a 157. Jahrgang Erstes Blatt Nr. 6fr «»scheint täglich außer GonntagT. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hesfischen Landwirt die Lietzener ZamllirN' blätter viermal in der Woche beigelegt rnu Dienstag 19. März 1907 VezugSpretsr O mor ullch 7 b Pl^ viertel- ▼ jährlich 'jJtt. 2.20, durch /\ A Abhole- u. 3'octflflcüen Ktf monatlich Ko Pi.! durch Ä B < W B v diePost M.2.-v'eriel- ■ B ai^r B jät)rl. auo|rt)L Bellellg. M faA W M Annahme von Anjetge» .. ßa^ für Die Lagesnuinmer btS oonnUlüdi 1U llbt, ßeilenptetfl; lokal I6tflw aueiudrt» 20 Piennig. zweimal wöchentlich dar Areirblatt für den Are!« w- I zu < v ** _ Beraniworttich iür gg General-Anzeiger für Gberheffen »'es«"1 ir»«a«onrdn>ck md Verlag der vrllhl'schen UniD.-Bud). md rteindrnckerel. N. lange. Reöaftfo«, «xpedltton und Druckerei - Schulftratze 7. e”nene>i sind, um die Feier verschönern zu hellen. Den» P r i n z e ii ber Dl i e i) erlaube spreche ich meinen herzlichen Tank ans, daß er es nicht verschmäht hat, m unseren Reihen zu erscheinen imb den Ritterschlag zu empfangen. S. Al. dem König von England bitte ich, Mein Prinz (sich an den Prinzen Franz von Teck wendend) meinen herzlichsten Dank zu Füßen zu legen baiür, daß er eine Abordnung des englischen Ordens zu uns heruber- gesandt hat. Der Valley Utrecht spreche ich meinen Tank aus für ti>r Erscheinen und ein warmes Willkommen sei den Herren vom Atatieserorben gespendet, die auch am genügen Tage sich mit iinS vereinigt haben. Tie letzten Monde haben gezeigt, welche schwere Prüfungen ber Menschheit auf allen Gebieten auferlegi worden sind und ivelche Hekatomben von Aleiüchenleben ver- lchiedetien Katastrophen zum Opfer gemüen sind. Tas weift alle Ordensmitglteder darauf hm, daß das erste Gebot für uns alle ist die LiebeSläligkeit gegenüber unseren Mitbrüdern; und so werden wir das Wohl des Herrenmeisters in der Gesinnung linden, die in dem Schristwort Ausdruck findet: ,So bleibet Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, aber die Liebe ist bie größte unter ihnen." Wir weihen unser Glas dem neuen Herrenmeifier nut dem Wunsche, daß es ihm vergönnt sei, eine segensreiche Tätigkeit in der Mine des Ordens auszuüben." Deutscher Reichstag. 21. Sitzung vom 18. März. Auf ber Tagesordnung steht zunächst bie dritte Beratung de§ Gesetzentwurfes betr. Vornahme einer Berufs- unb Betriebszählung im Jahre 1907. Eine Generaldebatte entsteht nicht. Zum tz 3 geht ein Antrag D r. Will (Zentrum) ein, die Bestimmung auszunehmen, daß in den Fragebogen eine Frage nach der Religion eingestellt werde. s)lad) kurzer Debatte, in der u. A. der Präsident des statistischen Amtes, van der B o r g h t, um Ablehnung des Antrags ersucht, da ein besonderes Ergebnis aus einer solchen Fragestellung doch nicht zu erzielen sei und da der Fragebogen ohnehin schon mit Fragen überlastet sei, wird der Antrag Will gegen die gesamte Linke angenommen. Im übrigen gelangt die Vorlage unverändert zur definitiven Annahme. Es folgt die »weite Beratung des N o t e t a t s für die Monate April und Mai. Die Budget-Kommission empfiehlt bie Annahme mit folgenden drei Acnberungen: 1. ist bei den einmaligen Ausgaben im Postetat ber Titel für Erwerbung eines Grundstückes in der französischen Straße in Berlin gestrichen worden. 2. ist gestrichen worden der Betrag zur Gewährung außerordentlicher einmaliger Beihülsen an die gering besoldeten Unterbeamten des Reichsdienstes. Dafür schlägt die Kommission, welche die betreffende Beihulse für zu gering erachtet hatte, eine Resolution vor betreffend Eitistcllung wesentlich höherer Beihülfen — 100 Mk. für bei Unterbeamten sowie 150 Mk. für alle übrigen Beamten bis 4200 Mk. Gehalt — in den Etat bei der dritten Lesung. Die Regierung wird ersucht, bis dahin ihr Einverstätidnis auszusprechen. 3. Ist der Anleihe-Kredit von 200 auf 150 Millionen herabgesetzt worden. Die Beratung erstreckt sich zunächst auf die §3 1 und 2, d. h. auf die samt- lid>en im Wege des Rotetats zu genehmigenden Summen mit Ausnahme des die Unterbeamten betreffenden Titels. Bei dem Postetat (die Forderungen der übrigen Spezialetats werden debattelos angenommen) ersucht Staatssekretär Krätke das Haus, im Gegensatz zu dem Kommifsionsbeschluß, die Forderung für bie Erwerbung bes betreffenden Grundstücks in der französischen Straße in Berlin zu genehmigen. Abg. Singer (Soz.) bittet, an dem einmütig gefaßten Beschluß der Kommission sestzuhalten. Das Grundstück sei nach ber Ansicht der Kommission zu teuer. Hierauf werden bie §§ 1 unb 2 (wieder abgesehen von dem Titel Unterbeamten-Beihulfcn) unverändert in der Kominissions- fassiing angenommen. Tie Forderung für bas Grundstück in Berlin bleibt also gestrichen. Dafür stimmten nur die Konservativen. Sodann wird beraten über die einmalige Beihülfe an Unterbeamte (30 resp. 50 Mk.). Abg. Wiemer berichtet als Referent, daß bie von der Regierung beabsichtigte Beihülfe ihrer Niedrigkeit wegen auf die Kommission zu sehr den Eindruck als Trinkgeld gemacht hätte. Deshalb habe sie sich