5>U tzeutige Kummer umfaßt 10 Seiten. reibt, die ihm bisher rückhaltlos GMreunDschafl geivu;;;. a uat es an die Quellen ihrer geistigen ströme unter Bedi.igmigen zu.'ießen, die in ihrer Milde selbst den eigenen Landeslmdcrn nicht zugestanden wurden. Wir verlangen nicht untctroürnäeii Tank für solche Gastfreundschaft, aber wir verlangen, baü man nicht Unsitten bei unS zum Durchbruch zu bringen ve.juchc, die in Gefahren für unsere politische Ordnung und unsere Auf- assung von Sitte und Moral ausarten können. Unseres trachtens sieht dec Herr Eui|cnder denn boa) etwas zu fchwarz. Wir in Gießen zum mindesten haben doch wohl keinen Grund, dem kleinen Häuflein harmloser russischer Studenten und Studentinnen, die sich hier doch im allgemeinen gesittet und zurückhaltend benehmen, die Gast- sreundjchast zu verweigern. -lösen Meldungen ist uns so vertraut, daß man sich nicht damit aufhätt, zu fragen, waL eigentlich gesagt worden ist, sondern daß man danach forscht, was verschwiegen wurde, tzm italienischer Diplomat hat die beiden Minister als zwei Kompagnons einer Firma hingeslellt, von denen der in Italien wohnende den aus Gesundheitsrücksichten auf einer Erholungsreise beflndlichen deutschen Geschäftsteilhaber aus Höflichkeit besucht und natürlich dabei auch über die Geschäfte der „Firma" spricht. Die Firma ist der Dreibund; dec rdritte Kompagnon', Graf Aehrenthal, hat sich bereits mit dem Fürsten Bülow unterhalten — eS fehlt nun nur noch, daß Tittoni mit Aehrenthal ein Stelldichein verabredet. Dann ist wieder alles gut; heute schon glaubt man die in den letzten Jahren etwas gelockerten ilalienisch-österr. Be- Ziehungen wieder gefestigt und wenn in Zukunft Wien und Rom zu verhandeln haben, wird man nicht mehr als Zentralstation des Fernsprechdrahtes Berlin zu benutzen brauchen, sondern den direk- ten Weg wählen, den man bisher oft genug nicht passierbar gefunden Hai. Und wenn angesichts solcher lLonstellationen sich die englischen Blätter aus Rom berichten lassen, das Faktum bleibe bestehen, daß der Dreibund doch nur auf dem Papier stehe und nicht den geringsten Wert habe; wenn die Londoner deutschfeindliche Presse im Kassandratone für Deutschland auf dec Haager Konferenz eine neue Niederlage prohezeit, so wird man über diese Sprache ebenso die Achseln zucken wie über den verloren gegangenen Kometen vom 1. April. Es wird auch aus der Ostcrzusammenkunft in Rapallo nichts wesentliches herauLkommen und der Besuch der beiden Minister wird tatsächlich kaum als etwas anderes erscheinen, als die höfliche Begrüßung ziveiec Firmenvertreter. Sticht Ministerzusammenkünfte und Frühstückereien entscheiden über die Zukunft der Völker, zumal es im entscheidenden Moment doch immer anders kommt, als man dachte, sondern die moralische, physische und geistige Kraft der einzelnen Rationen — mag man auch noch so viel Abrüstungsvorschläge vorbereiten und oocberateu. Der „ewige Friede' läßt sich nicht durch konventionelle Besuche erzivmgen, selbst dann nicht, wenn man auch den .bösen Nachbar' gewonnen hat. .Ter ewige tfcieöe m.rd immer em Traum bleiben und kein schöner', sag'e der Schlachtendenker Moltke. Borläusig aber haben die Spezial- korrespondenten und Interviewer goldene Tage und damit wäre wenigstens ein Zweck der Mmisterzufaminenkunft erreicht. Ader auch der Schwanz von Zeitungsartikeln dieses Kometen wird einmal sein Ende haben . . . Und dann ivird ein neuer prophezeit . . .1 Wir aber wollen nach wie vor Gewehr bei Fuß stehen als Verkörperung des bewaffneten und- also sichersten Friedens, und Mmistecdesuche, Friedens- konfereuzen, Abrüstungsvorschläge ic. mltmachen^— so lange sie uns nichts schaden und wir nicht gerade die Spielverderber zu sein brauchen. Der Komet. Am 1. April sollte ein vagabondierender Komet unsere Erde in ihre Bestandteile zerlegen — so prophezeite em italienischer Professor, der wohl damit die Menschheit in den April schicken wollte. Der Komet wenigstens zog eS vor, eine andere Bahn einzuschlagen und noch einmal ward unser Planet gerettet.... Bei einem solchen Zusammenstoß im Weltenraum wäre doch nichts anderes herauSgekommen, als ein hübsches Sternschnuppenfeuerwerk — wenigstens behanp- ten das die Gelehrten, die sich mit dieser Frage ernsthafi beschäftigen — und bann halte man hier auch schließlich anbeceS zu tun, als sich um die Irrfahrten eines leichtfertigen Kometen zu kümmern. Z. B. mit der Zusammenkunft BülowS mit dem italienischen Minister deS Auswärtigen Tittoni in dem idyllischen Küstenort an bei Rivitra di Levante. Zwei Minister schüttelten sich dort die Hände, unterhielten sich und frühstückten miteinander. Und nur schade, daß wir nicht in jenen Zeiten leben, in denen die saure Gurke dräuend über den Weg sich legte — die Welt wäre um eine Staatsaktion reicher. So aber ist em Ministerbesuch wie feder andere und all die geschäftigen Federn, die am Werke sind, um möglichst viel Kapital daraus zu schlagen und alle Formeln und Mixturen zu probieren, ohne die man in einer politischen Apotheke nicht auSkommen kann, können noch so gewagte Verinulungen und Kombinationen zum besten geben; noch so viele „Spezialkorrespondenten' und .Diplomaten' mögen ihr Licht bogenlampenartig leuchten lassen — man wird doch schließlich emsehen, daß der ganzen Weisheit letzter Schluß sich in die Worte zusammenfassen läßt: „Nichts gewisses weiß man nicht!' .Das Ergebnis der Unterredung war die Festellung der Tatsache, daß v ollst änd ig e Ue be r- einstimmung und volles Einvernehmen in den Ansichten der beiden Staatsmänner herrscht.' Die Weise solcher offi- politische Lages-charr. Jung-Rußland in Deutschland. Man schreibt uns: Der Prozeß gegen die russische Anarchistin Tatjana Leontjew, die vom Geschworenengericht zu Thun zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, weil sie „aus Versehen" einen völlig harmlosen Mann erschossen hatte, den sie für einen russischen Minister hielt, läßt uns unser Augenmerk auf jene Elemente richten, die heute unsere Universitätsstädte unsicher machen. Die russischen Studenten und Studentinnen, die es vorgezogen haben, ihrer Heimat vorläufig den Rücken zu kehren, bilden für uns ein Element der Unruhe und der Aufregung. Selbst in der freien Schweiz fordert man energische Abwehrmaßregeln gegen ihr ungehindertes und provokatorisches Auftreten und man verweist darauf, daß noch niemals in den