Nr. Erstes Blatt DannerSwg SS. Mai 1907 157. Jahrgang den schwierigen zu einer Zucht- Hat Berger frei» heraus, so wird selbstverständlich jedes Moment währgenommen werden, dem Verurteilten, wenn es noch möglich ift, wieder zu seinem Rechte und seiner Rehabilitation zu verhelfen; die Art aber, wie man die Befreiung hier betreibt, wird, wir behaupten es immer wieder, auf jeden auch nur einigermaßen feinfühligen Menschen im höchsten Grade abstoßend wirken. Die 10 Pfg.-Hefte der Sherlock Holmes und Nick Larter- geschichten haben schon genug Unheil unter unserer halb- wüchsigen Jugend angerichtet, die Groschen-Witzblätier nut ihren unanständigen Bilder» und ihren» lüilernen Inhalt haben schon verwüstend genug auf Moral und Sitte gewirkt, es bedurfte wahrlich nicht mehr der Wledcraufrollung r,nd Wiederholung bis ms kleinste Detail von Zuhälter-, Mord- und Sittlichkeltsprozessen, selbst wenn sie angeblich unter der Flagge der Menschlichkeit vorgenommen werden. Hat ma»» wirklich Material in den Händen, das das Wiederaufnahme- verfahren eines Mordprozesies notwendig macht — gut, dann möge man es knapp und präzise dec Behörde und auch der Oeffentlichkeit unterbreiten und nicht in reklamehaften Prospekten ankündigen und in wochenlangen Artikelserien — Stück für Stück 10 Pfg. — sensationell Herrichten und geschäftlichen Nutzen daraus ziehen, ganz abgesehen davon, daß es einem tatsächlichen Opfer der Justiz doch darauf an- kommen muß, möglichst schleunigst Hülfe und Rettung zu erhalten und nicht zusehen zu müssen, wie sein „Fall' geschäftsmäßig ausgeschlachtet »vird, bis erst nach wochen- langem Harren der Knalleffekt kommt, den die betriebsamen Herausgeber der Wochenschrift natürlich bis zum Schluß auf- heben iverdcn, um sich das Geschäft nicht zu verderben. „Man wird abzuwarten haben, was aus dieser neusten Sensation aus dem Großstadtsumps herauskommt: wird sie wirklich geeignet sein, die Unschuld des Verurteilten an den Tag zu bringen oder wird sie feinen andern Erfolg haben, als Hunderttausenden allwöchentlich einen Nickel aus der Tasche zu locken und geschäftskundigen Verlegern die Taschen zu füllen? In letzterem Falle sollte man sich doch einmal den Groben-Unfugparagraphen etwas genauer ansehen, ob er nicht angemessene Anwendung finden könnte . .. 1 eines geschlossenen Indizienbeweises Berger mit Ueberlegung schuldig und verurteilte ihn hauSstrafe von 15 Jahren. Ein Geständnis Kus dem Sumpfe der Aroßstadt. (Von einem Berliner Mitarbeiter.) Kaum find wir von einer zwar verregneten, aber trotzdem erfrischenden Pfingstwanderung zurückgetehrt, als wir auch schon wieder fühlen müssen, wie unS die trüben Fluten deS Grobstadtsumpfes träge umspülen. Am 3. Feiertage verbreitete em Berliner Wochenblatt — wir haben keine Veranlassung, hier den Namen zu nennen, um womöglich nicht auch noch an dieser Stelle dafür Reklame zu machen — zu Hunderttausenden einen illustrierten Reklameprospekt, auf dem verheißen war, daß die bezeichnete Wochenschrift in ihrer vorliegenden und den folgenden Nummern den Mordprozeß Berger zum Gegenstand einer erneuten Unterslichung machen und dartun wollte, daß der Zuhälter und „GelegenheitS- arbeitet' Theodor Berger daS Opfer eines Justizirrtums Hand der Prozeßakten und an der Hand von Aussagen der Personen, die mit ihm im Zuchthause m persönliche Berührung kamen, und endlich „auf Grund eines neuen, bis jetzt unbekannt gebliebenen Faktums" festzustellen, ob in der Kette der den Indizienbeweis ausbauenden Verdachtsmomente und Schlußfolgerungen nicht vielleicht doch jene Lucke festzuslellen ift, die zur Wiederaufnahme des Verfahrens führen müßte. „Das weitere entnehme man der heutigen Nummer des — folgt der Name der Wochenschrift —7 mit der Sensationsenthüllung: Unschuldig verurteilt? — Preis 10 Pfg. ic/ So heißt es denn auf dem Neklameprospekt, der geschmack- los mit den Bildern Bergers und der ermordeten Lucie Berlin „geziert" ist, im Stile der Hintertreppenromane, und es darf nach den Erfahrungen, die man mit dem Absatz solcher Erzeugnifie zu machen pflegt, feinem Zweifel unter- liegen, daß auch diese neueste Sensation aus den Verbrecher- winkeln der Großstadt ihren riesigen finanziellen Erfolg haben wird. Wir sind wahrlich die letzten, die sich nicht mit aller Kraft dafür verwenden wollten, wenn e§ sich darum handelte, einen unschuldig Verurteilten der Strafanstalt zu entreißen und einen Fehlspruch des Gerichtshofes sofort der Oeffeni- lichkeit und der Staatsanwaltschaft zu unterbreiten, selbst wenn es sich um ein so unsympathisches Subjekt wie Berger handeln würde. Die Art aber, wie man hier die Wiederaufnahme des Verfahrens betreibt, hat denn doch soviel Geschäftsmäßiges an sich, daß man nur zu deutlich die Absicht merkt tind mit Recht verstimmt wird. Abstoßend im höchsten Grade wirkt es schon, wie man Berger, der doch, wenn er auch deS Mordes an der Lncie Berlin unschuldig wäre, immer ein Verbrecher bleibt, mit rührenden Worten eine Märtyrerstelle andichten möchte: „Dumpf brütend stiert Theodor Verger vor sich hin und vergräbt von Zeit zu Zeit den Kopf, immer wieder auischluchzend, in seine, einst der Arbeit ungewohnten, nun im Ltrasdiensl schwielig gewordenen Hände. Ich bin unschuldig I" So ringt es sich 4-ag um Tag, Stunde um Stunde, Nacht um Nacht in markerschütterndem Ausschrei von seinen zuckenden Lippen. Scheu imd lautlos eilen die geschäftigen Aufseher an seiner Zelle vorüber, sie können den Gedanken nicht ertragen, daß der immerwiederkehrende Ausriu Bergers, der drei Jahre seiner Zuchthausstrafe verbögt Hal, eine Berechlignng haben, daß seine Beteuerung der Unschuld roaijr sein önne. Und Berger hat während des Verlauls der langwierigen Verhandlung seines Mordpiozesses immer wieder seine Unschuld beteuert, fein Kreuzverhör, keine verblüffenden Querfragen haben ihn wankend gemacht in der Behauptung: „Ich bin unschuldig! Ich habe die üueie Berlin nicht gemordet!" In diesem Tone gehts weiter, den ganzen Prospekt hindurch. Es wird dann behauptet, der ganze Indizienbeweis im Falle Berger sei nur eine Kette von Vermutungen, Folgerungen und logischen scheinbaren Schlusien. Wie der Schimmer einer Tatsache schwebe über diesem Indizienbeweis immer nur die Erzählung von einem Korbe, der in Plaue von einem Schiffer aus den Fluten der Spree geangelt wurde und früher Eigentum der Geliebten Bergers gewesen sein soll. Mit der Anzeige von dem Verschwinden dieses Korbes soll ihm diese seine Geliebte, Liebetruth, die einen zweifelhaften Lebenswandel führte, gedroht haben. In diesem Korb, heißl eS weiter, habe der zerstückelte Leichnam der Luise Berlin, dessen Rumpf am Reichslagsufer aus der Spree gezogen wurde, hineingepaßt. Blutspuren und menschliche Haare hallen an der Innenseite noch angehaftet. Dies sei aber auch alles, was tatsächlich dem Berger zur Last fallen könnte. Mit solchen Andeutungen hört dann der Prospekt auf und überläßt eS dem Lesepöbel, sich wöchentlich für 10 Pfg. ein weiteres angenehmes Gruseln zu verschaffen. Freilich, es ist aus Juristen- und Laienkreisen oft genug auf die gefährliche Handhabung des Indizienbeweises h,n- gewiesen worden und mancher Angeklagte ift unter ferner Wucht und seinen scheinbar erdrückenden Momenten em Opfer der Justiz geworden — aber es wird stets Fälle geben, in denen der Indizienbeweis wiederum die einzige Waffe der Justiz zur Ueberführung und Bestrafung dcS Verbrechers sein wird. Stellt sict) nachträglich in feigem Gefüge eine Lücke Heer mtO Flotte. Berlin, 22. Mai. In der Armee haben folgende Personalveränderungen stattgefunden: Rach einer Kabinetts- ordre vom 21. dS. Mts. wurde dem Kommandierenden General des 10. Armeekorps von Bock und Po lach, der erbetene Abschied unter Stellung zur Disposition bewilligt und an seiner Stelle Generalleutnant Freiherr von V ietlng hoff gen. Scheel, Kommandeur der 3. Division, mit der Führung beS genannten Armeekorps beauftragt; ferner wurde General- major Kuntze, Kommandeur der 41. Inf. Brig., mit der Führung der 3. Division beauftragt. Oberst Frcih. von Süßkind, Kommandeur deS Jüss. Regiments Nr. 80, wurde unter Beförderung zum Generalmajor, zum Kommandeur der 41. Jnfanterie-Brigade ernannt. Der General der Infanterie voii Werne bürg, Inspekteur der Verkehrstruppen, wurde zur Disposition und gleichzeitig ä, la suite des Eisenbahnregiments Nr. 1 gestellt. An seiner Stelle wurde Generalmajor Freih. von Lynker, Kommandeur der 8^. Infanterie- Brigade, zum Inspekteur der Verkehrstruppen, und Oberst von Qu a st, Kommandeur des Kaiser Frauz-Garde-Grenadier- Regiments, unter Beförderung zum Generalmajor, zum Kommandeur der 39. Infanterie Brigade, Oberst Freih. von Knesebeck, beim Stabe des Kaiser Alexander-Garde-Grena- dier-RegimentS, zum Kommandeur des Kaiser-Franz-RegimentS ernannt. _ Verkehrsoereme faßte u. a. auch einen Beschluß gegen die Schifiahrtsabgaben. Die Vertreter von Stuttgart, Koblenz und Düsseldorf enthielten sich der Abstimmung. Ludwigshafen, 22. Mai. Nach der „Pfälz. Poff haben die Anarchisten von Südwestdeutschland ein Blatt gegründet unter dem Namen „Die Erkenntnis*. Als Verleger zeichnet Emil Lorenz, als Redakteur Otto Steg- mann in Mannheim. Das Blatt erklärt sich mit den Arbeiter, exzessen bei dem Streik in der Zimmermann'schen Fabri' olibari sch. 