Dienstag 22. Januar 1007 Zweites Blatt 157. Jahrgang Nr. 18 Erscheint ILgNch mÜ Cutna^me bd Sonntag». eine Bedeutung i e n", den wir b. I U;>: uorm., * 27—>,P8 Uhc abdS. Sprechstunden der l .cuo iW* Redaktion, Expedition und Druckerei: Scbul» straße 7. Expedition und Verlag: Redaktion: fca® 112. TeU-Adrp AnzeigerGießen. Arautjchou unD feine Acorutung )üc Aruijchliav. * Gießen, 22. Jan. Die „Gießener Lamlllendlätter" werden dem „Anzeigrr^ Diermal wöchentlich beigelegt, daS „UrtUblatl für den Kreis Eießen" zweimal wöchenttich. Ter „hesstsche Landwirt" erscheint mmratllch einmaL rber’sche 'Uchandlung h Selicißwcgb?. Wohuungsgeldzuschüfie für Beamte. Man schreibt uns aus hessischen Beomtenrreisen: Tie Vorlage der Regierung über die Wohnungs- geldzuschüsje an die hessischen Beamten hat bei den Interessenten, insbesondere aber bei den Heinen und mittleren Beamten keine freundliche Ausnahme gesunden. Erwähnte Vorlage verdankt ihre Entstehung dem Anträge des Abg. Häusel über Erhöhung der Mietsenrscyodigungen für Dienstwohnungen. Stall diesem Anträge stallzugebeu und die Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UnioersuätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Ausgaben für die Ltaatöeifeubahnen. R. B. Darmstadt, 21. Januar. Außerordentlich hoch sind im hessischen StaalshauShallSetat für 1907 die Ausgaben, du für Erweiterung und Ergänzung der baulichen Anlagen und des Fuhrparks ange- fordert werden, also die außerordentlichen Ausgaben, die von Preußen und dessen gern eins chastl ich zu tragen sind. Während sich diese Summe im ErotSjahr 1906 auf 8 454 178 Mk. belief, beträgt sie im neuen Etat nicht weniger alS d 849 750 Mk. Diese hohe Summe wird zunächst bedingt durch den Staatsbeitrag von 3 Millionen Mark (ald zweite Rate) für die Umgestaltung der Darmstädter Bahnhofsanlagen, deren Gesamtkosten auf 13 700 uOO Mk. berechnet sind. Ferner werden für die Erweiterung des Bahnhofs Lauterbach, für die schon im Vorjahre 100 000 Mk. bewilligt wurden, als letzte Rate HO 000 Mk. angcfordert, und für Herstellung einer ftreujungsftation bei Maberzell auf der Strecke Gießen-Fulda als erste Rate 100 000 Mk. Die Durchführung des in den letzten Jahren erheblich gestiegenen Verkehrs ans dieser Hauptlinie wird dadurch sehr erschwert, daß nur eine geringe Anzahl von Stationen mit Kreuzungs- und Ueberholungsgeteisen ausgerüstet ist; eine Vermehrung um die gep.ante jtteuzung in Kilometer 99,3 bei Maberzell ist deshalb dringend erforderlich. Die Gesamttosten der Ausführung sind auf 240 000 Mk. berechnet. Weiter hat sich eine Erweiterung beß Bahnhofs Nidda, insbesondere die Herstellung schienensreier Zugänge zu den Zwifchenbahnsteigen, die Erweiterung der Gleisanlagen und die Vergrößerung des Lokomotivschuppens als dringendes Bedürfnis erwiesen. Die Gcsantt- kosten dafür sind zu 99/000 Mk. veranschlagt, wovon für 1907 als erste Rate 75 000 Mk. angefordert werden. Auch eine Erweiterung des Bahnhofs Stock st a d t a. M. durch Anlage eines UebergangSgleises ist zur glatten Durchführung des Zugbetriebes auf der Strecke Mainz-Aschaffenburg dringend erforderlich, zugleich auch eine Verbesserung der Bahnsteig- und Freiladc-Anlagen. Von den dafür notwendigen 154 000 Mk. Gesamtkosten werden als erste Rate 50 000 Mk. angefordert. Die Mittel des Dispositionsfonds für unvorhergesehene Fälle eines baulichen Bedürfnisses und für vorsorglichen Grunderwerb werden zu Beginn des Jahres 1907 erschöpft sein. Aus diesem Grunde werden für diesen Zweck ebenso, wie 1905, 450 000 Mk. angeiorbert Weiter werden zur Herstellung von Feuerschutz- anlagen auf Strecken der Eiscnbahndirekrionsbezirke Frankfurt und Mainz 36 000 Mk., für Herstellung von schwerem Oberbau 600 000 Mk., ferner für Verstellung dec elektrischen Streckenblockung auf dem hessischen Dell der Linie Hanau- E derb ach 385 000 Mk. erfordert. Zur Beschaifung von Betriebsmitteln für die bestehenden Staatsbahnen des preuß.-hess. Eisenbahnnetzes sind seitens Preußens durch das Anleihegesetz vom 15. Juni 1006 einmalig 100 000 000 Akk. bereitgestellt worden, wovon auf den hessischen Anteil voraussichtlich 2 0b0 000 Mark entfallen werden Weller ist von Preußen in Aussicht genommen, zur Vermehrung der Belliebmittel durch das Etats- Sitraorbinariuni 90 000 OuO Mk. zu beschaffen, wozu von Lessen voraussichtlich ein Betrag von 1840 OUO Mk. bereitzustellen fein wird. Es kommt bann noch eine Nachforderung für Vermehrung der Betriebsmittel aus dem Sagte 1905 mit 93 749 Ml., ein Mehrbetrag für Aufstellung von Ausfahrsignalen auf den Kreuzungs- und UeberhoiungSslationen der eingleisigen Haupt- bahnen Mainz-ArnSheim, Darmstadt-Wiebels- dach, Ederbach-Hanau, Worms-Bensheim und Mannheim (N. B.)-Waldhof mit 14 000 Mk. und endlich 36 000 Mark Mehrkosten für Erweiterung des Bahnhofs Stockheim Meßen-Gelnhausen) in Betracht, zusammen also 8 849 750 Mk., die durch eine Anleihe Deckung finden müssen, ebenso wie 5 788130 Mk. für andere außerordentliche Staatsbedürjnisse. MiclLentscyädigung Tür die it:u‘n?juöi;imng.n den ortsüblichen Mietpreisen enisorcchend zu normieren und das Mehr der Staatskasse zu gute kommen zu lassen, hat man eine Vorlage über Gewährung sog. Wohm'ngSgeldzuschune gebracht, die das Staatsbudget um eine Summe von 700000 M k. belasten. Dabei sind die Zuschüsse prozentual zum Höchstgehalt vorgesehen und den Beamten in größeren Städten sollen höhere Zuschüsse gewährt werben, als denen aus dem Lande. Die Bevorzugung der Beamten in den Städten den übrigen Beamten gegenüber, hat naturgemäß lebhaften Widerspruch heroorgerufen und dies mit Recht. Wenn man bedenkt, welche Vorteile und Annehmlichkeiten die Beamten auf dem Lande entbehren müssen und dabei noch in Betracht zieht den Mebraufwand für cie Ausbildung der Kinder, so kann man kaum verstehen, warum hier ein Unterschied zwisckfen Beamten in der Stadt nno auf dem Lande gemuckst werden konnte. Tie WohnungSgeldzuschüsse kämen nicht den unteren uni) mittleren, sondern vorzugsweise den an und für sich fchon gut bezahlten höheren Beamten zu gut und das Staatsbudget zugrunde gelegt, würden entfallen: etwa 390 000 Mk. auf die höheren Beamten, etwa 220 000 Mk. auf die mittleren Beamten und etwa 90 000 Mk. auf die unteren Beamten. Es erscheint geradezu unvcrstänolich, daß man die höheren Beamten aufbefierit will, daß aber den Petitionen der kleinen und mittleren Beamten, welche seit Jayrcn eingereicht worden sind, in keiner Weise entsprochen wird. Bezügliche Gesuche wurden stets abgelchnt und die Ablehnung damit begründet, daß sonst eiy Durchlöcherung des Beamtenbesoldungsgesetzes cintrctcn würde. Nicht immer so geschah es, wenn es sich um höhere Beamten handelt, bei diesen wurden Härten und Lücken beseitigt, auch wenn hierdurch ö.i? Beamtenbesoldungsgesetz alteriert wurde. Vergleicht man die Gehaltssätze der Hess. Beamten mit denen anderer Bundesstaaten, so findet man, daß in Hessen die höheren Beamten besser, aber die