Zweites Blatt । ftr. 206 157. Jahrgang Redaktion, Expedition und Druckerei! Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e@61. Ä eb af tion: 112. Tel.-AdruAnzeigerGießen« 1 Erscheint tLgffch mit Ausnahme deS Sonntags. -.......... • Die „Gtetzener §am!Uenb!Ltter" werden dem Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das a * Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal * wöchentlich. Der „hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. Dienstag 3. September 1907 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Stelndruckerei- R. Lange, Gießen. Ergebnis der SLeuerverattlagung in Hessen für 1907. ii. > Auch die andere direkte Staatssteuer, d'.e Vermögens- 'ii -cuer, hat in ihrem Ertrage Angenommen und Ivcift bei einem - ^samtaufkommcn von 3 271389 M- 75 Pfg. ein Mehr von »iß 916 Mk- 25 Pfg. auf, was bei einem im Großherzogtum ver- I nfagteit Gcsamtvermögen von iusgesamt 4 361853 000 Mk- einem ^/cmögenszugang von 62 555 000 Mk- entspricht. Sowohl am \ ^Mtaufkommen, wie am Steuerzugang hat auch hier den S Örtlichsten Anteil Starkenburg, die bei einem steuerbaren Ge- lUiüvcnnögen von 1 693 011000 Mk- an Vermögenssteuer den q ^trag Dvn 1 269 758 Mk- 25 Pfg. liefert und bei einem Ber- 1 Menszugang von 39 029 000 Mk- ein Mehr von 29 319 Mk. ,'33 Proz.) Steuer aufzuweisen hat. Demgegenüber bringt Rhein- * Os,en bei einem steuerbaren Gesamtvermögeu von 1 598 795 000 * 1Mj) einem Steuersoll voll 1 199096 Mk- 25 Pfg. gegen dasVor- | aw ein Mehr von 8471 Mk- 25 Psg. Vermögenssteuer (0,7 Proz.), l< sprechend einem Verinögenszugang von 11 295 OOO Mk-, während ■’ n Oberhessen bei einem Gesamwermögen von 1070 047 000 IijJaxI und bei einem Steueraufkvrnrneu von 802 535 Mk- 25 Pfg. -ine Äernrögeuszuuahme voll 12168 000 Mk- mit einem Mehr M 9126 Mk- Vermögenssteuer (1,12 Proz.) eingetreten ist. ler reichste Steuerlomrnissariatsbezirk tzist nach wie vor Darrn- 1 I, der bei einem steuerbaren Vermögen voll 562 368 000 Mk- ’} in Vermögenssteuer den Betrag voll 421 776 Mk- aufbringt, '* Mrend im Steuerkommissariat Mainz I trotz dessen größerer 1 ^olkerungsziffcr nur ein steuerbares Verlnögen von 500 960 000 1 iTiarf veranlagt ist, das 375 720 Mk- Vermögenssteuer nbwirft. ü im geringsten ist das veranlagte Vermögell im Steuerkommissariat litten, das bei 25 894 M5 50 Psg. Vernlögenssteuer nur ein i ^euerbares Vermögen von 34 526 OOO .Mk- austveisen kann. Pro- 5 -Mal die größte Zunahme an Vermög ensstenm gegenüber dem 1 Aorjahr hat im Steuerkommissariat Nidda stattgefunden, in bent lief) eie veranlagte Vernlögenssteuer bei einem Zugang von i-388 Mk- 75 Psg. um 3,87 Proz. erhöht hat, wahrend die relativ .jnngfte Zunahme im Steuerlonlmissariat Homberg mit 0,04 3wzeur eingetreten ist. Auch in absoluter Beziehung steht das Zieuerkommissariat Homoerg hinsichtlich der Zunahme der Ver- iuigenSsteuer an letzter Stelle, da sich das daselbst veranlagte Ver- t nogen bei einem Steuerzugang von 12 Mk- 75 Pfg. gegen das * Zorjahr nur um 17 OOO Mk- erhöht hat. Ten größten Zu- fing an Vermögenssteuer in ab io luter Beziehung hat oas Steuer- j fimmijsariat Offenbach auszulveisen, in dem sich das steuerbare jemwgen von 287 636 000 Mk- auf 298 331000 Mk. oder um I, 0 C95 OOO Mk- erhöht hat, was einem Steuerzugang von 8021 3 Jiai-f 25 Pfg- (3,58 Pwz.) entspricht. In sechs Steuerkorn- " llssariatsbezirken, nämlich Büdingen, Friedberg, Ober-Ingelheim, )ppenheim, Osthofen und Wörrstadt hat sich das steuerbare Ber- :| iygen gegen das Vorjahr vermindert- Tiefer Rückgang ist in \ ent zuerst genannten Steuerlörnmissariat bei einer Vernrögens- 7 bnahille um 26 000 Mk- (19 Ml. 50 Pfg. Steuer und um 1 ',03 Proz.) geringfügig, wesentlich beträchtlicher dagegen in den 4 Origen 5 Steuerkvmmissariaten, in denen die Verminderung des .euerbaren Vermögens zwischen 448 000 Alk- (Ober-Ingelheim) „ nd 2 203 OOO Mk- (Wörrstadt), solvie der Ausfall an Vermögens- euer zwischen 336 Mk- und 1652 Mk. 25 Pfg. beträgt. Unter den Städten des' Landes die reichste ist auch in diesem «)Uhre Taxmstadt mit einem steuerbaren Vermögen von fr 15 369 OOO Mk>, womit es das der Eilrwohnerzahl größere t lchinz, in dem 458 312 OOO Mk- Vermögen veranlagt ist, um . and 87 Millionen übertrifft- A?n geringsten ist das steuerbare knnögen dagegen in Alzey, das bei einem veranlagten j vermögen von 30 511 OOO Mk- auch das geringste absolute Mehr . egen das Vorjahr mit 478 000 Mk- Vermögens- oder mit 358 ?LLrk 50 Pfg- Steuerzugang (1,56 Proz.) liefert. In relativer 7 Beziehung^steht dagegen die Zunahme des Vermögens in Mainz j n letzter Stelle, in der die Vermögenssteuer eine Erhöhung von l mr 0,88 Prozent erfahren hat- Die