Zweites Glatt 157.3 General-Anzeiger für Oberhessen —r. Dali!) rin gen, 21. Oktober. Weißbindermeisters Hch. Weimer, der erst kürzlich eine - ' . -----,—ö**—*i*v*'- Hin. u^wh üiu ciuiummeui uno Nieter - Wer durch i)t eine größere Naturtreue erreicht, | großen japanischen Krabben, schließt sich an eine sehr voll- wegung. aui n Die Familie des Jin ersten Hauptgeschosse ist die Sammlung der Wirbeltiere ausgestellt. Hier sei vorausgeschickt, daß bei diesen, oweit noch angängig war, eine gewisse Bewegung hineingelegt worden ist. Die Tiere erscheinen nicht, wie das in anderen Museen üblich ist, in ruhig sitzender oder stehender Pose, sondern sie haben eine der Natur avgelau,chte Be- E^chetnl ISgllch mit Ausnahme des Sonntags. Die „etefitner LamttienblStttr" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Krdsblatt fflr den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Der„hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. Lrrtsehes RetH. Berlin, 21. Ot. Das „Berl. Tagebl." meldet: Ein ntrag, der das 5taatsministerium in seiner nächsten itzung beschästigenwird, nimmt als Termin für die | eö f f nnng beg reußischen Landtages Dien s- ig den 3. Dezerber in Aussicht. Dem dürften alle essorts zustimmen. Breslau, 2' Okt. Der hiesige Magistrat rtersagte dem sozildemokratischen Arbeiterturnverein die itbenutzung er städtischen Turnhalle. Apenrade, ). Okt. In einem Schreiben an den esigen Magistrat )at Prinz Heinrich die Genehmigung i teilt, daß der neu Hafen zur Erinnerung an den Flotteu- ' -such Prinz Hinrich-Hafen genannt wird. Karlsruhes. Okt. Zur Kolb-Frank-Affäre ! wöffentlicht der Aichs- und Landtagsabg. Dr. Frank fol- ^nde Erklärun: „Nach meiner Ansicht steht die Be- Forbach, mit der Aussicht auf Anstellung im Zivildienst und der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Jnf-Reats. Prinz Karl (4. Großh. Hess.) Nr. 118, Walter, Major Bez.-Ofsizier beim Landw.-Bezirk Brieg, mit der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Jnf.-Leib-Regts. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117, der Abschied mit Pension bewilligt. Dr. Wende, Oberstabs- und Regts.-Arzt des Jnf.-Negts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Air. 116 unter Verleihung des Charakters als Gen.-Oberarzt, mit Pension und der Erlaubnis zum Tragen seiner seitherigen Uniform bewilligt. Im Beurlaubtenstande: Befördert zum Stabsarzt: der Oberarzt der Landw. 1. Aufgebots Dr. Schinke (Mainz), zum Oberarzt: der Assist.-Arzt der Landw. ersten Aufgebots Dr. Minrath (Mainz). ** Gew erbe museum in Darmstadt. Wie die << das im Dienstgebäude der GroLH. Zentralstelle für die Gewerbe in Darmstadt mttergebrachte Ge- wcrbemuscum emfchb.cßkich der technischen Mnskcrs-mmlung dem- nächst auf feinen derzeitigen Bestand geprüft und einer Neu- ^-^onung unterzogen werden. Zum Zweck der Aufstellung emeS Arbeitsprogramms hierüber wird auf Einladung der Mini- perialabteiluug für Landwirtschaft, Handel und Gelverbe in einigen zeigen eine L>achv erftä n d i gen ko mm issio rr zu- fammentreten, der außer dem Vorsitzenden der Abteilung und desien Referenten, sowie dem Vorsitzenden der Zentralstelle für m^k^?orbe anzugehören sich bereit erklärt I-aben: Direktor Pwfejwr Kautzsch, Kustos Kienzle und Professor iVi erroartcn' daß auf Grund der Gutachten und mit Beihilfe der genannten Herren die vieles Wertvolle enthaltenden ^unmlungen in absehbarer Zeit sich in d-r notraenqig gewordenen Nerwronung dem Beschauer darstellen uiü> Maße wie seither dazu beitragen wer- r^ra^tl1 ? Decken gerecht zu werden, denen sie zu dienen bestimmt smd. 1 c (Scfoig eines Gießener Gewerbetreibenden Der Weber'sche Waldgrubber (D. R.-P) von dem heff' Landtagsabgeordneten Forstmeister Dr. Weber in Konradsdorf l-mC^ ü°n 8'0brikant Hch. Hansel hier fabriziert. Dieser Waldgrubber, ein für die forstlichen Betriebe äußerst wichtiges und unentbehrliches Instrument, ivurde auf Verfügung des preußischen Ministers für Landwirtschaft, Forsten und Doinänen am 14. Oktober von der Forstakademie Eberswalde auf seine Leistung und Bauart geprüft, um bei preußischen Forstbehörden Verwendung zu finden. Der Direktor der Forstakademie, Obersorstmeister Dr. Möller, leitete die Ver- siiche und sprach sich in anerkennenden Worten über die vorzügliche Leistung und solide Bauart des Waldgrubbers, und seine Anerkennung über die vorzügliche tech. Lösung der Maschine aus. A'" 1$. Oktober wurde dann den gesamten Studenten der Zorstbkademie die Erfindung von Herrn Hansel vorgeführt, da die Bearbeitung des Waldbodens durch die Maschine in ben Lehrplan der Akademie ausgenommen werden soll. Der Selbstmörder, dessen Leiche am Freitag im Badenburger Wäldchen gefunden wurde, war nach den bei ihm gefundenen Papieren ein Holländer. Ueber das Molch der Tat und darüber, wie der Mann in unsere Gegend ger kommen ist, ist nichts ermittelt worden. deutung der Beerdrgungsafsäre in keinem Verhältnis zu dem von vielen Seiten gemachten Aufwand von Worten und Entrüstung. Ich selbst beteilige mich nicht an der öffentlichen Diskussion, weil ich zur weiteren Aufbauschung der Sache Nicht beitragen will. Diesen Standpunkt zu verlassen, bieten mir auch die unrichtigen und verletzenden Bemerkungen des Genossen Bebel keinen Grund" Montag 21. Oktober 1907 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Stetndruckere!« R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^Kbl. Redaktion: S^i 12. Tel.-Adr.: AnzeigerGietzen. Aus StaOt und Lund. .. Gießen, 21. Okt. 1907. m ... Dem juristischen Staatsexamen, d. i. der Justiz- und Verwaltungsfach, unterziehen Referendare; die Prüfung geht am nächsten Mittwoch zu Ende. Von den Prüflingen gehören 13 dem Londserichtsbezirk Darmstadt, 8 dem Landgerichts- obzirk Mainz und 5 dem Landgerichtsbezirk Gießen an ** Aus dem Militärwochenblatt. Mauck Lt. im Jnf.-Negt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 vom 1. Nov. 1907 ab auf ein Jahr zum Telegraphen- Bat. Nr. 1 zur Dienstleistung kommandiert. Freiherr Schenck zu Schweinsberg, im Großh. Art.-Korps, 1. Großh. Hess. Feld-Art.-Regt. Nr. 25, kommandiert zur Dienstleistung beim Hus.-Regt. Landgraf Friedrich II. von Hessen-Homburg (2. KUrhess.) Nr. 14, in dieses Regt, ver- etzt. Frhr. Hiller v. Ger tr in gen, Lt. int Großh. Art.-Kvrps, 1. Großh. Hess. Feld.-Art.-Regt. Nr. 25, in das Thurmg. Ulanen-Regt. Nr. 6 versetzt. Scharfscheer Lt. im Jns.-Regt. Prinz Karl (4. Großh. Hess.) Nr. 118, kommandiert zur Dienstleistung beim 4. Lothring. Feld- art.-Regt. Nr. 70, in dieses Regt, versetzt. Plagge, Ober- tabsarzt und Chefarzt, scheidet am 31. Okt. 1907 aus der Schutztruppe für Südwestaftika aus und wird mit dem 1. November 1907 als Regts.-Arzt des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116 im Heere angestellt, von Lekow, Fähnrich im Garde-Drag.-Regt. (1. Großh. Hess.) Nr. 23, zum Lt. befördert. Hogrewe, Oberstlt. z. D. in Hildesheim, zuletzt Kommandeur des Landw.