Erstes Blatt 157. Jahrgang General-Anzeiger für Oberhefsen Die yeulige Kummet umfaßt 13 Seitcu der RegentschaflSrat ben aus authentischer Quelle verlautet, an des des oer von j d) e n Prinzessin während der bevorslehenden Anwesenheit des Königs von Sad)sen m Lissabon verlaulöarl werden. "" letzt. Tas SUtenHl erfolgte, während der Kandidat einer Wählerversannnlung heunfuhr. — Nach einer Privatinelbnng würde die Verlobung Herzogs Nianuel von Beja, deö jüngeren SohneS portiigiesischen Känigspaareß, mit einer beut* Vorsd)lag eines Regenten bem zusainiuentretendcn Landtags auSichiis; überlassen. Vfr- 52 Erscheint tliglich «über Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Kamillen- blätter viermal in der Woche deigelegl unt zweimal wöchentlich da? Krelsblan für den Kreis Sieben. Fernsprech-An* fchlußl.d. Redaktion 113 Berlag u. Expedition 51 Aus Stadt und Land. (Sieben, 2. März. "Die Eröffnung des neuen StadttheaterS wird vorausichttich am Dienstag, den 23. uli, also bürfen. Kurz zu erwähnen ist auch noch die kleine Leistung deS Herrn Krauß als Oberlehrer Kosinsky. Das zahlreich erschienene Publikum fand an dem Stücke wohl weniger, desto mehr aber an dem munteren Spiele der Benesiziantin Gefallen und schien sich köstlich über diesen Backfisch zu amüsieren. Reicher Beifall ward Frl. Donecker nach jedem Aktschlüsse zuteil. Außerdem wurde ihr noch eine Reihe von Blumeuspenden und anderen Ehrengeschenken überreicht. O. R. * R. B. Darmstadt, 2. März. (Tel.) Gestern abend erlebte die breiaktige komische Oper „M i r a n b o l a", Musik von Professor Tr. Bernharb Scholz, ihre Uraufführung uni> fand eine geradezu glänzende Ausnahme. Der Text der Ober, ist von Th. Rehbaum nach einem alten Lustspiel Goldonis geschrieben und der Komponist, der bekannte Leiter des tzochschen Konservatoriums in Frankfurt a. M., hat das Textbuch mit großem Gesaftet in Musik gesetzt und es namentlich verstanden, den Lustspielcharakter in der Musik festzuhalten. Das Werk steht zwar nicht auf der Höhe der Operetten von Richard Strauß, dürfte aber den Freunden guter Spielopern sehr willkommen sein. Das Publikum kargte trotz der wenig günstigen Abschlüsse nicht mit seinem Beifall und der Komponist mußte nach dem 2. und 3. Akt wiederholt vor der Rampe erscheinen. Um die Ausführung machten sich namentlich die Trägerin der Titelrolle, Fräulein R ö d i g e r, sowie die Herren Weber und Wolf verdient. Der Aufführung wohnten auch II. KK. HH. der Großherzog und die Groß- Herzogin bei. diePost Alk.2.— viertel* jährt. Quehtil BeileUg. Annahme von Anzeige» iüi bie iaqeonummer bis oonniuaqe IU Uhr. Zeileiipreis. total auswärts 2U tz'ennig. e i a n (ro o r (11 d) <üt ben poliL and aUgem. Teil: P. Wittto tüt ,Smdt and itaiitr and .(.«endjtsjaal* Ernst peß, tüi den An- jeiqentetl. öans Beck politifctyc (Zagcsfctyati* Zur braunschweigischen Frage. Nachdem der Bundesrat sich dahin ausgesprochen hat, daß kein 'JJhlQlieb bet Familie Euinderlanb zur Thronfolge in Braunschweig zugelassen werben könne, solange der Ehe, der Familie, der Herzog Ernst August von Cumberland, nicht einen formellen Verzicht auf feine angeblichen Ansprüche auf Hannover geleistet habe, ist man in Braunschweig vor die Slotrocnbigffil gestellt, em neue 0 Provisorium zu schassen. Den von vielen Seiten geäußerten Wünschen, das WclfenhauS ein für allemal von der Sukzeision auszuschließen und, statt eines Regenten, einen Landesherrn zu wählen und damit eme neue Dynastie oufzurtchten, stehen so schwere staatsrechl- liche Bedenken entgegen, daß bie Erreichung dieses Zieles als fast ausgeschlossen erscheinen muß. Die meisten Aussichten, nut der Regentschaft betraut zu werden, soll nach wie ooi der Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen haben, der jüngste Sohn be0 verstorbenen Prinzregenten "Albrecht, der noch zu seinen Lebzeiten bestimmt hatte, daß der Prmz in die Geschäfte der Verwaltung praktisch emgejührt werden solle. Dies geschah schwerlid) ohne die Annahme, daß Prutz Friedrich-Wilhelm einst berufen werden würde, an bie Stelle seines Vaters zu treten. Ter Prinz arbeitet zurzeit bei bem Ober- Präsidium in Königsberg t. Pr. Cb aber angesichts der m Braunschweig herrschenden wenig preußenfreundlichen Stimmung, die Wahl sicher auf ihn fallen toirb, darf doch als fraglich gelten. In letzter Zeit hat man im Hinblick hierauf verschiedentlich bie Blicke auf ben Prinzen Friedrich Karl von Hessen gerichtet, der persönlich als von großei Liebenswürdigkeit und Herzensgüte gerühmt wird, aber Diel- leicht als Schivager des Kaisers den Braunschweigern gleichfalls wenig genehm erscheinen könnte. Vieler Sympathie erfreut sich dagegen der Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg-Schwerin, der |id) bereits einmal mehrere Jahre hindurch als Regent in jeder Beziehung bewährt hat, und and) sonst bie erforberlidjen Eigenschaften für einen Regenten in Braunschweig nntbruigt. Nun, bie Braunschweiger haben ja selbst zii entjd)eiben, und irgend eine Emmiichung, auch nicht von Preußen, ist unter feinen Umständen zu ermatten. Nach einer Meldung au0 Braunschweig wird, wie Adresie iüt Depeichen: Nolatlonrdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei. R. Lange. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. Anzeiger Wietzen. ________________________________________ ____________________ _______ Deutsches Reich. Berlin, 1. Diärz. Der Kaiser entging heute eine Detzp- tatioil seines russischen Regiments Wyborg, um ein Gemälde entgegenzunehmen, auf weichem bas Regiment während der Schlacht bei Siboantung dargestellt ist. — Zum lOiährigenJubiläumdernationallibc- ralcn Partei hatten sich gestern abend in der Wandelhalle des Reich--tagsZebäudes die Reichs- und Landtagsirattchii nebst sonstigen Angehörigen der Partei zu einem Festesten zusammcn- gesunden. Avg. Basseri»:ann hielt eine Festrede und verlas naä>- stehend.s Glückwunschtelegramm: Reichstagsabg. Uin ermann, Vorsitzender des Zentra lvor- standes der nationstlliberalen Partei. Berlin. Reickzstag. Zur heutigen Feier des 40 jährigen Bestehens der national» liberalen Partei bitte ich Sie und Ihre Herren Parteigenossen des vreichstages ivie des Landtages, meine Glückwünfck-L ent- gegenzunehmen. Die Nationalliberalen können ihrer ehrenvollen Vergangenheit jetzt in lichter gewordenen Gegenwart gedenken. Möge es der Partei beschieden sein, auch an ben großen Ausgaben der Butunit zum Besten des Vaterlandes einen Ijeroorragenbcn Anteil zu nehmen. Mit deutschem Gruß Reichskanzler Fürst Bülow. Nach einer Rede des Abg. Dr. Friedverg verlas Abg. Gras Oriola eine lange Reihe von Glückwunschtelegrammen aus allen deutschen Gauen, in Reim und Prosa, und knüpfte daran ein Hoch aus die nationalliberale Wählerschaft, in das die Anwesenden cinftimmten. — Dem Obcrlaildesgerichtsrat Geh. Justizrat Roeren ist bie nachgesuchte Dienstentlassung erteilt worden. — Wie verlautet, beabsichtigt der durch die Kvlonialskandale bekannt gewordene Herr W i st u b a in a u s l ä n d i s ch e D i e n st e zu treten. Die „Nat.-Ztg." bemerkt hierzu, daß er noch immer Gehalt beziehe, ohne beschäftigt zu werden. Gteszcner stadrtyeater. Die SchmeLLerlingsfchlacht. Siidermanns hier längst bekannte „Schmetterlingsschlacht" hatte Fräulein Donecker zu ihrem Benefiz herausgefucht. Was ben Gefamteindruck der Ausführung anbelrisft, so mutz der Regie Dani gciüur k-erben. Herr Lippert hatte für gutes Zusammenspiel Sorge getragen und versucht, aus dem Stücke Wirkung, sei es auch nur durch Situationskomik, hervorzuholen. Recht sorgfältig war auch bie äußere Ausstattung. Dazu kam auch ein gutes Einzelspiel. Der Benesiziankin selber iel Die Rolle der Rosi zu. Rosi Hergentheim, dieser sechzehn- ährige^ Backfisch, ist eigentlich nichts weiter als der Liebesbote hrer Schwester. Dabei lernt sie früh genug die Schlechtigkeiten >er Welt kennen, ohne doch den rechten Kern des Herzens zu verlieren. Fräulein Donecker gab sie als das, was sie ist, als eine rechte Vaci'fischnatur. Ihr außerordenllich munteres Spiel wirkte ungemein. Nicht ganz behielt sie anfänglich ben rechten Ton in den sentimentalen Stellen bei, aber auch nur anfänglich, und daran trug weniger die Darstellerin als die betreffende Stelle die Schuld. Im ganzen schuf sie eine Leistung aus einem Guß, welche bie anberen Spieler mit begeisterte. In ber Sektszene hätte sie nicht übertroffen werben können. Die übrigen weiblichen grollen sind die weiteren Mitglieder des Hauses Hergentheim. Die Mutter verkörperte Frau Bono. Aus dieser Figur hätte, schon der Dichter mehr machen können. In den ersten drei Allen, wo diese Rolle durchaus komisch ist, gelang sie Frau Bons aufs beste. Aber nachher un Schlußakte, als mit einem Male eine ernste Frau vor uns steht, wollte sie nicht so ganz glaubhaft erscheinen. Fräulein Schuster machte aus bei Else, was daraus zu machen war. Die Rolle der Laura hatte an Stelle von Frl. Schellenberg Frau B a y r h a m m e r übernommen. Auch sie wußte ihrem Spiel einen äußerst natürlichen, munteren Ton zu geben, ber sehr für sie einnahm. Eine ganz ausgezeichnete Charakterleistung schuf Herr Lippert in bem engherzigen Golbbonzen und Podagristen Winkelmann. Das Ordinäre, das in dieser Gestalt liegt, verfemte er. Sein Sohn Max freilich kann nie für sich einnehmen. Solche Schkafmütze mißfällt stets. Gerade in diese Figur wollte Sudermann ein paar feinere und zartere Töne legen, aber es ist ihm nicht recht geglückt. Auch Herrn Kober glückte es nicht ganz, viel aus ber Rolle zu machen. Wo er biskret spielte, erschien er noch halbwegs glaubhaft; aber bie ganze Figur bleibt doch immer, man mag sie anfajfen, wie man will, eme Jammergestalt. Gerade das (Gegenteil ist der Reisende Keßler. Das ist der rechte Berliner Schwerenöter, wie er leibt und lebt, ber mit der grüßten Unverfrorenheit alles nach seinem Wunsche genießt. Herr Goll schuf einen