ifo. 5546 Zweite ttr1<6«nt IStzllH mtt AuSnakim« des SomudgJ. Die „«kSrtsa $amilknb!Stt«~ werden dem .»njt.qer* viermal wöchentlich beigelegt das „Krcbbletl fäj den Kreis Siezen" zweimal wSchenlluh. Der »hesUche tanbroirt" erscheint monatlich etnrnaL Bla« LS 7. Sn? -Y K Z ag LL-. Oktober 1907 Rotationsdruck und Verlag der VrühNchen UnwersitätS - Buch- und btetndruckeret. R. Lange, Gieße«. Redaktion, Expedition und Druckerei: bchul- straße 7. Expedltwn und Verlag: 5L Redaktion: 112. Tel.-Ad ruAnzetgerGreßen. ——------- Lie 5soutmunerr als Geschüftskoukurrenten. Die „Ludwesrdeutsche Korrespondenz" schreibt: Unser modernes Volksleben mit all seinen wirtschast- chen Neuerungen hrrt in logischer Konsequenz seiner Ent- ickelung neben unv-erkennbaren wohltätigen sozialpoliti- ^^unsienlÄnsten auch Mißstände verschiedener Art 'Zeitigt. Ein solcher ist z. B. das Bestreben der Gemeinde- -rwaltungen, den sog. Zwischenhanoel aus der Erwerbs- asse bcv Volkes auszuschalten, woraus sich lediglich eine onkurrenzrernng seitens der Kommunen ergibt und er- ,bcn muß, denn der Zwischenhandel läßt sich nun ein- •aV ax}; unserem Wirtj cha ftsl-ebeu nicht em fach „a.us- tyauen ; dura) das Eingreisen der Kommunen erhält er ur eme andere Form, anstatt individuell wird er kom- cunal. Zilgegeben soll werden, daß die Gemeindeverwal- rngen sich bei ihrem Vorgehen auf diesem Gebiete von uten Motiven leiten lassen: sie wollen an Konkurrenten es Hanvcis (dieser kommt ja hierbei vornehmlich in Be- :acht), oer Industrie und der Gewerbe preisregulierend irken, ihren Angehörigen billige Ernkaussgelegenheit verfassen.und, last not lec.»,t, sich eine ergiebige Einnahme- uciie sichern, um den Gemeindehaus halt ordentlich führen r können. Im großen und ganzen bleiben diese kommu- alen Unternehmen jedoch nur soziale Experimente — mit achteiligen Folgen. Es ist hierbei wohl zu berücksichtigen, aß dcu konununalen Verwaltungen bei ihren Konkurrenz- trieben in den meisten Fällen die praktische Erfahrimg und ie technische Fertigkeit mangelt, und daß aus diesen Grün- ?n große Verluste durch Verderben von Waren entstehen innen und auch tatsächlich schon entstanden sind. An cispielen fehlt es nicht, daß kommunale Schlachtereien, äaereien, Verkaufs hallen für Lebensmittel mib Masseu- onsumartitel, wie bohlen, Holz, Petroleum u. dgb mit hr schlechten Resultaten abschlo^sen, und dabei hatten sre och obendrein auf den ortsansässigen Handel und das okalgelverbe durch die Preisdrückerei recht nachteilig einge- irkt, ohne daß die Konsumenten irgendwelchen nennens- crten Vorteil davon hatten, weil ja die Kommunalver- allungen bei dem Verkauf nicht unter die Preismittel- uie herur.tergehen konnten, falls sie nicht mit effektivem grinst arbeiten wollten. Durch die Ringbildungen und ie Trusts ist eben auch den Kommunen ein Preislimite ']teilt, das rrescntliche Einlaufsvorteile nicht zuläßt. Auch noch die Institutionen dar Konsum vereine, Einkaufs- und ^erraufsgenojsenschaften, sowie durch die Rabattsparmarken- ereine ist gegen eine willkürliche Preissteigerung ein sehr ickjames Gegenmittel geschaffen. Aber einmal ganz abgehen davon: vom reineu.volkswirtschaftlichen Standpunkt Llcin schon ist es entschieden zu verurteilen, daß dem seß- ajten Handel und Gewerbe von den Kommunalverwaltun- en eine ^tonkurrenz gemacht lvird, durch die man jenen -eruf^- und Erwerbszweigen, die sozusagen das Rckickgrat es Bürgertums bilden, die Existenz ganz außerordentlich .-schwer: oder gar unmöglich macht. Daß unter solchen rnststuden die Steuerkraft der genannten Erwerbsklassen ebentiich geschwächt jverdeu muß, ist einleuchtend. Die -teuerkcaft der Ortsangehörigen ist aber doch das Fundament eines reellen Haushalts in oen Gemeinden. Endlich t es unbillig, zu verlangen, daß die von der kommunalen onkurrenz mitunter hart bedrückten Berussklassen auch noch x den Kosten für Einrichtungen beitragen sollen, durch die e bedroht und faktisch benachteiligt werden. Die Kom- runen sollten u. E. ihre sozialpolitische Aufgabe darin er- lickeu und betätigen, daß sie Einrichtungen charitativeu Cha- ackerd, hygienischer Natur treffen, Volksküchen errichten, llterSvcr;orgungs§asseu gründen oder auch Fonds zur Unter» rchung von unverschuldeter Arbeitslosigkeit ustv. schaffen, ^immernwhr aber kann es ihre Aufgabe sein, denen die :xistenz zu erschweren, die verpflichtet find, zur Existenz der .ommunen sechst mit beizutragen. Eine derartige Kommu- alpolitit ist nicht dazu angetan, den Mittelstand zu halten nd zu fördern, wie es die Aufgabe