L 57. Jahrgang es Blatt General-Anzeiger für Oberheffen Botationsbrud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zlelndruckerei. R. tange. Heöattton, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. ben heulieben kernigen LharaktertypuS, der trotz aller Dünnen, wird man ja sehr begreiflich finden. Die Direktion aber Gillos den yersueven H ___ »mitliA bemühen, un er Damenper onal nicht ganz Wie stets, so vollzog sich die durch Namensaufruf und Zettelabgabe bewirkte Präsidentenwahl auch heute unter lebhafter Unruhe des HauseS, und nicht minder dem Herkommen gemäß verzögerte sich die Feststellung deS Wahlresultats. Aber noch ehe eS verkündet wurde, umdrängten bereits die Konservativen ihr Mitglied, den Grafen Stloberg.Wernigerode, ihn mit Glückwünschen überschüttend. Der hochgewachsene, breitschultrige ostelbische Agrarier war zum Präsidenten gewählt. AlS in die Bravorr,fe dec Rechten und Rationalliberalen auch die bürgerliche Linke kräftig einstunmte, erhob sich im Zentrum und auf der äußersten Linken spöttische« Lachen. Dergestalt tröstete die Sozialdemokratie daS Zentrum über die Niederlage D.r. Epahn'S, für den 164 Stimmen abgegeben wurden. Ein sympathischer, erfahrener Mann führt nunmehr den Vorsitz im Reichstag, und waS dem Grafen Stolberg an Ge» wandtheit und Schlagfertigkeit mangeln mag, daö wird ec bestrebt sein, durch guten Willen wettzumachcn, nach seiner eigenen Erklärung. Ein Neuling ist er ja nicht am Präsi- dcntentisch, und es muß ihm nachgesagt werden, daß ec alS erster Vizepräsident in den Zolltarifstürmen Herr der Situation blieb, als selbst den gewandteren Grafen Ballestrenr die 'Nerven im Stich liegen. Der erste Vizepräsident, Dr. Paasche, gewählt. Das .Oppositionskartell', Zentrum und Sozialdemokratie, gab hierbei weiße Zettel ab. Der dritte Wahlgang ergab die Berufung bc3 Abg. Kämpf zum zweiten Vizepräsidenten. DaS Zentrum scheidet also ganz aus dem Vorstand deS Reichstags, ein sinnfälliges Zeichen, daß un Reichstag nicht nur eine neue Nummer, sondern ein neuer Faden gesponnen wird. Nach sozialdemokratischer Auf. fasiung entspricht das heute gewählte Präsidium einem vom Fürsten Bülow inspirierten Vorschläge. Wäre dem so, dann hätte eß daS Zentrum in der Hand gehabt, die Rechnung des Kanzler? zu durchkreuzen, indem eS eine Vlzeprüsidentenstelle bc- auspruchte, die ihm zweifellos zugeslanden worden wäre. Es ist aber unwahrscheinlich, daß Fürst Bülow sich mit inneren Angelegenheiten des Reichstags befaßt hat. Erfreulicher wird ihm ja die nunmehrige Zusammensetzung deS Präsidiums sein, die auch dem m der allgemeinen Wahl kundgegebenen Volkswillen angemessen ist. sollte sich ernstlich bemühen, unser Damenpersonal nicht ganz sich lichten zu lassen, denn nach den Gästen, die sich bisher uns vorstellten, zu urteilen, wäre eine gleich gute Be- setzung der weiblichen Rollen im nächsten Winter nicht zu erwarten. DaS neue Haus erfordert doch nicht ohne Weiteres neue Kräfte. Sind diese aber nicht zu vermeiden, bann sollten sie den jetzigen nicht nur gleichkommen, sondern sie möglichst übertreffen. Es ist aber zu fürchten, daß die neuen Damen, Cardung, Nisari rc. — Fräulein Schellenberg gar soll durch eine unserem Theater jetzt bereits an- gehörende, noch gänzlich unfertige Anfängerin ersetzt werden — unserem jetzigen Künstlerinnenensemble keineswegs eben- 97r. ürf -et außer Sonntag«. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Zamilien. blätter viermal in der Woche beigelegt und zweimal wöchentlich das Xreisblatt für den Kreis Ließen. Fernsprech-An- schlußs.d. Redaktion 112 Verlag u. Expedition bl Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. bürtig sein werden. Fr. von Jagemann ließ eS vielleicht etwas an bei nötigen Hoheit fehlen, und es ist auch nicht recht glaublich, baß selbst eine Tuobcz-Fürstin beS 17. Jahchunberts vier Jahre lang, Tag aus, Tag ein in bemselben schwarz-weißen Gewanbe dagesesien habe wird; sie erfreute aber dafür durch die ihr sehr wohl anstehende Herzlichkeit und milde mütterliche Sorgsamkeit. Mit seinem diskreten, nie übertreibenden Humor spielte Herr Lippert den Hofmarschall, und Herr Krauß, ein offenbar recht begabter Herr, schuf als Chalisac eine recht wirkungsvolle Charaktersigur, von der sogar von fern ein leiser Hauch uralt höfischen GlanzeS aufst'.eg. Herr Bakof hätte als Apotheker getrost um em sehr erhebliches weniger salbungsvoll und pathetisch sein dürfen. Es läßt sich allerdings auS dem steifbeinigen, winselnden Apotheker schlechterdings nicht sehr viel anderes machen als der üble Xeflania* torius, den Herr B. gab. Udo Graf zu Stolberg-Wernigerode vertritt im Reichstage den ostpreußischen Wahlkreis Lyck-Oletzko-JohanniS- burg. Geboren am 4. März 1840 in Berlin, studierte er zunächst Staatswissenschaften an der Universität in Halle und nahm bann als aktiver Militär an ben Feldzügen von 1866 unb 1870/71 teil. Später wurde er Landrat und beteiligte sich als Mitglied l&S schlesischen ProoinziallandtageS unb des PcovinzialauSschusses an ben Verwaltungsarbelten dieser Provinz. 1891 wurde er als Ober-Präsident nach Diu preußen berufen, aus dieser Stellung schied er 1895 wieder aus. Er ist Dlitglieb des Herrenhauses und gehörte dem Reichstage bereits in ben Jahren von 1877—81 sowie 1884—93 unb seit 1895 an. Gros Stolberg wirb also als ein neuer Herr in das vor drei Jahren neu eiugeweihte Heim, bas am Königsplatz zu Berlin für den Präsidenten des Reichstags errichtet ist, ein- ziehen. Das neue Präsibialgebäude liegt an ber stumpfen (vm Dialog angeschlagen wird, und die gut bürgerliche Moral beS Stückes, daß der reinen unschuldigen Liebe ihr verdienter Lohn wird im Kampf- gegen allen Widerstand des H- gebrachten unb beS Vorurteils, baS alles unterhält auch h noch einen anspruchslosen Zuschauer unb regt ihn angenehm au. Herr Roden soll den immer noch schmerzlich vermißten Herrn Lüttjohann ersetzen. Was für ihn besonders emnimmt, ist eine sehr respektable, nicht gewöhnliche Spiachtechnik, i zweiter Linie feine muntere Lebhaftigkeit unb sein zugrenenbeS Temperament. Das knabenhafte Draufgängertum freilich un 2. Akte, bie frisch-fröhliche Burschikosität, die biebere Treuherzigkeit, bie er-ber Mutter unb ben Hofschranzen gegenüber zu offenbaren hat, trugen gar deutlich Spuren des e- machten, nicht Natürlichen an sich. Zu der Höher> lu,°, d-r Kunst also, von ber aus bie barzustellenbe Buhnensigui völlige Lebensechtheit zu besitzen scheint, ist Herr Roben noch nicht gelangt; er scheint aber Anlagen dazu zu had^n und bot uns eine im Ganzen gwinnende Figur, wenn auch nicht Donnerstag 21. Febrnar 1907 vezngSpretSr monailich75Pl., vierteljährlich Alk. 2.20. durch Adhole- u. Zweigstellen monnilid) 65 Pf.; durch die Post Alk. 2.