Nr. 119 Zwettes Blatt 1S7. Jahrgang Frettag 24. Mai 1907 L^cheinl tSgllch mit Ausnahme deS Sonntags. Die ..«etzeaer LamMenbllMer" werden dem /Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das ^Rreirblatt für den Kreis Siehrn" zweimal wöchentlich. Der „hessische Landwirt' erscheint monatlich einmal. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Vderhejjen Rotationsdruck und Verlag der Brüh lachen« UnwerfitätS - Buch- und Ktttndruckerrt. R. Lange. Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag i fcSP 61. Redakliom^S 112. Tell-Adru An^tgerGreßen. ua aangcnen Nacht verübten etwa 25 Bewaffnet: ll auf die etwa 10 Kilometer von der Residenz igetreten werden. — Im Abgeordnetenhaus« tagte heute in Anwesenheit der Kaiserin und der Prinzessin Eriel-Friedrich die 41. Dele- -giertenversammlung des Vaterländischen Frauen-Ver- Nach weiteren Meldungen aus Petersburg überreichten zwei Verschwörer einem Soldaten der Leiblvache, der sie verriet, zwei Höllenmaschinen, die kaum größer als eine Taschenuhr und wunderbar gearbeitet waren, mit der Instruktion, je eine unter die Betten dieÄ Zaren und des Zarewitsch zu legen. D.t Soldat übergab sie den Behörden. In der vergangenen Nacht einen U^berfals s .. entfernte Station Obuchowo der Nikoleibahn. Die Räuber töteten einen Gendarm und einen Wächter durch Revolv.t- Deutsches Reich. Berlin, 23. Mai. Drs für die Sommerreisen des Kaisers bestimmte Geschwader, die Jacht „Hohen- zollern", der Begleitcrei^r „Königsberg" und das Schnellboot „Sleipner", soll am 12. Juni fahrbereit sein, um nach Hamburg abzugehen und dort das Eintreffen des Kaisers zu ertoartcn. Der Monarch fährt von Hamburg nach Helgoland und bleibt dort bis zum Eintreffen der ersten an der Wettfahrt Dover—Helgoland beilnehmenden Jachten. Die Nordlandreise wird in den ersten Tagen des Juli an- hierüber zu bekommen, wurde m der russischen Lesehalle Haussuchung vorgenommen, wobei in Charlottenburg eine große Menge tcrroristrscher Literatur gefunden wurde. Auf Grund dieses BeweiSnmterials habe die Polizei 10 Sistierungen vorgenommen. Alle 10 Festigeuommeircn befinden sich in PolizeigewahrsM.n. Bon der russischen Agrarreform und anderes. In der Reichsduma wies am Donnerstag Ministerpräsident Stolypin auf die Wichtigkeit der Agrarfrage hin, sowohl für die Bauern wie auch für die Grundbesitzer, die auch wünschten, als Nachbarn ruhige und zufriedene Leute zu haben, statt solcher, die hungern und Pogrome veranstalten. Stolypin erklärte dann die Absicht der Regierung, selbst in großen Zügen daS Agrar- projeft zur Vorlage zu bringen, weil die Agrarkommission wenige Aussicht habe, die im Laufe der Debatte entwickelten Ansichten in Uebereinstimmung zu bringen. In den Nordprovinzen würden die Bauern mehr als 50 Desjätincn erhalten, in der Provinz Archangelsk sogar 1309 Desjätincn, wenn alles Land verteilt sei; in der Provinz Poltawa würden sie aber nur 9 TeSjätinen pro Familie erhalten. Von den in seiner Rechnung berücksichtigten Ländereien gehörten 107,000 Desjätincn den Adeligen, 490,000 den Bauern und 85,000 den Städtern. Es sei ersichtlich, daß die Verteilung aller Ländereien unter alle nicht der Landarmut in den verschiedenen Provinzen steuern werde. Es werde also nötig sein, auf das Mittel zurückzugreifen, das die Regierung selbst Vorschläge, nämlich die Auswanderung. Die Bevölkerung des europäischen Rußlands nehme jährlich um 1,625,000 Seelen zu und es würden, wenn man 10 Tesjätinen auf die Familie rechne, jährlich 3Vr Millionen Tesjätinen allein für diese Be- völkerungszunahme nötig sein. Alles würde in Rußland gleich gemacht, der Trieb zur Arbeit gebrochen und das Kulturniveau herabgesetzt werden. Tas Endergebnis würde ein neuer StaatS- lttcich sein, daß starke und geschickte Männer sich ihr Eigentumsrecht mit Gewalt verschaffen würden. Man mache der Regierung den Vorschlag, Rußland in eine Ruine zu verwandeln und auf derselben ein neues Vaterland auszubauen. Ich denke, fährt der Ministerpräsident fort, Rußland wird nicht an der Schwelle seines zweiten Milenniums zusammenbrechen. Ich glaube vielmehr, es wird sich wieder erholen und vorwärts gehen. Die Regierung schließe sich aber einem Gedanken der konstutionell- demokr. Partei an, nämlich dem der w i r t s ch a f t l i ch e n Freiheit der Bauern. Dian habe vorgeschlagen, das Land mit Gewalt fortzunehmen, und unter solchen Umständen müsse man gewärtig sein, daß der Versuch gemacht werde, sich mit Gewalt Land anzueianen. Die Regierung wolle das Los der Bauern verbessern, bte Regierung wolle, daß der Bauer wohlhabender Eigentümer sei, denn wo Wohlhabenheit sei, da sei auch Bildung und wahre Freiheit. Zu dem Zwecke müsse der Bauer von den Bedingungen, unter denen er