Universitätsstädten Nevolverschießereien, politisch-anarchistische Demonstrationen und Krawalle derart an der Tagesordnung waren, wie jetzt. Auch dec republikanische Schweizer will neben der Freiheit vor allen Dingen Ordnung. Wenn also seitens des revolutionären Jung-Rußlands dieser Standpunkt nicht begriffen wird, wenn man nicht einsehen will, daß die Stulturitaaten Westeuropas schließlich nicht dazu da sind, um in ihnen die anarchistische Propaganda der Tat zu treiben und Zustände zu schassen, wie sie vielleicht außer in Rußland in den Hiuterwäldern und Prärien Amerikas noch herrschen mögen, so folgt daraus, daß dieses junge ruffische Akademilertum fich nicht zu wundern braucht, ioe*u ihm gegenüber der Geduldsfaden der Völler einmal Deutsche» Reich. Berlin, 2. April. Der Kaiser konferierte heute mit dem Staatssekretär v. Tschirschky und empfing den Prof. Rohlofs vom Kunstgewerbemuseum zur Vorlegung des Entwurfes zu einem Aebtissinnenstabes für Kwster Fischbeck bei Hameln. — P r i n ö ij ö t a r, bet lünfte Sohn des Kaisers, geb. 1888, wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres die amerikanische Universität Harvard beziehen. — Voraussichtlich wird sich General v. Deimling am 7 d. M. in Swakopmund nach Deutschland einschissen. Es heißt, der Kaiser würde ihm den Orden „Pour le merite" verleihen. Dresden, 2. April. König Friedrich August hat die Absicht, einen neuen Ehebund zu schließen. Zu diesem Behuf haben, wie einer Zeitung „von wohl informierter Seite" mitgeteilt wird, Verhandlungen stattgefunden, die den Zweck haben sollen, einer neuen Ehe auch vor dem kirchlichen Forum Gültigkeit zu sichern. Eine Prinzessin von Portugal, nach einer anderen Version eine Prinzessin von Parma, soll in Betracht kommen. Mannheim, 2. April. Aus Anlaß deS 5. Kongreßes der anarchistischen Föderation wurden die Anarchisten D r. Friedeberg und Karfunkelstein heute wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz festgenommen. Karlsruhe, 2. April. Der hier tagende 12. Kirchlichsoziale Kongreß wurde heute abend mit einem Festgottesdienst eingeleitet, bei dem Pastor Keller eine Predigt hielt. Später empfing die Großherzogin den Festprediger und den kirchlichsozialen Vorstand. Zur besonderen Freude gereicht ihr, daß in der christlich-nationalen Arbeiterbewegung die Saat aufgehe, die ihr Vater in der kaiserlichen Botschaft vom Jahre 1881 gesät habe.__ Noch ein paar Zeitungsstimmen: Eni Korrespondent bet .Reuen Fr. Pr." in Rapallo hatte eine Unterredung nut einem Unheniicljen Politiker, welcher ihm fagte: In deni Dreibund-Verträge sind die m 11i t ä r 11 d) e n Verpflichtungen der drei Staaten nicht iestgestellt und von ben Rüstungen ist nicht die Rede. Tie drei Slaalen haben deshalb , r e i e H a n d. Italien wird sich dein englischen Standpunlt tn der Abrüslungsirage nicht nahem, schon deshalb, weil Lester- reich-Ungam feine Rüstungen fort setzt. Auch die sZrage, ob nn Dreibünde ein englijch-deuiicher Konflikt vorgesehen sei, beantwortete der Politiker mit .nein'. ZeugniSzwang gegen die Presse. Zu benjenigen iuriiuiüjtm prägen, die tioy aller Rtttil niajt recht wciterbunmen wollen, gehört die vielerörterte über den Zeugniszwang der Presse. Daß der Zciigniszwang gegen die Prepe vom Standpunkte unb im Jntercste der Presse zu verwerfen sei, ist ebenso o>st von Abgeordneten aller Parteien anerkannt, wie feit Jahr und Tag als ein Erfordernis nahezu einstimmig von dec Presse bezeichnet worden. Wenn bisl)er aoer Dieie Erörterungen zu ejtcm praktischen Ergebnis nicht geführt haben, |o gesthah Dies aus dem Gruiid:, weil die Frage bisher faft stets nur beiläufig berührt oder nur von Vertretern der Pcesie leibst aus behandelt, aber noch nie zum Gegenstand einer tieieren, nniicn- jchastuchen Forschung vom Standpunkte der Juristen gemacht worben ist. Von besonderem Interesse und von einer Tragweite, die noch nicht abzuselM ist, weil der Verfasser des Ausiatzcs ein Staatsanwalt ist, mutz die Abhandlung des t a a t s a n w a l t s Dr Wulfsen in der Deutschen Junsten-Ztg. (herausgegeben von Professor Tr. Laband, dem preutz. Herrenhausmitglied, Lber- landesgerichtspräs. a. D. Dr. Hamm und Jufiizrat Hemitz, Verlag von Liro Liebmann, Berlin,) bezeichnet werden, Rn diesem anregend geschriebenen, wissenschustticy bucdjbaajten Artikel geht ber Versasier von der historischen Grundlage aus; cr zeigt an ber Tatjache, daß ebenso wie ber Verlobte, der Ehegalle, der Geistliche, der Aiuvalt, der Arzt usw. aus wohlerwogenen Gründen Zeugnis verweigern dürfen, dies auch der Presfe, jenem wich, tigen und nicht zu entbehrenden Faktor in unserem ögentlichen Leben, es gestattet sein müsse. Der Wulsfen'sche Artikel wird um so größere Bedeutung auch für die Reform des Strafrechts go winnen, 'a'IS cr in dem verbreitetesten und führenden juristl|chen Organ veröfsentstcht worden ist. Wenn der Bersasier bannt schliefst, baß er geglaubt hat, rückhaltlos seine Ansicht zu veröifenliicheil, o verdient das u msomehr besondere Anerkennung, als gerade er als Vertreter der Staatsamvaltschast volles Jnleressc jur die Bedürfnisse und die Bedeutung der Presse zeigt und durch lernen Artikel in ausgezeichneter Weise diese lang umstrittene, die All. gemeinbeit lebhaft tangierende Frage erheblich geklärt bat Airchc und Schule. — Hessische Lehrerseminare. Tie „Darmst. £tg.'/ schreibt halbamtlich: In auswärtigen und hiesigen Blättern (nicht ün „Gieß. Anz." Red.) findet sich die Nachricht, es solle ein viertes Lehrerseminar errichtet und nicht als Fori|etzung einer Präparandenanstalt eingerichtet, sondern mit einem yieal- gymnasium oder einer Realschule verbunden werden. Hier liegt eine Verwechselung vor. Es handelt sich nicht um ein Seminar zur Ausbildung von Volksschullehrern, sondern um ein sogenanntes p ä d a g o g i s ch e s S e m i n a r, tn dem junge Philologen, Mathematiker und Naturwissenschaftler für den praln.chen Unterricht vorbereitet werden sollen. Hessen hat bis fetzt drer pädagogische Seminarien, die mit dem Gymnasium zu Gießen, dem Realgymnasium und dem Neuen Gymnasium zu Darmstadt verbunden sind. Für ein viertes Seminar sind die Mittel im Hauvlvoranschlag für 1907 vorgesehen und von den Ständen bewilligt worden. Nach den Ausführungen des Vorsitzenben oer Schulabteilung in der Sitzung der zweiten Kanuner vom 7. März soll dieses pädagogische Seminar wegen der