unserer Zeit ist und sein ruß. SHjung öer Stadtv crov-netsn. Gießen, 18. Oktober. Anwesend: Oberbürgermeister Mecum, die Beig. Curschmann nd Heyligenftaedt; die Stadtverordneten Brück, Eichenauer, tmmelius, Euler, Haubach, Helfrich, Huhn, Jann, Jughardt, krumm, Leid, Lover, Loos, Orbig, Petri, Sä-afßtaedt, Wallerrfels, Dt. Wimmenauer. MilLeilnngen. Ter Vorsitzende teilt mit, daß die Stadt den Prozeß, en zwei Gcrbereibefitzer wegen des durch die Kanalisation in chrtsaä gelom-uemn Wassers aus der Stadtbach angestrengt hatten, n allen drei Instanzen geroonnen hat. (Hierüber wurde im ^ieß. Anz. schon berichtet.) t r = _rc. Die Stadt hat ein Grundstück in der Stephansmark von oob Ituadratmeter Größe, das an städtischen Grunobesrtz u 12 Mk. für den Quadratmeter erworben. Aus Ansrage des ötadtv. Huhu bestätigt der Vorsitzende, daß hiermit die -vnrch- ührung der Bismarck- und Goethestraße möglich ist. Bangesuche. Bruno Büttner will bei seinem Fabrikgebäude in der Zrantiurl.r Straße einen kleinen Anbau eiligen, ^er Dt-Pens, »er erjordcrltch ist, weil das Gebäude außerhalb des Bebauungs- '“ÄS“?.?««!. L« ßaus am tbcarktplatz einen kleinen Umbau vornehmen will, wird, rotzdem da-) Haus gegen die FluchUmie vorsteht, genehmigt, veil c'r W'ri des Hauses dadurch keine Erhöhung erfahrt. BÄr '" Ül o s er will, außerhalb des Bebauungsplans am Wieseck^c Weg bezw. an dem Weg nach dem Furstenbrunnen, ''"°LKliokT^K°ssti1-Ät Genehmigung nach, -«stelle d« Einblick in den Garten nicht b-mtt-chttgt. „ r MLe Bebauungs- >tcc seinerzeit von < riebt die erforderliche Geneh- »lan jüc die Schwarzlach hat ^'drinisterimn hat eine Skizze mguiia erha len xct ™S Ansicht des Mini- welchen Bürgermeisterei übergeben. Tie sonst in solchen Fällen übliche gemeinsame Besprechung fand bis jetzt nicht statt, da aber eine Anfrage des Ministeriums wegen des Standes der Angelegenheit vor liegt, muß die Sache jetzt entschieden werden. Wie der Vorsitzende aussührt, ist der vom Ministerium stammerwe Entwurf nicht als eine Verbesserung des ursprünglich beschlossenen Bebauungsplans anzuseheii und zwar aus fotgeuoen Gründen: Ter Asterweg, der die einzige Verbinduugsstraße des Bauquartiers mit der inneren Stadt ist, ist auf dem Entw"rf nicht durchgeführt; es ist keine Rücksiä)t auf Anschluß an den bestehenden Bebauungsplan für die Marburger Straße genomn.en. Die längs der Bahn vorgesehene Straße ist zu schmal, um eine später ev. notwendige Verbreiterung des Bahnoammes zu ermöglichen. Eine direkte Verbindung des Wiesecker Wegs mit Eifenbahndurchgang fehlt. Ferner ist eine Anzahl Straßen mit nur acht Vceter Breite und ohne Vorgarten vorgesehen, so daß zu wenig Luft und Licht Zutritt bekommt. Auch die beiden von der Stadt vorgesehenen Kinderspielplä^e sind germajen, dagegen smd die Baublöcke zum Teil zu groß und zu lang (bis 180 Meter). Auch der schöne Blick auf den Gleiberg, den der besch'ojfene Plan vorsah, ist nach dem Plan verschwunden. Stadw. Leib fragt an, was das Ministerium zu einer derartigen weitgehenden Abänderung des Bebauunugsplanes veranlaßt habe. Ter Vorsitzende erwidert, daß ein stichhaltiger Grund nicht voczüliegen scheine. Staotv. L ö b e r hält die Schaffung größerer Baublöcke im Interesse der Ansiedlung größerer Jndustrieunternehmungen für recht wünschenswert, zumal in jener Gegend das Gelände noch nicht so teuer sei. Auch für kleinere Leute wäre es recht gut, wenn dort industrielle Anlagen entständen, da sie bann in der Nähe ihrer Arbeitsstätten wohnen könnten. Der Vorsitzende weist darauf hin, daß die kleineren Baublöcke früher von der Versammlung beschlossen worden seien. Zur Anlage kleinerer industrieller Anlagen seien die Baublöcke groß genug, größere Anlagen könnten sich am Schisseuberger Weg niederlassen, wo genügend Platz vorhanden sei. Stadtv. E m m e l i u s spricht sich im Sinn der Aussüh'rungm des Oberbürgermeisters Mecum aus. Tie Verhältnisse seien hier besser zu übersehen, wie am Ministerium. Tie Aiöglichkeit einer Verbreiterung des Bahndammes müsse unbedingt erhalten bleiben, schon mit Iiücksicht auf die ev. Einführung der Fuldaer Bahn an dieser Stelle. Stadtv. Krumm hält ebenfalls den von der Versammlung früher beschlossenen Bebauungsplan für richtig und zweckmäßig. Er halte überhaupt das von der Negierung ausgeübte Aufsichts- recht für zu weitgehend. Für derartige Eingriffe in die Selbstverwaltung dürften nicht die Liebhabereien einzelner Beamten, sondern nur zwingende Gründe maßgebend sein. Nach kurzer weiterer Tebatte, an der sich die Stadtvv. Wallenfeld, Schaff