ziffernmäßig größte Zu- j lahme hat demgegenüber in Darmstadt mit einem Vermögens- ! ugmg von 9 445 000 Mk. (1,73 Proz.) entsprechend einer Steuer- 1 rchhuug um 7083 Mk- 75 Pfg. stattgefunden, während pro- ■cmuai Bensheim mit einer Zunahme um 5,74 Proz- an erster 1 5teile unter den Städten des Landes steht- Abgnwnunen hat j 'üö steuerbare Vernwgen allein in Bad-Nauheim, in dem das- elde um'510 000 Mk- und dem entsprechend die Vermögeus- ■ icner^ um 382 Mk- 50 Pfg. (1,26 Proz.) herabgegangen ist. i , Tie Zahl der zur Vermögenssteuer veranlagten Personen - ä im Großherzogtum von 153 473 auf 154 984 gestiegen- Diese i Annahme um 1511 Pflichtige entfällt ausschließlich auf Star- j ’enburg und Oberhessen, wahrend Rheinhessen eine Abnahme ■ 'M 17 Pflichtige aufzuweisen hat- Diese Abnahme in der Zahl , xr vermögenssteuerpflichtigen Personen in der Provinz Rhein- -efstn ist aus das Ergebnis der Veranlagung in den Steuer- v’.mr.ii)ariaten Alzey, Ober-Ingelheim, Osthofen und Wörrstadt 'Urückzufühven, in denen insgesamt 249 Personen weniger als m Vorjahr, zur Vermögenssteuer veranlagt sind, ohne daß die junaljme in den übrigen Steuerkommissariaten der Provinz nhünhessen einen entsprechenden Ausgleich liefert- Im übrigen Mt auch im Steuerst-mmifsariat Beerfelden eine Abnahme in Zahl der zur Vermögenssteuer veranlagten Personen stattge- uuden, während in allen übrigen Bezirken eine Znnahme ein- letreten ist, die am größten mit 201 Pflichtigen im Bezirk ^ligenstadt, am geringsten mit einem Pflichtigen im Bezirk Oppenheim ist- '[ _ Die größte Zahl Vermögensstenerpflichtiger besitzt das -ieucr£omnti)|ariat Darmstadt 1 mit 8940, dem Mainz I mit H,0 Pflichtigen nm 470 nachsteht- 'Die geringste Zahl Vev- >wgenssieuerpslichtiger hat das Stenerkommissariat Homberg anf- -uweiseu, in dem^l847 Personen zur Vermögenssteuer veranlagt nid- Von den Städten weist ^Bensheim den größten Zugang veimögenssteuerpstichtigen Personen mit 118 aus, dem Gießen uu 57, Offenbach mit 56, Darmstadt mit 46 Pslichtigen nach- 1 ü'l/eu. In Mainz hat sich die Zahl der Vermögenssteuerpflichtigen ycoer erhöht noch vermindert, sondern ist mit 6849 Personen jLe gleiche wie ,im Vorjahr geblieben, während in Alzey eine Estnahme um zwei Pflichtige eingetreten ist. Darmstadt ist ^der nicht nur dein Vermögensbetrage nach die reichste Stadt )e5 Landes, sondern es har auch die größte Zahl vermögens-- teuerpslichtiger Personen aufzuweisen. Tenn während in Mainz wr 6849, in Offenbach 3260, in Worms 2842, in Gießen nur -aol und indem in dieser Beziehung an letzter Stelle stehen- )cu Bensheim sogar nur 928 Personen zur Vermögenssteuer J trau lagt sind, beträgt die Zahl der Vermögenssteuerpflichtigen. 11 ^LWabt 6139 und übersteigt somit die entsprechende Zahl ur Araiuz um rund 1300 Personen. yu Kießkner Kanalgebühceuordnuttg. Wie wir bereits gestern mitteilen konnten, hat das ^coßh. Ministerium der vor einigen Monaten von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Gebührenordnung für die Benützung der Gießener Kaualisationsanlage )le Genehmigung versagt. Im Anschluß daran teilen wir Ul Nachstehenden die Begründung der Ablehnung mit. In dem Entwurf einer Gebührenordnung für die Be- lutzung der Kanäle einer hessischen Stadt war vorgesehen, daß von jedem Inhaber einer Wohnung oder eines sonstigen Teils der angeschlossenen Liegenschaften eine jährliche Gebühr nach Verhältnis des Mietwerts des von dem Inhaber benutzten Teils der Liegenschaft zu erheben s ei. Weiter war vorgesehen, daß die Gebühr nach Flächengehalt der Liegenschaften und dem Brandversicherungswert der darauf befindlichen Gebäude zu berechnen sei. Das Ministerium hat den Entwurf nicht genehmigt und dies, wie folgt, begründet: Maßgebend für die Befugnis der Gemeinden zur Erhebung von Umlagen und Ausschlägen der hier in Frage stehenden Art sind nach Artikel 7, 9 und 98 der* Städteordnung die Vorschriften des Gesetzes vom 22. Nov. 1872, betreffend die Gemeind e-sAus gab en. Dieses Gesetz stellt in seinem Artikel 3 die Regel auf, daß der Ausschlag von Gemeindeumlagen zur Bestreitung der Gemeinde-fBe- dürfnisse auf das gesamte Kommunalsteuer-Mapital der in der Gemeinde Wohnenden nach dem in den Gemeinde-i steuergesetzen festgesetzten Steuerfuß erfolgt. Eine Ausnahme von diesem Grundsatz läßt das bezeichnete Gesetz in Artikel 5 insoweit zu, als hier bestimmt ist, daß der Auf-^ wand, der zur Sicherung des Grundeigentums oder zur Abwendung besonderer Nachteile oder zur Erreichung besonderer Vorteile für einzelne Einwohner oder Besitzer oder einzelne Klassen von Einwohnern und Besitzern nötig ist, der Gemeindekasse durch nach einer den besonderen Verhältnissen des