M. 294 Zweites Blatt 157. Rahraanr, Samstag 14. Dezember 1907 ollunv. Ein überaus to armer und herzlicher Empfang ist unserm Kaiser bei seinem gestrigen kurzen Besuche in den Nieder- linden zuteil geworden. Um 11 Uhr vorm. warsen die L e u L s ch e n Schisse an der Amsterdamer Handels- iabc Anker unter dem Donner der Geschütze der holländischen ZuiegSschisfe „Pist 5^ein" und „Ä^ordbrabant". Als der Kaiser unter den Klangen von „Heil dir im Siegerkranz"' landete, erwies eine Ehrenkompagnie die militärischen Hon- reurs. Königin Wilhelmine und Prinz Heinrich empjingen den Kaiser im festlich geschmückten Lagerguts am Kai. Die Begrüßung war sehr herzlich, und es entspann sich alsbald eine ledhaste Unterhaltung zwilchen den Fürstlichkeiten. Unter brau sei: den Hochrufen fuhren die Majestäten in Gala kutsch en längs der Hanbels- kade an der Zentralstation vorbei und dann weiter jum BalaiS, w-o sie gegen 12 Uhr mittags eintrafen. ES fand dort alsbald ein Frühstück statt, an dem auch die Königin- Mutter, die wegen des Ablebens ihres OheirnS, deS Königs Oskar, der Galatasel fernblieb, teilnahm. Nach dem Frühstück fand Empfang der Minister und Staatswürdenträger statt. Man hatte anfänglich befürchtet, daß es zu Kundgebungen der Arbeitslosen kommen werde, die Ausfahrt verlies jedoch vollkommen programmäßig. Ein paar Schreier waren vor der Ankunft des Zuges arretiert worden. Das Publikum, das sich trotz des strömenden Regens in großen Massen eingesunden hatte, empjing den Kaiser und die Königin mit Hurrarufen. Im Verlaus der Galatafel brachte die Königin Wil- belmins einen Trinkspruch in französischer Sprache aus den ixiijei aus und sagte hierbei folgendes: „Ich bin sehr glücklich, Eure Majestät heute in meiner Hauptstadt willkommen heißen zu dürfen. Ich betrachte diesen Besuch al5 einen neuen großen Beweis Ihrer kostbaren Fremrd- schast für mich und mein Volk und cs liegt mir am Herzen, Ihnen lie Versicherung zu geben; daß diese Gefühle hoch geschaht werden. SBir begrüßen in Eurer Majestät einen A Monarchen von treuem st halten an der Tradition und von einer ruhm- iruben Geschichte, die unseren Häusern dauerhafte Bande ge- lnüpjt hat, Bande, die von uufereln gemeinsamen Vorjahren Friedrich Heinrich ausgehen, dessen Tochter die Ge- nablm des Großen Kurfürsten aus dem erlauchten Hause der Hvhen-ollem wurde und dessen schönes Standvild dank der ^roßnrut Eurer Majestät das zu seiner Erinnerung erbaute ..Calais zieren wird. Wir bewundern den hohen politischen Sinn Eurer Majestät, Ihre WeLheit als Svuverain und die großherzigen friedlichen Anschauungen, mit denen Sie hin- jbreben zu dem edlen Ziele, das Sie sich gesteckt haben, das Wohl uiib Glück der Völker zu sichern. Indem ich mich be- «lücQoünfche zu jv glücklichen Beziehungen, die zwisck>en un- sLnen beiden Häusern und unseren Ländern bestehen, gebe ich der Ueberzeugung Ausdruck, daß, roeitn möglich, heute diese Lande noch enger geknüpft werden. Ich trinke auf i>aS Wohl Eurer Majestät und Ihrer Majestät her Kaiserin, W kaiserlichen und löniglichen Hauses und des deutschen Volles." Der Kaiser erwiderte diesen Trinkspruch in deutscher Sprache mit folgendem: „Genehmigen Eure Majestät meinen allerherzlichsten Dank DU Füßbn zu legen für die gnädigen Worte, die Sie soeben ge- pwchen haben und für den warmen Empfang, den die große Handelsempore, das schöne alte Amsterdam und feine Bevölkerung mir dargebracht haben. Ich habe aus den Augen der Bevölkerung nicht nur ein Willämmen für meine Person gelesen, sondern auch die Freude und die Treue für Ihre geliebte Königin. Eure Majestät haben die Gnade gehabt, eine Saite an- tuschlagen, die in meinem Herzen wiederklingen muß, und in »en Herzen meines Hauses und meines Volles: die Beziehungen zwischen den Häusern Oranien und Hohenzollern. Eure Dcajestät Bonnen versichert fein, daß jedes Mal, wenn ich meinen Fuß au niederländischen Boden setze, ich mit besonders dankbarem Herzen das Land betrachte, in welchem einst meine Vorfahren gelernt buben, ihre Pflicht für das Vaterland zu tun. Von hier aus führte der Große Kurfürst seine Gemahlin heim, hier hatte er gelernt, für fein Volk zu arbeiten. Die ed(e Kurfürstin hat uns em Bild hinterlassen, welches heute noch in meinem Volke lebt, such in den geistlichen Liedern, welche wir Sonntags in den