r. 1Ö9 Erstes Blatt 15Z Jahrgang Her viermal in der 'che beigelegt und nmalwöchentlichdas *i$blah für -en Kreis Pen. Ferusprech-An- ußs. d. Redaktion 112 rlag u. Expedition 51 reffe für Depeschenr lnzetger «ictzeu. in Gießener Anzeiger eben im Wechsel mit scheint täglich außer Sonntag-. i Keksischen Landwirt Siebener Familien- .. Montag 82. Juli 1907 GietzenerAnzeiger Bezng»pret»r monatlich 75 Pf., viertel- jährlich Mk. 2.20; durch > Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2.— viertel- jährl. ausfchl. Bestetlg. ZeilenpreiS: lokal IbPj., auswärts 20 Pfennig. _ Verantwortlich Genera,-Anzeiger für Gberheßen Sgg vormittags 10 Uhr. Rotationrdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei. R. Lange. Redattion, Expedition und Druckerei: Schuistrahe 7. <41 Iqv vTl ICH • -Ov\X< Ale yeuiige Wummer umfaßt 10 Seiten. politische Wod?c8ijd?aM. Die Stille, die gegenwärtig in der inneren deutschen titik herrscht, sucht mancher sich nun dadurch etwas an- ehmer 311 machen, daß er Erörterungen über die zukünftigen .'tzgederijchen Arbeiten der Parlamente anstellt. Es sind s uralte Themata, über die sich eigentlich kaum noch aö neues sagen läßt, und es hat geradezu etwas komisches, eifrig sich einige Zeitungen bemühen, zum alten, längst agten noch etwas neues hinzuzufügen. Noch komischer ken diese hochsommerlichen Erörterungen dadurch, daß die litiker Qm Schlüsse ihrer Stllübungen angeben müssen, i die oben betrachteten Gesetzesvorlagen, wie etwa Steuern > Ostmarkcnvorlage, in dem nächsten Sessionsabschnitte ensalls gar nicht zur Erledigung kommen werden. Schatz- etär Frhr. v. Stengel, der dieser Tage seinen 70. Ge- tStag feiern durste, wird sicherlich sehr gut wissen, warum im nächsten Winter nicht gleich wieder mit neuen Steuern »men kann. Zunächst wird man doch erst die Wirkung neuen Steuern abwarten müssen. Anders ist es mit der markenvorlage, die ja in erster Linie nur den preußischen adtag angcht, aber doch von eminenter Wichtigkeit für das fze deutsche Reich ist. Es wäre sehr bedauerlich, wenn n hier mit neuen, dringenden Maßnahmen noch sehr lange rten wollte. Die Ansiedelungskomntijsion, die in der lle eifrig bemüht gewesen ist, das Deutschtum in der Aschen Ostmark zu befestigen, sieht sich jetzt außer Tätiggesetzt, denn neue Landerwerbungen zur Ansiedelung von itschen Bauern in der Ostmark sind nicht niehr möglich, ist schon alles in sicheren polnischen Händen. Soll das so schönen Hoffnungen begonnene Werk fortgesetzt und 11 anstürmenden Slaventum im deutschen Osten ein wirk- ie§ Bollwerk entgegengesetzt werden, dann müssen bald le Mittel und Wege gefunden werden. Wir hier in Hessen ien ja keinen Einfluß auf alle die Bestrebungen Preußens, auf eine Stärkung des Deutschtums im Osten gerichtet ), aber unsere Sympathie und selbst unsere werktätige terstützung, iDO sie möglich ist, dürfen wir als gute itsche Staatsbürger derjenigen Politik nicht versagen, die Feinde des Deutschtums zurückdrängen will. Es ist nicht richtig, die Polenfrage etwa mit der däni- n Frage in Parallele zu stellen. Auch die „Norddeutsche gemeine Zeitung" weist auf den großen Unterschied hin, hier und dort zu Tage tritt: „es sind — auch abgesehen 1 der Rassenfrage — politisch und wirtschaftlich völlig )er§ geartete Objekte der Gesetzgebung und Staatskunst." Reichen Stoff zu mehr oder weniger geistreichen Be- chtungen hat auch in der verflossenen Woche die Jndexfrage leben. Diejenigen katholischen Kreise, die eine Abänderung heutigen Jndexoorschriften herbeiführen ivollen, scheinen es .llich ernst zu meinen. Eine neue Wendung hat die Sache n dadurch genommen, daß die vatikanische Presse einen ien Syllabus veröffentlicht, ein lateinisches Dekret dec ngrcgation der Inquisition mit dem Verzeichnis von 65 üblichsten Irrtümer, die hinsichtlich des Glaubens an die jel und die kirchliche Autorität das Wesen des „Modernismus" Den. Dieser SyllabuL gilt nicht eigentlich als ein päpstliches