Wr.lS Erscheint täglich anker Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Kamllirn- bläller uicnnal in der Woche beigelegt und zweimal wöchentlich da- Kieisblatt für den Kreis Sietzen. Fernsprech An- fchlußf.d. Redaktion 112 Verlag u. Expedition 51 Adresse iür Depeschen: Anzeiger Wiefecu. Erstes Blatt 157. Jahrgang Dienstag 2?S. Januar 1907 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Unw.-Ruch- und Lteindruckerei. B. Lange. Beöatiion, Lrpedition und Druckerei: Zchulstratze 7. Bezugspreis: monatlich 7öPi., viertel» jährlich Akk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich Go Pi.; durch diePosl Alk. 3.— viertel» jährl. ansjchl. Besrellg. Annahme von Anzeigen hiv die Tagesnmnmer bis vormulägS 10 Uhr. 3eilaxprei-3: lokal IbPfl auswans 20 Pienmg. Verantwortlich für den polit. und allgein. Test: P. Will ko; iür »Stadt und t'and* mid ,Gerichtssaal''. Ern st Pcb; >ür den '21«- zeigetueU: pand Beck Iie Heutige Dummer umfaßt <0 Zeiten Aar Kunzlerrm Siege verhelfen. Die »Kceuzztg." hält die Möglichkeit der Paarung von konser- oativem mit liberalem Geiste nur zur Entwicklung der Kolonien für möglich, aber nicht zur politischen Betätigung un Innern. Sehr bemerkenswert ist folgende, die Konservativen ein wenig umschmeichelnde'Notiz dec heutigen »Nordd.AUg. Ztg." : v" Pommern und der Provinz Brandenburg roerben von liber al- Seile Flugblatt.c verbreitet, in denen behauptet wird, der . eichStanzter wünsche eine liberale Mehrheit an । .t 0 ft e 11 der Kon servcrliven. Der Reichskanzler hat niemals eine derartige Aeußerun g getan. Sowohl in seinem Silvesterbries als ui seiner Rede vom 19. Januar hat odloiu most ch.'. geringsten Zweifel darüber getanen, daß er eine a.uö Kanserv-tiven und Liberalen zusammengesetzte Mehrheit wünscht. T ic es Ziel ist nicht dadurch zu erreichen, daß die Konter- 1 naiven und Libera.en sich gegen,eitig ihre Mandat: a^un hmen suchen. Die in allen großen nationalen Fragen iUDcc.ufuge . Majorität aus .xlonieroatiDen und Liberalen, in der Bülow die | twrdecustg des Tages eronat, verlangt vielmehr, Daß die 'Minder- hrilsr.'rteien vom 13. Dezember gegen die Sozialdemokratie unb las Zentrum geschlossen zusammengeheit Die Rede Bülows weckte in den e nglischen Blättern ' wenig Wieder hall. Tie meisten Blätter erwähnen sie ß ar nicht. Tie „Lünes" sagt in Bezug aus die Aeußcrung Lütows über die ausländische Presse: Wenn wir wirklich Feinoe Deutschlands wären, dann dürften wir nicht mehr als einen voll händigen Erfolg des Reichskanzlers und des Systems wünschen, unter welchem Deutschland im 8t a t der Ration in den letzten Jahren so viel verloren hat. P ariser er, wie Figaro, Aurore, Humanitä, weisen bie Behauptung '<• 1! r5 zurück, daß das Ausland sich über innere wirren Deutsch l-a.ibs ircuen würde. jioionialuOen. München, 21. ^an. Zu dem Vortrag, den Kolonial- liirektor Tecnburg heute abcnd im Kindlkeller hielt, waren ttira 5000 Personen erschienen. U. a. waren erschienen: die (Ston.vn Rupprecht, Leopold Adalbert, der O-rbyrin; und die Grb- Viräzessin von Sachsen-Meiningen, die Minister Freiherr von dodewils, Graf Feilitzsch, v. Pfaff und Freiherr v. Horn, die bei dem hiesigen roose beglaubigten Vertreter der Bundesstaaten, die ; beiden Bürgermeister, zahlreiche Oitiziere, Beamte, Gelehrie, Künst- lkc. Industrielle und eine große Anzahl Damen. Tie Versamm- i hing erbssnete der Vorstand der Lwlonialgesellschaft, General- - lrulnant v. Ko eil er. Er dankte dem Kolonialdireltor für fein 5 Kommen und begrüßte ihn als festen und aufrechten R a n n, der nickst Muhe sa-eue noch Kampf, wo es sich um hohe nationale Güter handle, unb als Verkünder der Morgenröte einer neuen Zeit des Gedeihens unserer Kolonien zum Wohle des ganzen deutschen Volles. Dernburg hielt dann, von den versammelten lebhaft begrüßt, seinen Vortrag. Er erklärte, seine Bemühungen, Kapitalisten iür die deutschen Kolonien zu iiuer- tjlieren, haben wesentliche Früchte getragen. Mindestens vier oder sünf große Unternehmungen sind in den letzten Wochen zu staube getommen, die sich die Entwickelung der Ratur- schätze unserer Kolonien vorgenommen haoen. Jeder große Lienst fordere große Opfer. Er wurde wiederholt Don Beifallsbezeugungen m erorochen. Am Schluß nah..ien die Shmpathielundgevungen ir Ende. Ter Vorsitzende der L»an- dcls- und Gewerbetammer, .. Pfister, sp aa; dem Kolonial- birettoi dc.i wärmsten Dan! aus uns gab der Hoffnung 'Uus- diiich daß die heutige seltene Versammlung ein Markstein sein löge auf der aujftrebcnöen Bahn des Vaterlandes. Rach dem Vortrage iand bei dem Verleger der „M. N. N. Thomas Knorr zu Ehren des Kolonialdirektors eine Abendgesellschaft stall, zu der etwa 200 Personen, Mitglieder der KolonialgeseU- schäft und des Flottenvereins, euigelaben waren. Hamburg, 21. wait Gouverneur v. Lindequist hielt heute abend auf Einladung der Handelskammer vor einer aus etwa 300U Zuhörern bestehenden Versammlung einen Vortrag über Teutsch-Sudwestasrika. Ter Versammlung wohmen bie Spitzen der staatlichen und hiesigen Retchsbehoroen, sowie bei Militärbehörden, ferner zahlreiche Vertreter der Bürgerschast, der Handelskammer und der hiesigen Kausrnannschafl bei. Tie Empore mar von etwa 300 Damen besetzt. Ter Präsident der Handelskammer, Schinclel, etuunete bie Versammlung mit einem Hinweis aus die außerordentlich».n Umstaiwe, die zu der außergewöhnlichen Maßnahme der Handelskamnicc, die gegenwärtige Versammlung einzuberusen, geiühtt Hai. Lindequiü begrunoete alsdann zunächst die Rotwendigkeit deS Besitzes innerer wertvollen, aussichtsreichen Kolonien und ging dann zu einer Schilderung der Verhältnisse von Südwestasrika über. Er hob hervor, welchen Ausschwiing die fertige Bahnstrecke nach