— vicrtel- jährl. ausfchl. Beilellg. Annahme von Anzeigen für die XageSnunuuei müffen. . Frl Schellenberg hatte die Titelrolle mnc. Bei der Änna-Lise deS unselig seligen Herrn Hersch kommt eS viel darauf an, daS geschriebene unnatürliche Buchwort zu ver- einfachen unb zu oerlebenbigen. Das ist nicht leicht, unb fo „schien sie denn wohl in den munteren Szenen in voller Naturfrische. Rechte Herzenstöne aber auch m ihren schwie- riqften den sentimentalen Momenten, ben Momenten betz ZchmerzeS unb ber Entsagung, zu treffen, bie vom Autor mit uns Heutigen unbegreiflich erschemenber Breite voll übelster Unwahrheit ausgesponnen sinb, blieb ihr leibet ver- lagt. In diesen Szenen fehlte ihr die freie Ungezwungenheit, das Frische, Feste, Stramme, das ihr Leopold ihr nachrühmt Ihr natürlicher Liebreiz, bie Anmut ihres Wesens, das liebenswürdig Ehrsame ihrer Art nehmen aber stets für iie em und es wäre außerordentlich bedauerlich, wenn wir auch sie, wie Frau Bayrhammer unb Frl Donecker, für bie nächste Spielzeit verlören. Frl. Lch. soll an eine Berliner Bühne überfiebeln wollen. Den Wunsch auszulleigen und j d.e Hoffnung gar, mtt unserem Gießen Berlin vertauschen zu getrennt. DaS Gebäude bat drei Stockwerke. Das Innere deS prächtigen HauseS ist überaus luxuriös eingerichtet. Allein ber Festsaal soll ein Meiflenverk beutscher Architektur fein; feine Räume fassen über 200 Personen. • Zur Wahl des Reicbstagspräsidiums schreibt sehr charakteristisch die „Germania": Ter Ausgang der Wahl hat unS nicht mehr überraschen können, er ist aber ebensowenig geeignet, unS zu betrüben. Im Gegenteil: Es ist damit eine klare Lage geschaffen, und vor allen Dingen eine größere Fre-hcit für das Zentrum in seiner parlamentarischen Stellung, waS auch von den Zenlrumswahlern mit besonderer Genugtuung begrüßt werden wird. Freilich hätte das Zentrum allenfalls die erste, Vizepräsidentenstelle erhalten können. Aber eine solche Herabsetzung, al8 wenn es wegen seiner Abstimmung vom 13. Dezember wie ein Schuljunge wegen schlechten Betragens zur Strafe „einen herunter" kommen mußte, konnte es unmöglich auf sich nehmen, die Fraktion hat deshalb von vornherein den Beschluß gefaßt, nach Ablehnung des von ihr vorgeschlagenen Präsidenten unter allen Umständen zu verzich- t e n und sich so vom Präsidium des Reichstags voll- ländig aus schließen zu lassen. Wir nehmen an, daß ber Reichskanzler fortan, „in allen Lebenslagen" auf bie Unterstützung des Zentrums verzichtet. Ebenso scheiitt es, daß die Konservativen orlan von den Freisinnigen und Demokraten t a 11 vom Zentrum Förderung ihrer Wünsche und Bestrebungen erwarten. pic ersten Entscheidungen im Reichstag- Arn kommenden Montag wird ber neue Reichstag seinen er ft en .großen Tag' haben. Die beiben 9tach - tcagSetatß für baS sübwestafrikanisch e Schutz, gebiet stehen zur Debatte. In Bezug. auf bie Forderung für bie Truppe wirb bie Regierung nachträgliche Genehmigung der Ausgaben nachsuchen. ES handelt sich habet, wie aufi der Erläuterung zu ber Vorlage hervorgeht, um bie Nach- beroiaigung ber Ausgaben für bie Zeit von Mitte November 1906 bis Ende März 1^07. Von ben namhaft gemachten Ausgaben im einzelnen geien gegenübergestellt: Position 22 .Zu Unterstützungen fürAngehörige ber Schutztruppe. Bisher sind bewilligt 8000 Mk., biS zum Schluß beS Rechnungsjahres noch 12 000 Mk." Position 23 .Zur Unterstützung hülfsbedürftiger Familien von Mannschaften beS Beurlaubten- stanbeS, welche in bie Schutztruppe eingetreten sinb, Mk. 7500/ DaS Gegenstück zu biefen Positionen bilbet bie Position 83 .Kosten einer Denkmünze für bie an ber Niederwerfung des EingeborenenaufstanbeS Beteiligten Mk. 60 000/ Also insgesamt Mk. 27 500 zu Familien-Unterslützungszwecken, ba- gegen mehr als baS Doppelte für bie Herstellung einer Denk- münze. Finanzminister Miquel pflegte zu sagen: Zuerst das ^Notwendige, bann baS Wünschenswerte! Als baS Notwenbige erscheint uns, baß bie Sorge um baS Wohl ber Angehörigen fo viel als irgend möglich von ben tapferen Kämpfern genommen wirb. Würben bafür bie für bie Denkmünze ' aufgeworfenen 60000 Mk. noch hinzugenommen, so würde ber Beschluß begrüßt werben. Trotzbem könnten bie Teilnehmer am Felbzuge zu ihrem Erinnerungszeichen kommen. Ein einziger Aufruf, unb bie bafür benötigte Summe würbe aus privaten Beiträgen sofort gezeichnet sein. Eine auf b/iem Wege bargebrachte Gabe ist zweifellos ebenso ehrenvoll, wie wenn ber Reichstag ber Regierung bie For- berung bewilligt. Ueber bie Verminderung ber Truppen in Süd- westafnka sagt bie Erläuterung zum Nachtragsetat: BiS Ende März 1907 werden voraussichtlich weitere 4013^Köpie heimgesaiidt werden, so daß bie Stärke der gesamten Schutz- truppe am Ende des Rechnungsjahres 1906 8268 Köpfe be* i tragen wirb. Die Thronrede spricht von einer erheblichen Pie heutige ^lummer umiaht 8 Selten. Die Vrästoentenwavl im Reichstage. Wir erhielten gestern nachmittag folgende Telegramme: 1 Berlin, 20. Febr., 4 Uhr 25 Min. Der Reichstag wählte den (Brafen Udo von Stolberg (Slonf.) mit 214 von 883 ob- ' aeaebenen Stimmen zum Präsidenten. . Gral Stolberg nahm die Wahl bankend an. Spahn (Ztr.) hatte 164, Paafche (Ncul.) 4, Nreih. v. Hertling (Ztr.) 1 Stimme erhalten. ° Berlin, 20. Febr., 6 Uhr 16 Min. Ter Reichstag wähkle Dr P a a l ch e (Ratl.) mit 2U9 von 882 abgegebenen Stimmen tum ersten Vizepräsidenten. 