kument, sondern nur als cm Dekret der Jnquisitions- igregatiou, aber er ist schließlich doch nur ein Ausfluß der zmatischen Lehre von der Uiifehlbarkeit des Papstes in stlichen Dingen, dem sich jeder gläubiger Katholik unter- rfen muß. EL ist sonach nicht zweifelhaft, welchen Ausgang jetzige Zndexbewegung nehmen wird. Mit großer Spannung hat man in den letzten Tagen i Fortgang des Mordprozesses Hau in Karlsruhe verfolgt, escr Prozeß gibt so viele phychologische Rätsel auf, daß -über der eigentliche Gegenstand der Verhandlungen ganz den Hintergrund tritt. Ist der Rechtsamvalt Hau nicht • Mörder seiner Schwiegermutter, warum hüllt er sich selbst den nebensächlichsten Dmgen in Schweigen? „Es gibt nge", so meinte der Angeklagte an einem der letzten rhandlungStage, „die man wohl seiner Frau sagen darf, ich aber hier in meinem Leben nicht sagen.würde." Der geklagte erhob hierbei gegen den Staatsanwalt den Vorwurf, 3 er ihm die gewünschte Unterredung mit seiner Frau nicht vährt habe und daß ihm damit die Möglichkeit genommen rden sei, seine Frau von seiner Unschuld zu überzeugen und von dem Selbstmorde abzuhaltcu. Inzwischen hat der geklagte zugegeben, daß ihn die Liebe zu seiner Schwägerin dem verhängnisvollen Tage nach Baden-Baden geführt )e. Vielleicht bringt schon der nächste Verhand ungstag jere Aufklärung über manches, was in dem Verhalten us bisher noch dunkel und unverständlich ist. Beiondece Aufregungen hat in der verflossenen Woche h die äußere Politik nicht gebracht. Die Zusammenkunst n'chen Aehreutbal und Tittoni und der Empfang Aehren- ls beim Könige von Italien sind äußerlich programm- ßm verlaufen und haben zu einer erfreulichen Ueberein. imung m allen in Betracht konimenden Fragen geführt. >n dem deutfchen Bundesgenossen scheint in diesen Untec- imncn freilich nicht viel gesprochen worden zu sein, aber .wentbal hat eS doch für nötig gchaiteu, ausdrücklich zu ären, Diw sich an dem bisherigen Dreibundverhaltnisse sts geändert habe. Ueberemstimmend hiermit ist zu kon- ieren, daß dec Dreibund inzwischen stillschweigend btS 1914 verlängert worden ist. An dieser Tatsache können auch alle tendenziösen Leitartikel des Temps nichts ändern, der sich nun bemüht, seinen Lesern die französisch-italienische Freundschaft in einem besonders schönen Zauberlicht erscheinen zu laffen. Der Konflikt der Japaner mit den Vereinigten Staaten hat keine weiteren Folgen gehabt. Man scheint aus beiden Seiten zu der Einsicht gekommen zu sein, daß ein Krieg doch immerhin eine bedenkliche Sache ist. Um die erregte Volks- stimmung in Japan zu beschwichtigen, hat man emstweilen eine sehr hübsche Ablenkung gefunden, man hat den Schattenkaiser von Korea zur Abdankung gezwungen. Ein weltbewegender Vorgang ist das nun allerdings nicht, denn das Kaiserreich Korea ist ja seit dem Kriege mit Rußland eigentlich nichts anders mehr als eine Provinz des japanischen Reiches, aber die Abdankung dieses Kaisers schmeichelt doch immerhin dem Selbstbewußtsem des japanischen Volkes. Veranlassung zu der Abdankung des Kaisers von Korea hat bekanntlich die Entsendung einer Delegation nach dem Haag gegeben, die bittere Klage über die Oberherrschaft der Japaner führte. Die Koreaner selbst scheinen diesen Thronwechsel nicht ganz ruhig hmnehmen zu wollen, denn die letzten Meldungen aus dem Lande der Nkorgenstille wissen von recht ernsten Unruhen zu berichten. Die Herrschaft der Japaner wird durch diese Vorgänge natürlich nicht in Frage gestellt, sie geben dem Jnselvolke vielmehr willkommene Gelegenheit, ihre Herrschaft in Korea noch mehr zu befestigen. Darüber werden die unbequemen Schreier in Tokio den Streitfall mit den Vereinigten Staaten vielleicht vorerst vergessen. Jedenfalls gewinnen die japanischen Diplomaten Zeit, sich mit den Amerikanern in irgend einer Weise friedlich zu einigen. nun die ßvagc berechtigt: Ist es würdig, in solcher Weile akademische Feste zu feiern, bei denen es eriahrungsgemäß ohne einen