'ich bis heilte nicht abgelegt. Mit großer Gewissenhaftigkeit hat nach Vorarbeiten des Untersuchungsrichters der Gerichtshof den zur Ueberführung des Berger einzig möglichen Indizienbeweis Schritt für Schritt konstruiert und den Geschworenen so über- jeujenb vor Augen geführt, daß sie zu dem Theodor Berger verurteilenden Schuldspruch gelangten. Wie erinnerlich, hat jener Prozeß wahrhaft grauenerregende Einblicke in den Sumpf der Großstadt tun lassen, in daS Leben der Prosti- tuierten und ihres Anhanges und daS Treiben der Verbrecher- weit in den dunklen Schlupfwinkeln der Reichshauptstadt. Alle diese Bilder sollen nun wieder aufgefrifcht, alle jene grauenhaften Szenen wieder lebendig werden durch die „Ent- hüllungei'/ jenes Wochenblattes, das sich anheischig macht, an der Hand der zur Verfügung gestellten Briese Bergers, in denen er aus dem Zuchthanse heraus seine Unschuld be» teuernd um Wiederaufnahme deS Verfahrens bittet, an der geworden fei. Bekanntlich stand der Verurteilte, der bereits elfmal wegen verschiedener Unsittlichkeitsdelikte, wegen gewalt- tätigen Widerstandes, wegen Diebstahls und anderer Straf- Handlungen vorbestraft war, unter der Beschuldigung vor den Geschworenen, am 9. Juni 1904 durch zwei selbständige Handlungen die achtjährige Lucie Berlin mißbraucht, sie vorsätzlich getötet und die Tötung mit Ueberlegung auSgesührt zu haben. Der Wahrspruch der Geschworenen verneinte zwar die Frage auf vorsätzlichen Mord, sprach aber auf Grund des Totschlages auswärts 80 Weaxtfr Becaut»ortli<6 tfa den poltt und aüas». Teil: P. Witiko: für „Stadl und Vanb4 u*ö .DerichtÄaal*; Ernft Heß, kür den är- getqenteU: Han» Beck mocjitlicf) 75 vt, otettrt- tobrltd) M. L20. durch Ao hole- u. Zweigstellen monatlich 66 Pf.; durch die Post Mk.S.—viert et- fährt. ansichl. Bestell?. Annahme o»9 Sijetee® für die LageSnununer Ausland. London, 22. Mai. Der Berliner Vertreter des „Standard" meldet seinem Blatte, daß demnächst eine neue deutsche Bank in Bagdad errichtet werden soll. Das Kapital stamme teilwesie von der Änatolischen Eisenbahn - Gesellschaft und teilweise von der Deutschen Orientbank. Gleichzeitig mit der Begründung der deutschen Bank in Bagdad werde auch eine d eutsche Schule dort eröffnet. — Die Gesandtschaft von Guatemala in London erhielt ein Telegramm von dem Minister des Aeußeren, nad). welchem die Behörden am 21. Mai mehrere an dem auf) den Präsidenten verübten Bombenattentat beteiligte Personen entdeckte. Als die Beamten versuchten, die Türen zu erbrechen, feuerten die Verbrecher, töteten einen Major und verwundeten einen Oberst und einen Beamten. Ta sie keine Möglichkeit des Entkommens sahen, begingen sie Selbstmord. Paris, 22. Mai. Pressense will vom Minister Pichon Rechenschaft verlangen, ob Frankreich dulden wird, bafo die französische Regierung und die Diplomatie im 5)aag sich von Deutschland mrd Rußland, „den Mittelpunkten des Weltrückschrittes", ins Schlepptau nehmen lassen, um den „friedlichen Vorschlägen der freisinnigen englischen Regierung" zu Gunsten, einer Einschränkung der Rüsrungen entgegenzuarbeiten und selbst einen vermittelnden Antrag. Italiens zu bekämpfen. Er will nachweisen, das; es auch für Frankreich keine lebens« wichtigere Maßregel gibt als die Einschränkung der Rüstungen. t . Mailand, 22. Mai. Ter Präsident der vorjährigen Mailänder Ausstellung Senator Mangili, der Präsident der Preisjury Senator Colombo und Graf Jacini werden sich in den nächsten Tagen nach Berlin begeben, um Kaiser Wilhelm eine prachtvolle in Gold und Silber getriebene Erinnerungstafel zu überreichen, die das Komitee dem Monarchen aus Tank für seine wirksame Unterstützung der Ausstellung gewidmet hat. Wien, 22. Mau Bei der Truppenbesichtiguug im Brucke-Lager am 22. Mai durch den Kaiser wurde von den Truppen zum ersten Male die japanische A u g r i s f s methode ausgeführt. Die Truppen rückten nämlich in Schwärmen und Zügen aufgelöst, jede Deckung sorgfältig ausnützend, lange Strecken auf dem Boden kriechend vor. — Wie in hiesigen Hofkreisen verlautet, hat Kaiser Wilhelm gelegentlich der letzten Anwesenheit des Erz- Herzogs Franz Ferdinand in Berlin diesem gegenüber den Wunsch geäußert, Kaiser Franz Josef bei dessen 60 jährigem Regierungs-Jubiläum un nächsten Jahre persönlich )eine Glückwünsche zu überbringen und sich zu diesem Zweck nach Wren zu begeben. L a h o r e, 22. Diai. In der Umgegend von Rawalpindi sind Gerüchte über Brunnenvergiftungen, die auf Veranlassung der Regierung geschehen sein sollten, un Umlauf Besonders stark war die Erregung der Bevölkerung über diese Gerüchte in Haranbal, wo es hieß, eine Krankheit nrie die Pest sei dort nicht vorhanden, sondern die Regierung habe absichtlich durch besondere Sendlinge die Trinkbrunnen vergiften und dadurch 100 000 Menschen wöchentlich hinmorden lassen. Nunmehr ift es der Polizei gelungen, den Urheber dieser Gerüchte in der Person eines Hindu festzustellen und zur Bestrafung zu bringen. Er ift zu zwei Jahren schweren Kerkers und 500 Rupien Geldstrafe verurteilt worden. Ein Helsershener von ihm, der tatsächlich geheimnisvolle Klumpen in die Brunnen geworfen und dabei behauptet hat, datz er im Auftrage der Regierung handle, erhielt 18 Monate Zuchthaus. Deutsches Reich. Berlin, 22. 3)lai. An die Schweinemäster und Schweinezüchter hat die Zentralstelle der preußischen Landwirtschaftskammern einen Aufruf erlassen, der daraus hinauSläuft, vor einer Einschränkung der Schweine- zücht in anbetracht der gesunkenen Preise zu warnen. Dortmund, 22. Akai. Heute begannen die Verhandlungen des Delegiertentages des Gesamtverbaudes dcr evangelischen Arbeitervereine Deutschlands. Mit diesen Verhandlungen wird gleichzeitig die Feier des 25jäh- eigen Bestehens des Verbandes verbunden. An den Kaiser wurde folgendes Huldigungstelegramm gesandt: „Eurer Majestät fenbeu von der Jubelfeier der evangelischen Arbei'teroereinssachc die Vertreter von 475 Vereinen mit 92 000 Mitgliedern in alter Treue ehrerbietigsten Huldigungsgruß. Wir sind stets und überall für des Vaterlandes Macht und Ehre cüigetrctcn, aber wir halten die Zukunft Deutschlands ebenw für abhängig von dem Fortschritte der sozialen Reformen und von der Einwirkung der Erhaltung des inneren Friedens. Möge Eurer Majestät Regierung auch ui dieser Beziehung gesegnet sein." Dresden, 22. Mai. Heute nachmittag verschieb nach jahrelangem Leiden Frau von Saalburg, die morganatische Gemahlin des regierenden Fürsten Heinrich XV. R e uß jüngere Linie. (Frau v. S. war 1851 zu Frankfurt a. M. als Friederike Garthe genannt Grätz geboren. In jungen Jahren kam sie als Schauspielerin ans fürstl.Theater in Gera, wo sie nur in ganz untergeordneten Partien auftrat. Der verwitwete ^>ürst sand Gesallen an ihr und heiratete sie. DaS aber nahm ihm die Geraer Gesellschaft so übel, daß der Fürst die Regierung seinem Sohne übertrug und sich selbst nach Dresden oder seinem Gute Tolkewitz bei Torgau zurückzog. Nur selten besucht er Gera, häufiger jedoch verweilt er auf seinem Schlosse ju Schleiz, wo er bei der Bevölkerung viel Liebe besitzt wegen seines schlichten, bürgerlichen Gewohnheiten zugetanen Wesens. D. Red.) t t r , Mannheim, 22. Mai. In der Handelskammer berichtete Kommerzienrat Baum, daß Minister v. Marschall ihn ermächtigt habe, mitzuteilen, er, der Munster, sei nach wie vor em entschiedener Gegner von Schiffahrtsabgaben. — Die Hauptversammlung des Bundes deutscher sGietzener Anzeiger ESS General-Anzeiger für Oberhessen «brefle tüt ®«petL,m: Bo(a(ionst)nllI mt) ö« BrH6Hd)tn llnio.