dem inneren Lande gebracht habe; der Anbau von Bodenpcooukten werde sich aber erst lohnen können, wenn die Ernteertragnisje, stau aus den Stopfen oer Reger, auf der Eisenbahn zur it’ultc transportiert werben könnten. Tie Versammlung spendete dem Redner im Verlause seiner Ausführungen, sowie zum Schluß derselben, reichen Wenau. ♦ Das persönliche Eingreifen des Ka.oniacdircltors Ternburg und des Gouverneurs v. Linoequist in Die politische Agitation ist keineswegs nach Dem Gesa,..rack tret auf Wahrung bet „Tradition" haitenoen rechtsstehenden Poliriker. Man tarnt zwar nicht Den Wen solcher Art von Propaganda für die gegenwärtige Wahl- cntscheioung aoteugnen, badt au er sauer drein. Die „Streuzztg." iprnyt nut bucreilajagir Ironie bnaoit, daß es für „aumoona>e" konservative Leuie eine ganz ungewohnte Erscheinung fei, hohe RrgterungSoeaiiite fo eifrig und mit iolujcr Ernietzung oer eigenen Person in bie politische Aguaaon eintreten zu icijen. Das Organ bes Bundes der Lanowicte, die „Dtlch. Dagesztg.", bie sich nut Dernburg ganz uno gar niust bciteutiDen kann, weist mit gelinüer Entrüstung den Gedanken ao, daß Der preußische Landwirt'chasts- mMister v. Arnim Dem Wei)viel des noioniaidireccors soigen, d. h. in der Generalversammlung b& Wu.wes erscheinen uno Dort eine Rede halten werde. Trotzdem meinen wir, es würde Hellen Jubel im agrarischen Lager heroorrusen, wenn Der Minis!'r unter Bruch mit bet Tradition im Zirkus Busch sicy einsünde. Einstweilen fehlt es sreilich an Anlaß hierzu. Er hat nicht nötig, die organisä-e Vertretung des Agrariertums für ein agrarpolittsches Unternehmen zu begeistern, währenb Dernburg durch gewichtige Gründe in die Lage versetzt ist, un Interesse der Kolcniatwirrschaft die BerusSkreise anzugeben, buten er früher nahestanb. Mit Dem „Altmodischen" in Der scolonialyoliti! wird gründlich ausgeräumt, und bei Derartiger Aroert daraus achten. Daß bas Weriayren streng mit der „TraDition" in Einklang stehe, wave eben — altmodisch. Aus ail diesen Ausstellungen an bem Verholten des Kolonialdirckors leua/lei aber wohl Die Tendenz hervor, ihn innerhoch der Regierung gern ui ermaßen zu isolieren, den Unterschied zwischen 1 einem ganz bejonDeren Avancement unb dem in einer bureaukrcttischen Verwaltung her- lommlichen nia-: in Vergefsenheu geraden zu Iahen. 'Jtoaj hegt feine ausgefproo-ene Gegnerscyast der „Tr^DuionSwachtec" gegen Dernburg vor, aber in der Stille nach dem Sturm der Wahlbewegung konnten vielleicht Einflüsse Geltung zu erlangen suchen, die — „altmodisch" anmuten. Oct ZLlll-tbiwtsiuug. Gießen, den 22. Januar 1907. Mit einer Reihe durchweg sehr gut besuchter Versammlungen in der Gegend von * * * * sJliöba am SamSlag und Sonn- lag sand die VerjammlungSlätigkeit dec veremiglen liberalen Parteien unseres RelchStagswahlkreijes am Sonntag ihren Abschluß. Die Versamufliuigen am Samslag und Sonnlag nahmen fast ausnahmslos einen für die liberale Sache sehr günstigen Verlauf. In Orten berg sprachen am Samslag abend Kommerzienrat Heyligenflaedt und Oberamls- richter Fuhr von dort unter lebhastem Beifall in einet großen Versammlung, während am Sonntag nachmittag m Ridda selbst außer dem Sianbibaten, Rclchsiagsabg. Patzig und Geh. Justizrat Prof. Tr. Schmidt von Gießen Ansprachen hielten. Die in Rldda herrschende Stimmung läßt Daiauf schließen, daß sich am Wahltag die größte Zahl der dortigen Wähler auf Heyligenflaedt einigen wird. Weitere Verfammlungen fanden u. a. noch flau in mehreren zu unserem Wahlkreis gehörigen Orlen des Kreises Schollen, m Echzell, Dauernheuu, Bingenheim, Selters, Gelnhaar (wo Pfarrer Ködding sich warm für die Kandidatur ^)eyligcn- Ilacdt anSsprach), Llßberg, Bleichenbach rc. In Gießen selbst fandet am morgigen Dtiltwoch eine große Wählerver- lainmlung statt, in der Abgeordneiec Patzig den Haupt- vortrag hallen wird. Aus Kreisen der Gießener jungen Kaufmannschaft crhiellen mir folgende beherzigenswetle Zuschrift: In Ihrer letzten nkummer oraevten Sie einen macptenSwerten Artikel uoee „'Angestellten.Ausichüise in der Privatmoustrce". Heute veranlagt mccy derselbe zu nachstehenDen zeitgemc-tzen Aus- mhrungen, beten Werb|ientließung ich Ihnen uoerlfliie. Wir )teyen unmittelbar vor Der pceicpStagswayl und noeg ist hier in Der Stadt verhältnismäßig wenig geschehen, um Die Säumigen und Lauen auizuruttein, unb doch i]i bieses 10 notwendig. Jck>e Partei luujt uu) gewuje Klas,en heraus. Denen 0ürzugswei)c ihr Lceöeswcroen gut, fast uitoeatytet uleivt dabei Die geope Zahl der u n g e 11 e 111 e n m iaufuianni» ) chen uno anderen privaten Werujen, weiche von ^ahc zu Jahr zunimnu unb einen neuen Sbcittelüono heu»n- DuDet pcicht hanoett es )ich e.wa um schijsoeaee.ge c. stenzen, die Unteriüjiupi uiuer Den tjiuigen des Kapitals mche.c, )onDern um einen iteiligeiuen, arbeuiamen staub. Dessen uoo^ergLhen für unsere ganze Gnuviuiung von Der den tour größten Bedeutung ist. Sie stehen im Kampfe zwischen Kapital unb Arbeit mitien zwischen bcibcn und ihre Tuugkect ist säe beide Telle von einem Einfluß, der selbst bei den dirett Beteiligten paung nicht genug gewürdigt wird. Es kann und wird nicht ausblciben, daß die '•ungehörigen dieses Standes den MandiDaten ihres Wahureiies bie Frage vorlegen rocioen: Wie stellt Ihr üua) zu den berechtigten 0ragen unseres Standes? Heute kann es )ich nun nicht mehr darum handeln, soiidern um die Frage, welchem der hier zur W..HI stehenden RanDidaten gcucn uic 'angeitcutui in privaten Bcrusen ihre Stimme. Meines cLrachtens kann die Wahl nicht schwer fallen, die einseitige JntLrcflenvertrctnng bestimmter Be- vöikeruiigsklasseil kann niemals im Sinne und un richtig verstandenen filtere),e der Aiigejtetiten hegen. Ihr Wohl und Wehe hängt