Nr. 43 Zweites Blatt 157. Jahrgang ' Mittwoch 20. Februar 1907 Erich ein» tSgllch mil Ausnahme des Sonntag!, Die „Eichener ZamilienblStter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. Ter „heffifche Landwirt" erscheint monatlich einmal Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Vnerheffen Rotationsdruck und Verlag der Dr üblichen Universums • Buch- und Skeindruckerei. 9t Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schick- stroße 7. Expedition und Verlag: 6L fReöatiion: e^H2. Tet-Adru AnzeigerGießen. polithd)c Laaesdchau. Beamtenpolitik. Aus mittleren Beamtenkrelsen schreibt man unS: Jede bürgerliche Partei soll in ihrer Zusammensetzung geiuifiet- moBcn em Lviegeldild des Volkes sein und zum mindesten die großen Vemisgriippeu im Volke vertreten. Erfreulicher Weise beteiligt sich gerade in den letzten Jahren unsere mittlere Beamtenschaft viel lebhafter an der Politik als in früheren Zeiten. Gerade der mittlere Beamte wurde sich unseres Erachtens als Volks Vertreter gut eignen; denn einmal hat er eine von Not und Entbehrungen einigerinaven gesicherte Existenz, wahrend aus der anderen Lene seine wirlschair- liche Stellung ihm doch gewisse Beschränkungen aiiierlegt. So wäre er qeiviü der berufene Vertreter einer von Extremen sich freihaUenden maßvollen Poluik gerade auf wirlscha'llichein Gebiete. Zn anderen Bnndesslaalen Hal man mit den Abgeordneten ans milderen Beanilenkretsen die besten Erfahrungen gemacht. Sie haben sich dort als schätzenswerte Kräfte und Mitarbeiter in der Kammer, besonders in den verschiedenen Komnutfionen, gezeigt, und würden dort, wo sie blühe, Mitglieder der Hammer waren, ungern vermißt werdeil. Ihre ufel engere Fühlung mit den unteren Beainlenkreisen — verglichen mit den akademisch gebildeten Beamten — gibt ihnen einen genauen Einblick in die Verhältnisse auch dieser Beamtenkategorte, sodaß in Fragen, welche die mittlere und untere Beamtenschaft angehen, wohl kaum em sachlicherer Beurteiler und genauerer Henner zu finden sein wird, als em mittlerer Beamter. Alan denke nur an die vielen Petitionen ans diese» Kreisen. Sicher ist auch, daß einem mittleren Beamten als Llbgeordneten die unteren Beamten lieber ihre — sagen wir bc- rechugten — Wünsche vortragen würden als einem Abgeordnete» aus höheren Streue». Daß die liberalen Parteien — nicht zuletzt im Interesse der Sßarteipolitif — bei sich bietender Gelegenheil diesen Gedanken venvirkltchen werden, daran glauben wir nicht zweifeln zu bürien. Soweit die Zuschrift. Daß sich die gesamte Beamten, schäft Hessens heute tnehr als je an der Politik beteiligt, halte» auchrvir für sehr erfreulich. Gewiß sind die hier oorgebrachte» An- und Absichten voUberechligt und es liegt u. E. durchaus im Interesse der gesamten Volkswohlfahrt, wenn die Beamten, sowohl die mittleren wie die höheren, ihre reiche» Kenntnisse und ihre praktische, auS dein Berufe geschüpste Lebeuscriahruug in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Wenn sich auch selbstoerständlich nicht jeder Beamte zu pol" i! .her Betätigung eignet und persönliche '-Veranlagung und Steigung manchen schon von vornherein davon zuruckyalten, wenn auch manchen Beamten das Teinperaiiient m politisch bewegten Zetten zu unbedachten Ausfallen htnreißt, die seine Unfähigkeit zu ersprießlicher und unantastbarer politischer Wirksamkeit unwiderleglich öartun, so unterließt es doch feinem Zweifel, daß gerade, wenn sich die Beamtenschaft am politischen Leden beteiligt, dies im allgemeinen m den Bahne» des Wohla.ifiaudeS und guten Tones sich zu bewegen pflegt. ^reutzijchrS Avgeordneteuyaus. Berlin, 19. Februar 1907. Auf der Tagesordnung sicht die zweite Beratung des Etats des Ministeriums des Innern. , Abg. Frhr. v. Zedlitz (ft.) führt au5, wenn die Erfolge, die bei den Reichstagswahlen erzielt wuroen, gefestigt uno eibaiien werden sollen, eine staatliche Mittelstaudspotitik getrieben werden müsse. Tas Kleingewerbe mupe geschützt Ultd vor den Folgen des sozialdeuwtratii^en Terrorismus bewahrt werden. Tann werde auci) bei den Arbeitern wirksam eingesetzt werden können. Tazu gchöre vor allem aufklärende StleütarbeiL iami wurden auch die Arbeiter erkennen, daß sie nicht durch A n s ch l u ß an die Sozialdemokratie, sondern an das Vaterland vorwärts kommen. In zahlreicl/en Fällen litten Nichtorganisierte Arbeiter durch die Organisationen. Lte wurden iiezlvungen, sich an die sozialdemokratischen Orgchüsalwnen anzu- chließen. Das sei eine Beschränkung der persönlichen Frethert^die mrch die Gesetzgebung unmöglich gemacht werden müsse. Z-as Vereins - und Versammlungsrecht von 18oü fei völlig beruhet, es bedürfe der vollständigen Erneuerung. Auch die Gesindeo rdnung bedürfe dringend der Revision. Eine allgemeine Neuerung der Beamtenbesoldnngen müsse durch- gestihll und so geregelt werden, daß die Vorrechte der Beamten beseitigt werben können. Eine größere Dczcntraliiation in der Verwaltung müsse immer noch gefordert werden. Tie Medizinal- abieitung könnte wohl vom Kultusministerium abgelrennt werden; ein besonderes Unterrichtsministerium sei wünschenswert. Abg. Peltasohn (frs. 83m.) äußert sich den Anregunaen des Vorredners gegenüber zustimmend. Auf dem Gebiete der Polizeiaufsicht hätten sich manche Uebelslände herausgestellt. Wie unsinnig oft mit den Ausweisungen vorgegangen werde, zeige d er Fall des auptmanns von Köpenick . Tie preußische Regierung solle mit den anberen deutschen -Ltaaten in Verbindung treten, um eine gleichmäßige Regelung herbeizu- führen. Redner bittet den Minister ferner, über bte Aus- Weisung b er Russen, die seinerzeit nicht geklart worden sei, nähere Aufklärungen zu geben. Abg. Dr. Friedberg (nl.) erllärt, auch er teile bieyreube über die Reichsiagswahlen. Ihn