auf die Resolution geeinigt Abg. Speck (Ztr.) befürwortet einen BentaunSantrag Groe- ber u. Gen., den (von der Kommission gestrichenen) Titel für Beihülfen wieder in den Notetat cinjufügen, aber mit ber Maßgabe, baß bie Beihülfen für Unterbeamte 100 Mk., für mittlere Beamte, soweit ihr Gehalt 3000 Mk. nicht übersteigt, 150 Mk. betragen sollen. Schatzsekretär v. Stengel weist den Vorwurf des Vorredners zurück, als ob die Negierung nicht bereit fei, den Wünschen deS Reichstages hinsichtlich ber Unterbeamlen enlgegenjulummcn. Die perbüiibelcn Regierungen erkenicken durchaus bie Notlage ber Unterbeamten an. Der Antrag Groeber werde tatsächlich nicht 13 bis 15 Millionen, sondern 20 Millionen erfordern, denn ber Vorredner habe bei seiner Berechnung bie Diätare vergessen. Monatelang arbeite man an einen Ausgleich zwischen Einnahmen unb Ausgaben, unb was ickltze bann bie ganze Arbeit? wenn bann ber Reichstag alles über ben Hausen werfe unb ungezählte Millionen bewilligt. Wenn bas Haus eine solche Bestimmung, wie der Antrag Groeber sie wolle, in den Gesetzentwurf ausnehme, so sei dieser für die verbündeten Regierungen unannehmbar. Einen Weg der Verständigung biete die Resolution. NamenS oeS Reichskanzlers habe er zu erklären, derselbe sei bereck, auf ben Boden der Resolution zu treten. Der Reichskanzler werde bemüht sein, mit allen ihm zu Gebote steheirden Mitteln bei ben verbündeten Regierungen die baldige Vorlage eines ent» sprechenden Ergänzungsetats zu erwirken. Er, ber Kanzler, fei lest entschlossen, die Frage einer ausgiebigen Gehaltsausbesserung sowie bie Regelung des Wohnungsgelbes 1908 in Angriff zu nehmen, eine solche Vorlage den Regierungen zugehen zu lassen unb sie nachdrücklich bei ben Regierungen zu vertreten. (Beifall.) Den Antrag Groeber aber bitte er abzulehnen. Abg. e a»A)eibeiuerg UH.) eruutt, angesichts dieser Erklärungen stäiidcn seine Fwennde vor einer beranberten Sachlage. Er gebe der Freude seiner Partei Ausdruck üoer Ouia» Entgegen- lummen der Regierung. Den Wechsel, den der Reichskanzter akzeptiert habe, iverbe er noch in diesem Jahre einioicn muffen, baiur würden seine politischen Freunde svrgen. (Beifall.) Abg. v. Richthoien (k.) führt ans, seit vielen Jahren sei den Beamten nickst eine solche Freude bereitet worden, wie durch die heutigen Gri'Uirungen des Reichskanzlers. In staatsrechtlicher Beziehung stünden seine F-reunde auf dem Boden der Regierung. Abg. Singer (Soz.) wahrt gegenüber dem Schatzsettetar dem DieichStage das fundamentale Recht, den Etat seltzu>lellen und im Etat a-uch Erhöhungen vorzunehmen. Andernfalls luare der Reichstag ein gesetzgebender Körper 2. Klasse. Der Reichstag müsse daher dieses fein Neckst unbedingt wahren. Angeiichts der Erklärungen des Sckxatzsekretars im Nanien des Reichskanzlers — so schließt der Redner — werden wir aber nunmehr statt für den Antrag Grober für die Resolution stimmen. Abg. Arendt (Rp.) erklärt, diese Aeußerungen des Mg. Singer zeigten nur, in welche Verlegenheit rr und seine Freunde durch die Erklärungen des Reichslanzlcrs gesetzt worden seien. Früher sei den Sozialdemokraten die Resolutwn „nnamiebmber" gewesen, jetzt stimmten sie ihr zu. Abg. Speck (Ztr.) zieht mit Rücksicht auf die Erklärungen des Saj-atzsetretürs den seinen Wünschen Ersüllung sick-ernden Antrag Gröber zurück. Abg. Vo g t-Hall (wirtschastl. Vgg.) erklärt, die wirtschaftliche Vereinigung trete geschlossen für die Aufbesserung ein unb stimme daher für die Resolution. Abg. Ko P sch (Frs. Vpt.) stellt fest, daß in dieser Frage verbündete Regierungen unb alle Parteien im Hause einig seien. Nach kurzen Bemerkungen des Abg. Werner (antis.) schließt die Debatte unb die Resolution wird einstimmig angenommen. Entsprechend dem Kommissionsantrage wird ferner der Anleihe- krcdit von 200 «a.uf 150 Millionen Mk. herabgesetzt und der Rest des NotetatSgesetzes debattelos angenommen. Niorgen Interpellation betr. Wahlbeeinslussung, dann Poleninterpellation betr. Sch ul streik. Parlamentariers« Berlin, 18. März. Der Senioren-Konvent deS Abgeordnetenhauses trat heute zusammen, um nochmals über die Anregung zu beraten, den Mitgliedern des Abgeordnetenhauses Freikarten für die preußischen Bahnen zu gewähren. Alan kam jedoch überein, diese Frage auf sich beruhen zu lassen, da die Negierung zwar nicht abgeneigt war, der Anregung näherzutreten, aber die VorauS- fetzung machte, daß nicht mehr Diäten gezahlt werden, sondern Anwesenheitsgelder nach dem im Reichstage bestehenden AloduS. — Eine von Will und Genossen eingebrachte Interpellation richtet an den Reichskanzler die Anfrage, ob er in der Lage und bereit sei, Mitteilungen über die Ursache des Grubenunglücks in Klein-Rosseln zu machen und ob auf Grund der Erfahrungen bei dem Grubenunglück zu Reden genügende Vorsichtsmaßregeln zur Verhütung von Schlagwettern und Kohlenstaubexplosionen in den lothringischen Gruben getroffen sind und welche Alaßnahmen beabsichtigt seien, um in Zukunft solche Katastrophen zu verhüten. — Die Freisinnigen