ab vun dem Wohargehen des Vaterlandes und von dem unauihaiUQinen Kultur,ortichnit. V» kann. ai,o un voraegcnden Falle feine Rede davon icin, feine Stimme zu geben einem Vertreter der internationalen Arbeiterpartei, möge er periöluich auch ein noch \o tüchtiger Kau,mann und l/vo-acht- barer Manu jein, oder einem Vertreter einer cdiicitigen reaktionären A g r a r p 0 t i t i k, btt ,ich zeitweise ein liberales Akän- telchen unißungt. Tie Angestcaten in kau,maiini)chen und anderen ynOuten Berufen tonneu uet der bevorstehenden Wahl nur dem Kandidaten der vereinigten liberalen Parteien ihre Stimme geben, uno es ist zu wünschen, daß sie ihrer Wahlpflicht auch ausnahuiStOs nudjlommen werden. Deutfchsoziales Wahlmanöver. Tas Flugblatt der deutichiozialen Partei Nr. 4 muht seinen Lesern doch etwas viel Leichtgläubigkeit oder Ge» danfcnlofigfeit zu. Tie unsinnige Behauptung deS Flugblattes über den „Gieß. Anz.E und die „Fleijchnof haben wir bereits gelegentlich eines Berichtes aus Großelchen in unserer 91 r. 14 widerlegt; trotzdem wird immer noch derselbe Um um weiter vorgebracht l Die Fleischpreije fand bekanntlich zur Freude aller Konsumenten ui Stadt und Land wieder etwas gesunken. Tas ist der einzige und einzig mögliche Grund, roaruni wir von einer Fleischteuerung nicht mehr zu iprechen nötig haben. Von einer Fleischnot Haden mir nie gesprochen, dieses Wort ist vielmehr un Gieß. Anz. nur zu lesen gemesen m Reseralen von Reden oder in Eingaben von Städlen rc. an Behörden, die ihrerseits dieses Wort brauchten. Das reiften die Verfasser des Flugblattes sehr ivohl, haben reir doch wiederholt gegenüber falschen Behaup- lungen dieses feslgeslellt. Trotzdem aber wird wider besseres Wissen absichtlich dec viel gefürchtete Gieß. Anz. denn würde man ihn nicht fürchten, ließe man ihn reden, was er will — angegriffen und fortwährend werden über ihn Unwahrheiten verbreitet. Das ist nun einmal fo Deutsch- sozialer Brauch. Und nun sei einer Zuschrift an uns zum genannten Flugblatt Raum gegeben: Da wird von einer lioeral-sozialbemocratif'Scn Mehrheit im Reichstag geredet. Und dabei wirb von der Sozialdemokratie, wie das ia schon unsere gelegentlichen Notizen über das jozial- Demotraasche Gießener Blatt bewiesen, niemand heftiger betämpft als die Liberalen. Wimmelr's doch in diesem täglich von hes». tigfien Ausfällen gegen Heyligenstaedts Anhänger. Es ist auch eine grobe Entstellung der Wahrheit, zu behaupten, daß buru; die Rationallioeralcn das SeuLyenschus- gesetz und die Viehzölle bedroht werden. Die liberalen Parteien vertreten die wahren Interessen deK eigentlichen Bauernstandes minoestens so gut, 1 a besser a l s die Herren Kohler usw., weil sie maßvoll sind und die Interessen der oer schiebenenStände zu v e r s ö h n e n s u ch e n, wähcenb überspannte Forderungen nicht durchzusetzen sind und daher zu keinem positiven Ergebnis führen können. Tas Flugblatt redet von millchtanböerberbeiibem Liberalismus. Die Herren Verfasser hätten vor Rieberjchrist dieser groben Unwahrheit oie Rede des bisherigen Reicysiagsabg. Patzig (gehalten aus dem natwnallib. Parteitag zu Goslar) lesen sollen, yerr Heyligenstaeot ist unseren Handwerkern als ein Mann betamu, der ihre Jniereften besser kennt und vertritt als Herr M. ö h 1 e r, der vor 3 Jahren den Bund der Landwirte bekämpfte und heute dessen Kandidat ist. Tas ist gewiß Festigkeit der Grundsätze! Ode? sollte auch das Stimmenfang sein? Die Liberalen bekämpfen nicht den Stand der Bauern, dessen Interesse uns so sehr am Herzen liegt als Der deutsch sozialen Partei, sondern Herrn Kohler, den wir aus bekannten Gründen nicht für geeignet halten, unseren Wahlkreis voll und ganz zu vertreten, denn das rann er nicht, und alle Beispiele Des Flugblattes können dic Wahrheit Dieser Ueberzeugung nicht erschüttern. Auih wir ruic.ii Hoa) bie Deutle Sache! sogen aber hinzu: Wählt Htyligeustaedt, der bewiesen hat, daß er für seinen, Wahlkreis aiDeiien tann und will. WahlmaaLver der Volksmacht. Jrn Anschluß an cuien u.i.t.er lutatei uringt die „Volks- wacht", das Organ Des verrn stöber, einige Zeilen, die nicht unoeiprochen blewen mögen. Es war von uns neulich unter anderem ausgefuhrr rourocit, daß Die ku^h^gitahon aar Dem Lande für die Stuoter ia,roterigec iei als ts als büß Eingeständnis eines Nachteils, den bie OebenSroeiie der Stadter, die wenig un Freien fein rennen, weil lie meist ui geichumeiien Räumen arbeiten müifen, mit sich oringt Tann iia,.t uu „Bous.iwa-l" mit eigenen Worten iort; „T umme Bauern." z-uä bruat )ie noch beionberS irert__ Sowen bie Le,er etwa giauoen, das iei ein a^sdruck der Städter/ T^nn iuu,t ;;e bewußt zu laufen! Wir haoen, oas wisten ia auch cuie untere Le,er in ssta.br und Land, diejen Bebeifchcii iivU^druc natui.ich nie gebraucht Die „Bolksrouchr' ia;;a iort: ie Rede und sprach etwa sieben Minuten allerhand ungereimtes Zeug. Dr. Hof wollte jetzt mit seiner Gegenrede er beginnen, wch da entzog ihm auch schon Schmalbach das Wort unter bem Vorwand, die zugesagten 10 Minuten Redezeit men um. Einen schlagenderen Beweis für seine politische Parteilichkeit hätte der junge Herr nicht liefern können. Dagegen konnte em tyteunb Bindewalds ungehindert sprechen, obgleich dieser sich vorher mcht einmal zum Wort gemeldet hatte. Das ganze Gebühren Schmalbachs brachte die große Anhängerschaft Dr. Wallaus m die tiefste Empörung; die Versammlung wurde aufgelöst, weil ein Anhänger Bindewalds sich unziemlich be - n Ü ^Bindewald fürchtete die sachlichen Entgegnungen der anderen Parteien auf seine 2Vs stündigen hetzerischen Leistungen und ließ in der geschilderten Weise im Bunde mit seinen Getreuen den Gegnern das Wort abschneiden. Stärker formte Brndewald sich nicht