rounbere es aber, baß orhr. v. Zedlitz kein Wort von der Reform des preußischen Wahlrechts gesprochen habe, das doch dringend einer Reform bedürfe. Auch die Reform des Vereins- und Versammlungsrechts werde immer dringender. Zumal die Behandlung der Frauen weise viele Ungerechtigkeiten auf. Eben jo regt Reo n er wieder die Reform des Kommunalsteuergesetzes an. 2-er dbg. v. Zedlitz habe eine Abteilung der Medizinalabteilung^und vor allem ein eigenes Unterrichtsministerium gefordert. Lreine, Redners, Freunde stimmten ihm darin zu, würden sich aber ent,chicen dagegen wehren, daß die Teilung so durchgeführt werde, daß die Volksschule und Kultus einerseits und das hohe Schulwesen und die Wissenschaften und Künste andererseits zusanimengelegi werben. Der Zweck dieser Teilung sei zu durchsichtig. Heber die Haltung des neuen Ministers des Innern seien seine Freunde sehr erfreut, er habe in seiner Verwaltung einen Weg eingeschlagen, dem man sehr wohl folgen könne. Abg. Schmedding (Ztr.) fordert strenge Maßnahmen^ gegen Pflichtvergessene Väter und Ehemänner, die ihre Kinder und grauen der Armenpflege anheimfallen lassen. Minister des Innern v. Bethmann-Hollweg stimmt mit Herrn o. Zedlitz darin überein, daß auf dem Gebiett der Schule erwalrung eine Dezentralisation gut wäre. Auf die Frage des Wahlrechts möchte er, der Minister, heute nicht ein* gehen. Es sei die Diskussion wohl zu verschieben, bis man über die Anträge der Parteien verhandele. Taß unser Vereins- recht an einer Reihe nicht mehr passender Bestimmungen kranke, gebe er zu. Arbeiten, die dahin zielen, Aeitderungen zu treffen, seien in die Wege geleitet. .Er Höfte, demnächst dem Lause seine Pläne mitteilen zu können. Tie Frage der Angliederung der Medizinalabteilung könne nur vom Staatsministerium entschiede» werden. Er, der Minister, könne also darüber keine beftünmu Erklärung abgeben. Die Polizeiaussickü sei von Reichswegen geregelt, jedenfalls habe er schon betont, es sollten Maßregeln nicht ergriffen werden, die die Rückkehr in geregelte Verhältnisse er* chwerten. Bei den Ausweisungen habe er auch Vorsicht ange- orbnet. Tie Ausweisungsbefugnis ausruheben, sei namentlich im Interesse der großen Städte nicht zu taten. Sich hier über den Üaupimann von Kovenick und seine Person speziell zu äußern, et nicht seine, des Ministers Aufgabe. Für verbreck-erisch- Irre eien allerdings noch nicht überall die nötigen Sicherungsmaß- regeln getroffen. Nach dem Gesetz seien aber die Provinzen für sichere Unterbringung gefährlicher Geisteskranker zu sorgen Derpfliu.ict. Er persönlich meine, daß gefährliche Irre, die nicht um ihrer selbst willen in Irrenhäusern untergebracht werden, in Sicherheit-Häuser zu bringen wären, die dem Staat unterließen. Ter Abg. Friebbera habe von der Wahrung beS Wahlgeheimnisses gesprochen. Es sei seitens der Negierung bas möglichste getan worben, um bas Wahlgeheimnis zu schützen. Er, der Minister, habe an die Behörden die Mahnung gerichtet, mit der größten Unparteilichkeit vorzugehen. Abg. E a s s e l (srs. vp.) verlangt eine Aenderung des 8er* ammlungsrechtö. Daß bei dem „Hauptmann von Köpenick" die Romantik zu stark herangezogen worden fei, gebe er zu. Wenn aber die Art seiner Ausweisung in Betracht gezogen werde, so müsse man doch zugestehen, baß chm dadurch die Möglichkeit einer Besserung säst genommen wurde. Wie stelle sich der Minister zur Ausweisung von Ausländern, die eine gesicherte Existenz haben, deren Papiere in Ordnung sind und die politisch unoeroäajtig ind? Freiherr v. Zedlitz habe manche dankenswerte Anregung gegeben. Wenn man die Sozialdemokratie bekämpfen wolle, so werde man das durch einen verständigen Ausbau der Gesetzgebung und durch eine gerechte Verwaltung tun müssen. Man werde auch vor allen Dingen nicht nur das Wahlrecht reformieren, sondern das Reichstags wahlrecht auch auf Preußen aus* dehnen müssen. Redner schließt sich verschiedenen Anregungen des Frhrn. v. Zedlitz an, so in der Frage der Dezeiitraliiierung der Schulverwaltung. Eine energisck>e Sozialpolitik zur Versöhnung der Gegensätze in unserem Volk halte er ebenfalls für lehr richtig. Auch für den Mittelstand müsse etwas getan werden. Gewiß treffe es mandymal zu, daß von der Sozialdemokratie bc* anders kleine Gewerbetreibende terrorisiert weiden. Redner warnt aber, hier durch Verschärfung der Gesetzgebung etwas zu erreichen. ES gibt zahlreich« Fälle von Wahlbeeinflussungen auch bei dieser Wahl. Seine Partei werde dafür sorgen, daß fold)c Fälle noch eingehend untersucht werden, sie werde auch fernerhin gegen die Sozialdemokratie kämpfen, werde aber auch Im Inter- esse einer freiheitlichen Entwickelung zum Wohle unseres Vater» lanbcs wirken. Deutsches Reich. Berlin, lv. Fedr. Der Kaiser hat den vortragenden Rat im Auswärtigen Amt, bisherigen Geh. Legationsrat Lr. Hain mann zum Wirklichen Geh. Legationsrat mit dem Range der Räte erster Klasse ernannt Dr. Hammann ist Ehef der Preßabteilung des Auswärtigen Amts. (Dr. Ham- mann war vor etwa 20 Jahren Redakteur der freisinnigen ,Nordhäuser Ztg.*. D. Red.) — Die von den ReichSlagSabgg. v. Kaufmann, Langer- felbt und v. Tamm in der braunschweigischen Thron- folge frage nachgesuchte Audienz beim Kaiser dürfte acker Wahrscheinlichkeit nach nicht erteilt werden. — Die „Nordd. Allg. Ztg.