h- et )n k xflcven. Di V! -prägten I 1 ach seinerS * dem k L )Q$ solches Geschehnis plastische Schmuck verstärken diese Empfindung. Auffälliges zu sein, mehr Theater gebaut vorher. Das ist ein lichen Aufschwunges, und Anteilnahme am Verband Deutsch- 90413; 19482; 11629; 's Volkes, für die ftunft Jetzt steht der Bau in i, als "höchster Glanzpunkt )enkmal bürgerlichen worden, als in den hundert Jahren ersreuliches Zeichen unseres wirtschaft- der gesteigerten allgemeinen Bildung Kunstleben. Verein der deutschen Kaufleute (Gewerkverein, Berlin) 15 831; Bankbeamtenverem (Berlin) 11115; Verein der Bankbeamten (Berlin) 2 289; Zentralverband der Haudlungsgehülfen und Gehülfiunen (Hamburg) 7082; Verband der Lagerhalter (Leipzig) 1267; Deutscher BuchhandliingZgehülfen-Verbaud (Berlin) 2138; Allgemeine Vereinigung deutscher Bnch- haudlungsgehülfen (Leipzig) 2334; Kaufmännischer Verbaiid für weibliche Angestellte 21488; Verband katholischer kaufmännischer Gehülsinnen (Köln) 4075 ; Handlungsgehülfenverein (Breslau) 3511; im ganzen 433 489. Technische Verbände: Deutscher Werkmeisterverband (Düsseldorf) 44 700; Gruben- unb Fabrikantenverband (Bochum) 13 500; Bund der technisch-industriellen Beamten (Berlin) 9000; Deutscher Tech- nikerverband (Berlin) 23 500;; Faktorenbund (Berlin) 1800; Deutscher Zeichnerverband (Berlin) 850; Brau- und Malzmeister verband (Leipzcig) 1600; Vereine d. Kapitäne u.Offiziere Die Verbände der deutschen Privatbeamten. Einen überraschenden Aufschwung hat die kaum ins Leben gerufene Organisation der deutschen Privatbeamten ge- nommen. Nach der Sozialen Kultur gehören ihr bereits 600 000 Mitglieder an, die sich auf folgende Verbände verteilen : Kaufmännische Verbände: Deutscher Verband kaufmännischer Vereine (Frankfurt a. M.) 90 000; Verein für Handluugstommis von 1858 (Hamburg) 73 502; deutscher Haudlungsgehülfen (Leipzig) 77 333; nationaler Haudlungsgehülfen-Verband (Hanbur) Verband katholisch-kaufmännischer Vereine (Essen) Verband reisender Kaufleute Deutschlands (Leipzig) Koreanische Unruhen. Söul, 22. Juli. Der AbdankungS-Erlaß des Kaisers von Korea lautet wie folgt: „Ter Entschluß, abzudanken, entsprang ausschließlich unserem eigenen Willen Wie anders wäv's einst! Der geniale Erbauer des Dresdner Hoftheaters, Göttfried Semper, der Klassiker des Theaterbaues, wartete Jahrzehnte auf große Aufgaben; Fellner & Helmer in Wien betreiben heute den Theaterbau geschäftsiuäßig, übrigens mit Geschmack, praktischem Sinn und Kuustgefühl, jedenfalls in großem Stil und haben wohl schon mehr als ein halbes Hundert Schauspielhäuser hergestellt. Auch das Gießener Stadttheater ist entstanden unter teilweiser Benutzung eines gleichfalls erworbenen Dülscr'schen Entwurfs nach Plänen der Herren Fellner & Helmer im Bunde mit dem Gießener Architekten Meyer. _ _■_■■■■■■■■■■ m j ■ nichts wollen, als die Kolonien, die wir besitzen, rentabel zu machen, daß wir uns aber keineswegs weiter ausbreiten wollen. Auch die Äußerungen des Reichskanzlers, daß unsere Marine nur den Handel schützen soll, ist nicht neu. Wenn er weiter erklärte, daß er an die „Gelbe Gefahr" nicht glaube und auch einen Krieg zwischen Japan und den Vereinigten Staaten von Amerika bei der Klugheit der Japaner für im höchsten Grade unwahrscheinlich halte, so wird man doch gut tun, diese Angaben des Reichskanzlers nicht allzuhoch cinzuschätzen. Fürst Bülow ist ein zu großer Diplomat, als daß er sich in einer so wichtigen Frage zurzeit in einem anderen Sinne aus- fprechen könnte. Das neueste Bülow-Interview zeigt auf alle Fälle summarisch, daß der Reichskanzler sich auch in Norderney seinen Optimismus bewahrt hat. verfügt über 2500 Mann. Marquis Ito weigert sich, den Belagerungszustand zu verfügen und ersetzt die koreanischen Garnisonen nach und nach durch japanische Verstärkungstruppen. Der neue Kaiser hat sein erstes Edikt erlassen. Dasselbe fordert die Bestrafung der Mitglieder der Delegation, die nach dem Haag gereist ist. Marquis Ito wird morgen mit dem Kaiser die Frage der zukünftige^ Haltung Japans in der koreanischen Angelegenheit beraten. London, 22. Juli. Nach dem Soeuler Korrespondenten des Tokioer „Qiji* beabsichtigt Japan eine Revision der japanisch-koreanischen Konvention vom Jahre 190 5. Es soll künftig der japanische Generalresident größere Vollmachten hinsichtlich der inneren Angelegenheiten erhalten, das Kabinett der Leitung des General- residenten unterstellt sein und dem Kaiser nur noch eine nominelle Macht der Ratifikation oder des Vetos verbleiben. Weiter soll das gegenwärtige militärische System abgeschafst und eine Kontrolle über die Rechtspflege ausgeübt werden, alles unter der VocanS- setzung, daß Japan hierfür hinreichende finanzielle Mittel hat. Newyock, 22. Juli. Eine Meldung des Herald aus Söul besagt, daß die Unruhen den ganzen gestrigen Tag über andaucrten. Der Deutsche Brinkmeier wurde verwundet. Tie Japaner verlangen Verstärkiing, da Unruhen , lin Innern des Landes erwartet werden. Die Deportation des Kaisers von Korea nach Japan wird errvartet. seiner Vollendung sicher und fest in Gießens Städtebilde. „Ein Gemeinsinns". Der Bürger eines dem Aufenthalte der Musen K^esp.äch mtt Dem Reichskanzler. Vor einigen Tagen hat Fürst Bülow in Norderney, wo er ch bekanntlich zur Erholung aufhält, den bekannten franzbs ournausten Huret empfangen und mit ihm eine längere polit. nterHaltung gepflogeu, die zwar im Großen und Ganzen nicht 7; tet . neues zutage förderte, aber immerhin doch in mancher i rnsicht interessant genug ist, um auf einige Punkte näher ein- igehen. Der Reichskanzler sprach von dein besonders stark aus- Individualismus bei uns Deutschen, der Ansicht viel an der Parteizersplitterung im politischen ! ^ben schuld ist. Was die deutsche Gewohnheit, sich zusammen- | ^schließen betreffe, so müsse man darin, so sagte Bülow, nur i ,,Instinkt einer wunderbar fortgeschrittenen sozialen Soli- arität" sehen und den Beweis des organisatorischen Genies, rs der Deutsche in hohem Grade besitzt. Der Reichskanzler rm weiter auf die letzte Reichstagsauflösung und in Verbindung damit aus die Zunahme der sozialdemokratischen Kimmen zu sprechen. ansgehört, etwas Ungewöhnliches oder auch nur besonders In den letzten 30 Jahren sind weit In für unsere Verhältnisse gewaltigen Anr.nesstmgen erhebt sich auf dem Grunde des alten Schülerschcn Besitztums an Süd-Anlage und Neuenweg in leuchtendem Weiß unser neues Stadttheatergebäude. Selten wohl läßt sich für ein Theater ein so außerordentlich geeigneter und schöner Platz finden. Die grüne Umrahmung durch die Anlagen wirkt überaus reizvoll, und zahlreiche deutsche Städte von sehr erheblich höherer Einwohnerzahl, die uns längst um den schmucken Promenadengürtel, dec die alte Innenstadt umzieht, beneiden, werden nun ihren Neid um ein Erhebliches steigern müssen. Allerdings ist es dem Beschauer nicht möglich, einen Standpunkt zu gewinnen, von dem aus er das Bauwerk als Ganzes in sich ausnehmen kann. Schon äußerlich macht der Bau den Eindruck des Weihevollen, Hochgeistigen. Es spricht aus ihm dec hohe, feierliche Ernst, dec die antiken Völker erfüllte bei dec Errichtung einer- dec Kunst gewidmeten Stätte unsterblichen Ruhmes. Gliederung und Formensprache sowie dec symbolisierende sicht auch zilr Ausführung zu bringen. Da wir jedoch nun den Augenblick zu dieser ^Verwirklichung für gekommen erachten, so haben wic aus unserem eigenen freien Willen den Thron an den Kronprinzen abgetreten. Während diese unsere Maßregel völlig dem natürlichen Laufe dec Tinge entsprich! und em Segen für unsere Dynastie ist, sind wir nicht ganz sicher, daß nicht einige unwissende Untertanen in Verkennung der Lage, indem sie sich niitzloser Entrüstung hingeben, einen öffentlichen Aufstand zu erregen versuchen, bitten