einzelnen Falles entsprechenden Norm zu erhebende Ausschläge zu ersetzen ist. Im vorliegenden Fall handelt es sich um Aufbringung der Kosten eines Gemeindeunternehmens, das in erster Linie die Sanierung der Stadt im Auge hat, demgemäß das Wohl der gesamten Einwohnerschaft, jedenfalls aber nicht die Erreichung besonderer Vorteile von einzelnen Einwohner-^Klassen erstrebt. Letzteres wird in §2 der vorgelegten Gebührenordnung insofern selbst anerkannt, als dieser Paragraph jeden Inhaber einer Wohnung oder eines sonstigen Teiles einer Liegenschaft für zahlungspflichtig erklärt. Denn die „Inhaber von Wohnungen", das sind im allgemeinen die in der Gemeinde wohnenden kommunalsteuerpflichtigen Personen, können nicht als eine einzelne Klasse von Einwohnern oder Besitzern im Sinne des Art. 5 des angeführten Gesetzes angesehen werden. Demgemäß kann auch der in der vorgelegten Gebührenordnung vorgesehene besondere Ausschlag nicht auf Art. 5 des Gesetzes vom 22. Nov. 1872 gestützt werden. Würde die Kanalisation der Stadt neben dem der Gesamtheit der Einwohnerschaft zu gut kommenden hygienischen Nutzen auch besondere Vorteile für einzelne Klassen von Einwohnern oder Besitzern zur Folge haben, so könnten als solche allein die Besitzer der an das Künal- netz angeschlossenen Grundstücke in Betracht kommen. Aus Stadt und Laud. Gießen, 3. Sept. 1907. ** L e h r a m t s p e r s 0 n a l i e n. S. K. H. der Großherzog haben den Lehrer am Lehrerseminar zu Bensheim Mich. D ö b e r t zum 1. Musiklehrer an diesem Seminar ernannt; den Oberlehrern Phil. Bitsch an der Realschule und dem Progymnasium zu Alzey, Karl Hensing an der Viktoriaschule zu Darmstadt, Eduard Pfaff am Seminar für Volksschullehrerinnen zu Darmstadt und Reinh. Walz an der Augustinerschule (Gymnasium und Real-i schule) zu Friedberg den Eharakter als Professor erteilt und dem Oberlehrer an der Volksschule zu Mainz Adam Stenn er den Titel „Rektor" verliehen. — Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Herm. Bender aus Dornholzhausen die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Stumpertenrod. — In den Ruhestand versetzt wurde der Lehrer an der Gemeindeschule zu Nieder-Jngelheim, §erm. Jos. Lehr auf sein Nachsuchen. **Ein Achtzigjähriger. Der Großh. UnioersitätS- Sckretär Geh. Kanzleirat Schäffer begeht morgen in geistiger und körperlicher Frische seinen achtzigsten Geburtstag. ** Eine historische Kommission für Hessen. Mit Entschließung vom 31. August l. I. haben S. K. H. der Großherzog die Bildung einer historischen Kommission für das Großherzogtum Hessen gutgeheißen und als staatliche Mitglieder dieser Kommission ernannt: den Vorsitzenden des Verbands der Geschichts- und Altertumsvereine im Großherzogtum Hessen, Präsidenten des historischen Vereins für das Großherzogtum Hessen, Archivdirektor Dr. Gustav Freiherrn Schenk zu Schweinsberg in Darmstadt; den Vorsitzenden des Oberhessischen Geschichtsvereins, Geh. Hofrat Professor Dr. Otto Behaghel in Gießen; den Haus- und Staatsarchivar Dr. Jul. Reinh. Dieterich in Darmstadt; den Diözesanarchivar des Bistums Mainz, Pfarrer, Professor D. Dr. Franz Falk in Klein-'Winternheim; den Universitütsprofessor Dr. Joh. Haller in Gießen; den Direktor der Großh. Universitätsbibliothek, Geheimen Hofrat Dr. Herm. Haupt in Gießen; den Direktor der Großh. Hofbibliothek Dr. Adolf Schmidt in Darmstadt; den Universitätsprofessor Geheimen .Justizrat Dr. Arth. Benno Schmidt in Gießen. ** Kranke nbeförderung. Für die Beförderung von Kranken auf der Eisenbahn kommen neuerdings besonders eingerichtete Krankentragbetten zur Verwendung, durch deren Einführung ein bedeutender Fortschritt auf dem Gebiete der Kitankenbeförderung geschaffen ist. Diese Krankentragbetten, von denen im Eisenbahndirektionsbezirk Frankfurt a. M. je eins auf den Bahnhöfen Gießen, Limburg und Frankfurt a. M. Hptbhf. auf4 gestellt ist, sind derart eingerichtet, daß der Kranke darin von der Wohnung oder der Unsallstelle abgeholt, ohne Umbettung in einem Eisenbahnabteil, in das das Tragbett hineingestellt wird, weiterbefördert und auf der Bestim-s mungsstation vom Bahnhof wieder bis an die neue Lagerstätte (Krankenhaus, Klinik, Wohnung usw.) getragen werden kann. Die Tragbetten können von allen Stationen und Haltestellen — nötigenfalls telegraphisch — angefordert und nach sämtlichen Stationen und Haltestellen der Preußisch-Hessischen Staatsbahn verwendet werden. Die Beförderung erfolgt in den Abteilwagen 3. Klasse. Für die Benutzung sind zwei Fahrkarten dritter Klasse für den Kranken und je eine Fahrkarte 3. Klasse für jeden Begleiter zu lösen. Weitere Gebühren, auch für Rücksen-, düng und Desinfektion des Tragbettes, kommen