157. Jahrgang Erstes Blatt L die Post Mk.2.— otertel- jährl. auLjchl, Bestellg. ZeileiwreiS: total auSroärtfl 20 Piermig, Be ran» »oo rt lieb 10r bot den großen gemeinsamen Zielen einmal zurücktreten . tchen. Das ist ja wohl nun gut und richtig. Aber sicherlich ich doch die Frage, ob wir die großen Mittel, die das gleich erfordert, aus direktem oder auf indirektem Wege Erheben wollen, keine von den kleinen. Für die direkten Steuern (Reichseinkommen-, Vermögens-, Erbschaftssteuer) spricht immer der ethische Gesichtspunkt, daß sie allein Jniit unbedingter Gerechtigkeit auf die wirklich tragfähigen ifrtoultern gelegt werden können und möglichste Lebcns- lUrr^eichterung der unteren Volksschichten ist außerdem auch Jnterejse der nationalen Macht- und Kulturentfaltung Än.e höchst wichtige Angelegenheit. So ist es wohl zu be- j^reisen, daß sich die Liberalen, einschließlich der Nationalliberalen (durch die Rede Bassermanns) für die Fortfüh- ^ruing der mit der Erbschasts- und Tantiörnesteuer begonne- '^nen direkten Besteuerung ausgesprochen haben. * Gegen diese liberale Forderung hat sich nun sowohl Schatzsekretär Freiherr v. Stengel als auch der preußische ^tzinanzminister v. Rheinbaben mit auffallender Schärfe und Mfyne die geringste Rücksicht auf das Blockverhältnis allste prochen. Ihr Hauptargument ist die Gefährdung der ^Allbständigkeit der Einzelstaaten, die die direkten Steuern 6p sich beanspruckien. H Wenn nun trotzdem die Regierung die liberale Block- ^|5Cfte mit der konservativen zusammenzuhalten wünschte, Müßte sie sich klar machen, was mit jener Ablehnung der $ hielten Steuern dem Liberalismus zugemutet wird: näm- nicht weniger als die gänzliche Verleugnung aller ^pnzipien, die er auf diesem Gebiet vertritt. Ist sich die d^rZierung wohl der Schwierigkeit bewußt, in die sie den n. Liberalismus (insbesondere Freisinn) versetzt, wenn sie ihm ^zrnnutet, daß er vor denselben Wählern, mit denen er Store der Wahl gegen die indirekte Besteuerung protestiert sich jetzt für seine Beteiligung an ebenso indirekten E euervlänen rechtfertigen soll? Würde die Regierung ^'^Zhl den Mut haben, von der konservativen Blockhälste ^tl5 Kompensation eine ebenso völlige Selbstverleugnung r m einem andern Gebiet (z. B. bei der Börsenreform oder beL dem Bereinsgesetz!) zu verlangen? Die Oitn'.ar!cnvorlage in oer Kommission. Die Kommission zur Beratung der Ostmarüavorlage trat gestern vormittag unter dem Vorsitz des Abg. v. Arnim (kow.) zusammen. Es wurde u. a. die Frage angeregt, ob und inwieweit die Enteignung geeignet sei, die Preise für die Güter, die jetzt schon zu hoch seien, und noch weiter steigen würden, aus ein angemessenes Matz zurücizuführen. Dies sei der Kernpunkt der ganzen Vorlage. Von der Regierung wurde hervorgchoben, daß durch das Mittel der Enteignung die ungesunde Preistreiberei verhindert werde. Von Seiten eures Gegners der Vorlage wurde aus die politischen Folgen der Vorlage hingewiescn. Bon der Negierung wurde demgegenüber betont, daß man der jetzigen Vorlage bedürfe, u m die v o r h a n d e n e n A n s i e d e l u n g e n z u b e s e s t i g e n, und zu verhindern, daß das Deutschtum von der polnischen Welle überflutet werde. Das Ziel auch der Maßregeln der Regierung gehe dahin, den Frieden und die Ruhe zu erhalten. Aber mit Langmut sei nichts zu erreichen. — In der gestrigen Nachmittagssitzung wurden von konservativerSeitelebhafteBedenken gegen das Gesetz geäußert. Es wurde anerkannt, daß bie Enteignung ein hartes, ja ein drakonisches Mittel sei. Aber weil cs dies sei, könne man es einer so demokratischen Organisation wie der Ausiedelungskommission^ in ihrer jetzigen Beschaffenheit kaum anvertrauen. Es müßte auch vorgesehen werden, daß Deutsche nicht ausgekanft werden und unter Umständen jahrhundertelanger Besitz ihrer Vorfahren gefährdet würde. Von nationalliberaler Seite wurde darauf hingewiesen, daß das Gesetz auf Oberschlesien ausgedehnt werden müsse. Aus Anfrage eines freikonservativen Redners teilten die Minister mit, daß noch eine Vorlage ausgearbeitet werde, durch die dem Treiben der polnischen A n s i e d e l u n g s b a n k ein Riegel vorgeschoben rverdcn solle. Auch läge es in der Absicht der Regierung, in den den Ostmarken benachbarten Provinzen, namentlich in Schlesien, Einrichtungen zu treffen, durch die die wirtschaftlich schwachen Grundbesitzer vor^ Verschuldung geschützt und dadurch die Erhaltung des Besitzes in deutscher Hand gesichert wirb. Die Beratung wird heute fortgesetzt. ■ r» ■!