btpt Y't'u'ierro, neu ' joiort zu Denn UrellMahtz. WSLZ r> 6 beitefi^n*^ fouies 15 Äiuw lr6^ÄeeintÄ 1 Wr^A«S )enö einge'rj^. ^uieti nt m es faZ,.. . sw «Sm”4 hintan. i&mnier ] WWZ ZSZLr mBÄ*u oerm. ÄjJ^-'^ab.Veu^ totes kleine i-ZimmerwobWi, ft £s ,moberteu (iv x iot. oo. ivluer zu veir cantiurlerSn.L. &■ mer-Wohiumg per Lau uetcn. In LöbnS -»ft Äuun.m.Zub.üiId.l!t^ • Wuli ItiO/buLtipn.^ l- Ausk-Äleichstt.^,^ 3 Zimmer \ wr-Wohn. iw SM ui Viebiflitr. 63. E lw.-Lohii. fof. cl. fväin rieten. Altemtz 12. VA424 nc Stimmet, tiobnuug rgeristet, vn Wort ob. !U vermieten. [IßH ÄaMrttrahe 15. iftafic 7 AAmm'Kohn. er L Au.'/ >u vermieten. igütorftraiie 61 /M x. 42 Eie Stetaftra&e rvvtznws zu Dtnmtiw. ö Lmnir^Ä. 'M 2 Zimmer ^es zrord'Anloge^.— rÄÄiümMuf J ÄwengML. -"."ZZLSDL ÄSZM S-MK 5uli -u vermieten. ns Seitenweg 2.__ 2-ZmMerw.,m.Mur an o, Siebigttr. 55. gsf AZD rerschiedene^ Nr. 142 Zweites Blatt 157. Jahrgang Donnerstag 20. Juni 1907 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Gietzener FamillenblStler- werden dem „Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Der „ffeffikche Landwirt'4 erscheint monatlich einmal. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhegen Rotationsdruck tmb vertag der Brühllchea UnwersuätS - Buch- und Sttindructerrt. R. Bange, Liehen. Redaktion. ExvedMon und Druckerei: Gchul- strahr 7. E^pebiNon und Verlag i fceS 6L Redaktion: e=ö 112. teL-Slbu. Ln-eigerLtetzen. wy rr i■■ 1111 L-a-ir.n.i« ■! .. „: ,, N ,, politische Lagerscha«. Zur inneren Lage. Während die Blicke der polit. Welt gegenwärtig fast allerorts auf die Vorgänge der äußeren Politik gerichtet sind, hat sie für innere Vorgänge wenig übrig. Aber es geht doch mancherlei Dor, was Aufmerksamkeit erheischt, zumal sich verschiedenes hinter den Kulissen abzuspielen scheint. Fürst Bülow ist am Mittwoch abend nach Kiel zum Vortrag beim Kaiser gereift, der sich auf dem Wege nach Kopenhagen befindet. Ar; und für sich ist es be- grerflich, daß der Kaiser nach längerer Zeit wieder einmal persönlich mit seinem ersten Ratgeoer über die schwebenden Tagcsfragen sich aussprechen will, vor allem die Haager Konferenz und die neuesten Vertragsabschlüsse. Immerhin aber scheint der Reise des Reichskanzlers doch eine besondere Bedeutung beizuwohnen, denn es ist auffällig, sie wurde offiziös 24 Stunden vorher ausdrücklich angezeigt, was sonst nicht der Fall zu sein pflegte. Man geht viel- leicht nicht fehl, hierin eine Mahnung an gewisse Stellen zu sehen, die besagen soll: Ich bin noch da! Jntriguen gegen den Reichskanzler scheinen doch gesponnen zu werden. Auffallend war die Meldung eines Berliner Lokalblattes, wonach Besprechungen zwischen den „maßgebenden" Parteien und den Regierungsstellen ftattgefun- den hätten in Sachen der Neubesetzung des Kultus- Ministeriums und daß man übereingekommen fei, nur eine Persönlichkeit zu wählen, welche das bisherige System unbedingt fortsetzen würde. Damit war augenscheinlich'bezweckt, dem Kanzler ein Bein zu stellen und weiter Mißtrauen gegen ihn zu säen. Ein scharfes offiziöses Dementi der Nachricht erfolgte sofort und überdies ließ Fürst Bülow durch ein süddeutsches Blatt vertünden, daß, wenn dem wirklich so wäre, die einzige Antwort nur der Rücktritt des Reichskanzlers sein könne. Gewisse Elemente, denen der Umschwung der Reichspolitik nicht gefällt, scheinen eifrig an der Arbeit zu sein, den Kanzler zu stürzen, indem sie auf jede Weife seine Stellung zu unterminieren und ihn durch fortwährende Nadelstiche verärgert und mürbe zu machen suchen. Jedenfalls erheischt bie innere Situation dringend baldige Klärung. Der Halbmond. Die Meldung, daß König Eduard im Herbst dem Sultan in Konstantinopel einen Besuch abstatten werde, begegnet in der Presse starkem Zweifel. Vielleicht mit Recht. Unzweifelhaft aber sieht sich England in Konsequenz seiner internationalen „Garantiepolrtik" hingewie- sen auf Bestrebungen zu möglichst freundschaftlicher Gestaltung seines Verhältnisses zur Türkei. Als „Schrittmacher" Englands auf diesem Wege hat sich bereits vor mehreren Wochen König Viktor Emanuel betätigt durch sein auf einen hohen Ton der Gewogenheit gestimmtes Telegramm an Abdul Hamid, das für diesen die „angenehmste Ueberraschung" gewesen sein soll. Das Goldene Horn bedeutet für England nicht mehr und nicht weniger als die diplomatische „Achillesferse". Dort ist John Bull verwundbar, eine dort von der Gegenseite ansetzende geschickte Bündnispolilik kann die Stoßkraft der an England an- gegliederten Mächtekoalition wesentlich schwächen. Deutschland braucht nur fein auf der tatsächlichen Solidarität deutscher und türkischer Interessen beruhendes Einvernehmen mit dem Sultan durch Vertrag feftzulegen, und gegebenenfalls flammt die panislamitische Bewegung in ganz Südwestasien, nicht zuletzt natürlich in Indien, elementar auf. Ter Unmut der dortigen Völker gegen England, das sich als Protektor des Mohamedanismus ausspielt, wird nur mühsam zurückgehallen, und er klang drohend heraus aus den Verhandlungen des indischen Nationalkongrefses Ende Dezember v. I. Ein Eingreifen Rußlands zu Gunsten Englands in Westasien . wäre kaum wahrscheinlich, denn der Vizetonig von Indien, Lord Curzon, hat, wie gegen die Türkei und Teutschtand, so auch gegen Rußland unermüdlich intrigiert in dem Bestreben, England die Beherrschung des ganzen Orienthandels und feiner Verkehrsstraßen zu sichern. "Eine Auflehnung der mohamedanischen Welt, die im „Beherrscher aller Gläubigen" am Goldenen Horn ihr geistiges und polllisches Oberhaupt sieht, würde also für England eine furchtbare Gefahr bedeuten. Des groben Fehlers, hier nicht vorzubeugen, werden die Staatsmänner an der Themse sich schwerlich schuldig machen, mag nun die persönliche Vermittelung König Eduards in Konstantinopel in Frage kommen oder nicht. Für Deutschland gibt es jedenfalls keinen wirksameren Gegenzug gegen das Kartell der „Garantiemächte", als einen Vertrag mit der Türkei. Ter „kranke Mann" am Bosvorus ist zähe und zuverlässig. , Ter Gedanke der Gründung einer „Profefforen-Gewerkschast" bereitet den reaktionären Elementen beider