Nr. 273 br-ch-'ni täglich bonnkags. Dem K'ehe«,el Anzeiger tveröen im Wechsel mit hem hessischen Landwirt die -ichener Kamilirn- blötter viermal tn der DZoche beigelegi und tiveimal wöchentlich das |(((i$blatt für den Kreis *|cftcn itendvieeh-'jln- |ch|ubi d. Redaktion 112 Vertag u. Lxpedrnon 61 Hbiefle t6i Depeichenl RnifMin «ickerr. Agnohme een flnjetgen (üi Die Lagesnunnner bil oormttiagS 10 Uhr. Erstes Blatt 157. Jahrgang Mittwoch 20* November 1907 $ Li '■ K i monatlich 76 oiertel» jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch die Post Mk. 2.— utertel* jährt. auSscht. Beüellg. ZeilenpretN: lokal 15Ps«, auaroärte 20 Pienntg. Perankwortirch General-Anzeiger für Gbechessen rZRZ • 9 I “ u. Land' und.Gerichts- »otattonrdruck und Verlag der 7rk!hl'Ichen Univ.-Vuch- und Steindruckerrt. B. tauge. Redaktion, Lrpeditton und Drudtrel: Schulftratze 7. ® W- ®* 1>"> rtnzeiaenteu p oed. ''•e yculige Mucrurcr uMfatzt 20 Seiten. Aus dem Etat. Die Mitglieder des Bundesrates sind augenblicklich fast n Permanenz öcqammelt, da man unter allen Umständen >en Etat dem Reichstage bei seinem Wiederzusammentritt loclegen will. Dies wird auch möglich (ein, weil die haupt- achlichsten Etats bereits durchberaten sind. Daher hat nan auch mit den Veröffentlichungen aus dem Etat sort- ;esahren und auch das neue Flo11enge s e tz ist bereits mblljicrt worden. Eine besondere Ueberraschnng hat das entere wohl nirgends bereitet, denn es enthält nichts, oas nicht bereits früher angekündigt worden wäre; auch .ie Begründung ist vor einigen Wochen in der „Nordü. Allg. )tg." größtenteils mitgeteilt worden. In den inzwischen ur Veröffentlichung gelangten Etats bie.:t sich im großen mb ganzen wenig neues, vor allem muß sich ja der Militärtat und auch die Marineverwaltung in ihren durch die eiressenden Gesetze neugezogenen Grenzen halten; immer» in sind manche Positionen daraus nicht ohne ioeileugeljenbe Bedeutung. Was den Militäretat ansangt, so werden mehrere reusormationeu vorgenommen; neben der Bildung eines :euen Kavallerieregimentes in den Neichslanden handelt s sich überwiegend um die technischen Wassen und zwar Ul, wie verlautet, ein neues Pionierbataillon in Köln a. Rh. ebilbet werden, v während beim Gardedukorps eine lionier-Versuchskompagnie ausgestellt und das Lustschisser- ütniilon um eine dritte Kompagnie vermehrt wird. Bon weiterer Bedeutung ist noch die Summe von 30 Millionen stark für den Ausbau der Landesbefestigungen nd ferner erscheint noch eine Summe von 4,6 Millionen stark für Neubekleidung, womit wohl der G-ruud» ock für die Einführung einer neuen Felduniform gelegt -erden soll. Aus dem Etat des Reichsamtes des Innern t bemerkenswert, daß die Belastung des Reiches aus dem wvalidenversicherungsgesetz sich auf nicht weniger als 51 tulinnen Mari belauft, u. a. sind für die Bekämpfung des Typhus 200 000 Mark ausgesetzt, zu derjenigen der Tuber- ilofe 120 000 Mark; zur Förderung des Zeppelinschen usischissermckernehmens erscheinen zum erstenmal 2 Mill. !?ark in diesem Etat. Der Marineetat balanciert mit zirka 40 Millionen Mark; an einmaligen Ausgaben ist eine mmme von 115 Millionen Mark vorgesehen. Beim P o st e t a t werden die Einnahmen auf 644 Mill, stark veranschlagt und ein Ueberschuß von reichlich 83 Millionen Mark herausgerechnet. Ob aber dieser Ueberschuß nrklich erreicht werden wird, bleibt abzuwarten, denn innige der Verteuerung des Ortsportos dürften die Heber» hasse nicht mehr die frühere Zunahme aufzuweifen haben. )as gleiche gilt von den Voranschlägen ter Erträgnisse ns den Zöllen und Verbrauchssteuern, denn amentlicf) die neueingeführten Steuern haben gegenüber en Voranschlägen wesentlich verminderte Einnahmen er» eben. Das Rei chsschatzamt erhofft eine Steigerung dieser Annahmen um insgesamt 70 'Millionen Mark und will an» heinend damit die Riehrerfordernlsse zu decken versilchen. >b das Exempel stimmen wird, ist mehr als fraglich und oraussichtlich durste das Etatsjahr mit einem erhcb- chen Defizit abschließen. Aus politischen Gründen will die lcichsregierung bekanntlich in der neuen Tagung nicht mit äeuerpvojeften kommen und von freisinniger Seite soll, wie Plantet, jede neue indirekte Steuer in den vertraulichen Besprechungen entschieden abgelehnt ivorden sein. Die Folgen -esec Taktik der Regierung töniien leicht verhängnisvoll eiben, es dürfte schließlich kaum etwas anderes übrig bleiben, 's zu einer neuen Anleihe zu greifen. Eine solche könnte der bei dem heutigen Stand des Geldniarktes nur sehr schwer nd unter höchst ungünstigen Bedingungen untergebracht 'erben, zumal die letzten Anleihen bedenklich un Kurse Hallen sind. Es ist kein Wunder, wenn unter solchen Umständen Herr Stengel sich auf seinem Posten höchst ungemütlich fühlt nb froh wäre, ihn lieber heute als morgen verlassen zu >nnen. Freilich dürfte sich nicht so leicht ein Manu finden, •*c die wenig erfreuliche Stengel'jche Erbschaft anzutreten ge» kigt wäre. 2lu>land« Wien, 19. Nov. Die hier tagende