prächtigen Commis Voyageur daraus. Durch sein seines, ruhiges Spiel wußte er ber Rolle das Unsympathisch^ das sie an sich hat, geschickt zu nehmen. Der Apothekerlchrling ist an und für sich eine höchst unnütze und farblose Figur. Man nufcfjte denken, Sudermann habe durchaus einen Hanswurst in ber „Schmctterlingsschlacht" gebraucht. Herr Gronert verlieh ber Gestalt noch etwas Leben und Humor, sobaß sie wenigstens als Hanswurstfigur ihren Zweck erfüllte. Nur hätte er einheitlich bleibeq müssen und zum Schluffe nicht ganz possenhaft werden lügenUirbanD^", d. L in burgcr.iajer Spruche bt’ gegen die Sozialdemokratie. Es hatte, sagte man, an genügender Aufklärung gefehlt, weshalb die nationallibcralen Gegner noch einmal vergingen, d.r Reichsverbandsschwindel und die Kvlonial- pljantaficn nocy Gläubige gefunden butten. Die Wahl von 1907 sei „ein Sieg der Dummheit". Wißt ihr es letzt, ihr Männer, die ihr eure Stimme Herrn Krumm niaji gegeben haut, was ihr seid? Herr Vetters hat cs euch in dem letzten Satz gesagt. Wetm jene snbswelvußten Herren nicht in sich selbst schauen rooüen, um den Weg zur Besserung zu sindm, Eann es uns recht jein. Sie hclien luid auch bann in Zukunft wider ihren 'Billen. Aber noch anderes von Intereise bringt ber Bericht über bie genannte Wahlvereinsverfamuiiung. An dem Zank im eigenen Lager sind nauj der Meinung eines Gießener Führers die „akademisch gelmbtten U>artcigciu,|len schuld'. Das ist der Dank, ben man den wifsenschufllichcn Arbeitern ber eigenen Partei jur das Opfer, das fie durch Aufgabe ihrer bürgerlichen Steilung und durch ihre teilweise bedeutende Geist-esarveit bringen. Diese Melodie ist gar nicht neu. Sie ist sck-on auf Parteitagen von anderen g(Jungen worden, die auch nur emfack-e Schulbildung genossen haben. Das ist bie von jener Partei sonst äui Sa>au getragene Achtung vor der Wissenjchait unb ihren Vertretern! O, die Herren L-r. DovrO, Braun, Calwer, Bernstein u. a. sind um ihre Stellung in ihrer Partei nicht zu beneiden. Wie steht man denn hier zu den akademischen Herren Genossen Dr. Ar i ch e l s und dem Theowgcn Ä ö st e r, die man auch in Gießen bie Liebe zum Vackrlanbe, das auch ihnen neidlos durch seine ungeahnte Cntwicktimg den Nähr- und 'Mullerooden lieicrt, tatsch ragen loouten, im Namen der Partei, bie den perjonlichen wie den nationalen Egoisinus — in ihrer Sßerblenbung natürlich auch die butrn liegende gesunde, lebenlocnuenbe Kraft — vernichten will, obwohl doch in keiner Partei so rücksichtslose Gülen» oogcnuaurai, ückenschen mit so einseitiger, engherziger Menschen- ücue sind a.s gerade in ihr. Welche or^O^u d.r Ueoerzeugung unb selbst der Anwenduna der Mittel zur geistigen Ausbudung dott herrfälen, zeigten auch bie Herren Beckmann und Krumm in der Versammlung deS luieBenir Wahlvcreins. Ersterer verlangte im Ansckftuß an bie Krckik über das Verhalten einiger Genossen bei der letzten Stich- wayl, „bag j.der Partttgemsse Disziplin halten und die Beschlüsse d^r Parieiorgauisatii-n Hochhalten müsse". Wer al|o zuerst sozialdemokratisch gewühlt hat, vcrichreibt sich bamii mit Haut unb Haar denen um Herrn Becllnann. Er darf keine selbständige Stellung zu den bürgerlichen Kandidaten der Stichwahl nehmen. So verlangt es die Partei ber absoluten Freiheit! Doch eS kam iwch be,ser. Es heigt in dem Bericht ber „Oberh. VolkSztg.": „Im Schlußwort forderte Herr Krumm auf, besonders für die Viiwrcitung unserer Pres.e zu sorgen unb die gegnerische Presse aus dem Hause zu lassen, auch die, bie s i ch unter „unparteiischer" Maske empfiehl t." Tie Herren furchten also den Emftuß ber bürgerlichen Presse auf ihre Anhänger. Da muß es doch schlecht bestellt sein um die Dielgcraljnite überzeugende Kraft des soziaideawkratischen Programmes. Ist dieses Verbot burgerlidjer Leitüre Freiheit ober Tyrannei? Was würben jene Herren sagen, wenn in einer bürgerlichen Lesehalle unb bergt bie sozialdemokratischen Blätter ausgeschlossen würden? Dieses Zeterges^rei möchten wir einmal hören. Wie schon muß es bud) in dem Zutun ftsstaat werden! Tp läu|t_Jeber mit einer goldenen Kugel am Bein und einem ebensolck-en Schloß am Mund herum. Lesen darf freilich jeder, was er will; denn eine strenge Zensur hat vorher jeden „nationalen Gedanken", jede „Reichslüge" mit bem „Rotstift" unterdrückt, um bie Getreuen davor zu bewahren, daß sie Schaden an ihrer politischen Kommaiidv-Ueberzeugung nehmen. Freiheit unb Persönlichkeit! für euch ist dann Dein Raum mehr auf dieser „roten Erbe", il)i müßt hinabsteigen mit „Vaterland" unb anderen reaktionären Ideen — in bas Grab. AusLcrnd. Paris, 1. März. Dem Sohne des National-Oeko- nomen Leroy-Beaulier, ber als gemäßigter Nepublikaner in Dlonlpeliec für einen Deputiertensitz kandidiert, wurde dort durch 4Nevolverschüfse derrechteArm Samstag 8. März 11907 vc-ug-pret»: mcniaftlch7äPl^olertek- jäh> ich Mk. 2.20. dtirch Abhole- u. Zioeigstellen nwiioihct) 65 'Vf.; duich — Zu ben Gerüchten