christlicher Konfessionen einiges Albdrücken. Sie fürchten, daß der Aufruf infolge der wachsenden Mißstimmung der preuß. Hochscyul- kreise über die Einmischung des Staates in die Interessen- sphäre der Unioerfitäten Erfolg haben und der Einfluß der Orthodoxie innerhalb des Verbandes alsdann zu kurz kommen werde. Man scheint daher die anfangs geplante Zurückhaltung aufgeben und sich aktiv an der Gründung einer derartigen Organisation beteiligen zu wollen, um den „katholischen und konseroativ gesinnten Elementen in der sicher zustande kommenden Organisation Sitz und Stimme zu sichern V Die „Köln. Volksztg."' hat für die Zaudernden noch ein besonderes Anreizmittel in petto: „Die Gefahr einer einflußreichen liberalen Ringbildung dürfte in diesem Augenblicke größer fein, denn je. Videant cousules!4 — Der Popanz einer liberalen Ringbildung muß eben überall herhalten! Aus Stabt und Land. Gießen, 20. Juni. •* Eine Warnung vor dem unlauteren Gebaren von Serienlos-Gesellschaften ist im heutigen Amtsblatt enthalten, worauf wir nachdrücklich aufmerksam machen. ** Die 2ö. allgemeine Pfarrerkonserenz der ebang. Geistlichen Der Provinz Ob erhef seu fand am Alitt- woch Dorrn, unter dem Vorsitz des Superintendenten der Superintendentur Gießen D. Petersen im neuen Saal- :>au hier statt. Der Hauptgegenstand der Verhandlungen war der Vortrag des Dekans Schmidt-Schlitz: „Wie können wir unsere Katechismuslehre für Gemeinde und Jugend nutzbringender gestalten?" Die geistvollen, tief* mrchdachten und praktischen Ausführungen deS Referenten sanden den allgemeinen Beifall der zahlreichen Vor- arnrnlung, den Superintendent D. Petersen in anerkennen- )en Worten zum Ausdruck brachte. In der daraus folgenden ehr eingehenden Diskussion, an der sich viele Herren beteiligten,' wurde allgemein gefordert, in der Katechismuslehre das ewig Gegenwärtige des Christentums vor Augen zu führen, um die betr. Schüler zu lebendigen Christen zu erziehen. Mit dem Gesang eines Chorals wurden die Verhandlungen geschlossen. •• Erholungsurlaub. Se. Exz. der Minister des Innern, Braun, hat am gestrigen Mittwoch einen längeren Erholungsurlaub angetreten. *• In Amerika verstorbene Hessen. Hotel- lesiher Adam Epp le auS Flonheim, 54 Jahre alt, zu Rew- $)orf. — Artist für Porträts Adolf Geh aus Offenbach, 55 Jahre alt, zu Brooklin. — JohS. Weihrauch aus Gadernheim, 62 Jahre alt, zu Findlay, O. — Andreas Doeng eS auS Rodheim, 60 Jahre alt, zu PittSburg. — Frau Christine Becker, geb. Zipp, auS Herborn, zu Columbus, O. — Georg Schneider ans Gundersheim, 73 Jahre alt, zu Clcveland, O. — Frau Elisabeth Höhle, geb. Maurer, aus Darmstadt, 72 Jahre alt, zu Sheboy- gan, Wis. O Laubach, 19. Juni. Am letzten Samstage tagte im Schützenhofe unter Vorsitz des Hofapothekers Roßbach die Generalversammlung des hiesiaen Verschöner ungs- und Verkehrsvereins, Der 42 Mitglieder zählt, die einen Jahresbeitrag von ca. 120 Mark ausbringen. Beschlossen wurde die Heranziehung der Stadtverwaltung zur Deckung der Unterhaltungskosten der Atr- lagen am Eingänge der Stadt. Ferner sollen an die betr. Behörden Eingaben gerichtet werden, wegen der Jnstand- haltuna der Weae auf den Ramsberg, dem Schmelzpfade usw. Ein Gemernderatsmitglled soll zur Vertretung der Interessen der Stadt dem Vorstände kooptiert werden. Oberamtsrichter Zimmermann dankte beim Schluffe der Sitzung dem Vorstände, der wiedergewählt wurde, für seine Mühewaltung. + Hochwaldhavsen, 19. Juni. Auch in diesem Jahre haben wir viele Besucher. Heute verließ uns Oberbürgermeister Morneweg-Tarmstadt, der eine vierzehntägige Ruhepause hier verbrachte. Das von Prof. Dr. Feisch-Frankfurt erbaute Landhaus naht sich seiner Vollendung und bildet in feiner einfachen gefälligen Ausführung einen Schmuck für seine Umgebung. Der Traum des Großstädters, im eigenen Heim in der Sommerfrische zu wohnen, läßt sich hier mit Aufwendung geringer Mittel verwirklichen. § Ulrich st ein, 19. Juni. Wenn auch der wetterwendische Charatter des Juni an unserem Sängerfeste des Vogelsberger Sängerbundes keine Ausnahme machte, dem Gelingen des Festes vermochte er keinen Abtrag zu tun. In regem Wetteifer hatte der hiesige Gesangverein, der mit Dem Bundesfest seine Fahnenweihe und sein zehnjähriges Stiftungsfest feierte, mit unserer Bürgerschaft alle Kräfte aufgeboten, das Fest in würdiger und schönster Weise zu feiern. Ulrichstein versteht seine Feste zu feiern, und die Lage des Städtchens auf aussichtsreicher Bergeshöhe gibt feinen Festen immer einen eigenartigen Zauber, einen anziehenden Reiz. Ihnen folgten am Sonntage eine große Zahl von Festgästen, selbst aus weiter Ferne. Vom Festplatze grüßte ein mächtiger Flaggenmast die aus den Tälern heraufkommenden Vereine und Festteilnehmer. Das Städtchen selbst hatte ein schmuckes Festgewand angelegt. Im großen Festzug schritten 30 Vereine. Auf Dem schön gelegenen Festplatze begrüßte der Bundespräsident Schmalbach die Bundesvereine und Gesangesbrüder. Gesangvereinspräsi- dent Schmidt dankte der Bürgerschaft für ihre Opfer, die sie dem Feste gebracht und schloß mit einem Hoch auf den Ehrengast, Geheimerat Schönfeld-Schotten. Pfarrer Hartmo.nn weihte die neue Fahne, die Fräulein Meiski mit einem zündenden Prolog überreichte. Nun erschallten die Masfenchöre des Sängerbundes, geschickt von dem Bundesdirigenten Appel dirigiert. Daran reihten sich die Einzelvorträge der Bundes- und anderer Gesangvereine. Wenn auch alle Gesänge Zeugnis von der Pflege des Männer- gesanges ablegten, so können wir uns nicht versagen doch besonders die Vorträge der Vereine von Blitzenrod, Grünberg und Betzenrod hervorzuheben. Am Abend ergötzte ein Feuerwerk und bengalische Beleuchtung des Schloßberges die Festgäste. Auch der zweite Fasttag nahm einen recht schönen Verlauf, so daß Ulrichstein mit Stolz au fein so schön gefeiertes Sängerfest zurückolicken kann. Frankfurt a. M., 18. Juni. Zur Förderung des Scheckverkehrs hat die Handelskammer eine Versammlung von Banken und Bankiers einberufen, die von Frankfurter und auswärtigen Interessenten zahlreich besucht war. ES wurde beschlossen, eine Scheckkommission für das