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Jetzt suchen die den Fanatismus schürenden Verführer es so hinzustellen, als hätten die Fabrikanten aus plötzlichem „K'api- lalistenübermut" jenen sie selbst schwer schädigenden Schnitt in s eigene Fleisch vorgenommen, während sie sich — wie alle Arbeiter wissen — nur mit schwerem Kerzen und mangels eines anderen Ausweges dazu entschlossen haben. Dag es so kommen muhte, war jedem Einsichtigen klar in dem Augenblick, als jene ungebetenen Gäste unserer bis da hin friedlichen Kreis als Agitationsfeld erkoren. Und nur von Aufreizung d er Leidenschaft können die Verführer leben, da ohne diese das Interesse und vor altem die beträchtliche Selbstbesteuerung der Verführten zu Gunsten der Herren Agitatoren erlahmen würde. — Es lohnt wahrhaft^ nicht der Mühe liefe Flut von unrichtigen Behauptungen, Verdrehungen und Unterdrückung mißliebiger Wahrheiten im einzelnen zu beleuchten. Sie werden auch nicht für ernstlich prüfende und wohlunterrichtete Menschen m die Welt gesetzt, sondern sollen ja in der Haupttache nur einer billigen Selbstverherrlichung in den bekannten Versammlungen mit vorherrschend weiblichen Besuchern dienen. — Immerhin muß es uns wundernehmen, daß selbst diese Zuhörerschaft nicht wenigstens gegen die gar z u krasse E in seitigkeit und Parteilichkeit der vorgeführten Schaurphantasrebilder protestiert. Auch sollte man meinem daß das jahrelange Aus- und Eingehen in einem gewerblichen Betrieb soviel allgemeine Ahnung Don dem Wesen des Geschäftslebens hervorvringen würde, daß der auf seine eigenen Wahrnehmungen bei der Arbeit und dem Verkehr mit den Geschäftsleitern gestützte gesunde Sinn der Arbeiterschaft sich gegen die allzu übertriebenen gemalten Entstellungen der Verführer wenden müßte. Daß dies nicht der Fall ist, trotzdem ein großer Seil Der von der Kündigung Betroffenen nur widerwillig und aus Angst vo rde in TerrorismusderOrganisierten dem Berbano angehört, beweist, wie sehr die ruhig und vernünftig gebliebenen Elemente von den Fanatisierten vergewaltigt werden. — Um nur Einiges herauszugreisen, so begegnet man fast ständig dem auf die Begehrlichkeit der Massen berechneten tjinrceis auf die angebliche Größe des Unternehmergewmnes. — Dabei wird es geflissentlich so dargestellt, als ob dieser Gewinn einzig und allein von den Löhnen abhängig sei, während doch — tote jeöer Fachmann weiß, — der bei weitem größte Seil oes Wertes einer Zigarre auf Rohmaterial und Verpackung kommt und Glück int Tabakeinkauf also ein tzauptmoment der Gewinnchance bildet. Ueberhaupt kennzeichnet es die unaufrichtige Partei- lichleit der Darstellung, wenn in den erwähnten Hetzreden niemals von der abnormen Höhe der Rohtab alp rtzise und all den tausend Geschäfts rschwerungen die Rede ift, mit denen die Tabakindustrie gegenwartia zu kämpfen hat. Auch das hetzerische Hindeutcn jnif das Anwachfen einzelner Firmen gehört in diese Kategorie, «statt solchen jyirntan dankoar zu fein, daß sie vermehrte Arbeitsgelegenheit schaffen, werden sie heruntergerissen und öffentlich tnfulttcrt. Aus der Größe des Unternehmens wird em vager Schluß auf die .Höhe der „Profites" konftruiert, obwohl die vetzavostel recht aut wissen, daß größere Fabriken nur durch hauptiachliche Ver- dindung mit Grossistenkundschaft bestehen können, welch letztere zu außerordentlich billigen Preisen bedient werden muß. Wenn dann ferner stets von dem ungeheuren (?) Reichtum einzelner vom Glück begünstigter und durch lahrzehntelaiigev, schweres Arbeiten tzochgekommener Großen der Industrie die Rede ist, so wird die entgegengesetzte Leite der Medaille üblichst ich verdeckt Wir meinen die erfreuli che Zun ahme des Wohlstandes au f den ländlichen Jnduftrieorten. Jeden Alcnschensreund muß es mit Genugtuung erfüllen, wenn er die schmucken Dörfer unserer Nachbar,chaft betritt, die ihren Wohlstand ' großenteils ibier vielverlästerten Tabakindustrie verdanken, — Und dann noch eins. Auch die zu Agitationszivecken an die Oefsentlichkeit gezerrten Emzecheiten der Lohn,atze kranken an tendenziöserUnterdrückungwahrer^atfachen. Da wird niemals davon geredet, wieviel halb- und wenigererwerbs- fähige Personen in der Zigarrenfabrikation no rfillnterfunTt ftnden, die auch bei den höchsten Akkordsätzen, wenn 'em normales Wochenresultat, so doch immerhin einen erfreulichen Beitrag ,ur Lebenshaltung verdienen. Daß ferner die neben ,der abc. Die Kammer nahin schließlich mit 327 gegen 223 Stimmen eine Tagesordnung an, ivelchc besagt, sie Iwbc zur Regierung das Vertrauen, daß sie die Achtung vor dem Geietz und die Pufsifiznrung des Landes sichern werde. lieber ein Menschenalter ist eS her, daß Frankreich Zustände erlebt hat, wie sie jetzt in den SüddepartemeMS ein» gerissen sind. Damals war es der Aufstand der Komunarden, der zum blutigen Bürgerkrieg ausartete und Greuelszenen herbeiführte. Nicht viel anders ist es heute im Weindiftrikt. Selbst tuenn man binnen lftirzem der Bewegung Herr tuirb, so liegt es auf der Hand, bau eine starke Erbitterung zurück- bUibcn muß, die gelegentlich wieder zum Ausbruch kommt. Tie innere Situation hat sich bei unseren westlichen Nachbarn m einer Weise zugespitzl, wie man eß vor Kurzem kaum für möglich gehalten hätte und man wird jenseits der Vogesen lange genug zu tun haben, um die Folgen einer solchen Erschütterung zu überwinden. Lottti-che Ltigesscha«. Glossen zur inneren Politik. In Zentrum sblättern wird eine zweite parla- mentarifche Marinesahrt, und zwar in den Bereich der Nordseeflation, angekündigt. ES werden dieselben Abgeordneten Gäste der Marineverwaltung sein, die an der Jnformatiorissahrt nach Kiel beteiligt waren. Die Zentrumspresse hat ihre Wissenschaft offenbar vom Führer der Partei, Abg. Dr. Spahn, der bekanntlich Oberlandesgerichtspräsident in Kiel ist,und für seineNeichstagskollegen einenEmpfangSabend veranstaltete. Tort mag die Vereinbarung für bie Nordseefahrt mit den Vertretern des ReichSmarineamts getroffen worden sein. ES erübygt sich, politische Folgerungen daran zu knüpfen. Wohl dürfte eS dem ZentrumSführer zweckdienlich erscheinen, in der parlamentslosen Zett wiederholt in Fühlung zu kommen mit einem Mitgliede der Regierung, dem Staatssekretär von Tirpitz, zum Zeichen, daß nicht alle Brücken zwischen Zentrum und Regierung abgebrochen find. Doch die Bekundung marinefreundlicher Gesinnung reicht keineswegs hin, die einst ausschlaggebende Partei bet der Regierung zu rehabilitieren, selbst wenn eine neue Flotten Vorlage in Aussicht stünde. An Geneigtheit, Aufwendungen im Interesse der Landesverteidigung zu bewilligen, läßt sich der Liberalismus nicht vom Zentrum übertreffen, und man darf vom Block wohl sagen, daß er auf diesem Gebiet Belastungsproben aushält. Als Symptom einer innerpolitischen Wandlung würde es sivcklch gelten müssen, wenn Dr. Spahn die Anwesenheit des Fürsten Bülow in Kiel benützte, um seinen vielbewährtcn Kompromiß-Zylinder hervorzuholen und zu versuchen, mit dem Kanzler unter vier Augen zu sprechen. Diese Möglichkeit fällt indessen fort. Es lebt auch fein Prinz Arenberg mehr, der, wie noch im vorigen Sommer, den leitenden Staatsmann in der Sommerfrische aufsuchen und vielleicht auf Grund des Rechtstttels langjähriger Freundschaft bestimmen könnte, vom „alten Douglas-Zorn* gegen das Zentrum abzustehen. Eine Verschwörung gegen den Äönig von Italien soll. Londoner (!) Meldungen zufolge, die ital. Polizei entdeckt haben. Die ersten Vorbereitungen wurden, so wird behauptet, in Zürich getroffen. Hier fand eine Konferenz verschiedener Anarchistenführer statt und man wählte zwei Abgesandte. Die beiden waren nut der Mission beauftragt, nach Rom zu reifen und den König z u ermorden. Die schweizerische Polizei, welche von diesen Vorgängen Kenntnis erhielt, benachrichtigte bie ital. Behörden und diese unternahmen bie nötigen Schritte, um die beiden Mordgesellen festzu - nehmen und das Attentat selbst zu verhüten. Deutsche» Reich. Berlin, 21. Juni. Kurz vor der Abreise der Lon- boner Stadtvertreter traf eine Einladung des Kaisers ein, der die Herren zu einem Besuch nach Kiel auf der Jacht „Hohenzoilern" ausforderte. Ta bie Engländer sich aber bereits im Zuge befanden, konnten sie bie Einladung nicht mehr annehmen. — Zum Wir kl. Geh. Rat wurde ernannt der Wirkt. Geh. Legationsrat v. Eichhorn. Er ist ein Enkel des vormaligen preußischen Kultusministers Johann Eichhorn. Aus dessen Ehe mit Julie Schelling, einer Tochter des Philosophen, entstammen der jetzige Wirkliche Geh. Rat Lothar v. Eichhorn, Der kommandierende General des 18. Armeekorps in Frankfurt a. M., Hermann v. Eichborn, und ein dritter Sohn Paul, der 1870 als Fähnrich bei St. Privat gefallen ist. — Beim Festmahl im Charlottenburger Rathaus zu Ehren des Lordmayors von London erinnerte der Bürgermeister 2 chustehrus in feiner Rede daran, daß der 18 Juni der Sag von Waterloo sei, wo Engländer und Deutsche Schulter an Schulter gelämpst hauen und. Dirach die Hoffnung aus, daß England und Deutschland immer zusammengehen möchten. Der Lordmayor erwiderte hierauf: Die Erinnerung an die Schlachten von Waterloo habe er ganz vergessen. Die große französische Nation, bte England und Deutschland damals gemeinsam bekämpften, ist inzwischen der u n e r s ch ü t t e r l i ch e B u n- desgenosse Großbritanniens geworden und beide wollen diesen Krieg und die Erinnerung daran vergessen. „Ich wünschte nichts sehnlicher, als daß wir drei große Nationen in Freundschaft und Handelsgemeinschast miteinander lebten." Die französischen Zeitungen schlagen vor Freude über diese Abfuhr wahre Purzelbäume. — Die sozialdemokratische Parteileitung beruft den diesjährigen Parteitag auf den 15. September und folgende Tage nach Essen ein. — Im