wir heute demgemäß den General-Residenten, solche Uebeltäter in Schranken zu halten und ermächtigen ihn, in unserem Namen, solchen Aufruhr, wenn nötig, nut Waffengewalt zu unterdrücken." — Marquis Ito ist heute von dem neuen Kaiser in Audienz empfangen worden. Die Unruhen dauern fort. — Marquis Ito hat vor allen fremden Konsulaten Truppen aufgestellt, um diese vor der Volks- wut zu schützen. Als er auch vor dem amerikanischen Konsulat Truppen postieren wollte, erklärte der amerikanische Geschäftsträger, eines derartigen Schutzes nicht zu bedürfen. Das koreanische Kabinett hat der japanischen Negierung die Abdankung des Kaisers und die Thronbesteigung durch den Kronprinzen mitgeteilt. Unter der Bevölkerung herrscht noch immer große Erregung. General Hasegawa hat zwei weitere Geschütze auf den Palaisplatz bringen lassen. Weitere Triippenverstärkungen werden ans Japan erwartet. Ein englisches und drei amerikanische KriegSichiffe sind bereits ein» getroffen und werden Truppen landen, um die Konsulate zu beschützen. Man glaubt, daß der koreanische Kaiser sich event. auf das amerikanische Konsulat flüchten wird. I a p a n i s ch e A b t e i l u n g e n besetzten die beiden Arsenale und haben ben Befehl erhalten, diese in die Luft zii sprengen für den Fall, daß es ihnen unmöglich sei, sie zu verteidigen. Die koreanischen Soldaten werden von bürgerl l chen 2lg i tato r e n zum Widerstände aufgefordert. Die Koreaner befinden sich im Besitz von 90 000 Patronen. Dec General Hasegawa '$Tuf bossiertern Unterbau strebt der zumeist glattflächige Tempel empor. An der Schauseite dominiert der hervortretende Mittelbau, von zivei schmalen Pylonen flankiert, die zarte, aber übergroße iveibliche Figuren krönen, darstellend Thalia und Melpomene, die Musen des Schauspiels und des Gesanges. Zwischen ihnen mitten auf der Höhe der mit geradem Dache abschließenden Schaufelte erhebt sich des lorbeergeschmückten Gottes Apoll kühn ins Weite drängendes Gespann. Darunter auf schmalem Giebelfelde prunken Schillers schöne Worte in hell leuchtenden Goldbuchstaben: „Aus der Kräfte schön vereintem Streben Erhebt sich wirkend erst das wahre Leben/ Und über der Flucht der sechs prachtvollen, von neckischen Maskenköpfen gekrönten Fenster lieft man in größerer Goldschrift die schlicht stolzen Worte: Ein Denkmal bürgerlichen GemeinsinnZ. Unter ihnen öffnet sich unser schöner Musenban nach dem' Vestibül mit drei Doppeltüren. Die zurücktretenden Vorderansichten der gleichfalls mit Türen versehenen Seitenflügel haben als einzige horizontale Gliederung zwei antike Reliefs in Friesform erhalten, von denen der rechts unter dec Melpomene die Geschichte, den Krieg, die Rhetorik, die Künste und die Wissenschaften, das links unter der Thalia den Tanz, den Wein, die Musik und die Liebe verkörpert. Der Schöpfer dieser Reliefs und des gesamten bildnerischen Schmuckes ist dec Berliner Bildhauer Jäger. Eine mäßig ansteigende Rampe lagert vor dem Gebäude. Beide Seiteneingänge tragen von dem Erfrischungsraum au5 zugängliche Baleons. Die Seitenfluchten des Baues passen sich mit Ernst und Würde der Front an. Auch sie bekunden sich als die natürliche Folgerung der hinter ihnen lagernden $äume; Fenster , nur da, wo sie dec Zweck erheischt, hier und da ein paar sparsam schöne ornamentale Füllungen, nirgends jedenfalls der geringste Aufivand von Unruhe erzeugenden Einzelheiten; überall Geschlossenheit, Einheitlichkeit, Ruhe. Nun hat sich gestaltet, weit über die Erwartimgen hinaus, ehrliche Kunstfreunde in stiller Sehnsucht seit über einem uftruni erträumten, was die geistige Entwickelung unserer .niversitäts- und Provinzialhauptstadt forderte: ein Schau- stelhaiiS, mächtig und jugendschön, eine kunstgeweihte Musen- ätte, dazu berufen, zu wirken für das große und heilige Gut Jgay1® ^1 leindiplomatie im Verkehr mit der zum Teil etwas mig- - amschen und dem ins Große gehenden Lhea ergedanken ange . eit nicht sonderlich holden Bürgerschaft, spater mit Künstlern, Handwerkern und Arbeitern, wahre Wunder an Energie und * ifer, an Steigerung der Kräfte, der phylstch-n wie der i atericllen, sind verrichtet worden, damit das Haus heut, । ii vorbestimmten Tage, auch wirklich emgewecht werden i\ nn und damit es obcndcem das kostbare Gewand erhalten ? „nie, das es nun für alle Zeit zur Schau zu tragen IrX eine Stadt von Gießens Größe bedeutet die Er- 1 chtung eines eigenen Schauspielhauses einen der pronon- ertesten Wendepunkte im Ausstiege des Gememweseiw, einen riumph- und Lltarkslein in der lokalen Entwickelungs' -schichte. Im Reiche dagegen hat ein j . | Wie schon des öfteren, bewirke er auch diesmal, daß die ? uflösung ein Apixll an den Patriotismus und an die gesunde >ie Vernunft der Nation gewesen sei und er meinte weiter, jedes- ml aller Machenschaften Herr zu werden, wenn eine nationale rage gestellt werden sollte. Ob Fürst Bülow in letzterem Punkt t, echt behalten würde, ist allerdings schwer zu sagen. Die te unahme der sozialdemokratischen Stimmen bei 00 m letzten Wahlen und deren große Anzahl überhaupt führt der : eichökanzler darauf zurück, dafi viele llnzuftiedene, die durch- ! as keine treuen Anhänger der Sozialdemokratie sind, bei den B. tzten Wahlen deren Kandidateil ihre Stimme gegeben habm, k m chr möglichst viel Mandate im Reichstag zu verschaffen. » Lit dieser Auffassung wird wohl ein großer Teil des Deutschen -olkes sich durchaus einverstanden erklären können und es ird an der Re-gierung Liegen, die Zahl der Unzufriedenen bis i den nächsten Wahlm durch entsprechende Maßnahmen in *r Gesetzgebung herabzumindern. Ueber die Blockpolitik hat der Reichskanzler so gut ie gar nichts gesagt und gerade über diesen Punkt hätte man hr gern etlvas mehr gehört. Daß sich Konservative und iberale in erster Linie in ökonomischen Fragen trennen, und iß solche vorläufig nicht auf der Tagesordnung stehen, wußte -an schon vorher. Wenn nun Bülow weiter sagte, daß man ch über das Uebrige verständigen könne, so darf man ohne eiteres annehnien, daß der Reichskanzler oder vielleicht besser -sagt, der preußische Ministerpräsident die eine oder andere rage, die es in der kommenden Parlamentssession zu erledigen i lbt, selbst kaum für so leicht lösbar hält, wie er seinem nnzösischen Gast gegenüber ausgesprochen hat. Man darf im «egenteil mit Bestinrmtheit annehmen, daß vor allen Dingen u preußischen Landtag die Durchführung der Bülowschen Block- ilitik ohne Schwierigkeiten nicht vor sich gehen wird. Auch die äußere Politik wurde in dem Gespräch mit nn Franzosen^ Huret in recht bemerkenswerter Weise erörtert, 'er Rbichskanzler griff gern das Wort „D 6 L e n t e" auf, mit dem uret die zwischen Deutschland und Frankreich sich allmählich ■ nbahnend n besseren Beziehungen bezeichnete. Er glaubt auch, laß in einigen Jahren auf die Dßtente eine Entente folgen ' erde, wenn die Franzosen von uns mit dem erforderlichen nkt behandelt würden. In der marokkanischen Frage seien g .um weitere Schwierigkeiten zu erwarten, wenn Frankreich offen r nb ohne Hintergedanken die Handelspolitik der „offenen Tür" 'treibe. Auch auf ökonomischem Terrain, würden nach. Bülows ns ich t Deutschland und Frankreich mancherlei Gelegenheit haben, ■ ch zu ver, kündig en. Hinsichtlich der Kolonialpolitik bestätigte ’ um Büww seine früheren Versicherungen, daß wir weiter hi r - Der Einflug des großen asiatischen Külte meeres ebenfalls erst im Mai am kältesten sind. Es v e r - im Sommer der Fall sein. Wenn die Sonne im Frühjahr wieder nördlich des Aequaton um. Da Es bildet sich ein großes Wärme Das sind etwa die Witterungsverhältnisse eines Normal- 'oltmners in unseren Breiten. Tie anormale Kühle dieses Sommers aber zeigt andererseits, daß noch andere Ursachen vorhanden sein müssen, die störend eingreifen. Agitation