jetzt lebe, befreit werden, er müsse in den Besitz der Freiheit seiner Arbeit kommen. Allen Bauern, denen es an Land mangele, müsse das nötige Land gegeben werden. der Kaiserin und der Prinzessj ^giertenversammlung des Va? eins unter der Leitung des Stacttsrninisters Dr. schüsse, konnten aber nur eine geringe Summe in ihren Brsitz bringen und mußten die Flucht ergreifen, da der bedrohten Station Hülfe gebracht wurde. In einem Teehaufe des Verbandes wahrhaft russischer Smte zu Petersburg explodierte eine Bombe, die anscheinend von einem Gast im Klosett niedergelegt wurde. Nur geringe Be- schädigungeu wurden angerichtet. Später wurde an derselben Stelle noch eine zweite Bombe gefunden. In L o d z ist der Ingenieur David Roseitthal auf der Straße erdolcht worden. Ausland. Paris, 23. Mai. Heute kam es in der Kammer zu einem Wortwechsel zwischen den sozialistischen Deputierten Blanc und Gent, einem neuen Pariser Munizipalrat. Nachdem beide Beleidigungen gegeneinander auSgestoßen hatten, gab Gent Blanc eine Ohrfeige, die dieser mit einem heftigen Stockschlag erwiderte; darauf brachte man die beiden Gegner auseinander. Wien, 23. Mai. Der internationale landwirtschaftliche Kongreß, der sich gestern mit der Frage der Bonitierung der Braugerste beschäftigt hatte, beschloß die Einsetzung einer internationalen Kommission, welche bis zum nächsten Kongreß allgemein gültige Normen für die Beurteilung der Gerste auSarbeiten soll. Der Kommission gehören 11 Delegierte auS dem Deutschen Reiche an. Petersburg, 23. Mai. Die „Pet. Tel.-Ag." meldet Schoenstedt. — Der neue llTtterstcurtssekretär v. Lind equist begibt sich in vierzehn Tagen nach Düdweftafrika, um dort die Uebergabe der Gouvemcmentsgeschäfte an seinen Nachfolger in die Wege zu leiten. Herr v. Lindcquist wird den neuen Gouverneur v. Sch uckmaun dort enoarten lund ihn selbst in sein Amt ein führen. Altona, 23. Mai. Der Schuhmacher Jacobsen in Loxten wurde wegen Zugehörigkeit zur s o z t a l d e m o - kratischen Partei auS dem Schulkollegium ausgeschlossen. Köln, 23. Mai. Das Vorgehen der n iede r r heini- schen Landwirte gegen die hohen Fleischpreise zieht immer weitere Streife. Güte Duisburger Bürger- Versammlung wählte eine Kommission, die die Gründung einer Fleis cheinkaufs genoss en schäft in die Wege leiten soll. Uebennorgen findet wiederum eine Bürgerver- . i'ammhuig statt, um die Genossenschaft definitiv zu begründen. In Duisburg wurde längst ein Brotverein begründet, der fernen Mitgliedern das Roggenbrot um 15 Pfennig billiger als das durch Bäckere.en bezogene liefert. Eine Anzahl Eisenbahn beamten Duisburgs erhielten angesichts der gegenwärtigen Teuerung Zulagen im Betrage von 100 Mark. Dresden, 23. Mai. Einer Einladung der preußischen Regierung folgend, welche den Wunsch hat, ihren Standpunkt in Sachen der Schiffahrtsabgaben darzulegen, begaben sich Beamte der hiesigen Ministerien der Finanzen und des Innern zur Entgegennahme der in Aussicht gestellten Informationen zu einer Zusammenkunft । von Vertretern der deutschen Elbuferftaaten nach Rostock. !Jn dieser Teilnahme ist keineswegs eine Sinnesänderung der sächsischen Regiemng zu erblicken, sondern im Gegenteil sind die sächsischen Vertreter angewiesen, keinen Zweifel darüber bestehen zu lassen, daß die sächsische Regierung an ihrem grundsätzlich ablehnenden Standpunkt gegenüber der beabsichtigten Einführung von Schiffahrtsabgaben festhält. Eine Masienvcrhaftung russischer Studenten bat gestern vormittag die Polizei in Berlin und Char- lottenburg vorgenomiuen. Zunächst wurden der Vorsitzende der russischen Lesehalle, der Student der Medizin, Umansky und die unverehelichte Zahntechnikerin Maimon verhaftet, ebenso der Student der Medizin Weidenberg. Zwischen 11 und Vr2 Uhr mittags erschienen etwa 10 Kriminalbeamte in der russischen Lesehalle und veranstalteten auf die dort Anwesenden eine förmliche Razzia. Von jedem Einzelnen wurde eine Legitt- mation verlangt. Wer sich nicht ausweisen konnte, wurde fcsd- genommen, ein Schicksal, dem etwa 7 Personen verfiele, darunter die Verwalterin der Lesehalle, Fräulein Hennin g. Die Beamten nahmen außerdem eine Durchsuchung der Lesehalle vor und beschlagnahmten eine große Menge Bücher. Erwähnung verdient, daß Zweien von den Anwesenden, die sich als Fabrikarbeiter zu legitimieren vermochten, von den Beamten für die Zukunft verboten wurde, in der russischen Lesehalle zu vcr- -kehren. Insgesamt wurden 10 Personen zum Polizeipräsidium gebracht und dort vernommen. Fräulein Henning wurde gegen 6 Uhr nachmittags mit der Mitteilung entlassen, daß ihre Ausweisung bevorstehc. Auch in Charlottenburg nahm die polittsche Polizei sowohl iin der Filiale der russischen Lesehalle als auch in der Wohnung