« druckt heute die bereits erwähnte Berichtigung des Abg. Erz berg er ab, erkennt sie aber nicht als solche an, weist vielmehr die Behauptung ent- ichieden zurück, daß Erzbergers Aeußerungen von ihr un- richtig wiedergegcbcn worden seien. Die zweite Unterredung m der Reichskanzlei galt nicht dem Fall Pöplau, sondern sie sollte Erzberger Gelegenheit geben, eine von ihm aus- gegangene Zeitungsnotiz aufzuklären, in der gesagt war, daß der Chef der Reichskanzlei seine Mitwirkung bei Abstellung kolonialer Mißstände zugesagt habe. Erzberger hat auch zu- gegeben, daß der gegen Herrn von Löbell erhobene Vorwurf nicht zutreffe. __ Zur Meldung, der frühere Kolonialdirektor S tu bei habe sich durch die Kritik Dernburgs an seiner Tätigkeit in der ftolonialabteilung beleidigt gefühlt und habe deswegen Ternburg eine Pistolenforderung zugehen lasten, erfährt das vyerL Tgbl.", daß an der Meldung fein wahres Wort ist. Das .Sägeblatt* fügt hinzu: Stübel liegt zur- zeit in Dresden krank darnieder. Wilhelmshaven, 19. Febr. Der Kaiser traf heute abend hier em und begab sich mit einer Pmafle an Bord des Linienschiffes .Deutschland«. Hamburg, 19. Febr. Hier wurde ein Verein zur Bekämpfung der Sozialdemokratie gegründet (Orks. Ztg.) Königsberg i. Pr., 19. Febr. Die Entjchul- dungsvorlage der ostpreußifchen. Landschaft ist vom Generallandtag mit großer Mehrheit angenommen worden, mit der Maßgabe, daß die Gesamtsummen der in den nächsten drei Jahren zur Gewährung von Entschuldungs- oder Meliorationskrediten auszugebenden Pfandbriefe auf 10 Millionen Mark begrenzt werden. Oldenburg, 20. Febr. Im oldenburgischen katholischen Münsterland ist eine lebhafte Agitation gegen den deutschen Flottenverein bemerkbar. AuS der Ortsgruppe Kloppenburg sind 150 Mitglieder ausgetreten. Göttingen, 19. Febr. Die Eifenbahndlrektion hat die in den 'Eisenbahnwerkstätten beschäftigten Arbeiter, welche am Tage der ReichStagSwahl in den Werkstätten welfische Flugblätter und welsijche Stimmzettel verteilt hatten, entlassen. Stuttgart, 19. Febr. Ter Gesetzentwurf, betreffend die Neuregelung der Entschädigung für Mitglieder des Landtages ist der Zweiten Kammer zugegangen. Er bestimmt u. a.: Statt der bisherigen Diäten von täglich 9.43 Mk. für die beiden Kammern fortlaufend, so lange nicht der Landtag durch königliches Reskript vertagt wird, werden zukünftig Anwesenheitsgelder von 15 Mk. für jede Sitzung im Plenum oder in den Kommissionen gereicht. Der Präsident der Ersten Kammer soll 15 000 Mk, stall bisher 12 857 Mk. (7500 Gulden), der Präsident der Zweiten Kammer 10 000 ü)lt natt bisher 8571 Mk. (5000 Gulden) erhalten. Die besondere Entichädigung der DJhtghebec des engeren ständigen Ausschusses fällt weg. Tie Abgeordneten erhalten freie Eifenbahnfahrt durch das ganze Land. Nürnberg, 19. Febr. Der LandeSauSschuß der Jung- liberalen des rechtsrheinischen Bauern verlangt ein allgemeines taktiicheS Vorgehen der vier liberalen und demokratischen Fraktionen dcö Reichstags unter Aufrechterhaltung der vollen Selbständigkeit aller Partei- Organisationen. Bassermann alS Führer der siarlften Organisation wird gebeten, die Jmtlatioe zur Durchsüyrung dieses Gedankens sofort zur programmatischen Durchführung der gemeinsamen Forderungen zu ergreifen. München, 19. Febr. Der ,Bayr. (Sour.' schreibt: \ Gestern stellten wir fest, daß un F1 o i i e n v e r e > n D e- n u n } i u n i e ii bei der Arbeit waren und nod) sind, um die dem Z e u i r u in aiigehoreuden Beauucn m ihrem berufliche n ü o r i f o in m e » z u f a.) ci ö i g e ». Heute ein Gegeuliück dazu: zVie wir in unserem einen EnihüUungsartitet lefuteuien, ei hielt bicncvnhnoioc K e i in am 31. Tezember Itiub aus der Reichslanztei ein Schreiben, wonach ein R e > ch s g e r r ch r s r a l, der feineizeit von Thüringen vorneichlagen worden fei, bald in den Ruhestand ueie. Ob Porz» g fein Rach'otger werde, muffe man in Weimar evicaflen. Und jvtji ? Soeben iviü) gemeldet, daß Cberianöeo- flcrittjisrat Porzig-Zena zum Rcichsgericytsiat ernannt worden ist, anstelle des am 1. Marz m den Ruheftand tretenden Re>chsgeiid)ts- rais Brückner. Ullerti man nod) immer nicht, welche geheimen öäöen wir blobgelcgt haben? Mühen wir deutlicher werden? Die Frage des Rcichstagspräftdiums iuiö anderes Parlamentarische». Berlin, 19. Febr. In parlamentarischen Kreisen wird versichert, daß bei den Minderherrspartereu vorn 13. Dczctnber keine Neigung hcrrsd)t, dein Zentrum die erste P r ä s i d e nt e n st e l l e zu überlassen. Von den N a t i o n a l l i b e r a l e n und einigen Freisinnigen wurde heute nach der kurzen Reichstagssitzung angeregt, gemeuifam vorzugehen und wenn möglich, Paasche als ersten Präsidenten durchzubringen. Aber die Koiiser- oativen werden wohl gutwillig aus den ersten Platz^nicht verzichten und sie schieben die Kandidatur des Grafen Stolberg in den Vordergrund. Dem Vernehmen nach wollen die Sozialdemokraten die Wahl des vom Zentrum für den Präsb- öcntenstuhl vorgcschlagenen Abg. Frhr. v. Hertling unterstützen. Wie es gewöhnlich an Eröffnungstagen geschieht, wurden int Speijejaat und der Wandelhalle des Reichstags allerlei Gerüchte kolportiert. Es hieß, und auch in Negierungskreisen scheint man es zu glauben, daß die Beratung des Kolonialetats schon am Donner stag beginnen werde. Erzberger versprach, in einer ausführlichen Rede mit dem Kolonialdirektor abzurcchnen. Er will die Borträge, die Dernburg während der Wahlperiode gehalten hat, eingehend beleuchten. In einer Sitzung der sozialdemokratischen Fraktion wurden als Fraktionsvorsitzende Auer. Bebel, Singer, Kaden und Richard Fischer gewählt. In den Seniorenkonvent wurden Bebel, Singer und Geyer designiert. Im Plenum soll als Schriftführer Fischer oorgeschlagen werden. Als Redner für die kolonialen Nachtragsetats wurden Bebel und Lede- b o u r, für den Etat 1907 Bebel und Singer bestimmt. Die Fraktion beschloß, eine Einladung, die zu der sogenannten „ersten deutschen Konferenz zur Förderung der ^Arbeiterinnen- Interessen" an die Fraktion gerichtet war, als 'Fraktion nicht anzunchmen. Au»land. London, 19. Febr. Tie ,2.imcS' meldet aus Petersburg : Gerüchtweise verlautet, ein Abkommen werde demnächst