«fr ««?>.«« eprungJ*. infm„ 9 ">ft ZK WL Eischen -E?" ns 6 ?Ä2 "!"s°b°n,7 iS""«1 di? OL «ta *5bt >" 6. Jtn- »Denn jn :e »°nsch? /L5«w°» ä“'*». »äs 'Ä «»glich „7 2C dm vor der ft», das kick Kttab der ver Wfo. Sie u 1 diele Weise L rfer >p°tcr sprengte Nen Reihe L 9e d-s GeknM rv erst sah -He «lusgestanden 'n außerordeni. > 4-hesni chö ^lpnl b. Js. _ Ministers im Ah, 2itz in Berlin ei- titieiderkasse setzen senbahnvecivallunz Unterbeamlen, der .ist: 2. aus einem mfommens in Ab- ■ in Löhe von 3.60 Zerles an gelieferten ö übrigens nach den illjahrlich von dem 'erlichensalls andei- tleren zum Tragen solvie der Zug- und us der Aeiderlasie It sind; die gleiche welche zum Tragen )lich 4. aus sonstigen aft. biläum Ern- Mts. wurde Hec >enen mebizinischü it Jena eine la* . Die Tasel M es Jubilars um hie :t Jena,- fit mürbigt ls füiWfa Innrer zu neuen Aus> ungeahnte Formen der während br. bt, Stuttgart und ■n Museen zu |lu- plante Reise nach ttein tigen Schween-' ; Rachftage eine» M alte Ferkel N —70 füll., und'' 140 Mk. M,?m »chmeine zugesah^ entlich kaum der m vielsach noch verfloßen- Das die Emährung rregel einer ver« iehung verstoße" een Minen aus- in Getränk vor- seit eine:*; schlossen 'st un KschMil! i»' Cbereinf‘imm“n9 lttS Ni* eine ** an ih«» *** ,ou d---"s.b" und X S' merte S"6 ” C‘k 157. Jahrgang Erstes Blatt Nr. 65 Erscheint täglich anbei Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die chiehener Zamiliev- blätter viermal in der Woche beigelegt un zweimal wöchentlich da? Kteisblatl für den Kreli Montag 18. März 1607 vezu gdp rei», A mot itlichTb otertel* ▼ jährlich -Btt. 2.20; durch e/X /X Abhole- u. HmetgfteUen jjT-.A monatlich 66 'VI.; durch ■ " die Post Mk.2.— menet- ■■ fährt. auslchl. Benetlg. W Annahme von Anzeige» \3Sk. , Fl sür die Lagesnuiiuner y bt« oonntUiiü« 10 Hbf, ZeilenpretS i lokal IbPI^ anSioärt« 20 Pfennig. M 23etanl roortltcb tüt sss veneraz-ÄNZttger pir Vveryeyen MW Verlag u. Expedition 61 V • I v Wendjiojaal*. Ernst sibrefl. w- D,r>.fch-N! Sota(ion$tlnlj nnö Verlag der vrohrnchen Unlv.-Vvch. and Slelndrackerel. H. fange. NcdaM»,. Lspedition und Druckerei: Schulstratze 7. «”i Anzeiger Gießen. ------------ --------- - ________' ■ j?ie veulige Kummer umfaßt IN, Seiten. politifetye Wochenschau. Der Reichstag widmete sich in der Hauptsache in der letzten Woche der Erledigung einer Reihe von Interpellationen. Tie Interpellation übet die Stralprozeßreiorm zeitigte eine nicht sonderlich besriedtgende Antwort. Slaalssekr. Dr. Nieberduig (teilte in Aussicht, daß das GerichlSveriahren wie folgt geregelt werden solle: tfür die Uebertr-tungen sollen die Amtsgerichte zuständig sein, für Vergehen die Schöffengerichte in der bisherigen Belegung; ein Teil der Strafsachen soll den Schöffengerichten zu- geiviesen werden. Für schivere Verbrechen sollen die «Llraikainmern zuständig sein; sie sollen sich aus Richtern und Schöffen zusammen- setzen m einem Zahlenverhältnis, das noch nicht feslsleht. Tie schiverslen Verbrechen sollen ihre Aburteilung durch tue Schwur- flcxid)ie sind--, wegen Sirafkamme, urteile wird die Berufung em- gcfüLirt und zwar sollen Bef-mngsgerichle bei den Landgerichten und den Lberlnndesgerlchten eingerichtet werden. Treie R-'orm geht an vielen Wünschen vorüber. Die Otefnrm de« Vorn» ler- suchungSverfahrenS, des ZeugniszwangeS, die Regelung der Frage des LegalitäisprinzipS und die Befchlußfaffung über die Tiäien- zahlung an Schöffen unterliegt nach den 'Auskünllen des Slaaiö- lelretärS noch der Erörterung im Bundesrat. Hoffentlich wird der Biindesral an die (£rlet>»g»ino dieser Fragen etwas mehr Tampi setzen. Spruchreif sind sie längst. Eine weitere Interpellation betraf die staatliche Fürsorge für die Privatbeamten. Daß sie ohne ReichSzuschüsse vnb ohne tue Mitwirkung der Unternehmer nicht zu lösen ist, ist selbstverständlich. Sie ist aber das mindeste, waL für die Prwatbecmrien geschehen niuß. Tie Unsicherheit der Existenz der Privotbeamten wird freilich durch diese Versicherung nur zu einem geringen Teile aus der Weit geschafft. Eine Arbeitslosenversicherung und eine Reichs- Stellenvermittelung müßte damit Hand in Hand gehen, wenn etwas Vollkommenes geschaffen werden soll. Die Z io e 11 e Hess, stamm er beriet tn der vergangenen Woche zilerst den I u st i z e l a t. Die Juristen der Kammer, die Abgg. Tr. Gulsleifch, Tr. (Ül/issing, Dr. Frenny und Tr. Schmitt, betämpslen entschieden die Erwellerung der Zuständigkeit der Amtsgerichte, die dadurch allzusehr belastet würden und zwar gerade tn erster Linie da» AnitSgericht Ei eßen. Ter Staats- und Justizminister ließ dagegen die Geneigtheit der hessischen Regierung erkennen, dem Vorschläge Preußens entgegenzr'konimen. Tann kam es zu einer Besprechung der Sozialpolitik größeren Stils. Es sollen fünf neue Hültskräste für die Eewerdeaussicht aus den Kreisen der Arbeiter angestellt werden. Dagegen machte sich bet den ländlichen Abgeordneten eine starke Abneigung gellend. Verschiedene bauernbündlerische Abgeordnete meinten, daß auf dem Gebiete der Arbeiterschutzgesetzgebung ein zu schnelles Tempo eingehaltpn werde. Auch hatte man Bedenken, daß man die neuen Hülfskräste aus dem Arbeilersland nehme,» null. Demgegenüber stellten bie Abgg. Reinhart und F r e n a y fest, daß es sich hier um eine alle Forderung des Arbeiterstaiides handelt, welche seit Jahren im Landtag von verschiedenen politischen Parteien gestellt wird. Im Reichstage begeistern sich gegenwärtig auch Diejenigen Parteien für eine entschiedene Sozialpolitik, die in den Einzellandtagen zum Rückzug blasen. Ter 'Minister des Innern, Braun, trat gleichfalls »nit Nachdruck für die Regier- ungssorderung ein. Tie Notwendigkeit der Vermehrung des Personals begründete Minister Braun mit der bedeutenden Zunahme der revisionspflichtigen Betriebe, die sich seit 1901 fast verdoppelt hätten und wies den vom Abg. Breidenbach der Negierung gemachten Vorwurf eiiergisch zurück, daß sie in einseitiger Weise Arbeiter-Interessen vertrete. Nach längerer Debatte, in welcher Redner mehrerer Parteien sich im Smite des MntisterS aussprachen, wurde die Atehrforderung gegen 10 Stimmen angenommen. Beim Justizetat erklärte später noch Staatsminister Ewald, er könne zur Einführung der bedingteii Verurteilung seine Mithulfe nicht in Aussicht stellen, weil er nicht der Ansicht sei, daß dadurch der Justiz ein wesentlicher Dienst enviesen werde. Tann begann bie Kammer die Beratung der Gesetzentwürfe betreffend Wohnungsgeldzus ch u ß der Beamten und die Lehrer gehälter. Staatsminister Ewald empfahl die Aiinahme der Gesetzentwürfe, um langgehegte, berechtigte Wünsche zu erfüllen. Es liege auch habet ein Staats- interefje vor, ba die Tienstwilligkeit und Arbeitsfreudigkeit der Lehrer durch eine abschlägige Entscheidung ihrer Gesuche beeinträchtigt luürbe. lieber die Frage der Deckung der geforderten D MWT n mr ■ Kleine* Feuilleton» Gießener Stadttheater. »Der Registrator* ist zuletzt genau 6 Jahre „auf Reisen* gewesen. Ende März de8 Jahres 1901 mar er das letzte Mal bei uns eingekehrt mit Schmasom, dem vortreffltchen damaligen Kasseler, jetzigen Berliner Komiker. Sim gestrigen Sonntag machte es zum Benefiz des Herrn Lippert, unseres ausgezeichneten Darstellers und Regisseurs, wieder einmal Station im Gießener Stadttheater. Herr L. wird uns leider, wie ich höre, nut Ablauf dieser Sptelzeit nebst manchem anderen uns lieb und wert gewordenen Bühncn-Biitgltede von erprobter Tüchtigkeit verlosten. Herr Lippert ist ein Künstler von feiner Zurückhaltung und jener echten Btldung, bie ihm fast stets das rechte Maß vorschreibt und ihn, von der stattlichen Höhe seiner Theaterkultur aus, vor Geschmacklosigkeiten und Stilwidrigkeiten in taktvoller Selbstzucht meist bewahrt. Er hält sich fern von allen Komiker-Ntätzchen, und von beinahe jeder seiner Bühnengestalten geht der Schein warmen Lebens aus, als Folge seines allzeit degagierten Spieles. Man hat meistens den Eindruck des klug und ernst Durchdachten, sodaß er selbst bei seinen Possen- figtiren selten den Menschen vermissen läßt hinter den Niasken aitch bei vollendeter Dürftigkeit deS „litterarischen^ Vorbildes. Der Registrator Wichtig ist ja recht kärglich von der Doppelfirma L'Arconge u. Moser ausgestattet worden, und eS ist erstaunlich, nach welchen trivialen und banalen Situationen und Spässen die