steigenden Bedeutung der Realanstalten mit einer solchen Anstalt verbunden werden. Eine Entschließung über den Ort ist noch nicht gefaßt. — Ter Heranbildung von Lehrern an Volksschulen Dienen die Seminare zu Alzey, Friedberg und Bensheini, von denen dic beiden ersten durchaus Parallelklassen haben, sodaß tatsächlich fünf Lehrerseminare vorhanden sind. Hierzu kommt Der pädagogische Sture in Darmstadt, in dem junge Leute mit dem Reisezeugnis einer neunftufigen höheren Lehranstalt zu Volks- schullchrern ausgebildet werden. Mit der Ausbildung von Volksschullehrerinnen besaßt sich das Seminar in t r Hermannstraße zu Darmstadt. Tie mit den höheren Mädchenschulen zu Darmstadt und Mainz verbundenen Seminarien sind der Ausbildung solcher jungen Damen gewidmet, die sich dem AdickcS. Die Ministerkandidatur Adickes gehört der Vergangenheit an. Der Frankfurter Oberbürgermeister, der, wie man neuerdings hört, als Nachfolger Delbrücks für den Posten des Hanbelsministers in Aussicht genommen war, scheint seine Bedingungen m Berlin gestellt ju haben, die man wohl nicht erfüllen mochte. Interessant immerhin bleibt die Tatsache, daß man bei der Bruche nach neuen Männern auf Adickes geraten war. Der Herr Oberbürgermeister gilt für einen leidlich liberalen Mann (auf em Parteiprogramm ließ er sich nie festlegen) mit fortschrittlichen Tendenzen. Und er gilt nicht, sondern er ist einer der tüchtigsten Verwaltungsbeamten, die Deutschland momentan an der Spitze großer Kommunalverwaltungen besitzt. Miquels begabter Nachfolger ähnelt dem ehemaligen Finanz- minister in manchem Wesenszug; die Gabe rascher Auffassung und zähen Beharrens beim einmal gewählten Ziele ist beiden gemein; [einer hätte gezögert, von der breiten und bequemen Heerstraße abzubiegen, wenn ein Feldweg rascheren Erfolg verhieß; und selbst ein Polizeitäselchen hätte den Einen kaum mehr als den Andern geschreckt. Unterschiede bleiben. Der Frankfurter Johannes war ein diplomatisch schlauerer Kopf als, „der lange Franz", und mit allen höfischen Hunden gehetzt; fpahte immer nur nach dem Loch und fragte, wenn er das warnende Hifthorn hörte, nicht erst lange, ob rechts ober links die Rettung winkte. Hätte auch nicht gezögert, zu Bülow in den Nachen zu springen, ohne vorher gewisse Garantien zu fordern. Adickes ist vorsichtiger und nüchterner, hält seine Phantasie enger im Zaum uni) will, ehe er einsteigt, erst des Reisens Ziel erfahren. Täuscht sich gewiß auch nicht darüber, daß der Kahn,, der ihn aufnehmen soll, mehr als ein nur notdürftig verstopftes Leck hat; weiß vielleicht sogar, daß des Steuermanns Tischgäste mit besorgten Mienen heruingehen und da und dort fragen, wie lange sich wohl bie Fähre noch über Wasser halte. Bekannt ist Herr Dr. Adickes nicht erst, seit er, vor genau einem Jahre, im preuß. Herrenhause eine bedeutsame Rede zur Strafrechtsreform hielt, und mit barschem Wort die Forderung stellte: „Mit dem bureaukratischen Schematismus muß gründlich gebrochen werden." Schon in Altona, das den erst Siebenund- dreitzigjährigen an die Spitze seiner Verwaltung stellte, erwarb er sich Anerkennung und Freunde, und als er 1890 in Frankfurt Miquel ablöste, stand sein Ruf schon fest. Seitdem hat er sich nicht gemindert. Don Miquel hat, als der Kaiser „seinen Mann" nach Berlin holte, manchen Plan unausgeführt hinterlassen, den Adickes verwirklichte, und noch ein beträchtliches Stück eigener Arbeit hat er in den drei Lustren hinter sich gebracht. Wenn Frankfurt heute zu den Musterstädten gehört, ist's nicht zum letzten des Oberbürgermeisters Verdienst, der, trotz seiner 61 Jahre, noch mit rüstigem Fuß d em Geiste der Zeit zu folgen vermag. In Berlin, heißt es, atmete man auf, als man von feiner Berufung hörte, und hoffte, daß er „die Fenster wett aufmachen werde, um die Stickluft Der preußischen Bureaukralie zu reinigen." Zu früh. Noch ist für einen Mann seines Schlages kein Raum im preuß. Ministerium, und ein Minister, der Bedingungen macht, ist auf alle Fälle kein bequemer Gast. Ihn aufzunehmen, solange noch Arbeitswillige traitablerer Natur zu haben sind, hat der Ferienkolonist von Rapallo gewiß leine Lust. Miiiiner Tutoni erklärte, nach römischen Btölleru, imeDeitioli, Italien fei nut Tcutschland in jeder Hinsicht, auch in Der Ab- rüslungsirage, vollständig einig. Tie Behaupiimg der .Tiibuna', daß Italien sich England gegenüber bereits hir de» Abrüstungs-Vorschlag verpflichtet habe, ennpvecDe feinen Ablichieii nicht. Es fei ihm nie eingefallen, sich England gegenüber do» vornherein uiid ohne. Vorbehalt zu buideu. Ein Leitartikel ber röm. „Tribuna" versichert, Italien bebanfe sich dafür, im Haag bie Ifeikle Rolle des Vermittlers zu spielen. Es würde Lielmehr der Sache eine möglichst praktische Wendung zu geben suchen, ohne feine Verpflichtung gegenuoer seinen Verbündeten und gegenüber ber Notwendigkeit der Existenz und seiner Verteidigung untreu zu werden. Andern romijckfcn „guten Quellen" zufolge traien Bulow und Titton. für bie Konferenz im Haag derartige Vereinbarungen, da« sich cih Zwiespalt zwi.chen den beiden Verbündeten, wie er in Atgr.eir<.s zutage trat, sich nicht iDieberljolen werde. Ferner heißt es, sowohl Italien wie Frankreich wurden Schritte tun, um England wonwglich zur Ausgabe des Abrustungsvvrschlagcs zu bestimmen, doch erscheine dies ziemlich ausuchtslos, da das englische Kabinett gegenüber der liberalen Partei gebunden fci. Ein Artikel des Pariser „Temps" über die Entrevue von Rapallo frbt hervor, daß der Optimismus des Fürsten v Bülow durch die c-llgemeine Lage gerechtfertigt sei. Der durch die Verhältnisse innerlich umgewandelte Freibund erfülle seine Aufgabe besser denn je, seitdem der Dreibund sich dazu verstanden nabe, Italien eine gewisie AltionSireiuett emzuraumen. Die noch etwa bestehenden Meinungsverschiedenheiten wegen des Haager Programmes seien nicht von besonderer Wichtigkeit. Alles in allem könne man vorbehaltlos zur Kenntnis nehmen, was über die Unterredung ber beiben Staatsmänner bisher verlautete und brauche beiden Ministern die frohe Stimmung, in der sie schieden, nicht zu mißgönnen. Nr. 77 Erstes Blatt 157. Jahrgang Mittwoch 3. April 1807 • iafln» 'vtT © moi uüch7bPf^ oieriel» ou6„e.n„.o9K & ~ ÄASte Dem Gießenei Anzeiger Jk Zk Xk «ö £3 AK monatlich 65 Vt.. durch ÄNEWkWZ zweimal wöchentlich da-k IF au-wän» N ^«nnta. ES General-Anzeiger für Gberhesfen MH Mb.efie für Rola(ionsi)ru(j nnb Dct|ag ber vrllk>Nchen Unw.