st aedt und Löb er beteiligen, beschließt die Versammlung, von den vom Ministerium angeregten Abänderungeu absehen zu wollen. Eine Eisenbahndebatte. Stadtv. Haubach bringt nochmals das Kleebachtal-Bahnprojekt zur Sprache, das für die Stadt Gießen von großem Wert sei und auch yvn den Gemeinden des Kleebachtales gewünscht werde. Mit dem Bescheid, daß Preußen die Vornahme der Vorarbeiten nicht genehmige, dürfe man sich nicht zufrieden geben. Man solle energische Schritte tun, damit diese Entscheidung, die vielleicht von einer untergeordneten Behörde, einem Landrat, getroffen worden sei, zurückgenommen werde. Gießen sei zweifellos durch verschiedene in letzter Zeit entstandene Bahnen in Oberhessen geschädigt worden. Tagegen sei nichts zu machen, denn auch die kleinen Städte verlangten mit Recht Verücksichtigiing ihrer Interessen. Aber das könne Gießen verlangen, daß es nicht Verkehrsverbindungen vorenthalten bekomme, die ihm , einer ^age nach gehörten und die von allen Beteiligten gewünscht würden, bloß weil Preußen die Bahn der preußischen Stadt Wetzlar zuführen wolle. Er stehe durchaus nicht auf dem Standpunkt, daß man gleiches mit gleichem vergelten und z..,B. Praßen die Erlaubnis zur Vornahme der Vorarbeiten für ine Lime Butzbach—Wetzlar rächt geben solle, aber man solle sich an die Negierung, an unseren Landtagsabgeordneten, sowie an den Reichstagsabgeordrieten wenden, damit diese Schritte zur Aufgaoe dieses preußisch-partikularistischen Standpunktes unternehmen. Ter Vorsitzende führt den ablehnenden Belcheid darauf zurück, daß die Kleebachtalbahn den Gießener Güterbahnhoi ent- ^^^StadG.' Haubach hält dieses Argument für keinen ausreichenden Grund, Gießen eine Bahn nicht zu geben, auf ine e§ berechtigten Anspruch habe. . . , Stadtv. Krumm unterstützt die Forderung, des Stadtv. Haubach durchaus. Er macht ferner darauf ausmeryam, daß die Marburger Kreisbahn bis Mücke verlängert werden solle, was abermals einen Verlust für Gießen bedeuten werde. Auch solle man die frühere Absicht, die Bieoertalbahn bis Hattenrod zu verlängern, wieder ernstlich aufnehmen, ^zm Gegensatz zu Stadrv. Haubach ist er der Ansicht, daß Hessen auch^ Preutzen so lange die Genehmigung für die Vornahme von Voraroeiten auf hessifck^m Gebiet versagen solle, als dies umgekehrt so verfayrc. ^re Behauptung, daß der Gießener Bahnhof zur Ausnahme neuer Linien zu klein sei, könne unmöglich richtig lein; es sei noch genügend Platz zur Erweiterung vorhanden und anderwärts^, z B. in Friedberg, habe man Bahn auf Bahn iN ebenfalls angeblich unzureicheiäu: Bahnhöfe eingeführt. . . , Stadtv. Eichenauer führt aus, nach seiner Kenntnis bei Ni>rbältnisse sei es richüg, daß die Genehmigung lediglich zu kunstin Wetzlais nicht e^ilt werde. Tee Handelskmumer habe seinerzeit lange auf eine Antwort warten muhen und diele sei erst gekommem nachdem Preußen die GenelMigung zu Vorarbeiten für Öbie Linie Wetzlar—Butzbach gehabt haoe ^oas Kleebachtal wolle seinen Anschluß nach Gießen haben und man socke nichts unversucht lassen, um die Baon zu bekommen. Auch die Handelskammer werde gewiß gern sich an den ernennen Bemühungen bete$CTns$orfi6enbe sagt zu, die ersorderlichen Schritte zu tun, womit der Gegenstand erledigt ist. Verschiedenes. Ter Feldbereinigungskommissär hat angefragt, ob und unter "ben Bedingungen die Stadt die Unterh altun g de Dränagen im Feldbereinigungsgebiet rechts der ckabn unternehmen werde. Tas Tiefbauamt hat berechnet daß die Feldbereinigungsgesellschast der Stadt ein Kapital von 40 000 Mk dafür zahlen müsse, da die Trünagegraben leicht verichlammen und verwachsen Es wird aber vorgesastagen,, ganz davon ,ab- ^sehen In diesem Falle sieht das Ge,etz die Bildung einer tz'Är iT ist ebenfalls für Nichtannahmc des An- gebots, hält aber die Berechnung..für, su hoch ^griffen. J Der Vorschlag der Bürgermeilterei findet Annahme. , Die beantragte Ueb ein ahme der U n t e r h altun 9 öw^er Erbbegräbnisse wird gutgeheißen. Für das eine, das x/t. Adolf Mettenheimer gehört, sind 570 Mk. und für das andere, das der Witwe Gg. Noll gehört, sind 905 Mk. zu zahlen H. Bruchhäuser ersucht in einer Eingabe um eines Bürgersteiges in der $3 o I f ft r a 6 e. Axtä ujttb abgelehnt, da die Atrast^ Mb des BebauuugÄpllmes liegt und deshalb die Anlieger für die Gangbarkeit zu sorgen haben. Ter Bürgersteig auf der anderen Seile wurde lediglich im Interesse der Spaziergänger nach dem Philosophemvald angelegt. Tie Mollkestraße wird gegenwärtig bis zur Roonstraße befeftigt. Es hat sich als zweckmävlg