Bischofskonse- enz spricht dem Papste ihren Dank für die Enzyklika über en Modernismus aus und versprach, die Anordnungen es Papstes durchzusühren, wofür der Papst durch den ardinal Merry del Val den Bischöfen den Dank aussprach. — Der deutsch-nationale Verband beschloß, egen die Beschuldigungen, die auf dem Katholikentage egen die Universitäten erhoben wurden, zu protestieren nd die Versuche, die Hochschulen unter klerikalen Ein- uß zu bringen, mit Entschiedenheit zurückzuweisen. Der 'Orstand wurde beauftragt, alle geeigneten Abwehrmaß- -geln im Einvernehmen mit den freiheitlichen Parteien 1 ergreifen. - Der „Wiener Mg. 3tg/z zufolge soll in Bosnien und der Herzegowina eine Gärung unter der Bevölkerung bestehen, die nicht so sehr durch innere Verhältnisse als durch äußere politische Einflüsse hervor- gerujen werde. Die Audienz des ReichSfinanzministers Burian beim Kaiser stehe mit dieser Angelegenheit in Zusammenhang. Toulon, 19. Nov. 7 Soldaten des 8. Kolo- nial-Jnsanterieregiments sind aus dem Arrest- lokal entflohen. Zwei von ihnen wurden verletzt unweit des Arrestlokales aufgefunden, den übrigen gelang es, zu entkommen. London, 19. Nov. lieber den Zustand des Premierministers Sir Henry Campbell-Ban ne r- man besagt ein ärztliches Bulletin von heute morgen: Obwohl das Besinden des Premierministers augenblicklich zufriedenstellend ist, ist es doch mit Rücksicht aus die herannahende parlamentarische Session notwendig, daß er sich noch einige Wochen lang vollständige Schonung auserlegt. Washington, 19. Nov. Präsident Roosevelt hatte eine Besprechung mit den Führern der beiden Häuser des Kongresses betr. gesetzgeberische Maßnahmen zur Besserung der finanziellen Sage. Alle Parlamentarier waren einstimmig der Meinung, daß die Finanzgesetzgebung die erste Ausgabe der n e u e n S e s s i o n sein müsse; dagegen waren die Ansichten verschieden in Bezug aus das, was zu geschehen habe. Aus shaot ftuno. Gießen, 20. Nov. 1907. **ZurStadtverordnetenwahl. Am morgigen Wahltag ist folgendes zu beachten: Man wähle möglichst zeitig, damit nicht die Wahlhandlung sich kurz vor Wahl- schluß zusammendrängt und prüfe genau den Zettel, den man abgeben will, damit man sich nicht durch einen bei manchen Namen ähnlich lautenden Zettel irresühren läßt. Vierzehn Stadtverordnete sind zu wählen; wenn mehr Stimmen auf dem Zettel stehen, ist er ungültig. Weniger als 14 Namen machen den Zettel nicht ungültig, aber es empfiehlt sich nicht, weniger zu wählen. Einmal, weil man sich damit selbst eines Teiles 'einer Bürgerrechte begibt, zum anderen, weil man damit vielleicht gerade einem Mann zum Mandat verhilft, den man am allerwenigsten für geeignet hält, die Bürgerschaft in der Stadtverordnetenversammlung zu vertreten. Auch Abänderungen sollte man aus demselben Grund nach Möglichkeit vermeiden, zumal es auch im Interesse der rascheren Feststellung des Wahlresultats geboten ist, ungestrichene Zettel abzugeben. Will man aber aus irgendwelchen Gründen einen Kandidaten unter keinen Umständen wählen, so sollte man ihn durch den Namen eines aussichtsreichen anderen Kandidaten ersetzen. Um ungültige Stimmen zu vermeiden, ist der Name so deutlich zu schreiben, daß Verwechslungen mit anderen Personen ausgeschlossen sind. Man schreibe also Vor- und Zuname, Stand und die etwaige zur näheren Bezeichnung dem Namen beigefügte Ziffer (Vornamen auS- schreiben). Nicht stimmberechtigt sind Wähler, die das 2. Ziel Gemeindesteuer (das im JiLli fällig ist) noch nicht bezahlt haben, falls es nach dem 15. Nolember bezahlt wurde, ist der Steuerzettel dem Wahlvorstand vorzulegen. — Die Wahl findet von 11 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends ununterbrochen statt und zwar im Bürgeryieistereigebäudr; Tie Wahlberechtigten, deren Namen mit A—Go beginnen, wählen in Zimmer 6, Gr—Li im Zimmer 11, Lo—Schl im Zimmer 12 und Schm—Z im Zimmer 8. ** Ter Finanzausschuß b c r zweiten Kammer hatte am Dienstag eine Sitzung mit Finanzminisier G n a u t h , Minister des Innern Braun und den Ministerialräten Best und Tr. Becker abgchalten. Zur Beratung stand in erster Linie die von der ersten Kammer abgeanderte Regierunasoorlagc über die We r t z u w a ch s st e u e r. Nachdem der Ausschuß- referent, Aba. Tr. Gutfleisch, über die vollzogenen Abänderungen Der Artikel 1, 3, 7, 8, 9 eingehend berichtet und ihre Annahme in der Fassung der ersten Kammer empfohlen hatte, fand eine längere Debatte besonders über die veränderten Steuersätze bei Art. 8 statt. Der Ausschuß nahm schließlich sämtliche Abänderungsvorschläge der ersten Kammer an, die auch von den NegierungSoertretern warm befürwortet waren. Weiter stimmte der Aus.chuß noch den Berichten über die Nebcnbahnan- träge der Abgg. Haas (Fürth—Reichelsheim auf Staatskosten zu bauen re.) und Wolf (Undenheim^—Arusheim) und mehreren anderen Vorlagen zu. — Tie zweite K a m m e r wird neuerer Entschließung zufolge in der e r ft e n Woche des Monats Dezember zu ihren Plenarberatuugen