-vuch- und SlehtbrudertL B. fangt. Beöafttei, «fptdMan und Druckerei: Schulftretze *. Anzeiger Metzen. . mm----■■»■,■■ ■■■■■■■■ ■ Der -eW-e Leyrertag in Iriedöerg. n. V Friedberg!, 22. Mai. War schon die gestrige Vertreterversammlung sehr stark jLprcht, so war es erst recht die heutige Hau p tversamm- knng. Au dcu Großherzog wurde ein Huldigungs-Tele- tzcaurm abgesandt. In längerer Begrüßungsrede eröffnet Kack es die Verfanunlung. Er wirft einen Rückblick auf ferne 25 jährige Leitung des Vereins und gedenkt in Dank- Arrckeit seiner verstorbenen Miürrbeitcr und des Entgegen- ckcmmrens der obersten Schulbehörde. Besonderer: Dank Äoidmet er dem Gründer des Vereins Lehrer Joh. Schmitt. Mus die jetzige Einmütigkeit im Landeslehrerverein hin- ßveisend, ruft er den Lehrern zu „Seid einig!" Kreisrat Key betont die hohe Bedeutung des Lehrerstandes, in fdessen Hand die kostbarsten Güter der Jugend, die Förde- rung der Heimat- und Vaterlandsliebe gelegt sind. Weiter sprachen Schulrat Süß, Direktor Dr. Schäfer, Beigeordneter Hieronymus und Seminarlehrer Müller. Auf .Antrag des Stellvertreters Kcrßlick sanktionierte die ^Hauptoerasmmluug einstimmig den Beschluß der gestrigen .Delegiertenversammlung, wonach Backes zum Ehrenvorsitzende u ernannt wirb, und ihm aus der Backes- stiftmrg 500 ?Rark überwiesen werden. Der neue, auf sechs Jahre gewählte Obmann Huff-Darmstadt legt das Gelöbnis ab, das Vereinsschiff im selben Sinn und Geist wie Water Mates zu leiten. Das Ziel sei, alle hessischen Volks- «fchullehrer zu bereinigen. Wir erstreben eine achtungs- würdige Stellung und eine der Große der Arbeitslast ent* 'sprechende Besoldung. (Anhaltender Beifall.) Rcunmehr ergreift Lehrer Mink-Bensheim das Wort zu seinemLLortrag.- „DiePrüfungen in der Volkses chule", durch die Prüfungen leiden Herz und Gemüt der ,$inber, sie geben Lein genaues Bild von den Wirkungen des Unterrichts, sondern eine Verdunkelung der Leistungsfähigkeit und des Standes in einer Klasse. Kinder und Lehrer sind vor und während der Prüfung aufgeregt, Ueber- fchreitungeu des Züchtrgungsrechts sind nicht selten die 'folgen. Die Prüfungen sind nur eine Parade und ihr ^gehen Drillen und Einpauker: voraus. Die Prüfungei: ver- ! Ursache:: bedeutenden sinanziellen Aufwand, der zur besseren Ausstattung der Schulen verwandt werden sollte. Die Prüfungen sind ein Httrmschuh für eine gedeihliche Gr- Nehüngsarbeit. Die öffentlichen Kirchenvisitationen sind zu verwerfen. Wir verlangen der Kirche gegen* aißer volle Selbständigkeit; nicht unter, sondern neben der Kirche wollen wir arbeiten an Menschenglück iumb ^bildung. Darum soll die Losung sein: „Los von cher Kirche, hin zum Altäre". Änganhaltender Beifall folgte den Ausführungen des Redners. Schulrat Scherer aus Büdingen trat für Beibehaltung der Prüfungen ein, doch sei eine Reform des Prüfungswesens erforderlich. Man solle und könne bei der jetzigen Verfassung die Gemeinde von der Aufsicht nicht ausschalten. iJhriug-Raunheim, Backes- und Kaßlick-Tarmstadt traten sirr Abschaffung ein. Kein deutscher Bundesstaat außer Hessen kennt die periodisch wiederkehrenden Kreisschulkommissionsprüfungen, und diese Ausnahme-Einrich- tmvg> die in Hessen auch nur die Volksschule, nicht auch die -höheren Schulen betrifft, n:üsse beseitigt werden, sie schädige einen gedeihlichen, erziehlichen Unterricht. Nach dem Schlußwort des Referenten Mink werden folgende Thesen einstimmig und mit lebhaftem Beifall angenommen : । „1. Die Prüfungen geben kein richtiges Bild von dem geistigen (Zustand einer Klasse, psychische Momente drücken das Prüfuugs- 'ergeünis herab. 2. Der Unterrichtsbetrieb wird durch die Prü- fwlgen ungünstig beeinflußt; ein Drill- und Banksystem wird .begünstigt, unter dem Lehrer, Schüler und Elternl)aus leiden, chn Stelle des Unterrichtszieles tritt das Prüfungsziel, die Unter* stichtstätigkeit wird ungleichmäßig, häufige Bestrafungen und Ueber- schreitungen des Züchtigungsrechts sind Begleiterscheinungen des Prüfungswesens. 3. Die Prüfungen haben nicht selten für den Lehrer unverdiente Demütigung zur Folge und haben auch schon öfters Anlaß zu Streitigkeiten zwischen Lehrer und Gemeinde, sbezw. Kirche gegeben. 4. Die großen Summen, die der kostspielige Prüfungsapparat verschlingt, können im Interesse der schule nutzbringender angelegt werdet:. 5. Die Kontrolle des Schul- chetriebes hat durch Inspektionen zu erfolgen, die lediglich durch ^fachmännisch gebildete Schulaufsichtsbeamte ausgeübt werden. |G. Auf Grund obiger Erkenntnisse ist die Abschaffung der Prü- kfungen zu erlangen. Nur als Berufungsinstanz haben sie Be- srechtigung." Um 3 Uhr schloß Backes in bewegten Worten die (HauptVersammlung, die letzte, die er als Obmann leitete. Der Feuerversicherungs-Verband hessischer Lehrer tagte gestern nachmittag unter dem Vorsitz des Hauptlehrevs Kn au ß-Gießen. Mit dem Ablauf des diesjährigen Geschäftsjahres bl:ckt der Feuerversicherungs- iVerband hessischer Lehrer auf eine zehnjährige Geschäfts- Stätigkeit zurück. In nicht ferner Zeit wird reicher Segen •für den hessischen Lehrerstand u::d ganz besonders seine Mohltätigkettsanstalten davon auSgehen. Auch im verflossenen Geschäftsjahr erforderten vier kleinere Brände >e:ne Deckung von 162 Mark. Mit diesen hat der Verband leit seinem Bestehen 1384.15 Mark für Br>u:dschad en aus- «gezahlt. Die diesfährige Jahresrechnung schließt mit einem Reingewinn von 4089.24 Mark ab, durch welchen der Reservefonds auf 21631.75 Mark gebracht wird. Der Gewinn !'beträgt für 1906 4089.24 Marc, die Zahl der Mitglieder 'be§ Verbandes 1550, welche mit 818207i Mark versichert sind, sodaß der durchschnittliche Versicherungsbetrag eines Mitgliedes sich auf 8214 Mart beläuft. Auf folgende Bezirke fallen Sie veigefügien Versicherungsbeträge: Alsfeld 100060 Mk., Butzbach 72 215 ML, Darmstadt 339 208 Mark, Friedberg-Bad-Rauheim 160 228 Mk., Gießen 234 537 Mark, Gießen-2and 88122 Mk., Lauterbach 150 341 Mk., (Mainz 132 746 Mk., Offenbach 502 238 Mk., Worms 298831 Aus Anlaß der Hauptversammlung gaben sich mehrere Jahrgänge der Lehrer mit ihren Klassenbrüdern ein Stelldichein, so diejenigen Herren, die vor 25 Jahren und vor 50 Jahren das hiesige Seminar verließen. Heute vormittag fand auf Einberufung des Lehrers Reitz aus Ottenbach eine Versammlung der Lehrer und Freunde des naturkundlichen Unterrichts statt. Es wurde ein Land e s ve rb an d für He s s e n gegründet und Rertz mit der Leitung des Verbandes betraut. Der Verband zählt ea. 700 Mitglieder. Englische Kommunalpolitiker in Deutschland. Bon unserem Korrespondenten. Frankfurt a. M., den 22. Mai. Zum ersten Male sah gestern der stolze Röowrsaal, der mehr dem: tausend Jahre deutscyer Geschichte erlebt hat, Albions Gäste unter seiner ^prunwollen Deck. Parlamentarier waren'S, Bürger», ttstcr uiu) Staatsbeamte, die den Weg über den Kanal genonunen, um in deutsafen Landen und Städtm: deursche Kommunalpolitik zu studieren. „Deutschland ist uns über^ über in gewissen Beziehungen k" bekannte mir gegenüber btt Sex kretär der Gesellschaft Dr. Lunn. Ein seltenes Bild bvt der Kaisersaal. Die Engländer waren zum Teil in Amtstracht, zum 'Teil-in ■ Uniform erschienen. In purpurnem, pelzverbrämtem Mantel schritten verschiedene Lord- nuryors in den Saj,:l. Schotten trugen den knallroten Mayors- rvck mit breiter Schärpe, ParlamentsNiitglieder hatten die engt. Hoftracht angelegt: Samtjacket mit fpitzenumsäumten Aermeln, Kniehofei: und Schnallenschuhe. Die Hand am1 Degenknaust schritten sie in den Saal. Bei dem Festmahl fiel es' auf, daß bei dem Hoch auf den Oberbürgermeister Adiclles der Sekretär des englischen Komitees, Dr. Lunn, der kürzlich vom Kaiser den Roten Adlerorden erhalten hat, auf die politische Zukunft unb die zu- künftige Laufbahn von Dr. Adickes chinwies. Die englischei: Gäste stimmten durch ostentativen Beifall den Wirten ihres Sprechers bei. Und so schnell wurden während des Mahles die kühlen Engländer „warm", daß sie Hipp Hipp Hurva riefen und sangen: „He is a jolly good fcllow lath nobod'y can deny^ . . . Fehlte nur noch der Verbrüderuttgskutz. . . Da Festmahl ist zu Ende. Oberbürgermeister Dr. Adickes, Arn: in Arm mit dem früheren englischen Unterrichtsminister, verlassen den Saal. Die anderen folgen, man findet sich beim Mokka in den angrenzenden Räumen Die Gelegenheü zu interessanten Interviews war geboten Bei Dr. Lunn beglann ich mit der Frage: Welches vst der Hauptzweck der Deutschland fahrt? „Wir wollen insbesondere das deutsche Schulwesen und die sanitären städtischen Verhältnisse in Deutschland kennen lernen. Da ist uns Deutschland über. Gerade Frankfurt mit feinen imposanten Schulbauten soll uns beispielgebend sein. Und dann: Reben dem kommunalen Studium aber wollen wir noch eins: Den internationalen Frieden befestigen. Das ist das erstrebenswerteste Ziel all und jeder Kultur!" „Und der Englandhaß auf Deutschland, die Erbitterung auf den „german boy" ? „Glauben Sie mir," betonte Tr. Lunn, ,chas ist in der Hauptsache ein Machwerk einer gewissen Presse. Der Engländer haßt Deutschtum und Deutschland nicht. Wir kommen gern über den Kanal nach Deutschland, kommen hierher, weil wir wissen, daß unsere Fahrt unserer englischen Kommunal- polück reichen 97utzen bringen wird! Betonen Sie das besonders, daß wir den