herausgestellt, das Stück bis zur Kalser-Allee gleich mit herzustellen. Tie dasür enorderlichen GOUO meiden Lewllltgt. Eine früher für 30 M. jälTrlich verpachtete Wiese zwischen dem Hohleichweg und der Lahn Hal in den letzten beiden Jahren nur 3u At. für das Gras erbracht. Sie soll nunmehr wieder verpachtet lucvbcn. Es liegen 2 Angebote vor, von denen das von Gebr. Kahl angenommen wird, »veil diese dort die Baggerberechtigung habeti. Der Pachtzins beträgt 30 At. Tie Liewrung von Fassonstücken für die Abortanlage des Schulhat-ses an der Schillerstraße, die für 765 M. freihändig an die Firma Hosmattn in Frankfurt erfolgt ist, wird nachträglich genehmigt. Eme Anzahl Recklmngen finden sodann Genebniigung. Tie Andreas-Löberstiitiing für 1906,07 schließt mit 3164,56 M. Et>niahine und 2655,37 Ai. älusgabe ab. Das Vermögen betrugt 53352, 66 M. Tie Rechnung und der Voranschlag für 1907/63, der in Einnahme und Ausgabe 2721 M. vorsteht, werben gntgeheißeu. Ai ich für das neue Jahr sind wieder 2050 2JL für ote Unterhaltung von 8 Pfründnern vorgesehen. Kabelleguiigen solleri erfolgen für Liebigstraße von Nr. 65 bis 97 (Kostenaiifchla.t 2200 Ai. und zwischen Francknrter Straße bis zum Riegelpfad (900 M.). für die Bleichsiraße zwischen Süd- Anlage und Löberstr. und für die obere Lndwigsstraße üoh der Wilhel inst raße bis zum 5iosfel'fcheti Hails. So tueit erforderlich, garantieren die Besitzer der neu anzufchließenden Häufer auf 10 Jahre eine entsprechende Stromabnahme. Die Stadtv. Krumm, Haubach und Löber befürworten aligesichts der jetzigen niedrigen Kupferpreise die Besteltimg eines größeren Kabelvorrats. Sie soll erfolgen, wenn die Kabelwerke dem Sinken des Kupferpreises gefolgt sind. 3ur Taktangabe :c. bei Bewegungsübungen ist für die Turnhalle der höheren Alädchenschtile eine Klavter erforderlich. Die freihändige Anschaffung eines Jnstrirments wird beschlosien und hierfür ein Kredit von 650 Ast bewilligt. Dem Eisverein soll auch in diesem Winter die Eisbahn zu den seitherigen Bedniguiigen überladen werden. Tie beantragte Niederschlaguug von 77,01 Ast Krankenkaffenbeiträgen, die von deii betr. Arbeitern (meist Kulturarbeitern) nicht mehr beigetrieben werden können, wird genehniigt. Stadtv. Jughardt bringt zur Sprache, daß ein von Ober* bürgenneifter Ai ecu m mit Herrn Weidig abgeschlossener Kaufvertrag über das kleine Häuscheii desselbeii in der S onnenstraße, das 45uu M. kosten soll, Nicht die Genehinigung der Baudeputation erhalten habe. Aach seiner Ansicht sei aus verschiedenen Grüiiden der Ankauf empfehlenswert. Nach längerer Debatte hierüber, arider sich der Vorsitzende sowie die Stadtv. Loder, Wallenfels, Huhn und L'lrumm beteiligen, wird beschlossen, daß die Baudeputatlon die Angelegenheit noch mals prüfen und event. zum Anlauf schreiten soll. Folgende W i r t s ch a f t s k o n z e s s i o n s g e s u ch e finden Befürtvortung: Bon Ltidwig Haas für Sonnenstraße 13 fZum i/airbgrai), Gottfried Abel für Wolfstraße 9 (Vergrößerung)^ Wckh. Werke für Landgraf Philipp-Platz 10, für das Gewerkschaft s h a u s, voti Karl K t nk el hier, Ecke der Lölveii- und Kathariilcngaffe tind Karl Schwab für das Stad tt Heater, Stadtv. Löber fragt an, wie es mit der Fertigstellimg der' Wes erstraße stehe, wo jetzt unhaltbare Zustände heiTscht^is und regt dann die Verbreiterung der Dammstraße an. Tort sei es, wenn -einige Fuhrwerke darm verkehrten, für die vielen die Straße passterendeii Schulkinder geradezu lebensgefährlich. Man solle mit der Verbreiterung nicht warten, bis erst ein Unglück geschehen fei. Ter Vorsitzende erwidert, die Herstelliing der Weserstraße- könne er ft erfolgen, wenn einige der Anlieger für die Gelände- ftliefe, die für die Straße erforderlich seien, von den jetzigen unvernünftigen Fordermigeti abließen. Die Verbreiterung der Tamm- straße werde ebenfalls zu teuer, da hierfür einige Häuser erworben werben müßten. Auch hier seien die geforderten Preise außer- gewöhtckich hoch, namentlich für das hauptsächlich m Frage kommende Hofmann'sche Haus. Von dem Schulleiter, der doch m erster Linie dazu berufen sei, sei übrigens noch, keine Mitteilung erfolgt, daß die Paffage für die Kinder lebensgefährlich fei. Stadtv. Huhn regt an, zunächst die Hoimann'sche Hosraite niederzulegen, da hiermit die fchlimmste stelle beseitigt werbe. Dies werbe 34000 Mk. erforbern, was bie Sache wohl wert sei. Ter Vorsitzenbe bemerkt, bamit sei bie Sache nicht getan, die Verbretterung werde wohl 100 000 Akk. erfordern und soviel sei die Sache nicht wert Stadtv. K