unteren und mittleren durchsamlltlich schlechter bezahlt wurden. Grade die Heinen und mutieren Beamten aber sind es, die durch die gegenwärtigen Teuerungsverhältnisse besonders bedrückt werden und trotzdem finden ihre berechtigten Klagen kein Gehör, sondern man sucht sie durch einen sng. Wohnungsgeldzuschuß zu befriedigen. Anders verhält es sich hiermit in umerem Nackstiarstaat Preußen; hier zeigt eine zur Verhandlung stehende Regierungsvorlage, daß man den Wünschen der unteren und mittleren Beamten entsprechen will. Zurzeit hört man ja häufig seitens der politischen Redner bet den ReichstagSwahlen, daß den kleinen und mittleren Beamten geholfen werden muffe, und alle versprechen ihr möglichstes zu tun, um der durch die Erhöhung der Preise sämtlicher Lebensbedürfnisse cingetrctenen Notlage der ininberbesoldeten Beamten zu begegnen und da diese Herren zum Teil auch im hessischen Landtage mitjureben haben, so hoffen wir, daß sie ihr Versprechen wahr machen. Nickst die Wohnnngsgeldzuschüsse könnten befrist digende Verhältnisse schaffen, sonoern nur einzig und allein eine Gießen, den 22. Januar 1907. — KaiserSgeburtstagSfeicr in den hessischen Schulen. DaS Großh. Mimsicrium des Innern, Abteilung mr Schulangelegenhellcu, hat bestimmt, daß in diesem Jahre der auf einen Sonntag fallende Geburtstag des Kaisers in den Schulen durch eine geeignete Vorfeier am 2 6. Januar begangen werden fall. Ebenso ist auch m Zukunft immer dann zu verfahren, wenn der gleiche Fall eintritt. •• Ter .Verein für Sterdeunterstützung zu Gießen" hielt am Sonntag feine erfte Generaloer- i a mm hing ab. Dem Geschäfts- und Kassenbericht entnehmen iuir, daß der Verem seine Tätigkeit am 1. März 1906 mit 1439 Mitgliedern begann, bis Ende Dezember traten dazu 43 Mitglieder, es schieden auö: durch Wegzug 14 und durch Ableben 13; sodaß der Verein mit 1455 Mitgliedern m das neue Geschäftsjahr tritt. An die Hinterbliebenen der 13 verstorbenen Mitglieder wurden je 270 Mf., im ganzen 3510 "Mark, als Sterdeunterstützung gezahlt. Dem (verzinslich angelegten) Veremsvermögen konnten 477.69 Mk. zugefuhrt werden, und cS beträgt jetzt 7811.33 Mk. Bet dem geringen Beitrag, den der Verein nur bei einem eintretenden Sterbe» fall erhebt, ein erfreuliches Refultat. Die Sterbeunterstützung bleibt die gleiche wie im Vorjahre (270 Mk.); Vorstand und AufsichlSrat wurden fast einstimmig wiedergewählt. •• Maskenball. Am Sonntag abend hielt der Maschinenbauer-Gesangverein im Cafö Leib seinen diesjährigen Maskenball ab. Eine große Zahl zum Teil sehr hübscher Masken hatte sich eingefunden, fodaß der Saal von diesen und der tanzenden nicht maskierten Jugend und den Zuschauern geradezu überfüllt war. Für Unterhaltung war reichlich gesorgt. Eine Schießbude halte im Vorsaal und em Karrussel auf der Bühne Platz gefunden. Tie be.öen Gruppenausfühiungen fanden großen Beifall, nckmenllich mußte die aus 24 Paaren bestehende erste Gruppe auf vielseitigen Wunsch wiederholt getanzt werden. Ter Ball derlief in schönster Weise und erst am frühen ÜJiorgen leerte sich der Saal. -In der Sitzung der hessischen Anwalts- kammer, die am Samstag in Darmstadt stattfand und über die telegraphisch kurz berichtet wurde, erstattete Justizrat Fuld-Mainz em ausführliches Referat über die Lage der 'A n w a 1 t s g e h ü l f e n. Seine Ausführungen gipfelten in oem Vorschlag, auch für die Gchülfen eine vollständige Sonntagsruhe emzuführcu (außer in dringenden Fällen), ferner einen jährlichen Erholungsurlaub von mindestens 8 Tagen zu gewähren und das Lehrlingsivesen durch Einführung lokaler Fachschulen zu gewähren. Ferner befürwortete er die Unter- itüljung lokaler Gehülfen-Hülfskassen. Bezüglich der weiteren Forderungen der Gehülfen kam er zu einem ablehnenden Standpunkt, fo bezügl. der Forderung, weibliche Hüstskräfte nicht anzustelleu, und der Einführung emes MmimallohneS und eines Tarifvertrages. Ter zweite Referent, Rechtsanwalt Grünewald-Gteßen, schloß sich diesen Vorschlägen an» E- r01 , W Ws “fisstelie Ms Wh® en einen wrlbei ZWK Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefjen ter, put in btiw icterci erfatirtiitt r iutül «U’Uunfl, sballi. Slayeiesuim ;lle deS Oieg. 8m- F rlLbauffeur, uni beim mii anüiW ewmiutc iW&eüw ’M L; m Mts Mdcha Aiki»zcna' Srijiiia. ünßcb. un... ^isiegener Auz. , aus guter 1 jud)t Steäuiifl 2 ilt od-PubMut . M. bei ü-.kJüUM- . ücuvcTamt m-W ° sucht WüW ieuener ÄMUI— SÄ- «Sl« . b.U nutzbar ganadjt Äiauti^vu loutmt wegen seines im Verhältnis zu unseren großen afrikanischen Kolonien kleinen Flächenu»Halts ald Sieh. IrwgSaebici nicht in 8mad)L Kiautschou soll vielmehr für unseren Handel im Osten Äi.eui einen Stapelplatz und die Eing^ngiS- Porte ui bo4 Vinter rund bilden. Für unsere Handels und Kriegsmarine gibt cS einen wichtigen Stützpunkt ab, wo bie dajilje, unabhängig von rioalisicrenven Nationen, docken, sonstige Reparaturen vornehmen, Proviant und vor allem neue Kohlen aiincbmen könneii. Diese an die Besitzergreifung geknilpitn. Hofs, nungeii haben sich biS letzt aufs beste erfüllt Währ end ixx ge- fr.mie Handel der westeuro^auchen Nationen unter dem D-ruck l r Konkurrenz Japans in Ostasien zurückgeaangen ist, hat sich in riiferem Schutzgeotet der Handel in erfreulichem Matze aufsteigend tiitrouiclL Der Wert der Einfuhr in das Hinterland, die Bedürf, miie der Kolonie selbst also auSgeiwmmen, oezifserte sich nach der genauen Statistik des ScezollamtS für daS Jahr 1905 auf etiva 65 Millionen Mark. DaS icßtabgelaufene dürste noch eine erhebliche Steigerung auswrijen. Von größter Bedeutung für unseren Handel ist urSbeio.were das Hintenand der Kolonie, Die dfinej. Provinz Schantung, welche laut ixr ^.Vertragsbedingungen mit tt.stna als alleiniges deutsches Jnterefsengebiet gesichert und so unterem deutschen Handel ausschließlich Vorbehalten ist. B.soiiders wichtig hat sich für die Erichtteßmig des Landels mit dem Hinterland die neuangefegte Bichmime, die eine Läng: von 450 Km. besitzt, erwiesen. Sie ermöglicht insbeso.chere die richtige Ausbeutung der reichen Kvhlenfeider im Innern des Schutzgebietes. Die KohLe ist von einer vorzüglichen Qualität und insbesondere zur Feuerung tn den modernen SchissKkesseln geeignet. Während map früher allein auj die teure aus Eng. land oerfraaitete Schisiskoh.e, die, wie wir schon in unserer letzten Notiz erwähiiten, fich auf 54 ?Nark pro Tonne stellte, angewiesen war, können unsere Schiffe jetzt unabhängig von dem mehr oder minder guten Willen Der englischen Hasenbehörden ,lyren Bedarf nun aus unseren chinesischen Gruben decken, wobei die Tonne nur aus 25 Mk. zu stehen kommt. Durch die Bahri- linie ist der Handel von seiner sr.iheren Richtung nach Tschisu nach unserer Äuionie abgelenti worden. . Auch die Personenbe.