zusammentreten. Zunächst wird die Gesetzesvorlage über die W e r t z u w a ch s st e u e r end- giltig verabschiedet werden, so daß sie am 1. Januar 1908 Gesetzeskraft erlangen kann. Den hauptsächlichsten weiteren Be- ratungsgegenstanD bildet dann die I a g dg e s e tz v v r l a g e. Den strittigen Art. 17, der im Juni ds. Js. den Anlaß zur Vertagung bot, ist vom Ausschuß wieder unverändert nach Der Regierungsvorlage angenommen worden. Die 2. diesjährige Schlußprüfung der evangelischenTheologie hat am Montag inDar rn- stad t ihren Anfang genommen. Es beteiligen sich daran 8 Examinanden, von denen 3 aus Starkenburg, 3 aus Ober- Hessen und 2 aus Rheinhessen sind. A Dirlammen, 18. Nov. Uebersallen wurde am Samstag nachmittag die 58 Jahre alte Elifab. Dietrich von hier auf dem Wege von Lauterbach hierher. Im Wald- distrikt „Knöppsack" trat ihr ein etwa 30 Jahre alter Rtenfch entgegen, fchlepple sie in Den Wald, warf sie zu Boden und versuchte ne zu vergewaltigen. Lehrer Wilhelm von Meiehes, der des Weges kam und die Hülferufe der Frau hörte, befreite sie von dem Verbrecher, der sich tiefer in den Wald hinein flüchtete. Der Täter konnte unerkannt enlkomnien. Leider unterließ die Frau es, der Gendarmerie Anzeige zu erstatten, jo daß erst später Recherchen angefleüt werden konnten. O Lauterbach, 19. Nov. Wiedertun ist ein Ty p h us« fall hier festgeilellt worden, bei einem Kinde des Briefträgers Ruhl am Graben. Der schmale Graben, am Abfluß der Lauter, der einen alten engen Stadtteil durchfließt, führt lämtliche Fäkalien und 9lbiväsier der Anwohner mit sich. Kein Jahr vergeht, in dem nicht der Typhus hier auftritt. Als im vergangenen Jahre auch in dem nahen Angcrsbach TtzphnSfälle gemeldet und die Entstehung auf die Berun- teinigimg des nach dorten führenden Wassers zurückgeführt ivurde, entschloß sich der Stadtvorstand zur Durchführung der Uanalisalion. Ihre baldige Ausführung wäre mit Freuden zu begrüßen. O Laubach, 19. Nov. Am Sonntag fand im „Solmfer Hof" die Hauptversammlung des Geflügel- und Vogelzuchtvereins statt; die Beteiligung war recht zahlreich. Auf der Tagesordnung stand „das Annoncieren von Junggeslügel sowie eine Verlosung desselben aus Stämmen von 1907". Zum Anlauf dieser standen 60 Mk. zur Verfügung, wovon 40 Mk. durch Lose, 20 Mk. aus der Vereinskasse aufgebracht wurden. — Gegenwärtig läßt die Firma Wilhelmy aus Wissen a. d. Sieg Bohrapparate, Winden und bergt Apparate hierher verbringen, um in der Nähe nach Eisen st einen zu schürfen._____________________________________ Lnlgcsanöt. (Für Form und Inhalt miet ...ul. Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Zur Stadlv^rolL'U Lerwckyl. Die diesmalige Wahlbewegung ^euigt merkwürdige Blüten. Die Zahl der Vereine und Bereinigungen, die sich berufen fühlen, auch ihrerseits Vorschläge zu machen, ist gegen früher erheblich gewachsen, sie führt zu größerer Stimmenzersplitterung der bürgerlichen Parteien und ist nur geeignet, Wasser auf die sozialdemokratischen Mühlen zu treiben. Neu insbesondere ist dabei die Beteiligung des Mietervereins, gegründet und zu ihren Zwecken benutzt von einer stadtbekannten Persönlichkeit, die sich stark auszeichnet durch die pekuniäre Verwertung alles dessen, was sie mit gut entwickeltem, aber etwas aufdringlichem Spürsinn an Neuigkeiten Zusammentragen kann. Neu ist die Beamtenvereinigung, der die im Stadtvorstand sich befindenden bewährten o oder 6 Beamten noch nicht genügen, und welche in bescheidenster Weise Anspruch auf weitere 5 Sitze erhebt und deshalb uno sogar unter Beteiligung städtischer Beamten 5 seitheriae Stadtverordnete von ihrer Liste ausschließt. Neu ist Die antisemitische Agitation, geleitet von einem hiesigen Oberlehrer, der an einer von Kindern aller Konfessionen besuchten Schule unterrichtet und sich trotzdem nicht entblühet, feinem Rassenhaß in öffentlicher Versammlung in der häßlichsten und schroffsten Weise Ausdruck zu geben, der mit am eifrigsten tätig war, unseren seitherigen, gewissenhaften und in jeder Beziehung tüchtigen Reichstagsabgeordneten, Herrn Heyligenstaedt, zu beseitigen. Neu ist ferner die Beteiligung noch mehrerer anderer Vereine, deren Zwecke ganz andere Richtung haben, die aber nur in Bewegung gesetzt find, um einem bekannten ehrgeizigen und in der Wahlbewegung für sich sehr tätigen Herrn zum gewünschten Erfolg zu verhelfen. Kaum war die Vorschlagsliste des Bürgerausschusses erschienen, so verfaßte ein Wähler, vielleicht waren es auch 2 oder 3, die selbst kandidieren, unter der bekannten Firma „Viele vorurteilsfreie Wähler aus allen Teilen der Stadt" die auch vor 3 Jahren in gleichem Sinne gehaltene Annonce, worin ebenso dreist wie kühn gegenüber dem wohlerwogenen und sehr beachtenswerten Vorschlag des Bür- gerausschusses vom „allgemeinen Staunen der Bürgerschaft" gesprochen und behauptet wird, „U n - zufrieden und im höchsten Grade unwillig sei das Gros der Wählerschaft", während in höchst durchsichtiger Weise doch in dieser Annonce nur