Mittwoch 2. Oktober 007 157, Jahrgang X rt r, Und Ro- liebtc: rt .iL.iou -a persönlich seine „Freude und Anerkennung" aus- iu i 6?. 3um 'Ableben des Großherzogs von Badeu. ^lainau, 18. Okt. Von 10 Uhr vormittags ab war Das war eine wilde Wirtschaft! Kricgsvolk und Landesplag! Sogar in deinem Herzchen Viel Einquartierung lag. Wie die ältesten Matronen in backfischartige Verzückung geraten, wie die Veilchcnfresserei en mässe verheerend austritt, wie das süße Gift des Husarendeliriums alles infiziert, wie die weißgewaschenen Damen der ganzen Staat ehrenjungfräulich entflammen, das führen die beiden Autoren leider ganz moserisch, d. h. so geistlos als möglich vor. Der dramatisierte Liornan hat sein Bestes verloren, die Menschlichkeit. Die Offiziere sind zu Sck)ablonen geworden, Charakterunterschrede mujj man mit der Lupe suchen. Man sieht fast nur Gestalten vom literarischen Werte der „Lustigen Witwe"! Was dein Schwanke die Gunst des Publikums sichert, ist, daß der deutsche Offizier liebens würdig und soldatisch frisch hin erscheint; nach HartlebkUs „Zvnsenrnontag" Rotationsdruck und Verlag der Brüh lachen UniversitätS - Buch- und Gtetndruckerei. R, Lang«. Gießen. kvSchenUrch. Der ^hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. Die „Siebener SamilknMätter“ werden dem rl .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „ Kreisblatt für den Kreis Gietzcn" zweimal Redaktion, Expedition and Druckerei Echul- stratze 7. Expedition unb Vertag i 6L Redaktiorue^ 112. TeU-Adru AntzetgerGießen. Giefzene^ StcrötLhecrtcV. Husarcnfieber. lstspiel in 4 Men von Gustav Kadelburg Richard Skowronnek. h l i g u n g derLeiche des Großherzogs gestattet. . den großen Verkehr nach der Insel zu ermöglichen, kehrten heute den ganzen Tag außer den kursmäßigen sissen noch Extradampser. Für den morgigen Ueber- iniugytag ist seitens der zuständigen Behörde jedoch t Rücksicht auf die Ordnung und Sicherheit des Ver- rs von der Einstellung von Sonderschiffen Abstand ge- nmen worden. In der friedlichen kleinen Schloßkirchc ,t der verewigte Schloßherr ausf dem vor dem Altar ichteten Katafalk, umgeben von einem überaus stim- ngsvollen Schmuck von Palmen, Lorbeerbäumen, Kränzen ) Blumen, die Hände über der Brust gefaltet mit fried- lent, mildem Antlitz, wie das badische Volk im Leben so oft gesehen hat. Bereits auf mehrere Hundert Leist sich die Zahl der Kränze, die auf dem Totenbett )ühl wie am Katafalk niedergelegt wurden. Die Ehren- che am Katafalk hielten am heutigen Tage zwei Haupt- Tanga, 1. Okt. Staatssekretär Dernburg ist Lei anstrengender Fahrt von Schumannbay zurückgekehrt und empfängt morgen die Abordnung von Pflanzern aus Usambara. Abends fährt der Staatssekretär mit dem Gou- vernemcntsdampfer nach Tangani und Sudani. |t U Zweites Blatt Mrlcheint lüg'ich mit Ausnahme des Sonntags. unverkennbar von Ladeiburg'schei.i „Geiste" dagegen ist der Scherz von dem Leutnant, der täglich einen Hügel erklimmt, von dem aus man die Eisenbahn sehen kann, die einzige Sehenswürdigkeit von Jackschewo, dem üblexv Undorf, und der brummersangende Kamerad, der auf einer Fliegenklatsche ein bißchen Eskadronchef spielt. Wir nehmen mit heiliger Entrüstung alle die Verheerungen wahr, die das von Jackschewo erlöste rauhe Volk der Krieger in beii Herzen der Damenwelt der schönen Stadt Kirchhain anrichtct. Erst im 3. We ermannen sich die wackeren Väter der dortigen Millronärstöchter zu einem gewaltigen Protest, der darin besteht, daß sie sich zu einem Viermännerskat in Hemdürmein versammeln. Aber es genügt, daß eine Uniform am Horizont erscheint, und die Spitzen der zur Garnison erhobenen Stadt stehen stramm im Bratenrock. „Es blasen die blauen .Husaren und reiten zum Tor hinaus . . Schon der Dichter des „Buches der Lieder" hat die unwiderstehliche, nach andern Begriffen unausstehliche Macht, die der bunte Rock des Husaren aus Frauenherzen, auf junge und alte Gän-, wollte schreiben: Generationen ausübt, an sich selber unliebsam empfunden und vorwurfsvoll schließt er sein Liedchen an die Ge- Regie: Oberregisseur Hermann Bakof. b Vor Jahren las man in einer Zeitschrift einen NN von Richard Skowronnek, der in einem üblen Neste :euüisch-Polens spielt. Dort langweilen sich die Offiziere