Tr. £48 Zweites Blatt Erlchetnl tSgNch nrtt Ausnahme deS Gonwas. Seneral-Anzelger für tvberhesien d i e vereine ein. * 157. Jahrgang die ein anZweiter deutscher Krbkiterkongteß (Unberechtigter ■: njöriicl verboten.) Berlin, 21. Okt. Der zw eite deutsche Arbeiterkongreß füllte den größten Teil der heutigen Vor- und Nach- mittagssitzung mit Diskussionen über die allgemeine politische Lage aus. Die beantragten Erklärungen, darunter uno solche betreffend die Gleichstellung der Arbeiter-Konsumvereine mit anderen Genossenschaften, besonders landwirtschaftlichen, die Bc- D:e „Gtetzenrr KamMenblStter" werden dem ,AnzeigerE oiemial wöchentlich beigelegt, das „Kretsblatl für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Der..hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. Dienstag ÄÄ. Oktober 1907 iRotationSbrud und Bettag der Brüh lachen UniverfitätS - Buch- und ©telnbrudertL R. Lange. Gießen. L)ccr unO Flotte. Berlin, 21. Okl. Die nunmehr nlit Bestimmtheit zu erwartende neue Flottenvorlage wird im Wesentlichen nur die Herabsetzung der Lebensdauer der Linienschiffe von 25 auf 20 Jahre enthalten. Ferner dürften rm Aum Geburtstage der Kaiserin. (22. Oktober.) Unsere Kaiserin feiert an diesem Dienstage ihren Ge- urtstag. Mit den Glückwünschen der kaiserlichen Familie .ereinen sich diejenigen aus den Herzen von Millionen ^nkbarer deutscher Männer und Frauen. Das Hohen- ollerngeschlecht ist reich an edeln Frauengestalten. In hrer Milte glänzt unsere Kaiserin wie ein hell leuchender Stern. Das kaiserliche Paar führt ein Eheleben >on so idealer Reinheit und zarter Herzlichkeit, wie es in inserer materiellen Zeit zu den Ausnahmen gehört. Das )aus unserer Kaiserin ist eine Pflegestätte deutschen Mistes und deutschen Gemüts, ein Juwel deutschen Fa- nilienglückes. Unsere Kaiserin hat es verstanden, ihrem >ohen Gemahl ein Heim zu schaffen, das ihm ein un- -ersiegbarer Born neuer Kraft zu seinem pflichtvollen ^rrscherberuf ist. Vorbildlich wie als Frau ist die Kaiserin ils Mutter ihrer Kinder; mit diesen verbindet sie das esteste Liebesband. Ein gesundes Familienleben ist die Grundlage eines kräftigen Staatslebens. Nationale Wohl- ahrt, Freiheit, Sittlichkeit und wahres Menschentum können mr auf diesem Fundament sicher ruhen. Das von Eltern- rnd Kinderglück sowie von reinster Freude am menschlichen Dasein erfüllte Haus unseres Kaiserpaares ist ein Vorbild geworden für das deutsche Volk. Bon diesem Hause aus läßt die Kaiserin dem Zuge ihres Herzens freien Lauf, Schäden unseres Volkslebens in religiöser und sozialer Beziehung zu heilen. Wo irgend nur Elend zu lindern, Sorge zu bannen ist, tränen zu trocknen, Wunden zu heilen sind, da versagt sie ihre Hilfe nicht. Ohne ängstliches und bedächtiges Zaudern, mit Freundlichkeit und feinstem Herzenstakt, unermüdlich waltet sie ihres Berufes als königliche Samariterin. Das große Erbe, das ihr Deutschlands ersten beiden Kaiserinnen hinterlassen haben, verwaltet sie mit seltener Treue und Opferwilligkeit. In Krankenhäusern, Siechenhäusern und Hospitälern, in den Familien erscheint sie als segenbringender Engel. Wahrlich, wir dürfen stolz sein aus solche Kaiserin, die sich von der Höhe ihres Thrones hinabneigt in landesmütterlicher Liebe zum deutschen Volk. Deutsche» Neich. Berlin, 21. Okt. Die erste Konferenz der Zentralstelle für Volkswohlfahrt wurde von Ministerialdirektor Thiel in Anwesenheit von Vertretern des Staatsministeriums und des 'Reichsmarineaints heute eröffnet. Stuttgart, 21. Ott. Die Liberalen Vereine Württembergs hielten gestern ihre Jahresversammlung ab. Es wurde die Gründung eines Sekretariats beschlossen. Der Delegierten-Verjammlung lagen zwei Resolutionen zur liberalen Einigung und zur Bildung eines liberalen Blocks im württembergischen Landtage vor. Zur Frage des preußischen Wahlrechts wurde in einer Resolution der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß der Kampf für dre E i n f ü h r u n g des Reichs- lagswahlrechts in Preußen erfolgreich durchgeführt werde. neuen Marineetat größere Forderungen für Beschaffung von Unterseeboot en erscheinen. Wie die Berliner Morgenblätter hören, wird für Erweiterung deS Kaiser Wilhelm-Kanals Betrag von 20 Millionen Mark im NeichshauShaltsetat Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» stratze 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion: H2. Tel.-AdruAnzeigerGteßen. stinrmung im neuen Vereinsgesetz, daß ausländische Arbeiter irt Versammlungen ihre Muttersprache gebrauchen dürfen, die Einführung eines Reickisberggeseßes, des Propattionalwahlsystems für alle sozialen Wahlen auf dem Gebiete der Arbeilcrgesetzgebung und des Arbeiterrechts, und eine Ziesolution, die sich gegen die fo genannten gelben Gewerkschaften ausspricht, wurden sämtlich einer Kommission zur Durcharbeitung übergeben. Es wurde sodann iwch das Thema der Sonnlagsrul)e besprvä)en, die Besprechung jedoch unicrbwchen. Staatsminiftor v. Berlepsch dankte für die Einladung und die dargebrachtcn Spinpathien, und teilte mit, er habe mit dem Gesamwcrbairde der deutschnationalen Arbeiter und dem Zenttalrat der deutschen Gewerkvereine eine vertrau liebe Besprechung gehabt, um die Differenz zwischen beiden aus zügle iä-en, leider ohne Erfolg, und er bedauere dies besonders als Vorsitzender der Gesellschaft für soziale Reform, dem beide Teile als treue Mitglieder angehörten. Er werde den Versuch der Versöhnung wiederholen. (Stürmischer Beifall.) Die Ver- handlungen wurden aus morgen 9 Uhr vertagt. S. u. H. Berlin, 20. Okt. Staatssekretär des Reichsamts des Innern von Bethmann- H o l l w e g führte weiter aus: _ Meine Herren. Als nach Beendigung des Frankfutter Kow- gresses der Herr Michskanzler Ihre Deputation empfing, da wies er darauf hin, daß es ein Ruhmestitel des deutschen.Kaisertumes sei, zuerst von allen Staaten, eine groß angelegte, sozialpolitisch angelegte Gesetzgebung ins Leben gerufen zu haben. Die Arbeit stockt auch jetzt nicht, eine Ruhepause ist nicht eingetreten. (Beifall.) Wie Ihnen bekannt, beschäftigt sich der Bundesrat mit dem Entwirr) e zu einem Reichsvereinsgesetz mtb mit einer iwch vom Grafen Posadowsky ausgearbeiteten Novelle zur Gewerbeordnung, die u. a. wichtige Besrimmungen über die Dauer der Frauenarbeit und die Heimarbeit enthält.. (Beifall.) An einem Gesetzentwurf über Arbeitskammern, den ich vorfand, wird ununterbrochen weitergearbeitet. Ich hoffe, daß er. noch in diesem Winter feste Gestalt annehmen wird. (Lebh. Beifall.) Alles das sind Fragen, die Sie fortgesetzt beschäftigt haben und iwch beschäftigen. Aber sie stellen nur einen Ausschnitt