von Studenten zahlreiche Verhaftungen vor. Insgesamt fanden 'sich auf dem Polizeipräsidium 35 russische Studenten und Stu- oentinnen ein, von denen allerdings ein Teil nach längerem Verhör wieder freigelassen^wmche. Wie von amtlicher Seite dazu mitgeteilt wird, glaubt die Polizei seit einiger Zeit berechtigten Grund zu der Annahme zu Ijaben, daß ein Teil der russischen Studenten mit den Berliner Anarchisten enge Fühlung genommen habe. Bor einigen Tagen wurden die Berliner Anarchisten Karfunkelstein und Weiß unter dem dringenden Verdacht des Vergehens gegen ,§ 128 des Str. G. B. verhaftet. Um ein weiteres Beweismalerial Kleines Feuilleton. — Der Historische Verein für das Großher- tzogtum Hessen rüstet sich, bei der Jahrhundertfeier der Landesuniversität mit einer Festgabe vertreten zu sein mit dem Titel: „Beiträge zur Geschichte der Universitären Mainz und Gießen". Diese freudig erfüllte Ehrenpflicht erwuchs aus der Einsicht, eine loie große Bedeutung die Ludoviciana für die Geistesgeschichte Hessens gehabt hat, zumal als Stätte, der eine Reihe von Männern ihre Bildung verdanken, oder an der sie segenbringend gewirkt, gleichviel ob ihr Namen ^in Deutschland oder, nur in Hessen einen guten Mang haben: Schupp, Gatzert, v. Grolman, von denen uns die Doktoren Diehl, Dieterich und Esselborn erzählen wollen. Aus dem Gebiete der Kulturgeschichte bringen die Artikel von Becker über den Pennalismus, Boltz über Hessen-Homburgische Prinzen in Gießen, Preuschen über Gießener Stammbücher und ein Beitrag von Bader neues Material. Ter ältesten Geschichte der Feststadt ist eine Untersuchung des Archiv- direktors Dr. Freiherr Schenk zu Schwcinsberg gewidmet. Daß im weiten Rahmen der Geistesgeschichte nicht Gießen allein, sondern daneben die Universität Mainz in der geplanten Festschrift vertreten sein soll, darf und kann nicht Wunder nehmen. Auch hier wird die Geschichte der Hochschule nach jeder Seite, nach der sie Interesse erwecken kann, beiymMt fern, kulturgeschichtliche, statistische Nachrichten über Personen und Verhältnisse fallen zum Teil ganz neue Ausschlüsse bringen. Professor Dr. Falk-Klein-Winternheim: Jakob Welder, der erste Rektor der Mainzer Hochschule; Professor Bauch-Breslau: Aus der Geschichte des Mainzer Humanismus; Professor Schrvhe-Mainz: Zur Besetzung der Mainzer Universitätsprosessuren im 17. Jahrhundert, nach seither unbekannten Allenstucken; Professor Dr. W. Stieda-Leipzig: Wie man im 18. Jahrhundert an der Universität ÄLainz für die Ausbildung von Professoren der Kameral- nnsseuschaft jorgte; Lic. F. Herrmmm;: Ate Mainzer Surfen ytnt Algesheimer und zum Schenkenberg haben hierfür ihre Mitwirkung zugesagt. Berlin, 23. Mai. Das Deutsche Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose, dessen Protektorin die Kaiseriu, dessen Ehrenvorsitzender der Reichskanzler ist, trat heule unter dem Vorsitz des Slaatsminislers Grasen von Posa- dowsky im Reichstage zur XI. Generalversammlung zusammen. Graf von Posadowsky eröffnete die Versammlung nut einer Ansprache, in der er unter anderem ausiührte, die Ursachen der Tuberkulose seien wirtschaslltch, hygienisch und sittlich. Ter Kamps gegen die Tuberkulose im gesamten Umfang sei im Grunde der Kampf mit dem gejamten menschlichen Elend. Mau habe die Heilstätten- Behandlung als unwirksam bezeichnet und aui die Erfolge anderer Lander hingemiesen, in welchen £>eilftätteu nicht vorhanden feien. Aber die Statistik beweise, daß der Prozentsatz der inden Heilstätten sehr wesentlich gebesserten Sivanfen ein erheblicher ist. Tann wurde der Geschäftsbericht durch Generalsekretär Oberstabsarzt a. D. Tr. Nietner erledigt. Hieraus wiirde in die Tagesordnung eingetreien. Ten ersten Vortrag hielt der stellvertretende Vorsitzende von der Landesoersicherungsanstalt der Rheinprooinz, Geh. RegierungSrat Kehl, über „Tie Tnberkulosebckämpsiing auf dem Lande". — Tas Preisgericht für ein Virchow-Ten km al in Berlin Hot sich der Entscheidung des großen TenkmalkomUees angeschlossen, das sich für den K l i m s ch s ch e n Entwurf ausgesprochen hatte. — OlympischeSpiele in der Deutschen Armee-, Marine - und Kolonial-Ausstellung. Unter den zahlreichen Darbietungen, die die „Tamuka", wie der Berliner, blöd» finnig genug, durch Zusammenziehung der Anfangsbuchstaben des langen Titels der „Deutschen 9lrmee-, Alarme- und Kolonial- Ausstellung" das neueste Berliner Ereignis bezeichnet, ihren Be- sucheru bieten will, werden auch sportliche und turnerische Vorführungen aller Art nicht fehlen. Am 3L d. Mts. wrrd die erste aus Teheran von heute: DaS Bestreben dcr neuen Partei im Parlament, die 91 rnt c n t er und Feueranbeter deS Wahlrechts zu berauben, hatte zur Folge, daß auS allen Städten PersienS Proteste von Armeniern und Feueranbetern eingingen mit der Drohung, nach Indien auSzu- wandern. In Kermanschah und Schiras herrscht völlige Anarchie. In Rescht schlossen die Revolutionäre daS Zollamt und die Telcgraphenämtec. Um den schweren Eindruck der Ermordung und Verbrennung russischer Untertanen zu verwischen, schenkte der Schah em Grundstück für ein russisches Konsulat in Meschcd. Deutscher ProtesLautentag. (Unberechugter Nachdri.ck verboten.) 