zwischen Rußland, England und Japan unter« zeichnet werden. Tatsächlich werden zurzeit Verhandlungen zwischen diesen drei Rtächten gepflogen. Haag, 19. Febr. Ter ruft. Staatsrat MartenS erklärte heute in einem Interview, daß er die Eröffnung der zweiten Friedenskonferenz für die ersten Tage des Ntouats Juni erwarte. NlattenS ist der Ansicht, daß das vom „Petit Bleu' verbreitete Gerücht, infolge Gegnerschaft Teutschlands werde die Frage einer teilweisen Abrüstung vom Programm entfernt werden, der Begründung entbehre. RtartenS versicherte, daß Rußland, Frankreich und Deutschland die Ansicht hätten, daß die Frage der Abrüstung noch nicht für die Entscheidung durch eine Konferenz reif sei. England und Amerika beabsichtigen anscheinend, der Konferenz eine Begrenzung der Rüstungen vorzuschlagen. Paris, 19. Febr. Deputiertenkammer. Der Antrag des Sozialisttsch-Radilalen Buifton, die Pfarrhäuser in den Gemeinden, in denen ferne Schule vorhanden ist, in Schulhäusern umzuwandeln wird an eine Kommission verwiesen. Taraus interpelliert Menier (radikaler Republikaner) die Regierung über ihre Kirchen- politlk. — Redner wendet sich gegen die Politik der Aus- iü.fSmitiel, die Dtinister Briand verfolge. Sem Runderlaß an die Bürgermeister zeige das Bestreben, dem Ultimatum der Bischöfe Genüge zu tun. Er schließt mit der Bemerkung, eine Versöhnung der Regierung mit Rom sei unmöglich. Kultusminister Briand rechtfertigt feine Unterhandlung mit dem Erzbischof von Paris und führt aus: Da das Gesetz einen Nutznießungsvertrag vorsehe, so habe es auch ber- arüge Verhandlungen vorgesehen, die das einzige Mittel seien, um einen solchen Vertrag zustande zu bringen. Die Regierung werde jeden vernünftigen Vorschlag akzeptieren, aber jeden Vertrag verwerfen, der streitsüchtigen ausländischen Niöncheu ober Mitgliedern der aufgelösten Kongregationen em Wiedererschemen gestatten würde. Minister Briand schließt mit einem Appell an das Gewissen der getarnten republikanischen Partei, für die Anwendung deS TrennungSgesetzes einzutreten, das die Vorherrschaft des Laienfiaates und die Beruhigung der Gemüter sicyere. Die -Mehrheit solle ohne Hintergedanken sagen, daß sie Vertrauen zu dem Kabinett habe. (Lebhafter wiederholter Beifall links.) — Nach wetteren Bemerkungen der Deputierten Bopmale und Allard wird nut 384 gegen 33 Stimmen die von Sarrien eingebrachte und von der Regierung genehmigte Tagesordnung angenommen, in der eS heißt, die Kammer habe Vertrauen zu der Regierung, billige die von ihr abgegebenen Erklärungen, weise jeden Zusatz zurück und gehe zur Tagesordnung über. — Gegenüber den Ausführungen eines hiesigen Morgenblattes, welches unter Hinweis aus den Molenbau von Tanger und das seinerzeitige Darlehen von 10 Millionen Mark von einem deutschen Protektorat über Marokko sprach, schreibt der ,TempS": Wir haben die deutschen Ansprüche, als sie uns ungercchtigt erschienen, bekämpft. Aber wenn Deutschland in seinem Rechte ist, werden wir niemals seine Politik diskutieren. Wir waren die ersten, welche in Algeciras die offene Tür, das heißt, den freien wirtschaftlichen Wett- bewerb verlangt haben. In diesem friedlichen Kampfe wird der Sieg dem Geschicktesten, Tätigsten, Kühnsten gehören. Man sagt unS, daß die Deutschen in Marokko sehr eifrig sind; sie haben Recht. Wir unsererseits müssen eben den gleichen Eifer entfalten. Tanger, 18. Febr. (HavaS.) Der Vertreter des Sultans Mohammed el Torres bestätigte den Gesandschaften schriftlich, daß jede Einfuhr von Tabak in den marokkanischen Häfen verboten sei. Es wird angenommen, daß dies Verbot ein Vorzeichen der Einführung des Tabakrnon ov ols sei. Airche und Schule. — Für Abiturienten an Gymnasien und Ober- realschulen, die in den Volksschuldienst übertreten wollen, hat 'die hessische Schulbehörde eine Neueinrichtung getroffen. ' Früher mußten solche Abiturienten nach einem praktischen Dienstjahr die Prüfung in Pädagogik, Methodik und Musik an einem Seminar nachholen, um sich nach einem weiteren Dienstjahr der Staatsprüfung zu unterziehen. Das ist fernerhin nicht der Fall. Vielmehr müssen sich die Abiturienten von jetzt ab einem halbjährigen Abiturienten- kursuS in Darmstadt unterziehen. Durch Fachleute (Kreis- schulinspektoren, Seminardirektoren, Seminartehcer) werden sie praktisch und theoretisch in die pädagogische Wissenschaft emgeführt. Der erste derartige Kursus, an dem 22 Interessenten teilnehmen, hat bereits slattgefunden. Der zweite wird nach der ,Frkf. Ztg." noch im Laufe dieses Jahres abgehalten. Aus S.aor utio lano, Gießen, den 20. Februar. — Juristische Prüfungsordnung. DaS Regierungsblatt veröffentlicht nunmehr die neue Prüfungsordnung für Die juristische Fakultätsprüfung an der Landesuniversität. Zur Prüfung werden alle Anghörigen des Deutschen Reiches zugelaffen, die die Reifeprüftmg an einem deutschen Gymnasium oder Realgymnasium oder einer hessischen oder ihr gleichgestellten außerhessischen Oberrealschule bestanden haben und mindestens sieben Semester auf einer Universität, und zwar hiervon mindestens vier Semester auf einer delitschen Universität, Rechts-, Staats- und Finanzwissenschaft studiert haben. Die Prüfung zerfällt in eine schriftliche und eine mündliche. Die schriftliche Prüfung besteht in der Bearbeitung von acht Aufgaben an acht verschiedenen Tagen. Zur Bearbeitung einer jeden Aufgabe werden drei bis vier Stunden gewährt. Sofort nach Schluß jedes einzelnen mündlichen PrüfungSteminS wird durch die Prüfungskommission die Gesamtzensur für beide Prüfungen feslgestellt und dem Kandidaten durch den Vorsitzenden öffentlich bekannt gemacht. Wer die Prüfung wiederholt nicht besteht, kann zu einer dritten Prüfung nur mit Genehmigung des Ministeriums des Innern zugelaffen werden. Die neue Prüfungsordnung tritt sofort in Kraft. — Eine wichtige Bemerkung enthält die Prüfungs- ordnung. Hie lautet: „Die Prüfung soll nicht nur die posi- tioen Kenntniffr des Kandidaten, sondern in gleicher Weise seine juristische Durchbildung dartun. ** Eine Sitzung der Stadtvcrordueten-Ver- fam mlung findet atm Donners Hag nachm. 