für Nasi. Rom, 22. Juli. Die Agitation für den Mi niste Bei der Großh. Straßenneubaubehörde für den südliche: Odenwald in Erbach war die Stelle des Bauassistenten (eh£ mittleren staatlichen Baubeamten) erledigt und wurde dieses durch einen dienstälteren Kreisstraßenmeistcr besetzt. Es lief sich gegen die Art dieser Besetzung an und für sich nichts ein wenden, wenn die freigewordene Kreisstraßenmeisterstelle nu durch einen der dienstältesten Bauaufseher-Aspiranten besetzt woi den wäre, aber nein, die betr. Kreisverwaltung (Heppenheim) hier wieder von ihrem Selbstbestimmungsrecht Gebrauch gemalt und einen Techniker als Srraßenmeister angestellt, der allerdiug die Bauaufseher-Prüfung bestanden hat, der aber schon vv Jahren aus dem Staatsdienst ausgeschieden ist und seit bt Zeit anstatt hier mit bescheidener Bezahlung, in jedenfalls besse bezahlter Privatstellung beschäftigt war. Hierbei muß hervo- gehoben werden, daß der Verein mittlerer hessischer Baubeamlc nicht unterlassen hat, die fragliche Kreisstraßenmeisterstelle einer seiner dienstältesten Staatsdicnstanwärter zu sichern zu suchen Durch ein solches Verfahren wird jedenfalls die trostlose Lag der Bauaufseher-Aspiranten nicht gebessert, wenn man überleg daß unter diesen zurzeit etwa 80 Anwärtern sich ein großer Te von Leuten befindet, die das 30. Lebensjahr überschritten Haber also in einem Alter sich befinden, in welchem schon größer Aufwendungen für die Familien zu machen sind. Wie abt. sollen sich diese Verhältnisse erst gestalten, wenn es der Reg^ rung nicht mehr wie bisher gelingen sollte, eine zeitwei Vermehrung der staatlichen mittleren Baubeamtenstellen eintrete: zu lassen. Diese Frage wirft sich den Beteiligten auf, wenn ft in Betracht ziehen, welcher Widerstand der Regierung stets vo: einem Teil der Landtagsabgeordneten entgegengesetzt wird, wen: nur von Beamten die Rede ist. Den geschilderten mißlichen Verhältnissen könnte dadur« abgeholfen werden, wenn die Kreißstraßenmeisterstellen verstaut licht und dem Prüfungsalter nach von Bauaufseher-Aspirantk: besetzt würden, sodaß der jetzigen Anstellungspraxis der Kreil Verwaltungen ein Ende gesetzt wäre. Wenn in dem Kunsi straßcngesetz die direkten Vorgesetzten der Kpeisstraßenmeister - die Kreisbauinspektoren — als Staatsbeamte vorapsehen wäre: warum soll es nicht möglich sein, auch die ersteren al solche bestimmen zu können, zumal doch von diesen ein große Teil von Arbeiten ausgeführt wird, die im Interesse des Staate gelegen sind, wie die Handhabung der Baupolizei, Besichtige der Feuerstätten usw., sowie die Arbeitsleistungen beim Bauwese der Kirchen, Stiftungen und Gemeinden, sodaß die Unterhaltm der Straßen im Eigentum der Kreise jedenfalls als die geringe: Arbeitsleistung dieser Beamten bezeichnet werden kann. Es ist daher nicht zu verwundern, daß bei einer derartige. Zwitterstellung dieser mitlleren Baubeamten ein Antrag bt Abgg. Häusel und Gen. bei den Ständekammern eingeb rad; worden ist, wonach eine Abänderung des Kunststraßengesetzc in Vorschlag gebracht wird, und in Begründung desselben auße einer gerechteren Verteilimg der Kosten eine Verstaatlichung bt Koeisstraßenmeisterstellen für zweckmäßig erachtet wird. Aus diesem Antrag dürfte zur Genüge ersehen werden, bei den Antragstellern die Mängel in der Organisation der Kveü baubeamten gewichteg genug erschienen sind, um eine Abänderun. des fraglichen Gesetzes in Vorschlag zu bringen. der deutschen Handelsmarine 2000; Verband deutschen Seemaschinisten (Hamburg) 2500; Verband deutscher Seemaschinisten (Kiel) 500; im ganzen 99 950. Verbände der Bureaubeamten: Verband deutscher Nechtsanmalts- und Notariatsbeamten (Wiesbaden) 2064; Vexband deutscher Bureanbeamten (Leipzig) 3404; Verband der Verrvaltungs- beamten und Berufsgenossenschaften 2037; Zentralverein der Bureauangestellten (Leipzig) 1000; Bayrischer Rechtsanwaltsgehilfenverband (Augsburg) 570; Verband badischer Anwaltsgehilfenvereine (Heidelberg) 250; Berliner Ortsvereine der Bureaubeamten (Berlin) 900; Zentralverband der preußischen Justiz-Kanzleigehülfen (Berlin) 1500; im ganzen 11 725. Landwirtschaftliche Verbände: Güterbeamtenverband (Berlin) 7000; Brennmeisterbund (Berlin) 1344; Verband der Vereine deutscher Molkereibeamten 1600; im ganzen 9911. Andere verschiedene Verbände: Deutscher Privatbeamtenverein (Magdeburg) 22 002; Zentralverband der Fleisch- und Trichinenschauverbände (Düsseldorf) 6000; Allgemeiner Organlstenverein (Köln am Rhein) 400; Allgemeiner Privateisenbahnbeamtenverband (Berlin) 6000; Volkswirtschaftsbeamtenverband (Berlin) 500; im ganzen 35 202. Deutsches Ueich. Berlin, 22. Juli. Professor Adolf Wagner wurde vom Kaiser aus Anlaß seines heutigen 50jährigen Doktor- Jubiläums mit dem Roten Adlerorden 2. Klasse ausgezeichnet. Leipzig, 22. Juli. Ter Zentralverband der Handlungsgehilfen und Gehilsinnen Deutschlands richtete an das Reichsamt des Innern eine ausführliche Eingabe mit der Forderung um vollständige Sonntagsru he. Nasi dehnt sich auch aus die Hauptstadt aus, wo sich bereits eine sizilianische Liga gebildet hat. — Der Aufruhr in Palermo nimmt immer größeren Umfang an. Eine große Volksmenge beschimpfte gestern eine Abteilung Soldaten, die die Straßen durchzogen, und riesen ihnen zu: Da sind die Volksmörder! Es kam zu blutigen Zusammenstößen. Die Soldaten flüchteten sich in ein Kaffeehaus, wo sie sich verbarrikadierten. Es wurde eine Schwadron Carabinieri herbeigeholt, um die Belagerten zu befreien. Zahlreiche Schüsse wurden abgegeben. Die Soldaten im Kasfeehause sahen sich schließlich gezwungen, zu fliehen, verfolgt von einer wütenden Menge. Es gab über hundert Verwundete. Truppen sind mit der Wiederherstellung der Ruhe beschäftigt. Artillerie ist an verschiedenen Punkten der Stadt aufgestellt worden. Die Regierung hat neue Instruktionen nach Palermo entsandt. Vier Panzerschiffe befinden sich zurzeit in Palermo. Drei find nach Trapani abgegangen. Man befürchtet weitere ernste Zwischenfälle. Ausland. D'rontheim, 22. Juli. Der deutsche Kaiser ist heute vormittag elf Uhr unter dem Salut sämtlicher Kriegsschiffe abgereist. — Ter deutsche Kaiser schenkte wie im vorigen Jahre tausend Kronen zur Restaurierung der Domkirche. Stockholm, 22. Juli. Tie deutschen Küsten- und Panzerschiffe „Aegir" und „Frithjof" sind heute vormittag hier eingetroffen. Rom, 22. Juli. In Mailand trafen Demonstranten ein, denen Polizei und Militär den Weg nach dem erzbischöflichen Pulast abichuitten. Ein Geistlicher flüchtete in einen Laden. Die Demonstranten demolierten ben Laden. Der Geistliche konnte sich in den erzbischöflichen Palast retten. —, Wie verlautet, wird König Viktor Emanuel demnächst nach England reisen, um König Eduard feinen Gegende s u ch zu nmchen. Bei dieser Gelegenheit wird ein italienisches Gesch w ader die englischen Häfen anlaufen. Paris, 22. Juli. „Gilblas" meldet, der Staatsanwalt habe gegen den ehemaligen PrivatsekretäreinesJuftiz- ministers, welcher mit Ordensauszeichnungen, Strafaufschüben, Begnadigungen,^ öffentlichen Aenttern usw. Schacher getrieben habe, die strafrechtliche Untersuchung angeoebnet. Tie Angelegenheit, in die mehrere sehr einflußreiche Persönlichkeiten, darunter ein Minister und besten Angehörige verwickelt seien, bilbe eine neue Affäre Wilson und werde in ganz Frankreich das peinlichste Aufsehen erwecken. — Tie Mehrzahl der Gemeinde-Vertreter der vier, von der Winzerkrisis betroffenen Departements haben sich geweigert, bie Mtzrhlzette! für die kommenden Kanton atz- wahleri zu verteilen; infolgedefsen werden sich bie Wahlen wahrscheinlich verzögern. — Der Generalverbanb derfranzösischenWein- dauern hat 100 Prämien zu 1000 Francs für Diejenige:: aus- geietzt, welche W e in fä l schu n g en z ur An ze i g e d r i n g en. T-zr