Rheinlande haben sich Vereinigungen von Landwirten gebildet, die in verschiedenen Orten Fleisch zu billigen Preisen ausbietcn. Diesem Beispiele will jetzt die Absatzgenossenschaft des rheinischen Bauernvereins folgen. Als Vorbild hat sie sich, wie es heißt, die großen dänischen Genosstnfchaftsfchlächtereien gewählt. Auch die Thyssenschen Werke in Ruhrort richten eigene Schlächtereien ein. — Zur Besetzung des Kölner Lberbürger- meisterpostens erfährt das „B. T.", daß bisher keine Entscheidung getroffen ist. „Man klopfte in Bonn, Koblenz, Düsseldorf, Posen und Magdeburg an, fast ausschließlich mit negativem Erfolge." Kiel, 21. Juni. Zur Abendtafel beim Kaiser waren heute nach der Wettfahrt des kaiserl. Jachtklubs, die den Sieg des „Meteor" brachte, geladen u. a. der Reichskanzler, Monsieur Georges Kohn, der amerikan. Botschafter Eharle- magne Tower, der amerikanische Rearadmiral I. G. Ehad- .wick, der amerikanische Korvettenkapitän Howard und der amerikanische Kommandeur Gibbon, Mister Andrew Carnegie, Mr. Joseph Whartou, der Vizepräsident des Jachtklubs de France, Herzog Decades, Herzog von Royan, Marquis de Modene, Graf de Paströ, Baron Berget, der Präsident des Union-Jachtklubs de France Desailligny und Briant de Laubröre, Bürgermeister Dr. Stammann-Ham- burg, Generaldirektor Ballin. Münster (Wests.), 21. Juni. Im Rathaussaal wurde heute der 35. Deutsche Aerztetag durch Geheimrat Dr. Löbker-Bochum eröffnet. Zunächst gedachte der Vorsitzende der im vergangenen Jahre verstorbenen Mitglieder des Aerztevereinsbundes, vor allem des Professors Krabler- Greisswald und des Geheimrats v. Bergmann. Darauf wies er auf die im Reichstage erfolgte Ankündigung des Staatssekretärs des Innern hin, daß eine Abänderung des KLankenversicherungsgesetzes baldigst erfolgen werde, wobei auch die Ordnung der kassenärztlichen Verhältnisse zu erwarten fei. Unter stürmischem Beifall der Versammlung erklärte der Vorsitzende, daß die Aerzte an der Forderung nach Erfüllung ihrer Hauptwünsche, insbesondere der Einführung der f r e i e n A r z t w a h l, unverbrüchlich festhalten werden. Nach Begrüßungsansprachen des Vertreters des preußischen Kultusministers, Geheimrats Dr. Aschenborn, des Oberpräsidenten Staatsministers v. d. Recke, Rektor Magnificus der Universituc Münster, Prof. Pieper begannen die geschäftlichen Verhandlungen. Angenommen wurde eine Resolution, die die gesetzliche Einführung der freien Arztwahl und eine paritätische Einigungskommisslon fordert. Vertreten sind auf dem Aerztetag 20 000 Aerzte durch 216 Delegierte. Köln, 21. Juni. Zu dem Lehrerschub nach Posen wird gemeldet, daß 23 Lehrer sich entschieden weigern, der Aufforderung des Kultusministeriums, nach dem Osten zu gehen, nachzukommen; sie sind entschlossen, unter allen Umständen es auf eine Kraftprobe ankommen zu lassen. Mannheim, 21. Juni. Ten Teilnehmern am Anarchistenkongreß, insgesamt 40 Personen aus allen Teilen des Reiches, ging die Ä n k l a g e s ch r i f t zu wegen Vergehens gegen das badische Vereinsgesetz. 2ttrche und Schule. — Die bisherige koimnissarische Seminardirektoriir Helene W e rhma n n in Augustenburg (Schleswig) ist zur Semmardirektoriu ernannt und ihr unter Beilegung der Amisbezeichmmg „Fra u Direktorin" das Direktorat des Lehrerinnenseminars in Augustenburg verliehen worden. Neues aus Rußland. Ebenso wie in den Militärlagern von Kiew, Wilna und Odessa sind auch in denen von Warschau und Kasan Unruhen ausgebrochcn. Bei Soldaten wurden eine Menge revolutionäre Aufrufe und verbotene Schriften aufgefunden. Der Kriegsministcr hat die für den Herbst geplanten großen Manöver zwischen den Truppen der Militärbezirke von Warschau und Wilna im Hinblick auf die Situation fürs erste fallen lassen. In Odessa wurde eine Bombe geworfen, die mit furchtbarer Gewalt krepierte. 15 Personen, hauptsächlich Kinder, wurden verletzt. In Mitau wurde das ganze lettische sozialcevolutionäre Komitee verhaftet. Die Polizei nimmt unter den Eisenbahnern Massenoerhaftungen vor, weil sie im Besitz von Nachrichten ist, daß die Delegierten aller Bahnen in Petersburg erwartet werden, um die Frage eines Generalstreikes zu diskutieren. Die Polizei hat bisher 120 Eisenbahner verhaftet und alle Versammlungen gesprengt. Die Verhaftungen dauern fort. Die verhafteten sozialdemokratischen Mitglieder der Duma verweigern dem Untersuchungsrichter jede Austunst über ihre Beziehungen zu der militärischen Rcvolutlvns- organisation. Gras Witte ist nach Berlin abgereist. Aus s»«0t uuo Luns. Gießen, 22. Juni 1907. Schlägereien. Vorgestern abend gerieten zivei Italiener m ihrer Schlafstelle in Streit, wobei der eine dem andern mit einem Prügel auf den Kopf schlug und ihn nicht unerheblich verletzte. Der Täter wurde alsbald flüchtm — Am gleichen Abend gerieten im Stall zwei Pferdeknechte beim Füttern aneinander. Der eine bediente sich einer Eisenstangc beim Darcmfschlagep und machte so seinen Gegner untauglich. Anzeige ronTbi erhoben. Roheit. Als vorgestern nachmittag ein Radfahrer durch die Wetzsteingasse fuhr, wurde ihm von einem jungen Menschen ohne Grund ein Stein an den Kopf geworfen, wobei er eine stark blutende Wunde davontrug. Der Täter wurde feltgcstellt und Anzeige erstattet. ** Diebereien. Ein Dienstknecht entwendete feinem Arbeits- und Schlafkollegen ein Portemonnaie mit 15 Mark Inhalt. Da der Diebstahl alsbald entdeckt und Anzeige erstattet wurde, erhielt der Geschädigte sein Geld bis auf 60 Pf. wieder zurück. — Auch ein Hau 8b ursche entwendete seinem Schlafkollegen einen Geldbetrag und verschwand damit aus Gießen. Wenn er angenommen hat, damit sei er unerreichbar, so irrt er sich, denn Anzeige is erstattet und die Sache wird ihm nicht geschenkt. Ein Kommis hatte seinem Arbeitgeber verschiedentlich kleine Beträge aus der Kasse veruntreut. Er wurde öngejeig: iind kam zur Entlassung. “* I m Kolosseum finden morgen nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr Vorstellungen statt, außerdem bei freiem Eintritt von 11—1 Uhr Frühschoppenkonzert. ** Das Promenadekonzert fällt morgen aus. *# Feld berg fest. Morgen, Sonntag, findet auf dem großen Feldberg im Taunus das diesjährige, 54. Feld- bergfeft statt. Schon die Zahl 54 zeigt, daß wir es hier mit einem der ältesten und deshalb volkstümlichsten Feste zu tun haben. Es sind über 1000 Wetturner angemeldet. Die Wettübungen bestehen in Stabhoch- und Freihochspringen, Steinstoßen und 100 Meter-Lauf. Von 2 Uhr ab spielen 30 Spielriegen auf dem Berggipfel, um 1 Uhr finden Vorträge der vereinigten Gesangriegen d-w Turnvereine statt. (-r.) Bad-Salzhausen, 21. Juni. Der Verkehr sverein von Bad-Salzhausen unb Umgegend beschloß in seiner kürzlich abgehaltenen Generalvermmmlung die Einweihung der Quellen Neufassung und des neuen Badehauses verbunden mit seinem Stiftungsfest Anfang Juli als „Vereinsfest" durch einen Kommers auf Heuser's Garten (Hotel Kronprinz) zu feiern. Die Rechnungsablage und Dorstandswahl ging glatt von statten. Ausgetreten ist 1906—07 niemand, neu aufgenommen wurden rund 40 Mitglieder, die in 7 Orten wohnen. Mit vielem Dank wurde der hohen Gunst unseres Großherzogs und seiner Regierung gedacht, durch die seit Jahressrift der schon drei Jahrhunderte über Bad^Salzhausen lagernde Bann gebrochen wurde. Die erste Quellenfaftung fand 1593 durch Amtmann Roland Krug von Nidda statt, die damals gefaßte Quelle erst jetzt (1907) erneuert unb auch ihr Oberbau zeitgemäß hergestellt. Es besteht kein Zweifel me^rj daß in Bad-Saizhaufen für eine aussichtsreiche Entwickelung ber beste Platz ist. Mit begeistert aufgenommencm Hoch auf das Großherzogliche Haus schloß die Versammlung. G A l s f e l d, 22. Juni. Die W a n d e r- T u b e r k ul o s e- Ausfiellung wird heule in der Turnhalle eröffnet. Sie soll bis zum 7. Juni hier verbleiben. Lil. Darmstadt, 21. Juni. Die Ausländers rage wurde dieser Tage in einer gut besuchten, für die Presse nicht zugänglichen Versa m ni l ung der Wil den schäft der Techn. Hochschule verhandelt. Von verschiedenen Referenten wurden die Ausländer in der Hauptsache in Schutz genommen. Der Hauptreferent behauptete, daß die Ausländerfrage mehr eine Russenfcage, zuletzt aber eine Judenfrage sei. Seine Ausführungen wurden teilweise mit Beifall, teilweise mit Widerspruch ausgenommen. Frankfurt a. M., 22. Juni. Infolge des Sturmes wurden gestern mittag int Hauptgüterbahnhof 6 Wagen fortgetrieben, die einem ausfahrenden G ü t e r z u g in die Flanke liefen. Etwa ein Dutzend Wagen wurde beschädigt. Mehrere entgleisten und sperrten längere Zeit die Ein- und Ausfahrtsgeleise. Ter Verkehr wurde kaum gestört. Ter Materialschaden i|t nicht erheblich. — Eine Frau von Isenburg, diem Mittwoch nachmittag mit ihren beiden kleinen Kindern im Frakfurter Stadtwalde Holz auflas, wurde von zwei aus dem Dickicht kommenden Strolchen an gefallen und unter der Aufforderung Geld herauszugeben, zu Boden geworfen. Die Frau schrie um Hilfe, worauf die Burschen die Flucht ergriffen und den Kinderwagen Mitnahmen. — Am Donnerstag fuhr ein 36 Jahre alter Schlosser, der in Isenburg wohnt, auf seinem Fahrrad zur Arbeit. Aus der Darmstädter Landstraße kamen zwei Männer im Alter von 20 bis 25 Jahren Kus dem Walde hervorgesprungen und stellten den Radfahrer. Als dieser einen geladenen Revolver zog, flüchteten die Angreifer. — Ein von Liegnitz .in Schlesien stammender 35 Jahre alter Kaufmann wurde am Donnerstag nachmittag auf hem Börsenplatz vom Wahnsinn befallen und fing an zu predigen. Er wurde der Irrenanstalt überwiesen. — Ein seit kurzer Zeit auf der Zeil eröffnetes Immobilien - und Inkasso-Bureau hat seine Pforten schließen müssen, weil der Besitzer verhaftet wurde. Er wird beschuldigt, Kautionsgelder unterschlagen zu haben. ** Kleine itit 