Frieden wollen, den internationalen!" Auch der- Präsident des Komitees Lord Lyveden nru&te nur Gutes zu melden. Er ist ein Lord vom Scheüel bis zur Sohle. Ein Mann, dessen weißes Haupt von Erfahrungen kündet, dessen Auge forschend und spähend ausschaut. Er erzählte: „Eigentlich ist der deutsche Kaiser der Urheber dieser Deutschlandfahrt. Er begrüßte m:ser Vorhaben auf das herzlichste und sprach die Hoffnung aus, daß wir neue Anregungen aus dem deutschen Kvnrumnalwesen mit nach Hause nehmen möchten. Und diese Hoffnung hat sich erfüllt, denn unsere vorjährige Deutschlandfahrt hat bereits Früchte getragen, unsere diesjährige wird ebenso reich an Ausbeute sein! Wir wollen uns gegenseitig, gründlich kennen lernen; gelingt uns das, dann ist die Bläsis für gemeinsame Arbeit geschaffen!" Und was hatte der frühere englische llnterrichts- m i n i ft € r zu sagen? Von größter Bedeutung sind die Worte, die von der Befestigung des internationalen Friedens kündeten. Als ich Gorst sprechen hörte, daß Deutschland in gewissen Beziehungen England überflügelt hat, daß kleinliche Eifersucht und unliebsames Mißverstehen wohl nwhr ein Werk geschäftlicher Konkurrenz ist, daß England und Deutschland dieselben Grundsätze, aber auch dieselben Vorurteile haben, da mußte man es glauben, daß der Deutschenhaß in England wohl mehr oder minder, wie auch Oberbürgermeister Adickes richtig betonte, ein Werk jener Elemente ist, die Zwietracht ftiftim wollen um jeden Preis. Die Worte des englischen Exunterrichtsministers gesprochen zu Frankfurt a. M., am 21. Mai, wird man sich besonders merken müffen. Sie lauteten: Die Bemühungen um die Vervollkommnung munizipaler Emrichtungen knüpfen ein enges Band zwischen den verschiedenen Rationen, aber das Ziel der gegenwärtigen Studienreise fö noch ein höheres, die Befestigung des internationalen Friedens, das höchste Ziel der Kultur. ♦ Tie englischen Komnrunalvotttiker besichtigten heute verschiedene städtische Einrichtungen, wobei u. a. Stadttat Lautenschlager in englischer Sprache einen Vorttag über die bauliche Entwickelung der ^tadt, über Sttaßendurchbrüche und Zonen-Ein- teilung hielt. Einer der englischen Herren dankte im Auftrage des Komitees für den glanzenden Empfang und den lehrreichen Vortrag. Nachdem am Donnerstag früh wettere städtische Einrichtungen besichtigt fein werden, beabsichtigen die englischen Gäste Homburg und der Saalburg einen Besuch abzustatten Tie Abreise nach Heidelberg ist für Freitag mittag in Aussicht genommen. __ Hauptversammlung der Deutschen Kolonialgesellschaft. (Orig.-Bericht des Gieß. Anz.) . B. Worms, 22. Mai. Der geschaftl:che Teil der diesjährigen Tagung der Deutschen Kolonialgesellschaft begann heute mit einer vertraulichen Sitzung des Vorstands. Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg präsidierte. Als Vertreter des Reichsmarineamts war erschienen der Wirkl. Admiralitätsrat Dr. Köbner. Rach den Darlegungen des Präsidenten ist die Vermögmslage günstig. Indessen stellen zahlreich eingegangene Anttäge erhebliä>e Angriffe an die Fonds, was um so mehr beachtet werden müsse, als andere Anträge hinwiederum eine Herabsetzung der Mitgliederbeiträge fordern. Die int Voranschlag für das ganze Jahr vorgesehenen 22 000 Mark für Agitationszwecke wurden schon aufgebraucht durch die erhöhte Werbetätigkeit in der Zeit zwischen Auflösung des Reichstags und der Neuwahl. Zur Auffüllung des Werbefonds muß diefe Summe nun nochmals bewilligt werden. Für Veranstaltung von L:chtbildervorführungen werden 6000 Mk. garantiert. Weitere 5000 Mk. sollen zur Unterstützung der Expedition des Herzogs Adolf Friedrich zu Mecklenburg (eines Bruders des Präsidenten) nach dem Viktoria-See bewill:gt werden. Zur Popularisierung der afrikanischen Eisenbahnen sckstugen Oberpostdiretlor Hofmann und Konsul Vohsei: vor, das Material der Regierung zu verbreiteiu Zum Wißmann-Denkmal in Daressalam erbat der Präsüwnt von den Abteilungen Beisteuerung neuer Mittel. Admiral z. D. Strauch forderte die Fortsetzung der Usambarabahn. Entgegen anderslautenden Berichten, u. a. in der Tägl. Rundschau über die Besiedelung in Ostafrika erzählte Hauptmann a. D. L e u e aus eigner Kenntnis, daß die früher :nt Kaukasus ansässigen Deutschen in Südost ganz vorzüglich angesiedelt seien. Im Auskunftswesen wird angeregt, die Zweiganstaltei: in dieser Hinsicht besser auszugestalten (mit, Material). Ein Antrag Breslau auf Unterstützung einer Südseeforschungsreise wurde abgelehnt. Auf Antrag des Dr. Hmdorf (Charlottenburg) wird der deutschen Kolonialschule in Witzenhausen zur Förderung der kolonialen Tierzucht auf ein Jahr die Summe oon 5000 Mk. gewährt. Schließlich ist noch von einer Erklärung des Herzogs Johann Albrecht Notiz zu nehmen. Er sei gestern mehrfach mündlich und heute auch telegraphisch gefragt worden, ob er, wie behauptet werde, das Präfidium in der D. Kol. Ges. niederzulegen beabsichtige. Er sehe dazu keinen Grund. Unter lebhaftem Beifall schloß der Präsident: „Wir bleiben zusanm:en." (Also ist die Nachricht von seiner Wahl zum Regenten in Braunschweig doch unrichttg gewesen? D. R.) Am Abend fand eine von der Stadt veranstaltete Festlichkett im Fest-Spielhause statt. Unter den Erschienenen bemerkten wir: Gras Arnim-Muskau, Kontreadmiral z. D. Ascher, die Reichs- tagsabgg. Dr. Arning-Berlin, Schwarze-Lippstadt, die Gouverneure a. D. Leutwein und von Bennigsen, Exz. von Holleben, Wirkl. Geheimrat Dr. Hamn: (Bonn), Heinrich 32., Prinz Reuß, Konsul Schwabe-Berlin und die Wormser Abgg. v. 5>eyl und Reinhart, Aus Sta&t uns Luns. Gießen, 23. Mai 1907. ** Ein neuer Kammer-Antrag des Abg. Brei" mer betrifft den Gesetzentwurf über die Jagd, und zwai wünscht er folgenden Zusatz zu Artikel 20: 1. Tie in ein Gc- meindejagdgebiet einschneidenden Parzellen eines iagdberechtigten: Grundbesitzers, welche die Arrondierung und Ausübung einer Gemeindejagd erheblich erschweren oder den Wett berfelben pro Hektar bei Nichtzugehörigkeit zu vermindern in der Lage sind, werden mit der Gemeindejagd verpachtet und nach den in diesem Artikel festgelegten Bestimmungen, Jagdausübung und Jagd- pachtentschädigungei: betreffenb behandelt. Streitigkeiten werden unter Ausschluß des Rechtsweges im Verwaltungsstreitverfahrery entschieden. 2. Auf neu erworbene Grundstücke :n_ einer Otts- gemarkung kann das Jagdrecht von dem anstoßenden jagd- berechttgten Grundbesitzer nicht mehr ausgedehnt werden, es bleibt nach wie vor der Gemeinde. "Kolportage. Vieliach wird darüber geklagt, daß die Bewohner durch männliche und weibliche Kolporteure, die Bücher in Heften und Zeitschriften anbieten und sich dabei auf die Em« pfehlunc; der Pfarrer berufen, belästigt werden. Aus Erkundigung an zuständiger Stelle wird uns die Auskunft, daß die hiesigen Pfarrer allen solchen Dingen ganz fernstehen, daß sie es sorgfältig vermeiden, ihre Gemeindeglieder zu solehen Ausgaben zu veranlassen, und daß sie, wenn sie wirklich einmal etwas zu empfehlen haben, dies unter allen Umstände,: schriftlich tun. Wir können daher nur raten, alle, die sich in dieser Weise auf die Pfarrer beziehen, so jetzt wieder die Verbreiterin de? ^Grüß Golf, um dieser Unwahrheit willen abzuschicken, selbst wenn es sich, wie in diesem Falle, um ein an sich ganz gutes Blatt handelt. t Lang-Göns, 23. Mai. Am Pfingstmontag beteiligte sich der Gesangverein „Germania" an dem Gesangwettstreit in Langendiebach bei Hanau unb errang unter sieben schon mehrfach preisgekrönten Vereinen den 2. Preis, bestehend aus einem wertvollen Trinkhorn und 50 Mark in bar. Cs ist dies das vierte Mal, daß der Verein Preise errungen hat. Am Abend der Rückkehr wurde der Verein von seinen passiven Mitgliedern und Fremckren im Fackelzug abgeholt und in das Vereinslokal geführt. Am 3. Pfingstfeiertag fand in der Gartenwirtschaft zur Poft eine Feier statt. Der Präsident A. Müller dankte dem Dirigenten Sames aus Holzheim für seine vorzügliche £ci- tung und schloß mit einem Hoch auf denselben. -1-. Arnsburg b. Lich, 22. Mai. Am PftngstdienStag feierte das Rettungshaus fein Jahresfest. Da eS wieder wärmer geworden war als an den vorhergehenden Tagen, so hatte sich eine große Schar von Zuhörern auf dem Feft- platze in einem herrlichen Buchenwald versammelt. Auch I. I. K. K. H. H. der Groß Herzog und die Großherzogin, die zu Besuch in Lich weilten, nahmen mit den Licher und Laubacher Herrschaften an dem Feste teil. Der erste Festredner, Dr. Busch aus Frankfurt, zeigte an der Hand der Tageslosung Richter 6, 23.24., wie man ein ganzer Mann wird, worauf Pfarrer Löhr aus Elberfeld im Anschluß an Joh. 7, 37.38 hinführte zur Lebensquelle, die in JesuS sprudelt. Durch die Vorträge zweier Gesang- und Posaunenchöre wurde das