsfeuer 6—7 Nieter l>och. Vor- gefieni fiel auf dem Zen uz berge bas -UMmomcter ulnerhaib einer halben Stunde von -f- 3 Grad au; — ö Grad. — Die Poste n von Bisei)0|Sheim nad) Gers,eio, nach »anööerg und naco Brudenau blieben steden. . A- Bo in W e stc e.. alb, 22. Febr. »eit vorgestern herrscht aus dem Weflerivalo e; i Schneetreiben, wie es seit Jahren Heer inajt _gewcAn j , Verbindungswege jkuicijen oen 11115cInen Urten o i? iig e 111 gcf d,nc 11, fo daß b.r Schnee Pjlug in Tätigkeit treten muß. Auf ber Strecke Herborn — bi e Im e r o b tu oorgeh.i nber Bah nzug st eckengeblieb e n. 211.1 b.r bleuen- uci ^lrc..t, u^auers a. ber W-sfer- Icheide bei »tolion Wurgenbors, bilden Srhi.eeweheu V e r - labrik nÜplrnB" Dresden. iTPA Gießener LLetteroieuft. DoranSsichtliche Witterung für Hessen am Sonntag, ben 24. Februar: Heiter. Keine erheblichen !)Ueberschläge. Leichter Frost. Wtaßige nördliche Winbe. Original-Orahtinelvungen« Breslau, 23. Febr. Die Sozial dein ok rat en werben Protest erheben gegen die Wahl des Fürsten Hatzfeldt im Wahlkreise BreSlau-Ost. Paris, 23. Febr. Der Abg. Leboucq hat den Kriegs- Minister bcnachrichiigt, daß er ihn zu interpellieren beabsichtige über die Tatsache, daß Wachtposten auf Flüchtlinge schießen unb auf diese Weise bie TobcSslrafe ersetzen, die in Frankreich abgeschafft werden fall. Slmfter beim, 23. Febr. Wie der .Telegraf meldet, wurden beute vormittag noch 3 Frauen von dem Wrack „Berlin' gerettet. Die Gesamtzahl der Gerettete» ist 15, darunter befinden sich 6 Frauen. New-Pork, 23. Febr. Nach der .Asiocieted Preß' verunglückte auf der Pennsylvamabahn der Nem-York- Ehicagoer Expreßzug. Etwa 100 Perjouen sanden dabei den Tod. Die Elsenbahn-Gefellschaft gibt das Unglück zu, bestreitet aber, daß irgend jemand dabei getütet worben fet. Polologlow-Cigareiten sind in Geschmack und Qualität unerreicht: 1>as< Stück 3 bi* 10 Pfennige. Überall käuflich! —— kehrshindernisse, sobaß bie umHegenben Ortschaften um Schneesdmusler alarmiert würben. Starke Sd-n erstürme wüteten ferner in weiten Teilen Subveutschlnnds, Tirols unb ber Schweiz Namentlich im T a u n -1 s ist über 'Jlarfit viel Schnee ^ge-allen. Der Main ist im Steigen begriffen, auch Nicb und Fulda wachsen. Im Bahnverlehr Berlin- Frankfurt a. M. sind in folge der Schneeverwehungen starke Verkehrsltörungen cingetretcn. Im thüringischen Gebirgsbahnverkehr heriicht augenblirf lid) vollständige »toaung. 4>ie Waibiiui,!.' führen Hoci,iva,fer. Tas Dors Kuhn Hausen ist durch eine Windhose saft zerstört. Wie aus Köln gemeldet wirb, ist in b:r letzten Nacht starker Schneefall eingetreten, der ununtcrorochen aiihaü. Der Rhein zeigt eine Pegeihötze von 4,02 Meter gegen gestern 2,08, er steigt rapide weiter. Die Täter der Nevenslusse find weithin uberfchwemmt Bei Muhl em brach der Damm, woDurd) ein Laorirgebaude im Augenblick unter Wasser gefetzt wurde. Die yirbeitir tonnten mit inapper Not das Leben retten. Auch aus anderen Lrtfchaiteil werden Dammbruche