Kirchen singen. Die Sparsamkeit und - die Arbeitsfreudigkeit Friedrich Wckhelms I. stammen auch von hier und fo ist mein Land den Niederlanden und dem Hause Oranien innigsten Dank schuldig. Dieser DanLchwuld kann ich nur daourch Ausdruck geben, indem ich mein Leben dafür ein setze, daß unsere Länder in Frieden sich entwickeln können. Ich hege die feste Ueberzeugung, daß auch der heutige Tag die Bande, welche unsere Hauser und Lander verbinden, fester knüpfen werde. Ich weiß mich eins mit meinem Lande, wenn ich äu Gott bitte, daß er Eure Majestät schüfen möge und Eurer Majestät gesegnete Regierung und daß unter dieser die schönen Niederlande zu weiterer Blüte gedeihen mögen, Eurer Majestät und den Niederlanden weihe ich mein Glas." Nach dem Trinkspruch der Königin spielte die Musik die deutsche, nach dem des Kaisers die niederländische Nationalhymne. Nach der Tafel begab sich der Kaiser in Begleitung des Prinzen Heinrich nach dem Bahnhose, wo er sich von den Ministern und den Behörden verabschiedete. Au, dem Bahnsteige schritt der Kaiser die Front der Ehren- lompagnie ab, während die Musik die deutsche Nationalhymne spielte. An der Tür des Salonwagens nahmen der Kaiser und Prinz Heinrich Abschied voneinander. Daraus setzte sich der Zug um 9 Uhr 40 Min. in Bewegung, wäy- cend der Kaiser salutierend am Fenster des Wagens stand. Ate H,.Markenvortage. In der gestrigen Sitzung des preuß. Abgeordnetenhauses gab die Regierung eine Erklärung ab, wonach sie aus das allgemeine Enteignungsrecht sür die beiden Provinzen verzichtet, vielmehr damit einverstanden ist, daß die Enteignung auf gewisse Bezirke in Westpreußen und Posen beschränkt wird. Dann soll der Beirat wegsallen; eine Verstärkung des Laienele- ments in der Ans.edelungskommisswn iueu)e aver dennoch vorgenommen. Außerdem soll die Verstärkung der Fonds von 400 aus 275 Millionen reduziert toerixn lieber die Bezirke, auf welche das Enteignungs- reckit beschränkt werden soll, besteht eine volle Klaryett bis ielll nua) nicht. Die Summe von 275 Millionen verteilt im folaendermaßen: 200 Millionen dienen zur Aussüllung der Kaue aber mit der Maßgabe, daß 75 Millionen zur Regulierung bäuerlicher Güter verwandt werden, 50 Millionen sollen zur Bildung von Nentengütern dienen, 25 Millionen zum Ankaus von Domänen und Forsten. In detn ziemlich komplizierten System der Anträge, die von den Abgg. von Heydebrand (kons.), Freiherrn von Zedlitz (sreikons.) und Dr. Friedberg (natltb.) unterzeichitet ind, sind die oben angegebenen Grundiätze des Kompromisses zum Ausdruck gelangt. Entscheidend ist Paragr. 13: „Zur Sicherung des gefährdeten Deutschtums wird dem Staate behufs Abruiidung und Stärkung der bestehenden Ansiedlungsgruppen in den Kreisen (je eine Ansiedlungsgrupve in jeder Provinz) das Recht zur Enteignung solcher Grundstücke verliehen, die zu diesem Zroeck erforderlich sind. Ausgeschlossen ist die ©lueignitiig von Gebäuden, die dein bifeiitLctjen Gottesdienst gewidmet ind, und von Begräbnisstätten." Die Kvmmisston ttat dann in die Einzelberatung der Anträge ein. Sie wurden ohne wesentliche Aenderungen mit der Mehrheit der 3 Parteien, die sich über das Mmpromiß geeinigt haben, angenommen, cben|o die Beschlüße, die in der ersten Lesung gefaßt sind. Das ganze Gesetz wurde nach den Be,thlns,en der Kommissiolt mit 18 gegen 9 Stimmen angenom* men. Zum Schluß wurde noch über die Petiliouen berichtet. Darunter befindet sich eine, die wünscht, daß die Poteti zwangsiv^ise nach Alliia befördert werden. politische Zur ttrijis im Fiottenoerem. In der Budgetkommi,sion des Reichstags sind gestern auch die betanmen Vorgänge im FloUeuverein besprochen worden. Ter bayrische Zentrumsabg. Speck wandte sich gegen das Auftreten des Adg. St re se mann in der Berlin-Charlottenburger Versammlung (der angeblich gesagt hatte: „Wenn ein Einzelner in München es auch nicht billigt, jo wird die Agitation doch in der bisherigen Weife fortgesetzt werden"). Diese Aeußemng sei geeignet, das gute Einvernehmen zwischen 9torb und Süd in Frage zu stellen. Ter loniervative Abg. Freiherr v. N i ch t h o s e n erklärt hierzu, er würde als Anhänger des Monarchisti- 'chen Prinzips gegen eine derartige Bemerkung entschieden Protest erhoben haben, wenn sie bei der Budgetkommisswu gefallen wäre. Auf Vorgänge außerhalb derselben