4 Uhr statt, die nötigenfalls am Freitag fortgesetzt werden wird. Die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung umfaßt folgende 55 Gegenstände: 1. Mitteilungen. 2. Baugesuch der Firma Aberinann und Kling für den Schiffenbergerweg. 3. Desgl. deS S. Elsoffer für die Marktstraße. 4. Desgl. der Geschwister Weidig für den Seltersweg. 5. Desgl. des Th. Geilfuß für die Hammstraße. 6. Desgl. des H. Schassstädt für die Schanzenstraße. 7. Desgl. des W. Gerhardt für den Schiffenbergerweg. 8. DeSgl. des Ä. Buch für die Ätäushurg. 9. Desgl. des F. Neumeier für die Sonnenstraße. 10. Desgl. des H. W. Rinn für den Wismarerweg. 11. Desgl. deS A. Scheppelmann für die Noonstraße. 12. Bebauungsplan für die Schwarzlach. 13. Bebauungsplan für den Nahrungsberg. 14. Herstellung einer Verbindung zwischen Ebelstraße und Stephanstraße. 15. Verbreiterung der Dreihäusergasse. 16. Verkauf von Bauplätzen an der Roonstraße. 17. Anerkennungsgebühr für Benutzung städtischen Geländes bei der ATöser scheu Mühle. 18. Befestigung von Straßen. 19. Kosten für die Anlage des israelitischen Teiles auf dem Friedhos am Rodtberg. 20. Herstellung von Aborten in der städtischen Kaserne. 21. Desgl. beim Realgymnasium. 22. Beschaffung von Schieberstangen für die Kanalisation. 23. Beschaffung von Werkzeug für die Arbeiter des Tiefbauamts. 24. Bedingungen für die Vergebung von Arbeiten und Lieferungen. 25. Beschwerde von Anliegern des rechten Lahnufers wegen Ueberschwemmung ihrer Grundstücke. 26. Rechnungsabschluß des Gaswerks für 1905 Wasserwerks. 28. Desgl. des Elektrizitätswerks. 29. Kredit für die Vergrößerung des Maschinenhauses beim Wasser- werk in Queclborn. 3U. Kredit für das Elektrizitätswerk für 1906. 31. Zuführung der Gasleitung zum Anwesen der Firma Rosenthal u. Co. an der Krofdorser ztreisstraße. 32. Kabellegung in bet Wilhelmstraße zwischen Ludwig- und Ebelstraße. 33. Wad)» erchung von Meßinstrumenten. 34. Anschluß der Eisenbahnwerk. SleftridiiäxÄnjerP. 35. Straßenbeleuchtung in der Blockstraße. 36 Desgl. in der Licherstraße. 37. Desgl. in der Stephansrnark. 38. Erweiterung des Eleltrizitätswerks. 39. Rech- 4A «?',e .be8 Realgymnasiums und der Oberrealschule für 1905. 40. Vergütung für Reinigung der dem Frauenverein über- ‘K£ume, m der Oberrealschule. 41. Ueberlassung einer Turnhalle an den Radclub Germania. 42. Desgl. an die freie Turnerid)ast für einen weiteren Abend. 43. Trennung des Nealgymna, iums und der Oberrealschule 44 Errichtung neuer Klassen an der Volksschule. 45. Tei- ieden werden und müsse deshalb das Ober* landesgericht Frankfurt neue Untersuchungen hierfür anstellen, sollte in der neuen Verhandlung eine VertragslMtung ange- iwmmcu werden, so fei oas Schmerzensgeld nicht zuzu- s p r e ch e n, da dieses nur für Den Fall Der unerlaubten Handlung (n Betracht komme. $n diesem Sinne erkannte der höchste GnckchtSl- hoi denn für Aufhebung des Borderurtctls. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 19. Febr. Eine zwecklose Berufung. Dem Schäfer A. R. von Ober-Rosvach ging ein Strafbefehl in Höhe von 10 Mart unter der Anschuldigung zu, daß ex seine Serbe auf einem Kleeacker habe weiden lasten. Sein Einspruch wurde vom Feldgerichte verworfen, da er zu dem im Llraibejehl angesetzten Tennin nicht erschien. Er erhob Berufung, und gab an, er habe nickt gewußt, daß er ohne neue Ladung im Feldgerichtstermiil erscheinen sollte. Nachdem er l» lel)rt worden war, baß das Berufungsgericht nur zu prüfen habe, ob sein Einspruch rechtmäßig abgewiesen worden ist, es also in materieller Beziehung aus die Sache nickst eingehen könne, zog er die Berufung zurück. Körperverletzung. Zwei Schuljungen haben sich zu Alsfeld auf dem Seimweg von dar Schule aus der Straße gebalgt. Der Sandelsmann D. L. von Romrod kam gerade dazu, als sein Nesse mißhandelt wurde. Er schlug in der Aufregung dem Täter mit seinem Stock über den Rücken, ohne ihm nennenswerte Schmerzen zu verursachen. Auf erfolgte QhiHage verurteilte ihn das Schösfen- getidjt wegen cinjadKr Körperverletzung zu ö Mark Geldstraf:. Der Angeklagte fod)t das Urteil, unter Beteuerung seiner Unschuld an, doch die Slraslammer konnte keine andere Feststellung als das Schöffengericht treffen, weshalb sie zur Bcrwerfung der Berufung kam und zwar mit der Maßgabe, daß nicht einfache, sondern Körperverletzung mittelst eines geiährlichcn Werd teugs vorliegt, da der von dem Angeklagten benutzte Stock zweinl- )S ein soick-eS ist. Wegen Beamteubeleidigung freigesprochen. Der Parteihab, der zu Dauern heim allerlei Blüten treibt, gab nach vielen andern Untersuchungen und Berhandlmigen der Strafkammer Gelegenheit zu einer umiangrcichen Beweisausnahme. AngcUagt war der Landwirt K. P. der den Kreisrat von Büdingen unb den Bürgermeister seines Seimatsvrts beleidigt haben soll. Gelegentlich einer Unterredung über die bevorstehende Bürger- Meisierwahl soll er einem Fuhrmann gegenüber geäußert haben: „ES ist nicht viel zu machen, Kreisrat und Bürgermeister stecken unter einer Decke, beide sind Spitzbuben." Bor dem Schöffengericht beschwor der Fuhrmann, baß der Angeklagte biese Aeußerung getan Hal, weshalb er wegen Beleidigung zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt wurde. Tas Schöffengericht glaubte ein Excinpel statuieren zu sollen, da berartige Derdächtigungen zu Tauernheim an der Tagesordnung seien, aber leider wenig gerichtlich Ahndung finden. Ter