genieib.t, an denen Pioniere arbeiten. — . „ .. , Heute mittag strandete an der Westküste I u tlands l'übiiu) von Tioovjerg ein norwegischer Dreimaster, der von "Norwegen nad) Bremen unterwegs war. Das Schiff wurde zertrümmert; bie aus 18 Perfouen vestehenbe Besatzung ist er- irunien. Ein Rettungsboot tonnte wegen bes herrs^e.meu »turnue mujt curgelaiien werden; die abgefeuerten Ratetcn hatten leineh Erfolg. Gietzeuer Strafkammer. )( Gietzen, 22. Februar 1907. Nach Feietabeud. Gegen bie Händlerin 2L D. zu Friedberg erging em Straibeiehl über 2 Mark, weil sie auf her Reick)Ssheimer Kird) weihe ihren Galünteriewarelistano eine Stunde nach der Polizei- ttch festgesetzten Feierabeiidzeck iwd) geöffnet hatie. Sie erhob Wideribruch unb bestritt, nach Feierabend iwch verkauft oder leiigeljüiteit zu haben. DUs Sdiöiiengenajt ljatte kleinen öweiiel, dies tatiächttch der Fall war, weshalb es ihren Einspruch zuruck- ivies. '.aigetlagte und Staatsanwattschritt wdjten das üried an und die »trailammer stellte fest, baß mit Recht Bestrafung elli- getreten ist; da aoer die Mindeststrafe bei Vergehen gegen die Gewerbeordnung 3 Mark beträgt, so wurde bie Strafe aur biefen Betrag erhöht. Ter abgekürzte Zuname. Der Knecht L. P. aus Bumocrg louroe uon einem Pferbehändler aus Frankfurt nach Romrod geschickt um ein Schlachtpferb abzuholen. Er erijieit von seinem Auftraggeber eine Bescheinigung, das bei einem Pferdehändler in Alsfeld hinterlegte Geld für das Pferd zu erheben. Er tat dies auch, er quittierte aber mit bem Namen „Müller". Statt nach Romrob zu gehen und bas Pferd einzulösen, Dcrjubelte er das Geib. Die Staatsanwaltschaft stellte ihn wegen Urtündenfälsdiung und Unterfchiagung unter Anklage. Er gestand sein Vergehen ein, doch ift er der Ansicht, daß keine Urlündeufälschung voruegt, da er die Quittung nicht mit einem falschen, sondern mit 1 einem abgekürzten Namen unter* schrieben habe. Seine Rechtsanjchauung konnte zwar etwaä Heuerleit erregen, sic war jedoch nicht in der Lage, ihn vor Strafe zu sdsutzen. Er wurde zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt, woraus mit Rücksicht auf sein Geständnis 14 Tage bet erlittenen Untersuchungshaft in Anrechnung kamen. Wegen Ueberfchreilung des ZüchtignugsrechlS halte fid) der zurzeit in Treis-Horloff länge Schuloerwalter p. I. ans Ulfa zu veranlmorlen. Durch eine Reihe non Kindern aus Al 1 euha 1 u wurde ihm nachgewicseu, daß er Plädckfen, bei denen körperliche Zuchngung nut im äußersten Notfall zulafsig ist, nut einem Stock auf den Kopf geschlagen hat, fodav diefe Beulen bavoiurugeu. Er gibt zu, den Niädchen mit einem »löckcheu auf den Kopf getippt zu haben, um ihre Auunerkjamteck anzuregen, was über bie Folgen von den Kindern gesagt wird, sei unwahr. Jnsbejoudere bezeickfnet er bie Aussage bes einen Alädchens iür erfunden, nach der er das ttfnd so am Ohr gezaust hätte, daß dieses cingerfsjen fet. Bon feinen Vorgesetzten erhielt er das ZeugnS eines tüchtigen Lehrers, der