öcderung auf der ermähnten Bahnlinie ist eine recht erhebliche, insbesondere wird die Bahn auch gern von der einheimischen Bevölkerung benutzt, lleberhaupt hat sich die letztere dank entsprechender zweckmäßiger Behandlung bald an das deutsche Regiment gewöhnt unb finben sich wohl darunter. Unruhen brr eingejestenen Vevösterung find ui unsrem Schutzgebiet iwch nicht vorgekommen. Strenge Gerechtigkeit in ■ Aerbuidang mit der entsprechenden Machtentfaltung haben der deutschen Regierung bei den ttinge,efsenen bald das richtige Antthen verschafft. Gern macht sich der Glyinefe die von uns eingefuhrten ißerbeiicrungen und unsere Kultur zu nutze, die Bcleoung deS Verkehrs und Handels bringt ihm erwünschten Arbeitsverdienst. Das Klima ist als ein gesundes zu bezeichnen. In der ersten Zeit nach der Besetzung des Geviers kamen ocrichledenllich Tvphussalle vor. Seitdem aoer durch eine GeoirgSioasierleitung iür einwandfreies Trinkwasser gesorgt ist, ist auch diese Krankhest erloschen. Tie Aufforstung der von den Chine,en kahl gefcklagenen Berge trägt weiter zu einer Verbesserung der kltmottichen Verhält- E^T^te^ deutsch« Bevöfkernng findet als Kaufleute und Han!> werter ihr gutes Fortkommen. Eine Gouvernementsiaiule, nach dem Plan eines deutfchen Reformgymnasiums eingerichtet, forgt dafür, daß die Eltern ihre Kinder nicht zur Erziehung nach Deutschland zu schicken und sich jahrelang von thiien zu trennen brauchen. ~ . Für gesellige Unterhaltung sorgen Klubs und im Sommer der vielbesuchte Badestrand, an dem sich dann ein regelrechtes Bade- leben entwickelt. Eine deutsche Zeitung erfreut sich emes großen Üeierheiied. Schließlich sei noch erwähnt, daß in letzter Zell auch eine Brauerei gegrünbet worden ist, welche bajur sorgt, daß unsere Landsleute draußen bei einem itach ^trnifcher AN pebrauten Natz Die deutsche Gemüttichkeit Pflegen tonnen. Gegen plötzliche Ueberrumpelungen, sei es Boxer, let t8 durch einen anderen politisckzen Gegner, ist Klautsazou^ durch Lüsten- und Binneniorls gesichert. Ein Ausbau iu einem Anegd» bijen nach Art des russtschen Port ANhur ist nicht beabfichtigt. tie Stärke der Verteidigung liegt in unserer flotte uno einer zeschiuten Lellung un.erer auswärtigen Politik. Die Korikurrenz des aufüreb^noen Japan d.irste v^r..iuttich von allen ui Litauen banbel treiocnDen europäiichen Nationen, insbesondere England, bald gleich drückend empiunden werden, auch können ine -s>ei> tinigtcn Staaten von 9iorbamerifa der ungemesienen Ausdehnung jiipaniiajen Ginslusies nicht gleichgültig gegenüberstehen. Redner ,chloß mit dem Wuniche, bau das Interesse des deunchen tiplfes an unseren Kolonien nicht erkalten möge und dag es, Denn ihrenthalbiui em Appell an fernen oateriändilchen Sum pmcijtct werde, es solchen verstehen unb dies auch durch die Tai um Ausdruck bringen möge sssse Cemen; uiiieri' dü Mark ii'Srkx Sss? r nr. scii0“' e * ^.uiaiilo^ Tie zahlreichen Zuhörer spendnen dem Redner sür seinen formvollendeten. emaehenden und objeEtio gehaltenen Vortrag leb- hasten Beifall. Kannte doch auch Nicht leicht ein berufenerer Redner über dis VortragSthcma gefunden werden, als Herr Kontre- Admiral Rosendahl als erst'-r und langjähriger Gouverneur dieieS unsere- jüngsten Schvtzg^b.ete,. Jedenfalls wurde durch den Borttag gezeigt, drß d"4 deutsche Volk sehr wohl kolonisatorische Jühigkciten besitzt und R-ß üci entsprecheridem jielberouüren Ein» ja6 von kausmünnischem Unternehmungsgeist, bei gerechter Behandlung und Leitung der (eingeborenen und bei genügender ansänglicher pekuniärer Unterstützung seitens des Mutterlandes, sowie gcnügaibcr Machtentfaltung die Erfolge auch in den anderen unserer jtotonien nicht ausbleiben werden. Mit einem Hinweis des Vorsitzenden auf den Zusammenhang zwischen unseren Kolonien und unserer Flotte und Der Ziele des FlottenoereinS, — rascherer Ausbau unserer Flotte unb Ersatz der älteien nicht mehr vollwertigen Liitienschisse durch solche modernsten Typs im Rahnicn unicreS Flotteiivaugesetzes zwecks bei lerer Sicherstellung unserer Küsten, unseres Handels und unserer Kolonien — wurde die anregend verlaufene Berfammlung gefchlossen. Wir können unS im Anschluß an diese Schilderung nicht versagen, mit einigen Worten auf eine SLotiz der „Kölnischen Volkszeitung" in ihrer letzten SamStagsnummer ^urüdjutommen. US wird darin, ohne auf eine Schilderung des lonstigen eigentlichen Inhalts des obenerwähnten Vortrags emzugehen, nur dcr Schlußappell beS Herrn srontre-Admirais Rosendahl an daS national gesinnte deutsche Volk ecwähill unb daran folgende Betrachtung geknupst: „Also wieder einmal der unpolitische Verein, ber Politik trewt! Der Flottenverein wird allrnahuch zu einem viereaigen KreiS; darum heraus aus dem Flottenverein!" Dcr Flottenverein, der die Weckung unb Förderung des Interesses unb VerständniiseS aller Vollsschichten jur bie Aus. gaben ber Kriegsflotte, für die Bedeutung unseres übeneriidjen Vanbels und Verkehr» sur unier gesamtes wirtichajtllches Leben und die Wel.maü.tl.ellung des deutschen RcicheS uc^meat, Hal, wenn er auch ausgeipcocheiierniaßen lerne P^rceipotittt beioigt, nie geleugnet, batz et em nationaler Verem fcin.roill, unb ebenio ist unbestritten, baß er nur bann {eine Zwecke erfüllen kann, wenn er «ich auch alS solcher betätigt. Daß Ue ^U>ln. )ßolts0ig." bieie letztere Haltung ihm zum Vorwurs gemocht Hot, bas sei hier -um Frommen aller Leser jcftgelegt! Am vergangenen Mittwoch abend sand im Saale des Hotels „Großherzog von Hessen" hier der von uns seinerzeit ange- ninbigte Vortrag des Kontre-Admirals z. D. Rosendahl über «„Das deutsche K i a u t s ch o u un1 ' - ’ - - “ -u - --1 für Deutschland- Stellung i _ auch in unserer letzten Samötagsnummer kur; geftrcift Riben, statt. In Ergänzung dieser unserer istotiz sei über den Verlauf des Abends noch das folgend' erwähnt. Nach einer einleitenden An- spräche deS 1. VoriitzendLN der KreiSgruppe, AmtSgerichtsrats Funk, ergriff Admiral Rosendahl bad Wort zum «igent- lieben BorttagSgegenstand. Rach einem kurzen Rückblick auf die Grunde und näheren Umstande, locldfe zur dcufichen Besitzergreifung dieses Schu^. gebieteS einst führten, schilderte der Redner, wie durch deutschen Fleiß mid bcutidjc Tutkrajt unb ben einstigen schmutzigen Ch.nesen dort eine schmucte Stadt geschaffen worben ist, bie sich aller Er- rungenjchasten ber Neuzeit enreut. Breite, mit Alleen bepflanzt: Straßen diirchztehen bie einzelnen Stadtviertel, die von vorn, herein nach ihrem künftigen Benutzungszweck alS Geschäfts-, Fabrik-, Villenviertel eingeteilt sind. Für die chinesische Bevölkerung ist em besondeceS Viertel vorgescl-en. Mobern: Hasen- anlugen, in denen bie tiefgehendsten Seeschiffe AufnalM.' finden können, sind gc,chas^n, große Warenlager und Läden, elegante Hotels uiid iioedmäBig eingerichtete Wohnhäuser umsäumen die Straßen. Tie Stabt ist mit allen Errungenjchasten der Neuzeit, wie Wasserleitung, elettrischeS Licht unb Kanalisation versehen. Interessant war inSbennibere die Schilderung, wie das Gouvernement bei der Latidocrtellung vorging. Das Gelüiide wurde nicht, wie daS leider aiiderwäns der Fall war, der Spekulation von Terraingesellschasttn preiögegeben, sondern es wurbe^nach einem System, bau vom Gouvernement nach Anhörung von Theoretikern, so RS modernen Bodcnresormcr» Damaschke, nach Einteilung in kleinere Quartiere zcttioeiie önentlidjen Vorst:ig rangen ausgesetzt, fodaß auch klcmere, weniger topttalkräitige Leute don Boden enrchen konnten. Nach einem Zeitraum von 30 Jahren nach Dem eisten Eriverb sinbet eine Abichayuna bet Grunbiiude stan unb eS ist bann y» des MehrwectS Des LanbeS gegenüber Dem urfprünglichen Evoerbspreis an die Regierung nacv-u- zahlen. So wird die durch bie Enttoicklung de- GerneinweseitS d.lvorgerafcne W^-nsteigerung deS BobcnS wieder der Allgerncin- ft für Dauolicbt ort gcmchi. Mi 7, lS i)iiiöd)rii u.Eraß iöloebner, Plollmaßr lill. n m iludje u. haut " lut eine, jivti un: l« sowie ctuut L: 16 gesuchf duich |Ott ibetaer, Leucisiv.'