Mittwoch 23. ^ar;uar 1907 Zweites Blatt 157. Jahrgang Nr. 19 Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. vermischte». irin Soldat deS 112. Erdbeben statt. Ferner kommen irrbbeütnmelöungen aus der franzöfsichen Stadt Grenoble und K'onftanttnopel^ Handel des 98.uo | Elektnz. Lahmeyer 6 4>it’/t rusti.bluulsanl. 19Uu 4/1 o Japan. Staatsanleihe i>o Uvnv.'liirken von luu3 Türkeuiose...... 4-H Unecü. .Monopol-Aul. 4% äussere Argentinier . aJ/e Aiexiaauer . . 4-4 ulunesen . . . . sozialdemorrat. Programm als Genaue Beriisteut und andere Dieje Reiorm ist von Beoei, Aktien Bochum Guss . . . Bauerua E. W . . leudeuz: still. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversuälS - Buch- und Slemdruckerei. , R. Lange, Gießen. > Die „Siebener Kamillenblitter" werden dem ^Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Krtisblaa für den Kreis Sieben" zweimal wochcmlich. Ter „hessische Landwirt" erscheint nwnallich einmal. * Straßburg i. ($., 2 Die Deutschsozialen. Wir lesen im Erbacher Ätcwblaiu Aippel ist felbstverstand.ich majt liberal, sondern konser- batin. Als Parteigenosse Stöckers kann er ja gar Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: Redaktion: 113. Tell-Adru AnzeigerGießen. Cozialdewokrateu in ihrer WirNichkeit. Man schreibt uns: Cs juib ber soziaidemokiat. Presse viele Lügen nachgewiesen; trotzdem wird dassetbe immer weiter behauptet oder aus Auf- lüiociung so zuruagenommen, bau doch immer was hangen zu -jleioen schien. Lie,elben Lugen sinden sich nun auch wieder in den diugblätteciu Las ist wziaioemokrartfch! Ls t|i verrn >trumm der vtacpweis geadert, wie in soziald. Detrteben die Beschwerden der Arbeiter so autzerordentticy viele sind und wie d.e Aroetter tu denieuren behanoett werden. Die nichts anderes sein. Tas „Reich'', das Organ der Ehriftlich- sozialen, sagte kürzlich bei Besrrechung des Silvesteroriefes deS Reichskanzlers klagend: „Tie ilemercn Gruppen der Rechten — Lchnstlich-soziale, Deutsch-soziale. Bündler. Reformer — bleiben ganz außerhalb des Gesichtskreises dieser Kundgebung". Jene „Gruppen der R e ch t e n" aber buben die „W t r t- schajtliche Vereinigung"; alS Lonservative be- zeichnet sie ihr eigenes Parteiorgan. Lasse sich doch also niemand durch ausweichende Antworten an der Rase herumführen. Herr Ködler zählt sich zu den Deutsch-sozialen, stellt sich also auf StöckeiS Standpunkt. Infanterie-Regiments wurde in Mülhausen verhaftet. Er soll zwei französischen Herren. die Lieferung eines Ge - wehres neuesten Modclles versprochen haben. Auch die beiden Franzosen wuroen abgefaßt Ter anbei kam durch aufgesangene Briefe an den Lag. — Infolge des Umsichgreifens der M a u l- und Klauens euche in den Reichslanden verbot der Pröietl des Teparte.ueutS Meurlhe-ot-ÄsLos.lie die Bieheinfuhr aus den Reichslanden, ferner bas Betreten deutschen BodeuS mit Bieh, sowie die Tüngereinsuhr. * Erdbeben, Blir icuen in einer sehr „bewegten" Zeit/ Bcsuoausoruchen foigren Erdbeben in Kalifornien und Chile, bann kam das Unglück von llingston und jetzt wird der Untergang einer ganzen Insel im ost indischen Archipel gemeldet. Eine Flut, die die Südküste der Insel Simeula bei Atieh auf Sumatra (Riederläud. Indien) zerstörte, ließ die Insel Simelnatwet falt ganz verschwinden. Es sollen loUO Personen umgekommen sein. Täglich finden heftige . 89.10 . 