r u m m ist ebenfalls der Ansicht, daß man beide Gegenstände so lange nicht weiter betreiben solle, als die Belcher nicht von ihren unverhältnismäßig hohen Forderungen ablie»;en. Stadtv. Löber tritt nochmals für baldige Erledigung beider Gegenstände ein und betont, daß die Stadt auch den Mietern von der Weserstraße Rechnung tragen müsse. Hierauf wird Der Gegenstand verlassen. r Stadtv. Jann fragt, wie es mit der Besetzung der erledigteu Stelle an der höheren Mädchenschule stehe. Die Zustände seien unl>allbar, die 3. Klasse habe z. Zt. keinen Unterricht m Geographie und Geschichte und nur eine Stunde deutschen L-prach- Unterricht. , , , . . ~ , r Der Vorsitzende hat sich wiederholt in der Sache be-, müht und die Zusicheruiig erhalten, daß die Stelle besetzt werbe sobald Leute kei seien. c c„ Stadtv. Jann bittet nochmals dringend, für Abhilfe zu so^Stadtv. Krumm regt an, den Lehrplan zu ändern und die ausfallenden Stunden auf mehrere Klassen zu verteilen, wahrend Stadtv. Emm el ins die Einstellung eurer Aiishilfe befürwortet. V In der nichtöffentlichen Sitzung wurde an Stelle von Pfarrer Euler Pfarrer Schwabe als Atitglied der 'Jlvmenbepu* i a t i o ii gewählt. - STaOt unO Land. Gießen, 19. Oft. 1907. - Vom Großherzoglichen Hofe. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog begaben sich, nach Der .Darmst. Ztgck', am Donnerstag nachmittag im Auto zur JagD nach Viernheim. Der Prinz iinD Die Prinzessin Franz Joseph von Battenberg waren am Donnerstag zum -i,ee nach ^agegähloß WolfLgarten geladen. Die Prinzessin Heinrich von Preußen begab sich am Freitag vormittag mit Gefolge nach Karlsruhe und kehrte im Lause des Nachmittags wieder nach. Jagdschloß Wolfsgarten zurück. ** Folgendes Dankschreiben des Generalkommandos des 18. A r m e e k o r p s ist dem Großh. Staatsministerium zugegangen: Dem Groß!). StaatSministerimn verfehle ich nicht, nach Abschluß der Herbsmbungen und Eingang der bezüglichen Wrttrr G bl Oktober + 13.9 • c. f + 7.2 • C. ti elefoniscBie Kursberichte Beichsanleihe 93.95 3X°/< Berliuer Börse, 19. n MUU. Ernährt die kleinen fnit | j Kindermehl 202.00 116.90 4 2 4 16. 18. 19. 2” S" 64 86 84 18. 18. 8 SW S Oktober 1907 Can ad a E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: schwach. 84.30 94.35 84.50 92.55 92.50 97.10 Oktober. Anlangskurae. Harpener Bergwerk. « Laurahütte . . . Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd .... Türkenlose . . . . 92 85 101.20 64.30 65.10 9210 89.70 92.90 7,5 7,8 7,8 do. Konsols do. . 155.50 . 127.00 . 228.10 3% 3^7. 3% 13,9 9.9 10,4 Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommaudit. . Dresdner Bank Kreditaktien . . Baltimore- und Ohio- Eisent ahn . . . , Gotthard bahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . Prince-Henri-Eiseubabn Berichte sehr ergebenst mitzuteilen, daß die mir unterstellten Truppen fast überall sehr gut ausgenommen worden sind. Selbst in den ärmeren Gegenden und bei der zeitweise engen Belegung zeigten die Quartiergeber großes Entgegenkommen. Das Großh. Staatsministerium darf ich daher sehr ergebenst bitten, den beteiligten Staats- und Kommunalbehörden, sowie den Gemeinden meinen verbindlichsten Dank sehr gefälligst zum Ausdruck bringen zu wollen. ** Beigeordneter Curs chm ann wird morgen unsere Stadt verlassen, um seine neue Stellung in Barmen anzutreten. Herr Curschmann war fünf Jahre — vom 1. Oktober 1902 — im Dienste der Stadt Gießen tätig gewesen, zuerst als Magistratsassessor und dann als Beigeordneter. Er hat die ihm in erster Linie zugeteilten Geschäfte stets mit großer Umsicht und Sachkenntnis erledigt und insbesondere als Leiter des Armenwesens und der durch die soziale Gesetzgebung der Bürgermeisterei obliegenden Geschäfte stets seine Tätigkeit mit weitem Blick und großem Verständnis für die Bedürfnisse des Lebens ausgeübt. Die Stadtverwaltung sieht ihn mit lebhaftem Bedauern aus ihren Reihen und aus dem Dienst seiner Vaterstadt scheiden und auch aus den Kreisen der Bürger- ' schäft begleiten ihn die besten Wünsche und aufrichtige ’ Sonnenscheu Bew. w Bed. Hinuilt Elektriz. Lahmeyer . Elektriz. Schlickert . 742,3 743,2 746,1 . 1186 £ . 1O35& . 154.0 ' . 127.4 " . 228.0 ° . 139 0 i Türkenlose..... 4% Griech. Monopol-Anl. 4% äussere Argentinier 8% Mexikaner . 4)^7<» Chinesen . . < Aktien: Bochum Guss .... Buderus E. W. . . Tendenz: schwächer. . 143.20 . 47.30 . 84 40 . 62.90 . 95.00 und Industrie. Giessen. Frankfurter Börse, 19. Oktober. 1.15 Uhr. . 201.214 . 223.51 Z . 28.7( fr . ii24t ; . 