167 leere Stimmzettel wurden abgegeben, 2o. Febr., 6 Uhr 26 Min. Ter Reichstag wählte heute zum zweiten Vizepräsidenten den Abg. K ä m p i ^"^Dras Stolberg begann seine Tätigkeit mit folgender Ansprache: ,Ta» an sich schon schwere und verantwortungsvolle Amt, datz Sie mir übertragen haben, ist imter den ge g e n w ä r t i g e n p o l i t. Verhältnissen doppelt schwer und doppelt verantwortungsvoll. Dazu koinnit, daß die erprobte Anits- tätigkcit, die hohe Begabung, die Schlagfertigkeit und die persönliche LiebenSivürdigkeit meines Herrn Amtsvorgängers (Beifall) noch frisch in unserem Gedächtnis stehen und zu Vergleichen unwillkürlich herauSiordern. Ich weiß, daß ein Präsident nur dann etwas leisten kann, wenn er vom Haufe unterstützt wird, und deshalb bitte ich Sie um Ihre Unterstützung. Meine Herren, ich will mein Amt unabhängig nach allen Richtungen hm, ich will es gerecht und unparteiisch führen Bestall). Ich werde die Würde deS HauseS wahren (erneuter Bestall) und seine Geichaste nach Möglichkeit zu fördern suchen. Und meine Herren, wenn un Übrigen bas, roaS ich leisten werbe, hinter dem, waS ich leisten möchte, noch so weit zurückbleiben sollte, so hoffe ich doch, daß eie von mir sagen werden: Ut deaint vires, Urnen est laudauda vo- InntM (Bestall.) Meine Herren, ich spreche unserem verehrten Herrn Allein'äsibenten unfern Tank sür seine Alühewaltung aus uub bitte Sie, sich zum Zeichen beflen von Ihren Sitzen zu erheben.' (Die Astlglirber befl Hauses erheben sich.) Bei ber Wahl beS ersten Vizepräfibenten lauteten 2 Zettel auf Liebermann von Sonnenberg, 1 auf Korfanty, 1 auf Graf Bothmer, 1 auf Dr. Spahn, 1 auf Bebel. Bei ber Wahl des zweiten Vizepräfibenten waren 166 Stimmen ungültig, bie übrigen zersplittert. Es lauteten auf bie Namen Naumann unb Singer je zwei, unb je einer auf bie Namen ßattmann, Bebel Schack unb Hermes. Darauf folgte bie Wahl bet acht Schriftführer, beten Ergebnis zu Beginn ber nächsten Sitzung bekannt ge- geben wirb. Zu Quästoren werben berufen Basser- mann (Natt.) unb Schmibt-Warburg (Ztr.). eingegangen sinb zwei Interpellationen auf Abänderung be« WeingesetzeS, sowie eine Interpellation betr. bie Enquete übet bie Verhältnisse ber Pnvatbeamten. Nächste Sitzung: Montag. R. Berlin, 20. Februar. Nicht« ist bauernd als ber Wechsel. Auch baS Zentrum muß eS erfahren. Zwölf Jahre hinburch hat es ben Präsidenten beS Reichstags gestellt unb sich, wenn auch nicht m einem rechtlichen, so boch in einem moralischen Anspruch auf biefeS Amt hineingelebt, bas höchste, welches bas beutsche Volk zu vergeben hat. Nun soll auch unb vor allem m der Bestallung des Prasibiums zum AuLbruck fommen, baß Zentrum nicht mehr Trumpf ist in beutschen Lanben. Es sann keineswegs baoon sprechen, baß es burch bte ton- servativ-liberale Dtehrheit vom Präsidium „ausgeschlossen sei denn auch bie stärkste Fraktion hat kein unanfechtbares Recht barauf, eines ihrer Mitglieber zur Leitung der Reichstagsgeschäfte berufen zu sehen. In bieser 2luffastung finden sich bie neuen Mehrheitsparteien zum erstenmal auf parlamentarischem Boben zusammen. bis Donnutdd3 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokal 15 Pf, auSivärt« 20 Plenntg. Verantwortlich Mr ben poliL und allgein. Teil: P. Wittko- für ,Stadt und L'anb* und .Gerichtesaal': Ernst peß-, für den Anzeigenteil: Hans Beck "Verminderung der Schutztrupve in Südwesiafrika nach der inzwischen erfolgten Unterwerfunq der feindlichen Stämme, bis auf wenige Ueberreste. Es fragt sich, ob sich die neue Reichstagsmehrheit mit bloßen Zusicherungen der Negierung begnügt, da durch die Niederwerfung des Aufstandes ja eine veränderte Situation gegenüber derjenigen von der Reichs- tagsaliflösung geschaffen ist, wo der Friede noch nicht als gesichert zu' betrachten war. Die Konservativen und die Nationalliberalen werden ja der Negierung kaum Schwierig, ketten machen, aber die freisinnigen Parteien dürften, wenn sie auch die nachträgliche Genehmigung der Ausgaben für die Truppen nicht ablehnen, umso kritischeren Blickes die weitere Planiing der Truppenverminderung betrachten, wie sie im neuen Kolonialetat sich darstellt. Fürst Bülow wird also, ebenso wie der Kolonialdirektor Dernburg, noch manche Rede für Südwest zu halten haben. Es ist anzilnehmen, daß der Kanzler gleich in der Sitzung am Montag das Wort ergreift. Beim Gesetzentwiirf über die südweslafcika>iiiche Bahnstrecke Kubub—Ketmanshoop (Finanzierung durch Geivährimg eines Reichsdarlehns an das südwestafrikanische Schutzgebiet) braucht die Negierung weniger sich zu bemühen. Für diese Bahn war auch das Zentrum im vorigen Reichstag zu haben, und da das Zentrum „keine Nachcpolitik" treiben will, wird es seinen Entschluß nicht ändern. Tas hätte auch keinen Zweck; mit und ohne Zentrum kommt die Bahn durch im Reichstag. !.. --------- ------------- ------- — Die dritte Jahrhundertfeier der Ludoviciana. Die Vorarbeiten für das dreihundertjührige Jubiläum der Universität sind jetzt in vollem Gange unb werben in belchleu- nigtem Tempo betrieben. Voraussichtlich oniangS März robben die Einlabungen zu dem Feste, über Viertausend an ber Zahl, zur Einsendung gelangen. Eine Reihe von Ausschüßen i|t eingesetzt, um die sehr umstänblichen unb zum Teil, namentlich was die Quarliersrage anbetrisft, sehr schwierigen Veranitaltungen zu beraten. Die Oberleitung der Geschäfte liegt in den Honten des Rektors unb bcd Engeren Senats. Auch über bas Programm des Festes ist bereits Beschluß gefaßt worden. Indessen ist dieses Programm noch so lange ein vorläufiges, bis es die Genehmigung der Großherzogi. Regierung gefunden hat. Der Termin des Festes steht dagegen endgültig test. Es beginnt, wie wir bereits nntteilten, Mittwoch den 31. ^zuli und findet Samstag, den 3. August seinen Abschlulz. Mittwoch den 31. Juli, abends 7 Uhr, findet der Empfang der Gäste durch den Rektor statt. Nach Einbruch der Dunkelheit findet eine Beleuchtung der Universitätsgebäude statt, der sich hoffentlich auch die Häuser der Bürgerschaft!anschließen werden. Abends 10 Uhr ist großer Empfangsabend in der Festhalte, der für diesen Zweck nach den Raumperhältnissen allein geeigneten Faßhalle der früheren Aktienbrauerei. Dieser Raum mit seinen außeroroentlich großen Dimensionen wird durch Tribünen ausgebaut und künstlerisch geschmückt. Bei günstiger Witterung eröffnet die Nord- und Ostseite der Halle einen wundervollen Rundblick aus Gießen und seine Umgebung. Der zweite Festtag beginnt vormittags 9 Uhr mit Festgottesdiensten in der Johanneskirck'e unb in der katholischen Pfarrkirche. Daran schließt sich ein von der Universität gegebener Imbiß in der alten großen Aula. Um 11 Uhr findet ein Festakt in der neuen Aula mit der Begrüßung der Ehrengäste statt. Nachmittags 