158.90 219.01) 156.40 217.90 243.00 132.20 125.00 174.25 140.10 243.40 17^0 186.20 158.90 215.90 Airchc und Schule. Bremen, 23. Jan. Der Gymnasialdirektor Lenke, dem von der Zeitschrift „Alaubuch" ein Plagiat nachgewiejen worden war, reichte sein Entlassungsgesuch mit Linweis auf seine Gesundheit ein und der Senat hat es genehmigt. Uelseukircben Bergwerk . Uamuurg-Ainenk Baketl. Baipeuer Bergwerk. . . Laurauutte...... 5ordd. Llvjd ..... UbeidchiLz. Eisen-Industrie Berliner ilunuelsged . . Darius lädier Bann . . . Deutsche Bank . . . Deutecu-Asiat. Bank . . Diskonto-Kouimauait. . . Dreauuer bauk . . . Medltaktieu..... Baltimore- und Onio- EiseuLaun . uouuiardbalin..... Ijuujüuiu. r.ideubahu . . uesten. .itaau» Janu , . . rruice-nenri-r,iscuüahu . 18 Selterswej 18 Robert Haas Nachf. 18 Seltersweg 18 wu ö% W» Wo Wlo Teieiomsciie Kursberichte Gicseeuei Anzeiger», imtgeteiJt von der Bank lür und IndUbirie, Giessen. Frankfurter ASörNe, 23. Januar. 1.15 Uhr. Reicbsanieihe do. Konsola . . do. . . Hessen . . Uberuessen iczialdeowtrat. Arbettcr sollen nur einmal bie Resolution der Leipz, ger Buchdrnckir lowie die Aeugerungen zielbeivußter So- MoU>emoirulen aui dem letzten Parteitag und in anderen Pamei- dann viele auihoreu, überhaupt unb viesoezngiiche Beripcechuiigen juib gemacht woroeu, es i)t über bis heute noch alles beim öden gebiieoen. Das sit die aues oeru rechende, alles glucclich machen wollende Sozialdemokratie. Die Sozialdemokraten iinb gegen indirekte Steuern, yaben aber an Orten, 100 sie in beiden städtischen Kollegien |ogai i »ie Mvhrhrit haben (z. B. Feuerbach in Württemberg) i ür i Die indirekten Abgaben gestimmt mit dem Meuterten, Gießeucr Strafkammer. )( Gießen, 22. Jan. Ter große Unbelanute. Gin Frankfurter Bermittlungsburcau verschaffte dem Beigeordneten zu 5i lo pPenheim einen knecht, der sich Jakob iLmller aus L6ittichenau nannte und Legitimationspapicre auf diesen Namen bei sich führte. Am Tage nach jeinem Eintritt verschwand er schon in aller Frühe und fern Mulnecht merkte cus- bald, daß ihm ein Paar neue Zugstieiel verschwunden waren. Gegen bat Fluchtigen wurde alsbaid ein Stedoricf etiailen, aui Grund dessen seine Berhastung in Mainz criolgte. Bei feiiicr Ber nehmung bestritt er, lemals in Kloppenheim gewesen zu fein und behauptete, es seien iym einige Zeit zuvor sein Portemonnai' und seine Papiere gestohllii worden; der Dieb habe sicher auch die Lat in Kioppenheim verübt. Die Gegenüberstellung mit seinem Dienstherrn ließ leinen Zweifel, daß der Feitgenommene der LLtec ist. Lrotzdem bestritt er hartnäckig feine Schutt), wie er auch in früheren Fwlen beuuujt war, seine tlnschuld nachznweiscn, aber erfolglos. Er behauptete bejrimmt, daß er um die stägliche Zeit in Aichasseuburg uci leuict Famuie gewesen ist, bis ihm im Dermui durch bie Polizei daS Gegenteil nachgewie,en wurde. '21 uo) vor der Strafiammet oestriu er, in Lloppenhemi gewesen zu fein, trotzdem ihn vier Per,oiten bestimmt ertannten, da er eine Reihe von Metunalen und irigentumiicyle.ten besitzt. Wah- renb er ,rnher slott schrieb, wie dies aus leinen Bot strafalten lestgestellt wurde, wollte er ut ber Bitter, ueyung des Schreibens untunbig fein, er versah seine Protokolle mit einem Handzeichen stall der Unterschrist. Zu aller Boriorge machte er geltend, daß er ,ruhet einmal irunk geroesen sei und seu dieser ZeU ist er manch- mal so verwirrt, daß