Verfaster oft griffen, um den Abend möglichst zu dehnen. Immerhin machten die Eigenschaften und Vorzüge des Herrn Lippert die Albereien der Autoren wenigstens einigermaßen erträglich, wenn auch der Benefiziant seltsamer Weise seine sonstige schöne Zurückhaltung vielfach aufgab und es nicht für unter seiner Würde ansah, die doch nachgerade recht modrig gewordenen alten Schläuche nut ollem ihrem Bodensatz zu leeren, statt neuen Wern eigenen Mittel, weiche durch Erhöhung des I m m o b 111 e n ft e n» p e l s erreicht werdc-n (oll, äußerte sich Fiuanzmmtfier Gnauth dahin, daß man die Belchaffung der Mttlel nicht auf Die Schultern der Allgemeinheit wälzen, londern sie daher nehmen »volle, wo sie am besten zu bekommen feien. Hessen fei hmsichilich des Immobilien- gefetzes hinter den benachbarten Landern noch zurück. Ein neues Ltempelgejetz gelangte denn auch zur 'Annahme. Ter Gießener W e 11 e r ö t e n ft Hai umer der ländlichen Bevölkerung Lberheffens viele Freunde, und obtvohl die Regierung die Wettetdienstitellen int Gropherzogium nicht mehr unterstützen will und zuerp auch un Haufe em da hm gehender Befchltiß geiaßi wurde, fließ em peuu •ctunöen daraui em wtderfpruchslos angenommener 'Antrag am weitere Gewährung des Zuschusses für den Gteuener Wetterdienst den vorherigen Beschluß um. Die alten Gießener Klinik- v ä u m e landen wieder einmal viele Verurteilet-. Im übrigen wurden erhebliche Gelder für Umveriuais-^teuvauien Ueivilligt. Großes Auljehen baue es bekanntlich seinerzeit erregt, daß von S. K. dem Groß Herzog m Offenbach dem Herrn Etßnert, einem 'JJhtglteOe der fozialbemolraitschett Partei, die Bestätigung für ein paduiches Ehrenamt gewahrt luoiOen war. Der Fall mar in beiden Kammern zur Sprache gebracht rmd baeci von der Regierung die Ertlaruug abgegeben worüen, daß bei der Wahl von SozralOemokraten zu |iäDii)dien Aemtern augeiichts der verfafsunl'sniäßigen Gleichberechtigung aller otaatdangcljöngen ie nach der Natur des betreffenden Amtes unö der Persönlichkeit des Geivahlten enifchiebeir iverden wurde. Run hat joebeu dcrGroßherzog den zum nnbeiotöeten Betgeordueien öer otaöt L jlenbad) geivahtteu Sozialdemokraten Weißen n i a> t benatigi. Wir finden dir Veriagung dieser ye|taugung vollauf berechugi. Offenbach hat bete.'s einen jozialdemolraiijcheii Beigeordneten und bie >ozuil- demolratische Partei sollte sich nut dtejenr einen begnügen, -tau der zivcite Beigeorvuete einer der bürgerNchen Parteien angehöre, i|» das Berta rgetr der bürgerlichen Kreise Otzenbachs, und die,e haben »vohl das Recht, artch einen der Ihren ui oer eiabtüeriualiung zu jeljen. Im uuiigen erblicken wir in dreiem Entichluß ruricres GroßherzogS letneswegs em Zuruckwetchen vor jenen Protestlern gegen Die Bestätigung Eißnerts, sondern un Gegenteil eine aus Den tat- lachlich::» 93ext)aUni||en Otzenbachs sich ergebende Konsequenz. Im preußischen Abgeordnetenbause wurde bei der Debatte über bie Persvne>ltariire,vrm em Antrag Zedlitz ang>> »Lommen, bie Retchssahrkartensteuer in eine andere, die Einnahmett t»eS ftzerivneiivrrlet-rs nuiiüer schädigende porm zu bringen. Die KulluSitat-Beratuttg führte zu schar «en An g r t j s e n aus den Kpttnsmmtster v. S t u d t. Bet der Bciprechuttg der s a ch- mün nischeu Schulaufsicht toaubte sich der srettons. Abg. v. Zedli» dem von den Abgg. Funck und Schiffer sekundiert wurde, unter demonsrratwem Beifalt der Linketi in heutigen Ausdrucken gegen den Kultusminister. Am RegterungSth'a-e t-errichte Verwirrung. Es haiidctt sich um bie stärkste Betafmngsprobe, der das 'jJiinifterium etui>t bisl-er unterzogeil wurde. Im Abgeordnetenhause »vor kein Zweifel ouruit, daß es aus den ^turz deS tzerrn v. Studt abgesehen sei. Wenn sich auch die Konsequenzen dieser Sitzung noch nicht üderschen lauen, jo dar, man doch annehmen, daß die Tage des Minifters v. Skudk gezahlt sind. ~ -.re Im Vordergründe des politischen Untere|jed Itanben serner bie beiden großen landwirschaftiichen Kongress, bie Verfammlung des Preußischen Landesökonvmie -Kollegiums und beö Deutschen Landwirts cha s t s r a t s. Aejchästigte sich das erstere vornehmlich mit der Frage der Beseitigung der Leutenot auf dem Lande, so beljaridelte oer Landwirtschafksrat erstmalig die koloniale Besicdelungspolitik. Den Löl-epunlt der Tagung bildete eine bei dem Festessen des Landwirtschaitsrats gehaltene bedeutsame polüifdje Rede des dürften Bülow, worin er Bor- urteile gegenüber dcr Börse zu steuern sucht, um das Zustande- tonunen der Börsengesetzresorm zu ermöglichen. In der Anerrennung der agrarisckjnm Bewegung ging der Kanzler dabei sehr weit. Die nächstje pttrl. Zukunst mutz lehren, ob der Fürst bei seinen Bemühungen erfolgreich operiert hat oder nicht. Frankreich erlitt durch die Explosion an Bord der „Jenia" einen schweren Unfall in seiner Kriegsmarine, dcr vielen braven Seeleuten den Tod brachte. Die Teilnahme an der Katastrophe war allgemein und flam u. a. in Kundgebungen des Kaisers und Papstes zum Ausdruck. Bou den geborgenen 107 Leichen der ,^eua"-K'atastwphe wurden bisher 65 rekognosziert. Eine in Paris eröffnete Subskription für die Hinterbliebenen ergab bisher ..................... ii» 125 556 Frcs. Admiral 'JAanceroit, der Kvmmand.ini der „Jena", erklärte, daß niemand in der Luge sei, begründete Angaben über Die Ursackje zu utadjicn, i|» sich mit Sicherheit bisher nidxti sagen laste. Abg. Eiernentel »uiib deut Marineminister über di-e Katastrophe in der . lummer interpellieren. Zwei furchtbare Grubenkatastrophen haben sich ferner unmittelbar nacheinander im Saar-Revier ereignet. Lei dem ersten Unglück, das auf der lothringischen Seite dieses Reviers auf der Grube Klein-Rosfein bei Fvrbach erfolgte, handelte es sich um eine Explosion schlagender Wetter. Bei dieser büßten 78 Bergleute ihr Leben ein. Bei dcr anbereu Katastrophe aus bem Mathilden-Sa-acht ber Gerhard-Grube bei St. Johann riß bas Förderseil. Hierbei starben sämtliche auf der Förderschale besindlichen 22 Bergleute. Aus diesem Anlaß l-at der Prä- fibent Fa111ßres ein Kondolenz- Telegramm an den deutschen Kaiser gesandt. Ter Minister des Aeußern kow- dotierte dein deulschen Bvlschasler in Paris persönlich. Tie alte r u s s is ch »e n g l i f che S p a u n u ti g tu der bulgarischen F-ruge mut Ubi).i|t tu D-ii Voroergiuub aus Anlaß der Ermordung des bulgarisck>en Minifterpräsidenlen P e t - l o w, der angeblich einer von politischer Seite geduiigeiien Mvrder- hand zum Lpser fiel. Tiefe Affäre ist indes iwch zur Zeit in mysteriöses Tunket gehüllt. Nachfolger Pelkows wurde Gudew und gtcichzeitig Minister sür das Innere. Neuernannt wurde ber Abg. Aposlotolom, Abvokat in Philippopel, zum Unterrichtsmini st er. Tie Minister erklärten, bu Regierung sei entschlossen, im Geiste Petkows die Regierung sortzusuhren. In der südafrikanischen Transvaatkolonie hatte bie Großherzigkeit Englands den Erfolg, daß Louis B o t h a sich vollständig in den Dienst ber englischen Kolonialpolitik stellt. Er wirb auch an ber Londoner ReichSkolonialkonserenz teil» nehmen und Lviidonö städtische Behörden beabsichtigen sogar, ihm bei seiner Anwesenheit in ßonbon den Titel eines Ehrenbürgers zu verleihen. Tie russischeTuma mußte wegen DeckenetnsturzeS im Taurischen Palaste ihre Sitzungen vertagen. Es wirb behaup- tet, daß ber Temperaturunterschied den Einsturz ber Tcckenbeklei- dung herbeigeführt hat. Die Kommission der Duma ist überhaupt der Aieinung, baß bie Räume des Taurischen Palats sür die Sitzungen der Duma nicht gefahrlos sind und daß auch bie Decke bes als Waudelgang bieueiiücn Katharine»isaals nicht sick^er erscheittt. Bei ber Wahl eines anberen Sitzungssaales entschied sich die Kommission nach Besichtigung mehrerer kaiserlicher Theater lür bas Votkshaus Nikolaus 11. Hessische Landesversammlung dcr dcutschsozialen Partei. fc. Frankfurt a. M., 17. März. Im „Storck/' hier fanb heute eine hessische Lanbesversamm- lung ber dcutschsozialen Partei statt, bie von bem Stabtv. Laaß eröffnet wurde und zahlreich von Mitgliedern aus allen Teilen des Großherzogtums Hessen, aus Frankfurt a. M., Hanau, Gelnhausen, Hochstabt, Höchst a. M., Heidelberg usw. besucht war. Der Vorsitzende gab die Tagesordnung bekannt, Deren itarbinal» punkt die Gründung eines „Hessischen L a n b e s v e r b a n- d e s", ber bas Großherzogtum Hessen sowie bie angrenzenben Gebietsteile umfassen soll, war, wnb erteilte zunächst dem Generalsekretär Hcnningsen-Hamburg bas Wort. Der Redner berichtete über bie letzten Reichstagswahlen. Die deutschsoziale Partei hätte iljren Besitzstand nicht allein behauptet, sondern, so führte er aus, wesentlich vermehrt. Friedberg-Bübingen sei bieses Mal fein beutschsozialer Besitz geworben, boch das n ä ch st e Mal müsse bieser Kreis sicher geholt werben. Deshalb heiße es jetzt schon: „Ans Werk"! „Sichorganisieren" ! Eine kurze Diskussion folgte biesen Ausführungen, in ber Nebakleur Reuther aus Offenbach a. M. gegen ben Lanb- tagsabg. Hirschel polemisierte, ber nicht allein im Wahlkreise Friebberg-Bübingen, sonbern auch in Erbach-Bensheim bei ben letzten Reichstagswahlen bie beutschsoziale Sache grünb- l i ch verpfuscht unb keine ehrliche Politik getrieben habe. Eine straffe Organisation sei das einzige Mittel gegen ber- lei Seitensprünge. Oberlehrer Dr. Werner aus Gießen sprach sich abfällig über bie Agitation ber nationalliberalen Partei und ben Bunb ber Landwirte im letzten Wahlkampf aus, was Redakteur F1 u h r e r aus Frankfurt a. M., als Beamter des Bundes der „.»