vom Rücktritt des Staatssekretärs v. Stengel schreibt die „Tagt. Rundschau": Tas Dementi ber „Nordd. Allg. Ztg." mag insofern zutresfen, als ber Rücktritt nickft unmittelbar bevorsteht. Andererseits haben sich aber nach ihret Kenntnis der Dinge zwisck-eu dem Staatssekretär und den maßgebeiiden Parteiiuhrem hinsichtlich ber künftigen Finanzierung des Reichöhaushalts durch neue Steuern so erhebliche Meinungsverschiedenheiten herausgc- ftellt, daß Herr v. Stengel seme Rücktrillsobfichten un Lauw des Sommers doch aus>ühreir bürite, fojern ein Uebeieui- Bommen nicht erzielt wird. — AlS letzte PaNei des Reichstags haben nun auch bie Polen ihre Initiativanträge eingebracht, und zwar folgende: 1. Sck-aftung eines Reichsarbeitsamtes; 2. Ein- f d) ra nTu n g der Frauenarbeit in den Fabriken aus acht Stunden; 3. einen Gesetzeritwirrl beivefjeub Regelung des Aufenthattes von Ausländern im deutschen Reich vorzu- legen, damit willkürlia-e Ausweisungen, namenttich üun Slaven, vermieden werden; 4. Gewährung von Attersrcnt.' schon bei Boliendulig des 6U. Lebenswahres eintreten zu lasftn; 5. EnUi-ürse über das K o a 1 i t i v n s r e ch t der Landarbeiter sowie über die Erweiterung der Krankenversicherung vor» zulegen' G. Untersagung des L, r a n n t w e i n - Ausschankes an Sonntagen i.nt> an amstage.i von 5 Uhr abends an; /. Verkürzung de r M a i ma t a r b e 11 ö e 11 iui Bergarbeiter au, d Stmiden; d. Vorlegung eines Reichstberggesetzes ujio.; ti. Aender-uiig des § 52 Rr ^tra^proze^ordnung; lu. Vorlegung eines Gesetzes, daia) bas bestimmt wird, bau |ui bie Entscheidung von Ansprüchen gegen Beamte ausschließlich bie ordentlichen Gerichte zuständig sind. — Dem Reichstage ging ein Antrag Basser mann zu, nach welchem ber Reichskanzler ersucht werben soll, einen Gesetzentwuri ootjuicgcn, durch Den der Zeugniszwang gegen bie Presse auf dem Gebiete bes Strafrechtes unb bes Disziplinarrechts aufgehoben wirb. — Das „Verl. Tgöl." erklärt, heute in der Sage zu fein, genaueres über ben Dieb ber Flottenvereiiisbriefe mitleilen zu können. Der Dieb dec Briefe des Generals Keim heißt Janke; er wurde vor vier Jahren als B u r e a u b e a m t e r im Flottenverein angestellt. Janke verschwand in bem Augenblick, wo ber „Bayc. Kur." bie Enthüllungen begann. Man forschte nach unb entbedte, baß er einen Teil ber,Briefschaften aus einem eifernen Schranke entwendet hatte, dessen Schlüssel er besaß, und daß er a’ud) einige andere Briefe, die sich nicksit in jenem Schranke befunden hatten, auf noch .unaufgeklärte Weise gestohlen hatte. Auch das Verschwinden von Wertsachen wurde konstatiert. Tie Untersuchung hat ergeben, daß Janke wiederholt abends, nach Schluß ber Bureauzeit, in den Räumen des Flottenvereins zurückgeblieben war. An bem Morgen, wo wegen des grünen öcyueegciLöoer^ bie Angeitellten ]a|t aller Berliner Bureaus zu spät Ian- en, we r Janke als einziger Beamter fckson um y Uhr bei ber Arbeit. Man nimmt an, baß er an jenem Morgen, begünstigt von bem Schneesturm unb ber Einsamkeit, den Raub verübt habe. Mühlhausen (Thüringen), 1. März. Bei der heutigen N e i chs t a g s n a ch w a h l im Wablkrei.se Mühlhausen-Langen- salza-Weißensee wurde nach den bisherigen Feststellungen Arn- stad t (kv n s. u n d B d. b. L b w.) mit 11 909 Stimmen gewählt. Porten (Frs. Botksp.) erhielt 5989, Grunwald (Sozd.) 5bll Stimmen. Zersplitllrt waren 26 Stimmen. Bekanntlich hatte der sreis. Projcfior Eickhoff, der hier und in Remscheid gewählt worden, war, das hiesige Nämidat zugunsten des Rem>cheibcr abgclefjnt Köln, L März. Der Vorsitzende des rheinischen Bauernvereins, Frhr. v. Los, erklärte in einer Versammlung des Ausschusses des genannten Vereins, daß bei ber sozialpolitischen Betätigung im öffentlichen Leven den Lanbwtrten vielfach die politische Schulung fehle, was sich auch bei den letzten Wahlen gezeigt habe. Um diese Lücke auszufüllen, fei ein größeres Grundstück in Köln erworben, um ein Ge- bände zu errichten, in dem für Landwirte sozialpolitische V o r t tage gehalten werden sollen. Sozialdemokratisches aus Gegenwart und Zukunft. Man schreibt uns: Von einigem Interesse für die bürgerlichen Bewohner unseres Wahlkreises dürfte die Art fein, wie die Gießener foziaidemv- kratischen Führer die erlittene Schlappe erklären unb Mittel zum Auswetzen dieser Scharte aussua-en. Wer da glaubt, die Herren B einmal in sich, prüften ihre politischen und wirtschaftlichen len, der irrt gewaltig. Als Ursachen für die unerwartete Niederlage bezeichnet man: Mangel an Regsamkeit, zu hochgespannte Erwartungen infolge des Ausfalls ber Wahlen von 1903, wirtschaftliche Kurzsichtigkeit der Hanbwerker und Bauern, die sich durch anscheinend zu hohe Forderungen der Arbeiterschaft, bezw. vorübergehende, scheinbare Erfolge ber bisherigen Wirtschaftspolitik täuschen liegen, Mangel an Zeitungen, an Rednern im Verhältnis zu den bürgerlichen Pc Lfeien, ungünstiger Eindruck der Streitereien auf dem