143.2i * ___________ib Sympathien in seinen neuen Wirkungskreis. *’ Erledigt ist die Steueraufseherstelle in Höchst i. Odenw. ** Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich gestern abend nach 6 Uhr im hiesigen Bahnhof. Bei der Einfahrt des Personenzugcs 797 von Frankfurt wurde der Arbeiter Kaspar Beitz ans Dutenhofen, der bis vor kurzem in Gießen wohnte, am Anfang des Bahnsteiges I auf dem Gleis Frankfurt—Kassel überfahren und von der Maschine bis zum nördlichen Ende des Bahnsteiges geschleift. Erst hier konnte die Leiche geborgen werden. Anscheinend wollte Beitz vom Güter- bahnhof aus, wo er einen mit Brettern beladenen Güterwagen entlud, noch rasch den Zug nach Wetzlar erreichen und überschritt, trotz des beftehmden strengen Verbotes, sämtliche Geleise. , Der Verunglückte, der bei Dampfschreinerei-Besitzer Müller in Arbeit stand, hinterläßt eine Frau mit drei Kindern, von denen das jüngste erst wenige Tage alt ist. Der entsetzliche Unglücksfall mahnt alle, die am Bahnhofe zu tun haben, zu äußerster Vorsicht. Die Sehnsucht nach der Uhr. Der in Lan z«nha in bedienstete 14 jübrige Knecht CH. B. von Crainfeld fcenutte die Abwesenheit eines Nachbars, um einen Diebstahl auszu führen. Tie Suche wurde dem Schöffengericht zur ckburteilung überwiesen' doch dieses sprach auf die eigenen Angaben des Angeklagten hin seine Unzuständigkeit aus und verwies die Sache an die Strafkammer, da er zugeständ, eine Tüve gewaltsam geöffnet zu haben, womit der Tatöestond des schweren Diebstahls gegeben ist, für dessen Aburteilung die Strafkammer zuständig ist. Der Angeklagte gab an, er habe Verlangen nach einer Uhr gehabt und da er kein Geld besaß, sei er auf den Gedanken gekommen, sich solches zu stehlen. Als der Nachbar das Haus verlaßen hatte, zwängte er eine Türe, die nur mit einem Haken zugehängt war, auf und begab sich in das Haus, wo er mit dem vorgefundenen Schlüssel die Kommode öffnete und sich 7 Mk. aneignete, wofür er sich alsbald eine Uhr anschaffte. Der Umstand, daß^ er als Hütjunge nicht die nötige Erziehung genoß, wirkte strafmildernd, doch war nicht daran zu zweifeln, daß er die zur ^trasbarkeitserkenntnis erforderliche Einsicht besessen hat. Er wurde zu einer Woche Gefängnis verurteilt. Sonntag, den 20. Okt. von 4—9 Uhr nachm. [(Bl 4 Nur offen ? Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 1 r'i 116 4 % Oesterr. Goldreute 4l/5 % Oesterr. Silberrente 4 % Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Bente . . , 3% Portugiesen Serie I 3% Portugiesen „ m 4^°/» russ.Staatsanl. 1905 4/4% japan. Staatsanleihe 4 zu Conv. Türken von 1903 . 171.2 h . 140.6 ;• . 198.3 . 86.2' g 28*71 ' . 140.211 . 126.51 6: (t | . , AuS dem Bureau des S t a d t t h e a t e r §. Außerordentliches Interesse gicbt sich für die morgige erste Possenvor- stellung kund, die unter Mitwirkung unserer Regimentskapelle statt- smdet. Musikalischer Leiter der Aufführung ist Kapellmeister Hermann Wemack, der noch von der Aufführung der „lustigen Witwe" her m bester Erinnerung steht. Für hübsche Ausstattung hat die Direktlon worfle getragen und Regisseur Reimer-Schlegel' für sorg- mlnge Borbereltluig. Auch mancher Seiteiiblick nuf Lokales wird m den musikalischen Einlagen, die von Frl. Lutter und Herrii L-chlegel vorgetragen werden, vorgeuomnieu. Fast das gesamte Personal ist m der flotten Posse beschäftigt. Es gelten kleine Preise. . \l,e. -lcichmittagsvorstellung voii Winterniärchen ist die lebte des Werkes; dieser Hinweis dürfte genügen das Hails zu füllen, -umal die Auffuhrimg bei Volkspreisen stattfindet. ° = Wieseck, 18. Okt. Im Badcndurger Wäldchen fand man heute vormittag die Leiche eines gut gekleideten M-innes in den 30er Jahren, der sich erschossen hatte. Die Staatsanwaltschaft in Giessen rourbc sofort von dem Vorfall benachruhtigt und wird sich morgen früh an den Tatort begeben. /o Hessen S.%0/0 Oberhessen Eschweiler Bergwerk . . 2101 j Gelsenkirchen Bergwerk . 19 >.( V Hamburg-Amerik. PaketL 126.5 1. Harpener Bergwerk. . . 201.5 Laurah litte...... 224.0 Nordd. Lloyd.....ija.o ß Obeischles. Eisen-Indnstrie 101.5 Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . Berechtigte Interessen. ^n einem zwischen dem Schneider H. V. von lieber» St den St. anhängigen Verfahren, forderte *11 ^aftw^rt L. L. II. auf, bei der Strafkammer als Lcumunds- ^euge gegen V. aufzutreten, msbes. sollte er über einen von B Trebstahl Auskunft geben. Da sich L. de7 Reife an das Gericht nicht unterziehen wollte und der Meinung war eine schriftliche Angabe des fraglichen Tatbestandes genüge, stellte er. Am St- cm Schriftstück über den Diebstahl aus, damit dieser er' Gebrauch machen konnte, ivas er auch tat, indem Xr ecr.