-Bezirks Ueber das pompöse Tcevp^nhaus, das mit den Mannor- büsten der Stifter und Förderer der Sammlung geschmückt ist (Rüppel, Mylium, ALoll, Bettmann, Reinach von Erlanger), gelangt man zum ersten Obergeschoß. $>itr sind die niederen Tiere untergebracht. Die reiche Spinnen- und Krevje--2ammlung mit ihren Riesenhummerti und meter- wird dadurch bei dem Besucher das ermüdende Gefühl, das bei anderen Museen nie ausbleibt, wesentlich abgejchwächt. Es ist dies ein großer Vorzug des Museums. Links befinden sich die Räume für die Säugetiere. In der reichhaltigen Affensammlung hat auch die einzig dastehende Gorillafamilie, ein Geschenk oes Rennstallbesitzers Dr. Weinberg, ihren Platz gefunden. Eine sehr reiche Lokalsammlung unserer Fauna schließt sich an. Alles scheint hier, m Gruppen vereinigt, zu leben. Dabei ist jedes überflüssige Beiwerk vollständig weggelassen, die Umgebung nur in Kon- iuren angedeutet, eine aus künstlerischen Prinzipien wahrhaft hervorragend ausgearbeitete Llbteilung. Es folgt die Sammlung der Fische. Dabei ist wieder eine Neuerung eingeführt. Die Objekte stehen alle in mit Spiritus gefüllten Auqariengläsern. Sie gestatten so den Fischen eine leichte, natürliche Bewegung zu geben, zum Beispiel bei den Kiemen und Flossen, zugleich hält aber das Tier viel besser, als es bei der Trockenpräparierung möglich war. Nur die Farbe blaßt eckvas ab. Das nämliche gilt für die mustergültige Neptiliensammlung. Hier lassen sich Eidechsen und Schlangen in natürlichster Form wiedergeben. Den äußersten rechten Saal nimmt die Vogelsammlung ein, eine der reichsten der Welt. Auch hier ist das Prinzip der Bewegung angewandt. Hervorragend schöne Gruppenbilder sind ausgestellt, so die Kolibrikolonie iuii> Paradiesvogcl- sammlung mit ihrer satten, glänzenden Farbenpracht und die nüchterne, aber ungemein natürliche Rabenfamilie. Als Verbindungsraum gilt die biologische Sammlung. Es sind große, kojenartige Räume, in denen v^m Kunstmaler Aiebel eben Gruppenbilder zusammengestellt werden, die in plastischer und malerischer Dekoration das Tierleben schildern sollen. Die Mitte nimmt eine große afrikanische Landschaft ein. Giraffen, Gazellen, Zebra und andere Tiere der tropischen Fauna sind dort naturgetreu vereinigt. Die anderen Räume sollen der Fauna der Heimat Lewidmet werden. Und zlvar lvird Wald und F^ld im Sommer und Winter dargestellt werden. wie das für ein Schaumuseum nötig ist, neben einer allerdings vollständigen mineralogischen Lokalsammlung nur Prachtstücke untergebracht. Wir sehen da enorme dreiviertel Meter große Gypskristalle, Amethysttrauben von seltener Schöne und Größe, mächtige Meteore, wertvolle Edelopale in großen Drusen u. a. m. Hier sind namentlich die wertvollen Schenkungen des Bankdirektors Gewinner erwähnenswert. In dem Mittelraum und rechten Nebensaal ist die Geologie und Paläontologie untergebracht. Gerade in dieser Abteilung ist das Franksiirter Museum einzig dastehend. Gewaltige Mammutzähne, die 1857 am Seehof und in diesem Jahre bei Rödelheim gefunden wurden, baumdicke Knochen von vorsintflutlichen R i e s e n e l e f a n- t e n, gewaltige A u e r o ch s e n s ch ä d e l und sonstiges fossiles Ungetier, fast alle aus dem Mainzer Becken stammend, füllen die Schränke. Auch das Tierleben der Jnrazeit ist in prachtvollen Exemplaren sehr reich vorhanden. Die Ichthyosaurier, Plesiosaurier und wie die Urochsen alle heißen, sind in verschiedener Größe ausgestellt. Ein Käbinettsstück ist ein fast zwei Meter langer Ichthyosaurier, dessen H>auptsaum auf der Jurakalkplatte mit einer Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht ist, wie nirgends sonst. Das Objekt, das in Holzenaden gefunden wurde, ist das beste existierende. Tübingen und Berlin haben bedeutend kleinere imd weniger scharsgezeichnete Exemplare. Ern kleiner Pterodaklylus, dessen Knochen- und Hautbildung auf der Solenhofener Schieferplatte noch deutlich zu sehen ist, ist ebenfalls eine Rarität. Das vierhörnige Nashorn, der Säbeltiger und andere Urtiere erscheinen uns im B.ld und in Skelett-Teilen. Riesenstraußeier von Madagaskar von eindrittel Meter Durchmesser, vorzüglich erhaltene fossile Lalmen (in Verona gesunden), Riesenammoniten, dabei (allerdings nur im Gypsabguß vorhanden) eine zwei Meter- Durchmesser haltende Nautilusart, weiter eine einzigartige i Platte, auf der ca. 40 freischwimmende Seelilien ver- । "teinert sind, und vieles andere ist in diessn hochinteressan- l ten Abteilungen untergebracht. : ar ir Mrtteldeut, cher Fle ischergeh ilfenbund. Vlm kommenoen Sonntag findet hier der diesjährige Bun - des tag des Mitteldeutschen Fleischergehilfenoundes statt. Beratungen, zu denen zahlreiche Delegierte aus ganz Mitteldeutschland euuresfen werden, finden in Steins Saal- ^Der Schlachterverein „Brüderschaft" in Gießen yt Mitglied des Bundes und hat die Vorbereitungen zu dem Bundestag übernommen. rlusLanH. Stoa,7SS "Berl. Tagebl." meloet aus London: Um die Wgftcfrftett zu gewinnen, Kriegsborräte und Kriegsmaterial drrett nach dem Haien von Dover zu bringen, ohne das; ™ ^«Witen den Geschützen des Fei4>cs ausaesetzi Dover-Deal-Eisenbahn mit dem neuen Admi- ralrtatshafen durch einen Tunnel verbunden werden. r . e tot) o r k, 19. Okt. Bei der Uebernahme franz Sigel-Denkmals in Newyork hob Gouverneur Hu abes hervor, aufa llen Gebieten sei der Einfluß desDeu t s ch- tums auf die Entwickelung Amerikas erkennbar Kein Kapitel der Geschichte des Landes könne geschrieben werden, ohne die Deutschen zu ehren, deren Hingebung für die natwnalen Ideen als Bürger höchstes Lob verdienen. - Das Standbild ist em Geschenk der Deutschen an die Stadt .Schanghai, 20. Okt. (Reuter.) Das Hafenverkchrs: amt in Peking hat die Mitnahme aller auslänüi- schen Postsendungen mit Ausnahme der militari- schen aus den chinesischen Eisenbahnen verboten wenn sie nicht durch die chinesische Post ausgegeben sind. Der Postversand der internationalen Postämter ist vorläufig eingestellt. S Ott. Die Abgesandten MuleY Ha- fids sind gestern abend hier eingetroffen. Sie haben heute vormittag durch ihren Dolmetscher bei verschiedenen Bot- schaftern um Audienzen nachsuchen lassen, sind jedoch überall ab gewiesen worden. Daraufhin sind die Ab- gesandten heute abend nach Amsterdam abgereist Die LchrertesoldungSsrage tu Preus,en." Berlin, 19. Okt. Dem Vernehmen nach ist der gegen- artige Stand der Lehrerbesoldungsfrage folgen- i-r: Das Kultusministerium betreibt die Berhaiidlungen i egen des Lehrerbesoldungsgesetzes mit größtem Siachdruck itö nach dem derzeitigen Stande ist Hoffnung, daß sie t dem erwünschter Ziele führen. Dagegen steht zurzeit >>ch gar nicht fest, velche Summe zu den Lehrergehäl- " rn seitens des Skates künftig mehr aufgewendet wird, ' ie denn auch iir übrigen über die Gestaltung und die öhe der Besoldumsverbesserung noch nichts bestimmtes o:sagt werden kann c: 0 --!