gewissen Prozentsatz von Betrunkenen aus der Elite der Nation nicht abzngehen pflegt? Sind nicht solche von der akademischelr Behörde veranstaltete Trinkgelage als offizielle Anerkennung der Trinksitten anzusehen? Jede Förderung dieser Trintsitteu bedeutet aber auch eine Forderung des Alkohotismus, der sich also die Veranstalter und Teilnehmer schuldig machen. Von über 600 anwesenden Enthaltsamen und Nichtenthaltsamen ist auf dem vorjährigen Abstmententage zu Elberseld der einliegende Protest gegen die deutschen akademischen Trmksitten einstimmig beschlossen und vom „Allgemeinen Deutschen Zeutralverband zur Bekämpfung des Atkoholismus E. V." nach Möglichkeit verbreitet worden. So lauge seine Wirkling aber nicht derart ist, daß akademische Behörden davon abgehalten werden, die akademischen Trmksitten und Trinkgelage offiziell mit ihrem Ansehen zu decken, ja, noch dazu einladen, so lange erscheint es dem nnterieriigten Verbände notwendig, den Wortlaut des Elberfelder Beschlusses immer und immer wieder aufs neue zu verbreiten, um Jben Protest in dis weitesten Kreise zu tragen. So bitten wir Sie denn, das bei- folgende Blatt (das den Protest des 4. Deutschen Abstmententages gegen die deiitschen akademischen Trinksitten enthält) entgegen nehmen und einer gewissenhaften Durchsicht unterziehen zu wollen. Wir sind überzeugt, daß Sie dem Gruildgedanken dec Protestresolution zuslimmen müssen und daraus die Kolisequenzen ziehen werden. ** Eine wohlangebrachte Bitte. Menschen, wenn ihr ins Grüne geht, schonet die Fluren und die Tierwelt! Freuet euch der schönen 9katur, aber beraubt sie nicht ihres Schmuckes, zerstört und quält nicht! Tragt nicht gar so viele Blumen weg, begnügt euch mit einem Sträußchen! Verletzet die Bäume nicht durch Abreißen bet Zweige und Aeste. Wer das Schöne wahrhaft liebt, wer es weiß, wie kunstvoll Blatt und Blume gebaut sind, wird sich nie solcher Verwüstung schuldig machen. Gönnt den Vögeln, Schmetterlingen, Eidechsen und anderen Tieren ihr kurzes Leben und die über alles geliebte Freiheit! Auch das unscheinbarste Die Errichtung eines Oberprafidiums Berlin. Berlin, 21. Juli. Das Ministerium des Innern beschäftigt sich, wie die „B. Mp." von besonderer Seite erführt, gegenwärtig mit der Fpage der Errichtung eines eigenen Oberprä- sidiums Berlin. T-ie Entwicklung Berlins, seine kommunalen und Verkehrsverhültnisse in den letzten Jahren und! das damit verbundene starke Anwachsen der Geschäfte des Potsdamer Oberpräsidiums haben die Regierung jetzt dem Ansck)eine nach zu der Ueberzeugung geführt, daß die Ernennung eines besonderen Oberprüsidenten für den Stadttceis Berlin und damit die Schaffung einer selbständigen Provinz Berlin iwtwendig sei. Der Rücktritt des Gesandten v. Below. Berlin, 21. Juli. Die „Nordd. Allg. Ztg/' schreibt: In einigen Blättern wird der unlängst erfolgte Rücktritt des Gesandten Paul von Below mit Vorgängen in Verbindung gebracht, welche neuerdings in der Presse viel besprochen worden sind. Es wird dabei insbesondere behauptet, daß Herrn v. Below der Abschied ohne die sonst üblichen Ehrungen bewilligt worden sei. Demgegenüber stellen wir fest, daß die Verabschiedung des Gesandten v. Below lediglich aus Gesundheitsrücksichten erfolgt ist und bereirs seit dem Winter beschlossene Sache war. Eine Orden^auszeichnung stand den dafür maßgebenden Grundsätzen entsprechend nichr in Frage, da Herrn v. Below erst im Januar eine solche, der rote Adlerorden 2. Klasse, verliehen worden war. Die Norddeutsche Allgewciue Zeitung und die Ministerdegegnung in Desto. Berlin, 21. Juli. Tie „Nordd. Allg. Ztg/' schreib:: Die Zusammenkunft der auswärtigen Minister Oe st erreich-Ungarns und Italiens in Tesio und der darauf folgende Empfang des Frhrn. v. Aehrenthal durch den König von Italien sind in Deutschland mit aufrichtiger Anteilnahme und Genugtuung beachte: worden. Dem bundestreuen Geiste dieser Zusammenkunft entsprach die herzliche Begrüßung, welche