blamieren. Hoffentlich! gibt ihm die Wüfrerlchast am Freitag den verdienten Denkzettel. Nach dem Fortgang Bindewalds nut fernem Anhang fand von 1/26 Uhr ab eine neue Versammlung unter dem Vorsitz des Beigeordneten Müller fiatt, da noch viere Wühler geblieoen waren. Die Freunde Dr. Wallaus widerlegten unter bem einstimmigen Beifall der Zuhörer d.e unbegrunbeccn ^ngriiie Bindewalds unb besprachen ausfuyrlich die o^n dem Antuem.ten berührten, aber niajt grimd ich behandelten romicf.ajdiüjen Fragen. Mit einem Hoch auf Dr. Wallau ging man auseü^nver. Den Mitgliedern des Bundes der Landwirte wurde Ausland. Paris, 21. Jan. Senat. Admiral de Cuverville gibt der Ansicht Ausdruck, daß die Fl 011 e n v e r m e hr u n g in Deutschland, England unb in den Bereinigten Staaten schneller vor sich gehe als in F r a n k r e i ch. Cuivinok, Berichterstatter, erklärt, man dürfe nicht in GroßmannS- 'ucht verfallen. Hinsichtlich des Flottenprogramms erflärt Marineminister Thomson, die Aussührung desselben müsse eine Zunahme der Ausgaben mit sich bringen. Sämtliche Kapitel, sowie >ie Forderungen für die Invaliden der Marine, werden sodann angenommen. Madrid, 21. Jan. Der Minister des Aeußern sagte, daß bei den neuen Handelsvertragsverhandlungen mit Deutschland, die diesmal in Berlin stattfinden sollen, als Hauptpunkt jedenfalls wieder die Forderung einer Ermäßigung des deutschen Zolles auf Bersch nittw eine erhoben würde. — Die Erhöhung der Brotpreise fühtte geilem zu bedenklichen Ausschreitungen der Bolksmassen. Sie durchzogen lärmend die Hauptsttaßen und stießen Pereatrufe gegen die Bäcker aus. Läden wurden zertrümmert. Wien, 21. Jan. Abgeordnetenhaus. In der Beratung über die Dringlichkeitsanträge betr. die Regelung der Bezüge der Staatsbeamten und ter staatlichen Lehrer greift Graf S te r n b e r g ben Justizminister Klein und den ehemaligen Ministerpräiidenten 0. Gaut.ch in der heftigsten Weise an. Vizepräsident Zazeck rüst den Redner nneberomt zur Ordnung. Graf Sternberg ruft bem Vizepräsidenten zu: Ich habe nichts Unawständiges gesagt: Sie sind ein Sump! (Lebhafte Ausrufe der Errtrüstung und Pfuirufe im ganzen Haufe.) Wahrend Abg. Locker feine Rede härt, eilt Graf Sternberg auf die Präsr. bentene (trabe, schlagt mit der Faust aufs Pult und ruft dem Vizepräsidenten wiederholt zu: Sie sind ein Lumpt — Das Herrenhaus führte heute die Spezimbcvat.e über das Grunbgeietz durch und nahm die Vorlage in zweiter und dritter Lesung an. Damit ist die Wahlreform endgültig erledigt. Sofia, 21. Jan. Heute wurde fettens der Polizei eine förmliche Razzia gegenStudenten abgehatten. Mehrere Hundert wurden verhaftet; die Wehrpflichtigen werden sofort in die Armee eingcreiht, der Rest in ihre Heimat abgeschoben. Bei den gestrigen Ausjchreitungen sind auch Schüsse gewechselt worben; die Zahl der Verwundeten beträgt über 30. Einige Personen sind schwer verwundet, ein Dcnwnstrant wurde von Kavalleriepferden buchstäblich zerstampft. Konstantinopel, 21. Jan. Nach fast zehnjährigen Verhandlungen ist das definitive Drade bezüglich des Neubaues 0er Brücke über das Goldene Horn erlassen worden. Der Bau wurde der Brückenbauanstalt Gestavsburg bei Mainz für 200 000 Pfund zugesprochen. Die Brücke soll 20 Monate mich Genehmigung der Pläne dem Verkehr übergeben werden Die Finanzierung des Geschäfts übernimmt in Ucoereinstinimung mit der Pforte die Deutlche Bank. (Frkf. Ztg.) Alexandrien, 21. Jan. Wegen der Verhaftung von drei Russen, die einen russischen Postdampfer in die Luft zu fprengen versuchten, schlug gestern ein Volks« hause das Schild des r u s s i s ch c n Ko nsulats herunter. Mehrere Perfonen begaben sich auf den Postdampser, um die Ge- jangenen zu suchen, die sie jedoch nicht fanden. Das russische Konsulat wird durch Polizeitruppen ftreng bewacht. Die Ge- fangenen geben zu, Russen zu sein. ___ Djibouti, 20. Jan. Ter Stamm der Isias ermordet« den Direltor des Hanbelskontors von Djibouti, Cleroy, und bcc Fähnrich Perlen vom Kreuzer „Descartes", welche etroa 30 Kw. westlich von der Stadt jagten. in dieser Weise öffentlich anpöbeln zu lasten. Wenn das die Bildung ist, die gereifte Herren der Sozialdemokratie zu verbreiten haben, und wenn sie, wie in ihrem 1. Flugblatt gesagt wird, die Unkultur bekämpfen wollen, dann »nögen sie bei sich selbst anfangen. Da ist gewaltig viel zu bessern. Billigt Herr Krmmn diesen Ton oder muß er sich auch in feinem Geschmack der Parteimehrheit fügen? Der gekennzeichnete Ton muß jeden gebildeten Menschen abstoßen. Es wäre wünschenswert, den Lollarer Bericht dem Bürgertum als Beispiel für den Geist derer um Krumm in alle nicht sozialdemokratisch gesinnten Faniilien zu senden. Vielleicht hat das Blatt die Güte, seine dhunmec vom 19. Januar als Probe sozialdemokratischer Kultur zu versenden mit der Ueberschrift: „Sachliche Kampfesweise der Sozialdemokraten Gießens." Aus diese Weise würde auch dem „Märchenerzähler" Zeit erspart. Eins möchte er diesmal aber noch beifügen, nämlich baß ihm zu seiner Fceube draußen im Lanbe wieberholt von schwach besuchten Versammlungen der Herren Sozlalbemokraten und von einem entschiedenen Rückgang der Sozialdemokratie in den ländlichen Kreisen erzählt worden ist. Vielleicht nehmen die Herren gerade deswegen in ihren Berichten den Mund so voll. Wie viele glauben wohl ihre Erzählungen? Aus dem Wahlkreise Lauterbach-Alsfeld wird unS geschrieben: Die für Sonntag nachmittag von Herrn Binbewalb nnd) Grebenhain emberufene Wählerverfammlung nahm einen ziemlich slürmifchen Verlanf unb verfiel fchlleßlich, rote ich Ihnen bereits brahüich gemelbet habe, nach breiflüiibiger Tauer ber polizeilichen Auflösung. Wohl gegen 400 Perfonen fülllen ben Zaitz'fchen Saal, bavon waren