Veränderungen im dipLomatischen Dienste bemerkbar, weil die auf sozialistischem Boden stehenden Ire heutige Hlrrrnmer umfaßt 10 Seiten. München, 21. Okt. Der deutsche Gesandte im Haag Die Kaager Konferenz. mäßig. die Post Mk. 2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal IbPs^ auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich tfn den politischen Teil: ; für den H. Beck. istischen Staatsanschauungen möglich sei. Nun wird man } licht bestreiten können, daß tatsächlich die Sozialdemokratie ; n Deutschland Verdienste um die Hebung der Lage d^r : mteren Schichten besitzt und daß manches wichtige sozial- ; lolitijche Gesetz nur dadurch zustande gekommen ist, daß )ie Sozialdemokratie dazu drängte oder daß man ihr durch Einbringen einer Vorlage im Parlament den Wind aus den Segeln nehmen wollte. Anderseits aber ist es verfehlt zu behaupten, daß lediglich die Sozialdemokratie in der Lage jei, für die Arbeiterschaft zu sorgen; das gleiche Streben ivaltet auch bei den übrigen Parteien vor, nur daß es nicht stets und stündig in den Vordergrund gerückt und agitatorisch ausgebeutet wird, weil man den Standpunkt vertritt, daß eine einzige Berussklasse nicht einseitig bevorzugt werden dürfe. Ist es doch Tatsache, daß die Sozialpolitik der früheren Jahre in erster Linie die Arbeiterschaft im Auge hatte, während das nicht minder bedrängte Handwerk ziemlich leer ausging und erst in neuerer Zeit etwas mehr Beriicksichtigung findet. Ebensowenig trifft es zu, daß sich eine Besserung der Lage der Arbeiterschaft nicht auf dem Boden der heutigen bürgerlichen Staatsform verwirklichen lasse, und gerade in Deutschland hat man sehen können, wie viel durch den Staat für die unteren Schichten getan worden ist. Auf den Boden gegenseitigen Verstehens und gegenseitiger Verständigung läßt sich sehr wohl viel erreichen, nur dürfen sich die Forderungen nicht in utopistischen Bahnen verlieren. Es ist bedauerlich, daß man gerade auf dem Gebiet der Arbeitersürsorge sehr oft ein Ueber- schreiten der realen Grenzen fordert, wodurch die Situation sehr erschwert wird; allerdings ist es leichter, durch schöne Zukunftsmusik aus die Masse einzuwirken und sie zum Anschlüsse zu veranlassen, indessen ist eine derartige Bewegung für die Entwicklung eines Staates um so gefährlicher. Tatsächlich gibt es, wie der augenblicklich in Berlin stattsindende nationale A r b e i t e r k o n g r e ß beweist, Tausende und Abertausende in der Arbeiterschaft, die sich auf einen derartigen Boden nicht stellen, sondern hoffen, auch unter der heutigen Staatssorm ihre Ziele erreichen zu können. Eine derartige Bewegung, selbst wenn sie zeitweilig in Opposition zur Regierung stehen kann, weil diese in der sozialen Betätigung minder rege ist, verdient allseitige Förderung, namentlich auch durch die Regierung. Der Boden hierzu ist augenblicklich durchaus günstig, in weiten Kreisen der Arbeiterschaft macht sich ein Umschwung Gewerkschaften durch ihren Zwang viele besonnenere Ele- < ; mente ab stoßen, und bei Ausnutzung dieser Situation könnte Sch lö zer kommt alspreuhischerGesandter nach Rationale Arbeiter. Als Arbeiterpartei will stets die Sozialdemokratie angesehen werden, indem man behauptet, daß keine einzige mdere Partei so für die Arbeiterschaft sorge und daß eine Besserung ihrer Lage nur auf der Grundlage der sozia- !>zwei Mäuner, die damit beschäftigt waren, eine Mine zu Der^trockene Husten hält wohl noch an/ er ist jedoch auch nur graben. Die Lenke trugen Pläne für die Mine bei sich, sowie Telegramme von Komplizen, wörm bie)e stch nach dem Gange Dienstag 22. Oktober 1907 BezugSpret-r monatlich75P^ vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch hat die preußische Archivverwaltung käuflich erworben. Sie erstrecken sich über einen Zeitraum von 37 Jahren. Ein Schreiben aus dem Jahre 1742 enthält eine 7 Seiten lange, bisher noch nicht gedruckte Ode an Voltaire. Friedrich der Große wirft ihm darin vor, für Maria Theresia Partei ergriffen zu haben. Der letzte der Briefe, aus dem Jahr 1777, schließt: „il fallait les cb armes de l’enchanteur ed j'eruey pour tirer des vers de ma sterille cei velle.u — Tas 7. Violinkonzert von Mozart, das bisher als verloren galt, ist soeben in Leipzig veröffentliast worden. Wie erzählt wird, ist das Autograph dieses Konzertes (Eigentum von Habeneck in Paris bis 1837) verschollen, nur eine Abschrift wurde eifersüchtig von Eugene Sauzay, der sie niemand zuganglia) machte, gehütet. Es ist nun dem Vorsteher der Kgl. Bibliothek in Berlin, Prof. Tr. A. Kupfermann, gelungen, eine 2. Abschrift des Autographes aufzufinden und nach dieser erfolgte erstmalig die Herausgabe. Nach einer Notiz auf dem Autograph ist das am 16. Juli 1777 in Salzburg vollendet worden, also 2 ^ahre spater als die ersten bekannten Violinkonzerte. Die Spuren der Zeit seiner Entstehung zeigt das Konzert am deutlichsten in der Besetzung und Behandlung des Orchesters, das neben dem Streichquintett nur noch zwei Oboen und zwei Hörner verwendet, ^n dieser Beziehung hat der Komponist unzweifelhaft die örtlichen, immerhin beschrankten Salzburger Verhältnisse berücksichtigt. Nicht nur für unsere Geigenkünstler wird das Werk von Wert sem, sondern auch für Tilettanten und Musikschulen. Die Uraufführung erfolgt gleichzeitig in Dresden (Petri-Mozartgememde), Leipzig (vrl. Bosa)- Windersteinkonzert und Berlin (Mozartgememde) am 4. November 1 — Eine norwegischeSüdexpedition. Christi- ania wird mitgeteilt: .Nach einem en 2tujentöalt 3u Sbunter-- zwecken in Neweastle ist eine norwegische Sudpolarexpeditivn aus- gebrochen, die Geschäft und Wissenschaft mitema^er zu„verbinden gedenkt. Ihr Führer ist der Polarfahrer H. Bull aus Christi- ania, der bereits zwei artarkische Ausflüge hinter sich hat, einen im Jahre 1893/1895, einen zweiten im vorigen Winter wobei der Expeditionsschooner Cathrme untergmg. ^as Schiff der diesjährigen Expedition führt den poetischen Namen Solalimt", ist aber ein alter Sunderlander Dampfer, der nut Tanks und Oefeu für den Walfischfang ausgerüstet ift xaÄ kommerzielle Interesse der Expedition ist aber Nicht Walst ch n, sondern „Seelefanten" (Seelöwen) zugewendet, die man