der Unwille des einen sehr strebsamen Herrn zum Ausdruck kommt darüber, daß er bei diesem Vorschläge nicht genannt ist. Man sollte doch derartige Veröffentlichungen unterlassen; jedes Kind in Gießen weiß, daß sich darin nur der Aerger und der ge[räufle Ehrgeiz einzelner Persönlichkeiten verbirgt; man sollte etwas ernster und würdiger eine solch wichtige Wahlbewegung behandeln. Man sollte dessen bewußt sein, daß das Ehrenamt eines Stadtverordneten mit wirklichem Erfolg und Nutzen für die Stadt nur ausgeübt werden kann von Persönlichkeiten, welche auch die dazu notwendigen Eigenschaften in sich vereinigen. Vor allem soll der Stadtverordnete über die notwendige Zeit verfügen können, um nicht nur den allgemeinen Sitzungen beiwohnen, sondern auch in den oft noch wichtigeren Kommissionsberatungen mitarbeiten zu können, ^r soll Intelligenz genug besitzen, damit er in der Lage ist, sich ein,richtiges Urteil zu bilden auch auf Gebieten, die ihm seither fremd waren. Große und wichtige Ausgaben stehen der aufstreben- )en Stadt Gießen in der luchsten Zeit noch bevor; es eien genannt: Vergrößerung und Ausbau des Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerkes, eventl. Verlegung des Gaswerks, Umbau des Schlachthofes und Schaffung einer Kühlanlage, Erbauung einer elektrischen Bahn, Herbeiführung neuer für die Stadt wichtiger Bahnverbürdungen, Stadterweiterungen, neue Schulbauten rc., in finanzieller Be- 82.15 Elektriz. Schlickert . Eschweiler Bergwerk Priuce-Henn-Eisenbahu . 117. Bteriiiier Börse, 19. November. Anfangskurse. - ■■■■ Rtieiniscties "> .....— Technikum Binnen MAa®chinenbaii,Elektrotechnik,^ n, । —.—n~tr~n— !,V„,.IIL Automobilhaii. Brückenbau. B Chaufi'eurhn fno. -0. . 114 . 100 . 201 . 192 93.50 82.95 91.60 92.40 96 40 96,70 91 95 Canada E. B. . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . , Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz • ruhig. 62.75 92 00 86.90 92.00 141.40 46.50 81.00 60.50 93.20 . 142.20 . 124.10 . 224.10 do. Konsols do. Hessen . . Oberhessen 217. 27. 106. 140. 197 — 111.50 Harpeuer Bergwerk Laurahütte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose . . . 3 0% W/t 3% 3^7o 3>i7o mend, packte er sie am Arm und stieß mit dem Messer nach ihrem Hals. Sie stürzte zu Boden und der Wahn- Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommaudit. Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisen t ahn . . . Gotthard bahn . . . Lombard. Eisenbahn Üesterr. Staatsbahu . 4% Üesterr. Goldrente 4l/6 % Üesterr. Silberrente 4?» Ungar. Goldrente . . 4-6 Italien. Reute . . . 3% Portugiesen Serie I , 3% Portugiesen „ III 4>6°/o russ. Staatsaul. 1905 416% Japan. Staatsanleihe 4 % Couv. Türken von 1903 Türkcnlose...... 4-6 Griech. ]\lonopol-Anl. . 1-6 äussere Argentinier . 3% Mexikaner . . . . 4jV/0 Chinesen . . . . Aktien : Bochum Guss..... Buderus E. W..... Tendenz: ruhig. . 152 . 124 . 224 . 136 . 168 . 137 . 196 . 81. ' 27* . 140 Gicßcncr Wetterdienst. Bo»ausfichtlichc Witterung für Hcsien am Donnerstag : 21. November: Nteist trüb. Trocken. Temperatur wie bei Sclmmche oUliche Winde. Gelseukircheu Bergwerk ____ Hamburg-Amerik. PaketL 115 liarpener Bergwerk. . . 192 Laurahütte......217 Nordd. Lloyd . ... 10. Übeischles. Eiseu-Industrie 97 sinnige rannte nun auf sein vor Schrecken zitterndes Töchterchen zu und versuchte, ihr die Waffe ins Herz zu bohren. Unterdessen hatte sich die betäubte Mrs. Under- wood wieder ein wenig erholt, sie fiel ihrem Mann in den Arm und wandte noch zur rechten Zeit den tödlichen Streich ab. Die Tochter machte sich in verzweifelter Anstrengung von dem Rasenden los und jetzt stieß sich der Professor, mit irrem Auge die blutüberströmte Frau betrachtend, das Messer zweimal in den eigenen Nacken. Dann fiel die Klinge klirrend auf den Boden und der Unglückliche stürzte tot zusammen, neben seiner Gattin, die ebenfalls wieder die Besinnung verloren hatte. Die Tochter schrie um Hilfe, Aerzte eilten herbei und brachten Mrs. Underwood ins Hospital, wo sie jetzt in sehr gefährlichem Zustande liegt. Der Professor selbst war tot. Ein eigentlicher Grund für den jähen Ausbruch der Krankheit und für die entsetzliche Tat läßt sich nicht angeben. Man nimmt an, daß die finanzielle Krisis in Amerika, von der auch Underwood sein Vermögen bedroht glaubte, ihn in nervöse Erregung versetzt hat. Seine gütig liebenswürdige Art, sein unbeirrbar klarer Verstand, die ihm die herzliche Neigung seiner Kollegen und Schüler er- felefoniscSie Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Ilan amerikanischen Kontinents einen Weltruf genoß, hat i- weiten Kreisen starke Erregung hervorgerufen. Der Gelehrte, der seit einiger Zeit botanische Studien in Bronx- Park betrieb, hatte nach der regelmäßigen Absolvierung seiner Vorlesungen am Samstag abend mit dem Direktor des Botanischen Gartens von Bronx-Park noch soupiert und in keinerlei Weise ein irgend wie auffälliges Wesen ge- zeigt. Dann war er nach seiner in einem Vorort gelegenen