die beiden Minister aus Turin an den Fürsten Bülow gelangen ließen und die von dem Reichskanzler ebenso herzlich erwidert wurde. In einem ftanzösischen Entrefilet hieß es: „Man ist in Frankreich überzeugt, daß Italien jetzt definitiv an Frankreich und England angenähert sei." Diese Auslassung ist gegenüber den beiden AÜichten, deren Staatsmänner in Tesio ihre Geschäfte besprachen, beinahe so a n m a ß e n d u n d t a kt l 0 s wie ein anderer französischer Kommentar, der die Entrevue sich unter englischer Vor- muirdschaft abspielen ließ. Aus Stadt «n- Land. Schmückt Eure Fruster und Ballone mit blühenden Blumen. Gießen, 22. Juli. •* Steueramts-Personalien. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog Haden den Steuerkommissär des Steuer* kommissarials Darmstadt I, Geh. Finanzrat Ludw. Kritzler zu Darmstadt, auf sein Nachsuchen unter Anerkermung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste in den Ruhestand ver- setzt und ihm aus diesem Anlaß das Ehcenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen; den Haupt- steueramtZassistenten bei dem Hauptsteueramt Mainz Phil. Griesheimer zu Mainz zum Bezirkskassier der Bezirks- kasse Ulrichstein, sowie die Finanzaspiranten Friedr. Breid en- bach aus Beerfelden und Karl Mana Höfel aus Ober- wesel zu Hauptsteiieramtöajsistenten bei dem Hauptsteueramt Mainz ernannt. . ** Auch ein Beitrag zum Un 1 vers 1 tatsiub 1 - kaum. Der Ausschuß des Allg. deutschen Zentralverbandes zur vekämpfung des Atkoholismus versendet hier folgendes Schriftstück: In den Tagen vom 31. Juli bis 3. August feiert die Universität Gießen das Jubelfest ihres 300iahrigen Bestehens. In der von Rektor und Senat auigefiellten Festordnung hüben sich mehrere Veranstaltungen, bei denen in herkömmlicher Weise den akademischen Arint- futen Folge geleistet wird. Es ist mit Recht zu erwarten, daß bei diesen oniziellen Gelegenheiten, dem Empimigsabend, dem Fest- kommerie und Abjchledsfruhschoppeii der ^ilkohol die übliche Rolle spielen und ihnen fern Gepräge «aufbrüden wird. Es erscheint Wesen hat in der Natur einen Zweck zu erfüllen und möchte seines Daseins froh werben. Ein hülsloses Geschöpf zu ängstigen, zu quälen, ist eines Menschen unwürdig. Seid mitleidig und barlnherzig, schützet die Schwachen vor der Roheit Unverständiger! ** B l ä t r e r s cv w u n d. Zu bsr Notiz aus Friedberg in Nr. 167 des „Gieg. Anz." teile ich hierduru) mit, baß auch mehrere K a st a n i e n b a u m e an der F r a n k, u r t e r Straße dieselbe krankhafte Erscheinung zeigen. Da Kastanienbäume östlich von den beiden Lokomoiwhallen der Eisenbahn fteyen, nimmt man an, daß die fiete Rauchentwicklung in den Hatten Ursache des Blätterfchrumpfens und winterlichen Aussehens der Bäume sei. Schon feit mehreren Jahren bemerkt man, daß oies//:ii Bäume im Sommer ihre entlaubten Aeste in die Luft strecken. Es dürfte von Interesse sein, dem liebet uach^uspüren, da der sonst schattige Gang bis zum Eistubaynoiadukr auf eine große Strecke von Baumen entblößt wird. -n Vordeck, 19.Juli. Fraii Alice Fähndrich, geb. greifn v. Nordeck zur Rabenau, in Friebelhausen kaufte bas hiesige alte Ritter schloß nebst bem bazu gehörigen Wald zillii Preise von 200 000 Mk. ? Eschen r 0 d, 20. Juli. Eine schon bejahrte Frau beging Selb st mord durch Erhängen. p. Schlitz, 20. Juli. Heute morgen um IOV2 Uhr ertönten Feuersignale, es brannte in dem Hause des Bäckers Ph. K a l m b a ch am Grabenberg. Die rasch yerbeigeeilte Feuerwehr tonnte den Braud in einer halben Stunde löschen. Der SaMen ist nicht bedeutend, es »ernannte ein Teil oes Dachstuhls, sowie verschiedene Futtervorrate. Das Feuer ist wahc- sck-einlich durch ausfliegende Funken des Bäckereischornsteins entstanden. Bundessest des Bundes der Landwirte. (Original-Bericht des Gießener Anzeigers.) ,-P Groß-Karben, 21. Juli. Nur wenige Wochen sind es hin, als die oberhessischeu Bauern ihr jährlich wiederkehrendes Volks- und Bauernfest in