8. u. H. Wiesbaden, 22. Mai. Ter 23. Deutsche Prolestantcntag, der heute hier eröffnet mürbe, ist sehr gut besucht, auch sehr viele Samen sind anwesend. Unter anderen bemerkt man den bekannten Pfarrer Fischer (Berlin) und den Pfarrer I a t h o (Köln). Ter ReichstagSabg. Schrader eröffnete Leu Protestantentag, luobei er darauf hinwies, daß es der Orthodoxie trotz aller Anstrengungen nicht gelungen fei, Einfluß auf die Gläubigen zu gewinnen. Deshalb müsse es der Protestanten-Verein versuchen, wieder die Tlanen des Volkes dem kirchlichen Leben zuzuiührcn. Professor F r e | c n i u S begrüßte dann den Protestaiitentaq im Namen der Wiesbadener Protestanten. Zum Vororte des Verbandes wurde der Berluier Unionverciu wiedergewählt. Hieraus nahm Pfarrer Alfred Fischer, der Sohu des oben genannten Pfarrers Fischer, das Wort zu seinem Vortrage über „b ic politische Lage in Deutschland und die n ach st en Aufgaben für den kirchlichen Liberalismus". Wir haben eine große 2)lannigfaliigreu auf kirchlichem Gebiete. UeberaU. ertönt die Frage: WaS hat die Kirche dem Volke zu geben 2 Sie hat nicht nur clnzcliie Ratschläge aufzustellen, jonbem sie muß ihre Grunbsätze m das Volk hineintragen. Tas ist bte Aufgabe deS Proiestanienoereius. An Angriffen der Gegner gegen uns fehlt es ja nicht. Besonders hat der kirchliche LiberaliSnius gegen die Orthodoxie zu kämpfen. Mit der Orthodoxie können wir nicht verständigen. Hier gibt es keine Konzessionen und ferne Konzessionchen. Tie Orthodoxie hat sich zu wenig um die Laien, gekümmert, dadurch ist bte Achtung bet Kirche durch bte Laien hcrabgedrückt. Die Laien sind von der KirchenleUung so gut wie ganz ausgeschlossen. Sicher fragen sie auch nicht mehr nach dem kirchlichen Wesen. So ist bie Gleichgültigkeit in den cuang. Kreisen entstanden. Tie evangelische Kirche braucht mehr Luft und Bewegungsfreiheit. Auch wir dürfen nicht immer warten, bis irgend ein .Fall" kommt. Wer sonst schläft, wird auch bann nicht viel leisten. Wir sind nicht für uns da, sondern wir siiid da für das Volk, die Kircye und die Ptenschheu. Tie Taktik der Orthodoxie ist eigentümlich. Sie spekuliert auf die weltliche Macht. UeberaU sucht die Orthodoxie Männer ihrer Richtung in die leitenden Stellen zu schieben. Der Redner greift bann bte Berliner Stadtmifsion an. UeberaU trete bie Orthoboxie sehr anmaßend auf. Sie maßt sich an, nicht eine kirchliche Richtung, sondern die Kirche selbst zu sein, imb bas allein richtige Bekenntnis fest zu haben. Dabei arbeite die Orthoboxie aber fortwährend an einem neuen Bekenntnis und schließlich wird auch in ihren Rethen einmal Zwietracht darüber entstehen, wer von ihnen denn eigentlich rechtgläubig ist, benn innerlich herrscht feine Einigkeit. Uns Liberalen wirst die Cnbo-: doxte den Faustschlag ins Gesicht, daß >vir dem Volke nicht bte ganze Wahrheit lagen. Ja, man geht sogar so weit, zu behaupten/ baß wir am Enbe alle Religion leugnen. Dagegen müssen wir uns energisch wehren unb bei den verschiedenen .Fällen" gilt ec für uns, rücksichtslos für den einjutreten, der iveitcvfommen n U. Wtr haben jetzt eine große Pfarrer not, aber auch eine: große Kandidateuuot, weil heutzutage ein großer s i 111 i ch e-r Mut dazu gehört, wenn e i u P f a r r e r seine Uebcrjeugititg offen und ehrlich aussprechen will. Aber wir dürfen keine Kit-nzesfionen machen. QJletn Vater wäre sicherlich sofort abgesetzt worben, wenn er der Orthodoxie Konzessionen gemacht hätte. Bei den Kirchenwahlen iu Berlin ist man mit den größten Frechheiten gegen uns vorgeaangen. Dian hat gesagt, die Liberalen kommen von der Gaffe. Alit den schmutzigsten Verleumdungen hat man gegen uns gearbeitet. Man fürchtet sich vor dem sogenannten .Berliner Ton". Aber ich kann sagen: Dem. lieben Gott wird der „Berliner Ton" in den Volksversammlungen vielleicht lieber sein, als in den Pastoralkonferenzen (Beifall). Ich bin mit dem Ton in der Berliner Volksversammlung ganz zufrieden, wenn auch manch anderen eine humanistisch-ästethische Gänsehaut überlaufen mag. Ter kirchliche Liberalismus steht ebenso aus dem Boden des Chrtzientuins, wie der Katholizismus unb die evang. Orthodoxie. Wir wolleii feinen Radikalismus. Wir weisen jeden Versuch ab, mit einer Schicht von Gebilbeten ober vielmehr Uebergebilbetcn