habe er keine Veranlassung zu reagieren. Tie Budgetkommisfion habe jich nicht zum Zensor öffentlicher Volksversammlungen aufzuwersen. Tamit war die Angelegenheit in der Budgetkommission erledigt. Im übrigen verlautet, daß Berliner höchste Kreise hätten ersuchen lassen, möglichst jede weitere offizielle Kundgebung in Sachen des Flottenvereins zu vertagen, bis dem Kaiser die Angelegenheit vorgelegt sei. Tie außerordentliche Telegiertenversammlung des bayrischen Flotten- Vereins wurde deshalb aus den 29. Dezember vertagt. Wie indessen die Stimmung in München und in Württemberg ist, geht aus folgenden Meldungen hervor: Aus dem ca. 20 000 Mitglieder zählenden bayrischen Landesverband des deutschen Flotten-Vereins sind bis jetzt etwa 700 Austrittserklärungen erfolgt und zwar meist von Offizieren. Tie B. Z. berichtet, daß in den nächsten Tagen auch jener süddeutsche Staat, der bisher General Keims Programm folgte, Württemberg, jich auf b ie (Seite desPrinzenRupprecht stellen wird.__________________________ Deutsches Reich. Berlin, 13. Dez. Ter L.-A. meldet aus Dresden: Die verwitwete Königin Carola liegt im Sterben. Sie erhielt bereits die Sterbesakramente. Erzherzogin Marie Josepha, ihre Nichte, wurde an das Krankenlager gerufen. Leipzig, 13. Dez. Landgerichtsdirektor Tietz- Berlin ist zum Reichsanwalt am Reichsgericht an stelle des zum Oberreichsanwalt beförderten Dr. Zweigert ernannt worden. Karlsruhe, 13. Dez. Gegen die Verschlechte eru ng des badischen Vereinsrechtes durch die Reichsgesetzvorlage wollen nicht nur die Sozialdemokraten eine Bewegung einleiten, sondern auch eine vom christlichen Gewerkschaftskartell angekündigte öffentliche Protest- Versammlung in Freiburg wird von dem dortigen Zentrumsblatt williommen geheißen. Aus Stadt und Land. Gießen, 14. Dez. 1907. •• Das Adreßbuch der Stadt und des Kreises Gießen für 1908 ist soeben erschienen. Bon Neuerungen zu erwähnen ist die Einfügung eines Verzeichnisses der gerichtlich eingetragenen Firmen und die 9)htleilung der städli- schen Besliinmungen über Ein- und Ausfuhr von frischem Fleisch. Ferner enthüll eS einen vollständigen Plan des neuen (Siebener Siadtlheaters. Die bei der Einsammlung der Adressen beficIUen Exemplare werden ins Haus geliefeu. Bel besonders dringendem Bedarf rönnen Exemplare von bei Brühl'schen Druckerei bezogen werden. **Tas vierte Lehrerseminar. Ter Vorstand des Katholischen L e h r e r v e r e i n s im Großherzog- tum Hessen wird eine Eingabe an Regierung und Stände- kammer richten, das neu zu errichtende Lehrerseminar in eine größere Stadt zu^ verlegen. Mit diesem Schritte des auf dem Boden der Konfessionsschule stehenden Vereins ist in der Seminarsrage in der gesamten hessischen Lehrerschaft eine seltene Einmütigkeit erzielt. ** I n der Gemälde-Aus st elluna im Turmhaus am Brand sind wieder 10 Gemälde reu ausgestellt worden, so daß die gegenwärtige Ausstellung ca. 150 Bilder aufzuweisen hat. Der größte Teil der Bilder, wie die Kollektionen Max Fleischer-Wiehmans, Will). Doms, Fr. Türke-Berlin, H. Volkert-München und andere, bleiben nur noch morgen Sonntag, Montag und Dienstag ausgestellt. Von da ab gelangt dann eine Kollektion, 51 Gemälde von W. Hambüchen-Düsseldorf, sowie von den Künstlern H. Koberstein-Berlin, O. Gotsried- München, E. Meyer-Worpswede ujto. zur Ausstellung. Der Besuch der gegenwärtigen Ausstellung sei daher nochmals aufs angelegentlichste empfohlen. ** Zur gestrigen Fidelio-Aufführung traf ein Teil der Mitglieder des Darmstädter Hoftheaters und der Hosmujik, sowie das zahlreiche Gepäck schon mittags ein, während der größte Teil erst mit dem Schnellzug um s/46 Uhr ankam und sogleich mit vom Theaterverein bereit gestellten Omnibussen nach dem Theater fuhr. Tie Vor- tellung begann trotz einiger, durch das Ausbleiben hier bestellter Statisten hervorgerufener Schwierigkeiten pünktlich um 7 Uhr und endigte, wie vorgesehen, um 3A10 Uhr. Tie Omnibusgesellschaft übernahm wieder die Rückbeförderung der Mitglieder nach dem Bahnhof, und hier int kleinen Wartesaal bereinigten sich nun mit den Darmstädter Gästen die Mitglieder des Theatervereinsvorstandes und ihre Tarnen zu einem einfachen Abendessen, daß ein leider zu rasches Ende durch die auf 11.20 Uhr bestimmte Abfahrt des Sonderzugs fand, der die 74 Mitwirkenden wieder nach Darmstadt