Ober-Widdersheim unter Teilnahme Tausender abhielten und schon wieder strömten heute die Leute von der Scholle zusammen, um unter Gleichgesinnten einen frohen Tag zu verleben. Nach sauren Wochen harter Arbeit soll es auch dem Landwirt vergönnt sein, einen Festtag zu haben. Und diese alljährlich wiedcrkehrenden Bundes- unb Bauernfeste sind gleichsam zu einer Heerschau geworden. Aus allen Teilen Oberhessens, der Umgegend von Frankfurt und besonders aus der Wetterau war die Landwirtschaft treibende Bevölkerung per Rad unb mit geschmückten Leiterwagen, mit der Bahn unb zu Fuß herbeigeeilt, und die Häupter der dem Bund der Landwirte nahestehenden Parteien hatten sich eingefunden, um ihre Getreuen aufzumuntern im Kampf für ihre Sack)e. Um 2 Uhr trafen die Ehrengäste mit dem Zuge von Frankfurt, Gießen und Friedberg ein unb ein kleiner Festzug brachte sie unter den Klängen einer Musikkapelle nach bem Selzerbrunnen. Hier hatte man das herrliche Buchen- wäldchen zum Feftplatz ausersehen. Unter den Ehrengästen befanden sich der Festredner des Tages Eheftedakteur Dr. Oeriel- Berlin, die RcickMagsabgg. Köhler-Langsdorf und Graf Oriola- Büdeäheim, die Landtagsabgg. Wolf, Bähr, Hirschel, Breidenbach, Korell und mehrere Mitglieder der Landwirtschastskammer. Auf dem Festplatze wogte eine ungeheure Menschenmenge, die auf 6—8000 Personen geschätzt wurde. Nachdem die Ehrengäste bei ihrem Einttesfen jubelnd begrüßt worden waren, betrat Reichstagsabg. Gras Oriola die Rednertribüne. 9^aü) turnen Begrüßungsworten führt er aus, daß in der Wetterau und ganz Oberhesseu ein vaterlandsliebender, tüchtiger und strebsamer Bauernstand wohne. Der Hauptzweck sei, einander näher zu treten und alles Trennende zu beseitigen, das doch ost nur Schein sei. Der h'.storische Bode:: des Selzerbrunueus, dessen Quellen schon die e.lb.'n Römer schätzten, wie Z. äreiche Funde beweisen, muß uns heute mahnen zur Treue zrnu Vaterland. Bismarcks Wort müsse allezeit gelten: „Bauernstand, treu bei vermag es nicht, die Lifenbahn-Zcitnng. do. Tenden 84 50 63.20 96.40 97.80 97.90 83.15 93.05 83.10 91.90 oft von Beifall unter* Altvorderen alljährlich auch wir uns heute Horizont ist trotz der und Dänemark trübe 103 20 66.40 67.50 91.75 90.40 94.80 . 144.00 . 168 60 . 137.30 . 2ü3 öu . 95.70 28*50 . 140.25 . 131.00 197.60 28*70 115.90 142.20 Kinder mehl •Krankenkost. 21. Juli. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. « Laurahtttte . . . Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd . . . . Tiirkenlose . . . Hervorragend bewährt! Nahrung. Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei u. leiden nicht an Verdauungsstörung. Deutsche Bank . Deutsch-Asiat Bank Dibkonto-Kominandit. Dresdner Bank Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisen tahn . Gotthardbabn . . Lombard. Eisenbahn Börse, . 175.70 . 128.00 70*30 136.90 128.20 « . 223.50 Elektriz. Lahmeyer . , .116 00 Elektriz. Sehnckert . . , 105 00 Eschweiler Bergwerk . . 207.50 Gelsenkirchen Bergwerk . 119.70 Hamburg-Amerik. PaketL 131’10 Harpener Bergwerk. . 195.25 Laurahtttte ..... 217.00 Nordd. Lloyd 116 30 Obeischles. Eisen-Industrie 103.15 Berliner Handelsges . . 151 ö5 Darmstädter Bank unb Vaterland." D-r einheitlichen Organisation des Bundes der Landwirte gehört das Verdienst, in die Reihen der Landwirte das Streben nach gemeinsamen Zielen wachzurufen Welche Früchte das einige und feste Zusammen stehen der Landwirte zeitigt, das zeigt das Ergebnis der letzten Reichstagswahl, bei der die Feinde von Thron und Altar eine furchtbare Niederlage erlitten. Unter langanhaltendem Beifall schloß d:r Redner mit einem Hoch auf Kaiser und Großherzog, das deutsche Reich und das Hessenland. Darauf wurde gesungen „Deutschland über alles". Chefredakteur Dr. O e r t e l - Berlin ergriff hierauf das Wort. Wir entnehmen seiner ' brochenen Rede das folgende: Wie unsere ihr Sonnenwendfest abhielten, so haben um diese Zeit getroffen. Der politische