Nr. 295 157. Jahrgang Zweites Matt Montag 16. Dezember 1907 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die »Gtetzener Lamillendlätter" werden dem .Anzeiger* viermal »vöcherulich betgeleqt, das „KreUblati füt den Kreit Gießen" jiveimal wächciuLrch Der „hessische Landwirt" erscheint eumailtd) einmal Glchentt T riger General-Anzeiger für Gderheffen Rotationsdruck and Berlaa bei 8r Ü blichen Unwerftiäiß Euch- unfc Gieindructerel tk Lange A'rtzerr. tPebaffton. E^pediNo-n and Dreckeret ®diul* ftratzr 7 EruedUion ant tßerlag 6L jPeöattlon.e^y 112. £eL-2lbi~ Änee^erGleben. —■MP—gaa—mi ............................................ politijd)c Lage-ßcha«. Königin Carola von Sachsen y. Sic der Telegraph unß gestern gemeldet hat, ist die Witwe des Königs Albert von Sachsen in der Nacht vom Samstag auf Sonntag um 3 Uhr 40 Minuten sanft entschlafen. Daß cs mit der greifen Königin Carola bald zu Ende gehen würde, das haben schon die Meldungen vom Samstag befürchten lassen. Sie hat den innigstgeliebten hatten nur uni wenige Jahre überlebt. Königin Carola war als Prinzessin Don Wasa am 5. August 1833 geboren. Am 18. Juni 18o3 fand ihre Vermählung mit dem nachmaligen König Albert von Sachsen statt. Am 19. Juni 1902 starb der König, und die sächsische Krone ging, da König Albert keine Leibeserben hinterlassen hatte, ans seinen Bruder Georg über. Hebet den Tod vor Königin Carola wird uns aus Dresden noch folgendes gemeldet: Die ' Königin verschied, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu s haben. Der Tod erfolgte völlig schmerzlos. Am Sterbebett weilte König Friedrich August und die gesamte königliche Familie. Die Trauertuude verbreitete sich bereits in den frühen Morgenstunden mit großer Schnelligkeit. Eine große Menschenmenge zog nach dem Vorort Strehlen und umgab die königliche Villa in ehrfurchtsvollem Schweigen. Die Trauer um die Verstorbene ist allgemein, da sie sich einer großen Beliebtheit erfreute. Aus allen öffentlichen und privaten Gebäuden wehen die Flaggen aus Halbmast. Mittags erfolgte von allen Kirchen das Lrauergelüut. Sämtliche Theater bleiben geschloffen; auch öffentliche Musik ist untersagt. Im königlichen Schloß trugen sich zahlreiche Perfönlichdeiten in die aufgelegten Kondolationslisten ein. Die Leiche der Königin Carola ist im Wintergarten der Villa „Strehlen" au;gebahrt. Nach den zurzeit getroffenen Dispositionen findet die Hebersührung der Leiche nach der katholischen Hoskirche am 17. Dezember abends 9 Uhr und die feierliche Beisetzung in der Kirche am Mittwoch abends 6 Uhr statt. Der königliche $;of legt ab heute auf 10 Wochen Trauer an. Zur Krisis im Flottenverein. Tie Annahme, daß die Krisis im Flotteuverein sich noch weiter verschärfen werde, hat sich bestätigt. Heute ! liegen aus Süd- und sogar aus Norddeutschland zahlreiche Austrittserklürungeu vor. Unter anderm Ijat auch der ■ Fürst von Thurn und Taxis den Ehrenvorsitz über " die Ortsgruppe Regensburg des Flottenvereins nieder- j gelegt. Tie „Münchener N. N." schreiben: Es ist wenig Hoffnung, daß der bayrische Landesverband des Tcut- schen Flottenvereins noch über den 29. d. M. erhalten bleibt, 15 denn es besteht eine tiefe Abneigung, einen eigenen bayerischen Flottenverein zu gründen und die Zugehörigkeit zum Gesamtverein unter dem gegenwärtigen Präsidium ist vollständig unmöglich geworden. Inzwischen veröffentlicht der Hauptausschuß des Tcut- schon Flottenvereins für Berlin und die Mark Brandenburg nachstehende Erklärung: „In der Sitzung der Budgetkommission vom 13. d. M. haben verschiedene Mitglieder der '' Kommission gegen die Flottenversammlung der Ortsgruppe BeiKn am Dienstag, 10. d. M. Stellung genommen. Es sei ‘ ausdrücklich bemerkt, daß es sich nicht um eine Versamm- 1 lung der Provinzialgruppe Berlin—Mark Brandenburg des I« Deutschen Flottenvereins oder eine solche ihrer Unter» “ gruppen handelte, sondern um eine Versammlung, die von der Deutschen Kolonialgefellschaft berufen war. Die Leitung - der Provinzialgruppe Berlin—Mark Brandenburg des Deutschen Flottenvereins hätte nie eine Resolution zur Vorlage gebracht, durch die dem Staatssekretär des Reichs- Iik mußten Kunstöcstreöungen in Kessen, so lautete das Thema, über das zu sprechen Oberlehrer Como aus Lauterbach vom Gießener Lehrerverein aufgefordert war. Der Vortrag ist am Samstag nachmittag hier im Hotel Schütz gehalten worden. Es hatten sich dazu nicht nur die Mitglieder des Vereins, sondern auch einige akademische Lehrer eingefunden und auch Geyeimerat Dr. Breidert war der an ihn ergangenen Einladung gefolgt. Nach kurzen begrüßenden und einleitenden Worten des Lehrers Valentin Müller als des Vorsitzenden des Vereins ergriff Oberlehrer Como das Wort. Was er in seinem - eindringlichen und lichtvollen Vortrage bot, das war ja etwas anderes, als das engumgrenzte Thema verhieß. Es war im wesentlichen eine weit ausholende kritische Darlegung der allmählichen Loslösung, oer Entfesselung des künstlerischen Geistes und geistigen Künstlerkapitals aus den jämmerlichen Banden einer langwierigen engherzigen Kurzsichtigkeit und beschränkten Kleinmütigkeit, einer der übelsten Epochen deutscher Kunstlosigkeit, in der das Herz des deutschen Künstlers aus dem Wirrwarr verblödender Geistlosigkeit auf allen Gebieten künstlerischen Schaffens sich nicht herauszuretten vermochte zu irgend welcher Eigenart. Der Vortragende widersprach zunächst dem „Aberglauben", daß die Kunst nur den durch Reichtum Bevorzug- ren Genüsse zu bieten vermöchte, daß sie nichts als em Luxus, für Luxuriöse sei, durch den einfachen Hinweis aus die erhebenden und befreienden, beglückenden Seelenschwin- gunegn beim Jnsichausnehmen, dem Hineinschlürsen der wunderholden Melodie eines Volksliedes, auf das Hinaus- i schweben über alles Irdische beim Durchempfinden eines " Beethovenschen Tongedichts, eines Goetheschen Liedes, durch 4 ben Hinweis auf den Eindruck des Erhabenen beim An- i! blicke eines gewaltigen Domes. Jedem gehöre die Kunst, ü jeder vermöge Erzeugnisse der Kunst auf sich wirken zu ö lassen, jeder würde, gäbe er sich ganz dem Geiste eines Kunstwerkes hin, von ihm seelisch erquickt oder erschütten oder erhoben. Hnd heute vermögen mir alle uns zu er- i- götzen an den Erzeugnissen unserer modernen Künstler. ! Die moderne Kunstvewegung fei zu uns herüvergekommen i aus England. Angeekelt von der Oedheit unb dem jahrelang r geradezu rettungslos banausisch verknöcherten Schematis- i Nils der für Kunst sich ausgebenden Hervorbringungen der b böex und 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts schauten die Leitung eine Aenßerung, wie sie der Abgeordnete Strese- marineamt» ein Mißtrauensvotum ausgesprochen wäre, wie König Leopolvs Lebensweise. es in der dort angenommenen tatsächlich geschehen ist. Die „Nene Freie Presse" berichtet aus Paris: Bekannt- Auch hätte bei einer Versammlung der Provinzialgruppe I lich befindet sich König Leopold von Belgien seit vier ' Wochen fortivährend auf der Reise zwischen Paris und Brüssel. Nun beschäftigt sich die belgische Negierudg mit der Frage, ans welche Art dieser Lebensweise des Königs ein Ende gemacht werden könne. Der König scheint gegenüber allen Vorstellungen seiner Minister taub. Er ist eigensinniger als je zuvor. Während er früher sehr höflich war, ereignen sich jetzt öfter stürmische Szenen zwischen dem König und' den Ministern. Man ist in Brüssel der Ansicht, daß die mann getan hat, nicht unwidersprochen gelassen. In Berlin sind bereits zahlreiche Austrittserklärungen erfolgt. Tie Provinzialgruppe richtet an alle Mitglieder die Bitte, ihre Entschließungen betr. ihren eventuellen Austritt solange zurückzustellen, bis eine Klärung der ganzen Sachlage erfolgt ist." — Der Präsident des Deutschen Flotten Vereins Fürst zu Salm-Horstmar hat übrigens die Mitglieder des Präsidiums zu einer Präsidialsitzung am Mittwoch, 18. d. M., eingeladen, für die folgende Tagesordnung festgesetzt worden ist: Stellungnahme zu der Erklärung des Geschäftsführenden Ausschusses des bayerischen Landesverbnades des Teutschen Flottenvereins vom 13. Dezember 1907, Beschlußfassung über die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung. — Staatsminister Frhr. v. Podewils hat, wie aus München gemeldet wird, in seinem Austrittsschreiben an d en Flottenverein hervorgehoben, daß seine Sympathien für die Bestrebungen des Flottenvereins, das Verständnis für die Notwendigkeit einer starken deutschen Flotte zu verbreiten, unverändert sortbestehen. e Au8 der preußischen Gcneralsynode. Ter in Berlin in den letzten Tagen zusammen- getretenen Generalsynode lag der Entwurf eines Pfarr- besoldungsgesetzes zur Beratung vor, der auf liberaler Seite lebhafte Proteste hervorgerufen hatte. Mit der Verbesserung der Pfarrgehälter waren in diesem Entwurf auch Maßnahmen vorgesehen, die der Kirchenbehörde das Recht auf die Besetzung einer Reihe von Pfarrstellen sichert. Auf liberaler Seite sah man in diesem Entwurf eine Entrechtung der Gemeinden und den Versuch, den kirchlichen Liberalismus, den man wissenschaftlich nicht entkräften kann, auf dem Verwaltungswege zu erdrücken. Wo man künftig kirchlichen Gemeinden größere Beiträge aus kirchlichen oder staatlichen Fonds zuwendet, verlangt die Kirchenbehörde das Recht, ihrerseits abwechselnd mit der Gemeinde oder dem Patron den Pfarrer zu ernennen. Wird später einmal ein Pfarrer im Disziplinarverfahren abgesetzt, so verliert die Gemeinde nach § 3 des vorliegenden Gesetzes nicht nur ihren Prediger, sondern auch nachher das Recht, sich einen neuen Pfarrer zu wählen. Wenn ferner irgendwo ein Geistlicher infolge eines Vergehens freiwillig sein Amt niederlegt, soll künftig die Gemeinde bestraft werden; denn § 3 bestimmt, daß auch bann das Konsistorium das Recht erhält, die Stelle wieder zu besetzen. In dem Gesetz wird sodann vorgeschrieben, wie alt die Psarrtr sein müssen, die von der Gemeinde gewählt werden dürfen. Hat nämlich eine Gemeinde höhere Gehälter, so darf sie nur Pfarrer mit 9 bezw. mit 12 Dieustjahren wählen. Endlich wird noch bestimmt, daß jede neugegründete Kirchenge- meinde, die eine Psarrstelle innerhalb zwei Jahren errichtet, sich den Pfarrer vom Konsistorium schicken lassen muß. Tiese Maßregeln bedeuten eine bewußte Ausschließung des liberalen Elements ans dem Pfarrstande. Es wird sich kein Konsistorium finden, das seinerseits eine Psarr- stelle einem Liberalen gibt. Dieser Entwurf ist nun auch wirklich angenommen worden. Dinge zu einer Entscheidung drängen. In den Kreisen der Regierung, des Parlaments und der Bevölkerung herrscht große Beunruhigung und es besteht der Wunsch, der Situation ein Ende zu machen und klar zu stellen, ob der König nur körperlich leidend in. Ans SiaOi tusO Gießen, 16. Dez. 1907. Der höchste Berg in Hesien. Unter die!er Spigmarke gingen in den letzten Tagen Notizen durch die Blätter, nach denen es sich gelegentlich eines Gesuches wegen der Erbauung eines Gasthauses auf dem Altkönig herausgestellt haben sollte, daß dieser hessisch fei. Da der Altkünig 798 und der Taufstein, der seither als der höchste hessische Berg galt, nur 771 Nieter hoch ist, wäre der Ruhm, der höchste hessische Berg zu sein, auf ersteren Berg übergegangen. Wir hegten nach unserer Kenntnis der Besitzverhättmsse einigen Zweifel über die Zugehörigkeit des Altköniggipfels zu Hessen unb brachten deshalb behufs, genauerer Fesistelliingen die Notiz nicht. Nunmehr veröffentlicht die „Darmst. Qig/ eine anscheinend auf genauer Kenntnis der dortigen Besitzverhättmsse beruhende Mitteilung, die die Richtigkeit unserer Zweifel bestätigt. Diese ötitteilüng besagt m der Hauptsache, daß zwar der Altkönig in dem bei hessischen Gemeinde Steinbach gehörigen Gememdewald gelegen ist, dieser Wald aber zur preußischen Gemarkung Cron- berg unb somit zum Königreich Preußen gehört, weshalb die Behauptung, der Altkönig sei der höchste Punkt des Hessen-, landes, nicht zutrifft. Bezüglich der m dem Artikel erwähnten Grenzsteine ist zu bemerken, daß der am nördlichen Abhang« des Llltkonigs gelegene Harheimer Gemeindewald hessische Exklave bezw. hessisches Gebiet ist, so daß die zwischen diesem lmd Der preußischen Gemarkung Cron berg bezw. dem einen Bestandteil dieser Gemarkung bildenden Steinbacher Gemeinde- walb sitzenden Grenzsteine als Hoheitsgrenzsteine zwischer, hessischem und preußischem Gebiet anzusehen sind, während die übrige Aussteiniing des Steinbacher Gemeindewaldes nur die Eigentumsgrenze gegen die Waldungen anderer Eigentümer bildet. Sonach ist nach wie vor der Taufstein der höchste hessische Berg. Der Fall, daß eine hessische Gemeinde Grilndeigentum in einer nichthessischen Gemarkung besitzt, kommt auch anderwärts vor; so liegt z. B. der ausgedehnte Binger Gemeindewald auf dem Hundsrück^ also ebenfalls in Preußen. * ** Feier des 70. G eburtstags des Prof. D. Stamm. Am gestrigen Sonntag vollendete Pros. D. Stamm, der älteste Oberlehrer nicht nur des hie- |igen Gymnasiums, sondern auch ganz Hessens, sein 7 0. Lebensjahr. Am Vorabend des Geburtstages vereinigten sich die Lehrer des Gymnasiums im Hotel Viktoria um ihren verehrten Kollegen. Der Direktor Dr. Hensell