Vrlla gefahren. Zu Hause aber kam plötzlich ein Wahnsinns an fall zum Ausbruch. Seine Gattin sah, wie er plötzlich mit irrem Blick ein langes Messer von der . nahm, wortlos, die Klinge über seinem Kopfe schwingend, vom Stuhl aufsprang und sich auf sie stürzte. Sre schrie entsetzt auf, aber in plötzlicher Tobsucht schäu- nnt Orden Geschmückten aber „außerordentliche" Menschen! viel gutem Humor, nicht ohne derbe Drastik mit kräf- tlge.n übergoß er den Anormalitätenschnüffler Dr. Magnus Hirschfeld; wittert dieser doch, nach Reutter selbst beim braven Tanten-Mops Perversitäten. Weitere munter satyrgche Glossen Neutters behandelten bie Zqe Friedenskonferenz, die Streiklustigkeit der Arbeiterschaft, die Provlnzonkelei m Berlin, die er im Dudelsacklone neu' r den rostnroten Optimismus re. re. Ganz uligeheuer oniisch wirkte das schnurrige Lied mit dem Rundreim „Fänaste nu ,chon wieder an!" So führte uns Reutter mit Geist und nicht ohne Grazie aus dem Bereiche grauer Alltäglichkeit, das £nmJ?an3 nnx ürel9°6' in die üppigen Gefilde köstlichen Humors. Und erfreulich wars besonders, daß er das Obsrönc ganz und gar in den Hintergrund treten ließ, daß er seine ?i™ h nic§t mit Soten regulierte, sondern |ie oon höchst kurzweiligen und zeitgemäßen Dingen unterhielt und zwar45 (bis höchstens 46) Minuten lang. Auch vom' Junior gilt im allgemeinen, was Goethe vom Schlafe sagt- .Ungeruscn komiiit er am willigsten.« Würde man aber einen Buhnenhumor,stcn nicht rufen, nicht immer wieder und wieder vor die Rampe rufen, er würde vor Weltschmerz und Kummer über die Tcilnahmlosigkeit seiner Mitmenschen zu dem Entschlüsse kommen, den der zweite Kolosse>uus-Hmnor,st .^err Hartlep, em Karrikalurist allerersten Ranges vo,i in bcC Behandlung seiner Humor- begabten Extremitäten, nut so viel Verve vortragt: „Ich murks mich ab I Darum rief man gestern Reutter ungezählt ™ C°0V' b's er schließlich scheinbar rahmt geivordeu ins Publikum den Refraii, eines seiner Lieder brüllte: Nu irahe nicht" und in gebiindeuer Rede die Gäste abend wieder lud. (r~ t Kandek. Berlin, 19. Nov. Saaten st and in Preußen Mitte November. Winterweizen 2,5, Winterspelz 2,3, Win roggen 2,4, Winterraps und Winterrübsen 2,3: (2 gut, 3 mv — In den Bemerkungen der Stat. Korr. heißt es, infolge späten Räumung der Aecker sei die Herbstbestellung nicht ic genug vorgenommen worden; obgleich das Wetter diesen Arbc im allgemeinen recht günstig war, hätten sie doch bei weitem n beendigt werden können. Die meisten Berichte enthielten N richten, nach denen die Mause sich in crschreacnder Menge' i ntehrt haben, so daß sie als allgemeine Landplage zu bezeig Wien. Die zu ihrer Vertilgung angewandten Mittel hü einstweilen noch keinen nennenswerten Ersolg gehabt. Eb verheerend träten in den westlichen Landesteilen die Ackerschn- auf, obgleich sie durch Frost schon vermindert seien. Aber aus den rcchtselbischen Gebieten lügen Klagen über Schnee plage vor. Uebcr die jungen Saaten kämen zumeist criTem" Nachrichten. Die früh in die Erde gebrachten Noggensaaten s so kräftig bestockt und hochgeschossen, daß sie hier und da schnitten werden mußten, um sie vor Fäulnis zu schuhen. Al dings seien spät befltilte Saaten, namentlich von Weizen wenig sichtbar oder überhaupt noch im Keimen. Daae sollen Raps und Rüben fast, überall recht üppig stehe» daß man für ihre Durchwinterung fürchte. Im Großen', Ganzen sehe man aber der Eimvinterung der jungen Sam wenn nicht starker Schneefall vor Herbstfrvst komme, mit beiten Hoßnungen entgegen. Berlin, 19 Nov. In der heutigen Sitzung des ßUn ausichustes der Zentrale für Spiritusverwerto wurde sestgestellt, daß die Brennereien, die trotz des dies, unbeschränkten Betriebes schon bisher mit ihrer Erzeugung erheb gegen das Vorjahr zurückgeblieben sind, auch für die nacki Monate eine Verringerung ihrer Erzeugung in Aussicht genomi haben. Gleichzeitig ist erwiesen, daß die Nachfrage des Jnlan in allen Zweigen bisher einen merklich größeren Umfana n weist, als im Vorjahre. Der Kartoffelmarkt ist andauernd i Die Klagen über die Haltbarkeit der Kartoffeln, zumal der we, Sorten, sind allgemein. Auf Grund dieser Beobachtungen Ichlotz der Gesamtausschuß, die Verkaufspreise für prompte Li rung um Mk. 6 zu erhöhen, wonach sich der Preis für bri Sprit, Frachtparität Berlin, auf Mk. 65 berechnet. Der Abschla preis für Brenner wurde, um bei der Unsicherheit der Ma ??? benötigten größeren Spielraum zu wahren, vorläufig Mk. 48 festgesetzt. Der Pre^ für undenaturierten Branntw wurde unverändert belassen. Für das verflossene Geschäftsj. steht eme Nachzahlung von etwa Mk. 3 in Aussicht. Hamburg 19. Nov. Infolge starken Andrang bcr Rückwanderer aus den Vereinigten Staaten hohle die Hamburg-Amerika-Linie die Zwischendeck-Fahrpreise me Fahrt von Newyork für Schnelldampfer um 50 Mk langsamere Dampfer um 42 Mk. Der neue Postdampfer 'Hamburg-Amerika-Linie „Präsident Grant" ist mit 32 Zwilchendeckspassagieren von Newyork nach Hamb abgegangen und hat, da