— fl> —II l«IW— Konzert Des Gieß ncr Konzeltvereins. um >Ä nimmt. Der Gesamtch3«uernwirtschaften auf dem Lande findet man Wohl noch ^vorsintflutliche „Flügel", die ungefähr in die Zeit des Spi- ki^Mts und Klavieimbals zurücksühren, jene Zeit, in der viibn noch fein „Klavier" unter den Arm nehmen und leicht oittragen konnte. Am Schluß des Konzerts erklärte Herr ,0'liijella die Technik seines Klaveeins, das äußerlich wie '?:m moderner Flügel aussah. Durch den Gebrauch von ^mem halben Dutzend Pedalen werden mehrere kleine ^klangunterschiede erreicht, volle, schwellende und rauschende “ kone, dann gedämpfte, dann dünne, spitzige und gebrechliche, „ >ünn die Koppelung beider Manuale (wie bei der Orgel) L tfto. Das Spiel des Klaveeins ist jedoch trotz technischer Ler- chiebenheiten eben doch nur ein technisches, ohne Seele, ihiie Modulation, ohne die feine ^cuancierung unserer modernen erstklassigen Fabrikate. Die 4 Streichinstrumente ähnelten mehr den modernen Älartett-„Geigen", wenn sie auch gegen diese andere Klangarben hatten und in der Tonlage nach der Tiefe hin um nrie Stufe verschoben sind, die Baß-Viola z. B. etwa die Mitte zwischen Cello und einer modernen Baßgeige ein- beiden Lieder von Caldara und Searlatti, das eine ernst und feierlich, das andere neckisch, mit scherzhafter Wiederholung des m’innamorerd durch das Klaveein fanden lebhaften Beifall; schade, daß dem italienischen Text keine Uebersetzung beigegeben worden war. In dem Hasfeschen Streichquartett, das sich dem Quartette der Klassiker nähert, gefiel besonders der zweite Teil „scherzando“. Die Baßviola täuschte hier die Schläge der Kesselpauke vor. Die Suite von Lorenziti zeigte Herrn Casadesus als Virtuosen auf der bratschenähnlichen Viole d'amour. Das weiche, von einer gewissen Schwermut durchzogene Stück, im Andante von ausge,prochener Vornehmheit, voll Innerlichkeit und melodiös, mit plötzlichem UeBergang in ein liebliches, neckisches Scherzo sand tosenden Beifall. Der Solist wurde mehrfach hervorgemsen und spielte dann, diesmal ohne die Begleitung der drei anderen Streichinstrumente, nochmals das reizende Schlußscherzo. In dem Bachschen Gejanqslvetiftreit zwischen Pan und Apollo, der den rauhen Gesellen zum Gesang reizt und sich über seinen „Meistergesang" lustig macht, sang Mm. Buisfon den deutschen Text fast ohne fremdländischen Akzent und wurde dem lustigen, spaßhaften Inhalt voll gerecht. Reizend war dann das zartgesnngene jardin d'amour mit dem hiugehauchten Refrain quand je vais au jardin d’ amour. Den reichen Beifall beschwichtigte die Sängerin mit einem ebenfalls französisch gesungenen schönen Lied. Den Schluß des Konzertes bildete ein Divertissement von Le Sueur, das in verschiedenen Nummern merkwürdige Vorgänge, meist Anspielungen lokalen und zeitgenössischen Inhalts, durch Tonmalerei darstellen will. Das Stück ist 1804 auch der Gemahlin Nopoleons I., der Kaiserin Josephine vorgeführt worden und zwar aus Malmaison, demselben Hofgut, auf das sie sich nach der Scheidung zurückzog und wo sie auch wenige Jahre später starb. In freier Uebersetzung sollten die einzelnen Partien wohl darstellen: Feiertagsglockengeläute der Dankeskirche, Einzug des Königs der Verschwender beim Klang der Harmonika, Zigeunertanz, Scheues Nachtgesindel, Aufzug der Hinkenden, Zigeunertanz. Dem größten Teil des PubliLums ist wegen Fehlens jeglichen deutschen Hinweises aus dem Programm (hier hilft sogar der „kleine" Larousse nur