zwischen dem 46. und 45. Grad südlicher Breite zu finden erwar ed Tie Ausbeute au Fett und Häuten soll die Expedrtion wirtschaftlich ermöglichen. Die „Solglimt" ist mit 75 Norwegern bemannt und steht unter dem Kommando des englischen Kapitäns Ree. Sie ist von zwei Zoologen begleitet, die hauptsächlich der ^^bfifcherei und Tiefseephotographie nachgehen werden. Ihre Ausbeute soll dann in öffentlichen Vorträgen in ganz Eriropa bekannt gegeben werden. Für die photographischen Aupiahmen sollen sckwn eine ganze Anzahl kinematographifcher Institute Kontrakte LbgesMosfen haben. - Haag, 21. Okt. Die von der Friedenskonferenz an- längerer Zeit die Absicht bestehe, bei der denmächstigen genommenen Konventionen und Erklärungen sind in fol- Aenderung des allgemeinen Berggesetzes auch die Paragraphen gender Anzahl von den Staaten unterzeichnet: Reglement 74 bis 76 zu ändern, dabei die berggesetzlichen Bestimmungen betreffs die Behandlung von in t e r n a ti 0 n al e n über das Dienstverhältnis der Grubenbeamten den entsprechenden Konflikten: 31; betreffend die Einziehung ko n- Bestimmungen der Gewerbe-Ordnung anzupaffen, traktlicher Schulden: 27; über die EröffnungJm übrigen sei er nicht in der Lage, in die Ver- derFeindseligkeiten: 31; über Gesetze undGe - irags Verhältnisse zwischen Bergwerksbesitzern und Gruben- bränche des Landkrieges: 32; über die Stellung der beamten einzugreifen. In ernstester Weise wies der Minister Neutralen im Landkriege: 32; Vorschristen sür darauf hin, daß die gegenwärtige gespannte Situation zu Handelsschiffe bei der Eröffnung von Feind- einem erheblichen Teile durch die f ch r 0 sfe Art heroorgerusen eligkeiten: 30; über die Umwandlung von Han- sei, die der Steigerverband bei seinem Vorgehen eingeschlagen delsschiffen in Kriegsschiffe: 29; über das habe. Er könne den Steigern nur dringend ans Herz legen, Legen von unterseeischen Minen: 25; über die der schwierigen Lage der Zechenbesitzer Rechnung Beschießung durch Seemächte zu Kriegszeiten: zu tragen und in der Form alles zu vermeiden, ivas zur 29; über die Anwendung der Grundsätze d er Verschärfung der Gegensätze beitragen könne. Was die Frage Genfer KonventionfürdenSeekrieg: 32; über der Verschiedenheit der Unfallziffern auf den Zechen und ihre die Beschränkung des Kaperrechts im Seekrieg: 29; Ursachen betreffe, so sei sie Gegenstand dauernder Ausmerkfam- über die Errichtung eines i n t e r na t i 0 n a l e n P r i s e n - leit der Bergbehörden, und die bezüglichen Behauptungen des gerichts: 22; über die Rechte und Pflichten der neu-1Herrn Werner sollten auf ihre Richtigkeit geprüft werden, tralen Mächte im Seekrieg: 26; über das Verbot, Beschwerden in Einzelfällen seien, soweit sie die Sicherheit Explosivstoffe aus Luftschiffen auszuwerfen: der Gruben beträfen, von den Beteiligten bei den Revier- 22- die Schlußakte der Konferenz wurde von Ver- beamten anzubringen, die allgemein angewiefen seien, alle nach tretern von 42 Staaten unterzeichnet. dieser Richtung zu ihrer Kenntnis gelangenden Klagen über ---------------- -------- — Mißstände zu untersuchen und das zu ihrer Abjtellung Er- hnu Oetterreilii forderliche zu veranlassen. Die Anstellung der von den $ $ t,e § C f , einzelnen Gruben entlassenen Steiger aus Staatswerken tonnte Wien, 22. Okt. Sie iwrrespondenz LSilhelm melbet: ... • 2luSfici,t ftcüen Den gestrigen Tag über war das Befinden des Kaisers st" nlc^t '' .UuiMtjuikn. zufriedenstellend. Der Monarch machte in der — - 777, Mittagsstunde einen einstündigen Spaziergang in den Gale- Ein vereitelter Anschlag aus Sen ^a.en. rien des Schlosses, der ihm Wohltat. Am Nachmittag Petersburg, 21. Okt. (Pet.Telegr.-2tg.) 27 Werst empfing der Kaiser den Besuch ver Erzherzogin Marie üon ^er entfernt führten Jagdhunde in der Nähe des Valerie. Die Erzherzogin reist morgen nachmittag nach Schienenweges bei Pawlowsk Jäger zu einer nut Stroh, Wallsee ab. Auch in den Naa)mittags- und Abendstunden s , unb Planken bedeckten Stelle. Beim Abräumen ,d°s B°fmdeu des ^uara)en glech zufrwde-ist-lwnd „ Der[c§tebelie Grabmstiu.ueute unb nan stieß auf geblieben. Der Kraftezustand ist anoauernd günstig, auch l'"'^ ulun . Äpeptit ist Vorhunden, Vie Körpertemperatur brieb normal. die Negierung viel gewinnen. Staatssekretär v. Bethmann->Münch en. Nach dem Haag kommt .Herr v. Müller, Hollwea hat auf dem erwähnten Kongreß eine große Rede der deutscher Gesandter in Stockholm ist. Gr af Puck le r, gehalten, in der er das Festhalten an der Sozialpolitik deutscher Gesandter in Luxemburg, wirdNaa)smgcr üiullers -«<-> SÄÄSÄ?“ kündigte, aber es wird notwendig sem, daß die Regierung z B - ■ ——- _ - nicht bloß auf dem speziellen Gebiete der Sozialpolitik, Steigerverbaud und Handelsminister. bi< |ld> |eil W... tato., im Handelsminister empfangen. Er trug ihm die Wünsche des Verbandes vor. Der Minister erwiderte, daß bereits seit Aleines Feuilleton. Eine Schitterfeier in Mainz. Vom 18. zum 19. Okloöer 1782 weilte Schiller in Mcünz. Zur Erinnerung an jene Tage ließ das Staduheater amSanisi^ Laubes „Karlsschüler" in ^zene gehen und brachte dav Lustspiel Aul Schillers Flucht" von Alfred Bo rckel zur Uraufführung. J.i Börckels Einakter, der im Gasthaus .zu den drei Relchskronen^ m Mamz spielt, veranlaßt Alargarete Schwan, die Tochter des Alamiheimer Buchhaiidlers, Schiller zu einer kleinen Jntrigue. Eva, die Tochter des Wirtes, liebt ^nämlich gegen den Willen ihres Vaters einen jungen Riusiker. Schiller, der sm; als Dr. Ritter em- geführt hat, soll den Alten, der gichtleideiid ist, ärztlich, behandeln und dabei gleichzeitig seinen Einfluß gelteno machen, dab Evaihren geliebten Nlusiker bekommt. Das Experiment gelingt. schiller befreit den Vater von feinen Gichtschmerzen und Eva von ihrem Herzeleid. Tas Lustspiel fand eine sehr fremidliche Aufnahme. Der Periafier und die Darsteller konnten wiederholt für den lebhaften Beifall danken. Eine stattliche Anzahl Damen und Herreii versammelte sich nach Schluß des Theaters nu Ratskeller. Direktor Behreiid toastete auf die Presse. Er sei zur Erkenntnis gekommen, daß Theater und Presse aufeinander angewiesen seien und er wisse, daß er ohne Mithilfe der Zeilimgen nie