Freundschaftsbezeugung nach Frankreich und selbst die Haager Friedenskonferenz „ wo Wolken zu verscheuchen. Wir verlassen uns auf unser gutes Recht, unser starkes Schwert, unsere Wehrhaftigkeit und diese liegt im Bauernstand, der die Quelle der Volkskraft ist und bleibt. Auch der innerpolitische Himmel erscheint bewölkt, Groß ist wohl die Freude, daß die Sozialdemokratie durch die Einigkeit der bürgerlichen Parteien zu Boden geworfen wurde, der Reichstag hat auch seither seine Sache wesentlich besser gemacht, doch ob der vielgerühmte Block zusammenhalten wird, j das erscheint zweifelhaft. Wir werben folgen, so lange es nicht gegen unsere Ueberzeugung geht. Die Erhaltung des deutschen Bauernstandes ist die größte Notwendigkeit fürs Reich und die Industrie ist im Irrtum, wenn sie glaubt, mit dem Auslande auskommen zu können. Redner führt ferner aus, daß die Erhaltung der deutschen Landwirtschaft eine wirtschaftliche, polit I und seelische Notwendigkeit sei. Unsere ganze politische Ent-! Wickelung fordert den Fortbestand der Landwirtschaft. Das Geschlecht der Industriestädte sei ein blutarmes, entnervtes Geschlecht, von Land aus müsse immer wieder frisches Blut! ins Volk strömen. Der Bauernstand müsse treu bleiben deutscher Art und Sitte, und in dieser Hinsicht gelte auch ein neues Streben der Erhaltung des altdeutschen Bauernhauses, der ländlichen Baukunst, der Hcimatpflege, der alten, oft bespöttelten Tracht, sie seien ein Stück altdeutscher Art, ein Erbe unserer Vjiter, sie müßten wir zu erhalten suchen, ebenso wie die zahl- rerchen Mundarten unserer schönen deutschen Sprache. Nach noch weiteren Ausführungen über die im Bauernstand wurzelnde Treue zu Kaiser und Reich schloß der Redner mit den Worten- „Mit Gott für Heim und Hof, Fürst und Vaterland, Kaiser und Reich." (Langanhaltender Beifall.) Landtagsabg. Hir- ^^"c^iebbeT9 ^dauert, daß in der Wetterau die Landwirtschaft fort und fort zurückgedrängt werde, und daß die Landwirte ihre Söhne und Töchter vielfach der Landwirtschaft entzogen. Wahrend früher in den Schullesebüchern alle ländlichen und bäuerlichen Verhältnisse durch Erzählungen, Gedichte uni), Abhandlungen geschildert worden seien, finde man heute fast keine mehr in den Büchern. Tie Liebe zur heimatlichen Scholle müsse geweckt werden, denn die Landwirtschaft sei der Grund- ^uer des Staates. Sein Hoch galt dem Bund der Landwirte, o? ? ? Reichstagsabg. Köhler- Langsdorf mahnte in kurzer Ansprache zum Zusammengehen der Vertreter der Landwirtschaft der Deutsch-sozialen, der rechtsstehenden Nationalliberalen und der Bauernbündler und bedauert den Zwiespalt, der zur Zeit der Rerchstagswahl im Kreise Friedberg-Büdingen entstanden .lebhaftem Beifall wurde das Hoch des Redners auf bic Ermgkett rm deutschen und hessischen Bauernstand aufge- nommen. Landtagsabg. Korell toastete auf die deutschen! Frauen — Abg W olf überbrachte die Grüße der rheinhessischen Landwirte. — Der Kreisvorsitzendc des Wahlkreises Fricdbcrg- Budmgen, Meller-bof-Marienboru, sprach in seinem Schlußwort den Rednern des Tages Dank aus. In den Zwischenpausen ttugen die Gesangvereine aus den Orten Rodheim, Okarben, Petterweil und Seulberg Volks- und Vaterlandslieder vor Au dem großen Festplatze herrschte reges Treiben, die Menschenmenge wogte hm und her. Karussells, Buden aller Art und Tanzmusik sorgten sirr Vergnügungen und Volksbelustigung Le, embrechender Dunkelheit wurde ein Feuerwerk abgebrannt und dann hreß es für die fremden Gäste Scheiden; mit Musik hmibeit fie jum Bahnhof begleitet. Lier herrschte ein furchtbares Gedränge an den Zügen, die kaum die Menschenma s- fapen formten. Kem Mißton störte das Wetterauec Bauernfest, und den Tettnehmern werden die angenehmen Stunde« und die ^^bender^Worte der Redner noch lange in angenehmer Erinne-! Landwirtschaft. k,^^sel. 2L Juli. Ter Vorstand der Landwirtschasts- lebten^den Reglernngsbezirf Kasse! beschäftigte sich in seiner 0 nio Em »wtteren Vorgehen hinsichtlich derS ch a f° rau de. Ter Landwirtichaftskammer war abermals eine Mil- 'sei, kort hab- si- Plötzlich ™ und mit einem Boote | beim Landwirtschaftsminiiter, dem Reichslag- !