sehnsüchtig unsere feinsuhligsteu Landsleute zu unseren Vettern über den Kanal hinüber und empfingen von Carlyle und Ruskin dort die fruchtreichsten Anregungen. Und man begann dann auch bei uns allmählich den verbildenden 9luf» putz in Architektur und Kunsthandwerk abzuschütteln, das Verschnörkelnde und statt des Verziehenden Verzerrende, und setzte an die Stelle des Unechten das Echte, an die Stelle lügnerischen SUicks, mit dem man Falsches vortäu chte, an die Stelle des protzig Prunkenden, das Wahre, Einfache, Schlichte. Man begann die alte ewige 9ienalssanee-Nach- äffung gründlich zu hassen und zu verabscheuen, lernte von der charaktervollen Eigenart und ehrwürdigen Schlichtheit der Biedermaier und der bodenständigen diaturkunst der Dorf- bauinciller einer früheren, ehrlicheren Zeit, trachtete nach möglichster Harmonie der gesamten Inneneinrichtung mit der äußeren Gestaltung des der Hingebung angepassten Hausbaues. Und die neue Zeit, die Zeit der Maschinen, die Zeit der gewaltigen Errungenschaften der Ingenleunvifsenschasien, die Zeit des Verkehrs verlangte zudem gebieterisch neue Formen von der Architektur. Es erwuchsen die durchaus neuzeitlgen Warenhäuser empor, von denen das von dem Hessen Ätessel für Wertheim m Berlin errichtete bedeutendste und im wesentlichen vorbildliche ist, es dehmen sich fall allerorten die einer früheren Zeit gänzlich unbefannten weiten und breiten Bahnhofshallen, es erhoben sich ganz neuartige Kranken- baus- und Schulbauten (der Herr Vortragende wußte dabei viel Rühmendes zu sagen von dem neuen Gebäude der Gießener Ntädchenschule an der Nordanlage, über deren ewige Lehrermisere allerdings zur Zeit die sorgenden Väter und Mütter nicht genug zu klagen vermögen) re. re. Rian ist indes noch längst nicht des Gotischen, des Barock und des Rokoko ganz müde geworden, wie der Herr Vortragende ausführte, und wird es auch niemals werden, denn auch diese Slilarten besitzen ihre nie ucrlierbaten Vorzüge und Schönheiten (unb wir in Gießen haben einige neuere unb neueste Gebäude in diesen Stilen, die zu den Zierden unserer Stadt gehören, ivie den Salomon',chen Baroekbau und das Schm st cke r'sche gotische Kaufhaus, die neue Um- vecsttätsaula und den Barockpalast der sDt 111 e l b e u t} d) e n Kreditbank). Wir werden stets festhalten am gutenSUten nut Fleiß und Treue, daneben aber auch funfieifrig Neues zu gestalten uns bemühen. Und wir brauchen uns auch gar nicht mit dem Herrn Vortragenden über den „immer noch vorhandenen Mangel des neuen Stiles" zu beklagen, sondern mir können uns vielmehr freuen, daß zu den alten, guten, stets zu verehrenden, stets nachahmenswert bleibenden, niemals gänzlich veraltenden Stilen ein neuer Stil zu treten im Begriffe steht, erstehend aus einer neuen Zeit für eine neue Zeit und ihre neuen Erfordernisse, Anschauungen und Anprüche. Oberlehrer Como gab im Anschlüsse an diese allgemein klärenden Tarstellungen eine kurze Schilderung der Bestrebungen der Darmstädter Künstlerkolonie unb ihrer überaus wertvollen Ergebnisse auch für das Handwerk. Mit bestem "Rechte pries er das wahrhaft großzügige Mäzenatentum unseres Groszherzogs und charakterisierte die drei gegenwärtigen Darmstädter ''Architekturrichtungen, die konservative, die am Alten festhält unter unbedingter Schätzung des Ehrlichen und Gediegenen, die vermittelnde, die sich um den Geh. Oberbautat Hofmann gruppiert und bie eklektisch das Gute von rechts und links sich holt, und die radikale um Olbrich, die mit aller Gewalt Neues schaffen ivill, Originelles, die in ihrer Eigensüchtclei sich oft in geometrisches Figurenspiel verirrt, aber ungemein viel wichtige und sehr schätzenswerte Anregungen nach den verschiedensten Richtungen hin gegeben hat und weiter gibt. Endlich führte Oberlehrer Como eine Reihe von recht instruktiven Lichtbildern vor von neuen hessischen Bauten unb anderen Kunstdenkmalen, Werke Olbrichs unb Habichs, von Peter Behrens, Rtetzendorf unb Messet, und charakterisierte jeden dieser tüchtigen Künstler in kurzen treffenden Zügen. Für ben ausgezeichneten Vortrag dankte in kurzen unb guten Worten Lehrer Val. Ntüller, indem er andeutete, daßbie „blin den Hessen" läng slsehend geworden seien nicht zum wenigsten durch die lautere und hohe, freigeistige unb freigebige Kunstliebe des GroßherzogL Ernst Ludwig, um den man Hessen in allen deutschen Landen, selbst im wohl und weise regierten Nachbarlande Baden beneide. Provinzial- öirettor Geheimeren Ur, Breidert wies bann noch auf dir vorzüglichen neuen DorfschnlbcuNen im Kreise Gießen hm, bie, von Baurat Die hm geschaffen, ganz neuartig unb zugleich r V, CT' . UULU, ivnnen erhoben. r ui fa in färb- lel?r i^in ä-' u/,: s sü 6 äl gegangen, um Weihnachtsgeschenke einzukaufen, so daß der Straßenzug des Selterswcges außerordentlich belebt war. ;erx ipl. mir’ ten«: M. !p io:1 6d3 |on-1 inta iiiui Blliü oiüi ja- fou 00 1 zeai-i iiil'it flea ihn pow Seit V. 91 □ 6.i Ötül tibi; un i Ä. achte in herzlichen Worten Herrn Prof. Stamm die lückwünsche aller dar. Ter Gefeierte habe durch seine charaktervolle Maßhaltung, besonders auch als Präsident der evang. Landessynode, sich die Anerkennung weiter Kreise errungen und damit zugleich das Ansehen des Zanzen Lberlchrcrstandes gefördert; dafür gebühre ihm / Dank. Er wünschte dem Jubilar, der 34 Jahre an dem hiesigen Gymnasium unterrichtet hat, nach einem Leben in pflichttreuer, segensreicher Arbeit, noch eine lange Reihe schöner, ruhiger Jahre. Prof. Stamm dankte in seiner originellen Weise und charakterisierte u. a. aus seiner eigenen Erfahrung heraus das Lehramt. Er wünschte dem Landgraf Ludwigs-Gymnasium weitere Jahrhunderte gedeihlicher Wcitcrcntwickelung. Am Sonntag morgen überbrachten die verschiedenen Körperschaften ihre Glückwünsche: vor allem die Landcs- synode, deren Präsident der Jubilar bekanntlich-ist, dann ^andesverein und der oücrhess. Verein für innere Mission, die Kirchengemeinde Gießen u. a. anßerhalo ein, zu denen sich dann noch die kaufkräftige Bevölkerung unserer nächsten Orte gesellte. Zwischen 3—7 Uhr am Nachmittag flutete cs nur so in den Hauptgeschäftsstraßen der vstabt und die Läden zeigten im Innern ein zeitweilig beängstigendes Getriebe. Auch die Stadtkundschaft war bei dem wenigstens von oben trockenen Wetter aus- .......11,1 «““Öen oaguc gearoenet Besonders wenn die Weihnachtszeit naht, dann kommen biet v5N un serem Stadttbeater kam gestern abend Sudermanns „Etz r e" zu einer wohlabgerundeten und recht oesriedtgenden Ausführung, die von dem ziemlich zahlreichen vorwiegend aus Herren