Marokkanisches. Tanger, 24. Jan. Die Truppen deS Sultans (Ma- halla und die Annen genannt) — hatten gestern mehrere Gefechte mit Mitgliedern des Stammes der Beni Suah, bei denen Raisuli einen Unterschlupf gefunden hat. Die Beni Suah wurden in die Flucht geschlagen. Sie ließen 15 Tote zurück. Die Truppen deS Sultans steckten hierauf verschiedene Ortschaften in Brand und verfolgten die Beni Suah in da» Gebirge. Hier beschossen sie die Wohnung des Raib Zellah, bei dem Raisuli sich aufhielt. Es gelang Raisuli, wiederum zu entkommen und sich im Gebirge zu verbergen. Auf Seiten der Truppen des Sultans fielen 20 Soldaten, mehrere wurden verletzt. Die Mahalla stieß später nochmals auf einen zwei- stündigen Widerstand vor einem andern Dorfe, welches von El Ghamit, dem Bruder des Kcnd Zellal, besetzt war. El Ghamil wurde verwundet und eiligst »veggeschafst. Etwa 1000 Mann von den Bergstämmen haben sich der Mahalla angcschlossen. Ausland. London, 24. Jan. Ter Präfwent des Handelsamts, Lloyd- George, der Kabineltsrang hat, hat gestern in zwei Reden in Newcastle einen heftigen Vorstoß gegen das OberhauS geführt. Tie Lords seien von niemandem erwählt, vertreten niemanden und seien niemand verantwo rt- lich. Bei der Prüfung der Ansprüche der bevorrechtigten Gesell- schäft, die ihre Vorrechte mißbraucht habe, würde sich empfehlen, oamit gründlich auf} n räumen. Wie fteit Hardie sei er für den Kampf aufs Messer. Ter Premier habe versprochen, einen Weg zu finden, nnü er sei nicht der Alarm, der leere Drohungen äußere. Brüssel, 24. Jan. Aus dem K o n g o eingetroffene Nachrichten besagen, daß im Manyanga-Gebiet ein neuer Aufstand ausgebrochen ist. Eine Truppenabteilung aus 50 Mann bestehend, mit einem Unteroffizier an der Spitze, wurde unterwegs von Aufständischen über sollen. 7 Soldaten sielen, mehrere wun den schwer verwundet, darunter der Unteroffizier. Madrid, 24. Jan. Leute mittag überreichte MinisterpräsU bent Lega de Armsio im Schloß die Demission des gesamten Kabinetts wegen der Uneinigkeit von Regierung und Parlament inbezug auf das Vereinsgesetz. Wien, 24. Jan. Im Herrenha-ie wurde eine Resolution angenommen, in welcher die {Regierung aufgefordert wird, mit Rücksicht auf die Teuerungsoerhältnu'ie schnellstens für eine entsprechende Aufbesserung der Bezüge der Offiz ie re und Beamten in der gemeinsamen Armee und Landwehr zp sorgen. Lemberg, 24. Jan. Bei den gestrigen Ausschreitungen ruthcnischer Studenten in der Lemberger Univ er si- tät wurde auch das Portrat deS Kaisers zerrissen und Die Kaisecbüste zertrümmert. Ter Gaskanüelaüer in der Universuät wurde in Stücke zerbrochen. Drei rnthenischs d.« niat >eu Freital, 25. Jannnr 1907 157. Jahrgang Zweites Blatt Nr. 21 Erscheint täglich mit Ausnahme DeS Sonntag«. 'trsendrj Eschäste. Kliniken euiiQt 6op fand im Schlo die Erbgroßher. Redaktion, Expeduion und Druckerei: Schul- straß« 7. Expedition und Verlag: ÄeDattbn:e^ll8. TeU-Adru Anzeigers ieße» Tie „Gießener Zamlllendlätter" werden Dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, DaS „Krclibtatt für bei Kreis Gießen" zweimal «öchnuiich. Ter „hessische Landwirt" erscheint monatlid.) einmal. Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen UnwersuätS-Buch- und SteiRDrudeteL 9L Lange, Dießen. ic. bet ften bez 'Heims. i, das diiiheil lodjo lut Beiiflii- iu*i Lir. ii yaurtalt. liü- choiivl, lleuenbäne, politische Tagesschau. Ter Jamaika-Zwischenfall. Zu einer nachhaltigen Verstimmung zwischen Eng' ländern und A m er ikanern wegen der Kingstoner Affäre wird es nicht kommen. Präsident Roosevelt hat durch eine geschickt abgcfaßte freundliche Note dem Konflikt die Spitze genommen. Ter Zwischenfall, die Ablehnung der amerikanischen Lülfe durch den englischen Gouverneur, war denn doch zu wenig tiesgreisend, um niajt durch Austausch von Höflichkeiten und Ge- sinnnngvbeteuerungcn abgetan werden zu können. Für England ist allenfalls verdrießlich, daß die Amerikaner so rasch bei der Land sind, als erste mit Rat und Tat auf dem westindischen Schauplatz zu erscheinen. Die Spuren Kubas leuchten noch Hai herüber; das Sternenbanner ist nicht immer frei von Verdacht, wenn cs Lülfe bringt, und ein Sympathisieren der Bevölkerung Jamaikas mit den wohlwollenden Yankees Limite am Ende zu einer Bewegung führen, die mit dem „Freiheitsdrang" der Kubaner Ähnlichkeit hat. Um Dem vorzubeugen, mußte England jede Disferenz mit Den Vereinigten Staaten im Keime ersticken. Es legt allerDing» keinen hohen Wert mehr auf Den Besitz Jamaikas, Dessen Blütezeit längst Dahin ist. Doch über die Zukunft Der Insel wird man ausschließlich in LonDon befinden wollen, und es Dürfte noch manches Jahrzehnt vergehen, ehe auf Jan^ika Der Union Jack niedergeholt wird. In Kingston eriolglen am 23. zweihestige Erdstöße, Die die noch stehen gebliebenen Lauser gänzlich zerstörten. Der Bevölkerung bemächtigte sich eine große Panik. Inzwischen wächst die Entrüstung Der Kmgitoner Bürgerschaft über den Gouverneur Swettenham, Dessen Ablehnung Der amerikanischen Lülfe Die Ernährung unD Unterbringung von TaufenDen von Frauen und Kindern erschwert hat. E ine Protestoersammlung DeS LülsSausschusses nahm Lebensrnittel von Den benachbarten Kolonien an, ohne den Gouverneur zu fragen. Alle militärischen Siadjen wurden angesichts des musterhaften Benehmens der Einwohnerschaft eingezogen. D er Gouverneur erließ Befehl, daß das Gtschöstsviertel genau nach dem alten Plan aus Backsteinen und sonstigem feuerfesten Baustoff wieder errichtet werde. Seit der großen Katastrophe wurden 30 Erdstöße gezähll. „eil* Klinik*; . kri ® , 6Ult» i" Jnjri Wtzi -beit zu aQtlnhebtr, ir aui aroBereui ü ®’ bei Maiuj. iißj Aoc Ort ZSaht. Gießen, 25. Januar 1907. Nur Stunden trennen uns noch von der Wahl zum Reick>Stag, von Dem Moment, Da die Politik DeS Deutschen Reiches auf lange Jahre hinaus festgelegt werden soll. Es ist sehr zweifelhaft, wir las Resultat dieses Appells der ReichSregierung an das Volk cmssallen wird. ES mag unS vergönnt sein, vor der Entschei. dungsstunde noch ein Wort an unsere Leser zu richten. AIS die Reick-Sregierung Den Reichstag am II. Dezember plötzlich und unerwartet nach Lause schickte, da Hatwelte c8 sich um ein wohl von langer Land vorbereitetes Vorgehen der Reichs- regicrung gegen das Zentrum und die Sozialdemokratie. Die {Regierung begann endlich Der alleinigen Stutze, dem Zentrum, zu mißtrauen, mit Dem sie bisher durch dick und dünn gegangen war, und fühlte sich von allen anderen Parteien verlassen. Das kam ihr unheimlich vor, und darum hat sie jetzt den Versuch gc macht, einen neuen Reick)stag zu berufen in der Lossnung, mit der Wahlparole „gegen Rot und Schwarz" eine ihr günstigei gesinnte Majorität, aus allen anderen Parteien zusammengesetzt, in diesen Reichstag zu bringen. ES besteht unseres