auch die anderen Fahrklassen stark des smd, wohl die größte Zahl von Personen an Bord, die jemals । ^st^Sehlsieu zwtschen Amerika und Europa befördert worden ij n r" b die B aroninRo ths child infolge einer Gehirnblutung. Sie hat, wie das „B. T." meldet, ein Alter von Die Genfer betrauern in ihr eine große NW'L-AchK Ä'°ni9in Mfclanbla Maland mbanb p. 3^ ber Nähe des Bahnhofes Meylan (Frkr.) entgleiste HNo INutter. Sieben, 20. November 1907. Das Kolosseum hakte am Dienstag einen ungeheuren Zulauf. Nicht nur war der Saal selber überfüllt und die Stuhle drm so eng gestellt, daß man sich nur mit o igerücr lltuhe zwhchen ihnen hindurchzuwinden vernwchtc Wnoccn auch der Buffet-und Garderobe-Vorrauu: mar dem Par^ au^gl-cdcrt worden. Das hatte natürlich nichtdas ° ltagüche Programui erwirkt, das allerdings eine ganze Reihe ubcrrajchend hub,chcr Stummern aufweist, von denen jede un. gewöhnliche Anziehungskraft auszuüben berufen wäre. Otto Reutter war der Magnet, der große Vortragskünstler, der bekanntlich fern eigener Leibdichter ist. Dieser blonde, zu sovho.leischcr Behablgkeu neigende Herr mit den wenig qe- wandten Bewegungen u.acht zunächst den Eindruck eines gemütlichen Bonhoinnie. Bald aber blitzen seine Augen auf und man hat einen Schalk vor sich, den Schalk par excellence. S e an ollen Ecken und Enden in der Stadt zu schauenden t 'to'h Unt W unangenehm angrinscn, sind ödeste Karri- S|'“; ,KlS .u"0 ®cl|t und Herz, uns ein paar Tröpflein Bosheit nur schimmern in diesen Aiigen. Eine Reihe „per- stlcher Orden m eouppentellerformat verteilte er zunächst an viele Manner und Frauen von Ruf in aller Welt, an Dern- berg, ~copo(b von Belgien (nicht den Orden pour Je mörite L°”ö.ern po“r 1»Merode!), den StaatssekretärFrhrn. v. Stengel Harden, den Fürsten Eulenb.irg, die nicht rosen-, sondern ^ngstngerige Fürstin Wrede, die Königin Wilhelmine von inib'n*aH -9ern ben Stocd) uu Wappen des Ordens hätte und statt biejen immer eine Ente sieht 2c ic Q,,,„ «Ar « bk D b“1«»9SCOUPtCtt15 0ab cc bie Weisheit 'zum besten^ dost ine Ordensträger zwe>iellos .ordentliche» Leute sind, die'nicht und Industrie. Giessen. Frankfurter Börse, 19. November, 1.15 Uhr. Reichsanleihe . . 93.201 Elektriz. Lahmeyer . . 6’inc Erinnerung au Edvard Grieg. Bon Kapellnieister Hermann Wctnack, Gicgen. Ji> dein legten Kammerinusikabend des Giebener Kon,e -'sie n'a7 dem 1 c nat dem Andenken dev vor luenigen Wockcll verstorben äÄStä'WÄt? bev „befannteften u n d schönsten iam'd ° la n'n 7° st en Imd^c umviluürt'ck," lcgw sich schwarze^Rakd "uüt^welMnI 1 unX""Ue±"b M-MMWW =?3i£=:S~H:&=! der Klosterpforte" und ,,9anbee enni^ s ! ^^rwerke /B für Stretchorchester. Die Kanuneckä^^ Hagen brachte die Lieder zum Vortrags und-ia langen des Publikums fang sie als sturnufches 93t liebe dich", vorn Meister selbst begle»?et^ ® „Panbfcnnnng"; Grieg selbst sühne den ° s HUV nüft)-/ war der Anblick, wie der k ein?Maun .n./ ^^ r'.'? ""vergetzl das Hohelied zum Preise seiner twrd llbcvucl! ^oar leitete. Immer und immer wieder iJurhr $.Cimnt ^c/lcv Dieies Äoiuert mnr fpin ÜUl6c CL am Schluß gcrutt weL Tä^'iwck^"v°u^^^i,ich^ Ausircien üb°?..a . Ausang September durcheilte die Welt die^i-^!!.,f"^^ ? - gebundener Rede die Gäste aut beute Kleine tü uchroj k Dek Es werben wohl recht viele dieser Muf« I 1 ziehung: Wsrtzitwachsßeuer, Ersatz beä Ausfalles für das 1910 htnwegfall'".'.^ Oktroi ?c. Alle diese Dinge, welche aus die Finanzen der Stadt und die erforderliche Steuerveranlagung, je.nachdem sie in dem einen oder anderen Sinne Erledigung finden, einen -mehr vder weniger günstigen oder ungünftigcn Einfluß aus üben werden, bedürfen für Ben Stadtverordneten, der der übernommenen Pflicht ernstlich genügen will, eingehendes, Zeit und Mühe erforderndes Studium der betreffenden Angelegenheiten. Schließlich soll der Stadtverordnete auch die nötige Unabhängigkeit und den Mut besitzen, seine Meinung zu äußern, unbeirrt ob er dadurch bei bem einen oder anderen anstößt und sich dessen Gunst erwirbt oder sie verliert. Die von verschiedenen Seiten vorgcschlagenen Personen sind alle ehremvertc Leute, gegen die nichts gesagt sein soll. Man prüfe aber die Listen ernstlich auf die erwähnten Gesichtspunkte hirr und gebe nur Leuten die Stimme, die den an das Amt zu stellenden Anforderungen auch wirklich zu genügen in der Lage find. Vor allem sollte aber bür- gerlicherseits große Stimmenzersplitterung vermieden werden, die nur der Sozialdemokratie zugute käme, der Partei, die bei der letzten Reichstagsstichwahl durch ihr unbegreifliches Verhalten die Wahl des Herrn Köhler in Langsdorf verschuldet und dadurch gezeigt hat, wie wenig ihr eigentlich die Wohlfahrt und die Interessen der Stadt Gießen am 5^erzen liegen. Ein weiteres Eindringen von Sozialdemokraten in die Stadtverordnetenversammlung _ v ______ __________ ________ lann für ®te6en nicht förderlich sein; die Herren sind zu I worben hatten, lassen "den Kontrast seines furchtbaren Endes Unfertige Politiker, die alles nur von ihrem krassen Partei- besonders schrecklich erscheinen standpunkt aus betrachten und auch darnach handeln. ,»• J ’ 1 ’ ' Es sollte eigentlich die frühere gute Sitte masiqebend L Dreren. Etwas Komik ist sein, daß die großen politischen Vereine unserer Stadt eigen, aber emen besonders starken die deren Verhältnisse am besten kennen, die Auswahl 6er a „ H n r ^Clt bS,r?