■ —. -^wiTri II, in rr mii—i tr ituiirrrirwrimii r—riiTmTfi ------ Gewächses dazu zu tun. Tie uralten Parodien haben mit ihren Jahren an Reiz wahrlich nicht gewonnen, und ganz besonders gehört zum Anschauen der blöden alten Troubadur- Travestie heute bie Wetterfestigkeit wie bie Kunslbllbung eines Eskimos. Ein paar aktuelle Schlager von lokaler Färbung hätten auch riskiert werben können, statt ber bemitleibensivert geistlosen „Verse" bes arg verstaubten Originals. Der überaus bankbare Sinn bes Gießener Publikums ober ließ es sich nicht nehmen, Herrn Lippert an seinem Ehrenabenb zuzujubeln in freubiger Erinnerung an unterhaltsamere Theaterabenbe unb bie vielen vortrefflichen Charakterentwürfe bes Benefizianten, in bem wir einen ber befähigtsten unb schaffenskräfligsten unter unseren Künstlern verlieren. -- Von ben übrigen Personen sorgte namentlich noch Herr Gronert in origineller Type als Zeitungsrcporter für bie vom Publikum gewünschte Heiterkeit, unb Herr 93a fof vertrat nicht übel ben Gerichtsrat Heibenreich aus Sachsen. Aber warum hatte benn Herr Reimer aus Sachsen biese Rolle nicht übernommen? — Das Tempo ber ganzen Vorstellung hätte burchweg flotter sein müssen; man war keineswegs flänbig auf ben Poffen- ton gestimmt. Das Publikum aber erfreute sich an ber guten Laune bes Benefizianten unb seiner getreuen Helfer unb blieb in guter Stimmung, bie burch feinen ber mancherlei Mängel sich trüben ließ, bis zum späten Schlüsse des Stückes — unb barüber hinaus. Dem» als erst nach 11 Uhr bie Posse ihr Enbe erreichte, ba wartete man noch ge- bulbig auf ben szenischen Epilog „Vom alten zum neuen Hause". Als ber Vorhang bann etwa eine halbe Stunde vor Diitternacht noch einmal sich hob, da sah man auf ber Bühne bie Front bes alten Leib'schen Hauses an ber Walltorstrci!,. vor sich nebst dem Portal zu unserem alten Theater. Die Lampe darüber spendet, entgegen ihrer realen Gewohnheit, allmählich hellen Schein. Dian härt hinter bcr Szene gedämpfte Diusik. Es erscheinen dann zwei zeitlose Wanderer, etwa Dr. Faust unb sein Famulus Wagner, bargestellt von ben Herren Direktor Steingoetter unb Krauß, unb sie unterhalten sich promenierenb von bem Recken unb Strecken, von all bem Sprießen unb bem Erblühen unserer Stabt. Unb inbem sie bem alten Leib'schen Saale ben Rücken brehen, wanbeit sich hinter ihnen bas Bilb. Wir sehen bie Walltorhäuschen vor uns. Aber auch biese scheiden unb es behnt sich vor uns bie Ostanlage mit ihrem schmucken Baumreichtum, ihrem Weiher unb ihrer Fontäne, berweilen bie beiben Herren in halb saustischen, halb kapuzinerischen netten Knittelversen plaudern von bem Komöbiantenstanbe, seinen äußeren Entbehrungen unb seinen inneren Ehren. Inzwischen sinb wir in ben botanischen Garten gelangt, es kommt bas Liebig- denkmal unb schließlich steht am Enbe bieses von holbem Hoffnungsgrün reich geschmückten Ehrenweges vom alten zum neuen Hause ber neue Musenpalast von uns in vollem Lichterglanz. Die Bürgerschaft hört manches schwungvolle unb wahlverblente Kompliment für seinen wackeren Opfersinn. Dec zweite, engherzigere Wanberer wirft ja wohl bie bange Frage auf, ob man sich nicht mit biesem Hause „übernommen" habe. Doch ber erste achtet barauf nicht, hingerissen von bem Gebanken an eine unvergleichlich glänzenbere Zukunft im neuen stolzen, bem Wahren, Schönen, Guten geweihten Tempel. Dlit heller Begeisterung sprach Herr Sleingoetter feine wohlklmgenben hübschen Schlußverse, unb bas Publikum applaubierte lebhaft ihm rote Herrn Krauß unb — last not least — bem ausgezeichneten Schöpfer ber ganzen täuscheub naturgetreuen Wandelbetoralion, Herrn Dekorationsmaler unb Thea. - cmeister Schweber, bessen scharfäugige Geschicklichkeit hier wirklich Bewundernswertes geleistet hat. -o. Bditbtofrte, in Abrede stellte und warnte, dem Bunde den Fehde- Handschuh hinzuwerfen. „Bleiben Sie aus Friedberg-Büdingen, bekämpfen Sie den Grafen O r i o l a und den Frer- herrn v. H e y l nicht, bringen Sie keinen Durcheinander in den Bund, Sie könnten dabei nur verlieren", so schloß er. Stadtv. Nechnungsrat Götz-Darmstadt referierte über dre Gründung eines hessischen Landesverbandes. Der Redner sagte, daß bei den letzten Rcichstagswahlen das Fehlen einer Organisation der dcutschsozialen Partei speziell im Großherzogtum Hessen sich besonders fühlbar gemacht, sonst wären die Erfolge noch größer gewesen. Man habe beschlossen, einen hessischen Landesverband zu gründen, der die Reichstagswahlkreise im Groß- derzoglum, sowie fine Kreise Frankfurt a. M. und Hanau-Geln- yausen umfassen und organisieren soll. Der L a n d e s v e r - band soll in Kreisverbände, die mit den Wahlkreisen identisch waren, geteilt werden. An der Spitze, des Landesverbandes soll der Borstand, bestehend aus dem ersten und zweiten Vorsitzenden, dem Schriftführer und Kassenwart, stehen. Nachdem der Referent eine Anzahl Satzungen für den zu gründenden Verband verlesen, bat er, heute die Gründung desselben vorzunehmen, den Sitz des Verbandes und den Vorstand zu wählen. Nach kurzer Diskussion geichah i>ic3 — 2-a rmftadt wurde als Vorort gewählt — und der V o r sta n d des Landesver- bandes bestimmt. ^Letzterer besteht aus dem erpen Boriitzeiüxni (Amtsrichter Dr. M a h r-Darmpadt), zweiten Borjitzenden (Laird- tagsabg. B ä h r-Derrenhaag) dem Schri>tiührer ^Rechtsanwalt Dr. G e ß ner-Darntstadl- und dem Kassenwart (Stadtv. Go tz- Darmstadt). o < Der letzte Punkt der Tagesordnung betraf dre he,seichen L a n o- tagswahlen 1908. Amtsrichter Dr. Mahr führte aus, datz der deutsa>foziale Gedanke zu einer l-errichenden Stellung in Dessen )iiyi auswachjen müsse, und kritisierte bte Einieitig- keit der Abgeordneten des hessischen Bauernbundes in der 2. he j fischten Kammer, die eigentlich nur Bauern- interessen verträten. Alle seien zu wenig arbeiter- freundlich und nahmen keine R ü ck s i ch t auf den Beamten- und Mittelstand. Disziplin herrscht auch n ich t, sonst hätte der LandtagsivAylt'rcis 9ieinyeini Nicht an bcn sidenten ausgeliesert werden und der Abg. Hirschei nicht m die,em Kreise für Haas und im Reiclistagswuhlkreise Frieoberg—Büdingen für Oriola agitieren können, und der Abg. Wvfi-^üa- deüen wäre nicht in die Lage gekommen, in der Kammer zu erilaren, es sei nicht angängig, dutz B e a ni t e s i ch a n der p o l i t i ich e n Agitation beteiligten. Im Jahre 1908 wären 9 Laiid- tagslvahlkreise zu nehmen und deshalb beantrage er, daß die deutschsoziale Partei selbständig in die Lsand- tagsioahlen in Dessen eintritt und der Voriüand des heute gegründeten Landesverbaiides beauftragt würde, ein Landtagswahlprogramm auszuarbeiten. Dieser Antrag fand Annahme, worauf der Vorsitzende die Versammlung schloß. Ale KruvenunMe im Saarrevier. Forbach, 17. März. Ueber die Schlagwetter-Explosion werden folgende Einzelheiten gemeldet: Das Unglück fand vorgestern abend um 103/* Uhr auf dem Schachte Vuillemin auf der 382 Meter-Sohle tn einem Fettkohlenflötze statt, der bisher keine Schlagwetter führte. Die Bergleute arbeiteten dort mit Vorliebe und mit dem Gefühle großer Sicherheit. Als das Unglück sich ereignete, arbeitete eine Versackungs-Nachtschicht, die nur ein Drittel so stark war wie eine