eine neue Lehre aufzustellen, wie es manche haben wollen. Tie Uebergebilbetcn haben schon genug Surrogate für bas Christentum. Wir wenben uns an ba-3 evangelische beutsche Volk. Uns gehört Die breite Schicht der Bevölkerung, der aufstrebende Arbeiter st and, uns gehören die Massen. Ter Katholizismus ist die Idee der Verkirchlichung der Welt,. bie Orchodoxie ist die Idee der Verchristlichung der Well, der Liberalismus aber will das C h r i st e n t u >n verweltlichen. Darum müssen wir den Gedanken des allgemeinen m । biihi ■■mumm iiiitit—1 u muj Veranstaltung von leichtathletischen Wettkämpfen (Lausen, Springen, Diskusiverfen :c.) stattfinden, gelegentlich derer auch einige Konkurrenzen für bie ftubterenbe Jugend offen gehalten sind. Essen (Ruhr,, 22. Mai. Tie Hauptversammlung deö All-^ gemeinen deutschen Schulvereins nahm hier gestern mit einem Begrüßungsabend ihren Arifang. Der Vcclretertagl wählte den Staatsminister Dr. Hentig wieder zum Vorsitzenden; ebenso wurden alle übrigen ausschc.vendcn VorstanoLinitglieber wiedergewählt. Ter Antrag auf Abänderung des Beverns in „Verein zur Erhaltung des Teutschtums im, Auslanve" (Allgemeiner deutscher Schulverein. wurde bis ^ur nächstjährigen Versammlung, die in Konstanz stattsinden soll, vertagt. T an zig, 23. Mai. In der heutigen Festsitzung beS hier tagenden Vereins deutscher Chemiker entwickelte der Vorsitzende Professor Tr. DuiSburg-Elberseld ein neues sozialpolitisches Programm dieses größten aller chemischen Vereine. Hierauf berichtete Geheimrat Enul Fischer-Berliii übet den gegenwärtigen Stand unserer Renntnine der Konstitution bet Eiweiß- törper. Professor Dr. Frank- Charlottenburg ist wegen jeiirec hervorragenden Verdienste um bie Chemie bet Lanbwirtichafk, rns- besonbere um bte Chemie ber stickstoffhaltigen '-Berbmbungen bes Kalkes, bie Goldene Liebigdenkmünze verliehen worben. Ter Verein ernannte den Geheimrat Professor Tr. C. Engler- Karlsruhe zum Ehrenmitglieb. Die nächstjährige Tagung des Vereins soll in Jena stattfinben. — Die ehemalige österreichische Kronprinzessin Stephanie, jetzige Gräfin Lonyay, steht un Begriff, ihre Memoiren zil veröffentlichen. Tie Witwe bes Kronprinzen Riibolf, so heißt es, habe ursprünglich nicht bie Absicht gehabt, biese Blätter vor ihrem Tobe heraiiszugebeii, sie habe sich aber infolge ge.visier An griffe nunmehr dazu entschlossen, an die öffentliche Meinung zu apeltieren. ^Christentums in die Massen tragen, in die Herzen aller und auch rin die der , Lord Syveden das te auf die Freundschaft, mm an den Kaiser wii i König von ftnglant Sport. — Fußball. Aus Anlaß des 11. Bundestages des deutschen Fußballbundes in Mannheim, auf welchem von Gießen der Gießener F. C. v. 1900 vertreten lvar, sand am Pfingstsonntag das Entscheidungsspiel um die deutsche Meisterschaft statt. Zu den Endspielen hatten sich qualifiziert: Berlin, Leipzig, Hamburg, Breslau, Düsseldorf und Freiburg. In der Hauptrunde mußten bereits Breslau und Düsseldorf ausscheiden, Leipzig und Hamburg folgten in der Zwischenrunde deren Beispiel, sodaß sich in der Endrunde m Mannheim Berlin und Freiburg gegenüberstanden. Beide Mannschaften spielen anfangs etwas aufgeregt. Nach und nach wird Freiburg ruhiger und beherrscht durch ihre ganz vorzügliche Kvm- bination bald die Situation. Die Stürmer schießen jedoch zu wenig. In der 23. Minute erringt Freiburg seinen ersten Erfolg durch einen 11. Meter. Durch einen gleichen Ball Ende der ersten HDftc gleich. Nach Halbzeit iburg wieder im Vorteil, durch zwei gut SötHe n unb btn 'ie e§ nicht äße tage i ch bei tarmftabt er- iädchen aus Offenbach, auf Ostern lonstrmien imben Rnabtn mibn* Wen m con machertzefeüen überfallen , die das Kind schreien'^ x\ der Stelle Lynchjustiz er Straße nach Planig olchen überfallen nd Uhren nahmen die ater, 4 Burschen, wurden lg vermißtes Kind einer Homburg wurde m der jimd war epUepUsch ort in die Grube gefallen, irde in der Nacht zum t ft er von Mainz von n unb schwer miß' "eitel uudschlugenm wurden drer Burschen ___— ein unsimttger Stint F Mstunaausos^' sen werden^^s- Der Kartoffelhändler S. in Ochsenzell bei SamBuig editt am 16 September 1904 in der Verkehrshalle des framburqer Schlachthofes dadurch einen Unfall, daß ein Schwein ihn umranntc, das zur Wage getrieben werden sollte, aber d.