haben nn Reichstage beantragt, die verbündeten Regierungen um Vorlegung eines Gefetz- cntwurfs zu ersuchen, durch den die reichsgesetzliche Kra nken- Unfall- und Invalidenversicherungs-Gesetz, gebung auch auf Prlvatbeamte erweitert wird. — Ter Entwurf eineß Reichs-Apothekengesetzes ist gestern dem Reichstage zugegangen. Deutsches Reich. Berlin, 18. Rlärz. Gegen die Rlnglieder der sozialdemokratischen ReichStagSfraktion hat die Staats- anwaltschaft em Verfahren wegen Vergehens gegen die §§ 1 und 12 des Vereinsgesetzes eingeleitet. Der Bureaudirektor beim Reichstag, Tungheim, hatte vor einigen Tagen nichts emzuwenden dagegen, als sozialdemokratljche Abgeordnete ihm milteillen, daß sie einige Freunde im Frakttonsziinmer der Partei empfangen wollten. Wie sich aber später herauSflellle, fand in diesem FrakttonSzimmer an zwei Tagen eine Konferenz der soz. Abgeordneten mit 50 Parteiredakteuren statt, bei bet auf Grund einet Tagesordnung die Taktik der Partei und die Partei- Korrespondenz zum Gegenstand lebhafter Debatten gemacht wurde. Don amtlicher Seite faßt man diese Konferenz nicht als eine Zusammenkunft von Freunden, sondern als ,93er- sammlung' von 90 Personen auf, in der politische Angelegen- heilen erörtert wurden, die also nach dem Gesetz polizeilich hätte angemeldet werden müssen. Die Exterritorialität des ReichStagSgebLudes komme hier nach Ansicht der Behörden picht in Frage. — Stach Beendigung deS Wahlkampfes wollen die nationalliberolen Frigendvereine ihre Organisation an den verschiedensten Stellen QiiSbanen und eine gesteigerte agitatorische Tätigkeit entfalten. Die Geschäftsstelle des ReichSverbandeS der nationalliberalen Jugend teilt mit, daß sie zunächst m folgenden Orten Vereine zu gründen wünscht: Altena, Bückeburg, Bremen, Breslau, Braunschweig, Ehern- nitz, Dresden, Dortmund, Dessau, Erfurt, Siegburg, Freiberg i. S., Greiz, Gummersbach, Greifswald, Görlitz, Berg- Gladbach, Hamburg, Iserlohn, Itzehoe, Kiel, Koblenz, Koburg, Koltbus, Lüdenscheid, Marburg, Mainz, Wänster i. W., Osnabrück, Remscheid, Rostock, Flensburg, Staßfurt, Stettin, Wanne, Worms. — Der Besuch des Friedhofes der Märzgefallenen tm Friedrichshain nahm im Verlauf des Tages einen großen Umfang an. Die Abordnungen von Arbeitervereinen und Verbänden, die Kränze überbrachten, trafen frühzeitig ein. Tie Inschriften auf den roten Schleifen bezogen sich diesmal vielfach auf die ReichStagswahlen. Eine Anzahl von Schleifen wurden wegen ihrer Inschriften vom Polizeileutnant Schirmer mit der Schere abgeschmtten. — Wie die Fachblätter mitteilen, hat das preußische KriegSministerimn Bestellungen in Tuchen für neue Uniformen vergeben. Diese neuen Uniformen (feldgrau) sollen nur im Manöver und im Kriege verwendet werden. Für den Parademarsch bleiben die bisherigen. Essen (Ruhr), 18. März. Die Stadtverwaltung lehnte das Gesuch der hiesigen Sozialdemokraten um lieber» lassung eines städtischen Saales für den diesjährigen Parteitag ab, weil nach dem Gesetz eine solche nicht zulässig sei. Dresden, 17. März. Die Hauptversammlung des LandeSauSschusseS der nationalliberalen Partei Sachsens beschloß heute, in 16 Landtagswahlkreisen Kandidaten aufzustellen. Sie tritt für eine entschiedene liberale Politik und gründliche Reform des Landtagswahlrechts ein. Die Entscheidung über ein Zusammengehen mit den Freisinnigen bei den Landtagswahlen soll den nationalliberalen Ortsvereinen überlaufen bleiben. Weimar, 19. März. Der Ausschuß des thüringischen Landesverbandes der liberalen Wahlvereine beschloß in einer Resolution den Zusammenschluß und die Arbeits-Gemeinschaft aller linksliberalen Gruppen durch ganz Thüringen. Mannheim, 19. März. In der Affäre des Karnevals- Witz blatt eS ,Schnupftabak" soll, wenn der Verfasser der inkriminierten Notiz innerhalb drei Tagen nicht bekannt ist, der Genosse Geck von der Volksstimme in Zeugnis- Zwangshaft genommen werden.____________ Neues aus Rußland. In dem vornehmsten Hotel Petersburgs, dem Hotel de l'Europe, hielten mehrere Gardeoffiziere und Herren vom Zivil eine Versammlung ab. Der kaukasische Adelsmarschall Fürst Nischiradse sprach für die Unabhängigkeit Kaukasiens. Darüber erbost schnitt ihm der Rittmeister KoSlow ein Ohr ab. Nischira'ose antwortete mit einem Revolver- schuß. Es entstand eine allgemeine Schießerei, bei der fast alle Herren verwundet wurden. Koslow liegt im Sterben. 