.' luimadchco nunOeu uiurgenS et1 mtfuitet»2itüBt 11 re ^ßaidjfrau i6._Selteioiuefl lL_r oriigen Gintritt luti gmkaulttn fmiulie. |ti I. Schulhof, en uui) Pelitateffe burchgreijende Revision des Desolbungsgesetzes. Aus s»aot uuo aano< - Familie, & Ll^heiö hrling Senntmffnt füj -fern peiudjL «•JioicutuaL ^ailL miflidiinft w In« lland< 1 4>o Uesterr. Goldrente Uesterr. bilberreute- 1UU.UU 4l/e?ö . . 147,6U Tiiikenluse . . . 118.30 249.00 Börse, 22. Januar. Aufangskurse. . 89 40 1 159.1l | war FS Fabrikant: H. BARKOW SKI, Berlin 0. 27. 218.20 244.60 98.00 86.95 98.25 87.00 96 90 95.40 99.70 . 174.00 . 140.0U . 243.60 . 17^.10 . 186.80 . 159.10 . 216.30 psrdynamin perdynamin-Kakao Harpener Bergwerk i.aurauütte -umbaraeu E. B. .\ordd. Lloyd . . L ilraenluse . 52.00 89.00 66.90 97.60 4% bneeh. Monopol-Aul. 4% äussere Argentinier . 132.00 147.00. 327° 3-6 3-6 7. 3-6 3 >67° 96.25 102.50 69.40 70.40 91.70 94.50 96.0V . 34.75 . 147.50 . 150.00 'JBeijCll 100 kg. 19.00-00.00 'Uit. Roggen 100 Kg. 17.00-00.00 Wlf. Elektnz. Lahineyer . . . Elektnz. tichuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Llauiuurg-Amenk. Puketl. Li ar p euer Bergwerk. . . Laurabütte...... absichtigt bte Wirtschaft weiter zu führen. • Bellersdorf (Kreis Wetzlar), 20. Jan. Berliner Haudelsges Darmstädter Bank . . Deutsche Bauk . Deutsch-Asiat Bauk Diskuutu-Kuiuuiaudit. . Dresdner Bank . . Kredituktieii . . Baitiuiure- und Uhio- EiseiiLann buttuardbahu . . . . Luniuuru. Eisenbahn . Uesterr. ätautsuunn . . Prinee-Henri-Eieeuuahn Verkauf durch die Apotheken in Flaschen und Dosen ä 2.50 M. U)eiBbroi 2 kg. 54 Pig. Schwarzbrot 2 kg. 50 Pfg. ouye jhexiaauer . 4-,7g Chinesen . . Aktien Bochum Guss . . . Buderus E. W Tendenz: fest. Berliner Cauada E. B. . . . Darmstadter Bauk . Deutscue Bank . . Durtmunuer-Uniou C. Dresdner Bauk . . '1 enden L: fest. . 188.80 . 140.10 gendet zu haben. Las Schlasziunner ihres ^Gatten" 142.75 122.90 250.10 21U.8Q 156.3» 21X00 243 00 wie das üppigste Boudoir einer Lame ausgeslattet. Ihr eigenes war weit weniger elegant. Sic bemerkte wohl die Kleinheit der Hände und Füße ihres „Gatten", aber dennoch ahnte sie nicht, daß „er" eine Frau wie sie selbst war. Nikolas de Raylan machte im Chicagoer Husarenreglment sogar den Krieg mit Spanien mit. Auch hierin machte sie dem männlichen Geschlechte alle Ehre. • E i n Opfer seiner wissenschaftlichen Anschauung wurde vor kurzem ein Probekandidat eines deutschen Gymnasiums. Während seiner Studienjahre hatte er sich die von einigen Uuiversitätspcofcssoren vertretene Ansicht angeeignct, daß in den aus der lateinischen Sprache stammenden Fremdwörtern das C nicht wie Z, sondern wie K ausgesprochen werden müsse; infolge dieser Anschauung, über welche sich die Gelehrten ja bekanntlich noch nicht einig sind, verlangte er von seinen Schülern, daß sie mit ihrer bisherigen Gewohnheit brechen und hmfüro „Käsar, Kikero, Kitrone" rc. auösprechen sollten. Natürlich erregte diese neue Sprechweise Aufsehen m den beteiligten Lchülerkreisen und 4y° Uugar. Goldreute . . 4-6 Italien. Reute . . . 3-o Purtugieseu tierie l . 3-b Purtugieseu „ 111 4 -6 7° russ. Staatsaul. 190a 4/6u ° Japan. Staatsanleihe 4-a Cuuv.Türken vun 1003 wurde beschlossen, eine aus 7 Anwälten bestehende Kommission mit der weiteren Behandlung der Sache zu beauftragen, lieber die von Preußen ausgehende Anregung, die Zuständigkeit der Amtsgerichte von 300 auf 1200 Mk. Streitwert zu erhöhen, referierte Rechtsanwalt Soldcm-Mainz. Aus seinem Bericht ist die allgemein interessierende Tatsache zu erwähnen, daß nach der von den drei hessischen Landgerichten gefertigten Statistik für 1905 etwa zwei Drittel der gegenwärtig dem Landgericht zustehenden Sachen bei Durchführung der in Rede stehenden Maßnahme der Zuständigkeit dieser Gerichte entzogen würden, wodurch eine tief einschneidende Veränderung des hessischen Juslizwesens veranlaßt würde. Auch aus anderen Gründen hält der Referent die geplante Erhöhung der Streitsumme für die Amtsgerichte als gegen die Interessen der Rechtspflege gerichtet. Tie Versammlung stellte sich ein- stimmig auf den Standpunkt des Referenten. t Reiskirchen, 21. Jan. Ein hiesiger Landwirt fing gestern eine Fischotter, die das respektable Gewichi von 21 Pfund hatte. t Grünberg, 21. Jan. Klaftermeister Werner verkaufte sein Anwesen in der Neustadt an die Stadt, zum Preise von 5000 Mark, diese läßt darin A rm enw o h nu n ge n Herrichten, da es an solchen in unserer Stadt sehr mangelt — Herr Werner erstand am Samstag bei Versteigerung des Nachlasses der Christian Pracht Wwe. deren Anwesen aus der Burg zum Preise von 10 600 Mark. Herr Werner be- Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt vuu der Bank lllr und Industrie, Giessen. Frnnklurter llörwe. 22. Januar. 1.15 Uhr. der besten von allen Aerzten glanzend empfohlenen Nähr- und Kräftigungsmittel lür Blutarme, Bleichsüchtige, Kranke und Rekonvaleszenten sind forderte bald deren Spott heraus. Die älteren Kollegen des jungen Mannes ließen cs nicht an Unterweisungen und Belehrungen fehlen, um ihm zu beweisen, daß der Unterricht an ein und derselben Anstalt sich ganz selbstverständlich auch einheitlich gestalten müsse; aber sie predigten tauben Ohren. Ja, selbst gegen die väterlichen Ermahnungen des Gymnasial-- direklors, doch zu bedenken, welche unangenehmen Folgen eine andauernde Gehorsamsverweigerung für ihn haben könne, verhielt er sich ablehnend. „Mein Gewissen erlaubt mir nicht, gegen meine wissenschaftliche Anschauung zu verstoßen*, war und blieb seine Antwort. Und als er amtlich aufgc- fordert wurde, sich der üblichen Sprachweise zu fügen, widrigenfalls er entlassen werde, setzte er kurzerhand seinen „Kilinder" auf und machte seine Abschiedsbesuche. ♦ Wieviel Eier soll man als Tagesquantum essen? fragte jüngst eine wissenschaftliche Zeitschrist. Man sagt gewöhnlich, daß ein Ei ebensoviel Nahrkrast beiße wie ein Pfund Fleisch (!), aber die Ansichten darüber, ob man viel Eier essen soll, gehen noch weit auseinander. Ta kommt nun gerade zu rechter Zeit ein Telegramm aus Denver (Colorado), in welchem bie sensationelle Tatsache gemeldet wird, daß Miß Prari Lokhart sich zur Weltmeisterin der Eieresser aufgeschwungen hat: sie hat in einem Jahre 4COO Eier gegessen, was, nach der oben ermahnten P,und Fleisch-Berechnung, dem Näyrwert von sechs ausgewachsenen Rindern gleichkame. Die Weltmeisterin stammt aus Chicago, und ist nur aus Gesunoheitsrückiichten nach Denver aus- gewandert. Zuerst begnügte sich Miß Loihart mit einigen rohen Eiern sür ihren Tagesbedarf, bald aber wuchs chr Appetit geradezu unheimlich, und es kam so weil, daß sie schließlich 12 Eier pro Tag hmunterschlurfre. Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß auf dem sportlichen Gebiete des Eierschlürseüs die Schnettigkeitsmeisterschast noch immer von Joseph Viggs aus St. Louis gehalten wird; dieser bedeutende Jungung hat einmal in 60 Sekunden 2a Eier hinuntergeschlurst. * Kleine Tageschronik. In Pirmasens erregt der Selbstmord des Rentamtmanns Werte Aussehen, der Unterschlagung von Staatsgeldern in bedeutender ^)ohe begangen hat. Das Manko sott sw) auf 102 UUU Mk. beziffern. — Der aus Basel nach Unterschlagung von 90000 Francs geflüchtete Zollsekretär Fehr wurde in Antwerpen verhaltet. Zn diese Angelegenheit verwiaclt ist an scheinens em vor einigen Tagen plötzlich verstorbener Revisor, der sich mit Blausäure vergiftete. — Der Grundbesitzer und Stadtkämmerer Schwarzenau (Posen) wurde vom Schwungrade einer landwirtschaftlichen Maschine getötet — In Nürnberg wurde in einem Engrosgeschäfte eine Zugeherin als Leiche aufgesundm. ^ie ist während der Aroeil aus unoekannter Ursache von einem Arbeiter ermordet worden. — Der Rechtsoesttand Leopold Wölflings, RecistsanwuU Lachenal, dementiert enlfchiedenst, daß jein Klient beichwyen habe, seine früheren Rechte und Titel als Erzherzog zuructzu,ordern. Endgültig sei nur seine vollständige Aussöhnung mit allen Mitgiieoern seiner Familie eriolgt. — In Belgrad brach in dem Gebäude der öeutjajen Gesa ndtschaft Feuer aus, welches einen Teil des Dachstuhles zerstörte. Der Feuerwehr gelang es, das Feuer alsbald zu löschen. — In Palermo wurde am 21. Jan. ein wellen- sörmiges Erdbeben, das einige Sekunden dauerte, verspürt. — In Rochefort explodierte im Vasen der Kessel eines Damp,kranes; die Zahl der Gelöteten und Berietzten wird au, ungesähr zehn angegeoen. — Am 20. Jan. wütete ein heftiger Sturm. — Aus der Bigford-Eisenbahn (Indiana) wurden durch Explosion einer Ladung Pulver in einem Güler- wagen 19 Personen getötet und viele verwundet. Die Sterblichkeit der Säuglinge. Einem längeren Aufsatz des Regierungsrais knöpfet in der „Tarrnst. Zig." eninehnien ivir folgende Aussührungen: Eine Ui.iersiichnng der Sterblichkeit der eauglmgc innerhalb der einzelnen Lebensuiouale exjdjemt geboten, lueun man bedenkt, daß die Haine aller gestorbenen Säuglinge ihren dritten Lebens- monat noch nicht überschritten hat. Da das Pani) günstige, bie Stadl ungünstige Verhältnisse der Läuglingsterblichkeit Hal, fo wird sich die Frage aunverfen, m ivelchen Lebensmonaten sind bie Stabtkinder gegenüber den Land- tinbern verhältnismäßig am meisten gefährdet'? Tie Slalislik lehn, baß bie stäbujchen Beihältnisfe bejoiibers ben Säuglingen mittleren Alters, im 4. blS 6. Pebensmonat, geiahrbringenb sind. Es ist dies wohl dadurch zu erklären, das nach der ersten Säuglingszeit em Ernahrungsivechfel bei den Kindern vorgenomlnen wird, und daß msbefoiidere bie Abgewöhnung vorzeitig eriolgt. Tiefer Ueber- gang wirb beit Säuglingen m einem Lebensalter, in welchem sie noch nicht bie nölige Widerstandslrait wie in ber zweiten Hälsie ihrer Säuglingszeit besitzen, vielmch verhängnisvoll. Zu einem ähnlichen Ergebnis loab man geführt, wenn die Verhältnisse ber ehelichen und unehelichen Säuglinge untereinander verglichen werben. Für bie Unehelichen tritt biese kritische Zen schon im 2. uiib 8. Lebensmonat em. Auch dies ist verständlich. Rach der Geburt bleiben jedemalls bie meisten unehelichen Siüiber vorerst eine zentang bet ihrer Atuller. Im 2. unb 3. Lebensmonat aber ist bann in ber Regel ihr Schicksal entschieden. Sie gelangen vielfach in fremde Hände, bie die mütterliche Fürsorge nicht ersetzen tonnen. Dre uneheliche Sterblichkeit, die tm 1. Lebensmonat noch nicht doppelt so groß als die eheliche war, steigt im 2. und 3. Lebens- mouat auf das 2 7, fache der ehelichen Sterblichkeit an, um im 10. bis 12. Lebensmonat aus das 1 */< fache zu sinken. Was den Rückgang der Sterblichkeit innerhalb der einzelnen Lebensmonate während der legten 40 Jahre aiüangt, so haben gerade bte allerjüngslen Säuglinge, un Alter voii unter einem Lebensmonat, von der gebesserten Lage am meisten gewonnen, wesentlich mehr als die älteren Säuglinge. Ties ist wohl dein Umstande zuzuschreiben, bag bei der Bevölkerung das Verständnis tür die richtige Pflege der jüngsten Säuglinge wesentlich ge- wachsen ist. Attttst und Wissenschaft. B.B. Darmstadt, 21. Jan. Für diehesfischeLandes- a u 6 fl e 11 u it g i ü r trete uiid angewandte Kun st 1908 ist von ber Kunstgruppe bereits bie Jury lür bie Aufnahme von Kunstwerken gewählt worben. Sie besteht aus ben Herren Wilhelm Bäder, Emil Bantner, Adolf Beyer, Eugen Bracht, O. H. Enget, Ludwig Habich, Richard Hölscher, Ludwig v. Hostnann und Karl Küstner. — Tas erst jüngst hierher berufene neue 'Mitglied des Großh. Lehrateliers auf der künstleikolonie, Herr Ä l e n £ e « s, hat unter glänzenden Bedingungen erneu Rui an die Kunstgewerbe- schule zu Haniburg erhalten. Es wird hoffentlich gelingen, den Künstler zum Verbleiben am seinem hiesigen Posten zu bestimmen. — Gerhart Hauptmann als Theaterdirektor? Vor einigen Lagen hieg es tu einem österreichischen Blatte, bau Hermann ©über m a n n mit s*r Absicht umgehe, das Lessing- Theater in Berlin als Pächter zu leueu. Die Nachricht trug so deutlich den Stempel der Unwahrscheinlichkeit, daß wir von ihr keine Notiz nahmen. Wie nun bie ,Allg. Korr. iür Kunst" aus angeblich sicherer Quelle erfährt, birgt auch diese Nachricht un Grunde em Körnchen Wahrheit. Doch handelt es sich um eine Namensverwechslung. Gerhart Hauptmann gilt nicht als Nach- lolger Tr. Brahms, sondern als sein Teilhaber auf dem Tirekiions- stuhl jener Buhne. Tie diesbezügUchen Plane und Abstchten stehen allerdings noch nicht vor ihrer Verivirtlichung. Gerhart Hauptmann, dessen Tantiemen m den letzten Jahren bedeutenden Schwankungen ausgesetzt waren und ber nach seiner zweiten Verheiratung lür zwei Familien zu sorgen hat, hat die Absicht, seine Einkünfte auf em Niveau zu bringen, bas ihm erhöhte und bis zu einem gewissen Grabe gesicherte Einnahmen verschafft und würde einen Vorteil barm sehen, als Leiter einer eigenen Bühne künstlerische Pläne zu verwirklichen, bie er ui seiner Abgeschlossenheit vom Reichsanleihe do. Konsola . . do. . . Hessen . . Uberhesseu vermischtes» "Das Mannweib a l s Konsulatssekretär. AuS New-Port wird der „Zeit" geschrieben: In Arizona starb kürzlich Nikolas de Raylan, der