normale Früh-Fördersckstcht. Aus diesem Grunde war die Zahl der Opfer verhältnismäßig gering. Da die Versackungsarbeiten leichter sind, so sind die Opfer meist jugendliche und alte Arbeiter. Die'Schwerverletzten liegen an Brandwunden und besonders an den Folgen des Einatmens der giftigen Gase darnieder; sie leiden unter fortwährendem Erbrechen. An die Explosion schloß sich kein Grubenbrand; es war eine Schlagwetter-Explosion. > Im Ganzen waren etwa 240—24a Mann einge,ahren in den Schacht. Sofort eilte Direktor Simon mit einer Anzahl seiner Beamten herbei und fuhr in den Schacht ein; auch traten alsbald die Rettungsmannschaften mit Trägerapparaten in Tätigkeit. Auf der Grubensohle stieß man zunächst auf den Körper des Wettersleigers Dapou, der alsbald heraufgeschafst wurde. Dayou gab c-ber schon nach wenigen Minuten, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben, seinen Geist auf, ihn hatten die gütigen Nachischwaden getötet. Nunmehr wurde an der Bergung der Leichen fieberhaft gearbeitet. Einige, welch? in den Nachschwaden erstickt sind, sind absolut kenntlich und machen den Eindruck Schlafender; viele dagegen, welche direkt von der Stichflamme getroffen wurden, sind in dem ausgeschwemmteii Gesicht purpurrot, von den Dänden hängt die Haut und das Fleisch in Fetzen herab. Die Ursache des Grubenunglückes ist noch nicht aufgeklärt. Der Umftand, daß vom heutigen Sonntage ab ein neues Seil benutzt werden sollte, läßt darauf schließen, daß das alte Seil nicht mehr ganz brauchbar war. Das Sumpfwasser wurde mittelst Pumpen gesümpft. Dann konnte man zur Bergung der Leichen schireiten. Von den 22 Verunglückten sind 9 aus Völklingen. 19 Leichen sind geborgen. Drei, und zwar Bergleute aus Bous, liegen noch im Sumpfe. Schlosser such bei der Aroeit, um die im Sump,e steckende Förderschale zu zerlegen. Erst dann wird man die letzten drei Leichen bergen können. Nach Angabe des dirigierenden Arztes des Knappschasts- lazaretts, Dr. Derges, betrug die Zahl der Toten heute 7 8, die der Kranken 9, davon haben 4 günstige Aussichten auf Genesung, während bei den übrigen die Prognose sehr ungünstig ist. Die Kranken, die durch Brandwunden im Gesicht, an den Armen und an der Brust furchtbar entstellt und zum Teil an diesen Körperteilen furchtbar entstellt sind, leiden augenscheinlich große Qualen. Einige der Verunglückten haben schwere Augenverletzungen erlitten und liegen ganz apathisch da; andere geben dem Personal und ihren Angehörigen, die trauernd die Betten umstehen, abgerissene Antworten. Am bedenklichsten ist, abgesehen von den Fällen, in denen die Brandwunden mehr als ein Drittel der Körperfläche bedecken, der Zustand derjenigen, die sich infolge Einatmens der heißen Giftgase eine heftige Entzündung der Lungen zugezogen haben. Diese haben hohes Fieber und sind nicht bei klarem Bewußtsein. Man flößt ihnen Walser mit Gummischläuchen ein. Mehrere weniger schwer Verletzte erzählen, sie seien von der gewaltigen Erschütterung der Explosion zu Boden geworfen worben und hätten längere Zeit bewußtlos gelegen. Nachdem sie wieder erwacht seien, hätten sie sich, so gut es bei ihren Verletzungen ging, kriechend aus dem dunklen Stollen zu retten versucht. Unter den Toten befindet sich per Steiger Saimwt aus Klein Rösseln, dessen Frau gestern früh Ziviltinge gebar. Die Toten sind meistens Leute in jungen Jahren und viele erst kurz: Zeit verheiratet. Unter den Toten befinden sich nur 14 Unverheiratete. ' In dem zum Teil mit Blattpflanzen geschmückten Knappschaftslazarett find lange Reihen von schmucklosen Särgen auf» gestellt, die man bereits geschlossen hat. Ein provisorischer Altar mit Kruzifix und brennenden Kerzen verleiht dem Orte eine iveihe- bolle Stimmung. Die Besitzer der Grube, die Herren de Wadel, haben 100 000 ajtor t zur Bestreitung der ersten Bedürfnisse der Verunglückten und gestellt ngbhorigen angewiesen und weitere Fürsorge in Aussicht i Heusler sandte an die Hinterbliebenen eine Bei- leidsdcpeiche umd zeichnete 1000 Mark. Heer uitö Flotte. London, 17. März. Ter neue Riesenkreuzer .Jndomilable" hat ein Deplacement von 17 250 Tonnen. Die Turbinen entwickeln 41000 indizierte Pferdekräfte, die dem Schiffe eine Geschwindigkeit von 25 Knoten verleihen Tie Länge des Schiffes beträgt 530, die Breite 78, der Tiefgang 26 Fuß. Tas Schiff ist somit der größte und schnellste Kreuzer der Welt. Die Herstellungskosten betragen 35 Millionen Mark. Deutscyes Neicy. Berlin, 16. März. Prinz Heinrich der Niederlande ist heute abend in Berlin eingetragen. Zur Abendtasel beim Kaiser und der Kaiserin waren geladen: der Prm^ der Kronprinz und die Kronprinzessin und Herzog Adolf Frichrlch von — Nach einem im „Neichsanzeiger" veröffentlichten E r laß des Kaisers an den Reichskanzler soll den Technischen H ülfs ar b eitern bei dem zum Geschäftsbereich des Neichs- amts des Innern gehörenden Behörden nach 12jähriger Dienft- zeit der Titel „Technischer Rat" verliehen werden. — Durch Kaiser!. Ordre wird folgendes bestimmt: Der in dem Schutzgebiet S ü d w e st a fr i ka bestehende Kriegszustand wird mit dem 31. März d. I. aufgehoben. Mit dem gleichen Zeitpunkt wird der Chef des Generalstabes der Armee von der ihm übertragenen Leitung der Operationen enthoben. Das bisherige Kommando der Schutztruppe für Süd- westafrika mit dem Hauptquartier ist sobald als möglich aufiu» lösen. — Zu der Affäre desDiebftahls an Briefen des Generals Keim wird gegenüber den im Reichstage gemachten Ausführungen, wonach es sich lediglich um Abschriften der Briese handeln soll, mitgeteilt, daß gegen den der Tat dringend verdächtigen Registrator Oskar Janke Haftbefehl erlassen ist, weil er dringend verdächtig sei, sich einen Teil der Briefe im O r i g i n a l mittels Erbrechens eines Behältnisses zugeeignet zu haben. Schwerin, IG. März. Die vier mecklenburgischen Neichs- tagsabgg. Frhr. v. Maltzan, v. Treuenfels, Dr. Dröscher und Nauck hatten in der Verfassungsangelegenheit eine Audienz bei beiden Großherzögen erbeten und eine Denkschrift eingereicht. Diese Denkschrift führt aus, der große Wunsch des mecklenburgischen Volkes sei auf eine Aenderung der Verfassung gerichtet. Den Versuchen, auf reichsgesetzlichcm Wege eine Aenderung zu schaffen, sei entgegenzutreten, da diese Versuche in die Verfassungsrechte Mecklenburgs ordnungswidrig eingreifen. Die Abgeordneten lehnen jede Einmischung de s Reichs a b, weisen auf den günstigen Verlauf der Reichstagswahlen in Mecklenburg hin und wünschen, daß durch die Verhandlungen zwischen den Ständen und der Regierung eine den veränderten Zeitverhältnissen entsprechende Landesverfassung geschaffen werde. Sie betonen, nicht an den Landtag appellieren zu können, weil zwei von ihnen dort nicht Sitz und Stimme haben. Beide Großherzöge erteilten bereits entgegenkommende Antworten. — Die in Güstrow versammelten liberalen Vertreter der sieben mecklenburgischen Wahlkreise faßten eine Resolution, in der der Erwartung Ausdruck gegeben wird, daß die versprochene V e r f a s s u n g s r e v i s i o n in wahrhaft zeitgemäßer und konstitutioneller Form durchgeführt werde. Köln, 16. März. Gegenüber eines Artikel des „Temps" gegen den englischen Abrüstungsvorschlag bemerkt ein Berliner Telegramm der „Köln. Ztg.": Bei der a u f ri chtig friedlichen Stimmung in Deutschland hat für uns der Abrüstungsvorschlag viel Verlockendes. Je näher man ihn bann aber betrachtet, desto stärker werden die Bedenken gegen den Vorschlag selbst und gegen seine völkerrechtliche Behandlung. Wir wollen uns den scharfen Worten des „Temps": „Les paeisicistes sont des naifs du des blagueurs" nicht unbedingt entschließen, weil in ihren Bestrebungen, die wir gern anerkennen, auch viel edler Idealismus steckt. Durchaus zutreffend ist es aber, wenn der „Temps" unter Hinweis auf den guten Willen, den alle Mächte dem russischien Vorschläge entgegenbringen, feine Betrachtungen dahin zusammenfaßt: Man möge im Haag ein internationales Recht schaffen; das fei menschlich und gut; aber man möge nicht mehr versprechen, denn weitergehende Versprechungen werde man nicht halten können. Aus Sradt und Land. Sprechstunden der Redaktion: V2 12—1 Uhr vorm., Vs 7—1/2 8 Uhr nachm., (mit Ausnahme von Samstag und Sonntag). Gießen, den 18. März 1907. * * Vom Gr0 ßh. Hofe. I. K. H. die Prinzessin Heinrich von Preußen und ihr Sohn, Prinz