Erachten: kein Zweifel, daß Die Regierung den Reichstag unter anders gelagerten Verhältnissen wegen Der paar iveggeftrichenen Millionen nicht aufgelöst, sondern gute Miene zum bösen Spiel gemacht und in alter Weise weitergewirtschaftet hätte. Aber sie wollte eine Vollsmatorilät und wählte das Motiv, DaS ihr eine gute Wahlparole versprach. Taktisch hat die Regierung in dieser Angelegenheit nut schlauer Diplomatie gehandelt. Mit Dernburg, dem kolonialen SanitLtsrat, an Der Spitze ließen sich weite Volta- kreise endlich für die bedeutungsvollen Kolonialfragen interessieren. Das lebhafteste Bestreben Der Berliner Regierung im ganzen kurzen, aber intensiven Wahlkampf ging dahin, möglichst das AationaluätSgesUhl wachzurusen. Daß aber Die Liberalen und tie Koi.,ervativen mit ihren vielen kleinen Zweiggruppen, wie ähristliu/-Svzialen. Deutschfozialcn rc. u., miteinander gingen, ImU ließ sich leider nur in wenigen, vornehmlich sächsischen Wahl, 'leisen erreichen, wo alle Bürgerlichen geeint gegen Die Sozial- h.inokaiie auf Den Plan getreten finD, sowie noch in ein paar l utiiuschen Wahlkreisen, wo man gegen den Zentrumsturm Sturm läuft. Der Wahllampf ist fast allenthalben mit großer Schärfe ge- flihrt worden. Was sonst nie der Fall war, die ReichSregierung -jat mit aller Macht in Die Wahlbewegung eingegriffen, unD es verging kaum ein Tag, an dem nicht die „Nordd. Allg. Ztg." jo.8 Kriegsbeil gegen Zentrum und Sozialdeuwkratie gewaltig c;iuang. Außerdem tarnen Die Agllationsreden Dernburgs und ) 5 Reichskanzlers in eigener Person. Wenn Die Regierung also »telmal Die gewünschte kolonialfreundliche Mehrhell auch nicht nbaden sollte, so liegt die Schuld nicht an ihr. Sie hat eher zuviel getan alS zu wenig. Nun also steht Die Entscheidung unmittelbar bevor. Daß eine neue Regierungsmehrheit Umwälzungen in Bezug auf die koloniale Politik und auf die Wehrfragen Überhaupt bringen würde, ist auzunchmen. Es ist aber durchaus nicht ausgeschlossen, daß die äußerste Linke noch einen Hellten Zuwachs erfährt. Und großen SujObcn wird das Zentrum auf teuren Fall nehmen. NcucS aus Nußkaud. DaS Blatt .Ruß* teilt mit, daß gegen Geheimrat Nikiltn, Gehülfe deS AckerbauininiftcrS, vom Senat Anklage wegen mehrfacher Unterschleife erhoben worden ist, die er als Direktor deS Volks-Departements 1899 auS. geführt haben soll. Um diese Zeit hat Sllkittn einen Vertrag mit der schwedischen Holzfirma Wilson, Stampe u. Eomp. über Fällung und Export von Bauholz im Petschora-Gediet abgeschlossen. Stach Abschluß beS Vertrages meldete Der Revisor Der Domanenverwaltung deS Gouvernements Wologda, namens.SkakowSki, daß Die genannte Firma große Mißbräuche mit ihrem Vertrage treibe. Alle Klagen SkakowSkiS wurden ignoriert, worauf dieser beim Senat Klage erhob. Der Senat entsandte zur Untersuchung deS Falles em,n Beamten, der nicht nur die volle Bestätigung der Anklagen SkakowSkiS entdeckte, sondern auch die Fälschung der Unterschrift StikitinS feststellte. Es liegen triftige Gründe zu Der Annahme vor, daß die Unterschlagungen StikitinS sich auf ast alle Holzlieferungen der Krone erstreckten und viele Millionen Rubel betragen. Eine Feuersbrunst suchte die Stadt Ezenstochau in Polen heim. Die Fabrik von Landau u. Bengmann und zwei anstoßende lange Häuserreihen stehen in Flammen. Die Löschversuche der Feuerwehr und deS Militärs waren vergeblich. Wahrscheinlich sind Menschenoerluste zu beklagen. General v. Klöden, den Kandidaten des Bundes Der 2anD- wirte, einzutrettn. Hierdurch ist die Kandidatur des Pros. Dr. Paasche sehr gefährdet. Abwendungen Dom Zentrum. AuS BreSlau wird folgendes bcriu)tet: Der Rittergutsbesitzer v. Machni-Ocklitz erllärt öffentlich seinen Austritt aus Dem Wahlkreiskomitee der Z-ntrumspartei für Breslau-Land- Neumarkt und richtet an seine katholischen Glaubensgenossen die dringende Bitte, nicht für Den Z en t r u m s k a n d i d a t e n Grafen tzenckel v. DonnerSmarck, sondern für den konservativen Kandidaten Grafen Earmer-Zieserwitz zu ftimmen. Auch der katholische Rittergutsbesitzer v. Woikowsky-Biedau hat sich bei einer Versammlung in Kostenblut für den konservativen Kandidaten Grafen Cormer erklärt. Wie die „Bad. Landesztg." mitteilt, hat der Furst von Fürstenberg in Donaueschingen Dem liberalen Wahl- Komitee seine sämtlichen verfügbaren Gefährte für Die Wo hl reis en z u r Verfügung gestellt. Bekanntlich sind Der Fürst und feine Gemahlin streng katholisch. Werden heute oberhefiische gut protestantische Bauern durch die Wahl Köhlers das Zentrum stärken wollen? 'M *ie* Giehemr Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen hülfe bedürfen. Tie den einzelnen Eiiendaimd.rektwnen zur Verfügung gestellten Mittel belaufen sich auf 10 000 bta 60 000 Mk. Jnsgefamt soll Vi MMion hierfür sofort und zum Begunm des nächsten Jahre- weiter Vt Million duigen-enbet roerteii. Kiel, 24. Jan. Ter Prinz und die 'Brinkum Heinrich v.n Preuß n h-b n die fjt m rjc.i nachmittag ang setzte yiene nach Berlin zur Feier des Geburtstages des ifaifer» auf gegeben, tza Prinz Heinrich noch nicht frei ist von den Folgeerichei- nungen seiner Erkrankung an der Influenza. Bromberg, 24. Jan. Tie hiesige itiinigL Regierung M angeordnet, daß die katlicliichen polnischen Sm ul linder, die über den 1. Februar hinaus im Streik beharren, zu Client tveder versetzt noch entlassen werden dunen. Auch sollen für diejenigen Schulen, deren Kinder bis zu der angegebenen Zeit nicht zum Gehorsam zurüakehren, alle Bcr> günftigungen inbezua auf Beurlaubung zu ländlichen Arbeiten, Einrichtung von LalbtageSunterricht u,w. für den Sommer in Wegfall kommen. t _x , . r h «Qi an n beim, 24. Jan. Die Stadt Mannheim begeht heute den 3 0 0. Gedenktag Der ersten StaDtprivileglen. Aus diesem Anlaß ist Die Stadt festlich geilaggt. Zac Feier DeS Tages sand heute Die Einweihung der Kunursl ijriebndiimulc statt, die mit einem Kostenaufwand von mehr als 1 430 000 Mk. erbaut wurde. Die eigentliche Feier beginn: erst mit der Eröff- nung der Kunst- und Gartenbauausstellung. Karlsruhe, 24. Jan. stolonmibirctior Dernburg wurde Dem Großher)og in Audienz ernpfangeil. Um 1 Uhr sand im Schlosse ju Eyren Dernburgs Taiet statt, an der u. a. tue Erbgroßher.oglicheii Lem'chaiten, die Minister Marschall von Bieberstein und Lonscl, sowie einige Lerren vom Loje teilnahinen. ttswäfäfr 5^ fflfÄ .aneux, • v Mei MS--- , Achlm.