dar. Das Leben läßt täglich neue Probleme entstehen und mir ist es wohl bewußt, daß noch eine ganze Reihe anderer .Fragen aus alter und neuer Zeit der Lösung, der baldigen Lösung harren, daß — wie das Programm Ihres Kongresses es freigt — noch eine große Anzahl weiterer Wünsche von Ihnen beraten und vorgeoracht werden wird. Sie wollen überzeugt sein, daß ich Ihren Verhandlungen mit der größten Aufmerksamkeit folgen und dankbar sein werde für jede Anregung, für jede Unterstützung, welche uns dem vorhin von mir. gekennzeichneten Ziele naher fühtt. (Lebhafter Beifall.) Ich furchte, meine Herren, ich habe Ihre Geduld über Gebühr in Anspruch genommen und ich habe dabei wohl auch Dinge gesagt, die an sich selbstverständlich sind. Vielleicht werfen Sie mir auch vor, daß sich die Ausgaben, Die Ihnen nach meiner Anschauung gestellt sind, nicht mit der Harte des wirklichen Lebens vertrügen. Meine^Herren, mir sind diese Härten wohl bekannt. Ich kenne die Sorgen, unter denen der wirtschaftlich Schwache der Krankheit, der Arbeitslosigkeit, der Fürsorge für Frau und Kind gegen über steht. Ich kenne auf der anderen Seite auch den Emst unferer Tage, in denen neue Wirtschaftsformen das gegenseitige Verhältnis von Unternehmern und Arbeitern umgestaltet haben, in denen es Dieierorten zu einer Spannung gekommen ist, die den inneren Frieden zerstört und zu Kämpsen geführt hat, die nicht nur unser wirtschastliä)cs, ondern auch unser staatliches und nationales Leben auf das schwerste gefährden. Aber gerade um deswillen, gerade weil es sich hier um Fragen handelt, welche bis an den Lebensnerv sowohl des Einzelnen wie der ganzen Nation gehen, richte ich an Sie die Bitte, daß Sie in Ihrer gesamten Wirksamkeit mit derselben Energie, mit der Sie für das Wohl jedes Einzelnen aus dem von Ihnen vertretenen Stande einticten, auch dem Wohl unseres gefamten Vaterlandes dienen möcl)ten. Und mit dieser Bitte wünsche ich Ihren Verhandlungen und Beratungen einen gedeihlichen Erfolg. (Lebh. anhaltender Beifall.) An den Kaiser wurde sodann ein Huldigungstelegramm gesandt. — Darauf erstattete Reichstagsaog. Be hr e u s-Essen den Bericht d e s A u s s ch u s s e s. Mehr als eine Million Mitglieder gehöre der christlichen Arbeiterbewegung an, die sich durch keine Verhetzung die Freude am Christentum und am Vaterlande verärgern lassen. (Lebhafter Beifall.) — Die frankfurter Forderungen : Erstens Sicherung und Erweiterung des Koalition srechlcs der Arbeiter, zweitens Anerkennung der Berufsvereine, drittens Einrichtung von Arveitskümmern seien leider noch nicht erfüllt. Das fei ein Fehler der Regierung, d.'r bald gut gemacht werden müsse. (Lebhafter Peifall.) Die vornehmste Ausgabe der christlich- nationalen Arbeiterbeivegung sei nicht der Kampf gegen die Sozialdemokratie, sondern die, den StandMnkt der chriulichen WeitausilKiuiing, der Treue zu Kaiser und Reich zu verteidigen, und für d'e soziale und wirtschaftliche Hebung der deutschen Arbeiterschaft einzutreten zum Segen der Arbeitet und des Vaterlandes. (Lebhafter Beifall.) Mit den fozialdemokratifck)en freien Gewerkschaften hat die christlich-nationale Bewegung keine Gemeinschaft, auch nicht mit den sogenannten „gelben" Gewett- schaften, die für ein paar Kartoffeln ihre Koalitionsfreiheit verschachern. (Beifall.) Es hat in der vergangenen Zeit unter den dem- Kongreß angehörenden Organisationen über benimmte Angelegenheiten noch nicht die volle Einigung hergestellt werden können. In mancher Beziehung fehlt es noch an Geschlossenheit. Darunter litt die Stoßkraft unserer Bewegung. Wenn Der Kongreß durch seine Berliner Tagung den Erfolg erzielt, die Geschlossenheit und das Bewußtsein der Waffenvrüderscl>ast zwischen christlick)-natio- nalen Gewerkschaften und Berufsverbänden einepeits und den konfessionellen Arbeiter verbünden andererseits zu stärken, ferner durch seine Verhandlung die Sozialreform in kräftiger Weise zu fördern, wird es für Arbeiterschaft und Vaterland von Segen sein. (Lebhafter Beifall.) — Reicl)stagsabg. Schack erstattete dann den Kassenbericht. Er schlug eine Umlage von einem halben Pfennig pro Mitglied vor, der der Kongreß zustimmte. Darauf schloß Behrens die erste Sitzung des zweiten Arbeiterkongresses. Am Nachmittag fand im Kriegervereinshaus eine öffentliche Volksverfammlung statt, in der Landtagsabg. Oswald- Aschaffenburg, Frl. Margarete Behm-Berlin und Roth-Hamburg über „Frankfurt 1903 — Berlin 1907 vier Jahre Staudesarbeil" sprachen. Sie schildetten die sozialpolitische Entwickelung des Reiches in dieser Zett, wiesen auf die Erstarkung der cyristlich-nationalen Arbeiterbewegung in diesen Jahren hin und traten für ein erweitertes Koalitionsrecht der Arbeiter, für Arbeitskammern und die Anerkennung der Berufs- weniaer süßen, ja mitunter des Wuchtigen nicht entbehrenden italischen Küstenbilder des Weimaraners Schmidt, unb. endlich eine plastische Frauenbildnisstudie des Frankjurter Professors Hausmann locken vielleicht mehr zu der gegenwärtigen Ausstellung als Meister Trüdner... -i- ♦ _ Uhren hessischer Fürsten. Vier Kunstwerke der Uhrmacherkunst, die den Spezialisten ebenso wie ben Lttinst- und Antiquitätenkenner interessieren bürsten, find in Darmstadt, nach dem „Tagebl.", bei Uhrmacher Emil Bribach zu bewundern. Es sind Uhren, die hessische Fürsten benutzten, wmtluh von rMigen Dimensionen, satwa 6 Zentinieter bta und. 14 Sentimeter tnt Durchmesser groß, von einem etwaigen Gewicht von 2Vs Winb und mehr. Diese „Taichenuhren wurden m brettert Gürteln getragen Die älteste der vier Uhren gehörte dem Landgrafen Erns? Ludwig (gest. 1739). Es ist ein Werk mit Spmdelganß, Schlagwerk, Repetition und Wecker. Tie zweite Uhr ist die interessanteste und kostbarste. Sie scheint extra für den Landgrafen Ludwig VIII. (gest. 1768) gefertigt worden zu sein, denn He weist ein wunderbar in Gold handgetriebenes Relief auf,, das äüs^in b°stimmt-s Ereignis Bezug zu h°brn^ck,emt: Vor emem Dhron auf dem ein Fürst fitzt, lodern in einem Scheiterhaufen Bucher. Eine Frauengestalt weist auf ben btn. Tie dritte Uhr gehörte dem ersten Großherzog ^ubenng I. (gef. 1830). Sie ist von neuerer Bauart, zeigt aber immer noch das große Format, obwohl es damals schon ganz zierliche Rente ZLizer Uhren gab. Tas vierte Stück ist einer der ersten Reisewecker, der von Gunkel-Berlin stammt. Dre Uhr hat. Selbst- chlaawerk mit Repetition, das Gehäuse ist senervergoll^t und reich graviert Durch die Kunst des genannten Uhrmachers gehen wie einst Sie ft™ aus den grvtz- herzoglichen Sammlungen und sind Prachtstucke. — Kleine Kunstchronik. Am 20. Okt. ist Generalmajor