mittel- rheinische Gebiet zu bilden, in der außer der Handelskammer Frankfurt auch die Handelskammern, Darmstadt, Hanau, Mainz, Mannheim, Offenbach, Wiesbaden und Worms vertreten sein sollen. .Die Kommission wurde beauftragt, Vorschläge zur Ausdehnung deS Scheckverkehrs auszuarbeiten, insbesondere auf Errichtung von Scheckabteilungen bei den Banken usw. und auf möglichst einheitliche Bedingungen für Den Scheckverkehr mit der Kundschaft hinzuwirken. Wenn möglich, soll die Organisation eines AbrechnungS- unb lieber* weisungsverkehrS für den ganzen Bezirk in die Wege geleitet werden. Die Kommission soll ferner die Ausdehnung des Scheckverkehrs durch Verhandlungen mit den verschiedenen kaufmännischen unb gewerblichen Vereinen sowie den Behörden bewirken und endlich Vorschläge für den Erlaß eines Gesetzes über den Scheckverkehr ausarbeiten. Tic Mangel Dee neuen PcrfoueirtartsS. Nachdruck verboten. Al§ es fefifianb, baß am 1. Mai 1907 bet von den deutschen Eisenbahnvernultunaen sc''» gesetzte neue Tarik in Kraft treten würde, hielt ich mich an dellen einfache Bestimmungen: So und soviel Pfennig für den Kilometer, Wegfall der Rückfahrkarten, Schnellzugszuschlag für die dem großen Weltverkehr dienenden Haup.zugc mit größter Geschwindigkeit und Einführung eines Gepäcktarifs von so und soviel Zonen. Ich nahm an, daß die deutschen Eiscnbahnverwallungen alles tun würden, um den Reisenden den Uebergang zu einem völlig neuen Tarifwesen umsomehr mit weitherziger Voraussicht zu erleichtern, als unzweifelhaft der neue Personentzarif Verteuerungen herbcisühren würde. Ta unsere fänttlicbcn großen Eisenbahnverwattungen Staatsanstalten sind imb unter bei obersten Leitung von Staatsministern stehen, so hatte ich wohl einiges Recht, zu erwarten/ daß wenigstens die fe 15ftperftänblidjen Hulssmittel zur Erlcichtc- terung des zukünftigen Verkehrs rechtzeitig getroffen werben würden. Doch nur allzusehr habe ich mich ii! dieser Annahme getäuscht gesehen. Am schwersten wirb das neue Tarif wesen durch den Wegfall der Rückfahrkarten empfunden. An keinem zweiten Beispiel kann rnian bte für einen Nichteisenbahnbeamten: unfaßbare Kurzsichtigkeit gerade der Verwaltungsstellen erweisen, die für das neue Tarn wesen verantwortlich sind. Deren Gedankengang hinsichtlich der Rückfahrkarten war dieser: Sie sind überflüssig, da ja mit ihnen Feine Preisermäßigung mehr verbunden i|t — also weg damit! Zwar hat man sie für einige Verkehrsbeziehmigen noch belassen, aber die erschwerende Bestimmung daran geknüpft, daß sie zur Rückfahrt nur am zweiten: Tage^berechkigen. Tie Verwaltungen haben also die zweite wichtige Seite des Rücksahrkarleuwesens ganz übersehen: die Erleichterung für die Reiscnd.n und bie CilUastung der Eisenbahnschalter. Und doch gibt es em kindlich einfaches Mittel, um den großen Vorteil der Riicksahryarte, die Erleichterung für Reisende und Bahn,Halter, auch nach beni Aufhören der Preisermäßigung ruhig beizubehalten. Tfts Mittel ist so überaus einfach, daß jeder Reisende sofott Darauf kommt, die EisenbahnverwaltungenI es aber bis jetzt noch nicht entdeckt haben. Die Fahrkarten: brauchen in Zulunst nur statt des Aufdruckes „Von — nach" den Ausdruck tragen: „Zwischen — unb —", unb alles ist in schönster Ordnung. Ich bilde mir nicht ein, hiermit etwas ganz Neues entdeckt zu haben, es ist eben nur das Ei des Llvlumbus. Im Vorortverkehr Berlins besteht ja diese Einrichtung seit einem halben Menschenalter. Man wende sie einfach auf den Fertig verkehr an, und die liebe, alte Rückfahrkarte mit ihrer föequenti liebfeit, lvenn auch nicht mehr mit ihrer Ermäßigung, ist wieder anfgclebt. Wer von ü-qanffurt nacb München reifen unb sich den zweiten Gang zum Schalter in München ersparen will, der kaust bei der Abfahrt in Frankfurt gleich zwei Karten, die ziir Fahrt zwischen „FiUiilsurt und Müncheii" berechtigen, ed&ffa verständlich gilt die zweite Karte, bie nicht abgestempelt unb gelocht wirb, zur Rückfahrt an jedem beliebigen Tage dieses Jahn Hunderts, tarnt auch an jeden anderen Reisenden übertragen werden, unb bie Verwaltung täte sehr gut, unbenutzte Rückfahr-, karten bieser Art ohne jeden Ad^ug zurückzunehmen. Tie Vorteile! einer Rückfahrvarte dieser Art wwohl für den Reisendeir wie füp die Verlvaltung liegen a uf offener Hand. Der Reisende braucht sich bei der Rückfahrt nicht am Schalter zu drängen; er fetzt nicht Gelb aufs Spiel, das zum Teil verloren gehen kann, wie nngerLchterweife bei der alten Rücksirhrkarte; und auch bie Annehmlichkeit ist nicht zu unterschätzen, daß man Rückfahrkarten solcher Art benutzen Eann, nur e mein Verwandten oder Freunds eine Reise zu schenken. Man denke an die gewiß nicht seltenen Fälle, in denen Eltern einem Kinde gern eine Fahrkarte nach der Heimat schicken wollen. Dieser so nahe liegende Gedanke ist bei unserem jetzigen Kartenwesen unausführbar. Für die Ver-i waltuugcat würde sich aus dem Verkauf solcher Rückfahrkarten ein nicht zu unter schätzender Zinsgewinn ergeben. Sie erhallen für Fahrten, bie ost erst nach Machen, ja nach Dtonalen gemacht werden, das Geld dar vvrausbezcchlt, können es also zütsbap anlegen. Sollten die Eisettbahnverwaltungen den ungestümen Drang empfinden, dem Entdecker dieser von ihnen überseheicen; Einnahmequelle burajauS eine Staatsbelohnung zu gemähten,, so bitte ich nur um ioen zehnten Teil ber Zinsen, bie ihnen durch die Vesolgung meines Vorschlages mühelos erwachsen würden. Ich fürchte aber, sie werdet: meuten Vorschlag — natürlich 'erst,' nachdem sie ihn für „technisch" undurchführbar erklärt haben, ge-, mütlich befolgen und des Entdeckers vergessen. Unentbehrlich sind Rückfahrkarten der von mir vorgeschlagenen, Art im internationalen Verkehr der deutschen Reisenden. Wiederum' erläutere ein einfaches Berspiel ihre Nolloendigkeit. Ein Deutscher^ reist über den Brenner nach Italien. Bis zur Grenze bei Üüfftcin nimmt er die einfache Fahrkarce, sagen ivir über München nach Kufstein. Um der Ermäßigungen des Auslandes teilhaftig zu werden^ nimmt er ein Rmwrecfeheft, etwa Küfstein—Verona—Venedig- Verona—-Küfftein. Was fängt nun dieser Reifende