BkU'-u 11X11 Ucht. '°lvlng. »$?u|uW9 JlSlb^W tH SWwSTS . Zail de, jfc ^Zs V-he» ^Lch» ftßtt$anbid)L|ud)iö. Äelchajliga. in einem rchriftl.Aiigeb.u.M er Anzeiger erbeten. Zungen wird Veto ijt, bei einem Lchuh- ■. Näheres in bei K,eü.«nz. IM itänbißeä Äädchv ie/J. Vaufe. Hu er. t. o. Äieh. Aiiz. I" ^Llund.lägdimÄ cnftmadchrn ^gengasse ö, W-Mt/r in Küche u. «ochen nidji mä» fö m tl ^auei), v düngen uniet 1& Merger erbeic. Genüge UocheiH ixtxüiittes Aiadche, Ulfebie Äotomb. ‘‘ r verlieht, i« «üxle, Äergsir?^ luädctitn ung gejucht. [18U Leltersweg 80. >ec1 jpft M iter, Schufftt. 1 in gute ^C11|iC3 teniamilie. iebote unter M Anzeiaer erbeten Kchmt ueret -u verpaß Angebote untbS r Anzeiger eck^ er llntcrri^ t gefi* «»«* erAmeigtt^M-, n -2" ötzlli MLZ , CorilciNm- iebe$ctöodianL nS«^* OMK in 1 MM ** Hierau'- in #W* u n lieb» W* -nne von i«tifräni#et' Maille SS*** °Äel 91 r» 63 Erscheint tögllch mü vu-nahme de« Sonntag«. Die „Gießener FamiUeadlLtter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, da« * Kreisblatt ffir den Kreis Eiehen" zweimal wochenttich. Der..Helstiche £androirt" erscheint monatlich einmal. 157. Jahrgang Montag, 18. März 1907 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen fiotanonsbrud und Verlag der Vrüblichen Unwerfuät« - Buch- und 6tetnbruderet Ä. Lange. Dieben. Redaktion. Trvebitton und Druckerei: Sckul- strabe 7. Ervedinon und Verlag : 51. Redakrwn:«^»-112. Det-Adr^ An-eigerGießen. Parlamentarische Verhandlungen. Nachdruck ohne Vereinbarung nicht gestattet. Deutscher Reichstag. 20. Sitzung b o m 16. März. 11 Uhr. Am Bundesratstisch: Frhr. von Stengel. Graf PosadowSky u. a. Auf der Tagesordnung steht zunächst die dritte Beratung des Gesetzentwurfs betreffend den H i n t e r b l i e b e n e n - V e r. sickerungsfcnbs und den Reichsinvaltdenfonds. Der Entwurf wird ohne Debatte definitiv gen eh- 01'0g. Hoch (Soz.) die Resolutton c seiner Partei. Abg. Will (Ztr.)' spricht sich gegen diese Resolutton aus. Abg. Bastermann (natl.) erklärt, baß seine Partei auch große Bedenken gegen diese Resolution habe, da es saft unmöglich sei, im Rahmen einer Berufszählung die regelmäßige Arbeitszeit festzustellen. Die Resolution wird bcherauf abgelehnt. Es folgt die erste Beratung des Gesetzentwurfes bett. Maßnahmen gegen den Rückgang des Ertrags der Malschbottischsteuer in Verbindung mit der ersten Beratung des Gesetzentwurfes, bett, die Herabsetzung de» Kontingentfußes für landwirtschaftliche Brennereien von 80 000 Hektoliter auf 50 000 Hektoliter. Der Maischbottichsteuergesetjentwurf soll der Hauptsache nach die Heberprämic von 4 Mk. beseitigen, die dadurch entsteht, daß die Maischraumsteuer 12 Mk. pro Hektoliter reinen Alkohols beträgt, während die Rückvergütung für ausgeführten ober denaturierten Branntwein 16 Mk. ausmacht. Dementsprechend wird die Maischbottichsteuer-Rückvergütung gleichfalls auf 12 Mk. festgesetzt. Ferner wirb der Betrag der aus dem Ertrag der Maischbottichsteuer zu gewährenden Rückvergütungen auf 4 500 Onn Mk. jährlich begrenzt, und die Entschädigung für die Erhebung der Steuer wirb Iserabge setzt. Schatzsekrelär Freiherr von Stengel: Die KonttngenlSvorlage hat die erste Beratung im Reichstag tti der vorigen Tagung bereits passiert; sie hak bei der großen Mehrheit eine durchaus sympalhisck)e Ausnahme gefunden, grundsätzliche Bedenken lediglich bei den sozialdemokratischen Rednern und ist jetzt unverändert wieder eingebracht. In die Kommission verwies man die Vorlage damals nur deshalb, weil man die Maischraumsteuervorlage abwarten wollte. Das bemerke ich denen gegenüber, die uns jetzt einen Vorwurf aus ihrer Einbringung machen. Der Schatzsekretär begründet diesen Gesetzentwurf. Die verbündeten Regierungen sind sich sehr Wohl bewußt, daß die ©rannt» weinsteuervorlage einer gründlichen, viel weitergehenden Umarbeitung dringend bedarf, aber wir halten auch heute noch an dem Standpunkt fest, daß diese grundlegende Reform bis zum Jahre 1912 vertagt wird. Damit ist indes die jetzige Vorlage durchaus vereinbar. Wir können es nicht ruhig mit ansehen, daß eine solche Steuer von I ihr zu Jahr weiter abbröckelt. Wir lösen eine be- stimmte Zusage ein, die wir in der vorigen Tagung dem Reichstage gemacht haben, und Treue und Glauben hat doch auch in dieser parlamentarischen Politik Geltung. Die Ansichten über den Gesetzentwurf sind nun sehr verschieden. Dem einen geht er zu weit, und anderen nickt weit genug. Die schärfste Verurteilung hat er in den lanwirtschaftlichen Kreisen gefunden, aber wie ich glaube, zu unrecht, denn in der Belastung tritt keine Aenderung ein, ebenso wenig wie in dem Wettbewerb gegenüber den gewerblichen Brennereien. Für später kann allerdings der Fall ein» treten, daß die Entschädigung, die die Brennereien erhalten, nickt ganz dem bisherigen Vorteil entspttcht. Aber die Kürzung wird auch bann nur eine sehr geringe sein mrb sie vollzieht sich überdies nach dem Regierungsvorschlag nur so allmählich, daß eine ungün» stige Rückwirkung auf das landwirtschaftliche Brennereigewerbe nicht zu befürchten ist. Auch der Gewinn für die Reickskasse bleibt sehr minimal. Ich hoffe, daß die Mehrheit deS Reichstages dem vorgeschlagenen Provisorium ihre Zustimmung erteilt. Sollte der Gesetzentwurf scheitern, bann würde — bafl sage ich namentlich der linken Seite de» Hause» — würde der tertias gauden» nicht die Reichsküsse fein. Abg. Dr. Pachnicke (freis. Vgg.)'k ES ist im letzten Grunde ein Kampf um die Liebesgaben — bft eS nach der Meinung mancher gar nicht geben soll. Wir ßnjten die Verschärfung der Tendenz, tote sie im ersten Enttours zum Ausdruck gelangt, nicht billigen und sind daher gegen daS Gesetz. DaS das zweite anlangt, so entspricht ber § 1 (Herab, setzimg ber Maifchbotttchsteuerrückvergütung) einer alten liberalen Forderung. Leider ist er mit dem § 2 verknüpft, der einen Fonds von 4Vi Mill, schaffen will, au8 dem dann noch Rückvergütungen über jene Grenze hinaus stattfinden sollen. Also der Grundsatz beS § 1 wirb in § 2 schon wieder verlosten! Und selbst dagegen noch revoltiert bet Deutsche Lanbtoirtschastsratl