z. D. Dr. Alb. v. P f i st e r (geb. 1839), eine durch seine literarischen und ästhetischen Bestrebungen und burch zahlreiche Arbeiten auf biesen Gebieten bekannte Personluhtett, in Trossingen in Württemberg an einem Herzschlag plotzuch gestorben. , m — Mannheim, 20. Okt. In einem heute im-Rosengatten abgehaltenen Schlußakte erklätte der Vertreter der ^badischen Re- gierung Staatsmmifter Frhr. ». Boümau, die Große ^nternatwu-üe Kunst- und Gartenbau-Ausstellung für ge f ch l o s s e n. Die Ausstellung, die während ihres sechsmvnatlicyen Bestehens von vier Millionen Menschen besucht war, schließt mit einem günstigen finanziellen Ergebnis ab. tzine Trüönkr-Atisstellung in Arankfurt a. W. Mit Freuden ist es zu begrüßen, daß die Ausstellungen der bildenden Kunst in neuerer Zeit immer seltener ein Sammelsurium allerhand angehender Talente zu bilden pjlegen, während als Clou uud Lockspeise vereinzelt Werke großer Meister neben Minderwertigem sich zeigen, daß man vielmehr gern Ko llektio-Aus stellui t gen eines oder einzelner Künstler veranstaltet. Liebermann ist nun in der Kaiserstadt am Main W ilhelm Trubner mit einer Sonderausstellung gefolgt, Trübner, der seit seinen Jugendjahren bis heute (1851 geboren) unbeirrt und unbekümmert um Sezcssionismus und Impressionismus seine Künstlerlaufbuhn gewandelt ist. Indes zeigt uns die Trübner-Ausstellung im Frankfutter Kunstverein an der Junghosstraße leider keineswegs ein abschließendes Bild Trübnerjcher Eigenart und Trubner- scher Kunst. Im Gegenteil. Trübner, der farbenfreudige Pjerdemaier, ist allerdings mit ein paar vorzüglichen Stucken vertreten; u. a. stellt er sich selber als Reiter vor. Und einv seiner Gemälde, ein freilich höchst seltsam gefaßter „Bacchus , der dem Beschauer im wesentlichen den Rücken dreht und seine kolossale Armmuskulatur präsentiert, erinnert von ferne an Rubens und dürfte aus des Künstlers Brüsseler Arbeitstaaen stammen. Vorher, in den siebziger Zähren des vor. Jahrhunderts, bU gährte es sichtlich im Werden des Meisters, b atrieb es ihn zu Titanenhaftem, da bannte er Titanen-Kümpfe auf die Leinwand, hat er ftlp noch nicht selbst gesunden, da ist er noch kein Eigener. Uno es folgte der französische Einfluß, wo Courbet fern Vorbild geineseli zu sein scheint. Dann aber trat er unter den Ein- fluß Lcibls. Aus dieser Zeit seines Schassens sieht man IN Franksurt ein paar Porträts; aber es smd "^tnofbittlick darunrer, man lernt ihn als meisterlichen, ati urtei6ittlt6 die Wahrheit liebenden, alles „Beschönigende ^otteä- zierenden Eharakteristiker hier nicht kennen. Und wenig nur laßt darauf schließen, daß heute Trübner, der einst'ge Leiter an der Frankfurter Stadelschnle, mitRecht zuden tonangebenden Geistern in der modernen deutschen ÄUnst Landschafter sucht heute Trübner mit besonderer Vorliebe blaugcünc Töne aus. Das zeigen unS m dieser Aiisstellmig neben ein paar in frischgrüne Landschaft ge- tellien scharf geschauten, ungemein farbigen Porträts, denen man aber eine seltsame Härte nicht absprechen kann, eintge Schloß, und Parkansichten. Aber auch diesen fehlt jeder weiche, ausgleichende, zarte Luftton. Man ist überrascht von der objektiven Nüchternheit des Künstlerauges, aber man wird nicht warm dabei, und man fühlt nicht das heiße, empfindsame, zu lyrischer Andacht gestimmte Künstlerherz m diesen trockenen Landschaftsausschnitten schlagen. Die neueste technische Wandlung Trübnecs erkennt man am besten aus seinen beiden weiblichen Freilichtakten und der weißgekleideten Dame unter grünem Bläiterdache. Hier steht man leider nur zu deutlich, daß die handwerkliche Bravour auf Kosten des inneren Gehaltes des Bildes geht. Das herbe Grün des Laubes und Rasens, das dem Beschauer in Trübners Landschaften so schreiend in die Augen leuchtet, hat so gar nichts ivohltuendes, verstimmt uns in seiner Harte. Das beste, was diese Ausstellung von ihm zeigt, sind die beiden liegenden Christusstudien. Welche wunderiam klare und satte Tiefen, welchen Emaillglmiz an Farbe besitzen fiel Und wie kühn, wie meisterlich ist dem Künstler m beiden Werken die Verkürzung gelungen I Das letzte Wort ist über Trübners Kunst noch "icht Zn reden Es steht aber zu hoffen und ist wohl auch mit ziemlicher Bestimmtheit zu erwarten, daß seine neues e, rein persönliche, in ihrer künstlerischen und ramschen Eigenart sich auslebende Malweise ihn zu den Hohen der großen Kunst, di? zu erreichen er ost schon « jrüheren <5ahren nahe daran war, zu erheben, den rechten Flug finden wird. Was sich zurzeit in den Sälen des Frankfurter Kunstvereins noch sendet, die oft an Menzel ennnernden, in der Bewegung meisterlichen, von sprühendem ^'ste und scharpster Beobachtungsgabe diktierten Zeichnungen de» Parifers Re- nou ard, die eine wundervoll friedfame Ruhe, gleichzeitig aber auch tiefe Melancholie, die große Stille einer zu lauterer wenn auch wehmutsvoller Harmonie gelangten Seck alm?nden Interieurs des Brüsseler CourtenS, b« wenigen Landsckasten, vor allem em paar prachtvolle ^chmr- mel Eckenselders, die achendachisch grellen, aber doch gefordert iverden. Bei Verteilung der einzelnen Positionen ist daraus Rücksicht genommen, daß der Bau unter tunlichster Befchleunigung fortgeführt wird, und daß deshalb Mittel für alle Arbeiten zur Verfügung stehen, die im Lause deS JahreS in Angriff genommen werden müssen. . , I .11 ■ ................... I IHM um ■■■ ■■■! Das Parteigericht über die sozialdemokratischen Abg. Lwlb uud Frank. Karlsruhe, 21. Okt. Gestern wurde von der sozialdemokratischen Parteikonferenz Badens, bestehend aus 10 Abgeordneten, dem Landesvorstande und den Vertretern der badischen Patteipresfe über die Angelegenheit Kolb- Dr. Frank verhandelt. Mit allen Slimmen gegen die des Abgeordneten Eichhorn wurde die folgende Resolution beschlossen.' Die aus dem Vorpande der sozialDemokratischen Landtagsirattion und von Vertretern der Parteipcesse des Landes zusammengesetzte Konferenz erkennt an, daß die Abg. Franc und Kolb bei Der Beteiligung an der Beisetzungsfeierlichkeit für den veritorbenen Großherzog von Baden in dem gute» Glauben handelten, dabei der Partei einen Dienst zu erweisen. Die Konferenz mißbilligt eS aber, daß die beiden Abgeordneten über das Empfinden der Parteigenoffen hinweg, im Gegensatz zu ihrer republlka»isck)en Gesinliung umb den bisherigen Gepflogenheiten der sozialdemo- kratisck-en Partei sich an den BcisetznngSseierlichkeiten beteiligt haben und erwartet, daß die Vertreter der Partei sich in Zukunft von allen Veranstaltungen rem monarchischen Charakters fernzuhallen haben. Die Konferenz bekundet aber