Generalverbanb hofft, daß nach ber morgigen Beratung Swnchen bem Unterstaatssekretär und bem Präsidenten der Ge- neralräte sich bie Regierung bewogen fühlen wird, bie Truppen aus bem Süden zurückzuziehen. ... M^drib, 22 Julu Einen: Privattelegramm aus Me- l:lla zufolge unb bie Truppen bes Sultans, bie seit gestern :n e:nem Kampfe mit ben Truppen bes Thwnprätenbenten ttegen, von letzteren in bie Flucht geschlagen worben. T:e Verluste solle:: aus beiben Seiten groß fein. Eine amt- l:che Bestätigung biefer Nachricht steht noch aus. London, 22. Juli. Nachrichten aus S a n Fr an c is c o verzeichnen neue antijapanische Zwischenfälle. Es helßt, datz viele Japaner getötet und verwundet worden sind Eine Gruppe Aufrührer legte Feuer an bas Depot der elektrischen Bahn unb richtete großen Schaben an. ' Prüfungsalters von Aspiranten Bei Besetzung von Straßemnei^ stellen nahegelegt wurde, nehmen in dieser Beziehung durchs keine Rücksicht, sondern besetzen b ie ' -eigeworbenen Stellen mS eigenem Ermessen. Die Folge hiervon ist, daß Bauaufsehe? Aspiranten aus ben jüngsten Jakwgängen, ober solche, bie ein’ Anwartschaft auf Staatsstellung nicht mehr haben, als Krei-^ ftraßenmeister zur Anstellung kommen, während für ältere sch^ zehn und mehr Jahre im Staatsdienst sich befindende Aspirant! die Anstellung noch in weiter Ferne liegt, denn die Verhältnis/ im Staatsdienste zwischen definitiven Stellen und Anwärters haben sich durch ben Ausfall bei obenerwähnten Staatsstraße^ meisterstellen derart ungünstig verschoben, daß zurzeit eine- Stelle zwei Anwärter gegenüber stehen. Es mag hier zur Kenn zeichnung dieser Mißstände nur ein Beispiel angeführt fein dem übrigens noch eine ganze Anzahl ähnlicher Fälle Seite gestellt werden können. geheime Getriebe der atmosphärischen Maschine gewähren. ift bekannt, daß der gewaltige Kontinent Asien, durch bie uw gleiche Erwärmung während Sommer und Winter, seine eigenen Witterungsverhältnisse und Windsysteme schafft. Im Winter werden die über dem stark erkalleuden Kontinent ruhenden Lust- wärts drängen. Diese Strömung westlicher Winde muß unsere Gegenden kühle Witterung bringen. Ob diese Ansichten vo der diesjährigen Sommerwitterung bestätigt werden, kann er bie genaue Untersuchung lehren. Das Eine ist nicht wegzuleugnen: Es besteht in dem Mt chanismus der Atmosphäre ein ursächlicher Zusammenhang, be die Witterungsverhältnisse ganz entfernter Gegenden miteinanbe verknüpft. Ein Medium, wie unsere Atmosphäre, ist für Stö rungen seines Gleichgewichts äußerst empfindlich und schaff Aus Stadt und Laus. Gießen, 23. Juli. ** Auszeichnungen aus Anlaß der Stadt- theater-Elnweihung. S. K. H. der Großherzog ver ieh dem Oberbürgermeister Mecum das Ritterkreuz 1. Klassc dem Professor Dr. Fro m rn e die Krone zum Ritterkreuz 1. Kl dem Stadtv. Ha ubach unb dem Architekten Met)er ba: Aer Kühle Sommer. Gerade die abnormen Witterungsverhältnisse fordern ben Meteorologen heraus, sich eingehenber mit ihnen zu beschäftigen, um evenll. die Ursachen auszubecken. Daher findet man auch in zahlreichen Tageszeitungen und Fachzeitschriften in diesem auffallend kühlen Sommer eine Menge Abhandlungen, die die Frage nach ben Ursachen zu lösen suchen. Alle diese Versuche haben vom wissenschaftlichen Standpunkt nur ben Wert non Vermutungen, denn es ist unmöglich, eine befriedigende Antwort auf Dinge zu geben, die einer direkten Untersuchung nicht zugänglich sind. Gleichwohl dürfte es interessant sein, vom Standpunkt der wissenschaftlichen Wetterkunde diesen Fragen einmal näherzutreten. ' Man ist geneigt, Erscheinungen, die kein Erfahrungssatz oder Gesetz zu ergründen vermag, auf geheime, kosmisckie Ursachen zurückzuführen. Ter zwei Jahrtausende alte Glaube, unsere Witterung werde von den Himmelskörpern geradezu regiert, ist auch beute noch lebendig, und selbst Männer ber Wissenschaft beschäftigen sich noch, mit ber angeblichen Abhängigkeit unserer Witterung von ben verschiebenen Stellungen des Mondes und der Planeten zu der Erde. Trotz ber Mißerfolge Falbs unb seiner Nacheiferer besitzt der Mond auch heute noch ben Ruf als „Wettermacher". Unb was berechtigt dazu? Me moderne Wissenschaft muß einen merklichen Einfluß des Äcondes auf unsere Witterung leugnen. Man hat mit den seinsten Thermometern das Maß von Warme untersucht das seme strahlend« Oberslache der Erde spendet und es als verschwindend gering gefunden; jedenfalls spielt er keine Rolle im Haushalt unserer Atmosphäre. Man hat ferner daran gedacht, in Analogie der Flut und Ebbe erzeugenden Kraft des Mondes, diese auch auf bie Atmosphäre auszudehnen. Die berechnete Aenderung de» Barometerstandes, die eine solche atmosphärische Ebbe und Flut erzeugm würde betrügt aber kaum Vr« Millimeter, also ein B^rag, der ebenfalls keinen Einfluß auf unsere Witterung haben kann. u Slu4 der Einfluß der Planeten wurde statistisch und experimentell untersucht. Drei hat sich er,t recht die Unhaltbarkeit der Vermutungen dre such _ auf solche Einflüsse stützen, ergeben Das Ergebnes ist also, daß außer bei Sonne, die durch ihre Warmeenergre alles Erdenleben erhält und auch unsere Witterung im Großen regiert, ein Einfluß anderer Him- m e l s k ö r p e r nicht anzunehmen ist. Jedenfalls sind darauf basierende Wettervoraussagen, wie sie auch heute noch in Zeitungen und Kalendern ihr Unwesen treiben, ganz haltlos ' verwickelte Beziehungen zwischen den Witterungsverhältnisse räumlich weit voneinander getrennter Gegenden. Licht darüber- Eine Uebertegung kann einen schwachen Einblick in das verbreiten, wird ber Wissenschaft erst bann möglich sein, wen ' •'* - — - - r die Atmosphäre im Ganzen besser bekannt ist, und es möglii _ ist, die gleichzeitigen Witterungszustände über der ganzen Erd durch Wetterkarten barzustellen. W. P. Etwas über das Äunsistraßerrgesetz von 1896. Man schreibt uns von fachmämüsck-er ^eite aus Mainz: Taß für die Einführung des Kunststraßengesetzes von 1896 kein zwingenbes Bebürfnis Vorgelegen haben kann, dürfte daraus ersehen werden, daß heute, also nach zehnjährigem Bestehen dteses Gesetzes, kaum merkliche Fortschritte gegenüber ber früheren gesetzlichen Regelung ber Straßenbauverwaltung wahr genommen werben können. Jebenfalls hat sich ber Zustanb ber Kunstfiraßen burch bie Einführung bes genannten Gesetzes nicht ver- änbert. Es kann aber nicht bestritten werben, baß burch bas Künststraßengesetz für bie mittleren Baubeamten in Hessen eine unberechenbare wirtschaftliche Schädigung herbeigeführt worden ist Ttes ist baraus schon ersichtlich, baß bie bei der früheren Staatsstraßenbauverwattung vorhandenen Straßennleisterstellen (etwa 30), welche mit ben übrigen mittleren Baubeamtenstellen durch Baüauffeher-Aspirantei: bem Prüfungsalter nach besetzt würben, an bie Kreisverwaltungen mit übergegangen sind unb auch von biefen, wie bie übrigen Kreisstraßenmeisterstellen nach vollstänbig freiem Ermessen besetzt worden. In dem Kunft- traßengesetz ist zwar festgelegt, daß als Kreisstraßenmeister nur olche Bewerber in Betracht kommen, welche bie in Hessen eingeführte Bauaufseher-Prüfung ober eine von ber oberen Ver- waltungsbehörbe für gleichwertig erachtete Vorbildung besitzen Was ist jedoch hiermit getan? Tie Kreisverwaltungen, denen mehrmals schon höheren Orts die Einhaltung des Die Haager Konferenz. Haag, 22. Juli. Die Königin Wilhelmine ließ eine silberne Medaille prägen, die für die Delegierten der Haager Friedenskonferenz bestimmt ist, unb wünscht auf biefe Weise ihr großes Jntereffe an ben Arbeiten ber Konferenz zu befunben. Die Mebaille wurde heute abend schon von den ersten Delegierten, die dem von ber Königin in Amsterbam veranstalteten Gala- biner beiwohnten, getragen. London, 22. Juli. Aus bem Haag wirb gemclbet, daß bie Mehrzahl der Delegierten m i t d e r H a l t u