das erzielt hatte, was er erreichte. Ein Gedicht „Schillers Flucht", das der Wiener Dichter- Otto Aleixner der Bürgermeisterei Atainz gowidmet hatte, trug Börckel vor. Durch Gesangsvorträge errangen stilrmischen Beifall Frl. Elise Kaiser, die Herren Bürstinghaus, Professor Kohler imt Fifcher-Schlotthauer. Mit Rezitationen erfreuten Frl. Helene Kaifei, Professor Nover, Huy und Herz. * - Herr Richard Gsell, Mitglied des Gießener Stadttheaters, schreibt uns, daß er versehentlich auf dem Zettel der „Schönen Ungarin" als Darsteller des Walzebock genannt^wurde, daß jedoch Herr Edelbert Gar eis diese Rolle am ^onntag iPiel- Eine Nichte des amerik-nis chen P räsidenten als Opernsängerin. — Miß Mau de R o o s e v t hat sich dieser Tage in Elberfeld, wie man uns von dort schreibt, Sn Male °u, der Bühne gezeigt als Elisabeth UN Tann- hüusek Wie sie singt und spielt? - N°ch etwas an °ngerhasb Zwar klingt ihr im Charakter des Mezzosoprans dunke gelarbles Organ voll und schön, aber die Tongebung ist noch und es bedars namentlich einigerFe,le bis sich^e stoliw^cn Tonansätze verlieren. Figürlich ist Mauds 3i°°sevs" G'unb schlank eigentlich sür die Bühne. /Ciircr kostumlr > «kbeit kostbar ausgcstatteten Elisabeth allerdings stand dieseOchlantpei Nicht Übel zu Gesicht! es haftete hr etwas von, einergoMIch n eiligenstatue an, wie man sie häufig m katholischen Kirchen /«Rutscht 'vmi'Dr.Hx M ^brk Wiwes, ünmsttel- M ’U lmige als verschollen, bis sie vor etwa zwei Jahren zwischen alten Manuskripten auftauchte. Leider nicht das vollständige Werk, das aus zwei Auftritten bestand, sondern nur die Schlußszene, die freilich nicht als Fragment empfunden wird, vielmehr ein in ich abgeschlossenes Ganzes darstellt. Sie gehört zum packendsten, was Wilde geschaffen hat, reiht sich, was die Kunst der Steigerung und die Kraft der Verdichtung betrifft, der „Salome" würdig an, trifft das Kolorit der Renaissance bei aller Knappheit der Zeichnung mit erstaunlicher Sicherheit. Der Dichter hat sein Werk richtig eingeschätzt, als er es in „De Profundis" neben „Salome" stellte. — Für die Bühnenfestspiele in B ay r euth 1908 ind in Aussicht genommen: Parsifal, Der Ring des Nibelungen und Lohengrin. Die Aufführnngstage sind die folgenden: Lohen- grin 22., Parsifal 23., Der Ring des Nibelungen: Das Rheingold 25 Die Walküre 26., Siegfried 27., Götterdämmerung 28., Lohengrin 31. Juli. Parsifal 1., Parsifal 4., Lohengrin 5., Parsifal 7., Parsifal 8., Parsifal 11., Lohengrin 12., Ter Ring des Nibelungen: Das Rheingold 14., Die Walküre ^„Siegfried 16., Götterdämmerung 17., Lohengrin 19., Parsifal 20. August. — Von der ehelichen Treue. Peter Ro,egger erzählt: „Wie denken Sie über die eheliche Treue?" fragte Mich ein Besucher aus der Großstadt. Wie ich darüber denke? Tas ist ganz gleichgültig. Fragen Sie doch lieber, wie ichs damit halte. Ich will es Ihnen osten sagen. Tie^ Sache ist interessant, und ich kann wohl mitreden ^n der ^ugmd, vor meiner Verehelichung, hats für Mich nicht allzuviele Versuchung gegeben, also auch mcht viele Tugend. Iw: Lause.des Lebens habe ich erstere kennen gelernt und letztere mcht immer mit leichter Mühe bewahrt. Ein Entscheidendes war, daß man kein Schuft werden will. Jedem Geschäftsmann halt man das Versprechen, und gerade dem liebsten Menschen nicht? Uebngens wäre auszuführen, daß in dieser Sache docy weniger das „Verbrechen" mitfpricht, als praktische Erwägungen. Man setzt m dem Treubruch doch einmal gar zu viel an ^ebenvgluck auf das Spiel. Außerhalb wie innerhalb des Kreises fnien Widerwärtigkeiten und können ihm unter Umstanden so ehr über den" Kopf wachsen, daß sie alles häusliche Gluck alle sittliche Kindererziehung, oft auch alle geordneten wrrtscha tlrchen den Vkr uchÜngen ein Gegengewicht zu bieten Das stärkste daran wt allerdings die Liebe zur eigenen Frau. Nein zu ÄS SS sch r en - T°s K Ausnahmen", sagte mein Besucher en- täuscht - Glauben Sie? Wir leben m ein« Zeit der Che- bnicbriccberei Tie haben wir noch von dem stanzösifchen ~ujt- N und auch von der der modernen Literatur. Ich vermute daß der Ehebruch häufiger in der Tichtung vorkommt als im Qeben Um so folgenschwere Tummheiten zu begehen, dafür find die meisten Leute, wenn auch nicht zu gut,,so doch zu:^^^nftig^ — Sechzehn größtenteils ungedruate Briefe Friedrichs des Großen an Voltaire kr. 348 Erstes Blatt 157, Jahrgang >rid)ctnt tftQUß) —dT* ä aiivei Sonntags. \ VvIJVIwVl 411l-jlrV Mußs.d.Redaktwn IlZ VSäF . M gs S«ra!-Mzeiger für ebtrWfen -MS m Do^ü?a8Tiomu^ Hofationsörud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruck«»»!. R. Lange. Nedattion, Expedition und Druckerei - Schulftrahr r. ^‘eig®;ct(eB das; die Abges and Le n Muley Hafids auch von den holländischen Behörden nicht empfangen werden würden. London, 21. Okt. In der heutigen Sitzung der Vertreter der W es ley a nis che n M et h o d ist e n kir ch e wurde auf Vorschlag des Unterhausmitgliedes Perks einstimmig beschlossen, dem deutschen Kaiser als dem Oberhaupte des größten protestantischen Staates des Kontinentes gelegentlich des Besuches Seiner Majestät in England eine Willkommensadr esse zu überreichen. — „Taily Telegraph" meldet aus Tanger, daß wilde Stämme ausdemJnnernvonMarokkodie Stadt Makarresch überfielen und ein großes Massaker der Juden veranstalteten. Konstantinopel, 21. Okt. Aus Mossoul wird gemeldet, daß ein tür kis ch es Bataillon, das Passawah besetzte, gemeutert hat. Der Kommandant wurde ermordet und die übrigen Offiziere mißhandelt. Schließlich verließen die Truppen das Lager und kehrten nach Mossoul zurück. Die Unzufriedenheit in Serbien nimmt zu. Belgrad, 21. Okt. Die vereinigten Oppositionsparteien erließen ein Manifest an das Serbenvolk, worin sie gegen die Vertagung der Skuschtina protestieren, die als eine Verletzung der Verfassung bezeichnet wird. Das Manifest klagt die Regierung an, daß sie auf inkorrektem Wege zur Macht gelangt sei, fortgesetzt Verbrechen begehe und die Staatsgeschäfte erfolglos und sündhaft leite. Unter der gegenwärtigen Negierung sei Serbien in eine vereinsamte internationale Lage gebracht worden, die seine wichtigsten Lebensinteressen bedrohe. Die Vertagung der Skupschtina