- •entominod)^:^. >r M Hauie au. > Tie Wahlbeteiligung in Gießen ist heilte vor- mütag überaus rege gewesen. BejonderS stark war die Anteilnahme der bürgert ich en Fuge nd an der Wahl, im Gegensatz zu früheren Iahten. * AuS Schlitz, 24. Ian., wird unS geschrieben: Aus die Erwiderung des Lerrn B i n d e m a l d , dem meine Krüik über seine Diebe in Schlitz nicht gefallen hat, biene folgendes !jur Aufklärung: Der Bericht von dreier Wahlrede war nur insofern unrichtig wird gern zugegeven-, als die beiden Steuern miteinander verwechselt worden sind. Setzen Sie an Stelle Fahrtartensteuer in dem bett. Artikel Zigarettenstcurr unD nun Smlusfe umgekehrt, dann wird Lerr Bindeioald wohl die Aichtigkeit zugeben, im übrigen ist auch nicht cm Jota davon ■.jurüuiunefcuien. Daß bei einem solchen Redewust von sroei Stunden einem Belichter stattet nicht minder wie einem Redner euch einmal ein Irrtum unterlaufen kann, wird wohl jeder be- gteiilich jindeii. Die Sache mit der Fahrlartensteuer ficllt sich über anders dar, als Sie meinen. Lerr BindewaW behauptet, Dt. Wullau habe für die Fahrkarten steuer gestimmt. Der ,,Gieß. f Knj." habe das Gegenteil gemeldet, obwohl iiyui verschiLüenc gegenteilige Zufchriften zugegangen feien. Was mein anderer AuoDraa, „abfällige Ktittk an Lerrn Stallau" nannte ich es soieie^meiner Freunde nannten es Schimpfen) cuibelangt, so Haven Sie, Lett Bindewald, dies nur sur Grebenhain in Äorat« gestellt und nicht für Schlitz, folglich es selber zugegeben! Sie raa^en sich immer zum Lrauihauen Lubere aus. Diesmal wiars Gallau, früher waretis die Juden. Ltijsen Sie noch Ihren geistreicycn Witz von den „Berliner Laden- ■ jitiigüngen mit dem wehmütig geschweisten Zug um die Beine", womit Sie bei Ihrem allerersten Teout in Schlitz alle anständigen Menschen hier empörten? Diesmal empörten Sie uns durch ; Sie kriegen bei uns nicht die Majorität! Wir haben dazu zu bemerken, daß, jo viel wir wissen, Dr. Wallau gegen die Fahrkattenstcuet gestimmt hat. Zn- fünften darüber sind uns niemals zugegangen. Herr Bindewald hat aljo zum mindesten in bezug auf den „Gieß. Anz.^ ßaljchcs behauptet nach berühmten ÜJlu|iein. « In Friedberg sind, wie un5 heute drahtlich gemeldet wird, die Sozialdemokraten auf eine ganz abfurde Idee gekommen. Es läuft dort feit heute früh scheinbar herrenlos ein Hund in den Straßen umher, auf dem em Schild feu- . gebunden ist mit der Aufschrift: .Wählt Busold!^ Tas ist »vahrlich das beste Zeichen dafür, wie sehr die Sozial- deinokratie bereits auf den Hund gefonunen i|tl Justizrat Gindecker- Friedberg iü#reibt uns, daß die dort am. vergangencn Sonntag abgebattene sehr gut besetzte Versau.m- Ling unter seinem Vorsitz in den „Drei Schwertern" Nicht vom ^niide der Laudivirte, sondern von Dem naiumalliberalen Wahl- aasfchuß einberufen war. Er habe als Vorfitzender Des national- .ivLialen Wahlvereins Friedberg den Vorsitz geführt. Im Wahltreife Kreuznacy -Simmern Hai das Zentrum Ach am Lage vor der oiiüidl die Parole ausgegeben, jur Die gelben Gewerkschaften. Bekanntlich haben die nicht im sozia demokratischen Lager stehenden Arbeite rergamfahonen eine weck stärkere Mitgliedor» zahl, dd von sozialistischer Seite zugegeben wird. Es macht sich eben in der deutschen Arbeiterschait immer mehr das Bestreben bemerkbar, sich dem Terrorismus der roten Partei zu entziehen und zwar vorwiegend deshalb, well die Beiträge an die sozialdemokratischen Kassen eine solch« Löhr erreicht haben, daß sie der Arbeiter beim Abzug von seinem Wochenwhne ganz erheblich spürt. Dazu kommen noch die außerorDeicklichen 2lu[- weiidungen bei Streiks, Sammlungen für die Opfer der russijchen Revolution ober für die Hinterbliebenen emes „verdienten Genossen", kurz der sozialdemolraiisch organisiette Ardecker hat eine Menge Zahlungen zu leisten, aus denen er aber nicht den geringsten Nutzen zieht. Aus Diesen Erwägungen heraus sinD Die log. gelben G«werk,chaften entstanden, weick)« in Der» fchiedenen Großbetrieben bereits eine starie Anzahl von Alltglie» Dem haben, so aälein 5000 bei Den Siemens-Schuciert-Werren in Benin. Tie gelben Geioersichasten haaen fein reoolutionäres, lonbern nur em rewrmis^es Programm, ne stehen auf Monarchijch nationalem Bvben unD oertreten lediglich Die materiellen und kulturellen Interessen des Arbeiterstanoes. EL Dcrireht sich von selbst, baß es im Jnterefse der Faorikanten liegt, b.e geiöen Ge- werkichasten kräftig zu fördern und zu unterstützen. Bor allem ab et erscheint es tut.ueiibig, die ge.ben Gewerk|ch-,ten zu zentrali. fieren, wrd^rch sie sicher einen gewaltigen Aßufichwung nehniev würden. Laß Die Sozialdemokratie Don Dieser Konkurrenz md,i erbaut ist, braucht nicht en^ bemerkt zu werben, und sie brunbuiarti auch jeden Arbeiter, Der einer gelben Gewerkschaft beckritt, als einen Verräter an der „heisigen" Lache des Proleturnats. Aber Die Bannstrahlen, welche Die Sozialdemokratie schleudert, mau re.ren ist, sollen rnsde.onder Bedienstete mit linDerreicher b--.iiie uns solche betJüii^tigt wer bai, ixe infolge von m ...«R usw. außerordentticher Bei ** Ä-gS ÄS-L-LL abe L Co-* »lle von nPindJl tMdü)cii )L (6'J 'Wieser, flonle!iiok> Hi, '■toit^iiiiüflt 2i. ir loiou ober bl t illchuge rfäiiicrin aimiaHut>iu2amtt »ocimaiL M; muer E, L. Z. Ul >ioiir,Fraufiurla.L Üge, fleroanbie A Ödjilt isladl alsbald gtlud'. llen lflordstlnlagk AI :S Mädchen giiucht tiarl (üeilius, eii-tuiluae öl L______ Nach dieser ihrer Börse hatte, mußte die Frau hergeben. ungewöhnlichen Kalte. — Drei in Lankwitz bei Berlin bewegen der großen Kälte vor kleinen Koksofen mit in ihre Tages auf 8 Grad Kälte, berichtet über die Folge der bei einem Lchlossermeister schästigte Lehrlinge nahmen Handel und Verkehr, Volkswirtschaft. — Die Wahlen und dieBörse. Zur gedrückten Börsentendenz m den letzten beiden Tagen sollen auch Wahtbelrachluugeu deigelragen haben, die sowohl an der Berliner wie an der Frank» iurier Börje ui den Börjenscilen gepflogen wurden, wozu ja bei dem überaus füllen Geschäft Zen genug vorhanden ist. Dian ist der Meinung, daß ans den Wahlen die Oppositionsparteien ge- stärkt hervorgehen und schließt daraus, daß es dann zu inner- volltijchen Komplikationen toinmen werde. Aber aüch sonst muß fiel) die Börse iur den Ausfall der Reichstagswahlen interessieren, da sie von dem neuen Reichstag endlich möglicherweise die neue Bürsengesetziiovelte zu erlvarlen hat, die im verstossenen Parlament stets am die lauge Bant geschoben wurde. — B e r 1 l n e r B ö r s e. Dtonlanaklien waren am den Be- Wetternachrichten. Auch heute liegen wieder zahlreiche Wetternachrichten ypr, aus denen für Europa erfreulicherweise ein Nachlassen des starken FrosteS zu entnehmen ist. Leider sind der Kalte auch zahlreiche Menschenleben zum Opfer ge- sallSn. Bon den heute vorliegenden Eitizelmeldungen seien folgende rotebergegeben: Die strenge Kälte hat in derRhon ein Menschen- opfer gefordert. Ein Holzarbeiter von Unterweißen- brunn kam auf dem Wege von der Arbeit zu Falle rind zog sich dabei eine Verletzung zu, die ihn am Aiifstehen * hinderte. Hülslos blieb er liegen und erfror. — In Berlin und den Vororten wurden Donnerstag früh 13 Grad ''chäften in Verbindung treten werde. Der Verein bietet den Geschäften