gute Er'olge auizuweljen hat. Vlad) Ansicht des »chuluiipekiors hat er durch einen Fall, der m ber Schule zur Unteisnchiing stand, ben Haß bet Einwohner von Attenham auf sich geladen; auch herrscht bort eine Parieileidenschack, unter ber er viel zu leiden haue. Das Gericht hielt ihn der Kötpetverletzung in Ausübuiig seines Betnies in sechs Fällen iür überfuhrt unb ver- urteilte ihn zu einer 6) e l d st r a f e von 60 Ult. Handel nnd Verkehr, Volkswirtschast. Marlte. Gteßeu, 23. Febr. Matklbertchl. Auf heutigem Wocheinnaikle kosteten: Butterpt. Pld. 0.95—1.00 'Dir., Hühneretet 1 St. 8—9 Vfg., 2 »tcf. 00—UU Pfg., Gänfeeter 00—00 Vsg., Euleuetet 0 Pig., Käse pt. Sick. 6—8 Pf., Käseuiatle 2»lck. 5-6 Pfg., Erbjeu v.Pib. 18-24Pfg., Linjeup.Pfb.25-40Pig., Tauben pt.Pt.0,80—1,00Alk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 WiL, Hahne pt. Stück 0,80—1,80 Pik., Enten pt. Stück 1,80—2,20 Rlk., Gänse pt. Pid. 70—80 Psg., Lchsenfletsch pt. Psd. 82—88 Pfg., Kuh- und Dtlndfletsch pt. Pfund 80—82 Pfg., »chweine- fleisch pr. Pfund 80—84 Pfg., Schiveuiefleisch, gesalzen, pt. Pfund 88 Psg., Kalbfleisch pr. Pfd. 80—84 Psg., Haunuelsielsch pr. Pilind 61—84 'Hig. Welsche per Pfund —Karioffeln pr. 100 Kg. 7,00—0,00 Pik., Ztviebeln pt. Zit. 5,00—6,00 Pit., Milch pet ünet 20 Pfg., Aepiel per Zentner 20 bis 25 Pik., tu Körben 00 Pid., Nüsse 100 Stuck 50—00 Pfg,, Birnen per Psd. Pik. 0.20—0.25, per Zit. 9—15 Pik., Weißkraut per Stück 15—30 Psg., per Zentner Pik. 0.00—0.00. — Piarllzeck 8—2 Uhr. fc. Frankfurt a. Pi., 22. Febr. Heu- und Stroh- >n nx-rt Man notierte: Heu Pik. 3.10 bis 3.40, Stroh Mk. 8.- bis Mk. 3.10. Tendenz! fest. Bekanntmachung vetr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Saasen. Ich bringe hiermit zur össentlichcn Kenntnis, daß Großb. Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe mit Verfügung vom 12. Februar l. I. die Voll- rugskommission für die Feldbereinigung Laasen auf Grund von Artikel 14 Lister 14 und Artikel 54 des Feldbercinigungs- gesctze) in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. Juli WOG aufgelöst hat. Friedberg, den 15. Februar 1907. Der Großherzogliche FeldbereinigungskonnniffLr: Schnlttspahn, Kreisamtmann. Llrbeitsverftebnnft. Die zur Herstellung der Räume im vormaligen Nirchenbau be< Hospital- nStigen Schreiner» und Weißbinberarbeileu sollen Mittwoch den 27. Februar d. Js., vorm. 11 Uhr, LfftMlich vttgkven werden. ÄrbcuLdeschreidung und Bedmgungen liegen bei un» zur Emfichl offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst rrhälML, find dl- zum genannleu Zenpunkt an un- emzureichcn. Zuschlagssrisi 8 Loge. b'”/. Gießen, den 22. Februar 1907. Städtisches Hochbauamt. ® t r b t (. Holzversteifter rmg im Gießener Stadtwald. Donner-tag, bcu 2B. Februar 1907, vormittag» »’/ Uhr beginnend, werde»! in den Waldungen der Stadt Gtegen IM Llftrtkl Haugelstctu versteigert» Itio Rm. Buchkn-Lcheitholz, 28 Rm. Etchen-Schenbolz, 42 Rm. Buchen-stmlppe^olz, 15 Rm. Gichen-Auuppklholz, 2ß,U bim. Buchen-Llockholz, 27,6 Rm. Gichen-Slockhotz, 2 HO Wellen Buchen-Reisig, Wellen Licheu-Reistg. Die Zusammenlunft ist auf der Straße nach Daubringen am Haagclsteiner Eie»ndruch. Gießen, den 22. Febrrar 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gurtchmann.B"/t Illlänz am 31. Dezember 1906. JL Passiva. JC 255,88, Per Geschäfisguthcib. 