&tetrt Herbstmesse jur Vertretung der Stadt geeigneten Personen nach Be- L??0’ s?- c '<31 geschehener Fall auf. Der unbe- ratung mit kundigen Bürgern aller Berufsstände verein- unzufriedene Aufwarter einer baren. In diesem Sinne ist denn auch eine Verständigung icr r b?5t eingefel;rte Maid kennen gelernt erfolgt, Bei der erfreulicherweise unsere Parteien öanü t flenominenen Gegenstände mit 9 Mark be- Durch die Massenvorschläge, die jetzt täglich auftauchen p?^bn. Schließlich feierte man den neuen Herzensbund in und bei denen sich jede Bierbank als Vorsckstagskommisstoii ?okale, wo ^ne diente, in Äemeinschast mit einem etabliert, wird saft verdunkelt die Tatsache, daß uniere S Ä ^°^^u präsentierten Bruder. Die Zeche von grotzen Vereine schon weite Umschau gehalten und ihre Wenfalls, mußte aber bald darauf Auswahl in gewissenhafter Weise getroffen haben Es war a p boß nicht er, sondern jener Psendobruder der hierbei auch verabredet, daß die bei bem Z&oxWjK der inzwischen auch die Braut heimge- des Bürgerschaftsausschnsses beteiligten Personen feineti Letztere dnrsie t)te)cm Ehestände demnächst vorpersönlichen Ehrgeiz betätigen dürften und sich den M b? fraglichen Schwiri- schlagen des Ausschusses zu fügen hätten. Trotzdem sucht ? an^v Vorstrafen rmumehr vom man eine Anzahl der bei Aufstellung der Liste tätigen 9 6 ^'Dä)en Gefängnis zuteil geworden sind. Personen, die nicht auf die Liste des Ausschusses gelangt sind Kleine Tageschrouik. rnm dadurch etnMfangen und M kompromittieren, daß man • M 'Veranlassung der Staatscmwaltschaft ist irr Berlin ihre Namen rn neue Sondervorschlüge hineinbringt Leider H1 u 8J? d e s Grafen Pückl er, das sich mit dem haben drese gegen ihre eigene Ehrenpflicht üorgef^^fagencn beschlagnahmt worden. Herren nicht alle die Energie gehabt, sich solche wilden be§ Flugblattes und dem Leiter der früheren Vorschläge zu verb-itten. Es muß aber öffentlich auf hns Hhpy^u'^-anil7 U??€n' \ie bekanntlich nicht mehr von der Ber- äSFSSS -ZBer sich mcht den sehr reiflich erwogenen Vorschlägen .blc Verbreiter des Flugblattes wegen Majcstäts-Be- gewahlten Bürgerschaftsausschuffes, die ohne jede Parteilichkeit ^brgnng zu verantworten Haben. ausgestellt find, anjchliefst, wer die Liste der 14 Kandidaten ,-inder fünfMinuten vor derBvklfir«ckung dieses Ausschuffes durchlöchert, im Zniercsie p-rsLnkicher L7 ÄSS °b r--°n b-nd-lt schuldhaft g-ge/das w-hs-erLL^IliVÄJÄsÄ tetetfe uuierer Stadt; ja er wird varauöfichtlich nicht einmal ^corkmet. Ter preußische Justizminister hu sämtliche Prozefi- semen Zweck erreichen, sondern nur ganz anderen Personen “ftE" ^gesoiLert. ^rschuü lersten, deren Wahl verhängnisvoll für unsere in £U r 9-Tn wurde der verheiratete ernster Lage befindliche Stadt sein wird. I siückltig^' kurzem Streite er- I . Jahre ^916 findet in Münch c n eine beutiät Kolonralausstellung statt 1 J i>crtoox>b, der als oer beste Kenner der Flora des stellte diese m/t der Etikette „Kirschwchser" ins Bnf§t x in l^re3 Berechnung griff Geyer jedoch nicht zu seinem ^ieb- ^IlmgsAnaps wohl aber schenkte er einem Gaste, der einen Gnn £/- eUl Gläschen draus ein, der dieses mit einem Zuge lehrte, sinter großen Scymeröen brach der Mairn m- nacfj ??em Krankenhause gebracht, wo schwere innere Verbrenrrungen seßgestellt wurden D'rWirt inuihr ^fkt fl» afer btt wahre Sachverhalt ZitWt war, ward a*lt ii6erg^a,t Der Wirt wurde einer Jireu- nnrfr,mi?a 'f?0 f‘® wcrücn^ich gewiß nicht mint vorlresssich unterhalten wie gestern abend. Mittelstand Wetztav (Sd)ü^enqartcn). 7231 IVlittelstaiicIswereini^uiB 08918 7209 Telephon 344 Giessen, den 19. November 1907. 08896 empfiehlt 07111 Berdux Bahnhofstrasse. a30/!! wird der Selbst- Der Preis für die Verpflegung wird nach den Haas. D10/J1 A. Grünebaum Bahnhofstr. 35 Bahnhofstr. 35 w Freie Besichtigung ohne jeden Kaufzwang Freie Besichtigung ohne jeden Kaufzwang ■ '■ MM 20 Mk. 30 „ M arbeiten. Auch ist für gute Lektüre gesorgt und Gesang gepflegt. Für Wohnung und Mobiliarbenutzung zahlen: a) Mädchen aus Hessen ....... b) Mädchen von außerhalb Hessen . . . . für den ganzen Kursus. Diejenigen Wähler, die ihre Stimme dem seitherigen Stadtverordneten Ph. CmLer zu geben beabsichtigen, werden gebeten, auf ihren Stimmzettel zu schreiben: Philipp Euler Stadtverordneter auf unsere Liste. Lesen Sie unser heute erscheinendes Flugblatt und treten Sie ein Mann für Mann für die Kandidatur der kosten bezw. den Preisen dec Lebensmittel berechnet. Weitere Kosten enstehen nicht, und ist insbesondere der Unterricht unentgeltlich. Alle Anmeldungen, welche baldigst erbeten werden, sowie