jbd ic_> Regiments aufs äußerste. Der Stumpfsinn wird in M '.inkulluren gezüchtet. Vollsaftig aber war die Milieu- livberung, gesund und kraftvoll, lebensecht die Charak- 't cisierung der auf dem elenden Pflaster und in den fast en so elenden Lokalen jenes Jammerortes sich bewegen- n Gestalten. Dieser vielleicht vor einem Jahrzehnt ge- »rieoene Roman kam wohl zufällig in .Herrn Kadelburgs inde, als der königliche Einfall von den Krefelder Tanz- .faren die Runde durch die Presse machte. Flugs mag oamats Herrn Skowronnek, der wie er seit Jahr und ig in Berlin haust, antelephoniert haben: „Proponiere issioüyreiches Kompagniegeschäst. Ihr Roman von Anno undso wird vermosert, in 4 Akte seziert und erhält die inrhusaren Pointe". Und die beiden wurden handelseinig, rdetburg trat aus der alten Firma Blumentbal und roeiburg aus und die neue Firma Kadelburg und Skow- mnek ward gegründet. Sie hat glänzende Geschäfte ge- acht Ihr Ulster dem Namen „Husarenfieber" in den utscken Bühnenhandel gebrachter Artikel sand ungeheuren v]| ir'bmn. Mehr als hundertmal ist er nicht nur in erän sondern auch in Köln u. a. O. verschleißt worden er Kaiser hat sich an seinem letzten Geburtstage den chwank als „Theätre paree" vorsetzen lassen, seinen KUltus- inister een Herrn v. Stuot, dazu befohlen und Harrn ' , . — r l it Sn t-to r fort m f tt rt// und Deyerleins „Zapfenstreich" erfreut harmwse Gemüter der Anblick munterer, aber ehrenfester Krieger, sieghafter Schwerenöter, die ihren Rock lieben, die ihrem allergnädigsten Kriegsherrn bis auf den letzten Blutstropfen treu ergeben sind, aber außerhalb des Dienstes die Loweni- des Ballsaals mimen. So hat denn auch bei uns „Husarenfieber" viele Herzen — sagt man nicht „Herzen"? — erobert, obwohl der unmittelbare Reiz der kaiserlichen Anekdote, der allerhöchste Tanzhnsarenwitz, die wichtigste Voraussetzung für die Wirkung des Stückleins, heute verblichen ist. Man lachte/ jauchzte, quiekte, prustete vor Vergnügen; der beste BeweiA dafür, was das Publikum in seiner Mehrzahl im Theater' verlangt.... Daß es in diesem Stücke dankbare Rollen für ein dankbares Publikum gibt, ist selbstverständlich. Unb sie fanden unter der tüchtigen Regie Bakofs bei flottem Tempo recht wirksame Darstellung. Bakof führte nicht nur das Kommando hinter den Kulissen und auf der Bühne, sondern auch im Stücke. In der Rolle des Obersten zeigte er brillanten Schneid und kavaliermäßige 9ioblesse. Von bezwingend munterer Laune war Goll als Leutnant von Brentendorpf. Ueverhaupt wurde die Masse Offiziere, feine Kleinigkeit, durchweg recht schneidig dargestellt. Vor den anderen verdienen da noch der gewiß talentvolle und feurige, aber der Selbstzucht ermangelnde, sich stets übernehmende und überstürzende Roden, der infolgedessen immer etwas maniriert sich zeigt, und Gsell Anerkenn nung. Warum aber hatte man für den Fähnrich eine Dame genommen? van der Becke spielte den ostpreußischen Burschen mit ganz guter, wenn auch etwas forcierter Naturburschenkomik und sand sich auch mit dem Dialekt leidlich ab. Von den Repräsentanten des Bürgertums- war der Kommerzienrat Sch in i d t-P a u l Y s eine ganz sympathische, freundlich annehmbare Figur von gefälligen Manieren. Reimer-Schlegel übertraf sich als markanter Charakteristiker in der Rolle des galligen 9iippes, „Margarine en gros" und Kratzbürste, beinahe selbst und trug durch seine drastische Komik und seinen saftigen Humor wieder viel zu dem starken Lacherfolge des Abends bei. Wie ein Marabu, dieser drolligste aus unseres Herrgotts reicher Vogelwelt, stolzierte er, mit grimmiger Ver- schwörermien^ .auf dem Paradefelde; umher,, die HyänL. ‘ Doch dem Schwanke ist von dein saftigen baltischen ü kolarit dos Stowronnekschen Romans leider gar wenig -batten geblieben. Von unverkennbar Skowronnek- ,-r Erfindung ist nur der ewig nörgelnde Gegner des ilttü'-s der Margarinefabrikant Nippes, der verneinende hi des Stückes, der mit einigen nicht üblen Sarkas- n auiwartet, eine Lustspielgestalt, deren Durchführmig der d.aF jonstige Niveau des Stückes hinausgetzt. Ebenso Marokko. Casablanca, 30. Sept. (W. B.) Der Nachrichtendienst bestätigt, daß eine bedeutend e Mahal la im Hauptquartier Muley Hafids in Settat lagert. Es