n g d e s P r o s. Martens unzufrieden ist. Uebrigens wird auch bie Haltung gegenüber den japanischen Delegierten sehr kritisiert. Jn- folgebqfen spricht man schon von einer Zurückberufung des Pros. Martens. ______________________ Eine Ministerielle Luftreise. . Paris, 22. Juli. Ministerpräsibent Clemenceau und Kriegsminister P i c q u a r t unternahmen heute nachmittag mit bem lenkbaren Luftschiff „Patrie" einen Aufstieg. Der Ballon bewegte sich nach verschiedenen Richtungen über Paris und kehrte ohne Zwischenfall nach bem Luftschifferpark in Calais zurück. — Im Verlaufe bes Aufstiegs kam ein Bruch im Röhren- shfiem vor. Clemenceau wurde ein wenig mit heißem Wasser bespritzt. Tie Reparatur dauerte etwa 20 Minuten unb würbe pusgeführt, währenb ber Ballon über ben Jnvalibenplatz hin- ftog. lieber seine Einbrücke befragt, sagte Clemenceau, was ihm am meisten aufgefallen sei, sei ein Gefühl ber Sicherheit unb Stabilität, das man empfinde. Man glaube sich in Wirklichkeit auf Teck eines Schiffes zu befinden. Clemenceau fügte hinzu, bie Lanbung erfolgte genau wieder an dem Punkte, von bem wir auf gestiegen sind. Wir berührten bie Erbe, ohne baß ein Stoß anzeigte, daß wir an: Bestimmungsort angelangt waren. Es ist in der Tat eine wunderbare Maschine. runa^birie? ttjtat Sontmerioitte. maffat durch Abkühlung verdichtet und drängen nach all« kann ittot IWrhpn unanfechtbare Antwort Seiten aus dem Kontinent heraus. Dan» habe» die Land« -s kann auf einige interessante Ost- und Südasiens ihre Trockenzeit unter ber Herrschaft wassei wmden^ Ez^«itsmus der Atmosphäre hingewiesen armer Landwinde. Der Einfluß des großen afiatitoeit tollt ^u totterückiäE ^i^'Eer un,erer Bretten stark gebietes erstteckt sich weit nach Westen, und auch in Europ totii «fh.nöt hnü Ul1s5.rn J'"? schon "wrscht. Man wird er noch fühlbar, denn er bewttkt kalte trockene Ostwind, (fnftp ■ sm ■ U$ei uordatlantischen Ozean die größte die aus deni Innern Rußlands wehen. Dann setzm auch ii Ballonwdi^n außerdem hat man durch Zenttaleuropa die bekannten lvinterlichen Kälteperioden ei« A ^erm Schichten des Luft- Dieser Einfluß des asiatischen Kältegebictes wird in Europa u° snntPt firf, n«n ■ r t '7"' , ver- so fühlbarer, je ausgebildeter es ist, und je Wetter nac ^.Äbn Norden als auch in ber Westen es sich verlagert. Unsere Witterung steht also in eme- ^ohe der A^osphare der Emtrttt ber größten Kälte. Anbers ursächlichen Zusammenhang mit ber JnnerasiensTies fann aui :)t es :n dec unmittelbaren Nahe ber festen Erboberflache. ----- Frühjahr mit wachsenber Sonnenhöhe wum uic ouiutc un yiumayr wieoer noroucy oes riequator! biIben kehren sich die Temperaturverhlllnisse Asiens um. 5t Atrnosvb^^ Erdoberfläche unb ben höheren Schichten ber intensiven Erkaltung im Winter folgt eine ebenso intensive El) T “nb bem Atlantischen Wärmung des Festlandes. Es bildet sich em großes Wärm- N^^-/!^a^E*^°kurgegen,atze^ Da die kältere Luft über gebiet über dem nordwestlichen Indien, in dessen aufgelockerl bte ®”mete über dem Kontinent, Luftmassen von allen Seiten vom Ozean Luft zum Ett'atz i)a Satoe ft ,6\rauS'1 der . vom Meere nach dem beifließt. Es beginnt für Indien die Regenzeit, die Zeit d- tor'Wrfipn mlnhpn 2eu/^leuropa wird daher von kühlen, feuchten Winde vom Indischen Ozean. Das Charakteristtsche if windelt ' - fe ^°^"rschaft kühler West- daß dieser Wechsel plötzlich gegen End- des Mai einsctzt i \ gerabe m diesem Sommer auffaitenb groß. Form heftiger Gewitterstürme. Auch hier ist ein ursächlich« ^:e anbere Erscheitrnng, baß bie hohen Schichten des Luft- Zusammenhang mit ber Witterung Europas vorhanden. B meeres un Frü Hs o m mer noch sehr kall sind, bewirkt einen starker Ausbildung des asiatischen Wärmegebietes werden aul häufigen^ unb plötzlichen Ausgleich. Ter Erfolg davon sind die über Europa lagernden Luftwaffen angezogen und setz« - unsere ^»ommergewitter, die aus dem erwähntet: Grunde im sich ostwärts in Bewegung, unterstützt von bem kühlen Atlar zjrübt ommer am häufigsten sind. Erst wenn auch bie tischen Ozean, über dem ebenfalls bie kühlen Luftmassen oft Atmosphäre in größerer Höhe wärmer geworben ist, unb bie " " ' " ------ -.....- - - - Mte bes Ozeans gebrochen ist, tritt größere Ruhe ein. Das ift bie Zeit des Spätsommers unb Frühherbstes. Dann setzen die bekannten Periobei: trocknet, warmer Witterung ein, bie ber Volksmund „Altweibersommer" nennt. Diese Tage sind ruhiger und weniger heiß als die Tage des Frühsommers mit ihren zahlreichen Gewittern und Kälterückfchlägen. zu Gießen. in Die Lauterbach. Friedberg. Heinr. B ö n s e l, Hans Plötz, Heinr. Lust, Heinr. Will, Wilh. Fleckenstein, Bäckermeister Karl Koch, „ „ Wilh. Dippel, „ „ Karl S ch ä i e r, Metzgermeister Adolf Seibert, „ Karl Weber, „ Heinrich S chäfer, Maurermeister Interessanten Besuch aus dem Ausland wird heute S. K. H. der G r o ß h e r z o g erhalten. Der Maharadjah von Bikani'er, bei dem der Großherzog vor einigen Jahren in Indien zu Besuch weilte, wird auf einige Tage auf Jagdschloß Wolfsgarten eintreffen. Ter indische Fürst befindet sich zurzeit mit seiner Familie und Gefolge auf einer Europareise und meldete erst am Sonntag seinen Besuch. Es sind zusammen 9 Personen. Ter Großherzogliche Marstall wurde heute nach Jagdschloß Wolfsgarten gebracht. Aus Anlaß des Besuches fallen die Audienzen am Mittwoch aus. Die Abreise des Maharadsa's wird Ende dieser Woche erfolgen. ** Neuer S a a l b a u. Das für heute angekündigte Konzert der Hanauer Ulanen fällt aus. ** B ei der diesjährigen gesetzlichen Meister- Prüfung in der Provinz Oberhessen haben von den 38 Kandidaten 36 die Prüfung bestanden mit dec Berechtigung LanHrvirtfchaft. --Biedenkopf, 19. Juli. Unter dem Vorsitze des Land- rats v. Heimburg fand gestern im Göbelschen Saale die Versammlung des 1. landwirtschaftlichen Bezirkst Vereins und der Herdbuch-Gesellschaft statt. Erwähnt sei, daß man den nach Wiesbaden scheidenden Vorsitzenden zum Ehrenmitglied des landwirtschaftlichen Vereins ernannte. Es wurde auch erwähnt, daß die Herdbuch-Gesellschaft in Düsseldorf bei der Ausstellung 13 höhere Preise errang. In diesem Jahre sollen in Battenberg, No d heim und Gladenbach kleinere Tierschauen mit Prämiierungen stattfinden. Wilh. Knorr, „ , „ „ Heinr. Filz, Maurermeister in Obererlenbach. Georg Kempf, Zimmern^eister in Obererlenbach. Joh. Fiedler, „ „ Lanzenhain. Karl R u p p e l, „ „ Obbornhofen. Heinr. Feyh, „ „ Ehringshausen. Otto Diehlmann, Weißbindermeister in Unter-Schmitten. Joh. F e ll e r st e i n , Steimnetzmeister in Ober-Möilen. Wilh. Mohr, Steinmetznieister in Fauerbach. Ludwig Seth, Schuhmachermeister in Großenlinden. Ferdinand Sprengel, Buchbinderineister in Friedberg. Franz Dieterich, Seüermeister in Friedberg. ** Fahrpreisermäßigung für Arbeitsuchende. Frage der Fahrpreisermäßlgung zutn Zwecke der Arbeits- den Titel Meister in Verbindung mit ihrem Handwerk führen, und zwar: Carl F a b e r, Spenglermeister in Gießen. Friedr. Lenz, Schreinermeister „ „ Friede. Noll, Dachdeckermeister „ „ vermischte«. • Unwetter. Nach Nachrichten, die aus Ostpreußen vorliegen, hat das in den letzten Tagen herrschende Regens weiter und der Nordweststurm an den Sommersaaten, in den Gärten und Obstkulturen erheblichen Schaden angerichtet. Infolge der anhaltenden Niederschläge sind die Flüsse und Seen stark gestiegen, wodurch besonders in der Gegend vom Haff Ueberschwemmungen von Wiesen und Ländereien verursacht ronrben. Die Heuernte in den betroffenen Distrikten ist größtenteils vernichtet. Auch die Kartoffeln haben infolge der anhaltenden Nässe vielfach stark gelitten. Mehrfach wird auch über Hagelschlag berichtet. — An der Frischen Nehrung kenterte die schwedische Kuff „Wilhelm", die mit einer Kalkladung nach Pillau bestimmt war. Die Besatzung