nicht zur Erhebung. Nähere Auskunft erteilen bereitwilligst die Bahnhofsvorstände. ^^Versteigerung von aus der Schweiz ein- g e f ü h r t e r B u l l e n S i m m e n t h a l e r R a s s e. Gestern Dorrn, wurden hier in der Nebeschen §0 fr eite die von der Landwirtschaftskammer auf Bestellung der Gemeinde Maul-i bach, Heimbach, Wölfersheim, Arnshain und Klein-Karben in der Schweiz angekauften Bullen Simmentaler Rasse unter den Reflektanten versteigert. Den höchsten Preis erzielte ein 1 Jahr 8 Monat altes Tier, den die Gemeinde Mäulbach für 1505 Mk. kaufte. Ferner wurden 4 Sünmentaler Bullen, die ebenfalls die Landwirtschaftskammer für die Zucht-, stationen Windhausen, Oberhörgern, Wenigs und Rodheim v. d. Höhe in der Schweiz hatte ankaufen lassen, durch Los unter den Stationen verteilt. Der Tierzucht-Inspektor Schwarz, der zu den Mitgliedern der Ankaufskommission ge«i hörte, erklärte, es werde immer schwerer, in der Schweiz bestes Material zu angemessenen Preisen erwerben zu können. Die Kommissionen, die die 5 Gemeinden zu der Versteigerung hierher entsendet hatten, waren beim Mustern der Bullen wegen deren Beschaffenheit etwas enttäuscht. Man ist allerdings mit der Zeit dahin gekommen, in Ober^ Hessen, wo Simmentaler Vieh gezüchtet wird, sehr hohe Anforderungen auch in Beziehung auf ideale Beschaffenheit beim Ankauf von Gemeindebullen zu stellen und das ist im Interesse der Rindviehzucht und deren Hebung int Lande auch anzuerkennen. ** Eindrücke eines alten Äießeners bo.n( seiner Vater st ad t. Mr. Henry M. Burckhardt,, ein 71 jähriges Gießener Kind, das in den 50 er Jahren? vorigen Jahrhunderts nach Nordamerika ausgewandert und in New-Britain (Sonn, seinen Wohnsitz hat, weilt seit einigen Monaten in seiner Vaterstadt, um sich an dem außer-? ordentlichen Auffchwung, den sie seit jener Zeit genommen hat, zu erfreuen und feinen nahen Anverwandten unix ehemaligen Spielgenossen einen Besuch abzustatten. Das' Universitätsfest, die Einweihung des neuen Stadttheaters, sowie manche andere Veranlassungen haben dem immer? noch lebenslustigen Manne reichlich Gelegenheit geboten, den gewaltigen Unterschied zwischen damals und jetzt kennen zu lernen und seiner Anerkennung hierüber Ausdruck zu verleihen. Seinem Blick ist nichts entgangen; er zollt' namentlich dem Schwimmbad, dem Theater-Neubau, einigen Schul- und zahlreichen Privatbauten seinen ungeteilten Beifall, während er sich nicht genug verwundern kann, daß die Gießener Bürgerschaft sich mit einem Verkehrsmittel,! wie unsere elegante Pferdebahn, begnügt, die doch den Anforderungen einer so im Aufblühen begriffenen Stadt absolut nicht genüge. Unser Amerikaner rüstet zur Rückreise, hoffen und wünschen wir, daß wir, wenn er abermals den Ozean kreuzt und feiner Vaterstadt einen Besuch macht, ihm mit einer Elektrischen nach amerikanischem Muster auf- warten können. Bis dahin gute Reise und frohes Wieder^ sehen. ** Zimmerblumenpflege. Ein nachahmens-, wertes Vorbild für die Zimmerblumenpflege gibt das Dörf-^ chen Garbenteich. Wer feine Schritte durch diesen? freundlichen Ort lenkt, wird sicher erstaunt sein über die Pracht der blühenden Topfgewächse vor den Fenstern der Wohnhäuser. Man findet dort augenblicklich nicht ettva, vereinzelt die Fenster mit blühenden Fuchsien und Geranien in allen Farben bestellt, sondern es ist im Gegenteil eine Ausnahme, wenn ein Haus keinen Bluemnschmuck zeigt. Die Bowehner anderer Dörfer würden wohl daran tun, ihren Straßen ebenfalls durch Blumenpflege einen freundlichen Schmuck zu geben. ** Das Brautpaar in Begleitung des Po- lizeidieners. In Ilbeshausen im Vogelsberg wurde seither jedes Brautpaar, das an seinem Hochzeitstage zum Standesamt und bann zur Kirche ging, auf dem Wege durch vorgehaltene Seile am Weitergehen gehemmt. Durch dies fogenannte „Hemmen" verschafften sich Burschen und Kinder Geldgeschenke, die der Bräutigam zu verabfolgen hatte. Da aber bei Ausübung dieses alten Brauches ge-t radezu Unfug getrieben wurde, so soll fortan der Polizeidiener das Brautpaar auf seinen Gängen am Hochzeitstage begleiten. Wenn auch gegen den Unfug des „Hemmens" eingeschritten werden mußte, so ist diese Maßnahme, wie unser Gewährsmann meint, doch wohl nicht glücklich gewählt. O Laubach, 2. Sept. Zum ersten male seit feinem Bestehen ist infolge des Feriemvechsels das hiesige Gy m n a s i u m iu der Lage, das Sedans fest feiern zu können. Eine Schulfeier, bei der heute Gymuasialdirektor Dr. Bauer die Ansprache hielt, leitete das Schulfest ein, dem ein Ausflug folgte. ort sei, beweise die große Zahl der Erschienenen, der dekorierte Saal und die geschmückten Häuser. Jahresversammlung des hessischen FlottenvererrrH. (Original-Bericht des Gießener Anzeigers.) ErrrgesauSr. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artik übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keiner! Verantwortung.) Zum Achtuhr-Ladenschluß. Ter Versasser des Eingesandt in Nr. 203 des Gieß. Am htc feine Entgleisung zu verschleiern, indem er jein den Leivri B er b a n d hernehmen will. ^®l3e | eine reichsMetzlich geordnete .Dandelsäussicht durch Lande!? m sichtsämter gefordert wird- Tie Handelsaufsicht soll gru'ndsät s ein selbständiges Amt bilden- 1 u lieber die Arbeitszeit ini Kandel sprach Silbe mann (Hamburg)- Er wies auf die durch die moderne tt schäftsorgamsation herbeigesührte größere Anspannung der der Eingestellten hin, welche mt Interesse der Gesundheit b Fortbildung, des Familienlebens und deF Bolkswvhls 'üTh Haupt, eine Einschränkung und zweckmäßige Anordnung der bcitszeit bedinge- Von dieser Erwägung ausgehend, stellte er folgende n gemeine Forderungen auf r Tie reichsgesetzliche Einführung des 8 11 r-, Ladenschlufses ift notwendig. Solange die reichsgesetzliche Einführung des 8 Uhr-M^n schlusses nicht erfolgt, muß mindestens der höheren Verwaltung behöcde die Pflicht auferlegt werden, den 8 Uhr-Ladenschl einzuführen, sobald zwei Drittel der Geschäftsinhaber sich dai erklärt haben. Ddöglichste Vermeidung der Ausnahmen von der Mindesten! zeit, dem Ladenschluß und der Sonntagsruhe. Sorgfältige fung der örtlichen Bedürsnisfrage vor Gewährung von Au nahmen, überhaupt vorhergehende Anhörung der beteiligten Pei zipale und Gehilfen oder deren Interessenvertretungen. Vo ständige Sonn- und Feiertagsruhe. Regelung der Ltvntorarbeii zeit. Bewilligung und reichsgesetzlichc Gewährleistung eines s die Erholung bestimmten Urlaubes nach einjähriger Dienstu für alle Handlungsgehilfen- Unbedingte Sicherung ß)etknh bezuges während des Urlaubs- Ter Veröandstag stimmte dem Referenten zu- Damit iD die Tagesordnung erledigt- Ein Festessen mit anschließend,- Konzert und Ball bildete den festlichen Abschluß des Verband tages- (?) Rodheim a. d. Bieber, 1. Sept. Das furchtbare Unwetter, das am 15. August über unsere Gegend nieder- ging, hatte auch in der hiesigen Feldmark große Verheer rungen angerichtet. Zum Glück sind viele Bewohner gegen Hagel versichert und der Schaden trifft sie daher nicht allzu bedeutend. Die Versicherungsgesellschaft muh aber hier sehr tief in den Säckel steigen, zumal der Ernteverlust durchweg auf 50 Prozent, in einzelnen Fällen sogar auf 65 Prozent geschätzt wurde. Die Gelder werden ohne Anstand ausgezahlt. Eine große Täuschung trifft aber die Landwirte, die gegen Hagel versichert sind, aber vor der Abschätzung ihre Feldfrüchte eingefahren haben. Ihre Ansprüche werden in keiner Weise berücksichtigt. Es mag dies für ähnliche Fälle allen Landwirten zur Lehre dienen. X. Hanau, 1. Sept. In den hiesigen Bäckereien! der Stadt sind von heute ab neue V er ka u f s b e d i n g un g e n in Kraft getreten. Jedes Brüdchen kostet hiernach 3 Pfg., bic Zugaben fallen weg, außerdem ist, was von einschneidender Bedeutung ist, die Rabattgewährung mit Backivaren an Konsmn- vereme, Einzelkunden und Wirte nicht mehr gestattet. Der über eine starke Mitgliederzahl verfügende Marken-Konsum- verein hat dann auch alsbald eine Mitgliederversammlung einberufen, um Stellung zu den Maßnahmen der Bäcker zu nehmen. Gleichzeitig fordert der Vorstand des Marken- Kosumvereins seine Mitglieder auf, bei den Bäckermeistern, die dem Marken-Konsumvcrein als Kontrahenten angehören,' vorläufig kein Brod zu entnehmen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß eine Fehde zwischen den Bäckern und den : Konsumenten ausbricht. — In den Kreisen der Milch- \ Produzenten wird eine Erhöhung des Milchpreises ) als erforderlich erachtet. HstBleichenbach, 2. Sept. Der heutige Schwein e- markt war mit ca. 240 Stück Ferkeln und Einleger befahren, nur die nächste Umgebung hatte den Markt beschickt, auf welchem aber die Käufer fehlten. Nur wenig Abschlüsse wurden gemacht. Schwere Einleger zu 100 Mk. das Paar, leichtere zu 70 Mk., Ferkel 8—10 Wochen alt zu 34 -36 Mk. und leichte Ferkel 20—24 Mk. waren der Durchschnittspreis.