8797,40 Reingeivinn. . . 1142,23 w 65 der Mitglieder . Kreditoren. . . . Reseroefond . . . Belriebsrücklage. 4796,60 . 56 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1905 Während 1906 gingen zu . . . . Während 1906 gingen ab ... . Daher Stand der Mitglieder Ende 1906 . Oppenrod, den 10. Februar 1907. 275.— 2309,04 654,81 415,42 Aktiva. An Kasscnvorrot. . . , Warenvorrat. . . , GeschaftSgulhaben 101,08 , 100/.Abschr.l0,l0 „ Emballage. . . . , Debitoren . . . . 90,93 85,40 616,89 4796,60 LandmrtsWichi'l' Konsm-Lcreill eingctr. Genossenschaft m. unbejchr. Haftpflicht. 1B49 Der Direktor: Der Lagerhalter: H. Balser VII. H. Schmidt V. Holzverfteigerung im Gemcindcwa'.d zu Bersrod. 1. Freitag, den 1. März 1907, von vormittags 91/, Uhr anfangend, kommen zur Versteigerung aus den Distrikten Brand, Lindenstrulh, Struth, Schwalb und Gaulseck: 103 Nm. Buchen-Scheit, 2 Rm. Eichen-Scheit, 290 Rm. Buchen-Knüppel, 4 Rm. Elchen-Knüppel, 2 Rm. Kiefern Knüppel, 210 Rm. Buchen-ReiS, 4 Rm. Eichen-ReiS, 105 Rm. Buchcn-Slock, 5 Buchcn'Slämme mit 5,29 Fstm., 23 Eichen-Stämme mit 6,51 Fstm., 7 BuchenDerbstangcn mit 0,20 Fstm., 5 Eichen-Derbstangen mit 0,34 Fstm., 239 Fichten-Derbstangen mit 20,39 Fstm. 2. SamStag, den 2.März 1907, von vormittags 9*/, Uhr Lnfangeud, koiumen zur Bersteigerung auö den Distrikten Waldwiese, Landwchrfchlag, Waiumberg und Rosenberg: 28 Rm. Buchen» Knüppel, 2 Rm. Eichen-Knüppel, 18 Rm. FichteN'Knüppel, 24 Rm. Kiefern Knüppel, 26 Rm. Buchen-Reis, 52 Rm. Eichen-Reis, 134 Rm. Fichten Reis, 2 Rm. Buchen-Stock, 20 Rm. Fichten-Stock, 38 Fichten-Derbstangen mit 1,84 Fstm., 135 Stück Bohnenstangen. Zusannnenkunft an beiden Tagen im Ort. BerSrod, den 21. Februar 1907. 1261 Großherzogliche Bürgermeisterei BerSrod. ___________________________Reuschling.____________________________ Holzverfteigernng Fürstlich Solmsische Obersörstcrei Hohensolms. Sainvtaa bcu 2. März 1007, nachmittags 2*/» Ubt in bet WcHerüDen Wirtschaft in Fraukenbach Breuudolz. Difitlkt Fssclicheid. Buchen: 11 Rmtr. Scheu and Knüppel, 2UU Wellen. Eichen: 25 8imir. itmippel, /O IHmtr. Swckbolz, 3UU0 Wellen. Distrikt Eulcrogruitd. Eichen: 3 Stmrr. ftnuppel, 2U0 Wellen. Kiefern: 5 Rmtr. Sinüppel, 300 Wellen. B. Rullbolz. Distritt Jfsclicheid. Eichen: 20 Stamme mit 8Lö FesNn. (Bau- und Wagnervolzj, 18 Dervltangen (Waoncroolz). Fichten: 4450 St. Reisigsiangca ‘©polier- u. Bovnenjiangen). Dturikt Eulerögrund. Fichten: 3 Stämme u. 200 Derbimngen.B*7» Holzverfteigerung Am Samstag den 9. März 19u<, nadjinlttaov 2* t Uj&r Be* snnncnd, kommt im Saale deö GasnvinS Hofmann hterielblt zum Auögebot: 297 Fcftm. Eicheustammbolz, ___ darunter Stämme über 3 Festut. Jtthalt, grösstenteils Schnetditämme, auch schönes Wagnerholz. 