Angeklagte focht das Urteil an und bot einen ungeheuren Zeugen- apparat auf, -uun den Sauptbelairungszcugen unglaubwürdig erscheinen zu lassen. Wenn die Strafkammer auch nicht annehmen konnte, daß der Zeuge die ganze Sache erfunden habe, so hielt sie es doch für bedenklich, auf sein alleinniges Zeugnis ein verurteilendes Erkenntnis zu gründen, zumal die Beweisaufnahme ergab, daß bet Zeuge sehr viel spricht und auch in mancher Beziehung es mit der Wahrheit nicht genau nimmt. Das Schosfengcrichtsurteil wurde demgemäß aufgehoben unb trat mangels Beweises Freispruch ein. Ter beleidigte Wahlvorsteher. Gelcgenttick der Bürger meist er wähl zu Rodenbach Hal der Landivirt W. I. L., der Beisitzer war, dem Wahlvorsteher Beigeordneten S. den Vorwurf gemacht, er Hütte auf schwindel- hatte Weise einen ihm nicht beliebten Wähler in die Wählerliste gebracht. Den nämlichen Borwurf wiederholte et abends in der Wirlsei)ast. Auf st läge des S- verurteilte das Schöffengericht L. zu 36 Mark Geldstrafe und sprach den Beleidigten die Publikations- desugnis zu. Das Urteil wurde von dem Angeklagten angefochten und vor dem Berufungsgericht nahm er die Beleidigung unter di in Ausdruck des Bedauerns zurück unb verpflichtete sich, einen Geldbetrag in Söhe der erkannten ©troje. an das Krankenhaus in Büdingen zu entrichten, worauf die Klage zurückgezogen und das Verfahren eingefteUt wurde. Tätliche Beleidigung. Der Kommis R. D. aus Linz bat seinen Prinzipal, den Kauimann F, W. ufra Friedberg wegen tätlicher Beleidigung verklagt. Nach seinen Angaben hat er mit seinem Prinzipal, wegen eines Auftrags, den er nicht ausgeführt hatte, einen Wvrlstreit gehabt, in dessen Berlauf er von ihm zwei Ohrfeigen erhielt. Ta Zeugen nicht zugegen waren, ließ das Schöfscn- gmajt mangels Beweises Freispruch eintreten. Der Kläger erhob Berufung und wies durch einen Arzt, bei dem er sich sofort nach dem Vorfall hlutte untersuchen lauen, nach, daß er eine Schwellung und Rötung im Gesicht hatte. Da auch die übrigen Umslüiide die Darstellung des Klägers als wahrscheinlich erscheinen ließen, tain die Straf lummer aus Grund Indizienbeweises zur Aushebung des Urteils und erkannte auf eine Oe ldstra fe von 10 Mark. (9crid?t>faaL Berlin, 19. Febr. Im Prozeß Pöplau wurde heute nach unwesentlichen Zeugenaussagen die Beweisführung beendet. Auf die Vernehmung des »etretufy Schneider wurde vom Gericht verzichtet. Morgen sollen die Piaidoycrs erfolgen, möglicherweise wird auü> das llneil gesprochen werden. Heber die Hülfskräfte des deutschen landwirtschaftlichen Obstbaues. sprach während der Berliner Lanbwirtfck-astlichen Woche Direktor Tr. v. Peter-Friedberg: Der Obstbau rentiert in Deutschland nur bei beut intensiven, nicht bei extensivem Betrieb. Es sollten daher gelernte Arbeiter (Aaumwürter) herangezogen werden. Ta dw Arbeiten sich nicht aus das ganze Zahr gleichmäßig verteilen, kann sich fein Beruf sstnid ausbilden, der lediglich von dieser Arbeit lebt, sondern die Tätigkeit muß int Nebenberus äusgeübt werden. Ter Redner macht dazu int einzelnen nähere Vorschläge. Wenn der Obstbau so zu einem intensiven geworden ist, wird auch den verlangten Erfolg bringen, vor allem wird sich die Ernte mehr ausgleichen; die Mißerutejahre werden seltener icerben, wenn die Schädlinge als Sauptseinde _ber Obstckultur vernichtet und die Pflanzungen infolge des Rates Sachverständiger in richtiger Lage, in richtigen Sorten unb bet richtiger Erzichungs- weise ausgeführt werden. Auch der landwirtschaftliche ■Lbltbau bedarf bei dieser Beratung und Mitarbeit Sachverständiger, nicht bloß der Gartenobstbau. Vom Landwirte ist aber dieser Rat bisher Uielfaai mißachtet worden. Er lerne den Obstbau nicht als 'Stief» lind, sondern a.ls wesenttichen Bestandteil seines Betriebes ansehen, vorausgesetzt, baß die allgemeinen Bedingungen hierfür günstig sind. m Ueber die Frage: Was kann geschehen, um Beamte und Arbeiter in der Führung landwirtschaftlicher Maschinen auszubilden? hielt Professor Tr. Fischer aus Berlin einen Vortrag. Zn seinem Sinne beschloß die Benammlung fol- -gende Erklärung: „Es ist mit allen Müteln dahin zu streben, die Ausbildung der landwirtschaftlichen Beamten und Arbeiter in der Führung landwirtschaftlicher Maschinen zu bewirken, sei es durch Lehrkurse oder dura- praktische Unterteilung im Betriebe. Die Geräte-Abteilung bittet den Dor stand, licp mit ben Landwirtschaftskammem und ocm Vereine landwirtsckiastticher^Pca- schincnfabrikanten, sowie sonstigen Vereinigungen in diesem ©inn; in Beroindung zu setzen, und beauftragt den Ausschuß, mit ge- eigneten Vorschlägen hervorzutreten. ____ Handel und Oerkehr, Volkswirtschaft. Deutsche Reichsbank. Ter Rückfluß, den die Bank in der zweiten Fcbruarwoche ersuhr, reichte iwch nicht aus, um ben Status soweit zu kräftigen, baß eine Ermäßigung des offiziellen Diskontsatzes möglich ist. Die Bank erfuhr hauptsächlich Erleichterung zunächst durch die Abstoßung von Reichsschar >chemen. Sie hat auf diese Weise ihren Effektenoestand um 34,13 wcill. Mart verringert. Durch die Disiönlierung der Schatzscheine ex- reichte die Bank auch, daß der Privatdiskont, der sich vor acht (Lagen um IVs Proz. unter die offizielle Rate stellte, sich biqex m tii Proz. näherte.. .Als erireulich putfi die starke Vermehrung bc8 MetallbestandeS um 39,08 Mill. Mk. bezeichnet roerbra. bock steht er immer noch hinter bem vorjährigen um 106 Mill. Mk. zurück, wie beim überhaupt ber relativ geringe Metallvorrat bic sckiwächste Position ber Bank ist. Die Tepo- fiten haben um 50,58 Mill. (67,70 Mill.) zugcnommeu, ber Notenumlauf hat sich um 57,87 Mill. (44,13 Mül - verringert. Die Notenreserve ist von 45,43 Mill, auf 151,67 Mitt, angc- wachsen. Kleine Finanzchronik. Tie Divibenbe bet Mittelbe u t s ch e n Kreditbank wirb roieber mit 6V» Proz. vor- gcschlagen werben. — Die S a n a u e r Eisen w arennr m a SB- Koch Sohn befinbet sich in Zahlungs'ckivierigkciten. Die Passiven betragen 257 000 Mk., benen etwa 132 000 Mk. Aktiven gegenüberstehen. Bon der Berliner Börse. Die Betrachtungen, die über die internationale Geldmarktlage angestellt werden, haben zur Folge, daß die Börse sich noch immer einer großen Zurück Haltung befleißigt, selbst bann, wenn Amerikaner recht fest liegen unb Kanaba von einer Spckulationskliaue roieber nach Möglichkeit forciert werben. Biel verstimmt auch bie fortgesetzte Schavscheni- begebung ber Reichsbank. Am Montanmarlt fanben starke Dieali sationen in Concorbia-Aktien statt. Ter Kurs ging zuerst bi-. 