Will er der Mahnung deS Fürsten Bülow nicht folgen, das Beispiel ber englischen Aristokratie zu befolgen, deren Weisheit darin bestaub, notwendige Konzessionen rechtzeitig zu macken? Die Vorlage soll eine schwere Beunruhigung der kartoffelbauenden Bevölkerung bringen. Doch bilden die, die Brennereien betreiben, nur einen ganz geringen Prozentsatz ber Kartoffelprobuzenten. Dann kam noch ein Grunb: Die Vorlage stört den liebergang vom Petroleum zum Spiritus! Aber die Verwendung des Spiritus zu gewerblichen Zwecken ist durch die Ringbildung keineswegs gestiegen. Sie müßten den Eingangszoll auf Petroleum verdreifachen, um die gleichen Produktionskosten zu haben! Und bas werben Sie wohl selber nicht verlangen. Die Grünbe bes Lanbwirttchaftsrates find also nickt im geringsten stichhaltig. Und ich begreife nicht, wie der Schatzsekretär nur so zaghaft seinen Entwurf zu begründen wagte. Es war eigentlich nur ein Plaidaher auf mil- (Heiter- leit) beruhe Umstände. Der 4Va Mill.-Fonbs könnte bester zu den einmaligen Zulagen für die Beamten verwandt werden, für die ja nach den Erklärungen bet Regierung kaum mehr Geld vorhanden sein soll. Wir werden darauf hinatbeiten, baß baS Gesetz eine entsprechenbe Abänderung erfährt. Das ganze künstliche Gewebe uns-ret Steuergesetzgebung muß zettisten werden. WaS die geschäftliche Behandlung der beiden Vorlagen an- langt, so kann die eine wohl ohne KommistionSberatung erledigt werden; die Maischbottichsteuet-Vorlage wollen wir an eine Kam- Mission verwiesen wisten, schon deshalb, weil wir nickt auf den Versuch verzichten wollen, mit diesem Gesetz einen wirklichen Fortschritt zu erzielen. Abg. Speck (Zentt.)^ Meine politischen Freunde haben erhebliche Bedenken gegen den § 2 ber Maischbottichsteuer-Vorlage, da die Festsetzung der 4 500 000 Mark nichts anderes bedeutet als die bauernde gesetzliche Festlegung einer Ausfuhrprämie. Wir meinen, man müßte die Ausfuhrprämie ganz beseitigen. Natürlich kann dies nicht auf einmal geschehen. Man müßte vielmehr die Prämie von Jahr zu Jahr herabsehen, bis sie endlich auf den Nullpunkt angelangt ist. Die Wünsche des Reichstages gehen dahin und ich hätte gewünscht, daß die Verbündeten Regierungen diese Wünsche mehr berücksichtigt hätten. Drotzdcm die Bevölkerung bedeutend zuge- nemmen hat, hat der 5 onsum nicht nur des Trinkbranntweins, sondern auch ber des der itarierten Spiritus abgenommen. Dies ist lediglich eine Folge b:r Preissteigerung des Spiritusringes. Es wäre jedenfalls bester gewesen, wenn man den Preis deS gewerblichen Spiritus hcrabsetzte, um den Konsum zu heben. Die Freisinnigen verlangen nach wie vor eine Aufhebung ber Sogen. Liebesgabe. Hierfür sinb meine Freunbe, vor allem bie aus Süb- beutschlanb, ittcht zu haben. Ich glaube auch, baß bie neuen Freunbe bes Herrn Pachnicke, bie Konservativen, tiefer Forderung nicht zustimmen werden. Abg. Gamp (Rp.) : Man darf nicht übersehen, daß der Reichstag und bie ver- bünbeten Regierungen sich bahin berftänbigt haben, im Jahre 1912 die ganze Brunntwerngesehgebung neu zu regeln. Da kann man sich nicht darüber Wundern, baß bie Lanbwirtschast unangenehm davon überrascht ist, baß auf einmal eine Vorlage kommt. Die Regierung hülle ganz gut noch ein paar Jahre warten können, ba ; ein großer Vorteil von ber Maischraumvorlage doch nicht zu erwarten ist. Nachdem das Gesetz aber einmal Der Legt, wird man erhebliche Bedenken gegen die Vorlage nicht erheben können, zu- i mal ba ihr finanzieller Effekt nicht groß ist. Abg. Sieg (natl.): l Heber das KontingentsgeSetz scheint ja im ganzen Haufe keine große , Meinungsverschiedenheit zu bestehen. Hebet den anderen Gesetzentwurf ist inbeffen in landwirtschaftlichen Kreisen eine gewisse ' Beunruhigung entstanden. Ich erkenne vollständig an, daß ber Schatzsekrelär so handeln mußte, nachdem die Einnahmen der Maischboktichsteuer ständig zurückgegangen sind. Aber Sie dürfen sich darüber nicht wundern, baß bie Landwirte nervös treiben. wenn fortwährend davon gesprochen wird, daß eine r'ftdifale Aenderung unfercr ganzen Brann tweingefetzgebung in Aussicht Stobt. Ich stehe auf dem Standpunkt, daß die ganze MaiSchbottichiteuer beseitigt werden Soll. In der Tat, wenn die Spannung zwifcken der Steuer und der Vergütung beseitigt ist, ist sie ja auch vollständig überflüssig. Sie bringt nicht viel ein und sie macht nur große Unkojten. Sie öffnet noch obendrein ber Denunziation Tür und Tor. Tie Kontrolle in den Brauereien wird häufig von Leuten ausgeübt, bie wenig Verständnis von der Sache haben. Nun aber noch einige allgemeine Bemerkungen. Die Hackfruchtkultur ist für untere Landwirtschaft von größter Bedeutung. Je mehr sie einbringt, desto mehr wachfen auck die Erträgnisie ber Körnerkultur, bie uns überhaupt viel zu verdanken hat. Daher wäre es an ber Zeit, endlich einmal bas Brenne ceigewerbe frei zu machen von all den Anrempelungen über „Liebesgaben^. Tie sind ja boch ganz unsinnig. Wir find keine Kostgänger xr -Steuerzahler. Herr Dr. Südekum, Sie lachen! (Abg. Dr. Südekum nickt.) Ja, daS Schadet ja auch gar nichts, überzeugen will ich Sie auch nicht. Aber es gibt vielleicht in biefem Haufe manchen, der wenig vom Brennereigewerbe versteht und ber sonst leicht zu falfchen Vorstellungen kommt. Und dann meine ich: auch Sie (nach links) haben ein Jnteresie daran, daß das Brennereigewerbe sich rentiert. Wenn Sie billiges Fleisch haben wollen, müfjen Sie für uns eintreten, damit derartige Gewerbe ber Landw'rtschast erhalten bleiben. Aber ba gibt es manche, die möchten i-en Land- Wirten am liebsten nichts geben und . alles von ihnen nehmen, Spiritus soll ber Landwirt umfonft geben, Korner soll er umsonst geben, Vieh Soll er umsonst geben. (Sehr gut! rechts.) Na also, bas geht boch nicht. Meine Freunde stehen der einen Vorlage ganz sympathisch gegenüber und wollen sie auch hier gleich erledigen. Die andere mag an die Kommission gehen, dort wollen wir etwas Tüchtige- zustande bringen. Ich hoffe, daß es gelingen wirb, so baß bis 1910 eine gewifle Ruhe eintrittl (Beifall.) Abg. Dr. Südcknm (Soz.) Beim heften Willen