-Vuch- und Sleindnickeril. H. langt. Rtöaftio«. «rpeOitton und Omtferd: $u!|trete 7. Anzeiger Gienen.................—_ — ■hhhb (mit Ausnahme Völi,kvMkÜkdkrHL,t der Wrsfällt in örr Siniit5 ientn 1 des 3 3^o Portugiesen Serie 1 . <5% Portugiesen 111 . 140.80 97.70 r nnce-Henn-hiticn bah n . 136.50 220. iierliuer iborse, 3. April 1907. Großherzog 27 40 141.75 49 70 85.50 65.90 96.45 April Anfangskursa. iiurpener Bergwerk. .uuraiiUtte . . umourden E. B. .\ordd. Lloyd . . . i uraeulose . lilrkenlose ... Gliech. Älonopol-Anl. 4/o Uesterr. Goldrente. . 4‘/s '0 Uesterr. Sil betreute 94.60 102 60 67.20 68.40 90.6ü 92.00 93.70 4>iü/0 russ. Staatsaul. 19üo 4>6° 0 Japan. Staatsauleihe 1 /o Conv. Türken von luu3 Ungar. Goidrente Italien. Bente . 178.80 165.3t 2oO. 75.7t 145.10 . . 208.50 . . 223.20 . . 27.40 . . 125.70 . . 140.25 Canada E. B..... Uarmstadter Bank . . Veutscue Bank . . . Durtuniuuer-Lnion C. . uresduei Bank . . . Tendern.; schwach. 3>s7( ö% W°l e 96.35 85.40 96.35 85.45 94.50 95 00 99.20 4>o 4 J»6 Unterricht an höheren Mädchenschulen und höheren Bürgerschulen widmen wollen. Es darf angenommen werden, daß bei dieser Entwickelung des Lehrerbildungswesens der Lehrermangel in einigen Jahren gedeckt sein wird. an und wenn das Feuer erst sie er- kein Einhalt wehr geboten werden ein Areal von 600 bis 700 Morgen haben den Bureauassistenten bei dem Hydrographischen Bureau Ludwig Hammann zum technischen Revisor bei diesem Bureau und den Registrator i. P. bei der Direktion der norm. Hessisch - Thüringischen Staatslotterie, Rechnungsrat Joh. Hallstein in Darmstadt, zum Ministerialregistrator bei dem Ministerium der Finanzen ernannt. ’• Ober hessische Viehzucht. Nach dem in den letzten Sitzungen der in Hessen neu organisierten Landwirtschastskaininer der Beschluß gefaßi ivorden ist, daß auf der in diesem Sommer zu Düsseldorf statlfmdendeu A u s ste l l u n g der deutschen Landwrrtschastsgesellschast sich auch die Provinz Oberhessen mit einer Anzahl ihrer h e i mi s ch en Viehzucht (Vogelsberger) beteiligen möchte und nachdem zugleich von der Landwirt- äussere Argentinier . Dienaauer . . AVI» Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss..... Buderus K W . . . . Tendenz: schwächer. Oandel tntfc verkehr, Volkswirtschaft. Köln, 2. April. Um dem Verfall der bisher zufriedenstellenden Lage der deutschen T a p e t e n i n d u st r i e rechtzeitig vorzubeugen, haben sich, wie der „Köln. Ztg." von beteiligter Seile geschrieben wird, die Tapetenfabriken zu einem einheitlichen Verbände zu- samweugeschlosien, der den Zweck hat, die Gründung einer Aktien- Gesellschaft, der alle deutschen Tapetenfabriken angeschlossen werden sollen, vorznbereiten. Die nötigen Mittel zur Durchsührwig dieses Plaues seien bereits sichergestellt. Tuich dre Gründung beabsichtige man der immer mehr überhaudnehmcudcn Ueberproduknon Herr zil werden, und gleichzeitig durch Vereinheitlichung des Betriebes die übergroßen allgemeinen Unkosten der einzelnen Fabriken auf ein iiormalcs Maß zurückzubriugen. Ta die neue Gründung im Frühjahre nächsten Jahres in Erscheinung treten soll, hat der Verband bereits Bestimmungen über die Einschränkung der Produktion und den Abschluß von Lieieruugsverträgeu erlassen, um einer Belastung der neuen Gese.Schaft durch dieselben vorzubeugen. Märkte. ?. Lich, 2. April. Der heutige Markt hatte sich eines so starken Zuspruchs zu erfreuen, wie er wohl seit Jahren ui bt vor- gekommen ist. Aus dem S ch w e i n e m a r k t waren 793 Stück aufgetrieben. Trotzdem der Handel etwas schleppend ging, behaupteten sich die seither üblichen Preise doch. Es kosteten Ferkel 6—7 Wochen alt 28—32 Alk. das Paar, 7—8 Wochen alt 30 bis 40 Alk. Läufer das Stück 30—48 Alk., je nach Qualität. Auch der Krämermarkt war wohl des schönen Wetters wegen so lebhaft besucht, wie es lange nicht der Fall gewesen ist. Bleich en b ach, 2. April. Der heutige O st e r m a r kt war von ganz kurzer Tauer. Obwohl aus nächster Umgebung über 300 Ferkel und Einleger ailgetrieben waren, kam in 3 bis 4 Stunden der ganze Bestand zu ganz annehmbaren Preisen zum Verkauf. Tie Preise gingen von 30—40 Alk. für 7—8 Wochen alle Ferkel; Einleger fanden zu 75-85 Alk. raschen Absatz. Händler aus Vilbel, Echzell nsw. brachten Leben in den Alarkt. O L o m b a ch, 2. April. Bei dem heutigen Inngschweinc° markt waren 20-'Stück aufgetrieben. AlsVeikänier waren viele Bauersleute aus der Umgegend erschienen. Die Ware fand flotten Abiatz, innerhalb zwei Stunden war sie verkauft. Eine geringe Zahl sechs Wochen alte Ferkel standen das Paar auf 30 Alk., während die größere Zahl der zuni Verkauf gebrachten Schweine, 10—12 Wochen alt, zu 50—55 Alk. Absatz fanden. Woche. Boni 10. bis 16. März 1907. angenommen zn 29 500 tinkl. 1600 Alaun Militär) Sterblichkeitszisser: 24,66 °/00, Abzug von 6 Ortsfremden: 14,10Vw. Kinder vom 2.—15. Jahr richtung gespielt hatten, verließen sie unter fröhlichen Zurufen der Angei'animelten den Turm. sd. D a r m st a d t, 2. Avril. Die Sterbekasse für Mitglieder des Hessischen L a n d e s g e w e r b e v e r e i n s und des Verbandes id-eutscher Gewerbevereine hielt, heute unter dem Vorsitz von S a m e s - Darmstadt ihre 8. Delegiertenversammlung eib. Außer dem Vorstand waren Delegierte aus Gießen, Hungen, Offenbach, Bingen, Flonheim. Ovven- hcim. Beerfelden, Büdingen re. erschienen. Der Geschäftsführer, der Svndikus der Handelskammer Engelbach gab einen Ueberblick über das verflossene Geschäftsjahr, ans dem hervorgeht, daß das finanzielle Ergebnis günstig war. Die Mitgliederzahl hat sich vermehrt. Das Versicherungskavital hat sich durch den Zugang von 74 neuen Mitgliedern um 59 800 Mk. vermehrt, durch Tod sind 22 Mitglieder abgegangen, an bereit Angehörige 12 040 Mk. Sterbegelder ausgezahlt wurden. Auf Vorschlag von Emmel- Hungen wurde unter dem Ausdruck des Dankes dem Vorstand Entlastung zuteil. Auf Vortrag des Geschäftsführers Engelbach wurde beschlossen, wie im letzten Jahre die beiden Herbstraten nicht zu erheben. Hierauf wurde die Errichtung einer Zahlstelle in Württemberg einstimmig gntgeheißen. Ferner wurde beschlossen. daß für die Folge den Ortsrechnern außer den bisherigen Bezügen etwa entstandener Mehrkosten für das Einkassieren der Beiträge für das Jähr und Mitglied des Erhebungsbezirkes 10 Pfg. besondere Vergütung ans der Kasse zugewiesen wird. Die seitherige Erhebungsgebühr bleibt bestehen. Der Vorstand wird weiter beauftragt, wegen der weiteren Erhöhung der Gebühren der nächsten Versammlung geeignete Vorschläge zu machen. Der Vorstand wurde sodann ermächtigt, wegen der Unterstützung eines Waldkurhauses in Bad Sulzburg, das den Mitgliedern dann ermäßigte Kurpreise zubilligt, Vorschläge zu machen. Der nächste Delegiertentag findet in Bingen statt. Mainz, 2. 