Sigismund, werden n. d. Darmst. Ztg. voraussichtlich Ende dieser Woche zu etwa 14 tägigem Besuche am Großherzoglichen Hofe eintreffen. In der Begleitung befindet sich die Hofdame Fräulein v. Plänckner. * * Parlamentarisches aus Hessen. Eine an die 2. Kammer gerichtete Eingabe des Einkaufs-Vereins Mainzer Kolonialivarenhändler stellt bezüglich der Konsumvereine und Beamtenvcreine folgende Forderungen: Heranziehung zu den gleichen Steuern wie die des Kleinhandels unter gesetzlicher Einführung der Eintragspflicht; Ausfall jeder behördlichen Begünstigung dieser Vereine gegenüber dem Kleinhandel; Verbot für aktive Reichs-, Staatsund Gemcindebeamten eiilschließllch der Offiziere und deren Ehefrauen an der Beteiligung an solchen Vereinen. Ferner wird für die Warenhäuser eine möglichst hohe Umsatzsteuer verlangt. — Die Landwirte von Melbach bitten, dem Verkauf der sogen. Markiviese an der Wetter, auf der die kleinen Landwirte der Gegend ihren Bedarf an Heu und Grummet zu decken pflegen, an einige Großbauern die Genehmigung zu versagen. — Eine Beschwerde des Hch. Frdr. Winter zu Hoch-Weisel richtet sich gegen einige, ihn nach seiner Angabe benachteiligende Entscheidungen bei der Feldbereinigung der Gemeinden Hoch-Weisel und Münster. * * H 0 l l ä n d. Generalkonsul. 9(n Stelle des auf seinen Antrag ausgeschiedenen Königlich Niederländischen Generalkonsuls Dr. Schmitt ist Jonkheer H. H. F. van Pan Huys zum Niederländischen Generalkonsul mit dem Amtssitze in Frankfurt a. M. ernannt worden. * * Das Ende der Spielzeit im alten Theater rückt immer näher; es findet jetzt nur noch eine Abonnements- vorstcllllng am Dienstag und eine Volksvorstellung am Mittwoch statt, und es folgen bann zwei Abschieds-Vor- l'tellimgen. Die erste, am Freitag, wird vom Theater- verein veranstaltet, und es kommt m ihr ein lustiges Stück, „Zwei glückliche Tage" von Schönthan und Kadelburg, zur Aufführung bei geschmücktem Proszenium und unter Mitwirkung der Regimeutsmusik. An den Schluß des Stückes wird sich eine kleine Abschiedsfeier auf der Bühne anreiheu und darauf im Wandelpanorama der Wechsel unserer Theaterverhältnisse zlir Darstellung gelangen. Die Vorstellung wird, um ihr einen starken Besuch zu sichern, bei herabgesetzten Preisen stattfinden. Die allerletzte Vorstellung ist dann zwei Tage später, am Palmsonntag; sie trägt dem Tage angemessen einen ernsten Charakter und bringt Hebbels „Maria Magdalene". * * Aus dem Bureau des S t a d t t h e a t e r s. In der morgigen, letzten Dienstagsabonnementsvorstelluug gehen drei Werke in Szene von denen zivei für Gießen Neuheiten sind. Den Abeiid eröffnet das einaktige Schauspiel »Die letzten Masken" von Schnitzler, das dem gleichnamigen Emakterzyklus des Dichters entnommen ist. Die folgende Skizze »Ein Mann der geliebt wird", ist dem Werke von Manuel Schnitzer „Meine Freundin von nebenan" entnommen. Es folgt Ludwig Thomas köstliche Komödie »Die Medaille", die hier bekannt ist. Den Schluß des Abends bildet wie überhaupt an den letzten Spielabenden, der szenische Epilog „Vom alten zum neuen Haus" mit der neuen Wandeldekoration von Karl Schwedler. ** Der Hessische Handelskammertag, der gestern in Mainz statt fand, war im Hinblick auf das 25 jährige Bestehen dieser Institution sehr gut besucht. Tie Großh. Regierung war vertreten durch Ministerialrat Dr. Usinger und Ministerialsekretär Pistor. Von den auf der Tagesordnung der Vollversammlung des Deutschen Handelstages stehenden Gegenständen wurden nur einige heraus- gegriffen. So erklärte der Vorsitzende, D-r. Bantberger* Mainz,.daß an dem hohen Geldjtande das Börsengesetz einen großen Teil schuld habe und daß nur die Besertigung des Börsenregisters und die Aufhebung des Verbotes des! Terminhandels in Getreide und Wertpapieren zur völligen' Gesundung des Börsenwesens führe. Synd. Schloßmacher- Ofsenbach referierte als Berichterstatter für den Deutschen Handelstag über die Reform des gewerblichen Rechtsschutzes, insbesondere über den Zeichenschutz, wobei er betonte, daß der angestrebten Einführung eines sog. Firmenzeichens fast unüberwindliche Schwierigkeiten gegen- überstünden, und trat ferner für die Ausdehnung des im Patentrecht bestehenden Aufgebotverfahrens aus das Warenzeichenrecht ein. Syndikus M e e s m a n n - Akainz legte die oem Gesetzentwurf über die Rechtsfähigkeit der ge- werblichenBerussvereine anhaftenden Mängel dar. Weiter erörterte der Genannte in einem mehr als ein* stündigen Vortrage die Frage der Einführung von Schisf- fahr'tsabgaben. Es wurde eine Erklärung angenommen, welche aus rechtlichen wie wirtschaftlichen Gründen gegen die geplanten Abgaben scharfen Widerspruch erhebt. Ein Meinungsaustausch über das Gesetz vom 6. Aug. 1902, die hessischen Handelskammern betreffend, ergab, daß dem Gesetz eurige Mängel an haften, welche der Abänderung bedürfen; die Vorbereitung der hierzu erforderlichen Ar- beiten soll einer Kommission überlassen werden, lieber die Vermehrung der Gewerbeaufsichtsbeamten, insbesondere über die ins Auge gefaßte Anstellung von Arbeitern als Hülfskrüfte der Gewerbeinspektoren, referierte Syndikus Dr. F i e d l e r. Im Hinblick auf das durch zahlreiche neue Verordnungen und Gesetze erweiterte Tätigkeitsgebiet der Gewcrbeaufsicht sei wohl eine Vermehrung deS Gewerbeaufsichtspersonals notwendig geworden, ob es aber zweckmäßig gewesen sei, für diese verantwortungsvollen und überaus schwierigen Posten Arbeiter auszuersehen, darüber ließe sich streiten. Ministerialrat Dr. IIfinger trat dem Referenten scharf entgegen und verteidigte den Standpunkt der Großh. Regierung. Syndikus Dr. .Human-Tarmi stadt berichtete über den Verkehr mit Heilmitteln. Nach lebhafter Debatte wurde ein Antrag der Handelskammer Darmstadt angenommen, welcher sick dahin ausspricht, daß diese Frage bei der bevorstehenden Regelung des Apotheleuwesens vom Reichsgesundheitsamt unter Hinzuziehung von Slpothekern und Drogisten entschieden werdew soll, lieber die Erweiterung der Zuständigkeit der Amtsgerichte in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten bis zu einer Streitsumme von 1200 Mk. referierte Kommerzienrat Trier-Darmstadt; die Beschlußfassung über diesen Gegenstand soll einem außerordentlick)en Hessischen Handelstaimnertag Vorbehalten bleiben, lieber die F r a ch sätze der Musterkoffer der Handlungsreisenden berichtete der Syndikus Mees mann-Mainz; hierzu wird beschlossen, beim preußischen Minister der öffentlichen Alberten dahin vorstellig zu werden, daß eine allgemeine Ermäßigung der Frachtsätze für Musterkoffer der Geschäftsreisenden herbeigeführt wird und insbesondere der doppelte Zuschlag für Gepäckstücke über 200 Kgr. in Wegfall kommt. Zum Vorort des Hess. Handelskammertages wurde einstimmig wieder Mainz gewählt. ** Der Sängerkranz Gießen hielt am Sonntag abend im Neuen Saalbau sein Frühjahrskonzert ab, das sehr zahlreich besucht war und in allen Teilen sehr gut verlief. Das von dem rührigen Dirigenten, Herrn Franz Bauer, zusammengestellte Programm wurde mit dem Es- dur-Streichquartett von Mendelssohn eröffnet, das von den Herren Bauer, Geller, Krauße fen. und Krauße jun. in bester Weise zum Vortrag gebracht wurde. Dieselben Herren boten später noch Variationen aus dem Streichquartett A-dur von Beethoveir, die außerordentlich lebhaften Beifall sanden. Herr Ernst Krauße gab sodann zweimal Gelegenheit, sein großes Können als Cellist zu bewundern. Er mußte sich zu mehreren Zugaben verstehen. Ter gesangliche Teil des Abends stand unter dem Zeichen des Volksltedes. Herr Theodor Haubach sang mit feiner klangvollen und sehr ausgiebigen Baritonstimme zwei rev- zende deutsche Volkslieder, „Es war ein Nturkgraf über'm Rhein" und „Wie kann ich denn zur Tür herein". Herr Haubach wüßte in beiden Liedern, wie auch in einem weiteren, das er auf den lebhaften Applaus hin zugab, den Don des Volksliedes in treffender Weise wiederzugeoen. Ter Chor fang zunächst „Morgen im Walde" und dann eine Anzahl Volkslieder. Unter Herrn Bauers zielbewußter und temperamentvoller Leitung gab der stimmlich im allgemeinen gut und gleichmäßig zusammengesetzte Chor sein bestes und bereitete den Zuhörern einen hohen Genuß. Auch der F r a u e n ch 0 r fang unter Streichquartettbegleitung seinen Teil gut, sicher und ausdrucksvoll. Einen eigenen Reiz boten die gesungenen Volkslieder durch ihre