bestehenden Publikum mit großem Beifall aufgenommen wurde. Das Verdienst an der guten Ausführung i)t in erster Linie der geschickten Inszenierung Oberreg,sseur Bakof -uzuschreiben, der auch al- Darsteller feinen Teil an dein Erfolg hatte. Er gab den alten Hetncckc glaubhaft und natürlich und be- “aT Ö7T A*a[cft vorzüglich. Frau Heiuecke wurde von ~ut)c Bo n ß lehr ansprechend dargestellt und bildete ein würdiges Seiten stück zu ihrem Manie. Eine Muster- schmutzigen Fahrbahn sich auf dieser bewegen mußte. sonders starker Verkehr herrschte in der Marktstraße, wo die Massen sich zeitweilig stauten, so daß nur schwer vor- ,, ** ®'»em sauberen Vogel ist die Staatsanwalt- schäft Meßen auf die Spur gekommen und hat ibn am : ^nter Schloß und Riegel 'gebracht, nämlich den ’ ^l-hrigen Einbrecher Ernst Martin, von der Lerbrecherzunst der kleine Sachse genannt. Vor sechs Monaten wurde tn der Wetterau eine ganze Reihe von Einbruchsdiebstählen vorgenommen. Es gelang, zwei Diebe zu fassen, die bei der Verhandlung vor der Strafkammer erklärten, sie seien von einem jungen Bürschchen, der ,rch der kleine Sachse nenne, zu dem Diebstahl verleitet und angestiftet worden. Weitere Ermittelungen haben ergeben, daß dieses Bürschchen von Frankfurt aus wo er die Genossen geworben hat, kurze Abstecher nach Oberhess^i niachte und daß die dort vorgekoinmenen zahl- reichen Einbrüche dem kleinen Sachsen aufs Konto zu scyrelben sind. Es gelang, den richtigen Namen des für da- Eigentum gefährlichen Burschen zu ermitteln, ja die Staatsanwaltschaft Gießen beschaffte sich sogar die Photographie von Ernst Martin. Trotzdem war es nicht leicht des schlauen Patrons habhaft zu werden, bis er doch ins Gan: gegangen ist. Er hat gleich nach seiner Einlieferung gestanden, in 10 Fällen stets mit wechselnden Genossen Ka^--^r?em S^em, wie seinerzeit Hudde, Einbruchs^ diebstahle begangen zu haben. ** -3ll.bey 9totiü über den Unglücksfall, der verqanaenen .votficl- wud uns mitgeteu” M hatte? Otr-ckeuarbeiter Dirr kein Verschulden an dem Un- I n DerEvaugelische Arbeiterverein veranstaltete 7s11 £ Hn/fieren «aale der Herberge einen Vortrags- abenb, der äußerst anregend verlief. Nach einer kurzen Be- Btufiw durch den 1. Vorsitzenden Oberbibliothekar Tr H eu s ei erstattete der 2 ^or^rtzende des Vereins Bericht über den 2 na- ttonalen Arbeiterkongreß. Hieran schloß sich ein äußerst der ner0nu“,&mCVCt Gewerkschaftssekretars Buch- ncr aus Eugen über Arbeiterorganisation. Nachdeni der Redner m kurzen Worten den Zweck und die Ziele der nationalen Arbeiterkongresse geschildert, streifte er in längeren Ausführungen dre Referate des letzten Kongresses in Berlin Besonders in tercyant waren die Schilderungen über die Verhältnisse auf dem Sonntagsruhe.^ Aber auch die weiteren Ausführungen ^^altniße in Huttenbetrieben, sowie über die Frauen- fanden allgemeinen Beifall. Zum Schluß wies Redner Noch auf die Notwendigkeit des Zusammenschlusses aller national- gesinnter Arbeiter hm, und bat die Anwesenden, an dem großen Werk der liatioiialsozialen Arbeiterbewegung mitzuwirkm d^Uall belohnte den Referenten für seine äußerst inüreyanten Ausführungen. In einer hierauf eingctretenen Pause erfreute der gemischte Chor_ die Anwesenden durch den Vortraq El-nC qr ^eran schloß sich eine längere Diskussion über die Ausführungen des, Referenten, die bewies, daß der Verein Ä rtelcm J$ortrßa cm Gebiet berührt hat, das auch für die tmig^ist^ evangelischen Arbeitervereine von großer Bcdcu- schäft und damit der Verkehr in den Straßen ab. Man sah die scharen der von auswärts gekommenen Käufer, bepackt und beladen mit den erhandelten Waren, zu den Bahnhöfen und ans allen Toren der Stadt ziehen Die Ladeninhaber erklärten, der silberne Samstag habe sich zu ihrer Freude doch besser gemacht, als sie erwartet hatten, i Allerdings find unsere Geschäftsleute in diesem Jähre mit ihren Erwartungen aus ein gutes Weihnachtsgeschäft überaus bescheiden geworden. Man setzt jetzt auch seine ganze Hoffnung auf gutes trockenes Wetter in der kommenden Woche, wenn man auch nicht glaubt, daß der Ausfall, den das ungünstige Wetter verschuldet, sich heuer noch ausgleichen läßt. 91 L^kfurt a. M. 14. Dez. Das Kriegsgericht da - 1. Divisio n verurteilte gestern nach 10stündiger Berband- luug einen Abenteuercr namens Georg Fischer vom 87 jPr3 Achtuugverletzung und anderer mili- tanicher Vergehen zu vier Zähren, Gefängnis. Ter Änacklaatt &C e bis zuletzt der gesuchte Uscher zu feilt, obgNS adr^' rQÜ 111 lhmj ihren Sohn wiederer könne ^cn ?r-x^c-r-rin Verfahren wegen . versuchten Vcu 5 ^^i,cher Geheimnisse. Er soll in Mu-deaux verfch^ sJVM °s? tü’mJ v^rgenoinmeil haben, um die französtM Glauben zu bringen, er sei in der Lage, allerhand Geheimniiie Der deutschen «Crmee zu verraten. 3 W ■ k "77 Tas Schoffengericht verurteilte den Landwirt ftrieb. uch Lampert aus Ni e der-E r l en b a ch, der Milch 'UaU blC CUl ^TlttcI Nasser enthielt,, zu 100 Mk. Geld- ffrhJ’A r bJt0- 141 Grb0rüf Erasmus n och-Erbach ist m dem Forsthause Volkers bei rucken au, wo er schon den vergangenen Sommer zubrachll imt seiner ehemaligen Gattin ivieber einaetrossen —, —TKIWT— --i---\ , *„W| _____ „ „ _ . Gerichts?»«?!. Dez. Vor dem SchwurgcriLi stand heute der Arbeiter P. Langer geb 1888 im öL-- Euben, wegen Raubes. Er ist schon 'viel in der r erregbarer Natur, dabei voll von allste irngeipinsteik. Er kam in der Nacht vom 4 Juli mit drei Un bekannten von Frankfurt nach Darmstadt, wo sie M der SM braiweil11 Maurermeisters Maser eindrangen. Sie Rc Snf wr ^'lerfenster in das Haus ein, dann stiegt Hnrr-3 r ^ur Mansaroe eines Dienstmädchens, die beim L ^oßten Schrecken die Kerle vor sich sah. Eimr er- r.ni> lvurgte damit das Mädchen am Halle ein anderer bedrohte fit mit dem Messer, der dritte nahm aus b- Kmmode eine Uhr und etwas Kleingeld. Als es' dann gelang, v.s zur Türe z-u kommen und um Hilfe z" bie Räuber aus. Am nächsten Tage wurde Lanaa fnuf0 sCt' cltöcren wurden nicht ermittelt. Im Ü&r. La2Ll ^st^Eung gab der Sachverständige, Oberarzt Tr. I»ltt Gutachten dahin ab, daß der Ang?- llagte erblich belastet, körperlich und geistig degeneriert, desbalt E?