er nicht weiß, was er tut. Das Gericht zweifelte weder an smner Lihuld, iwch au seiner llnzurechnungs- lahigteu, iumal festsieht, daß dies euie ihm beliebte Berteid.gungs- uietouöe iit Eüie d^sbezugliche Lhahrnehuiung ist an ihm auch nieuialS gcmacbt morbtiu Da er seit aajt hren naajjueiSUa) luy gut gejuxt hat, sah das Gericht von der vermittle» Zucpt- haus,lrafe au und ertaniUe auf ein Jahr Gesangnis. A)ie ehrlose Gesinnung, die in bem Bestehlen eines itamerabin erbliai wurde, rechtfertigte bie Aoetlennung ber bürgerlichen tehrenrechle auf fiui, Jahre. Die stuh^r ausgesprochene Zulassig- teu der Polizeiaussicht würbe nicht auitecht eryalten. Die Polizeistuobe bei der Kirchweih. Dem Galainel^.o^.tu^ho..o^r Lv. von oubel ging ein Strafbr-lehl in Löhe von 3 Mk. zu, weil er entgegen einer treis^mtlichen Berutbnung ans bet Kitchweihe zu käededbeim nach 11 liyr aoends noch Lüaren seilyielt iuw verkau.te. Aus lernen Einipruch Um das (Scouiicngetia» zur ^renprechung. Es luhrle aus, der Angetlagte gibt den Sachverhau ars richtig zu, er eiUschUldigt sich auer mit tenteuntnis der in Betracht tommlN- Dcn Pblizeiverotbnung. Er hat angenommen, er dar,e verlaufen, zumal ihm ieut Feierabend geuoten wurde, wie d.es an anderen Otten ubtid) ist. Als er von dem Gendarmen aus bie Beroro- nung aujmeri.am gemacht worden i|i, hat er foion den Statid geschiofien. Er suhcie wettet aus, dem Puolitum rönne nicht zu- geuiutet werden, daß cs jebc Berorbnnng im natseren kenne. Durch tus ibjurtigc Schrieben des Gta.idcs haue der Angeuagte zum Ausdrutt gebracht, daß er nicht gegen das Geietz ocritußen wolle. Da dem Angellagreii suchellw leoes BerichUtden iep.t, kann eine Bestrafung nicht eintreten. Die,es Urteil wurde von der Staatsauwallicho|t angechch.en und b.e ottuitamDur Uuruteeuic oui Ungetiuglcn wegen vergehens gegen bie Gewerbeordnung zu der M i n i m a 1 u t a j e von Z Mark, da sie ber Ansicht wat, daß ber Angeklagte zum mindenen rai>rlanig gehanoeu hat, da et als beiuerueiteiueitber vetp,lichtet geiueitei wäre, sich über bie einschlägigen Bestimmungen zu orientieren. Da ein Bergehen botneyt, lunnte die uiueuntn.£> des Gesetzes nicht in Betracht kommen, da solche vor Straw nicht schützt. Eine intetesiaate BeletlngungSklage. Der Pachter O. Wc. vo.n Oenrietteiipos hat gegen den Schweizer G. E. von Ruppertsburg und dessen Frau wegen Beeidigung Privatklage ethaoen, iöeu sie ihm angeaau) den Bot- wuts ber Pl11chsais chung gemacht hatten. Das Schös,en- geticht lulle jeslgeitellt, daß zwar der Frau des llmgers bieier Borwuts gemacht worden ist, bezüglich die,er ist aber iaage nicht erhoben. ^Der Säuger machte gellend, daß, da die wcuch aas dem gemeinsamen OaashaLt itammt, ec buiu) Dieie Rach reue doch oeleibigt fei; auch tonne er tca,t eigenen Rechts für seme Ehe- liuu X.age erheben. Rach den Allen ist aber Uli. allein ms lllager ousge,uhrt; die Beleidigmig der Frau ist nicht unter Anllage ge,rent in dem Eiö,snangsbeschluß, wespalv trotz des piachweises, daß sie beleidigt worden ist, eine Berurteilung nicht eintreten konnte Da bezüglich des Klagers ber Rachwe^s euur Bell.bigung nicht gefühlt worden ist, ließ das Schönengeticht r>teisprcchung Lintiutcu unb mauete den Hlagcr mtt iamtiio>eu ^tosten. Dieser svcht das Urteil an, aber bie Strafkammer ia)u)ß haben dies wiederholt verlangt. wie schoii vorher, so auch auf oem Luoecker Parteitag zugestanden . 