^ Es steht zu erwarten, daß bei dem bedeutenden Ueberstand an Jungvieh, verbunden mit guten Futteraussichten, die Preise bald in gesunden Normen sich bewegen werden. )( Geilshausen, 31. Aug. Bei der hiesigen Genre i n d e r a t s w a h l wurden wiedergewählt: Wagnermeister Heinrich Niebergall II. mit 74, und Pflastermeister Konrad Hilberg mit 71 Stimmen. Neugewählt wurde Landwirt Heinrich Schomber III. mit 56 Stimureir. Lauterbach, 1. Sept. Von nah und fern hatten stch bereits gestern zahlreiche Vertreter der verschiedenen Ortsgruppen des Flottenvereins yrer emgesunden. In dein dekorierten Saale zum Johannes-- berg sand gestern die Begrüßung durch den Vorsitzenden der Ortsgrieppe, Kreisrat v. Bechtold, statt. Mit einer kernigen Ansprache begrüßte er die Vertreter der Orts- gruppen und den Vorstand. Wie groß die Freude bei den greife immer weiter um sich. Wenn sich die Handlungsgehülfen- verbande nicht dagegen wehren, dann werden viele Angestellte nach .mks getrieben zu den extremsten Parteien- Daher: Fort mit der Konkurrenzklausel. (Lebhafter Beifall.) Der Verbandstag nahm hierzu eine Resolution an, in der er es für dringend rlotwendig erklärt, daß durch Annahme der Anträge Baisermann-L>treesemann und Ablaß der § 63 des Hande.sgesetzbuches in feinem ganzen Umfange mit der Kraft zwingenden Rechts ausgestattet werde, damit dem gegenwärtigen r l- r lluslcherheit gegenüber der fortwährend schwankenden Rechstprechung cm Ende gemacht werde- Weiter wird gefordert ein geietzliches Verbot der sogenannten Konkurrenzklausel in laufmannilchen Dienstverträgen, weil die gegenwärtig bestehende Freiheit solche Veschraniungen der Erwerbstütigkeit zu verein- 0^'6 zu dem empörendsten Mißbrauche geführt hat- Noch gefährlicher, als üiefe ostene Kvntürrenzklausel sind die versteckten Konkurrenzklauselu, die durch den beka-unten Versuch der Großbanken und der Berliner Seidengvoßfirmen nur mehr als es sonst geschieht, das Interesse der Oeffentlichkeit wachgerufen haben, die aber m anderen Geschäftskreisen auch bekannt sind und benutzt werden. Ter Verbandstag hält es für dringend er- sorder ich, solche Vereinbarungen, durch die sich Firmen ganzer Brauchen oder bestimmter Jnteressenkreise gegenseitig verpflichten, Gehilfen, die bei einer j>er Vereinbarung an geschlosst new ytzma tätig waren, nicht in Stellung zu nehmen, durch gesetzliche Vorschrift zu verbitten )!cber H an d l u n g s g h i l f e n k a m nl ern referierte G ö tz e (Ver.in)-^ Er memte, daß die Handelskammern nicht immer ge- nugend oie Interessen der Gehilfen vertretm, deshalb müsse eine anbere Interessenvertretung gesucht werden- Diese sei zu finden in der Handlungsgehilfenkammer, die auch der paritätischen vorzuznehen fei- Der Lerbandstag stimmte einer Resolution zu, lst,^r die Errichtung von Haudlungsgehilsenkammern gefordert w^rd- Ter ^erbandslag begrüße jede etwa kommende gesetzliche ^ntereiscnvertretung Oer Handlungsgehilfen als einen Fortschritt, I.ehe aber sogeiiannle paritätische (Kaufmanns-) Kammern als die iur Hl.nd.ungsgehilir.i minder geeignete Form an und halte auch □ c111 bei- Forderung von Handlungsgehilfenkammern fest- ferat3um, ufftcht Mute nach einem Re. lernt von Lißre -Leipzig eine Ertlarung angenoimnen, in der . Man kennt ja die „Gewissenhaftigkeit" der Teutst nationalen zur Genüge, und so ist es auch zu verstehen, wenn h rem persönlichen Worte des Herrn Blau m der öffentlichen ist- ' sannnlung jetzt von Seiten der Deiitschnationalen dazii bemi iveröen, diese Worte dein Leipziger Verband m die Schuhe I^'eben, und damit den Leipziger Verband gewissermaßen sctiu meistern will. In diesem Gebayren zeigt sich wieder einmal ö. deutsch-nationale G roßenwahn , der alle Arbeit, die wir u- ' der Lehrek,ahrt haben 6 Herren aus Hessen teilgenommen. Ter Redner gab dem Vertreter des Präsidiums anheim, der Festsetzung der Teitnehmerzahl künftig nicht an Stelle der Vevo.lerungsziffer die Zahl der Mitglieder der ein- maßgebend fein zu lassen. o ^ounral Rosenthal machte Mitteilungen über die Lauchahnen un Marinedienst. Auf Vorschlag des Vorsitzen- den wurde sodann an den Fürsten Salm ein Telegramm abgesandt. Zehrer Tietz-Osthofen erstattete Bericht über die ^ehrerfahrt. Alsdann erfolgte die Rechnungsab- l a g e drirch Hauptmann V o l l m a r. Es wurde Entlastung erteitt. Dberlehrer Lautenschläger berichtete über die Hauptversanunlung in Köln. Im Anschluß an die Aus- suyrungen über Zweck und Ziele des Flottenver-^ eins des Generalleutnants v.'Korlvan gelangte folgende! Resolution zur Annahme: b , -..'5'^ , Lauterbach tagende General-Bersammlung des hessischen F-ottenverenis stimmt der in Hauptversammlung m Ko.n aut 12- Mai gefaßten Resolution in vollem Umfange zu und erl.art, daß sie die darin gesteckten Ziele mit allen Kräften zu erreichen bestrebt sein wird-"' Nach dem Essen hielt Herr General Keim einen Vortrag über Flotteupolitik und Flo t t e n v e r ein den wir morgen ausführlich wiedergeben werden. Um 3 Uhr schloß der Vorsitzende die Versammlung. Oberlehrer Fölsing ermahnte in kernigen Worten die Versammlung, an dem Vermächtnis unseres großen Kanzlers, des Fürsten Bismarck, festzuhalten und in seinem