an, wenn er auf dem Rückwege nachts durch Kufstein nach München fährt Et hat für die Strecke München—Küfstein keine Karte, tonnte also in Verona sein Gepäck nicht direkt nach München aufgeben, und bei dem kurzen Aufenthalt in Shifftein mit seiner Zoll- fchererei ist es schwer oder garnicht möglich, eine üarte am Schalter zu kaufen. Auch Denke man sich das Gedränge ait den Grenzfchaltern, da fast alle Reisenden eines solchen internationalen Zuges in der gleichen btoHage der Kartenlosigleit sind. Wie es nun gar mit der neuen Abfertigung des Gepäcks einiger Dutzende von Reisetüren in Den wenigen Minuten werden soll, das ist Dunkel! e Von Den Übrigen Mängeln Des neuen Tarifs hebe ich eine schreiende Ungerechtigkeit hervor, die der § 14 der neuen Eifenbahnverkehrsordnung verursacht. Ich meine die Bestimmung : „Seim Uebergang in die nä ch st höhere Klasse haben die Reisenoen eine Halle Fahrkarte dec Klasse, in Die sie übergehen, als Zusatzlarte zu lösen." 2a* Rechtsgefühl forDert Doch nur. Daß Reifende, die z. B. aus der dritten in Die zweite Klaffe übergehen wollen. Den UntefchieD zwischen den Preisen Der beiden Klassen nachzahlen. Der Killmeterpreis Der Dritten Klasse ist 3 Pfg., Der Der zweiten Klasse 41/2 Psg.; die einfachste Gereckstigkeit besteht also darin, daß V/> Pfg. beim Uebergang in die z.veite Klasse nachgezahlt werden. Statt bei) en muß bie Hälfte bes Fahrpreises der zweiten Klasse, 21/* Pfg., nachgezahll werden! In allen Ländern der Welt wird im Falle bes Uebergangs in eine höhere Klasse einfach der wirkliche Preisunterschied nachgezahlt; einzig die deutschen Eisenbahnverwal- timgen haben sich eine phantastische Nachzahlung, die der halben Fahrkarte der höheren Klasse, erfunden. Anstatt den für fie nützlichen Uebergang in die höheren Klaffen zu begünstigen, schrecken sie davon ab. Wie ungerecht, aber auch wie unklug die Bestimmung des ß 14 ist, zeigt sich befonbetS beim Uebergang aus der vierten in die brüte Klasse. Der Reisende, der sich sogleich für die brüte Klasse entschlossen hat, zahlt 3 Psg., ein anderer, der es zuerst mit der vierten versuchen wollte und dann in die örüte übergeh., muß 3ya Pfg. bezahlen. Endlich — d. h. eigentlich bin ich noch nicht zu Ende — aber endlich aus Rücksicht auf die Geduld per Seiet noch bie Hervorhebung eines gleichfalls aus Gerechtigkeitsgründen nicht feu duldenden Uebelstandes. Die Eisenbahnverwaltungen haben sich dem von mir vor Jahren vorgcschlagenen Zonentarif, zu dem sic sicher früher oder später kommen werden, vorläufig wenigstens für das Gepäck- und den Schncllzugszuschlag an- geschlossen. Sic haben aber meinen Zonentarif dadurch in eine Ungerechtigkeit verwandelt, daß sie die Gewährung seiner Vorteile von ihrer Willkür in der Auslegung direkter Fahrkarten abhängen lassen. Jüngst hat sich Graf von Mirbach mit vollem Recht darüber beklagt, daß er nicht nur die doppelte Fahrkartcn- fteuer, für die fa die Eisenbahnverwaltung nichts kann, sondern auch die doppelte Gepäcktaxe und den doppelten Schnellzugszuschlag bezahlen muß, weil auf seiner Eisenbahnstation, Sorguitten in Ostpreußen, keine direkten Fahrkarten für weite Entfernungen, zumal für Reisen nach dem Westen, aufliegen. Dieser Zustand ist, soweit es sich um daraus folgende Benachteiligungen handelt, rechtswidrig, ja selbst verfassungswidrig, denn alle sind vor dem Gesetze, also auch vor dem Tarifgesetze, gleich. Es wäre eine Kleinigkeit für die Eisenbahnverwaltung, jeder Station die Ausschreibung von Fahrkarten nach beliebigen Stationen im Deutschen Reiche zu ermöglichen und dadurch jedem Reisenden den Genuß der Vorteils der Fernzone für Schnellzüge und Gepäck zu verschaffen. Wie gesagt, ick bin mit meiner Beleuchtung der Mängel des neuen Tarifwesens noch lange nicht zu Ende: hier sollte nur das herousgeholt werden, was aus zwingenden Gründen des öffentlichen Rechtes und der Gerechtigkeit, oder wie im Falle der Rückfahrkarten aus Gründen erheblichen Nutzens für Reisende und Verwaltungen der schleunigen Acndcrung bedarf. Tie Eisenbahnverwaltungen scheinen des Glaubens zu leben, daß das Ergebnis ihrer etwa zehnjährigen Beratungen die Reisendenwelt mit hoher Befriedigung erfüllt. Ick bin zehntauscndfackcr Zustimmung sicher, wenn ich hier aussvrechc: ganz abgesehen von der Aufhebung der Gepäckfreiheit und der Einführung des Schnellzugzuschlages, an denen für die erste Zeit schwerlich zu rütteln ist, enthält das neue Tarifwesen Lücken und Ungerechtigkeiten, so unerträglicher Art, daß die Eisenbahnverwaltungen, zumal als Staatsverwaltungen, allen Anlaß haben, die Beschwerden der Reisenden ernstlich zu prüfen und die berechtigten zu befriedigen. Ich glaube, in meinen Ausführungen keine einzige unberechtigte vorgärracht zu haben. z Professor ^Eduard Engel- Berlin. Im Anschluß hieran sei folgendes mitgeteilt: Die Personentarif-Reform mit^ dem Auslande, welche ursprünglich erst mit dem 1. Oktober in Kraft treten sollte, ist "burd) das Entgegenkommen einzelner ausländ. Eisenbahnverwaltungen derart beschleunigt worden, daß sic zum Teil schon am 1. Juli oder 1. August zur Einführung kommen kann. \so wird man einfache (direkte) Fahrkarten nach allen ■ Stationen der schweizerischen Eisenbahn, und zwar über alle möglichen Wege, bereits am 1. Juli haben können; die Differenz zwischen früherem und jetzigem Preise auf den deutschen Strecken, über welche bisher mit Recht Klage geführt wurde, kommt dann in Fortfall. Am 1. August wird dann voraussichtlich der überwiegende Teil der «übrigen außerdeutschen Länder folgen, d. h. auch nach dorten werden dann direkte Fahrkarten zu den durch die Personcntarisreform festgesetzten Preisen Lei uns aufliegen. Die Rückfahrkarten nach dem Auslande dagegen bereiten erhebliche Schwierigkeiten und langweilige Verhandlungen mit den beteiligten fremden Verwaltungen, sodaß cs fraglich erscheint, ob diese iwch vor dem 1. Oktober aufgelegt werden können. Der Deutsche Müllerbund hielt am 15. und 16. Juni seine Tagung in Halle a. S. ab. Als Ehrengäste waren u. a. anwesend: Regierungsrat Dr. Thiel, Freiherr Dr. von Stockhausen, Vertreter der Landwirtschasts-Kammer, imb