bilde eine Gefahr für die normale Entwicklung der politischen Ereignisse in Serbien. Die Volksvertreter sämtlicher oppositionellen Parteien würden alle Mittel anwenden, um den Parlamentarismus und die bedrohte Verfassungsmäßigkeit zu retten. Aus StaOt uhO £an&, Gießen, 22. Okt. 1907. Hofe. A K & der Großherzog und dre Groß Herzog rn sowie die Prinzessin Hein- fo ” $ V ? ® e n öegaben sich am Sonntag mittag um 12 Uhr rm Auto nach Schloß Herligenberg und kehrten gegen 7 Uhr abends nach Jagdschloß Wolfsgarten zurück. Prinz Hemnch von Preußen traf n. d. Darmst. Zta. am garten ö^m Besuch auf Jagdschloß Wolfs- ^rtr Audienz empfangen wurden von S. K. 5). dem G r o ß h e r z o g am Samstag u. a. Oberlehrer Keller von Laubach und Garteninspettor Rehnelt von Gießen. Zum Lehramtsassessor wurde Lehramtsreferendar Wilh. Koch zu Rimbach i. O. ernannt. ^ Schnellzugs-Verspätungen. In Frank- furt fmden in den nächsten Tagen Konferenzen der süddeutschen, westdeutschen, holländischen und schweizerischeil E i, e n b a h n v e r w a l t u n g e n zur Beseitigung der Verspätungen der Schnellzüge statt. ** Zuchthaus in Gefängnis umgewandelt vom letzten Schwurgericht wegen des Verbrechens des Meineides zu 1 Jahr 3 Monaten Zuchthaus verurteilte 19 ^>ahre alte Hüttenarbeiter August Adolf Bierau oon ^ollar, der, wie erinnerlich, im Interesse seines älteren Vetters und um ihn heraiiszuschivören, von diesem zu der Tat verleitet ivorden war, i|t auf Antrag seines Verteidigers, Rechts- anmalts Grünewald, die erkannte Zuchthausstrafe auf den. Gnadenwege in Gefängnis umgewandelt worden. ®ine Konfererz für Lehrer der Kauf- ^CH 5a^,cI)-l,len i" Oberhessen fand am unter Vorsitz des Hauptlehrers Knauß-Gießen, hlerselbst statt. Die Lehrer der Schulen in Alsfeld, Friedberg, Gießen und Lauterbach beteiligten sich daran. Auch die Handelslainmern Friedberg und Gießen soivie der Kanf- nlanmsche Verein Gießen waren dabei Vertreter. Verhandelt wurde über eine Unlerrichtslekton in Deutsch und über den Lehrplan für Deutsch. Daran schloß sich ein sehr interessanter Vortrag des Rechtsanwalts Stahl-Bad-Nauheim über Lehrlingswesen im Handelsgewerbe, dem eine lebhafte Aussprache folgte. J 1 „ vermischtes. Kircke^ In d-m vstpr Torfe Schmauch brannten die rcrrcye und 4 Bauernhöfe vollständig Nieder. Das iVeuer mnr —11 OnIlh ^^lchhölzerii spielenden Kindern verursacht worden ^er Hauptstadt des Fürstentums Lichtenstein, Vaduz' c ?’erUer 2? Häuser ein. — In dem ungar. Orte B er s a Häuser Mit Nebengebäuden und Getreide- und Futter- ^^dergebrannt. ^as Gemeindehaus, das Pfarrhaus TO n n'rf?e<-?le und das Postamt find vernichtet. — In 6rn > e 1 0r?ch eine Feuersbrunst aus, die einen großen Häu-rkompsex zeritörte, in dem sich auä) bie LokalÜätcn "ner ®®oTeneÄafgef|£ $Cr @(6a6ert toiü> “f über "sch es Duell. Der Bürgermeister Wirtschaft? $ °fcnn£rVOtbertc den Redakteur der „Südwestd. Ztg. , Handelskammershndikus Tr. Tille, auf R i -- st o len, weil dieses Blatt in einem Artikel über die Vereiniguna S£?Keahlr »ffC m’I-toütrJe 0e9en Reff veröffentlicht ifatte® „J'r "er «nstigc Privatdozent an der Universität Glas- seindllckkeU fcWL ofre,Viur ®$au getragene Albion- Temo hü) reit unmöglich machte und von den empörten Arbeitern ietteffiÄff er s'ch mühsam heraus- fhVbfAnrp? b(e^nntc Scharfmacher Stummschen Kalibers, ein unsympathischer Art. D. Red.) Der gen om men ! ä“ ° 36 ^at ^Tne Forderung nicht an- (Line sehr hübsche Geschichte zur Flelschteuerung. erzählt die Kvnst. Ztg. vom Schwarzwald. Während die Furt- wanger Metzger für das Pfund Schaffleisch 80—85 Pfg. verlang- ten, boten )ie den Doldenbauern (bei Furtwangen) für 36 Schafe nur 32 Pfg- für das Pfund Lebendgewicht, dann sogar nur 28 - rrCrlni®‘ entschloß sich, die Schafe abteilungsweise a)c^u ^^ochten und verkaufte das Pfund in Furtwangen zu ■r t** der Unkosten so gute Geschäfte, daß UM das Pfund Lebeirdgewicht 36 Pfg. eintrug. Der Bauer hat sämtliche Schafe, sonderii auch 10 'Rinder selbst geschlachtet und das fleisch verkauft. Sein Unternehmen wurde ourch den Fabrikanten Siedle insofern mrterstücht, als dieser sich bereit erklärte, einen ettoa unverkauften Iiest zu übernehmen und ö Pfg. unter dem Ladenpreis, nötigenfalls um 50 Pfg. an seine Arbeiter zu verkaufen. Weitere Betrachtungen überflüssig, sagt hierzu der schwäbische Merkur. J arbeitet Storr Mandler von hier, der feit 6 Jahren ver- Vf'txVnet- Uc6un9 »ach Straßburg yltn 51 Felb-Art.-Regt. einberujen. Er übte 10 Tage, bis I? auf ernmal spurlos verschwand. Nach 9 Tagen sand man tljn tot in der Schiltigau an der Trainkaserne liegen. Di. Xrainfolbaten, die ihn gesunden hatten, zogen ihn heran? und legten ihn ans User. Tem Regiment 51 machten bann fo|ort Melbung, bas die Frau des Verunglückten teu graphisch davon in Kenntnis setzte. Sie fuhr dann 2 Straßburg um sich persönlich zu erkundigen. nal^ dort herzlich Teilnahme an dem traurigen Vor.Lll ff" Pfftjtere des Regiments gaben der Frau ein Gelbgefckff in Hohe von 150 Mk. Die Leiche wurde auf Wunsch h"f grau nach N l e d e r - W e l s e l transportiert. Am Gönnte« fand unter großer Beteiligung die Beerdigung statt -3v9 unaufgeklärten Fall wird die Gerichtsbehörde m die nehmen zur gründlichen Untersuchung, ob Selbstmord «/ff oder Unglücksfall vorliegt. Ebenso werden die Stoffen denen Mandler versichert war, in demselben Sinne her fahren, damit die Versicherungsprämie ausbezahlt werden »» dem Bureau des St ad t t he a ter s wird nns geschrieben l Mr nächsten Freitag ist die Erstaufführung lnr unsere Bühne in S&)rbereitung° Sdiauftief6-?™ ÄnWuoenbritchs neues, überaus bühnemoirksames ^chaufplel im Voooergrund des Erfolges und Interesses fteht EÄt in ff Dpielplan der deutschen MlMen ' Da ff eTnem Bergnugenet Woche z. B. zii gleicher mn a TOnn bm Bühnen zu Berlin, fyranf, Uau, &ÄÄ SÖ1"' B«men, Göttingen, ürin* Militär-Wochenblatt. Erb- barft S>f 9feert V9 unb Bübingen-Wächters- lm Kur.-Regt. v. Seydlitz (Magdeburg.) Nr 7 ®erfe5u"S tn das Regt, der Gardes du iLorps in De7embe??qİb ? « ®°tfc§oft in Rom bis zum 31. h pärt B a 19°8 belassen. Im Beurlaubtenstande: Beför- Se’irf IV bel Bizewachimeister im Landw.- Treusch von Buttlar- andenfels, des Gr. Hess. Art.