21/2 Uhr findet dann in der Festhalte d>as offizielle Festessen statt, das die Universität den Ehrengästen gibt. Abends 8 Uhr beginnt die Festvorstellung im neuen StadttHeater. Sie wird durch einen von einem.Dozenten gedichteten Prolog eingeleitet. Daran schließt sich ein historisches F e st s p i e l mit lebenden Bildern, das von einem Marburger Herrn verfaßt und inszeniert ist. Auf dieses Festspiel folgt ein modernes Lu st spiel, aus bet Feder eines Gießen e r Professors. Für diese Aufführungen ist bie Gewinnung auswärtiger K ü nstler vorgesehen. Um auch weiteren Kreisen Gelegenheit zu geben, bie F.staufführung im Theater kennen zu lernen, soll sie an den beiden folgenden Abenden wiederholt werden. Außerdem findet am Nachmittag des 1., vielleicht auch des 2. August gesellige Vereinigung der Festteilnchmcr im Philosophenwald statt. Freitag den 2. August setzt sich das Fest mit einem Festakt in der neuen Aula fort. Er beginnt um 10 Uhr. Dort wird die Festrede gehalten und weroen die Ehrenpromotionen verkündigt. Nachmittags 4 Uhr findet ein Ausflug der Ehrengäste unb bcr UnioersilätSdozenten auf den Schiffenberg statt, und ^abenbs 9 Uhr beginnt ber Festkommers in ber Festhalle. Samstag den 3. August, vormittags lV/2 Uhr schließt bie eigentliche Jubiläumsfeier mit einem Abschiebs- früh schoppen. Es ist jedoch für den Nachmittag des folgenden Sonntags (4. August ein allgemeines Volksfest in der Festhalle in Aussicht genommen. Mährend des Jubiläums wird eine besondere Tageszei- iu ng herausgegeben. Am Bahnhof soll eine Empsangsstelle, wo die Auskünfte erteilt werden und bie Einschreibungen stattsindm, errichtet werden. Wir werden von nun an dank dem Entgegenkommen des Preßausschusses, an dessen Spitze Prof. Dr. Liermcr steht, der auch Mitglied des engeren Senats ist, fortlaufende Mitteilungen über die Jubiläumsfache bringen können. In Vorbereitung find auch die Aufsätze über die Geschichte der Universität, ihrer Fatultäten und ihrer Studentenschaft. Die Haupterin n e r u n g s s chr i s t ist die seit längerer Zeit in Arbeit be- snidliche große wissenschasiliche Festschrift, für die sehr erhebliche Mittel bereits gesteltt sind. Daneben ersckfeint eine reich illustrier t e F e st z e i t u n g in Folioiormat, mit historischen Bildern geschmückt und von I. V. Cisiarz mit Buchschmuck versehen. Die vestzeitung soll in 6 Nummern zur Ausgabe gelangen. Au» S.aor uuo tano. Gießen, den 21. Februar. w Frauen im Tel e graphendie nst. Die Verwendung von Frauen im Telegraphen- und Fernsprechdienst nimmt immer größeren Umsang an. So sind allein beim hiesigen Postamt gegenwärtig 23 Tarnen beschäftigt und noch ist, roic wir hören, der Bedarf nicht gedeckt. Damen mit guter Schulbildung un Alter von mindestens 18 Jahren können also hier noch Beschäftigung finden. "Hausierhandel mit O b st. Die Vorschrift deL § 59 Ziff. 1 der Reichs-Gewerbeordnung ist, n. d. „Darmst. Zig.", von einer hessischen Behörde dahin ausgelegt worden, daß der Hausiertzanbel mit allen rohen Obst- und Gartenbau- erzeugniffen von der Wandergewerbescheinpflicht befreit sei. Dieser Auffassung ist das Großh. Ministerium des Innern nicht beigetreten. Rach dem der Reichs-Gewerbeordnung zu Grunde liegenden Gedanken will § 69 Ziffer 1 nur den einheimischen Garten- und Obstbau begünstigen. Produkte, die nicht im Reiche erzeugt werden, wie z. B. Süd- früchte (Orangen, Zitronen re.) können daher nicht als solche betrachtet werden, auf welche die obengenannte Vorschrift Anwendung findet. •* Kaninchen - Au 8 stellun g. Für die vom 6. bis 8. April vom Kaninchenzuchtverein ,Vo l ks u> o tzl« in den Lokalitäten zur „Stadt Marburg" veranstaltete große allgemeine Kaninchen-Ausstellung hat die preu'iis.h-heisische Elsenbahnverwaltung die frachtfreie Rückbeförderung der Ausstellungsgüter für die Elsenbahndirekttonen Kassel, Köln, Elberfeld, Erfurt, Frankfurt a. M.. Mainz, Munster i Wests, und St. Johann-Saarbrücken genehmigt. Vilbel, 19. Februar. Unseren Landwirten hält es auch in diesem Frübiahr recht schwer, Arbeiter für die verschiedenen lanbwirtt'chastsichen Bettrebe zu erhalten. Grötze^ Hos- qüter in ber Nähe von Frankfurt lassen zumeist volnuche Arbeiterinnen kommen, welche bis in den Spatherost tn Felo und Wiese Beschäftigung finden. Ob letztere auch in bie)em Frühjahr wieder in berselben Stärke hier eintrefftn, ist.fraglich, ba auch aus Posen Klagerufe wegen Mangel an landwirtschaftlichen Ar- bei'tem laut werden. Weder männliche noch weibliche Arbeiter auf dem Lande wollen sich mit der Landwirt,chaft befassen, alles strömt den Jndusttieorten zu, wo in den Fabriken mehr verdient wirb unb bie Arbeitszeit eine kürzere ist. Auch zur Wartung und Pflege des Viehes hält es sehr schwer, Arbeitskräfte zu erhalten Ten wenigen, welche sich als Knechte und Magte für bie einzelnen landwirtschaftlichen Betriebe v-rmieten, muffen enorm hohe Löhne bezahlt werden, und ba sie sehr häufig bas Dienstverhältnis lösen, bleibt ben Lanbwirteu nichts übrig, als zu ben vorhandenen Maschinen neue zu erwerben. Dieienigen Landwirte, welche nicht mit ihren eigenen Leuten den Betrieb ausführen können, oder nicht in der Lage sind, Maschinen zu erwerben, sehen sich vor die Alternative gestellt, den landwirtschaftlichen Betrieb ganz einzustellen. 4- Schotten, 19. Febr. Von den zahlreichen Touristen deS Vogelsbergs wird der Mangel an schönen Aussichtspunkten oft beklagt. Diesem Mangel wird jetzt durch die Erbauung massiver Aussichtstürme abgeholfen, die anstelle der zerfallenen Holztürnie kommen. Ter voriges Jahr begonnene Ha inigtürm bei Lauterbach wird im Frühjahr dem Verkehr übergeben werden können, während der Eckturm des Ulrichsteiner Schlosses bereits im vorigen Sommer eingeweiht worden ist. Auf der Herchenhainer Höhe wird ein Aussichtsturm unter dem Namen Ernst- Ludwig-Turm errichtet und zwar von dem Verkehrsverein für den südlichen Vogelsberg; ec soll im Frühjahr begonnen werden. Den vierten Turm baut der Vogelsberger Höhen- klub als Bismarck türm auf deni Taufstein. Er soll nach den Plänen des Architekten Hosmann-Herborn ein stattlicher Basaltsteinbau von 20 Meter Höhe werden. Die Baukosten betragen IB OOO Mk. Der Erbauung beginnt bestimmt im Frühjahr, die Einweihung soll im Herbst oder Spätsommer erfolgen. A Höckersdorf (Kr. Schottens, 20. Febr. Bei der dieser Tage hier vorgenommenen Bürgermeisterwahl wurde Johs. Philippi einstimmig zum Bürgermeister gewählt. 