ausdrücklich, daß die Abgeordiieten Frank mtt) TDorb nach wie bot ba9 Vertrauen der Partei-- vermischte». gesetzgebung im gegebenen Falle nicht ausgeschlossen, weil es sich hier um eine Materie handelt, die das Reich erschöpfend nicht regeln will. Letzteres ergibt sich nicht nur aus den Motiven zudem Reichsgesetz, sondern auch aus'den von dem Staatssekretär des ReichsjustizamtS im Plenum des Reichstags gemachten Ausführungen. Es wäre auch nicht verständlich, warum die Lairdesgesetzgebung nicht befugt sein sollte, eine vom Reich nicht erschöpfend geregelte Materie gesetzgeberisch zu bearbeiten und Lücken der Reichsgesetze durch landesgesetzliche Vorschriften zu beseitigen. Daß es sich um eine nicht dringende Angelegenheit handle, kann nicht anerkannt werden. Der Ausschuß ist vielmehr der Ansicht, daß eine alsbaldige gesetzgeberische Regelung im Sinne des Antrags ein Gebot der Gerechtigkeit ist. Der Ausschuß beantragt demgemäß: die Kammer wolle aus ihrem Beschlüsse beharren. Die Entschädigung für unschuldig erlittene Untersuchungshaft. ** Technisches Prüfungsamt. Se. Kgl. Hoh. der Groß Herzog haben den Geh. Oberbaurat Franz Coul- mann aus sein Nachsuchen von der Stelle eines Mitgliedes 28115 Stabt und Lanv. Gießen, 22. Okt. 1907. I_____: ** Zaubervorstellung. Ein mysteriöses Zauberkunst- , r stadt und Karlsruhe großes Aust sehen. Herr Merelli, der dort Vorstellungen gab, führte u a eure neue verblüffende, Illusion vor, betitelt: „Asra" das tmmiuenbe Rätsel (eine indische Witweuverbrennung). Asra die zu verbrennende junge Dame, tritt auf und besteigt den Scheiter- haulen. Plötzlich züngeln die Flammen an ihr empor die Dame verbrennt, und zurück bleibt nur noch das Skelett Auf Aeuso geheimnisvolle Weise wird es wieder belebt, und die Dame nimmt ihre frühere Gestalt wieder an. Die Illusion i lüirft, wie man uns schreibt, ungemein verblüffend, und übt eine große Anziehungskraft aus, so daß die Vorstellungen —— Herr Merelli wird auch in Gießen _ Die neue Genossenschaft erbhdt ihre Aufgabe darin, dafür Sorge zu tragen, daß Die Zweite Kammer hat in ihrer Sitzung vom 1. Mai 1907 einen Antrag Ulrich u. Gen. einstimmig angenommen, der Einführung einer Entschädigung für unschuldig erlittene Untersuchungshaft durch die Landesgesetzgebung erstrebt. Die 1. Kammer ist dem Anträge ihres Ausschusses folgend diesem Beschlüsse nicht beigetreten. Sie ist der Ansicht, daß diese Frage der Entscheidung der Reichsgesetz- gebung zu überlassen sei, da dem Reich nach Art. 4 Ziffer 3 der Reichsversassung die gemeinsame Gesetzgebung über das gesamte bürgerliche Recht zustehe und die Reichsgesetzgebung auch schon in dieser Richtung durch Erörterung der Berechtigung zur Entschädigung in diesen Fällen tätig gewesen sei. Ueberdies sei die Erledigung im Sinne des Antrags nicht sehr dringend, zumal der Herr Staatssekretär des Reichsjustizamts zugesagt habe, daß bei der Beratung der Strafprozeßreform sich Gelegenheit geben werde, diesen Gegenstand von neuem zu erörtern. Der Gesetzgebungsausschuß der 2. Kammer vermag nach dem vom Abg. Reh erstatteten Bericht die Berechtigung der für das ablehnende Votum der 1. Kammer angegebenen Gründe nicht anzuerkennen. Wie in dem Ausschußbericht der 2. Kammer bereite eingehend dargelegt ist, ist die Landes- i ru.n-9§an^a,9eiJ Schwalmwiesen stets in ordnungsmäßigem Zustande gehalten und sachgemäß benutzt werden. Seither war dies dem persönlichen Ermessen der einzelnen Eigentümer überlassen, was fortwährend zu Streitia- ketten führte, und schließlich stellte die planlose Benutzung den Wert der kostspieligen Anlage überhaupt in Frage. Unter dem Vorsitze des Kreisamtmanns Dr. Michel-Als- seld wurde ein ans einem Vorsitzenden und vier Beisitzern bestehender Vorstand gewählt, der noch in diesem Herbste f)TP irnfvnPTtStnai. ______ , unter ^donnerähnlichem Getöse e i n. Die Fabrik war in vollem ?l-e Arbeiter konnten sich jedoch rechtzeitig IN Sicherheit bringen. Sechs Personen wuröen verschüttet,toi£t£ Drummern gezogen werden. Nur zwei Persomn ü N-b^tzungen erlitten haben. Die Ursache des Eßistur^ ist Ueberlastung des Gebäudes mit Zement. Die Mauern sind m> Ä UnÖ ein9tterät eine ci"9c^ Untersuchung g leis es auf dieser Strecke. h. Ober-Ursel, 19. Okt. In der gestrigen Stadtve* ordneten-Sitzung beriet man nochmals über die s Automobrlb ah n für den Taunus. In der un? letzten Sitzung war die Angelegenheit der GesundheitskommM übertragen worden, die in der Angelegenbm gendes schloßen hat: Ta die Bahn der Stadt keine Zubern Nachteile bringt und auch in gesundheitlicher Hinsick! hKrt bie Stadt beim Bau einer Rennbahn A K^en^Äg? $ie Stab“«orötlcfe sTOz, ps 6 ®^JefmartcnfaminIung. Auf 1 200 000 Sachverständigen der Wert der Briefmarken, sammlung geschätzt, die sich im Besitze George ö Wortbina. I r°rnspln wIeÖ-eIan^' Si10' Zündet, und bie"als die schönste ''km Vereinigten Staaten gilt. Sie ist besonders aus. ge^erchner durch eine Fülle von Seltenheiten, die sie in UnFpr” 7 ungestempelten Exemplaren enthält wiiif b ^^enherten befindet sich auch die Mei Cents. Missionar-Mar.e von Hawai auf einem Origiualumschlaa au' SlIXet Exemplare besannt sind, und deren WeU Mk. angegeben wird. Ebenso hoch wird eine 10 Lent Baltimore-Postmeistermarke auf dem Originaleni- tirnrnn6 b^° bie ton ben vier vorhandenen Exem- Kleine Tages chronik. genossen des Landes' genießen imb erwartet, daß die . Diskussion über diesen Falt in den Organisationrn und der ^axtev ' presse nunmehr zugunsten der Parteiarbeiten geschlossen wird. । ' in Lich. In der Fortbildungs- , ’ verhältnismäßig nur weniges durch die ge- rrnge Stundenanzahl geleistet werden. Dagegen sei eine roMentMienUShb snfl beSJun8en Landwirtes bei einer wöchentlichen Stundenanzahl von 34 Lehrstunden, durch SÄ 0011 ..^.hrmitteln, sowie eines angelegten Wer! i ä t .n°3 td,t' 5)16 kosten würden sich für einen Ä vUf Ctt”a 150 M stylen. Bürgermeffter Jochem Be^rksv»^ ?le /"tteilung, daß der Landwirtschaftliche Bezirksverem des Kreises Schotten für Besucher der Schule “SV?" ?'■ - e-düta üerteirbp 6 Gumnte s'ch auf mindestens vier ber ^eThhPrP Kebner lpra$ b°"n über die Vorteile KRäÄ-tÄ8-'“«- ÄÄ i vrieoverg |ei die Feldbereimgung bereits erfolgt, r=w tee säää™ hner Klubs, der ourch seine von höchster Seite protegierten Veranstaltungen nxitcrcn Kreisen bekannt geworden ist, die sich die Erpresser zum Opfer ausersehen hatten. Ter Anschlag mA p.^at,e Fdoch, und die Burschen wurden der Polizei^ überliefert, die in ihnen alte Bekannte fand. < t ^aT.y V1 J?irb vom 21. Okt. gemeldet: Als gestern fh nfcp dNathilde Albertus an dem Hause Paul- 0 vorubcrgiiig loste ,ich vom Dach ein großer Stuckbloä Mid^ficl der Frau direkt aus den Kopf. Ter Schädel wurde sn Zertrümmert. Tie Leiche ist von der Behörde beschlagnahmt worden. “ 1 üon ..