scheint sicher, daß sie nicht gegen Casablanca vorrücken wird, und daß die Absichten Muley Hafids friedliche sind. Der französische Gesandte Regnault ließ dem Sultan Abdul Aiis mitteilen, daß er sich nach Rabat begeben werde, sobald die Barre fahrbar sein werde. Infolge der beunruhigenden Nachrichten über die in Oran aus gebrochene Seuche trafen der französische Konsul und die hiesigen Behörden Schutzmaßregeln. Die Rückkehr der Eingeborenen dauert an. Indessen ist der Markt noch immer wenig lebhaft. Die noch nicht unterworfenen Stämme sollen Raubzüge veranstalten und einige Dörfer unbot» mäßiger Stämme sollen sich unterworsen haben. Deutsches Lerch. II Magdeburg, 1. Okt. Im Ver ein sür S o z i al- > litik sprach heute Professor Löhning (Halle) über Verfassung und Berwaltungsorganisation :r Städte. Er betonte, unter Beschränkung auf die en gischen Kommunen, daß der Staat sein Aufsichtsrecht .rchaus verständig ausgeübt habe. Das Dreiklassensystem be die Städte nicht verhindert, ihre sozialen Ausgaben erfüllen. Leider sei der soziale Friede noch lange nicht reicht. Die Hauptsache sei aber, daß der soziale Geist 2 ganze städtische Verwaltung beseele. rrusiand. Rom, 1. Okt. „Osscrvatvre Rvmany" veröffentlicht eine Note, in der die Behauptung verschiedener Blätter, daß in der Richtung der Beteiligung der italienischen Katholiken aus politischem Gebiete eine Aende- rung ein treten werde, zurückgewiesen und erklärt wird, daß ein Wechsel in der Haltung der italienischen Katholiken hinsichtlich ihrer Beteiligung an den gesetzgeberischen Arbetten nicht ein getreten sei, da nichts geändert sei an den in der Encyklika vom 11. Juni 1905 seftgelegten Anordnungen des Papstes, die streng zu beachten seien. Paris, 1. Okt. Senator Sollet ist plötzlich gestorben; der „Temps" meldet, Collet habe sich erschossen. London, 1. Okt. (Reuter.) Keir Hardi, der zurzeit das östliche Bengalen unter dem Beistände der Leiter der Eingeborenenbewegung bereist und überall von den Hindus mit großer Begeisterung ausgenommen wird, erklärte in mehreren Reden, er halte Indien für ebenfo berechtigt zur Selbstverwaltung w i e Kanada und ite dem Publikum, das überaus zahlreich auf dem sscr- und Landweg zur Insel gekommen war, die Be- KolonraLkämpse der Niederländer. Haag, 1. Okt. Die unmittelbar nach der Schlappe des Leutnants de Braconier am Budongbuddng-Fluß in Mandar (Westceleb^s) abgeschickte Strafexpedition hat einer Regierungsdepesche zufolge einen blutigen Kampf mit den Auf ständigen gehabt, wobei die feste Ortschaft Bu- dongbudong am gleichnamigen Flusse erobert wurde. Auf feiten der Niederländer fielen 7 Mann; 14 wurden verwundet. Der Feind verlor 108 Krieger, darunter 11 Häuptlinge. Der Ausgang des Gefechtes hat auf die Eingeborenen einen starken Eindruck gemacht; die ganze ^ei) ö tte» rung h a t sich unterworfen. Amerikanisch-japattische Freundschaft. Tokio, 1. Okt. Der amerikanische Kriegssekretär Taft erklärte bei einem Bankette, daß nur eine kleine Wolke sich über die fünfzigjährige Freundschaft Japans und der Vereinigten Staaten geschoben hätte, daß aber das gewaltigste Erdbeben des Jayrhunderts die Freundschaft zwischen beiden Ländern nicht würde erschüttern können. Die San Francisco-Angelegenheit sei auf diplomatischem Wege in ehrenvoller tweife erledigt. Ein Krieg zwischen Japan und den Vereinigten Staaten würde ein Verbrechen gegen die Zivilisation fein. Keines von beiden Völkern wolle einen solchen. Auch würden beide Regierungen jeden Nerv anspanncu, um einen Konflikt zu verhindern. Beide seien in gleicher Weise vom besten Willen gegeneinander beseelt. werde sein bestes tun, u,nr Indien zu einer Kolonie mit Selbstverwaltung zu machen. H e l s i n g f o r s, 1. Okt. Die Finanzko mmisfion, an die der finnische Landtag am 11. Sept, die Vorlage über die Bewilligung von 20 Mill. Mark für die militärischen Bedürfnisse des russischen Reiches überwiesen tyitte, sprach sich für d i e Be w i l l i g un g aus. Petersburg, 1. Okt. Das M N i t ä r g e r i ch t ver> urteilte acht Arbeiter von der Narwischen Flachsspinnerei, wegen Ermorduiw des Fabrikdirektors Otw Pelzer zum Tode durch den S t r a n g. Sewastopol, 1. Ott. Im Hafen ist die Ruhe wieder hergestellt. Die Teilnehmer an der Meuterei wurden vor das Feldgericht gejteilt. Drei Meuterer vom Brest-Regiment wurden hingerichtet. Auf dem Panzerschiff Seinop ist die Mannschaft ruhig. Die Sradt durchziehen' Patrouillen. In den Stufen und den Bahnhof wird niemand ohne Erlaubnis hineingelasseri. Newyork, 1. Ort. Aus Canada wird gemeldet, daß japanische Fischer aus den Schelikowinseln gelandet sind und zahlreiches den Einwohnern gehöriges Vieh entführt haben. 