weiß man nicht, tote daS GroS der Ratto» nallibevalen zu der Frage steht, vielleicht wird ja noch einjmberet Redner ber Fraktion sprechen. Jahre lang haben die SchnapS- bicnner einen ungerechtfertigten Vorteil gehabt, eS liegt kein Anlaß vor, ihnen diese Vorteile auch noch weiter zu gewähren. Sett Jahren kämpfen wir in ber Bubgetkommission, um den Etat zu bilanzieren, für die Beamten ist kein Geltz. Und boch könnte man noch viele Millionen aus dem Branntwein ziehen. Für die Herabsetzung der Vergütung sinb auch wir, dagegen können wir dem § 2 des Maischraumgesetzes nicht stimmen. Gegen die Kommis- sionsberatung sinb wir nicht, wir werden dort versuchen, daS ganze Unrecht ber Begünstigung ber Probuzentcn zu beseitigen. ES ist Nicht wahr, baß bie Liebesgabe ber Allgemeinheit zugute kommt, die Liebesgabe fließt ganz und ungeteilt in die Stoffe ber SchnapS- brenner. lieber bie Bedeutung ber vorliegenden Gesetze gehen in ber nationalliberalen Presse bie Meinungen auseinander. Die „Köln. Ztg." spricht auch hier wieder von ber Unersättlichkeit ber Agrarier. Abg. Dietrich (kons.): Es ist gesagt, bie neue Mehrheit ginge hier bei ber ersten Praktischen Probe auseinander. Ich kann das nicht finden. Die Freisinnigen lehnen zwar den § 2 deS MaischraumgeSehes ab, doch hat der deutfche Landwirtfchastsrat dasselbe getan. Auch in meiner Partei gibt es viele, bie gegen biefe Paragraphen sind. Die Branntweinsteuer bringt bem Reiche 140 Millionen, ba spielen bou- bie 20 Millionen ber Maischraumsteuer-Vergütung keine Rolle, zumal diese Steuer den wichtigen Zweck erfüllt, den technischen Spitttus zu verbilligen. Ich meine deshalb, daß die Vergütung nicht groß genug sein kann. Es ist nicht richtig, baß ber Ring bie Preise zu sehr in die Höhe getrieben hat. Der Preis beträgt jetzt 27—28 Mk. für den Hekoliter. Dafür haben bie Brenner zu liefern 20 Zentner Kartoffeln, 30 Pfunb Gerste uni) den ganzen Fabrikationsbetrieb. Abg. Schweickhardt (Deutsche Vpt.) bedauert es, baß man bei diesem Gesetze wieder mal auf halbem Wege stehen bleibe. Die Regierung hätte schon längst Maßnahmen gegen den Rückgang ber Maischbottichsteuer treffen sollen, am besten wäre es, wenn man bie Vergütung ganz aufhöbe. Bei ber jetzigen Vorlage hebe eigentlich der 8 2 ben § 1 auf. Auch nach ber Vorlage betrage bie Prämie noch 1,60 Mk. Nach kurzen Bemerkungen ber Abgg. Vogt-Hall (Wirtsch. Vgg.) unb von Laß-Jaworski (Pole) schließt bie erste Beratung. Der Maischbottichsteuer-Entwurf wirb an eine Kommissi " n non 21 Mitgliebern verwiesen, ber zweite Ent- Wurf soll gleich im Plenum erlcbigt werben. Das Haus vertagt sich auf Montag 2 Uhr. Als Tagesorbnung schlägt ber Präsibent vor: Dritte Beratung ber D^ufs- unb Betriebszählung, zweite Beratung bes Etats-Notgesetzes unb Polen-Interpellation betreffenb ben Schu 1 streik. Abg. Bebel (Soz.) beantragt, bie Fortsetzung ber Besprechung ber Wahlbeein. flussungs-Jnterpellation am Montag als ersten Gegenstanb auf bie Tagesorbnung zu setzen. Abg. Saffermann (natl.) bittet, es bei bem Vorschlag bes Präsidenten zu belassen. . Me Verabschiedung deö Etats-Notgesetzes ist die dringendste Ausgabe vor ben Ferien. Die Negierung braucht es, auch verfchiebene Beamtenkategorien warten auf bie Teuerungszulage. Die Verhanb. lung barüber könnte unter Umftänben mehrere Tage rn Anspruch nehmen. Was die Interpellation über bie Wahlbeeinflustungen betrifft, so verstehe ich es, baß Herr Bebel ben Wunsch hat, die An. griffe gegen feine Partei zu widerlegen. Aber bas kann ja ipaler geschchen, beim Etat des Reichskanzlers, wo Herr Bebel bann noch bas Vergnügen hat, Äug' in Äug' mit bem Gegner zu kampsen. Abg. Bebel (Soz.) meint, bas Notgefetz könnte am Dienstag erlebigt werben unb beharrt auf feinem Antrag, obwohl es für feine Partei von besonderem Reiz sei, Auge in Auge dem Reichskanzler gegenuberzu- treten, nachdem dieser bisher sich gedrückt habe. Abg. Singer (Soz.) schlägt vor, :cst das Notgefetz zu erledigen, aber bann bie Besprechung ber svzialbemokratischen Interpellation fortzusetzen. Tas Haus entscheibet sich bafür, baß bie Wahlbeein- flussungs-Jnterpellation anstelle ber Polen-Interpellation an bie b r i 11 c Stelle bet Tagesorbnung gesetzt wirb. Schluß nach %4 Uhr. parlantcnfarifd?e$* Berlin, 16. März. Graf Kanitz hat mit Unterstützung der konservativen Fraktion im Abgeordnetenhause folgende Interpellation eingebracht: Was gedenkt die Staatsreaicrung zu tun, um den Unzuträglichkeiten zu begegnen, welche sich auS den andauernden Steigerungen der Kohlenpreise ergeben? Ist die Staatsrcgierung geneigt, in eine erneute Prüfung der Frage einzutreten, ob die ermäßigten Eisenbahntarife für den Export von Steinkohlen und Koks nach dem Ausland beizubehalten sind? Berlin, 18. März. Eine Vorlage betreffend Er höhn ng derVrausteuer soll, wie das Organ der Berliner Gastwirte-Jnnung aus gut informierter Quelle erfahren haben will, von der Negierung dem Reichstage in der nächsten Zeit unterbreitet werden. — Tie in der Thronrede angekündibte Vorlage, durch welche eine Einschränkung derMajestät s - B elei- digungsprozesse herbeigeführt werden soll, ist in dem Bundesrats-Ausschuß vorbereitet, sodaß sie der Reichstag bei Linern Wiederuzsammentritt nach den Osterferien vorfinden irfte. _______________ preußisches Abgeordnetenhaus. Berlin, 16. Mürz. Tie zweite Beratung des Kultusetats wird fortgesetzt bei n mm des Antrags wegen Einführung der fachm änni- i-.ucu Schulaufsicht. m . . . . ..bg bunrf !srs. Vpt.) führt aus: Seme Partei Jet der An- r -; daß der Minister bei Besetzung der Schulinipektorenstellen f..;- einseitig zugunsten der geistlichen Schulaufsicht vor- k .mgcu sei. Die Abhängigkeit des Lehrers von den (Geistlichen könne diesen in den Augen der Kinder rote ihrer Elieru nur schaden. Auch viele evangelische Geistliche stimmen für fachmännische Schulaufsicht. Der Religions unter- richr in der Volksschule bedürfe einer Umgestaltung der Entlastung von manchem Formelkram. Das werde nur unter einer weltlichen Schulinspektion stattfinden können. Versage hier das Kultusministerium, so müsse man an