-Korvs 1 Gr de?Jnf^Reats^bieBizefeldwebel B ö hm er (Gießen) Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess) Nr 116- Jnf.-Regts.^.^68 Sanbto 2 9h i V ?9t: Äru9 (Mainz), Lt. der vandw^nf. 2 Aufgebots. - Verliehe n die Ret- g? a 1^er Bürgermeister Max Freiherr F. ! feuerte gestern abend in seiner Wohnung auf lw denGewehrschuß ab- und zerschmetterte ihr d e Rechte der Frau, im Haushalt und in der erörtert Tr. jur. Grüttesien im 13. Heft der Oktav- Ausgabe von „Ueber Land und Meer" (Stuttgart und Leiv- aemalf" Rttlags-Anstalt). Wie weit die sog. „Schlüsse?- gewalt der Ehefrau reicht, darüber gibt das Gesetz keine über^Mlmnmngen. Professor Ternburg schreibt bar» ^■rau s Umfanges der Schlüsselgewalt der In Mi tot l l9?.6 ?' toie tuett "«ch den allgemeinen, im hinaato^a ?e,te|enben. Vorstellungen der häusliche Wir- blngskreis^ der Frau ging. Ter Stand des Ehemannes die Vr £t 'alt ol|C desselben, wie sie durch das Auftreten >er Ehegatten un Leben erscheinen, sind entscheidend wenn 16 wirklichen Zustand nicht entsprechen."' Tenr- ^m^i 1^(1^905niC?fgerhVnAuer wichtigen Entscheidung bottt 51. Mar 1905.ausgefuhrt: „Nur der tatsächliche änL-hnitt l1DC^cnt unb die dainit zusammenhüngende ik'W Lebensführung der Ehegatten, nicht aber eine SeVensV«^ ■rfiaften fU' Rücksicht auf das Einkommen des Mannsc'd bi' Jen 6äuö(irhpnlTO-e'/CnlIlCi^ncn nad) Ä-Hait uns ui-nfang xeitia^ hi J & Wirkungskreis der Frau und baVfttt gleich. ä “ 8 b,e lÄrenzen ihrer Vertretungsmacht. Ss^ dünn Meiches, 19. Okt. Hier verbrannte ein Strob Hausen auf dem Feld. Als man die Asche auseinander wars, sand man verkohlte Luochen. Wie man annimmt’ M em Handwerksbursche, der in dem Stroh he ' tergte, den Brand verursacht - wahrscheinlich durch ein' Zigarre -, der ihn das Leben kostete. Die Polizei beschlao nahmte die Knochenreste. (Alsf. Ob 4trr S-riTfV"8' 2L ^tL 5n unserer Stadt ijt ein hüchcher ,t a 1 u un en für Tiere in der Nähe des ehemali«n Gautor- zur Aussteitung gelangt, Der rund 1200 Mark tollet ®te Hauptsumme, nämttch 1000 Mark, entstammt einer Stii. ßf ^ugst verstorbenen Rentners Blumner. Den Rest bewilligte der Mainzer Tierschutzverein ^?^benkopf,,19. Okt. Aus Veranlassung der Ber- liner Kriminalpolizei wurde heute abend hier ein anqeb- l ich er Gr af de Passy verhastet. Er hatte in Berlin 9ieBpa>hepIrf13vtd)t=r etn«e^. lMsigen Polizeiwachtmeisters ein angeknupft, das zur Verlobung führte Der ' 5eJfen Visitenkarte „Maximilian count be ^aifg, Kemijarf lautet, hatte sich vor ca. 14 Tagen hier im §otet Roode einlogiert. Der Vater der Staut muft wvbl geschöpft haben. Man sagt, er habe sich brief- tlch bei dem amerikanischen Konsulat in Berlin nach dem „Herrn Grafen erkundigt, worauf heute bet Haftbefehl etntraf. Sem wirklicher Warne ist Max Schirnau g k Er soll em gefährlicher Mäd ch en h än d l e r sein unb sein« -Staut verfprochen haben, sie über Paris nach Lonbon -n fuhren, wo die Htochzeit ftattfinben sollte 6U h- &ran£furt a. TO., 21. OH. Die Kriminalpolizei beranftaltete yeute vormittag Ha u s su ch u n g e n bei einet Wet^e hiesiger Anarchisten. Es handelte sich um bie Beschlagnahme der antimilitaristischen Broschüre „Stieg bem Kriegs Gefunden wurde nichts. - Am Samstag ftarfi mi 90. Lebensjahr Eduard Gustav May, der Begründer der bekannten lithographischen Anstalt E. G. May Shneo. — Am Samstag abend wurde in der Karlstraße ein lunger Kaufmann von einem Seltner mit einem Revolver angeschossen unb schwer verletzt. Der Kaufmann, ungefähr 29 ^ahre alt würbe in bas städtische Krankenhaus gebracht. Die tlntetsuchiiiig ergab noch nichts bestimmtes, doch soll, ?“ ermitteIt werden konnte, der Kaufmann mit bem Kellner ui entern Restaurant Billarb gespielt haben. \erf 0Or be*n Steren aufgefordert wurde, Billardgeld zu bezahlen, entfloh er. Der Kellner eilte ihm nach und feuerte auf ihn. Von dem Täter fehlt ledoch noch jede Spur. poliiifdic Tngesschan. Das Branntwein-Monopol. firh . Tagebl." hört, daß die Reichsregierung ^tfchreden hat, schon in der kommenden Session e ne Branntwernmonopolvorlage dem Reichstag zu unterbreiten. Die Verhandlungen mit dem Spiritus-Syndikat folgendes aB8Wfc,L ®ie Hauptpunkte seien kurz Reichsregierung verstaatlicht das Spiri- ^"^udikat in ferner jetzigen Form und Gestalt aufgetauf?e,hi^nrttfaBrifen toerben °°>n Reiche fttnden ' B Ameren werden entsprechend abge- bie <^^rin§r(L9ierUn8 bietet den Spiritusproduzenten die Gewahr, ftir den zu liefernden Rohspiritus derartig zahlen, daß sie den unter den letzigen mpni, tn*ten CtiJeIten dEisen zum mindesten gleichkommen wenn nicht gar darüber hinausgehen. J y. ■■ ®rannttoeinpreife werden entsprechend ?r- ?»?4„te t» «n.... s. ^Reinertrag des Branntweinmonopols wird für ,;S„.1 “8 b-m m«n.M fTIt.r®“Lfeie" die Grundzüge des geplanten S9ranntoein= Ter ^uzelheiten der Verhandlungen zwischen ?äaen fif h 9,,erun9 Unb ber Jnteressentenvereinigung ent- Sögen sich vorläufig noch der Oeffentlicbkeit urr - • Sff' " »>*« ÄÄ ausschlaggebend mrtgewirkt haben. Gegenüber diesen Mitteilungen des „Bert Taaebl" ÄÄW-*»’ "i * wSm Da)? bet Reichstag tn feiner nächsten Tagung sich mit einer ».«.»« .6« Spl.u.ä„„WI „Id,? äuVÄ j“,„ o vllar, 22. Okt. Heute morgen überfuhr der werk ^uster^in" Uebergang bei dem Basaltes, Ester em Gefährt des Mühlenbesitzers Christ blib de^übw ^fCrb TbC 9etöteL Glücklicherweise uiieo Der Fuhrmann unverletzt " ä iv i 1 ch e n Hungen uiid baü^hiP q-86“19^01" L November ab sei mitgeteitt Fremdenfeindliches aus Amerika. Rom, 21. Okt. Die „Tribuna" meldet aus Newyork: In mehreren Städten des Staates Mississippi to ollen bie Einheimischen die italienischen Kinder aus den Schulen ausschließen. Der italienische Attachee für Auswanderung benachrichtigte das Generalkommissariat für Auswanderung, daß der Vizekonsul sich an Ort und Stelle begeben habe, um in Uebereinstimmung mit den Lokalbehörden eine Untersuchung zu veranstalten. — Die „Tribuna" fügt hinzu, die italienische Gesandtschaft in Washington werde es nicht an den notwendigen Schritten fehlen lassen, um die gebührende Genugtuung zu erlangen. Meuterei chirlesifcher Kulis. Johannesburg, 21. Okt. Auf der New Modder- fontein Grube meuterten gestern abend chinesische Kulis. Sie verbarrikadierten sich auf dem Grundstück und zerstörten die Geschäftsräume der Grubengesellschaft. Die Polizei wurde von einem Hagel von Siein- wurfen empfangen und war außerstande, den Haupteingang zu erzwingen. Nachher vermochten sie durch die Küchen einzudringen, wurden aber hier durch die Kulis überfallen ^^,.6b^ötigt, von der Schußwaffe Gebrauch zu machen. Endlich gelang es der Polizei, den Eingang zu erobenr, wobei sie wiederum auf die Kulis feuerte, die schließlich rn ihre Wohnungen zurückgetrieben wurden. Es wurden 19 Chinesen verwundet, einer getötet und 24 verhaftet. She Meuterei ist durch Agitatoren hervorgerufen worden die den Chinesen vorredeten, sie brauchten am Sonntag nicht zu arbeiten. * ä dec Arbeiten erkundigten. Beide wlirden verhnstet und der Gendarmerie in Zorskoje Ssolo übergeben.