notdürftig aus) der Inhalt dieses Stückes sremd geblieben. ES sind aber doch wohl die eigenartigen Klang,ärBungon, der merkwürdige Rhythmus, das Groteske vielen ausgefallen. Jedenfalls war es ein ganz außergewöhnlicher, historisch-musikalischer, internationaler Kunstgenuß, jür den wir den französischen Gästen, die im Zusammenspiel vorzügliches leisteten, und dem Gießener Konzertverein herzlichen Dank sagen. Das uns Modernen zur Gewohnheit gewordene überreichliche Dinieren auf musikalischem Gebiete einmal durch einen einfachen, nicht übersättigenden, aber doch edlen und nachhaltigen Genuß zu haben, die hastende, nervöse Gegenwart einmal in ruhigere, vergangene Zeiten im Geist zurückgeführt unb nickt zuletzt auch der friedlichen Annäherung der Völker durch gegenseitiges Kennenlernen gedient und damit vielleicht ein Steinchen zum großen Bau des Völkerfriedens hmzugekragen zu baben, ist das bleibende Verdienst des jüngsten K'onzertabenoS. L. R. — Die Schwankungen des Golfstroms und ihr Einfluß auf das Klima Europas.^ Wenn der zweite Vortragsabend der Gießener Gesellschaft für Erd- und Völkerkunbe meteorologischen Problemen sich zuwandte, so konnte schon im voraus darauf gerechnet werden, daß eine Gemeinde von Interessenten die ^Gelegen- heit freudig begrüßen würde, eine Autorität auf diesem schwierigen Gebiete zu hören. Der für den Abend gewonnene Redner, Dr. W. Meinardus, Professor der Geographie an der Universität Münster, berichtet seit 1900 als Nachfolger E. Brückners im „G-ogr. Jahrbuch" über die meieorologischen Fortschritte und bearbeitete die meteorologischen Ergebnisse der Arygalskischen Südpolarexpedition. Ter Golfstrom, ein, Ergebnis des Zusammenwirkens von Südost- unb Nord- ostpassattrist, fuhrt bie stark angewärmten Fluten des „Florida"- und des „Antillenstroms" in der Hauptsache an der Westküste Europas entlang unb bewirkt in Gemeinschaft mit den ihn begleitenden warmen Südwestwinden das milde westeuropäische Klima. Abgesehen von der starten Wärmezufuhr erreicht er dies dadurch, daß er den osrisländischen Zweig des Nordpolarstroms verhindert, sein Wärmeminimum auf das westliche Europa einwirken zu lassen. Jedoch hat man unperiodische Schwankungen des Golfstroms in der Geschwindigkeit sowohl, als auch in der Temperatur der bewegten Wajsermajsen feststellen können, die Witterungsschwankungen notwendig zur Folge haben müssen. Auch der Nordpolarstrom („Labradorström") vermag das Klima Westeuropas in günstigem oder ungünstigem Sinne zu beeinflussen, je nachdem seine EiSzufuhr in den Atlantischen Ozean stark oder gering ist. Wenn auch eine Beobachtung dieser unperiodischen Schlvankungen in Golf- unb Polar- strom eine Witterurigsvoraussage ermöglicht, die in neun von zehn Fällen den Tatsachen entspricht, so find doch auf der anderen Seite periodische Schwankungen des Klimas von längerer D ^tadt, ^uprzrat Windecker, feierte fein 2 5 ja hrigc- ^ubtlaum als Rechtsanwalt. ch Laub ach, 2. Dez. Tie hiesige Ortsgruppe dcZ Deutschen Fl o 11 e n v e r e i n S hielt am 30. Novembci un Schutzenhof eine außerordentliche H aup tv ersarnw a$’ . Vorsitzender wurde Gymnasialdirektor T Muller einstimmig gewählt. Den Hauptteil der .VerlMi lungen bildete die Besprechung einer von der deutsche Vioskope-Gesellschaft in Berlin am 15. Dez. zu verachte tenden kinematographischen Vorführung für den Deutsche ölottenöerein und die Deutsche Kolonialgesellfchast. Ä 'Nachmittag soll für Schüler und Vereine der Ilmgenen aT£rv9?rCnb für die Ortsbewohner eine Vorstellung bi erstlla)ilgen Firma stattfinden. — Die gemeldete Maseru erkrankung hat die Schulbehörde veranlaßt, die El mentartlafse zunächst auf acht Tage zu schließen. sd. Stockheim, 2. Dez. Zu dem Gemein de-Bi amten-Fursorgegesetz und den ländliche |Drrldüngss ch ulen. Zirka 30 Bürgermeister bi Streif eg Büdingen waren gestern unter dem Dorf dev Bürgermeisters Nos von Wolf hier versammelt, u: orU $.CLoö'r^C des Fürsorgegesetzes nsw. Stellung zu nehme Auch Landtagsabg^ Baer wohnte der Versammlung dl Nach eingehender Beratung wurden folgende Anträge am nommen: d D i e Frage nach dem Sinn des Lebens. Mit dem gestrigen Vortrage des Herrn Prof. Dr. Eberhard Vischer^ ans Basel über die Frage nach dem Sinn des Lebens ist die freie landeskirchliche Vereinigung nun zum ecflen Mate auch in Gießen an die Oeffentlichkeit getreten, ^ie verwirft bekanntlich jede Bevormundung in geistigen Dingen und sucht fruchtbare Arbeit auf dem Gebiete christlicher Liebestätigkeit zu tun. Durch Vorträge, wie den gestrigen, will sie möglichst viel Menschen in ihrem Innenleben fordern. In seinem klardurchdachten Vortrage führte Herr Prof. Vischer etwa folgendes au§: In jedem Menschen regt sich das Bedürfnis, sich zu betätigen, aber es regt sich in ihm auch die Frage nach bem Sinn des Lebens. Die ivissenschaftliche Forschung zeigt einen Weg, wie man zur Beaiitwortling dieser Frage kommen kann, unabhängig von unseren Wünschen und Begierden. Der schnierzlichste Konflikt, in den man hierbei geraten kann, ist da, wenn wir bei nuferer Forschung zu Resultaten gelangen, die im Widerspruch stehen zu alten liebgeivordenen Anschauungen. Nur auf dem Wege persönlicher Entscheidung erhalten wir Klarheit über den Sinn des Lebens, nur wenn wir es vermocht haben, etwas aus unsrem Leben zu machen. Wir werden hierbei zur Entscheidung über Gut und Böse gedrängt. Wir müssen erkennen, ivas wir mit unsren bestimmten Anlagen in unsren bestimmten Verhältnissen zu tun haben. Jeder Mensch i|t ein Ganzes für sich, das so nie dagewesen ist und so nie wiederkommen wird. Jeder Mensch hat eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen und ]e fester er diese Aufgabe ins Auge faßt, um so besser erkennt er den Sinn des Lebens. Wichtig ist es, baß wir unseren Willen in unsre Macht bekommen. Was gibt uns nun die Kraft, das zu tun, was wir für Recht halten? Die Religion, das Christentum. Einen Sinn erhält unser Leben erst bann, wenn wir es in den Dienst einer ! Sache stellen, von der wir überzeugt sind, daß ihr der Sieg gehört. An den Vortrag schloß sich eine längere Diskussion an. Der Vortrag selbst war sehr gut besucht. ** Zu Steins Gedächtnis. Der 4. öffentliche Vortrag. der von dem kaufmännischen uni). dem Ortsaewerbe- beretn auch in diesem Winter luieber veranstalteten Vor- r^Lret?2/ bcr ^tern abend im Saale des Hotels Einhorn stattfand, war dem Gedächtnis des Freiherrn von Stein gewidmet, dessen 150 jährigen Geburtstag bas dankbare ^uierland vor wenigen Wochen begehen tonnte. Leider war fü besucht, wie es das Thema und der hier bestens bekannte Redner hätten erwarten lassen können dem mäßigen Besuch kann wohl eine Mahnung erbüdt toerbett, rn Zukunft die Fülle der Veranstaltungen, die sich in biqm ^ahre mehr wie je über das Publikum ergießt an Zahl etwas einzuschrünten. Daneben dürfte eine Ver- l^udkgung aber den Zeitpunkt der einzelnen Darbietungen zwischen den verstyredenen Veranstaltern dem Besuch zugute ^XeiL Der Eortragende, Dr. Albert P o h l m c y e r aus zunächst ein Bild der Zustände des preu- । 'ÄAbn Staates vor _ber_ Katastrophe von Jena und Auer- ftabt, um dann dreie helbst einer krrrzen Würdigung zu uriterziehen. Dann schilderte er die Wiedergeburt Preu- ber Führung des großen Patrioten Stein und dessen spateren erlolgreichen Bemühungen, Rußland für I Deutschlands in Bewegung zu festen. Ein Ausblick darauf, was Stein, dem sogar die deutsche Kaiser- angetragen worden war, während und nach den ven im. »n^Änbe8bc5 erfu^n®ba6inU8u wirüm/daß dr7'I?urrich/^l"r°stoc 7 "bis VfisV LLn^^rde la Ä ’S • 3cit« 5 bie Landwirtschaft und die Landwirte selbst pön'^rmeksÄ kst, wenn ihnen die jungen Leute durch die Fortbildungsschule im Tage entzogen werden. Diese Gesuche sollen von dem Abg. Baer der zweiten Kammer als Anträge überreicht werden. - x Wallenrod, 2. Dez. Durch Einführung räude- kranker Schafe seitens eines hiesigen Händlers wurde unsere ganze Herde verseucht. Die Besitzer entschlossen sich nun, sämtliche