den Ministerpräsidenten Abg. Heckenroth (kons.) erklärt, daß zwischen Kreis- und Ortsschulinspektoren ein enger Zusammenhang bestehe. Die geistige Ortsschulinspektion müsse beseitigt werden, dann werde die Kreis- schulinspektion bald nachfolgen. Die überwiegende Mehrheit der ländlichen Bevölkerung wolle das Band zwischen Kirche und Schule nicht zerschnitten wissen. Abg. Frhr. v. Zedlitz (kons.) führt aus, daß durch die fachmännische Schulaufsicht der Religionsunterricht in den Hintergrund gedrängt werde. Man könne allerdings nicht erwarten, daß die großen Fragen auf dem Gebiete der Schule gelöst werden, wenn die Verwaltung im Reben amte von dem Minister für Kultus- und Medizinalwesen ausgeübt werde. Ministerialdirektor Schwartzkopf weist dem Abg. Funck gegenüber darauf hin, daß speziell in Hessen-Nassau eine Bevorzugung der Theologen bei Besetzung der Kreisschulinspektorenstellen nicht bestehe. Ein Lehrermangel sei eingetreten infolge des Mangels um Lehrerseminaren. Die Erklärung des Ministers habe Herr v. Zedlitz nicht richtig aufgefaßt, er habe erklärt, daß während der Ausführung des. Schulunterhaltungs- ^es keine Verwirrung durch neue Gesetze herbeigeführt werden . Nach Durchführung des Gesetzes hätte er sich zum Nähertreten in dieser Frage bereit erklärt. Kultusminister Dr. v. Studt: Als er sein Amt übernahm, War ihm klar, daß das wichtigste die Beseitigung des Lehrermangels sei. Er habe, soweit möglich. Abhülfe geschafft. Nach dreiinonatigen schwierigen Verhandlungen sei es ihm auch gelungen, daL Gesetz wegen Fürsorge der Hinterbliebenen durch- zusetzen. Die neue Organisation des höheren Schulwesens sei von ihm durchgefübrt worden und habe sich bewährt. Auch in der finanziellen Ausgestaltung seines Etats sei vieles erreicht. Seine Schwächen kenne er genau, aber er dürfe sagen, die sieben Jahre, die er im Amte sei, seien nicht vergeblich gewesen. Es seien manche Erfolge erzielt, die vorher vergeblich erstrebt Worden seien. Abg. Schjffer (natl.) erklärt, der gegenwärtige Zustand entspreche nicht den Wünschen der Lehrer und nicht den Bedürfnissen der Schule. Das Zentrum gehe von einer ganz anderen Weltanschauung aus, als seine Partei, es erkenne die Macht des Staates über die Schule nicht an. Eine allgemeine Herrschaft der Kirche über die Schule erkenne er nicht an, die bekämpfe er. Wolle der Kanzler auch den Liberalen entgegenkommen, so müsse man einen Hauch dieses neuen Geistes auch im preußischen Landtage verspüren. Abg. Dr. v. Hehdebrand (kons.): Die Minister ständen an so exponierter Stelle, daß man ihnen mit Hochachtung und Ehrfurcht entgegentreten müsse. Er protestiere auch dagegen, daß die Minderheit hier glaube, regieren zu können. Redner wünscht, der Minister möge noch recht lange seines Amtes walten. Es sei seiner Partei unmöglich, für den Antrag zu stimmen. Abg. Dr. Pv r s ch (Ztr.): Der Antrag sei der ec|te Schritt zur Trennung von Kirche und Staat. Das Zentrum lehne ihn ab. Äiog. v. Zeo.iv (>vwns.) er>. klärt, er habe es für seine Pflicht gehalten, heute süKrfere Kritik am Minister zu üben. Die Verdienste des Ministers verkenne, er nicht. Der Abgeordnete habe das Recht und die Pflicht zur Kritik, daran lasse er sich nicht hindern. Abg. Dr. Friedberg (nl.): Herr von Hehdebrand meine, der Antrag gehe davauf aus, den geistlichen Einfluß auf die Volksschule zurückzudrängen. Die Schulau, sicht in technischen Dingen habe damit gtarnichts zu tun. (Sehr richtig links.) Die katholische Kircl)e habe uange den Standpunkt festgehalten, daß die Schule ein Anhängsel der Kärchie sei. Tatsächlich bedeute das die Herrschaft der Kirche über die Schule. (Unruhe im Zentrum.) Es wäre seiner Ansicht nach (5adje und Pflicht des Staatsministeriums gewesen, hier anwesend zu sein. Er und seine Freunde wünschten das nicht. Sie wollten wissen, woran sie seien. Sie verlangten ein einheitliches Ministerium. (Lebhafter Beifall links.) Abg. Dr. von Woyna (Frksv.) glaubt, daß die Macht der Tatsachen stark genug sein werde, um die llnmöglichkeit zu beweisen, daß die Geistlichen die Schulinspektion noch weiter im Nebenamt behielten. Kültusmin. Dr. von Studt erwidert, der Gegenstand unterliege seinem Ressord und sei hier wie innerhalb des Staatsministeriums ernst erwogen. Wenn behauptet werde, daß seine Erklärung Erbitterung l)ervorgerufen habe, so sei daö eine Ueber- trcibung. (Beifall rechts.) Die Besprechung wird geschlossen. Der Antrag wegen Einführung^ der fachmännischen Schulaufsicht wird gegen die Stimmen der Freisinnigen, Nationalliberilen und Frettouiervativen ab gelehnt. Deutscher «^andwutschastsrat. (Unberechtigter Nra,aruck verboten.) S. u. H. Berlin, 15. März 1907. Heute wurde das wichtigste Allgemeintherna behandelt: Maßnahmen zur wetteren Steigerung der deutschen Vieh- und Fletsch Produktion und zur Verbilligung de r stadttschen Fleischversorgung. Man betonte dte Pslicht der deutschen Landwirtschaft, den wachsenden Fletschbedarf Deutschlands ohne Zuhutsenahme der Einfuhr zu decken. Tatsächlich habe die deutsche Landwirtschaft um 19. Jahrhundert ihre Pflanzenproduktton wahrscheinlich ebenso schnell gesteigert, wie bie Bevölkerung zunahm: die Fleischprodultion aber wesentlich schneller. Troj-oem liefere das Ausland von dem gegemuämgen Fleischbedarf (etwa 51 bis 52 Kgr. auf den Kopf der Bevölkerung) 6 Proz., oder wenn man den Fleisch- und Eierkonsum mitrechnet, 14 bis 15 Proz., außerdem aber noch einen erheblichen Teil des Viehfutters. Die schnelle Steigerung des Fleischbedarfs lasse sich aus der industriellen Entwickelung erklären, die durch die veränderte Lebensweise in der Stadt den Fleischbedarf erhöht habe. Wenn die industrielle Entwickelung fortdauere, so drohe ein internationaler Fleischmangel. Ilm* die künftige Bedarfsdeckung zu sichern, empfahl man insbesondere erstens die Bekämpfung einer Gefahr der Degeneration des Viehes durch Sommerstallfütterung, zweitens stärkere Beteiligung des landwirtschaftlichen Großbetriebes an der Viehhaltung, drittens größere Gleichmäßigkeit der Fleischproduktion, durch Herstellung^ von Dauerfutter und Haltung von