9(pri(. Aus dem an den Osterfeiertagen hier ab- gehaltenen Verbandstag der deutschen Werkmeister wurde der Antrag, den Verbandssttz von Düsseldorf nach Berlin zu verlegen, abgelehnt. Ter nächste Verbandstag findet zum 25jährigen Jubiläum in zwei Jahren in Düsseldorf finit. Am Samstag abend sand im „Schösterbof ein Bierkommers statt. Nachdem der Vorsitzende des hiesigen Bezirksoereins eine Begrüßungsansprache gehalten, hielt der Vorsitzende des Verbandes d'Hone einen Vortrag über Verbandsangelegenheiten. Seit Gründung des Verbandes wurden 1 Million Mark für Unterstützungszwecke ausge- aeben. In einem zur Verlesung gebrachten, Telegramm dankte S. K. H. der Großherzog für die Huldigung und wünscht den Verhandlungen besten Erfolg. Nachdem noch der Ehrenvorsitzende Zander-Düsseldor« gesprochen, wurde in den unterhaltenden Teil eingetreten. — Am Sonntag abend folgte in der .Liedertafel" em großer Festkommers, der sich zahlreichen Besuches erfreute. Nachdem Herr Megerlin eine zündende Begrüßungsansprache gehalten, sprach Reichstagsabg. Tr. Pott Hof, der Geschäftsleiter des Verbandes, in interessanter Weise über die Versicherung der Privatangestellten durch Reichsgesetz, unter welches Gesetz auch die Werkmeister fallen würden. faßt hätte, würde ihm können und es wäre abgebrannt. — 2 aubach, 2. Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank (Ur Handel und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse, 3. April, 1.15 Uhr. 131.00 114.30 23190 198.- 136.50 208.- 222.25 126.- 112.- 158.25 135.50 230.- 169.— 172.40 145.- 212.40 Landwirtschaft. — Köln, 2. April. Wie die „Köln. Volksztg." meldet, hat der Rheinische Rübenbaucrverband folgenden Beschluß gefaßt: „Der Verband steht nach wie vor auf dem Standpunkte, daß infolge der gestiegenen Löhne und Tüngemittelpreisc in unserer Provinz durchweg nicht unter 1 Mark, wo die Verhältnisse günstiger liegen, nicht unter 90 Pfennig vro Zentner gebaut werden können. Da nun die Zuckerhersteller behaupten, diß sie nach Lage des Zuckermarktes in diesem Jahre nicht imstande seien, den von uns geforderten Preis zu zahlen, so richtet der Rheinische Rübenbauvecband an alle Einzelver- bände, um Verluste, die in diesem Jahre beim Rübenbau entstehen werden, nach Möglichteit einzuschränken., die Mahnung, dort, wo die wirtschaftlichen Verhältnisse es gestatten, den R ü b e n« bau ganz einsu ft eilen, dort aber, wo das nicht tunlich ist, denselben nach Möglichkeit einzujchränken. Elektriz. Lahmeyer . . . Elektnz. Schlickert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Anienk. Paket«. Barpener Bergwerk. . . Lauranütte...... Aurdd. Llujd . . . . U bei sch les. Eisen-Industrie Berliner iluuuelsges . . Darmstädter Bank Deutsche Bank . . , Deutseli-Asiat Bank . , Diskuutu-KummandiL . Dresdner Bank . , . Kieuituktieu..... Baitimuie- und Uhio- Biseulann . Guttuardbahn . . . . Lomuurd. Eisenbahn . . Uesterr. Slaaisuami . . . schaftskammer die hierfür nötigen Miltel zur Deckung der entstehenden Kosten in dankensu erter Weise bewilligt worden sind, hat in der letzten Woche durch eine hierfür bestimmte Kommission die endgültige Aussuchung von ca. 20 Stück schöner Vogelsberger Tiere in den Kreisen Gießen und Schotten stattgefunden. Außer den beiden Zuchthöfen Bing m ü b l e und Zwiefalten werden auch oeischiedene kleinere Viehbesitzer und Gemeinden au dieser Kollektion für die Ausstellung beteiligt fein. Tie Kommission hat auf ihren Reisen im Zuchtgebiet den freudigen Eindruck geivonueu, daß in vielen Orten der beiden Kreise das Vogelsberger Vieh noch in einer größeren Anzahl schöner Tiere heimisch ist und gezüchtet wird und konnte konstatieren, daß, was Pflege und Ernährungszustand der Tiere anbelangt, heute sehr erfreuliche Resultate erzielt werden! Nicht allem auf beiden Zuchthöfen war der vorhandene Viehbestand zum größten Teil mustergültig zu nennen, auch die kleineren Viehbesitzer sind in lobenswerter Weife bestrebt, die seither leider etwas im Rückgang begriffene Vogelsberger Vieh- zücht durch Ernährung und Pflege ihrer Tiere, sowie besseie Stall- emrichtung wieder auf den guten Standpunkt zu bringen, den sie in früheren Jahren hatte und der ihr auch mit Recht zuerkamit werden muß. — Wir dürfen hieraus den Schluß ziehen, daß auch in Zukunft unsere Vogelsberger Tierzucku den anderen schönen Viehrasfen auf Tierschauen würdig zur Seite gestellt werden kann. — Wünschen und hoffen wir daher fiir die Ausstellung in Düssel- dors unserer Provinz Lberhessen, befonders dem Vogelsberger Zucht- Verein die besten und glücklichsten Er'olge. " Preußische K l a s s e n ° L o 11 e r i e. Die Erneuerung der Lose zur 4. Klaffe der 216. Lotterie muß mit Vorlegung der Lose 3. Klasse spätestens bis zum 4. ds. Alts, geschehen fein. Auch müssen die Freilose zur vierten Klasse gegen Rückgabe der Ge- wumlose 3. Klasse bis zum vorerwähnten Termin eingefordert sein. -p. Ltch, 2. Aprtl. Am Karfreitag nachmittag wurde an der Grenze zwischen hier und Rieder-Bessingen auf einem Acker das dürre Gras und Unkraut in Brand gesetzt. Der Wind trieb das Feuer dem Walde zu und entzündete den Laubboden des Hochwaldes. Rur dem raschen Herbeieilen des Forstwarts Blei zu Rieder-Bessingen mit mehreren Hülfs- kräften war es zu verdanken, daß kein größerer Waldbrand entstand. Kaum oO Nieter von der Brandstelle geht eine große Fichtenpflanzung 11. Einwohnerzahl: nach einigen Wochen noch 7 Mk. für ein Raummeter buch. Scheitholz erzielte, wurden bei der letzten städtischen Holzveisteigerung durchschnittlich 8 Alk. bis 8,50 Mk. gelöst. ? Rainro d bet Schollen, 1. April. Ein Steinbruchs- bcsitzcr aus Ober-Widdersheim hat in unserer Gemarkung Gelände angekaust, um em Basaltwerk zu errichten. Es soll mit der Station durch eine Drahtseilbahn verbunden werden. § Schotten, 1. April. Eine rege Bautätigkeit entfaltet sich gegenwärtig hier, indem eine große