Prof. Dr. Suchsland. An den Kaiser wurde ein Huldigungs» Telegrchnm gesandt. Betreffs der Umsatz - Steue r wurde folgender Beschluß gefaßt: Die Versammlung hält die Forderung einer staffelsörmigen Umsatz-Steuer für alle Mahlmühlen-Betriebe ausrecht, weil sie hierin den einfachsten und gerechtesten Weg zur Einschränkung der ungesunden Auswüchse int Mühlen-Gewerbe erkennt. Betreffs der Schiffahrts-Abgaben: Die Versainnt- lmtg erachtet die Einführung von Schiffahrts-Abgaben auf den deutschen Flüssen und Kanälen für n o t w e n bj g, baniit die erheblichen Kosten der Instandhaltung der Wasserlätlfe und Häfen, die heute von der Gesaintheit der Steuerzahler getragen ivcrden müssen, gerechter Weise auf diejenigen Schullern abgeivälzt iverden, die den Nutzen des billigen Wasser-Verkehrs vorwiegend genießen, die Großbetriebe. Die Schiffahrtsabgabeit bedeuten sonach keine neue Belastung der Gesamtheit, sondern vielmehr eine Entlastimg derselben. Betreffs der G e t r e i d e-A u s f ll h r: Die neuerdings geschaffenen Zoll- und und Tariioerhältniffe (Ausfuhr-Vergütung für Körner und Ausnahme-Tarife für Export-Güter) begünstigeii den Abfluß des deutschen Getreides nach dein Auslanbe, wodurch bei uns Mangel und Teuerung entsteht. Das Inland ist zur Zeit von Getreide stark etttblößt. Die Versammlung beantragt daher, die Zoll- und Tarif-Verhältnisse baldigst einer Nenorbnung zu unterziehen, damit nicht eine schwere Schädigung und Gefährdung der Volksernährung eintritt. Weiter wurden folgende Beschlüsse gefaßt: Der Vorstatid des Deutschen Müllerbuitdes wird beauftragt: 1. Ein Gesuch wegen A u s s ti h r - V e r b o t von Reini - g un gs-A bf äl l eti an maßgebender Stelle einznreichen, unter Zugrundelegung der durch die Lieferllng verschniiitzlcn Getreides vertlrsachten Uebelstände. 2. Ten vereinigten Dl üllern und Innungen dringend zu eittpfchlen, beim Abschließen eines Einkaufs den Lieferanten gleich daraus aufmerksain zu machelt, daß die Ware rein zu liefern ist, auf den bctr. Endstationen aber unreine Ware sofort zu beanstanden und denjenigen Getreide-Importeur, der in wiederholten Fällen unreiite Ware liefert, ganz auszuschalten. Die Versammliing beauftragt beit Vorstand des Deutschen Müllerdiindes, beim Bundesrat und den Ministerien des Innern der Einzel-Staaten vorstellig zu iverden, den zollfreien Grenz - Verkehr dahin zu beschränken, daß nur von jeder Familie einmal in der Woche 3 kg Mehl und Brot frei eingesührl werden können und die Grenz-Behörden Anweisung erhalten, solche Karten aiiszugeben, die in 52 Wochen eingeteilt sind. Diese Karten verlieren nach Ausnutzung ihre Gültigkeit und dürfen auf das gleiche Jahr nicht ergänzt werden. Vermischte». "Der Fiat wagen. Die „Hamb. Nachrichten" erzählen folgendes Geschichtchen: Man sagt, daß der Kaiser für die italienischen Fiatwagen eine stille Vorliebe habe, und man kolportiert ein darauf bezügliches Anekdötchen. Der Kaiser, der sich um die technischen Details seiner Maschinen weniger kümmert, als Prmz Heinrich, der Ingenieur, soll einmal vor kurzem, als die Fahrt recht flott dahin ging, zu seinem Adjutanten gesagt haben: „Sehen Sie, mein Fiatwagen ist doch der beste, das sieht man daran, wie er diese Steigung wieder zieht", worauf der Adjutant an seine Mütze griff und bescheiden erwiderte: „Majestät halten zu Gnaden, aber wir sitzen jetzt in dem Mercedes." * Kleine Tageschronik. Ein schwerer Unglückssall ereignete sich bei S a l e s ch im Kreise Groß-Slrelitz (Schlesien). Zwei Schulknaben badeten im dortigen Tominialtciche und versanken an einer liefen Stelle. Zwei andere Knaben, die zur Rettung der Ertrinkendeit herbeieilten, fanden gleichfalls den Tod. — Im Montblane-Gebiet ist der englische Ingenieur Steppl'lal aus Shefield mit seiner Fran über ein großes Schneefeld a b g e - stürz t. Dem Mann wurde der Brustkasten eingedrückt, sodaß sein Leben in Gefahr ist. Tic Frau erlitt leichtere Verletzungen. — In München wurde im Laden des HosgoldschmiedeS Heide cm Ein bruch verübt und Juwelen im Werte von 3000 Mk. gestohlen. Da der Dieb anscheinend gestört wurde, ließ er iveitere Pretiosen im Werte von 20 000 Mk. liegen. Vorher hatte er in einem nebenan liegenden Laden den Geldschrank zu erbrechen versucht, und als ihm dies nicht gelang, stahl er aus der Ladenkasse einen Heinen Geldbetrag. — Am 19. Juni ist ein Güterzug mit Personenbe- förderuilg bei der Einfahrt in der Station Mindelheim (Bayern) entgleist. Der Gepäckwagen, ein Personenwagen und sechs Güterwagen sind ziemlich erheblich beschädigt. Ein Reisender Fränkel aus Frankfurt a. M. wurde verletzt. — Gegen das Zollhaus zu R o manshof, Kreis Rylmik (Schlesien), wurden mehrere D y n a in i t a t t e ii t a t e verübt, ohne daß es gelang, die Täter zu ermitteln. Schließlich lenkte sich der Verdacht anf den Hausbesitzer Spandel in Romanshof, der mit dem Zollhauspächter Jordan verfeindet war. Als Jordaii am letzten Sonntag abend spazieren ging, wiirde er von Spandel durch einen Schuß in den Hinterkopf schwer verletzt. Spandel begab sich dann nach Hause und verhinderte mit der Waffe in der Hand das Betreten seines Griiiidstücks. Montag früh wurde mit der Belagerung des Hauses begonnen. Nach und nach wurden 17 Gendarrneii aus bei» Kreise Rybnik zusammengezogen, die an ber Belagerung teilnalunen. Ain 18. Juni gelang es enblich, des gefährlichen Verbrechers habhaft zu werden. , DLuttst «nd ws Herrschaft. — Der jetzt erschienene Geschäftsbericht des Dcutscheii Zentral- Komitees zur Bekämpfung der Tuberkulose richtet diese Worte aii die studierende Jugend: „Vor allen Dingen ist es zu beklagen, daß die T r i n k g e b r Ö n ob e in den gebildetsten und geistig hochstehenden Kreisen der deutschen Jugend fast überall aus einen Trinkzwang hinanslausen, daß der Fluch der Lächerlichkeit und Verachtung denjenigen trifft, der sich diesem Zwange zu entziehen versucht. Störungen der Gesundheit oft schwerer Art, Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit und Einbuße ber sittlichen Fähigkeiten finb bic Folgen bc§ Alkoholismus, bie in dem passenden Worte „verbummelt" ihren Ausdruck