Fest verschönt. Möge es dazu beigetragen haben, daß die Arbeit in der Anstalt zu Arnsburg wieder inehr Teilnahme und Förderung erfahre. X Reiskirchen, 22. Mai. Heute nachmittag wurde der so jäh auS dem Leben geschiedene Heinrich Lau nspach von hier zu Grabe getragen. Das ganze Personal deS Kornnttrzienrais Heyligenstädt, bei dem Launspach längtet Jahre in Arbeit stand, der hiesige Kriegeroerein sowie der Kriegeroerein von Lindenstruth und eine große Menge von Leidtragenden erwiesen dem Toten die letzte Ehre. Pfarrer Gombel hielt eine ergreifende Grabrede. — Zu dem bereits gemeldeten Unfall haben wir noch zu berichten, daß sich außer Herrn Damm, dessen beide Söhne, von denen der eine ebenfalls schwer verletzt wurde, zwei Kinder deS verstorbenen Launspach, von denen das eine schwere Verletzungen am Kopfe erhielt, sowie noch 2 Herren aus Großen-Buseck aus den: Gefährt waren, die auch Verletzungen am Kopse davon trugen. Beide befinden sich aber außer Lebensgefahr. bk F r : e d b e r g, 23. Mai (Tel.). Der Biecverschleißet der Akticnbrauerci Aschaffenburg David Schreijack wird seit den: ersten Feiertag vermißt. Man will ihn zuletzt art’ den Ufer der Wetter gesehen haben. Wahrscheinlich hat er sich nach Unterschlagungen ertränkt. — 5 Meter von dem in der vorigen Woche entdeckten römischen Ofen ist man auf einen weiteren Ofen aus altrömischer Zeit gestoßen, deffen Ausgrabung freilich mit mancherlei Schwierigkeiten verknüpft ist, da gerade an der Stelle Neubauarbciten statt- sinden. Doch hofft man auf noch weitere wertvolle Funde. k Vilbel, 23. Mai (Tel.) Gestern fand die Landespolizeiliche Abnahme der neuen Bahn st recke Helden- bergcn-Vilbel durch Vertreter des heffischen Ministeriums statt. Einweihungsfeier sindet nicht statt. a. Muß bei Landenhausen, 22. Mai. Ein recht bedauerlicher Unglückssall ereignete sich heute nachmittag hier. Der Landwirt Fr. Bayer kam ins Rad seines Wagens und wurde etwa 250 m geschleift. Dabei wurde ihm ein Bein förmlich abgerissen. Ob der Schwerverletzte mit dorn Leben davon kommen wird, ist zweifelhaft. Mainz, 21. Mai. Der Stadtverordnete N. Reis, hat bei dec städtischen Verwaltung den Antrag gestellt, sämtliche Volksschulen der Stadt einheitlich zu organisieren und an die Spitze des gesamten Volksschulwesens einen besonderen Stadtschulinspektor zu stellen. Oberbürgermeister Dr. Göttel- mann ist wegen dieser Frage mit dem Ministerium in Unterhandlung getreten. — Hier starb dec populärste Gastwirt von Mainz, der Besitzer dec Brauerei „Zum Birnbaum", Franz Geier. Einen besonderen Nuf hatte er sich durch seinen K:nderreichtum (oon zwei Frauen wurden ihm 35 Kinder geboren!) erworben. Wiesbaden, 22. Mai. Heute vormittag wurde hier der 23. deutsche Protestantentag eröffnet. Pfatter Fischer aus Berlin sprach über die kirchenpolitische Lage in Deutschland und die nächsten Aufgaben des Kirchenliberalismus. Die Beratung wird drei Tage in Anspruch nehmen. Frankfurt a. M., 22. Mai. Auf Ansuchen der Staatsanwaltschaft Köln wurde ein hiesiger Agent, der an dem Tode eines 28jährigen Mädchens als mitschuldig verdächtig ist, verhaftet. — Heute ist an derselben Stelle, wo der Chauffeur der Adlerwerke verunglückte, der Benz- wagcn 7c gegen eine Telegraphenstange gerannt. Der Führer des Wagens, Spanmann, erlitt eine schwere Kopfwunde. Der nütfahrende Piechaniker erlitt leichtere Verletzungen. — Gestern wurde an der neuen Eisenbahnbrücke die Leiche des 17jähcigen Taglöhners I. Jhl aus Niederrad gefunden. Jhl wurde seit dem 17. Ma: zusammen mit der (Nachdruck (Ohne Gewähr.) 209 87 809 [ 3000] 489 594 1610® 331 51 80 482 578 67 1 806 811 2 7 8 037 137 6 8 414 528 44 81 774 9 089 109 571 85 727 46 828 986 367 801 528 TU 849 833 11 8'J 33 40 3 9299 326 68 [1000 ] 439 [75000] 617 570 628 701 98 556 797 813 5 3 073 461 753 980 5 0069 716 82 51129 M3 51 605 975 52006 S2 [1000] 190 220 504 794 [3000] 5 3 373 [1000] 415 [1000] 503 67 318 618 99 259 651 85 744 305 462 590 616 [500] 703 26 880 915 219106 84 47 52 59 66 945 59 9 8108 235 55 [1000 ] 374 528 99102 18 2S1 417 r.07 287000 35 329 519 44 54128 314 426 81 806 58 60 469 633 89 110 546 72 781 68 94 91 128 315 [500] 711 75 956 1031 322 88 i 500] 327 31 653 653 924 3 103 4 41 513 934 [3000] 4032 43 141 527 631 84 682 460 690 757 940 62 6125 236 [500] 397 [3000 ] 75 4 3166 7 3 270 453 725 36 802 66 275 [8000] 581 652 [1000] 880 911 71 4 5033 | 12 833 974 [8000] 89 401 27 60 555 719 805 587 458 438 088 [1000] 172046 416 632 754 [1000] 868 84 [1000] 551 [1000] 57 76 780 678 [ 500] 904 [1000] 175145 53 372 651 64 870 933 06 67 439 4 5 803 957 177139 800 479 662 275 820 399 279 713 965 2123 37 50 609 757 5045 103 286 866 945 7199 652 447 336 403 785 805 [3000] 929 54 1 82072 322 183100 241 482 91 595 045 48 736 486 525 630 901 185066 115 22 72 95 186168 840 75 782 844 1 87819 967 98 837 932 1 89211 [3000] 86 72 873 1 Prämie ä 800 000. 2 ä 60000. 1 ä 50000. 975 5 7164 56 618 881 [1000] 916 34 306 950 437 844 523 995 911 359 SU 098 849 608 930 8T3 202 389 702 130 354 625 113 540 556 971 85 253 121 144 867 106 548 822 800 26 28 44128 67 157 47045 54 499 33 550 806 943 66 184035 [3000] 233 [3000] 553 OOfl 26 79 89 1 86188 488 681 74 784 905 48 10105 79 328 [1000] 474 80 512 34 703 62 11054 293 5.17 652 57 738 70 975 1 2065 150 61 [1000] 245 60 81 5 5030 105 [1000] 93 214 [300] 76 81 670 [ 3000] 85 852 5 6000 213 388 610 217 40.3 514 795 820 5 8029 425 510 45 518 866 943 [ 500] 1O903* 125 212 96 599 653 31 813 53 63 13 43 [500] 636 700 92 88,' lO50.'3 60 131 62 [1000] 379 592 609 767 1 06113 62 1 07 099 139 67 13010] 316 461 73 97 [600] 697 42 726 801 92 979 85 108273 170050 631 779 815 173173 847 174273 317 176131 203 19O 021 886 474 688 789 1 9 1 230 56 [1000] 726 52 [500] 855 97 906 1 9L132 41 534 72 [500] 86 873 [1000] 924 1 93189 225 [500] 802 38 85 616 772 801 81 [1000] 19 4010 106 65 414 86 587 [1000] 611 891 922 80 1 95197 [3000] 30 [500] 621 767 [1000] 934 9O095 113 583 777 893 9 1 294 350 451 63 685 760 92063 77 [1000] 132 312 441 85 608 9 3081 [1000] 15 60 381 548 54 732 844 948 94034 111 877 422 33 853 [500] 919 56 95048 93 540 650 726 [3600] 63 [500] 78 913 96320 61 [500] 90 550 9 7009 108 312 405 33 2 4 390 631 943 2 5 070 206 496 655 728 53 71 91 (1000) 26336 440 77 845 2 7057 90 151 60 367 490 [1000] 500 834 951 [1000] 62 99 [1000] 28240 75 301 24 43 71 698 778 29136 90 300 83 493 511 625 871 [SCO] 30122 309 731 [500] 976 3 1375 321 61 601 98 961 32105 [500] 7 456 855 3 3502 605 49 3 4601 117 333 94 610 759 905 [3000] 118048 67 134 307 99 [500] 462 513 19 824 32 119022 167 428 44 86 517 ( 500j 675 722 3 5067 7 4 545 801 12 3 6273 346 620 83 806 [500] 910 38 [500] 87235 333 708 804 27 75 930 3 8515 53 634 70 39152 54 233 164 615 71 781 903 4O056 103 202 354 777 '[1000] 900 42 41203 327 633 42146 60« 633 56 [1000] 942 43097 209 67 710 [500] 894 714 849 1 78150 404 56 847 52 [5000] 934 [500] 179178 238 90 967 180273 492 760 801 181175 318 522 [500] 96 650 94 260 481 617 814 46u32 93 453 63 [ 3000] 549 724 [1000] 190 246 447 829 53 963 4 8 047 91 234 318 757 981 49323 431 502 824 723 521 85 503 29 40 [500] 607 974 196117 57 809 40 99 572 939 [1060] 49 [ 500] 197140 76 792 833 74 1 9 8267 546 617 837 [500] 199398 435 [500] 710 808 44 977 200261 463 [1000] 765 873 912 [500] 201221 47 482 [500 ] 662 794 812 958 2 0 2029 92 [1000] 141 88 91 398 574 717 803 2O3000 67 80 163 [1000] 816 28 [1000] 39 [1000] 145 207 616 834 861 166 091 f500) 194 946 1 67107 209 39 437 55 630 727 1 68050 997 827 957 1 69345 545 625 62 778 846 [30001 Theodor Henkel für seine wertvollen Arbeiten über M il cr» - Produktion und Ernährung der Kälber die öffentliche Anerkennung durch ein Ehrengeschenk von 1000 M. ausgesprochen und ihm zur Fortsetzung seiner Versuche über die Ernährung der Kälber, insbesondere mit Rücksicht aus eine billigere Fleisch- Produktion, eine Beihülfe von 500 M. gewährt. [10001 23 33 58 202 [5001 505 651 753 60 100912 34 268 628 726 33 947 1 0 1 0.83 [500] 62 36 46 526 54 600 718 866 71 102120 58 657 876 103150 200 36 »2 783 95 104110 51 81 861 [500] 780 842 63 997 1 05300 67 71 522 30 37 94 628 784 86 106275 713 844 988 1 07048 53 211 [3000] 27 [1000] 703 6 24 [500] 834 62 108010 515 [500] 636 828 80 109006 81 110 242 719 861 [1000] 947 110004 386 469 643 720 894 957 [500] 111035 37 957 112056 152 248 760 932 1 13022 34 59 1500] [500] 209 555 678 712 947 114179 349 76 465 [500] [500] 916 21 86 115031 150 74 89 3.30 69 400 [ 5000] 700 815 [500] 72 116011 585 [500] 88 603 24 71 [5601 300 5 17 42 52 415 82 83 629 924 3,8 491 630 2 6 8014 316 426 79 638 90 [500] [3000] 963 269153 [1000] 808 55 »48 [500] 72 98 241 405 10 620 4-1 62 998 [500] CJ 272-’29 