^nJ 21- Oktober erfolgte auf dem östlichen Friedhöfe in *pL1rn^ee Spur. . • A Tochter des Bürgermeisters Beier, die ihren Bräu- de/ iln- nieder schoß, um sich in den Besitz ges rhr testamentarisch vermachten Geldes zu setzen, ist der worde^Un9 äu Waldheim zur Beobachtung übenviesen des Großh Technischen Oberprilfungsanites enthoben und den ^)en Oberbaurat Hch. Kilian zu Darmstadt zum Mitglied des des Gemischten Chors aufgeführte „BauernkirmeS" die all- Großh. Technischen ObcrprüfungSamtes ernannt. gemeine Heiterkeit hervornef. Das zum Schluß veranstaltete ** Ernannt wurde der Hülfsdiener bei dem Amts- Tänzchen hielt die Festteilnehmer noch lange zusamtnen. gericht Darmstadt II Gg. Appel zum Llmtsgerichtsdiener - Z aub e r v o r stel lu n g. Ein mysteriöses Zauberkunst bei dem Llmtsgcricht Darmstadt II und der Amtsqerlchtsdiener V < €rrfC0tc Derzeit in Tannstadt und Karlsruhe großes Auf- bei dem Amtsgericht Höchst Gg. Lohnes zum Amtsgerichts- f'Prr --------- diener bei dem Amtsgericht Friedberg. " In den Ruhestand versetzt wurde der Bahnwärter in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinsthast Iah. Jäger zu Lindenstrnth. r . T Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu be- setzende L eh re r st e l l e an der Gemeindeschule zuBauschheim. Mit ^der Stelle kann Orgamstendienst verbunden werden. , eine qrotze Amret b” *”*■ “ l”“'' s“a“> dLLLÄL'LNLLRL.,/, - wwi eh rerpersonalien. Uebertragen wurde dem! Lehrerstelle an der GemeinVesthule ^zu Rnthe?"der Leh- \ "°twendigen Maßnahmen anorbnTn wird. äää sä ranten Gg. Vetter aus Erlau eine LehrElle an bet X ®olmfet H°f statt. Der Direktor ber Gemeinde,chule zu Arheilgen; dem Schulverwalter Lehrer st ^nomierat Weitzel, r. Pv Konr. Zorn zu Neckarhausen die Lehrerstelle aii °"b^^°^stündiger Rede über die zeit- der Gemeindeschule zu Neckarhausen. Bestätigt wurde der mi- m *1s-5bc>tI,b.Un9 des jungen Landwirts, so- von dem Grafen zu Erbach-Erbach auf bie Lehrerstelle au der -t-aLbi^n ° ldb ereinigung. Er legte ben Wert 8U Kirch-Beerfurth präsentierte Lehrer ^ef TerLandwirt dar und empfahl ben &ß. Will). Hetlmann zu Langen-Brombach. Eiitlassen > - Ackerbauschule in Lich. In der Fortbildung^-i wurde die Lehrerin an der höheren Bürger- iUrfv9I tet)' 3utte Metzler auf ihr Nachsuchen. S ch u tz rn a n n s ch u l e. An der gemeinsamen Sckmtz- mannschule für das Großherzogtum Hessen hat der §crtfL Ist 7 .^r.°>amtgel>äude zu Darmstadt begouncit Es ä ett Bestehen der Schule der 5. Kursus An dem “.ÄÄ!Ä,eu‘c - «w» i ««.i.™ Hospauer gestern VauT ** ” - bcn Hosschauspieler gewerbeverein hielt tann launischen und im Orts- Referent, ber X' Xrtei ttu"^"1 ^den, da unser ALin mendc-Donn-r^ag Herr Kürl N/u übkrl damit, der MeiS Schatt,^ den kürzlich in Berlin verstorbenen hessischen Dichter^Wilb a einigen Zähren an^chließen. Bürger. Holz am er sprechen. (Näheres siehe Inseratenteil.) Herr mei1ter Jochem dankte dem Redner, der sich mit Begeiste Neurath ist der Verfasser der Gedichtsammlung: „Einsame ^6 und vielem Geschick seiner Aufgabe erledigte. * • luwre des hessischen Musenalmanachs. ?■ H e l d e n b e r g e n, 21. Okt. Soeben wird die Ter Gabe lsbergersche Stenograph en verein uressung der Eisenbahnstrecke Helden beraen-Ha^/' am Realgymnasium undder Oberrealschule zu Gießen vorgenommen zwecks Lecnrna des zweiten X Aau* ^nd,im Philosophenwald die Feier seines a l e i s e s m.F 9 feiten Bahn, k^ohrlgen Bestehens. Tas Lehrerkollegium der Anstalt war durch Oberlehrer ^vr. Klein vertreten. Der Vorsitzende Roloff begrüßte die )ehr zahlreich erschienenen Gäste. Damit verbunden erfo gte die Ernennung der früheren Vorstände Schudt und Wagner zu Ehrenmitgliedern. In seiner Festrede gab stud. Phil. Schad einen kurzen Ueberblick über die Geschichte der Stenographie, wobei er besonders die Verdienste Gabelsbergers als des einzig wahren Systemerfinders feierte. An dem rauschenden Beifall, der den Redner lohnte, konnte man zur Genüge die Wirkung seiner glanzenden Rede erkennen. Tie Glückwünsche des Verbandes oberhenllcher Schülcrvereine, von denen Laubach und Friedberg! (Augustmerlchule) vertreten waren, überbrachte der Vorsitzende des Vereins am Laridgraf Ludwig-Gymnasium Meyer. Kreis- amts-Bureauvor)teher Schiffnie übermittelte die Grüße des Stenographenverems „Gabelsberger" zu Gießen, 5oerr Balser die Vos Vereins Stolze-Lchrey am Realgymnasium und der Oberreal- schulc. Zwei flott gespielte Einakter, die allgemein gefielen, und I mehrere Geiangsvorträge trugen sehr zur Verschönerung des Festes bei. Enn gemütliches Tänzchen beschloß die schön verlaufene Feier. I ** Der Evang. Arbeiterverein beging am Sonntag sein löjähriges Stiftungsfest. Eingeleitet wurde die Feier durch einen Fe st g o t t e s d i e n st in der rw'rtw4rt/z ■- ' ' - verDementi „Ziele und Aufgaben der ev. Arbeitervereine". Namens des Butzbacher Brudervereins dankte Pfarrer Loos für die Einladung zum Stiftungsfest. Ter hierauf von Damen und Herren des Gemischten Chors zur Aufsührnng gebrachte Einakter „Pariser Geschichte-" fand reichen Beifall; desal. die vom Gern. Chor vorgetragenen Lieder „Schon die Abend- glocken" und „Heimat". Auch Werkmeister Schusft erfreute uie Teilnehmer ber Feier durch eine Deklamation 1860 216 750,0 15,8 10,9 82 8 2 9" 749,2 10,0 8,8 96 NE 2 7» 749,7 8,0 7,8 98 N 3 Oktober 5BeM* 1907 es Höchste Temperatur am 20.—21. Oktober Niedriqfte 20.—21. mern () beigefügt ist, wie folgt: Roggen 3) ( + (+ (+ Unterschlagung von 24800 Mk. Pfarrgeldern zu einem Jahr (+ (+ 4) München sein, wenn Sie diese Angelegenheit irgendwie in Ihrem qe- Handel Fleischpreise in Gießen Italien. Rente . 4% '/, Kg. 82-88 Pfg. Ochsen 86.30 Buderus E. W. Anfangskurse. 204.00 . 142.50 84—90 76-90 203.80 116.90 6) 5) 4) 2) 1) 2) 120.00 106.50 210.00 196.00 127.80 203.50 225.50 113.25 102.00 202 202 204 202 205 208 212 220 218 202 205 220 216 218 215 220 221 220 220 214 94.10 84.40 94.40 84.40 93.35 92.50 97 30 97.50 92 45 28 90 140.40 126.50 5) 1) 27,) 10) (- (+ (+ (+ (+ 2) 1) 2) 1) 1) 1) 5) 1) 5) 1) 2) 4) 3) 4) Kälber Schweine 171 169 188 171 175 182 172 180 180 177 178 1877, 1927, 194 2077, 200 202 (+ (+ (+ (+ (- (+ Harpener Bergwerk Laurahütte Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose . . . Eisenbahn . . . • . Gotthard bahn . . . . . Lombard. Eisenbahn . . Gesten. Staatsbahn . . . Prinee-Henri-Eisenbahu . Canada E. B. . . Darmstädter Bank Deutsche Bank . Dortmunder-Union C Dresdner Bank Berliner Handelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat Bank Diskonto-Kommandit . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Seb. Himmel Sero. „ Nebel Hafer 172 (4- 2) 173 (— 3) 174 (4- 17,) . 155.50 . 127.80 . 229.40 . 138.00 . 172.10 . 141.80 . 199.30 2) 1) 3X70 3% 3X7. 3% 3X7. 3X7. . . 159.20 . . 127.50 . . 229.50 Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Paket!. Harpener Bergwerk. . . Laurahütte...... Nordd. Lloyd..... Oberschi es. Eisen-Industrie Weizen 2397, (+41/ 232 — 225 (4- 232 (4- 236 (— 63.90 65 85 92.50 89.70 92.75 142.60 47.60 84 50 63.00 94.90 Königsberg Danzig Stettin Posen Sreslau Berlin Magdeburg Halle Leipzig Rostock Hamburg Hannover Braunschweig Düsseldorf Köln Frankfurt a.M. Mannheim Straßburg Stuttgart Reichsanleihe do. Konsols . . do. . < Hessen . . Oberhessen 29.20 113.20 142.50 Tendenz: anfangs fest, jetzt schwächer. Berliner Börse, 22. Oktober. Die Marktpreise für Bich und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 21. Oktober 1907. Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M. 50 Kg. Schlachtgewicht 81—86 Mk. 7- Kg.Schlachtgero. 92—95 Pf. V. „ , 64-00 , <+ 2) (- ) (+ 1) (- ) (f 3) (+ 2) 233 221 232 231 225 219 235 225 238 238 245 251 253 250 252 4% Öesterr. Goldrente 476 % Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) G i e ß e n, 20. Oktober 1907. Sehr geehrter Herr Redakteur! Es ist in der letzten Zeit in Ihrem geschätzten Blatte soviel und so oft von unserem neuen Theater und seinen Einrichtungen die Rede gewesen, daß Sie es auch vielleicht nur noch gestatten werden, zwei Kleinigkeiten, die aber vielleicht nicht ganz ohne allgemeines Interesse sind, zur Sprache zu bringen. Einmal wäre es sehr praktisch und wünschenswert, wenn im Vestibül, in dem Raum, in dem sich die Abendkasse befindet, .eine Tafel angebracht würde, auf der sämtliche Plätze nebst den entsprechenden Räumen angegeben sind. Diese Tafel müßte so eingerichtet sein, daß die Täfelchen für die Preise herausnehmbar sind, so daß man sofort übersehen kann, welche Plätze ausverkauft, und welche noch zu haben sind. Außerdem müßte am oberen Ende der Tafel vermerkt sein, welche Preise gelten, also etwa: Erhöhte Preise,. Gewöhnliche Preise, Kleine Preise oder ähnlich. Tie ganze Geschichte erfordert wenig Mühe und wenig Kosten und wird sowohl für das theaterbesuchende Publikum, wie für die Kassendame von großer Annehmlichkeit sein. Nun der andere Punkt: Jetzt, wo das Wintersemester der Universität wieder beginnt, ist auch die Frage nicht unangebracht, !ob nicht für die Studierenden eine Ermäßigung des Eintrittspreises zu den Theatervorstellungen stattfinden soll, wie dies in anderen Universitätsstädten und auch hier bei vielen anderen Veranstaltungen, Konzerten usw. der Fall ist. Bis fetzt hat man wenigstens noch nichts von einen solchen Absicht gehört. Ich denke mir die Sache so, daß eine Anzahl Plätze im Parterre und im 1. Rang speziell für Studenten zu ermäßigten Preisen abgelassen werden. Um Mißbrauch zu verhüten von feiten Nichtstudierender könnte man die Sache so regeln, daß beim Hausbeschließer des Kollegiengebäudes für einen bestimmten Preis Gutscheine zu haben sind, die dann an der anzumelden. . „ t , Berlin, 19. Okt. Ter auswärtige Handel Deutschlands erreichte in den ersten neun Monaten des Jahres 1907 an Einfuhr rund 6 565 Mill. Mark, an Ausfuhr 5 134,9 Millionen Mark. Auf Edelmetalle entfallen hiervon in der Einfuhr 154,4 Millionen Mark, in der Ausfuhr 64,7 Millionen Mark. Gegen das Vorjahr nahm die Einfuhr um 453,2, die Ausfuhr um 620,6 Millionen Mark zu. — Zur Börsen- und Bank-Krisis in Ncwyork. Die Herren E. R. Thomas u. Orlando Thomas sind von allen ihren Bankämtern zurückgetreten. Daraufhin brachten hervorragende Bankiers 10 000 000 Doll, behufs Behebung etwaiger Schwierigkeiten auf. Das Clearinghouse setzte seine Untersuchungen fort und erklärte gestern abend, es habe alle Banken zahlungsfähig befunden. Die Herren Spever u. Schiff führten in Interviews aus, die Bankkrise sei vorüber. — Lieferungen für d i e preußische &-t aats b ahn. Für die Lieferung von 4888 Stück Lokomotiv-Radreifen aus Tiegelstahl, 324 Stück Radgestellen usw. ist von der Kgl. Eisenbahndirektion am 8. November Termin zur Vergebung angesetzt. — Preisermäßigungen. Der Grundpreis für Bleche und Draht ist vom deutschen Messingwerke weiter von 144 auf 140 Mk. herabgesetzt. — Die Elsässischen Baumwollspinner haben die Preise für Garne aus amerikanischer Baumwolle um 2 Pfg. Pw Kilogramm ermäßigt. _ _ Auslandes. Nr. 2038—2047. Halle a. S., Otto Hendel. Preis der Nummer 25 Pfg. Inhalt: Nr. 2038—2041, Friedr. Gerst- äcker, Unheimliche Geschichten. Nr. 2042—2045, Friedrich Gerst- äcker, Hinterwäldler-Geschichten, 1 TT Nr. 2046—2047, O. .Glaub- recht, Der Kalendermann vom Veitsberg. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Telefonisch® Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie. Giessen. Frankfurter Börse, 22. Oktober, 1.15 Uhr. Wien, 19. Okt. Bei dem heutigen Rennen um. den Austrm- prcis von 100 000 Kronen siegte d«s Frankfurter RennstaU besitzers Tr. Weüchergs „Fabuta" sehr lnK m.tt drei Langen vor 3X Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen „ III 4X7» russ.Staatsanl. 1905 4X°/0 japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose...... 4% Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier . 3°/o Mexikaner « . . 4x7» Chinesen . . < . Aktien: Bochum Guss..... Gerichtssaal. Landau, 21. Okt. Wegen W e i n fä l s chun g wurde heute mittag der Winzer Friedrich Heintz aus Rhodt zu zwei Monaten Gefängnis und 500 Mk. Geldstrafe verurteilt. üistehen erregt hat, drei Tage bei dein früher in ihren Diensten cstandenen Kutscher Janik als Bäuerin verkleidet zugebracht, 'er Skandal scheint noch tnr Wachsen begriffen. Aus Samarkand wird eilt Erdbeben gemeldet. Zwei irkmeinsche grauen wurden durch einstürzende Häuser g e t ö t e t. 4e Bewohner der Stadt lagern außerhalb der Wohnungen, a fte eine Wiederholung des Erdbebens fürchten. General B o o t h , der Gründer und Leiter der Heilsarmee egt in Edie a g o im S t e r b c n. schätzten Blatt verwerten würden. Mit vorzüglicher Hochachtung! Tr. E. St. Kanvel. ** Konkurse in Hessen. Heber das Vermögen des 1. Gastwirt Julius Schepp von Wieseck, 2. dessen Ehefrau Mathilde geb. Scheld wurde am 15. Okt. das Konkursverfahren eröffnet Kaufmann Louis Althoff von Gießen wurde zum 4 Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 5. Nov. bei dem Amtsgericht Gießen anzumelden. — Heber das Vermögen der Firma Gaszentrale Schwabenheim ■1 (Gruppe im Selztal), Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu 4 Schwabenheim a. d. Selz, wurde am 17. Okt. das Konkursverfahren eröffnet, da der Geschäftsführer Philipp Zimmermann in 4 Schwabenheim a. d. Selz die Eröffnung des Verfahrens beantragt u und die Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft eingeräumt hat. 11 Rechtsanwalt Reidel in Ober-Ingelheim wurde zum Konkurs- ■ Verwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 5. Nov. *' bei dem Amtsgericht Ober-Ingelheim anzumelden. — Heber das Vermögen der Firma Chemisch-technische Industrie, ' G. m. b. H. in Liquidation, in Auerbach wurde am 17. Okt. das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Metz in Heppenheim a. d. B. wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs- sarderungen sind bis zum 22. Nov. bei dem Amtsgericht Zwingenberg anzumelden. — Heber das Vermögen des Philipp Gö risch, Hotelbesitzer „Zum kühlen Grund" in Jugenheim a. d. B. wurde am 18. Okt. das Konkursverfahren eröffnet, da der Gemeinschuldner zahlungsunfähig ist und Antrag auf Konkurseröffnung gestellt hat. Rechtsanwalt Hemmes in Bensheim wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 22. Nov. 1907 bei dem Amtsgericht Zwingenberg Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Dez. 235.75 (— 1.00), nen, zu einer Zeit, wo man schon mit ziemlicher Wahr sch ein- Budapest Okt. 203.50 (+ 0,80). Paris Okt. 198.35 (— 1.75). lichkeit übersehen könnte, welche und wieviel Plätze noch frei Liverpool Dez. 194.35 (+ 0.95). Chicago Dez, 261.30 (— 2.85), sind. Tie Ermäßigung darf natürlich nicht zu gering fein, Mai 169.65 (— 2.40). Roggen: Berlin Okt. 212.25 (+ 1.75), damit auch eine entsprechende Benutzung stattfindet, etwa die Dez. 210.50 (+ 1.75). Hafer: Berlin Okt. 175.00 (— 1,50), Dez. Hälfte bis ein Drittel des sonstigen Preises, wie ich dies z. B. 179 (— 2.00) Mk. I von Halle aus weiß. Auch in Berlin ist die Sache ähnlich. Natürlich will ich mit meinem Vorschlag nicht gesagt haben, Gietzcu, 22.Okt. Marktbericht.'Au, heuttgemWücbenmattt- daß bie Einrichtung unbedingt so getroffen werden mutz Es kosteten: Butter pr. P,d. 1.20-1.25 SJit, Hühnereier I St. 8-9 V,g., kann ebenso gut anders geschehen, und das ist Sache der Theater- 2 Sick. 00—00 Pfg., Gänseeier 10—00 Vsq., Enteneier 8 Pig., Käse I kommisswn oder der Direktion. Der Zweck dieser Seilen war pr. Stck. 0-8 Pf., Kasematte 2 Stck. 5-8 Pfg., Erbsen p.PId. 18-21P!g, nur der, die Sache überhaupt emmal angeregt zu haben, und Linsenp.Psd.25-40Psg., Tauben pr.Pr.0,80-I,00Mk.,Hühnerpr.St. deswegen wurde uh , Ihnen geehrt^ Herr Redakteur, dankbar 100—1,60 Mk., Hahne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück' iraendnne in ..brmt ae. 1,80—2,20 Mk., Gänse pr. Psd. 65—70 Pfg., Ochsenfleisch pr. Psd. 82—88 Pfg., Kilh- und Rindfleisch pr. Psturd 80—82 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 70—84 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 88 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 74—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Psd. 61—84 Pfg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.00—5.50 Mk., Ziviebeln pr. Ztr. 5,00—6,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Rüste 100 Stück 40—00 Pfg., per Ztr. 0—00 Mk., Weiß- kraut per Stück 10—15 Big., per Zentner Mk. 1.50—2.00. — Zwetschen per Ztr. 0 00—0 Mk. Aepfel per Ztr. 10—25 Mk. Birnen per Ztr. 10—25 Mk. Marktzeit von 8—2 Uhr. Arbeiterbewegung. iHanau, 21. Okt. Der Ausstand in der Möbelfabrik Körner u. Co. ist als beendet erklärt worden, da Arbeitswillige die Fortführung des Betriebes ermöglichten. Rüsselsheim, 20. Okt. Der große Streik, der seit einigen Tagen schon mit ziemlicher Sicherheit hier zu erroarten stand, ist nun ausgebrocken. Nachdem die Arbeiterschaft m einem Schreiben an die Firma Opel ihre Forderungen um Herabsetzung der Arbeitszeit und gleichzeitige lO prozenttge gereicht und die Firma mit einer rutsch^bEn Ablehnung di s r Forderungen geantwortet hatte, war der Ausbruch he^> unbmm'iblicf). In einer grstern abend abg^ enen Versammlung der Mitglieder des Mctallarbeiterverbandcs wurde mit 6b5 gegen 11 Stimmen deral lgeme ine Ausstand bcsHessen Die 6'irmn, die auf die ungünstige Grschäftskoniunkttir huiwmst, lehm jede Lohnerhöhung ab und hofft durch Zuzug anderer . ger ihren Betrieb aufrecht zu erhalten.^^^^^^E— > — Brotpreise in Gießen Weißbrot 2 Kg. 62 Pfg. Schwarzbrot 2 Kg. 58 Pig. Neue Bücher. Eingeg. vom 11.—18. Okt. (Besprechung erfolgt nach Auswahl. Eine Verpflichtung zur Besprechung und zur Aufbewahrung unverlangt emgesandter Bücher wird nicht übernommen.) Schlesien, Illustrierte Monatsschrift zur Pflege heimatlicher Interessen. 1. Jahrgang, 1. Heft. Kattowitz, G. Slwmna. Preis vierteljährlich 3 Mk. 3 _ (V h a i m Iossel, Schabbes^Schmus. Schmvnzes Berionzes (Jüdckchä W«', Berttu « 87 4. Aufh Preis 1 Mk. M von Massow, Junge Sehnsucht. Gedichte. 2. Aufl. §>anau, Clauß u. Feddersen. Preis 2.40 Mk. Der Winter. Illustriertes Wochenblatt für den Wmter- sport. 2. Jahra., Heft 1. München, Gustav Sammer«. Preis jufjTM ^50 M^.^ Riecht. Zeftschrist für all^rneine Rechts- kunde. Herausgeber: Leonhard von Karnhtz. Breslau, Alfred ^a^S^on^Turno^Zum EnteignungsproM. . Offenes ^rt Im Selbstverlag. Preis 50 Pfg. Volksbücher der Den tj.ch en Dicht e r -G edach t n isst i f t u n g. Nr. 14, Lewin Schücking, Die drei Grrßmachte. es 25 Pfg. Nr. 18, Heinrich von Kleist: Die Verstbungin St. Do- Niingv, Das Erdbeben von Chile. Der Zweikamp-s, Preis 30 Pfsi- Nr. 19, Peter Rosegger, Der Ddlerwirt von ^^dninn. Preis 30 Pfg. Hamburg-Grost-Bvrstel, Verlag der Deutschen Dichter- kürs Dcuksch. Nlu- n** Welt-Geschichte. Die Geschichte Men scheit; ihre Enllvickelung in Staat und Gesellschaft, in Kültur- und GeMs-! leben. Herausgeg. von Prof. Dr. I. V Pftug-Harttung m Verbindung mit hervorragenden Fachgelehrten. Lieferung 1. (Erscheint in 80 Lieferungen ü 60 Pfg. Berlin, Hllftern u Co. A Niblipthek her Gesamtltteratur dcs^ In-, und Tenäen^: tpAt. ___ Jlun machen Sie aber keine Redensarten! Ein Katarrh ist keine Krankheit, und wohin sollt ich kommen, wenn alle meine Angestellten eines Katarrhs wegen daheim bleiben wollten! Kaufen Sie sich gefälligst eine Schachtel Fays ächte Sodener Nrineral-Paitillen, dann werden Sie hbren Katarrh schleunigst los werden, obne daß Sie mir die Arbeit liegen lassen, i^ays achte Sodener kaufen Sie für 85 Pfennig die Schachtel m jeder Apotheke, Drogerie oder Mneralwasserhandlung, lassen Sie stch aber keine Nachahmung aufschwatzen, sondern verlangen Sie bestimmt „Fays ächte Sodener". Berlin, 21. Okt. Im P r o z e ß M o lt k e - H a r d e n ist in den letzten Tagen die Frage der Vertagung von den Ver- iij sechs Monaten Gefängnis. Krakau, £1. Okt. Am Abend des 21. Oktober endete nach 14 tägiger Verhandlung der Prozeß gegen die sieben galizischen ^Händler, die wegen Fälschung deutscher Stempel und ^Siegel an Lombarden und Türkeulosen, die nach Deutschland eingeführt wurden, angeklagt waren. Nach längerer Beratung verneinten die Geschworenen sämtliche Schuldfragen, weshalb die Angeklagten fr e i g e spr o che n wurden. + 15,7 • C. -4- 5,5 • C. Getreidepreise in Mannheim Weizen 100 Kg. 25.25-00.00 Mk.