ehemalige Sekretär des russischen Konsulats in Chicago, der dreimal verheiratet war und sich bei seinem Tode als — Frau entpuppte. Die Top- pelexistenz dieser Dame erklärt viele Eigentümlichkeiten in ihrem Leben. Aus unbekannten Gründen verließ die merkwürdige Frau Rußland in Männerkleidung. Baron Schlippen- bach, der russische Konsul in Chicago, nahm sich des jungen Menschen an, ohne zu ahnen, daß es ein Weib war. „(Sc* wurde Sekretär und verrichtete seine Arbeiten tadellos. Die Zweifel, die der Baron später an bie Bartlosigkeit und das übrige frauenhafte Aussehen seines Gehülfen knüpfte, wurden durch dessen Benehmen zerstreut. „Er" lebte ganz wie ein Mann, und zwar wie ein Lebemann, trinkend, rauchend und spielend. Nikolas sagte, er wäre lungenkrank. Ta er hübsch war, hatte er Glück bet den Frauen, und er heiratete, wie gesagt, dreimal. Jedesmal setzte er im Heiratskonsens fest, daß die Ehekontrahenten mit Rücksicht auf sein Lungenleiden nach der Hochzeit wie Mann und Frau nur dem Namen nach leben sollten. Seine beiden ersten Frauen ließen sich dann von ihm wegen schlechter Behandlung scheiden. Seine dritte Frau, von der jedermann sagt, daß sie ein reizendes, unschuldiges Mädchen sei, mar eifersüchtig auf ihren vermeintlichen Gatten und Glaubte, er hinterginge sie. Jetzt, nachdem das Geheimnis offenbart ist, fühlt sich die junge Frau unglücklich in dem Gedanken, ihre Liebe an ein Weib ver- Eine edle jiimmels^abe ist das Licht. sagt Schiller. Eine Hinunelögabe aber ist auch, was dem Menschen zu Hilie kommt, wenn er unter Lvtrtevungsein-. «MKA Nüssen leidet, wenn er Duftet, verschleimt ist unb Schling- beichwerden hat, wenn bie frommen belegt tutb uns das 0 Atmen erfchweren. Und solch eine Hilfe bieten seit tast drei Jahrzehnten fchon Fays achte Sobener wcineral-Pastillen dar, unb ihre Anwendung bei all ben autgemörten ne- • schwerben in heute schon ganz felbitoentanbiid). ^ays ächte Sodener tosten 85 Big. bie Schachtel unb nnb überall zu- haben. hv^,'„ Handel und Verkehr, Volkswirtschaft. Märtte. Gieße», 22. Jan. Marktbericht.Auf heutigemWocbeiimaikte kosteten: Butler pr. PW. 1.00—1.05 Mk., Hühnereier 1 Sl. 10-11 Big., 2 Sick. 00—00 Pfg., Gänseeier 00—00 Psg., Enteneier 0 Ptg., Ka,e pr. Stck. 6—8 Ps.,' Kasematte 2 Slck. 5-6 Psg., Erbsen p. P'b. 18-24Pig., Linsenv.Psd.25-40Psg., Tauben pr.Pr.0,80-l,OONtt.,^ilhnerpr.^t. 1 00—1,60 Aik., Hähne pr.' Stück 0,80—1,80 9ML, Einen pr. einet 180—2,20 Aik., Gänse vr. Pfb. 70-80 Psg., Lchsenstelsch^ pr. Pid. 82—88 Pfg., Kuh- und 'Rindfleisch pr. Pfnub 80—82 Pig., ^cl)iucme- fleisch pr. Psund 86—90 Psg., Schwemesleisch, gesalzen, pr. Pstmd 94 Psg., Kalbfleisch pr. Pfb. 80-84 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund 64—80 Pfg. Welsche per Pfund —.— Kartostelu pr. 100 kg. 7 oo—0,00 'Dit., Biviebeln pr. Ztr. 4,00—5,00 Alk., 'IHild) per Liter 20 Psg., Aeplel per Zentner 20 bis 25 Alk., m Körben 00 P>b., Nüsse 100 Stück 50-00 Pig., Birnen per Psd. Mk.0.20—0.2o, per Ztr. 9—15 Alk., Weißkraut per Stück 15—30 Psg., per Zentner •JJIL 0.00—0.00. — Marttzeit 8—2 Uhr. >urdd. Llujd.....132.20 Ubeischles. Eisen-Iudustrie 125.00 Kreise zahlreicher Kollegen und Freunde beging gestern unser Lehrer Hedrtch sein 25 jähriges Dteustjubiläum. Seme gesamte Lehrtätigkeit hat er tn unserm Orte ausgeübl. Die Begrüßungsrede bet der Feier hielt der Sprengelgeisl- liche, ec überreichte ein schönes Bild als Geschenk. Im Namen der Lehrerschaft der Bürgermeisterei Hohensolms überreichte ihr Senior, Lehrer Couvely- Modersbach einen prachtvochen Sessel. Ticfgerührt dankte der Jubilar. Zahlreich waren die Glückwünsche, die dann zur Verlesung kamen. sä Darmstadt, 21. Jan. Ein schweres 93er- brechen, das den Tod seines eignen Kindes herbeiführte, beging dieser Tage der kaum 17 Jahre alte Bier- brauergehülfe Franz Meyr, der seit einem Jahre in Cruin- ftabt un Ried beschäftigt ist. Der in bestem Rufe stehende 2)L hatte schon bald nach seinem Hierherkommen mit der 21 Jahre alten Marg. Scheuch ein Verhältnis augefangen, das auch nicht ohne Folgen blieb und zu an fang voriger Woche wurde Sch. Vater eines Kindes. Wohl mußte er sich hier und da mancherlei Spöttereien gefallen lassen, doch nahm er sie anscheinend von der leichten Seite und ver- kehrte nach wie vor in bestem Einvernehmen mit seiner bei ihrer Mutter, einer Witwe, wohnenden Braut. Am Donnerstag abend besuchte Sch. wieder seine Braut, und beschäftigte sich auch wiederholt nut dem Kinde. Plötzlich ging Sch. mit den Worten weg: „Gebt nur acht, daß dem Kind nichts passiert." Das Kind fing aber furchtbar zu schreien an, und man entdeckte, daß es im Gesicht, Hals und Brust anscheinend mit einer Säure furchtbar verbrannt war. Am Freitag nacht ist es unter furchtbaren Qualen gestorben. Vormittags hatte man M. durch die Gendarmerie vernommen; er gab ganz ruhig zu, daß er das Kind mit Salzsäure überschüttet habe. Em Motiv für die Tat hat er nicht angegeben. Anscheinend hat er die Mordgedanken schon einige Tage mit sich herumgelragen. Der Täter soll vorerst auf seinen Geisteszustand untersucht werden; er wird, da er noch nicht 17 Jahre alt ist vor die Strafkammer zur Verurteilung kommen. prafhicben Theaterleben bisher nicht verwirklichen konnte. Taß ihm bie Bühne des Dr. Brahrn, die bisher jede Uraufführung feinet dramatischen Werke brachte, die nächste für feine Absichten wäre, ist selbstverständlich. Tr. Brahrn aber wäre auch seinerseits geneigt, auf bte Art in noch engere künstlerische und geschä'ttiche Beziehungen zu einem Dramatiker zu treten, dessen Erfolge von jeher eng mit denen feines Theaterinstituts verknüpft waren. §pielplaK brr Bereinigten Frankfurter Ztabtlheater. LpcrnhauS. Mittwoch den 23. Januar*): 4. Abonnements - Konzert. Donnerstag den 24. Januar: .Tie Zanberstöte." Freitag den 25. Januar geschlossen Samstag den 26. Januar, nachmittags halb 4 Uhr: „Sneewittchen." "Abends 7 Uhr: „Violetta." Sonntag ben 27. Januar, nachmittags halb 4 Uhr: „Sneewittchen." Abends 7 Uhr: Zu Kaisers Geburtstag: .Tannhäuser." Montag den 28. Januar geschlossen. Schauspielhaus. Mittwoch den 23. Januar: «Tie Journalisten/ Donnerstag den 24. Januar, abends 8 Uhr: „Hiücnensieber." Freitag den 25. Januar: »Elektra/ Hierauf: „Ter Eyklop." Samstag den 26. Januar: 3 um er ft en Male: „Tas Glashaus." eonntag den 27. Januar, nachmittags halb 4 Uhr: „Att-Heidel- berg." Abends 7 Uhr: Zu Kaisers Geburtstag: „Tie Hermanns. schlacht." Montag den 28. Januar: „Tas Glashaus." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Tie Marktpreise sür Vieh und Frucht uud die Gießener Fleisch-, und Brorprcise am 21 Januar 1907.