findet." — Ein eigenartiges Ergrauen der Haare ist von Dr. W. Jpsen in Frankfurt bei einem Patienten festgestellt worden, der wegen einer Erkrankuiig in das dortige städtische Krankenhaus aufgenommen worden war. Da ein ähnlicher Fall in der medizinischen Literatur noch nicht beschrieben zu sein scheint, macht Dr. Jpsen darüber einige genauere Mitteilungen in der Münchener Mebizinischen Wochenschrift. Die Farbe des Haupthaares wird im ganzen durch vier verschiedene Umstände beftimmt. Erstens von dem in den Haarzellen gelösten Farbstoff, zweitens von ber in ben Haaren enthaltenen Luft, britienS von ber Menge be§ m körnigem Zustanb vorhanbenen Farbstoffs und endlich noch von dem Mark ber Haare, das bei völligem Verlust des Farbstoffes die blendend weiße Farbe hervorbrmgt. Ter fragliche Kranke, ein 23jähriger Mann, wies an der Behaarung nicht nur des Schädels, sondern auch ber Augenbrauncu, ber Oberlippe unb anderer Körperteile eine ganz eigenartige Färbung auf, die den Eindruck erweckte, als ob eine zarte silbergraue Schicht von Staub oder Asche darüber gestreut wäre. Diese Haarfarbe soll von Jugend auf vorhanden gewesen sein. Auch scheint sie der Vererbung unterlegen zu sein, weil die Mutter des jungen Mannes, außerdem eine seiner Schwestern, die gleiche Eigentümlichkeit besitzt. Tie nähere Untersuchung zeigte, daß Luftblasen in den Haaren gänzlich fehlten. Danach konnte nur die Eigenschaft des Farbstoffes selbst zur Erklärung der sonderbaren Färbung herangezogcn werden. Es stellte sich auch heraus, daß der Farbstoff in den Haarzetten ganz merkwürdig verteilt war, nämlich teils in feinen Strichen, teils in kleinen Körnchen, teils in größeren Klnmpen und Schotten. Der Farbstoff wechselte zwischen braungelblich und tiesschwarz. Erst nach der Haarspitze hin trat das Mark der Haare deutlich hervor. Es ist anzunehmen, daß diese Erscheinung die doch ziemlich auffällig sein muß, nicht ganz so selten ist, sondern mir der genaueren Untersuchung bisher ent- gangen ist. Universitäts-Nachrichten. — Ein Gefreiter als k ü n f t i g e r P r o f e s s o r. In ber Aula ber Berliner Universität empfing biefer Tage ein Gefreiter vom Erfurter Artillerie-Regiment das D o k t o r d i p l o m aus der Hand des Dekans Prof. Pischel, der dabei öffentlich erklärte, der junge Doktor sei aus dem Holze geschnitzt, aus dem Professoren gemacht werden. Da verlohnt es schon, diesem Gefreiten — natürlich ist. es ein Einjähriger — ein paar Worte zu widmen. Es war Arnold (Süden, der Sohn des bekannten Jenenser Philosophen Professors Dr. Rudolf Eucken. Er erhielt das Prädikat summa cum laude. Der junge Eucken ist physikalischer Chemiker. Gerichtssaai. Dresden, 19. Juni. Tas Oberkriegsgericht verurteilte den Hauptmann Schmidt vom Infanterie-Regiment 103 zu Bautzen Tuegcn Erstattung falscher Meldungen und ungenügender Beaufsichtigung beim Schießen zu 2 Monaten einer Woche Festung. (V. T.) Kandel. — Zur Geldlage und russische Werke. So schwarz, wie die Gcldlage wieder bis ganz vor kurzem angesehen wurde, ist sie nicht. Eine kleine Erleichterung am Geldmarkt ist erst gestern emgetretcn unb der Privatdiskont bis 43/4 Prozent zurückgegangen. Alan kann mit Sicherheit darauf rechnen, daß bie naturgemäßen Zuflüsse aus bem Juli-Eingang weitere unb zwar erhebliche Erleichterungen bringen roeroen. U. a. werben große Zinsschein- beträge fällig, burd) bie ber Geldstanb verbilligt werben wirb, so baß wenigstens für einige Zeit auf eine Herabsetzung des offiziellen Zinssatzes dis 5 Prozent gerechnet werden kann. Auch in Amerika erwartet man von den Juli-Eingängen eine bedeutende Besserung des Geldstandes. Uebrigens kann bei dieser Gelegenheit gesagt werden, daß der Besitzstand in russischen Staatspapieren in Süddeutschland wenigstens bedeutend nachgelassen hat. Alan hat dafür Anhaltspunkte. Nur russische Prioritäten sind nach wie vor reichlich in süddeutschem Besitz. — Von ber Berliner Börse. Das Geschäft eröffnete mit ber üblichen Stille aber bei ausgesprochener Festigkeit, die vorn Monlcmmarkt ausging, wo die Mitteilung über die voraussichtliche Tonnen-Dividende des Stahloerbandes, die Nähe der Konpoiistrennung, die Spekulation zu neuem Vorgehen ermutigten. Auch die Saatenstandsberichte lauten andauernd besser. Teutsch- Lnxeinburger fliegen zeitweise um 4 Proz., Phönix gingen bis 260, Rheinische Stahlwerke bis 190.75, Hohenlohe dis 182.50. Eine kleine Baissefirma mußte liquibieren. Auch Kaliwerke waren im freien Verkehr belebter auf eine Einigung im Snndikat mit ber Deutschen Kaliwerke-Akt.-Ges. Auch im weiteren Verlaus blieb bie Haltung fest, da Lonbon behauptete Kurse für Minen fanbte unb Paris Erholung für russische Werte. Prioatbiskont 3s/4 Proz. Märkte. th Gießen, 19. Juni. Der gestrige Rindviehmarkt hatte einen Auftrieb von etwa 2000 Stück Großvieh und 150 Jungvieh und Kälbern. Ter Vormarkt hatte die vorhandene große Kauflust in Milchvieh und Fettvieh größtenteils bereits befriedigt, so daß der Handel in diesen Viehgattnngeii auf dem Hauptmarkt sich nicht so gestaltete wie der starke Auftrieb es erwünscht hätte. Für den großen Auftrieb an Milchkühen fehlten bie Einkäufer, bie große Transporte für ben Rhein kaufen, die fozufagen unsere Märkte erst für die Verkäufer gut machen, weil sie gute Preise anlegen. Nur für erstklassige Ätilchware war starke Nachfrage für die Badeorte am Markte, und dafür auch wurden hohe Preise erzielt. Tas Geschäft in jungen Zuchtvieh war nicht erheblich und ging, trotzdem der Vorrat gering war, nur sehr langsam. Tagegen war eine starke Nachfrage nach Fettvieh, die aber unbefriedigt blieb, da der Auftrieb durch den Vormarkt angegeben war, die gezahlten Fettviehpreise waren sehr teuer. Der Kälber markt ivar recht flau weil es an Kundschaft aus den Großstädten fehlte. Bei den zurückgewid)enen Preisen tauften die Gießener Metzger uni) die aus den Provinzstadten flott ein und machten den größten Teck bes Marktes. Gehanbelt würben: Milchkühe pro Stück J. Qual. 450—520 M. (einzelne besonbers schwere Tiere bis 560 M.) 2. Qua«. 