500 betrunkene Bauern, welche Läden in Wladimir angegriffen hatten, wurden von der Polizei mit blanker Waffe zurückgeschlagen. Hierbei wurden 10 Bauern verletzt, 8 sind ihren Wunden erlegen. K jstsch e sLandrvirtjchajtskammek. Nachmlrtagssitzung. D a r m |‘t a b t, 18. März. Die um 31/* Uhr fortgesetzte Beratung der Satzungen wurde Lei Art. 61 begonnen, welcher lautet: „Jedem Ausschuß gehören die 15 Mitglieder der Landwlrtschastskanuner aus der Provinz an, wozu noch aus jedem Wahlbezirk zwei durch dessen Vertrauens- männer auf die Dauer von fünf Jahren gewühlte Atitglieder treten. Außerdem ist jeder Ausschuß berechtigt, mit Zustimmung des Vorstandes der Landwirtschastskaminer landwirlschastliche Sachverständige und Vertreter von landwirtschaftlichen Fach- und Berufs- oeremen, welche ihre Tätigkeit über die Provinz erstrecken, zu außer- ordenilichen Mitgliebern mit beratender Stimme zuzuwählen. Tie Zahl dieser außerordentlichen Mitglieder darf für jede Provinz die Zahl von 9 nicht übersteigen." Hier knüpfte sich eine längere Debatte an. Von verschiedenen Rednern wurde das Bedenken erhoben, daß die Ausschußmitglieder nur solche wählen würden, die ihrer engeren Richtung angeboren; auch wurde die Zahl von 9 außerordentlichen Mitgliedern als zu hoch bezeichnet. Ein aiiderer Redner erblickt dann eine Bevormundung des Ausschusses. Präsident Haas hob hervor, es müsse vor allem die Einheitlichkeit in der Wahrung der Interessen für die Landwirtschaft gewahrt bleiben; die Provinzen dürften nicht sich durch ihre Be- Müsse entgegenarbeiten, wie das früher bei der Dezentralisation mitunter der Fall war. Ter Art. 61 wurde schließlich einstimmig angenommen, jedoch öie Worte „mit Zustimmung des Vorstandes der Landwirtschafts, tammer" gestrichen. _„Die Art. 62 bis 92 wurden dann mit einigen unwesentlichen Abänderungen redaktioneller Art angenommen. In Art. 93 wird nach Art. 36 des Landwirtschaftskammergesetzes beschlossen, daß rle ^st^?^stchast»wmmer über ihre Beainten und Bediensteten die Disziplinarbefugnis ausübt und zwar der Kammervor- sltzende am Verwarnung und Verweis, der Vorstand der Kammer aus Geldstrase bis zu 100 Mk. und die Hauptversammlung der Kammer auf Dienstentlasjung erkennen können. Tie letzte Ae- KSKIS ;UUrm -au* Mcul.uß der Kammer gestrichen nnb dem teO9TrfctlCqycÄ“3:ul W..Dienstentlassung zugesprochen. k r (.'•pfSu unb 9u sind ohne Belang. Art. 97 bestimmt, ba| der alljabrhd) aiufsuftellenbe Voransch.ag neben den Eüi- nahmen und Ausgaben der Landwirtschastskaminer selbst zugleich hir rnmbr>rnSprr ■ r11C Ausschüsse in den Provinzen uno der ber ober ita Organen unterstellten Anstalten umfaßt. Art. J8 bestimmt, pur bte Landwirlschaftskammer, ihre Or- aane unb .inftalten besteht nur eine Kassenverwaltung. In die Jahresrechnung der LanowirlstLastSkammsr werden die Wirt- K al™"tieflaubteü ä^fügL 1 b“ unb bct vinzen errichtet werden. ' 11 111 oen 0 „Präst Haas sührt aus, es verstehe sich von selber daß ben Geschastsuctten her >Lrovm,e» Sotlagcn Mrd'-U, Somit sie jeberzeit ihre notwendigen Zahlungen bestreiten können. Der Antrag Lutz wird darauf abgelehnt. Die Art. 99 bis 105 finden ohne Debatte Annahme. Art. 106 bestimmt, a. .daß die Vertreter der Landwirtschaftskammer im Deutschen Landwirtschastsrat und ähnlichen Veranlassungen bei Reisen außerhalb des Laiches 20 Mk. Tagegeld und 8 Psg. pro Kilometer Bahnfahrt unb 60 Psg. pro Kilometer Landweg erhalten. Ferner sollen b. die Mitglieder der Land- wirtschattskammer, des Vorstandes und der Kommissionen für die Teilnahme ^an Den Sitzungen 9 M k. Tagegeld, 3 Mk. Ueberuachtungsgebühr, 6 Pfg. pro Kilometer Eisenbahnfahrt und 60 Pfg. pro Kilometer Landweg, c. die Mitglieder der Ausschüsse in den Provinzen, ihre Vorstände und Kommissionen 5 2)1 k. Tagegeld und die vorstehende Vergütung für Reiseauslagen und d. die Mitglieder der Bezirksausschüsse und die Vertrauensmänner 3 M k. Tagegeld erhalten. Ministerialrat U s i n g e r bemerkt hierzu, die Regierung nehme an, daß diese Gelder aus den Verwaltungskosten der Landwirtschaftskammer bestritten werden. Das Tagegeld von 20 Mk. könne zu viel, aber auch zu wenig sein; das erstere sei zweifellos der Fall, wenn der Vertreter in Frankfurt a. M. zu tun habe. Das Ministerium halte es für empfehlenswerter, wenn die Tagegelder mehr den darüber für die Handwerkskammer bestehenden Vorschriften angeschlossen würden, nämlich 9 Mk. Tagegeld und 3 Mk. Ueberuachtungsgebühr, sowie Vergütung der baren Auslagen für Eisenbahnsahrten anstatt der Kilometergebuhr. Ueber höhere Diäten bei besonderen Gelegenheiten könnte von Fall zu Fall entschieden werden. Abg. Köhler spricht sich für die Annahme der im Entwurf aufgestellten Tagegelber rc. aus. Herr T r a u t m a n n meint, man solle, um bem Lande die Uneigennützigkeit der Kammermitglieder zu beweisen, überhaupt auf alle Gebühren und Tagegelder verzichten. (Wiberspruch.) Prüf. Haas weift äiraui ijui, dag bie Gewährung der Dutten an die Kammermitglicder gesetzlich festgelegt fei. Nach weiterer unverständlicher Debatte, au der sich die Herren Bähr, Köhler, Lutz, Dr. Dehliuger, Walter u. a. beteiligen, weist Ministerialrat Uf in g er nochmals darauf hin, baß bie Diäten ja nicht uns Staatsmitteln, sondern aus den Verwattungswsten b^r Landwirtschaitslannner gedeckt werben müssten, die Regierung auch keinen Staatszuschuß dafür bewilligen werde. Weiter weist der Negierungsvertreter darauf hin, baß auch bei andern Lairdwirtschaftskammern, z. B. Wiesbaden, em Tagegeld von 9 Mk. gezahlt werde. Bei der schließlich erfolgten Abstimnurng werden noch verschiedene Abänderungsverträge eingebracht. Die Stammet nimmt den Absatz a mit dem Abänderungsantrag Köhler an, daß anstatt 8 Psg. nur 6 Psg. für den Bahnkilometer vergütet werden. Die Absätze b, c und d werden unter Abl>.