Futtervorräten für Süßernte und Kriegsjabre, und schließlich Unterstützung gewisser Fortschritte der chemischen Forschung, die die künstliche Gewinnung billiger Futterstoffe in Aussicht stellen, durch das Reich. Tann berichtete Domänenrat Brödemann -Kragendors über die technischen Mittel zur Steigerung der deutschen Vieh- und Fl e i s ch p r o d u k t i o n. Ter Referent ist der Ueberzeugung, daß die deutsche Landwirtschaft den Fleischbedarf der deutschen Bevölkerung voll zu decken vermag Er empsiehlt zur Erreichung dieses Zieles 1) die Ausdehnung der leistungsfähigsten Rassen unter schärfster Beachtung der relativ leistungsfähigsten Individuen solcher Rassen; 2) das volle Beachten der Gesundheit, Kraft, Lebenssrische und dauernden Leistungsfähigkeit der Zuchtindividuen, 3) das Beachten der wertvollen Fleischformen bei sämtlichen Tieren; 4) die kräftigste Ernährung des jungen Viehes, um Frühreife und Größe zu fördern; 5) die ständig gute Ernährung des Vieh stapel, damit jedes Ausschußtier noch wertvolles Fleisch dem Markt zuführt; 6) das junge Vieh nicht zu früh zu Zuchtzwecken zu gebrauchen, damit die volle Größenentwiaelung nicht gestört wird; 7) das Ausleaen guter Jungviehkoppeln besonders auch in Dorfgemeinden; 8) die Ausdehnung des Kohlrübenbaues (Wruke), da diese Hackfrucht die geringste Arbeitskraft beansprucht; 9) die Beachtung der rentablen Mast und Wiederkäuer durch rohe Kartofsell Vor einer zu einseitigen Zuchtrichtung müsse gewarnt werden, da dies der Gesundheit nachteilig werden kann und die Leistungsfähigkeit für den Fleisch markt herabgedrückt wird. Zum Thema: Maßnahmen zur Verbilligung der städtischen Fleisch Versorgung schlug Landesökonomierat Johannsen-Hannover vor: Es ist zu erstreben zur Beseitigung der Auswüchse des Zwischenhandels im Vieh- und Fleischverkehr eine umfassende genossenschaftliche Organisation der Produzenten einerseits und des Konsumenten andererseits. Es fei zu fordern: a) rasche und vollständige Beseitigung der städtischen Schlachtsteuern, b) Ermäßigung der Schlachthausgebühren; c) Uebernahme der Kosten der Fleischbeschau auf die Staatskasse; d) die allgemeine obligatorische Schlachtviehversicherung niitStaats- unterstützung; e) Beseitigung aller, die Freizügigkeit des Fleisches beschränkenoen Maßnahmen und s) eine klare, die Marktlage erfassende Preisnotierung für Schlachtvieh. Ter vierte Referent, Professor Tr. O ste r t a g-Berlin, behandelte die veterinären Maßnahmen zur Sicherung und Vermehrung des deutschen Viehstandes unter Vorlegung folgenden Antrages: „Zur Sicherung und Vermehrung des deutschen Viehstandes sind erforderlich: 1) Strenge Durchführung der bestehenden veterinär-polizeilichen Anordnungen im Inland und gegenüber dem Auslande. 2) Baldigste Erweiterung der Bestimmungen des Reichsviehseuchengesetzes durch die in dem Entwurf einer Novelle zu diesem Gesetze vorgesehene Ausdehnung der Anzeigepflicht auf bie Tuberkulose (gefährliche Formen) und die Schweinefeuchen. 3) Förderung der Tierfor- schung in den Bundesstaaten durch regelmäßig in die Etats eingestellte Mittel nach dem Vorgang im Königreich Preußen. 4) Schaffung einer Abteilung fürViehseuche n- so rschung mit tierärztlicher Leitung im Kaiserlichen Gesundheitsamt. 5) Gemeinfaßliche Belehrungen über die Verhütbarteit von Seuchen und parafttären Krankheiten, die zu Fleischbeanstandungen führen, durch geeignete hygienische Maßnahmen." Nach einer kurzen Debatte über die Anträge, die nichts bemerkenswertes bot, stimmte der Landwirtschaftsrat einer aus der Versammlung eingebrachten Resolution zu, laut welcher die Anträge der Öieferenten der Reichsregierung zur Kenntnisnahme mit der Bitte unterbreitet werden, die erforderlichen Mittel zu einer entschiedenen Seuchenbekämpfung bereitstellen zu wollen. Hierauf beschäftigte sich bie Versammlung mit dem Thema: „Die Lebensmittelpreise in England und Deutschland", wozu folgender, von dem Referenten Prof. Tade-Berlin vorgelegter Antrag angenommen wurde: Ter Teutsche Landwirtschaftsrat erklärt: 1. Tie Freihandeltheorle gibt den landwirtschaftlichen Zöllen lediglich den Eharakter als Schutz- oder Erhaltungszölle. ' 2. Die industriellen Zölle sind früher ausschließlich als Erziehungszölle befürwortet, die in Fortfall kommen sollten, sobald die Industrien sich entwickelt hätten. In neuerer Zeit sind dagegen die Jndustriezölle nicht nur als Erziehungszölle, fonuern auch als Schutzzölle gefordert und ein- geführt worden. 3. Diese Wendung in der industriellen Schutzzollpolitik ist für die Landwirtschaft von einschneidender Bedeutung. Hohe Jndustriezölle, bie eine bereits auf der Höhe der Technik stehende und zur höchsten Rentabilität gelangte Industrie noch „schützen" oder „erhalten" sollen, bedeuten durch bie rücksichtslose Entziehung unb Ausbeutung von Arbeitskräften, insbesondere von jugendlichen Arbeitern und Arbeiterinnen, nichts weniger als eine systematische Aussaugung des platten Landes und eine Schwächung der physischen Volks- krast. 4. Das Hauptargument der Freihandelstheorie gegen landwirtschaftliche Schutzzölle, die Zollbelastung der inlan- difchen Konsumenten, beruht auf der irrtümlichen Annahme, daß die landwirtschaftlichen Zölle nicht die Wirkung von Erziehungszöllen haben unb nicht durch eine vermehrte Produktion die Zollbelastung ganz oder doch zum größten Teil aufheben könnten. 5. Bei den Jndnstriezöllen wurde bisher angenommen, daß sie eine derartige Steigerung der Fabrikation zur Folge hätten, daß ein Sinken der Preise für industrielle Erzeugnisse bie Zollbelastung in das Gegenteil umkeyre. 6. ' Die bisherige Entwickelung der landwirtschafilichen und industriellen Produktion und die Preisbewegung für landwirtschaftliche und industrielle Erzeugnisse haben ergeben, daß so Die Wissenschaft als praktische Wirtschaftspolitik bisher die Produktivität der Landwirtschaft unter» schätzt unb bie der Industrie überschätzt haben. Eer Grund hierfür liegt in der wohl vielfachen Ignorierung der beispiellosen Fortschritte in der landwirtschaftlichen Produktionstechnik, in der Agrikulturchemie und' Tierzucht feiten» der nativealökonomischen Wissenschaft. 