011 a w a, 1. Okt. Die MitglieperderAro^iter- s y n d i k a t e der verschiedenen kanadischen Städte haben Vereine gebildet zu dem Zwecke, Propaganda für die Ausweisung aller Asiaten zu macyen, sowie für ein Verbot der Lanoung von Orientalen. Newyork, 1. Ott. John D. Rockefeller hat, wie aus Eleveland (Ohio) gcmcloet wird, dort geäußert, die V e r f o l gun g 0 e r Trusts fei die,Folge hysterischer Erregung. Die meisten Korporationen würden in onrchaus ehrlicher Weise geleitet Es werde nicht lange dauern, daß sie die Spartassen der arbeitenden Klasjen werden. Die natürliche Entwickelung des Trustwesens sei nicht aufzuhalten. 29. Generalversammlung des Evaugelischeu Bundes. O. B. Worms, 30. Sept. Am heutigen Vormittag setzte die Generalversammlung des evangelischen Bundes ihre Beratungen in mehreren nichtöfsent- lichen Setzungen fort. Um V22 Uhr fand in den „12 Aposteln" das gemeinsame Mittagsmahl statt, an das sich die 1. Mitgliederversammlung anschloß. Zunächst gab dort der Bundesdirektor Reichstagsabg. Lie. E v e r l i n g den Jahresuberblick. Ter Redner führte u. a. aus: Seit unserer letzten Tagung in Graudenz haben wir Aufregendes^ und Ersieuliches erlebt. Damals der Ultramontanismus auf der Höhe seiner Macht, das Zentrmn sich rüstend, aus dem Zentrumsturm herauszugehen, unt Schleppenträger ultramontaner Ansprüche in anderen Konsessionen und Fraktionen zu beftellen. Heute auf dem Präsidentenstuh^ des Reichstags kein Zentrumsmann, das Bollwerk gegen dem Umsturz als Rettungsanstalt von 12 Mandaten der Umsturz- Partei erfunden, und im Reichsparlament eine Mehrheit von Konservativen und Liberalen, die in nationalen Fragen nicht versagt. Als Fraktion hat das Zentrum die Wahlschlacht nicht verloren und doch hat cs eine Niederlage erlitten. Heber diese bedeutsame Wendung freuen wir uns aus natio-« neilen Gründen, weil dadurch viel Verbitterung und Reichsver- drossenheit zurückgedämmt wurde und auch aus protestantischen^ Empfinden, weil die klerikale Minderheits herrsch ast das größte, Hemmnis auf dem Wege zu einem ftiedlichen Zusammenwirkender Konfessionen ist. Freilich, die Gefahr der ultramontanen Vorherrschaft ist nur gebannt, nicht überwunden. Ter Ultramontanismus denkt nicht an Abrüstung. Deshalb können auch wir dem Protestantismus heute feine Abrüstungsvorlage vorlegen. 9hn ein entschlossener Geisteskeimpf, der nicht wehrlos; und ehrlos des Volkes höchste Güter preisgeben will, kann die Herrschaft des Klerikalismus dauernd zurückdrängen. Auf jener Seite finden wir den Willen zur Tat. ,Wche, wenn bei uns die Sehnsucht nach Schlaf sich wieder einstellt. Trüben wül man mit kleinlichen Mitteln wieder Einfluß gewinnen, dem Eintrachtswerk des politischen Blocks wird eine unermüdliche Zwietrachtssaat entgegengesetzt. Man gebraucht auch unwürdige Mittel: Eine Kaiserrede in Nttmster wird als Zentrunisprogramm hingestellt und als Zeichen des Widerspruchs zwischen dem „Block" des Kanzlers und dem „Granitblock" des Kaisers benutzt. Dem- < te und zwei Soldaten des 114. Infanterieregiments, i iie zlvei Kammerherren. Heute abend 6 Uhr fand Gottes- nst in der Schloßkirche statt, den Geheimrat Hclbing ■0) sielt. Ihm wohnten bei Großherzogin Luise, der Groß- zog und die Großherzogin Hilda, das Kronprinzenpaar >n Schweden, Prinz und Prinzessin Max von Baden der Hofstaat. • Berlin, 1. Okt. Das g e s am t e P r äs id ium d e s ^:ichstages wird sich in Begleitung des Direktors ngheim zu den Beisetzungsseierlichkeiten nach Karlsruhe 513 zeven. , — Der Besuch des KaiserpaaresinCadinen, MN: im Anschlüsse an den Romintener Aufenthalt geplant W: _r, ist infolge des Ablebens des Großherzogs von 'z. den definitiv aufgegeben worden. Der Kaiser und W e Kaiserin werden mit der Prinzessin-Tochter voraussicht- ) am nächsten Samstag