388 zurück, stieg aber bann roieber auf 398. Später raub abermals eine Abschwächung bis 392 statt. Diese starken Schwankungen verstimmten ben Montanmarkt, unb es gab barauf- hin roieber Rückgänge auf ber ganzen Linie. Es notierten Dort- munber Union Lit. C. 86, Bochumer 243,50, Rheinische Siahl- roerfe 203,75, Deutsch-Luxemburger 197,50, Gelsenkirchener vcc- loren 3,90 Pro;., Sarpeuer zirka 1 Proz. Kohlcnkurfe behaupteten sich. Ter Privatbiskont schloß 5 Proz. Martte. A Bübingen, 19. Febr. Unter großer Beteiligung fanb heute ber erste Markt beS Jahres, ber sogenannte „Petri- markt* statt. Große Transporte von Schweinen waren zu- getrieben. Aus bem Obeuwalb erschienen wie alljährlich die bekannten Händler. Da bie Futteroorräte knapp werben, verkauften bie Bauern gern, unb würben beShalb namhafte Abschlüsse gemacht; bie Preise waren bemzusolge niebrig. Für 45—50 Mk. würben schöne Einleger rasch abgesetzt; 6—8 Wochen alte Ferkel zu 28—30 Mk. Die Preise für Schlacht- schwcine sind ebenfalls im Rückgang — 58—60 Pfg. für das Pfund Schlachtgewicht. Bis gegen Mittag war ber Marti zum großen Teil geräumt. Rinbvieh war schwach aufgetrieben, bie Preise sinb noch hoch. gpUlplaK der Vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Mittwoch ben 20. Februar*): 6. Abonnements- Konzert. Tonnerslag den 21. Februar: „Tannhäuser." Freitag den 22. Februar, abends halb 8 Uhr: ,1001 Nacht/ Eamölag den 23. Februar: »Tiefland/ Sonntag den 24. Februar, nachm.ttagS halb 4 Uhr: „Mignon/ Abends 7 Uhr: „Tie lustige Wiuve/ Montag ben 25. Februar: „Fra Tiavolo/ Dienstag den 26. Febr., abends halb b Uhr: „Salome/ Schauspielhaus. Mittivoch ben 20. Februar, nachmittags halb 3 Uhr: „Wilhelm Tell/ Abends 7 Uhr: „Hofgunsl/ Donnerstag den 21. Februar, abends halb 8 Uhr: „Hnjarenfieber/ Freitag den 23. Februar*): „Die Jungfrau von Orleans/ Samstag den 23. Februar: „Das Blunienboot/ Sonntag ben 24. Februar, nachmittags halb 4 Uhr: »Husarenfieber/ Abends 7 Uhr: „Heimat/ Montag den 25. Februar: Zur Erinnerung an die Gründung ber Frankfurter Theater-Pensionsanstalt vor hundcri Fahren: Prolog von Dr. H. Hanau. Hierauf: «Iphigenie auf *) Anfang, wenn nicht anbei* bemerkt, obtnbi um 7 Uhr. NonMtzt llfbrrßdjt der TodksWe in ftitjtu. Monat Januar 1907. Einwohnerzahl: angenommen zu 29 500 (Infi. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitszifser: 30,1 */00, nach Abzug von 33 Ortsfreniben: 17,5 °/oo. Kinber ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr Diphtherie 1 (1) .— — KD 2ungentuberkulofe 8(3) 8(8) — Influenza 7(1) 4(1) 2 1 Kungenentzünbung 4 (1) 4(1) — — Liingenkatarrhen 10 (5) 6(5) 1 8 Herzleiden 3 3 — — vchlagstuß anderen i)lerven- 5(1) 5(1) — — krankheiten 7(8) 4(2) 2 1(1) Tarmkrankheiten 5 (4) 4(3) KD 9leubilbintfleii 6(4) 6(4) — — Verunglückung 6 (ö) 5(4) — 1(1) anderen Krankheiten 14 (0) 7(2) 6(2) 1(1) Summa: 76 (33) 56 (26) 12 (3) 8 (4) Ülnni.: Tie in Klammern gefetzten Zistern geben an, wie viel ber Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Höchste Temperatur am 18.—19. Februar — 8,5 * C. Niedrigste , 18.—19. „ — 4,2 *C. o a» CD Wetter Februar 1907 8,6 i 6,5 Beb. Himmel Beiv. Himmel Beb. Himmel 744,2 739,1 725,0 2“ 9" 7” 19. 19. 20. 7,8 6,4 6.0 । 6,1 85 88 78 SW 8 8W 4 4 6-8 & E Gießener Wetterdienst. VorauSstchUtche Witterung für Hesse» am Donnerstag, ben 21. Februar: Meist trüb. Regenfchauer. Starke westliche Winds. Elwas fühler. Fantilien-NacL-richten. Geboren: Dem Bergiveitsdiielior HJierle einen Sohn. Verlobte: Marie Rühl in Meiches mit Gustav Völzmg in Groß-Felda. — Lina Schmidt m Windhausen mit Karl Zmkan in Hainbach. G e st o r b e n: Konreb Schwing L in Burg-Gemünden. — Adam Luft m Düdelsheim. — Hemr. Wolf IIL aus Tiefenbach. — Georg Tromineicyaincr m Tie'euda^. ______ Schiff-nachriebten. Aorddeut scher llloy 6. Zu Gießen vertreten durch Earl Voo5, Kircheuplah. Bre m e n, 18. Febr. (Per lransallanlifcheu Telegraph.) Ter Doppelfchraubeu-Poiibampier ,3)taine, Kapitän E. von Borell, vom Slorddeiufcheii Lloyd in Brenien, ist am 15. Februar 5 Uhr morgens woblvehalien in Neivyork angelommen. Briefkasten oer aedahion. (Anonyme Etuseudungeu vleibcu uuderuaiichtigt.) Abonucutin. Sie fragen: ,Wer ist der Scyopier des im ouvre desuiblichen plastlfchen Kunstwerkes, das zwei Kuider darstellt, bie in einem Lehnsestel eingefchla'en Hub, nnb ich meine,' «Die Geickwisler* benannt ist?