-nung der Anträge aus der Versammlung unverändert angenommen. Herr Eibach hatte bei b anstatt 9 Mk. und Herr Köhler bei d die Erhöhung der Tagegelder von 3 Mk. auf 7 Mk. beantragt. Die Schlußartikel 107, 108 und 109 werden endlich in der vorliegenden Fassung angenommen. Damit ist die S a tz u n g s b e r a t u n g beendet und der Präsident spricht den Wunsch aus, daß die Genehmigung der Negierung recht bald erfolgen möge, damit die Kammer ihre ordnungsmäßige Tätigkeit beginnen könne. Nachdem daraus noch bestimmt worden ist, baß ber Prodin - zialausschuß für O b erhe f s e n am nächsten Samstag, der für Starkenburg nm Alontag und der für Rheinhessen am Dienstag einberufeu werden soll, gelangt als letzter Punkt der Tagesordnung die Heb ernannte der landwirtschaftlichen Zeitschrift auf die Landwirtschaftskammer zur Beratung. Abg. Köhler spricht Oekonomierat Müller seinen Dank aus für die scharf agrarische Haltung, die das Blatt unter seiner Leitung angenommen habe; er hoffe, daß diese Haltung auch in Zukunft beibehalten werde. (Zustimmung.) Oekonomierat Müller dankt für die Anerkennung und gibt nähere Auskunft über den Verttieb und die Einrichtung des Blattes, dessen Abonnentenzahl von 9500 schon auf 13 000 gestiegen sei. Nachdem alsdann Abg. Köhler dem Präsidenten Geh. Rat Haas für dessen aufopfernde, unermüdliche Tätigkeit im Interesse der Landwirtschaft den wärmsten Dank der Kammermitglieder ausgesprochen und verschiedene Mitglieder noch eine Anzahl Sonderwünsche geäußert haben, polemisiert Aba. Breitenbach noch gegen Prof. Dr. Biermer in Gießen und erhebt Widerspruch gegen dessen Angriffe auf die Landwirte. Auch Abg. Köhler wendet sich gegen Prof. Biermer und betont, Liaß die Landwirte nur immer wieder das Verlangen nach der Errichtung einer agrarischen Professur an der Universität Gießen neben der Biermers erstrebten. Die Versammlung stimmt alsdann einmütig dem Antrag zur Ueberuahme der landwirtschaftlichen Zeitschrift auf die Land- wirtschastskammet zu. Damit ist bie Tagesordnung erledigt und der Präsident schließt die Versammlung. Aus Stadt und Land. Gießen, den 19. März. — Orbenssache. S. K. H. ber Groß Herzog hat bem Geh. Kommerzienrat Freiherrn Heyl zu Herrnsheim, Mit- glieb ber Ersten Kammer ber Lanbstänbe unb deS Reichstags, zu Worms bie Erlaubnis zur Annahme unb zum Tragen bes ihm von bem König von Preußen verliehenen Kronen-Orbens 2. Klasse mit bem Stern erteilt. "Der Kauf m. Verein f ü r weibl. Ange- stellte hielt am Sonntag, 17. März, im Hotel Großherzog sein erstes Iah res fest ab. Frau Joh. Wäscher aus Kassel sprach in einem längeren Vortrag über bie Not- wenbigkeit unb Vorteile eines Vereins in Bezug auf Aus- bilbung, Unterrichtskurse, Stellenvermittlung unb Hebung bes stanzen Standes rc. für die im Erwerbsberuf stehenden Damen. Mit regem Eifer hatten bte Mitglieber im voraus für erheiternbe Unterhaltung gesorgt. In launigen Versen dankten bie Schülerinnen ber Vorsitzenden auch mit einet1 herrlichen Blumenspenbe, den Lehrern nnb helfenben Freunden des Vereins für ihre treue Mitarbeit an ber guten not- wendigen Sache. So kann ber junge Verein auf ber gut gelegten Bahn weiterschreiten in ber vollen Hoffnung, schönste Ziele zu erreichen. Die außerorbentlich zahlreichen Teilnehmer blieben in lebhaftester Stimmung bis um 2 Uhr zusammen. — Die neuen Unterrichtskurse beginnen nach Ostern. Anmeldungen können zu jeder Zeit Süd- Anlage 7. erfolgen. *• Vom Landeslehrerverein. Auf ber Haupt- ücrfammlimg in Friebberg steht als wichtigster Punkt bie Wahl eines Obmanns auf ber Tagesorbnung. Die Frage wirb schon jetzt in Lehrerkreisen lebhaft erörtert. An Kandidaten fehlt eS mcht, unb es werden als Nachfolger des langjährigen, verdienstvollen Obmanns Backes genannt Lehrer De rn-Neu-Isenburg, Huff-Darmstadt unb .Hauptlehrer 5torch-Butzbach. Rektor Backes hat wegen hohen Alters eine Wiederwahl abgelehnt. ** Schuljahrjchluß. Nächsten SamStag schließt an allen Volksschulen Hessens bas Schuljahr 1906/07. Das neue Schuljahr 1907/08 beginnt am 8. April. + Bellersheim, 18. März. Von unserem Orte nach dem Bahnhof Obdornhofen-BellcrZheim wird ein erhöhter Fußweg angelegt. ? Schotten, 18. März. Die hiesige Bezirk 8- sparkasse hat auch in diesem Jahre namhafte Beiträge zu den Kosten der Volks- unb Schülerbibliotheken in den Gemeinden des Sparkassebezirks geleistet. Die Höhe der Zuschüsse richtet sich nach denen der Gemeinden unb Körperschaften. ? Alsfeld, 18. März. Die vor wenigen Jahren hier gegründete Oberhessische Kornhausgenossenschaft erfreut sich fortgesetzt größter Sympathie seitens ber Landwirte; im abgelaufenen Jahre traten 208 Mitglieder bei, so daß bie Mitgliederzahl flieg auf 705 mit einer Haftsumme von 278 200 Mk. Die Genossenschaft hat voriges Jahr zv Nie b c r-Gem ünb e n eine Filiale errichtet. b, Offenbach a. M., 18. März. Wie bas Off. Abenbbl melbet, ist