entführte. Tie Vorstellung, die das Theater bis auf das allerletzte Plätzchen gefüllt hatte, war stark von Auswärtigen besucht. Kassel, die Stätte der früheren Wirksamkeit der Frau Morny, hatte mehrere Besucher entsandt, weitere Billettbestellungen von dort mußten wegen Platzmangels unberücksichtigt bleiben. ♦♦ Stadttheater. Infolge der lang andauernden Krankheit des Herrn Sck)legel und wegen weiterer Krank- heilssälle ist die Direktion genötigt, verschiedene Neueinstudierungen zu verschieben und auf ältere Repertoir- stücke zurückzugreisen. So gelangt am Sonntag abend Sudermanns „Ehre", die mehrere Jahre nicht gegeben wurde, zur Ausführung; am Dienstag das bekannte Lustspiel „Ter Herr Senator". Bemerkt sei, daß die „Ehre" im Abonnement nicht wiederholt wird. — In Vorbereitung stehen: „Kätchen von Heilbronn", Sudermanns „Rosen", „Gyges und sein Ring", Wilbrandts „Meister von Palmyra". • * Ein Denkmal für einen Hessen. Emer der tüchtigsten Meister der deutschen Turnkilnst hat am 12. Oft. das Zeitliche gesegnet, Alfred Maul (geboren in Michelstadt i. O.), der Direktor der Turnlehrerbildungsanstalt in Karlsruhe, der Ehrenvorsitzende der Deutschen Turnerschaft. Mehr als ein halbes Jahrhundert lang hat er im Dienne der Trunsache gestanden und durch Lehre und Beispiel, durch Wort imd Schrift an der Ausgestaltung und Vervollkommnung des Schul- und Vereinsturnens gearbeitet. Aus Dankbarkeit soll ihm, dem edlen, selbstlosen Manu, von der Deutschen Tirrnerschaft in Verbindung mit dem Deutschen und Badischen Tiirnlehrervereln ein Denkmal gesetzt werden, zu dem sicherlich alle, auch die kleinsten Vereine der Deutschen Turnerschaft ihr Scherflem beitragen werden. Beiträge sind zu senden unter der Angabe „für das Maul-Denkmal" an die ,M'reinsbankE in Karlsruhe (Baden), Krcuzslraße 1. • * Anlagemusik (Volkskonzert) findet morgen mittag 12 Uhr in der Sud-Anlage mit folgendem Spielplan statt: 1. Enksgaug und Krönungsmarsch a. d. Op. „Die Folkuuger^ von Krelschmar. 2. Valse bleue! von Margis. 3. Einzug der Gäste auf der Wartburg („Tannhäuser") von Wagner. 4. Unser Kaiser! Marsch von Hütlenberger. * * Unsere Regiineutsmusik konzertiert morgen nachmittag 5 Uhr in Sterns Garten (Neuer Saalbau). Wir weisen auf das mtereffantc Programm besonders bin. * * I n Amerika gestorbene Hessen. In Elnckra. Ont., starben innerhalb 8 Tagen zwei geborene Alsfelder, Herr Heinrich Steuerwald und Herr Ludwig Stumpf. Beide waren 70 Jahre alt. — Johann Jakob Beller aus Ober- Mossau, 42 Jahre alt, zu Bueyrus, O. An demselben Ort starb ferner Frau Kath. Zehner, geb. Stuckert, 69 Jahre alt, aus Balkhausen. ** Win tersport im Vo g elsb erg. Der Zweigverein Frankfurt des Vogelsberger Höhenklubs hat in seiner letzten Monatsveriammlung beschlossen, dem Wintersport, für den sich der Vogelsberg als hervorragend geeignet erwiesen hat, besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden, und hat eine Kommission, an deren Spitze Herr Raab, Gutleutstraße 110, steht, mit den Organisationsarbeiten betraut. ** Z u m g e ft r i g c n S t a b t ü e r o r b n e t e n - 5 i § u n g bericht. Ta die m dem Bericht enthaltene Nachricht über das durch Erkrankung verursachte Fernbleiben des Stadtv. Haubach von den nächsten Sitzungen mchrlach mißverstanden luurbe, sei ergänzend bemerkt, bau fiel) der Ausdruck .wiederum" auf eine werter zurückliegende Krankheit bezog und Stadtv. Raubach immer, iusbes. auch m der letzten Zett, die Sitzungen ber etabtuerorbneten- Versammlung und der Kommissionen regelmäßig betuchte. X Große u-Bujeck, 15. Tez. abeno hielt Obft- bautechull.r Wicsner von Friedberg im Lokale von Wagner einen sehr beifällig aui'genonrmcnen Vortrag über das Um* vercdelii^ von unfruchtbaren Ob st bau men. — Tausende von Obstbäumcu stehen immer noch unveredelt und minder- tuertige Sorten tragend, ober als richtige Faulenzer überall herum; und doch steckt in jedem gesunoen, wenn aua) unsrucht- uuren Obstbaume ein Kapital, ein reicher Schatz, der nur gehoben werden muß, und er ist leicht zu heben, wenn mit Verständnis das Umuercbeln ausgemhu wird. Gerade jetzt ist cs Zeit, einmal Musuruug in den Olmgarten zu halten, auch Zeit, darüber nachzud.nteu, welche Apseliorteu z. B. annäherild regelmäßige Maisentr..ger für uns sino. W.e viele Landwirte haben tvvhl tragbare, aber