seine Vermittliing von Lohntarifen an, welche für die Arbeiterinnen eine gesicherte Lage schaffen würden. " I n d e m V o r t r a g s z y k l u s de s k a ri f m ä n n i s ch e n und des Ortsgewerbe-Vereins sprach gestern abend Herr Franz Für st en berg aus Berlin. An Hand einer großen "Anzahl teilweise farbiger Lichtbilder zeigte er, in welch hohem Grad Wasser und Luft ein für das Menschen- nngc unsichtbare? Leben in sich bergen, wie zahlreiche kleine Tiere und Pflanzen usw. beide Elemente erfüllen und in welcher Weise sie nützlich und schädlich, insbesondere auch für den Menschen, wirken. Tie zum großen Teil in dreißig- tausendfacher Vergrößerung vorgeführten Lichtbilder, die teils nach photographischen Aufnahmen, teils nach Zeichnungen ausgesührt waren, boten einen trefflichen Einblick m die Welt der kleinsten Tiere usw., der Aufgußtiere, Bazillen usw. und ihre Vorführung sowohl wie der begleitende Vortrag boten viel Anregendes und Interessantes. Tas den Saal des Weiten SaalbanS ziemlich gut füllende Publikum spendete dem Vortragenden reichlichen Beifall. •• Ein sehr zu bedauernder Unglücksfall ereignete sich vor einigen Tagen bei den Proben zu den Mannschaftsaufführungen des Regiments m der hiesigen Turnhalle. Während Mannschaften unter Aussicht eines Sergeanten em Gruppenbild vorübten, entfernte sich der Musketier Heim von der 10. Kompagnie, gebürtig aus Waldmichelbach, von der übenden Abteilung und erkletterte heimlich ein an anderer Stelle hängendes schwebendes Trapez. Atif unaufgeklärte Weise verlor er plötzlich auf dem Trapez das Gleichgewicht und stürzte zu Boden. Ter Vorgang spielte sich in wenigen Sekunden ob, sodaß der Sturz von niemand verhindert werden konnte. Der Verletzte ist gestern, trotz sofortiger ärztlicher Hülfe im Lazarett verschieden. Ter Vater und zwei Brüder sind aus der Heimat herdeigeeilt. Die Beerdigung findet am Samstag, 10,30 Uhr vormittags von der Kapelle des neuen Friedhofes ans statt. Wetzlar, 24. Jan. In der ersten Vollversammlung der Handelskammer für den Kreis Wetzlar in diesem Jahr wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder für das laufende Jahr einstimmig wiedergewählt und zwar Generaldirektor Kaiser zum Vorsitzenden, Fabrikant 9lcuironn zum stellv. Vorsitzenden, Bankherr O. Kellner zum Schatzmeister. Als Ausschußmitglieder wurden wicdergcwählt die Herren Kaiser, Weumann, Hupe und Raab, ferner zum Beziikseisenbahnrat Frankfurt Generaldirektor Kaiser als ordentliches und Apothekenbesitzer Hiepe als stellvertretendes Mitglied. Gcrichtssaal. R. B. Darmstadt, 24. Jan. Vor dem Kriegsgericht stand heute der Gardist Adoll S ch r a m m aus Frautenberg von der 6. Komp, des Jiü.-RegtS. Nr. 115. Derselbe war beschuldigt, vor seinem Dienstantritt m Gießen zwei Schutzleute beichimp.l und beleidigt zu haben. Tas Veriahien wurde jedoch durch Urteil eingestellt, nachdem sowohl die vorgeietzte Behörde, wie die beiden Schutzleute den Strafantrag zurückgezogen haben. le. Frankfurt a. Dl., 24. Jan. (Lberkriegsgericht.) Ter Musketier Scherer von der 2.Kompagnie des81. Reg-ments hat un Sommer 1905 als Unterkassierer des Deutschen Di a u r e r v e r b a n d e s im Bezirk Friedberg ca. 250 Dik. B e r b a n d s g e l d e r u n t e r s ch l a g e u. Durch Abzahlung und Verp'ändung eines Fahrrads, das für 70 Dik. verkauft wurde, hat er die unterschlagene Summe auf 138 Dik. reduziert. Weil er dann sein Versprechen, die ganze Summe abznzahlen, nicht hielt, wurde er zur Anzeige gebracht und kam, nachdem er inzwischen Soldat geworden war, vors Kriegsgericht der 21. Division, das ihn zu sechs Wochen Geiängnis verurteilte. Seme Berusung gegen dies Urteil wurde vom Öberlnecsgericht verworfen. Berlin, 25. Jan. Eine Schießerei von Soldaten auf einen fliehenden Gegangenen beschäftigte gestern das Kriegsgericht der 17. Division, vor dem sich der Dinskelier Altettkirch vom Jn'anterie-Regiment .Hamburg" wegen Fahuenfliicht, Preis- gebung von Ticnstgegenständen, Diebstahls in wiederholtem Rück- fall und Lelbstbefreumg als Gefangener zu verantworten batte. Tte Verhandlung erhielt ein besonderes Interesse dadurch, daß die dabei in Betracht kommende Schießerei seinerzeit zu lebhasten Auseinandersetzungen zwischen der amtlichen Vertretung Hamburgs und der Miltiärbchörde Anlaß gegeben hat. Tas Kriegsgericht verurteilte den Angeklagten unter Versetzung in die 2. Klasse des Loldatenstandes zu 9 Dlonaten Gesängnis. G n e f e n, 24. Jan. Die hiesige Stra'kammer verhandelte über einen aus dem polnischen S ch u 1 st r e i k hcrvorgegangenen Prozeß. P r o b st P t c t r o tv i e z wurde auf Grund der §§ 110 und 130 a wegen Aufforderung z u m U n g e h o r s a m, begangen durch eine Predigt in der hiesigen Mtchaellskirche und durch eine der Sakristei erfolgte Verteilung von aus den Schillstreik bezüglichen Zetteln, zu z w e i Dl o n a t e n G e s ä n g n i s verurteilt. Außerdem wurden verurteilt der Drechsler Wterbmsli und der Töpfer Bysietewicz zu je 100 Dik. und zwei Frauen zu je 50 Dik. Geldstrafe. Wien, 24. Jan. Der Sänger Prochaska, der, wie wir gestern meldeten, ui verschiedenen deutschen Städten viele Schwindeleien verübte, wurde zu zwei Jahren schweren Kerkers verurteilt. UniverSitäts-Nachrichten. — Der Berliner Privatdozent Dr. Josef Horovih ist als Professor an das Mnbammadan Auglo-Oriental College zu Aligarh in Indien berufen worden. Ter Gelehrte, der dort die arabische Sprache und Literatur nach europäischem Muster leien wird, gedenkt anderthalb Jahre in Indien zu bleiben und behält daher seine Eigenschast als Pnvaidozent an der Berliner Universität bei. Tas muhainedanifche Kollege, an das er berufen wurde, ist ein afft* liiertes Institut erster Klasse der Universitäten Allahabad und Kalkutta. Prof. S ch iv a 11 y in Gießen hatte bekanntlich den gleichen Rus adgetehnt. — Im 91. Lebensjahre starb in Berlin der Gelehrte und Handschristenforscher Professor Dr. Dlontz Steinschneider. 