______________ Aus dem Zarenreiche. Petersburg, 21. Okt. Hier wurden in der letzten Nacht zahlreiche Finnländer, Amerikaner und Engländer verhaftet, weil sie einer revolutionären Agitation verdächtig sind. — Das Mitglied der ersten Duma Baron von Nopp, Bischof von Wilna, ist seiner Funktion enthoben worden. Warschau, 21. Okt. Heute früh wurden in der hiesigen Zitadelle 2 Banditen und 7 Revolutionäre gehenkt. — Die „Voss. Ztg." meldet aus Odessa: Schwarze Banden verübten am 21. Oktober wieder Ausschreitungen anläßlich der Verlegung ihres Versammlungslokals. Gegen 30 Juden wurden mehr oder minder schwer verletzt. Einem Knaben wurden die Augen a u s g e st o ch e n. Deutsche« Reich. ----- tteten ®r S^erptSüC,:‘eiI)U-n9- ®em ReichStagSabgeord- bürg ?ag t er reu/i* Olden- orbens verlieh n wörden und Verdienst- ba§ jüngste TOitatoh s, . ®tre elnnn" >st mit 29 Jahren C^n a rst bedenklich erk^nk^ o gvonTos- operatron mußte verschoben Werdern geplante Augen- »--»mi b'" 'S"“«« S««». 21. g, ’cnr!.$cr gar Tein Einkommen hätte, würde die -chluiwlgewalt der Fran nicht aufhören. Im vorliegenden \a t /.°Jl oiner Firma im Laufe einiger iiihie für . 083 MKleidungsstücke, Stoffe und Putzwaren ^°9.cr”' 11 ^00 Mark bezahlt. Die Firma verklagte en Ehemann aus^den Rest von 8733 Mark. Dieser bestritt, ab derartige Anschaffungen seiner Frau noch in den Rah- icn der Schlüsselgewalt freien, und verweigerte die Zahlung, umal ferne Ehefrau noch vor: mehreren anderen Geschäften leider bezogen und er anderweitig arohe Summen bezahlt ftammcrgcrtdjt jedoch wie oas Reichsgericht haben en Mann schlankweg verurteilt. In einem anderen Falle relt das Rerchsgerrcht bei einem Kammerherrn, der eine )tande^herrjchast von fünf Gütern hatte und neben seinem hondnalt aus dem Schlosse S. in Pommern einen zweiten esonderen Haushalt in Berlin unterhielt, den Aufwand Kner Frau für Kleidungsstücke und Putzsachen in Höhe von 000 Mark jährlich für angemessen und verurteilte den mmmerherrn zur Zahlung. Blumen. Ein Strauß Himmel- chlusscl Wie lieblich, nicht wahr? Er lag zerzaust und erweltt am Wege zwischen Wiese und Busch. Welche Roheit! Zerechtigt wäre dies Urteil, wenn ihn ein Erwachsener ahin geworfen hätte. Tas ist kaum anzunehmen, er wird en Händen eines unverständigen Kindes entstammen. Trotz- em gibt der „geringfügige" Fall zu denken. Ich höre da stimmen: O, ich habe oft genug gesehen, daß Eltern ihren lindern auf Spaziergängen erlaubten, Blumensträuße zu iflücken, die dasselbe Schicksal hatten! Ja, 's ist wahr. Wer vüßte nicht, wie kurz gemessen die Geduld unserer Kinder st, wenn es gilt, einen Gegenstand längere Zeit in der >and zu tragen. Wenn's nun gar „nur" ein Blumenstrauß st, nach dem zwar das kindliche Verlangen vorher sehr (roß war: er wird unbemerkt fallen gelassen. Tie Lehre st kurz: Entweder das Sträußchen fein säuberlich mit nach muse tragen, oder keines pflücken. Ter Junge ist vieleicht ein großer Blumenfreund, drum sagt er: Bitte, Vater, iiufe mir doch eine Botanisiertuommel, daß ich meine Zlumen besser heimbringen kann. Wenn der Vater ohne weiteres kritisches Bedenken auf den Wunsch eingeht, wird r vielleicht unbewußt in die Reihen der Feinde unserer »eimatlichen Pflanzenwelt treten. Wie dringend verpflich- et sind wir aber doch, diese von tausend Seiten bedrohte Pflanzenwelt jeder an seinem Teile zu schützen! Sieht's licht jeder selbst, der nur ein wenig darauf achtet, wie ie immer ärmer an Arten und damit immer einförmiger oird? Ta wär's doch an der Zeit, daß wir uns alle unächst einmal jeder Gedankenlosigkeit enthielten, die in liefern feindlichen Sinne wirken könnte, wie zum Beispiel iie erwähnte Botanisiertrommel, wenn sie nicht schärf' über- vacht wird. Daß auch Erwachsene aus ihren Spaziergängen n der schönen Frühlings- und Sommerzeit — Sonntags st es am schlimmsten — Sträuße von unverfrorenem Urn- ang sammeln, ist besonders betrüblich. Als ob es bei uns rgendwo auch nur eine Pflanzenart gäbe, mit der also ;ewüstet werden könnte! Hier möge nur die Polizei ganz insach wegen groben Unfugs einschreiten. Die ganze ge- lankenlose Geringschätzung unserer Pflanzen hat aber einen ieferen Grund und der liegt in der Erziehung. Es hat ich so nach und nach die charakteristische Meinung im Pu- )lilum ausgebildet, als ob die freilebenden Pflanzen )raußen mehr nur für die Botaniker auf der Welt wären und der Wald für die Forstleute), die anderen Menschen önuten aber von dieser schwierigen und langweiligen Lissenschast nicht viel verstehen (da denken sie an die latei- lischen Namen!), es käme auch nichts weiter dabei für ie heraus. Demnach geht sie die Sache nicht des näheren in, und eine schöne Blume oder ihrer viele werden demgemäß abgerissen und behandelt. Diesen mehr als schiefen Standpuuu können sie doch nur aus der Schule gewonnen .)aben. Dort wurde die Zeit mit sogenannter botanischer Wissenschaft verbraucht und dabei das rechte Verständnis and die rechte Liebe, für Blume und Pflanze totgemacht. 