8 A u s dem Vogelsberg, 20. Febr. Die Schweinepreise sind ganz bedeutend gesunken, die fetten Schweine werden bis zu 40 Pfg. das Pfund Lebendgewicht bezahlt. DaS ist eine Preisstufe, wie sie während des letzten Jahres nicht vorgekommen ist. Auch die Fleischpreise sind gesunken, aber nicht im Verhältnis zu den Ankaufspreisen. Dec Preis für das Rindfleisch ist von 75 Pfg. auf 78 Pfg. hinaufgegangen. 0 Krofdorf, 18. Febr. Am 16. und 17. Februar veranstaltete der am 31. Oktober 1906 gegründete hiesige Geflügel- und Kaninchenzüchterverein seine erste Lokalausstellung im Saale des Gastwirtes Moos. Trotz der Jugend des Vereines war die Ausstellung doch schon sehr reichhaltig und mannigfaltig und hatte sich eines guten Besuches zu erfreuen. Als Preisrichter amtierten die Herren Conr. Rübsamen aus Gießen und Th. Viehmann aus Kinzenbach. A Wetzlar, 20. Febr. Der große Brandbedarf dieses Winters hat unsere Brennholzpreise sehr in die Höhe getrieben. Bei den in letzter Woche abgehaltenen Versteigerungen in mehreren Gemeinden wurde durchschnittlich das Klafter Bucheuscheiter mit 44 Mk. bezahlt, vereinzelt sogar mit 50 Mk. Rollscheiter kamen nicht viel billiger. Selbst Prügelholz kostete ein Klafter bis 36 Mk., Oberholz- und Durchforstungsmellen hatten fast den dreifachen Preis gegen früher. + Wetzlar, 20. Febr. Gestern starb an den Folgen einer Blutvergiftung dec Seniorchef der Firma Krafft und Buß, Fabrikant Georg Buß, im Alter von 75 Jahren. Der Verstorbene, der bis zu seinem Tode die Firma leitete, war außerdem in hervorragender Weise im öffentlichen Leben tätig. Seit 1. Januar 1875 gehörte er dem Stabtverord- ueten-Kollegium an, außerdem war er Kreisdeputierter und Mitglied der Handelskanimer. Seine vielfachen Verdienste um das Gemeinwohl waren Veranlaffung, daß ihm vor mehreren Jahren der Rote Adler-Orden verliehen wurde. — Aus dem Kreise Wetzlar, 21. Februar. Der 22. Februar „Pirreschtag« (Petri Stuhlfeier) ist seit alters her bei uns der Liefertag für den Hirten; gegeben werden Roggen und Gerste. Johanni (24. Juni) erfolgt die zweite Lieferung. Ueber den „Pirreschtag« gibt es bei uns verschiedene Bauernregeln, so: „Ist dec Pirreschtag kalt, hat dec Winter Gewalt«, oder „Wie das Wetter vor Pirreschtag i|t, soll es 40 Tage lang sein«. )( Braunfels a. b. Lahn, 20. Febr. Im Dienst verunglückte auf unserem Bahnhofe ein Bremser namens Stein. Dem Bedauernswerten wlrrde ein Fuß so gequetscht, daß er abgenommen werden muß. § Dillenb urg, 20. Febr. Das Denkmal des in weiteilen Kreisen bekannten Forstmannes Hartig auf der uahcu Adolfshöhe wird dieses Frühjahr eingeweiht. Im Dezember vorigen Jahres lourbe bereits eine aus einem Kopf- tehcf Hartigs bestehende Gedenktafel unserer Stadt übergeben. Tie Tafel ilellt m Bezug auf Ziselierung und Modellierung ihrem Hersteller, dem Modelleur Vümpcr aus Herborn, ein gutes Zeugnis aus. A Alheim, 20. Febr. In der letzten Gemeinde- ratösiijung wurde beschloßen, in anbetracht unserer sehr un- guniligen Trinkwasserverhältnisse eine Wasserleitung zu bauen. -Lte Samuielilube wird sich unweit des Ortes bc- finben unb bie eine Quelle in gleicher Höhe mit unserer Kirchturiufpitze liegen. — In einem Beispiel der Koslenauf- bringung lagt unser Krelsbamneister Pause: Eine Wasser- leitungsanlage für einen Ort von ca. 500 Einwohnern mit eiiua 100 Häusern kostet beispielsweise rund 25 000 Mark. Ec nimmt an, dos Kapital soll mit 4% verzinst und mit 1/y amortisiert werden, so sind 5% von 2ö0üO Mock —. \2I6,0 Irlich aufzubringen. Im Regieruugsbezul Koblenz imb bereits 25% aller Ortschaften mit Wasfeileituu- gen verletzen, während der Kreis Wetzlar nur 15 Prozent aufwcifl. Zurzeit liegen aber eine Anzahl von Projelten vor, so, außer Dlllheim, von AlbShausen, Bermoll, Burgsolms, Daubhausen, EbersgonS, Erda, Niederbiel, Oberwetz, Oberquembach, Rechtenbach und Wißmar. W Frankfurt a. M., 19. Febr. Die Stadtv er» ordneten Versammlung beschloß heute aus Antrag de? Magistrats, bei der städtischen Sparkasse vom 1. April 1907 ab die TageSverzinsung der Spareinlagen einzuführen. — Dem Beschlüsse der Stadtverordneten, den städti. schen Arbeitern und Angestellten mit bis zu 2000 Mark Jahreseinkommen eine Teuerungszulage zu gewähren, ist der Magistrat beigetreten. W Frankfurt a. M., 20. Febr. Bei der Einfahrt des O-Zug es 5 Basel—Frankfurt a. M.—Berlin um 2" Uhr nachmittags überfuhr dessen Maschine im hiesigen Hauptbahnhofe den Prellbock des Gleises 4 und die eiserne Einfriedigung zwischen Längs- und Querbahnsteig um etwa sechs Meter, sodaß der Vorderteil der Maschine auf dem Querbahnsteig stand. Der Zug selbst blieb völlig unversehrt und ging bereits um 312 Uhr nachmittags nach Berlin weiter. Weder von den Reisenden noch vom Fahrpersonal wurde jemand verletzt. Der Schaden ist nicht erheblich. Die mutmaßliche Ursache des Unfalles ist zu späte Bremswirkung wegen ungenügender Luft im Hauptluftbehälter der Maschine. Der Betrieb ist in keiner Weise gestört. X Wiesbaden, 20. Febr. Kürzlich fand eine Sitzung des Magistrats statt, auf deren Tagesordnung die Frage ber Gehaltserhöhung der Magistratsbeamten stand. Der Verlauf der Sitzung ergab zunächst, bloß sich bie Mitglieder des Magistrats über die Notwendigkeit einer Einkommenserhöhung der Beamten einig waren, umsomehr, als sie dem Wunsche der Stadtverordneten entsprach. Es handelte sich deshalb nut darum, in welcher Weise bie Erhöhung vorgenommen werben solle. Die Beamten selbst hatten seinerzeit eine Teuerungszulage gefüttert. Der Magistrat vertrat hingegen ben Stanbpuntt, baß es sich nicht um eine momentane Teuerung, sondern um eine natürliche, also andauernde Steigerung ber Preise ber Lebensmittel handle. Der Magistrat entschied sich deshalb für eine allgemeine durchgreifende Gehaltserhöhung ber Subaltern- und unteren Beamten, sowie der technischen Beamten und zwar um zehn bis fünfundzwanzig Prozent. Tie Gehaltsaufbesserung ist prozentual desto, höher, je nichtiger die Beamtenkategoric ist. So soll bas Anfangsgehalt ber nichtigsten Beamtenstuse, bas derzeit 1600 Mk. beträgt, mit 2000 Mk. festgesetzt werden. Das höchste Gehalt, das ein Subalternbeamter