konnte sich retten. Auf dein kurischen Haff ist ein Neißkahn gestrandet. Von den Insassen werden, nach dec „Hartungschcn Zeitung", drei Personen vermißt, die vermutlich ertrunken sind. Dey Regen hat auch heute saft ununterbrochen angehalten. —i Nach den bis zum 22. Juli vorliegenden Nachrichten sind bei dem diesmaligen Hochwasser in Schlesien 19 Personen ertrunken. "Opfer der Berge. Ein Herr und eine Dame, bii in Jglis zur Kur rveilten, stürzten vom Habicht ab und wurden lebensgefährlich verletzt. Einzelheiten fehlen. — In den Kalkkögeln ist der Sohn des Statthalterei-Vizepräsidenten Frhr. v. Reden abgestürzt unb erlitt schwere Verletzungen. — Der Kaufmann Karl Wimmer aus, München ist gestern vormittag am Predigtstuhl im Kaisergebirge vor den Augen seiner zehn Begleiter 80 m tief abgestürzt und fand dabei den Tod. — Im Spronsel- tal fanden Hirten die stack verweste Leiche des seit dem Herbst vermißten Lehrers Schütte. Der Kopf lag neben dch Leiche. Schütte ist wahrscheinlich erfroren. * Automobilunfälle. Das Automobll des Groß« fürsten Kyrill von Rußland, worin der Großfürst und die Großfürstin sich befanden, fuhr mittags in raschem Tempo auf dev Landstraße Bl anfeld en-Vrettheim. Vor dem daher^ fahrenden Kraftwagen scheuten die Pferde eines Bcerfuhrwerkes. Es erfolgte ein Zusammenstoß, wobei der Bierwagen umgeworfen wurde und der Führer unter den Wagen und die Fässer zu liegen kam. Ter Mann trug ziemlich schwere Verletzungen davon, während die Autonwbil-Jnsassen unverletzt blieben. Aus der Frauenkircher^ Straße bei Ebensee stieß das Automobll des Fabrikanten Hesselberger aus München, welcher mit seiner Frau sich aus der Hochzeitsreise befindet, mit dem Automobil des Baumeisters Stiegler aus Wien zusammen. Beide Automobile wurden ^gegen die Straßenmauer geschleudert und stürzten um. Baumeister -stiege [er, Fabrikant Hesselberger, dessen Fau wwce beide Chauffeurs erlitten leichte Verletzungen. Ein sch«wer es Automob rl4 Unglück trug sich in der Bellevueallee zu Berlin zu Dey 24jührige Berichterstatter Piellusch unternahm mit der Kontoristin Dietrich eine Spazierfahrt mit einer AutomoblldroMe. Mhrer, der in schnellstem Tempo fuhr, verlor beim Ctnbiegen ui die schmale Allee die Gewalt über das Gefährt, das auf dew Bürgersteig geriet und gegen eine Eiche rannte. Dn .Anprall war so stark, daß die Fahrgäste und der Chauffeur auf die Straße geschleudert wurden. Der junge Mann erlitt einen Beinbruch unh schwere Handverletzungen und mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Das Mädchen kam mit Verletzungen am Kopf und Handgelenk davon. Der Chauffeur wurde ebenfalls erheblich ver^ letzt 1 ' ' Eine Schiffskatastrophe. Wie aus San Franzisko gemeldet wird, ist der Dampfer Columbia in der Nacht zum Sonntag in der Nähe von Shelter Cove mit dem Dampfer San Pedro zusammengestoßen, wöbe, 150 Personen ertranken. Außer einigen Personen, die aus Dech waren wurde die große Mehrzahl wie in einer Mausefalle überrascht. Alle an Bord befindlichen Frauen ertranken^ Einige Frauen, die sich hätten retten können zogen vor z, sterben, da sie sich von ihren Männern nicht trennen wollte«! Fahne. Nachdem der Vorsitzende, Zieglermeisk. Heinr. Schmidt,' den Damen und Stiftern der neuen Fahne im Namen des Vereins seinen Tank abgestattet, hielt Stiftsdechant Klingelhöffer die Weiherede. Vom Gesamtchor der Bundesvereine wurde dann, die „Hymne von Herzog Ernst ^on Sachsen" mit Orchesters gleitung zum Vortrag gebracht. Hierauf folgten die Gesangs- vorttäge der Gastvereine, die alle mit großem Beifall ausgenommen wurden. Ter Gesangverein Heiterkeit-Gießen gratulierte dem Gesangverein Cäcilia zu seinem Erfolge auf dem/ Gesangswettstreit zu Marburg und überreichte dabei eine Fahnenschleife, während die Gesangvereine Liedertafel-Marburg und Eintracht-Hungen je einen goldenen Fahuennagel stifteten. TaS ganze Fest Tann als ein sehr gelungenes Volksfest bezeichnet; werden. "'Schotten, 22. Juli. Das Wand ec-Tuberkulose-Museum, das sich z. Zt. in Lauterbach befindet, wird in der Zeit vom 1. bis einschl. 11. August in der hiesigen Turnhalle ausgestellt fein. — Wetzlar, 22. Juli. Der hiesige vaterländisch^ Frauen verein hielt gestern im Schützengarten einen Jahr- m arkt ab, dessen Reinertrag der Säuglingsfürsorge in der Stadt Wetzlar zugut kommen soll. Bürgermeister von Zeugen er^ öffnete das Fest nach einem einleitenden Gesangsvortrag des! Männergesangvereins mit einer Ansprache, in der er der Tätigkeit des Frauenvereins anerkennend gedachte und auf die Wichtigkeit einer richtigen Säuglingsfürsorge hinwies. Alsbald entwickelte sich an den Verkaufsständen und in den Wirtschaftsseiten ein sehr angeregtes fröhliches Treiben. Auch an Unterhaltungen der verschiedensten Art fehlte es nicht. Eine Theater-Aufführung und ein Tanz bildeten am Abend dem Schluß des Festes, dessen Ertrag erfreulicherweise recht beträchtlich sein dürfte. — Der Turnverein Wetzlar-Niedergirmes feierte heute das Fest feiner Fahnenweihe bei zahlreicher Beteiligung. Die Festrede hielt der Senior der Wetzlarer Turnerschast, Herr Gg. Albenritter, während Gauturnwart Will-Gießen die Glücke wüiyche des Gaues Hessen übermittelte. ** Kleine Mitteilungen au § Hessen und b etl Nachbarstaaten. Dem Schrankenwärter Schneider bei Lieblos ist eine Brieftaube zugeflogen, die einen versilberten Ring und die Nummer 854 trägt. Trotz wiederholter Freilassung kehrt das Tier immer wieder in den Schlag zurück, so daß anzunehmen ist, daß das Tier von einem Raubvogel gejagt wurde. vecmittelung ist, n. d. „Darmst. Ztg.", neuerdings von den deutschen Eifenbahnverwaltungen einheitlich geregelt worden. Die getroffenen Vereinbarimgen sind als Zufatzbestimmungen zu § 10 der Eifenbahn-Verkehrsordnung in den deutschen Eisenbahn-Personen- und Gepäcktarif ausgenommen ivorden unb am 1. Juli d. Js. m Kraft getreten. Sie lauten: 1) In der 4. Klasse unb auf Bahnstrecken, wo keine 4. Klasse geführt wirb, in der 3. Klasse ber Perfonenzüge werben zum halben Fahrpreis 3. Klasse beförbert; Personen, denen durch eine dein Verbände deutscher Arbeitsnachweise angehörende, von den Eisenbahnen anerkannte öffentliche oder gemeinnützige Arbeitsnachweisanstalt eine auswärtige Arbeitsstelle vermittelt worden ist. 2) Die Fahrkarten zum ermäßigten Preis werden von den Fahrkartenausgaben gegen Vorlage eines von der Arbeitsnachweisanstalt nach dem vorgeschriebenen Muster ausgeferttgten Ausweises verabfolgt, in dem die Person des Arbeitsuchenden, die zu befahrende Strecke und der Reisetag angegeben und bescheinigt sein muß, daß dem Inhaber eine Arbeitsstelle vermittelt worden ist. 3) Der Ausweis wird von der Fahrkartenausgabe bei der Verabfolgung dec Fahrkarte abgestempelt. Er ist bei der Fahrkartenprüfung vorzuzeigen und bei der Beendigung der Fahrt mit der Fahrkarte abzugeben. 