^1vurde abCT sk^krechtlich verantwortlich^ -oubilligung mildernder Umstände zu drei ^^^angnis abzüglich fünf Monaten UuLersuchun^ rciffung bot Toni Shiva als Alma. Die naive Verdorben- tzert der kleinen Unschuld trat in ihrer Auffassung der ^olle, deutlich in Erscheinung und auch äußerlich besitzt die Künstlerin alle Vorzüge, uni als Alma vorteilhaft aus- 5utreten. Der junge Heinecke wurde von Elemens Roden mit Leidenschaft dargestellt und Marie Lailtermann und Edelbert Gar eis, als die ältere Tochter Heineckesi und deren Gatte, befriedigten. Die flacher gezeichneten und! mehr zuruckt ratenden Bewohner des Vorderhauses paßten ftch in den Rahmen der Aufführung geschickt ein. Ludwig Mnb §fIene Schumann gaben ein sturmer, glaubhaftes Kommerzienrats-Ehepaar ab. Auch ihre Mn- st ein b der fanden durch Käthe E a r d u n g und Eduard v a n d e r ' Becke angcmesstne Darstellung. Die beiden Lebemänner wurden von Rudolf Goll und Ludwig Sachs mit all der „Korrektheit" ausgestattet, die sie zur Schau zu tragen haben. Xie etwas unwahrscheinliche Erscheinung des Grafen ^vrast erhielt durch Direktor Stein goetter schlickte Lebenswahrheit. • ** Aus dem Bureau des S t a d t t l; e a t e r S. Die Ubouncnten, die die zweite Hälfte des Abonnemenls noch abucholen ^^lb koimen ste von jetzt crv zu den Bureaustun den an der Tages- | 1 f v t a' M- schreibt man uns u. d. 15. dieses 'a?’ ^CH G t^,lnt Sladelschen Institut eine Änsstellun.i ^o/suet morden, die geradezu eine'Offenbarung ist; Fritz Böhle^ hprrnfiAtiia . *•_ , s llen c'lier un alten Deutsch- heiuihame am Main in Sach enhauseu Weltzern zurückaemaen lebt und schaßt, irstt plöijlict; mit dem Schaffeliz°rg-buis fe,tes eßien 3->lir-s, mit 2 6 .,roßen Gemälde n herber, mid öir die! impo,aii eu Lerk ucnfitmmf zunächst jeder Betrachter denn ieilbft uv reu Euthupatzmuz sind sie zu ^rotz. Wir ivollcn beute nur b-bst'- diejenigen Lügen strast, die da niesten J m "de lernen Höhepunkt überlvuuden und sei in Geiahr in' neuer Man,er zu ernnrre,,. Tiefe Ausstelluua -e at ibn -um von ganz ueueu Seiten - Atu 11. Januar u-tmitz ff r , MZWMMWM einigteil MLalnchen L ?, <* rannistchen Einheit ver- Festmahl eingeweiht werden. mt emeni ^eltaft und einem .1 - Ust La 5.-1 lyk ck r- V ■)V- >• 'i & ifljE Dre Gefangen-Aufseher an beit Strafanstalten und Provinzicckarresthäusern haben, wie uns aus Darmstadt geschrieben wird, zwecks Gründung eines Ber eins, wie ihn alle anderen Beamtenkategorien des i f^^^ogtums auch schon haben, auf Sonntag, 19. Januar 1908 eine Zusammenkunft nach Butzbach einberufen Tie w der Gefangenaufseher int Großherzogtum beträgt etwa 120. J Büdingen, 15. Dez. ZuGemeinderatsmit- gliedern wurden gewählt in Au len die b ach: Friedr Stumps, Friedr. Rückert uttb Will). Birx. Bleichenbackst Kvnr. Heß 1„ Hch. Karl Kraft L und Mtlh. Emrtch 1. Hatngründau: Kaur. Hirchen- )atn 1., Wtlh. Ehr. Hühn und F-riedr. Roß. Leid- hecken: Gustav Werl, KK. Teinlein 2. und Gustav Mar- Ibach. Orleshausen: Anton Schroih, H>rch Karl Wctnel und Friedr. Dörr. Rohrbach: Hxch st Johs. Helfrich 2., Friedr. Bähr und Karl Helfrich st > hausen: Johs. Weinel, Gg. Euler 4. und Job -I ?. Schlitz, 15, Dez. Die zwei Stunden"n st entfernte, zwijchen llntcrschivarz und Langcnschwart Sippelsmühle (Inhaber Fust) brannte am beraauA6’1'1 Freitag ab. Tas Feuer soll auf das Heißlaufen 9-,-;l Gopclwerkes zurückzuführen fein. - Ter in dem Forstb ° 1 ^ajberg, dem Grafen von Görtz gehörig, liegende gn K| । ’r’ u ch wurde dieser Tage aufs neue auf neun bunt dreifachen Betrage des seitherigen Pachtpreisestst j pachtet. Ter neue Pächter ist Maurermeister Heinrich st'° mann hier. Ter Steinbruch war vorher 54 fjabre fst " cinanber an die hiesige Firma L. Metzendorf verust?' — Von dem seit 14 Tagen vermißten Kaspar Steinhaus Bernshausen ist trotz allen eifrigen Absuchcns st schlitzflusses immer noch keine Spur gefunden Wie st' mitgeteilt, wurde an dem Schlitzflusse sein Stock aeinst"' so vaß man mit Bestimmtheit amtehmen .nutz, datz stst acker in das Wasser geraten ist. B ■ t , t -li c r b u r g , 14. Trz. Tie Schlvurgerichtsver- t klagtet srübestr S t Unterschlagung in» Amt angp ■ \a Nl.ni c r c r Braun aus Awönebum iiaf-irrbonraU^r Feststellung unquittierter Ein- 1 au' Ünfr Ln" ^cutc clUen interessanten Charakw an. unter ueit neugelabentn zeugen, deren Zahl schon 100 über Ä Lnck^L bcr Landrat Kirchs, örettterr ^c1;liicT zu Schweinsverg auS Kirckhain, der in länaeren Web^schild^t Gelchäftsführnng des früheren Biirgerweister- hip '?CL etncr außerordentlichen Revision der Küsse, die man fogar vorher gemeldet habe, sei dieser einsach abw sen ßllc^-äu Yhren^'gekommen, daß der Bürger- ttehen lwbe wom b?r ^ed .^chhain städtische Gelder ausge- . c,r D 5rU.. Ulcht berechtigt gewesen sei ebeiife fonberf mi?’WÄ*' fca&Jö?E,cu allerhand teuere Geschäfte, bl lonociy mit vferuvit, gemacht hat. Weiter stellt sich dnL nMfa^Fr tist i>iechtiungsjah«s die Kassenbeftände nicht aus da nächste ^ahr nbentominen wurden. Wie aüS der Smtebmunn he betben KassenreMsoren hcrvorgiug, war er bei ta fi nllch^i'stnd^banst ta^te°rhK 6K ®ra-un bic Sache stimmend zur Verlstuna^ ber Bürgermeister bie Abrechnung« nmitchmal 5-6 Ätek fXr ptichpwbest,, worauf die Revisor« y rb Zettel unter,chrreben. Ein Revisor bebnmwt M /ste uien.^s Gald dabei gesth ur Wüttre Ta n gsSESSBS 8WMWNS B e vH n31lt,uT T dicht besetzt ^ . Beleidigungsprozesse des Grafen^M oTt tc kgt i Ke*jffl * . TT •^Uy ~ a r m lladt wird UNS geschrieben^ Die Böcklin- Stiftung des Lbeulen Frhrn. von Heyl an das Grosll Law be.rnusemn nntrve am SamStag nachmittag in Anwesenü'it d-s P°arrs sowie Les Stiftet nnb feinÄüin "&43Cbfct‘ TTTTTT- fti\oud’ N-h. Ä-biuettsrat ..cenge., _l.l die ^tAle des Mu,eumsdirektors im Ncbenankt or bCC- ~ ircflt°L DCL VlUiT't> 2C- Sammlungen, Prof. Xi. X-arf, u .. eutge'unoen. Eo land eine ca. einstündige Be- sichtigung urr ettrtmtliiitg statt. Es sind 75 Hanstichminst; S-rom!»«-« vom drr Sand Arnold Böcklms, wozu nöch^ein rcm ^tbstPorträt des Meisters, kommt. Während st^gabe nur ,m engiien Kreise stattsand, waren am Sonntag ste beiden Raume, IN welclstM die Sammßii'a iiuu Sanfcetmuieum Platz gefunden Hat. der Gegenstand d^r Wb- h-strsten N-ugiere-e. Mau imdet'unier ben^X u a Land fcafiaansiib"ntlrnUro: fcrn bie größte Anziehungs- Durchaus mustergültig seien, sowohl was bie völlig bodenständige Architektur als die neuzeitlichen pädagogischen und hygieniichen Anforderungen betreffe. Oberlehrer Koch fügte dem den Dank der anwesenden Gäste an und empfahl den Beitrllt zmn Verein hefstschcr Kunstfreunde. • r < • _ ‘ f • ~ w k^ursttn Zu >so lm s-i Oegenllänoe; un ersten üaale Nadelarbeiieri, von den aller-! --d ?S" r a n f f h r t- n sm i a bJc Qm Freitag nachmittag im Neuen Palais zu euitaÄlte.i A.isangerarbeite.i bis zu den feinsten in eleganter Aus- 12 Uhr brachte ich der 27geg^ Darmstadt zum Besuch eingetragen war, ist am Samstag Tew^-u «mb ©.ictereicu. J3m Su>et.e.. m teÄl® -L morgen mit den Prinzessinnen Maria und Dorothea zu! ,,ns" o!e^Metfeitig^el?" Grllte^aedwoe^?