bie von der anarchistifchen Föberatiov Deutschlanbs auf bie Osterfeiertage nach Offenbach einberufem Konferenz verboten worden. Begründet wurde bas Verbot nut Art. 56 der Städteorbnung für bas Großherzog, tum Hessen. X Groß-Umstadt, 18. März. Unter bem Vorsitz des Geh. Oder-Schulrals Dr. 9lobnagcl von Darmstabt fanden heute an der hiesigen Großh. Real- unb Lanbivirt- ichaftsschule die Abgangsprüfungen statt. In dec Real- Abteilung erhielten sechs Schüler, m ber lanbwiclschaftlichen Abteilung neun Schüler bas Reifezeugnis für ben einjährig- sreiwilligen Mililäcbienst. Unter den letzteren befinden sich Wilhelm Brückmann aus Dortelweil, Adalbert Köhler aus Langsdorf. ----- Bensheim, 18. März. In Fehlheim starb im 52. Lebensjahre Pfarrer Heinrich Joseph 2)1 a uec Der Verstorbene war ein Bauernsohn aus Dromersheim, unb bem Bauernslanb, bem er entsprossen war, um seiner Hebung roibmete er alle Zeit unb Kraft, bie ihm seine seelsorgerische Tättgkelt übrig ließ. Er grünbete Bauernvereine, DarlehnS- kassen (Raiffeisen), baute ein großes Lagerhaus unb rief eine Zigarrenfabrick in’S Leben, um ben Bauern zu ermöglichen, ihre Rohprobukte nutzbringenb zu verwerten. An ber Bahre des verdienstvollen Pfarres trauerte in erster Linie der Hessische Bauernverein, der in ihm eine treue, hingehende Kraft verliert, bie nur schwer zu ersetzen sein wirb.___________________________ * Kleine T a g e S cy r o n 11. Ter zweimal zum Tode v et- urteilleLehrerMüller aus Bayreuth verzichtete sowohl auf jedes Rechtsmittel ber Revision als auch auf ein Gnadengesuch an den Prinzregenten. InLeipzig gab Schneidermeister SDlotjd)- mann auf ferne achtjährige Tochter einen Revolver schuß ab unb tötete sie. Er richtete bann bie Waffe g.geu sich selbst und verletzte sich lebensgefährlich. Das am 18. März erfolgte Ableben seiner Ehesrau halte Molschmaun schwermütig gemacht. — I i einer Wanberburschenherberge zu Schönsee (Weslpr.) finb ber Bäcker Detlky unb ber Müller Wojcik, bie im Herbergzimmer schliefen, infolge Einatmens von Kohlenoxibgas e r ft i wenn wir Die gleich anwenden, ist morgen alleö wieder gut. Oormgen <^ie gleich tret Schachteln, damit wir die Sodener wlcb£xJul ^lluse haben. Atan tauft Fays ächte Sodener per Schachtel rur 85 Pfg. m jeber Apotheke, Dvogen- und Shnetalroafiertianblung. hv*/M 'LS: U-Ab-M v^dera.. < “ ™llt6i iw ba§ ®«6s«I6;* ?*" d-m SJotfti ; T* fm'i „x'in d-r R„l, ben el"I°hnq. b" befindens ccl Äö^ltr ij l^eimftarbim . °uer DerVer.1 :5l)e.lm* und dein । n «uner Hebung !lne ieeliorgeri[tg( eceine» Tarlehns, Qu§ und ries eine 11 zu ermöglichen • An der Bahr! b-n--üer Wsch, ■« Kraft verlieh । »WeieioiDoi ' em Wnabeiigefuc ldenneisler UoG >ievolverjchutz •9eu sich selb!, uni rz eiiolgtc Ableben iinadiu — g, einet r.) sind der Backer irgzimmer schlieien, !• tiin räuberischn lau ded Opern« rangen in die Woh. nieder und stahlt», ihnen verurlachle !ai und zur Flucht :itn die Frau bei ) iiins Jahre allen -Leben. Tas Wolin ivierigkeilen zurück- en) brach aui dm : ans, welches da der bort schlaien!, 1 n um, em 18jc,- hercrd^rang, ksttzer selbst iwrt« und ttlag bald ■ "8 am Mittwoch de g wieder Xvübur. 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März äestauratzizr Pulvermiihle empfehle allen sparsamen Hausfrauen angelegent- lichst . C10/8 Christoph Bieker, Xeastadt o5. Die Geburt eines gesunden .Jungen zeigen hierdurch an Dr. med. R. Dauernheim und Frau Ida geb Seipp. Wohtbekömml. unverfälschter 04erRoiweinzu60PIg. per Liter im Fatz von ca. 30 Lt. oder per Flasche mit Glas von 12 Flaschen an. Liste frei. 2 Probeslaschen per Postpak. (J. O. Rühlmann. Coblcuz am Rhein 330. /wwr’.id v des Vorstandes. , 8. Wahl von 4 aus scheidenden unö ein vsriwrbene^ 2tuy fchutzmttglied. 4. Rnrrag des Karl Siegfried um Auszahlung des Nelles von To Mt. seiner Entschädigungssumme. 5. Verschiedenes. Gvlucherg, den 18. März 1907. «Vertu bcrger Pscvdc Bersicherungs Verein. W Vorsitzende d. Vorstandes Stein. 1495,35 550,00 188,10 45,60 22,00 Wohne jetzt ♦ Seltsr^w^g 79 A, II. ♦ ♦ Dr. 0. Stuhl, prakt. Arzt. Strümpfe —.65, 1.—, 1-50 ,Würzeburgia“ beste Säemaschine der Gegenwart ,sämtlich. Same,lartenohne Räderwechselj. Federzaiia- (juiüvaioren, GesGMPsehlllllg. Einer verehrlichen Einwohnerschaft von Gief;cn hiermit zur gefälligen Kenntnisnahme, datz wir anr hiesigen Platze, Walltorstratzc 7, eine Bau- lliill Möbcl-Llijreiiltrei Die Holzverfteigerung vom 14. ds. Mts ist genehmigt. Die Abfuhrschetne können von Freitag, den 22. ds. Mts. an bei den Hebestellen m Emmang ge- lwmmen iverden. ileberweisung und erster Abstlhrtag wird der Todes-Anzeige Verwandten, Fieunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass unsere liebe’Gattin, Mutter, Schwester und Tante Amtüor’sclie höhere Bandelslehransia! Gegründet 1849 ZU Gera IL Drei Abteilungen Behördliche Beihilfe. Rclfczeugnisscberechtigen f. d. einj - frelw. Militärdienst. Mit Quarta beginnend. Scnuipensionn» Anfang des Schuljahrs am 8. April. Prospekte kostenlos. Ibv1- Euifilie Seipp, geb. Hosch nach langem Leiden sanft abgeruten worden ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Philipp Seipp. Karl Seipp. Giessen (Walltorstr 21), den 18. März 1907. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 21. März, vormittags ll1/, Uhr, der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. MAGGI8 e.ürze Höhere Handelsschule Landau (Pfalz.) Beginn des Seinnerstmesters: 15. April 1907. Neuaufnahme tu »Ue Klassen und Kurse. L VorbereifnfwsKlwsson f Knabe» im Alter v 11-14 Jahren. II Drei Fachklasseu f. JOnglmge v. 15-20 Jahren. Einj Exanr Hl. Zwei baibJMhr. HandeiekHrie für junge Leute von 16-80 Jahren. Ausbildung zur kaufm. Praxis u. Selbständigkeit Schnb n. Peaston.il-irlnine in impoeoM. Neubau mit all. sanitären Einricht., in acäibnNt. Lage der .«Stadt. Oute VersflCK. n. Kewiaaenhafte Benwfedcht. der PcneiouAre. AuefUhrl Proep. mit Refer versendet kostenfrei Direktor A. Hnrr. Grüllberiltt Pserde-BerWeillllgs-Btttill. Die ordentliche Mitglieder-Perfammlung des Grünber^er Pferde-Bersicherungs-Berein zu » ".A.: ' do. Mto., nachm. 3 Ulir in der Wirtschaft des Herrn Georg Bon-Eiif lPinn) zu Grünberg starr, wozu alle Pmglreder des • Vereins freundlichst eingeladen werden. Tages-Ordnung: L Jahresbericht übet das abaelaufenc GejchäftSiahr. , 1 2. Bor tage des Rechnungsabschlusses pro 1906 mrd Gutlastung Konflrmanden- Unterröcke zu 1.65, 2.-, 2.50 Kouflrmanden- Korsette zu 1.—, 1.50, 2. Konfirmanden- Ola<}6-Handschuhe zu 1.65, 2 -, 3— Konfirmanden- A. Holterhoff Söhne 20 Seltersweg 20 UL Dienstag, den 86. März nach Zusammenkunft 10 Ubr auf der SchrciucrSmüble bei tzreieuleeu auS 1. Lviutersbcrg 1, s, 4 Buche Stnr: 150 Scheiter LI. Kl.. 2,8 Prügel abst^ 144 Stöcke, 2,4 Nadelprltgel Ich m lang, L3 Nadclstöcke. 2. Dickebusch 1 und 2 Buche Rm.: 0 Scheiter 11. Kl., 6 Stöcke, 90 Stammrerser, 2 Eschen- prügel Ich m lang. 3. Peterowald 1, 2, 5 Buche Rm.: 1 Schert II. Kl., 6 abft. Prügel, 2 Stöcke, 20 Neiserprüael, i» absü (ÄchenpMel Ich m lang, Ich Radelprügel Ich m lang. 3. Kudftrauch Buche Rm.: 6 Scherrer LLSHv 3-8 Rerferprüarl, L8 Escherwrugel L? m lang. 6. Schornberg 2 und 3 Rm.: 20 Ktrichbaumvrügel 1 30 iZ-ichtenprügel Ich m lang, 7 Nadelst anmrreifer. 6. D Berg Buche Rm: 320 Stammvrugel I. ÄU.10 II. Kl., prügel, 8 Nadel- und Werchholzprugel,. 1 Erchenitamm Ochl bin., 17 Buchenlangwieden 4 m lang, °/w Mitte = 0,47 bin- 7. Kreuz- (teuer Berg le, 5c Buche Rm.: 12 Dryerter I. Kl., 2 Prügel I. Kl., 40 Oteifervrüget, Ich Astrerser, 3 Buckenlanawreüim I w lang, 10 cm Durchm. = OchU Km. 8. Hoherarn Luche *«.: 27 Sch« ter ll. Kl., 87 Stöcke, 60 Reiferprügel, 2ch Ahornschert l^o m lang, o Kirschbaum, Sahlwerdeprügel, 2 Ayornabichmtle 3,2 u. 7ch m lang, 2< u. 32 cm Durchm. - 0,0? Sm. U. Lrese.valdchen und Biegenberg: Buche Wut; 3t Scheiter II. SH., öL Prügel, 30 Stöcke, 38 Retserprllael. 10. Heinzeberg und Struth Rm.: l/,7 Radelnutzprugel L u. U. ÄL- 3 m lang, 2ch «Lfchenprügcl 1,75 m lang, 2/1 Buchenstöcke, 5b Wafer, prügel. Stamme: 1 Grche 9 m lang, 44 cm Durchnr. — 1^7 Sch., 4 Sichen 6,4—10 m lang, 20—31 cm Durchm. — lch3 Sm. Kohlrerier und Leseholz flächenwerfe. DaS BersretgerungSholz mr Kreuzfeener Berg rniö Wetterauer Berg ist mrt Kau besprrtzt. Nähere Austunft erteilen vor der Bersteigerung für Nr. l-r-5 Svrstwart >L-chreiner, Lllteichain, 6—10 Svrstwart Schreiner Sreienseen. Zur Konfirmation Eggen:e. empstehlt J. Däuser Eisen- und Maschinen-Handlung. yö- Ptroivektc aus Wunich zu Tieusteu. 1955 Holzverfteigerungen der Gräfliche»» Obcrfvrsterei Laubach. I. Montag, den 25. März nach Busammenlunft 10 Uhr aus dem Sägervauo aus 1. SÄmeuberg 2 und 3. ahn.: 27,1 Buchen- fcheiter 11. Kl., 4ch Giche- und Glsbeerprügel, 6,4 ^»tadelprügel Ich m lang, HU Buchenstöcke I SIL, 7 Nadelstücke, 7 Eichenstämme 6—13 m lang 20-35 cm Durchm. -= 4,04 Sm. 2. Seisenberg. Buche Rm.: 32 Scheit II. Kl., 23ch Stöcke I und 11. Kl. 3. Tdomaobicgel. Buche Rm.: 7 Scheit II. KL, 30,8 Prügel II. KL, 2 Stücke, 60 Zopfreiser. 4- Schnitthain und Buchholz. 'Prügel Rm.: 7ch iitadel Ich m lang, 1 Buche 11. KL, 14 Esche I. KL 1,75 m lang, 2 Esche 11. KL, Stämme: |0 Esche 2—16 in lang 12—25 cm Durchm., Hch6 Sm., 76 Eschensiangen B—13 m lang 8—H cm Durchm., 6ch4 Sm., Wagnerholz. 5. 2aug- bede 3. Prügel Rm.: 10,4 Eiche, 7,7 Nadel Ich m lang, 3ch dladel- stöcke. 6. Roth und ^ingelbach. Prügel Rm.: 19,07 Buche H. KL, 10 Eiche und blirschbaum, 6 Erle und Asve, 9 9iadel Ich m lang. 7. Lnrchberg und vtuthardShaufeu. Prügel Rm.: loch Buche II. KL, 19,3 Erle, Ich Stadel Ich m lang. b. Soritwicse und rSemgartnerS- kovs: Buche Rm.: 6ch Scheiter, 30,6 Stücke, 42,/ ReiserprÜgel, 3,5 Ecchescheit zum Teil für Glajer, 21ch Siadelnutzvrügel 2—3 m lang, ti. Ehrten und Brühl Rm.: 14 Birrcnrundfcheit, 56 Eichen- und Birkenprügel, 13ch Buchenreiserprügel, 7ch Slchtenzopfreiser hatten), 24 Birrenslauune 3—8 m lang 15—26 cm Durchm. -- 330 tsm., 24 Slchtenreisstangen - 0ch8 Sm. 10. Walleuoerg, Buche Rm.: 5ch Scheiter II. KL, 20 Prügel II. Kl., 5 Stöcke 1. KL, 3 Nadelvrugel Ich m lang. 11. Hölzchen Rm.: 18 Eiche, Buche, Birte, Linde, Prügel, 3 Sichtennutzprügel 3 m lang, lOch Sicktenstammreiser (hatten und Bohnenstangen), 14 Sichtenstamme 111. und IV. Kl. --- SchO Fm. 12. Dörnberg Rm.: 6 Eichenscheitcr, teilro. für Glaser, 5 Eichen- prügeL 3 viadelnutzprügel 3 m lang, 3 Nadelstämme IV. Kl., 13 Eichenabschnitte 4—8 m lang, 34—43 cm Durchm. — 7ch8 Sm-, ^>au= und Schttitcholz, 20 Schwellen 2,7—8,1 rn lang, = 741 Örn. 13. Lcheppmatsdickung Rm.: 10 Eichen- und Birteiwrugel, 3o Buchen- reiicrprügel. 