5o lange beim Unterricht über die lebende Natur das Wissen die Hauptrolle spielt, wird's auch nicht viel anders werden. Probiert bett Verstand >n anderen Dingen der Natttr, sie ist ja überreich, aber bei Blumen, Bäumen, Schmet- terünaen und Vögeln muß an erste Stelle die aus der Fülle schöpfende Belehrung über ihre Schönheit treten. Dabei wiro ganz von selbst eine Menge biologischen und anderen Wissens mit unterlaufen, das sitzt aber auch. Und dieses „Studium" gehört xum guten Teil hinaus ins Freie. Tann ist zu hoffen, daß den Jungett und Mädeln die Freude an der Natur und ihrer Schönheit und damit zugleich das Bedürfnis, sie zu schützen und zu schonen, aus der Schule ins Leben folgt. & * Moderne Dienstmädchen. Die Neuseeländer Dienstmädchen haben sich organisiert und keine von ihnen wird mehr einen Finger rühren oder ein Engagement antreten, wenn nicht die Dienstherrin die Bestimmungen der „Vereinigung weiblicher Dienstboten" feierlich durch Unterschrift anerkennt. Wie die Australian Review berichtet, setzen die Bestimmungen die wöchentliche Arbeitszeit auf insgesamt 68 Stunden fest. Der Dienst beginnt morgens nicht vor 1/27 und endet Montags, Dienstags, Freitags und Sonnabends abends um 1/28 Uhr. Drei halbstündige Ruhepausen am Tage und eine Stunde Ruhe bewahren die Dienstmädchen vor Ueberanstrengung. Donnerstags und Sonntags endet die Arbeit nachmittags um 2 Uhr; entgegenkommend beschränken die Dienstboten die Pausen an diesen verkürzten Arbeitstagen auf zwei halbstündige Ruhegelegenheiten. Auch erklären sich die Dienstboten bereit, jeden zweiten Sonntag, aber nur nach vorhergehender Ankündigung zwischen halb sechs und halb sieben nachmittags den Tee zuzubereiten. Am Mittwoch wird bis zehn gearbeitet. Am Sonntag morgen muß dem Dienstmädchen durch einen zweistündigen Urlaub Gelegenheit zum Kirchenbesuch geboten werden. Als reglementsmüßige volle Urlaubstage sind Weihnachten, Neujahr, Ostermontag usw. festgesetzt. An Urlaubstagen muß die Arbeit gegebenen Falles zum Satze von 1 Mark die Stunde extra bezahlt werden. Demgegenüber bieten freilich auch die neuseeländischen Dienstmädchen ihren Brotherren eine Reihe außerordentlicher Vergünsti- gungen: sie wollen auch, so freundlich fein, bei Auswahl eines Engagements tunlichst jenen Herrschaften den Vorzug zu geben, die die 23 efl immun gen 0er Lünstmüvchen-Organi- sation schriftlich anerkennen, sie verpflichten sich auch, ausgenommen am Donnerstag, allabendlich um zehn Uhr zu Hause zu sein und ihr Entgegenkommen geht sogar scweit, daß sie sich bereit erklären, bei etwaigen Differenzen sich dem Schiedsspruch eines Komitees zu unterwerfen, das aus fünf Mitgliedern der Dienstbotenorganisation besteht. Familie n-Nachrichten. Geborene: Herrn Karl Flemming uni) Frau iu Büdingen ein Sohn. Verlobte: Fräulein Katharine Gemmer (Heidelbach) mit Herrn Karl Gundrnm (Storndorf.) — Fräulein Auguste Quentin (Hanu. Münden) mit Herrn August Kagel (Marburg). Gestorbene: Herr Nathan Wemberg in Lauterbach. — Herr Wilhelm Häuser in Friedberg. — Herr Hemrich Schneider VIII. in Ostheim. — Herr Chiton Volkmar iu Burgsolms. — Herr Jakob Eckhardt m Kölschhausen. — Herr Johann Hemrich Baum, Frau Johanne Christiane Seidel, Frau Katharina Müller, Frau Elisabeth Peter, sämtlich in Marburg. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Heften am Mittwoch den 23. Oktober: Heiter imb trocken. Morgens Nebel. Temperatur wie heute. Oestliche Winde. Markte. — Kartoffelmarkt-Bericht vom 21. Okt. Hagen: Magnum boiium Mk. 2.50. Köln: Rote Daber Mk. 2.40, andere rote Sorten 2.25, Magnum bomim 2.60—2.70, weiße runde 2.10 bis2.20, Gelbfleischige, rote, 2.40—2.60, weiße 2.25—2.40. Friedberg (Hessen): Rote Sorte Alk. 2.00—0.00, Magnum boiium 2.25, weiße runde 1.90—2.00, Gelbfleischige, weiße, 1.90—2.00. Frank- Bekni. Uurachuug. Wegen Vornahme von Walzarbeiten wird die Kaiser-Allee zwischen Roonstraße imb Eichweg von heule an bis mif Weiteres stir den Fuhr- und Radfahrverkehr gesperrt. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Tamm- straße zwischen Walltorstraße und Nordanlage von heute an bis aus Weiteres für den Fuhr- und Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 21. Oktober 1097. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. __________________Reinhart. _____________ Lekanmmachung. Auf Grund des § 42 der Verordnung, die Anlegung des Grundbuchs und die Ausführung der Grundbuchordnung betreffend, vom 13. Januar 1900, hat das Großh. Ministerium der Justiz bestimmt, daß das Grundbuch und Berggrundbuch für Großcn- Linden 00m 10. November 1907 an als angelegt anzusehen ist. Die Vorschriften darüber, was seitens der Beteiligten noch bis zu dem angegebenen Zeitpunkte zu geschehen hat, können auf 'der Amtsstube des Großherzoglichen Ortsgerichtsvorstel-ers zu Großen-Linden und aus dem Anschlag an der dortigen Ortstafel ersehen werden. Von der Anlegung des Grundbuchs ist Flur I Nr. 215 ausgeschlossen. Gießen, 21. Oktober 1907. Großherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. Die Spar- und Darlehnstasse (A.-rv.) zu Steinbach setzt alle Interessenten hiermit in Kenntnis, daß sämtliche Einlagen vorn 1. Januar 1908 an mit 33/4% verzinst werden. 6678 Steinbach, den 21. Oktober 1907. Der Direktor: Earl Gerhard III. Br. Geyer von der Reise zurück. Hält seine Sprechstunden jetzt ab: Werktags von 8—9 Uhr vormittags, 2—4 Uhr nachmittags. Sonntags von 8—10 Uhr vormittags. 6686 - Lj Kohlenkasten Ofenvorsetzer 6319 August Kröll, mir Seltersweg 12. WUMM kein Chi kein reib ttI ir jede Wasch mein od e passen a - Henkel & Co. Düsseldorf. I WWW ■Cn »,.J_____U/—l f'u r t a. M.: Rote Sorte Mk. 1,90, Magnum bonum 2,25—0.00, weiße runde 1.90, Gelbfleischige, rote, 2.00, weiße, 3.25. Mannheim: Magnum bomim Mk. 2.30—2.40, Gelbfleischige, tote, 3.25—3.50. Frankenthal: Rote Sorten Mk. 2.00, Magnum bonum 2.20, weiße runde 2.00, Gelbfleischige, blaue 3.00, rote 2.65, weiße 2.65. (Alles ver 50 Kiloar.) Grrgincrl-Drahtnrelduirgen. R. B. D a r rn st a d t, 22. Okt. Die R e k 10 r a t s ü b e r - gäbe der Technischen Hochschule fand heute in Gegenwart der Minister Ewald und Braun, des Oberbürgermeisters Morneweg und zahlreicher anderer Ehrengäste statt. Der seitherige Rektor Geh. Baurat Gutermuth gab den Jahresbericht und widmete dem Minister Rothe, der die Würde eines Ehren-Dr.