-m Treiber entlaufen war. vs. behauptete nun, die Landwirt! cha ft s- kämm er für die Provinz Schleswig-Holstein, welche die Schweine annimmt, um sie zum Verkauf bereit zu halten, betreibe kommissionsweise den Absatz von Schlachtvieh an dem Hamburger Schlachthofe; sie habe den Verkauf des Tieres, das den Schaden angerichtet habe, übernommen und haste deshalb als Tierhalter gemäß § 833 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Wälirend Landgericht und Oberlandesgericht Hamburg den Klageanspruch des S. dem Grunde nach für gerechtfertigt er- Nörten, hob der 4. Zivilsenat des Reichsgerichts das ober- lanbesgerichtlicke Urteil aus der entgegengesetzten Uebcrzeugung auf und verwies die Sache zur Untersuchung darüber, ob etwa brr tz S31 B. G -B. Älnwcmdung zu finden habe, an das Oberlandesgericht Hamburg zurück. Die Entscheidungsgründe des Reichsgerichts führen hierzu u. a. folgendes aus: „Wenn das Vorbringen der Beklagten als richtig unterstellt wird, wie dies von Seiten des Berufungsgerichts geschehen ist, so ist eine Haftung der Beklagten nach § 833 B. G.-B. nicht begründet. Es fehlt — von den übrigen Erfordernissen (vergl. die Entsch. des Reichsgerichts in Zivils. Bd. 52 S. 118, Bd. 55 S. 166, Bd. 62 S. 81) abgesehen — das Merkmlal des eigenen Interesses. Die Tätigkeit, welche die Beklagte durch ihre (Geschäftsstelle ausüben läßt, wird ausgeübt im Interesse der Erfinder d. h. der Eigentümer der Tiere. Die 93cRagte bringt die Tiere nicht an sich, nm sic ihren Zwecken nicht dienstbar zu machen, irgend welche Nutzungen aus ihnen zu ziehen. Tie Tiere bleiben bis zur Uebergabe an die Käufer in dem Wirtschuftsbetriebe der Eigentümer. Den Eigentümern soll durch die von den Beklagten getroffene Einrichtung der direkte Absatz des Schlachtviehs ermöglicht werben. Die Eigentümer sollen den Gewinn beziehen, den der Produzent erzielen kann, wenn er unter Vermeidung des Händlers an den Konsumenten veräußert. Spediteur und Kommissionär sind für die Eigentümer der Tiere, nicht für die Beklagte tätig. Tas Landgericht hatte die Annahme, die Beklagte habe die Sorge für die Tiere im eigenen Interesse übernommen, darauf gestützt, daß die Beklagte sich sür die Vermittelung des Verkaufs eine keineswegs unerhebliche Vergütung zahlen lasse. Ebenso bat das Berufungsgericht angeführt, es lasse sich nicht beftreiten, daß Beklagte, die für ihre Tätigkeit Gebühren erhebe, das Unternehmen berufsmäßig in ihrem eigenen Interesse bezw. im Interesse der von ihr vertretenen Landwirte führe. Daraus ergibt sich jedoch nicht, daß die Beklagte die Tiere „hält". Ein Interesse daran, däß die Landwirte ihr Schlachtvieh direkt an die Schlächter absetzen, hat die Beklagte allerdings, aber sie sorgt für die Tiere nicht der Tiere oder ihrer Nutzungen wegen. An den einzelnen Tieren und ihren Nutzungen hat sie fein Interesse. Die geringe Gebühr, die sie bei dem Verkauf erheben läßt, genügt nach ihren Angaben nicht zur Deckung der Aufwendungen, die sie int Jnleresse der Eigentümer der Tiere macht. Wenn die Beklagte den Eigentümern gegenüber die Verpflichtung übernommen hat, für ordnungsmäßige Verwahrung der Tiere Sorge zu tragen, so kann das eine Haftung nach' § 834 begründen, macht aber die Beklagte nicht zum Tierhalter. Orrginal-Drahtmelvuttgen. Berlin, 24. Mai. Zu den Rus s en v er ha f tu n g ert meldet noch der „Vorwärts": In der russischen Lesehalle wurde einem Anwesenden, der von den 8 Kriminalbeamten einen Ausweis verlangte, dieser rundweg verweigert. Er wurde zudem zur Polizeiwache sistiert. Die Beamten waren nichts weniger als höslich und packten einen Anwesenden, der sich nicht mit der verlangten Geschwindigkeit legitimierte, an der Brust. Auch haben sie es unterlassen, über die von ihnen mitgenommenen Bücher eine Quittung auszustellen. Das Wohnzimmer des Fräulein Henning mürbe durchstöbert und unverschlossen in großer Unordnung zurückgelassen. Fräulein Henning lvar seit 3/^ Jahren der hiesigen Polizei gemeldet und auch im Besitz eines ordmmgs- mäüigen Passes. Dennoch wurde sie verhaftet, weil sie den Paß augenblicklich verlegt hatte. Eine Frau Dr. B. mußte ihre schwer kranke 16jährige Tochter, die gerade eine Operation durchgemacht, hatte, lo'hne jede Wartung allein zurücklasfen. Auf die Bitte der Frau, sie mit Rücksicht hierauf frei zu lassen, mürbe, von einem Beamten geäußert: „Ach, was geht mich das an." Trier, 24. Mai. Aus dein Wahlkreise Dann-Pruem-Bttburg wird gemeldet, aus absolut zuverlässiger Quelle verlaute, da» der Mannte Reichstagsabg. Käplan Dasbach schwer er^ krankt ist. Er soll an einer schweren Magenverengung leiden, die ftme Genesung ausgeschlossen erscheinen lasse. Sein Ableben wird in Bälde erwartet und die Zenrrurnssührer seines Wahlkreises uichteten sich schon jetzt auf eine Neuwahl ein. Nürnberg, 24. Mai. Redakteur Schlegel, der noch vor wenigen Tagen benachrichtigt worden war, die Zeugnis^ z w a n g s h a s t werde bis zu ihrem Ablauf, also bis zum 7. OL* tober abends gegen ihn angewandt werden, wurde aus der Haft entlassen. Rom, 24. Mai. Das Neapeler Sozialistenblatt „Propaganda" hatte den Abg. Romano als das Haupt der Co m o rra