auch unfruchtbare Bäume, oder solche, die keine HuNiXlsware darsteüen, sondern unbekanntes Zeug tragen. Mancher möchte gerne umpfropfen, aber immer 6nunt etwas dazwilchen oder zeigeir gar im Frühjahr wieder die Bäume einige Blüten, dann olewts wieder, bim leid# wirds besser, aber cd kommt nicht besser, fo gehts von Jahr zu ^Iahr. Ein anderer scheut die Kosten. Turch solches Ausschieben und Zögern in einer für den Obstbau so direkt lohnenden und überzeugend, Angeklagte hatte sich bei der S^fe bereist. D» Pol'iA * t E“ nnthin der einzige, der Las Urteil angeiochten^Ä f Nach der Strafprazebordnung ist der in die Kost« iS , crhobenim Rechtsmittels zu verurteilen, der mit seinem sei mrttcl keinen &folg hab Da nun die Berufung L? iS?S < btrnerä keinen Erfolg haben konnte, nahm er sie vor Eintr/^ Die Verhandlung zurück. toas »l!r t I rd £ Schwurgericht. t 1. 2. 1 1 Straß, ®M/u i i H nachver- [756$ r 131 ^rch Meldungen des „Ber- Iiner Borsenkureers" und der „Frankfurter Zeitung" ist Fahrraddlebes. Der Angeklagte gesteht zu, Der Dem Zusammen- treffen mit den beiden drei Nevolverschüsfe obgegeben zu haben, er habe aber nicht gezielt und auch nicht treffen wollen. . .-^urch die Vernehmung des Hausburschen August Wiesner wird dargetan, daß der Angeklagte am Tage der Tat vom Zeugen den benutzten Revolver hat putzen lassen, es war dies großkalibrige Waffe. Durch die Vernehmung der ? U ” f u!^ Schreiber ergibt sich, daß der Angeklagte aus einer Entfernung von nur 3—4 Metern die Waffe ’m ÖIt^5±e und drei Schüsse auf sie Kegeln an feinem Kops vorbeisausen UM bSU? fr$u6r ltreifte seinen Arm, so daß er leicht ber- lebt wurde. Rach Abgabe des dritten Schusses eilte Oser nach 5“ -ti?n. bannen, um besser fort zu können, ließ er seinen Ruchact fallen, der seine Papiere enthielt, und den Verfolgern in die Hande ftel. ^J?e^M^retten wurden folgende Schuldsragen vorgelegt: ^^^.^Eahls im wiederholten Rückfall, wegen Totschlags- mÄVr UmS" fabrtof|l9Et Körperverletzung, sowie Wege-, erklärte, daß man es mit einem ge- buhrraddieb zu tun habe, der nicht deshalb schon De^D^bstabs £°n ^’^bdenen Landgerichten gesucht wird. e_n -^tebstahl an der ,Sradt Berlin gebe der Angeklagte ;u Ft"- löer' ^bwesen. Der unter Anklage u rx-fei|ud) Iei durch die Beweisaufnahme erwiesen, von einer Whrlastige'.i Ärperverletzung könne hier gar keine L". Es hat nicht an dern Angeklagten gelegen" wE Üerm^ wurde. Der Staatsanwalt bfaPeÖ.en, daß man dem Oser mildernde em unverbesserlicher Dieb, den man längere Zeit unschädlich machen müfse, der in das Zuchthaus Gießener Wetterdienst. 55 ^'"erung für Hessen am Sonntag den . x^embei. Fortdauer der trüben Witterung. ReaenfSll, T^uperatur wie heute. Starke westliche jiinh> 9 ^egenfäfle. Echen Arbeit wird vielerorts noch sehr g^esündigr. Eine raschere <>orwartvbrüregung irt die semi Sinne ist innerem länd- l^hen Obstbau immer noch sehr zu wünschen. Gesunde Praxis über atteTheorie. Und Betätigung einer lohnet Praxis ^u^^^eln aller unfruchtbaren Obstbäume. Darum sri>ch ans SßtrE im iüichsten Fru.hr ahr. Beionders den Faulenzern unter den .lpfelbaumcn energisch zu Leibe gegangen. Tic Kapse *£"£« Ä ^lchtragende und grDßfrüchtigeSortenLsge- pfwpft. Viele werden ichon aus Ueberzeugung an die Arbeit X hoffentlich wieder nach, und die Un- 9111fnfmnfMi trtM-Xzur in ei™ ö• llaio^-»-orten zum n er?ec 2Jmc empfohlen: Winter-Gold- ^un-Qir?15 Reinette, ^chdner von Boskvops, Graue .^n’Q,e; Geflammter Kardinal, Rambour Payeleur, ilut fur trocken stehende Baume. Für Birn- ®utL ^wse v. Avranches, Pastorenbirne, Hofratsbirur Üvrelletibii'NL AmauliS Butterbirne, in Hausgärten, die feucht fnnvi?' ^utterb rne. Pflaumen- und Zwetschenbäume n,^E ^^^^^chon mitte August voll reifenden, wk n .^l>listger Frühzwetsckfe und mit den so Mirabellen von Raney und von Metz um- XFFF Die Versammlung war von über 50 Personen Kn Schlüsse wurden sechs Apfelbäume unter den an- we,enden MitgULdern des Oberhess. Obstbauve^ei'Ns verlost. Sechs untere)fenten traten dem Verein als neue Mitglieder bei. △ drti e b berg, 13. Dez. Das in weiten Kreisen be- kannle Hotel Trappt ist von dem bwhetigen Besitzer Fr. Theobald zum Preise von 365 000 wi'ark an Gastwirt Vogt aus Bad Soden verkauft worben. Das Hotel wurde 1842 von L. K. Trapp erbaut. in 9?? 2«?