sicher über 300 Anhänger der Stonbibatur Tr. Mallaus. Stach 2 Uhr eröffnete ftub. S ch mal- dach von Eramielb bte Verfamnilung. Ans ber Mitte würbe bas Wort zur Gejchäftsorbnuna gewünscht unb Beigeordneter Ai ü l l e r von Grebenham zum Vorsitzenben vorgejchlagen unter bem Hinweis, daß ber provisorische Vorsitzenbe noch nicht iv a h l - berechtigt sei unb es wünschenswert sei, ben Vorsitz bei einer parlamentarisch zu leitenbeii Versammlung in bie Hänbe eines wahlberechtigten Mannes zu legen. Tie Lersammlnng st i in m t e. biesem Vorschlag mit einer überwältigen ben Mehrheit bei. Aber welche Ueberraschung 1 Slub. Schmalbach behielt im E in v e rst änbn is mit Herrn B l n b e- ro a l b ben Vorsitz, baniit allen parlamenlarifch guten Sitten Hohn sprechen!) I Das Wort ergriff nun Herr Binbewalb selbst und wer mit ber Hoffnung gekommen war, sachliche Ausführungen unb eine Programinrebe Horen zu können, ist fchwer enttäuscht worden. Zunächst belegte Herr B. ben »Gieß. Anz/ nut allerlei lieblichen Schmähungen, bie aber so lächerlich waren, baß sie keiner Beachlnng wert sinb. „Diel Feinb', viel Ehr'," kann auch Ihr Blakt sagen. (Wären wir von biesem Herrn gelobt worben, wir mügten nut dem Dichter Will). Jordan selbstquälerisch ausrusen: „Für welchen Irrtum hör' ich b i e s e n B e i f a l l s ch e l t e n!" T. Reb.) Auch ber »Laulcrb. Anz/ ist bet B. lief in Ungnabe gesunken (wirb Ober wohl gleich uns bies mit Behagen, Ansianb unb Würbe zu tragen wissen. D. Reb.) Zwischenbnrch fehlte es nicht an AuS'alleu unb Stiigriffeii gegen bie amvefenben potitifch anders Gejonnenen roie auf Dr. Wallau, was sehr tebhaiten Uiireilleit ber übergroßen Mehrheit ber Erschienenen erregte unb zu lebhafte« Prote st r u f e n Veraulasjung gab. An ber Hanb ber letzien Nummer des „Lauterb. Anz/ verwahrte sich Herr Binbewalb gegen bie darin desinblichen Nachrichten, baß er Dr. Wallau persönlich an- greife, unb boch regnete es nur io von jenen Buibewalbs wahreub 21/, Stunde« an unbegründeten unb ungehörigen Angriffen gegen Tr. W. Em solches Gebahren oerurteilt sich von selbst. Sinn beichästigle nach ben ebenso laitgroeiügeii als unbegrünbeten Auslässen gegen bie genannten Zeitungen reeller bas Elnlrelen bes Bunbes ber Lanbwirle für Tr. Wallau ebenfalls etwa eine halbe Sttinbe ben aniiiemilifchen Redner. Auch diese Kost war schal und büritig. Alte Zeitungen von 189ö nsw. wnrben jetzt ans Tageslicht gefördert und daraus Ainnienmärcheu gegen bie Pariei bes Tr. W. vorgelesen. So würbe fast bie ganze Sprechzeit auf abgebroicheue unb bekannte Sachen verbraucht unb von einem eigenilichen P r o- gramm bekam man fasl gar nichts zu Horen. Jeben- lalls hatte Binbewalb bei seinen fortwährenben persönlichen Anfeindungen gegen seinen abwesenden Rivalen Dr. Wallau für sachliche Behandlung von potüiichen und wirtschaftlichen Fragen keine Zeit. Bei den wenigen beiamgcu Fragen, bie er nannte, unterließ er es wohlweislich, feine Ansicht zu b eg r ü 11 b e 11. Aui das eigentümliche Arbeilen Binbeivalbs im Wahlkampf muß hier hingeiv'.eseu ivetbem So bei der Fahrkariensieuer, für bie Tr. W. mir angesichts ber Finanznot bes Reiches summte, verschweigi Buibeivalb tu ben Versanunlungen, bau bie 4. Wagcnklahe ganz von ber Steuer befreit ist, ebenfo bie Ardeuerfahrkarten nsw. Tas muß gebuhrenb gebraubmarkt werben, es ist eine unehrliche Agitation. Sünbigt Binbewalb aber hier aus Unkemunis, so möge» bie Wähler ben nötigen Vers sich bazu reimen. Die Versammlung hatte Binbewalb in der selbstverständlichen Voraus,etzung reden lasie», bie zugesagte Diskussion werde ftd) ui Ordnung abwickeln. Jedem Redner waren hieriür zehn Minuten zugestanden. Doch als der erste Redner gegen Bindewaid Meche« Pottte, lärmU teilen M.hüngcrichait Mch einem tfer* so sein Kn „Summen Dauert vor feinen lanen spannen fomrte!^ Nur schade, daß in, dem Flugblatt Nr 3 der deutsch-sozialen Partei, das;a im weientlichen an,die Gießener Spießer" gerichtet ist, freie Satze nicht abgedruckt ,md. !öir empfehlen den Herren dringend eine Neuauflage mit diesem Zusatz. Tas wird dann ziehen, und zwar kräftig. ° Zu beklagen aber ist, daß es immer noch Leute gibt, die nut aller Gewalt einen Gegensatz zwischen Stadt und Land, künstlich schassen wollen. Wer ist denn so blind, nicht zu fehen, lote gerade Meßen und die ländliche Bevölkerung aufeinander, angeroieien inb Beide leben voneinander und miteinander. Em wirt- chas'tlicher Rückgang des Landes wäre ein schwerer Schaden für ne Stadt, unb ein wirtschaftlicher Niedergang der Stadt ein Inglüd für die ländliche Bevölkerung, die zu. Taufenden ihren Lebensunterhalt in der städtischen Industrie verdient und gewaltige Mengen ihrer Bodenerzeugnisse an die Städter — an die „Gie- ffener Spießer" — verlaust. Also mcht Uneinig teil, sondern Einigleit ist nötig. Wer zum Hasse schürt, zeigt, daß er kein Verständnis für die wahren Interest en von Stadt und Land hat. Solchen Beratern sollte niemand Gehör schenken. Deutsch-soziales Rätsel. „Unser Wahlkreis muß durch einen Mann vom Lande, durchweinen Bauern im Reichstage vertreten sein/ hört man draußen von den Anhängern der deutsch-sozialen Partei gewissen Führern nachsprechen. Wie kommt es denn, daß dieselbe Partei in dem Wahlkreise Marburg, der doch ähn- kich roie der unserige ist, einen Herrn Dr. Böhme ausstelli? Ist Herr Hirschei, einer der Führer desselben politischen Kreises und Vertreter eines ländlichen Bezirks im Landtag, auch Landwirt? oder verstehen diese Herren etwas von der Landwirtschaft, weil sie Parteifreunde des Herrn Köhler sind? Ter Lersafs« bcS Eingesandt; in Nr. 16 beS «eß. An^. scheint mit feinen Besürchrungen doch zu weit zu gehen, denn big einem Arbeiter die Befähigung ab? Gchülse