bezeichnet. Ter soz. Abg. Niorgari fragte darauf in der Kammer- den Instizminisler, ob er von dieser Anklage Notiz genommen habe^ Ohne die Antwort des Ministers abzuwarlen, ergriff der Abg. Romano das Wort und nannte, seine Unschuld beteuernd, Morgari einen feigen Verleumder. SDlorgari erwiderte, er habe nur seine Pflicht getan und den Justizmiulster darauf aufmerksam gemacht. Er wiederholte, Romano sei das Oberhaupt der Camorra und unwürdig, Mitglied des Hauses zu sein. Er wundere sich aber nicht, daß bisher nichts wider ihn geschehen sei, denn in seiner Vaterstadt Capua seien auch die Richter nur seine Handlanger und Stellvertreter. Die Worte Morgarir erregten einen ungeheuren Tumult. Ter Präsident hob die Sitzung auf und befahl den Stenographen, diese Ausdrücke aus dem Sitzungsbericht zu streichen. Wien, 24. Mai. Tie Reichsratswahlen, zum ersten Male nach direktem geheimen Wahlrecht, sind bis auf zwei Stichwahlen beendet. Von Öen 408 Gewählten sind 82 Sozialdemokraten, 66 Christlich - Soziale, 24 Deutschfreisinnige, 25 Teutsche Volksparteiler, 18 deutsche Agrarier, 14 Frei°Alldeutsche, 31 falb. Zentrum, 2 Iungtschechen, 5 Alltschechen, 33 böbtru Agrarier, 10 radikale Tschechen, 5 liberale Slooenen, 15 klerikale Slovenen, 14 Italiener, 5 Rumänen, 5 Rulhenen, 8 Kroaten, 2 Serben, 2 Teutjchradlk ale, 1 Pole, 1 Frelsozialift 2 Ischechiche Wilde. Tie dcutichen Lebensversicheruugsgeiellschafte« im Jahre 1906. Nach dem „National-Oekonom" betrug der gesamte Lebens- versicherungsbeitand aller deutschen Gesellschaften 10711,9, der Rein- zuwachs 595,5 Millionen Maik. Es hatten an Gesamtbest and die Victoria 1 Milliarde und 395 Millionen Mark, Gotha 921,4, Stuttgart 780,7 Leipzig j ^»6 Gießen, den 22. Mai 1907. iBetr.: Scheidekatarrh unter dem Rindvieh der Gemeinde Lich. Las Grotzherzogliche Kreisamt Gießen an die Grofth. Bürgermeistereien des Kreises. Nachdem unter dem Viehbestand her Gemeinde Lich der -anftetfenhe Scheidenkatarrh festgestellt worden ist, empfehlen wir Zhnen y.tr Verhütung der Ausbreitung her Krankheit, den -Bullenmärtern und Bullenhaltern Ihrer Gemeinden aufzugeben, weibliches Rindvieh, welches aus der Gemeinde Lich zum Sprung Hugeführt werden sollte, zurückzuweisen. SolUe die Krankheit in Ihrer Gemeinde beobachtet werden, so ist sofort dem zu- irtänbigat Kreisveterinaramt Nachricht zu geben und gemäß der Pvlizeiverordnung vom 20. Oktober 1902 zu verfahren. I. V.: Langermann. Dortmunder Union (Pilsener) Vilmarer Union Frankfurter Eenrich Ihring, Lich WliM-LulMMll. Unfern verebrl. Mitgliedern geben wir hierdurch bekannt, daß Samstag den 25. Mai, , abends 9 Uhr, unsere -neue Kneipe ZUA eingeweiht wird, wozu wir freundlichst,einladen mit der Bitte um vollzähliges Erscheinen. v2*/. Der Vorstand. (s „Tai putsche A luug m Be, dem vor bekcmnter SW* zu : jefemg, t(n »Wbeii, da fe ?en Leiter, allen Sn.?! gjp LLb? Rentiert iS 9lt> \ Arbeitsvergebung Die Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung der Zufahrt- ivtßc, sowie der Trottoirs zum Neubau des Stadttheaters in Gießen sollen in öffentlicher Ausschreibung vergeben werden. Los 1: ca. 900 qm Chaussierung. Los 2: ca. 200 qm Kleinpflafter. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen, Bedingungen und Ange- wotsformulare liegen im Bureau des Architekten Hans Meyer, West-Anlage 6 dahier, zur Einsicht offen und können daselbst zum Selbstkostenpreis erhoben werden. _ ^Angebote find bis zum Eröffnungstermin am Montag, dem <27. Mai, norm. 11 Uhr, mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an den Architekten Hans Meyer einzureichen. Gießen, den 22. Mai 1907. D23/» Tbeaterbauverein, G. m. b. H., Gießen. Arbeitsvergebung. Die Dachdecker-, Spengler- uud Weiftbinderarbeiten für die Unterhaltung der Torhäufer an der Neustadt und am Neuenweg sollen Mittwoch den 29. Mai d. I., vorm. 10 Uhr, öffentlrch vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der '.Amtsstunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, Der daselbst erhältlich, find bis zum genannten Zeitpunkt an uns Einw»-Äl0«ift 14 Zagc- Kriegsmarine-Ausstellung vom 26. Mai 1967 bis 2. Juni im Neuen Saaibau (früher Steins Garten) täglich geöffnet von 9 biö 1 uud 2 bis 8 Uhr, Unter den Ausstellungsgegenständen [mehr als lötrNummern) befinden sich 17 große, prächtige, künstlerisch ausgeMrte Kriegsschiffsmodelle, Torpedo, Seemine, Maschinen- und Schnellladekanonen, Maschinengewehr, daS im Feuer vorgeführt wird, Reooloerkanonen, Borerkanonen und andere Trophäen aus dem Boxeraufstande, lOüOpfünbige Riesengeschosse, Kartätschen, Schrapnells, Bomben, ÜDlörfer, die wichtigsten nautischen Apparate, Taucher, Modell einer Kriegsschiffmaschine, Seekabeltypen usw. usw. D24^ Eintrittsgeld: Vereine