Rominten verlassen und ohne lerbrechnng die Rückreise nach Berlin antreten. ? Mannheim, 1. Okt. Der zweite Vizepräsident der ^«bischen Kammer, der sozialdemokratische Abg. Geck, rd von der nationalliberalen Parteipresse heftig ange- iffen, weil er das Beileidstelegramm des Präsidiums * den Großherzog nicht unterzeichnet hatte. Es wird n vorgeworsen, daß er bei der Uebernahme der Stelle rsprochen habe, „sich in taktvoller Weise mit seinen präsentationspslichten abzufinden". Das Versprechen fciöe er gebrochen und sich und seine Partei durch diese ‘to nütze Demonstration brüskiert. — Der Stadt rat von risruhe hat Schritte wegen Aufstellung eines Denkmals, für den verstorbenen Großherzog unter» e° nnnen. hlrr - - ----——--------------- :r Die ng gäbe. ■ Als zwei rLautermann Sl 0 m 0 n', 2. Oft Im Arsenal wurde das Tor ein, StnpCft^1Un?a5h-1§ Q-e»y b r 0 cl) e n vorqesundeu. Es ist noch nie ÖUÄta E"leU ®b,bniC6 °Der bie 3=tft6rung fc taffe vorgebracht werden, damit bei Bestellung weiterer Büchsen hierauf Rücklicht genommen werden kann. ** Aus dem Bureau des S t a d t t h e a t e r s. Es sei ausdrücklich darauf hingewiescn, daß die heutige Mittwoch-Vorstellung um 7 Uhr beginnt. Die verehrlichen Abonnenten werden dringend ersucht, die richtigen Billetts aus den Abonnementsblocks — also für heute das Billett für die erste Mittwoch-Abonnements-Vorsiellung — an die Kontrolleure abzugeben, da sonst für den Besuch späterer Vor- stellungen Weiterungen entstehen würden. ** Die Kuh im Laden. (Gestern nachmittag stieß Kuh die Erkerscheibe des eben leerstehenden Badens tm Montanusjchen Hause neben dem Hotel Schütz ein und, demonstrierte so ad oeulos die Gefährlichkeit der Viehtrans-! die Stadt. Die Scheibe ging unter lautem Geräusch völlig in Trümmer. Aus StaSt Mitö Lcrssd. Gießen, 2. Ott. 1907. **Hilfe fürHerb stein. Bei unserer Geschäftsstelle gingen weiter ein: Gesammelt in Stangenrod durch Bür- /germeister Bock und Beigeordneten Groß 22.20 Mark Lis- 'her eingegangen 5191.98 Mk. Sa.: 5214.18 Mk. Da wir Ende der Woche die Sammlung abznschließen gedenken, bitten wir für Herbstein noch bestimmte Gaben bis dahin unserer Geschäftsstelle zu übermitteln. He imsp arka ss e. Wie aus dem Inseratenteil ersicht- lich ist, gibt die hiesige B ez i r kssp a rk a s je nunmehr die m Aussicht gestellten Heimsparbüchsen aus. Die Ausivahl und Herstellung hat längere Zeit in Anspruch genommen und die Ausgabe unliebsam verzögert. Es sind z. Z. nur etiva -100 Büchsen bestellt worden, angeschafft wurden aber 200 Stück, bie voraussichtlich schnell vergriffen sein werden. Die Anschaffung einer so . geringen Anzahl erfolgte mit Rücksicht sdarauf, daß zunächst eine Probe gemacht werden soll, da die iAuswahl aus den vorliegenden zahlreichen Mustern nicht gleicht war, weit keines allen Wünschen entsprach. Während die einen Büchsen zu luxuriös ausgestattet, zu teuer und auch zu schwer waren, vermißte man bei andern das gefällige üiißere Aussehen und die solide Herstellung. Die zilr Aus- ,gäbe gelangenden Büchsen sind aiis Aluminiinn hergestelli und deshalb sehr leicht, müssen aber auch schonend behandelt werden. Es ist erwünscht, wenn etwaige VerbesserungSvor- schlage baldmöglichst bei der Annahmestelle der Bezirksjpar- ' r?" rmstad t, 2. Okt. Der Finanzausschuß der Er st en K a m m er hielt gestern unter dem Vorsitz des Freih. ' Ludwig Riede,et zu Epenbach eine Sitzung ab, in der als Ver- Regierung die Minister Ewald, Gnauth und Braun, 1 Meimerat Freiherr v. Biegelckocn, sowie die Ministerialräte : .^C!L tLilnahmen. Hauptgegenstand der Bera- : Zungen biloe e e-.e Wertzuwachssteuer. Sie wurde mit einigen Abänderungen, die aber die Grundprinzipien der Re- g^erung^vorlage nicgt berühren, angenommen. Bezüglich der — orm,er ^ombaufrage wurde beschlossen, auf dem früheren Stand- Ä ?