21 Jahre lang war er Direktor der Töchterschule der Berliner jüdischen Genieinde. Die arabische Literatur verdankt Steinschneiders Forschungen mancherlei wertvolle und bleibenbe Auf- schlüsse. "Studenten wurden als Rädelsführer des Exzeffes dem Strafrichter übergeben. _ 4 , c Budapest, 24. Jan. Der Justizmimster Polonyi beauftragte den Staatsanwalt, gegen den Abg. Lengyel einen Prozeß wegen Verleumdung anzustrengen. Washington, 24. Jan. Tie Marinekommistion des Repräsentantenhauses bewilligte einen Kredit von 95 Millionen Dollars cinschl. der Bewllligung für ein weiteres Schlachtschiff größten Tstvs, sodaß die Bereinigten Staaten zwei Schiffe der Dreadnoughtlasfe besitzen wird, und ebenso für zwei Torpedoboote. Zwei Millionen Dollars wurden bewilligt für den Bau von Unterseebooten, zu welchem Betrage noch die hierfür im vorigen Jahr bestimmte und bis jetzt iwch nicht angegebene 1 Million Dollars hinzukommt. Ebenso wurden die Ausgaben für die Mehreinstellung von 3000 Matrosen und 900 Marinesoldaten bewilligt. Chabarowsk, 24. Jan. Eine Bande von etwa 60 Ehun- chufcu machte einen Angriff auf einen chinesischen Flecken in der Nähe der Station Murawieto-Amurski. D er Angriff wurde von rufsisckjen Kosaken zurückgewiesen; dabei wurden zwei Chnnchusen getötet und 15 gefangen. Die Gefangenen wurden den chinesischen Gerichten übergeben und von diesen zum Tode verurteilt. Das Urteil ist vollstreckt worden. Arrs S.aSt uuo uano* Sprechstunden D • l ieba’rtüni 11 — 1 Ul}: vor?,-., i/27—1/28 Uhr abds. Gießen, den 25. Januar 1907. ** TaS Wahlresultat des Kreises Gießen werden wir heute abend an unserem Gesch'äftshaufe durch Transparent in großen, fortwährend wechselnden Ziffern je nach den unS zu- gehenden Meldungen bekannt gkbcn. Ein Extrablatt wird in den Wirtschaften der Stadt heute naht noch zur Verteilung gelangen, ein weiteres morgen in aller Frühe verbreitet weiden. Durch Telegramme, Telephon, sowie Extraboten werden uns die Resultate in größter Schnelligkeit mitgcteilt werten. Unsere Korrespondenten und Freunde nah und fern werden uns noch obendrein hoffentlich nach Kräften unterstiitzcn. — Telephonische Anfragen bitten wir von abends 7 Uhr ab na h Möglichkeit ein- zuschränken, da die beiden Sprechstellen des Gieß. Auz. bei der Ermittelung der Wahlergebniffe außerordentlich in Anspruch genommen sein werden. •• Die Wahlbeteiligung setzte schon sofort nach Beginn der Wahlhandlung sehr lebhaft ein, fo daß um 11 Uhr (eine Stunde nach Beginn) in einzelnen Bezirken schon über 20% der Wählerschaft ihrer Wahlpflicht genügt hatten. Namentlich im Bürgermeislercigebäude, wo zwei Drittel der Wahlbureaus untergebracht sind, ging es in den Vormittags- stunden schon sehr lebhaft zu. Mit großer Befriedigung konnte festgestellt werden, daß namentlich auch die jüngere Bür» gerschaft der jetzigen Wahl em bedeutend größeres Interesse entgegen bringt, als es bei früheren Wahlen der Fall war. •• An unserer Landes-Universität werden heute wegen der Reichstagswahl feine Vorlesungen abgehalten. ' Heimarbeit. I. K. H. die Großherzogin empfing den Vorstand der Darmstädter Ortsgruppe des Heim- Celsius registriert, doch flieg das Quecksilber tm Laufe des Eine Reihe von Telegrammen den, Schlafengehen einen Kammer. Am Morgen wurden alle drei in ihren Belten zilleru an sich nicht ungünstig sind, betrug der Knrsverlust nur 1 */4 Proz. Von den sonstigen Transportwerlen lagen Ecwcida inalt, was sclstießllch die gesamte Börse ungünstig beeinflußte. Fonds lagen still. Für Banken gab sich einiges Interesse knnd wegen der tm Februar kommenden Bilanztage. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 23. Jan. ^Orig.-Telegr. de? ^ltzieß. Auz.") Vieh m a r f t. Zum Verkaufe standen 00 Kälber, 00 Schcne u. Hammel, 5 2 Schweine, 0Ziegen. Schweine: 1. Qual. 66—67 Pf. Lebendgewicht 53.00—00.00 Pf, 2. Qual. 65—00 Pst, Lebendgewicht 52.00-00 'lüg., 3. Qual. 56—58 Pig. Kalber 1. O-ual. 00—90 Pst, Lebendgewicht 00—00 P'g., 2. Qual. 00—00 'lüg.. Lebendgewicht 00—00 Pig., Scblachigewichl 00-00 Psg. Schake 1. Qualität 00—00 Psg., 2. Qualität 00 —00 Psg. Geschält bei Schweinen: gut, Uebevftanb bedeutend. Vermischte». " Der n e u st e E i s e n b a h n u n f a l l. Atif bet Station Langendreer- Word stieß der Personenztig 473 Köln-Altenbeken infolge unrichtiger Signalgebung auf vier mit Eisen und Kohlen beladene Güterwagen. Tie Lokomotive unb eine Anzahl Wagen wurden stark beschädigt. Em Bergschüler aus Dortmund erlitt lebensgefährliche Verletzungen, mehrere andere Personen sind leicht verwundet. * Duellforderung nach der Wahlversammlung. Der Redakteur der „Jenaer Ztg.", Fehr, fühlte sich dtirch eine Aeußerttng des Führers der vereinigten Liberalen, Tr. Schomerus, die in einer öffentlichen Wählerversammlung getan wurde, beleidigt und übersandte dem letzteren eine Tuell- forberung. Da diese von Dr. Schomkrus aus prinzipiellen Gründen abgelehnt ivurde, hat Fehr den Klageweg beschritten. • Eine Räubergeschichte wird au5 Berlin gemeldet. Ter Magislralsbeamte Conradt tat jede Wad)t bis morgens 7 Uhr als Pförtner des städtischen Viehhofes seinen Dienst. Die Nacht über ist Fran Eonradt allem, in ihrer tm 3. Stock gelegenen Wohnung. Am Donnerstag abend um 11 Uhr klopfte es bei ihr. Sie fragte, wer da fei. Eine ihr fremde Stimme antwortete: Herr Dörko (ein.Be- lannter des Ehemanns) ist da. Er bringt ihren Mann, der überfahren ist, nach Hause. Entsetzt öffnete die Frau, sah sich nun aber nicht ihrem Manne gegenüber, sondern zwei m askierten Männern, die sich auf Filzschuhen herangeschlichen hatten. Sie drangen in die Wohnung cm. Frau Conradt versuchte, dem einen die Maske vom Gesicht zu reißen. Aber er schreckte sie mit dem Revolver von allen weiteren Versuchen unb jedem Hülferuf ab. Während nun einer der Räuber sie bewachte, öffnete der andere alle Behälter und suchte nach Geld. Nur 27 M., die sie tu Arbeit legte sich einer der Kerle tu das Bett, um auSzuschlafen. Er wußte ohne Zweifel, daß Conradt vor 7 Uhr morgens nicht kommen konnte. Der andere nahm unterdessen alle Vorhänge von den Fenstern herunter unb packte sie mit den Kleidungs- uno Waschestücken in zwei Säcke. Auch die Sildersachen luutben m ihren Kästchen hinzugetan. Dabei wurde es 5 Uhr morgen». Ter müde Räuber hatte sich durch Schlaf neu gestärkt unb warf mit seinem Begleiter die beiden Säcke mit der Beute zum Fenster hinaus in den Vorgarten. Dann mußte Frau Conradt die Kerle auf ihr Geheiß die Treppe ßinuntcrbegleitar und ihnen die Haustür aufschließen. Zinn Dank für rhti Bemühungen erhielt sie einen Fußtritt vor den Leib. \ Tamil empfahl sich der geheimnisvolle Besuch. Draußen standen zwei Kerle, ebenfalls nut Masken und Filz- Parisern, unb erwarteten ihre Komplizen. Sie hatten einen Wagen mitgcbracht, auf dem nun die Gesellschaft die Beule wegschaffle. Frau Conradt wagte auch jetzt noch nicht, em lautes Wort zu sagen. Erst als ihr Mann kam faßte sie Mut. Der 9)lann machte bann der Kriminalpolizei Anzeige. Diese fand auf dem Schnee des Vorgartens wohl einen Stiefel Conradts, aber keinerlei Eindruck von den Säcken. * Familienzuwachs am italienischen Köui gS» h ofe in Sicht. Aus Rom wird gemeldet, baß die Königin Elena, bie Gemahlin bes Königs Viktor Emanuel III., abermals einem freubigen Ereignisse entgegcnsieht. Der Ehe bcS Königs und' ber Königin, bie bekanntlich eine Tochter beS Fürsten von Montenegro ist, sinb bisher drei Kinder cnM sprossen: die Prinzessinnen Jolanda Margherita, geboren än» 1. Juni 1901, und Mafalda, geboten am 19. November 190% sowie ber kleine Kronprinz Umberto, Prinz von Piemont ge«' nannt, dessen am 15. September 1904 erfolgte Geburt im ganzen Lande