30 352 76 648 83 848 273306 528 5! [5000] 664 85 721 919 1 4 8287 343 477 855 978 149020 07 343 998 150051 55 363 97 440 85 808 28 910 1 5 1 390 441 [500] 562 982 1 5 2 340 429 584 [1000 ] 831 [1000] 153031 72 82 328 82 88 421 647 [5000] 728 833 62 50 944 1 5 4045 159 361 406 533 04 [1000] 630 48 975 155071 182 413 594 802 5 1 56403 62 [ 500] 66 59$ 612 725 55 157081 441 635 970 1 5 8058 157 64 255 407 651 749 806 959 1 59008 [3000] 502 180033 137 239 374 438 535 720 44 863 912 13000] 16 1 049 75 183 239 419 587 754 86 822 963 83 1 6 2029 [500] 48 834 526 61 [500] 685 92 94 823 997 1 63210 618 94 710 930 87 1 34335 400 80 627 57 801 909 1 65164 370 585 841 166938 67 [500] 103 33 305 96 455 167061 148 51 224 42 1500] 868 519 [1000] 671 609 1 68224 91 [8000] 609 82 732 847 6 4239 335 93 413 C9 757 811 65047 125 68 76 308 463 92 629 6 6 038 [500] 480 83 897 911 67157 869 436 778 865 929 41 6 8593 693 750 936 6 9 063 [500] 335 414 1500] 570 87 793 [3000] 895 937 59 70136 258 347 87 [500] 505 77 [1000] 985 7 1 011 23 2SO 521 858 902 [1000] 67 7 2 295 352 619 845 51 917 73169 622 90 744 [ 3000] 973 74061 142 485 98 99 11000] 610 871 75153 436 95 510 72 96 738 952 71 76044 [3000] ]47 235 533 654 7 7007 100 14 [3000] 306 37 716 828 67 7 8029 32 64 73 260 856 91 507 733 900 73 79100 336 484 632 33 33 896 915 80013 104 24 42 410 525 79 [1000] 616 968 810*1 127 46 601 25 728 85 910 82063 159 223 430 89 701 [1000] 41 98 904 83 87 8 3 079 375 403 552 806 947 8 4202 573 797 85008 9 484 621 [500] 86056 164 [500] 577 615 [3000] 798 8 7049 112 69 32 1 74 [1090] 602 706 8 890 8 8260 89 379 544 652 67 784 976 8 9052 [1000] 57 200 S 93 503 18 12O032 149 279 327 69 565 668 749 055 1 2 1 012 677 703 69 919 1 22072 [3000] 89 189 ÜOOO] 376 816 123199 325 [3000] 69 817 [550] 22 915 124018 580 16 812 1 25048 95 684 91 996 120013 21 113 50 372 501 13 [1000] 21 832 93» 60 fclOOO] 127136 64 270 128004 [500] 85 254 435 522 fiÄO] 714 [3000] 129241 519 46 617 842 48 54164 257 576 785 803 99 [500] 917 55115 654 898 5 6240 317 5 7022 [3000] 42 »6 120 79 640 816 13 60 [1000] 961 [500 ] 84 58066 [500] 828 5 9 249 68 305 631 797 917 60119 82 231 317 [1000] 427 [8000] 559 921 285043 254 66 448 632 723 •39 57 1-3 441 606 09 710 800 935 720 39 75 86 887 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn ä 500000, 1 & 200000, Wietzener Wetterdienst. voraussichtliche Witterung für Hefieu am Freitag den 24, Mai: Meist heiter, trocken, warm; lebhafte südliche Winde. 44113 40 292 317 425 SS 841 90 4 5077 159 77 [600] [1000] 612 67 46194 678 613 75 78 938 47102 46 301 [500 ] 622 [1000] 726 821 935 4 8281 899 761 859 70 49134 482 774 50151 462 508 33 52 [1000] 631 807 14 33 935 51015 33 [1CC0] 73 3.30 517 822 36 29 [1000] 921 52132 [500] * Kleine Lageschronil. Am Pfingstmontag kenterte zwischen Heia und Adlerhorst an der Ostsee ein Kutter. In der Kajüte sand man die Leichen des Kaufmanns Schimmelpfeng und einer Frau aus Königsberg, sowie des jüngsten Sohnes des Fischers. Tie Leichen der beiden anderen während der Fahrt über Bord gespülten Personen sind noch nicht geborgen. — Aus dem Zentralfricdhofe in Aussig (Böhmen) feuerte ein Mann namens Nilfche aus Garlitz mehrere Schüsse aus seinen 7jährigen Sohn und auf seine 4jährige Tochter und erschoß sich dann selbst. Tie Kinder sind lebenSgeiährlick verletzt. — Als der Gendarm m Garstedt (Hannover) einen Fcchrraddieb verhaften wollte, zog dieser das Messer und stach den Gendarmen nieder. Bei der Ver- solgung erstach der Täler, ehe er verhaltet werden konnte, noch einen Knecht und einen Stellmacher. — Tem Kohlenhändler Znnpelmann wurde ans dem Bahnhose Hieskam (Pfalz) von einem rangierenden Äükerzng der Kopf abgefahren. — Tie tagende Jahresversammlung des deutschen Vereins lür Schul - Gesund- heitspflege bestimmte, die nächstjährige Versammlung in Darmstadt abznhalten. — Aus Elantan in Georgia (Nordamerika) wird telegraphiert: Gestern abend umringte ein Pöbelhausen das Hans des Negers Sam Padgelt, dessen Sohn Flein verdächtig war, eme weiße Frau vergewaltigt zu haben. Dem Pöbel wurde die Erlaubnis erteilt, das Haus zu durchsuchen. Doch als er eindrang, wurden Schüsse aus dem Inneren des Hauses tze'euert und ein Weißer getötet, vier verwundet. Ter Pöbel erwiderte das Feuer und tötete Sam Padgetk, sowie seine Tochter und mehrere andere. Tie Menge wartete dann aul Verstärkungen, und als Sam Padgetts Frau und Sohn ms Geiängius abgeführt wurden, durchhohrlen sie dieselben mit Kugeln, Flein Padgetl entkam jedoch. 013 200 563 965 ICuitft Uttd rVi^enschaft. — Der 200jährige Geburtstag Sinnes, des großen Naturforschers, wird heute in allen Schulen Schwedens gefeiert. Die HaupNeier der Universität llpiaia findet yeuie und morgen statt. An ihr nehmen der Kronprinzregent und andere Mitglieder des königlichen Hauses sowie eine große Anzahl schwedischer und auswärtiger Gelehrter teil. Vertreter aus fast allen europäischen Staaten und aus Amerika sind dort erschienen. Tas Kuratorium der Liebig-Stiftung bet der königlich bayrischen Akademie der Wisjenscha'len hat bem Professor der k. jUabenue sür Landwirtschaft und Brauerei in Weihenstephan Tr. 869 61003 [10000] 207 53 95 322 458 537 835 89 62006 42 261 359 425 60 550 [500] 855 [500] 934 63002 194 416 26 77 574 858 [1000] 916 64039 166 260 375 [1000 ] 492 639 730 903 31 6 5067 185 270 811 60 949 6 6062 261 65 85 [15000] 468 573 76 623 715 8:3 931 [500] 67310 589 68118 258 522 66 653 851 S63 69020 [1000] 46 90 258 307 565 622 [500] 816 7O010 [3000] 43 498 560 635 [1000] 43 846 7 1 017 164 96 214 315 440 634 714 7 2095 M 306 566 613 736 89 99 73117 84 220 50 592 782 904 25 7 4 203 79 1 880 7 5120 607 62 77 76030 190 270 528 35 68 921 77627 97 193 2v3 40 333 573 670 707 65 825 7 8023 285 348 515 606 7 3 361 951 790.-3 167 71 325 [500] 83 [500 ] 606 821 [500] 41 953 80139 898 943 [1000] 55 81033 50 591 G29 77 98 853 82319 505 737 65 977 8 3101 511 845 729 '61 84163 92 667 [500] 895 8 5 021 69 178 333 899 926 59 86016 69 123 82 94 252 72 462 541 691 703 820 8 7084 129 851 57 509 [500] 99 779 831 8 8076 013 791 821 89139 89 355 86 53'3 691 823 90607 29 70 163 641 823 [500] 944 91070 351 418 79 91 719 92116 235 331 697 93116 210 11 51 83 422 733 51 [500] 823 926 9 4203 [500] 29 604 9 5193 281 370 459 503 37 670 940 9 6 213 !500] 39 358 474 510 764 961 97016 136 862 79 659 704 833 98196 311 512 672 99247 512 30 62 731 1OO000 103 [500] 256 [509] 606 18 7 3 706 810 1 0 1 084 213 339 412 715 819 926 102097 173 276 567 766 919 85 [3000] 103125 403 104056 202 306 60 455 59 505 [10030] 92 75 862 835 856 2 5 5 223 337 41 633 [3006] 83 911 256923 127 260 500 58 [500] 691 769 [1000] »87 97 257053 720 [1000] r77 258030 [500] 31 277 [500] 595 603 40 fflS 8 4 »14 2 5 9056 423 578 [500] 756 869 900 57 76 95 97 763 927 2 0 5198 202 42 93 316 419 537 847 79 206079 468 527 653 771 851 015 [1000] 207321 486 833 60 208IG1 978 2 09 109 377 476 893 901 2 1 0016 260 76 378 546 604 [500] 75 879 211147 564 793 824 044 2 1 2001 206 306 505 86 959 2 1 3086 13. Ziehung 5. Kl. 216. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 22. Mal 1907, vormittags. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Arbeiterbewegung. Ferrara (Italien), 22. Mai. In der Provinz besetzten streikende Landleute eine 40 Km. lange Sekundär- bahn, um den Zuzug von angeworbenen Arbeitswilligen zu ver- h i nbeiü. Kandel. Märkte. ke. Frankfurt a. M., 23. Mai. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Auz.".) Amtliche Notierungen der heutigen ViehMarktpreise. Zum Verkaufe standen: 36 Ochsen, 00 aus Oesterreich 0 Lullen, 0 aus Oesterreich, 37 Kühe, Fersen, Stiere und Nmder 0 aus Rumänien, 1019 Kälber, 00 Schafe und Hammel, 0 Ziege, 00 Ziegenlämmer, 0 Scha'lämmer. Bezahlt wurde für das Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 76—82 Alk., 2. Qualität 66—70 Alk., 3. Qualität 00—00 Mk.; Bullen 1. Qual. 00—00, 2. Qual. 00—00; Kühe 1. Qualität 71—75 Alk., 2. Qual. 68—70 Alk., 3. Qual. 60—62 Alk., 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 00—00 Alk. Kälber l.Qual. 100-000 Pfg., Lebendgewicht 62—00 Pfg., 2. Qualität 92—97 Pfg., Lebendgewicht 54-58 Pfg., Schlachtgcw. 