-»«»»»jmmiMMi i Diet Burgpfarrer Mäher sollte gestern im Zimmer des aisers eine Messe zelebrieren, die aber unterblieb, ob- whl im Laufe des Tages kein Fieber aufgetreten war 'er Appetit ist befriedigend, der Katarrh aber noch au i: ein alten Stand. Auch die Rachengeräusche sind nock vorhanden. Der Kaiser fühlt sich matt und ab- espannt. Die ?lusgestaltting der Arbeitskammern. Berlin, 1J. Oki. Eine aus sechs Herren bestehende hordnung des sozialen Ausschusses von Vereinen tech- lscher Pnvatangestelltm unterbreitete in anderthalbstün- iger Konferenz dem Staatssekretär des Innern ie Wünsche der technischen Angestellten hinsichtlich der Umgestaltung der A r b ei t s k a m m e r n. Die im .zialen Ausschuß vereinigten Technikerorganisationen hnen im Gegensatz zu verschiedenen Handlungsgehilfen- ,'rbänden die Schaffung von besonderen Berufs- immern ab, wünschen aber eine angemessene Vertretung i den Arbeikskammeru. i Fas neue atu. Wissenschaftliche Museum iu Ira^kfurt. Von M. Jurinek. : Amerikas Vereter sagte bei der Eröffnungsfeier des ! 'nen Frankfurts sMufeums: „Mit dem neuen Sencken- ' rgianum ist dt Welt der Musterbau für naturwissen- l saftliche Sammngen geschenkt worden." In der Tat: -ie Sencken b:gi sche n aurforsch end e Gesell- ^hast, die sich.eses imposante Bauwerk als neues Heim • cer kostbaren (bmmlungen errichtet hat, steht mit diesem ! useum beispielbend für die Welt der Forschung da. An : itter Stelle r«giert das Senckenbergianum in Deutsch- nd. Berlin 11) Hamburg kommen vor Franksurt. In .ner Uebersichchkeit aber und im systematischen Aufbau ht es an erft Stelle. Durch das goldverzierte Portal i der prunkvreu Viktoria-Allee gelangt man in ein vor- hmes Bestrbü Recht warm wirkt der geflammte Sand- in, der sich r Pilaster und Säulen von den weißen andflächen u der stilvollen Stuckarbeit abhebt. Rechts ld links der^upfangshalle sind amphitheatralisch aufbaute Hörsä die Verwaltungszimmer, die Räume für Junten, die cäparierböden, die Skelettier räume u. a. m. n HintergnDe des Vestibüls ist ein gewaltiger Lichthof. > ist das Zenlwi des MuseumI, um ihr gruppieren sich atle 2 Nebeusälechd Räume. Er spendet auch Licht in Fülle, daß selbst le tiefsten Säle durch ihre beiderseitige Be- ichtung b^uiste Aufstellung der Schaukästen ermög- ! hen. In r Mitte des Lichthofes steht der vorsint- itliche Drhe, ein Geschenk des in Newyork lebenden anksurterJakob H._ Schiff, der dieses Riesenfossil aus r Reihe d Dinosaurier mit Beihilfe von Morris K. Jessup, ' m Divek' des Newyorker Museums, in Frankfurt auf- llen lies Es ist ein in Europa einzigartiges Stück von ten guj Konservierung. Bald werden die gewaltigen k raffen, Dickhäuter, das Riesenskelett eines indischen '.efantenait über meterlangen Stoßzähnen, Elche und I ijiige igeheuer hier ihren Platz finden. Auch eine Kro- - )ilgruli ^in plumpes Nilkrokodil, eine scheue, flüch- tzbl'rrascheud), ein Geschenk des verstorbenen Erlanger, wird dort zur Aufstellung Lichthofes, im unteren Erdgeschoß, V aaCumt für Mineralogch. Auch> hier sind, l dieses Scheuer nebst Stall, sowie daZ Dach des Wohnhauses abbrannte, ist abermals von einem schweren Schicksalsschlag^ betroffen worden. Der bei der Mutter schlafende jüngste Sohn wollte sie gestern morgen wecken. Da sie nicht erwachte, rief er den Vater, der dann sofort merkte, daß die Fran tot war. Wahrscheinlich ist sie einem Schlaganfall erlegen. Das ganze Dorf nimmt Anteil an dec Trauer der Familie, von der vor wenigen Tagen erst — ein Tag nach dem oben angeführten Brandunglück — ein Sohn nach Dießen zum Militär einrücken mußte. G. Nüddingshausen, 20. Okt. Vom herrlichsten Herbstwetter begünstigt, fand heute die Einweihung des hiesigen neuen Schul Hauses statt. Am alten Hause spielte zunächst die von Lehrer Schmidt geleitete Schüler-Kapelle zwei Choräle, die prachtvoll vorgetragen wurden. Sodann sprach Herr Schmidt den Abschiedsgruß vom alten Hause. Unter Klängen eines flotten Marsches ging es zum neuen Hause, einem herrlichen Bau. Hier hielt Pfarrer Ne lisch die zu Herzen gehende Weiherede. Er übergab den Schlüssel den Herrn der Ballleitung, die der Gemeinde und den Meistern und Mitarbeitern ihren Dank für das Gelingen des Werkes abstatteten. Sodann ergriff Schulrat Kleinschmidt das Wort und legte den Eltern ernste Mahnungen ans Herz, die Lehrer in ihrer schweren Erziehungsarbeit aufs tatkräftigste zu unterstützen. Auch die Schüler forderte er auf, stets fleißig und brav zu sein, damit ihnen das, was ihnen in der Schule geboten wird, zu dauerndein Segen gereichen möge. Er überreichte den Schlüssel Bürgermeister Braun, der das Haus öffnete und die Anwesenden zur Besichtigung einlud. Der Zeichen echten Pürgersinnes stolz sein. ctz Lich, 20. Okt. Auf einem größeren von der Fürstlichen Rentkammer gepachteten Gelände wird ein großes Don werk errichtet. Es hat sich eine Gesellschaft mit einem Stammkapital von 90 000 Mk. gebildet; zum Geschäftsführer wurde Heinrich Schmidt VIII. bestimmt. Zweck des Unternehmens ist die Herstellung und Verwertung von Ziegel- und Tonwaren und Handel mit keramischen Erzeugnissen. △ Münzenllerg, 20. Okt. Gestern früh entstand in der Scheuer des Johannes Koch auf noch unaufgeklärte Weise Feuer, dem die Stallgebäude mit Scheuer und die gesamten Erutevorräte zum Opser sielen. Die an- grenzmide alte Stadtmauer verhinderte ein weiteres Umsichgreifen des verheerenden Elements. Die verbrannten Erntevorrate, die verhältnismäßig gering versichert waren, schätzt man auf 7—8000 Mk. Bad-Nauheim, 19. Okt. In der abgelaufenen Woche sind 95 Kurgäste amjefommen. Die Gesamtfrequenz bis zum 17. Oktober beträgt 29 318 Personen, wovon an genanntem Tage noch 620 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 17. Oktober 395 658 abgegeben. sd. Darmstadt, 21. Okt. (Tel.) Durch ein von Darmstadt kommendes Automobil wurde beim Weiter- stadter Exerzierplatz ein Mann, Heinrich Alt von Gräfen- Ijanfen üderfahren und schwer verletzt. Die offenbar nach Frankfurt in rasendem Tempo fahrenden Arttomobi- listen ließen den Verletzten besinnungslos liegen. Telegraphische Ermittelungen litten keinen Erfolg. --- Göbelnrod, 21. Oktober, Wie schon seinerzeit mitgeteilt wurde, wird unser Ort demnächst eine Haltestelle an der Bahn Gießen—Fulda bekommen. Die Pläne für die Anlage sind bereits fertiggestellt und werden in den nächsten Tagen auf der hiesigen Bürgermeisterei zur Einsichtnahme für die Interessenten aufgelegt werden. 8ct. Darmstadt, 21. Oktober. (Tel.) Der seit etwa 30 Jahren am hiesigen Hostheater tätige Hofchor-Direktor Wilhelm Knörzer stürzte heute vormittag aus dem Hoftheatersaal 6 Nieter herab aus die Straße. Sein Schädel wurde zertrümmert, so daß dec Tod sofort eintrat. Man nimmt an, daß em Unglücksfall vorliegt; Kn. stand am Fenster mid las Zeitung. R.B. Darmstadt, 20. Okt. Die Erhöhung der Brotp reise ist gestern auch in Darmstadt zur Tat- sache geworden. Die Generalversammlung der Bäcker beschloß, den Brotpreis zunächst um U/2 Pfennig pro Pfund zu^exhöhen^so daß also ein ^Bierpfundbrot von jetzt ab 6 Pfennig teurer ist. Ferner wurde auch noch beschlossen, angesichts der sich ständig steigernden Mehl- und Kohlen- preise jede Zugabe abzuschaffen. > sd. Frankfurt a. M., 21. Okt. Tie Generalversammlung der im vorigen Jahre gegründeten Genossenschaftsbrauerei der Bierhändler von Frankfurt und Umgebung fand statt. Aus dem Bericht ist zu ersehen, daß int letzten Rechnungsjahre 1906/07 16 000 Hektoliter Bier verbraucht wurden. Bei einem Bruttogewinn von 66 062 Mk. wurden verwandt für Abschreibungen 15 884 Mk., für Hypothekenzinsen 9939 Mk., 15 Proz. für Reserve 6035, für Rückvergütungen an Bierabnehmer 20 000 ML, für Divideude 9 Proz. (5202 Mk., sowie 3300 Mk. Gratifikationen für Aufsichtsrat, Vorstand und Arbeiter. Für die neue Rechnung werden 5643 Mk. vorgetragen. Die Zahl der Mkglieder ist von 54 auf 95 gewachsen,, von denen 71 anwesend waren und die Rechnung genehmigten. [] Marburg, 20. Okt. Anschließend an einen Festgottesdienst in der reformierten Kirche fand heute mittag um 11 Uhr auf dem Marktplatz hier die Einweihung der von den Damen des Krieger-und Landwehr-Vereins aus Anlaß des 35. Stiftungsfestes gestifteten neuen Fahne statt. Die Weiherede hielt Geh. Reg.