bezieht, beträgt 4800 Mk. Es soll künftig auf etwa 5400 Mk. erhöht werden. Zwischen diesen Grenzen bewegen sich die Erhöhungen ter Gehälter in den Zwischenstufen. Das sind ungefähr die Grundzüge der Gehaltsregulierung, für die sich der Magistrat entschieden hat. Die neuen Gehaltsbestimmungen sollen am 1. April 1907 in Straft treten, doch scheint man prinzipiell nicht abgeneigt zu sein, eine Rückwirkung bis 1. Januar 1907 festzulegen, sodaß bie Beamten bereits für bas erste Vierteljahr 1907 bie Vorteile ter Gehalts- aufbesserimg genießen werten. vermSschtU * B e i einem Theater-Duell schwer verletzt würbe am Sonntag abenb ber 22jährige Kürschner Walter Felgen- treff in Berlin. Er gehört einem Theaterverein an und spielte in dem Jsflanbschen Stück „Die Sühne" eine Rolle. Im dritten Akt hatte er mit einem Nebenbuhler einen Zweikamps zu bestehen. Der Gegner, der 20 Jahre alte Klempner Wagner, schoß mit einem Jagdgewehr nach ihm, das nicht geladen sein sollte. Bei dem Schuß aber erfolgte ein starker Knall, unb eine Pulverlahung spritzte hem Felgentreff in bas Gesicht. Er sank sofort zusammen unb würbe in hem Theatergewanh sofort nach ber CHaritee gebracht. Die Labung war ihm in beibe Augen gegangen; bie Sehkraft wirb wahrscheinlich verloren sein. Die Vorstellung unb baS Vergnügen würben burch ben Vorfall sofort beendigt. * D i e Ehescheidung eines Studenten. In New Haven in Connecticut erregt ber Scheibungsprozcß eines 20jah- rigen Stubenten ber Aale-Universität Aufsehen. Ebwin Norton, ber Sohn eines Newhockcr Multimillionärs, hatte sich vor Jahres- frist mit einem Fräulein Birney aus New Haven gegen ben Willen seines Vaters verheiratet. Seine Auserwählte galt unbestritten als bas schönste Mäbchen ber Stabt, unb bie gesamten Stubenten ber Universität machten ihr in ber cnragicrteflcn Weise ben Hof. Als ber alte Norton, ber früher Präsibent bcs Zinntrustes war, von ber eiligen Hochzeit seines Sprößlings hörte, war er wütcnb. Er schickte ihn nach Europa unb ließ in bet Zwischenzeit seine Schwiegertochter burch Detektivs beobachten. Die junge Frau Norton aber schien bic Abwesenheit ihres Gatten nicht übermäßig zu betrüben, ba in beut einen Jahre nicht weniger als 27 junge Leute Gnahc vor ihren schönen Augen fanben. Der junge Norton hat nun bic Ehescheibuugs^ klage wegen Ehebruck>s gegen sein Frauchen angestrengt unb seine Kommilitonen, bie seiner Strohwitwe bie Ein)amkeit verkürzten, als Zeugen gelahen. LingejanSt. (Für Form unb Inhalt aller unter tesicr Rubrik stehcnhcn Artikel übernimmt bie Rehaktioii Ö;ni V: iiinm gegenüber keinerlei Verantwortung.) Krofdorf. Wer gegenwärtig nach Krofhorf geht, resp mit her Loll ar-Wetz lat er Bahn kommt, wird erstaunt sein, haß nicht einmal ein passierbarer Weg (Fußweg) ba ist, um ungehindert die Wegstrecke von ber Seemühle bis vor bas Dorf gehen zu können. So aber ist man gezwungen, burch einen 10 bis 20 Zentimeter tiefen Schlamm zu waten. Für bie vielen Arbeiter, bie ben Weg täglich mchreremal machen müssen, ist es eine reine Plage, biese Strecke zu passieren. Hoffentlich tragen biese Zeilen bazu bei. Abhülfe zu schaffen. Einer für Biele Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fl!r Handel und Industrie. Giessen. Frankfurter Börse. 21. Februar. 1.15 Uhr. 3^°/0 Reichsanleihe . 97.5*) I Elcktriz. Lahmeyer . 140.80 Elektriz. Schlickert . . 117.70 Eschweiler Bergwerk . 250.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 214.00 Hamburg-Amerik. Paket!. 150.70 3% do. 3^°/0 Konsols 3% do. 31s";0 Hessen 3}4010 überliessen . . . 4 ?6 Oesterr. tioldrente. 4l/6 % Oesterr. Silberrente 4^ Ungar. Goldreute . . 4% Italien. Rente . . . 3% Portugiesen Serie I . 396 Portugiesen „ IIl 4 x/t (70 russ.Staatsanl. 100.» 4^"0 japan. Staatsanleihe 4 96 Conv. Türken von 1 ‘JU3 Ttirkenlose ... . . 1% Griech. Monopol-Anl. 4% äussere Argentinier . ö°/0 Mexikaner . . 4>a°/0 Chinesen .... Aktien: Bochum Guss .... 241.10 Buderus E. W . . 125.00 Tendenz: schwach. Harpener Bergwerk. . . 221.00 Laurahütte ..... 245.75 Nordd. Lloyd . ... 130.70 Obei schles. Eisen-Industrie 120.20 Berliner Handelsges . 171.75 Darmstädter Bank . . . 137.60 Deutsche Bank . . . 242.90 Deutsch-Asiat. Bank . . 172.50 Diskontü-Koiumaudit. . . 184 50 Dresdner Bank . . . 157.75 Kreditaktien 215.01) Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . . . 116.60 Gottnardbahn . . . — Lomuard. Eisenbahn . . -2.09 Oesterr. SLaatsuulm . . . 146.60 Pnnee-Henn-Eisenbahn . —.— 85.90 97.65 86.05 96 40 95.50 99.60 100.05 95.50 103.35 69.30 70.30 91.15 93.25 96.10 51*90 88.00 66.80 97.811 Berliner Börse, 21 \inada E. B 186.80 ’armstadter Bank . . . , Deutsche Bank .... 242.70 Dortmunder-Union C. . . h4 4ij Dresdner Bank . . . 157,bv Tendenz: lustlos. Februar. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . . 221.00 Laurahütte .... 245.30 i.uinbarden E. B. ... —.— Nordd. Lloyd 130.50 L urueidose . ... 145.70 \m=s^ CT- »«-* 19 G N k- & & 2 a K - O Q O> E a E AI y S ö? ^5 a13 n$> Cv^t' y JQ a E JZ. E - -L — -O 1 - e ‘"'STa 5« 5 JQ . "* * Q «$t Ä J? *C* .£ E cs 3®. S'L *o ' v e §CQS .ti® 2 <-> •— cs - — L e - c Ä c «‘E e Z G c • -o >-- o . . a n ;.yS K *• JD '2 -Z 'N w ®Q «*8W E ex Z sQ w c -■ o*» c ■2-0 0 e?p e^o 2 2 sS *>,§. e£ o COyD V E *35 Z ZL >E- LZ ” e E*3" HL § g vB O 'S» =E !-. . . "Es 5 E . s 5« • es: .-El £ C E 5 El 'S ® Säte 55 * S> — E *» ä-2 e El5 2g5 .5 5ä „ — El ,™ v» ° E E-O 5§up| -E- » a L 2 ^-S E S. £5 2«^ S£ = L2T 612 ZS »219 — x e-3? •S ’S« o "H13 L E UD .”' •E - jC » y. s (c2 *2^ ■05 -o » E -> O ” 5a 'Hl ,» E e 5 « JO ^'EZ 5 *^2§.<2 K .2- « Ü :E E E . "111 A 5 — c$ •?£ ^■■5 «.e jG » E'ä . E es»0 Z- E o ä " e::c,^. » 5ZW «»•s« c -ZLZ5 L-AZ o » O -- »1 HD bLD^ 5 L L & ä e a jO u - - L = 5 e ^2 a e 1- = E 858 ®s§S, .2 2 e E — - .2 ??“ 0 s eS 5St > G2L 2 c Ew E - T- £'S = u -«<*$, <0 e ÄS«« E — H a - a?. —< . § 2 -r*g EÄ 5-2 « § LZ e ■°^ s p u . vE OJ E .3 >-» E ES-° dns- — . C, *tf E . . r. >s'-- ■- u>a e c e %, ‘■'x. C ■E> Q LE _* O — »j w a-— r>> ZD *5v O * ^3s = ;»2 .a ^f-> o B| <3. °<-e? 51 = "* E-° 00 E •—3 . 0 ^-2^^ BSeT ‘§2ia5 1SmS*i slil-i § tz^L«L "C v E> ="°Liß §^5'ä S 8 e gg . §LZ .