111 c 11 ii n g e n aus Hessen und den N a ch b a r st aalen. In Bad Salzhausen ist der Bildhauer, Professor H. Haus m a n n, gestorben. Bon Frankfurter Theatern. Aus Frankfurt, 21. Juni, schreibt mJan uns: Heute titi der längste Tag, sohald er die Tür hinter sich geschlossen hat, tiarf der Sommer eintreten. Unser Opernhaus hat seine Ferien schon am 15. Juni begonnen, zum Leidwesen der verheirateten Mitglieder, denen aus diese Weise die gemeinsame Ferienzeit, die sie mit ihren schulpflichtigen Kindern verleben möchten, arg verkürzt wird, denn am 15. Juli, wenn die Kinderferien gerade acht Tage alt geworden sind, müssen sie chon wieder den Dienst antreten. Das Spieljahr endet aber mit den Ferien noch nicht, sodaß die scheidenden Mitglieder noch nach den Ferien zurüclkommen und die Neuantretenden erst am 1. September sich vorstellen. Bei der Oper kommt das nur in einem Falle, freilich in einem H,aupt-Falle, in Betracht. Unsere Primadonnja, Frau G r e e f - A n d r i e ß e n , scheidet nämlich mit diesem Spieljahr aus, und die Leipziger Primadonna, Frau Paula T ö n ge s, tritt an ihre Stelle. Wenn die bisherige, in der Bevölkerung .nehr als bei der Intendanz beliebte Sängerin zum letzten Male (auftreten wird, dürfte es stürmische Szenen geben, sonst aber wird sich in ber Oper der liebergang ins neue Zahr wohl ^friedlich und ohne große Merkzeichen vollziehen. Beim Schauspiel, das noch spielt und erst "am 5. Juli aushört, wird es größere Veränderungen geben. Ter letzte Winter hat sehr viel neue Engagements gebracht, namentlich viele Tarnen, lodaß man sich auf intereffantc Abende gefaßt machen kann. Aus- cheiden tut freilich auch imi Schauspiel die „Primadonna", d. h. die erste dramatische Liebhaberin und Heroine Frl. Rott mann, die wir an München verlieren. Ihr Platz ist noch nicht wieder besetzt, denn ihre Nachfolgerin, 5tL_ Wulfs aus Prag, kann die „schweren Heroinen" nicht spielen, eie würbe z. B. die tragende Rolle in E r n st v. W i l d e n b r u ch s Drama „Die Raben- ft ein er in", das uns gestern als Novität geboten mürbe, eine Nolle, die wohl die letzte große Schöpfung unserer Heroine sein dürfte, nicht bewältigen können, sodaß das Stück unter Umständen später vom Spielplan wird verschwinden müssen. Sck>ade, denn bei allen Einwänden gegen feine künstlerische Qualität wird man nicht umhin tonnen, es für ein glänzendes Bühnenstück zu halten. Zwar ist es eigentlich ein „Anachronismus", daß ein solches Ritter- Ilück mit so rücksichtslos verwendeten Effekten heute noch geschrieben werden kann, aber Wildenbruch entfaltet trotz seiner 60 Jahre noch ein so jugendliches Temperament, daß man ihm ob seines Draufgängertums nicht böse sein kann. Jedensalls in b;c deutsche Ehrlichkeit unb trutzige Kraft uns taufeabinat lieber als die Eigenschaften, die sich m Schalom Aichs -LmiciiüraniM „D e r Gott der Rache" zeigen, das kürz- Uch auiäßlick) des Reinharotscheu Eu, cmlble-Gastipieis im Schau- fpielhaus gegeben würbe und nun letzt durch eine anocre Truppe bargeflcllt, im „Orpheum" volle Hauser Macht. Aus Stück mag ehrlich gemeint sein, seine Voraussetzungen sind uns Deutschen aber so fremd, daß wir feinen Anlaß haben, es auf unseren Bühnen einzubürgern. Im Schauspielhause sieht für nächste Woche ein Abschied bevor: die „komische Alte" unseres Ensembles, Frau Emilie Freund, eine Veteranin von 74 Jahren, die seit 55 Jahren der Bühne angehört und seit 29 Jahren Mitglied unseres Schau-, spielhauses ist, tritt mit dem 28. Ium in den Ruhestand. Sie ist ungemein beliebt, und ihr Abschiedsabend wird ihr sicher die reichsten Ehrungen bringen. Tie letzten Vorstellungen vor den Ferien gehören bann Joicph Kainz, der 4 neue Rollen, darunter den Mephisio und den Tasso spielen wird. Es gibt also für den Theaterfreund noch ein stattliches Pensum zu erledigen. Tr. G. Z. rrunft iinfc Wissenschaft. Berlin, 21. Juni. Heute nachmittag fand im Kultusministerium eine konstituierende Versammlung des Kaiserin Auguste Viktoriahauses zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit im Deutschen Reiche statt. Zum Vorsitzenden wurde Ministerialdirektor Dr. Althoff, zum Schatzmeister Kommerzienrat Frenkel, zu seinem Stellvertreter Geh. Kommerzienrat Dr. Goldberger, zum Schriftführer Geh. Obermedizinalrat Dr. Dietrich gewählt. Es wurde beschlossen, mit dem Bau der Anstalt nach Plänen der Geheimräte Professor Dr. Messel und Stadtbaurat Dr, Hoffmann sofort zu beginnen. — Köln, 21. Juni. Unsere beiden Stadt-Theater werden immer mehr ein Schmerzenskind unserer Stadtverwaltung. Wie in allen Jahren seit Bestehen des neuen Theaters, so schließt auch die diesmalige Spielzeit mit einem Defizit ab; nur ist es diesmal erheblich größer. Ter Grund soll in der Erhöhung ber Gagen des Personals, des Ehors und der Löhne der Arbeiter liegen, was weit über 150 000 Mark betrage, während die Einnahmen des Theaters aus Abonnements rc. so ziemlich die alten geblieben sind. Tie Aussichten der Freunde einer Theater- Intendanz dürsten daraus neue Hoffnung aus Verwirklichung ihrer Idee schöpfen. Literarisches. — Krieg oder Frieden'? Unsere Aussichten in einem künftigen Kriege. Von O b e r st a. D. G ä d k e. Concordia Deutsche Verlags-Anstalt, Hermann Ehbock in Berlin W. 50. 4 Bogen 8 °. Preis Mk. 0.50. — Der Versasstr will zeigen, wie sich feit dem Rücktritt Bismarcks von der Leitung der Geschäfte die politische Lage des deutschen Reiches sortdauernd verschlechtert hat, bis sie endlich zu der gefahrvollen Vereinsamung führte, in der es sich gegenwärtig besinde. Eine ungeschickte Diplomatie gegen Frankreich und die falsche Behandlung des merkantilen und kolonialen Gegensatzes zu England, die unnötige Beunruhigung, die über die Bestimmung unserer neuentstehenden Flotte in der Welt erregt wurde, zu viele und unbedachte Reden hätten eine Annäherung der Westmächte aneinander zur Folge gehabt, die hätten vermieden werden sollen. Auch wenn gegenwärtig an allen entscheidenden Stellen das Bestreben bestehe, einen Krieg zu vermeiden, so sei die Lage dennoch gespannt und soviel Zündstoff aufgehäust, daß jeben Augenblick eine unerwartete Explosion, erfolgen könne. In diesem Falle wäre auch die militärische Lage Deutschlands keineswegs glänzend; in kurzer Darstellung weist )et Verfasser daraus hin, daß'wir uns auf diesem Gebiete einem bedenklichen und trügerischen Optimismus Hingaben. Zur See eien wir, ohne Verbündete, England gegenüber machtlos, zu Lande wäre ein Krieg unter der augenblicklichen politischen Konstellation voll von Gefahren. Darum müsse eine andere Po* litik, unter der steten Kontrolle des deutschen Volkes getrieben werden, die Deutschland aus sein-r Vereinsamung hinaushilft. Die Regierung, die bisher die äußere Politik mit unumschränkter Machtvollkommenheit geleitet habe, habe hierbei ihre Unzulänglichkeit gezeigt und Schiffbruch gelitten. Sie müsse in Zukunft besser überwacht werden. Gleichzeitig aber bleibe uns leider nichts anderes übrig, als unsere Rüstungen weiter zu verstärken, und besonders unsere Flotte rascher auszubauen. ®erid?tsfaal« A Marburg, 21. Juni. Der Kaufmann Heinrich V o m - h o f ans Gladenbach, der auch zugleich Rechner der Kirchen- und Synodalkasse, der Forstkasse, des Konsumvereins und Gemeinde- reehuer von Ammershausen war, stand heute wegen Unter- ch 1 agung im A m t vor dem Schwurgericht. Unter Ans- cheidiing der Fälle, die sich auf die Forstkaffe und den landwirt- chaftlichen Konfumverein beziehen, handelt es sich heute nur um etwa 3000 Alk. Kirchen- und Gemeindekasfengelder. Vomhof, der eine Tat mit mißlichen Vermögens- und Fainllienoerhaltnissen entschuldigt, wurde zu l1/, Jahren Gesängu is verurteilt. Außerdem wird sich die Strafkammer dann noch einmal mit ihm beschäftigen. Könitz, 22. Juni. Tas Schwurgericht verurteilte den Maurer Dittmann aus Hammerstein, der auf dem Wege von einem Tanzvergnügen den iDhi.fetier Breske aus Thorn mit einer Zaunlatte erschlagen hatte, zu 8 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehren- oerlust. Vermischte». • E i n Vater mord! Der Baron Buschodew in Petersburg wurde durch sechs Schüsse von seinem eigenen Sohn ermordet. Der Mörder, der sofort verhaftet wurde, cheint geisteskrank zu sein; als Grund seiner Tat gab er an, einer Ansicht nach sei sein Vater ganz unnütz auf der Welt gewesen. * Sturm! Bei dem Erneuerungsbau einer Eisenbahn» brücke über die Elbe bei Magdeburg drohte am 21. Juni nachmittags durch orkanartigen Sturm ein mit sechs Mann besetztes Gerüst gegen die Pfeiler geschleudert zu werden. Die Arbeiter, die fürchteten, totgequetscht zu werden, sprangen in die Elbe; vier derselben ertranken. — In Halle hat der Sturm an einem Neubau einen Teil des Mauerwerks in der dritten Etage samt Gerüst heruntergerissen, wobei ein Maurer schwer und einer leicht verletzt wurde. Ferner wurden dort einige Personen durch umstürzende Buden leichter verletzt. Der Festplatz des Mitteldeutschen Bundesschießens gleicht einem Trümmerhaufen. Besonders schwer hat die Festhalle gelitten. Durch niederstürzende Balken haben acht Personen schwere Verletzungen erlitten. Die Zahl der Leichtverletzten ist erheblich. Der Jahrmarkt bietet gleichfalls ein trauriges Bild; Hunderte von Buden liegen am Boden, nur eine einzige Reihe, durch Häuser geschützt, ist stehen geblieben. — Bei Brunsbüttelkoog wurde an der Ladebrücke der Zementfabrik Saturn eine Schute voll Wasser geschlagen und zum Sinken gebracht. Der Schiffer Ploog mit Frau und zwei Kindern sind ertrunken. * Der im Duell gefallene Oberleutnant E r t e l wurde am Freitag in Trient unter Teilnahme aller Offiziere ber Garnison, eines Bataillons Infanterie und sehr vielen Lcidtragenden beerdigt. Ein Geistlicher assistierte bei dem Leichenbegängnisse nicht. Als der Leichenzug vor dem Gerichtsgebäude anlangte, behielt ein zuschau- cnder Geistlicher den Hut auf bem Kopfe, während die übrige Menge das Haupt entblößte. Als dies der Fcstungslommanbant bemerkte, forderte er den Geistlichen auf, ebenfalls den Hut abzuuehmen. Tiefer wendete sich jedoch um unb begab sich ins nahegelegene Kloster. Ter Festungstommandaut hat beim Fürstbischof Beschwerde S-7 S- SS i M-sch M ZKp! i,t ein® * cklgemewes # lieber L L' LbnleumaM, ™ WJn L'SL Men den Züfjns ^llgei eujtwlhteN' W nein Goullon, aflang cs nach & gerau brioM wäre * Eine li stündige verheir du Gegenwart ingOer jTut eine Äatistil ai iifts 8dnnanui iiif) Men, u, 22 die freie a luftig Wichten i M \* nme >ind wn * Ler Wi W- M ■ Mil von Me muW Hofes gc ?lOffCIIC Wigtl! gesucht. [01403] Arbeite: Fcrd. Br Arh bei gutem Lol Schlafstelle roi: Labukalk-Jildi bei >1 La WM S Mich. ( Mg.