142.45 . 122.50 . 249.75 bie städtischen Ausgaben machen solche nötig. Rau) der sozialdemoll. Preise soll bei den bitdotg." kürzlich em b-ihnisches Gediast aur Dernvurg, ber jüdische Borellem gehabt Üben soll, stellen aber einen $ üben (Rechtsanwalt xiaaje) ul6 Reichsiagskanbidaten nuf. Ueber fast alles h-er Gesagte siiid Herrn Krumm Belege Mtgei'anbt worden, er schweigt sich darüber aoer bei seinem Stim- memang natürlich ooiistüichig aus. Run noch eines. Die fc-cei!innigen haben nach den soziald. vühl.m unb der 105iaibenu)trat. Presse leinen Einfluß mehr, nie koinuit es aver da, daß sich die ganze lozialbemokr. Prene gerade mit der freisinnigen Partei am meisten beschäst^gf? Man k|e nur bat „Vorwärts", bie „Leipz. Voits<)tg.", das logenanille „wifsenschasllichS" 4>tguii ber sozicuo. Partei (bie „Reue Zett"- unb andere. Wegen einer Partei, die feinen Einfluß mehr hat, leaucht man sich doch wahnich nicht mehr sortwahrend ,o au|» iuregen unb so elend schmutzige Artitel zu bringen, wie vorzugs- weüe bie „Leipz. Voilsztg.'. \Z H h A H /g O nur ^uten Qualitäten zu r\llClUÖI|-| yjdUO jedem annehmbaren Preis politische Lagerschar». Ter Heiter des tloloaialamtes, Tetnburg, impsing ii^Dlünchen einen Journalisten, demgegenüber er folgende interessante Aenßerungen machte: L'cute, welche in meiner Person einen Politiker vermuten oder glauben, daß ich mich später einmal auf polnisches ütebiei begeben ober locken lassen werde, irren unb kennen mich nicht. Ich ljabc bei meiner Berusimg bem Reichskanzler erklärt, daß ich das Amt nur als kaufmännischer Verwalter der Kolonien annehmen will. Bon diesem Gebiet entferne ich mich nicht und reagiere auch nicht auf mir entgegen geworiene politische Fragen. Ich will die u 11 g e I) e u 1 e n M v d i t e, welche ut den Kolonien liegen, kaufmännisch verwerten, das Slapual zu dieser Verwertung heranziehen und mit der Zen einen Teil der Stallen, welche bie Kolonien dem deutscheii Volke auferlcgen, aut die Lchuliem beiiemgcn übertragen, welche Nutzen auS den k.olomeii zieben. '111 an" hat nur entgegen gehalten, baß meine Be» rechmmgeu über bie Nutzbarkeit der Molomen falsch seien. Diese Verechmmgen unterliegen nicht allem der Prüfung der Parlamente, sondern auch jener der Uauileute und Banken, die ihr Rapual m den Kolonien anlegen sollen, und dürften daher nicht am Illusionen gegründet fein. Ich kann die Kolonien nur dann für Deutschland wertvoll und ertragnisreich machen, wenn ich eine kompakte Majorität, nicht nur im Parlament, sondern auch nn Ü 0 11 hinter mir habe. Deshalb werde ich nicht nachlassen, meine Zeit der Auikluruug des Volkes, welches bis jeßt nur trübe Er- lahrungcn mit den Molonien erlebt hat, über deren Znkuntt zn mibmen. Zcb werde gehen, weim wir teme Llajoruat zur Erhaltung der Kolonien im Reichstage finden. Ferner hat der llolonial-Lirrklor Sternburg in München erklärt, daß bereits Privatkapital sich zur Bersügung gestellt habe, um die Bodenschätze von Südwestasrika zu heben und zu fördern. Wie verlautet, handelt es sich hier um die Gründung mehrerer Gesellschaften, die auf Anregung Steinburgs nach feinem Vortrage vor dem Handelslage in Berlin zu Stande gekommen sind. Zunächst sollen Banmwoll- und Hanf-Kulturen gefördert werden, sowie Bergiverke zur Hebung deS KupsergehalteS in den Kolonien angelegt werden. AuS Darmstadt wird