69—72 Pfg.; Schafe: 1. Qual. 00—00 Pfg., 2. Qual, 00—Ou P,g. Geschält: bei Hornvieh schlecht, Ueberstand unbedeutend. Bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand. 235 221 95 415 29 523 602 92 794 929 67 227055 57 453 608 81 722 816 228009 144 [8000] »7 343 401 48 73 5-75 763 [3000] 684 2 2 9398 809 27 901 ___ 230189 320 [1000] 571 765 [1000] 73 23 1 096 333 555 59 74 [1000] 726 232103 65 311 692 796 873 2 33152 *31 378 487 [1000j 631 83 [1000] 798 862 993 234059 279 684 96 .121 903 2 3 5005 72 152 218 66 846 88 481 776 944 65 2 3 6026 40 [500] 347 479 82 [500] 807 82 89 96 941 80 237181 485 54# 618 829 238154 810 411 87 1 78 970 [3000] 23 9108 93 366 416 541 651 779 [3000] SOI ___ 240131 287 378 503 85 932 24 1 092 155 277 405 639 716 867 917 36 40 56 2 4 2000 [3000] 17 [500] 636 72 795 (10001 843 969 81 24 3016 218 25 93 [3000] 97 321 403 2 4 4091 175 (50001 550 807 2 45186 522 43 65» [30001 972 246000 422 505 650 841 48 61 977 247045 344 560 64 90 713 507 [500] 33 943 76 2 48175 [ 500] 262 506 26 88 [1060] 610 SS [500] 898 971 249212 41 98 338 430 537 632 737 80 »93 250 13 289 490 600 807 251043 [1000] 68 210 65 92 3i'9 453 536 67 93 613 17 27 783 902 2 5 2072 84 212 321 484 616 253-C5 3 J 471 87 824 925 26 2 54170 383 266160 2C9 267065 217 701 [5M>] 41 270152 271210 600 [500] 95 253 465 22 0275 90 494 502 661 821 65 926 51 [IOGO] 22 1 407 17 584 93 820 903 79 91 22 2035 84 196 324 [ 3000] 30 595 773 822 70 2 2 3013 14 22 [1000] 440 615 [500] 721 224052 78 302 418 618 225093 84 358 450 540 713 36 903 2 2 6070 [3000] 96 291 [500] 130040 94 125 241 49 [JOM] ,846 61 440 555 639 814 131333 1 32255 303 474 GSC 133070 353 638 715 [500] 88 134174 492 695 724 26 41 68 931 135010 76 346 693 136052 233 343 [5061 405 Z] 39 [500] 48 97 503 84t 137036 120 [500] 277 [3000] 535J313 80 959 [500] 138103 15 457 564 76 [3000] 760 71 &12 133162 [500] 299 308 07» 88 875 140077 122 87 214 86 338 442 518 887 281 553 824 142192 275 SB 327 83S 99 14- U,. ZC. i*- 819 56 762 87 833 90» 144069 284 5L3 640 78 525 146—e .. [500] 640 916 113330 412 509 711 927 98 114030 4U 280 367 416 115236 336 S9 530 933 116013 483 570 016 78 478 »6 519 7-0 9-S 274613 340 [1000] 487 642 703 7 843 956 27SvJJ 235 425 527 30 77 88 615 769 98 [SOfOl 910 873017 IS [3000] 466 744 901 877052 175 2-26 [500] 40 321 525 M8 878104 385 565 279027 298 [500] 447 792 807 280062 59 405 10 974 281068 105 25 260 886 462 '4.3 282163 336 452 35 53« 622 4 7 710 61 050 2 8 3026 .••00] 80 96 5*6 630 [500] 301 30 52 [1000] 53 996 284011 H4 63 823 285250 [500] 429 530 791 95 [500] 820 [3000] 97» 286015 [500] 174 437 377 618 752 80 802 2870S1 276 •dl [M0£>] 818 [1000] 22 [500] »79 » [500] 035 [1000] 50 869852 460 533 81 638 720 270315 479 [1000] 601 990 [3000] 27 1 575 77 80 616 7LS 61 [500] 034 69 272037 [500] 129 966 2 7 300- »10 18 39 78 380 420 760 2 7 4 004 64 118 70 251 [30001 53 78 851 619 [500] 839 928 275086 189 618 807 276"'6 67 113 81 258 320 83 425 36 529 626 93 894 2 7 7 005 »61 356 421 564 814 2 78126 67 227 [500] 457 80 569 659 ßOO] 68 750 85 279063 240 303 89 753 280103 33 85 [500] 239 598 [1000] 816 945 281080 496 282130 [500] 206 90 459 566 630 832 283233 42 45 813 442 645 46 794 [300] 284349 59 485 545 814 43 ----- ... - ...---- 864 [5001 2860 2 116 71 538 [500] 146079 111 [1000] 285 663 774 1500] 147081 208 354 1 48381 410 40 85 96 [500] 525 919 (500] 149237 69 [3000] 475 691 150160 272 466 511 086 [1000] 151H1 158 4» 48 06 624 64 82 700 17 41 817 81 152164 290 877 403 40 667 89 [1000] 712 872 46 1 5 3040 71 149 801 568 694 819 988 154036 209 864 155001 22 68 69 221 [500] 456 75 025 890 029 1 5 6056 284 85 [1000] 323 521 27 688 62 738 830 980 1 57033 74 04 [1000] 167 804 413 581 82 640 [3000] 48 799 1 58213 326 74 413 566 628 701 [3000] 848 159147 521 924 601 487 957 957 93 Nummern in Klammern beigefUgt verboten.) 803 438 1 69058 866 943 [6000] 48 [500] ------ 186 494 521 803 88 [500] 17 1027 153 85 470 260290 523 701 953 2 61134 [1000] 252 820 59 480 .... 7^ 232310 466 853 2 6 3032 [1000] 153 685 994 2041-10 27.1 4<"5 [500] 528 686 728 95 904 87 2G5.2ö 65 Jf-1 [3CO0I 35 [5001 504 87 812 63 380 (1000] Internationaler Bundestag der landwirtschaftlichen Genossenschaften. Wien, 22. Mai. Heute ist hier der internationale Bundestag der Landwirtschaftlichen Genossenschaften eröffnet worden. An der Begrüßungsansprache wies der Vorsitzende deS Bundesoor- standeS, Geheimrat Haas-Darmstadt, darauf hin, daß dec Bund ein Werk deS Friedens sei und eine Versöhnung der Gegensätze anstrebe. Der SektionSchef von Zaleski begrüßte die Versammlung im Namen der öftere. Regierung. Haas erörterte sodann die Aufgaben und Ziele des Bundes, der die Förderung der gemeinsamen Interessen und den einheitlichen Ausbau der genossenschaftlichen Organisationen und deren Verbindung bezwecke. Marchese Capelli-Nom sprach die Hoffnung aus, daß sich in manchen Fragen ein freundschaftliches Zusammenwirken mit dem Internationalen Landwirtschaftlichen Institut in Rom ergeben werde. Professor Defourmantelle- Paris erörterte die Möglichkeit des Beitrittes der landwirtschaftlichen Organisationen Frankreichs zum Bunde. Der Kongreß erörterte die Frage deS internationalen TerminhandelS. Alle bret Referenten legten dar, daß der Termmhandel schädliche preisdrückende Wirkungen auSübe und verlangten dessen internationale Beseitigung. Ste brachten hierauf bezügliche Resolutionen ein. Nach lebhafter Debatte, an der sich auch Klapper-Berltn, vom Bunde der Landwirte, und Lucke-Berltn beteiligten, wurde folgender Beschlußantrag angenommen: „Der Kongreß erwartet von den Landwirten derjenigen Länder, in denen das ungedeckte Termingefchästsspiel bereits verboten ist, daß sie die Aufhebung des Verbots bekämpfen und, falls das geltende Gesetz abgeändert werden sollte, für eine wettere gesetzliche Einschränkung des Börjenspiels eintreten werden. Die Landwirte aller Länder, in welchen das ungedeckte Termingeschäfts» spiel noch besteht, werden ausgefordert, alles auszubteten, um dessen Verbot durchzujetzen. Der Kongreß erachtet eS als wünschenswert, daß künftighin die Preisnotierung möglichst durch Organe der Produzenten und nicht, wie bisher, durch den Handel bewerkstelligt werde/ 81 415 [500] 28 694 702 852 953 62 2 0 4278 464 [500] ------... ---------------- — 998 110124 27 329 ?9 79 694 759 801 959 95 111039 177 296 503 [1000 ] 649 759 [3000] 933 112 220 3'8 [lOOUj] 117070 183 418 53 514 25 [500] 32 81 790 855 [500] 9-0 60 118121 85 327 432 [3000] 637 119019 56 [300] 74 193 510 96 411 5S 85 679 801 12 [1000] 120055 203 [1000] 30 1 480 88 546 55 819 918 1 2 1 220 [500] 34 47 374 OS 438 603 26 158 850 914 1 2 2002 220 301 557 850 [500] 123081 120 [1000] 201 [1000] 433 632 720 41 12 4015 [500] 2.0 47 320 623 767 125303 714 51 802 1 26 163 71 435 [500] 773 [1000] SIS 19 931 84 53 127164 92 369 522 627 851 917 1 28073 108 38 292 629 710 [500] 26 42 S93 907 1 29119 308 434 99 805 928 13O051 82 106 338 [1000] 746 857 903 [3000] 86 131154 436 98 [500] 769 846 98 1 32199 [3000 ] 235 90 94 96 862 96 [1000] 13 3 023 75 167 69 465 6 49 703 13 [500] 61 82 1 34013 134 103 336 471 652 1 35006 114 720 877 1 3 6240 75 33S [500] 45 75 [3000] 553 72 86 844 137 182 548 739 807 1 3 8019 463 555 770 935 [1000] 139060 462 500 56 61 [500] 711 39 63 899 917 40 84 140019 233 365 524 28 774 989 97 1 4 1 022 81 190 445 508 79 693 998 1 4 2012 481 96 543 1 43100 363 144 034 267 81 588 771 843 933 1 45039 40 97 ISO 250 583 [500] 610 "31 755 909 20 14 6247 67 [500] 76 [500] 303 58 4S6 529 15 603 58 59041 95 905 6 [5001 29 [ 3000] 60193 507 760 [500] 843 61 70 9 64 6 1 041 82 243 393 505 94 745 62188 610 719 64 952 6 3022 170199 262 343 432 674 171038 121 29 241 635 -48 63 77-1 873 [ 3000] 958 172106 76 78 336 [3000] 431 46 539 772 952 [600] 1735^9 607 -15 719 839 [560] 174104 28 63 283 307 582 718 915 63 1 7 5 048 104 »5 273 357 tSt 601 706 910 93 176190 (500] Y28 674 1 77002 51 266 719 91 848 63 178043 112 816 583 [500] 653 867 [3000] 823 99 179056 101 50 280 431 [8000] 84 [10001 610 961 18O090 145 690 700 [500] 0 [500] 43 (3000] 181036 49 195 212 182419 21 [1000] 79 656 853 183269 440 661 86 611 972 83 1 84013 423 578 738 83 053 185026 158 266 [1000] 306 622 690 769 923 6 7 76 [1000] 186083 [1000] 90 110 49 223 68 810 40 517 »35 716 862 943 [M] 13. Ziehung 5. Kl. 216. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 22. Mai 1907, nachmittag?. Nur die Gewinne über 240 Mark Bind den betreffenden Nummern in Klammern beigetügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 42 142 [500] 232 [KOO] 67 687 709 81 94 1028 81 [1000] 500 795 !I56 [500] 61 2027 228 36 3 663 735 64 3152 509 631 [1000] 823 4055 101 3M 435 598 639 941 5201 20 53 544 742 60 806 73 6231 303 40 57 99 964 7106 273 93 447 635 742 98 807 953 61 8016 87 97 271 582 89 953 [3000] 9552 652 [10000] 779 873 979 10039 185 552 960 11198 321 24 549 77 878 906 12141 203 421 [500 ] 531 994 13307 18 30 632 85 87 836 14010 57 96 111 5S7 645 05 826 15113 229 90 469 551 612 [1000] 13195 403 508 82 698 746 963 17201 319 415 633 702 85 ] 8127 210 371 77 422 60 75 584 07 672 676 19025 [500] 69 447 570 661 734 809 202*1 83 323 32 440 44 04 534 [1000] 69 83 611 [5001 50 SS 900 21135 236 45 839 [500] 47 2 2096 $78 512 [ 500] 60 23026 60 112 285 421 22 49 738 53 845 932 [ 8000] 71 1 & 40000. 