- d. E>'^ JK ^ie>: 2 OE p'Cc £ E>g t e r <3 -" -- =2C r- E^b .2. SettD jO «-. cs N e5 jo 2 MM Lanthans tz Nowack Besonders günstiges Angebot in zoiiipl- Schlafzimmern ■ 6 2 2 2 a’7, 6 2 Grösstes Speziallians für Schlat zimmer-Einrichtungen am i latze. M 2 2 2 2 2 2 2 2 2 I I 2 2 I 2 2 2 I Betten Zweitüriger Spiegelschrank m. Faoettenglas Waschtisch mit Marmorplatte Kacheltoilatre mit la Facetienglas Naci.tschränke mit Marmorpiatte Stühle, I Handtuchhalter komplett 495 Mark. Betten Zweitüriger Spiegelschrank m. Facettenglas Waschtisch mit Marmorplatte Kacheltoilette mit la Facettenglas Nachtschränke mit Marmorplatte Stühle, I Handtuchhalter komplett 350 Mark. Schlafzimmer dunkel Nussbaum. — Bestehend aus: Belten Zweitüriger Spiegelschrank m. 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Haltbarkeit der Möbel. Schlafzimmer Satin Nussbaum, innen Elche. — Bestehend aus: Schlafzimmer Elche, Innen Eiche m. Schnitzerei. — Bestehend aus: Beeile neu mim BW-nweMaji Oben aufgeführte Schlafzimmer sind in den zimmer zu Mk. 550—Mk. 600 u. Mk. i Herberg. KekamImachMg. Degen Vornahme von Kanalisattonsarbertert wird die Bahn- hoffiraße zwischen Alice- und Liebigstraße von heute an biS auf werteres für den Fährverkehr gesperrt. Gießen, 19. Februar 1907. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Grünberg für das Rech' nungSjahr 1907 liegt uom 24. d. Mts. ab acht Tage lang auf dem hiesigen Bürgermetsterei-Bureou zur Einsicht der beteiligten offen. Grünberg, den 21. Februar 1907. [1204 Großh. Bürgermeisterei Grünberg. _____Zimmer.____________________ Vergebung m Fuhrleißungen. Das Fahren der Gieszsässer, der Patent-Kebricht-Wagen, der Kehrmaschine, sowie die Anfuhr uon Kies und Holz aus dem Slodt- wald im Rechnungsjahr 1907/08 soll Donnerstag, den 28. dss. Mts., vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Vtr. 1 zur Einsicht auf. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschloßen und mit entsprechender Antichrist versehen an uns eiuzureichen. Zuschlags frist 3 Wochen. Gießen, den 19. Februar 1907. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. B20^ Lieferung von Lahnkies. Die Lieferung von 800 cbm LahnkieS für das Rechnungsjahr ISO /8 s ^onnerdtofl# den 28. dS. Mts., vorm. 11V« Uhr öffentlich vergeben werden. Die Berdtnaungöunterlagen liegen wahrend derDienftitunden bei uns zur Emucht aus. Angebote auf Vordruck, der daielbst erhältlich, sind spätestens btS zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an unö etnzureichen. Zuschlagsfrist 8 Wochen. Gießen, den 20. Februar 1907. Stadt. Tiefbauamt. Braubach.B2,/° Submission. Für die Großh. neuen SUimfen in Gießen sollen für das Rechnungsjahr 1907 auf dem öffentlichen Submissionsweg vergeben^verden. &) ^)ie Lieferung von: 1. Backwaren und Zwieback 2* Fleischwaren 3. Spezereiwaren und Verbrauchsgegenstände 4. Kaffee 6. Buller und Tier 6. Milch 7. Bier 8. Schreibmaterialien 9. Maschinenöl und Putzwolle 10. Bürstenwaren und Scheuertücher 11. Seife und Soda 12. Eis 13. Porzellan- und Glaswaren. b) Tas Reinigen des Herdes und der Oefen; die Entleerung der Kehrichtgrube; die Abgabe von Lumpen, Knochen, Gefpül, leeren Flaschen, Oel- und Weinfässern. c) Transport der Wäsche. Die Bedingungen können auf dem Verwaltungsbureau an den Wochentagen Nachmittags von 8—5 Uhr eingesehen werden. Proben der unter a) 3, 4, 7, 8, 9, 10, 11 und 13 bezeic' .den Gegenständen sind nebst den verschlossenen Offerten mit entsprechender Auffchrtft versehen bis zum Eröffnungs- termin: Samstag, den 9. März 1907, nachmittags 4 Uhr auf dem oben erwähnten Bureau einzurelchen. Zuschlag erfolgt am 16. März 1907. Gießen, den 15. Februar 1907. Großh. Verwaltungsdirektion der neuen Kliniken. ____________________gez«: Moritz. ___________b^/, Submission. Für die neuen Kliniken in Gießen soll die Lieferung des Bedarfs an Maschinenkohlen Nußkohlen ca. 50 Rm. Tannenscheitholz für das Rechnungsjahr 1907 auf dem Submisstonsweg vergeben werben. Die Lieferungsbedingungen und der Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 können auf dem Verwaltungsbureau der neuen Kliniken an den Wochentagen von 3—5 Uhr Nachmittags eingesehen werden. Offerten sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen bis zmn Eröffnungstermin Samstag, den 2. März 1907, nachmittags 4 Uhr auf dem oben erwähnten Bureau abzugeben. Zuschlag am 14. März 1907. Gießen, den 15. Februar 1907. Großh. Verwaltungsdirektion der neuen Kliniken. ____gez.: Moritz.___________________b*®/. Holzversteigerung. shntw- VAtJ®lCrll?11' ’0IUIC den Distrikten Ltratzberw r l«nuS 1 15,05 27,92 50,02 69,23 Engen Kaufmann Schiff enberger Weg 50. Teil noch gefällt, alles übrige Holz ist aufgcarbeitet. Das Holz ist mit Rmde gemessen und sind die Gebote Fstm. ii A. Äiefernstämme. 40—49 cm Durchmesser Zu Aufarbeitungen von galvanisch vernickelten, verkupferten, und von Bronze - Gegenständen und zu Neu-Galvanisierungen u. -Bronzierungen empfiehlt sich Donnerstag, d. 21. März 190#, nachmittags 3 Uljr wird auf hiesigem Ortsgericht die vor dem Wanten des Foh. Heinr. Earlä unö Ehefrau geb. Hell stehende Parzelle der Gemarkung Gießen l/il88Vio = 68 qm Hofreite bei der Uirche öffentlich meistbietend versteigert werden. Auswärtige Bieter haben sich durch ein Zeugnis chrer Heunats- behbrde über igre Zahlungsfähig- teil auSzuweisen. Giegen, den 6. Februar 1907. Großh. Ortsgertcht Gieren. . ___ Gros. D»/, Der Vorstand. brador Donnerstag, d. «.Marz 1907, nachmittags 3 Uhr wird Die dem Peter Heiser vor Namen stehende Parzelle der Gemarkung Glegen l/13U3,t = 455 qm Ho, reite in der Walltorstraße auf hiesigem Ortsgericht öffentlich meistbietend öerueigert Auswärtige Dieter haben sich über ihre Zahlungsfähigkeit durch ein Zeugnis ihrerHelmatsbehorde auszuiveifen. Gießen, den 23. Januar 1907. Großherzvgl. Ortsgertcht Gießen Gros. getrennt und verschlossen bis spätestens Montag, den 25. Februar 1907 nachmittags 2 Uhr mit der Aufschrift „Holziubniiision" bei der unterzeichneten Stelle emzureichen, ivo alsdann unter Bekanntgabe der allgemeinen Bedingungen, Eröffnung, zu der sämtliche Submittenten eingeladen sind, statlsindet. Nähere Auskunft erteilt Forslwart Kämmerer zu Londorf, von welchem auch auf Verlangen das Holz vorge- zetgt wird. Keffelbach, am 19. Februar 1907. Großh. Bürgermeisterei Keffelbach. in Würfeln zu 10 Pfg. für 2 Teller ausgezeichneter Suvve. Biele Sorten wie Reis-, Erbs-, Gemüse- und Tapiokasuppe usw. bieten reiche Abwechslung. Rur mit Wasser und in wenigen '.VHnuten zuzubereiten. Stets zu haben bei _ IC21/» L. Kalkhof Äachf. H. Erle, Westanlage 5. I Gaualgesbeirncr, Ockenheimer und * Niederheimbacher Weißweine; i Gaualgesheimer and Ingelheimer i Rotweine, n Schoriistein- Äiiisaiz Phinix bester Schutz gegen Rauchbeläsiiguug Sämtliches Holz hat eine Länge von B. Lichtenstämme. "m>-^Abstliaumk gratis. 