(5?' crl)ob gegen L. Beleidigungsklage, aber da^ Schöffengericht gelangte zum Freispruch, da es nicht N^ikid' dem Angeklagten gegen den Kläger erhobene Beschuldigung für erwiesen erachtete, sondern es verneinte auch runa6eI^atd^r ba die strafbare öanb* ihm’i®’«?'?ahr hielt. Wenn die von oEr Kundgebung seiner Behauptung auch nicht ÄS”1 ^Mnaussage gleich ist, so ist sie doch von ihm, entschuldbarer Weife, irrtümlich für gleichwertig gehalten S"' «« Kläger focht das Urteil an, aber das Lrufungs" gencht kam zur Bestätigung des Urteils, da dem Angeklagten § 193; welchem in Wahrnehmung ^be- recytigter Interessen vorgcorachte beleidigende Aeußerungen straf- P? 5ur Seite steht. Es hielt nebenbei auch den ^a^T^eiJ= beweis für genügend erbracht. v ; 1 5 Wie heißt er? Ende Juli ds. Js. wurde zu Grebenau ein Mann wegen Vettelns verhaftet, der sich als Sattler Daniel Mergentheim von Vlusingen (Holland) ausgab. Auch bei seiner Einlieferung m das Haftlokal gab er dem Gefangenwärter diesen Namen an und blieb dabei, als dieser ihm einen auf den Namen D. B. aus Breda lautenden Gefängniscntlassungsschein aus der Tasche zog. Er wollte nicht wisten, wie dieser Schein in seine Tasche gekommen Nt und blieb bei seinen Angaben, sodaß er auf den Namen'Mergent- helm in das Gefangenregister eingetragen wurde. Auf Vorhalt, daß diese Angaben unrichtig seien, gab er später an, Blönfeld zu heißen; die,en Namen hat er angeblich um deswillen verleuanet weil er leit diesem Frühjahr schon sechsmal im Großherzogtum wegen Bettelns bestrast worden i st, und weit er glaubte, er werde nunmehr dem Arbeitshaus überwiesen werden. Die Ermittelungen ergaben, daß beide Namen zweifellos falsch sind. Nach seinen Angaben ist er leit Ende Mai in Deutschland; als Junge von suns jähren will er nach Amerika ausgewandert fein und sich D-ann auf Segelschiffen als Koch aufgehalten haben. Spater sei er mit Künstreitern in Belgien und Holland herumgezogen. Diese Angaben imd auch ohne Zweifel falsch, denn er spricht fließend I Autsch im Thüringer Dialekt bei recht nobler Ausdrucksweise. ?te< Bemerkung des Staatsanwalts, daß es sich um einen Verbrecher handeln dürste, der seine richtigen Personalien zu verschweigen allen Grund hat, glaubte er als einen Schimpf empfinden ?u müllen. Untersuchungsbehörde ließ ihn nach dem Ber- tilwnschen System messen und photographieren, da sich das Polb- zeipraiidium»Berlin sehr für ihn interessiert. Da nach seinem eigenen Geständnis, durch die von ihin gemachten unrichtigen Angaben, em falscher Eintrag in die Gefangenregister erfolgte wwcke ex wegen intellektuell« Urkundenfälschung zu vicr Mo^ naten G e fan gn i s, abzüglich eines Vtonats Untersuchungs- ’&toatöanmlt gab her Hoffnung Ausdruck, haß eg wahrend der ^tra,Verbüßung gelingen wird, seine richtigen Pmorwlim ftstMstcften, was allerdings zur Folge haben tvürde, sLast^rdenWe. ” mteMtuelkr Urkundenfälschung b°- * Mysteriöser lleberfall. Aus Wanne ' Gelsenkirchen wird von dern mysteriösen Verschwinden Dame berichtet. Die Einzelheiten, die hierüber beka werden, rufen den Mord an Miß Lake im Essener wald ins Gedächtnis zurück. Am Abend des 17. ds W stieg eine Dame aus Amsterdam in einem Lotel in Dan ab. Von hier aus wollte sie zu Fuß nach Resse gehe,? c wurde auf den gefahrvollen Weg aufmerksam gemacht 7 nahm deshalb einen Wagen. Kurz nachdem sie abqefab, war, kehrte der Kutscher ohne Pferd und Wagen zurück u meldete, daß er im Walde ü b e r f a l l e n worden sei m rere Männer, die aus dem Busch kamen, hätten ihm ein Schlag versetzt und vom Bock gerissen. Die Pferde seien jz durchgegangen, die Männer aber seien im Busch verschw? den. Memand weiß bis jetzt über den Verbleib der etwas anzugeben. Die Tätigkeit der Polizei ist bisD ohne Erfolg geblieben. * Nachspiele zum Hau-Prozeß. Auf Anw, des Fraulecn O l g a M o l i t o r ist gegen den Rechtsanin. Dr. Deetz, den Verteidiger des zum Tode verurteil Karl Hau, Beleidigungsklage erhoben worden $ Angelegenhert wird voraussichtlich im November die ®eri,+ in Karlsruhe beschäftigen. des Giessener Anzeigers, mitgeteilt^von der Bank für Hande Ein altbewährtes Nährmittel für gesunde und magenkrank« Kinder tjt das Nestte'sche Kindermehl. Es verhütet Berdauunlhs ® störungen jeher Art, erleichtert das Entwöhnen und fördert bi1» ■ ^s^.e.11/ and Atustelfleischblldung. 