^rrcn^ Tas Plenum der Ersten Kammer wird Ende Oktober eine Saßnng abhalten. Auch der Gesetz qe- bungsauslchu» wird Ende dieses Monats zur Beratung der ^oa^rechtsvorlagc zusammentreten. Frankfurt a. M., 1. Okt. Der 44 Jahre alte Arbeiter Friedrich Gebauer, der sich am 18. September auf der hiesigen Polizei freiwillig stellte unter der Angabe, er habe im Januar 1894 zu Berlin die Prostituierte Anna -tdinklec ermordet, wird demnächst nach Berlin transportiert, nachdem seine hiesige Vernehmung zum Abschluß gelangt ist. Seiner Sclbstbezichtigung ist Gebauer treu ge- blicbcn. Als er sich stellte, gab er als Beweggrund nicht etwa Reue an, sondern er sagte, die Sache gehe ihm im Kopfe herum und er wolle sie endlich los sein. Er habe von der Affäre, die ihn schon einmal in Untersuchungshaft brachte, lange nichts mehr gehört, und wolle nicht, daß etwa ein anderer an seiner Stelle die Tat büßen müsse. s. Wetzlar, 1. Okt. Heute tritt Kreisbaumeister Kampfer m den Ruhestand. Im Jahre 1877 mit der Bearbeitung der Bodenmeliorationsjachen betraut, erledigte er biefe mit solcher Umsicht, daß ihm nach fünf Jahren auch das Straßenbau- und Unterhaltungswesen übertragen wurde. Da- neben hat er e§ verstanden, die Landwirte des Kreises von der Wichtigkeit und Notwendigkeit der Zusammenlegung zu überzeugen, so daß sie in vielen Gemeinden durchgeführt wird. Bei der Abschiedsfeier überreichte ihm der Landrat den Noten Adlerordcn 4. Klasse. bie rulcht ihrem Kriegcrhasse zum Opfer 'USl ^tzre ^ute Luise BonS, diesmal als neidische, leicht geschmelcheltc alte Sa)achtcl, wirrte höchst komisch. Sehr nichtssagend sind die jungen Damen dieses Schwankes. Weder der beredten Rosa, noch der unter- nehmenden Keinen Erika haben die Autoren ihre Liebe ae- allein den blauen Husaren und ihrem machten die Damen Sylva rbr.^tnr-er,teJn-firs ?rtige Mädchen einen recht vorteilhaften Emoruck, jo daß man bedauern konnte, daß sie so kärglich oedacht waren. Recht nett machten ihre Sache auch die Damen Schumann und Cardung. Auch die ^'tw-rkcnden fanden sich mit ihren Aufgaben wenn man auch sagen muß, daß die älteren Herren M em wenig der Karikatur sich näherten, ohne dasz das Stuck dazu irgendwie Veranlassung gab«.. Als zwei liebevolle Dienstmädchen waren die Damen Sauterm an it und Haas keck und frisch. igeFenuber ist bei allem berechtigten Fnedensv erlangen her evang. »unb letzt erst recht notig ' Die Freiheit des katholischen Volks- teitv wollen tote nicht unterbinden, weil wir frei von engherzig em^Konsepionalismus sind, der sich Alleinberechtigung an» haben wir auch mit Interesse aufgemerkt, als stch in den letzten Monaten an die Münstersche Jndcxbewegung, ble geplante Tenynalserrichtung für Schell, an die Ver- Dn^n -- un5 .^tzliabus nichtultramontane Regungen eines religiösen Katholizismus offenbarten. Wären wir nur auf unseren ionsepwnellm Vorteil bedacht, wir müßten diesen Strömungen einen baldigen Untergang wünschen; denn könnte ein Treier und innerlich deutscher Katholizismus für den Bestand des zenlufteten und durch Gleichgültigkeit gehemmten Protestantismus eine große Gefahr bedeuten. Ein Schell und Merälc find uns gefährlicher, als ein Sommer und Schädler! Aber toxx bie geistige und religiöse Hebung der Gesamtnation hoher stellen als kaltberechnendes Konfessionsinteresse, wünschen wir, daß aus der Mitte des deutschen Katholizismus, der in Io vielen Stücken den anderer Länder überragt, eine Beftei- ung non einem falschen Klerikalismus sich vollziehen möge! Umere Organisation ist, wie der Jahresbericht ergibt, Ukwach,en von 2000 Vereinen im April 1906 auf 2163 im April 1907, von 328 219 Mitgliedern auf 318 160. In dem jetzt säiuldeufteien Bundesheim in Halle hat die Zentralverwaltnng den Sitz einer ausgedehnten Betätigung. Dort arbeiten unter meiner Leitung Redakteure und Generalsekretäre, technische und wissenschaftliche Hilssarbeiter, eine Auskunstsstelle und Zentralberichtigungsstelle, eine Zentralbibliothek und ein sorgfältig geführtes Zeitungsausschnittsarchiv. Neben der Verwaltungsarbeit eine umfassende und nicht unwirksame Preßtätigkeir. Allein unsere 12 Bundesorgane haben eine Auflage von 361 200, so daß, da ein / und 11 monatlich erscheinen, jährlich über 41/2 Millionen B'undesblätler ins protestantische Volk hinaus- steben. Daneben unterstützen wir Korresvondenzen für kirchliche und Tageszeitung°n in einer Gesamtauflage von etwa st.