fozialbemokratischen Parteitag zu Dresden, vor allem aber die angeblichen Verdrehungen, Verfälschungen des von ben Soziaidemolruteii so gebauten „Reichs- jK^fltage vor dem UniüerfUäißJubtlßum, stattfinben. Da die Zahl der Spender fast 600 erreicht und jeder von ihnen zur Entnahme von zwei Karten berechtigt sein soll, außerdem aber auch eine Anzahl von Ehrengästen Platz finden muß, jfo wird die Eröffnungsvorstellung am folgenden Tag in unveränderter Weise wiederholt. Die Aufführung, welche während deS Universitätsjubiläums seitens der Um* verfität veranstaltet wird, ist von den beiden Einweihungsvorstellungen ganz unabhängig. Die Offenlegung der Abonne- chientSliste für die erste Spielzeit im neuen Theater erfolgt frühestens im Juni. ** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Llm morgigen Sonntag nachmittag wird die Benefizvor* Stellung von Fcl. Tonecker, Sudermanns „SchmetterlingS- sch lacht" als Fremdenvorslellung zu ermäßigten Preisen wiederholt. — Die Abendvorstellung bringt Shakespeares stets gern gesehenes Lustspiel „Was ihr wollt" in abgerundeter Darstellung und Ausstattung. ßu dieser Vorstellung haben Blocks und Gutscheine Gültigkeit. *"-'K u n st v e r e i n. In der Gemälde-AuZstellung am Brand ist 'nunmehr die bereits schon im voraus angemeldete Kollektion „Porträts" von Charles HorSfall-Berlin zur Ausstellung gelangt. Ferner haben noch unter anderen neu ausgestellt: Tora Horn-Karlsruhe, Gertrute Ullmann-Königsberg, Emil Kindscher- Bromberg, Otto Glauslligel-Berlin und F. v. Klendgen-Bordighcra usw. Auch sei noch darauf hingewiesen, daß die Kollektionen von Prof. Qeichert-Königsberg, Helene Oncken-Gießen sowie einige andere sehr beachtenswerte Bilder nur noch kurze Zert ausgestellt bleiben. • • Anlagemusik findet am Sonntag vormittag IV/a Uhr in der Südanlage mit folgendem Programm statt: 1. Krönungsmarsch a. d. Op. „Tie Folkimger" von Kretschmer, 2. Schatz-Walzer von Strauß, 3. Potpourri a. d. Op. ,Vogelhändler" von Zeller, 4. Armeemarsch Nr. 136. • * Im Philosophenwald findet morgen nachmittag 4 Uhr K onzert unserer Negimentsmusik statt. ** Vürgerverein. Der Vorstand des Bürgervereins hat sich in seiner gestrigen Sitzung, wie man uns mitteilt, mit der Tagesordnung der am Montag den 4. d. M. statlfindenhcn Hauptversammlung beschäftigt. Von den Mitgliedern sind u. a. zu Punkt 4 der Tagesordnung Anfragen eingegangen, ob der Vorstand des Bürgervereins Stellung zu den Aeuße-rungen des Herrn Oberbürgermeisters in der Stadtverordnetenversammlung vom 21. v. M. genommen habe: sowie ob der Vürgerverein in seiner Hauptversammlung das Projekt der Erweiterung bezw. Verlegung des städtischen Viehhofes bezw. Schlachthauses zur Sprache bringen wird. Der Vorstand hat beschlossen, diese Fragen in der Versammlung zur Diskussion zu stellen. Im Interesse unserer Stadt wie auch des Vereins ist eine recht zahlreiche Beteiligung an der Versammlung erwünscht. • • HauSbesitzer-V erein. Es besteht die Abficht, hier einen HauSbesitzer-Verein zu gründen. Die Ausführung dieses Planes dürfte von den Hausbesitzern mit Freuden begrüßt werden. "'Der liberale Wahlausschuß hält Montag abend ß1/t Uhr im Restaurant „Kaiserhof" feine Schlußsitzung ab, in der Rechnungsablage, Geschäftsbericht u. s. w. erstattet und über die zukünftige Organisation beschlossen werden soll. • • BezirkSeisenbahnrat. Für die neue Sitzungs- Periode des Bezirkseisenbahnrats Frankfurt a. 9)L ergab die Neuwahl bezüglich der hessischen Mitglieder: a) zum Landeseisenbahnrat Berlin, Kommerzienrat Dr. Otto Guslcll- Mainz und Forstmeister Hofmann-Butzbach als Mitglieder, Bürgermeister W. Mahler-Hernsheim als Stellvertreter; ,b) zum ständigen Ausschuß, die Kommerzienräte Jacobi- Darmstadt, Koch-Gießen, Baruch-Worms als Mitglieder; Kommerzienrat Vogt-Bingen und Regierungsrat Noack-Tarm- stadt und Brgmstr. Mahler-Hernsheim als Stellvertreter. • • E i n unfreiwilliges Bad im Schoor - graben nahm in verflossener Stacht ein Handwerksbursche. Er hatte des guten zu viel getan und war die Böschung hinab getaumelt. Einige Herren brachten ihn durchnäßt zur Polizei, wo ihm Quartier gewährt wurde. — Großen-Linden, 1. März. Die Erbauung unserer Wasserleitung wird in den nächsten Tagen begonnen. Die Quellen liegen auf einer Anhöhe nach Lützellinden zu. DaS Wasser wird durch die Bauernmühle, die die Gemeinde angekauft hat, in den Ort getrieben. An der höchsten Stelle der Bahnhofstraße wird ein größeres Gemeindehaus erbaut, das drei Wohnungen enthalten und dessen Dachstock als Wasserreservoir eingerichtet werden soll. Dieses Gebäude ist zu 45,000 Mark veranschlagt, während die gesamte Wasser- leitinrg zirka 100,000 Mark kosten wird. Sie soll bis Herbst vollendet sein. — Am neuen Bahnhofsgebäude wird an der Straße nach Leihgestern eine Personen Überführung über die Mainweserbahn hergestellt. )( Ehringshausen a. d. Dill, 2. März. Beim Sammeln von sogen. Lesholz im Walde glitt die Frau