* Wir bebmiern, die Frage nicht beantivortcn zu können, möchten aber nach unseren Ermittelungen bezweifeln, daß daS Wcrk nn Louvre ist. Viel cht befindet es sich unter den mobevnen Werken nn Ünrcinbonra, die sich schnell vermehren. Weiß enva einer unserer Leser Bescheid zu geben? Vrigiiral-DrahtineLöungen. Berlin, 20. Fcbr. Naa dein „Vorwärts" >virb bas Z en trum heute ben Abg. Dr. Späh n als Präsidenten Vorschlägen. Ein vorn Fürsten B ü t o w inspirierter Vorschlag will dagegen cm Präsidium schaffen mit bem Grusen Stolberg als Präsidenten, Paasche unb Kampf als Vizepräsidenten^ — Nach bem „B. T." schlägt ber Abg. v. P a ti c r vor, daß bie brei freisinnigen Gruppen von nun ab ben gemeinsamem Namen „Bo 1 köpartc i" fuhren sollen. Breslau, 20. Febr. Red,:!. -1 • aller von ber „Vol wacht" wurde gestern lücgci. N ich l e r - B e l e i b i g u n g m' einem Monat Gefängnis dci urteilt Äönöon, 20. Febr. Nach einer Teheraner Meldung der „Daily Nlail* würbe in Souchbulak Aucrbatjan ein deutscher Missionar ermordet, cm zweiter schwer verwundet. — Der Journalist Stead erklärte nach seiner Rückkehr auö ben c»iropäischen Hauptsiäbten, baß cu von ben meisten Staatsoberhäuptern unb leitenbcn Ministern empfangen worden sei. Seine 'Absicht habe vornehmlich bann bestanden, bie Haltung ber verschiedenen Mächte auf ber bcvorslehenben Haager Friedenskonferenz 311 erforschen. Hinsichtlich ber Frage der Einschränkung ber Rüstungen habe er nirgenbö eine prinzipielle Gegnerschaft gefunben, auch nicht m Deutschland, wo man nur erklärte, baß es zwecklos wäre, das ohnehin mehr als umfassende Programm der llonserenz iioch weiter zu belasten. Paris, 20. Febr. Zut'riedcngestellt ist weder bie Regierung noch bic Stammernifbrbeit mit bem sococn gefunbenen Aus» yülfSmittcl, bit Bürgcri.^lster führerlos ihrer eigenen Ein, >cht ju überlassen, wodurch eublose Gerneinbestreitigkeiten fichcr nnb. '.Uian schieb aus ber Stammet mit bem Eindruck, daß das Ver- trauinsuotum vorzugsweise darum erteilt wurde, damit man int Auslände bem Sturz des Ministeriums El^menecau nicht als einen Steg ber Rechten beute. Obessa, 20. Febr. Sier waren Festlichkeiten, bie ber Verband bet echt russischen Leute veraustauet halte, von unerhörten Ausschreitungen, speziell gegen bie Juben, begleitet. Im Verlauf "von vier Tagen wurden an 2 5 0 Menschen du 1 ch Messerstiche verwundet. Die meisten Staujlcutc habens den Bvrseubcjuch eingestellt. Es werden neue Zudcuhetzcu befürchtet. Dem Gouverneur Baron Kaulbars ist aus Petersburg der Befehl zugegangen, dem Unfug des Gesindels energisch ent- gegcnzutreten. Konstantinopel, 20. Febr. Infolge großer lieber» schwemm un gen sind zahlreiche Per ionen umsLeben gekommen. Zu Tarnalus roaroen jioii Araber von ocu reißenden Flucn weggcspült. In Fama stürzte infolge Ucbcrschwemmuug! ein Saus ein, wobei eine Familie von drei Perfoiien umfam.' Aehnlichc Unglücksfällc werden auci) aus anderen Ortschaften gemeldet. Um angestrengt arbeiten zu können* muss man gute, kräftige Nahrung zu sich nehmen. Unter allen Nahrungsmitteln nimmt Quaker Oats den ersten Rang ein, denn neben seiner Leichtverdaulichkeit besitzt es alle Bestandteile, die den Körper kräftigen und die Gehirnthätigkeit unterstützen. 00 Frachtbriefe °? mit Firmeneindruck * Sehr billig Bifihl’sche Ünivers.-Drnckerel Vergebung uun Fuhrleißungen. DaS Fahren ber Gießfäffer, ber Patent Kcbricht-Waaeu, ber Kehrmaschine, sowie die Anfuhr oon Kies unb Solz aus bem Stabt- walb im Rechnungsjahr 1907,08 soll Donnerstag, den 28. dfs. MtS., vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werben. Die Bebmgungen lieaen mährend der Tienfrsumden bei uns auf Zimmer dcr. 1 zur Emücht auf. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind fvätestens bis zmn vorgenannten Zeitvunkr verschlossen unb mit entsprechender Ausschritz. versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gieyen, den 19. Februar 1907. Städtisches Tiesbauamt. Braubach.8*7, ä B”/> Wt a u n. Holzverfteigerung. Dienstag den 26. Februar l. IS. werden ans den Distrikten TteinswleienLovi und Attenberg der Formvariei Ulfa verweigert : Stämme: 1 Eiche 4. Kl. = 0,57 Femn., 14 Fichten 4. u. 6. «l. = 5,09 Feslm.: Nutrknüppel: 27 Rm. sichten: Stu«rei,ig: 87 9hn. Fichten: Scheiter, Rm.: 36Buchen 1. Kl., 15Buchen2. Kl.: ttnuvvct, Rm.: 349 Buchen 1. Ml.. 48 Buchen 2. Kl., 20 Eichen L Kü, 12 Eichen 2. Kl., 36 Aweii, Elöbccren, Weiden, 18 Nadelholz: Knilvvelreiug, Rm.: 18 Eichen, 12 Aiven,- Gewöhnlich Reina, Rm.: 1414 Buchen, 36 Eichen, 120 Elsbeeren, Erlen, Weiden, 85 Fichten, zu Bohnen- üangen geeignei, 6 Fichten iSchlagreifigi: störte, Utm.: 22 Buchen, 36 Eichen, 1 Elsbeere, 10 Fichten. „ , 3ufammentumt 1 ,11 Ubr vormittags bei stamm Nr. 302 auf dem Ziuunerweg. Tas blau unteritrichene Holz kommt nicht zmn Ausgeboi, das in Tnrrikt Steinswiesenkovi unb fonst aeriticut siyendc Holz wird nichi vorgezeigt. Weuere Austunst erteilt Gro>;h. Fornwart Zimmer in Ulsa. Eicyelsdorf, den 15. yebruar 190<. Großherzogliche Oberförsterei EichelSborf. Holzvertauf Königl. Obcrsörfterci Krofdorf. Freitag, deu 1. März, vormittags 10 Ubr, Lmnmen ün Freund'chlui >aalc in Krofdorf aus dein sckutzvc^. 2LiUSt,aus zum Berram: T'.srr. 38 c, x)untenv trauet): Buchen^ 88 m Ädjea und Knüppel, 13i nn .'heuer. Turritt 12, schwarze Grunde. Eichen — 35 Stamme von 21—29 cm Turchm. tmt 12 fin, J rm LchichMuvyolz (4 und 2 m lang', 25 rm Scheu und Knüppel, /0 rm Neuer. Buchen = lu rm rllolleu iFelgenholz), 610 rm schell imö mippel, viL rm Reiser. " •>, Schöne S-Zimmcrwobnuugen »er 1. April zu vermieten. Schreibwarenhandlg Näheres. Schiller tzr. 26 p 216 Erfolg betrieb, wird, Q,Qhrtinortrinfinitrm nn Tllhine 190/ 8U ÖGtUL n 6 Zimmer | 2 Zimmer 0695 Frivut- (1104 vermieten. Lützellinden. 01012] 33 mieten. aeinrüt eSnnprni!p (Cin Schreiner - Lehrling bei VX freier Station geiucht. [«<«“ HJ3J Carl Wlgandt, Löberstr. 5. Näheres Schifsenberger Weg 65. Loberitratze 12, vt. 01089] Alis». Ziib. Brm! 11178 v~/, Näheres Slevhanstr. 25, pari. JCsiden etc. v «« "' - "•wirK. Hu vermieten KuWMMW 11 er fdji ebenes Verkäufe. Wenig geb rBeichenttsch preiswert abzugeben. Afterweg 16, II. [01057 n n ft «»TS] Schlosserqcscüc jiränzchc« — Sonn» M 23.2. ?’/> Uhr Schöne 4-Z'.mmerw. mit grotz. Garumant. per L April zu verm. 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