geschickte Auswahl. Sie waren den Liederschätzen der verschiedensten Völler entnommen und boten dadurch Gelegen- heit zu interessanten Vergleichen über Charakter und Wesensart der verschiedenen Nationen, die sich ja nirgends besser erkennen lassen, als in seinen Volksliedern. — An das Konzert schloß sich ein Tanz an, der die Anwesenden noch recht lange zusammenhielt. " Eine Ausstellung von Arbeiten, die beim Handfertigkeitsunterricht der hiesigen städtischen Knabenschulen im letzten Winter gefertigt worden sind, fand gestern vormittag im Volksschulgebäude an der Nordanlage statt. Die Ausstellung, die von den zahlreichen Besuchern mit sehr großem Jntereffe besichtigt wurde, bestand, ent- sprechend der dem sogenannten Leipziger Systeme folgenden Einrichtung des hiesigen Handfertigkeltsunterrichts, auS Papp- und Korbschnittarbeiten. Im wesentlichen wurden Gebrauchs- gegenstände angefertigt, und auf eine hübsche und geschmack- volle Ausführung wird offenbar großer Wert gelegt. Die bescheiden Papparbeiten genannte Abteilung bot recht hübsche Bnchbinderarbeiten, während man bei den teilweise recht geschmackvolle Arbeiten aufweisenden Kerbschnittarbeiten die versehiedeiisteu Gebrauchsgegenpände — vom einfachen Handtuchhalter bis zum eleganten Rauchtische sehen konnte. An dem Unterricht, der in beiden Abteilungen mit je 2 Kursen etwa 130 Unterrichtsstunden umfaßte, beteiligten sich im ganzen 63 Schüler im Alter von 12-^14 Jahren, die zum weitaus größten Teil (58) der Volksschule cmgehöcten. Pferde (2166) und andere Einhufer, 20 115 (20 175) Ochsen, 2297 Bullen, 36 638 (36 427) Kühe, 37 799 (39 268) über 3 Monate alte junge Rinder, 73 562 (76 308) Kälber, 292 894 (817 952) Schweine, 14 193 (17 610) Schafe, 26 907 (26 775) Ziegen. Eine Zunahme ist sonach zu verzeichnen bei Bullen (132 Stück), Kühen (211) und Ziegen (182), während bei allen übrigen Tiergattungen eine Ab- nahme zu verzeichnen ist und zivar bei Ochsen 60 Stück, - Betrug. Am verflossenen Freitag erschienen zwei Mädchen im Alter von etwa 14 und 10 Jahren in einem hiesigen Goldwaren-Geschäft, gaben sich als Töchter eines bekannten Arztes aus und ließen sich zwei Armbänder und zwei Ringe auf Rechnung dc§ Arztes geben. Es stellte sich dann heraus, daß der Arzt gar feine Töchter hat und daß eS sich um einen Schwindel handelte. Die Mädchen wurden ermittelt, das Aeltere, das die Hauptrolle bei der Sache spielte, entpuppte sich als ein entlassenes Lehr- mädchen. Die erschwindelten Waren fanden sich in seinem Besitz und wurden ihm abgenommen. -Hülfe in Unglücks fällen. Die hiesige Sani- tätSkolonne hat in der Stadt fünf Verbandstellen eingerichtet, die in den nächsten Tagen durch Anbringen von Schildern mit entsprechender Aufschrift kenntlich gemacht werden. Mit dieser Einrichtung hofft sie, ihren Zweck der ersten Hülfeleistung bei Unglücksfällcn im Interesse der Einwohnerschaft besser als seither verwirklichen zu können. Von diesen Verbandstellen wird auch der Transport von Kranken oder Verwundeten in die Krankenhäuser ausgcführt. - Oberhessische Veteranen.Versamlung.^ Tie Feldzugsteilnehmer aus den Kriegen 1866 und 1870/71 waren am Sonntag mittag im Cafü Ebel zahlreich zusammengekommen, so daß der untere Saal sie nicht zu fassen vermochte. AuS ganz Oberhcssen und auch aus dem früher hessischen Hinterlande waren Veteranen erschienen. Forstwart Blei eröffnete die Versammlung mit einem Hoch auf Kaiser und Grobherzog und machte Mitteilungen über von auswärts, insbesondere von Darmstadt vorliegende Zustimmungserklärungen. Stadto. Gabriel-Gießen, Vorsitzender des Kcieger- veremS-Gießen, wurde zum Leiter der Verhandlungen bestimmt. Sämtliche Redner, darunter Petri-Gießen, Leicht- Watzenborn, Blei-Rieder-Bessingen, Langsdorf-Lich, forderten unter langanhaltendem Beifall für jeden Veteranen einen Ehrensold von 120 Mk. im Jahre und eine dahingehende Petition an den deutschen Reichstag. Auf Antrag Gabriel uud Petri-Gießen wird am Schluß der Verhandlungen eine zwölfgliederige Kommission gewählt. Außer dem Vorsitzenden Petri gehören dazu Kommerzienrat EmmeliuS - Gießen, Direktor Loos-Gießen, Blei-Rieder- Bessingen, LangSdorf-Lich, I. Sommer-Watzenborn, Fischer- Gcoßen-Lmden, I. Heß-Ober-Bessingen, Koburger-Reichels- heim, Vetzberger-Ridda, Jakob-Ronnenroth, Christ-Elpenrod. Die Kommission soll eine Petition an den Reichstag ausarbeiten und sich mit den Veteranen der Provinzen Starkenburg und Rheinheffen, die auch in diesen Tagen Versammlungen abhalten, ins Einvernehmen setzen. Tie Kommission wird in etwa 14 Tagen in Gießen eine weitere Sitzung abhalten. Petri-Gießen gedachte zum Schluß in kurzen Worten der hohen Verdienste für die Veteranen und brachte ein Hoch auf die Kriegsteilnehmer aus. Auf Anregung des Stadtv. Gabriel wurde die Versammlung mit dem Gesang des Liedes ,Deutschland, Deutschland über alles" geschlossen. *• Die Schlachtvieh- und Fleischbeschau erstreckte sich im Jahr 1906 in Heffen auf 1827 (1905: 1912) ist » b,„ len leWh ^rl Mick & drr X bes2 ä die Ljr b" zur völlig "ÄH‘»’S x der L me^ oli ebZ ng von Schiss N angenom, 1 Spruch et, l'M ergab, .erAände'run l^derlichen A> -r eu lieber dir htsbeamten, Heilung von Ar. "feriem E buid) M, ierte Zätigleitj. >ennehrung b# den, ob es afc ungsvvllen ut. •W&. dmübtt nger tnit deq den Standpund -unian-Tanni Mitteln. Nach Handelskammer n ausspricht, daß Regelung des int unter Hinzu- ch'chieden werden Zuständigkeit lechtsstreitigkeiten referierte tom- hlußfassung über lllichen hessischen eber die Fr acht« ingsreismden be> inz; hierzu wird : öffentlichen Ai- u allgemeine Hier bei Geschäft bete der hoppeln Kegfall tonunt ages wurde ehv it am Sonntag skonzert w Teilen sehr g. Herrn Frim )e mit dem fö- >A, das von der. und Krauße |t wurde. Tie- tonen aus dm außerordentlich u h e gab sodm r als Cellist igaben verW- nter dem Zechli i sang mit seiner i stimme zwei tev Mrkgras übern ir herein". t auch m eine« .plaus hm zugad. üe wiederzugeben Walde" und danr mers ziell>ewußtel stimmlich un all raesetzte C^r sew en hohen W :*uarnMth£ Bliebet buch * t dadurch welegp r Charakter und ie yia”lT» * beit-"-A" V U £ an b°l »ff dscheunb f ? Li- Wert g» M .-sA Ä-’Sl oo.n « sehen iä- s; Pferden 85, Rindern 1469, Kälbern 2746, Schweinen 25058, und Schafen 8417 Stück. Die Gesamtabnahme der 1906 beschauten Tiere gegen das Vorjahr beträgt sonach 32 360 Stück. In Oberhessen wurden beschaut 185 Pferde, 3796 Ochsen, 702 Bullen, 5218 Kühe, 11 554 Rinder, 12 269 Kälber, 70 398 Schweine, 2957 Schafe und 7506 Ziegen. — Tabak bauende Gemeinden gab eS in Heffen im Erntejahr 1905/06 14, die sämtlich in der Provinz Starkenburg lagen. Tabakpflanzer gab es 1373, die auf 2951 Grundstücken zusammen 45 874 Ar mit Tabak bepflanzten. Die geernteten 933 989 Kilo Tabak hatten einen Gesamtwert von 823 534 M.; die Geivichtsstener davon betrug 336 021 M. und die Flächensteuer 190 M. Der Steuerertrag überstieg den des Vorjahres um rund 40000 M. — Alsfeld, 17. März. Unsere landwirtschaftliche Winterschule war in diesem Winter von 45 Schülern — 18 im oberen und 27 im unteren Kursus — besuchte Ihrer Heimat nach stammten aus den Kreisen Alsfeld 33, Lauterbach 6, Schotten 4, Gießen und Ziegenhain je einer. Exkursionen und Besichtigungen fanden 7 statt. An der Schule, deren Vorsteher Oekonomierat Bittiger ist, unterrichteten 8 Landwirtschafts- und 5 andere Lehrer. Die öffentliche Schlußfeier des 35. Schuljahres der Anstalt, die aus einer Prüfung und gemütlichem Zusammensein besteht, findet am Freitag, 22. März, vorm. 10 Uhr, statt. H Fried b er g, 17. März. In dem Hotel „TreiSchwer- ter" tagte gestern nachmittag der Landesverein der TechnikersürdasGroßherzogtumHessen unter zahlreicher Beteiligung. Der Vorsitzende Liebegott- Bensbeim erstattete den Jahresbericht für 1906, der zeigt, daß sich der Landesverband gedeihlich entwickelt hat und daß verschiedene Maßnahmen der Regierung den Wünschen des Verbands emgegenrommen. Schriftführer Hüttenberger erstattet Bericht über die Hauptversammlung 1906 in Mainz, Rotherme l-Mainz verliest die Jahresrech- nnng, die Einnahmen betragen 1207,41 Mk., die Ausgaben 1236,76 Mk. Vom 1. Januar d. I. ab beträgt der Jahresbeitrag 7 Mark. Grün i g-Gießen dankte dem Vorstand für seine Amtsführung. Auf Antrag des Vorstandes wurde beschlossen, daß die neuen Satzungen am 1. Januar 1907 