Tiere abzusäurssen. Der ganze Bestand wurde daraufhin vergangenen Freitag verkauft. Der Schaden ist bedeutend. Wie man hört, soll gegen den Händler das Strafverfahren eingeleitet sein. d. Mainz,, 2. Dez. Heute abend Tun vor 5 Uhr bemerkte der Strastenbahnschasfner Rühl aus der Wohnung des Zuschneiders Burkhardt in der Nackstrastc 8 Rauch austreten. Da er die Zimmertüre verschlossen sand, schlug er dieselbe ein und fand das ZimMer voller Rauch. In der Nähe der Türe lag das bs/^jährige Mädchen Mara des Burkhardt in schwer verbranntem Zustande tot auf dem Boden, während zwei weitere Kinder vor: 2i/2 und 1' Jalsre halb erstickt im Zimmer lagen. Ten Herb erge eilten Hausbewohnern gelang es, die beiden letzteren Kinder ins Leben zurückzurusem Tas verbrannte Mädchen hatte anscheinend mit Papier am Ofen gespielt, dabei haben seine Kleider Feuer gefangen, cs erlitt durch die Brandwunden den Tod. In seinen Schrecken und Schmerzen mutz das Mädchen und) bis zur Ture gelaufen sein, da diese aber verschlossen war, konnte es keine Rettung fint)en. Die Mutter der Kinder war kurz vorher weggegangen, um in der Nachbarschaft Einkäufe zu machen und hatte die Kinder in dem verschlossenen Zimmer zurückgelasscn. Ter Vater arbeitete in einem Konfektionsgeschäft als Zuschneider. Polizeiinspektor Kramer und Krimi- nalsd)utzmann Maus waren alsbald an der Unglücksstelle, um den Tatbestand aufzunehmen. sd. Krofdorf, 2. Dez. Wie die heutige Viehzählung &eigt, so ist auch hier die Schafzucht vollständig eingegangen. Krofdorf hatte ehedem drei große Schafherden, denen die große Feldmark von 2000 Hektar reichlichen Weide gang bot. Nunmehr hat sich auch die letzte Herde, die sogenannte „Herren-Schäferei", infolge der Feldbereinigung aufgelöst. Nach einem alten Vertrag von 1717, wonach der Herzog von Nassau-Weilburg-Saarbrücken in hiesiger Gemarkung nahezu 250 Morgen kaufte, beruhte seit nahezu 200 Jahren diese Hutgercchtsame. Jenes alte Schriftstück von Martini 1717 ist in die Grundakten des Zusarnrnenle- gungsverfahrens ausgenommen uni) der Anteil dieser Schäserei- gesellschaft mit 75 Mark bewertet ivorben. hc. Marburg, 2. Dez. Auf Veranlassung der akademischen Behörden hat die Marburger Freie Studentenschaft ein Akademisches Arbeitsamt eingerichtet. Der Zweck dieses Amtes ist, für Studierende Stellungen und Arbeiten aller Art zu vermitteln, wie Vertreterstellen, Nachhilfestunden, Austausch fremdsprachlichen Unterrichts usw. Die Vermittlung von 9?ad)^ Hilfestunden erfolgt für die Schüler unentgeltlich. ^Karl Kau zu tevcnsiangllchem Zuchtl-aus begnadigt. Die allgemeine Erwartung, daß der Großherzog von Baden zugunsten des wegen Mordes zum Tode verurteilten Rechtsanwalts Karl Hau von seinem Begnadigungsrecht Gebrauch machen werde, ist nicht enttäuscht worden. Ein Privat- telegramm, das wir gestern noch in einem Teil des Blattes mitteilen konnten, meldet: Karlsruhe, 2. Dez. Der Großherzog hat den ehemalige» Rechtsanwalt Hau zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. Großherzog Friedrich II. stand hier zum ersten Male seit seiner Thronbesteigung vor der Entscheidung, ob er ein rechtskräftiges Todesurteil bestätigen oder im Gnadenwege mildern solle. Sem Vater pflegte während seiner langen Regierungszeit jeden zum Tode verurteilten Mörder grundsätzlich gu bo gnädigen, und man konnte vermuten, daß Friedrich II. diesem Beispiele folgen werde, falls nicht ganz besondere Unistände der Anwendung des Begnadigungsrechtes eiitgegenständen. Im Falle des Rechtsanwalts Karl Hau konnte von solchen Umständen nicht wohl die Rede sein. Mußte auch der Wahrspruch der Karlsruher Geschworenen als unvermeidliches Schlußergebnis jener Verhandlungen anerkannt werden, die im Sommer dieses Jahres die ganze Welt in Atem hielten, so blieben doch nach wie vor der Verurteilung so viele Uwklarheiten in tatsächlicher und psychologischer Beziehung be- 'tchen, daß die volle Ueberzeilgiing von der Schuld des Angeklagten immer luiebec ins Schwanken