-Rat Landrat v. Negelein. Abends wurde eine Festfeier in den Stadtsälen abgehalten. — Am Freitag abend flog bei Cölbe ein Motorautomobil in den Straßengraben. Ein Mann und ein Kind trugen schwere Verletzungen davon. Vermischtes. * Ueber die Mutterliebe. „In dem Bürger- stande, in dem höchsten wie in dem niedrigsten, besteht eine gewisse mütterliche Liebe, die sich bis zur Leidenschaft erhebt und bis zum Götterdienste herabsinkt. Mütter treffen sich dort oft, deren Zärtlichkeiten sich vor einem Sohne beugen, vor ihm niederknien. Das ist keine mütterliche Liebe mehr, die, mit ihren Rechten gewassnet, aus ihre Pflichten eifersüchtig, für die Hierarchie und die Zucht der Familie besorgt, von Achtung und Ansehen umgeben, ihre Schwächen verschleiert. Durch alle Vertraulichkeiten der Mutter genährt, empfängt das Kind von ihr Aufmerksamkeiten, die der Huldigung gleichen, und Liebkosungen, wo nichts als Servilität ist. Die Mutter erzählt ihm alle ihre Träume, denn es ist nicht allein der Erbe, sondern auch noch die Zukunft der Familie, der es ihr allmähliches Vorwärtskommen und Auf- stergen von Geschlecht zu Geschlecht verheißt. Die Mutter freut sich seiner Gegenwart wie seiner Zukunft. Sie liebt es und verherrlicht sich in ihm. Sie gesteht ihm ihre ehrgeizigen Träume und weiht ihm ihre Verehrung. Dieser Sohn erscheint ihr wie ein höheres Wesen, das sie erstaunt ist, in ihrem Schoße getragen zu haben. Man sollte meinens daß sich in ihr verworren Stolz und die Demut der Gottesmutter verbinden." Les Goneourts. stattliche Bau kostet mit allen Nebenanlagen nur etwa 35 000 Mack. Die aufstrebende Gemeinde darf auf .. Ueber die Feuerbestattung machen sich die morsten Menschen ganz falsche Vorstellungen. Der Leichnam kommt weder mit dem Brennmaterial, noch mit den Flam- mett in Berührung, sondern das Brennmaterial wird durch Erhitzen in gasförmige Kohlenwasserstoffe verwandelt und in dieser Form mit atmosphärischer Luft gemischt. Ein solches Gemrsch gibt bei der Entzündung eine ungeheure Hitze. Diese Entzündung findet in einem Raume statt, der mit gitterartig geschichieten Chainottesteincn angefüllt ist. Sobald diese Steine weißglühend geworden sind, lvird das Gas abgestellt und in den Raum atmosphärische Lust eingelassen, welche sich au den Steinen auf ca. 1000 Grad Pelsins erhitzt. Der Sarg wird nach beendeter Feier aus oer Halle des Krematoriums herabgelassen und in den durch eine eiserne Tür abzuschließenden Verbrennungsofen geschoben, in welchen nun die an den Steinen erhitzte Liist eingelassen lvird. Schon nach wenigen Minuten chmrlzt das Zink des Sarges und verflüchtigt sich infolge der großen Hitze. Da der menschliche Körper eine ziemlich große Menge brennbarer Substanzen enthält, so geraten dieselben durch die hohe Temperatur natürlich auch ins Glühen, aber ohne eigentliche Flammenerscheinung. Mit der fortschreitende!' Auflösung fallen die glühenden Ueber- reste in sich zusammen und durch einen Rost von Cha- mottesteinen in einen nach unten sich verengenden Schacht durch welchen die erhitzte Luft ebenfalls einströmt, um o noch die letzten brennbaren Reste zu zerstören; schließlich sammelt sich in einem Blechbehälter ein kleines £äuf= djen Asche. Der ganze Prozeß dauert ungefähr eine Stunde; mühungen bestens unterstützt. Aber auch die anderen Mit- wickenden hatten offensichtlich Freude an den lustigen Vorgängen auf der Bühne. Herr N e i m e r - Sch l e g e l, dec die Regie führte, war als Miesebeck ein gleich famoser Kolonialwarenhändler, Onkel, Diener des Schröder'schen Hauses und Lokalhumorist. Seine Kupleteinlagen fanden ungeteilten Bei- faß,~ umsomehr, als sich ihre Spitzen gegen tiefgefühlte Gießener Mißstände richteten. Fr. Lutter war eine schneidige Ungarin, die mit ihrer gewinnenden Vortragsweise und ihrer frischen Singstinime außerordentlich gefiel. Einen reizenden Backfisch gab Fräulein Winderstein. Anmutige Beweglichkeit imd em nettes, wenn auch wenig umfangreiches Organ zeichneten ihre Lilli aus. Herr van der Becke gab als Süßmilch einen äußerst humorvollen, derben Berliner Schusterjmigen t £eiT Noden als Triller einen waschechten Künstler ?enn er e§ auch -nicht nötig" hatte. Herr Gsell war als Walzebock wohl nicht ganz am rechten Platze. Er mimte emcn ^nC merkwürdigen Wucherer, der wirklich so aussah wie Miesebeck in einem Bonmot behauptete: als sei er vorn' Gießener Omnibus gefallen. Die übrigen Darsteller taten das ihrige zum Gelingen des Ganzen. Besonders zu er- wahnen find noch Fräulein Bonö als Häppchen und Fräulein Ormont als Pauline. Die Ausstattung de§ Stückes must prächtig genannt werden. Das Haus war beinahe ausverkailft. ♦ rFuS Frankfurt a. M. wird uns unter dem 20. ds. Mts. geschrieben: Unser Schauspielhaus rüstet sich zu emer literarischen Tat: Am 28. Oktober wird cs seine erste Uraufführung veranstalten, ein neues Werk von Erich Schlaikier, der bereits mit seinem Erstling, dem stark an ^bsen anklingenden Drama: „Hinrich Lornsen", nnb dann m,,-Esmaßig-derben Schauspiel „Des Pastors Rieke« Oehabt. Das neue Werk, erst .Leiden- chast betitelt, heißt jetzt ,Außerhalb der Gesellschaft". Es ^".aktiges Drama, das bisher noch nicht aufgeführt ‘jrv nn( l’1 ^ocht aus die Premißre gespannt. Jn- We k/"m m Un§ 9c|tcin Schauspielhaus zwei klassische ^>erke, Grillparzers .Esther-Fraginent" und M^ißres tiefste her iicfjt'e 111)100111010 an. HorvorragenD schöne Ci^eiWplare ber twrischen Kieselsäure- und Homschwämme fnYTa Die Sammlung der Kopffüßler ist gleichfalls sehr reich. Daran schließen fick) die Säle für bie hnm ” «S aufgestellten Konchylieu- und Jnfekten-Samm- lung Swen breiten Raum nimmt die neue Ausstelluna ^?rcl)ende Auatotnie ein. Hier ist die embryonale ■iner FEheit und Akkuratesse Mensck^bi? -V Bld ihresgleichen sucht. Vom Mensch bis onm niederen Tier sind alle Phasen der Ent- !^^olung, vom unentwickelten Embryo bis zum ausgewach- an vorzüglichen Präparaten durchgeführt. der Beuteltiere beispielsweise an ^clcr Form besser nirgends mehr zu sehen iDer inneren Organe, der 2C- ?ou deut geringsten Lebewesen bis "ponisten. Am der sich bereits ’m 6^, ‘if’?