__ Höchste Schlachtoiehpreise m Frankfurt a. M» Fleischpreise in Gießen Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 80—85 Mk. ^Kg.Schlachtgew.102—104Pf. 7° , » 66-67 „ 7, Kg. 82-88 Pfg. 7, , 80-84 , 7. - 86 - 90 ,_____ Getreidepreife in Mannheim Brolpretse in Gießen - Bügelkursus! Sein* und Glanzbügeln erlernt man in 4 Wochen (nachmittags) gründlich Walttorstraße 2, IL MMlhe WMemrsMMMS für die Kandidatur unseres seitherigen Reichstagsabgcordnctcn Kommerzienrat heyligenstaedt am Mittwoch, dem 23.Januar 1907, abends pünktlich 8Mhr in Steins Garten 0”/, Mise '»Siebe,, Hochachtungsvoll 468 556 Zwcihundertfünfuudsechzigste (265) Anerkennung des Jahres 19u6: Dorlar, den 28. Oktober 1906. 512 empfehlen. 10 der Kgl. Regierung durch Verfügung vom 28. Mai Heilquelle anerkannt und in ihrem Bestände durch Poiizewerordnung vom 18./19. Oktober 1906 14!) 346 715 958 1.15 Uhr. ineyer. . iehrt . ■ . 132" . 141.» . 142 ü . 12iX . 26U.II 199 213 218 219 225 384 477 492 414 534 817 823 831 848 859 . 34 ü . 141.« . loO.Ufl 109 598 126 mdelsgM r Baus . auk . Bank jinuiaudit, nuk i • • jiid Ohio Von 1906 als besondere geschützt. 88 281 567 918 u. - ' iseuuahn • iisuuuu . • i-toseuuahu dichte r Bank Illr Har 1064 1369 1567 1765 2078 2342 2478 2716 3023 3368 3672 3866 10ö4 1392 1651 1816 2122 2350 ‘& 2744 3074 3432 3689 3915 Maskenanzüge, Clown & Domino, sowie Verrücken billig zu verL Sauttliche Karneval artikcl Franz klenker, Tveater-Frijeur 469, Leiters weg 16. Förster Albach dahier, im Walde vorgezeigt. Hattenrod, den 21. Januar 1907. Großh. Bürgermeisterei Hattenrod. Rock. teil ,d emPlob* «mittel M ^anke I4V.V 244/ 17- W 159.K 118.X 4 31 240 ! 890 ! 1115 i 1426 I 1694 . 1849 t 2151 . 2422 - 2568 ' 2868 3117 i 3535. ! 3758 * 3956 1258 1443 1721 1970 2227 2445 2603 2917 3138 3)97 3a30 3985 116 342 638 930 igein Wocbemiim'k !V1 10-11 meier 0 Pkg., W !» v.P'd. 18-24^ Hühner pr.^i. ., Imen pr, Litis! chseichasch pr. tib. -82 Piq., Lchwcmr- gesnije», pr. W itmel|l£ijd) pr. Wrnt i"io||clii pr. 100!!; HL, 'Biilch per ünet m Körben 00 H Psd. ‘DIL0.20-0.Si 30 Psg., per jeiu. c uoi 1399 1675 1832 2124 28Ö0 2805 3104 3929 weitere 6 Jahre meistbietend verpachtet werden. WeiterShain, den 18 Januar 1907. Großh. Bürgermeisterei WeiterShain. Sann. 173 379 '788 1305 1536 1748 1995 2266 2469 2647 2985 3294 3631 3842 Ncfcrcntcn: 1. Stadtvcrordnctcr Cichcnancr. 2. KommerzienratHcyligcnstacdt. 3. Der frühere Ncichstagsabgeordnete Patzig. Der liberale Wahlausschuß 176 383 1310 1559 1751 2067 2276 2471 3003 3332 3852 nfangskursa. lergwera. E. B.' ■ yd . • • Die mir übersandten 4o Flaschen Karlssprudel haben bei chronichem Rheumatismus und Glchtleiden meiner Frau große Dienste geleistet, denn meine Frau fühlt sich nach Ge. brauch von 2 Kisten — 40 Flaschen so wohl, daß ich vorläufig keiner weiteren Sendung bedarf. Meine Frau hat jetzt keine Schmerzen mehr. Also ist ein Wunder geschehen vor meinen Augen durch den Gebrauch Ihres Karlsspcudels mit wenig Geld und ohne Apotheke und Medizin. Ich kann ihn bei Vorkommen eines solchen Leidens jedem auf's beste Simons-Vrot uiiö ZtkiiMh Klnst-Brot frisch eilige troffen bei [134 159 851 742 968 1272 1463 1734 1988 2229 2463 2615 2975 3270 3833 3995. 1081 1386 1625 1772 2089 2345 2481 2718 3033 3386 3680 3882 1212 1434 1720 1916 2181 2143 2589 2809 3191 3569 3816 3974 Berlin0- irgiverk . . 219.8 lenk. VukeU. löb.d Hochachtungsvoll: F. F. 231 535 886 1112 1416 1689 1841 2144 2391 2557 3111 3483 3752 3952 Tie Gewinne können von Mittwoch, den 23. an bei Herrn August Jelsing Marli,rraße 22 in Emviang genommen werden.D“/i Rotwein ^Flasche 55 Pfennig ohne Glas Gebrüder Adami 14 Mänsburg 14 406 Jagd-Verpachtung. Douucrolag, den 7. Februar 1907, uoiut. 11 Uhr soll die der hiesigen Gemeinde zusteheude Wald- (über 100 ha) und Feldjagd (über 600 ha) auf hiesiger Bürgermeisterei auf Geschäfts-Empfehlung. Der Unterzeichnete beehrt sich, sein neuangelegteö Geschäft in empfehlende Erinnerung zu brinßcn und macht deionders darauf auimerlsam, Daß dasselbe mit allen Holzbearbeitungs-Maschinen der ncuciten Systeme auogeitatlel i,t und alle Auftrage in lürzesier Frist in sachgemäßer, bester Aussul^rung preiswürdlg erledigt werden. Die Anierligung von Hallen, Gartenhütten und -Spalieren, Waschpsahteli, Baum- u. 3tosen,langen erfolgt wie in bisheriger Weise. Brennholz, trocken u. kurzgeschluucn, per Bemner LU. 1,15 frei Haus. Vau-u. Mch-Mnus auf Submiipon aus dem Hatrcnrödcr Gemeinde Wald. 32 Stämme Fichtenschmttholz von 30—56 cm mittlerer Durchmesser und bis zil 24 m Länge — 72,35 Fm. 106 Stämme Fichten-Bauholz von 13 — 29 cm mittler Durchmesser und bis zu 25 m Länge — 60,43 Fm. 410 Stück Fichteu-Tecbslaugen von 8—12 cm mittlerer Durchmesser mit ---- 34,05 Fm. 245 Stämme Kiefern Bau- und Nutzholz von 14—35 cm mittlerer Durchmesser und bis zu 18 rn Länge — 103 Fm. (hierunter sind — 10,00 Fm. Schnittholz). 113 Stück Kiefern Grubenholz — 14,05 Fm. Die Gebote sind getrennt nach den Sortimenten und der Kaufpreis ist pro Fm. auzngeben. Bemerkt wird, daß von jedem Sortiment der Höchstbietende herausgezogen wird und eine Zusammenrechnung nicht stattfindet. Die Gebote sind schriftlich und verschlossen mit paffender Aufschrift zu versehen, bis ziim Tienötag, den 29. Januar 1907, Mittags 1 Uhr an die Grotzh. Bürgermeisterei Hattenrod einzureichen. Die Eröffnung findet an demselben Tage Nachmittags 2 Uhr auf hiesigem Rathause statt, wozu die Interessenten eingeladen sind. Das Holz wird den Kaufliebhabern auf Verlangen vom Helfenbein, ZimeMWst uni> HoWnMrci Wiefecker Weg 40. Verdingung. Die Arbeiten und Lieferungen für die Herstellung eines Tienst- wohngebüudes auf Bahnhof Bad Nauheim sollen -wianuncn verdungen werden. Zeichnungen und Angebotsmuner liegen auf unter- zeuhneier önfretuon zur Einächt aus und können 2lngebalshefte von derselben für2Mt.lbeflellge1d'reieBostmiwec'nna>beäogenwerden. Die Angebote iverden am 9. »cbinar 1907, vovm. 11 uuv, im JnfvcktionSgebäude, Zinuner 17, geöffnet. . Bollenduugsfrist neun Atonale. BuschlagöttM vier Wochen. Großh. tLifenbahn-Betriebs-Inspektion Gießen I. 1182 1428 1707 1854 2159 2428 2586 2876 3186 3568 3/91 3966 Zweijährig - c wtU gc für 1907 werden bis Ende Februar bei dem 2. Bataillon Füs.