7. Tie enorme Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion in Deutschland während der Schutzzollära hat es zustande gebracht, daß trotz der starken Volksvermehrung die einheimische Landwirtschaft heute noch fast denselben hohen Anteil am gesamten Nahrungsbedarf deckt wie früher, während England durch die Preisgabe der Landwirtschaft in der Ernährung der Bevölkerung fast ganz abhängig vom Auslande geworden ist, wobei bemerkenswert ist, daß die englischen Kolonien nur einen sehr kleinen Teil der erforderlichen Nahrungsmittel decken. 8. Die große Produktivität der deutschen Landwirtschaft hat weiter bewirkt, daß die Lebensmittelpreise in 'Deutschland in ihrer Gesamtheit nicht oder nur unerheblich höher sind als in England, daß vielmehr verschiedene wichtige Lebensmittel in Deutschland sehr beträchtlich niedriger in: Preise stehen als in England, insbesondere gilt dies für die wichtigste Nahrung der Kinder, die Milch. 9. Jedenfalls scheint es Tatsache zu sein, daß der Preis unterschied zwischen den Nahrungsmitteln in Deutschlan'. und England bedeutend niedriger ist als zwischen den industriellen Erzeugnissen beider Länder, ein Umstand, der Liv kein anderes Moment zugunsten der landwirtschaftlichen Pro duktion in Deutschland gegenüber der Industrie sprec.w■: würde. 10. England ist übrigens nichts weniger als ein ab; - lutes Freihandelsland. Tie Zölle auf Genußmittel, r auf Tee, Zucker, Wein, Branntwein, Tabak, Kakao, Kaffee : sind so hoch, daß die gesamte Zollbelastung pro Kopf b > englischen Volkes noch um fast 6 Mk. höher ist als in Deutschland. Ter Teutsche Landwirtschaftsrat richtet deshalb an alle landwirtschaftlichen Jnteressen-Vertretungen die dringende Aufforderung, die weitesten Kreise, insbesondere auch die Arbeiterbevölkerung auf dem Lande, über den wahren Zusammenhang in dieser politischen Streitfrage aufzuklären. Ter folgende Punkt der Tagesordnung betraf die Ver. ein fach nn g bezw. Verlegung der militärischen Kontrollversammlungen für die ländlich e Bevölkerung. Hierzu gelangte der nachstehende Antrag der Landwirtschaftskammer für Waldeck-Pyrmont zur Annahme: „Ter Deutsche Landwirtschaftsrat wolle an höherer Stelle darauf hinwirken: 1. daß eine Vereinfachung der Kontrollversammlungen in der Art stattfindet, daß der kontrollierende Offizier die kontrollpflichtigen Mannschaften in deren Wohnorten selbst kontrolliert, soweit eine noch näher zu bestimmende durchschnittliche Anzahl kontrollpflichtiger Personen vorhanden ist oder falls dieser Vorschlag unausführbar ist, dahin wirken zu wollen, 2. daß die Kontrollversamm- lnngcn sowohl im Frühjahr als auch im Herbst nicht in die Hauptbestellzeit fallen. Weiterhin stand noch das Ans- saatquantum der deutschen Getreideernte und die Gleichstellung Agrikulturchemiker mit den übrigen Vertretern der Landwirtschastswissenschaften an den deutschen Hochschulen zur Erörterung. Damit schlossen die diesjährigen Verhand- lungen des Deutschen Landwirtschaftsrats ab. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Glessen. Frankfurter Börse. 18. Marz, 1.15 Uhr. 3^°/o Reichsanleihe . 95.901 Elektriz. Lahmeyer . . , 132.56 3% do. . . 84.80 Elektriz. Schlickert . . . 112.60 314 °/0 Konsols .... 96.00 Eschweiler Bergwerk . . 225.60 3% do. .... 84.80 Gelsenkirchen Bergwerk . 197.50 3>j0/0 Hessen .... —.— Hamburg-Amerik. Paket?. 139.00 3/4°/0 Oberhessen . . . 94 00 Harpener Bergwerk. . . 207.50 4% Oesterr. Goldrente. . 98.80 Laurahütte...... 224.20 4l/t% Oesterr. Silberrente 99.60 Nordd. Lloyd.....123.25 4% Ungar. Goldrente . . 94.40 Obeischles. Eisen-Industrie 111.50 4% Italien. Rente . . . 103.00 Berliner Handelsges . . 162.60 3?o Portugiesen Serie I . 68.20 Darmstädter Bank . . . 132.50 3% Portugiesen „ III 68.90 Deutsche Bank . . . 234.00 4°/e russ.Staatsanl. 1905 90.10 Deutsch-Asiat. Bank . . 166.00 4>£°/0 japan. Staatsanleihe 90.90 Diskonto-Kommaudit. . . 175.30 4% Conv. Türken von TJU3 94.10 Dresdner Bank . . . 148.20 Türkenlose ... . . 142.80 Kreditaktien.....212.30 4% üriech. Monopol-Aul. 50.00 Baltimore- und Ohio- 4% äussere Argentinier . 83. >0 Eisenbahn . . . 101.25 3°/0 Mexikaner, . . . 65.30 Gotthardbahu . . . . — 4>&7o Chinesen . 1 . . 97.60 Lombard. Eisenbahn . . 26 75 Aktien: Oesterr. StaatsDahn . . . 142.80 Bochum Guss..... 224.20 Pnnce-Henri-Eisenbahn . 137.20 Buderus E. W .... 120.80 Tendenz: matt. Berliner Cauada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: matt. Börse, 18. März. Anfangskurse. . . 176.70 . . 132.00 . . 234.00 . . 76.50 . 148.00 Harpener Bergwerk. Laurahütte . . i-ombardeu E. B. Nordd. Lloyd . . . Türkenlose . . . 207.26 . 224.90 . 27.10 . 123.00 . 142.50 Armut des Blutes macht nervös für ist der Mensch fühlt sich matt, elend, gereizt, hat Kopfschmerzen, Herz- Hopfen, schwindel usw., deshalb folge man in solchen Fällen dem Rat erfahrener Praktcker und trinke eine Zeit lang das beste, billigste und zutragUchste Kran-gungs- und Bluterzeugungsmittel Bioson. Hierüber wirb berichtet: o- r -¥cyt?5i0 Bussestr. 4, den 24. August 06. Meine Frau nt feit Jahren magenleidend (nervöser Art) und mein Sohn leibet an Blutarmut,- beibe trinken Ihr wertgeschätztes „Bioson" sehr gerne und haben m 2 Monaten 3 Pakete verbraucht (aus der Engelapotheke). Das Präparat bekommt ihnen sehr gut, was sich im Ausiehen, in der Kräftigung und in einer Kürpergeivichls- aungbme von 2 /2 kg in dieser Zeit zeigt. Das „Bioson" wird täglich ämal genommen und der Geschmack ist vorzüglich. - Ich sage Ihnen herzlichen Dank und werde Ihr „Bioson" üets weiter Hochachtungsvoll! Paul Kirbach, beglaubigt. I. A. Elaug, Pol.-Regisw. -Ä ft "i,Aphelen, ^ogeiien usw. das Paket zu drei llllark erhältlich, welches für ea. 14 ^cage ausreicht. (b-/, scWM Wäer — wie auch, für junge Mädchen — das bewährteste a Kräftigungsmittel, um Blutarmut, Bleichsucht oder schlechtem Aussehen entgegen zu wirken. Kaffee und Tee sind fast wertlose Getränke, während Kasseler Hafer-Kakao nachhaltig sättigend wirkt und kein nervöses Hungergefühl aufkommen lässt. — Nur echt in blauen Kartons ä 1 Mk., niemals lose. --—-----— Kasseler Hafer-Kakao Todes-Anzeige Ml Heinrich Himmelreich Giessen, den 18. März l'J07. 