360-400 Al., 3. Qual. 290-330 9)L — Junge Rin- der pio Stück u/4—1'/4 jährig 130—160 'M., bis 2 jährig 170—250 Ai. — Fellvieh ging ab pro Ztr. Schlachtgew. Rinder 1. Qual. 77—79 M., 2. Qual. 73-75 M. — Kühe 1. Qual. 73—76 Ai., 2. Quasi 68—71 M. — Kalber 1. Qual. 70—73 M., 2. Qual. 64—68 3. Qual. 55—60 M. Der heutige Schm e i n e nt a r f t hatte einen Auftrieb an etwa 600 St., überwiegend Ferkel. Tie Nachfrage war überaus gut, doch waren die Preise der letzten Märkte nicht mehr zu halten. z Gingcsanöt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Dem verehrlichen, leider ungenannten Verfasser des Eingesandts in Nr. 139 Ihres geschätzten Blattes bitte ich kurz folgendes erwidern zu dürfen: 1. Die dort so stark angegriffene „Wartburg-Buchhandlung" ist tm eigentlichen Sinne gar keine Neugründnng, sondern eine Verselbständigung des hessischen Zweiges des „Hessen-Nassauischen Kol- vortage-Vereins", der schon seit 40 Jahren mit bedeutendem Umsatz in Hessen gearbeitet hat. 2. Was uns von anderen genosienschaftlichen Unternchmungeii unterscheidet, ist, daß wir keineswegs darauf ausgehen, „bessere Ware billiger zu bieten”. Einerseits gibt es in derTat viele Buchhandlungen, die ivir an Güte nicht übertreffen können. Andererseits werden auch wir an den Einheitspreis der Bücher gebunden fein. Daher zieht die Parallele zu Genosfenschaftsbäckereien re. durchaus nicht. Nebenbei muß ich mich gegen die offenbar angenommene Gleichung „geistlich (in amtlichem Sinn) — politisch konservativ" entschieden verwahren. 3. Wenn wir nun der Ueberzeugung sind, baß trotz guter Buch- hanblnngen in ben Stabten bas flache Laub keineswegs ausreichend mit guten Schriften versorgt wird, — unb wir rechnen dazu ebensosehr gebiegene Volkslitteratur, wie bie Wiesbabener Volksbücher, als bie sog. erbauliche Lilteratur — so ist es unser Recht, wie unsere Pflicht, Abhülfe zu schaffen. TerPrivatbuchhanbel kann das gar nicht leisten, weil der Volksschriftenvertrieb außerhalb ber Städte finanziell überhaupt nur durch die unentgeltliche Mitarbeit freiwilliger Vvlksfreunde möglich wird, die sich um des Volkes willen gerne zu solchem Dienste bercitfinbcn lassen, bie aber bem Privatbuchhandel nicht zur Verfügung stehen. 4. Im Bewußtsein, damit wirklich „höheren Interessen zu I dienen", nämlich der Förderung deutsch-christlichen Sinnes in unserem Volke, will auch ich persönlich gerne den „Genick eines Beltelmonchs" ertragen und weiterhin solche Leute, die Geld und Verständnis genug für solche Aufgabe haben, bitten, unsere Arbeit zn fördern, nicht durch Geschenke — das wäre ja erst eigentlich ber Bettel — fonbern durch gut verzinsliche Darlehen. Der verehrliche, unbekannte Herr Einsender aber kann überzeugt fein: ohne dieses Bewußtsein von ber ibeeflen Notwenbigkeit unserer Sache wären wir gar nicht imftaiibc sie zu wagen. Denn Nutzen haben wir Geistlichen persönlich wahrlich nicht bauen, aber viel Arbeit. Rudolf Schlosser-Darmstadt. In dem Anhaltischen Staats-Anzeiger finde ich unter dem 19. Juni nachstehende Notiz: „Laut Bekanntmachung ist aus Anlaß der Enthüttungs'eier ein B u ch über die Haupt- und Residenzstadt Dessau heransgegeben, dessen Widmung Seine Hoheit Herzog Friedrich II. gnäbigft entgegen genommen hat. Dem Titelblatt vorgehestet ist ein prächtig gelungenes Abbild des Denkmals. Im Vorwort ist darauf hingewieseu, das; zur Herausgabe des Buches den Magistrat die Pflicht der Dankbarkeit veranlaßt Habe, ba bie Stabt unter ber fast 33 jährigen glücklichen Regierung Seiner Hoheit des Herzogs Friedrich I. von Anhalt einen großen Aufschwung genommen habe. Es sei eine Vermehrung ber Bevölkerung von 16 900 auf 54 000 Einwohner erfolgt, und Hand in Hand damit gegangen sei der Aufschwung der Industrie, die Gründung von Wohlfahrtseinrich- tungen und Stätten der Kunst und des Gewerbefleißes, die Anlage neuer Straßen und mit gärtnerischem Schmuck versehener Plätze, die Errichtung zahlreicher stolzer Bauten und künstlerischer Denkmäler, die Pflege sozialpolitischer Verhältniffe und die Ausgestaltung der Stadtverwaltung und gesellschaftlichen Lebens. Das Buch ist mit 16 Vollbildern und 72 Halbbildern geschmückt unb hat ein gefälliges, handliches Format, so daß eS bequem in die Rocktasche gesteckt werden kann. Der Zweck des Buches sott nicht nur sein, der Bürgerschaft ein Bild über die Stadt in der Gegenwart zu geben und einen Blick in die Verwaltung tun zu lassen, sondern auch bei hier tagenden Kongressen als Fcstbüchlein zu bienen, unb Leuten, welche bie Absicht haben, hierherzu ziehen, über die hiesigen Verhält- nisse Auskunft zu geben. Das Buch zerfällt in fünf Monographien unb zwar: 1. Geographie von Dessau von Professor Dr. Emil Weyhe, 2. Ueberblick über bie Geschickte ber Stabt von Archivrat Professor Dr. Hermann Wäschke, 3. ber Gartensckmuck der Stabt imb ihrer Umgebung von Professor Karl Ströse, 4. bie Wohlfahrtspflege unb das Armenwesen in Deffau von Stadtrat Kurt Mütter, 5. die Stadtverwaltung von Oberbürgermeister Dr. Ernst Ebeling. Um der Bürgerschaft Gelegenheit zu geben, sich das Buch zu erwerben, ist ber Preis nur auf 2 Mark, unb zwar unter bem Selbstkostenpreis, angesetzt." Man sieht ans obigen Zeilen, was die Residenzstadt Dessau, trotzdem sie schon als Residenz und durch ihre schöne Lage bevorzugt ist, tut, um den Zuzug zu fördern. Wieviel mehr hätte nicht Gießen Veranlassung in gleicher Weise etwas zu unternehmen/ Vielleicht regt obiges Beispiel auch hier zn gleichen Taten an. Schiffsnachrichten. Dl e ö Star Linie. Ter Postdampser „Zeeland" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 17. Juni wohlbehalten in New-Pork angekommen. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitg< und Indnsti Frankfurter Bürs 3^°/o Reichsanleihe . . 93.30 3% do. . . 83.40 3\4ol0 Konsols .... 93.55 3% do 83.40 3^°/o Hessen . . 92.85 3J^°/O Oberhessen . . . 94.00 4% Oesterr. Goldreute. . 98.70 4','z?o Oesterr. Silberrente 99 40 4y0 Ungar. Goldrente . . 93.15 4?6 Italien. Rente . . . —.— 3?6 Portugiesen Serie I . 66.30 3% Portugiesen „ III 66 30 4>5 °/0 russ.Staatsanl. 1905 90.70 4/^u o japan. Staatsanleihe 91.90 4% Conv. Türken von l'JU3 94.30 Türkenlose 139.00 4% Griech. LIonopol-A.nl. . —.