in eine, Gewerbeinspektion abzusprechen sei, möchten doch viele bezweifeln. Ja gerade Arbeiter durch ihre srüherm Ev» sahrungen und die Wünsche und Ratschläge ihrer Mitarbeiten unterstützt, wiffcn c't besser und praktischer einem Uebeiit-nbe abui helfen, alS die ifcjmi'ch gebildeten Inspektoren. Hosfent^ lieb lü[u sich die Re'.i^ung in ihren wirl.ich liberilcn Gcsinnunaen nicht durch die übertriebene fturdjt einiger Gewerbetreibende!, avbringen, und wirkt so zum friedtichen Gedeihen beider Teile. D. R. Unseren Gruss zuvor! XXX Der S< Ca zu Giessen. Das z. Z. präsidierende Corps Teutonia Seine lieben a. H. a. H. sowie die hiesigen und auswärtigen alten Corpsstudenten erlaubt sich unterfertigter S. C. zu dem am Samstag, dem 26. ds, Kits, abends 8 ühr n. pr. dahier im Neuen Saalbau stattfludenden Wetter Still am 07. = zu L. 3. itOOOOOOOO——' 5,8 2,8 1,7 Januar ltiu7 + 8,5*0. — 4,7'0. Hörbile Temperatur Niedrigste , um in Is. von gewiesen: 1. 23. Januar 22. r?anOcl und Verkehr, Voikswirtjchaft. — Von der Berliner Börse. Tas Privaikapnal Hal wieder einmal grobe Tapferkeit bewiesen, als es auf die Er- schulterungen vom vergangenen Samstag nicht einging, die Rück- gange aut den versclnedeucn Gebieten ignouerte und an feinem Besitz fefthiett. Heine hegte man auch wieder mehr Zuversicht in- bezug auf Newyork und die Folge davon war, daß die heutige Börse gegen die vom vergangenen Samstag weil besser aussah. Tas Geschäft war jedoch sehr fli'd, zumal auf das Anziehen des londoner PrivatdiskontS auf 5 Proz. Amerikaner kamen über Parität. Saufen waren um ca. l/, Proz. gebefiert. Westliche Alon- ianpüp;erc auf die Erwartung einer größeren Transaktion im Roibstern-Kouzeru Proz. gesteigert. Phönix haben sich um 1 Proz. gehoben. Größeres (Geschäft war in Dynamit-Aknen zu beobachten. Privaldlskont 4 Proz. Sprühregen Schneefall Klarer Himmel einem Geräte ab und nahmen die Lüscharbeiten vor, die ca. eine Stunde in Anspruch nahmen. — Der Garde-Verein feierte am Sonntag abend im Neuen Saalbau sein Winterfest, verbunden mit der Kaisers»Geburtstagsfeier. Ter Saal war bis auf da« letzte Plätzchen besetzt. Nach der Ansprache wickelte sich da? Programm in flotter Aufeinanderfolge ab. Die Musik stellte die hiesige NegimentSkapelle. Es wurden zwei Theaterstücke so gespielt, daß die Zuhörer mit Beifall nicht kargten; mcht au« dem Lachen kamen sie jedoch heraus bei der Solo- (jenf ,DaS erste Söhnchen". Tie lebenden Bilder wurden von der f retro. Sanit ätSkolonne in^roundcrbar schöner Weise dargeflellt, sie enthielten rührende Szenen. Lils Dann um Mitternacht der Saal zum Teil geräumt war, d. h. die Ehrengäste u. s. w. auf der zu erhöhten Sitzplätzen ^hcr. gerichteten Bühne Platz genommen hatten, konnte der Saal kaum die zur Polonaise angetretenen Paare fassen. In der äußerst gemütlichen Stimmung hielten die Teilnehmer bis zum frühen Morgen auS. Der Gardc-Vciein hat es wicdc. einmal verstanden, ein hübsches Fest zu verauftalten, wozu auch die von der Nuder-Gesellschast von ihrem TagS vorher slatlgehablen fteite verbliebene Dekoration wesentlich beitrug. ». Butzbach, 2t. Jan. TaS Zellengefangnis ist nunmehr durch den Anbau von zwei neuen Flügeln fertig, gestellt und damit die schon feit einiger Zeit bestehende Ab. sicht, die Intasien deS Darmstädter LorreltionShanseS in der Bl.l'ch'lrabe allmählich nach Butzbach überzuführen, wird in Bälde auSgeführt fein. Von da werden alle Strafgefangenen aus Starkenburg ihre Strafen in Butzbach zu verbüßen haben. Tie seitherige Gepflogenheit, daß Zuchthaiisilrascu, auf eigenen Wunsch der Verurteilten oder auf Slnorbmmfl der Behörden in Einzelhaft im Zellengefängnis zu Butzbach verbüßt werden konnten, wird damit ihr Ende nehmen. Tic Nachricht, daß nunmehr nach dem Muller anderer Staaten auch «n Großherzogtum Hessen besondere Anstalten für jugendliche Straf, gefangene vorgesehen feien, beruht insofern auf einem Irrtum, als schon fett langen Jahren in Mainz für weibliche und in Tarmitadt für männliche Strafgefangene besondere Gebäude geführt werden. Friedberg, 21. Jan. Ein Wettbewerb Entwürfe zu einem Wasser- rind AussichtSturm Friedberg wird mit Frist bis zum 16. März ds. veranstaltet. Für bie besten Entwürfe sind drei Preise vermischte». * Die parlamentarische Laufbahn ist in England noch heute ein recht kostspieliges Vergnügen. Tas Gesetz Hal zwar, wie Karl von Dahlen im 8. Heft der Zeit, schrist „lieber Land und Meer" (Stuttgart, Deutsche Verlags- Anstalt) in einem originell illustrierten Aufsatz über ba-3 englische Unterhaus ausfuhrt, die Ausgaben zu Dahlzweacn sehr befdyränlr, aber unter 20 000 Mark dürfte wohl kein Kandidat aus'ommen, wenn er sich einen Platz im Unterhause erobern will. Tiefer Umstand und auch die Tatsache, daß in England, wo die Gegensätze zwischen arm und reich die denkbar schroffsten sind, doch keine Animofital der unteren Klassen gegen die oberen Zehn- tausend herrscht, sodaß bis jetzt auch naa) der Arbeiter lieber eine Sache durch einen Abgeordneten aus den besseren Ständen Dcrireten läßt, lassen die Hoffnung berechtigt erscheinen, daß für Die nächste Zeit eine durchgreifende Aendcrung der Physiognomie des Unterhauses nicht bevorsteht. Trotz des Eindringens der Iren und der Arbeiter macht das Unterbau» auch heute noch dem ganzen Charakter der cnglifdjen Versas'ung entsprechend einen ariftolratifdien Eindruck. Abgesehen von der etwas tumultua» rischen Sprechweise der Iren, ist auch der Ton der Debatten in Westminster sachlicher und vornehmer als in den meisten kontinentalen Parlamenten. Auch der Gegner wird mit Achtung behandelt und die Minorität entsprechend geschützt. Eine parla- nientariidje Usance mag als charakteristisch für d-.e Stellung der