unS geschrieben: Tie hiesige Abteilung der deutschen Kolonialgesellschaft richtete en den Koloinaldirekior Ternburg die Anfrage, ob er geneigt sei, and) in seiner Vaterstadt einen Vortrag über bie koloniale 6rage zu hallen. Tarant ging die telcgrapbi|d)e Antwort em, daß ec |id) |eme Entschließung bis nach den Hauptwahlen rorbehallen müße. Eichener AMW General-Anzeiger für (vderheffen ras. K- 1 w*? älter einer Wra mibet flute imi. - adjuno der Wxteir Anfragen mm M egener Änzeigei n«. Portlaed-Cewcutit' Lyndüm sucht für w. , Ceweii roentenSttneimercc; le Gießen und IIwk iitlitietinseüoic unic- iefleilerwizeifle^ertc witlM Cnterrkit zi-n!0ii1am»pteiei -me zu^chmen. ^ «wltMewanflche- eeäiiltidlfngflii Äest-Anlane MI, materialia ekundiflerHenvemi. aui von tiauunuen; tÜülliOlL Hidje ünaeboie mitt'- eaenet mtzeiger trx empiieWic: 1. 1 fentßeii. Äu. iubct dein Haust r, 'Dlardurgcr gtt.i kcnaiizüge uai) Dom i'he» bei ubad), JTanjkibtit am Arnnüo/atz. Pjeihllülicrill m 'mnheu a\\, wi illwtene'.flassk 5. । sich den Ausl^hrangen des Sa-öliengerichts au. Da nur bte in( dem Eroffnungsbeschlusi angegebene Tai Gegenstand der Ler^ Handlung und Urterlsirndung fern kann, musste die Klage ab• gerntefen werden. i j^anOcl unO Dcrtcbr, Oolkswirtjchast. Märkte. . th. Gießen, 22. Jan. Der heutige Viehmarkt hatte einen Austrieb von ellva 1500 Stück Großvieh und 250 llLlbern. "Der Alttchvichhandcl war gut Schwere Wave war knapp unbi gefacht und mußte iniolgebc.icn bom vezahll iverden. Dre Preise juc UciLtelroare zeigten eijc. Brerucholz, trocken u. turzgeichnutell, per Rentner ailLLlü tret Haus. Hochachtungsvoll 40r> Hellenbein, Simmtrntidiüit unb ^Ij^nnhtrti Wiefcckcr Weg 40. RcichstagsNahl. Sur Vermeidung übermäßigen Andrangs während emzelner Swnden ersuchen mir alle Wähler, deren verfügbare es erlaubt, ihre Stimme in der Seit vou 10— liy. ober 3—4 Hhr abzugcbcn. Die Wahlhandlung muh pünktlich um 7 Uhr geschlossen werden; nach 7 Ubr kam» niemand mcUv seine Stimme auneben auch dann nicht, wenn er schon vor 7 Uvr im rwaollotal anwesend war. GS euwnehlt sich bauer, das Wahlrecht uronlidiii frühzeitig auSzuüben. 1 WieBen, den 2L Januar 1907. Grogherzogüche Bürgermeisteret Sieben. Mecum. ß»/ Hauspäbne 2Z75 Dtk., turzge- schnlltenes Abfallholz ((iicljeit 3,25 litt, pro Karren rrei ins Hausj Julius Wellböser, 378 'Jlarburger Strabe. Larlosscln. Ein Posten gesunde Futter- kartoffelu, ver Sir. Ml. 2,^2, eulp siehlt J. Weisel, Sonnenstrabe 6 Telephon 235. Alle Sorten Speise- u. Saint- kanoffein auf tager. 501 Frcihiit kämpft. Weil sie ein festes Bollwerk gegen das Zentrum, gegen den Mtramontanismus ist, der uns zu unterjochen droht. c»/i Die Wahlparole für den 25. Januar heißt einzig und allein: Heinrich Kramer. Sieben, Januar 1907. 579 Ich habe mich hier als Rechtsanwalt gelangt Bureau und Wohnung befinden sich Seltersweg 70, II. (im Hause des Herrn E. Metzger) Paul Hornberger, Rechtsanwalt 8l'l>sjtt LMH-aMthme LelWWcit! Engagement als Bezirks-Inspektor zwecks Bo« reisung und waibeüung des ergiebigen und gut organisierten Bezrrrs llLcsterwald mit Wohnnh Limburg ober Gicsieu bietet sich qualtiwcrtcia Herrn bei aliciugci. X'cbenö--, UuraU-Hastpnlcht und Dvltsvcn.