ßm Fahrb vMgerH für dauernde ■ *4-189) Sd)u| . Junger i oei mit eine; MM, zu 1. 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Zur Ä and gegenüber madjiti, igenblicklichen pvliW n müsse eine andm Ätschen Bockes garitixn reinsinmmg hinaujW. litit mit imumfdjjxmhtt erbei ifre Unzulänglich- iie ntüüe in Buhinit ’ileibt unJ leibet iiid)i* •x zu verstärken, unb ii. imann Heinrich Boni- lch Rechner der SW imvereius und (Seinei::.1;- heule wegen Uulu- ourgenchl. Unter D lasse und den landwm- !t es sich heute nur um asienaetder. Bomhos, dir nd FamilienverhallnW Gefängnis verurteilt nn noch einmal mit W cht verurteilte den Maur« n Mge von einein Tan- iont mit einer Zaunlalie aus und b Jahren Ehren- h aron Buschodtw n iüsse von seinem eigene" O «i (ineiMS16"" ani unnütz auf »er ** * Ä 19 ^'iHeÄS 21«nn n ein nnt W/xi, i*Ä» "> «»iif* L tue 8* ^^ben-cht^' $i=.NIe#nSi« » 6,lle‘9SoU - lie9'\“ aebßiM;" brü<-- * n der -aD , en und ffiafi« Äi 11,1 $fo»9 ne e n t u,,te2 qnsa"^ --»iS Z d-rK. KrK !>-'!, >!!'Ä derte er ° &6#1' Uber den Geistlichen erhoben und seiner Meinung Ausdruck gegeben. Menn die Geistlichkeit verlange, daß man sie bei Vornahme ihrer kirchlichen Funktionen respektiere, so müsse sie selber das Gleiche var der Majestät des Todes tun und dürfe nicht die Bolkssitte in grober Weise verleben. Tas Militär beachte diese und erweise jedem Leichenzug die vorgeschriebene Ehrenbezeigung, also stehe cs einem Geistlichen schlecht an, wenn er das Gegenteil tue. Ter General verlangt vom Fürstbischof, daß er den Geistlichen veranlasse, sich beim General zu entschuldigen, denn das Osfiziertorps fasse das Benebmen des Geistlichen als Beleidigung auf. Es stehe aueg einem Geistlichen nicht zu, über einen Toten zu richten, demselben seine Verachtung in solch demonstrativer Weise kund zu geben und hierdurch allgemeines Aergernis zu erregen. * Heber eine heldenmütige Tat wird auS Lyck berichtet: In der vergangenen Woche hatte eine Kompagnie des in Lyck garnisonierenden Infanterieregiments Nr. 147 eine Pontonübung zu machen. Der Ponton riß auseinander, und davei versanken vier Mann in das am dieser Stelle ca. drei Meter liefe Wasser. Dreien von ihnen gelang es, sich durch Schwimmen zu retten. Das Fehlen des vierten Mannes wurde erst einige Zeit später bemerkt. Sofort sprang der Kompagnieführer, Oberleutnant Petiscus, mit Mantel und Säbel ins Wasser, um den Versunkenen heraufzubringen. Unten in der Tiese gelang es ihm, den Soldaten zu sinden. Der dem Ersticken nahe klammerte sich mit dem letzten Rest feiner Kräfte derartig an den Offizier an, daß diesem bei feinem Rettungswerk der dicke Umhüngemantel vollständig zerrißen wurde, ohne daß es dem Oberleutnant gelang, den Mann auf die Oberfläche heraufzubringen. Es muß »wischen den beiden ein fürchterlicher Kampf in der Tiefe des Wassers stattgefunden haben. Als die beiden noch immer nicht auftauchten, sprang der zweite Offizier der Kompagnie, Leut- nant Goullvn, ebenfalls mit Paletot und Säbel, nach, und ihm gelang es nach unsäglicher Mühe, die beiden nach oben zu ziehen. Erst nach geraumer Zeit konnten die beiden Geretteten, die schon bewußtlos waren, wieder ins Leben zurückgerufen werden. * Eine Ehestatiftik in der Romanwelt. Die anständige verheiratete Frau erfreut sich bei den Romanschreibern der Gegenwart augenscheinlich keiner großen Beliebtheit. Ein englischer Kritiker hat feine überflüssige Zeit dazu verivandt, eine Statistik aufzustellen, aus der sich ergibt, daß von 80 englischen Romanen 17 die Ehe als eine überlebte Institution lächerlich machen, 11 von der Nützlichkeit der Ehescheidung handelten, 22 die freie Liebe verteidigten, 7 sich über die eheliche Treue luftig machten und 23 sogar von der Ehe in geradezu skandalöser Weise sprachen. Und was Has Sonderbarste ist, alle diese Romane sind von — Frauen geschrieben worden! ♦ Der Wert eines Ehemanns. Aus Newyork wird berichtet: Alle amerikanischen Rekords im Schadenersatz für den Verlust von Menschenleben sind durch dis Entscheidung des obersten Gerichtshofes gebrochen worden, der Mrs. Sarah Read, der Witwe eines reichen Papierdütcnfabrikanteu, der vor drei Jahren von einem Zuge der Newyorkcr „Central Railwav" gao:ti wurde, 407156 Mk. zusprach. Read machte im Juni 1904 mit dem Ehepaar 'Noakcs und deren Sohn und Tochter einen Ausflug tm Automobil, als ihr Gefährt von einem herannahenden Zuge beim lieber] dnxiten der Geleise ersaßt wurde. Read wurde getötet, während Miß Noakes wie auch der Chauffeur ein Bein verlor. Die erstere erhielt 140 000, der Chauffeur 40000 Mk. Schadenersatz. ♦ Aus den Romanen des Lebens. Dieser Tage ist ein neugeborenes Kind auf seltsame Weise ausgesetzt worden. Vor der Wohnung eines Hirten auf der Großen Straße von Laudon in Franireich hielt plötzlich ein Automobil. Ein Herr stieg aus. Übergab der Tochter des Hirten ein großes Paket, sagte: „Sie würde es nicht bereuen, es angenommen zu haben", stieg dann sofort wieder in seinen Wagen und fuhr, ehe sich das Mädchen noch auf eine Frage besinnen konnte, mit aller Macht davon. Als das Automobil nur noch ein Punkt auf der Höhe war, öffnete sie das Paket und sand dort zu ihrem größten Erstaunen ein Kind und an be||en Wäsche vier Billette zu tausend Franken geheftet. . . Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 1867 yjorometer auf Oe reduziert Temperatur der Luft 1 Absolute Jeuchligkcit 21. r» 744,0 19,0 9,4 21. 9*‘ 748,5 13,7 8,7 22. 7** 749,5 10,8 7,8 Höch, e Tein peratur am Niedrigste ■ ■ Sielalive reuct)(ifltcil Wiiidrichtung Windstärke Weiter 58 W 6 Sero. Himmel 74 NNW 3 Klarer „ 82 SSE 2 Bed. >0.-2 1. Jun i — ■+ 22,7' C. 20.-21. „ — + 13,3' C. GingcsanSt. Eine Rücksichtslosigkeit sondergleichen haben in verflossener Nacht eine große Anzahl von Studenten der Bürgerschaft gegenüber an den Tag gelegt. Als bereits der Ntorgen graute, kamen größere Trupps Studenten von der Liebigshöhe her, wo Bismarck feier fiattgcfunben batte und durchzogen Stadt. Es wurde aber keineswegs etwa nur gesungen, nein, ganz unbänoig wurde geirchieen, auü) der Ruf „Feuer" ertönte. Stadt. Es wurde teineswegs etwa nur gesungen, nein, ganz unbändig wurde geschrieen, auch der Ruf „F e u e r" ertönte. (Offene Stellen Tüchtiger Pferdeknecht gesucht. [1&403] C. Rübsamcu. Arbeiter7^“ Fcrd. Burk, Kunstmühle. Arbeiter bei gutem Lohn gesucht. iFreie Schlafstelle wird neiuährt.) [4116 Labukalk-JnduftrieAlbShauseu _________bei Wetzlar._________ Sauberer 14084 junger Hausbursche gesucht. Germania-Drogerie _____________Earl Seibel. Jaug.ijansburlaieSi;,^“ ___________4W1___________ Hausbursche grlucht. 3987 i____________Mäusburg 12. 1 Fahrburjche gelcht. 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Berlin, 21. Juni. Ausführungen der »Köln.Ztg.^ über den neuenMittel- meerdreibund haben an dec heutigen Berliner Börse viel Beachtung gefunden und ebenso »Verstimmung" her- oorgcrufen. ES ist sicher, daß ein amtlicher Ursprung des Artikels mit dec Uebcrfchrfft »Ohne Deutschland- nicht zugegeben werden wird. Man kann diese Herkunft insofern mit Recht ableugnen, als die Bemerkungen über den Mittelrncer- bund nicht etwa im Auswärtigen Amt die Form erhalten haben. Daß aber Meinungen politisch leitender Personen in dem Artikel ihren Ausdruck gefunden haben, erscheint nahezu zweifellos. Besonders markant sind in dieser Hinsicht die Säße, wo davon gesprochen wird, daß die Lage ein anderes Gesicht gewänne, wenn dem Deutschen Reich und mit ihm Oesterreich-Ungarn und Italien jene andere Machtgruppe (unter englischer Führung) grundsätzlich in den Weg träte, wenn sie einen Druck auSzuüben versuchte, der, wie Fürst Bülow sagt, Gegendruck erzeugen muß. DaS klingt denn doch ernst und bedeutungsvoll genug, um als die Auffasiung einer autoritativen Stelle 'gelten zu können. Noch charakteristischer ist die Erwähnung des Dreibundes: Käme es zum Aeußecsten, so würden Italiens und Oesterreich-UngarnS Interessen beide Mächte an die Seite Deutschlands zwingen, auch wenn sie sich durch die Verträge nicht mehr gebunden fühlen sollten. Einen ähnlichen Gedanken hat Fürst Bülow wiederholt im Reichstag geäußert, obschon nicht in so zugespitzter Form. Die Nichtbindung durch Verträge kann sich darauf beziehen, daß der im Dreibundoertrag vorgesehene Fall der Verpflichtung zur Hülfeleistung in einem Zukunftskrieg, den Deutschland zu führen hätte, nicht zuträfe. E» kann aber auch die Nichtbindung der Verträge so verstanden werden, daß die eine oder die andere Macht im KonsiiktSfall sich prinzipiell für die Abmachungen mit der neueren Freundschaft entscheidet. Aus Gründen »höherer StaatSraison*. Man wird es gewiß nicht erwarten, doch heißt es in der Politik auf Alles gefaßt sein. der der Der Streit zwischen LandwirtschastSkammer und Handwerkskammer kommt nicht zur Ruhe. Jetzt ergreift wieder Dr. Müller, Herausgeber der »Hess, landw. Zeitschr." und Sekretär Hess. Landwirtschaftskammer, das Wort. Er sandte uns heute ein längeres Schriftstück zur Fleischpreisfrage, dem wir folgendes entnehmen: Im vorigen Herbst standen alle Zeitungen voll von Klagen sowie von Stadtrats- und Hanbelskammerbeschlüssen über Die Höhe der Fleischpreise. Diese Klagen waren berechtigt. Unberechtigt war cs aber, daß die Landwirte als Sündenböcke und die Metzger als mehr oder weniger notleidend bezeichnet würben.