* Strafkammersitzung vom Z in jcl. 285 des „Gieß. Anz. ist unter der Ueberfcbrift ' S6* ew gretdje ab» teure Berufung" mitgeteilt »orten U6® Einleger der Beruiung, Maurer SB. M., die Kosten tcibigung und der von ihm in beiden Instanzen aelnfJt3, Beugen zu tragen habe. Dies ist nicht ter Sali? fiautln6 s?? İEen Gerichtskosten der Staatskasse aufertegt & ber dem B. M. auferlegten Anwaltskosten ist in der 99 -nstanz noch Entscheidung zu erwarten Eine DarlehenSgcschichte. «o. m«. e.,„« MI ÄJS4*** hEf^-tasm 2*r“6”«"»»'sm-«-.-»•»««f«.««« Ä ------- «. ch Alsfeld, 13. Dez. Selbstmord durch Er- ^ugen beguig ein 58jähriger Mann im Krankenhaus. ■*4-tiDn ^nert Füllte getrennt und war vottständia mrttellos. — In die Schwalm stürzte sich em hier Unstetes Schwälmer Mädchen. Die U?sache war Liebeskummer. Leute, die oen Vorgang betrachtet hatten das Vtödchen noch rechtzeitig aus den, angeschwollel nen Flüßchen. ^Lauterbach, 13, Dez. In dem vorgestrigen Entelgnungstermin zur Erweiterung des hiesigen Bahnhofs kam nach nochmaliger Besichtigung des Ge- "eitere Sachverständige zwischen dem Eis^n- bahnftskus und dem Holzhändler Henkel ein Bergleich zustande, Henkel tritt einen Teil seines Lagerplatzes gegen Erhöhung des von der Kommission festgesetzten Preises um 60 Pfg, für den Quadratmeter = 5.50 Mk. an die Bahn- verwaltung ab, Tiefe Erhöhung bedeutet für H, einen Mehrerlös von ca. 1200 Mark. Verkauf von Bauplätzen. folgende Bamüatze^" 16- Dezember, nachmittags 3 Ubr solle» ^reVnÄe22 39/100 = 346 ®" Ecke der Klinik- und werd« Sekretariate vorher eingesehen werden " "" unsere» Gießen, den 29. Siovember 19ü7. Großherzogliche Bürgermeisterei Meßen. ------—__________tue c c u m. Cns ° ~er ®cmcinberat beschloß gestern einet W allerlei tun?’ Wietzen die AuSlÜhruug einer al I e r 1 e 11 un g. Stach vorausgeqanoener Besichuouno der Quellengediels wurde beschlossen, em Projekt durch Genannte 3n(pettton ausarbeNen zu lassen, Tas Wasser soll durch die°Dan>n maschme u, der hiesigen Molkerei gefordert werden Pf" 13' ®ei' ®ie heute nachmittag! abgchaltene Stadtverordneten-Bersammluna genehmigte dre von der Bürgermeisterei vorgelegten Pläne über dre Erbamrng des neuen städtischen Elektrizitätswerks in der Nähe des neuen Bahnhofs für die bererts früher 1800 000 Mark bewilligt wurden Weiter wurde nach vierstündiger lebhafter Debatte beschlossen euren Zonentarif für d i e el e k t r is che St r ° ß e7ck bahn mnzusugren und gleichzeitig damit sogenannte Knivvsl karten auszugeben, die für 12 Teilstrecken 5® Ä ffmnia t0ften- 5ür die äußeren BaA Men? “ • bübm:^ Knne Fahrpreiserhöhung von 15 auf Ä Ä5- °°n SriftUn0 und Gegen- Holzversteigeruna tnt Gießener Stadtwald. 6eginÄnÄeb„e%1ten®^StBen90fi "br D'iiEen Heastrauch und RuMaLd ve?stelg«r ° ®,EBen 111 32H Fichten-Derbstangen mit 219,GS Fstm. ZWellenVKL^ S ' (Ts* -i r -/8 Nm. „ °Stoäholsi Vtd)« Strube am Waldeingaug. GrobherLvglwfie^llr^ermesiterei «Sieben. B“/u " Knüppel 3120 Wellen „ Reiser 6» Rm. „ Stott. fflinr, ®a3re^01? laE*ect »uni größten Teck an der Gleßen-Grunberg m der Nähe der Gansenburg. Die Zusammenkunft tlt bet ber fflnnbwk, Gvoßen.Buseck, den 13. Dezember 1907 & 3* Sto^. Bürgermeisterei Großen-Buseck Schwalb. dei der kürzlich vorgenommenen Viehzählung wurden hier gezählt: 35 Pferde 410 (Stfirf 6 Ä'UT Sci,roe",c' 87 Ziegen, 527 StÄ Federvieh Holzversteigerunq. -* - ^'chnetes Holz mesitbietend versteigert werden- 9 4 Rm. Kiefern-Scheit Uo Eine Kostenfrage. Wie man bei Unkenntnis der StrafproAeßorduit^^ » Befommen kann, mußte heute der Polizeidiener von fahren. Er war von dem Wagner W. K. mißhandelt was zur Folge hatte, daß dieser von dem ©diöfien*01^- tn (Strafe genommen wurde. Ter Polizeidiener de! Asiare einen Zahn einbußte und auch chnstL 1 bavonttua focht das Urteil an, um in der B«ufunost^ eine Entschädigung zu erlangen. Vor dem SBerufuno^ ® mürbe ihm klar gemacht, daß er als NebenNäqer gelassen werden tonne, da er in erster Instanz änm 7 ,2 Stntrag mcBt gestellt hohe. Weder er selbst, noch di? anwaltschaft hatten JMeresse an Erhöhung der Strafe Angeklagte hatte sich bei der hprirhirrf a>./■ Kleine Tageschrouik^ einem von Breslau abgegangenen Schnellzuae nach 13 ftd) d2y,’'d)en Breslau nno Lels ein Reifender m e Stb ei zweiter Klahe. T,e Leiche wurde als die eines bef der öcc kürzlich wegen eines ÄS ?