in Kraft treten. Eine lebhafte Debatte ruft ein Antrag der P r o v i n z g r u p p e Ob e r h e s s e n hervor, der dahin geht, bei Gvotzy. Regierung dahin vorstellig zu werden, daß die Anstellung der Anwärter spätestens 10 Jayre nach der Prüfung erfolgt. Rach einiger Debatte wird ein Antrag Gr ünig-Gießen angenommen, die Ziegierung zu ersuchen, in dem Buoger 1908 wieder einige neue Stellen für solche Hochbauausseher eiuzurichien, die aus eine längere Dienstzeit zurückblicken. Ferner wird der Vorstand beauftragt, Erhebungen aufzustellen, wie weit sich die dienstliche Tätigkeit der Techniker erstreckt. Grünig-Gießen bea.istandet den Titel Bauausseher und hofft aus eine baldige Regelung der Aitelfrage. Bei den Vorstandswahleu wurden il a. Herren gewählt: zum 1. Vorsitzenden einstimmig Siebe- gott-Bensheim, zum Presseausschuß Weber und KisscpDarm- stadt, zum Rechnungsprüsungsaueschuß Kögel, Hübner und Freudenberger-Gießen. Ter Vorsitzende teilt mit, daß im Lause des Sommers der Süddeutsche Techniker-Verband in Darmstadt seine Hauptversammlung abhält und beantragt, Mittel zu bewilligen, um den Bruderverein würdig zu em- pfangen, abends vorher soll eine Begrüßungsfeier stattfmden. Tie Mittel werden bewilligt. Aus Antrag des Vorstandes wird die Verbandsleitung beauftragt, Verhandlungen einzuleiten zwecks Eintritt zum Verband deutscher Beamten- vereine. Man erwartet hiervon einen bedeutenden Schritt zur Förderung der sozialen Interessen der Techniker. -m. Frtedberg, 16. März. Mehrere Jungen nahmen an einer augenblicklich nicht benutzten Wasserleitung, die oberirdisch auf der Russenhütte von Gebr. Ulrich hergelcilet ivtrd, Turnübungen vor. Dabei verunglückte der 11jährige Sohn des Fuhrkuechts Friedr. Künzel dadurch, daß ihm em Rohr auf den Kopf fiel. Er brach bewußtlos zlisammen und das Blut floß ihm aus Mund, Nase und Ohren. An seinem Auskontmen wird gezweifelt. — Assenheim, 16. März. Gestern war eine Gerichtskommlssion hier, die infolge des Gesländitiffes öer drei Kassen räuber Nachforschungen nach dem noch nicht vorgefundenen (Selbe anstellte. Bei längerem Nachsuchen fand man fast den ganzen Betrag in dem Pferdestall unter der Pserdekrippe. Bis auf eine Kleinigkeit ist jetzt alles wieder herbeigeschafft. X L i ch, 18. März. Gestern, am 17. März, feierte Herr Phil. Zimmer, Crtäeinneljmer i. P., seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlaß brachte ihm der Gesangverein „Cäcilia" am Abend ein wohtgclungenes Ständchen. Zimmer gehört zu den Ehren- mitglieberu des Vereins, auch war er lange Jahre (in den 60er und 70cr Jahren) Dirigent. Ja er gehört iwch zu den Gründern unseres jetzt so blühenden Gesangvereins. Die überaus zahlreichen Glückwünsche von nah mW fern und auch seitens seiner früheren Vorgesetzten, legten beredtes Zeugnis ab von der großen Liebe und Verel/rung, die der Gefeierte allseits genießt. Wir wünschen Herrn Zimmer, der leider schon 10 Jahre völlig erblindet, aber sonst noch überaus körperlich und geistig frisch ist, einen recht zusriedenen Lebensabend. Q Queckborn, 17. März. Gestern fand hier Beige o rd n e te n st i ch wa h l statt. Schneidewertbesitzer Ludwig Äff III. siegte gegen Landwirt H. Junker. a. Dirlammen, 16. März. Am vergangenen Samstag feierte der Polizeidiener unserer Gemeinde März seinen 8 0. Geburtstag. Er hat bereits sein Amt als Polizeioiener 41 Jahre inne und versieht es noch mit seltener Rüstigkeit und Frische. Der Gemeinderat hat ihm als Anerkennung einen schönen Sessel als Angebinde zu seinem Geburtstage verehrt und fand sich am Abend in seiner Wohnung behufs Gratulation ein. x Lauterbach, 16. März. Ein trauriges Geschick hat unser vor einigen Tagen zurückgekehrtes Storchenpaar ereilt. Das Männchen wurde erschossen uinlbi sitzt von seiner jahrelang „zur Freude von jung und alt" benutzten Sommerwohnung tot auf die Straße, worauf auch das Weibchen die ihm einst so lieb gewesene Stätte alsbald verließ. △ Hörnsheim, 17. März. Die beiden Schul- knaben Friedrich Weber und Wilh. Dörr, hier wurden für ihr entschlossenes und opferwilliges Verhalten bei der von ihnen im vorigen Nachsommer bewirkten Rettung des 9 Jahre alten Wilhelm Weber vom Ertrinken mit einer Geldbelohnung von je 30 Mark bedacht. Die beherzten Jungen hatten ihren Kameraden aus dem hier ziemlich stark fließenden Kleebach gerettet. Der Betrag wurde ihnen bei der Kreissparkasse Wetzlar gutgeschrieben. Mainz, 17. Alür§. Aus telephonische Benachrichtigung wurde von der Polizei iit Kassel ein von Wiesbaden koininendes A u t o- mobil angehalten, in dem ein Herr v. S. mit 2 Kindern saß. Herr v. S. ivurde beschiildigt, die 2 Kinder entführt zu haben. Tas hatte er allerdnigs getan, allein er wies nach, daß es seine eigene Kinder waren, die seine mit ihm in Ehe- jcheidnng lebende Fran heranSzugeben stch geweigert halte. Da in dem Ehescheldnngsprozeß noch fein Urteil gefällt ist, ließ die Polizei das Automobil mit seinen Insassen seines Weges ziehen. Eine Massenmörderin vor den Geschworenen. (Unberechtigter Nachdruck verboten.) H. F. Hirsch berg (Schief.), 17. MmH. Vier Verbrechen, wie sie teuflischer nicht gedacht sein können, gelangten vor dem Schwurgericht zur Verhandlung. Fern vom großen Weltverkehr liegt das Dorf Grünau. Einsam steht am Eingang zur Dovsstrage d,.is Haus der Chausseewärter Feigeschen Eheleute. Tie Familie Feige gewährte alten, alleinstehenden Leuten Wohnung und Verpflegung. Die von iijrem Alaune getrennt lebenbe SchnetbermeiIterssrau Marie Brückner hatte u. a. Aufnahme in der Feigeschen Familie gesunden. Am 28. März 1906 starb plötzlich die noch rüstige 70jährige Frau. Sie besaß ein kleines Vernwgen. Dies hatte sie wenige Tage vor ihrem Tode den Feigeschen Eheleuten testamenw.risch vermacht. Ihre eigenen Kinder hatte die alte Fnau im Testpjment vollständig ausgeschlossen. Dem Gatten der Verstorbenen, Schneidermeister Brückner, kam der plötzlich^ Tod seiner Frau, die Absiassung des Testaments usw. verdächtig vor. Er teilte diesen seinen Argwohn der StaatsaiUvaltsäMst mit. Letztere ordnete die Ausgrabung der Leichspin und sandte die inneren Telle des Leichnams an das chemische Unter]uujiungS.aint der Stadt Breslau. Dieses stellte fest, daß im Magen unb den Eingeweiden der Verswrbenen große Aiengen Arsenik enthalten waren. Dies gab der (Staate amvaltschsast Veranlassung, Frau Feige wegen Verdachts des Giftmordes in Hast zu nehmen. Die Gruiiauer Bevölkerung hegte schon lange Verdacht, daß in der Feigeschen Behausung Erbschleicherei im schlimmsten Sinne des Wortes getrieben Wierde. Alan erinnerte sich, daß vor einigen Jahren ein alter Arbeiter nlamens I anitscheck bei Feige gewohnt habe. iAuch dieser besaß ein kleines Vermögen. Er soll ebenfalls die Familie Feige als Erben eingesetzt haben. 1903 ist Janikscheck plötzlich gcfiorben, angeblich durch den Genuß verdorbener Wurst. Im Jahre 1899 wohnte in dem Grunauer Chaussewätterhäuschen die im Jahre 1816 geborene Stiefmutter der Feige. Diei Greisin hatte ihrer Stieftochter 900 Mark zum Ausbau eines Swlkes geliehen. Trotz heftigen Drängens tonnte sie das Geld nicht zurück erhalten. 