*) Die Metzger hätten auf die Veröffentlichung von vielen der genannten Artikel und Resolutionen wesentlichen Einfluß ausgeübt. Als im Laufe des vergangenen Winters und Frühjahrs die Schweinepreise auf einen seit Jahrzehnten nicht mehr da- gewefenen Tiefstand herabsanken, die Fleischpreise in vielen Städten aber andauernd unverhältnismäßig hoch blieben und ernstliche Gefahr bestand, daß dadurch die Wiederzunahme des Fleischkonsums als natürlicher Regulator der unrentabel gewordenen Schweinepreise künstlich hintan- gchalten wurde, faßte die Landmirtschaftskammer den von der Handwerkskammer nunmehr so angegriffenen folgenden Beschluß: „Die Landwirtschaflskammer ersucht die Großh. Regierung, sofort eingehende Erhebungen über das Verhältnis des Schweinefleischpreises zu den Schweinepreisen anzustellen und die Konsumenten darüber aufzuklären, welche Fleischpreise den jeweiligen Viehpreisen entsprechen würden/' In der Gcgenresolution der Handwerkskammer wird der Land- loirtschaftskammer vorgeworfen, daß sie „mit einer willkürlich zusammengesetzten Statistik arbeite": der Referent, Obermeister Lautz, führte iwus: „man habe die niedrigsten Groß-Einkaufspreise der Schweine den Detailpreisen für ausgesucht feinere Stücke gegenübergestellt." Das leugnet nun Dr. Müller sehr entschieden und behauptet, er habe absichtlich gerade in der Befürchtung eines Einwandes ' immer nur die Einkaufspreise für Schweine erste Qualität seinen Ausführungen zugrunde gelegt, obwohl vier Qualitäten bei der Notierung unterschieden werden. Daß er ferner stets nur die amtlich nach den Angaben der Metzger selbst ermittelten Preise für gewöhnliches Schweinefleisch als Fleischvreise gegenübergestellt habe, und daß diese amtlich ermittelten Preise sogar viel niedriger, in keinem Falle aber höher gewesen seien als die gleichzeitig von der Metzger-Innung veröffentlichten Preise für gewöhnliches Schweinefleisch, geschweige denn für die feineren Qualitäten. llebrigens sei auch vom Publikum schon längst sestgestellt worden, daß die Metzgerin vielenStädtendiePreise unnötig lang hoch gehalten haben. Die gegenteiligen Behauptungen des Referenten der Handwerkskammer seinen also grundlos. Dr. Müller schließt mit der Sitte, daß die Handwerkskammer ernstlich und ohne Beeinflussung durch die Vertreter der betroffenen Metzger-Innungen die Angelegenheit nochmals _ prüfen möchte. Sie werde dann finden, daß an der Tatsache, daß die Metzger in gewissen Städten die Fleischpreise über Verhältnis lange hoch gehalten haben, nun einmal nicht das geringste zu aiwern ist. Den Metzger-Innungen aber empfiehlt er, nicht die Landwirte schlechtweg für die Höhe der Fleischpreise verantwortlich zu machen. *) Diese Behauptung ist vom Gieß. Anz., was wir wiederholl feststellen müssen, niemals erhoben worden, obwohl gewissenlose Hetzer und Agitatoren in bäuerlichen Kreisen das wider besseres Wißen oit behauvtei haben, um das Ansehen unseres Blattes in der ländlichen Bevölkerung zu mindern und mit ihrer unredlichen und gefährlichen Hetze gegen etabt und Städter und alles L-tädtische, gegen Industrie und Handel, die, rvas jene Gewissenlosen immer wieder irech leugneten, nicht Landwirtschaft und Bauerntum zu schädigen, sondern vielmehr zu fördern baS größte eigene Jiiter- esse haben. D. Rd. Aus Stadt und Land. Gießen, 22. Juni. ** I. Kgl. Hoh. der Großherzog und die Großherzogin trafen am Freitag früh wohlbehalten in London ein und sind im Buckingham-Palast abgestiegen. " Personalien. Ernannt wurde Ferd. Stotz aus Laubach zum Kanzleigehilfen bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht der Provinz Oberhesien. Der Pfandmeister für den BeitceibungSbezirk Nidda, Wilh. Bock zu Bingenheim, wurde in gleicher Diensteigenschaft in den BeitreibungSbezirk Friedberg versetzt. •• Eine studentische BiSmarckfeier fand gestern hier statt. Vom BiSmarckturm verkündeten die weit in die Lande leuchtenden Flammen deS GedächtniSfeuerS, daß auch die Gießener am Vorabend der Sommer-Sonnenwende das Andenken des unvergeßlichen Reichsgründers ehrten, und ferner fand ein BiSmarckkommerS der Studentenschaft auf der LicbigS- höhe statt. M In der Gcmälde-AuSstellung am Brand sind sieben weitere Gemälde von Ernst Biedermann aus Jena neu zur Ausstellung gelangt. "Eine reiche Leerenernte steht bevor, ganz be- sonderS gilt dies von den Erd- und Himbeeren. Einen so reichen Blütenansatz wie gegenwärtig bat man seit vielen Jahren nicht beobachtet. Bekanntlich ist besonders der Vogelsberg reich an Beeren, und das Beerensuchen bildet im Sommer für die minderbemittelten Leute eine lohnende Nebenbeschäftigung, der besonders Kinder und alte Leute nachgehen. — Bad-Nauheim, 21. Juni. Bis zum 20. Juni sind 12,485 Kurgäste angenommen, wovon am genannten Tage noch 6640 anwesend waren, ö ab er wurden bis zum 20. Juni 132,482 abgegeben. X Bao Nauheim, 21. Juni. Ganz besondere Vor- bereihmgen sind vom Turnverein, sowie der Bürgerschaft getroffen worden, um daS am 29., 30. Juni und 1. Juli stattfindende Turnfest deS Gaues Hessen möglichst glanz- voll zu gestalten. Ter Jeslplatz, hinter der katholischen Kirche m nächster Nähe der Bahn gelegen, hat einen Flächenraum von zirka 20 000 Quadratmeter und ist für die Tage des Festes an daS städtische Elektrizitätswerk angeschlossen. Wirt- schaftS» und Tanzzelte rc. sind an leistungsfähige Fachmänner vergeben. Alle Einrichtungen sind so getroffen, daß auch bei einem Massenbesuch fein Gast zu kurz kommt. Wer also am frischen, fröhlichen Turnertreibcn Gefallen findet und einige Tage oder Stunden in der schönen Badestadt verweilen möchte, der versäume nicht, diese in den Festtagen aufzusuchen. Im übrigen verweisen wir auf das Inserat in der heutigen Nummer unserer Zeitung. Grebenhain, 20. Juni. Für 1907 waren für die Turnmannschaft deS hiesigen Turnvereins drei Turu- gänge bestimmt worden, die unter starker Beteiligung zur Ausführung kamen. Der erste Turngang vom 5. Mai führte über Vaitshain, Nösberts, WeidmooS, Bannerod, Metzlos, Niedermoos, Obermoos, Bermuthshain zurück nach Grebenhain. Der zweite Turngang vom 9. Mai (Himmelfahrttag) wurde über Bermuthshain. Lichenroth, Völzberg, Harnnanns- Hain ausgesührt. Der dritte Gang vom 16. Ium führte die Turner über Ilbeshausen, Lanzenhain, Eichclhain, Engelrod, Rebgeshain nach Ulrichstein und von da zurück Über den Taufstein nach Grebenhain. In vorzüglicher Verfassung halten die Turner den beinahe neunstündigen Weg zurückgelcgt. [] Marburg, 21. Juni. Heute fand hier wieder in üblicher Weise die studentische Bismarck feier statt. Nachmittags wurde bei der Weintraut-Elche eine Massen-Faß- partie abgehalten und als sich die Schatten der Nacht herab- senkten, nahmen die zirka 16—1700 Studenten mit ihren mittlerweile in Brand gesetzten Fackeln bei der nahen Bismarcksäule Aiifstellung, von deren Zinnen blutrot die Flammen ins Lahntal leuchteten. Die Chargierten der katholischen Verbindung „UnitaS" stud. phil. Schmidt und sind, phil. Ackermann hielten Ansprachen, man sang das Bismarck- lieb und die Nationalhymne und dann folgte der Rückmarsch in die Stadt, der besonders an der Bismarckpromenade und dem Cappeler Berg einen grandiosen Anblick bot. h. Hochst a. M., 20. Juni. Der Landrat des Kreises Höchst hat eine Verordnung erlassen, durch welche eine Einschränkung der öffentlichen Lustbarkeiten herbeigeführt werden soll. Nach der Verordnung sollen öffentliche Lustbarkeiten — auch solche von Vereinen — in der Regel nur einen Tag bauern. Kirchweihfeste sind für mehr als zwei Tage nur da zu genehmigen, wo dies seither üblich war. Auch die Erlaubnis zu Tanzlustbarkeiten soll eingeschränkt werden. X. Hanau, 20. Juni. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung wurde beschlossen, einen Betrag von 120 000 Mk. für den Um- und Erweiterungs- bau des städtischen Schlachthauses zur Verfügung zu stellen. X. Hanau, 21. Juni. Tie Stadtverordneten- Versammlung beschloß in ihrer heutigen Sitzung, den Magistrat zu ersuchen, für die baldige Ausarbeitung einer Vorlage über Errichtung einer städtischen Markthalle Sorge tragen zu wollen. In der Errichtung einer Markthalle wird eine Maßnahme erblickt, die geeignet erscheint, verbilligend auf die Lebensmittelpreise emzuwirken. Ein Antrag, den Magistrat zu ersuchen, alsbald mit der hiesigen Metzgermnung in Verbindung zu treten, um eine Herabsetzung dcS Preises für Schweinefleisch und Wurst- roaren herbeizuführen, wurde abgelebt. Gießener Strafkammer. Gießen, 21. Juni. Eine peinliche Rffaire. Tie Strafkammer verhandelte gegen den RechtsanwaIt R S. von Bad-Nauheim wegen Körperverletzung. Nach den von dem Angeklagten gemachten Angaben besteht in Friedberg ein logenamUö Juristen ooend, zu dem auch die in Bad- Nauhem» luDUiCiiucn Jurüu:» Ciugemucn lu.rueii. Ais ec int verflossenen Muter mit einigen Herren deS Krcisamts und deS Amtsgerichts im „Hotel Trapp" anwesend war, kam Rcchtsanwall Tr. M. von Frieoberg in angeheitertem Zu st and in das Lokal. Er stülpte dem Angcllagten sofort seinen Hut über den Kopf: dieser lehrte sich nicht viel daran, sondern laiterl^eU sich mit einem Herrn des KreiSamtS weiter. M. rief nun dem Angeklagten zu: „Was suchen Tie hier, der Abend ist nur für die Friedberger, Sie siiid hier nur geduldet!" Ter Angeklagte cr- widene, M. möge ihn