“le" dienstlichen Verweis erhalten b»»° ^er Vor orbene hinierlaßt eine Wilwe und 2 Kinder/ 1 hrs 3 Jlnaben, die sich aus das frische Bii i-----ssshäss------ss. m.Rft.sr -t X Gi'eß'en, 13. Dez. mehrere Er dst^'ß e°vZpL" bCt ®^e °°N Nantes (Stft.) Lä-.e '(£Pa?e Phöben und cs stellte sich heraus I daß fte zweimal wegen Diebstahls bestraft ist Tie Anae' SS» ÄÄHH ÄS 0rig$ itabDra^tmclöuttoeii* Fesc^ftsunk^digm" Dienst-1 9pr1t^C Zentrum hat zur zweiten m eme Anlage von 900 Mk. , und des Reichsamts des Innern eine Reso. Nachdem er sah, daß ihm eine I lution beantragt, die dahin geht, tunlichst bald die Vor. erne^ebenStofiÄ^^^ ^mü^f tefe"® ähSebetreffend Kartelle, Trusts M m ^old gelange. Das Viädchen weigerte sich ^nIld^e Vereinigungen vorzulegen. Als Zielpunkt der feÄSÄÄÄÄ sssre* •«*»• --»w« "°Trt 5U Ichreiben. Das Mädchen kam dem nach, da _ Märkte. pv. Pr. 0,80-1,00 Alt., Hühiler pr St 1 00—1 604 9 be" nnh Mh? ;; Ochsenftelsch pr. Psd. 82-88 Psg^ lb s> ^"'dfleisth pr. Pfund 80—82 Pfg., Schweinefle!^ .......1;ULUU3 & Wr Schweinefleisch, gefallen pr.K Die ^IngeRagte I 64—84^1’fn Vld. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. M -77^.*-^' ^-uimerumyer gehörten ihrem Bräutigam - die ^17. o! 9'« ^00 Kg. 5.00—5.50 Pck., Zwiebeln vr' Stickereien^und Spitzen will sie von der Tochter ihres Dienstberrn I 'If^rP 0°°™^?-° 1 f*' ^^lch per Liter 20 Pfg., Weißkraut ver zum Ubhawtn erl-alten haben.. Diese Angaben erwiesen sich I>10 25°sm°f° m-d*' vev ^entnec Mk. 0.00—0.00. — Aepsel per K unwahr weshalb Verurteilung e ntreten 1^6^ Sa ihre b S,v* 10-"25 Nüsse 1(2 Stück M r Är?e^ wcrt zurückliegen und sie beinah^ d e Ztr. 0-00 Mk. Marktze.i von 8-2 Uhr. si. Eßende lOiährige Bewährungsfrist eingehalten Mte --- --------—2--------- »fhsrsÄÄ**** - Ak«k°. ^lchäftöstunden von 8—1 und von 3^-6 Uhr.) Ss 5^ in vermieten: * ? Wohnungen omTö^nrEm^lO W^nuna!-9 °°n § Zkuinrern, 3 Wohnungen von 3 Zimmern 3 KZe 11011 t Simmern, Men. 1 S" «esuckt: 47 Wohmmgen von 1-8 Simmern. Zewußtfein der Rechtsivkdrsgkelt Es batte ‘°6; dem MabKen bas den besten Eindruck machte u auch wurde ein Irrtum auf seiner Seite für erachtet. Da der Angeklagte bei Begehuna bn Mu» » beseelt war, lwm Mädchen LL zu seinem verhelfen, wurden chm mildernde Umstände bewtlttm ,N - et"8" fia,e °°n CtnCr 280(1,6 aIä ausreichend^SühIe^' BLC I c . ~ ------>7'" VW die j ore Errichtung eines Reichs-Kartellamts. ' ” ..J8,e^.ri”' H Dez- Der Polizeipräsident v. BorrieZ es der yjtuua^cn ram oem nach, da I ro-pJtL , unzutreffend, wonach er als eine? ^m Zwecke der Ausstellung ^grerungvpra,ident nach Arnsberg gehen werde. “ - , - - -- « vuue niemals einen M^un^anfr^l ” über 100 Schiffe dabei beteiligt sein. " fc? miir^ dagegen behauptete, das Mädchen L- ^oulon 14. Dez. Während der Schieß versuche !M§WMWSMNMM einen erlittenen Automobilnnsnss ,'»? 1 L rab U Untersuchun^"über eckte. »■.■«SsS: -z-rr ä’ä-s .Ä «"‘.Sä; «* «*» w,». "»«»”>■»«: r°ch f*« „ w „ b„ ZL'Z Mdtisihcr WMchM tziktzkii. Gartenstrahc 2, Zimmer 2. ®6 kSnnen eingcstellt werden: . bei hiesigen Arbeitgebern- : WWSWMk» - m^Ä“l^u5frSI“Wuien’16loff”' 1 Schuhmacher, 2 Dienst- C- Indien arbeit;1 2 Schremer, 1 Schlosser, 14 Arbeite,- , B14/n F-Hrrad-Dicbft-Hl und^Tottchlaasv'erfuck Tejenif,tr- . Gestern verhandelte das Schwuraericln o I erstes Schuldscheines n alten Bäckergefellen Joh. O fer, geb.^zu ^Hundsriick"'i>f^Versicherungsg! Bayern, wegen D ied stabl g i m „ x vnnosrucr in Rieder-1Lebensversicherung in ' sÄiWsstew 3"Ä SÄ“”;, £ SöSsF *? Ä?” gOBlSZ Ä iS c ’ nn v < . ' ILLllfill (.L I IC DDI Die Verhandlung zurück, was zur Folge hatte bafc ^H-ta ? Kolt6--, mrstchließlich der dem SI^etlagtM emstm^ » d ivettbigen Auslagen verurteilt werden mußte. Bcrteidigcr Rechtsanwalt Leun hebt alle Momente hervor. Die die Geschworenen veranlassen könnten, bei dem in E"” Dtchtahl mildernde Umstände zu bejaheir. Er fncht dar zu legen, daß es feinem Klienten unmöglich Darauf “"Sflommen fet, einen Totschlag zu begehen, und man ihm könne, wenn^ er sage, er habe mit den Schüssen nur schrecken wollen Für alle Fälle bitte er aber, dem jungen Menschen die nuldernden Umstände nicht zu versagen 1 3 n-u. x Fabrikant T r a p v - Friedberg verkündet den der Gefchworenen dahin, daß der Angeklagte das Dieb" Üände J"1'1 Versagung mildernder Um» Ilmbänil >°i)chlagsverfnchs unter