-Rcgts. von Gersdorff (Kurheff.) Nr. 80 in Wiesbaden angenommen. Meldung | kann ,eden Werriag bis 10 Uhr vorm. bei den Stonwagmeen mund-. lich, oder unter LZuienüung des litelöeicueuifi zum zweuahrig neun. Dienst schrtlttich eriolgen. [U*kl Ziehnngslifte der Lotterie der 6. Allgemeinen GcflügclauSstellung. Vorkehrungen gegen Das Einfrieren dec Sliiis-Wiißcrlcitliiigci!. Unter Hinweis auf die „Beslimtnungen über Anlage der HanS- wasserleilungen zu Gießen" machen wir darauf aufmedjam, das), um dem Einfrieren de» Wasser» in den Hauöwajscrlcitungcn bei eintretender Malte vorzubcugcn, cs erforderlich ist, die fauSwaffrrlemuigcn deS Abends sür die Tauer der Nacht zu ent- fttreu. Dies geschieht dadurch, daß zuerst der vor dem Wasser- meifer beftndliche Hauptabsperrhahn geschloffen und daun bas |eit- Lic*) desselben befindliche Enileerungshahnchen, nachdem ein paffen- DeS Gesäß untergeftellt, geöffnet wird und dies so lange geönnet gehalten wird, bis das in der Hausleitung stehende Wasser voll- itcuibig abgclaufcn ist, worauf bezeichnetes Hähnchen wieder gelt!) Loffen wird. Um eine vollständige Entleerung zu erwirken, ist eS geboten, während derselben bad in dem obersten Stockwerk deS Hansco befindliche Zapfventtl der Hausleitung offen zu halten, damit die 2uft Zutritt ui bie Leitung erhalte. — Ein größerer Teil des Uafler« kann auch schon durch baS Zapsventtl bet untersten Küche entleert werden, wodurch die Entleerung im Heller vereinfacht wird. — Vtadj ftaltgcljabter (Entleerung fiiu) die Zapfventile, welche dein Eintritt der Lust und der (iruleenmg des Wassers dienten, wieder zu schließen. Das Schließen de» HauptabsperrhahucS erfolgt durch Auffeyen des beigegebenen Schlüssels auf den vierkantigen Hahnzapsen und Drehmig im Sinne eines Uhrzeigers, bi» 'Idiberfianb erfolgt — Das Ccfinen des Haupt- abfpcrrhahncs geschieht durch Drehung in entgegengesetztein Sinne, bis Widerstand erfolgt. Behufs Wasserentnahme muß de« Morgens der Hauptabsperrhahn wieder vollständig geöffnet merbeit AbzweigleUuugeu nach Waschküchen, Badezimniern, überhaupt nach ungehetztcu Räumen, Hosräumen, Gärten us>v., sind Für einen zum Universitäts-Jubiläum in meinem Berlage erscheinenden MMlcn Wegweiskr Such die lluiuersitütsstudt Sikgeu welcher ca. 15 Bogen und über 100 Illustrationen enthalten wird, suche ich Bilder bett. Alt-Gießen, auch solche historischen Charakters, welche geeignet find, in das Jllufttatiousmaterial aufgenommen zu werden. Biel- leicht bcfhibet sich im Besch irgend einer Alt-Gießener öamiüc derartiges imereffantes üiiatenal von allgemeinem Jruereffe. Eventuell kaufe ich Angebotenes, falls nicht lechweifo zu genanntem Zweck hergsgeden werden kann. C”/i Emii Roth, Giessen, Marburger Strasse 20 Verlags-Bnch- and Kunsthandlang. ““fei Janetfak Me qt'< < ?u^ ' Kruchi ^oiprrise ibet - unter en bcieflt |fllt dik icnet den aUM Deri^D5Si-ali>' iel uni bv i; Kiseu-Iudnstrie !&•'* , 1W.W Georg Wallenfels Marktvlau 21 Telephon 46 »m,, gegenüber der Eugel-rruwtheLe. 1 Diemt schrnttuh eriolgeu. Xarlssprßdel Wlsirclicn nahe der Seltersgrenze. Amtüor’scue Höhere Handelslehranstall Gegründet 1849 ZU Gera IC. I»rel Abteilungen Behördliche Beihilfe. Reifezeugnisse berechtigen f. d. einj.- freiw. Jlilitürdienst. Mit Quarta beginnend. Scuulpensionat Anfang des Schuljahrs am 8. April. Prospekte kostenlos. (hv21/i a ötbc u. Stühle werden schnell •’i u. billig gestochten. J.Glockle SetterSw. 8h m vorrn. 'Larthier. h 82- 88 Psg. . 80-84 . aJLIüLi «'le iiitSieBen 101 '<■ kg. 54 ’üifl. r^'rol -i Kg. vI)P,g. Hoizverftelgerung in der fürstlichen Lbcrförsterei Lich. Montag, den 28. Januar, vorm. Uhr, tm Distrikt Mell. Lach: Buchen: 675 Rin. Scheiter, 152 'Jhn. L-nüvvel, 211 Rrn. stocke, 5600 Wellen: Eichen: 16 9tm. Scheller, 25 3hn. Knüppel, 30 Rm. Stücke, 530 Lüelleil. — 3 Stück Eichen-Schnittholz <= 2,49 qm. (47 bid 55 cm Durchinefferl, 2 Stück liidicn Wagneryolz - 0,76 mn (36 cm Turchmeffcr», 18 Stück Luchen Schnttcholz = 14j>9 qm. (40 biß al cm Durchmeffcr', 2 Stück Erlen-Abfchnitte =• 047 Fm. (23 und 28 cm Durchmeger). — Tie Zufammenlunft ist auf dem Kreuzpunkt der Ehaussee Lich-Hattenroo und des Bictnalwegs LurkhardSselben- Slledervesfingen. . .. Treu Stag, den 2V. Januar, vormittags 10 llbr, tm Tistnft Langeberg: 31 Stuck Kicferii-Lchnitcholz =- 26^3 Im. (35 bis 43 cm Durchmes>er>, 250 Stück Kiefernbauholz --197,22 Im., 51 Stück oidjten^ bauholz = 17^5 ß-m., 5 qichtenderbftangen = 043 Fm., 125 Fichten- reisstmigen = 031 Fm. — 03 Nm. (Lichen-Knüppel, 30 Nm. Äiefern» Knüppel,39 9tm^tiesern'Stocke, 1800 Wellen Weichlaubholz,2000 ilüellen Aiefernreifig. — Das Brennholz tonunt nach dem Nußholz, also etiva von 11 Uhr ab zum Lluogebot. — Die Zusammentunst ist auf der Kreiösttaße Stieoer-Beffingen—Langsdorf beim Gingang in den Wald._________________________________________JWi auf die Dauer deren Richtgebrauchs, bezw. dc» ganzen D)in- tcrs, mittelst chrer besonderen Borrichtungen auf ähnliche Weise zu entleeren und abjufteUen. — Bei anhaltender außerordentlicher gälte empfiehlt es sich, die Wafferenmahme auch während des Tages auf kürzere festgesetzte Zett zu beschränke» und während der übrigen Tageszeit die Hausivafferleinmgen gleichfalls in oben angegebener Werse abzustellen. Dem (Einfrieren solcher Wassertet- hingen, welche durch Lüchen unbenutzter L-ohnnngeu ^esührt sind, kann man durch Unterhaltung eines klemen Herdfeuers vor- bcugen. Auch empfteistt es sich, in kalten Klosett» ober sonstigen ungeheizten Raumen, burch welche bie Wafferleitturg führt, Sofern baseldst bie Leitung nicht schon burch eüie ausreidjenbe Um- büUung gegen Kälte geschützt ist, bie Temperatur burch ein Cefcben ober geeigneten Falls etwa burch eine Gasflamme aus genügender höhe zu erhalten. Sehr kaU stehende, inSbefortbere auch abgestellte unb vorüber- oehenb nicht m Gebrauch besinbliche Klosetts (rote in Bereins- haujern ujw.) werben burch (Eütftreucn von ettvas Salz (Viehsalz) in bas Schlußwasier bes Syphons (Wafferabschluffes) gegen Ausfrieren ber Schüsseln geschützt. Die Wasscrmcsser nebst dem nächstanschlictzcuden Teil der Rohrleitung fmb ivcchreiü) bes Winters ,nll Stroh, Säcken ober ählllichen Schutzmitteln gegen Kälte zu umHciben, and) nament- üch bie betr. KeUerfenfter geschlossen zu halten. — Die Herstellung aller Wassermeffer, die in Folge ungeuügcvSeu Schutzes gegen Kälte Schaden erleiden, erfolgt auf Rcchnnug der Han4bcsitzkr. - Im übrigen müssen bie Waffcrmesscr jederzeit leicht zugänglich bleiben. » Stach oorliegenben Erfahrungen fmb e5 namentlich Neubauten und unbewohnte Stockwerle, deren Wafferleitungen Nicht immer bf» erforderliche Fürsorge geschenkt wird, msbefondere sind auch schon öftrrs infolge Slichtadjperrens von «arteu-Waffcrleitungen während de» Winter» große Beschädigungen und namhafte Waffer» bertnste entfianöeiL Durch die einpfohlenen Vorkehrungen wird dem Wafferabnehmer die Llelerung deS Wassers möglichst gewährleistet, dein Hausbesitzer aber werden Beschädigungen an Leitung und Gebäude lern gehalten. Wir empfehle» daher vorstehcude BorstchtSmatz- regeln allen «eterligteu zur gauz befoudcrcu Beachtung. Länger andauernde «bspcrrnngen, Einwinterungen, Keparatnren und Auftanungen von HanSwagerleitungcu iverden am zweckmäßigsten und schnellsten bon benjenigen FustaUatlonSgeschäften besorgt, welche die betr. Hanswa^cr- leilungen s. Zt. anSgeführt haben nno daher die örtucheu Heryalruiffe wu tyren empfindlichen Punkten ambestcn kennen. Gießen, den 8.Dezember 1906. Städtisches GaS» und Wasserwerk Gießen. Cito Bergen. B”/1 Als aussergewöhnlichen Preisvorteil eine n Reste und zurückgesetzte Sachen bedeutend unter Preis. D’7t Otto Bathschlag, Wäsche-Ausstattungsgeschäft ff! Andrcae Heichelheim | Spezial yjr erstklassiger Qualitäten in unseres Toi&ü"Atievarkaiifs | Geräte | die ledern annehmbaren Preise Orpheism Schanzenstr. 18 Schauzenstr. 18 [ti2J Es lobet ergebenst du Ju. 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