des Berginvaliden Georg von hier au§ und zog sich dabei einen schweren Beinbruch zu. Weil sie zum gehen unfähig war, fuhr man die Verunglückte auf einem Wagen nach Hause. Ter Vorfall ist für die Familie um so bedauerlicher, als sie in dürftigen Verhältnissen lebt. Vor noch gar nicht langer Zeit rutschte eine andere hiesige Frau auf der untersten Treppenstufe eines Hauses aus und brach ein Bein zweimal. Der Toppelbruch ist aber soweit gut geheilt. • • Darmstadt, 28. Febr. Der Reichskanzler hat, wle die Fkf. Ztg. meldet, auf Grund eines in einer hiesigen Zeitung erschienenen Versammlungsberichtes über eine am 1. Februar stattgefundene sozialdemokratische Versammlung gegen den Referenten Dr. Frank aus Mannheim Strafantra g gestellt. Tr. Frank soll sich über die Truppen in Deutsch-Süd- westasrika verächtlich aiisgelassen haben. * Kleine Milteit n g <• ii n r 5 Hessen und den Nachbarstaaten. In Nidda starb dieser Tage der allseits geschätzte (Semeinbe- und Kirchenrechner Anglist Jenscb im 63. Lebens- jabre. Ter Verblichene verwaltete mit großer Pflichttreue seit 4 Jahrzehnten das Amt eines Rechners der Gemeinden Fauerbach, Lißberg und Schwickartshausen, sowie der Kirchen Berstadt, Tauern- bpim, Lis; berg und des Armei von ds Tauernbeim. Ober-Hessische Eiscnbahnenwünsche. Man schreibt uns aus Ulrichstein: In der tn Nr. 48 des „Gieß. Auz." entbaltenen Zuschrift über „Oberhessische Bahuprojelie" wird als das Neueste auf dem Gebiete der Els^nbahnprojelle em Projekt „Mücke—Groß-Eichen—Ruppertenrod — Ober-Ohmen — Eruieurod — Groß-Felda - Stiimpertenrod — Ulrichstein-Rixfeld" augepriesen, welches alle „Eilenhahuschmeizeu' des westlichen Vogelsbergs heilen soll. Tenlgegenüber sei biet- bemerkt, daß dieses neueste Projelt bis jetzt wur em Pbanlasieprodutl ist, das jeglicher Uiuerlagen entbehrt, und dessen Uu(uismi)ibarfeu schon wegen der enormen Terramschlvierigkeilen auf der Hand liegt. Tag einzige Nebenbahnprojekt, das vorlätisig tn Frage kommt, und dessen Unterstützung von der Großb. Regierung in Aussicht gebellt wurde, ist eine „O hmtäl - Ba b n" von Mücke über Groß-Eichen, Ruppertenrod, Ulrichstein nach Rix'eld Wegen finanzieller linier- Ilützung dieses Bahnprojektes, das für die Provinzial Hauptstadt Gießen von hoher, w i r t s ch a s l l i ch e r^ B e d e u t u n g ist, find bereits Pc> h mdlnngen mit der dortigen Stadtverwaltung an- geknüpst worden. Verunglückte Schiffe. Rotterda m, 2. März. Tie tapferen Retter von Hoek van Holland, Sperling und seine zivei Neffen, erklären, daß sie keinerlei Belohnung für ihre Tal beanspruchen. Sie holten die drei lctzien Flauen vom Wrack der „Berlin", als die Gefahr aufs höchste gestiegen war. Am Sonniag iverden den drei Rettern im Torlrechler Rathauje in feierlicher Weise je eine goldene Uhr und Kette zum Gedächtnis und als Anerkennung der Heldentat überreicht werden. London, 2. März. Ter Dampfer „Tremoua" aus Dundee, von Shielde nach Spezia bestimmt, ist schwer beschädigt aus dem Tyueflusse wieder eiugeirosfen; er ist in der Nähe der Poishlreküste nut dem deutschen Tamp'er „Eleetra" z u j a m m e n g e st o ß e n, der ebenfalls schiver beschädigt ist. Bon der „Tremoua" wrrd der e r ft e Oftizier vermißt. Vermochte». • M ü n ch e n, 1. März. Die polizeiltchen Feststellungen haben ergeben, daß nach Lage der tuifgefunbenen Ueberreste die Leiche des ermordeten Kaufmanns Hendschl kopfüber in die nur 3/i Nieter tiefe Grube im ehcm. Zirkus Bavaria geworfen, zusammengedrückt und dann mit ungelöschtem Kalk übergossen worden ist. Es wurden noch ein großer Toilettenkamm, eine Nickelhülse für Streichhölzer sowie Knöpfe gefunden. Die Stoffreste zerfielen den Webeitern in den Händen. Tie gleichfalls aufgeslindene Uhr ist stark zerfressen. * Fletenz, 1. März. Als die Gräfin Montignoso heute mit der Prinzessin Momca, der Gesellschaftsdame und der Gräfin Hugo und einem Chaffeuer im Automobil die Hügelstraße nach der Stadt hinabfuhr, stieß das Automobil mit großer Gewalt gegen einen Baum. Das Fuhrwerk wurde stark beschädigt und einige 20 Nieter zurückgeschleudert. Sämtliche Insassen wurden verletzt. Die Ver- letziingen der Gräfin Montignoso, der Prinzessin Monica, der Gräfin Hugo und der Gesellschaftsdame sind leichter Art, während der Chaffeur erheblich im Gesicht, an den Schultern und an den Beinen verletzt wurde. * KleineTageschronik. Ein in Dünkirchen ausge- schiffter Matrose des von Algier über Rouen gekommcnenDampsers „Mira" ist int Krankenhause an den schwarzen Pocken ge- storben. Die beiden Schwestern, die ihn pflegten, sind gleichfalls gestorben; vier weitere Personen sollen angesteckt sein. — In Allenstein (Ostpr.) wurde ein Soldat plötzlich irrsinnig. Er schloß sich in seine Stube ein und feuerte, nachdem dieselbe aufgebrochen war, au>s 'ane Eiutretend-en. Ein Unteroffizier wurde tchdlich verwundet, ein anderer Soldat erhielt einen Schuß in beit Oberschenkel. Der Irrsinnige erschoß sich dann