14b ti Hillmann, Holdenstedt d.llelzeu. Tages-Ordnung: 1. Geschäftsbericht über das abgelaufene Bereinsjahr. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. J. Häuser, Ucchndlg. Neustadt 56. Telephon 76. Holzverfteigerung Fürstlich Solmsische Oberförsterei Hohensolms. Dienstag, den 20. Februar 1907. vormittags 10 Uhr in der Sänger'schen Gastwirtschaft zu Hohensolms. A. Brennholz: Dtstrickte Schcucrnwalo, Heegkopf, Holler- berg und Lappenberg. Buchen: 50 'Jim. Scheit und Mnüppel, 14 Rm. Stockholz, 2220 Siammwellen, 1)70 Astwellen. Eichen: 25 ytm. Scheit und Knüppel, 15 Rlw Stockhvlz, 500 Stammwellen, 1000 Astwellen. Nadelholz: 4 Rm. Knüppel, 250 Wellen. Distrikt Buchenberg. Eichen: 14 Rm. Lcnsippel, 2010 Wellen «meist Stammwellen». Distrikt Buukernwald. Buchen: 24 Rm. Scheit und Knüppel, 10 Nm. Stockholz, 8üo Stamntwellen, 200 Astwellen. Erchen: 2 Rm. Scheit und StnllypeL BS14 25. Nutzbolz: Distrikte Scheuernwald, Hollerberg und Lappeuberg. Eichen: 46 Stämme mit 17P5 Fstm. (Batt- u. Wagner- Holz). Naorlholz: Fichten 14 Stämme Bauholz mit 2,31 Fstm., 4 Derbstangeu, Mietern l) Stamme mit 3,13 Fstm. Distrikt Buchenberg. Erchen: ü Stämnte mit 2,3'J Fstm. (Bauholz). Distrikt Fuukernwald. Eichen: 3 Stamme und 1 Stange mit 1,05 Fsun. (Waguerholz). garantiert rein iinb wohlschmeckend lose und m Flaschen empfiehlt Biktoria-Trogerie A d o i f ßieler» Marktstraße 5. 1165 Gicßcncr Leschalle-Äcrcin. Donnerstag, den 28. Februar 1907, abends S1/« Ubr: Ordentl. Mitgliederversammlung im Caf6 Ebel. Umzugs-Aiisverto in Reise -UUeeissiie-irSg Jagd - e schafteeig For-ieweuiBäewa^eii. & gut unsere Kastec-Zkundschaft Prima Kristall - Zucker 1 Pfund IS Pfennig Bucbthafs Liudcnplatz an den Marttiauben. [770 Schellfische allerfeinste Nordseeflache lebendfrisch zu billigstem Tag espreis emptieblt [90 Oeorg Wallenfels lW-MMk zur Wiederherstellung der a Stadtkirche zu Michelstadt 1.0. I Ziehung 6. April 1907 13123 Geldgewinne ohne Ab^ic hsoooM. 1. Hauptgewinn boeoo Mk ■£. Hauptgewinn | 5 OOO Mk : 32G Gewinne |1® OHO Mk. 2800 Gewinne |iO Mk. 31 AP @ Mb I II Lose 10 Mk. • gLUo » JlÄ. | Porto u Liste 30 Pf W ein -V er Steigerung in Biogen am Rhein. Mittwoch, 13. März d. Js., vormittags lll/a Uhr im Saale des ^Englischen Hofes" zu Bingen am Rhein läßt Herr Hauptmann a. I>. und Kommerzienrat K. Avenarius Weingutsbesitzer in Gaualgeshelm, Ingelheim u. Ockenheim (Rheinhessen) taufen vorteilhaft: Betr N terlagen, Desiusektionsmittel, Irrigatoren, Kinderpuder, Piilchzucker in größter Reinheit, Soxtebt- Apparate, Schwamme, milde Seifen, Theruwmeter, Verbandwatte u. f. w. in der Bikto r ia-Drogerie Adolf Vieler, Marktstraße 5. 1164 Die Klassiker der Husik Im „ÜCiawiersnieä“ lehrt gründlich nach bewährter Methode Konzert-Plantet (M. Gies, Marburg a. d. Lahn, Grün 33). Auf ntusik. Gebiete von ersten, anerkannten Meistern geprüft und eurpsohlen. Außerdem erstreckt sich der Unterricht aus Akustö- geschlchnr und Theorte, sowie auf sorgfältiges Zeglellsviel. N.B. In Gießen habe ich bereits den Unterricht ausgenommen und nimmt weuere Anmeldungen die Ekpedition d. Bl. sowie der Obige entgegen. naß Holzsubmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Keffelbach Distrikt Kohlkaute und Schiffelbach soll nachverzeichneteL Holz auf U Verhaus) heiilslherSiiildliiiigsgehirscli zu Leipzig, Kreisvelkiu ißietzeu. Vnrfrjio* des Herrn W. Beckntaun aus V VÄ ü Uölu über; Jntmssmgcmeinschast ta HmSimPzrWsn mü Uriiiiiiale am Drenag den 22.b.Sbtw., abend- 9 Ubr un Hotel »chütz. ^ir bitten die Herren Prinzipale und Handlungsgehilfen um rege Äetelliguug. iv»ti Der Borttmch. । versendet das General-Debit | stürmpr Strassburg |.E. J. OlUllEier, Langcstr. 107 'sowie die Köni^L Preuss. Lotterie-Emnenmeru.alle S-j Lotterie- und Zigarrenuescnuitej^a AH. ReniWUiisiM biü LdermlsAle zu Wietzeu. Anmeldungen für das Schuljahr 1907/08 werden für das Realghmuasimn und die Oberrealfchule Mittwoch, den 27. Februar, für die Borfchule Donnerstag, den 28. Februar, jedesmal vormittags 9—12 Uhr in dem Schulgebäude entgegengenommen. Bei der Anmeldung sind Geburtsschein, Impfschein (bei Schülern über 12 Jahren die Bescheinigung der Wiederimpfung) und event. ein Abgangszeugnis von der zuletzt besuchten Schule vorzulegen. Gießen, am 18. Februar 1907. Gr. Direktion des Realgymnasiums und der Oberrealschule. Dr. R a u sch.D18/2 Gut Institut fasteur ------------ zu Paris ---------- ist öon Dr. Danysz. Mitglied obigen Znstuutes, ein neues Mittel z. Vertilgung v.Natteu ».Mäusen ,DanyszVirus‘ genannt, entdeckt worden, welches absolut zuverlässig uns gefahrlos für andere Tiere und Menschen geraoezu verblüffende Re- sultate gezeitigt hat. So wurde die Stadt Odessa (Südrußland), nachdem sich dort alle vorher angewandten Mittel als machtlos ertviesen hatten, mittels Danysz BirnS von einer furchtbaren Rattenplage befreit, eine verbürgte Tatsache, welche den Wert dteses AllttelL deutlich kennzeichnet. Prospekte und Zeugnisse gratis und sraitko. Deutsche Danhsz Birus Vertriebs»Gesellschaft zu Be liu hv16/a Berlin SW., Jerusal. St. 58. 5 Stück von 30—39 cm Durchmesser mit 6,56 Fstm. 16 , „ 26-29 , , „ 13,26 „ ca. 180 „ „ 12—24 „ „ . 60,— . Die Flchtenstämme von 12—24 cm Durchmesjer werden Vorzüglich ftudet jeder den spanische« Rotwein „Valencia”. pro Flasche 1 Dix-, 1 Dutzend Flaschen ä Flasche 90 Psg. frei Haus. Weiubandluug Seibel, (dicfecu 1U82J LudwtgSplatz. 11/1 „ 6/2 22,2 „ 4/4 20/2 „ 4/4 gegenüber der Engcl-Aputheke. Prima lcdeudfrtsche Schellfische «ns Lis soeben eingetrosten u. billigst bei Ängnst Wallenfels vorm. H. E. JugHardt Uli Marktplatz 15 Telefon 390 worunter feine Auslesen, öffentlich versteigern. A-Ugemcine Probetagc: In der Kellerei des Versteigerers gegenüber der Station Gaualgeöheim aut 6., 7., 8., 9. und 11. März, < wioie in Bingen im Zersteigerungslokale am 13. März vor und wahrend der Zersteigerung.z^A,