große Freude hervorrief, weil durch sie die Thronfolge in gerader Linie gesichert erschien. Denn rocmi der König Viktor Eipanuel III. ohne männlichen Erben dahingeschleden wäre, fo hätte die Känigswürbe auf feinen1 Vetter, den mit der sehr wenig beliebten Prinzessin Helene H von Orleans verheirateten Herzog von Aosta, bcziehungsivcis« auf besten ältesten Sohn, ben 1898 gebotenen Prinzen Amabcits, Herzog von Apiilicn, übergehen müsten. Vicrk Jahre lang, von 1898 bis 1902 konnte dieser kleine Prinz Amabeus als präftimliver Thronfolger gelten, und man will wissen, baß bas Erscheinen bes Kronprinzen Umberto im Hause - Aosta nicht eben übermäßige Begeisterung hervortief uns keineswegs zur Erwärmung ber ohnehin recht kühlen Bc« ziehiingen der Königin Elena zur ihrer (Soufine, der Herzogin Helene, beitrug. Wenn die Königin jetzt einem zweiten Knaben daS Leben schenken sollte, so würden damit die Chancen dc» Hauses Aosta, einst auf den Thron zu gelangen, felbffverstäud- lich noch erheblich verringert werden. • Ein vorsorglicher Selbstmörder. Ein Kutscher vom ostprelltzifchen Rittergut Sem ballen kam in der vorigen Woche nach Insterburg unb kaufte einen großen Sarg sowie Trauerkleidcr für feine Familie. Sämtliche Gegenstände, d>c er sofort bezahlte, sollten ihm die Lieferanten zuschicken. Als der fo überaus ordentliche Mensch nach Hause kam, erhängte er sich in feiner Wohmmg. * Die untergefajobene Schauspielerin. Eine merkwürdige Theatergeschichte hat sich am Zwickauer Stadtthemer abgespielt. Am letzten Sonnabend sollte in der „Braut von Wiels ma" die Schauspielerin Hilde Ruhland vom Ulmet Stodttheater eine Qk.|trolie auf Engagement geben. Sie kam uno Ipieite — unter aller Kritik, obwohl ihr ein geradezu glanzender yiuf vorausg^-ht. A.s bie ganz verblüffte Direitwn sich nun etwas ergehender mit den Personalien der „Künstlerin" beidjii tigte, mack)le sie die seltsame Entdeckung, daß man ihr einen^ sahoM Gast ii itter|d)obeit hat. Silbe Ruhland hatte ihrer Schweiler '.Ulargarcibe, vtner jungen Anfängerin, das Betreten der Slunluet« laufvahn etwas erleichtern wollen. Die hiervon? wenig eroame ^b-ateroirtition will nun klagen. arbeite i inen-Vereins unb ließ sich über bie Sarin» . r . . .. . ...... .. , , x .. . ... , . ,, , richt des ^rou Aas, Dann durch iHealijattonen und vereinzelte stadter Biuuchen der .^ctmaroeit Bericht eiuaücn. vsie Iprach ^xkulunve Abgaben um 1 Proz. gedrückt. Weiier har die Dividende bie Hoffnung aus, baß ber Verein mit ben xaimßäbter Ge- f der Hamburg Amenka-Lmie enuäuschr, aber weil dre toeiumn- leblos aufgefunben. Nach mehrstündigen Bemühungen gelang es, den jüngsten ber Lehrlinge ins Leben zurückzn- rufen, während bei ben beiben anderen Wiederlebungsversuchc erfolglos blieben. — Der Eisgang auf ber Elbe nahm bei starkem Frostwetter außerorbentlid) zu, sodaß ber Verkehr im Hamburger Hafen sehr behmbert ist. Im Hafen finb vier Eisbrecher abwechselnd tätig. Der Verkehr ber emlommenden Schiffe litt sehr durch den auf bei Nordsee tobenden Sturm. Während ber ganzen Nacht ist nur ein einziger Dampfer auf ber Elbe emgelroffen. Die auf ber See bcfmblichcn, nach Hambiirg bestimmten Schiffe werden in ber Nordsee durch Sturm zurückgehalten. — In Brüssel sind fünf Personen erfroren aufgefunben worben. Aus der Provinz werden 18—20 Grad Kälte gemeldet. — Aus Frant reich wird heftiger Schneesturm gemeldet. Besonders in St. Etienne hat der Schneeslurm großen Schaden angenchlct. Es werden 15 Grad Kälte gemeldet. In ganz Italien herrschen schwere Schneestürme, fo daß in Nom und Neapel der Straßenverkehr eingestellt werden mußte. In Venedig sind die Kanäle eingefroren. — Wie aus Florenz gemeldet wird, schneit eS dort ununterbrochen. Der Arno ist teilweise zugefroren; in Belluno fiel das Thermometer auf 15 Grad, in Bologna auf 7 Grad. Auch der Po führt, wie aus Ferrara berichtet wird, große Eismasten. Ter Bahnverkehr zwischen 9ieapel und Rom ist unterbrochen. Mehrere Züge sind tm Schnee stecken geblieben. Der Telegraphen- und Telephonvcrkehr ist unterbrochen. Seit 1860 war eine derartige Kälte nicht zu verzeichnen. In Trient sind 13 Grad Kälte zu verzeichnen. — Aus allen Gegenden Oesterreichs wird ein rapides Nachlassen des Frostes und des heftigen Sturmes gemeldet. — Infolge der außerordentlichen Kälte von 25 bis 31 Giad sind in Rumänien mehrere Personen erfroren. Der Eifenbahnvcrkehr ist durch die Schneemassen behindert. — Der S türm auf dem Schwarzen Meere hält an. Zahlreiche Schiffe werden vermißt, darunter der russische Dampfer „Puschkin". Man befürchtet, daß bie Schiffe untergegangen sind. E9 ufUmb der Eheoerlassenheft meist ait oder dauerndes Geichiedenscin. Handel Hamburg - Amenk. Foketi. 1 äö.10 Harpeuer Bergwerk. . . . Idl.öO ä% •a Wetter ■8 co A 2,8 Börse, 24. Januar. Anfangekurse. 1,6 'leudeiu; schwach. Statt besonderer Anzeige, H ute nachmittag verschied meine liebe Frau, unsere gute Mutter [Ciesewetues* Giessen, 24. Januar aller Stille statt. 96 91 92 NE E N 2” 9“ 7“ 763,1 761 9 760,0 4 2 247.20 126.60 88 60 106.30 Georg Throai Fritz Throm Max Throm EBse Throm Ernst Throm Börne, 24. Januar. 1.15 Uhr. V6.0b | Elektnx. Lahmeyer . . 95.40 99.75 100.10 96.30 102.50 69.50 7o.bO 91.50 94.50 96.2U 216.50 243 40 6,7 9.8 | 12,4 3 -8 B Sonnenschein KlarerHmnnel Leichter Nebel Laurabütte . . . Aordd. Lloyd . . 86.75 98.05 86.80 5,0'0. 15,7'C. Harpeuer Bergwerk uaurauütte „umbarden E. B. Aordd. 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G e st o r b e n: In Braunfels Fräulein Marie Schäfer, früher JnstiUilsvorsichevin in Raubach und Michelstadt. Januar 1907 ®° Frachtbriefe00 Griglnal-Drahtinel-ungen. London, 25. Jan. Da« auswärtige Amt veröffentlicht die zwischen Sic Eduard Grey und dem Washingtoner Robinet auSgelauschten Schriftstücke über Kingston. ES geht auS ihnen hervor, daß der Zwischenfall beigelegt ist. — Nach Meldungen auS Ncw-Yock hat der C b e r ft Blak, der ehemalige Führer der irischen Brigade im Buren- krieg, die gegen Engländer kämpfte, Selbstmord verübt. Madrid, 25. Jan. Dem König rieten Montero RioS und EanalejaS, den Liberalen von Neuem die Zügel der Regierung zu übergeben. Schliesslich betraute der Itönig 9)1 a u ra mit der Neubildung deS Kabinetts. Paris, 25. Jan. TaS Amtsblatt veröffentlicht ein Dekret, das den ehemal. Botschafter in Berlin, Bihourd, zum Grog-Offizier der. Ehrenlegion ernennt. . 219.06 . 245.40 . 33.90 . 13LÖ0 4*y8«0 uesten. adberreute 4 Ungar. Goldreute . . Frankfurter Beichsanleihe . . do. . • Konsole . . . • do. . - « Hessen . < • • Ober liessen . . . Di. B eidigung findet in 125.00 174.26 140.00 243.20 1721.60 166.00 156.60 216.00 118.10 83*80 147.30 11)0.313 “"fliinfe Stu Cll»Qe5 ge,u vnieitp, £ Arbeiterbewegung. Nürnbera, 25. Jan. Die hiesigen Zimmerleute traten in eine U'olmbeweamig ein, indem sie eine Lohnerhöhung von 50 nid 60 Pia. die Sumde und neunsiündige Ardeliszeil iorderten. Tie Arbeitgeber wollen nur 55 P'g. zugeflehen. Ein Ausstand lieht desivegen in Sicht. ________________________ i Ai 1 Ä'1' Telefonische Kursberichte des Giessener Amelgers, mitgeteüt von der Bank lür und Industrie, Glessen. ni, r *ftlonenniQ 4? m Tie oofJ !?!1 beichcidiqt. ivunbet. 