“ Thea.erkapellmeister, -Listige,, Witwe« »ovtcilha t 7- ""'Malischen Leitung ,sl auch für die gestriae Auttru Angeführt hat zollen. Von der Regimentsmusit mürd7er Slnei'r.eniu,n9 i“ 1 utoe m seinen Be> d°s Blechgefäß mit der Asche, — etwa 2 Kilogramm h einem erwachsenen Menschen -- wird sofort verlötet , dem Namen des Eingeäscherten versehen und den SDiVt birebenen übergeben. An die meisten Krematorien qr’i- nun eine Urnenhalle ober ein Urnenheim, wo die aufgestellt werden. Vielfach wird auch die Urne mit ? Asche in das Familiengrab auf dem Fri^hose der des durch Feuer Bestatteten beigefetzt. m 7“ Zur Frauenfrage. Milton, der Dichter v „Verlorenen Paradies", darüber befragt, weSbalb ein * *trr Prinz schon im 14. Jahre gekrönt werden dürfe und erst 18. heiraten, antwortete: „Das ist ganz logisch- denn es leichter, einen Staat zu beherrschen, als eine' Frau." * Was sind die Nerven? Wir lesen im , Bei Vaterland": Saßen da irgendwo in Bayern an einem h letzten Sonntage um den sogenannten Bauerntisch ein Dorf-Bräuhauses der akademisch weihen-stephanisch aebw- Diplom-Biersieder, vulgo der Bräu, zwei ehemaliae la, wirtschaftlich durchgewinterte und dabei vorschriftsmä^ akademisch-agrarisch geschulte Bauern, ferner der To oascha, der Schmied, der Müller, der Metzger und h Kooperator. Das Gespräch drehte sich um die Vorzü des Landlebens vor dem Stadtleben, wobei > Brauiii den Ausspruch tat:,„In da' Stadt wern'n d' Le all samm' närsös." Daraus wurde die anatomische Fra erörtert — „was eigentti' d' Nervw san". „D'Nerv'n h fan b' Flax'n," erklärte der Metzger als Naturauatom. ' w dös san's not, die (an üppas audersch", widersprach"- Brau. Jedoch über dieses „Aeppas andersch" könnte h Biersieder feine klare Auskunft geben. Der eine der Qi demisch durchgewinterten und jo landwirtschaftlich aeschuli. Bauern meinte: „D'Nerv'n, dös fan d'Seyuen". No h fan ja d'Flax'n," antwortete der Metzger darauf" qerin schatzrg. Da mischte sich der Dorfpascha mit (einer Anss Gespräch, indem er meinte: „T'Nerv'n san a’ Einb düng von do' Stadtleut'. „Und i' uoa'", sprach der Müll, „d'Nerv'n fan, wenn ma’ wild werd," und dabei qinq ifi fein Vollmondsgesicht aus-einander, daß die Zähne blinkte als sei ein Klavierdeckel aufgemach: worden. Da man s einfach nicht einigen konnte, was und wo die Nerven feie wurde der Bader geholt, eine weit und breit bekam klinische Dor (große, nachdem auch der auf Huf sch lag. ( prüfte Schmied in der Nervensrage total versagt hat indem er auf die Frage des Kooperators: „Schmied st könnt es wissen, was und wo die Nerven sind, denn bi Pserd ist bekanntlich ein sehr nervöses Tier," Hirn fe mangelndes Wissen mit dem klassischen Ausspruch L schleierte: „Dös is mir Wurscht, was d' Nerv'n san." «i tarn der Bader, und nachdem dieser über die Str eit fr a genügend informiert war, erklärte er ernst und würdevo „D'Nerv'n dos fan Bazill'n, do wo in Da ftinfat'rt Li in do Stadt'n ujuananba fliag'n, und irema z'vül schluc davo' nacha werd ma' nervios." Ein Seitenblick ftreii den Kooperator als energische Mahnimg, diese klinisc Definition einfach, ohne mit einer Wimper zu zucken hi abzudrosfelu, was der geistliche §err auch tat, jedoch m einem Gefühl, als würde ihm dabei mit einem Bierschleq der Rachen gecitzelt. Schüchtern meide zwar der Bra „Dös glaub' i' nöt recht": jedoch dei Schmied pflichte dem Bader sofort bei, indem er erklcrte: „Dös glaub' scho', weil's bei uns heraust af’m Land 'oani neroiöf’n Lei net gibt." Der Metzger allerdings zieifelte noch inum indem er hartnäckig behauptete: „Dm stecka's in Körp da Nerv'n, san's jetzt wo's mög’n, i’ laub' aba doch d< d'Nerv'n d'Flax'n (an". Und der MLler meinte: „M auf, Metzga, baldst Wieda a Sau stich nacha schaust ai und wennst Nerv'n finds, nacha sagsima's weil f feil glaub', daß' d'Flax'n fan." Kurz, die Esellschaft ging au einander, ohne die 9terocnfrage ganzgelöst zu haben. * Ein Wettbewerb im Eierlaen. Ein Preisau schreiben für das Eierlegen hat der Uiity-Ponltry-Klub t lajfen. Zn diesem Wettbewerb, der sich ich ein ganzes Jahr < strecken soll, sind eine große Anzahl Hsmer gemeldet, der Legeresultate sorgfältig gebucht werden. Am interessantest scheint zunächst bie Frage, wieviel Eier !des Huhn inncrbi der bestimmren Zeit legen soll. Bei einerahnliehen Gelegenh ergab sich in Aufiralien eine Durchschnittsistung von 171 Sb ini Jahr. In diesem Falle sollen die Eierber nicht gezählt wc den, vielmehr sollen, da sich die Eierpreisrnit den Jahreszeit verändern, bie erzielten Verkaufspreise masxbend für die Prei Verteilung sein. Die Konkurrenten leben m einer Farm in Eis unter natürlichen Lebensbedingungen. Jrgidivelches Kraft- ot Patentfutter wird nicht erlaubt. Das Ergebu dieses Wettbewerb wird auch für die Wissenschaft intcreffnn sein, denn neue dings haben amerikanische Zoologen gerade uf die Produktivit der Hühner die Aufmerksamkeit gelenkt; jas ist sogar bebau tet worden, ein Huhn könne täglich zwei ier legen, währe: -i .tiWH i «li nintnj-nj-..- ... - -- - - . Komödie, den „Misanthrop" in neuer Eliudierung gebrac und den Besuchern damit anscheinend sehr, Danke gehande Namentlich die Aufführung des Fragmens machte sichtli tiefen Eindruck, da wir in unserer neuen ^endlichen Seni mentalen, Frl. Urban, eine höchst poffche und eben intelligente wie warm empfindende Darslerin ber Esth haben. — In ber Oper steht bas große »eignis ber erst, ernsthaften Premiöre am Ende der kommenn Woche bevo „Die rote Gred" von Bittner wird am 26.)ktobec erstmal m Szene gehen, und man verspricht sich vonieser Aufführm einen starken Erfolg. Wenige Tage darauf finl bas Carufc Gastspiel statt, bas natürlich einen grätigen Verla nehmen muß, denn ein guter Parkettplatzostet 25 Mai a Dr. G. Z. K l e i n e K u n st ch r o n i k. Im Hoftheaterl Kassel fai bie Erstaufführung des vieraktigen Lustspiels ,jc schiefmäuli Almuth" von Friedrich Bartels trotz guterwrstellunq m reicher Ausstattung nur mäßigen Beifall. Techchlußakt aefi besser. Tie Hauptdarsteller erhielten Hervorrufe— In snrfl mußte wegen Streiks des Orchesterpersonal im Teutf^ Theater die Operette „Wäschermädel" mit Fl Niese a Gast mit Klavierbegleitung gegeben .. • der Streik nach mehrtägiger Tauer beigef' D Intendant des MannheiiNer Hof- und Nationalthürs Dr. Ka ^,^9^mann, hat dieser Tage in ber Freien literarmuiistleinscb Ge>ellschaft in Darmstadt über „die moder a t i r H d Komödie" gesprochen, als deren Repräsentant er Wüt tobaio und Wedekind ansieht. — In Eberhard KL>g ^eftsvi „S t e i n", das am 150. Geburtstage des Staatsmann!,^ 26 b 9 am neuen Schauspielhause zu Berlin zur Aufführung lanaen'io ist bas Auftreten der Figur der Königin Luise vonpaiser nie gestattet worden. 9R ar bürg. In unserer Nr. 221, 2. Blatt, .Jüten w bpn der Unvernunft und Blindheit, mit der biev^rbura städtischen Behörden ihr schönes Städtchen vernichten, tu §re in seiner neuesten sJhtnnner auch der ,,K u n st w aV mied einmal diesen groben Unfug auf unb suhrt ihn atz t).»lic bte sehen können (leider gibt es deren inimre nohneniai Dor Augen. Ob's fteilich viel nützen wird2 M :v W! Heute morgen 5 Uhr verstarb nach kurzem Leiden unser guter Vater, Schwiegervater und Grossvater Herr J©haswes SteinmüBlerBIL im Alter von 75 Jahren. B10/io Punktes zu Göbelnrod liegt bis zum 3. November l. Js. auf der Großherzoglichen Bürgermeisterei daselbst zur allgemeinen Einsicht offen. Etwaige Anträge, Wünsche oder Beschwerden hierzu sind Montag den 4. November l. Js. nachmittags 3 Uhr an Ort und Stelle vorzubringen. Gießen, den 18. Oktober 1907. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Tr. Breidert. _________________ Hospital, abzugeben. Gießen, den 16. Oktober 1907. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Eurschmann. Leine Anwendung. Gießen, den 16. Oktober 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ff. B-: Eur schman._________ w Gießener Wetterdienst. Boranssichtliche Witterung für Hegen am Dienstag den 22. Oktober: Keine Aenderung der helleren und trockenen, nachts kalten Witterung. Morgeiis vielfach Nebel. Die trauernden Hinterbliebenen. Familie Faber. GNiginaL-Drahteneldungen. R.B. Darmstadt, 21. Oktober. Die Gesetzg ebungs- ansschüsse der 1. und 2. Kammer werden am nächsten Frei- LLugejandr. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Verbreiterung der Dammstraße. In der letzten Sitzung der Stadtverordneten wurde wieder gesagt, daß die Anlieger, in dem engen Teil der Dammstraße, für ihre Häuser zu viel forderten. Dagegen wird nun bemerkt, daß bis heute noch niemals von der Stadtverwaltung selbst mit den Hausbesitzern über den Preis ihrer Häuser verhandelt worden ist und so lange dies nicht geschieht, kann auch niemand behaupten, daß die Forderungen der Anlieger „unvernünftig" hoch seien. Alles, was bis jetzt in dieser Angelegenheit getan wurde, war von privater Seite geschehen. Die Bürger sollen wohl ihre Besitze halb verschenken, während die Stadt bei einem Verkaufe immer recht nette Preise nimmt. Wunderlich ist es freilich, daß sich die Schulverwaltung noch nicht beschwert hat und daß sich die Steuerzahler und Väter, deren Töchter die höhere und erweiterte Mädchenschule besuchen, einen so lebensgefährlichen Weg, den die Lehrer und Schulkinder täglich gehen, gefallen lassen. M. Gerichtssaat. fc. Schweinfurt, 20. Okt. In Waigoldshausen hatten der 45 jährige blinde und lahme Bauer Kaspar Hümmer und seine drei Jahre jüngere Ehefrau den 8 0jährigen Vater der letzteren, Valentin Hofmann, längere Zeit in einem schmutzigen Loch ein gesperrt und ihm Speise und Trank entzogen. Den Durst löschte der unglückliche Greis mit Regenwasser, das bei starkem Re^en durch sein Verließ floß. Obendrein prügelte die „bessere Halste" dieses sauberen Ehepaares den alten Mann. Das hiesige Schöffengericht verurteilte den Kaspar Hümmer zu 14 und seine Frau zu 20 Tagen Gefängnis. ff P Ltatt jtiii’t besonderen Anzeige. Gestern mittag V24 Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden, infolge Lungenentzündung, unsere liebe Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Märkte. f Frankfurt a. M., 21. Okt. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.') Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Mk. 24.25—24.50, Kurhcsstscher Mk. 24.25—24.50, La Plata Mk. 26.50—27.50, Kansas Alk. 25.00—26.00, Roggen (diesiger) Mk. 21.75—21.50, Gerste (Wetterauer) Mk. 19.75—20.50, Fanten- selber Mk. 00.00—00.00, Hafer 18.50—19.00, Mais Mk. 16.50—16.75. Weizenmehl Mk. 35.50—36.50, 00—00, 2. Qualität Mk. 33.00 lus Alk. 33.50, 3. Qualität Mk. 31.00—32.00, Roqqenmehl 00 Mk.'32.00-33.25,1. Qualität Mk. 31.00-32.25, Weizenkleie Mk. 12.25 bis All. 12.50, Roggenkleie Mk. 13.25—14.00, Maiskeime Mk. 11.75 bis Mk. 12.00, Franken, Pfälzer, Ried Alk. 20.25—21.00. Alles per 100 Kg. ab hier. ko. Frankfurt a. M., 21. Okt. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtl. Notierungen der heutigen Viedmarktpreis e. Zum Verlause standen: 456 Ochsen, 75 aus Oesterreich, 42 Bullen, 0 aus Oesterreich, 0 uns Dänemark, 992 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Dänemark, 239 Kälber, 344 Schafe und Hämmel, 00 Schafe aus Oesterreich, 0 Ziegen, 1822 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 81—86 Mk., 2. Qual 72—75 Mk., 3. Qual. 66—70Mk.; Bullen l.Qual. 70 bis 72 Alk., 2. Qual. 66-68 Mk.; lllühe l.Qual. 72—74 'HiL, 2. Qual. 67—69 Mk., 3. Qual. 56-58 Mk, 4. Qual. 50—54 Mk„ 5. Qual. 00—00Alk. Kälber: 1. Qual.92—95 Pfg., Lebendgewicht54—57 Pf., 2. Qual. 84—92 Psg., Lebendgewicht 49—54 Psg., Schlachtgewicht 65 — 70 Pfg. Schafe: 1. Qual. 80—82, 2. Qual. 74—76 Psg., 3. Qual. 00—00 Psg.; Schweine 1. Qual. 64—00 Psg., Lebdgeiv. 50,0—00.00 Pfg., 2. Qu. 63 — 00 Psg., Lebendgew. 49,5—00 Pfg., 3. Qual. 53—55 Pfg. Lebendgew. 00 Psg. Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend; bei Kleinvieh gut, fein lleberstand. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, gestern vor- «i mittag gegen 7 Uhr, meine liebe Frau, unsere gute Mutter, W Schwiegermutter, Schwester und Schwägerin Katharina Weimer, geb. Albach plötzlich in ein befferes Jenseits abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Weimer II., Weitzbindermstr. Bekanntmachung. Bett.: Das Einhalten der Tauben während der Saatzeit. Die Besitzer von Tauben werden unter Hinweis.auf Artikel 39, Zister 2 des Feldstrafgesetzes vom 13. Full 1904 aufgesordert, ihre Tauben wegen der Saatzeit bis Ende ds. Alts, cinzuhalten. Diese Bekanntmachung findet auf die Militärbriestauben Bekanntmachung. Wir haben im städtischen Hospital, Seltersweg 11, eine Hausratsammclstellc für noch brauchbaren Hausrat, Möbel aller Art, Küchengeräte, Bettzeug, Weißzeug, Kleidungsstücke usw. zur unentgeltlichen Abgabe an die Stadtarmen eingerichtet und 6ittcn unsere Mitbürger entbehrliche Gegenstände der beschriebenen Art, soweit sie sich in noch brauchbarem Zustande besindcu, an den Verwalter der Raturalausgabestelle, Ratsdiener Dörr, im städtischen Aepfeiverkauf feinster Sorten Tafel-, Koch- und Backäpfel haltbare Ware in großer Auswahl zu billigen Preisen empsiehlt 6662 C. Hoth SB., Zozelsgasse 9. Bekanntmachung Herstellung eines Personenhaltepunlles Göbelnrod zwischen 20,3 und 20,5 der Bahnstrecke Gießen-Fulda betreffend. Der Entwurf für die Herstellung eines Personenhalte- Ww. August Mühleißen Margarete geb. Seebach Alter von 54 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, Remscheid, Krefeld, Duisburg, Hannover, Heidelberg, den 21. Oktober 1907. Die Beerdigung findet Dienstag nachm. 4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 08009 Kalbfleisch t verkaufe von heute ab mit 74 Pfennig per Pfund und höher. Friedrich Schreiner. Toaes-Srnzseeage Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen innigstgeliebten Gatten, unseren guten Vater, Schwiegersohn und Bruder Heinrich Oohcke nach langem, schweren, mit grosser Geduld ertragenem Leiden Sonntag morgen 4 Uhr im Alter von 4b Jahren durch einen sanften Tod zu sich zu rufen. Die tieftrauernde Gattin und Kinder, Giessen (Steinstrassae 42), den 21. Oktober 1907. Die Beerdigung findet Dienstag, nachmittag 724 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. $668 Bekanntmachung. Samstag, den 26. Oktober 1907, vormittags 10 Uhr, sollen im Bürgermeistereigebäude die in den Forstwarteien I, II und III lBrück, Arft und Geisel! sich ergebenden Birken-Bescnreiser, zusammen enva 97 Wellen, in verschiedenen Losen meistbietend vcr> steigert werden. [B19/10 Gießen, den 17. Oktober 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. ______ Kartoffeln für den Winterbedarf, prima Wetterauer Ware, empfiehlt bill. 079901 K. Sier, Dammstr. 