^d den ^sstiÄ K^a9^,69m°rbn^n vorstellig zu werden, daß bei der bo rücken een ^uorlmung des Reichsvichseuchengesenes die Sdtrf raube von den für die wirklichen Seuchen cuttenden Bestimmung»», ausgenommen werde. Begründet soll dies-Lnga^we^Ä Bösn den Viehseuchen erheblich abweich^nÄ Wßsen der Rande und mit der den Jntereften ber Schafhaltuno Äzu-ke^Kafte^^ ^anohabung der Räudetilgungsmaßregeln ün Auch Fräusekn Luise Molitor erklärt Lch zur Aussage int nguQ Hau in München, wie Frau Hau in Klmlk fair. Hau sei sehr protzig aufaetreten. Tie Ebe . der Serben iet gut gewesen. Dorf.: Im November erhielten sie. einen «ne'von Frau Lina aus London? Zeugin: Ja, sie 51ir' xt- -,c&r unsicher und von Spionen umgeben. dachte, meine Schwester habe irgend etwas Schweres auf dem poersen. Von.: Wie war es mit dem Selbstmordversuch in der Schweiz Zeugin: ^ie erzählte mir, es sei nicht wahr, was | Hc 5 m Untersuchungsrichter in ber Schweiz erzählt habe. Nich: sie selbst habe sich enchossen, sondern Hau habe, wie es verabredet war zwischen den Bechen, auf sie geschossen Als er nicht richtig trar, habe er den Mut zu einem wetteren Schüsse verloren. fie« daoe dann gesagt, sie habe sich selbst geschossen, weil Hau wüst wegen Mordes hätte testgenommen werden müssen. Vor- utzender: Was sagte Frou Lina, als sie horte, daß Hau der Täter sein solle? Zeugin: Sie sagte zuerst: „Es kann doch nicht mein Mann gewesen fern." Als man ihr aber Zug um Zug und schritt um Lchrttl nachwies, daß er es gewesen sein müsse glaubte ne es sästj «orf: öieft sie zu ihrem Mann? Zeugin! «sie hatte das Gefühl, daß fie zu uns stehen müsse. Oberleutnant Molitor-Metz, ein Sohn der Ermordeten k Sn '** ?ma auch das Telegramm über die Ermordung d" Mutter für eine Mystifikation .vvn Geschäftsgegnern ihres Mannes gehalten habe. Als sic bau Laus Schuld überzeugt wurde, brach sie zusammen. SBorf.: Wie war cs mit der Varis^ Geschichte? Zeuge: Wir hielten si- für einen Mord- vermch, weil unsere Mutter stark herzleideud war und jede Aufregung ihr ichaden Knute. Vars.: Sic wurden nach Dfäffikon grausige Ereignis des Selbstmordes Ihrer Lchwester stattfand? Zeuge: Ich börte, daß meine Schwester den £>ee hinausgeschwommen sei, 1 1 ' ' " — - halten. " tnfnTf?;; lagen^e dazu Hau? Sie haben in dem Pro- tofoll vor dmr, Untersuchungsrichter das Gespräch zugegeben ~ • Drese Aussage machte ich damals, um nicht nach Frank,urt transportiert zu werden. ■ W m . f ^ Hau, warum sagen @ie nicht einfach: „Ich habe ' aObtt: diab- Nicht telephoniert!" Sie fag^n Es soweit es eine Zeugin bekundet. Nun hat J ler ietzt sachgemäß antworten? ... JreT ^Fbklagte bezieht sich auf frühere Aussagen. Vor- fe^c sonderbare Taktik. Verleid.: Hat Fvau. Nttrlttor die stimme als die des Mister Hau erkannt? Zeugin Bechtt: Nein, sie lachte nur, als ich es ihr sagte I ^ugin Geschäftsinhaberin R u b i n st e i n-Baden-Baden ging I 6 .November nach dem Bahnhof. Dabei traf sie um zwei Uhr einen auffälligen Fremden mit dunklem, falschem Bart. ben wegen seiner Haltung und seines Bartes au| 3t> Jahre. ^ie erkennt in Hau diesen Mann wieder o ii£autmamt ^?seph traf mit der Zeugin Metzger um halb 3 Uhr einen auffallenden Mann mit fals^m Bart und großen ^ll9en- r <^ann sich beobachtet und drehte sich seitwärts Frl. Metzger, meinte, er wolle in der Nacht einbrechen. glaubt in Hau diesen Mann wieder zu erkennen sie ,U, dieser Deszaradv gewesen zu sein? Angekl. Hau. Ich habe feine Antwort darauf Noch mehrere andere Zeugen haben den seltsamen Fremden kennen" ®anf 9efe6cn unb glauben in ihm Lau wiederzuev- In vorgerückter Abendstunde wurde die weitere Verhandlung auf morgen vertagt. Myrrholinseife ist . die einzige feine ^nnter^"^oMettschenBestlMdteil - das Äyrrhol?n ?