5,48 Fe »tot. Buchen — 7,42 Fcftm. Erlcnflamme, 12,5 utuitr. Eichen Küfcrbolz. Das Holz liegt in bett Gemeindematbungen Asslar, Bcrgbaulen, Dillheim, Ebrulgsbaujett, Katzenfurl, Kölschs) ausen, Nieüerteow und Werborf. nr _ Die betr. Herren Förster ertetlen auf Wunsch wettere Auokumt und -eigen bas Holz an. «bringshauien «Kr. Wetzlars, den 20. Februar 190/. Der Bürgermeister: Hoemanu. D”/t £ariiiwirt((!jnniid)cr fioiifninomin E. ®. m. u. H. Bilanz pro 31. Dezember 1906. Aktiva. Mk. I. Daren-Konto 9251.18 2. KasseN'Konto 302.78 3. Debitoren-Lonto 9734.17 4. AuSgelichene Kapitalien 1413.10 Passiva. Mk. I. WarcN'Krednoren 2942.92 2. Dkitglieder-Konw 1802.61 3. Reservefonds- Konto 5326.54 4. Betriebsrücklage- Konto 4189.61 5. Reingewinn 6439.55 2U7U1.23 20.01.23 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1905 175 Während 1906 ging zu 1 TTü Während 1906 gingen ab 2 Daher Stand der Mitglieder Ende 1906 174 Treis a. d. Lumda, den 15. Februar 1907. Landwirtschaftlicher Konsum-Verein, E. G. m. u. H. Der Borstand: 1268 Heinrich Klein II., Direktor. Philipp Kehr V., Kontrolleur. Adam Kehr, Rendant. Holzverfteigerung. Mittwoch, den 27. Fcbrnar d. F., von morgens 91/, Uhr an, sollen im Reiskirchener Gemeindewald, Distrikt Buchwald, versteigert werden: 5 Eichen-Stämme von 22—32 cm Durchm., 9 m Länge, 2,32 Fstm., 40 FichtelnStämme von 13—31 cm Durchm., 15 m Länge, 10,77 Fstm., 135 Fichten-Derbstangen von 8—12 cm Durchm., 15 m Länge, 10,19 Fstm., 31 Rm. Buchen-Scheitholz, 118 Rm Buchen- und Etchcn-Knüppel, 2390 Buchen- und Elchen-Rciscr, 3840 Buchen- und Eichcn-DurchforstungS Reisig, 25 Rm. Buchen- und Eichen-Slöcke. Der Anfang ist an der Rreisstraße nach Hattenrod. DaS Bau- und Ruhholz kommt zuerst zur Bersteigerung. Reiskirchen, den 22. Februar 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Reiskirchen. Wagner. 1266 Ettingshausen. Holzfubmission. In den Waldungen der Gemeinde Ettingshausen soll nachverzeichnetes Holz auf dem Submissionswege vergeben werden: III. Kl. 24 IV. „ 72 V. , 639 IT. Kl. 1 III. „ 88 IV. „ 67 V. „ 216 in. Kl. 4 IV. , 14 V. „ 35 VI. „ 268 in Kl. 2 IV. „ 7 VI. Kl. 3 A. Fichtenstämme. Stück von 30—39 cm Durchm. mit 88,12 trn 25-29 , „ bi- 24 „ „ 78,66 „ „ 309,44 , Stück n u u u ii ii ii i H II H C. Eichcnstämme. von 40—49 cm Durchm. Stück ii n n 30—89 „ 25—29 „ bis 24 „ v. Buchcnstämme. von 40—49 cm Durchm. . 80-39 „ B. Kicfcrnstämme. Stück von 40—49 cm Durchm. „ 30-39 „ „ 25—29 „ „ 15—24 , E. Hainbuche. Stück von 15—24 cm Durchm. mit H II W mit n w w mit ii mit 0,61 fm 84,42 „ 46,34 „ 84,02 , 3,45 fm 9,56 „ 15,39 , 65,94 , 1,52 fm 4,86 , 0,62 fm Die Herren Kaufliebhaber können auf Verlangen das Holz an Ört und Stelle vor dein Ternrin der Eröffnung einsehen. Der Vorzeiger ist Forstwart Keil zu Ellingshausen. Das Holz ist mit Rinde gemessen, die Gebote können getrennt für jede