1899 B“/, 1909 wassern V mittags 4 Uhr in Heuchelheim stall. 1919 im Restanraüon zum Gambrinus HL la. Speisekartoffel Getrolklietes Aß ycr Zenmcr 3 Mark emvsiehlt . . ho„fr,nv AV,„-„pn .!hJ1n 1908 Emil Jfc’isclibach« BW» 1^1 W Die Beerdigung findet Dienstag, den 19. d. M. nachmittags 3% Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Inh.: Hermann Otto. Dienstag, den 19. März Louis Kenner und 4 Enkel M, K - Am Samstag nachmittag 1 Uhr verschied unser lieber Vater, Grossvater, Schwiegervater und Onkel G Die trauernden Hinterbliebenen: Hch. Elinvmelreich Elisabeth Beswep geb. Himmelreich Anna Himmelreich geb. Himmelreich Kapelle des alten Friedhofs aus statt. Blumenspenden dankend verbeten. im Alter von 76 Jahren. Um stille Teilnahme bitten J. Weisel Telephon 235 (““] Sonnenstr. 6 fl®®^ze5suppe Morgens von 9 Uhr an Wellfleisch mit Kraut. Verdingung. Die Lieferung von 300 Stück Emienholzvftihlen für den neuen >of soll Montag, den 25. März d. IS., vorn:. 11 Uhr Todes-Asizegge Sonntag nachmittag 2 Uhr verschied nach langem, mit Geduld getragenem schweren Leiden unser innigstgeliebter Vater, Grossvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Philipp sCeläeü1, Gastwirt im Alter von 72 Jahren. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen I. d. N.: Heinrich Völzel und Familie. Wieseck, den 17. März 1907. Die Beerdigung findet Dienstag den 19. März, nachm. 2 Uhr vom Sterbehause Kirchstrasse 49 aus statt. 1914 Todes-Anzeige. Heute Morgen 8/410 Uhr entschlief nach langem Leiden unsere liebe Schwester, Tante und Schwägerin Fräulein SMarae Sammler- im 63. Lebensjahre. HoLzverfteigerung. DonnerStag, den 21. und Freitag, den 22. d. Mts. sollen Gemclndewalo Fellingsvauieu nachstehende Holzarten ver- Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen (Walltorstr. 15), den 16. März 1907. Die Beerdigung findet Dienstag, den 19. März, nachm. M/,4 Uhr von der KrkMntumlyMg. Wegen Vornahme von llanallsationSarbenen wird die Goethe- ftrage zwischen Loder- und Ludwigstraße von heute an bis aus Weiteres für den Fuhroerkehr gesperrt. Gießen, den 16. März 19ü7. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, verberg. steigert werden: Donnerstag Nutzholz: 11/ Kiefern-Stämme von 6—18 m Länge, 20—4V cm Durchm. — 65 Fm, 408 Nadelh.-Stangen L—III. Kl., 16 Jim. Nadelscheitnutzholz, 2 Eichen-Slärnrne mit 1 Fm., 14 Sim. Eichenschettnutzhholz. Freitag Brenrcholz: Buchen: 60 Nm. Scheit und Knüppel, 270 Nrn Reiser II., 27 lltm. III. Kl.; Eichen: 9 Nm. Scheit u. Knüppel, 12 Nm. III. Kl.; Nadelholz: 70 Rm. Scheit u. Knüppel, 540 Rm. Reiser II., 210 Nm. 111. ML; Erlen: 3 9tm. Knüppel. Der Ansang an beiden Tagen ist vormittags 10 Uhr auf der Hude am Erumöacher 2Vea, woselbst die Kiesern-Stämme lagern. Der Bürgermeister, Wagner. Panamaselfe ist ein vorzügliches Ncinigungs- mittel für wollene, baumwollene, leinene und seidene Stoffe jeder Art und Farbe. -Ulan wäscht in der kalt hergestellten Lauge, entfernt aber etivaige Flecke mit derselben vorher. Panamaseife wird wie Gallseife angewendet, ist aber wirkungsvoller. Stück 30 Psg. Adler-Drogerie Seltersweg 39 Otto Schaaf. [1477 Todes-Anzeige. Gestern nachmittag 4 Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Katharine Gernandt Wwe. geb. Kröck im 73. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet DienStag, den 19. März, nach- in der denkbar größten Auswahl zu billigsten Preisen bei (1349 Letzte Holzverfteigernng. Dienstag, den 26. März L I. werden aus den Distrikten Alteberg, Ulsaer Reiperls, SteinSwiesenkopf der Forsttvariei Ulfa, sowie aus den Distrikten Schcnkenwald, Gierlöpse, Wolfslauf, Schlägelsberg, Kleeberg und Rainröder Spies der Forstwanei Holzverfteigerungen der Gräflichen Oberförsterei Laubach. I. Montag, den 25. März nach Zusammenkunft 10 Uhr aus dem Jägerhaus aus 1. Schiffcubcrg 2 und 3. Nm.: 27,1 Buchen- scheiter II. Kl., 4,6 Eiche- und Elsbeerprügel, 6,4 Nadelprügel 1Ä> m lang, 119 Buchenstöcke I Kl., 7 Nadelstöcke, 7 Eichenstämme 6—13 m lang 20—35 cm Durchm. = 4,04 Fm. 2. Teisenberg. Buche Nm.i 32 Scheit II. Kl., 233 Stöcke I und II. Kl. 3. Thomasbiege!. Buch« Rm.: 7 Scheit II. Kl., 30,8 Prügel II. KL, 2 Stöcke, 60 Zopfretser. 4. SÄuitthain und Buchholz. 'Prügel Nm.: 7,5 Nadel 1,5 m lang, 1 Buche II. Kl., 14 Esche 1. Kl. 1,75 m lang, 2 Esche II. Kl., Stämme: 89 Esche 2—16 m lang 12—25 cm Durchm., 11,86 Fm., 76 Eschenstangen 8—13 m lang 8—11 cm Durchm., 6,04 Fm., Wagnerholz. 5. Lang- Hecke 3. Prügel Nm.: 10,4 Elche, 7,7 Nadel 1,5 m lang, 3,6 9tadel- slöcke. 6. Notb und Lingclbach. Prügel Nm.: 19,07 Buche II. Kl., 10 Eiche und Kirschbaum, 6 Erle und Asve, 9 Nadel 1,5 m lang. 7. Kirchberg und NuthardShauien. Prügel Rm.: 10,2 Buche II.Kl., 19,5 Erle, 1,2 Nadel 1,5 m lang. 8. Forstwicse und Weingärtncrs- kopf: Buche Rm.: 6,5 Scheiter, 30,6 Stöcke, 42,7 Neiserprügel, 3,5 Eichescheit zum Teil für Glaser, 21,3 Lladelnutzprügel 2—3 m lang. 9. Birken nnd Brühl Rm.: 14 Birkenrundscheit, 55 Eichen- und Birtenprügel, 13,5 Buchenreiserprügel, 7,3 Fichlenzopsreiser «Latten», 24 Bircenstäinme 3—8 m lang 15—26 cm Durchm. — 3,39 Fm., 24 Fichrenreisslangen — 0,38 Fm. 10. Wallenberg, Buche Rm.: 5P Scheiter II. Kl., 20 Prügel II. Kl., 5 Stöcke I. Kl., 3 Nadelprügel 1,5 m lang. 11. Hölzchen Rm.: 18 Eiche, Buche, Birke, Linde, Prügel, 3 Fichteirnutzprügel 3 in lang, 10,5 Fichtenslammreiser lLatten und Bohnenstangen), 14 Fichtenstamme III. und IV. Kl. = 5,30 Fm. 12. Dörnberg Rm.: 6 Eichenschciter, teil tu. für Glaser, 5 Eichcn- prügel, 3 Nadelnutzprügel 3 m lang, 3 Nadelstämme IV. Kl., 13 Eichenabschnitte 4—8 m lang, 34—43 cm Durchm. — 7,98 Fm., Bau- und Schnittholz, 20 Schwellen 2,7—8,1 m lang, = 7/11 Fm. 13. Schcppmalsdickung 9tm.: 10 Eichen- und Birkenprügel, 35 Buchenreiserprügel. 