°mi?aner« tanntci und bewahrter Schönheitswirkung auf die Haut enthält. b7/7 Arama eines Rechtsanwalts. (Unberechtigter Nachdruck verboten.) 8. Derhslandlungstag. m Ä t. i. Karlsruhe, 19. Juli. A C 9' -^ch^ der Frau Dr. Müller, be- /undet, daß Hau sehr gutmütig und auch lesewütig sei. Er las vor aNem Goeche, Dante und als Knabe Karl Mah's Reisl> nnSet leidend aus. Als er von Afaecio znrück- .frrählte er, Lina und Olga Molitor hätten sich in ibn raber bte „Ältere wegen ihres Geistes vorge- zogen. Später habe erzählt, er habe eines Tages in Real r*leTn i Brust im Zimmer gefunden, i )Ti,e ^Q.^C kleb et en, fie zu toten. Er habe es aber nicht getan 4 on seiner Frau erhielt er fast täglich 8 bis 10 Seiten lange »riefe ttm^Sonntag vor dem Morde war er in ber Familie der Zeugin aettben^ F eine ^hre Jammergestalt au^ 2. Jj0- ^rchthar aufgeregt und hochgradig nervös aeJ h- Cv ^ r Neuo^nmw Ä? Ä' bas als Eingeständnis der Schuld ange)eben Fahrkarten ausgegeben, nx> Sa?” rS rk’ fei alles ganz gleich und Neben- N * JUT Rückfahrten in diesem Jahre vielfach erst den sache- Es handle sich nur barum, alle die Tinge nicht in die 'senden Monaten zuanle kommen wird. Ein zutreffender Ver- Oessentlichkeit gelangen zu lassen. I ületch der einzelnen Monatseinnahmen mit dem Vorfahre ist Staatsaitwalt. Ich habe F-rau Hau feit November nicht mehr dlesem Jahre unmöglich. Tem an sich noch günstigen gesprochen. Was Frau Hau gesagt hat, ist unwahr. Ich sagte: steht eine^ erhebliche Vermehrung der AuS- Wollen ^oie wirklich, baß alle Ihre intimsten Familienangelegen- gegenüber. Em Rückschluß aus das finanzielle ErgebniS heiten tn Gegenwart aller Ihrer Verwandten in öffentlicher ganzen wahres laßt |ich Zurzeit nicht machen. Sitzung verhandelt werden. " --- "■■■■ —" ' d übertöne6 V-V Schwester Lina war Teiefoiisßehe Kursberichte r. *.» j’ftSÄajÄ Är“ -- Luise Molitor: Meine K»weüe, w M________ . L.,., T,.,.^?^kk 1-^ ™-r. o. Jioucmuer ooitg-eit wahres ne aufsuchte. Er sah sehr mühe Wo Hessen . heJ'a^f^9^ fCa aßen die Beiden zusammen, bn 3^“/, Oberhessen . . . Mhe® wat- 3nt nächsten Tage fuhren ftOesterr. OalSrente. . Ma» Ä 8rAD ftC re« abend blieben. Für Mitt-Oesterr. Silberrente lau? rv”1 iaH sehr $urücEgtEommen Ungar. Goldrente . . SL'iÄ glaubte^ feilte Beziehungen zu feinet Schwiegermutter "z Italien. Reute . . 6 ÄnJ?* „ T 8% Portugiesen Serie I PFr ‘ r«- ae$. seiner L-chwägerin Olga? Zeugin: Portugiesen n m fpr Jet*e ^run^) au, Olga eifersüchtig unb russ.Staatsanl. 1905 f W B?n ?mi3 -bger-isii Wk Japan. Staatsanleihe k tn ^^end beim Vaden auf den Kopf ge- 4% Conv. Türken von 1903 ^nn Kvpfichmerzen gehabt haben? 3euain• ^kenlose $ k k. m k IN Gricch. Monopol-Anl.. Vaden-Badener Zeugen vernommen. äussere Argentinier Dienst Bechte war bei Frau Molitor im 3% Mexikaner nhnn- ^obember, etwa i/2 6 Uhr, läutete das Tele- Chinesen . . . gon. Tie -8eugm ging hin und hörte eine Stimme - Kann ich Aktien • L^wÄu X ^u?" Tie Stimme schftn ihr bt Bochum Gnsf \ rief Frau Molitor und hörte zu Buderus E W ES« Slt i*: ..5»? B S XaL ’„M,. ' •* “Ä-" ä?Ä fiL ,, und .sagte: „Ich mutz zur Post!" Verleid.: Äann Ürle die n BV ' Zeugtn Herrn Hau überhaupt sprechen? Zeugin- & wt fW B?“k ' ' 5°g° m der B lla, und ich Mrte ihn bei Tisch sprechen V«. ^°d<> Lank . . t erdig er: D,e Stimme brä Mister Hau war zu ^r U wo er7n n^aaäer-llmon C. . d» Vil a mar. wegen eines Halsleidens erheblich beleg Zcuain^' D^er Bank w f Verteidiger: Inzwischen mar aber, schon vom'----^ndenz: rahlg- Äeaemocden C&' Stromte Daus die ursipEtgliche, dem^17°Mo.°^^^"- Schwester hat schon zu mir wWl. Reichsanleihe oem 1^- M-ai von der Hoffnungslosigkeit geiagt. 3% do. ber Stiefmutter des Angeklagten, Zeugin Frau 7» Kousoh . . . Oberpostpmkttkant ^Stahl-Frankfurt, bekundet, d?ß Hau am ' 3. November vorigen Jahres sie aufsuchte. Er sah sehr ntüba hw, unb angegriffen aus. 9^—^ •« ' " mu£)e I Perolm rsy Staubvertilgungsmittel in Pulverform. 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