beiden Parteien zueinander Erwähnung finden: das Painng, bie „Abpaarung" der Abgeordneten aus den beiden Parteien. Ta oas Schicksal des Kabinetts häufig von einer Zusallsmajorität bei irgendeiner unwesentlichen Debatte abhängt, so ist es Pslicht der Selbsterhaltung, daß das Verhättnis der Abgeordneten von beiden Parteien im Hause ein konstantes bleibt. Verläßt daher ein Mitglied der Linken das Haus, so erfordert es der parlamentarische Anstand, daß ebenfalls ein Mitglied der Rechten sich entfernt, sooaß das Fortgehen keinerlei praktischen Erfolg hoben kann. Ter Säulendurchmesser beträgt 1,20 Meter, während die Turchaäuge 2,20 Mir., bezw. 2,85 Mir. breit sind; bie Bürgersteigbreste auf der linken Seite nach dem Bahnhöfe zu hat die durchaus genügende Vielte von 2,55 Meter; Der erwähnte sogenannte Umweg hat gegenüber dem geraden Fahrweg nur emc größere Länge von 12 Meter (= l!t Minute ; die Zugangsverhältnifse zum hiesigen Bahnhof sind be- deulend vorteilhafter als solche in vielen Bahnhöfen großer (flericbtsfaaL Dortmund, 21. Jan. Das Schwurgericht oenirteilte den Heizer Adam Kurs ch u ö * u m Tod c. Er hatte den Betri. bS- führer der Zeche „(Älücfaui-Iifibau* erschossen, weit dieser ihm iveaen unberechtigter ArbeiiSan'gal e auf Grund der Arbeitsordnung den L o h n i ü r 6 Schichten e i n b e h i e t t. 'Magdeburg, 19. Jan. Von der Strafkammer I des hiefigen Landgerichtes wurde heute der foziatdemokratilche Arbeiter Heinrich K i n b, der in einer öffentlichen Volksversammlung der etcnogiapljin eines bürgcilirhen BlaiteS geroaltlam ihre '.U u f * zeichnungen geraubt und dann auf der Flucht den ihn vei> folgenden Verlobten der Dame mit R i e d e r st e ch e n bedroht haue, wegen Sachbeichädigung und Nötigung zu 5 Monaten Gefängnis verurteilt. mit 1 012 500 Mk. und im Extra» Ordinarium mit 492 980 Mk. ob. Kassel, 21. Jan. Auf der Station RonSbaufen stieg eine Arbeiterfrau mit ihrem sechsjährigen Kinde auf der verkehrten Seite auS und rourbe in demselben Augenblicke von dem vorüberfahrenden Berliner Schnellzuge erfaßt. Das Kind wurde zermalmt. Die Frau verstarb im Gemeindekrankenhaufe. errichtet wurden, während im ProvinzialarrefthauS in Taim- ftadt fchon seit einigen Jahren Neubauten für jugendliche Strafgefangene beiderlei Geschlechts vorgesehen sind. Das sog. KorrektionShauS in Darmstadt soll anderen Zwecken ÖWi’tfXHOlogiidK ^eob.'chtungen ber Station Gießen. Gießener Wetterdienst. VoronSsichtlichc L>tttcrnng für Hessen am Mittwoch, d n «. Januar: Heuer und trocken. Fortdauernd strenger Frost. Starke östliche Winde. pcor ooeut teuer utov o. In Gießen vertreten durch Earl Loos, Kirchenplah. Bremen, 18. Jan. (Per transatlantischen Telegraph.) Ter Tovpetschrauben-Poi.bampier .Breslau'', Slapttän H. Prager, vorn Roiddcntichen rrlogb m Bremen, ist gestern 5 Uhr nadjm. wohlbehalten in Baltimore angckommen. Original-Drahtmel-ungen. Petersburg, 22. Jan. Der Wahl-Feldzug ist in vollem Gange. In den letzten Tagen hat eine große Zahl von Versammlungen stattgesunden. Tie Stimmung des Publikums ist stark oppositionell. Die lebhafteste Wahlagitation entwickeln die Kadetten. Tanger, 22. Jan. Verschiedene Attentate haben sich in der letzten Zeit auf dem Wege nach Fez ereignet Desgleichen wird berichtet, daß die räuberischen Angriffe sich in ganz Marokko vermehrt hätten. Es besteht daher bte Absicht, in Zukunft Counere nicht einzeln, sondern zu zweien abgeyen zu lasien. 60u M., 800 M. und 200 M. anSgcsctzt. Das Picis- richteramt haben übernommen Geheuntat Oberbanrat Hofmann.Darmstadt, Prosesior Paul Aieißner-Darmstadt und Bürgerineister Ba'.'.rat Stahl.Friedberg. Nied er. Mockstadt, 21. Jan. Unser Gemeinde, rat hat die Erbauung einer Wasserleitung beschlossen, die Arbeiten haben bereits begonnen. R. B. Darmstadt, 21. Jan. Der 56 Jahre alte Maschinist i. P. Dauth machte gestern nachmittag in seiner Wohnung seinem Leben durch Erhängen ein Ende. Ein unheilbares Leiden brachte den Mann zu der un. seligen Tat Mainz, 21. Jan. Am gestrigen Sonntag wurde hier ein jung liberaler Verein gegründet, dem bereits zahlreiche Herren au8 allen Ständen beigetreten sind. jj Mainz, 20. Jan. Bezüglich der bereits angekün. digten Teuerungszulage für städtische Beamte und Lehrer hat die Großh. Bürgermeisterei ein Projekt auSge- arbeitet, wonach den unverheirateten Beamten und Lehrern eine Zulage von 60 M., den verheirateten eine solche von 120 M. gewährt werden soll, letzteren aber nur insoweit, als das Jahresgehalt 2600 M. nicht übersteigt. (Fkf. Ztg.) h Frankfurt a. M., 21. Jan. Auf dem Güter, bahnhof fuhr heute nacht ein Rangierzug einem Eilgut e r z u g in die Flanke. Die Lokomotive wurde stark beschädigt; vier Wagen sind total zertrümmert. Der Materialschaden ist bedeutend. Der Lolomotivführer deS Eilgüter- s4tgeS wurde verletzt. * [] Marburg, 21. Jan. Der Voranschlag deS StadthauShaltSetat für 1907 schließt im Ordinarium Hauptstädte. _ , (Dir brachten das erster., ähr. le Ginge!anfct gern zum Andruck, weil uns eine nochmalige Prüfung der in Frage kommenden Verhältnisse durchaus am Platze schien. Im übrigen ist zu beachten, daß der Balstihossumbau auch jetzt noch nicht fertig ist, uaib deshalb noch icincsivegs als bestimmt anzuirchmcn ist, baß bte Zugänge so bleiben, roie sie ject sind. D. Jb.»