Anzahl Reu- bauten errichtet wird. — Lehrer Schultheis, der /Begründer des Lchrerheims Vogelsberg", tritt in den Ruhestand. m Friedberg, 2. April. Einen schönen Brauch, der seit etwa 100 Jahren nicht mehr geübt wurde, brachte am 1. Feiertag der eoangcl. P o s a u n e n ch o r zur Ausführung. Als am Morgen die Sonne ihre ersten Strahlen auf die noch in stiller Ruhe liegende Stadt warf, ertönten plötzlich dic Weisen des Posaunenchors von der Stadtkirche herunter. Eine weihevollere Stimmung konnte man sich nicht deuten, und wie durch Zaubertest waren alle Einwohner auf den Beinen. Nachdem die Veranstalter vier Choräle nach jeder Himmels- Arbeiterbewegung. Berlin, 3. April. Die im Tcirti^n '.Metallarbeiter- verba n 5 e organiiurten Arbeiter unu Arbeiterinnen dec Berliner Drahtindunrie beschwuen in einer gestrigen Versammlung in ge- heuner Abstimmung, am 3. April in den Aus st and zu treten, >a die neuen Forderungen für die Tariserneuerung am 1. April bisher nur von sechs Arbeitgebern bewilligt worden sind. Köln, , 2. April. Der Verband der Maler und An- tr e icher für Rheinland und Westfalen begann am 2. April mit der Aussperrung sämt.ichcr organisierter Gehilfen, n^ch- April. Aehnlich wie bei den Kohlenpreisen machte sich m letzter Woche auch bei den Holzpreisen eine wesentliche Steigerung bemerkbar. Während man vor Summe 14 .6) 11 (5i 2(15 I 2(nni.: Tie m Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Aus Sradt und Land. Sprechstunden der Redaktion: 1/a 12—1 Uhr vorm., Vs 7—1/3 8 Uhr nachm., von Samstag und Sonntag). Gießen, den 3. ** Personalien. Se. Kgl. Hob. der Reichsanleihe do. Konsuls . . do. . . Hessen Überliessen Die Baueriittiiruhen in Rumänien. In bet Wallachei ist die Situation noch kritisch. In Kalafat fanden Kämpfe statt. Bei Cucuessi kam es, wie gerüchtweise verlautet, zu einer g r o ß e n S ch l a ch t. Es heißt, 100Bauern seien getötet. Wie der Adeverul meldet, haben sich Gutsbesitzer und Pächter zu gemeinsamen Vorgehen geeinigt und ein Memorandum mit folgenden fünf Poftulaten ausgearbeitet: Moratorium der Pachtzinsen und Steuerleistuugen für ein Jahr: Moratorium für Htzvotheken-Darlchen zu landwirtschaftlichen Zwecken: Sicherung der nickst zerstörten Güter: Garantie für den Beginn der Fruhlingsarbeit: Entschädigung für die bei den Revolten zerstörten landwirtschaftlichen Geräte, Werkzeuge und Maschinen. In N e g e j fingen Bauern den Gutspächter Pavier, k r e u - zigten ihn lebend und schlugen ihm dann mit einer Hacke den Kopf ab. Nach offizieller Darstellung find die Meldungen über die Anzahl der Toten und Verwundeten außerordentlich übertrieben. Die hauptsächlichen Banden sind zersprengt und eine ganz erhebliche Besserung der Gesamtlage eingetreten. Eine große Anzahl Iber Rädelsführer ist verhaftet. In den meisten Distrikten der Moldau und der Muntenie bemühen sich die neuen Präfekten persönlich, die Bevölkerung zu beruhigen und die Verständigung zwischen den Gutsbesitzern und den Bauern wieder herzuftellen. Sie fahren vvn Gemeinde zu Gemeinde, hören die Beschwerden der Bauern «.n und suchen begrün toten abzuhelfen. Viele Gutsbesitzer und Pächter zeigen hierbei Patriotismus und guten Willen, indem sie ihre Hand zur Beseitigung der ärgsten Mißstände bieten. Die Verlesung der Proklamation der neuen Regierung, welche die wichtigsten Agrarreformen antündigt, wirst überall beruhigend und wird überall mit Vertrauen ausgenommen. In der Hauptstadt herrscht vollständige Rübe. Die Sicherheit der Petroleumgebiete ist vollständig. Neue Fälle von Brandstistungen oder Plünderungen werden nicht mehr gemeldet. Ueberall werden die Unruhestister, Rädelsführer oder Verdächtigen den Gerichten übergeben. Tie Wiederherstellung des Einvernehmens zwischen den Gutsbesitzern und Pächtern und den Bauern macht in allen Teilen tos Landes Fortschritte. Es besteht begründete Aussicht, daß mit zunehmender Beruhigung die Feldarbeiten wieder ausgenommen werden. dem der von ton Meistern aufgestellte neue Lohntarif nicht aiv, genommen worden ist. Hamburg, 2. April. An Bord der Kasernenschiffe kamen beute zwischen den Arbeitern verschiedener Nationalitäten ernste Streitigkeiten vor. Llus der „Schaumburg" gerieten Deutsche und Italiener aneinander, wobei zwei Mann schwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht wurden. Auf der „Hungaria" wurden, zwei Manu durch Messerstiche schwer verletzt. In Wilhelmsburg ent- stand zwischen englischen und polnischen Arbeitern eine große Schlägerei. Acht Arbeiter wurden so schwer verletzt, daß sie ins Krankenhaus geschasst werden mußten. Reichen berg (Böhmen), 2. Avril. Die Aussperrung der Tuchweber in 30 Großbetrieben Nord-Bohmens mit über 5000 Arbeitern erfolgte heute. R o in, 2. April. Tie 9(rljeiter der Stahlpanzergewerffchost Terni sind in den Ausstand getreten, weil sie die neue Dienstordnung nicht anerkennen wollen. Tie Zahl der Ausständigen beträgt 10 000. Tie Besatzung von Terni wurde um ein Regiment verstärkt. vermischte». ' D e r K a i s e r ist nach der Schilderung des Franzofen Huret eine impulsive Natur Er plaudert gern und geistreich über alle Tinge, nur nicht über gewisse, nach seiner Ansicht fundamentale Wahrheiten, in denen er jede Biderrede abschneidct. Er lässt Opposition gelten, wenn auch nur gedruckte. Er lieft alles, was die „Z u fünf t" (Herausgeber Maximilian Harden) über ihn schreibt. Ter Kaiser macht sogar, wie es scheint, Randbemerkungen zu ihren Artikeln. Er ärgert sich nickst über die Kritiken. „Er kernst mich nicht", sagt der Monarch einfach. Ans der grotesken Schilderung Hurets über das Hofleben sei die folgende Charakteristik entnommen: „Der Kaiser v e r st e h t es nicht so gut wie sein ritterlicher Großvater mit den Frauen u m zugehe n. Tas macht, well ihm in seiner Jugend der Einfluß vornehmer Frauen auf feilte Ncuur gefehlt hat. Sein lustiges Leben in Bonn bewegte sich nur in gewöhnlichen Sphären, und auch hieran ist seine Schüchternheit schuld. In jedem Falle hat er die Tradition nicht aufrecht erhalten . ." * München, 2. April. Der Chefarzt tos hiesigen Gisela- Kinder-Krankenhauscs, Tr. Nkoritz Hutzler, hat durch einen Pistolenschuß seinem Leben ein Ende gemacht. Dcr 34jähr. Arzt hatte zeitweilig Anfälle tiefer Melancholie. Unmittelbare Ursache zu dem Selbstmord mögen jedoch Differenzen mit ärztlichen Standesgenossen gegeben haben. Prinzessin