in Ruhe lassen, er ließe sich von ihm nicht beleidigen. AIS aber M. den iiagellagtcn in der gröblichsten Weise beleidigte, beuterEie er ihm, falls er nicht in Ruh: getane^ werde, so werde er ihm links und rechts hinter die Ohren schlagen. Ter Angeklagte touroe hieraus von M. mit einem Schwall von Schimpfworten überhäuft, fo ba| sich die Gesellschaft geiwtigt sah, das Lokal zu verlassen. Tie Friedberger Herren begleiteten den Anactlagten, der nach Hause fahren wollte, an den Bahnhof, wooei unterwegs die Befürchtung ausgesprochen nraibc, daß M. Nachkommen könnte. Kaum waren sie im Wartesaal angekommen, so laut auch schon M. ffanbalierenb herein und setzte sich an ihren Tisch, seine unpassenden Ausdrücke ins maßloseste fteigerub. Er Halle es nur lauf den Angeklagten abgesehen, dessen dienstliches Verhalten und juristischen Kenntnisse er Dabei bemängelte, lieber dieses Gebaren in höchste Erregung versetzt, verabfolgte der Angeklagte M. links und rechts Ohrfeigen und Faustschläge. Ms iljn hieraus M. „Nauheimer Lump" titulierte und ünn bemerkte, er fei schlechter al» ein kürzlich auS dem Anwausstaitd enlsernter Rechtsanwalt, geriet er in solche Wut, daß er ein Bierglas nahm! und es nach M. niirf, an dessen Kopf es zerschellte. TieseS genügte M. noch nicht, er setzte sich blutüberströmt, weiter schimpfend an den Tisch. Ter Angeklagte war über das Vorkommnis in eine solche Aufregung geraten, ixig er vor Wut und Aufregung weinte. Tie Friedberger Herren hielten ihn nicht für fähig, die Rückreise anzntreten, weshalb sie ihn in einem Hotel unterbrachten. Der Angeklagte machte alsbalo von dem Gesehenen dem Korps Anzeige uni) beantragte auch gegen sich selbst und gegen den Vep-, letzten das ehrengerichtliche Verfahren bei der Anwaltskammer. Diese Eingaben wurden in allen Punkten von btn Augenzeugen bestätigt und man hatte die Empfindung, daß der Angeklagte bemüht war, in jeder Beziehung die Wahrheit zu sagen. Ter als Zeuge vernommene Verletzte Tr. M. bedauerte den unter dem Einfluß des Allohols sich ^getragenen Vorfall. Er entschuldigte sich damit, daß er den ganzen Tag nichts gegessen Halle, dagegen aber aus Freude, lveil er einen Bekannten getrosten, dem zu Ehren eine Reihe von „Ganzen" getarnten habe. Auf die Vor- s-ülle im Hotel und am Bahnhof will er sich nicht niehr erinnern können. Ten Arzt will er den arideren Tag mehr wegen seiner geistigen Depression als wegen der erhaltenen Verletzung konsulliert haben. Da er sich noch dunkel an eine Auseinander-, letzung mit eurem Bahnbaamten erinnerte, glaubte er, dieser habe ihm die Verletzung beigebracht. Tie an jenem Abend einem Friedberger Rechtsanwalt gegenüber zugefügten Beleidigungen habe er, tote auch die Beleidigung des Bahubeamten, am anderen Tage unter dem Ausdruck des Bedauerns zürückgenoinmen. Der Staatsantoalt beantragte mit Rücksicht auf das unerhörte Vorgehen des Verletzten, auf die Minimalstrase zu erkennen, zumal die Verletzung nicht nennenstoert war. Ter Verteidiger plädiert« auf Freisprechung, d!a der Angeklagte von der Rottoehr Gebrauch gemacht habe, er sei nicht in der l!age gewesen, die Angriffe auf feine Ehre anders abzuwenden. Er verglich den Verletzten mit einem Stier, dem ein rotes Tuch vorgehalten wird. Eüi altiuer Offizier hätte ihn mit dem Tegen über einen Haufen gestochen. Ter Angeklagte hätte nicht zu viel getan, trenn er ihn zu Boden geschlagen hätte. Er machte geltend, daß zum mindesten angv- twmmen werden muß, daß der Angeklagte im Affektszustand in strafloser Weise die 9iotwehr überschritten hat, er war an der Grenze der Verantwortlichkeit seines Luns. TaS Gericht erkannte dem Antrag des Staatsanwalts gemä^ auf eine Geldstrafe von drei Mark. Es führte aus, daß der Angcllagte die Tab bedauert, er ist ein Mann, der den Mut hat, das ilrafbarc Unrecht, daS er begangen hat, zu gestehen, und daß er in vollem! Umfange die W^rl/stt gesagt habe. Tas unentschuldbare Vorgehen des Verletzten sei umsomehr zu verurteilen, als daß es> sich um einen gebildeten Mann handelt, der den unliebsamen Vorfall an den Haaren herbeigezogen hat. Ter Angeklagte erklärte, daß er das Urteil anerkenne; er verlasse die Gerichts statte stolz erhobenen Hauptes in dem Bewußtiem, mopalijch freigesprocherr worden zu sein. Schmutzige Wäsche. Seit einigen Jahren kam *n einer Reihe von Ortschaften des Kreises Friedberg nachts zum Trocknen aufgehängtel Wäsche abhanden, ohne daß eS gelang, den Täter ausfindig zu machen. Fast regelmäßig blieb an dem Tatort schmutzige und zum Teil mit Ungeziefer behaftete Wüsche zurück. Als nun im letzten Winter aus der Ziegelsabrll zu Ober-Mörlen ein Sack mit gestohlener Wäsche gesunden wurde und man ihn vom Fundorte entfernt Halle, machte sich der zu Ober-Mörlen als Knecht in Tiensten stehende I. Sch. aus Tuderstadt durch Äbsuchen der Fabrik verdächtig. Man sah ihn auch zu Münster aus einem Schlupfwinkel kommen, wo man später acht der gestohlenen Hemden fand. Seinem Tiensthevrn fiel auf, daß er Tamenunterhosen trug, und die Frau wunderte sich, wo er die neuen aus gesponnener Wolle gefertigten Strümpfe her hat. Auffallend war weiter, daß er stets mit schmutziger Wäsche sortging und mit sauberer und neuer zurückkam. Es wurde gegen ihn Anklage wegen Diebstahls im Rücksiall erhoben. Er bestritt jedoch sich eines Diebstahls schuldig gemacht zu haben. Tie Wäsche will er, soweit er sie nicht geschenkt bekam, gekauft haben. Er bestritt, die Fabrik abgesucht zu haben und aus dem Schlupfwinkel zu Aeünster gekommen zu fein, trotzdem er mit Sicherheit erkannt worden ist. Er toill feine Wasche in einem Nachbarort haben waschen lassen und sich dorten stets umgezogen haben. Taß diese Angaben unrichtig sind, bestand kein Zweifel; doch ließ das Gericht, der entfernten jMglichkeit wegen, daß ein ariderer die Tieb>tähle ausgeführt haben tann, Freispruch mangels Beweises ein treten. Tas Automobil. DaS Automobilunglück bei Cajanello in Italien, bel dem, wie wir gestern berichteten, ein mit fünf Personen besetztes Automobil auf der Straße von Neapel nach Casecta gegen einen Felsen geschleudert und völlig zertrümmert wurde, gehört zu den folgeschwerslen, die der Automobilsport jemals gezeitigt hat, da sämtliche Insassen getötet wurden. Die Namen der Verunglückten sind nunmehr bis auf den deS Chauffeurs festgestellt, ihre Träger gehörten zu der Aristokratie Italiens. Es sind folgende: Der Niarchefe Luigi Zaoalos, Fürst von Pescara, die Marchesa Nuffo Jerini, der Herzog von Lapece, Galeoto, dec Marchese Niotola Nunziante. Alle sind schrecklich verstümmelt. Die Ursache der Katastrophe soll nicht so sehr in dem Anprall gegen den Felsen, als in einer Kesselexplosion zu suchen sein. Pescara war ein zwar leidenschaftlicher, aber vorsichtiger Automobilist, der dem lla- lienischen Autoklub als Vizepräsident angehörte. 20. Karl Laub, Adolf Levy, des 83.35 99.30 91.30 Prince-Henri-Eisenbahn . 220.20 Berliner Börse, 22. Juni. Anfangskurse. Verlobte Moderne Möbel Probefläschcherr 10 Psg. — C»/6 . 164.80 . 127.80 . 219.70 . 71.20 136.60 Elektriz. Schuckert . Eschweiler Bergwerk . 117.50 . 102.50 . 221.00 199.25 220.25 26.60 115.60 138.10 26 90 141.70 129.50 93.60 83.35 92.20 94.00 98.50 Deutsche Bank . 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Tendenz: schwächer. assessor in Lieh, mit Johanna Schuchard dahier. — Fuhrknecht, mit Anna Laub, beide dahier. — 21 Sport. — Eine Radfahrerkarte von Hessen. Von dem gekannten Mittelbach'jchen Kartenoerlag in Leipzig erhalten wir zur Besprechung die Radfahrerkarte von Frankfurt—Wiesbaden— Darmstadt—Mainz bezw. von Hessen-Nassau und Hessen-Darmstadt, reichend von Dillenburg im Norden bis Heidelberg irn Süden, von Koblenz im Westen bis Tauberblschossheim im Osten. Maßstab 1:300 000. Diese Karte enthält so ziemlich alles, was für Radfahrer von Wert ist. Sticht nur die meisten fahrbaren Wege, die wesentlichen Steigungen, die Entfernungen von Ort ju Ort, die Eisenbahnen, Flüsse, Landesgrenzen u. s. w. sind auf der Karle deutlich angegeben, sondern sie zeigt auch ziemlich zuverlässig auf den ersten Blick das für den Radfahrer Wichtigste: die Güte der Straßen, so- ivie gefährliche Stellen. Tie Aiitlelbach'schen Karten haben sich 'heften. * Lieber nicht! Im Rathaus einer kleinen Stadt befindet sich unter anderem ein Zimmer, das dem Polizeiarzt angewiesen ist, und in dem er auch die körperliche Unter» .suchung junger Leute vornimmt, die sich zum Schutzmanns» . dienst melden. Eines Tages betritt ein kräftig gebauter, 'gesund aussehender junger Mann den Raum. „Ziehen Sie sich aus/ sagte der kurz angebundene Arzt. „Wieso?" fragt der Jüngling. „Sie spllen sich auZziehen!" donnert der Doktor. Run fügt sich der junge Mann und wird gründlich gemessen, befühlt, beklopft und behorcht. „Springen Sie siber den Stuhl da!" befiehlt der Arzt. Der andere tutS und schürft sich dabei die Haut von den Schienenbeinen ab. Innerlich wütend befolgt er trotzdem die weiteren Befehle, als Kniebeuge, Rumpfbeuge, Hochsprung und dergleichen mehr. „So, jetzt ein paarmal im Laufschritt um das Zimmer herum, damit ich Herz und Lunge prüfen kann! Vorwärts!