Holzart, Klasse, auch im ganzen eingereicht werden, es können auch Liebhaber aus sämtliches Holz einrcichcn und zwar ohne jeden Vorbehalt. Es behält sich aber der L)rtsoorstand die Genehmigung im einzelnen wie im ganzen vor, die Gebote so auszusuchen, wie es zur Erzieliing der höchsten Gcsamteinnahme und der größtmöglichen Sicherheit fur Eingang des Kaufpreises am sichersten erscheint. Der Kaufpreis ist alsdann nach dem Zuschlag durch genügende Bürgschaft oder Wertpapiere sicher zu stellen und Martini lsd. Jahres zu bezahlen. Tie Gebote siitd schrisllich, mit passender Aufschrift versehen, bis zum Samötag, den 2. März, mittags 1 Uhr, auf dem Bürgermeisterei-Bureau einzureichen. Die Eröffnung findet an demselben Tage nachmittags 2 Uhr aus dem Rathause statt, wozu die Interessenten eiugeladen sind. Tie Ertcllung des Zuschlags kann 8 Tage nach der Eröffnung hinausgeschoben werden. Ettingshausen, den 21. Februar 1907. Großh. Bürgermeisterei Ettingshausen. Keil. 1263 Holzversteigerunft in der fürstlichen Obcrförfterei Lich. Montag den 4. März, portnittaaö 9'/, Uhr, im Distrikt Mönch* ronlb: Buchen: 20 nn Stammknuppel, 2300 Forskiv eilen; tttejern: 184 nn Knüppel, 138 nn Stöcke, 4300 Wellen: G24 sichtender bstangen — 3141 fm zu Sparreittzolz, zu Wagnerbolz und zu Weitzbinber- [tannen nccinnet — Tie -Kuiamnicntunii tu auf bcm rbizmolweg Awach-Hauenrob bei der Bliudewchswtese «Ecke nach Hattenrod zu). Ticnotag den 5. März, uoruuttags 9'/, Uhr, un Ttinttt Konze- bühl: Luchen: 2tiö nn Scheiter, 74 nn Knüppel, 162 ni> Stocke, 4300 Wellen: Eichen: U nn Scheuer «2 nn rund), 2 nn Schettbroclen, 28 rm Knüppel, 30 rm Stöcke. — Eichcu-Schuttttzolz: 14 «tück = 14,19 fm (42 bis 02 cm Durchm.); ^ucpcu-Smntttvolz: 5 Stuck — 6,77 fm (48 bis üü cm Durctzuu); Eiche.i'^wiiclcholz: 7 <;«üd = 2,08 fm. Das Luchemchnittbolz und etn Teil bcß (Lichenichnittbolzes kommt gleich aniangs zu-n Ausgebot. — Tte Zu!auun«uttun.ft ist auf der Srraste Lich—Steutbach beun Teichdauuu. /« Basattpflastcrsteinbruch-Dtrpachtung. Ter der hiesigen Gemeinde gehörige Basaltpflastcrstcin- bruch soll Motllag, den 4. Marz, vormittags 10 Uhr. auf sechs Jahre unter den auf der Bürgermeisterei zur Einsicht liegenden und bei Verpachtung bekannt zu gebenden Bedingungen verpachtet werden. Ettingshausen, den 21. Februar 1907. Großh. Bürgermeisterei Ettingshausen. Keil. 1264 Hofrcite-Verfteifternnft. Montag den 4. März l. FS., nachmittags 1 Uhr, sollen auf hiesigem Rathause die zuin Nachlasse der verst. M. Wallenstein Eheleute dahier gehörigen Hofreiten, bestehend in 2 Wohnhäusern mit Stallung, Schlachthaus und Laden, im einzeln oder auch zusammen unter den bei der Versteigerung noch näher bekannt zu gebenden Bedingungen öffentlich melstbietend gegen bare Zahlung versteigert werden. Bemerkt wird, daß in dem Anwesen schon feit vielen Jahren eine Llletzgerei mit gutem Erfolge betrieben worden ist. [1279 Großen-Buseck, am 22. Februar 1907. Großherzogl. Ortsgericht