Gisela Hat, wohl veranlaßt durch diesen traurigen Fall, ihr Protektorat über das Kinder-Hospital niedergelegt. Auch der Vorstand des Hospitals sowie die Aerzte und Schwestern sind vvn ihren Aemkern zurückgetreten. Dr. Hutzler war ein Stießohn tos berühmten Wiener Bühnenkünstlers Josef Kainz. — Gestern wurde eine vierjähriges Kind von der Trambahn getötet nnb heute ist neueroings ein tätlicher Straßenbahn-Unfall zu verzeichnen Ter Trödler Naßhofer stieß mit seinem Rade auf einen Straßenbahnwagen, wurde zu Boden geschleudert und war infolge eines Schadelbruches sofort tot. * E i n d e n k s ch e s S a n a t o r i n in i n I e r it f a l e m. Arn 2. Oslertage wurde die feierliche Grundsteinlegung eines deutschen Lanatoruims auf dein O e 1 b e r g e vollzogen. Oberhoiprediger D. Tiyander aus Berlin eröffnete die Feier mit einer Ansprache und verlas ein Glückwunsch-Telegramm des deiltschen Kaisers und der Kaiserin. * Kleine Tageschronik. In Dresden warf der in der Nacht mit feiner Jraii nnd zivei Kindern vom Tanzsaal heimkehrende Schlosjergeselle Paul Schröder seine dreijährige ~ o.ch ter in d i e Elbe. Er selbst sprang sofort nach, beide e rtr a n k e n, trotzdem soiort Reltungsoersuche gemacht wurden. Die Frau versuchte eben'alls, sich in die Fluten zu stürzen, wurde aber zurückgehalleu. Schröder war 30 Jahre alt. Ter Beweggrund sciner Tat ist Elsersucht gewesen. — Am Ostersonntag versuchte ferner der Alaichmemchloffer Franz Prokjch m Dresden lerne GeUebie Eli abeth Bäurlch aus Eiieriucht zu erschießeli, worauf er sich selbst zwei Schüsse m die Brust beibiartne. Beide sind leichl verletzt, der Tüier ist verhaftet. — Ain ersten Oslertag ivurden beim Gondeln auf der Saale bet Hatte zwei Fahrzeuge durch das Hochivaher über das Trothaer Wehr hinweggeriffen. Zwei Herren und eine Dame aus Leipzig sind ertrunken. — In Allen- stein verurteilte wegen S e l b st v e r st u m m e l u n g das Kriegsgericht den Dragoner Tzljcheivski, der sich den Atilielsinger der lmleii Hand abgeichnitlen halte, um vom Altlilär loszulominen, zu emem Jahre Ge'ängnis und gut Versetzung m die zweite Klahe des eolöaienfiQnöes. Ter Verurteilte will die Tat uerübt haben, 'veil er die Mißhandlungen beim Militär nicht länger ertragen tonnte. — Weil ihn feine einzige Tochter heimlich verlassen hatte, er 1 choß sich m '-Berit n der 47jährtge Schriftsetzer Strauß. — L urci) einen Sprung aus dem Fenster tötete s i ch ni einem An- talle von Geistesstörung der 46 jährige Klempner Solbrig in Bert i n. In Krefeld erschlug der Kolomalivarenhändlei pattne seinen ^chtviegersohn Güniher, der ffetne Ehestau mit dem 'Melier bedrohte. — Ter v\agbnui|eheu Saran e r | d) o B bet einem Kamp e mit drei Wildeiern bei Vienenburg (Braunschweig) öen Arbeiter Lkarzlak.— In Hilden (Rhein!.) wurde bei einem Kample zwilchen mehreren ^orstaufjehein und Forstdieben em tltöieb getötet. Zwei Au'jcher wurden erheblich verletzt. — Bet dein Bahnübergänge der Gemeinde Kray bet Esten wurden öiuei 'Manner vom Zuge er'aßt. Ter eine war sofort tot, bei anbere ist hoffnungslos verletzt. — In Sch111ighettn (Elsaß) ivurde der Tagelöhner Gärtner, der im Rausche seine Frau und «eine Kinder mit dem 'Diener angriff, von seinem Sck)iviegersohne, dem Brauer ^tahl e r > ch o s j e n. Es starben an: Zusammen: Ertvachsene: im 1. Lebensjahr: Genickstarre 1 1 — Krebs 2 2 —— Lungenentzündung 2(1) 2(1) — Bruch KD 1 (1) — Herzentziindung KD Kl) — Nierenentzündung KD KD — 'Anämie 1(D 1 (1) — Lebensschwäche 2(1) 2(1) Rhachnis 1 — Altersschwäche_____ 2 2 — BtWwÄHKTt il-ND. KÖLN tlNDENniAlER "6«Sn'* "* «>- d-r «A"dni $ - unb St® [ 1 J#* iU11118 C B. 1 Wd ' ;ulu^ ■ falle sich eine? t W leit Jahren ntiit et:. >arkl waren 793 eii in§ Ichlevvend fliiifl, fr. doch, bs kasteien Jer! U 7-8 Wochen alt 301-3 nach Lnalitäl. M i|| e» Wetters wegen io |M gewesen ist. r heutige L sie r-mor.'W ans nächster Umge^D i waren, kant in 3 i I inehtnbaren Preisen r I Ulf. iiic 7-8 Woch«L | raschen Absatz, {tilt: g t den Markt. lÜMInngschtvnn.' Perkanier innen viel: , n. Tie Ware und flotü . t verkoiii/. 6ine gern das Nr am 30 |j ^nl Machten Schm li fanien. finittSiaifei Diät?, 1907. ifl. 1600 WlauidW ä0;m, u- 14,10 7,-r. Kinder im ooin Lebenchahr: 2.-15.3c 'M euer ■ SgÄ 'S?-** bieiti ‘,Wbl,"0 beabiimn- ?n. ^berprodnknon fce- OeiUidjMng bei Betrieb e'"r-'"en Fabriken c" b’e "°ue Griindnnq in Umen soll, hat derW,. chranknng der Prodntn^ " erlassen, um einer & den vorznbengen. : 1 »»M 190 $f^„ble nun bie o,,lnJ9 bi: We§ in S'ktftea. decken Prei^,? anb « alte £•? kl re beim Ä kränken, bi^fc ’ ^^tten.brnÄ?^ ^“uud Uhio- uulr u eui»“11 ‘ ' . jf5> ■ SZS- jiitte- • ’ ’ ‘ . 126.- er ilauuel^M ■ tÄdter BW •ke Bw- 1 u X-K«*“4 . uer BW ' . ?> - L IÄMJ °" "»-d" 5'^ „Die A,,.. 7^2^ ef*?e^C1Det^ w b°t&X " "**• um sberic-ite „ d« 111IIM* wen. A i'15 jiif iz. Lahmeyer - ■ 1Z. Schuekert • • p ,iler HerijwerK ■ Kirchen Hergwerk ' ag-A*Derll\ jer Bergwerk. - , ---f(b 1 SBfffiA Statt jeder besonderen Anzeige Geheimerat Breidert und Frau. Giessen, den 3. April 1907. Die Beerdigung findet auf dem Friedhof in Darmstadt statt. Blumenspenden dankend verbeten. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe Tochter Minny nach längerem Leiden aus diesem Leben abzurufen. V ir bitten um stille Teilnahme. Weilburg 155 Nm. Buchen- 23 Rin. Elchen- 13 132 562,6 02209 haft sind und ihre Anmeldung versäumen, können nut Beginn des Winterhalbjahrs nicht mehr ausgenommen werden. 2020 Dunkelkammer. 11 5 8 2 47 4 8 38 3 3 6 7 25 2,06 1,50 0,09 51 53 3 5 verlegt habe. Indem ich mich zur den 10. April nachmittags 2 Uhr. Anmeldungen neu emtretender Schüler, wobei das letzte Schulzeugnis vorzulegen ist, werden Donnerstag, den 4. April, abends von 9 bis 10 Uhr im Lehrsaal 1 der Schule — Nordaulage lö — entgegeugenommen. Lehrlinge, welche den Sommer über schon tn Gießen wohn- Die Beerdigung findet Donnerstag, den 4. d. Alts., nachm. 