Anfragen sind an die Landwirtschaftskammer für das Groß- Herzogtum Hessen zu Darmstadt, Neckarstraße 8, zu richten, welche zu jeder Auskunft gerne bereit ist. Die Ortsschul- konlmissionen der Haushaltungsschulen zu Langen und Liudheim sind ebenmäßig zur Ausknnstserteilung bereit. Darinstadt, den 13. November 1907. Der Vorsitzende der Landwirtschaftskammer. Tie IflfibmrWlidjcn SMHaltWssWkn zii Langki! null Liiiöhciin. Die landwirtschaftlichen Haushaltungsschulen zu Langen und Lind heim eröffnen am 2. Januar 1908 einen neuen fünfmonatlichen Kursus. Gegenstände des Unterrichts sind: Hauswirtschaft, Gemüsebau, Obstverivertung, Gesundheitsund Ernährungslehre, Krankenpflege, Rechnen, Abfassung von Aussätzen und Briefen, Bilchführung, soivie weibliche Hand- Wer sich hierzu zählt: Kaufleute, Handwerker, Arbeiter, Beamte und Gewerbetreibende! Unser bisheriger Kandidat, Herr Bäckermeister P. Pfeiffer, hat sich leider zum Rücktritt von seiner Kandidatur bewegen lassen und kommt der in unserer Generalversammlung als Ersatzmann vorgesehene Zssm "Totenfest empfehle in meiner Gärtnerei am neuen Friedhof sowie in meinem Ladengeschäft Seltersweg 11 U93 Kränge eso. blühende Erica, in Töpfen sowie abgeschnittcn zu billigsten Preisen. Friedrich. Kunst- und Handelsgärtnerei. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise warmer Teilnahme, die uns beim Hinscheiden unseres geliebten Gatten und Vaters des Harrn Justizrat lEraasä L®ewer von allen Seiten erwiesen worden sind, sagen wir unseren tiefgefühltesten Dank. Die trauerndes Werbliehenen. empfiehlt Gotthilf fföhrle Bicygvosshandliinz. Bullen- Ber kaus. Montag, den 25. ds. Mts., vormittags 10 Uhr, soll ein dec Gemeinde Staufenberg gehöriger Bulle, dahier verkauft werden. Gleichzeitig beabsichtigt öie Gemeinde einen Bullen, Vogelsberger Rasse, anzuschaffen, Angebote werden an die unterzeichnete Bürgermeisterei alsbald erbeten. Staufenberg, am 20. November 1907. [7200 Gr. Bürgermeisterei Staufenberg. S t e p b a n. RkNtcMjK'it a. G.u. Aillss» lstchttWSdM ft DarinM. Protektor: Seine Königliche Hoheit der Grossherzog von Hessen und bei Rhein. Gegründet 1844. Die Anstalt bat eine neue Jahresgeseüschaft für steigende Renten eröffnet und ladet zum Beitritt zu derselben hlermit ein. Diese auf Gegenseitigkeit und Erbverbrüderung beruheitde Versichcrungsart bezweckt, ihren Teilnehmern gegen unwiderrufliche Kapitaleinlagen jährliche Renten zu gewähren, welche mit zunehmendem Lebensalter des Versicherten Wßdiicn. Eine volle Einlage betrügt hundert Mark. Teileinlagen sind zulässig. Die Jahresrente kann auf 150 Prozent der Einlage steigen. Satzung und Versicherungsbedmgungen werden unentgeltlich verabfolgt und nähere Auskunft wird berettwilligst erteilt auf dem Hauptbureau des Anstalt in Darmstadt, Elisabethenstraße Nr. 60 sowie von den Agenten derselben: F. Stammler, Operpostsekcetär a. D. zu Gießen W. 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Es muss ferner rm Interesse des Gemeinwesens verhütet werden, dass Leute Stadtverordnete werden, die sich mit Grundstückchpekulatioueu befassen — wie eine Anzahl von anderer Seite vorgeschlagen ist — welche ihr Stadtratsmandat in ihrem persönlichen Interesse auö-' nützen können. Deshalb wählt sozialdemokratisch, gebt den von uns vorgeschlagenen Zettel nuverändert ab! 7100 Tas sosicrldkmolratifche Wahlkomitee. Aum Totenfest enrpfehle Lkttlu ött natiMilibcraicil Zuglil) Jede» Donnerstag abend zwu glofe Zlisamlmkunst im Kaiserbok. [D- ,0 6U uennieten. Victij. Schlllerslr. 20. Kaute stets getragene Kleider, Möbel. Uhren, Metalle usw. iOätOi M. H. Deckmann, Löweng. 13, ta-Mr-Miil von W. Wdi. . Zu dem nächster Woche be« glnuenden Mstei'-l'süzLrll'LnL nehme noch weitere gefll Am Meldungen entgegen. Hochachtungsvoll W. Will. _______T^anz- und Ansianbölet,.er. Vorbereitung in Mathematik nach bewährter Methode, langjährige Erfahrung, günsttgste Enolge. 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AnSäablung der Muck- Vergütung enthalten sind, um« gehend in den Verkaufsstellen abzuholen. Der Vorstand. Giessen, IS. November 1907. Junges, iynßrfifji vom Lande braves SUllblykst Quf Neujahr zu mieten gesucht. (08803 Krämer, Keuzplav 11. Wtltzclmsirattc, zunächst der Frank,urler Sir., 6-Zimuierwoh» nuiig mi 3. Obergeschoss mit Bad, Loggia, Trockenvoden, Blerchplatz usw. zu vermieten. (4721 Näheres Frank mrcker Str. 29, ^»tvrdantage 3 zwei Wohnungen L 5 Zimmer u. Zubehör zu ver- mieten. ^lah. bei Bähr u. Wetterhahu ______und Ho>mannsir. 14. 08911] 4-Zimmerwohn. im L Stock SU vermieten. Dammnrasse 60. Schöne 4-Zimmcr-Wobnuug imtBalkonnach d. neuen Theater. 0913]__Ncueuweg 50. Zum 1. Avril itiüb sionSberechtigung. "^Geeignete Herren werden ersucht Osierten mit näheren Au- naben über ihre persünl. Berhaltn. unt. Beifügung eines LebenSlausis, Zeug^ möabschr. und Referenzen zu richten an Allianz, Ber- NcherungS-Aktien-Gesellsch. General-Agentur: Mainz. 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