L-inne an dem Ausoau unseres Vaterlandes mitzuhelfen. -oon i». ft*. H. dem Großherzog ging folgendes Telegramm em: mir dar gebe chte Huldigung des hessischen Verbandes des deutschen ^lottenvercins habe ich mit vielem Dank entgegen genommen- Gerne gebe ich Ihnen die Berstcherung, daß die ^eilr^oungen des^-^lottenvereius im Interesse der vaterländischen Wehrmacht zur ^ee wie bisher meines Wohlwollens sicher fein Ernst Ludwig, einige gemütliche Stunden. < HE um 101/4 Uhr begann die Hauptversanrmlung, die durch den Vorsitzenden des Landesverbandes eröffnet wurde Ter Redner gab bekannt, daß lediglich die chlewtere Bahnverbindung Grebenhains die Ursache sei, daß die Hauptversammlung in Lauterbach und nicht, wie ursprünglich geplant, in Grebenhain abgehalten werde. Redner begrünte hierauf den Vertreter der Kreisbehörde, der Ortsgruppe ben, „Bürgermeister der Stadt, die Vertreter der Hauptaus- schusse von Hessen-Nassau und Frankfurt a. M." und den Vertreter des Präsidiums des deutschen Flottenvereins General Keim. Sein Hoch galt S. M. dem Kaiser und S K Hoheit dem Großherzog. An den Groß Herzog ging folgendes Telegramm ab: 0 b a V1 Lautervach tagende Hauptversammlung des hessischen Landesverbandes des deutichen^Flottenvereins bringt Ew- Könia- liaien Hoheit, ihrem erlauchten Schutzherrn, untertäulgst Huldigung «L Mr ihre innere Tätigkeit die Fortdauer Ew Kgl- Hoheit gnädigen Wohlwollens. Tr W Dierk Redner gedachte noch der verstorbenen Mitglieder des r)-lottenvereins, zu deren Andenken sich die Versammlung von den Sitzen erhob. General Keim überbrachte die Grüße des Präsidenten des Flottenvereins, des Fürsten Salm. Der Redner gab seiner ^renbe darüber Ausdruck, daß er als geborener Hesse das Präsidium bei dieser Tagung zu vertreten habe, und sprach in dessen Namen dem hesp Landesverband die besondere Anertennung aus für die treffliche Organisation ein Verdienst des Vorstandes sei, sowie für seine Leistungen, die auf die Rührigkeit der Ortsgruppen zurück- gesuhrt werden müssen. Generalleutiiani Liebermann-Wiesbaden überbrachte die Grüße des Hauptausschnsses für Hessen-Nassau. Ein gleiches tat für den Hauptausschuß der Stadt Frankfurt a. M., Ingenieur Raschen. rc Den Jahresbericht erstattete Oberst Becker- Darmstadt Er machte besonders aufmerksam auf das Rundschreiben über die Beteiligung einzelner Mit- glteder des Präsidiums an der Wahlagitation. In diesem Rundschreiben sei der Standpunkt vertreten, daß in der der Agitatioll für die Neichstagswahl ein H?9^Statut nicht erblickt werden könne, zumal ausschließlich sur die allgemeine iiationale Sache und nicht im Sinne einer politischen Partei gewirkt worden sei. Neue in 01 2aufc-i?c” ^richtsjahres entstanden Wivlis, (ifroschieberau, Oberroden, Schafbeim Wolfs- DtmlnMge bej Verbandes habe sich gebess^tSfoenn noch mcht möglich gewesen, aas Dcu'?t vo ifLhf« s r 4 da jedes Mitglied durch'den S bn i au? durlgschnitttichen Beitrags auf 2 M. fei sehr erwullscht. Eine Schülersahrt tonnte mangels entsprechender Beteiligung nicht stattsinoen. ' An j vernri-chte». dw pädagogischen Ansichten Rouffeaus m"Rnbland°dur?' e SwÄÄ .“TKÄ" v S* verstehen sich auf das Herstellen ^)üllV6c^nlhlDnTpS^0^ß ^.umbex Bork ist Seiler Der h P n h „ X 1. ^Guhwerk. Der perzoq vo Handwerk deutsche Kaiser versieht dasBuchdwcker * lieber den Brückeneinsturz in Quebec (Dgl *,T*ten Telegramme) werden noch die fol eKt jimw aus eurer Lokomotive und drei Wagen mit Eisen Fu7^den^V^ .^zte in eine7 Zänge von M Fuß ui den Fluß und rift 92 'lUrfnn,.» , ,. Soöc gequetscht wurden. Bis etzi sind"ö'Leichen mangelhaftem MMerW zu suchen ist. l-1>i:uucu6uni3 Vu Erster Verbandstag Verbandes Deutscher Handlungsgehülsen. (.Unberechtigter Nachdruck verboten.) or S. n. H. Berlin, 1. Sept. Am zweiten und letzten Verhandlungstage sprach Bernhard (Leipzig) über die P e n s i 0 n s v e r f i ch e r u n g der P r r v a t a n g e st e l l t c n. Die Pensionsversicherung der Privatangestellten sei heute an sich keine Frage mehr, denn sie werde und müsse kommen. Nur über das „wie" geheil die Meinungen auseinander. Die einen wollen eine selbständige I--—w p v.“ 4v “ v “ / vu uue inueu, oie roic m 1 ftane, die anderen begnügen sich mit der Erweiterung der be» m.lC) andere Verbände lelsten, schlecht macht und sich als der cilie; stehenden Arbeitcrversicherung. Ter Redner glaubt uicht, daß ^erbanb hnizustellen sucht. In diesei: allein felis 1 die Pensionsverhältnisse der Privataugestellten im Nahmen der '"u^nden Glauben smd die Teutschnanonalen so festgerannt, de bestehenden Arbeiterversicherung sich verwirklichen lassen. Damit -^0^^ der Redner 111 der öffentlichen Versammlung zu ein« solle nicht gesagt sein, daß die PrivatangesteUten etwas besseres G ^^illng erdreistete, m eilier Angelegenheit, über die er nai fein wollen als die Arbeiter; aber sie nehmen eine Sonder- orientiert ist, ebenso wie Herr Blau den Verlaust«! stellung em, ihre körperliche und besonders ihre geistige Ab- en nicht genau mutzte und er auch stets betonte, daß er re> Nutzung sei besonders groß. Deshalb müsse die Altersgrenze I ftcb Jpvec^e. Trotz alledem suchte der Redn. für den Eintritt der Invalidität auf das 65. Lebensjahr fest- ^".