1899 stprd die alte Frau ganz plötzlich. — Einige Jahre vorher lebte bei der Familie F-eige die Schwester des Ehemannes, die Weberin Friederi fe freite. Die etwas fränflidje Person genoß bei den Feigeschen Eheleuten eine Art Wohnungsvecht. Auch diese starb 1897 eines plötzlichen Todes. Infolge eingegangener Anzeige ordnete die Staatsanwaltschaft auch die Ausgrabung dieser drei Leichen an und in allen dreien wurden große Dl engen Arsenik gefunden. Um jeden Zweifel zu beteiligen, wurde auch die Kirchho,serde untersucht, diese enthielt jedoch nur geringe Adengen Arsenik. Die Sachverständigen erklärten, das Gift sei den Verswrbenen augenscheinlich bei Lebzeiten beigebracht worden und mußte notwendigerweise den Tod herbeiführen. Vor einiger Zeit meldete sich bei der Hirschberger Staatsanwaltschaft ein junger Mpnn und bekundete: Er sei ©djreiber in der Apotheke in Goblonz gewesen. Eines Tages fei eine Frau in die Apotheke gekommen und habe für vier Kreuzer Wundbalsam getauft. Tie Frau Oabc den Provisor ersucht, zu einer Unterredung in das Hotel „Zum Erzherzog" zu wmmen. Der Provisor hab. -dem Ersuchten Folge gegeben and ihm erzählt: die Frau habe ihm für eilte größere Menge Arsenik unb Eistoroform 60 Dlark bezahlt. Ihm, iwn Schreiber, fei bie Sache verdächtig vorgekommen. Er habe deSbesb die Frau verfolgt und festgrstel^ daß sie von Gablonz u/adu 'Jicidyenberg, Kratzau und Grottau m Böhmen gefahren imb in allen diesen Orten in die Apotbeern gegangen sei. Sdstießlidi sei sie über Zittau^ nach Hirschberg gesahren. Er habe bereit-3 damals feine Beobachtungen einem} Polizeibeamten in Hirschberg mitgcteilt. Frau Feige wurde dem jungen Alaun gegenübergcftcllt. Er erkannte die Frau mit voller Bestinlmtbeit wieder. Frau Feige gab schließlich zu, in der pUwi theke in Gablonz von einem Provisor Arsenik und Chwrosormt erhalten zu haben. Trotzdem stellt Frau Feige mit großer Entschiedenheit in rede, sich eines Dlordes schuldig gemackst zu haben. Die Staatsanwaltschaft ergeb icbüdy die Anklage wegen vier,acheir AiordeÄ gegen Frau Feige. Tie Gesd):vorenen verurteilten fyrau Feige zweimal zum Tode. In den zwei ältesten Fallen ward- iie freigesprochen. vermischte». • ^Berlin, 18. März. Ern P i sto l e n d u e l l soll am frühen Morgen des gestrigen Sonntages an der westlichen Peripherie von Charlotlenburg zwifchei» einem Schriftsteller Sch. und einem Eisenbahnbeamten H. slatlgefnnden haben. Ter erstere fall burd) emen Sck)uß in bie Schnller kampfunfähig gemacht morden jeui. ~ Arvcttcrvewegung. Berlin, 18. März. Tie Aussperrung der Holz, a r b e 11 e r soll von nächster Woche ab evtl, auf das ganze Reich aiiögcDclmt werden. Tie 'Arbeitgeber haben für Montag eme Per« Sammlung emberufen, in der über die neii zu treffenden verfchärften Maßregeln Beschluß gefaßt iverden soll. 'JJl ü n che >>, 17. Alärz. T»e ,/DL N. 91." erfahren, daß der in München befindliche Zentralverband des Arbeitgeberverbandes für das S ch n e i d e r g e iv e r b e gestern an alle an der Lohnbewegung beteiligten Ortsgruppen die Verfügung erließ, die Gehülfen auszuspcrren. Alle Versuche zu örtlichen Verhandlungen sollen abgelehnt unb diese nur mit dem Zentralverband in München ge- pflbgcn werden. Von der AuSfperruiig werden folgende Städte vetrossen: Augsburg, Berlin, Bielefeld, Bonn, Braunschweia, Ehern, uitz, Darmstadt, Tüijeldori, Erfurt, Frankfirrt an der Oder, Freibnrg im Breisgaii, Fürtb in Bayern, Gotha, Güstrow, Hagen in Westfalen, valberftadt, Hamburg, Alannheim, 'Mainz, 'Mülheim an der Ruhr, 'Neuwied, 'Nürnberg, OSnabriick, Pößneck, Rudolttadt, Saarburg, Schwerm, Uelzen, Ulm, Wiesbaden, Witten und Zittau. Hiin zufommen wird wohl auch iioch Krefeld, wo die christlichen Ge- iverfschasten ihre Forderungeii eingereicht haben. 91ach den dem genannten Blatte zugegangenen Informationen ist bereits eine Einigung erzielt in: Bielefeld, Braunschweig, Erfurt, Feiburg im Breisgau, Gotha, Neuwied, Pößneck, Rudolstadt und Wiesbaden. 'München bleibt von dieser Lohnbewegung bezw. Aussperrung vorerst verschont. Wien 17. März. Die Damenschneidergehtlsen und Gehilsinen haben in 3 Dlassenversammlungen einstimmig jchlogeu, morgen m den Ausstand zu treten. * Märkte. fc. Frankfurt a. M., 18. März. (Orig.-Telegr. de« „Gießen Anz/) Amtliche 91otierimgen der heutigen örudytmarftpreife, Wetzen All. 18.75—J 9.00, Kurhessifcher Alk. 18.75-00.00, La Plata Mk. 20.25—20.75, Kansas Alk. 20.25—21.—, Roggen (hiesiger) Mk. 17.50—17.75, Gerste (Wetterauer) Alk. 18.00—18.75, »yxaufen- selber Alk. 18.50—19.—, Hafer 18.75—19.60, Mais Mk. 14.00—00.00, Weizenmehl 27.50—28.25, M. 00—00, 2. Qualität Mk. 25.26 bis Alk. 26.26, 3. Qualität Mk. 23.25—23.76, Rogyenmehl 0 Alk. 26.50—27.00,1. Qualität Alk. 25.50—26.00, Weizenkleie Atk. 10.00 bis Alk. 10.50, Rogqenkleie Mk. 11.00—11.25, Maiskeime Alk. 11.00 bis Mk. 11.50, Franken, Pfälzer, Ried Alk. 18.50—19.25. Alles per 100 Kg. ab hier. ä io. Frankfurt a. M., 18.März. (Telegr. Orig.-Bericht bc5 .Gieß. Anz."). Antti. 'Notierungen der heutigen Biehmarktpreis e. Zum Berkanfe standen: 417 Ochsen, 39 aus Oesterreich, 46 Bullen, — aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, 831 Kühe, Fersen, ©fiere und Rinder, 0 ans Dänemark, 343 Kälber, 383 Schafe und Hümmel, — Schafe aus Oesterreich, 17 Ziegen, 1750 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht. Ochfen 1. Qualität 80—84 Mk., 2. Qual 72—75 Alk., 3. Qual. 64—67Alk.; Bullen 1.dual. 71 bi8 75 Alk., 2. Qual. 67—69 Alk.; Kühe 1. Qual. 72—74 Alk., 2.Quaü 68—70 Alk., 3. Qual. 60- 62 Alk, 4. Qual. 00—00 Mk., 6. Qual. 00—00Alk. Kälber: I.Qual.100—104Pfg., Lebendgewicht 60—62 Pf., 2. dual. 92—96 Pfg., Lebendgewicht 54—67 Pfg., 3. dual. 00—00 Pfg., Schiachtgeivicht 70—75 Pfg., Schafe: 1. dual. 80—00, 2. dual. 76—78 Pfg., 3. dual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. duaL 59-60 Pfg., Lebdgew. 46.00—00.00 Pfg., 2. du.58-00Pfg., Lebend- gew. 45.00—00 Pfg., 3. dual. 52—54 Pfg. Lebendgew. 00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberftanb unbedeutend; bei Klemvieh gut, fern Ueberftanb. - Ortgirial-DrahtmeLdungen. St. Ingbert, 18. März. Auf Anordnung des Ge^ neralkomutandos wurde die Musterung in St. Ingbert wegen der Genickstarre auf unbestimmte Zeit vei> schoben. Krank sind im ganzen 16 Personen, der Genickstarre erlegen bereits 3. Paris, 18. März. Nach Meldungen aus Toulon erklärte der ja p a n i s ch e M a r i n e a t t a ch e e in einem Pri^ vatgespräch, daß feine Anschauungeir über die Ursache der Katastrophe mit denen des deutschen AdmiralA S i e g e l ü b e r e i n st i m m t e n. Begreiflicherweise könnten s'^h aber beide lsierüber nicht äußern. — Die SL.aluvpe des Touloner See^-Präfekten, deren sich Präsident Fallieres zu einer Rundfahrt im Hafen bediente, ist nachts in der Nähe der Barloge-See gesunken. Petersburg, 18. März. Diehr und mebr gewinnt es den Anschein, als sollte die Untersuchung über den Decken- e i n st u r z im Sitzungösaale der Reichsduma aleichzeitig eilt Panama der Duma-Architekten und der russischen Bureaukratie aufdecken. Es hat sich herausgestellt, daß die angeblich aus massivem Eichenholz gemachten Sessel des Sitzungssaales, für welche 108 Rubel pra^ Stück bezahlt worden sind, nur eichen fourniert sind. Die Abgeordneten fordern eine Kontrolle der Rechnungen. Ami weitesten in ihren Angriffen geht die Zeitung „Ruß"; aus Grund des ihr von Architekten zugegangenen Materials sucht sie uachzuweisen, daß die Duma unter keinen Umständen in das alte Lager zurückkehren dürfe, da der ganze- Bau lebensgefährlich sei. N o r t h o p (England), 18. März. Eme Explosion schlagender Wetter erfolgte auf einer hiesigen Grube, wobei 11 Bergleute den Tod fanden. Biarritz, 18. März. König Eduard von Eng» land hat 1000 Franks für die Hmterbltebenen der Opfer der Jena-Katastrophe gespendet. — Es wird bestätigt, daß eine Zusammenkunft zwischen König Ebuard und König Alfons an Bord der Pacht Giralda stattsinden soll. Rom, 18. Diärz. Beim gestrigen allgemeinen Empfang beim Papst ist eine aus den Abruzzen nach Rom gepilgerten Frau plötzlich tot zusammengebrochen. Der Zwischenfall machte auf den Papst einen tiefen Eindruck. , Tausendfach bewährte Nahrung bei: Brechdurchfall, t Diarrhöe, Darmkatarrh, etc. ■Kindermehl •Krankenkost Statt Karten. 1916 Clara, Rosenthal Adolf Levy Verlobte Bad-Driburg Giessen, Liebigstr. 13 Märs 1907 Theater-Verein.! 8. Vorstellung: Freitag, den 22. März Festliche Abschiedsvorstellung Im alten Theater bei geschmückter Bühne tu unter Mitwirkung der Regimentsmusik i Zwei glückliche Tage Schwank in 4 Akten von Schönthan und Ladeiburg. Hierauf: Ansprache deo Vorsitzenden. Zum Schluss: Vom alten Theater ins neue. Eintrittekarten cu den ermässigten Preisen von Llk. 4.-, Ü,—, 2.- (Mitglieder Mk. 3.60, 2.60, 1.60- und Mk. 1- bei Herrn Ohalli er am Neuen weg und an der Abendkasse. v18/! Anfang 8 Uhr pünktlich. Ende gegen 11 Uhr- Mineralwasser verlaufen wir z« den einheitNch festgesetzten Preisen. Zrislhe LaMütter „ LützraljA-Butter „ LaO-Aer empfiehlt [1565 Ssorg Wallenfels Marktplatz 21 Telephon 40 Gegenüber der Engelapotbeke. Klavier- Stimmen Reparieren Polieren in tadelloser Ausführung durch (Ir/i Md. Molph Groüh. Hess. Hoflieferant Pianohandlg. u. Reparaturwerkstätte, Seltersweg 91. seiüst. «awiiiKüt „ Sulz- !l. 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Hierauf: Ein Mann, der geliebt wird Dramatische Skizze von Lllanuel Schnitzer. Sodann: Die wkedaille Komödie in 1 Akt v.Ludw.Thoma. Zum Schlutz: Mit neuer LLaudeldekoratiou Bom alten Haus )UM neuen Ein scenischer Epilog.