4) Für Reisen von weniger als 25 Klm. wird die Ermäßigung nicht bewilligt. — Diese Bestimmungen finden auch im Binnen- unb Verbandsverkehr dec hessischen Nebenbahnlinien der Süddeutschen Eisenbahngesellschast und der Butzbach-Licher Eisenbahn Anwendung. Von der Capersburg. In der letzten Zeit ist an ben Ausgrabungs- und Wiederherstellungsarbeiten des alten Römerkastells viel geschehen; besonders fleißig wurde seit diesem Frühjahr gearbeitet. Die Ringmauern sind jetzt auf 1 Nieter freigelegt, das Kastell mißt etwa 100 Meter im Quadrat. Das am Westende liegende Römerbad ist iwch sehr gut erhalten. Em Baderaum, der noch den alten Bewurf unb den wohlerhaltenen römischen Fußboden auffveift, ist durch Ueberdachung gegen das sjßetter geschützt worden. Die llmfassungsmauern sind auf 1 Meter höhe neu aufgeführt worden. Die Einrichtung einer Erfrischungshalle für Touristen ist geplanll -h Sich 22 Juli. Durch einen Kommers im Hellandlchen Saale' nahm' das Fest ber Fahnenweihe des Ges an g- v ereins Cäcilia am Samstag abend seinen Anfang Zwar sollte der Kvmmers um 81/2 Uhr beginnen, er luurbeaber dadurch verzögert, daß der Verein Cäcilia der Fürstin zu Lvlms-Hohen- solms-Lich aus Anlaß ihres Geburtstages erst em SMndchen darbrachte. Der Kommers verlies m schöner Werse Die Ge- sanqsvorträge der beiden hiesigen Vereine fanden leblrntten Beifall Folgenden fünf Vereinsmitgliedern, die langer als 25 Jahre dem Verein angehören, et wurde im Jahre 1841 gegründet, wurden Ehrendiplome überreicht: Weißbmbecmepter Fro. L-chafer, 34 Jahre Mitglied, Uhrmacher I B. T^st 29 Jahre schuhmacher- meister Chr. Meyer, 29 Jahre, Mrl Schäfer, Barbier, 26 Jahre, und Weißbindermeister Karl Schäfer 2o Jahre Mitglltt). Am Soimtag vormtttag waren noch vrele Hande damit beschäftigt, üm dem auf der Haardt unter schattigen Eichen .gelegenen Fest^ hfnk ben letzten Schmuck zu geben. In der Mitte des Platzes war der Musikpavillon und ein großer Tanzplatz errichtet und u beiden Seiten die mit Segeltuch überspannten geräumigen Wrrtschaftshallen angebracht. Schon die um Vormittag hier ^rrtrpftVitben 8üae brachten viele oanget Mit, die von Der Ka^lle dü 2^ Großh. Hess. Leibdragouer-Regiments Nr 24 begleitet nach ihren Quartieren gebracht wurden. Um 1 Uhr war Gl'samtvrobe der Bundesvereine iM ^teinichen ^>aalbau. Ein stattlicher^Festzug bewegte, sich am Nachmittag um 3 Uhr durch die reickgefchmüctten ©tragen mmrer Stadt. Boran Die jJ^er- mehr dann die Musik, die Festdamen, der ^taotvorstand, die Gesangvereine: Liedertafel-Marburg, Gesangverein Eberstadt, e i ter k e i t - G i e ß e n, Ekuttacht-Hungen, Gefangvere.in-Nrdda, Harmonie-Gießen, Gesangverein Sangen, Eintracht Langd, Gesangverein schottern Gesangv. Lau- MLunerauartett Äich, der Kriegerverem, Turnverein, und Kampfgenossenvercin Lich, Gesangv. Cäcilia., Nach Ankunft des ^uaes aus dem Festplatz wurde von dem Geiamtchor der Bereme des Lahntalsänaerbundes, das! Begrüßungslied: „Weche des Gesanges" von Äcozart gesungen. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache überreichte bann Fcl. Sommer un Namen der hiesigen Tchnen Dem Gesangverein Cäcilla ditz neue giftete mitterkeuj 2 Kl. bcB öerbtenflotbens Philipps de? Groß- ] mHn\benk^,e=tdas Allgemeine Ehrcn- ,fut trcue Arbeit" und am Bande des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. Landesuniv-rsität. S. K. H. der Großherzog haben den Prwatdozentcn für Kinderheilkunde Dc. Hans «oppc >n Gießen zum aiißerordentlichcn Profcffor bet der medizinischen Fakultät der Landesnniversität ernannt. - Plarrpersonalien. S. K. H. der Großherzog haben deli dilrch die Dekanatssynode des Dekanats Erbach für den Rest der im Jahre 1908 ablaufenden Wahlperiode vollzogenen Wahlen des evang. Pfarrers Herln. Stromberger zu Zotzenbach zum Dekan unb bes evang. Stabt- psacrers Otto Scriba zu Erbach zum Stellvertreter bes bes Dekanats Erbach bie Bestätigung erteilt. Lehr erperf ona lien. Uebertragen würbe dem Schulalntsafpiranten Hch. Knobloch aus Wahlheinr eine Lehrerstelle an ber Genieinbeschule zu Wonsheim. — In den Ruhestand versetzt wurde der Lehrer an der Gelneinbeschule zu Engelstabt Bernh. Fröhlich aus sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste unb unter Verleihung bes Silbernen Kreuzes bes Verbienstorbens Philipps beS Großmütigen mit ber Krone. — Erlebigt sinb: Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzenbe Lehrerstelle an der Gemeinbeschule zu Ensheim; eine mit einem kath. Lehrer Friebr. Häuser, Schuhmachermeister „ „ Heinrich Müller, Schreinermeister in Deckenbach. Hermann Schmidt, Schreinermeister in Lich. Friedr. Goldstein, Spenglermeister in Schlitz. Heinr. Kost, Spenglermeisier in Nieber-Wöllstabt. Jak. Wolf, Bäckermeister m Friedberg. Aiit. Hengst, „ „ „ Adam Ranft, „ u w Lubw. Balser, , „ „ Heinr. Graulich, Mctzgermeister in Ober-Breiteiibach. S" besetzenbe Lehrerstelle an ber Volksschule zu Alzey, mit dec Stelle kann Ocganistenbienft verbunden werben; eine mit einem evang. Lehrer zu besetzenbe Lehrerstelle an ber Gc- meinbefchule zu Bcauerschwenb. ** Fo rstperf onalien. Ernannt wurde der Focstwart- Afpirant Karl Brück aus Rödgen zum Großh. Forstwart ber Forstwartei Auerbach. — Die Burschenschaft Alemannia feiert in den Tagen vom 31. Juli bis 3. August, also gleichzeitig mit dem Unwersitätsfest, ihr 45jährigeS Stiftungsfest. ** Ober hessischer Ges chichts verein. Die dreiwöchentlichen Älnsgrabungen vorgeschichtlicher Gräber in der Lindener Mark und auf dem Trieb sind beendet und haben in wissenschaftlicher Beziehung über unsere Siedelungen in der Umgebung von Gießen manchen bemerkenswerten Ausschluß gegeben. Die Aufdeckung von drei Hügeln in der Lindener Mark führte in bie älteste Bronzezeit, etwa 2000 Jahre v. Ehr. Die spärlichen Bronzebeigaben, vier Ringe, waren von einer unentwickelten Technik. Die Anlage dieser Gräber boten ein ganz anderes Bild wie die früheren. Der Leichnam war in dem gewachsenen Boden in eine muldenförmige Vertiefung eingesenkt und vollständig vermodert. Die Bestattung im dritten Hügel, bei dem die größeren Knochenteile ausgetürmt noch vorhanden waren, bewiesen, daß der Tote in sitzender Stellung (sitzender Hocker) seinerzeit begraben war. Gefäße waren nicht beigegeben. Umfangreiche Steinlager und einzelne große Feldsteine wurden in den Hügeln mehrfach beobachtet. Auf dem Trieb wurden außer einem Grabe von 20 Mir. Durchmesser noch mehrere kleine Hügel- und Flachgräber untersucht. Leider ivaren die meisten schon in früheren Jahren gründlich durchwühlt oder zu mllitärischen Anlagen benutzt worden. Einzelne Steinwerkzeuge und Bronzetelle lagen regellos in der Erde umher und gaben zu wissenschaftlicher Forschung keine Veranlassung. Erst am 15. Juli wurden unsere Bemühungen von Erfolg gekrönt. Ein Grab wurde freigelegt, das vier unberührte Bestattungen aus dem 4. oder 5. Jahrhundert n. Chr. barg. Mächtige Brandlager, vom Scheiterhaufen herrührend, die einzelnen Totenlager durch große Steine getrennt und am Kopf mit einer kleinen Steinpyramide sog. „Wächter" versehen, gaben uns einen klaren Einblick in die Art der Brandbestattung. Zierstücke, Bügel, Ringe, Gürtelhaken usw. von Bronze und Eisen lagen mit Holzkohle und kleineren Resten von Knochen auf der Oberfläche. Die größeren Klwchenteile waren mit wetteren Bronzebeigaben u. a. einem Ohrring mit Perle von rotem Stein und mehreren Bronzefchnallen, sowie einem doppeltftittgen Kamm von Bein in unversehrten Tongefäßen aufbewahrt. Der Typ dieser Gefäße ist für unser Ausgrabungsgebiet ein neuer, ebenso das äußerst hart gebrannte Material dieser Urnen. Den Beigaben nach zu urteilen, sind es drei Frauengräber und eine Kinder- beftattung (Unterkiefer eines Kindes in einem kugelartigen Topf). Tas Grab wird im Mufeum demnächst in natürlicher Lage wieder hergestellt werden. In der Kette der Zeitabschnitte der Besiedelungen auf dem Trieb ist durch diesen Fmid e&t neues Glied angeschlossen. Wir können die Benutzung dieses Totenfeldes von der Steinzeit an bis in das 5. nachchristliche Jahrhundert nachweisen. In dankenswerter Weise hat eine hiesige Dame, die den Geschichtsverein schon in früheren Jahren durch Geldbeiträge unterstützte, auch bei der diesjährigen Schürfung eine namhafte Spende überwiesen, die es ermöglichte, eine fo umfangreiche Ausgrabung zu unternehmen. - Stenographisches. Bei dem zu Pfingsten l. I. in Mannheim abgehaltenen 1. allgemeinen Stenographentage der Schulen Gabelsberger, Stolze-Schrey, Natwnal- stenoaraphie, sowie Stenotachygraphie, an dem nahezu 2000 Stenographen, darunter 1325 Wettschreiber, teilnahmen, gelang es auch zwei dem hiesigen Gabelsberger Stenographen-Verem als Mitglieder angehöcenden Herren, Preise zu erringen: Es erhielt Herr Alex. Karnbach in der Abteilung 100 Silben bei einer Beteiligung von 263 Personen einen 1. Preis, sowie Herr Karl Stroh in der Abteilung 80 Silben bei einer Beteiligung von 283 Personen einen 2. Preis. •• Aus dem Militär-Wochenblatt. Zu Oberstleutnants befördert: Major v. Lin dequisl. benn Stabe des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hessi) Nr. 11b, und Major Krause, Bats.