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Bis jetzt war stolz aller Bcniühungen noch keine Spur von dem oder den Aftern zu entdecken. In der Bevölkerung ist man über d>e fast regclmaßtg sich wiederholenden Brande sehr beim« ruhlgt. 1 J 1 Ge 1t o r b e n e : Fran Christine Wachter in Echzell. — 1 kn Ge-n'sheun. Sb“C^ ~ Fntz L ' vermischtes. Herbst st ü r nt c und Herbstregen. Ein aewaltiaer ‘ ^lUrnJ ^^'ursachte viele Schiffsnnfälle an her Küste ; S*11 ö^anbs. xer Verlust an Menschenleben ist qroß Üeber oen Tampser „Prince Albert", der von Ostende nach Dover ging, stürzten ungeheure Wellen hinweg. Tie Schiffskabinen wurden vernichtet. — Ter dänische Dampfer Alfred Grfanhirn" hri1 2 catfl Grangemouth bestimmt, ist am 17 abends' ,Stao?yr keab gestrandet und völlig wrack geworden Man ^ubt, haß die 20 Mann starke Besatzung i^ den' Fluten Norh-E n^l^^ <7 schwere Regengüsse in Mittel- und tptrn Zr & $ A1 < ubcrichwemmten zahlreiche Landhäuser und rich- an Ein/^ih^" b-Ca und unter den Viehbeständen Dörfer ist vom Verkehr abgefchnitten — In Obbr-Jt l sind die Flüsse Po, Brenta nrffX’Kn ^^lgc von Regengüssen bedeutenh gestiegen Mehrere es- WNHMlttk» ä ms getkaÄetic 5 ?8°7Tfiun^r ÄÄiwi? unh GnS 'M Dre unteren Stadtteile von Pallanza k m?rnn3c Umgegend von Avignon steht unter- Set SÜÄ? wI0,8l Bergsturz den Ort St Anbau. Ortschasttn verichltttet un vergangenen Jahre mehrere det - Professor^Busch^ v (Kulichmien) wird gemel- UniberHth i Observatorium der California t Beleidigung. D. II. hatte gegen die Frau des Bürgermeisters Ä m N i e d e r - M o ck st a d t Privatklage erhoben w^il \ e nachgesagt hatte, er sei seiner Mutter mit der Sense nach- elaufen ^°tfeugericOt Verurteilte sie wegen Beleidigung ^^ostrafe wogegen sie Berufung erhob und zwar mit ^sörundung, daß sie den Wahrheitsbeweis ihrer Behauptung Ihre Berufung wurde verworfen, da auch dann ^/^Verurteilung eintreten müffen, weil aus der Form und den Umstanden, unter welchen die Äeußerung gefallen ist eine Beleidigung zu entnehmen ist. Schwächliche m Hi1 ober beim Lernen zurück t M°nde und ncrvvic ü&xbeUcw le^t° «Ln'n‘rOelunb UhS' f ^cr ^pöctit erwacht, die geistigen und körperlichen tiräft ' Werbe« rasch gehoben, bac< Gesamt Nerversystcm gestärkt. u । verlange ledoch ausdrücklich das echte Dr -Hommcl'i | * acniatoqcn «nb laste lieft keine der vielen Nachabmuuäen auirrder X Dorlar 18. Okt. Im Laufe dieses Sommers wurde hierein ansehnliches Schulhans im Rohbau vollendet das im nächsten Frnh,ahre bezogen werden soll. O Kinzenbach, 18. Okt. Sonntag nachmittag wird nncre neue Schule cingeweiht. Der Festakt beginnt um 2 Uhr an der alten Schule. uln e. Fellingshausen, 18. Okt. Lehrer Feir wurde SU einem zehnmonatlichen KiicsuS zur Aiisbldma m- S e mi n arl e h rer nach Berlin berufen? Auch Lehrer Kisse ' ernannt worden." Scminarlehrer in Schleswig Höchste Temperatur am 17. Niedrigste „ .17 Sa f fei, 18. Okt. Im Karlsauepark am ^uldauier wurde ein R ° i s e k ° f s e r g e f u n d e n, der dem Md plftl n , c 1 e r er au§ Güttingen, gebürtig in Duisbura l&te -°Ich- Ifl ...ch n,ch, «„icLn'w-L ' ‘ "• Gießeri er Straftguulrer. jum Versaufen« • EinSanienhaudler aus Bobcntzache" yatte' -Jshh J°OTn?c noc& drei Btark^zum', versauftn" MjlSWWW’ÄB Knickung des einen Ellenbogen^^fIA^ ™Te zweimalige rannt worden war, daß der Berlekw L» or babu5^ ^^rge- ^chlagens zum Schutze über den SionT bieft PL1?cnb Atzung unter Anklage qcMfi ß.»>■.?; ^vrperver- Notwehr, indem er beLuWe Ber fei ton'Lm auf flrtjfcn iworbcn und habe sich nur mit l etzten ange- Sctzöftengericht (diEnite Lm ^rrLt" LEI Latte gewehrt. Das worden sein will, leinen soften Pifnuftp^- ^!TC 9rlIllb angegriffen »ottjer tätlich ^worden war Unte? «S^m. an, daß dieser »war zur Verurteiluna h«* U"tet dlcsen Umständen kam es hi zwei Lf' L^^Ä"d« Umwände an und S8SSU»S-Ig*S ta"t‘:11 'lW*toywt JJL «"** dic Bellt Angeklagten züÄt' Ä ^s'aestctti wcch-n "ast!; Annahme ... 4*:Ä*a I i In dem städtischen Hause After- tticd 9 ist die Wobrntng im Erd- «cichnfi bcstchcnd auö 7 3imm. acbsl Zubehör alsbald zu verm | 6 Zimmer I Mittlerer Stock W elegante 6-Zmmierwolmung zu fl ocim. Ajlerweg 35, Ecke Nord- fl Anlage, ^ouis Bctri ilö. [3208 5 Zimmer \— --— — -J ^-^MMtlzvorjuung {. unm. Mih. H» SÄön, Liebigstr. 65. ■ _________( 5925) 07786] 5-Zimmer = Wohnung zu vermieten. Ebelüratze 28. Wittörrrlräke 10 1 ist noch ine I. Etage, gut auögest. '.j ö-Zmunerwohn. mit Mansarden- . ziumier zu vermieten. 16121 Näh. Belitz, Liebigstratze 83. Wiiocmittra»?e, zunächst der Frankfurter Srr^ 5-Znnmerwoh- mmg im 8. 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