bei geschloffenem Besuch Ermäßigung. Es ladet freundlichst ein Ueutecher Flcttenverein. Marineverein Glessen. Geschäfts-Verlegung. Meiner werten Kundschaft, sowie einer verehrlichen Einwohnerschaft von Gießen und Umgegend zur gefälligen Nachncht, daß ich mein Zigarren- und Schreibwarengeschäft von Grünberger Straße 4 nach meinem Hause KsmGlch 16, ttt DwMch Mener SaaBban früher Steins Garten. Ans Anlass der Hotten-Ausstellnng veranstalte ich Sonntag, den 26. Mai Grosses Garten-Konzert ausgeführt von der Kapelle des Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116 3495 unter Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. zu Gießen in der Zeit vom 25. Mai bis einschließlich 16. Juni 1907. Besuchszeit von 10 bis 5 Uhr. Werden besondere Führungen und Besuchszeiten gewünscht, dann wird empfohlen, dies unnde- stenö 3 Tage vorher Großh. KreisgesmrdheitSamt Gleheu mtt- B zuteilen. ®63~ Eintritt frei! :>333 Gurbu Mujr-arirwifT'i i i■,i —»■■■ ■ Hl • früher Cafe Leib. Spezinlitiiten-Theatcr 1. Ranges Täglich abends 8 Uhr große Vorstellung. M Freitag, den 24. Mai Grosse Wohltätigkeits - Vorstellung H zmn Besten deö Veteranen- u. Krieger-Vereins mit ertra t gewähUem Programm. — Smnstag, den 2o. Ütai von 4 bis 5‘/s Uhr Kindervorstellung. Sonntag 2 Vorstellungen 4 u. 8 Uhr. Vormittags von 11—1 Uhr Frühschoppen-Vorstellung Eintritt frei. Es ladet ergebenst ein 03672 Albert Rappmann, Inhaber und Direktor. Samstag den 25. Mai d. nachmittags 2 Uhr, werden im Biekerschen Saale versteigert: 18 Paar Schnallenschuhe, Arbeiterschuhe, Mtttar- snesel, Herrcnzug- und Damen- ,chnürstiesel, Damenhausschuhe u. Herrenstraminschuhe, 1 Sofa mit Umbau (rotbraun), 1 Kleider- schrank, 2 große Schaukelpferde mit Naturfell, 2 gr. Herrenreisekoffer u. A. m. 3504 Geißler, Gerichtsvollzieher. Versteigerung. Dienstag den 28. Mai L I., nachmtttags 3 Uhr, sollen im städt. Pfand totale, Seltersweg 11 dahier, die wegen rückständ. Qrts- krankenkafsebeiträae gepfändeten Gegenircinde: Atöbel versch. Art, 1 Partie Schaftenstiefel, zwei Pferde und 1 Kassenschrank versteigert werden. 3501 Gemmecker, Pfandmeister. Staubewüsserung cm zulegen. 'Pläne und Beschreibungen des Unternehmens liegen vom 25. Mai bis 8. Juni lf. ^s. auf dem Amtszimmer der Groß- [I,.er;oglichen Bürgermeisterei Utphe während der Dienststunden zur Einsicht offen. Interessenten werden hierdurch Ltwaige Einwendungen gegen das Unternehmen gleich«: Frist bei Großherzoglicher Bürgermeisterei Meidung des Ausschlusses vorzubringen. Gießen, den 16. Mai 1907. ) Bekanntmachung bie Bedienung der Rückstauverschlüffe betreffend. Unter Hinweis auf § 18 Absatz 2 der Pollzeiverordnung vom 1. August 1904, die Entwässerung von Grundstücken im Anschluß an die städtische Kanalisation betreffend, welchen wir nachstehend zum Abdruck bringen, machen wir diejenigen Hausbesitzer, welche ihre Grundstücke an die Neukanalisation bereits angeschlossen haben, darauf ausmerksam, daß in der Zeit dom 27. Mat bis 6. Juni 1907 eine Spülung sämtlicher städt. Straßeukanäle vorge-- viommen wird. Gießen, den 24. Mai 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen I. B.: Eurschmann. B’Vg Der Eigentümer hat für den ordnungsmäßigen Zustand und die richtige Handhabung des Berfchluffes Sorge zu tragen und ist allein für alle, durch etwaigen Rückstau des Sietwaffers hervorgerufeue Schäden verantwortlich. Die Bcrschlüffe sind so auzubriugeu, daß sie jeder Zeit, auch bei blückstan zugänglich sind uud bequem gehandhabt werden können.___________________________________________________ Bekanntmachung. Das Hebregtster pro 1907/1908 liegt von heute ab acht 'Dage lang im Bureau des Unterzeichneten zur Einsichtnahme 'der Beteiligten offen. Gießen, den 24. Mai 1907. '-Der Borstand der israelitischen Religionsgesellschaft. Abonnements-Kon^rte. Die Kapelle des Infanterie-Regiments ,,Kaiser Wilhelm" (2. Großh. Hess.) Nr. 116, erlaubt sich zu einem Zyklus von Abonnements-Konzerten einzuladen. _ r, . Die Konzerte finden im Neuen Saa bau, vormals Sterns Garten, statt. — Dieselben werden mit Mrlrtarmusic auSgeführt, wozu ein rnusik- und kunstliebendes Publrlum emgeladen wird. Der AbonnementSpreiS für 6 Konzerte beträgt: Ein Familienbillet für 4 Personen.....Mk. 8.— ", Personenblllet "......... 2.40 Kaffenpreis........... O.ro * IL SCBMALL 5 Uiergrosshandlnng — Hessischer Hof jl G ist, wenig wahrs Viikltch fem von seinem^ Man M j den Einslus reftors Dr. Erkrankung von Studt, imb spaltet belassen zu mag, hem des Rates Md Gescho umso wenn auch des Le erstellt. Le von Ltudt ü Gren voll; nichts fest, furter Ober- Es dürf Freundschaft vM Ltudt u Lie ist sehr geschlossen, gemeinsam dentischen L diosus Ltu Althoff! das Ileberg den ihm V( 11 OIm.