-Gcs. gegen hohes ^izum, Retseioesen unb r-cebenbezuge. d^/, Geiallige Beivervungeu an bie General-Agentur ber „Wlllieliuu“ Fruuknut tu ÜL. Bethmannstrabe 42. Am S. Februar 1907, vormittags 10 Uhr, soll bei der unterzeichneten Verwaltung die Lieserung von jZaoenee-, Glas- und Irdengeschirr, von etwa lUU cbm Holz, 10000 kg Petroleum, 100 kk Soda, 40 kg weiber Seife, 100 kg Schmierieise, 30 kg weiber Alanbelieise und die Anfuhr von Steinkohlen für daö Rechnungsjahr 1007 vergeben werden. Die Berdingungsunterlagen können bei der unterzeichnete» Stelle eingeichen oder gegen Zahlung ber Sechstkosten von 40 Pjg. von ba bezogen werben. Du/t Garnison-Verwaltung, (fliehen. Liberaler Wahlausschuss Donnerstag, den 24. Januar 1007 Abends 8'/z Uhr Sitzung des Gesamtausschusses im Kaiscrhof, L Stock. C"A Sämtliche Herren, die sich zur Hilft erboten haben, sind dazu freundlichst ein« geladen. Donnerstag, den 24. Januar, abends 81/, Uhr im HoteB SaaBbau (Steins Garten) VIB. öffentlicher Vortrag Herr Franz Fürftenberg, Vcrlin: v"/i Unsichtbares Leben im Wasser nnd in der Luft (mit zahlreichen Lichtbildern). Für Nichtmitglieder sind Eintrittskarten zu 50 Pfg. abends an der Kaste zu haben. Kaufm.-Verein und Ortsaewerbeverein Johns verbesserte Volldampf-Waschmaschine liefert zu billigsten Preisen August Kröll, Seltersweg 12. üanptvertreter der A.-G. J. A John. Die Maschine wird kostenlos und ohne jede Verbindlichkeit zur Probe geliefert. Wiederverkauf er erhalten hohen Rabatt (221 Benter Mülleimer $ yiockstra*»© 10. Tengelmann’5 Tengelmann'5 Tongolmann'1 lengelmann’* Tengelmann’* pjQnt^enkQffGa pjQnta^cnkaffea p|Q^a^cnkaffca pj^^enkaffee ■ i ^lufi- nnd Seefische ist Tengelmann's PlantagenEaffee der beste und billigste. Verkanfsladen in Giessen, Kreuzplatz !, Ecke M3i»burg wäscht am besten WEISS - <>■ I Milch-lleatrifugku nrurfi. verb. Konstrukt. 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Z Jrregcführt durch sozialdemokratische Hetzereien und unerfüllbare Versprechungen scheint auch diesmal ein großer Teil der Arbeiter ihre Stimme dem sozialdemokratischen Kandidaten geben zu wollen. DaS darf nicht sein! Alle diejenigen, welche noch nicht mit Leib nnd Seele der internationalen Sozialdemokratie verfallen sind, die noch Liebe zn unserem lieben Vatcrlande im Herzen tragen, müssen ihre Stimme einem Manne geben, der nicht nur die Ehre und Wohlfahrt unseres Vaterlandes schützt, sondern der auch ein wahrer Freund und Förderer der Wohlfahrt der Arbeiter ist. Es ist dies Hm f. HkylMiistM jn Gieße». Nicht durch schwülstige Redensarten und leere Versprechungen betätigt er dieses, sondern seit langen Jahren durch die Tat.' ■ -1 In weitsichtiger opferwilliger Weise sucht er das Wohl seiner Arbeiter zu fördern und deren Zukunft sicher zu stellen durch reichliche Prämien für langjährige Tätigkeit im Betriebe, Förderung der Wohnungsfürsorge, Einrichtung einer Arbeiter Pensions-, Witwen- und Waisenkasse und ist damit der in Aussicht genommenen reichsgesetzlichen Einrichtnng weit vorausgeeilt. In der bevorstehenden Legislaturperiode sind die Gesetze für Witwen- und Waisen- Versorgung zu erwarten und würde keiner mehr berufen sein, darin mitzuarbeiten als der liberale Kandidat, mit seinen reichen Erfahrungen auf dem Gebiet der Wohlfahrtseinrichtungen und seinem wohlwollenden Herzen für die Arbeiterschaft. Darum kann ein Arbeiter, der noch treu zu Kaiser und Reich steht und es ehrlich meint mit dem Wohle der Deulschen Arbeiterschaft, keinem anderen seine Stimme geben als D"/i Herrn Kommerzienrat