^ M's ub°rcchchle bei dem Auschüue nach, olme sich lebeüAefUÄich ,u Solms-Lich nach Lich zurückgekehrt. ä^beit, wie ern pmchtvMer^^gefchmMer ÄchreibtL m ÄSÄ Castan auf einer .Bank'und b?g?Lest?V . "Der silberne «onntag hat de« Geschüftsleutcn Bucherschraitk mit Truhe, mehrere größere Wandschränkt I die PoltzelldieNettuu^vEm« die'^ "^"di^ etn ztemltch gutes Geschäft gebracht. Zwar mit bett 5&)rJ e'dmito^ 1,1,6 Pane-le in ktuh-u-.' Castmt. der früher als Kaustnann und° .'m?» mrttagszugen war btc von außerhalb erwartete Kund- ÄeJ“Ärfort^SmtX °m.wunder, einer ch-mischett Fabrik als Arbeiter arbeitete, gab in «Ä -1: feflajt, besonders aus Oberhessen, ausgeblieben, doch stellte Arbeiten, wie Intarsia, Konr-tmal-rei und Mofaik 7varm^m sünc»Mutter Arbcilsiosigkeil als gfe ^„Mittag ein förmlicher Strom von Menschen vonll«obeten Stucken oertreten, ebenso gemaltes Porzellan und Glas. c » »Den“»? B m , ■ m A„.,»vf,Arf, ... S.-----r:.t ---------- <■ . ....... -. IDie Ausstellung legte beredtes Zeugnis ab von dem Ernst unbLr.,r. \71 -J ' 131 ~Cjl 92ai^ einem Vortrag d- stleiß, mit deut m dieser Schule mt ganzen Jahre gearbeitet wird ^rbandsvorsitzenden, tn dem er die Ausgaben unb Ziel, ^e.onbeij rocjin vie ^eumachtszett riaht, bann kommen bie jimgeri Feuerwehren klarlegte, luurbc hier eine freiwilliae ff Suff 1». «n-°..ung>.st°°"l.e sw ehr gegründet, der sofort 35 Mitglieder bc.traien 1.Jb^irf qireiS Biedenkopf) bestanden bisher nur zwei fa? wdltge Wehren, zu Bottenhorn (gegründet 1896) mit 35 llrib’ Oe,chenke zu arbeiten, nut denen die Fran den Gallen, die Braril den Brantlgani, die LUuder die Elteiii überraschen, und für jeden wissen btc Lehrerinnen Rat, um bie Talente jeder einzelnen, m . - • - xu.y....... ...u oo Unh ^bulenn zu bilden unb zu verwerten. Z" Aodheim a. d. B. (gegründet 1906) mit 50 * Kunstverein. Tie Verlosung des Kunstvereins, — Der Hierselbst gleichfalls ins Leben gerufenen Sanität on^er® 9 ““fT2ief" putzte. Be- war. Die Verlosung wird nunmehr im Lause dies r W°ch > ™ lonb"!’t.’tarJei Verkehr herrschte tn der Marktstraße, wo stattsinden, der Tag der Bcrlosnna mirh I i s ?:■= .WÄ:d größeren Wechsels drei Tage geschlossen. statt" Kolloseum findet heute abend Programmwechsel I t; h I I * ci ie: IM )W 6 ob ifc hin M ü'tt cgk! 18$: jene ,bt bc dL idü gn; irö ngc oic fitu jgc B M 1 :bc B' inü B M . iit tp )tl ;eü boc des Die Bedingungen, sowie die Uebersicht ■m Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, den IZ. Dezember 1907. Morell, Vorsitzender. D71? 09475 Gießen, den 16. Dezember 1807. ^eBtersweg LÄ 7625 7695 cbm 792 Kleinschlag cbm 10 730 Bruchsteine cbm 925 Versteigerung. Dienstag den 17. ds. nachm. S Mir, versteigere ich 9Leustadt 55 dahier gegen Bar- 0^2 Drehbänke, 9 Handelswagen, Cd. 1000 Dielen und Waschpfahle, 3 Pferde, 1 Kassenschrank, 1 Fahrrad, diverse Schuhwaren und ^Dibbel. 7694 Born, Gerichtsvollzieher. Boranssichtliche Witterung für tzesteu am Dienstag den 17. Dezember: Wechselnde Bewötlung. Zunehmend trocken, spater Niederschläge. Temperatur wenig verändert. Oestliche, später süd- l i ch e Winde. - Vergebung von Stratzenunterhaltunflsmaterialien Evangelische Gerueinde. Heute, Montag den 16. Dezember, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaale der Johanneskirche. Pfarrer Ausfeld. Die Beerdigung unseres braven Kellners Adam Kirchner stndet Dienstag nachmittags 3 Uhr von der Leichenhalle des neuen Friedhofs aus statt. Gießen, 16. Dezember 190/. Ludwig Flamme, „Zum Deutschen Hof". ©vißhmbDrabtmeiOiiiigeti, R. B. Darmstadt, 16. Dez. Gestern nachmittag brach bei einer Weihnachtsaufführung im Gemeindehaus der Petrusgemeinde dadurch eine Panik aus, daß durch eine umgefallene Laterne der Vorhang in Brand geriet. Alles strömte nach den Ausgängen, nur die Großherzogin blieb sitzen. Hierdurch trat nach und nach Beruhigung ein und die Vorstellung konnte ihren Fortgang nehmen. Pfarrer Walz brachte der Großherzogin für die bewiesene Geistesgegenwart ein Hoch aus. — Ter Finanzausschuß der 2. Kammer hält morgen nachmittag eine Sitzung ab, in der das Gesetz über die Fiirsorgekasse für die Beamten der Landgemeinden, die Nachtragsforderung für die Konzerthalle in Bad-Nauheim und die Vorlage über die Erhöhung der L ehr e r inn en g e härter beraten werden soll. Tie beiden letztgenannten Gegenstände sollen noch vor Weihnachten im Plenum en ledigt werden, Berlin, 16. Dez. Prozeß Harden. Der Angeklagte Harden ist nicht erschiene n. Wie sein Verteidiger nutteilt, macht es Hardens Gesundheitszustand unmöglich, vor Gericht zu erscheinen. Der Oberstaatsanwalt beantragte hierauf, die Verhandlung drei Tage auszusetzen. Tas Gericht beschloß Vertagung bis heute mittag 12 UH Bis dahin soll der Gerichtsarzt Harden untersuchen und dann ein Gutachten über seinen Gesundheitszustand' abgeben. Köln, 16. Dez. Nach einem Berliner Telegramm der Köln Ztg." wurde an Stelle des Generals von Bisfmg der seitherige Kommandeur der 17. Division Generalleutnant von Leon har di mit dem Kommando des 7. Armeekorps beaui- tragt. Stuttgart, 16. Dez. Am Schluß der gestrigen „Götterdämme r u n g s" - A u f f ü h r u n g bracy im Interim s t he a- ter aus der Bühne Feuer aus, das dadurch entstand, bau die Bahre Siegfrieds in Brand geriet. Die Musik brach ab und die Feuerwehr erschien auf der Bühne, jedoch gelang es bald, das Feucr zum Löschen zu bringen und das Publikum zu beruhigen, sodaß die Vorstellung zu Ende geführt werden konnte. Bekanntmachung, betreffend: Förderung des Odftvn.res our.