-Konnnandeur tm Jnf.-Regt. Prmz nnfi.fi nn Scknveitzer, Major NN Jnf.-Regt. v. Borcke (4 Pomm) Nr. 21, zum Kommandeur des Landw.-Bezlrks XL ’Lnnf Wolff, Oberlt. im 10. Rhein. Inf.- Regn2 Nr) 161, zur Disp. gestellt und ,um Bezirksoffizier beim "üandw.-Bezirk" Gießen (Meldeamt Alsfeld) ernannt. qum Fähnrich befördert: Unteroffizier Brendel im Jnf.- W Koiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr, 116 Der Ab- rJy9/ r„,, (TinH „ Arnswaldt, Oberlt. tm Großh. Art.- Ln- 1 Großh. Hess. ^Feld-Art.-Rgt. 25, Mandel, Lt. irn Regt) Kaiser Wilhelm (2. Großh Hess.) 3Jr. 116' b'c’el" ■ t rc;rrnnhni§ siiin Tragen dec Armee^Uniform. Mootz, Oberstlt z. D. und Kommandeur des Landw.-Bcztrks Fried- berg, mit Erlaubnis zum fragen der Uniform des Infi. Leib-RegtS. Großherzogin (3. Großh. Hess.) mr. 117, von ßeffen an, 25. August sind als Wettübnngen Stabhochsprung, Freiwcitsprung, Steinstoße» und beidarmiges Stemmen vor- gesehen. ■ £ Zimmer ■ J - Jtmmer> Wvhunngcn mit aftcm Zubebvr zu vermieten. — Neuenweg 2v, 3 Zimmer schöne ö->jlmmer-^Zoheung mit il5 nnn nlTnm a.,r. «Z.. . “Air Visitenkarten »u verm. Schmenbersi 11365 (neben Steins Garten-. Bröhj'sche (kuvrlndn' ■_________________________________________________•____________________________________________________________________- Iü in i tni vfeii IHiciiuHltilji W Mehrere die zusahen, wie ihre Angehörigen in den Fluten verschwanden, stürzten ihnen freiwillig nach. Kapitän Doran harrte bis zum letzten Augenblick auf der Kommandobrücke iMro-UMenrk Äte,aef' Licht- und Kraft-Anlagen. ! Ver sc hi e cl ene | Woynungrrr 4—7 3jmmei’ au vermieten durch Immobiliengeschaft, Licherstrage 5p. Telefon 520. [05122 gesucht. RechtSanw. Klarenaar, 4639)^tebigstraße 17, 1. lev Weg 24 [052U Aelt., gebild. ^räulein sucht für Okt. felbständ. Stell, z. Führ. ein. kl. befs. Haush. GuteZeugn. Off.ll,.8. Bad-Nauheim, Löwen-Apotheke. 05254 e-Zimmerwolmung mit all.Zubeh. ^nhnX$nvh» Boot mit fünf Insassen. Eine Dame und ein Soldat konnten gerettet werden, während die anderen drei Personen ertranken. Molde, 23. Juli. Bei guter Fahrt und etwas Sonnen, chem kam der Kaiser hier an, wo die heimische Schlacht, flotte vor Anker lag. Die Punzen Heinrich und Adalbert meldeten sich beim Kaiser. Paris, 23. Juli. General Mentzinger, Mitglied des ober,len KciegsratS, wurde auf sein Nachsuchen m In. Eioität gesetzt. Man erwartet, daß auch das Mitglied des oberlten Kriegsrats, General Michal, demnächst in Jnaktlvilät treten wird. Krättlem Stellung in piUuivlH Reuauratwn als ufsetfräulein. >dbriftHct;e Angebote unter 05228 Statt besonderer Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass meine innigstgeliebte Gattin, unsere liehe, gute Mutter Schwiegermutter und Grossmutter ’ Frau Berte SiDlimsglt geb. Altvater gestern nachmittag 4i/i Uhr im 58. Lebensjahr sanft entschlafen ist. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Kaspar Scümidt Familie Adolf Schmidt. Familie Gustav Belitz. Giessen (Wilsonstrasse 4), den 23. Juli 1907. London, 23 Julr. Aus San Francisco wird üba von ^uiammcnuotz zwilchen den beiden Tampscrn Colunidm unb San ^evro noch bericytet, baß an Bord beider Schisse surdn- Kare Panik. herrichte Innerhalb fünf Minuten war die &> lumbta gesunken. Zahlreiche Passagiere konnten sich auf ein (Mog retteu. jtxe O-esamtzahl der Ertrunkenen wird entgegen )er ersten ö. teldung letzt nur aus etwa hundert angegeben. Petersburg, 23. Juli. In Finnland wurde äuge, ordnet, daß die Juden registrirt werden müssen. Auch oll die Berechtigung ihres Aufenthalts in Finnland geprüft werden. Dieje Maßregel rufen allgemeines Erstaunen hervor Konstantinopel, 23. Juli. Das englisch^ Mittelmeergeschwader wird demnächst hier eintreffen und der kommandirende Adniiral roirb vom Sultan empfanaen werden. u * an den Gießener Anzeiger erb. kus MchLe MMchMtNII sucht Stelle als erste Schneiderin In besserem Konfektions-Geschäft. Schriftl. Angebote unter 05235 an den Gießener Anzeiger erbeten. ^aiidgra,emtr. 5 ist der mittl. Stoi, o Zimmer nebst Bub., per h££t- i.u verimeien. 4375J Räh. Selters weg 89, n, | 4 Zimm er Dollar Gold aus den Rattonalbanken, bte der amerikanische Schatzseteetar arwrdnete, hak den Status der Danken nicht un- mrnjtlg beeinllußt. Im übrigen hat vergangene Woche der Ab- fluß Eerckantschen Goldes voll-tändi« aufgehört,' eS wurden logar IVv 000 Toll. tZwlv eingestlhrt. aus und versank mit dem Schiff in den Wellen. Der Dampfer San Pedro erlitt starke Beschädigungen, ging aber nicht unter und nahm 88 Gerettete auf, die dann zusammen mit den Leichen der Umgekommenen von dem Dampfer Roancka nach San Franzisko gebracht wurden. . -* .®£eLne Tageschronik. Bei einem Streite im Westummster Gaf6 unter den Linden in Berlin wurde um 12 Uhr nachts die 21 fähmge Minna Pahlisd- durch den 24jährigen wohnungslosen Schlachter Hoffmann, den sie erst am Abend kennen gelernt hatte, erschossen. Nach der „Boss. Ztg." saß die PahUsll) mtt eurem L>errn in einer Fensternische deS Cafes, als ern Mann das Lokal betrat und das Mdchen fragte, ob sie ihre Beziehungen zu ihm wieder austrehmen wollte. Ms . Dcadchen verneinte, gab er zwei Revvlverschüfse ab, die das Mädchen sofort töteten. Der Mörder tvurde sestgenommen. Tas Cas6 wurde ivlizeilich geschlossen. — Der frühere Berliner Bankier Leopold Blumenthal, der wegen mehrerer Betvw- gereren im vorigen (Mve in Pest verhaftet, dann aber, da er seine Berliner Stlienttm befriedigte, frei gelassen worden war, wurde am 22. Juli wieder verhaftet und wird auf Wunsch des Berliner Gerichtes ausgeliefcrt rverden. — Bei Renovierungs-- arbeiten in der kathol. Kirche in T i t t m a n n s do r f (Schles.) teurbe in einem unterirdischen Geivölde ein Massengrab mit acht Dörgen aufgedeckt, die aus den Jahren 1638—1640 stammen und die Wappen des HausesHohenzoller-Sigmaringen trugen. — Am Samstag ist der Durchschlag des Tauern- {etVotgL — In Di ün che n wurden einem Bankae- schaft der Betrag von 16 000 Mark in Wertpapieren, bestehend aus 7 Stück 4 prozenttger unv er lösbarer Pfandbriefe der Bayrpchen Vereinsbank zu je 2000 Mk. — Serie 7 Ltt. A Nr m 4?^08 ~ und ein solcher zu 1000 Mark — Serie 27 Ltt. B Nr. 11046 — unter Anwendung gefälschter Körrespon- denzen abgefchwindelt. — Ter Student Walter Lipskt) aus Dessau erschoß in Ha^le im Piftolenduell seinen Gegner, an- geblich einen Studenten. Urlache war ein Streit bei einer Obstllchkeit. Gin Soldat des 19. Infanterie-Regiments, der m Begleitung eines 'Zivilhlen vvn Posen nach dem Vorvrt WimaN) ging, wurde von 10 angetrunkenen jungen Burschen ohne Grund durch 30 Messerstiche so schwer verletzt, daß er auf dem Transport zum Garnisons-Lazarett starb. Sein Begletter wurde gleichfalls lebensgefährlich verletzt. Die Täter entkamen. Am 20. Juli fand in dem Kohlenbergwerke To - yoska (Japan) eine Explosion statt. Dem amtlichen Be- ncht zuiolge bejinben sich '471 Bergleute im Bergwerke Man befürchtet, daß die, meisten von ihnen umkamen. Suche 1 Zimmer mit kl. Küche. Schrtttl. Angeb. m. Preisangabe unter QvÄB an d. Gieß. Auz. erb. Schon möbl.Zimmer mögt. Nähe d. Kaserne f. 1 Monat zu miet. ges. ^chrutliche Angebote mit. 05257 an d. Gtevener Anzeiger erbeten. Gießener Wetterdienst. Wittcrurig für Hefte» am Mittwoch den 24. Juli: Meist trüb. L-tchie Rcamsalle. Ntähig warm. Süd- tlche bis westliche Wmbe. 4-Zlnurterwotznung zu vermiet. 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