geraten konnte. Das Reichsgericht fand keine Handhabe, um das Schwurgerichtsurteil zu kassieren, und so blieb zunächst nur der Appell an die Gnade des Grobherzogs. Nachdem nun das Schicksal Haus bis aus weiteres entschieden worden ist, muß es der Zukunst vorbehalten bleiben, ob seine und seines Verteidigers Bemühungen um eine Wiederaufnahme des Verfahrens von Erfolg gekrönt sein werden. <0crict>ts5aal. Frankfurt a. Ad, 2. Dez. Die am'Donnerstag vertagte Verhandlung gegen den Hauptmann Kurt v. Kuobloch des hessischen LeibregimenlS 9lv. 115 wurde heilte fortgesetzt und zwar wiederum hinter verschlossenen Türen. Dagegen war die Verkündigung ititb Begründung des Urteils öffentlich. Der Haupt- manu wär vom Kriegsgericht in Darmstadt wegen Beleidigung und Mißhandlung von Untergebenen zu zehn Tagen Stubenarrest verurteilt worden, nub hatte gegen das Urteil Berufung eingelegt. Diese Veriifung wurde vom Oberkriegsgericht v e r,v o r f e n , obwohl die ärztlichen Sachverständigclr angenommen batten, daß er in einer „Bewußtseinstrübung" gehandelt habe. Ilnivcr5itäts=2iad)$id?tcoi. [] Marburg, 2. Dez. Dem soeben erschienenen Verzeichnis der Studierenden des diesmaligen Winter- seinesters ist folgeiides zu entnehmen: Die Gesamtzahl der Studlerenden beträgt 1670, dazu kommen noch 63 Hörer, darunter 28 Damen. Es studieren 130 Theologie, 399 Jura, 261 Medizin und 867 Philosophie. Der Heimat nach stamiiien 1349 an§ dem Königreich Preußen, darunter 602 aus Hessen-Nassau, aus den übrigen deiilscheii Staaten 257, darunter 36 aus Hessen-Darmstadt, aus d. Oesterreich 7, aus Großbritannien 3, aus Norwegen, Schweden ir.tb Rumänien je 1, aus Oeslerreich-Uugarn 10, aus Rußland 20, aus der Schweiz 9, an§ Amerika und Asien je 6. Im vorigeii Wintersemester ivaren es eilischließlich der Hörer 1500 mtb im letzien Sommer 1935 Studierende. Im nächsten Soliimer dürste die Zahl 2000 überschritten werden. f d) d 111 a n b g e ft r a n b e t. Tic Passagiere, 000 an derZahk, konnten sich auf die Insel retten, mußten aber dort 1 o Stunden ohne Nahrung und Obdach zubringen und wurden chließlich, da die Bote des Tampsers zertrümmert worden toaren, mittels eitles Korbes und einer 200 Fuß langen Heine von der Insel nach der Küste befördert.______________ Giugejandr. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 3. Dezember 1907. Ich habe auf das Eingesandt in Nr. 269 des Gießener Anzeigers vom 15. vor. Mts. nicht niehr erwidert, tueil ich den Einender wegen der drrin enthaltenen Beleidigungen gerichtlich belangen wollte. Da es mir aber bisher nicht gelungen ist, feinen Namen zu ermitteln, unb auch die Großh. Baubehörde oahier, an die ich mich beschwereiid ivaudte, mir den Schutz gegen diese feigen, annnymeil Angriffe durch Unterstützung bei der Ermittelung des Täters verweigerte, bm ich genötigt, folgeiides öffentlich festzustellen: Es ist un tv ahr, daß ich mir bet 9c e u b a ii t e it Rat erholt hätte, in welcher Weise die in in ein Fach e i n s ch l a g e n d e n Arbeiten auszuführen feie n. E s ist dagegen iv ah r und kannvonmir jederzeit bewiesen w e r ö e n , daß i ch schon mehrmals do ii ©eiten der Baubehörden in w t ch- t ig e ii Singen um m einen Rat gefragt mürbe. Hiernach stellt sich speziell die Behauptiing des Eingesandts, ich sei der Letzte, der an der Tätigkeit der Baubeamten Kritik üben dürfe, als eine schwere, durch nichts gerechtfertigte Beleidigung dar, die ich mit aller Entschiedenheit zurückweise. G g. Appel. (Siebener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Mittwoch den 4. Dezember: Fortdauer der trüben, regnerischen Witterung. Mild. Lebhafte roeftliebe Winde. Ver*rnöjchtes. * Z u den russischen Wassenfunden in Berlin. Gegen den in Berlin verhafteten Russen Mirski ist die Anklage wegen Verbrechens gegen das Sprengslosfgcsetz §§ 1 und 6 erhoben. Auf Grund nlililärischer Versuche und Feststellungen in Tege gegen den gleichfalls verhafteten Trosanow ist wegen Geheimbündelet Anklage erhoben worden. Beide