___________________ ,rei4.1 tu-1*1* ZM «•tont gega Ordnung. @u; %e„nid)t5 Ihai ,,e') Wehrend Ab- W.W. Luft.auii Pul, 9e Und ein Liimo speziaidedatze über 39e in zweiter uni orm enbguHij 1 der Polizei eint -hallen. Uehreri «rpiüchtigen werd» vcimal abgejchoota Schüsse geweebjeb i^über 30. (Binüt Dcownilrant touö U l zehnjährigen Bet > des Neubauei n erlassen ivorbtn >sbnrg bei Rann soll 20 Äivnate nad geben werden. Tii cueteinilimmimg r. )er Verhaftung V:. dampser in b; i g gestern ein M ulatshernntn Kämpfer, um die & nden. Tas russisa : bewacht. Die ö< t JssaS ermorbet mti, Cleroy, unb bc welche etwa 30 Je Umschlag erfahre mehrere Grad Varn d KMtz unb jtai tivß, ein SW orlommt W® i fast srühjallMzre rechten ÜSiniet W eichstagswahl: er Temperatur «W ie Kleinigkeit unb b isterung in die Gest' m. liegen Nachrich- letter vor. . starker Frost eiM- iigerte. 311 ®.u* flm Älontag W- oße Verkehrsstömt- et wird groV^ Schienenglalle, Sie 6®«^, t efiiniie. $tt$S unter Stabt W® sOr Eingesandt. (Für Form und Inhalt ...... t Rubrik stehenden Artikel übernimmt bie Stebaltio" dem Puuu.um gegenüber keinerlei Verantwortung.) Tie Angaben in dem Emgefcmdt vom 18. d. Mts., betreffend ungenügende P e r l o n e u z u g ä u g e zum B al) n ho f S - eingang Gießen, sind nickst zutreffend, da diese Zugänge durchaus genügen. Es fei nur auf folgende Punkte hin- aütinKnn CinSW nach dem Mert dek Broson, feinen blutcr Cbi|iai 1 „ms-11 " 758,4 + 2,5 76U 0 , — 4.4 762,1 11,5 Bekanntmachung. 100 Mk. 200 n N 200 500 1000 2000 100 200 500 1000 200 2000 1000 500 Serie I Nr. 85 und 103 zu _ I , 194, 238, 272 und 273 zu , I , 882, 422, 423 und 471 zu „ I „ 509, 570, 572, 002, 024, 023, 646 und 675 zu Q 1 ff WlJf VI Vf VI U, WiJ/ V<*Jf VW UHV VI V QM " - 1 » 722, 723, 724 und 739 zu t 100 /, Ev wird dies unter dem Wnfünen zur KennmiS der Besitzer der Schuldoerschreibungen gebracht, baß die Einlösung der Schuld» Bet der in der Sitzung der Stadwerurdneten-Bcrsammlung vom 17. Januar 1907 vorgenommenen planmässigen Verlosung der am 15. Mai 1007 zur Rückzahlung kommenden Schuldvcr lchrctdungcn der Anlcticn der Stadt (fliehen vom 8olive LbVG, 1897 und 1899 sind solgende Stücke gezogen worden: a. vom 1890cv 'Aulebeu. Lit. Q. 43, 46, 59, 130, 187 und 285 zu „ R. 7, 8, 29, 54, 70, 184 und 305 zu /T), k9, hl, 245, 319, 305, 388, 401,568, 569, 588,619 , T. 57^8^22^ 249, 260, 294, 301, 417, 471, 528, 542, 591, 656, 662 und 737 zu _ U. 127, 140, 161, 169, 192 und 265 zu b. vom 1897 er Anlebnu „ V. 4, 53, 54 unb 165 zu , W. 15, 81 unb 150 zu „ X. 27, 58, 61, 293, 324, 878, 383 und 392 zu „ Y. 4L 46, 47, 61, 74, 257, 300, 377 und 425 zu „ Z. 13, 45 unb 121 zu c. vom 1899er Auleben. Verschreibungen . u. des 1890 er und 1897 er Aulebens bet der Stadlkasje (Sieben, bet der Mitteldeutschen Ltrediibank zu Frankfurt a. M. unb bei der Deutschen Genossenschaftsbank daselbst; b. des 1899 er AnlebeuS bet der Dtadtlasie Wiecen, . bet der Mtltetdeutschen ttrebitbant, Filiale Gietzen und bei dem Banlhauje Gebrüder Weuftabi zu Frankfurt a. M. erfolgen tonn, sowie bau die Verzinsung am 15. Mal 1907 ausbört. Gietzen, den 19. Januar 1907. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Lietzen. M e e u in.B“/i Acichslagswahl. Zur Bernreidung übermätzigen Andrangs wäbrend einzelner Stunden ersuchen mir aüe Wähler, deren verfügbare Zeit es erlaubt, ihre Stimme iu der Bett von 10—11'/, oder 3—4 lltzr avzugedeu. Die Wahlhandlung mutz pünktlich um 7 Uhr geschlossen werden: nach 7 Uhr kann niemand mebr seine Stimme abgeveu, auib dann nicht, wenn er schon vor 7 Ubr im LOabliotat au iucicub war. Es empfiehlt sich daher, das Wahlrecht uwgttchjt frühzeitig auszuüben. Gietzen, den 21. Januar 1907. Grotzherzogliche Bürgermetstcrei Gietzen. Mecu m. B **/, Holzversteigerung in der O)rafl. Ovirjörsterei Raubach. Montag den 28. Januar, nach Zusammenkunft IG/, Uhr am Cingang zum Kreuzsceuerberg von Freienjeeu auS, werden versteigert: 1) Nreuziccueroerg: Buche 3tnu 770 Scheit, 169Prügel, 119 Stöcke, 392 Asireiser, Eichen: 2 Prügel, 9 Abschnitte, 4—14 m lang, 86—42 cm Durchm., o,*J3 Fstm. Bau- und Wagnerholz. 2) Weidenau u. Wetterauerberg: Scheiter ahn.: 34 Eiche, Luche, Birte, 16 Vuibe, Prügel: 8 Fichten, 5 Fichteii-blutzholz, 3 m lang, 6 Buche, 4r. Elche, 4 Linde, Stocke: 26 Fichte, 13 aceiserprügel, Weidenau: 9 Eichen-Abichutttc, 6—10 m lang, 29—40 cm Lurchm., 5,66 Fimu, Bau- und Wagnerholz. 3) Lräukoach u. HcrruziPfetr: Prügel atui.: 5 Buche, 2,/ Nadel und Weichgolz 2. ML 4) e^tcoel- garleu: Prügel atm.: 4 Eiche, u Fichte, 5 Ftchien-'Nutzholz, Stocke: 18 Fichte. 5) ttohlreiscr uno LeiebolL aus Weidenau und Eichet- aarten, Schlagreiser aus zia.euzseenerberg unvorgezeigt, desgletchcli oad Brennholz unter 2—4 am Feuer. Laubach, den 21. Januar 1907. GräsL Forstverwaltung. B”/i Moeniger. Verstriflerunft. Mittwoch, den Ä. d.M. von vormittags 10 Uhr au, versteigere ich dahier, WaUtorstr. 6 [Darmstadter Haus) eine gröbere Anzahl Tbeater-Uostümc loarimter wertvoüe Sachen) sowie Leite einer Bühnerrdetoration u. v. a. zwangsweise gegen bar. Die Bersteigerung stndet bc- ktimuit statt. 524 Lietzen, den 19. Jan. 1907 Seipel, Gerichtsvollzieher. Free bank. Rindfleisch 50 Pfg.[B^A Kreppel, Kaffee- tuchen »Gebäck, Torten, Tee- u. Webgebäck empfiehlt täglich irisch 562 Luüwjq OÖH, Konditorei, Marktstratze 32. Große Auölvahi in Cnoko- laden, Kakao u. Bonbons. Kartoffeln. Ein Posten gesunde Futtcr kartoffclu, per Ztr. Mk. 2,25, empfiehlt J. Weisel, Sonncnstratze 6 Telephon 2X5. Alle Sorten Speise- u. Salat- kartoffelu aus Lager. 561 Die Gemeinde Grüningen k,at einen sehr guten Ziegenbock iDcgen Jnccilzucht zu verlaufen. 544 Gilbert, Bürgermeister. Weltbekannt. Älten voran in Mlisitwerken clektr., Gewichts- auizug u. etcktr. Pianos Automaten- Seip m 3L Moschr. 32 V nächst Hauptbahnhos. Ibv1;,, Mttfikwerke zu verniieten. Frisch eingetroffen: Goldsischc-Wcttcifischt M. Simon 1X7* (flicHCiier FischbauS 30 Sormensttatze 30 (0484 5 - | *7 OOO Mk. lUUGcdukiunni.burGeldolin.Ab: aoezlmmer, gr. Garten, neoit samtll reicht. Zuoehor zu vernnet. Näheres (fluit. 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