-)OO. Dazu hat allein b;e Zentralstelle mehr als 300 000 Mk Aur Forderung der evangelischen Sache, für Anstellung von V-- rarep, Unterstützung von Anstalten und Kranieupflege in d-. Diaspora ausgegeben, wobei nicht genannt ist, was die ein'einen !Kaupt- und Zweigvereine auf diesem Gebiete leisten. Au chdie ,^-ore der Parlamente haben sich Bundesführern und Bundes- Treunben geöffnet. Freilich, sie treiben dort keine „Bundespolitik', die gibt es in wirtschaftlichen, sozialpolitischen und rein polttil chen -’0- Schafe: 1. Qual. 8<_-0o, 2. Qual. 78-80 nn—on nn"Ä-° e^1DCtnc 1- Qual. 67—00 Psg., Lebd! 3^'00 ,00'00 ^'Os^u. 60-66 Pfg., Lebeiidgem. 52.00—00 1 N"^rstaud "^ondgeiv. 00 Pig. Geschäft gut, | Kleine Tageschrouik. „„..Sn Brühl a. Rh. erfolgte in der Drikettfabrik des Grubl. wcrk.z eine lxlt.gc L> t a u b c x pl o s i o u, wobei sieben Personen, “nb ein Ingenieur, schwer verletzt b Brandwunden erlitten. Zwei sind bereits ihren Bei- ieyungen erlegen. Als szenisch besonders geglückt muß der, nur d^ch die rm Hintergründe vorüberziehenden Fähnchen qunz an- ^chautich markierte Einzug des Regiments und ferner das ^allarrangement im letzten Akt hervorgchoben werden Ueberhaupt zeigte die Inszenierung des Stückes wieder siel guten Geschmack. Hübsche neue Dekorationen erfreuten das Auge ebenso wie die eleganten Uniformen und Damen- vU LlLLIKn« . So war es denn in erster Linie ein Requisitenerfola, mn Erfolg der Uniformen, Fahnen, Reitröcke und Reitstiefel, ^en vielen Uniformen auf der Bühne entsprach, was den Zuschauenraum betrifft, das Gesellschaftsbild des Abends nicht. Man sah nur wenige Offiziere, aber der verächtliche Ziviris.enstand war dachr ausgiebigst vertreten Und er wird gewig von Mund zu Muno dafür Sorg- tragen daß jebcr, der sich grauen Gram von Der Seele lachen toill, vom blauen „Husarenfreber" befallen werden sollte Und so werden sw denn wohl, di- Husarenfiebriaen das neue Haus tn den nächsten Wochen stürmen. P — Kleine Kunstchr 0 nik. Ueber Qnnh er, ul die Wasserverhältnisse den Abbau der Braunkohlen nicht zuließen. Der Unternehmer füllte den etwa 12 Meter tiefen schacht mit Reisig aus und überdeckte ihn mit Holz. Beim Pflügen gab dies morsch gewordene Holz nach und das Pferd des Landwirts Karl Kinzenbach fiel mit den Hinterbeinen in den Schacht. Es konnte glücklicherweise unbeschädigt herausgeschafft werden. Antwerpen, 2. Okt. Der Kampf im Antweiind pene r Hafen, der beendet zu sein schien, wird in viemu? zehn^agen mit erneuter Kraft wieder ausbreche' Die Föderation maritime wird das Versprechen, das tn Bürgermeister Hartog, ohne dazu ermächtigt zu sein, de Arbeitnehmern gegeben hat, nicht einhalten und die Lohi^ satze werden ganz unverändert bleiben. In diesem Sim in einer von der Föderation abgehaltenen Versamn lung fast einstimmig Beschluß gefaßt worden. Von feite der Hamburger^ und Bremer Reeder ist den Antwerpen t Arbeitgebern eine Unterstützung bis zu einer Million gesagt worden. Winterkur für Kr^nAt Warme geschützte*Lag?hfc am Süaabhange des Taunus. Behag- ■ Jlich eingerichtete kleine Anstalt, ■ SpezialhAilansttalt. CentrabHei- ■ 9 u. Beleuchtung, geheizte Liege- D halle und Corridore. Sorgsame H -?r Dr. M. Schtilze-Kahleyss, Nervenarzt. Sanatorium Hofheim im Taunus. w jeder bdtcbtgen ächristüti and ho HW väa lortc. sowie mit Zirkeln aller studentische' Vereinigungen, liefert jw mastigen preiset vriihl'sche Universltätz-Vruckerei. Lchulstraste i Gießener Wetterdienst. 3 Wittcrnug für Hessen am Donnerstag i l Preisgekrömte Geflügelzüchter. Bei der 5,m E^.onntcid Marburg abgehaltenen Jubiläums- GeflugelauSstellung erhielt Hch. Kreiling von, - ... Otcr für 9 Brieftauben zwei 4., Heinzerling für weiße E<^??nst statt, während dess Plymouth-RockS ein 1. und Ehrenpreis, ein 2., ein 3. und ^lostbns r s^s 4. Preise; ferner auf Thüringer Weißkopf-Tauben zwei 4. Preise. ! -v er Bezirksverein „Süd west" hielt gestern j abend im Hotel Schütz eine Versammlung ab, in der zu- t pächst der Vorsitzende, Bankier Grünewald, über die seitherige Tätigkeit des Vorstandes berichtete. Tie Eingabe : wegen der Ablenkung des Verkehrs bei Festlichkeiten von ■ der Bahnhofstraße werde hoffentlich für kommende Fälle ihre Früchte tragen. Wegen der Viehtransporte durch die Bahnhofstraße habe man sich ebenfalls an die Stadtverord- neten-Versammlung gewendet und auch den Erfolg ge- habt, daß die Berechtigung der Beschweroe anerkannt und | einstimmig beschlossen worden sei, mit der Eisenbahn-Verwaltung