5 ä 30000. 15 ä 15000. 44 * 10000. 71 * 5000, 1093 L 3000, 1886 t 1000, gl» * 606, [10001 948 .*• 2OO203 425 710 73 04$ 201031 107 229 413 ltvOOl 517 727 73 834 921 202059 (3000) 118 68 99 211 13 57 302 535 606 816 2 0 3171 222 80 308 64 412 981 2042« 304 454 694 749 2 0 5021 116 364 [1000] 474 508 21 860 94 097 206168 300 30 530 [10001 664 736 53 69 77 820 207444 [500] 63 723 43 [500] 208104 19 [500] 580 748 (5001 55 886 2 0 9048 104 79 267 68 650 88 880 S65 (30001 83 21O060 865 617 [tOOO] 06 635 847 [8000] 80 211054 278 87 591 827 99 2 1 2178 88 [600] 519 824 213160 22? 353 703 12 919 2 1 4030 186 252 365 [500] 431 816 215019 162 244 410 687 799 819 90 2 1 6229 873 461 612 615 21 7104 01 404 6$ [1000] 645 816 218005 90 JSraelrnschc ReligionSgefeüfchaft. Gottesdienst. Sabbatleicr am 2b. Mai 1907: Freitag abend 8.00 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Nachmittag 4.00 Uhr. Sabbat-Ausgang 9.15 Uhr. WochengotteSdicnst: morgens 6.00 Uhr, abends 8.00 Uhr. Israelitische Religionsgemciudc. Hoitksdltntt in der Synagoge (südaolagt). Samstag, den 2b. Akai 1907: Vorabend 7.45 Ühr. Morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4 Uhr. Schristerkläruug. Sabbatausaana 9.15 Uhr.__________________ 49t 516 [ 500 ] 658 823 33 94 [1C00] 940 1 3063 816 528 81 745 820 14121 207 393 598 613 61 <500] 705 [1000] 84 912 15000 176 485 667 680 882 1 6271 580 640 772 993 1 7067 83 225 67 311 410 519 769 18125 270 96 892 728 987 190.57 81 210 [1000] 542 [500] 45 323 20142 480 [1000] 553 975 96 21155 [1000] 203 40 62 SOI [500] 81 425 745 940 [500] 22071 103 78 425 655 964 2 3061 176 314 70 97 65 1 94 943 2 4015 177 239 68 814 4 17 564 752 950 96 25162 96 12t 73 639 [ 500 ] 71^4 56 981 2 6073 165 329 [1000] 43 670 715 878 97 27085 181 223 H 334 [3000] 544 671 28115 58 84 89 98 923 32 2 9353 459 644 [500] 761 913 94 20116 42 474 92 [500] 510 761 903 31442 532 89 816 320-1 207 816 401 520 608 764 3 3 375 63 500 [ 500] 93 625 1500] 60 930 Hl [10000] 34043 219 09 351 416 60 627 73 739 815 910 3 5138 90 285 367 74 475 701 835 3 6 757 941 99 3 7066 [ 500] 417 617 961 63 [ 3000] 3 8 278 898 4 0017 862 400 [1000] 501 [1000] 41149 887 931 [3000] 64 99 42369 ITflhriyen Schneiderin Elise Ehrhardt vermißt. Man glaubt an ein LiebeSdrama und nimmt an, daß beide zusammen in den Tod gegangen sind. Tie Leiche des Mädchens ist noch nicht gefunden worden. 324 499 742 836 78 236062 149 91 594 [3000] 910 93 251274 360 [1007) 514 53 72 06 661 252131 634 62 85S [3000] 253222 696. (500] 968 [1000] 254246 668 [3000] 722 2552'4 301 I10WJ] 4«3 056 973 2 5 6059 [1000] 72 [500] 426 540 257179 96 213 451 500 [500] 622 33 884 957 [500] 258226 742 803 973 (500] 259367 430 51 823 44 97 260264 71 344 466 577 261128 88 538 [500] 89 707 970 [ 3000] 262080 290 [500] 3S7 406 16 529 648 964 263001 74 248 830 79 264032 251 99 827 40 52 940 [500] 89 2 6 5011 163 347 505 848 86 974 266156 241 552 736 958 [5001 267033 137 223 796 969 80 268393 187036 98 478 695 829 48 945 188493 630 70 891 189243 S®0 672 679 «7 1600] - 190419 [30001 614 620 49 61'783 891 ,[500], 191285 192077 [3000] 806 70 487 731 [560] « 193016 825 770 194076 3M 436 626 195088 484 196076 80 859 [500] 197083 268 87» 694 705 812 19 8068 484 814 1 99204 867 06 429 6U 87 702 [3000 ] 387 466 723 60 800 997 [1000] 214032 160 67 [1000] 290 05 436 84 706 [3000] 81 882 215321 20 73 617 606 56 2 1 6074 [500] 318 M 484 926 [500] 76 85 (5C0J 2 1 7228 428 97 865 70 953 2 1 8016 20 158 206 382 90 434 65 699 742 85 91 [500] 936 2 19003 691 858 2 20161 67 350 530 49 734 857 85 [ 500] 938 221093 [1000] 197 241 440 510 61 663 67 721 41 967 69 92 2220-14 734 [500] 52 60 839 946 62 2 2 3016 95 226 [500] 352 434 29 529 640 939 2 2 4012 [500] 152 59 00 230 335 68 526 767 816 2 25151 57 208 460 528 637 876 923 77 2 2 6168 96 313 492 [ 500] 573 933 2 2 7021 53 676 896 960 1500] 83 [100n] 2 2 8247 400 813 988 [1000] 229063 163 233 440 [500] 41 562 641 [1000] 709 230182 207 [500] 352 79 768 819 22 [1000] 917 231008 58 228 98 447 93 849 997 2 3 2501 2 56 829 -1 905 63 233107 r,9 $25 644 54 794 847 56 2340S1 lal 268 794 935 2 3 5247 428 (3000) 37 [1000] S42 [500] 23618G 337 52 571 2 3 7009 489 878 933 56 238' -8 31 91 203 491 662 738 79 034 2 3 9087 469 796 835 240309 [500 ] 25 410 540 691 829 24 1 013 71 127 85 534 G7G 966 2 4 2 '22 459 680 725 61 243123 261 (50 ‘1 331 744 8S7 991 244099 118 280 494 547 766 245311 69 419 37 666 803 18 2 4 6398 520 39 610 13 935 65 247095 31S 731 2 4 8034 135 [8000] 46 74 [500] 2?4 401 11000] 579 [500] 661 81 [1000] 735 42 66 249126 Vriginal-Orahtrneioungcrr. Saargemünd, 23. Mai. Auf 5 Gruben im Fensch Tal mit etwa 3000 Mann Belegschaft sind die Erzberg arbeitet in den Ausstand getreten. Im Oruetal beträgt die Zahl der Streikenden gegen 1800. In Mitleidenschaft gezogen sind dort hauptsächlich die Gruben Rheinische Stahlwerke, Röchling, Stumm, Burbacher Hütte und Grube Fensch. Paris, 23. Mai. Anläßlich des 25. Jahrestages der Gründung der Patrioten liga fand unter dem Vorsitz Gantjiers eine große Versammlung statt. Dieser erinnerte in seiner Ansprache an den Zmiscl-ensall des Generals Batllond und erklärte, wenn morgen ein Konflikt zwischen England und Deutschland ausbrechen würde, so würde Deutschland es Frankreich gestatten, neutral zu biciben. Auf französischem Boden würde es sein, wo sich das Schictsal Europas entscheiden würde, luenu diese Stunde einmal schlagen würde. Dann würde sich das Land erinnern müssen, daß die Liga bereit fei, den Kampf zu unterstützen unb alle Verantwortung zu übernehmen. Deroulede besprach die politische Lage und erklärte u. a.: Die Politik der letzten Zeit war für Frankreich ersprießlich, namentlich war diejenige Telcafses sehr nützlich, speziell an dem Tage, wo ihm gestattet war, das französisch-englische Abkommen dem Präsideitien oer Republik zur Unterzeichnung zu unterbreiten. Dieses Abkommen brachte Frankreich wie durch ein Wunder das französisch-japanische Einverständnis sowie die Verträge mit Spanien und Italien, welche es Frankreich ermöglichten, ein Bün d n is mit Deutschland zu vermeiden, um welches zu dieser Zeit seitens der deutschen Regierung geworben wurde. Deroulede kritisierte dann in sehr scharfen Worten die Haltung Jaurös, welcher keineswegs die von Bülow erwähnte Schwalbe sei, sondern ein seltener Vogel. Kein anderer Parlamentarier hätte es gewagt, Frankreich zu raten, auf Elsaß-Lothringen zu verzichten. Warschau, 23. Mai. Im hiesigen Ze n tr a l-Ge fän g - n is fand eine blutige Revolte statt. Mehrere Gefangene versuchten, als sie nach dem Gottesdienst in die Zellen zurück- lehrten, die sie eskordierendcn Wächter zu toten. Die Wächter gaben Schüsse ab, worauf Militär herbeieilte und auf die Revol-- tierenben mehrere Salven abgab. Drei Gefangene wurden getötet, drei schwer verletzt, die übrigen überwältigt und gefesselt. Auch mehrere Gesangenwärter erlitten Verletzungen. n, ?* Hai 190? • iit Mxn nach ftnb TM 9(u t, ba6 Un?tflUn8 Gliben,"*1« tlnins ÖETQn* h Ste* äjte Psingstmonlaa u, nnnQ" 01 Ge. d°r «--ich Ern uni) faeuX; reMfaÄ1 zurrst tiiUer dankte tem ^vorzügliche Lei. ^selben. 2^ Hngstdienstaa '^st. Ta es mietet hergehenden Tagen, rem auf dem Fest, iammelt. AuchJ.J. Großherzogin, mit den Licher ueb -'l- Der erste Fest. 1 an der Hand d« ein ganzer Mann ld im Anschluß an elle, die in Jesuü incj» und Posaunen« dazu beigetragen zu ArnSburg wieder ite nachmittag wurde einrich Launspach Mze Personal tee Saunjpatfy längere Mm/n foivit der stoße Menge von ,e Ehre. Pfarrer — Fu btm deren- berichten, bah sich von denen der eine der deS verstorbenen cc Verletzungen am Großen-Bujeck ou] ;en am Kopse davon Lebensgefahr. 'Ler Bienmschleißet ,b Schreijack wird will ihn zuletzt an Wahrscheinlich hat er _ 5 Meter von dem en Ofen ist man auf scher Zeit gestoßen, j Schwierigkeiten ver- Ileubauarbciten statt« ere wertvolle Funde, em j°°d di. hnftrede H° i*8 Md. S.” seien Meiste: , SÄ*” ,urben ihm * ”,n q t. in iS “ls" „ 5* „ -Sc»,' •ÄS 16O041 76 266 381 449 [1000] 547 822 81 375 072 162113 79 [3000] 217 414 94 [809] 025 163022 79 237 607 32 955 73 1 64070 [3000] 360 533 917 165020 Strammer Jliage angekommen. 8483 Gustav Rosenberger u. Frau geb. lendelsohiL 1 & Zimmer I Dammstr. 42 Ecke Steinstraße 3-Zimmerwohnung zu vermieten. Näheres Steinstr. 31. 11086 3-Zinnuerwohnung mit Loggia zu Perm. Ebelstraße 41. [1641 Geräumige 3-Zimmerwohnung mit all. 3ub. per 1. Juni ob. früher zu verm. Steinstr. 75.12542 Schöne 3-Aimmerw. im L Stock zu verm. Schützenstrabe 7. 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