^- den Land- wirtschastsLammer-Ausschuß für Oberheffen. Ich mache die Landwirte aus den Gemeinden: Großen. Buseck, Alten-Buseck, Trohe und Rödgen darauf aufmerksam, daß der Baumwart Heinrich Volk zu Großen-Buscck sich verpflichtet hat, Baiuuwartarbeilen in fraglichen Orten gegen eine Vergütung von 4 Mark pro Tag auszuführen. Land- wirte, welche die Arbeitsleistung des genannten Baumwarts in Einspruch net)men wollen, werden ersucht, sich direkt an denselben zu ivendeu. LandwirLschafLskammer-Ausschuß für Oberheffen. für das Jahr 1808. Die zur Unterhaltung der Kreisstraßen des Kreises auf dem Wege £«ne epochwnBchefide Erfindung SelbstlefchtsndQ WäMlitsi™ G ..Aulolücidus“ B Meine Pwenretiht mehl - sondern du wirk- Ulte* Wciderlkbi «rttiadt jimie und firuehlose Wtihnecbtibiuo „AutohidCiis" liMbtst vom Abend bis tum Morgen selbst- tätig und kostenlos, renn er im Tage In dir Nähe eines Fensters testenden bet „Autolucldus" bt ein echter deutscher Tannen- beuro. so präpariert, dass er sehr lange Zelt die Nadeln hält und am Tage, d. h bei hellem Lieht einem enüdekand roll Rajihtrost be- deoklan Bäumehen glelabt; er bedeutet eine Betons des W«iiaacbtst«etul CIb Seh-tger auf dora Chriilbeuiamirkll Jlntolncldus“ wird Ihnen die schönste Weih- ntobttlreute bereiten, darum nehmen SIs eine vtc -• ..k-itt-r -- noch beute en Aunft und wiNenichatt. — Kleine Chronik aus Kun st u n d W iss e ns ch a U Aus Wien wird gemeldet: „Aus Anlaß der Premiere des Schauspiels „Der Abt von St. Bernhard von Anton Ohorn int Deutschen Volkstheater erhielt die Direktion des Theaters Drohbriefe aus klerikalen Kreisen, worin ^miibale für die Aufführung angekündigt wurden. Infolgedessen hatte eine starke Polizeimannschaft das Haus besetzt, um gegebenenfalls gegen die Skandalmacher vorzugehen. Die Ausführung bot aber leinen Anlaß dazu. Das Schauspiel (das bereits in.mehreren anderen Städten aufgeführt wurde) hat keinen literarischen Wert. Wie das erste ebenso literarisch wertlose Klosterstück Ohorns „Die Brüder von St. Bernhard" ist es indessen ein geschicktes Tendenz- 'tück." — Die Verlegung der Grabstätte Kants aus der Stoa Kaniiana ist vom Magistrat in Königsberg beschloß en worden. Mit der Ausführung eines würdigen Denkmals |oll Professor Lauer von der Königsberger Kunstakademie beauftragt werden; es sind 5000 Mk. für das Werk bewilligt. — Der zurzeit in Nom weilende grobe nordische Dichter Björn son, der am 6. d. M. seinen 75. Gebiirtstag beging, ist an einem hartnäckigen Luftröhrenkatarrh 11 iebt unbebenflicb erkrankt. __ Für die vielen Beweise warmer Teilnahme, die uns beim Hinscheiden unserer lieben Mutter Frau P. Kreiling Ww. von allen Seiten erwiesen worden sind, sagen wir unseren innigsten Dank. Versteigerung. I Mittwoch den 18. dö. Mts., nackm. 2 Uhr, werden im Bieker scheu Saale versteigert: 1) 2 SosaS, 1 Lbenholztisch, 4 gepolsterte Sessel, 1 Schreiblisch, 1 Bertikow, 1 Kommode, 1 Sllet= derschrank, 1 dtähmaschine, 2 Lithographensteine u. a. in. II) eine große Partie ^chuh- warcn aller Arten. III) 1 Laderieinrichtimg (Theke und mehrere Glasschränke), 3 Herrenreisekosfer, 1 Schaurel- pserd mit Ätaturfell, 25 Schulranzen, 6 Handkoffer, 15 Markttaschen, 1 große Partie Peitschen, 1 Partie Handtaschen in Leder und Segeltuch, 18 Dtzd. Porte- uwnuaies, 6 Lourlertaschen, Fliegennetze, Fliegenkappeii, | Hosenträger, Rucksäcke, Borhanghaller in weiß und rot u. v. a. 7698 Laubach Stellv, des Gerichtsvollz. Geißler daß die Elektrisierung der Bahnen Garmisch-Schar- nitz einerseits und G ar misch-Reu kte andererseits de- chl^Jn Ste^g/a'(Provinz Sachsen) erschoß der Stellinacher- meistcr Richter seinen einzigen 18jährigen Sohn beim Probe- schießcn mit einem Tcschrng, das er ihm geschenkt hatte. InBerlin erkrankten am Samstag abend und am Sonntag Morgen mehrere Personen an Wurstvergiftung. Nach Meldungen aus London erfolgte m der Nacht zum Sonntag in der Grafschaft Wales eine Gruben-Ex- pl 0 fi 0 n. Bisher find fünf L e ich e n geborgen. . Fn Warschaii ließ auf der Straße em junger Mann eine Bombe fallen, welche explodierte, den Frager mib einen Passanten tödlich verletzte und das Haus beschädigte. Die Polizei nahm zahlreiche Verhaftungen vor. Eine etiva 60 Mann starke Räuberbande führte die Entgleisung eines P 0 ft z u g e s auf der Karsbahn tm russischen Kaukasus herbei, bei der zwei Lokomotiven die Böschung hinabstürzten. Ter Postwagen, zwei Gepäckwagen und der Wagen mit der Schutzwache des Zuges wurden zertrümmert. Die Räuber beschossen den Zug und schleuderten 8 Bomben, von denen 5 cxplodierteii. Tie Wache vertrieb die Räuber, von ivelchen vier getötet wurden. Vier Mann des Zugpersonals und ein Rekrut wurden verwundet. Aus Siena und Tanger liegen Meldungen von starken Erdstößen vor. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Queckbot nsür oas Jahr 1908 liegt vom 17. Dezember ab acht Tage lang zur Einsicht auf der hiesigen Bürgermeisterei offen. Queckborn, den 14. Dezember 1907. Großh. Bürgermeisterei Queckborn. S ch m i d t. A'Ki.g'Ust Kxoll 3. Dual. 55-57 Pfg. Levendgew. 00 Pfg. beschatt bei Ho«i viel) mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend; bei Kleinvieh gut, fein Ueberstand. Boi öftere. Ochsen Uebernoltt- ___ Phatoifraphiselie Apparate um damit LU räumen, weit unter Fabrikpreis. H. Kühn, 7318] Sellersmeg 36. Ausschrerbung. Der A b b r u cb deö alten Empfangdgebäudes auf Bahnhof Marvurn soll önentlidj vergeben werden. Die Verdlngungsunter- lLigen find, fow. der Vorrat renijt gegen post- und beste llge Id freie Barcinicudnun von 1 Wtark von uns zu beziehen. .. Die Angebote und vernegelt bis Lum Eröstnuugdtcrmin Frcitaq, den 3. Januar 1908, vornnttaaS 11 Uhr, nach hier elnzureichen. Lhv14/i2 Zuschlagsfrist: 14 Tage. Votlendungsternmi: 6 Wochen. Ntarburg, den 11. Dezbr. 1907. Königliche Eisenbahn-Betriebsiufpektion. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme Bei bem schweren Verluste unseres lieben Sohnes und für bic zahlreichen Blumenspenden sagt innigsten Dank Jamilie Hööek. vernrischtes. * Winterstür m e von großer Heftigkeit werden an§ den oerschiedensten Weltgegenden gemeldet. Im Bodenseeorle Friedrichshafen beschädigte der Sturm die schwimmende Ballou- halle des Grafen Zeppelin stark. Das Hintere Hallenende wurde unter Wasser gesetzt. Im übrigen smd zwei Drittel der Halle gereuet worden, ebenso das m derselben befindliche Zeppelin'sche Luftschiff. — In 9)1 e er b e cE bei Duisburg stürzte cm Olenbait ein. Zwei Personen wurden uiiter den Trümmern begraben und getötet. — Ein Schneeft u r m richtete m Frankreich großen Schaden an; viele Telephonlcitungcn luiirben unterbrochen. Besonders heftig trat das Unwetter an der uormcmliehen Küste und im Osten Fraiikreichs ani. In 91 a n c i) stürzte der Arbeitssaal einer Schuhfabrik em. Au 20 Arbeiter wurden verschüttet; einer wurde getötet, fieben schwer verwundet. Bei Biarritz ist ein Dreimaster gestrandet. — Ter Sturm hat and) an den Küsten Englands viele Schisfsmifälle zur Folge gehabt. Ein unbekannter Schuner in der Höhe voll Swanage ist gesunken; die Besatzung ist wahrid)eiiilich verloren. Der deutsche ,Dampfer ^Harald" verlor gegenüber Dilligeließ emen Schrailbeiiflügel; er erbat Schlepper- Hütte. Die Telegrapheiidrähte sind herlintergerisseii. Ter strömende Regen in den lerjen Sagen hat die Thenise nnb die Severii über ihre Ufer treten lassen nnb weite Streifen Lalides ü b e r s ch »v e m m t. Häilser stehen unter Wasser und Wege fiiib unpassierbar. Ter Schaden ist bedeutend. — Der amerikanische Schoner „Thonias