46. tag vormittag 10 Uhr eine gemeinsame Sitzung abhalteu, in der die Wahlrechlsvorlage beraten werden soll. Berlin, 21. Okt. Durch Verfügung der Regierung wurde dem Schriftsteller Katz en st ein das Lehramt an der sozialdemokratischen Arbeiter-Bildungsschule in Potsdam verboten. In der Verfügung der Regierung beruft sich diese auf die Kabinettsordre vom 10. Juni 1834 in Verbindung mit der Staats-Ministerial-Jnstruktton vom 31. Tezember 1839, wonach zur Unterrichtserteilung die Genehmigung der Schulauffichts- behörde einzuholen ist. Da eine solche Genehmigung nicht nachgesucht und nicht erteilt ist, wird die Unterrichtserteilung bei einer Exekutivstrafe von 100 Mk. für jede begonnene Stunde erteilten Unterrichts untersagt. Gegen diese Verfügung ist Beschwerde erhoben worden. Der Unterricht in der Schule iv Potsdam ist vorläufig eingestellt. Berlin, 21. Okt. Nach einem Raubmordversuch an einer Frauensperson wurde der 17jährige Mechanikerlehrling Hamann, der hei seinem Vater ivohnt, verhaftet. Er hatte die unter sittenpolizeilicher Konttolle stehende Frau Menzel zu erwürgen versucht. Sonneberg, 21. Okt. Am neueröffneten Hauptbahnhof stürzte das Rampendach des Expeditionsschuppens ein, wobei ein Mann lebensgefährlich verletzt wurde. Gleichzeitig entstcurd eine Gas-Explosion, durch die ein Beamter entsetzliche Brandwunden erlitt. Stuttgart, 21. Okt. In der Kartonagesabrik von Haar- burger in Reutlingen explodierte ein Trockenzylinder. .Ein Arbeiter wurde getötet. Warschau, 21. Okt. Die Affäre der poln. Gräfin Za - m 0 j s k a, welche sich unerwartet wieder bei ihrem Vater eingefunden hat, hat bis jetzt noch keine Aufklärung gefunden. Gras Zamojska erklärte den auf seinem Gute eingettofsenen Untersuchungsbeamten, die Gräfin habe vor ihrer Abreise den alten Familienschmuck mitgenommen, der einen Wert von 30 000 Rubeln hat. Am Verschwinden der Gräfin sind, wie jetzt festgestellt wurde, der Oberkondukteur des Zuges, der Direktosr der Eisengießerei in Donde und der Stations-Kassierer der Station Malkin, sowie eine Bäuerin beteiligt gewesen. Letztere ist unauffindbar, da sie beim Eintreffen des Zuges in Warschau verschwand. Paris, 21. Okt. Bei der Rückkehr von einem Automobil-Rennen überschlug sich in der Nähe von Nantes der Wagen des Direktors de Bosreden. Dieser wurde .getötet, sein Mechaniker blieb unverletzt. Paris, 21. Okt. Tas spanische Königspaar wird auf der Reise nach England, wohin es sich zur Hochzeü des Prinzen Karl von Bourbon und der Prinzessin Luise von Orleans begibt, zum kurzem Besuch hier eintreffen. Paris, 21. Okt. Der französische Botschafter in Madrid Nevoil erklärte einem Berichterstatter, die Grundbedingung eines einträchtigen Zusammenwirkens von Spanien und Frankreich müsse die genaue Prüfung jeder einzelnen Frage sein. Bisher habe sich, keine Meinungsverschre- denheit ergeben. Paris, 20. Okt. Tie Blätter halten es für möglich, daß die Marokkaner, die gestern die zwei französischen Kompagnien überfielen, zur Mahalla Muley Hafids gehörtem Ter bei dem Scharmützel gefallene Hauptmann Jhler stammt aus : Thann i. Elsaß. Brüssel, 21. Okt. Die gestrigen Gemeinderatswahlen erfolgten im ganzen Land in aller Ruhe. Tas Gesamtresultat läßt sich wie folgt zusammenfassen: Erfolg des liberal-, sozialistischen Kartells in den Orten, wo die Arbeiter das Ueber- ' gewicht haben, teilweiser Mißerfolg da, wo das Bürgertum • überwiegt, und Mißerfolg in den bäuerlichen Gegenden.< och in- Durchschnitt, wie jedem Hühnerzüchter bekannt ist, etwas wirr als zwei Eier auf einen Tag entfallen. Eingehende Unter» udiurwien hierüber sind an der Maine-Universität ausgeführt wor- >cit. Während zweier Dionate hat eine Henne fünfmal zwei Eier äglich gelegt, allerdings im Fwühjahr, wo die Produktivität mt größten ist. Hiervon entfielen acht Eier sogar auf fünf hin- ercinander liegende Tage, aber meistens setzte die Henne, die an iiicm Tage zwei Eier legte, am vorangehenden und am folgenden Tage aus. Ebenso verhielt es sich mit den anderen Fällen, 11 denen man zeitweise übernrüßig gesteigerte Produktivität hat. * Ans den „Lustigen Blättern". „Haben Sie eine Zdee, ivic ich meine Sachen schone? Beispielsweise diesen Hut — vor drei Zähren habe ich ihn gekauft, mindestens sechsmal 1)116’ ich ihn Herrichten lassen, zweimal nähte ich mir selbst -in neut^s Band daran und einmal hab’ ich ihn gegen einen neuen im Cafe umgetauscht!" ( Kleine Tageschronik. Wie die „Fr. Ztg." hört, wird in B er l in am Pariser Platze neben der franzöchchen Botschaft ein Riesen Hotel und gleichzeitig ein Opernhaus erstehen. Mit dem Bau, dessen szenischer Entivurf und auch der der Details, sowie die Szenenausstattung von der Firma H. A. 1$. Kopf in Frankfurt a. M. stammen, soll im nächsten Frühjahr begonnen werden. Das Opernhaus soll doppelt so groß wie die Frankfurter Oper werden und die Bühne die größte sein, die je erbaut wurde. In Berlin erlitten zwei Frauen, Mutter und Tochter, infolge Explosion eines Quantums Spiritus schwere Brand- nmnden. Die Mutter liegt hoffnungslos darnieder. Der bekannte Schriftsteller Roda-Roda hat sich jetzt mit der Freifrau von Zeppelin, mit der er bisher „in freier Ehe" lebte, standesanttlich trauen lassen. Dor 14jährigen Ida Schnell in München ist noch ein weiterer Aiord nachgewiesen worden. Sie gestand diesen achten Mord ein mit den Worten: „Mehr hab i aber gewiß net umbracht". Von gerichtswegen ist die Exhumierung weiterer Kinderleichen angeordnet. In Kasten bei Böheimkirchen (Oesterr.), wo im Pfarrhause die Prinzessin Anna Maria Rohan mit ihrer Familie wohnt, ließ das Dienstmädchen eine brennende Petroleumlampe fallen. Das Mädchen und fcier kleine (Lohn der Prinzessin erlitten schwere Brandwunden. In Prag wurde der ehemalige Fabrikant Rudolf Müller festgenommen. Er wird beschuldigt, Wechsel im Gesamtbeträge von 242000 Mark hauptsächlich auf den Namen des Grafen Oswald Thun junior gefälscht zu haben. Wegen Folterns seiner Geliebten wurde in Rom ein junger Russe namens Sacharow verhaftet. Dieser, der Musik studierte, folterte seine Gelieb'te Alice Kubithilly, die sich in einem Pensionate befand, auf die grausamste Weise. Er schlug sie mit einem Knützpel, stach sie mit Nadeln, verwundete sie mit einem Messer und schnitt ihr die Zöpfe ab, um der Bedauernswerten das Geld und die Juwelen und schließlich die Kleider wegzunehmen. Der Russe gestand unter Tränen seine Schandtat ein. Seine Geliebte, ein sehr schönes Mädchen, wurde ärztlich untersucht und befand sich in einem furchtbaren Zustande. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir Allen unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Wilk Walter u. Kinder. per Pfd. 1,00 Mk., bei V- und Vi Kugel 90 Pfg. per Pfd. Hochfeinsten Alpen- Dessert-Küse per Stück 10 und 25 Pfg. MMmmbert per Stück 40 Pfg. SBSeT- Feinsten "ML halbreifen Lmdirger per Pfd. i. ganzen Stein 48 Pfg. Gebrüder Berdnx Bahnhofstraße 27. [a21/io Versteigerung. Donnerstag, den 24. Okt. L I., nachmittags 4 Ubr sollen im städtischen Pfand lokale, Seltersweg 11, dahier mehrere Mobiliargegenstände als: Kleiderschränke, Schreibttiche, Bertckow's, iSekretär, mehrere Sofa's und dergl. mehr versteigert werden. 