^ Roggen 100 Kg. 22.00-00.00 Mk. UnrversitätK-Nachrrcbten. Darmstadt, 21. Okt. In einem von anderen Blättern bernommenen Artikel der „Franks. Ztg." werden die Bedin- ungen angeführt, unter denen künftighin russischeStaats- n g e h ö r i g e als ordentliche Studierende an der liefigen H o ch s chule ausgenommen und zu den Tiplomprü- ungen zugelasfen werden können. Hierzu gehört, daß die Russen >as Reifezeugnis eines russischen Ghmnasiums besitzen und außer- >cm bereits an einer russischen Technischen Hochschule imma- rükuliert , gewesen sind. Solche Anforderungen würden, so >eißt es in dem Artikel, an den mciftcit deutschen Technischen Hochschulen und insbesondere an der Technischen Hochschule Karlsruhe nicht gestellt. Diese Behauptung ist unzutreffend. £eiin nach dem vorliegenden amtlichen Material werden an lllen preußischen Technischen Hochschulen und der Technischen Hochschule Dresden russische Staatsangehörige als ordentliche Stu- yierenbe ebenfalls nur aufgenommen, wenn sie bereits an einer -ussischen Hochschule iinrnatrikuliert gewesen sind. Tie Techn. Hochschule Stuttgart nimmt russische Studenten überhaupt nicht ruf. In 23nt)ern_ können die Inhaber des Reifezeugnisses eines -ussischen Gymnasiums, nur mit besonderer Ministerialgenehmi- iung für den Einzelfall zu den Tiplomprüsungen zugelassen oerden. Heberdies erwerben derartige Kandidaten in Bayern nit dem Bestehen , der Prüsnngen nicht einmal ohne weiteres >en Titel eines Diplomingenieurs. Dessen Erlangung ist viel- .. nehr von einer weiteren ministeriellen Genehmigung abhängig, V fte nicht lediglich auf Grund der Tatsache des Bestehens der ’4 Prüfung erteilt wird. Nur an der Technischen Hochschule Karls- ;? euhe können Studierende, die lediglich das Reifezeugnis eines ? russischen Gymnasiums besitzen, zurzeit noch zur Diplomprüfung nigelasien werden. Ter jüngste Erlaß der hessischen Regierung ' -nthält sonach, wie die „Tarmst. Ztg." seststellt, keine schärseren ^ Vorschriften, als wie sie für fast alle deutschen Technischen Hoch- 7chulen bestehen, und erscheint um so gerechtfertigter, als die _ russischen Gymnasien nur achtklassige Schulen sind. teidigern angeschnitten worden. Die geschiedene Gattin E des Klägers, die als Ivichtigste Zeugin geladen ist, dürfte nämlich, wie angenommen wird, durch die Krankheit ' ihrer Mutter, am Erscheinen im Termin behindert fein. Neiße, 21. Okt. Die hiesige Strafkammer verurteilte den ^katholischen PfarrerMax Weniger aus Lamsdorf wegen r/2) Kasse gegen das Billet umgetauscht werden mit einer entsprechen- 1) den Auszahlung, je nach dem Platz und den geltenden Än- (— ) trittspreisen. Damit nicht andere Besucher, die keine Ermäßigung (+27,) I haben, etwa zurückstehen müssen, dürfte der Hmtausch erst nach- (— ) mittags ober abends vor Spielbeginn vorgenommen werden kön- L. Egiedies „Fantome" (zweites): vier Längen zurück kam Gras, Tegenfelds „Flapdoudle" als drittes, eine Kopflänge vor Frhrn. von Oppenheims „Mirza". ______________________ Getreide - Wochenbericht der Preisberichtstelle des Deutschen Landwirtschastsrats vom 15. bis 21. Oktober 1907. Nach einer von Amerika ausgehenden kurzen und scharfen Abwärtsbewegung, von der auch die europäischen Terminbehörden in Mitleidenschaft gezogen wurden, brachten die letzten Tage eine kräftige Erholung, zu der indische und australische Erntebesorgnisse, die unverändert feste Lage in Rußland, und die zunächst wieder fest gewordene Haltung Deutschlands die Anregung gaben. Hier blieb der Einfluß schwächerer Auslandsberichte überhaupt nur auf dem Berliner Markt beschränkt. In der Provinz war von einer Aenderung der Geschäftslage wenig zu spüren. Die Zufuhren bleiben gering, da die Feldarbeiten noch immer das Hauptinteresse der Landwirte in Anspruch nehmen und der schwach versorgte Konsum ist gezwungen, das Wenige, was an die Märkte kommt, unter Bewilligung erhöhter Forderungen aufzunehmen, zumal vorerst nichts für eine Aenderung der Versorgungsverhältnisse spricht, und die momentan nur am Rhein und nt Westdeutschland erzielbaren Auslandsforderungen nach hier keine^ Rechnung geben. Auf die Preisgestaltung für Roggen übt außer der bestehenden Knappheit des inländischen Angebots nach wie vor die Höhe der russischen Forderungen einen bestimmenden Einfluß aus, so daß sich die schwächere Stimmung des Weizenmarktes bei diesem Artikel auch auf dem Terminmarkte weniger geltend machte, vielmehr eine weitere Erhöhung nahezu an allen Märkten zu verzeichnen ist. Auf dem Hafermarkte äußert sich die Kauslust zwar immer noch recht vorsichtig, aber auch in diesem Artikel haben die Forderungen neuerdings angezogen, da die inländischen Leistungen andauernd gering sind, und der Export wieder manches ablenkte. Futtergerste war nur vorübergehend, namentlich aus zweiter Hand billiger zu taufen, zum Schluß aber wieder festgehalten. Ter Einkauf von Braugerste vollzieht sich immer noch zögernd, so daß das geringe Angebot der Nachfrage meist genügte. Im Maishandel erreichen die Umsätze nur geringen Umfang, da es an passendem Angebot sehlt. Es stellten sich die Preise fi t inländisches Getreide am letzten Markttage in Mark pro 1000 Kg. je nach Qualität, roobei das Mehr ( + ), bezro. Weniger (—) gegenüber der Vorwoche in Klam- Kauft nur Nur echt Marke auf der Sohle. [mit Drei eck- /c-ntrepsypry Giessener Moniert ■'herein. Sonntag den 27. Oktober 1907, abends 61/, Uhr, in der Neuen Aula: - Erstes Konzert = v../w Erster Solisten-Abend. Ausführende: Herr Henri Martean (Violine). — Herr August Göllner (Klavier). Sonate (Didone abbandonata) Tartini. Enge (G-moU), Sarabande (H-moll), Praeludinm (E-dur) Bach. (Violin-Solo-)Konxert (A-dur) Mozart. Sonate (t is-moll) Reger, Fantasie- stück, Draesecke. Nocturne (H-dur) Chopin. Rhapsodie (G-moll.) Brahms (Klavier- Solo. Romanze (E-moll) Sinding. 2 Walzer. Heg ar (Violine und Klavier). I. Platz Mk. 5.—, II. Platz Mk. 4—, III. Platz Mk. 3.—, IV. 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