9 91 -W, fühlte ft 1 ^ahlervkchinmlur. In lktztercn eine $1UL. ^5 oug prtnjipieii»- lS11W9 bejchril,^ wirb äug ^e[(„ tat jede 5la- ^dlifchen Liehhgv 111 Gonrabt allein ■ !?• dlin tonnenit i,e fragte, wer ba i- ^erc Sorto (tin.fo 'ringt ihren 2)ian: lfetzt öffnete bie §ra: c fltgemibcr, sonder : sich auf Filzschub» n bie Wohnung e ' Maske vorn (stfii dem Nevalver er uljernf ab. Wähm fnete der anbere t[ c 27 M., bie sie -ergeben. Sind) bit' in bas Belt, 1 Zweifel, bafj Gon:: nntc. Der andere nc Fenstern hernnler. 0 Wäschestücken )en ivinben in ibr eS 6 Uhr niorgti tyaf neu gesläck u Säcke mit bei: Li. Dann mußte Fn ceppe fywxxwitriitqleil §\nxt Dank für * tut vor du in Literarische». — „Der Mensch und die Erde", von Hans Kraemcr Deutsches Verlagshaus Bong u. Co., Berlin W. 57, Lieferung t5U Pig.i, geiraltet sich zu einem neuen „Kosmos", ui dem hervor- ragenbe Scanner der Wissenschaft ihre neuesten Forschungen in icbem Laien verständlicher Sprache zum Vortrag bringen. Nach Den bereits in den vorangehenden Lieierungen „^.ierlultus und -'ierfabel", „Die Verbreitung der Säugetiere", „Die Haustiere 12 menschlicher .stulturerwerb" intereifant und eingehend bo anbelt wurden, nimmt nunmehr Broiessor A. Schwuppach von rer Ijl Forstakademie in Cbersivalde in den Lieferungeil 14—1b tvaS Wort, um eine „Entwicklung der Jagd" zu bieten, jic sie m dieser Vollständigkeit, Genauigkeit und lieber]idiibd)» feit wohl noch nicht veröisentlicht morden ist. Alle Arten der , jagdbaren" Ziere lernt der Leser ihrer Abstammung, Natur und "Verbreitung nudi leime 11 und wird gleichzeitig üuer alle die unzähligen verschiedenen Jagdrnethvden unterrichtet, bie seit Beim, bet Geschichte bis au, bie heutige Zeit bei allen Völkern der ibe in Ceorauch gewesen sind. Zahireidw Jllustratwnen, unter - er en ,ich solche von leltenci.i Werte linden, veranichaulichen jvu Tezt. In dantenswerter tiei’c 1?.t Prof. Schwappach auch : ui voiiswirllchast.ichcn und gciunbU uichen Wert der Jagd in jirciv feiner vollslämlichen Betr ngen gezogen, sodatz feine „Entstnckluna der Jago" nicht nur für Sen besonderen Kres der Dagdiiebhaier jclbft von Interesse ist, sondern sich auch mS ein ihr t:n Ntchtjägcr wertvoller Beitrag von grundlegend«, wijscnich<7.uicher Bedeutung darstellt. _ — «Sad fängt ntan mit jetnem 3 q 9 $ 0 r n a n t* up nicht schon mancher Mann darüber nachgedacht hat — und noch mehr di- Seinen? Für den I ih.orn toll nicht als Entschuldigung gelten, „das; er angeboren sei", er ilt eine Krankheit wie lebe andere Tie Wochen-christ „Fürs Laus" hält dem Jähzornigen »en Skiegel vor und macht eilte Anzahl Vorschläge, tnc geeignet ein dürften, einen ersolgretchei ytumpi gegen dieses Hebel m tue Wege zu leiten. Einig- Ratschläge feien hier. imeberaegeben: Nicht so viel Gevieffenes und Gesäuertes sur die dtguMe Wal*- rung- nicht so viel Allplol und Nikotin, dafür sritches Obst, Laser-veisen usw.; recht ergiebige Fusiwanderungen durch Feld und Wald, wo der Jähzornige auf den geduldig-n Wegen feine ganze Wut austrampcln kann und von wo er heiter, und ermutigt, mit Lochachtung gegen sich und mit Appetit aus sein Abendbrot zu den Seinen heimkehrt. — „FütS vaus", das sich vor allem mit ben Vorgängen des täglichen Lebens beidiüTtigt, daneben aber auch die weibliche Mode, zlindermodc und Landarbeiten usw. vileat erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buchyand. Lungen und Postanstalten für 1,50 Mk. vierteiiährlich (Salon- Ausgabe 1,75 Mk.) ju beziehen. _ , — Bon Peter Ros eggerS Schriften, Volksausgabe, III Serie in 80 Lieferungen L 35 Pfg. (L. Staackmann, Leipzig) gingen uns die Lieferungen 45 bis 51 zu. Diese Lieferungen enthalten den Schluß deS Bandes Idyllen aus einer untergeben- ben Welt" sowie einen Teil des Bandes „Das Sünderglöckel". Während Roseggers „Idyllen" die Welt des echten, unverfälschten Volk«tumes vorführen und unS prächtige typische Gestalten und originelle Figuren schildern, ist der Band: „TaS Sünderglöckel" eine Fortsetzung der Bergpredigten und von „Mein Himmelreich". Es ist mehr auf den versohnlidsen Ton des letzterm gestimmt als auf den kampflustigen, oft bitterbösen der Bergpredigten. dXX 4 >e uesierr. Guldreute olle Besuch. ut MciSken unb izcn. eie^ltnr e Geselljchafl die ?<• H jetzt noch nicht, f )C 9’iönn hin faiiicc Ktiiniiuilpolizei?ln|W L?orgaden§ wohl r ■ud von den Sacke», lienifd)«" »»"« melbet, d-i b« 10t Emanuel III- taeniielil. iü <«W;- ,iSf)cr taci Sim» Prm, H 1904 «folgt« ®.h.r. 1 trief, weil durch I«J rl eifchii»- S,S*d onnte d-esc , hetootiiet J -h»eht" "7 btl H-P j-tzi ""'"'me si«"“’; :n i”"1 j(ll)ji»(t|1* n. , dir *" ,0"’6t" eo« •; ;ämrte .nitiJ».' SS#* kr-Otz s sjs & ■«ix■ 4>6 Italien. Beute . . . 396 Purtugieeeu Berie I . Purtugieseu „ 111 russ.btaaUanl. 19Uo 4/1" 0 jepau- Staatsanleihe 4^ Uouv.ltlrkeh von l»u3 Türkeuiuse ... . • 147.20 4 -z unech, Monopol-AnL **3000 eheSerlassert^ Fräuen? Tie Berliner DMen'. Verwaltung hat gegenwärtig gegen. 3000 clever la oene «iramm »u unterstützen, welche san auSschlietzlich wegen der ^ruuffucht und Lüderlichkeit ihrer Männer diese im ^tuti nelmjcn !;ibcn ober von ihnen im Stich gelassen woichen und. Die> enorderk einen Aufwand von nicht weniger als emer halben ?lc.illwn ,'tark. hierbei ist zu bedenken, da» nach den Ersaarungen der Armen- Vorsteher für die Frauen ber.3r n--*- ..................... diel schlimmer ist als Wilwenichc.