* Nun war es dem Jüngling aber doch zu viel geworden. „Zum Kuckuck!" rief er, „was in aller Welt soll ich denn noch tun? Da will ich wahrhaftig lieber nicht Heiraten, hier wird einem ja die Lust dazu mit Geivalt ans- ■ßctrieben." Der Unglückliche war in daS falsche Zimmer geraten, daS Standesamt befand sich auf der anderen Seite des Hausflurs. * Eine vom zarten Geschlecht. Eine junge Frau aus Otterstadt, die von ihrem Manne verlassen worden fist und dadurch in etwas bedrängte Verhältnisse und schließlich auch mit der Steuerbehörde in Konflikt geriet, wurde vom Schöffengericht zu Speyer wegen übler Nachrede gegenüber einem Gendarmen zu einer Geld, rafe von 30 Mark, jwegen zweier Beleidigungen gegen den Nentamtsdiener Wirth von hier zu Geldstrafen von je 20 Mark, und wegen Miderstandes gegen die Staatsgewalt zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt. Das versetzte die Frau in eine derartige Wut, daß sie nach der Verhandlung vor der Tür des Sitzungssaales den Nentamtsdiener angrisf und ihn mit ihrem Schirm so lange bearbeitete, bis der Schirm in Stücke ging. Ein Gendarm, der den Angegriffenen schützen wollte, wurde von der Frau ebenfalls übel zugerichtet. Die Frau lwar rasend und nur mit Mühe konnte sie mit Hilfe eines jzweiten Gendarmen festgchalten werden. Trotzdem war es »ihr möglich, sich loszureißen und den Rentamtsdiener, der 'sich rasch entfernte, von neuem zu verfolgen. i * Kleine Tageschronit. In Sachen des wegen schweren Lu st m o r d e s an einem Kinde vor vier Jahren angeblich unschuldig Hingerichteten Marlin Teppe ist nunmehr, wie mus Flensburg gemeldet wird, das Wiederauinahmeversahren vom Justizminister angeordnel worden. Der Hingerichtete halte bis zum Schaffst seine Unschuld beteuert. — In M ü n ch e n warf sich der 16 Jahre alte Kausmannslehrling Adols Schwarz vor einen iEilgüterzug, der ihm den Kops vöm Rumps trennte, sodaß er so- jfort tot war. Bei der Leiche wurde ein Zettel mit unerklärlichen Nufschreibungen gesunden. Man vermutet, daß der junge Mann geistesgestört war. — Bei Straßenbauten m Bologna kam man einem Verbrechen aus die Spur. Im Erdreich bei dem Palazzo Albergati stieß man aus ein völlig erhaltenes Skelett. Es stellte sich heraus, daß es sich um die Ueberreste des Staatsanwalts C'arassuti handelte, der vor 30 Jahren am Vorabend seiner Hochzeit in geheimnisvoller Weise verschwunden war. Börfenwochenbericht. Frankfurt a. M., 21. Juni. Das Ereignis, dessen Eintritt von den Börsen wochenlang mit Besorgnis entgegengesehen wurde, ist vorübergegangen, ohne daß man in Erregung geraten wäre. Ties ist in der Hauptsache wohl auf die Beweggründe zurückzuführcn, die die Auslösung der zweiten russischen Duma veranlaßten, denn mag man mit den freiheitlichen Bestrebungen des russischen Volkes auch noch so sehr sympathisieren, die reüolntionärcn Umtriebe, denen man bei den sozialdemokratischen Abgeoroiieten aus die Spur kam, konnten nirgends Billigung finden. So hat der Schritt, den die Negierung tat, aus die Börsen eher beruhigenden Einfluß ausgeübt, denn man erblickte darin eine Stärke der Regierung. Dazu kam, daß die Auflösung der Duma im ganzen Lande ohne Erregung bin- genommen wurde. Hat die Regierung unter Wirkung des neuen Wahlgesetzes eine Volksvertretung zur Verfügung, mit der sie positive Arbeit verrichten kann, bann kann auch das Reformwerk besser voranschreiten und allmählich können in dem russischen Reiche wieder geregelte Vcrhältnisie Platzgreifen; diese sind natürlich nötig, wenn die Besitzer russischer Papiere wieder zur Ruhe kommen sollen. Im allgemeinen ging diese Woche ein etwas festerer Zug durch die Börse, man schien der Tatsache mehr Rechnung zu tragen, daß die Kurse schon stark zurückgegangen sind, dann gewann auch die Ansicht mehr an Boden, daß ein schroffer Abfall der industriellen Konjunkrur schon mit Rücksicht auf die andauernd großen staatlick)en Bestellungen nicht zu befürchten sei. Infolgedessen fanden selbst die Meldungen von einer Ermäßigung der Eisenpreise in Amerika und der Rückgang des Kupferpreises weniger Beachtung. Deutsche Fonds blieben gut behauptet, Russen und Ungarn waren leicht befestigt; bessere Eriitenachrichten haben für letztere die Kauflust etwas angeregt; Portugiesen leicht abgefchwächt. Auf dem Banken markt haben sich die leitenden Werte 2 bis 3 Proz. erholt, Bahnen sind nur teilweise gebessert, Staatsbahn und Lombarden zogen etwas an, Henri gewannen 2i/2 Proz., aber türkische und italienische Bahnen w;aren schwächer. Montanpapiere kräftig erholt wir finden hier Avancen bis zu 7 Proz. 2ürch andere J ndu- Frnnkfurter Börse 22. Juni, 1.15 Uhr. 93.30 Elektriz. Lahmeyer . Berliner Handqlsges . . 149.80 Darmstädter Bank AvSM MS den der Stadt Gießen. Aufgebote. Juni, 14. Wilhelm Gaul, Pfarrassistent in Darmstadt, mit Julie Mecke dahier. — 15. Ludwig Göbel, Schlosser, nut Luise Kranz, beide dahier; Mathäus Roos, Kulturtechniker dahier, mit Maria Barbara Charitas Töll in Worms. — 17. Carl Mintrop, Buchhalter in Witten i. W., mit Eleonore Mickel dahier; Ernst Manneivitz, Techniker, mit Marie Wallbott, beide dahier. — 19 Dr. Ludwig Livv, Großbzl. Regierungsbaumeister in Bad-Nau- Henn, mit Emma Breidert dahier. — 20. Wilhelm Ruhl, Feldwebel in Mörchingen, mit Wilhelmine Ottilie Keller dahier. — 21. Hermann Maximilian Hertz, Kaufmann in Mannheim, mit Paula Friedberger dahier; Karl Sauer, Spengler, mit Marie Cchleuming, beide dahier. Eheschließungen. Juni, 15. Karl Gernrnecker, Kaufmann, mit Elisabeth Euler, beide oahier; Heinrich Loos, Schneider, mit Auguste Margareta Schneider, beide dahier; Johann Stammel, Schneidermeister, mit Luise Alt, beide dahier; Otto Lange, Sanitätssergemit in Babenhausen, mit Anna Bommersheim dahier; Georg Diehl, Schlößer, mit Marie Weimer, beide dahier; Otto Engel, Fabrikant in Ober- Schöneweide, mit Elfriede Nagel, geb. Wolff, dahier; Johannes Ott IV., Bremser in Leihgestern, mit Wilhelmine Hermann, geb. Schade, dahier- Louis Schimpf, Lehramtsassessor in Wöllstein, mit Elisabeth Leib dahier; John Schwarting, Kaufmann, mit Theresia Caspar, beide dahier. — 18. Richard Schäfer, Großhzl. Forst- VerinkschLe-. • Der neueste Eisenbahnunfall. Bei einem Msterzug sind zwischen den Bahnhofen Card en und Eochem (Mosel) die Lokomotive und ca. 15 Güterwagen entgleist. Der Lokomotivführer ist anscheinend schwer. Der (Heizer und ein Bremser leicht verletzt. Der Schaden ist Erheblich. Der Personenverkehr wird durch Umsteigen an Der Unfallstelle aufrecht erhalten. • Eine exzentrische Millionärin. Der oberste Gerichtshof von New-York wird demnächst zu entscheiden haben, ob die Millionärin Fanny Wrigt, eine alte Jungfer, geistig gesund oder verrückt war, als sie bei ihrem vor 'einigen Monaten erfolgten Tode ihrem Anwalt zwei Millionen Mark hinterließ. Fanny Wright, die 57 Jahre alt -wurde, war durch ihre Exzentrizität in ganz New-York begannt. Fünfzehn Jahre lang hatte sie ihre Haare weder gedämmt noch gewaschen. Eines Abends empfand sie plötzlich :ba§ Bedürfnis, etwas für ihre Bildung zu tun; sie begab stich daher zu einem Vortrag und zwar in einem höchst eigenartigen Aufzuge: da sie Schmucksachen grundsätzlich nicht trug, chatte sie sich, um zu wißen, wie spät es wäre, eine Weckuhr! !ins Knopfloch gehängt. Als dann der Wecker zu lärmen ■ 'begann, gab e§ natürlich einen gewaltigen Skandal, der Vortragende mußte seine Rede unterbrechen und die überspannte iFanny wurde an die Luft gesetzt. Die Mahlzeiten der Millionärin setzten sich fast ausschließlich aus rohen Eiern und aus Backpflaumen zusammen; nach dem Essen pflegte sich die Millionärin das Gesicht mit Gefrorenem oder mit ,Schokoladecreme zu beschmieren. Auf ihrem Kamin stand stets ein Pokal mit Banknoten und jeder Besucher hatte das /Recht, sich einen Kassenschein zu nehmen. Wenn die drollige latte Dame auf Reisen ging, ließ sie Wäsche und Kleidungs-! sttücke zu Hause und füllte ihre Koffer nur mit leeren Flaschen. .Trotz alledem soll, wie die Advokaten des glücklichen Erben ■ ^beweisen wollen, die verstorbene Millionärin nicht verrückt »gewesen sein; sie sei, so wird behauptet, nur etwas exzentrisch veranlagt gewesen, und Exzentrizitäten dieser Art gehörten in ^amerikanischen Millionärskreisen durchaus nicht zu den Selten- Kandcl. ** Von der Gewerkschaft Gießener Brannstein- bergwerke, norm. Fernie wird uns geschrieben: Förderung und Versand der Gewerkschaft stehen seit einigen Monaten auf einer früher nicht gekannten Höhe. Die Monate April und Mai haben außerordentlich günstige Betriebsergebnisse erbracht und gegenwärtig bewegt sich der tägliche Versand zwischen 600 und 900 Tonnen Erz; es kann mit einer durchschnittlichen Förderung von 18 000 Tonnen pro Monat des laufenden Quartals gerechnet werden. Die Abraumarbeiten des vorigen Jahres haben diese verstärkte Produktion ermöglicht und die neuen Transport- und Verladeeinrichtungen gestatten eine unbeschränkte Erhöhung des Versandes. Alan darf annehmcn, daß pro 2. Quartal wieder eine Ausbeute von 100 Mk. verteilt werden kann. Von der Berliner Börse. Die ungünstige Auffaffung über den amerikanischen Eisenmarkt, die gestern der Iran Monger verbreitete, wird noch von der des Jron Age übertroffen. Dazu kam noch der weitere Rückgang des englichen Roheisens in Ruhrort auf 76 Mk. Da nun den seitherigen Avancen das Privatkapital nicht folgte, so war heule die Börse recht schwach bei sehr geringem Geschäft. Phönix Akien wichen zuerst bis 199,25 und dann weiter bis 198,12. Deutsch-Luxemburger haben einen großen Teil ihrer Steigerung eingebüßt; sie gingen bis 170l;< zurück. Auch alle übrigen Montanwerte lagen schwächer. Harpener 199,62, Bochumer 2217. und Laurahütte 222l/v Tie Erörterungen der K. Z. über den Seedreibimd drückten ebenfalls auf ba§ Geschäft, desgleichen die Vorgänge in Südfrankreich, sodaß auch Bankaktien prozent- weise nachgaben, bis schließlich die Interventionen einer ersten Bank überhaupt einen Stillstand im Rückgang hervorrief. Der Prioatdiskont schloß wieder 43/4°/0. ** Konkurse in Hessen, lieber das Vermögen des Schweinehändlers Martin Hedrich von Billertshausen, wurde am 11. Juni, Dorrn. 