-Jngenieurs bekleidet, warme Worte des Gedenkens. Nach Mitteilung verschiedener Personalveränderungen gab der Rektor bekannt, daß Geh. Baurcrt Alfred Messel in Berlin, Stadtbaurat Ludwig Hoffmann und Prof. Dr. Landsberg zu Ehrendoktoren ernannt worden seien. Berlin, 22. Okt. Gestern abend fand eine imposante Volksversammlung statt als Abschiedsfeier für Dr. K a r l L i e b k n e ch t, der übermorgen seine 1 V2 jährige Festungs-- haft in Glatz antreten wird. Schon um 5 Uhr war der Saal gefüllt uhtb wurde polizeilich gesperrt. Auch die angrenzenden Straßen und der Vorplatz waren von einer großen Menschenmenge gefüllt. Als Dr. Liebknecht mit dem Reichstagsabgeordneten Fischer angefahren kam, bereitete ihm die Menge eine stürmische Ovation. Mit stürmischen Kundgebungen und drei Abschiedsrufen verließen die Zuhörer das Lokal. Als Liebknecht auf "der Straße wieder erschien, erreichte die Begeisterung der Menge ihren Höhepunkt. Unter Absingen der Marseillaise gingen die Massen auseinander und verliefen sich, ohne daß die Ordnung gestört worden wäre. Tie Polizei war zahlreich aufgeboten. Gotha, 22. Okt. Tas Ministerium entschied die Bürgermeisterwahl in Waltershausen zu Ungunsten des bisherigen Bürgermeisters Hartmann und bestätigte den Gerichts-Assessor W e i g e l t-Oschatz. London, 22. Okt. Die hiesigen Blätter kündigen die bevorstehende Vermählung desFräuleinBotha, der Schwester des früheren Buren-Generals und jetzigen Ministerpräsidenten von Transvaal, mit Haveking, Sekretär des Klubs der Achtziger, an. Dieser Klub besteht aus politischen Persönlichkeiten, welche meist der radikalen Partei angehören und von denen mehrere lebhaften Anteil an der Opposition gegen den südafrikanischen Krieg genommen hatten. Fräulein Botha hat die Bekanntschaft Havekings gelegentlich ihrer Anwesenheit in London, wohin sie ihren Bruder zur Kolonial-Konferenz begleitete, gemacht. Dünkirchen, 22. Okt. Der Hafenarzt erklärte, daß zwei auf dem von Tunis eingetrossenen Dampfer Provincia befindliche Matrosen pestkrank seien. Die übrigen Matrosen und die Verlader des Schiffes wurden mit Antipest- serum geimpft. Auch alle sonst erforderlichen Vorsichtsmaßregeln wurden angeordnet. Paris, 22. Okt. Ter Matin bringt aus Newyork folgendes Telegramme Während der Truppenschau, die bei der Enthüllung des Denkmals des Generals Siegel stattfand, bemerkte man plötzlich, wie die Japaner das neue dreizöllige Feldgeschütz von mehreren Seiten photographieren wpllten. Nur die anwesenden zahlreichen Polizisten schützten die japanischen Spione vor der Lynchjustiz, die die empörte Menge an ihnen vollziehen wollte. Paris, 22. Okt. In der gestrigen Sitzung der Akademie der Wissenschaften legte der Sekretär Lappareute mehrere vom Chemiker Charette auf elektrochemischem Weg her gestellte kleine Kristalle vor, die alle Eigenschaften von Diamanten aufwiesen. Die Akademie beauftragte zwei ihrer Mitglieder, die Steine auf ihre chemische und mineralogische Beschaffenheit hin zu untersuchen. Kopenhagen, 22. Okt. Königin Alexandra von England wird am Donnerstag abend an Bord ihrer dacht Victoria and Albert wieder nach England zurückkehren. Petersburg, 22. Okt. Ter entdeckte unterirdische Gang hat in Hofkreisen große Beunruhigung hervorgerufen. Ter eine Verhaftete ist der Sohn eines Eiscnbahnbe- ainten namens Alexejew, der andere ist ein Bauer. Man hält es für möglich, daß es sich nicht um einen Anschlag gegen den Zaren, sondern um Vorbereitungen z u einem Heber«* fall auf einen Eisenbahnzug handelte. Sercii! Dtr MimMmmn Zilgenö. föiejjfn. Was wir wollen : Unser Wahlkreis, in dem irn vergangenen Neichstagswahlkarnpf der reaktionäre Antisemit den Sieg bauon- lrug, kann und muß das nächste Nlal vom liberalen Bürgertum zurückeroberl werden. Es muß gelingen, die Lauen zu begeistern, die von der internationalen Sozialdemokratie Irregeleiteten zu einer nationalen Politik zuruckzuführen und die in einteiliger Wirtschaftspolitik Besungenen wieder iur nationale und liberale Denkweise, für den Blick auss Ganze zu gewinnen. Das ist unser Ziel! Daran will die nationalliberale Jugend schon jetzt mit Anspannung aller Kräfte arbeiten. Deshalb wenden wir uns mit diesem Ausruf an die Jugend: Helsen Sie uns, indem Sie ein tätiges Mitglied unseres Vereins werden ! Deshalb wenden wir uns an das Alle r: Unterstützen Sie uns und unsere gute Sache! Wir wollen kämpfen iu uuverbrüchlicher Treue zu Kaiser und Reich: sür eine kraftvolle, zlelbewutzte Politik nach a u ß e n, f ü r die Stärkung unserer Wehrmacht zu Wasser und zu Land, sür die Erschließung der Kolonien, sür den Ausbau unserer freiheitlichen Einrichtungen in Regierung und Verwaltung, für das bestehen de Reichstags wähl recht uiid dieKoalitions- sreiheit, für Ausgleichung b er wirtschaftlichen Interessen und den Schutz der nationalen Arbeit, für einsichtige Betätigung desStaates durch e in- schlägige Gesetzgebung 3 u g u n ft e n de r wirtschaft- l i ch S ch w acheu und der minder Oegüterten Volks- klassen, sowie für Erhaltung und Stärkung de s 2)1 i 11 e I ft a n b e § in Stadt unb Land. Wer diese Politik billigt, der trete unferm Verein bei! Der Vorstand. I. A.: [6687 Oswald Riedel, 1. Vorsitzender. Earl Doepser, 1. Schriftführer. Anmeldungen nimmt der 1. Schriftführer, Herr fiebramtS* referendar Carl Doepfer, Gießen, Landmann,traße 1, entgegen. Flkidenkkl-Uklkiliizuii- Gieße«. Donnerstag, den 24. Oktober, abends 81/, Uhr im Saale des Cafe Ebel Oesfentlicher Vortrag des Herrn Karl Neurath aus Mainz über Wiliaelm Molzamer Eintritt für Nichtmitglieder 20 Pfg. "ME Auch Damen herzlich willkommen. 6676 Der Borstand. Eisenbauanstalt DARMSTADT.5^ Dachstühle — genietete Träger — Stützen — moderne Fassaden —- Hallen — Treppen etc. Vom vermieten. Näheres 16188 22. Oktober 1907. Gießen (Liebigstraße 64), den -äse Ein ß rtnnX billig zu gebrauchtes v‘Vi4rL' verkaufen. Liesenweg 17. 07830] Horloff. Meldungen Arbeitsstelle. Kreuz 11. zu vermieten. 6507) Scltersweg 23. 6675 Hausbursche Sira mit guten [6296 08032] Schön möbl. I vermieten. Alicestrc pari. nlage 3. efen und Herde [1365 Petroleum-Oefen im m, Um zahlreiches Erscheinen wird Der Vorstand. gebeten. enrpfiehlt [6379 3 Zimmer Näheres Bleichstr. 15. 6428 Magazin. [6360 Asra!? k » MAGGI Ihi vermieten Mcrfdncbencs (MN MW im 68. 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