Zubilligung mildernder umitanoe fajulbtg sei. Q „ ^geklagte wurde zu zwei Jahren zwei Monaten Zuchthaus verurteilt. Ferner wurden ihm die bürgerlichen v die^^ck^ - Dauer von zehn Jahren aberkannt, und I 5 Straft stfort" VÜIt ^olizeiaufficht ausgesprochen. Oser nahm die Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A. wurde eingetragen: BcäugSt^ der Firm« Gebr. Kaufmann zu Gießen- Lma Hanau ist am 25. Mai 1907 aus der offenen Handelsgesellschaft ausgeschieden. Das Geschäft ist am iff ^r3Creber f907, 'n ^^"ibation getreten. Liquidator 1 bec Generalagent Abraham Fröhlich in Gießen. neu : Die Firma Gebr. Kaufmann in Gießen. Inhaber Ludwig Hanau, Fabrikant, in Gießen. Der «udwia Hanau Ehefrau, Rosa geb. Stork, ist Prokura erteilt 3 G^ßen, den 9. Dezember 1907. ______________Großherzo§liches Amtsgericht. /n 09466 Beerdigungszeit noch unbestimmt. Giessen (Löberstr. 5), den 13. Dezember 1907. 7672 im Giessen (Bahnhofstrasse 49), 14. Dezember 1907. Die trauernden Hinterbliebenen Die Beerdigung findet statt Montag den 16. Dezember, vormittags 11 Uhr, von der 7674 Kapelle des alten Friedhofs aus. ..A;- Bli5uiurddr. 16 Passende tonachlspctie iiif Kinder. Elegante Kinder-Paletcts 3, 6, 9 und 12 Hark. Moderne Jacketts von Hark 1.50 an. Enorme Auswahl in Kinder-Kleidern von Mark 1.50 an bis zu den feinsten empfiehlt 7537 S. Sammet Bahnhofstrasse 8. Sonntag, den 15. Dezember GROSSES KONZERT angeführt von der Kapelle des Infamene-Raments Kaiser Wilhelm (2. Grossh. Hess.) Nr. 116 unter Leitumr des Grossh. Musikdirektors C. Krausse. Versteiget nna. Montag den 16. ds. 9kts Mm- -2'/z Uhr, sollen dahter 27s"L, Äi ?"ich Wc„,c f/^.kkl.Waster, 1 Gasherd. ö6 Stühle, ti Tische, 1 Mafien- wan^n, 2 Pferde, 13 Dutzend Mesnngwagschalen, 1 Cefn. nouuewagen, 15Koffer, IKlavier, l^adentheke, 1 Partie Schubwaren u. v. A. te??Änae9Cn b« »er- 'befHmSte8 ad 1 «»bet ^^ven, 14. Dezember 1907. m i j* Drodt GerrchtSvoUzieher-Aso. Zßrbrochenß Fßnslersclieillßn För Shrlstbaunibeleociitnng crkft, ‘ ( .,UÜU ,,, rmpiehle meine neueitcu XVU.LT’v? ° »«.««»■ Mniwknini »VUU61I11 bell mitt !ü' ?"°rtv°ll-m, Serltchem Sunt«. Glasermeister, Kanzie.berg 7, S aSt" IQU*" öni ranü. Xclefon 676. Kt.M, KismarMr.l6.i S^L.'^L°^°,Kus. tau- ouil ßamen-Bta' nnd Weckern. Gelegenheitskaufhaus Läweugafie 20. Warenhaus Geschw. Senliug, tvtzsteinfte. 45 empfiehlt Wetzstein str. 45 in ^'lchenkartikel, Galanterie- Auswahl! punb Haushaliungswaren inA^wlhi?r Christbaumschmuck Lichter LichtechaUer ----~ enorrnjmug^— 7670 Bekanntmachung. jahr fjoa^Zt'nnm T» U'Ph- für das RechnungS. I Geweritschafl Giessener taslMtawertj vormals f erme in üiessen. . na m" °,me,21 Januar t. Js. fälligen RouponS unserer 1 u to/a*°en o. /o'9C" Obligat,anen und unserer zweitstelligen 4 V2 /olfien Obliqütionen sind a I bei unserer GcwertschaftStasse in Gießen, bei dem Bankhause Jakob Grünewald in Gießen vet dein Baut hause Sal. Oppenheim jr. & Co m Möln a.NH bei dem Bankhause Louis David in Bonn a. Rh. zahlbar' lÄtetzen, den 15. Dez 1907. _ den Grubenvorstand: Grünewald, Rechtsanwalt. «r Schuywaren. Juliroü für Wki-mWMtikt! ..ÄÄÄ&“;5,X“rt Luaw.g w acker —-----Schlotzgane s-s, - Schublaaer. - S-dl-tzsaffc 6-8, Äöhler-XähiuaSchiiet ,T"~ -“'ä .aur^er. ^fb-ara,eur auf alle Stzfteme im Geichaft. Alle Sorten NahmasGhiDeD-Langschnf, -ßondsebid nnd -Scbwingscbiö. wn __ ^oräüglich zur Stickerei geeignet! Alle Sorten Maschinennadeln. Anlage für elektrische Schelle«. August Beckel, Mechanicker und Schlosserei ;; Londorf. G. Kreuder, Schweinemetzacrci, Ncuttadt l? petklilrumtzkstgska iUärmflnldjrii Easdochrr Jimmirklolets empftchlt (7004) Ohr. Zimmer, _________Bahnhofstr. 12. Walltorllr. 36-38 Grüber «afe Leib) Telefon (ll, le Itanffes 544 Täglich große Vorstellung. •®°hr6e" Sonntag 2 Vorstellungen. On beiden Vorstellungen Borlührung der Raubtier-Grupp- Bormutaas von 11—i Uhr Moopeo-taleltog hei freieni M .a9lrr1^11^^“;^^r'um?^Cr °""'Endig neu ew —---lntl('1 frsfbrnji ein Dtreltion Albert n.ppm.„„ 6. Keinhartll, Dorm. F. $L Schaler, KSuigssee i. Thür. Eta Posten Tüll-Vorhänge abgepaßl und am Stück nut 15— 20% unter Preis ab-ugebett. ,7528 Ferner euwfehle gcnpcrmäntfl «.Wöckkii. Chr. Arnold, Bahnhotsir. 3L Sorten feinfte Gemüse und Salate in gr. Auswahl LU den blll. 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