selbst. — In Leipzig wurde eine ältere Dame von einem etwa 24jährigen, anscheinend den besseren Standen angehörigen Manne angefallen, zu Boden geworfen und ihrer Barschaft von 150 Mk. beraubt. Der Täter ist Unerkannt entflohen. — In der Bibliothek der Pariser Kunstakademie wurden Abgänge von ko st baren Büchern und Gravüren entdeckt. Die Witwe_ eines in der Akademie beschäftigt gewesenen Rcgiernngsbaumeisters fand im Nachlaß einen Teil dcr ennvendcten Gegenstände, deren Wert 100 000 Frcs. weit übersteigt. — Dem „Berl. Lokalanz." zufolge schossen auf dem Wege zur Wildfütterung bei O b e r st d o r f im Allgäu zwei Jagdaufseher auf einen Adler, der eine zu Tode ermattete Gemse trug. Das angeschossene Tier von 2 Meter Flügelspannweite griff wütend die beiden Männer an, die es aber schließlich überwältigten und ihm den Kopf abschnitten. — InLangwitzbei Berlin ist der polnische Arbeiter Sliwinski unter dem dringenden Verdacht verhaftet worden, seine Frau für 15 6 0 M k. an einen Mädchen- hän dler verkauft zu haben. <äU6M tue ötu zlllLLksaniislkülvrkü Her statt! vlkjjks. Aufgebote. Februar. 21. Johann Heinrich Friedrich Sonnenschein, Missionar dahier, mit Emilie Zmgor in Ebingen. 22. Rudolf Römer, Kau'mann dahier, mit Margarete Keil in Ettingshausen. 22. Heinrich Leun, Musketier dahier, mit Katharine Zörb in Klem- Rechteubach. 24. Katt Bernhard, Vizeieldivebet dahiec, mit Kai Harme Fleischhauer in Heimertshausen. 25. Ernst Meckel, Bade- und Heizungs-Ingenieur, mit Attua Sophie Luise Kaiharitte Otterbein, beide dahier. 25. Wilhelm Johannes Emil Tfchatjch, Atechautker dahier, mit Wuna Luise Elemenime Geßner in Gladenbach. 25. Karl Hetzberger, Maiirer dahier, nut Lina Kirchner in Gettenau. 26. Bruno Schneider, Kiiier, mit KaiharmeSiemmüller, beide dahier. 26. (Mufiao Hahn, Ingenieur in Offenbach, nut Johanna Luise Charlotte Schwcrdtieger dahier. 28. Wilhelm Herr, Sleindnicker, nut Anna Seng, beide dahier. 28. Georg Ritz, Postschaffner, mit Elisabethe Schäfer, beide dahier. 26. Erbin Goller, Bildhauer in Frankfurt a. M., mit Dorothea Christine Bender dahier. 28. Konrad Keiischer, Montagearbeiter, nut Elisabethe Friedrich, beide dahier. Eheschließungen. Februar. 23. Albert Wlodarcck, Bergmann, mit Marie Pfannkuchen, beide dahier. Geborene. Februar. 12. Dem Schremer Berthold Walther ein Sohn. 17. Dem Schneider Johannes Find eine Tochter, Käthe. 17. Dem Schneider Heinrich Slein ein Sohn. 18. Dem Schreibgehülfen ‘JUircb Allhaus ein Sohu, Alfred. 18. Dem GeschäftSdieuer Johann Weiershätijer eine Tochter, Martha. 19. Dem Viehhändler Bernhard Meyer eine Tochter, Ilse. 20. Dem Prokuristen Heinrich Marlin Balser ein Sohu, Erich Ludwig. 20. Dem Taglöhner Friedrich Kornmann eine Tochter, Anna Elise. 20. Dem eteuer- kommissartats-Gehülseii Johannes Fehl eine Tochter, Elle Frieda« 20. Dem Vizefeldwebel Georg Zeschky eine Tochter, Margaret« Emilie Jretie. 22. Dem Former Amon ZtrbuS em Sohu, Wilhelm Arteörid). 23. Tein Taglöhner Johannes Becker em Sohn, Heinrich, und eine Tochter, Käthe Elise. 24. Dem Schlosser August Bögler em Sohu, Heinrich Friedrich. 25. Dem Fuhrmaun Ludwig Becker IX. eine Tochter, Marie Anna Elisabeth. 26. Dem Bahn- arbeitet Justus Heinrich Günther ein Sohn, Heinrich Ludwig Karl. Gestorbene. Febniar. 22. Heinrich Deibel, 6 Monate alt, Steinstraße 81 23. Ludwig Frank, 3 Jahre alt, Walstorstr. 13. 24. Jakob Fourier, Diener, 64 Jahre alt, Schiffeuberger Weg 60. 24. Kart Heinrich Schwan, Reuluer, 77 Jahre alt, Sellersiveg 70. 26. Jakob Form- hals, Ofenpiitzer, 55 Jahre alt, Grüuberger Straße 82. 26. 'Marte Halzmüller, Köchin, 58 Jahre alt, An den Bahnhöfen 7. 26. Alane Wagner, geb. Fratz, 77 Jahre alt, Schcmzensir. 18. 28. Käthe Find, 11 Tage alt, Bahuhosstr. 31. 28. Margarete Metzger, geb. Strack, öl Jahre alt, Stemslr. 73. 28. Katharine Jericho, geb. Henkell 40 Jahre alt, Kirchsir. 11. OrigerraUOrahtttleldttngen. Berlin, 2. Al ätz. In dem vor der 7. Siratkammer de- Landgerichts 1 ftattgehmbenen Anarchisten-Prozeß wurden verurteilt ivegen Aiisforderii^ig zu strafbaren Haudlungeii und wegen öffentlicher Aufrelziing zu Gewaliläiigkeiieii der Elektrotechniker Karl Sauter zu einem Jahr, der Schuhmacher Peter Stauf zu drei Ai o n a t en Gefängnis unter Anrechnung von zwei Wochen llnterfucljung. Tie Verhandlung fand ziim Teil, als das Soldaien-Brevier verleseit wurde, unter Ausschluß der Oeffeutllch- feit statt. London, 2. März. Tas neue Wochenblatt „Nation" veröffentlicht einen längeren Artikel des Premie r ministerz Campbell B a n n e r m a n über die Haager Friedeuskouiereuz, Der Alinisler weist daraus hin, wie berechtigt die Juteressen Eng« lauds und anderer Alachle sind, die Frage der A b r ü st li u g aufzuwerfen. Bon der Halmug in dieser Frage sprechend, erklärte der Aiinister, England wäre bereit, den Beweis ferner A »l f r i ch t i g k e i t zu erbringen, indem der Marine- und M i l i t ä r - E t a t verringert würde und sich