Verhandlungen zur Beseitigung dieses Mißstandes anzubahnen. Der Schriftführer, Kaufmann B e r d u x, teilw noch den Wortlaut der an die Stadt und die Eisenbabn- direktion dieserhalb gerichteten Eingaben mit. Die Direktion in Frankfurt hat ohne Angabe von Gründen mit- geteilt, daß der Eingabe keine Folge geleistet werden könne. Der Bor'gand habe deshalb in einer neuen Eingabe an die Stadtverordneten-Versammlung um Erlaß eines Ortsstatuts ersucht, das die Viehtransporte durch die Bahnhofstraße gänzlich verbietet. Die Versammlung gibt hierzu ihre Zustimmung. Bezüglich der S t a d t v e r o r d n e t e n- ah len wurde vom Borsitzendnr mitgeteilt, daß wahr- cheinlich von den bürgerlichen Vereinigungen eine gemein- ame Liste ausgestellt werde, der sich auch der Verein jedenfalls anschließen könne und werde. Auch hiermi^ erklärt sich der Verein grundsätzlich einverstanden; "die endaültiae Stellungnahme soll in einer späteren Versammlung er» folgen. Der erst vor voenigen Wochen gegründete Verein zahlt, wie der Vorsitzende zum Schluß noch mitteilte, bereits 100 Mitglieder. nrn? - ,n' 21 ^ec 10jährige Gießer Schuhmae-- sc.)o^g bei einem Scherz mit ciner Pistole den 17 aUcn chu-ersten Vergehen beschuldigt. ß ßA,S°\n““r' 2",~tL Die Cvmemdevertretungen W derstrübe Ufergemeinden trafen heute ein 7 ^te H°^mast geflaggt hatten, Ij, ' Schloßkirche ein Tra^k eure Ehren ko mpagnie Ausstellung nahm. Um 7 Uhr 40 Min. begann 1 hocken zu langen. Unter den Klängen eines von der Rc> §^/^usik gespielten Chorals wuroe der Sarg aus d^- . A m d^var beim Dreschen half, stürzte von der stffnetc eine Kompagnie Soldaten, der die Dienerschaft Dem Sarg, der von 12 Unter,kfizieren getragen SL schritten die ober/.en Hofchargen voraus. Es jolaten iF Groszherz^gin zwischen dem GroßHerzog. un?d! A Kronprinzen von Schweden, die Großherzogin, die Krv * Prinzeft in von Sckstoedcm, Prinz und PuimEn Mar p Baden, ^hnen schlossen sich^die Generalität und- die hi beamten an. Wahreno des Weges zum Schiff sangen Schi r Choräle. Während die am Ufer aufgefteltte Ehrer kompagnie pra,ennerte, wurde der Sarg, zum Schiff c» bracyt und aus dem Mitteldeck unter einem schwarzen Ä 3 aufgestellt. Eine Fischerflctte von 40 bis 50 bald« mastbei-aggten Kähnen hatte bei dem Dampfer Parat au-stellung genommen. Auf dem Schiffe legte Gesandt^ v. Eisende ch e r 2 Kranze im Auftrag des Kaiserpaar "" t"n Bewegung^ *a3 Schiff nach Konstanz .ft °Än3. 2.0». Um 8.45 Uhr landete her ®Qmpi- 5115 das Schiff in Sicht kam, begann- die (blocken sämtlicher Kirchen zu läuten. Bei der Uebi ' sührung der Leiche des Großherzogs zum Bahnhof bildet, ' öie truppen, Vereine, Schulen u. s. w. Spalier. Wien, 2. Okt. Die amtliche W. Ztg. veröffentlichtdjüi Ernennung des §ctbcI6erger Professors Rosthorn juL Professor und Vorstand der 2. geburtshilflichen Klinik « ie dar Wiener Universität. ,. ^bischen, 2. Okt. _ Infolge der Aufnahme der p al Vv1 1 iv en Resistenz treffen die Güterzüge mit starken ,Br spatungen ein, so daß die Anschlußzüge nach Hamburg in Le &erlm teils ausfallen, teils verspätet abgehen. Liste r0It iunge Fra nzösin ai'H aristorratijchem Hause beging einen romantischen Selb!rin! ntort), indem sie sich von der Riva Schiavoni in biU «ieb9eUne ^Uräte‘ 2)011X2 ist ein Opfer unglücklich^ Seltersweg 38 Gegründet 1868 früher Wilhelm Reiber’sches Geschäft § > Langjährige Garantie. Frachtfreie Lieferung. Feinste Referenzen. - .i :r Eigene Werkstätte. 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Stem-uaMer« 6215 Ludwigstr. 55, bemerkt mancher Käufer, dass er einen Fehler begangen hat, indem er seinen Bedarf Auf Kredit oder gegen Bar nicht bei mir deckte. Anderweiter Unternehmungen halber gebe ich mein Matzgeschäft für feine Herrengarderoben auf und unterstelle auS diesem Grunde meine sämtlichen Waren- Vorräte in mir ersttlassigen englischen und dcutichen Tuchen und Buckskins einem TMl-Ansverkauf. Fernerhin eine großartige Auswahl der so beliebten Fantasie- Wesleuftofse in Seide, Sauuni, Wolle und Lernen ebenfalls nur erste englische und deutsche Fabrikate. Weiterhin eine tlerne Partie er,l- klmiiger Konfektion, Paletots, Gummimäntel, Wepen und Tenms- an-chge. 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