^^band ^eiltschei Handlungsgehülsen, der nut der öffentliche 3ssttzt und für die Privatbeamten die Berufsinvalidität einae- , eriamiulung gar nichts zil tun hatte, in der öffentlichen Meinm Whrt werden. Der Vtediirr beantragte die Annahme folgender reKiÄS Clne5 der kennzeichne. , Resolution: Der V. D. H. erhebt auf seinem Verbandstag in P 1Urc? n ? Ir9 Teulscynalionalen Verbandes. Forderung nach einer staatlichen Alters- und In- k. ; J U«Cl’ld) naive Frage: „Hat dc validitats-Versicherung der Handlungsgehilfen und anderer Pri- ^^ -elvzlger Veiband getan? iwergehe, denn wir sind den Deulscl ' vatangestellten durch Errichtung einer besonderen Versicherung^ ^bchenschaft mcht schuldig. kaise. Das Bersicherangsgeseh soll grundsätzlich fefHegen: 1. Ver-tt " 6nS, vecraien, die Eingabe ist von ut sicherungvzwang und Zwangsversicherung für alle Haiidlunas- u Semacht, iuic sie sich unserer freiind chaülichen Stellung zu dt "Aitk........ «r..»r»r. ni._ A.Z..-“'“ °^-P geiiehmen Verhältnisses anerkennen. } ’ ; 4. die Rentenzahlung an die "Witwen" und ^Waisen -1 hnn^n U°J)1 1 ?tl-n .^''bezogene Eingabe des Leipziger Ve als Kasse,-beiträge L 7’ 'nit Fug und Siecht - zur Uebernahme der Hälfte der I h»r ^^k^ ''e so klare eingehende Eingabe ■ 6. Rentenzuschuß aus Reichsmitteln die unse?iae'^Ltonloren" gemad wie bei der Arbeiterversicherung." o'e unsertge is^t. Sogar von den Deutschnationaleu muß In der Aussprache meinte Weber (Leipzig), das) mancher Sim.™ nb^ |le 4lroaS »» -adeln habe tige Kopf, der jetzt die ftrmtfirfip L klammern sie sich an euren vorgekommenen Schreibsehler, drrrch d, .vuum» unutn weroe, wenn man angezogen wurde. Es ist di- , . »V. , V ..... -,-Ui Angehörigen eine bessere Sicher- daraus ar? die DümpO^-Ekamrt, aver sre gehen ja schon lnrnr hert für dre Zukunft gewähre. H r ller (Leipzig) führte anS, Lnh?-, y.-'h/.A» t 5 Oenterl zu verkehrerr" und dam V 'm t-7 - ,V; Frage, ob „Sonderkasse" L«Anschluß^"L Ä u Ä*'' 10 dadurch den ganzen Handlung, dre Arbcrterversrcherung dre merltcn — nicht alle — Parteien des "ehrlueirilano ä" ichaorgen. Reichstags wünschten, daß die Privatbeamteir auf dem Stand- kp,?eV 'natzvoll in der Fornr". Das ist d. punkt der Sonderkasse stehen bleiben. Auch Gras ^0010^1) veiIülnen# llnb blcö cntfP^tcl)t nud) ben ^nfic^f< s&ä sSä Ä. atwxxSff- 's« ................... man sich auch mit dem Anschluß an dre Arbeiterversicherung « e 51) . begnügen. Das „wie" komme erst in zweiter Linie durch- 1 Verbesserung der Lage des Hanl geführt müsse und werde die Perrsionsversicherung der Privat- erstreben diese Verbesserun angestellten werden. J 1 -"ngehorrgeu unseres Standes, und darin sind d •bS S.585Ä.** * ******* tes®« mb ausgeartet zu einer regelrechten Personalsperre. Auch die eu-aestihn würde Läoelo. >’<£' nllfct’n,4v |ur n“E «rauche UÄ s 'tisssjsr** ~ SÄÄ SÄ Earl Fix, Vertrauensmann des Kreisvereins Gießen vom Verband Deustcher Handlungsgehülsen Leipzic, gehilfen unter Ausschlu ß der Befreiung wegen ^i^g^teb^^^n^^ bei anderen Versicherungsunternehmunaen: 2 die Berufs-^n-1 ieitl9ev Hochachtung Bewohnern Lauterbachs Wer dis Wahl Lauteä7chs"ali^st- merSrente-3' ?*&-L°bensjahr/zum Seginn ber j flC"e^"0T Ä“”'! ort fei, beweise die große Zahl der Erschienenen her k S-’ EL orciuenzamunx rierte Saal und die geschmückten Häuser. Redner schloß pflichtung^des &ügeL?I)aänT ^bexnato "aU - ^ukschen Flottenverein und den Beiträge auf seine Kosteit; 6. Rentenzuschuß aus Reichsmittel Landesausschuß für Hessen. Alsoann dantte der Vorsitzende "l gleicher Weise und Höhe wie bei der Arbeiterversicherung " des Landes aus jchu sses, Tr. Merk-Darmstadt, dem Vor- ..In der Aussprache meinte W e b. c SU mJSS« sitzenden der Ortsgruppe für den Empfang und toastete auf ,^tl9.c Kopf, der jetzt die staatliche Laufbahn cinschlage, den die Ortsgruppe und die, Stadt Lauterbach. Unter den Klän- bas Privatbeamtenverhültnis finden werde, wenn man gen der Kapelle Stumpf und den Solovortrüaen des Kour-'rt- a^.a.n9cJleteit und ihren Angehörigen eine bessere Sich« Meisters Stumpf, die riesigen Beifall fanden, verlebte mau L " " ""....... einige gemütliche Stunden oav vezugliai ber