bereit zeige, auf diesem Wege weiter zu gehen, wenn bei den übrigen Mächten ähnliche entsprechende Maßiiahmeit getroffen würden. Es sei be- hanpiet worden, daß eine Abivehr Eiiglauds zwecklos sei, weil dessen liebermacht zur See bestehen bleibe. Er teile diese Ansicht nicht. Tie See in acht Englands bilde keineswegs eine Herausforderung, weder gegenüber einer einzelnen Macht noch gegenüber einer Gruppe von Mächten. Petersburg, 2. Aiärz. Ter Etjeubahu-Oberkondukteur, welcher das Alteutai auf den Großfürsten Nikolai üHitolajeimtid) vereitelte, wurde nach Zarskoje Selo berufen, wo ihm der Zar ein größeres Geldgeschenk mad)te und ihn in eine Höhere Gehaus- klasse be'örderte. odes-Anzeige Die trauernden Hinterbliebenen 01397 nach längeren) Leiden im Alter von 62 Jahren gestern sanft entschlafen ist. Tiefbetrübt machen wir hiermit die schmerzliche Mitteilung, baß unsere liebe, treue und unvergeßliche Schwester und Tante Die Beerdigung findet Montag, den 4. März, nachmittags 2 Uhr, statt. Familie Lotz. Familie Weller Familie Stie-Hl. Sieftd, den 2. März 1907. Vf't 'N M Gießen, den 2. März 1907. 01871 WZ Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgänge unserer lieben Muller sagen innigen Dank Familie Wagner Familie Lüter Für Liii^erikninke ^eignete Leit zur Frühjahrskur-. Aufnahme zu bürgerlichen Preisen tn der ichön gelegeneit j_)2/ Heilanstalt Waldiiat" Elgershansen (Kreis Weßlar) Man verlange Prospektl i>r. med. tieorg Liebe. LMM MhmiMchiveis Giesjen. Gartenftraße rr, Zimmer 2. lGeschäftsstunüen von 8—1 und von 3—6 Uhr.) Es sind LU vermieten: 1 Wohnung von 7 Zimmern, 2 Wohnungen von 6 Zimmern, 5 Wohnungen von 5 Ziuuuern, 5 Wohnungen von 4 Zimmern, 2 Wohnungen von 3 Zimmer-n, 2 Wohnungen von 2 Simmern, 4 möblierte Zimmer, 1 Werkstatt. Zu mieten gesucht: 88 Wohnungen von 1—7 Zimmern. _____________ [B2/3 LtMbung von WoMitungsMitku. Die nachstehenden Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung einer Wasserleüung für die Gemeinde Trais-Horloff und zwar: 1. die Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung eines Hochbehälters von 100 cbm Inhalt, 2. die Arbeiten zur Herstellung von 3000 m Gußrohrleitung von 12ö bis 50 mm lichte Weite einschließlich Lieferung der Armaturen hierzu und 3. die Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung von 320 m Anschlußleitungen sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Die Angebote sind bis zum Dienstag, den 19. März l. Js., nachmittags 2 Uhr, auf der Eroßh. Bürgermeisterei TraiS-Horioff abzugeben, wo dann die Eröffnung in Gegenwart der erschienenen Bieter stattflndet. Die Pläne und Bedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einsicht offen. Angeboisformulare können dort gegen Erstattung der Herstellungskosten in Empfang genewmen werden. Gießen, den 27. Februar 1907. Der Großh. Kreisbaumspektor des Kreises Gießen. Drehm. b7, MtWr ArbcitMlhivck Achn. Garteustraße 2, Zimmer 2. Es können eingestellt werden: 3 Schlosser, 1 Spengler, 4 Schmiede, 1 Maschinenschloster, 3 Wagner, 1 Buchbinder, 2 Schreiner, 1 Backer, 1 Schneider, 2 JnnaUateure, 1 Kanalarbeiter, 1 Hausbursche, 5 Diensunadchen, 2 Lausfrauen. Lehrlinge: 4 Schlosser, 1 Schmied, 1 Mechaniker, 2 Buch, btnber Gegen Bergumng), 1 Schreiner, 1 Schirmmacher igegen Bergütung), 1 Bäcker, 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 2 Frneure, 1 JniiaUateur, 1 Schreiber. ES suchen AirbcU: xr, 1 Hetzer, 1 Schreiner, 1 Schneider, 1 Putzfrau, 1 Näherin oder Flickerin, 1 Jiptallaleur, 1 Fahrbursche, 1 Kvchfrau, 1 Lauffrau. 1 Bureaugehtlse. Holzversteigerung im LiÄcr Stadtwald, Distrikt Rievtöpfe und Plauenwald' .-Douuerstag, den 7. März l. I. nack) Zusaumienkunst in Riedköpse nächst der Hattenrüder Straße vormittags 10 Uhr werden versteigert: BV, Lich, den 1. Marz 1907. Großh. Bürgermeisterei Dörmer. 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Elie Frieda. ■octHet, 'Dlargareti '^vohn, Aiihk,^ x <'n W, hem« nLchlvNn AuM Ü»hrmann Ludwig 1 ^6. ^em lödhn« ' Heinrich Ludwig te*B» ,tl ^rJ^'lenen 8e..iut ®iix?crn r« 8. «'nen griff n ut k., “n? ihm ti »<&» " »dbfc w.e°»'ln. in St,i„'.?udols iueS^u'en. üahier Siedel uhaiiae^ f unh chaiich mürbem f|leiWll. 26 Jl, 5?“ äX to.'bCb "E Marie Piann» ngen. ’. ciraifammtt bei WrojtB wurden lungen und wegen er ikuihoittitwltt rrder^eier vraui irechMng von zwei zum Heil, ais dos hiuß der Oesfenlilch« ilatt ,Nation' ver- üiiietniintflerl •r FricdenSii'erenz. die Jukmjsen lrng« der Drüstnng er Frage ivrechend, , ben Seweiö ferner > Marine- und fid) bereit zeige, auf ii übrigen Echten iirbeit A fei be- zwecklos fei, weil teilt bitte Anlicht ।e ltine-wegS oet einer einMii Kcberfonbulteur, ilolai Dlitolojeivuid): wo ihm der Zar 'ernt höhere veha^ j ßitjei. 2. ung fX» ywffe ieA 70, W W O,Ävi^ S-l^ «8 KMmMew Mechaniker' 2 A LchiriiunacheriS» chuiacher, < ul B’/i vSSS 8S%j Goetvcftr. 34. 14141 D1/. 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