6672 Gemm ecker, Pfandmeister. la. vollsaftigeu Schweizer - Käse (echt Emmenthaler) per Pfd. 1,20. Ad Teilzahlung kauft man reell, gut und billig bei J. JTTMANN, Giessen, Plockstrasse 14-16. $ lüarmoniums Stets vorrätig* von 15 m von der Baufluchtlinie Seltersweg 91 »I und An- und Verkauf von Kuxen, Obligationen, sowie Aktien ohne Börsennotiz. // (DVw V! bei täglicher Kündigung S1/,0^ nach Vereinbarung. Ausgänge nach den von der F—K. abzweigenden Straßen 25 Flügel 150 Pianinos 100 Harmoniums ür pro von Mk. 380.- an von Mk. 33. an , § 4* dürien Straße Straße F—K gestattet. Diese Eckgrundstücke Frankfurterstrane und der von ßechstein, Blüthner, Berdux, Kaps, Schiedmayer etc« von Mannborg, Hofberg etc. Fiügel Pianinos Mk. *1000. an WW Anschnitt franko Provision la Zwiebeln I ;altbare Winterware, 50 Kilo mit Sack Mk 3,40 versendet unter Nachnahme ab Station Echzell — größere Posten billiger — liUdwig Erb, Echzell t. d. W. Kartoffel-Versandtgeschäft. kulanten Zusätzen. Ausstellung von Kreditbriefen für In- Ausland. . -6 cd «'»' siw igt: I monatlicher 6 12 v /4 /0 4% . Joseph Hera Bankgeschäft, Giessen, Neue Baue 23 GttMlh. |ei||9, feinste Ware, im Ausschnitt bei Georg Wallenfels, gegenüber der Engelapotheke. 15884] JF( mach- ylltfCt H 10 Pfd. 2.10 Alk. L. Steinuaüser 27 Seitersweg 27 1 l^Neuen Baue 17 Eröffnung von laufenden Rechnungen, An- und Verkauf von Wertpapieren an allen in- und ausländischen Börsen, Einlösung von Zins- u. 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I......im Anschluß an den Vaustuchtlinienplan für die Marburger Straße und die Straße nach dem neuen Friedhof folgende Ortsbausatzung erlassen; § 1. Abweichend von den Vorschriften der §§ 7 und 8 deS Ortsbaustatuts wird bestimmt, daß an den bei A, B, C, D, E, F, G, H, J. K, L unt) M von der Marburger Straße und der Straße nach dem neuen Friedhof abzweigendcu Straßen nur die Eckgrundstücke bebaut werden dürfen. § 2. Die Bebauung dieser Eckgrundstücke ist nur auf eine Tiefe von 15 m von der Baufluchtlinie aus gerechnet gestattet. § 3. Diese Eckgrundstücke dürfen AuSgängc nach den von der Mar. bürget Straße und Straße nach dem neuen Friedhof abzweigenden Straßen vorerst nicht erhalten. § 4. Gewerbliche Anlagen, die nach § 16 der Gewerbeordnung kon- zessionSpflichtig sind, dürfen in einer Entfernung bis zu 150 m vom Friedhof nicht errichtet werden. auch Harmoniums. — Monatliche Mietpreise 2-12 Mark jede Reparatur an Pianos and Harmoniums wird in eigener. Werkstätte fachgemäss und vollendet ausgeführt Klavierstimmen s Aufpolieren von Pianos. WILH. RUDOLPH OrtSbcrnjatzttnq. Auf Grund der Bestimmungen in Artikel 2,10 und 20 des Gesetzes vom 30. April 1881, die allgemeine Bauordnung betr., und in § ö und 7 der Verordnung vom 1. Februar 1882, die Ausführung der allgemeinen Bauordnung betr., wird nach Vernehmung der Stadtverordneten-Verjammlung unter Zustimmung des KreiS-- ausschuffeS und mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom......zu Nr. M. d. I. . ... nn Anschluß an den Bebauungsplan für die Franklurterstraße südlich vom Mittelweg tmd das Gelände zwischen Mittelweg, Eisenbahn und Frank-- sürlerftraße folgende Ortsbausatzung erlassen: 8 1. Zur Bebauung eröffnet werden vorläufig die Straßen zwischen dem Mittelweg und der Straße F-K, einschließlich der letzteren, sowie die Franksurterstraße bis zum Punkt D. § 2. Abweichend von den Vorschriften in den §§ 7 und 8 des Ortsbaustatuts wird bestimmt, daß an den bei D von der Franksurterstraße und bei J von der Straße F- K abzweigenden Straßen nur die Eckgrundslücke bebaut werden dürfen. § 3. . Die Bebauung dieser Eckgrundstücke ist nur auf eme Tiefe *** " * ' ber Franksurterstraße und der (Vermietung von Schrankfächern in meiner Stahlkammer unter Selbstverschluss der Mieter. An- und Verkauf von Wechseln auf das Ausland (Divisen), sowie Diskontierung von prima Bankakzepten zu vorteilhaften Sätzen. Entgegennahme von Bareinlagen, und vergüte ich bis auf Weiteres Bekanntmachung. Der Bebauungsplan für die Frankfnrterstrake südlich vom Mittelweg und das Gelände zwischen Mittelweg, Eisenbahn und Krankfurterstraße samt zugehörigen Entwurf der Ortsbausatzung hat infolge erhobenen Einspruchs durch Beschluß der Stadtverordneten-Verjammlung Aenderung erfahren. Der geänderte Plan und die Ortsbausatzung liegt bis zum 2. November d. Js. auf unserem Tiefbauamle offen. Einwendungen gegen Plan und Satzung sind binnen der gleichen Frist bei Meldung des Ausschlusses bei uns vorzubringen. Gießen, den 17. Oktober 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. zzzzzz: Haupt-Vertretung von ßechstein -■ ,H - Klavierspielapparate: Pianola zu Mk. 1250, Phonola zu Mk. 950 Mrchlich-Mtioc LereichW Wessen. Einladung 8u der °m 22. und »»^«=6« m Gienen stnttfindenden Hauvt- Dienstag, 2L. Oktober, abends^8 Uhr": Lic. Dr. Jeremias. 8^«: wachsende Einflntz Ba^"oniens SfgLftion.8 des Alten Testaments", Geschlossene Mitglieder- 03eninnmInno 10 Uhr: An dacht: Pfr. Bernde ck- Hutz- cPjt m D* Stange- Greifswald: „D a s t o mm igkeitsideal i n der modernen liberalen 1a ä e i f e' ,7 : J8-»'einsames rj” * 9 e f s e n. u Uhr. Lic. Dr. Dunckmann, Direktor 95auffn^1 f&ti 51 Wittenberg; „Bedeutet die l u l 1 che Predigt vom Kreuz eine Verände- T U^id b' usachenEvangelrumsIesu?", Diskussion, ftrttt itn Saalbau (vormals Steins Garten) Grossh. Hess. Hoflieferant Seltersweg 91 SÜSSSSSl Spezialität: Rudolph-Patent-Pianinos mit bis Jetzt unerreicht guter Stimmhaltung 10-20jährige Garantie - Freie Lieferung D7, Monatsraten von 5—20 Mk. Höchster Barrabatt - Illustrierte Kataloge gratis • Gespielte Pianos zu allen Preisen « Pianos zu vermieten Vorst, licher MittMtisch Zum Karlsbo^ Bahnhofstr. Frische, geräucherte Kieler BüMmge empfiehlt [6652 Eb. Dort, Walltorstrahe 45. ej] ne Prima Kognak Spezialmarke, garantiert franz. Verschnitt, ärztlich empfohlen, per Literflasche 2 Mk., ist der preiswerteste und beliebt wegen seines vorzüglichen Geschmackes. Ferner gelten meine französischen Kognaks unter Originalverschlusr als die besten, welche der Markt bringt. E. Dort, Walltorstr. 45. 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Einwendungen gegen Plan und Satzung find buuun der gleichen Irrst bei Meldung des Ausschlusses bei uns vorzubrmgen. Gieß en, den 17. Oktober 1907. Grotzh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Stolze-Schrey^ Einfach, kurz, handlich, führt rasch zu leistungsfähigem, sicherem Gebrauch. I)12/10 DienStag, den 22. Oktober, abends Va9 Uhr, eröffnen wir in unserem Bereinslokal zum „Postkcllcr" einen weiteren — Anfänserkursus — Honorar einschl. Lehrbuch 6 M. Anmeldungen erbeten an Elektrizitätswerks -Buchhalter K. Neitz, Neustadt 4, auch werdensolche bei Beginn d.Un- terrlchts entgegen genommen. Der Vorstand d.Stenographen- VereinsStolze-Schrey,Giefien KelaiiHcrte Aale i Giessen: Marktplatz 18 Bedeutendstes Branche in Mi .0, • • vqf muss haben sieben PALMIHO» nilch.Ei L Mehl,Safran macht den