14. SUbach Rm.: 6 Scheiter 11. S$L 20 Stöcke, 15 ReiserprügeL Sämtliches Holz sowie Leie- und Kohlholz wird liuvorgezeigt auögeboten. Siußtmift erteilen vor der Bersreigerung für Nr. 1—7 sorsrwart Wagner, Sagerhauö, 8—13 SorsNvart Nrelchior, Gonterskirchen, Nr. 14 Sorsnvart Koch, RupperrSburg. B18/3 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hin- Bcheiden unserer unvergesshchen, lieben Mutter, Grussmutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante Fran Margarethe Scheid, geb. Becker sagen innigsten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Giessen, den 19. März 1907. 01815 Ausschuss & Volksvorlesungen. Mittwoch, den 20. März 1907, 8'/, Uhr abends [v'7, Sm Mmr BörZLh-WMciiil: Qoethe HL Turnhalle des Realgymnasiums.Eintritt frei. = Ose Eröffnung ------ unserer mit vielen Neuheiten reich versehenen Oster-Ausstellung in Osterhasen, Ostereiern, gefüllten Körbchen und Nestern, Atttappen, Bonbonnieren, Desserts rc. beehren wir uns ergebcnst anzuzeigen. 1848 Gasokw. j&jL'senpohjL errichtet haben. Unter Zusicherung bester Arbeit bei billigsten Preisen halten wir uns bestens empfohlen und zeichnen Hochachtungsvoll Vetter & Sommer. Aupst Benner, TapeleBhaadiung Giessen, Lindenplatz 5 empfiiehlt sein neu eröffnetes Geschäft in Tapeten, Borden und Lincrusta. Reichhaltige Auswahl! Theater - Verein. 8. Vorstellung: Freitag, den 22. März Festliche Abschiedsvorstellung im alten Theater bei geschmückter Bühne u. unter Mitwirkung der Regimentsmusik Zwei glückliche Tage Schwank in 4 Akten von Schünthan und Kadelburg. Hierauf: Ansprache des Vorsitzenden. Zum Schluss: Vom alten Theater ins neue. .Eintrittskarten zu den ermässigten Preisen von Mk. 4—, 3.—, 2.— (Mitglieder Mk. 8.50, 2.5U, 1.50 und Mk. 1.— bei Herrn C ballier am Neuen weg und un der Abendkasse. v18/, Acrdinaunk von Mcliorations ubcitcn. Die für Seldbereinigung (Siesten links der Labn erforderlichen nachverzelchneten Arbeiten und Lieferungen fallen im Wege schristlichen Angebots vergeben werden und zwar: 1. Wegplamerungsarbelten veranschlagt zu 3200,00 Mk. 2. Erd- uild Grabenarbeiten 3. Anliesern von Basaltsteinen 4. Anliefern von Beulentrühren 5. Berlegen von Zeucentrohren 6. Aussetzen von Steinen „ „ . „ 7. Ehausnerungoarbeclen n - 2uug. Bursche u. ein Lackierer Ö gesucht. 101762 Carl Ludw. Leib, Lackiererei. stung. Hausburfche W« 1518] Wild. Weigel, Löberstr.9. Tüchtiger iüng. Hausbursche per sofort gesucht. [1946 diäheres Kreuzplatz 15.______ Gin junger Hausbursche in ein Privathaus gesuchi. 01836_______Ludwigstrahe 73. Hauburfche gesucht, r August Kröll, Seltersweg 12. Bautechniker, Absolv. d. Ban- gewerkfch.Darmitadt, bish. i. 93 au- bureautätig, sucht v. 1. April Stell, aus Bau- od. Architeklurbur. Schr. Ang.unt.018L0 an d. Gieh. Anz. erb. cfcräulcin au- gut. Familie sucht 0 Stellung als Haushälterin o. Stütz. a.liebst.i.AeschäftSH.Schriftl. Angeb. Buodestr. 9, Hoffmauu. 01885 MZädcheu sucht AuShilMelle. Neuen Baue 5, Fr. Schmidt. 01837 Suche zu Ostern [1924 brave/» Jungen au5 achtbarer Familie, der gewillt ist, die Brot- und Feiubacierei gründlich zu erlernen. I. Appel, Ärnfdorf. In meine Spenglerei und In- stallationsgeschäst kann ein Lehrling gegen sofortige Vergütullg ein- treten. [1944] Nud. Rödiger. Mn Lehrlnig für meine elektrotechn. Abteilung gesucht. Rud. 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[01d34 tür reisende HOSßlZ .Damen evang. Schwesternhaus, tiieeeeo, lohanoeeeir I- Direktion Hermann Stelngoetter Dienstag, den 19. März 1907 16.Dienstag-Abonu.-Vorslellung Die lktzte» Maske« Schauspiel in 1 Aufzug von Arthur Schnitzler. Hieraus: Ein Mann, der geliebt wird Dramatische Skizze von Manuel Schnitzer. Sodann: Die Medaille Komödie in 1 Akt v.Ludw.Thoma. Zum Schluh: Mit neuer Wandeldekoratiou Bom akten HanS xnm ncueii Ein scenischer Epilog. Mittwoch, den 80. März 1907 12. Volks-Vorstellung Unter Mitwirkung der Kapelle befl hiesig. Jnfanterie-NegimentS Jtt RcstMliit Hilf Üitijtn Posse mit Gesang in 3 Akten von L'Arronge und G. von Nioser. Musik von R. Bial. Zum Schluh: In neuer Wandeldekoratiou Born alten.yaus zum neuen Ein szenischer Epilog. Ein roter Löwe lennz-lchnet die Verkaafeeteilen des echten Aner-Glahsirumpres OEGEA I Nur echt bei den Qwanetelten sowie den einschlägig.Gern barten, I welche durch uneerrlak >l mit dem t roten Auer-Löwen kenntlich sind. ’ Deutsche GasglUhllcht s Aktiengesellschaft | (Auergesellschaft) Berlin (Offene-Stdlni MMWM llcrfdn ebenes