5 Uhr vom Lrauerhause aus statt. Fichten-Knüppel ASpen- e „ -Zopfreis CcsWs-VcrltWg nnh -ApseWlig. Meiner werten Kundschaft, sowie einer verehrten Nachbar* schast, freunden und Bekannten die ergebene Mitteilung, dag ich mein Geschäft von Wolkengasse 19 nach IFrsedric^strasse 3 Drahtgewebe, Stacheldraht, verzkt. Draht, Drahtspanner etc. empfiehlt billigst J. Häuser, Eisenhandlung. s Der Unterricht in den Wahlfächern — Französisch, Englisch, Stenographie und Maschinenschreiben — nimmt Donnerstag, beu 11. April abends 8 Uhr seinen Anfang. Ter Beiuch der Fachschule befreit die aus der Bolts- schnle entlassenen Schüler, sowie diejenigen höherer Lehr- anualteu, welche nicht em Jahr der Oder-Tertia angehürt haben, vom Besuche der obligatorischen Forlbtldungsschule. Gießen, den 28. März 1907. v50/, Die Lchulkommission. EklStrödit Feldbahnen günstigste Ncntabilität. Kostcnanslhlag gratis. I Arthur Keppel A.-G., Cassel. C Kaufmännische Fachschule Gießen. (Staatlich anerkannte Unterrichtsanstalt.) Das neue Schuljahr unserer Anstalt beginnt Mittwoch, Alice-Lchule. Beginn des Sommcrhalbjahres Montag den 8. April. Die Aufnahme der neuen Schülerinnen Dicusrag den 9. April, 10 Uhr. Unterricht in allen weiblichen Arvetten: Hand- und wtafchinennähen, Weiß- und Buntslicken, Flicken, Stopfen, Bügeln und Kunslwaschcn, Schneidern, allen modernen Arbeiten, ivic Holzbrand, Holzichnitt, Saintinalerel u. s. w. Kursus zur Ausbildung von Handarbeitslehrerinnen, sowie Hochschule. a:j/a Die Hochschule beginnt Montag den 8. April. 9ln dem Mutagstlsch süc 60 und 85 Pfg. kann jederzeit teilgei,oinlnen werden. Anmeldungen und Prospekte bei: Fräulein L. Moeser, Oberlehrerin, Gartenstraße 30. Anfertigung aller Arten Schnhwaren sowie für eine sachgeuiähe und prompte Ausführung von Reparaturen bestens eurpiehte, zeichne Hochachtend 0. Wallischmidt Schtthmacherme»ster —--------- Friedrichstraße 3. ——- Vogelkäfige Uickeikochtöpfe Solinger Stahl waren empfiehlt billigst (1739 Lndwig Kröll, Blockstrasse 10 Haue- und Küchengeriite-Ilagazln. Zuschueide-Lehranstalt Grünberger Straße 14a. Mabnchmen, Mustcrzeichncn, duiebneibeu und Verarbeiten kann rede Dame gründlich erlernen. Kursus ocgrnnt am 1» AprU 1907. n l Lina Petrn, ptprujk Lthicnn. Central- örogerie Emil Karn. Schulstrage. Photographische Abteilung Auswahl in Apparaten und allen Utensilien. Konkursausveitaus L.Lmmer im l'nbcn, Walltorstraße 8 in Gießen. Zum Verkauf kommen eine große Anzahl Herren- und Knabenanzugstosse, ttonfirmandeuanzugstossc, Stoye zu Frack- und Gehrockanzügen, fertige Herren- und Knaben- anzüge, Äraoattcn, Kragen uiw. Da das Lager geräumt werden soll, wird zu jedem annehmbaren Preis verkauft.2261 , -Derbstangen Eichen- , Zim. Eichen-Nutzknüppel B. Brennholz. Bekanntmachung. Alle noch rückständigen Rechnungen über die zur Unterhaltung der städtischen Stranen usw. audgesühnen Arbeiten und Lieierungen im biechnungsjahr 11KJ6 (1. AprU IW» bis 31. Atarz WOZI finö bei Mcidung der Nichtberückiichtigung bw svatepens den 1. Ma» v. «Z. in doppelter Ausierligung und Atlensoruiat unter Belsugung der Beüellscheinc an uns cinzureichen. .... m Bei dieser Gelegenheit machen wir daraus aunnerkiam, Arbeiten uni) Llcserungen für Rechnung des Ticsbauamts nur aut Grund der von uns auSgesteluen Be,tell,chetne bezw. vorgelegten Konwbücher zu bewirken, andernfalls die Rechnungen nicht anerkannt und kurzer Hand zurückgewiesen werden. Gießen, den 3. April lUü/. B I* Städtisches Dlesbauamt. Braubach. Rm. Eichen- 4 Nin. Üiefcrn-Schelter 2 Buchen-, 62 Rm. Kiefern-Knüppel Aspen-, 2 , Hainbuche, Knüppel Buchen, 260 , Eichen-, 101 Rin. Kiefern-Zopfreis. Zusammenkunft ist am ersten Tage im Distrikt Aspenstrauch bet Nr. 241 des Stammholzes in der 91ähe des Stembruchs, am zweiten Tage im Distrikt Buchwald unmütel- bar an der Straße von Treis a. Lda. nach Mainzlar. Rm. Buchen-Rutzschelter. B. Brennholz. l,5Rm.Kiefern-Scheiter Vertreter: H. FiizBer t Oberförstcrei Strupbach. Schutzbczirke ZlönigSberg und Bieber. Montag, den 15. April dS. Jo., vonnitlags 9 Uhr .werdeir fit der Schliervach schen Wirtschaft zu Bieber aus den Durrikten 4 Notestrauch, 8 B.erruten, 11 und 12 Gröger Roterrberg, 19 Gybach- feite, 35 Hinterer Gulenkopf,, 39 Schlusl, 47 Jortwald, 7 Slemer Rotenberg, 28 Schmiuenberg, 42 "anmiert ete. pemelgert. (5td)en: 178 Stumme mit 105 tiimt, 9 Stangen 1. und 2. SIL, 3 Rm. '5tuvscheü iKüierholz), 70 9tm. ^chichlnupholz in Nollen von 2'i>ttr- iianqe, 143 Ruu Scheu u. Stnuwel, u. öUORm-Reiser2. u-3. SU. Buchen: Ss5 Rui. Scheit und Stnuypel, 1350 Rut. Steiler 2. und 3. SU. und 26 Nut. Stoaoolz. (Sieben: 3 Stäuime uiu 0,65 tJltm. Raoclvolz: 216 Stanune mit 70 i)|tm., 380Ltangen 1.biS3.KL, 1 Rm. 'JhU?tnu4)pel, 14 Rm. Brennholzrnüppel und 1/0 Jtm Retier 2. uni) L^renn^0[ä nnrd zuerst versteigert. Der Verkauf beß Sruhholzes beginnt um 12 Uhr.___________________ Holzversteigerung. In den MitgebrauchSwaldungen derGemeindeTreiSa.Ld. werden versteigert: 1. Montag, den 8. April 1907 von vormittags 9 Uhr au auS den Distrikten Aspenstrauch und Steuer Wald. A. Bau- und Werlholz. 17,6 „ , 6 „ , 2 „ „ -S-ü-k- 2. Dienstag, den 9. April 1907 von vormittags 9 Uhr an aus deu Distrikten Buchwald, Zipfeuwald, LtMischer Arbtitsillllhivcis lSichcli. lSartenstrahe S, Zimmer 2. 2 blandw. ^Arbeite^ ö^b^Bicneleiar&eiter, Rohr-. Bau-tmd Maschinenschlosser, 3 Schmiede, 2 Wagner, 1 Buchbinder, 5 Schreiner, 2 Holzdreher, 15 Erd- u. sonstige Arbeiter, 3 Schuhmacher, zwet Schneider, 2 Installateure, mehrere lugendliche Arbeiter, l ^ahr- bursche, 2 Hotelhmisburschen, 5 Dienstmädchen, 1 Aushilssmadchen, 2 "ÄrUngc: 3 Schlosser, 1 Schmied, 1 Elektromonteur, 1 Wagner, 1 'Mechaniker, 1 Buchbinder, 1 Schirmmacher, 1 Schreiner, 2 Bäcker, 2 Friseure, 1 Schuhumcher, 1 Schneider, 1 Glaier, 1 Installateur, 1 Schreiber. ^s, l^BuchbMder, i Schuhmacher, 1 Putzfrau, 1 Lauffrau, 1 Bureau- gehitfe. Lebrlinge: 1 Elektromonteur. im Hotel „Zur Traube" ue.ueinert aus Dutrlkt 35 Köpve l. - - °*c---" iel, 11 Hin ter Holz und 13 ,____>t 1. KL mit 102 Festm.; 30 St. _t. 3. Kl. mit 22 öeiim.; 24 ©L 4. Kl. mit 23 Fesluu: 38 St. 5. Kl. mit 16 Festur. Buchen: 2. u. 3. Kl. 32 SL mit 30 Lestim Hainbuch: 12 Rar. Rutzrvllen sMindestzops 18 cml. Ahorn: 8 St. nut 3 sZestm. Eschen: 2 Rm. Ruhscheit, 8 Rui. Nub- InüpveL Rüster: 1 St. 0,60 Sellm. ^^inden: 4 St. mit 5 öetaj. Birten: 6 St. mit 4'/, Sestm. Radelbolz (uteift Rottanne): 47 >L>t. mit 47 Festm._________________________12^ Dreistöckiges Lager, vollständig mit Realen auegebaut und mit elektrischem Licht nebst beweglicher Handlampe versehen, ui der Kaplansgasse sofort zu vermieten. 2266 Näheres Seiiersweg 2, Eckladeii. Oberförsterei Weilburg I »reunben, ®erwa^?en ™Ämten bie tommli6= ■ Mitteilung, baß meine liebe (Äattm, unsere gute Aiuner | ^otel 0"?rVe xT & f