10 Uhr, des Konkursverfahren eröffnet. Stadtrechner Bing in Alsfeld wurde zum .Konkursverwalter ernannt. Kvnkursforderungen sind bis zum 3. Juli bei dem Amtsgericht Alsfeld anzumelden. — lieber das Vermögen des Architekten Johann Peter Scheuren in Mainz wurde am 28. Mai, vorm. i/310 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Dr. Haberling in Mainz wurde zum Kvnkursver- walter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 5. Juli bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. — lieber das Vermögen der Hessischen Automobil-Fabrik in Friedberg wurde am 13. Juni, vorm. 101/2 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet, da der Geschäftsführer der Gesellschaft, Direktor K. Stulz in Friedberg, die Zahlungsunfähigkeit und die Zahlungseinstellung dargetan hat. Kaufmann Moritz Gauss in Friedberg wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 8. Juli bei dem Amtsgericht Friedberg anzumelden. — Heber das Vermögen der Gesellschaft mit beschrankter Haftung in Firma Brenneisen, Kock u. Co., G. m. b. H., Holzbearbeitungs geschäft in Mainz, wurde am 3. Juni, vorm. 91/2 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Dr. Lichten in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 10. Juli bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. Markte. Gießen, 22. Jmii.Marktbericht. Auf heutigem Wochenmarkte kosteten: Butterpr. Pfd. 1.00—1.10 Mk., Hühnereier 1 St. 7—0 Vfg., 2 Stck. 11—00 Psg., Gänseeier 10—00 Vfg., Enteneier 7 Pfg„ Käse pr. Stck. 6—8 Ps., Käsematte 2 Stck. 5-6 Psg., Erbsen p.Pfd. 18-24Psg, Linsen p. Pfd.25-40Psg., Tauben pr.Pr.0,80—1,00 Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 ML. Gänse vr. Pfd. 00—00 Psg., Ochsenfleisch pr. Pfd. 82—88 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 80—82 Psg., Schweinefleisch pr. Pfund 64—76 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Psg., Kalbfleisch pr. Pfd. 80—90 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund 61—84 Pfg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 7,00—9,—Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 10,00—12,00 Mk., Milch per Liter 20 Psg., Kirschen das Pfund 40—00 Pfg., Aepfel per Zentner 20 bis 25 Mk., in Körben 00 Pfd., Nüsse 100 Stück 50—00 Psg., per Ztr. 9—15 Mk., Weißkraut per Stück 15—30 Psg., per Zentner Mk. 0.00-0.00. — Marktzeit von 7—1 Uhr. 1 Bitte, Kaufen 5k tur WM Man laue WAGftls Würzc nur in Qriqinalsläichchcn nnchfiillen. 5ehet 9)yA ^Einigen Mnn ^nc>te Avr ? °'^ 4 J««Heelülb Ci ^n,,Mtn V? und de-' ^QrtQl?otb«n1n8 afe ws?t|4fc, !n ^oheijins in in. inten ba§ qi^vbtott bwach bei iS?0 f.Qp,tQl WK unb bK«'« &S& 11» >Wn Ä fr ZsM ,rwnftonen einer ,,r ldÖas Komitee. von Wilh. Herbert Inh.: Carl Herbert Marktplatz 2, Hervorragende Neuheit ist der Patent- MMreher. Beseitigt sofort jede 23er-- uopfung der L'tesserstange, ohne daß ein Absteigen des Kutschers erforderlich ist, verhindert das ruckweise Jnganasetzen der Maschine und schont dadurch sämtliche Zahnräder. Zahlreiche Anerkennungsschreiben und Zeugnisse aus der Praxis Wn- u«s MschiNeichaMlINß. ICaissi? Friedrich Kaiser-Allee 04530 Große Warenverßeigerung. wirb in 24^i!"?er ^rfteigerung der Ersen-, Gutz-, Blech-, Emaille- und Holzwarenoersteigernng sort- gescchren. . Für Handwerker große Partien Feilen, Bohrer, Hobel- e'.i.en, Hanuner, Sägen, zirka 30 Zentner Drahtstifte, Nägel, Nrcleu, Muttern, Beschlage, Schlösser, Stollen, Fiifre, Aussaf.c u- a.; für Haushaltungen: alle Arten Haus- und ttüchengerät- . schäften in Eisen, Guß, Blech, Emaille, stkd Holz. B 4143 Geißler, Gerichtsvollzieher. ^»we«T Zum Ostend totö Kaiser-Alice 47 Sonntag den 23. Juni, von 5 Uhr Großes Tanzvergnügen Amtlicher Teil. Gießen, den 17. Juni 1907. Betr.: Die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler in 1907. Das GroßherMiche Kreisamt Giessen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Mir sehen der Einsendung der Heblisten über die in diesem 30^6 öon Ihnen ausgestellten Teckscheine oder deut Berichte, dalz solche nicht ausgestellt worden sind, entgegen. Ausgestellte und wieder zurückgegebene Scheine müssen unter Angabe Les Grundes der Rückgabe den Heblisten angeschlosscn werden. Wir machen^wiederholt darauf aufmerksam, daß die Trinkgelder mit den Sprunggelderir zusammen, d. h. in einem Ansatz in den Heblisten einzustellen sind (s. Amtsblatt Nr. 8 vom 23. 6. 06). Tie Spalten in den Heblisten „Nr. des Tagebuchs" und „Bemerkungen" sind für Einträge der Hebstellen bestimmt und müllen deshalb frei bleiben. I. B.r Lang ermann. Es sind zu vermieten: 1 Wohnung von 7 Zimmern, 2 Wohnungen von 6 Zimmern, o Wohnungen von 5 Zimmern, 11 Wohnungen von 4 Zimmern, 2 Wohnungen von 3 Zimmern, 1 Wohnung von 3 Zimmern mit Laben, 1 Wohnung von 2 Zimmern, 1 Wohnung von 1 Zimmer nebst Küche, 2 mbblierte Zimmer, 1 Werkstatt. Zu mieten gesucht: 44 Wohnungen von 1—7 Zimmern. mit Hochglanz, rasch und bart trocknend, eleganter, dauerhafter Anstrich in 8 Farben Oelfarbeu, Lacke, Pinsel Fussboden»Oeie Parkcttwichse, Stahlspähue empfiehlt in bekannter Güte Adolf Bieler Viktoria-Drogerie Markts:.. Menschen wohnen auf der Erde eine große Anzahl hiervon putzt die Schuhe mit dem vorzüglichen Lederputzmittel Smmalin _________ Dao/„ Aasgust Seltersweg 12. Wiedsrvertäufer erhalten hohen Rabatt. d26/4 Empfehle mein reichhaltigstes Lager in Gardinen, Stores, Vitragen nebst Zubehör, Cocos-, Velonr- Md Woll-Läuter, Teppiche, Portieren, Linoleum etc. zu billigsten Preisen. 4149 : Ernst Bloedner O’WÄ'8“®“S nnrdezenies Siepertoir Fred 8e)'b»nd, Berwandlungs-Schausvieler mit 18 Köpfen. The Romeos, Dressur-Akt mit Kakadus und Papageien. Troape Gnrerro de Mexico, Aerobates and Globetrotter sur Piedestal Humain u. a. nt (20 Nummerns 045W Anfang 8 Uhr. — Auftreten von Fräulein Nicklas 10 Uhr. Sonntag 2 Vorstellungen von 4 und 8 Uhr, von 11—1 Uhr Frub- schoppen-Borstellung. Eintritt frei. Es ladet ergebenst ein Albert Napvmann, Direktor. Feier des 10jähr. Stiftungsfestes mit Sommerfest im Garten und Saal des Schützenhauses. Konzert und Tanz. Angehörige verstorbener Kameraden sind willkommen. Orden, Ehren-, Vereins- und Verbandsabzeichen sind anzu- legen. Bei ungünstiger Witterung im Saal. Der Vorstand. Bao-Nauheim. 34. Turn,cst ücs ^aucs tzeffe» 29., 30. Juni und 1. Juli 1907. Samstag, 29. Juni, abends 8 Uhr: Kommers aus demFestvlatz, Militär-Konzert, Gesangsvorträge,Turnerische Aufführungen. Sonntag, 30. Juni, von 11 Uhr ab Konzert aus dem Festplatz, nachmitt. 2 Uhr: Festzug durch die Stadt nach dein Festplatz, daselbst Festrede, Wetturnen, Bolksbelustigungen 2c., abends Preisverteilung, Tanz. Montag, 1. Juli: Einzelwetlurnen, Konzert, Festzug, Jüxplatz,Turn- und Jugendspiele, Tanz. Fcstplatz, ca. 20000 qm groß, wird durchweg elektrisch beleuchtet. Aussührl. Programm enthält die Festzeitung, Zu reger Beteillgung ladet höflichst ein der sestgebende Dm/6 Turnverein Bad-Nauheim. «mchmg Itt IlüdNeg beehren wir uns die Eltern der Schülerinnen ergebenst einzuladen. [b «/ 2)?it Rücksicht auf den beschränkten Raum kann nur eine bestimmte Anzahl von Einlaßkarten abgegeben werden, die nach der Reihenfolge der Anmeldung im Direktionszimmer der alten Anstalt von Dienstag, den 25. d. Mts. ab täglich von 11 bis 12 Uhr in Empfang genommen werden können. Sie gelten tutr für Erwachsene. Kinder, außer den durch !die Schule beteiligten, haben unter keinen Umständen Zutritt. Das Kuratorium. _______________________Me cum. MWer WeiNchms Achm. Gartenftraße 2, Zimmer 2. ES können eingestellt werden: 8 Ziegelarbetter «auswärts), 2 landwirtschast. Arbeiter, 1 Handlanger, Erdarbeiter, 1 Seiler (auswärts), 2Schmiede,! Schmied tauswarts), 1 Schlosser, 1 Schlosser (auswärts) 2 Sattler iaus- wartS), 1 Glaser, 1 Glaser (auswärts), 2 Wagner (auswärts), 2 Tcwezierer,1 Buchbinder, 1 Schneider (auswärts), 6 Schreiner, 4 Schreiner (auswärts), 2Flicksrauen, 2Putzfrauen, LSchuhmacher, (auSwarts), 2 Friseure, 1 Bureaugebilse, 1 Wärterin, 2 Wärter, 1 Fahrbursche (ftlr emenArzt), 1 Haushälterin, IZettungsträgerin, 2 Hausburschen, 9 Lauffrauen, 2 Waschfrauen, 1 Kutscher, 11 Dienst» madchem 2 Fuhrknechte, 3 Fuhrknechte (auswärts). Lehrliage: 1 Friseur, 1 Glaser, 2 Mechaniker, 1 Schreiner, 1 Kaufmann oder Lehrmädchen. Es suchen Arbeit: BM/6 4 Kutscher, 1 Wagner, 2 Schreiner, Schuhmacher, 1 Schlöße^! Packer oder Ausläufer, 3 Installateure, 1 Spengler und Installateur, 1 Verkäufer, 1 Ausläufer, 5 Erdarbeiter, 10 Arbeiter, 1 Taglöhner, 1 Hausdiener 1 Kanalarbeiter, 1 Tapezier, 12 Lauffrauen, ö Bureaugehilfen, 2 Hausburschen, 1 Fttckfrau, IFahrbursche, 2 Fuhrknechte, 1 Wärter, 1 Anstreicher, 1 Kaufmann (leichte Beschäftigung). Lehrlinge: 3 Mechaniker, 1 Schreiber. tilßrolsl _ Wirklich prattilches Grscheak . für Frauen und Dräute! - $*aaUi» ip eo^lDifll la . 3» »a malölne ellcpervjm. L.’a«i3iaafne. Eeffledern-Relr.lqimng. mnläilnq Wctogtigk SU$.. Kinde/- ond Fusbodcwwine, ; SleillUlei-CpaoraL tktinloMism-äppa/d. Eck-, Kett, and Pläir/dn, A, M 1 erscheint Dir r»^e Anzeige 'rlktkb^ wöchentlie Loll Bei den dal w ei«115.6 schioorenese wurde, Trat- tzrleichterung bi ordnung den dadurch zu e lehrer unter versassungSg^ ainte eines L die Aushebun über 100000 machen würt geordneter au Lehrerschaft i« Man will in !8ezikhung ke Eiaatsbürgerr welche die in nehmen, Das Mitglieder zäl schloßen, bei l Wnahniezlist leinen Erfolg sein, hier Wa fannlnis der wirb, bei der schiedensten A speziellen W>s eigenschaftcir: Laienrichter g ja täglich in Amtes Richte Es erscl den Volkssch geschlossen hl man einen ’ vermuten, so wenn man c shnlen, sowi vnb Geschrvo Ausschliebun< illhrrürr Lü die MG an sich mi Weise nichi schast, sond nach der c >vemi für s wenn ivirki Landschulen Schöfsendien darin gesunl Manövern i Lkhrerstande« zustandes bn Volksschuüeh des Publikun }l Handwerkern einem Nensä haben. ein Si thLs; der lsittlftte1 ED 'ÖOHile s- C™tttC traun, t trau K’JWf lern der < Zergeh derg da- ’i bei |l 'en uVein ft !eBt (P; ’ut bp X >««a M