^. --------- | Tie Lllhiievcrsuche, welche angestellt zu werden pswgen, wirken ■ «kwökmlich nur verschlimmenid. „Meist dauert es dann auch nicht lange", schreibt die „B. Ztg. am Mittag", „bann kommt I bei: Maim mit seinen Saufkumpanen, holt alles ab, was mchi niet» und nagelfest ist, und verkauft es bei dem näcWn All- I Händler, um von dem Erlöse seine Alkoholbedürfnme zu be^ [ streiten. ... In dieser Form spielen sich die Trunksuckls Ehe- ? tomane fast regelmahig ab." Man wird der „B. Ztg.. am Mittag I rustimmcn müssen, wenn sie hinzufügt: „Es M einer der I schlimmsten Dtängel imieres Ehewes'env, da» der Schutz der Ehe- i kauen gegen trunksüchtige Eheniänner jo höchst unvollkommen ist." * Kleine Tageschronik. In vamburg wechselte ut Iber vornehmen Villa der Frau Thürl ein vermummter Einbrecher nachts mit einem hinzukommenben Wiener fünf 8le» volverschüsse. Ter Diener wurde tödlich verletzt: der Ein- breaier entkam. — Bei dem Eastrvirt Wlluski in vsmuszewo Posen) brach in dessen Abwesenheft ein Stubenbrand aus. Zwei ftinber sind im Rauch erstickt, ein drittes ringt mit dem Tobe. — In Lköpenick verbrannte cm5 von zwei allein gelassenen rindern, das zu nah an den Cfen geraten war, aus dem Llohlen ^fallen waren. — Den Montblancgivsel erreichten gluck- sich ohne Unfall unb kehrten von ihm herao die Photographen WUleman unb Alles mit einem Führer Demarchi und einem Träger. Bisher galt eine solche Exkursion in bieser Jahreszeit ihr unmöglich. — Bon durch den Postadiuntten Löckel aus Schwab-München erschwindelten Poftgeldern wurden 100 000 Mark, bie er in einem Koffer verpackt nach München geschafft and dort in einem Möbel-AufbewahrungSgeschäst deponiert hatte, polizeilich ermittelt unb beschlagnahmt. — Beim Ball der Stadl icn im Fcstsaale des Rathauses geriet die Draperie der ;.ai ferloge in Brand, konnte aber bald gelöscht werden. ..er Kaiser wurde durch ben Erzherzog Franz Ferdinand vertreten. — Das Segelschiff „Galata" der französischen (ed)Ieppcampfer- gesellsajast, das von Lozlu nach Eregli am Schwarzen Meer geschleppt wurde, ist mit 60 Arbeitern gesunken. X ■ einen Rabatt von 1O% Reste und zurückgesetzte Sachen bedeutend unter Preis, v"/r Otto Rathsohlag, Wäsche-Ausstattungsgeschäfl V JXTeu eröffnet! 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Christophers en, ♦ Jnstallations Geschäft. --- Telefon 2096. ------ Die Armen-Devutatlon der Stadt Giehen. Eurschmann. Die Armen-Deputalion der Stadt «Sieben. Eurschmann. Holzversteigerung. Mittwoch, den 30. Januar l. I., vormittags oyt Uhr anfangend, werden in den Waldungen der lÄe- membe Allendorf a. b. Lumda, Distrikt Streitkopf, Lange -breite, 2)1 atf, Lausköppel rc. (Forstwartei II) versteigert: Sämtliches Holz ist gefällt und wird auf Verlangen durch Jorstwart Wallenfels vorgezeigt. Tie Angebote sind getrennt und verschlossen bis spätestens Donnerstag, den 81. Januar 1907, nachmittags 2 Uhr, nut der Aufschrift „Holzsubmission" bei der unterzeichneten Stelle em» zureichen, woselbst die Eröffnung der Angebote erfolgt. Geilshausen, den 23. Januar 1907. Grotzherzogl. Bürgermeisterei Geilshausen. Carl Heintze, Gotha Bekanntmachung. Die Rechnung der Plockifchcn Stiftung iür 1905 liegt in der Zeit vom 24.—3u. d. M. aus unserem Armenamt, Aeuenbäue 25, während der Amtszeit, 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags, au Jedermanns Einsicht offen. (i) i e 6 e n , 21. Januar 1907. Emsi Tengeümann Aküen-Besitz verschiedener Kaflee-Plamagen. Direkter Verkauf ohne Zwischenhandel. Verkaufsladea: Frisch euiqeirof!en: voUheriuge 6 ysg., 1U Stück 55 Psg. marinierte Heringe 8 Pfg., Viatheriuge 8 Psg., Vidmarckheriuge 7 Psg., Toi, 2,20 Ml. UoUmöpfe 7 Psg., Tose 2,20 ivlk. "» Gardineu per Psd. 85 Pfg., Bücklinge 5 Pfg. C. Roth II Nacht. Telefon 822. WalUorsir. 5. Bekanntmach nug. Der Voranschlag der 'Ptockischen Srifru.m für 1907 liegt vom 24. d. Ai. ab 8 Tage lang zu Jedermanns Einsicht aus dem Armenamt, Aeuenbäue 25, wahrend der Amtszeit von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags, offen. Ätev« n, 2L Januar 1907. Die Aruren-Deoutauon der Stadt (Ziehen. B*/t Eurschmann. WeiS Tengelmann'ü Plantagen - Kaffee • Mischungen im o > auogedehmen Großbetriebe einer bedeutenden Im» portfirnm hcrgclielU tuerbc’ii. Tas eigenartige. MljchunasverhäliuiS "l das Resullai laugiahriger Erfahrungen und leit Jahren fort« gesetzier Deobachlung des Geschmaas der Kaffee-5ion,unienien 4.te Einkäufe geschehen m dircklem Verkehr bei den Kaftce-Produ' ieiiteit au, Java, m Zentral-Amerika, Brasilien und Portorico |übüB oerllagee direkt von der Plantage ohne Zwischenhandel von den Verkaufsladen in den Konsum übergeiührt wird. Billige Tengelmann’s Plantagen-Kaffee-Mischungen zu 100, 90, 85 Psg. das P'und. 3 Billige Perl-Kaffee-Mischungen zu 110 tuiö 100 Psg. das Pfund. — Roh-Kaffee~~ Giessen Krenzplatz 1 Ecke Mäushurg Bekassnrn»«»chnssg. Die Rechnung der Armcnkaffe Gießen für 1905 liegt vom 24. d. M. ab 8 Tage lang zu Jedermanns Einsicht aus unserem Armenamt, Neuenbaue 2v, während der Amtszeit 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags, offen. Gieben, 21. Januar 1907. Holzsudmission. Nachstehende- Holz, au- den Waldungen der Gemeinde Deil-hausen, soll aus Submission vergeben werden: a) Eichenstünune: Zärennholzverffcigerungen im Nüruiich Stolberg-Wcrnigerödiicheu Forttrevicr Gedern Montag den 4 Februar im Jörsterbezirk Usenborn lBahnstation Hirzenhain) Distrikt Schönberg L XSicUtebucben 1 u. 3: Buchen Uiut.: WO Scheit, 172 Knüppel, 1600 Reiser. Grchcu Rm.: 15 Scheit, 15 Knüppel, 90 Reiser. Auskunft erteilt IorsNvart Henkel, Luisen- lüft bei Hirzenhain. ZujanuneMunst 9 Uhr früh im Stolberger Hof in Hirzenhain. DicuStag den 5. Februar tut Gederner Bezirk »Station Gedern) Dl,tritt Obere Bovnennrauch und Schwarzwald 1—4: Buchen Run: 1150 Scheit, 256 Knüppel, 131u Reiser, 15 Stocke. lilasken-finzüge . (©. £> \ und Dominos ÄVX. jr in jfroßer Auswahl ZQ verleihen. Johann Island Weldcnsatske 1 (Caf6 Krämer) ______________________________Sa,e . Karloffcln * per Zentner Mk. 2,50 la. gesunde Löare, empfiehlt J. Weisel, Sonnenstrage $ei fjri(brid)5 b< gtciie des A fünfte Jahr- bte Zeit ihr Tränger, d Qcijtn eine phantasievol! tzihüüeu uni dem Lege i lkiiiitnts gell auintdjt, Zi |u nfüllen, leig ist enui llxgeti iat i mit der Uebi imenn der 811: ^üi|cr Ailhel L-Mdri b( item unb lau ■jaiiung feine eine tuljmiei Qtpiägt bat la» vlhulsli tunfl vadti iann aud) des Laifets mit bei i uiuv ähren Zuge schon bcu;ubtifiu, seinem Lui jctäugen t Romantik ein jeunsei iQütterliiyej ta» bitten jujuuntn, . u.ti) iuq in j G&Miligtn Li-'uing war ■ scheu tiolle ti Itim btt btu ifltlinnu 9jiex s^ncm Lei» des öatins AeMtagsscs 1 eines Gedeihest dc lcstehrnden * jaiüii mager Zanuar Mr lell Äusluusl erteilt Forster Jochem, Gedern. Zusammenkunft 9T/. Uhr voruu im BergwirtShauS in Gedern. Gedern, den 23. Immar 1907. Der Oberförster Ätingethösser. Unser Bureau befindet sich jetzt Wilhclmstraßc 53. ♦ Mk. 0,70, 0,75, 0,80, 0,85, 0,90, 0,95, 1,— 1 05 1,10 bis zu 1,90 das P,und. ' ' zu Alk. 1,60 der wird Ihnen bester schmecken. bisher für Ihren gebrannten Kaffee 1,50 Mk. Tty (?" bezahlt haben, so versuchen Sie TengeliüMn's P an:ai bet '^Mhr eher llnen. ., Ter bebt Halle, ^»»iiensetzl, ®ic6cn.@tjj' z.. .tarltlfn ftom ^laku «öh . Tas man 7 Sieben d" haben, t.\^04,Qlben gLNUtniff 1ofl,ct'Qnec jÄ ? *r 1h |ga'lol|on, 6ü25 0'" 62‘^ »,"'!» 8tü 'luten j^u i ‘ einmal,, tiq,1™61'«» 8 2 10 Stück von 50—59 cm mittl. Durchm. mit 4,21 Festm. 10,18 , , , 40-49 , 9 9 9 20 , , 80-89 , 9 9 9 14,68 „ 27 , , 20-29 , b) Fichtenslümme: 9 9 9 12,02 , 17 Stück von 30—44 cm mittl. Durchm. mit 28,88 Festm. 53 , , 25-29 , U 9 9 65,65 , L34 V V 12 24 i/ f y f c) Fichten-Derbstangen: 130,71 , L08 Stuck von 10—12 cm mittl. Durchm. mit 24,23 Festm.