stehen in enger Fühlung zu dem Zentralkomitee der russischen Sozialdemokratie, deren Geheitnlager in der Pankstraße zu Berlin aufgehoben mürbe. — In Hamburg wurden bei mehreren Anarchisten Haussuchungen vorgenonunen, die mit dem Berliner Waffenfunde zusammen hängen. Beschlagnahmt wurden mehrere Nummern des Anarchistenblattes „der freie Arbeiter". Kleine Tageschronik. In Berlin hat sich in religiösem Wahnsinn eine kathol. Lehrerin ans dem Fenster ihrer im 2. Stock bekgenen Wohnung völlig entkleidet, mit einem Kruzifix um ben Hals auf die Straße gestürzt und war sofort tot. Der Deputierte Charles Humbert erzählte in der franz. Kammer, der lenkbare Ballon „Patrie" habe kurz bevor er sich losriß, eine Nachfülstmg von 200 Kubikm. Gas erhalten, weil die Absicht bestand, ihn für den Rückflug nach Verdun bereit zu halten. Damit erklärt sich sein langer Aufenthalt in den Lüften. Tiefe Nachfüllnng wäre vielleicht richtig gewesen, wenn sie sich an einem geschützten Orte hätte vollziehen können. So aber tresse die Schuldigen eine schwere Verantwortung. In Fra tt amino re (Süditalien) hat ein Gutsbesitzer feine Frau getötet und die Leiche im Einvernehmen mit feinen Kindern in zerhacktem Zustande auf dem Markt zum Verkauf gebracht. Infolge der Explosion einer Kohlenmine bei Fayette City (Pennsylvanieu) luuroen 30 b is 40 Minenarbeiter verschüttet. Nur einem gelang es, durch einen Luftschacht die Oberfläche zu erreidj-en, doch auch dieser fiel sodann infolge Rauchvergiftung tot nieder. Es ist unwahrscheinlich, daß arid) nur einer der in der Grube eingeschlossenen Bergleute mit dem Leben davonlommt. Der Canadian Pacifo-Dampftr „9170unt Temple" ist während eines Sturmes bei einer kleinen Insel an der Küste von Neu- London, 3. Dez. Wie ans Winnipeg berichtet wird, ist Japan bereit, Konzessionen an Kanada in der Einwandernngssrage zu machen und gegebenenfalls die Einwanderung von Japanern ferner zu verbieten unter der Bedingung, daß diese Verpflichtung nicht vertragsmäßig festgestellt werde. Paris, 3. Dez. „Echo de Paris" beschäftigt sich mit ben jüngsten Erklärungen des Reichskanzlers Fürsten Bülow im deut- )d>en Reichstage. Au, die Aeußerung des Kanzlers eingehend, daß Deutschland ebensowenig bereit gewesen sei, wegen Marokkos einen Krieg mit Frankreich zu beginnen, als es 1870 bereit gewesen ist, wegen der spanischen Thronsolgefrage enen Krieg zu beginnen, bedauert das Blatt, daß Der Reichskanzler sich solche Freiheiten den historischen Tatsachen gegenüber gestatte und daß infolgedessen seinen übrigen Erklärungen nur ein bedingtes Vertrauen beizumessen sei. Der Sonntags- Leitartikel der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" über Marokko bestätige diese Auffassung und beweise, daß die Doppelströmung, die bisher in der Politik Deutschlands geherrscht habe, noch vorhanden fei. Das wäre sehr bedauerlich. Paris, 3. Dez. Der ehemalige französische Botschafter in Petersburg, Marquis be Montebello, ist gestern gestorben. Paris, 3. Dez. Nach hier eingetroffenen Berichten ist der lenkbare Ballon Patrie auf der Höhe von Glenarn in Irland gesichtet worden. — „Petit Parisien" meldet aus Lalla Marnia, daß ein Offizier int Wahnsinn einen Kameraden durch einen Revolverschuß getötet habe. Paris, 3. Dez. Rach hier eingetroffenen Nachrichten aus Lissabon sind bei dem gestrigen Bombenfund in der Wohnung eines Offiziers der Munizipalgarde 75 B om- ben beschlagnahmt worden. Diese Entdeckung hat großes Aufsehen herv^rgerufen. Saloniki, 3. De). Tas serbische Gymnasium in Ues kueb wurde von verbrecherischer Hand in der letzten Nacht in Brand gesteckt. Ten im Gymnasium wohnenden Zöglingen, über 300, gelang es nur mit knapper Not, das nackte Leben zu retten. Kekannlmachung. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß auf Grund des Ortsstatuts vom 27. Juni 1892 am 8., 15. und 22. Dezember L I., als den drei Sonntagen vor Weihnachten, die Beschästigungszeit der Handlungsgehilfen re. und die Verkaufszeit für das gesamte Handelsgewerbe bis 7 Uhr abends ausgedehnt werden kann. Gießen, den 30. November 1907. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Reinhart. ' Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Climbach für das Rechnungsjahr 1908 liegt vom 4. Dezember an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht der Beteiligten offen. Elimbach, den 2. Dezember 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Climbach. Stein. 7440 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Münster pro 1908 liegt vom 9. Dezember 1907 an acht Tage lang aus dem Bürgermeisterei-Bureau offen. Münster, den 2. Dezember 1907. Großherzogl. Bürgermeisterei Münster. Gontrum. 7443 BekanntmaÄAng. Die Rechnung der Wastergenojsenjchaft Inheiden für 1906 Rj. liegt vom 5. Dezember 1907 acht Tage lang auf dem Bureau des Vorstehers zur Einsicht offen. Inheiden, den 2. Dezember 1907. 7442 Der Vorsteher: Reitz, Bürgermeister. ' Ardeitsvergebung. Die für das Oberhessische Ausstellungshaus in Darmstadt erforderlichen Dachdecker-, Spengler- und Glaser- arbeiten sind zu vergeben. Bedingungen sind durch die Geschästsleitung des Oberhess. Hauses in Gießen zu beziehen. Angebote sind bis zum Samstag, den 7. Dezember, em- zureichen.' M- Neuer großer Fang. Sie kaufen nie so billig wieder W Ul rV„j4büt'L ob. t. W. Vollv. 40 Delikatetzher., 20 Brach. BET- jtfnf od. 2 Pfd.-Dose ff. Anchov., 1 Dose Äismh., 1 Psd. ytr 0 Sardell-H., 1 Rauchaal u. 1 Std. Lachs! Delikat! Allco sür3V« Att-g-Rch. E.Deeaeuer Consfabr. Swiue.müude 136a Konkursversahreu. Ue6er das Vermögen des Kaufmanns Julius Berdux in Gießen, wird heute am 2. Dezember 1907, vormittags lO3/^ Uhr, ba§ Konkursverfahren eröffnet. Der Rechtsanwalt Raab in Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt. Kontursforderungen sind bis zum 24. Dezember 1907 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten ober die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eirttretenben Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Montag, den 30. Dezbr. 1907, vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 18, Termin an- beraumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben ober zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an ben Gemeinschuldner zu verabfolgen ober zu leisten, auch bie Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache unb von ben Forber- ungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befliedig- ung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 16. Dezember 1907 Anzeige zu machen. B’/n Grotzherzogl. Amtsgericht Gießeu. BerdittMug der Lieferung von Birkcureisig- bescn. Die Lieferung des Bedarfs der städtisdwllDienüsteÜenanBirLcn- rcisigdcicu.undLwardurchschnitt- lidj lahrlich ca. 25000 Stck. kurze u. „ SOO „ lange Besen soll auf die Dauer von 2 Jahren lm Wege öffentlidier Verdingung neu vergeben werden. Die Abnahine der Besen erfolgt je nad) Bedarf in Waggonladungen von 3000—5000 Stück. Bedingungen und Ängebotsfor- inulare sind gegen portofreie Einsendung von 50 Pf. von dem Nech- nungsbureau des Tiefbau-Amtes, Rathaus- Südbau, Zimmer Nr. 312, zu beziehen. Versiegelte, portofreie und mit entsprechenderAufschriftversehene Angebote werden bis zum Montag d. 16. Dezember 1907, pormitt. 11 Ubr, von unterfertigter Verwaltung auf Zimmer 9tr. 141 des R ach aus- Siidoaues, Eingang Limpurger- gasse, woselbst deren Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Anbieter zur angegebenen Zeit stattffndet, entgegengenommen. Musterbesen sind auf dernLager- platze Ostendstraße Nr. 84 einzuliefern. D3/12 Frankfurt a. M., 28. Nov. 1907. Tiefbau-Amt Materialien-Verwaltung. Versteigerung. Mittwoch, den 4. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, werden im Bieterschen Saale versteigert: Aiöbel aller Arten, ein Pianino, eine große Partie Schuhwaren aller Sorten, ein vollständiges Bett u. a. m. 7451 Laubach, _________stellv. Gerichtsvollzieher. 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