14. Sllbach Rm.: 6 Scheiter II. Kl., 20 Stöcke, 15 Reiserprügel. Sämtliches Holz sowie Lese- und Äohlholz wird unvorgezeigt ausgeboten. Auskunft erteilen vor der Bersteigerung für^ir. 1—7ForstwartWagner, Lagerhaus, 8—13 Forstwart Melchior, Gonterskirchen, 9tr. 14 Forstwart Koch, Ruppertsburg. B18^ II. DienStag, den 26. März nach Zusammenkunft 10 Uhr auf der Schreiuersmühle bei Freicnsecn aus 1. BZinterSberg 1, 2, 4 Buche Rm.: 150 Scheiter II. Kl.. 2^j Prügel abst., 144 Stöcke, 2,4 Stadelprügel 1L m lang, 1,3 Nadelstöcke. 2. Dickebusch 1 und 2 Buche Rm.: 6 Scheiter II. Kl., 6 Stöcke, 90 Stammreifer, 2 Eschen- vriigel 1,5 m lang. 3. Peterswald 1, 2, 5 Buche Nm.: 1 Scheit II. Kl., 6 abst. Prügel, 2 Stöcke, 20 Neiserprügel, 65 abst. Eichenprügel 1,5 m lang, 1,5 Nadelprügel 1,5 m lang. 3. Kubstrauch Buche Rm.: 6 Scheiter II. Kl., 3-8 Neiserprügel, IP Eschenprügel 1,5 m lang. 5. Schornberg 2 und 3 Rm.: 20 Kirschbaumprügel 1,5 m lang, 30 Fichtenprügel L5 m lang, 7 9tadelstammreiser. 6. Wetterauer Berg Buche Nm: 320 Stammvrugel I Kl., 10 II. Kl., 90 Reiser- prügel, 8 Nadel- und Weichhvlzprügel, 1 Eichenstamm 0,21 Fm., 17 Buchenlangwieden 4 m laug, °/i„ Mitte — 047 Fm. 7. Kreuz- sccner Berg lc, 5c Buche Nm.: 12 Scheiter I. Kl., 2 Prügel I. KL, 40 öteiserprugel, 1L Astteiser, 3 Buchenlangwieden 4 m lang, 10 cm Durchnl. — 0,09 Fm. 8. Hoherain Buche Nm.: 27 Scheiter II. Kl., 87 Stöcke, 50 Neiserprügel, 2,5 Ahornscheil 1,75 m lang, 5 Kirschbaum, SahlweidepLÜgel, 2 Ahornabschnitte 3,2 u. 7,2 m lang, 27 u. 32 cm Durchm. = 0,67 Fm. 9. Lieiewäldcheu und Ziegeuberg: Buche Rm.: 34 Scheiter II. Kl.. 5,2 Prügel, 30 Blöcke, 38 Neiserprügel. 10. Heiuzeberg und Strntb Nm.: 17,7 Nadelnutzprügel I. u. II. Kl., 3 m lang, 2,2 Eschenprügel 1,75 m lang, 2A Buchenstöcke, 56 Neiser- prügel. Stämme: 1 Eiche 9 m lang, 44 cm Durchm. = 1,37 Fm., 4 Eschen 6,4—10 m lang, 20—31 cm Durchm. = 1,83 Fm. Kohlreifer und Leseholz slächenweise. Das BeriteigerungLholz int Kreuzseener Berg und Welterauer Berg ist mit.Stall bespritzt. 'Nähere Auskunft erteilen vor der Bersteigerung für Nr. 1—5 Forstwart Schreiner, Attenham, 6-10 Forstwart Schreiner Freienseen. öffentlich vergeben werden. .. . . ... Angebote auf Vordruck, der bei uns erhältlich, sind spate,tenö zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Ein Atufterpsahl kann in unserer Schreibstube angesehen werden. — Zuschlagsfrift 14 Tage. Gießen, 16. März 1907. Städtisches Hochbauamt. Gerbet. Rainrod versteigert: Stämme: 6 Buchen IV.—II. Kl. = 4,39 Fm., 3 Eichen (Wagner- bolz) = 1A4 Fm., 28 Fichten IV. und V. Kl. = 10,09 Fm. (die Fichten liegen in der.Forsttvartei Ulfa). Terbstangeu: 6 Buchen = 0,12 Fm, 14 Eschen = 1.74 Fm. Nutzknüppcl Rm.: 3 Eiche (2,5 m lang', 2 Lärche (2 m lang), 7H Fichte (3 m lang). Nutzreisig Rm.: 26 Lärche, 60 Fichte. Scheiter Rm.: 240 Buche 1. Kl., 40 Buche II. Kl., 5 Hainbuche (rund-. Knüppel Nm.. 410 Buche (109 Stammknüvpett, 5 Hainbuche, 18 Eiche, 4 Birke, 8 Lärche, 9 Fichte I. Kl., 2u Fichte II. Kl., 7 Erle, 2 Aspe. Knüppelreisig ton.: 2» Buche, 6 Eiche, 1) Erle, 7 Fichte. Gewöhnlich Reisig ton.: 990 Buche, (550 Stammreisig), 6 Eiche, 2 Erle, 3o Fichte (Bohnenstangen). Stocke ton.: 164 Buche I. Kl., 12 Buche II. Kl., 1 Eiche, 1 Erle. Tas tn den Disttitlen Alteberg, Ulsaer Neiverts, Steinswiesenkopf der Forstwarlei Ulfa, sowie das im Schenkenwald, Schellenhecke, Kleeberg und Rainröder Spies der Fonstwartei äldinrou sitzende Holz wird nicht vorge- zcigt und kommt zuerst zur Versteigerung. Das blau unter- sttichene und das mit Kalk bespritzte volz wird nicht versteigert. Begum der Versteigerung im Distrikt Wolsslauf am Jagdhaus um 11 Uhr vormittags. Wettere Auskunft erretten die Großh. Forst- marte Zimmer in Ulfa und Adam in Ramrod. Etchelsdors, den 15. Marz 1907. Großherzogliche Lbersörsterei Eichelsdors. Manu. Sesfel in. weiße Kernseife bei 5 Pfd. 29'/, Pf., bei 10 Pfd. 29 Pf., 1502] la. gcloe Seife bei o Pfd. 28'/, Pf., berlOPsd. 28Pf., la. weiße Schunerieife bei 5 Pfd. 19'/, Pf., beilOPsd.IOPf., in schön. 10 Psd.-Zinkeimern 2 Wit". la. gelbe Schmierseife bei 5 Pfd. 18'/,Pf., bei 10P(d.l8Pf., i. schön. 10 Psd.-Zinkeimern 1,902)11. L Steinhäuser, Neuen Bäue 17. Telephon 346. 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März 1907. Gcoßh. Bürgermeisterei Staufenberg. „ Feinstes [1918 Blütenm yl Nr. O von 10 Pfnnd ab für 17 Pfg., ^aistr-ZlnSznn von 10 Pfund ab & 16 Pfg. L. Müller, Creducr Str. 36. 523 Äachttischdecken . 0.28—1.— M. . . 0.20—0.30 la. Bohnertücher O G 01760 Vermögens-Mauz am 31. Dezember 15)06 Aktiva. Summe der Aktiva 98712,62 Passiva 284,09 1903 DU Scheuertücher Staubtücher Liedertücher Filztischdecken . . 2.50—10 M. PlÜHchtiNchdecken . 7.50—25 „ Kommodedecken Keltvorlagen Tülllilufer . . . Tülldecken . . . 1.25— 5 . 1.50— 6 . 1.25—10 . 0.50— 4 Reservefonds ....... Betriebsrücklage . ....... Geschäftsguthaben der Genossen .... Anlehen einschließlich Sparanlagen . . . Bankschuld Schuld in laufender Rechnung an Genossen Eise luh.: Philipp und Heinrich Eise. 0.10—0.25 0.20—0.30 0.75 JL . 508,— 354,14 2991,50 . 39265,55 . 13868,43 . 40955,51 JC 1761,71 3080,— 370,— 24408,22 22690,— 34050,— 9528,— 2810,31 14,38 Kasienbestand ... Wertpapierebestand Geschästsmobiliar und Utensilien .... Guthaben in laufender Rechnung bei Genossen Dartehn auf Schuldschein ...... Hypotheken . Kaufschillinge Stückzinscn und Zinsenreste ..... Ausstehende Provision ....... hv“/l0 Spar- und Leihkasse eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Bender, Direktor.Euler, Rendant. Reingewinn Gesamtkassenumsatz in 1905 Mk. 126624,39 Mitglieder-Stand Ende 1905 . 73 Mitglieder-Stand Ende 19ü6 . 73 Grüningen, den 15. März 1907. Geschäfts-Empfehlung. Einer verehrlichen Einwohnerschaft von Gießen hiermit zur gefälligen Nachricht, daß wir am hiesigen Platze Schottstratze X9 ein Maler- und Weißbinder-Geschäst errichtet haben. Unter Zusicherung sauberer, sorgfältiger Arbeiten bei billigsten Preisen halten tvir uns bestens empfohlen und zeichnen Hochachtungsvoll Gobeiinbilder . . . 1.50— 5 „ ---- bofaklssen ---- Clardlnenechnur 20 m . . 75 Pfg. in aUeu Farben. Gardlncnhulter* Paar 15—75 Pfg. Pouiponfranwen. Vurltangborieu Spachtelkauten, Vurhangaplts. 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