Großen-Buseck. _____________________Schwalb._____________ Nutz- nah BrcnchlBttlaus der Gemeinde Wißmar. TicnStaa bcu 5. März er., von uürmittaa8 9V, Uhr ab bet Wirt Febl ä" Wißmar aus Din rill Becleil 33: Eichen: 4 rm Nutzrollen 2 in lang, 0 nn Scheu unb Stmlppel; Buchen: (W rm Scheu unb Knüppel, 1460 rm Weder; Fichten: 10 Stamme mit 3 fm, 3 Deibnauaeu, 2 rm Stmlppel Mutans von 1 lltzr ab aus Distrikt 8 a Reitzen steinern) alü: Eimen: 3 Stämme von 7v bis 99 cm Durchmesser mit 9,29 tm, 98 Stamme von 3o bis 72 cm Durchmesser nut 40,01 fm, unb 147 Stamme mit 30,00 fm, für Wanner fcUr geetanet; Distrikt 19b Uieuti11no: Buchen: lu Schnetdenamme lä,03 fm (biö zu 4Ü cm Durchmesser); Diitrikt 38 Uattenbach: Erlen: 12 Slaimue mit <,3ö fm OitUalt (bts zu 40 cm Durchmesser). Slrofborf, den 22. Februar 1007. ________________Ter c. Bur»crmeister: Brann.____________B*/t Holzverfteifternttg im Lichcr Stadtwald Distrikt MauerkaSvarskops, Rotbcrbnsch, EttinaSbänserkovs uuo MleinbametUeto. Donncrötag den 28. Februar l. F., nach Ausammcnkunst im TlauciiaoparöLüPi nächst ber Hattenrüberitrave, Uütmlnaaö 10 Ubr werden uenteißert: Schetier Rm.: Buche 2L, Eiche 26, Eiche-Rutzknüppet 16, Knüppel n » 48, „ 94, Wetchholz 2, Stoae „ n IM, ReifiwWeuen „ 1700, „ 3180, , 4300( 11 Fichien-Stamme von 14—26 Centuu Durchmesser mit Fm. L82. 60 Fichten-Derbstangen uut Fm. 4xk). Freitag den l.Marz im Eichwald, Eisenkante, Gänöweid^ Cbct- und Ultterivetcrlingoeopi »ach Fusaumtenkunft Un Etchwalo pormittagö lo Hör werden ueriteinert: Scheiter IHnr: Buche 162, Eiche 66, Fichte 7, Kielern hfl, Knüppel „ „ 2o, „ bL 17, , 10, Linde L Eiche-'^utzktillppel 4, Stöcke , Buche oo, Eiche 16b, Fichte 154, Kiefern 24, Reisig-Wellen: Buche lölo, Eiche 3930, Fichte 760, Kielern L-0 Die Stöcke sind teils fein gerissen. Fichte Reisslängen 430 Stuck. Lich, den 22. Februar 1907. Grobherzogliche vssraermeisteret: D0r hi e r. , Crotzhcrzogl. lZMmsimii vtbst Vorsihnle. Anmeldungen neuer Schüler für das Schuljahr 1907/08 werden Donnerstag, den 28. Februar, nachmittags von 3—5 Uhr, im (Aymuasialgcbäude entgegengenommen. Geburts- und Impfschein sind hierbei vorzulegen. Gießen, den 23. Februar 1907. Großherzogliche Direktion. Dw/, ________________________Dr. pensell.________________________ Giessen Mittwoch, den 27. März 1907, vormittags Frühjahrs-Pferdemarkt verbunden mit Ausstellung von Wagen, Geschirren, Stall- und landwirtschaftlichen Geräten Prämiierung — Konzert — Restauration 12 Uhr: Vorführung sämtlicher prämiierten Pferde und Gespanne. IV, * Mittagstafel im Hotel .Grotzherzog von Hessen". Tic städtische Pferdemartt-Kommissum. Fecin Äirch.B*/, Arbeiter gesucht Aliccstr. 14, Hinterh. 1270] V | 7 Zimmer fyröL mobL Zimmer zu vermiet. de der Lanografenstr. Eingang El 11256 Braugasse 11, part. Neustadl 10, 111. 01164] S Lubivigstr. 73. 1277] illiattu>lau LL 11. 01107J jy Zimmer iöleuupiau ain -pauie. [ObOO Löwengasse 30. 01142] I 33 miete«. 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