W. Laivson" ist bei den Scillyiliseln gescheitert. Siebzehii Ai a n 11 der Besatzung sind ertrunken. — Em Telegramm aus S h e e r n e ß meldet, daß ein zum Torpedo-Kanonenboot „Speed- roeU" gehörender Tampskutter tm Haien gesunken ist. Sieben Ataim iverden vermißt. — Die ^Aüiurelania" der Eimard-Linie i|l iin Mersey gegenüber der Landungsbrücke auf Grund geraten. Kleine Tageschronik. Tie Münchener „Allg. Ztg." meldet, daß ein Projekt ans- gearbeitet morben sei, einen halbstündigen e l e k t r i s ch e n V e r - lehr zwischen I n n s b r u ck n n d M ü n ch e n emzuführen. Von zuständiger Seite wird dem gleichen Blatte hierzu mttgeteilt. Friedberg erforderlichen Aiaterialien sollen schriftlichen Angebots wie folgt vergeben Grus ueforberte ErMrung dem Verkretcr des Angeklagten als völlig ndiskutabel erschien'. Görlitz, 13. De-. Wegen Go ttesläster u n'g begangen n der Trunkeiiheit, ist der Kaufmann Schmidt aus Halle Hvn der hiesigen Strafkammer zu neun Monaten Gefängnis verurteilt worden. Posen, 13. Dez. In dem Z i v i l p ro z e s s e der Bahnwärterfrau Cäeilie Meher gegen die Gras Zbiginiew Kwi- I.ockischeu Eheleute hat der Zivilseirat des Oberlandes- oerichts in seiner gestrigen Sitzung, die nad) dem Anträge des Rechtsanwalts Dr. Seyda lviederuur unter Ausschluß der Oefsent- l'ichkeit stattfand, beschlossen, die Jnterventiotr des Grafen Kwi- Lcdi aus Opvrews für unzulässig zu cradsten unb eine Reihe neuer Beweise lau: einem besoudereir Beweisbesd)lusse zu erheben. Mit der Beweisaufnahme soll eine ganze Reihe deittsckier, galizischer und and) sranzösischer Gerichte beauftragt werden. Königsberg, 13. Dez. Vor der hiesigen Straskannner wurde in zweitägiger Sitziing gegen 13 Einwohner von Agitto, meist Holzflößer, wegen L a n d s r i e d e n s b r u d) verhandelt. In Ägilla war eine Flößerei-Geirossensdiaft gegründet worden, die mit den Königsberger Reedern in Differenzen wegen Bewilligung höherer Floßgelder geraten war, sodaß die letzteren sckstießlid) mntcr Ausschaltung der Flößer dazu übergingen, für ben Transport der Flöße Sd-leppdampfer zu verwenden. Als mehrere dieser Dampfer im Mai Agilla zum erstenmale passierten, ver- iudjten die Angeklagten, durch Legung von Hindernissen, Versperrung der Wasserstraße, Zerreißen von Triften, sowie durch Wersen von Steinen den Weitertransport zu verhindern.. Die -Strafkammer verurteilte wegen Teilnahme an den A up schrei- iungen elf Flößer zu Gefängnisstrafen von ein bis fünf Monaten und eine Frau zu drei Monaten Gefängnis; in einem Falle erfolgte Freisprechung. M ü u ch e n, 15. Dez. Gestern wurde im Prozeß gegen den Zuchthausveteranen Will und seine Genossen das Urteil gefällt. Will, von Berus Maler, trat als > der österreichische Thronfolger auf, und seine Genossen bildeten sein Gefolge. Das Urteil lautete gegen Johann Will auf 14 Jahre Zuchthaus, gegen seine Brüder Jakob und Josef Will aus acht Jahre Gefängnis und gegen den Mechaniker Hoffmann auf neun Jahre Zuchthaus. Tie übrigen Angeklagten tarnen mit leichteren Strafen davon. ________ Kandel. — Vom Rheinifch - Westfälischen K 0 hlenmar EL In der Gesamllage des rheinisch-ivestsättschen Kohlenmarktes macht Ich noch initiier eine irenndttche Stimmung bemerkbar, ^as Koblen- gewerbe ist von dem Rückgang in der Konjunktur uoch nicht st^A^' berührt worden. Der Absatz an Brennstoffen aller Art halt sich auf einer ansehnlichen Höhe, wie dies in den tagttcheu Bersand- zisfern deutlich zum Ausdruck kommt. Der Ovitdgang in der Beschäftigung der Eisenerzindustrie, und zumal bei den weiterverarbeitenden Werken, muß allerdings zu einem WemgerbLdarf von Kohle führen. Wenn solches ani dem Kohlenmarkt selbst noch nicht so sehr in Erscheinung tritt, so liegt das in der Hauptsache an dei Jahreszeit, die eme Versorgung für den Hausbedarf erheischt, lluch habe der zurzeit noch lebhafte Versand seinen Grund in den Bemühungen des Kohlensyndikats, feinen Verpflichtungen dem Auslande gegenüber gerecht zu werden, denen es in der Zeit dev Kohlenmangels nicht Nachkommen konnte. — Bei der Berliner H 0 t e 1 g e s e l l f ch a f t K a 1 s e r h 0 f hat die Revision durch die Treuhaudgesellschaft einen Kapitalbedar von 3-4 Mill. Mk. ergeben. Danach läßt die Lage manche^ zu wünschen übrig. Auch soll Kapitän zur See z. D. von Grumme ein Aussichtsratmandat niebergetegt haben. . _ Märkte. ie. Frankfurt a. M., 16. Dez. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Liotierungen der heutigen F^uchtuiarktpren e. Weizen Mk. 21.50—21.75, Kurhessischer A'ck. 2l.7o—00.00, La Plata Mk."25,75—27.00, K-mscis Alk. 25.7o-27.00, Nogqe» khlestger) Mk. 20.50-20.75, ©Ci-fte (SßJetteraucr) 9)lt. L0.75—21.75, Aranken- ielbev 2)lt. 21.25-22.50, Haler 17.00-18.50, Alais ®t. 16.00-00 00 Weizenmehl Alk. 32.50-32.75, 00-00, 2. Qualität Alk. 31 oO bis Mk. 31.75, 3. Qualität $lf. 30.00-30.2o, 9iogflenmeW 0 Alk. 32.00—32.50, l.Oiialität Alk. 31.00—31.50, Weizenklci- Mk. 11.2a bis Mk. 11.50, Roaaenklci- Alk. 13.00-13.25. Maiskenne Mk. 12.00 bis Alk. 00.00, Franken, Psälzer, Nied Alk.00.00-00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. _ . . o m. . ü. Frauffurt a.M., 16. Dez. (Telegr. ^ng.-Bericht des „Gie,;. Anz/). Amtt. Notierungen der heutigen Viehmarkt preise. Zum .Verkaufe standen: 131 Echsen, 131 aus Oesterreich, 41 Butten 0 aus Sesterreich, 0 aus Dänemark, 1014 Kühe, persen, Stiere und Rinder, 0 aus Dänemark, 397 Kälber, 415 ecljaie und Hamme, 00 Schafe aus Oesterreich, 00 Ziegen, 1697 Schweine. Bezahlt wurde für lOOPfund Schlachlgewichl. Ochsen 1. Qualität 86 63 'Ick 2. Qual 72—76 Akk., 3. Qual. 62-65Mk.; Bullen 1.Qual. 61 bis 69 Rtt., 2. Qual. 63-65 Alk.; Kühe 1. Qual. 72—74 Ack., 2. Qua . 66—66 Vck., 3. Qual. 50 54 Mk, 4. Qual. 00—00 Mk„ o. Qual. 00—00Alk. Kälber: 1. Qual.92-95 Pfg., Lebeudgewichlo4-57 Pf., 2. Qual. 80—85 Pfg., Lebendgewicht 45—50 Pfg., Schlachtgewicht 60- 63 Pfg. Schafe: 1. Qual. 78—00, 2. Qual. 60—-64 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 61—00 Pfg., Lebbgew. 48—00.00 Pfg., 2. Qu. 60 00 Pfg., Lebendgew. 47,05—0,0 Pfg., erhältlich sind. Die Angebote sind verschlossen, postfrei und mit ent- sprechender Aufschrift versehen bis zum 28. Dezember l. I., vormittags 9 Uhr, hier einzureichen. Für jeden Straßenmeisterbezirk ist ein besonderes Formntar zu verwenden. Die Eröffnung der Angebote findet in Gegenwart etwa erschienener Bewerber statt. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Friedberg, den 12. Dezember 1907. Der Großherzogliche Kreisbauinspektor. G o m b e 1. 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