— 4 % äussere Argentinier . 86.20 3°/0 Mexikaner . . . —.— 4>i°/0 Chinesen .... 96.20 A I r ■ 4 x n • Bochum Guss . . . . 223.40 Buderus E. W . . - . 110.50 Tendenz: fest. Berliner Börse, 2 Canada E. B 166.30 Darmstädter Bank . . - 128.20 Deutsche Bank .... 220.25 Dortmunder-Union C. . 72.20 Dresdner Bank . . - 137.00 Tendenz t schwächer teilt von der Bank für Bandel ie, Giessen. e 20. Juni, 1.15 Uhr. I Eiektriz. Lahmeyer . . . 116.75 Elektriz. Schuckert . . . 103.50 Eschweiler Bergwerk . . 219.10 Gelsenkirchen Bergwerk . 191.40 Hamburg - Amerik. Paket?. 130.70 Harpener Bergwerk. . . 201.50 Laurahütte 223.00 Nordd. Lloyd 116.00 Obeischles. Eisen-Industrie 101.80 Berliner Handelsges . . 150.50 Darmstädter Bank 128.20 Deutsche Bank . . . 220.50 Deutsch-Asiat Bank . . 148.00 Diskonto-Kommandit . . 167.80 Dresdner Bank . . . 137.70 Kreditaktien 203.60 Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . . . 92.80 Gotthardbahn . . . . —.— Lombard. Eisenbahn . . 27.70 Oesterr. Staats bahn . . . 142.70 Prinee-Henri-Eisenbahu . 131.00 ). Juni. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . . 201.25 Laurahütte 228.50 Lombarden E. B. ... 27.70 Nordd. Lloyd 115.50 Türkenlose . ... 139.25 Braut-Seide V. Mk. 1.35 ab D9/io — Zollfrei! — Muster an jedermann! — Seidenfabrikt* Henneberg, Zürich. ?i,en^nliouii?C !«• "«Sfruft sSK «KiSfifc ?^¥r£ rsK M«ch- LL { Kitte nstzche T»rlehen. D« C?,nn überzcugt iein: 11 ^o'we»diqkeil nnlever »'Mn. Tenn Nutzen nicht davon, aber viel lvli er-Darmstadt. er finde ich unter dem der EnthiilluiigSseiek ldcnzstadt Dessau K«t Herzog Friedrich n. Titelblatt vorgeheitet r: nals. Im Vorwort ii >cs Buches den Magistic de, da die Cladt u,-_- ieiner Hoheit des her?.-, schwuuq genommen k‘- von 16 900 aus 51M damit gegangen (ti !» iS. fum »' ■rs--- essen. Juni, L16 . ]16.i3 iz. Labmey^ • 1 MO 12. Schuckert. ■ 219.io eilet Berlik ..' 191-W ikirchen 130.70 yg.Ajnenl/“ , 20l.oö ner Bergwerk- ■ , 223.00 ,biitte • • ' ' . . 116-^ Ä rflaodelsges - # Sank 220-50 £ Sank - ' , 148.0t jj.jsiat- ' , 167.80 ' . 137- i^ ßank • ' ; 203.60 ^nnd Ohfr , 92.80 atabu - ' . . rJb Ekenbabu • j42.70 .Keurr-^° - .201-2» Herder*11 ' •ner W , . . 27.70 ibfllte v ß. • 1 115^ iarden v ■ ■ 13gj5 i.Uoyi. . • je lco»eberg’ .N £ e = EE ,e> - <» MO 3 w ISS' = 3 g ms o Z aa Si <3 5' 5«” o nj» Z "i» c 0 . =.11, D <3>. » S1 c.= §D "oCO OS» = d = 3 ■— vO-3. .= 2 SF D MO ‘c 5 ■el «SÄ dH ZZK - 5° £2 ..d 313. - -lo HL Q «• 5^-E: o L a E 3 3 v ji »K ES 3 S “ 0 r* ■*-* 3 — *3 =^O •ü- „-= = . 3-2 — -5 -G .2. = 2f*°"CLQ üo'C’S = mo =59 3 S-=3^? 3 b-2C=i |l'fo£K DL »-» o E r- >3 dH .ZLZ <5* *3 «3.-3^e> ’ 3 —o ^=> on 3! 3ZL C) O = 2 3 z a — U» o Sil -2 er.to 3 = y T E-o _ E <_> O .2- °33> _ ■— w - - LLA-. Z.E 0 «A^.i = <3 C CT- 3 LLDZS°2-L ^^^^Eg?65 "' S-, ^X> 2 ■=x> 3—Cdo 3 o -2, o o = 3*3 2 O s3 3; — ■— - -Ti rO' .3 >-* a *" w OLHZZLK-ZZLHZdS - sl'Sxo- ^-^ddZ - -° g^--- 3 O -G — • = C O 'S «“• 70 3^—3 5 O- 5 ^3 . O »_, -O 2 HZ E 5 ä - - ä= 0*3 -_ -3^d = 2*57 3 219*3-^ Ec G p Et - - - - SAS« 3-5 &15 W 3 av = S^5 *3 -5J « 3 '—-C C.E—«© L L _ o~ 2 >-» e — - >g u. XCO 2 L^3 g" G 3 '-. 'S WZ «M -n 3^ _^Z «LH-: ___£> = -c PO _ US MO 3 p — 3-=" -3 =52 o.— 3-2 « W =‘C,Ü"t “ 5 .ZK 1§2-eB - ■ei»» Z?Z^ o — Er en £55) ,** v c a®r w 3 — s- 3 C 3 Mö -EZ s= LU=-L BMJZ ZH ,® dl«! L -DH 3-HD O yl ZL g 3-0 _ SA c x» >K E 3 nr> 5^ is 3 E L§ Bekanntmachung. Die am 15., 17. und 18. dö. MtS^staltaefundenen Heugras- Bcrstcigcrungcn von den städtischen Wiesen sind genehmigt. Giehen, den, 19. Juni 1907. Grohherzogliche Bürgermeisterei Gietzen. I. B.: Cur s dj m a it n. B “/« Bekanntmachung. EamStng, den 29. Juni, vormittags 11'/« Uhr findet in dem SivungSsaal im Biirgcrmeistcrcigcdäudc die öffentliche Verpachtung des städtischen Ltciuvrucho im Walddistrikt Hangelitein auf die Tauer von 6 Jahren statt. Gieszen, den 19. Juni 1907. Groühcrzogltchc Bürgermeisterei Gießen. I. B.: Curfchmann. B*/8 Bekanntmachung. Laniotag, den 29. Juni, vormittags ü Hhr findet in dem LitzuugSiaal im Vürgcrmeistcrcigebäude die öffentliche Verpachtung der städtischen 'Landgrubc an der Rödgcr Strafe auf die Dauer von drei Jahren statt. Gießen, den 19. Juni 1907. . . Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. B-: Curfchmann. B”/6 Arbeitsvergebnng. Für die Errveitcrung des Elektrizitätswerkes soll 1. die Lungsteinlieferuna lBasaltlava«, 2. die Walzeisenlieserung • TienStaa, den 25. Juni d. I., vormittags 10 Ubr öffentlich vergeben werden. t . Zeichnungen. Arbeitsbeschreibnng und Bedingungen liegen bei unS zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote auf Lordruck, der daselbst erhältlich, und bis zum genannten Termin an uns cin- zureichen. — Zuschlagssrist 14 Tage. Gießen, den 19. Juni 1907. Städtisches Hochbauamt. ___Gerbet._____________________B19^ Arbeitsvergebung. Nachstehende Anstrcicherarbeitcu sollen zusammen oder ge^ trennt vergeben werden: 1 Anstrich von rd. 700 Kandelabern und Konsollatcrnen, 2. Anstriäi von rd. 30 Bemilbrunnen. Die besonderen Llrbeitsbedingwigen liegen aus unserem lech- Nischen Bureau zur Einsichtnahme offen, wohin auch die Angebote. In verschlossenem Briefumschlag mit entsprechender Aunchrift versehen, bis längstens Montag, den 24. d. MtS., vormittags 11 Ubr zu richten find. Gießen, den 18. Juni 1907. Städtisches Gas- und Wasserwerk. I. V-: Ritzinger. B“/e Die Ausführung des Umzugs der inneren Ein- richtung und der Transport der Kranken der Univer- fitäts-Augenkliuik in Gietzen tn die neuen Anstaltsräume soll auf dein Wege öffentlicher Ausschreibung vergeben werden. Die Bedingungen und der Ministerial-Erlaß voin 16. Juni 1893 liegen nachmittags von 3—5 Uhr auf dem Berwaltungs- iurenu offen. Angebote, versiegelt und mit der Auffchrift „2lngebot auf Umzug" versehen, sind bis zum LS. Juni 1907, vormittags 11 Uhr auf dem Vcrwaltungsbureau abzugeben. Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage. Gießen, den 17. Juni 1907. Bls/6 Großh. Direktion der Univ.-Augenklinik. VossiuS. Vergebung von Pflasterarbeiten. In dem Gcmcindehause zu Wieseck sollen Samstag, öch 22. lfd. Mts., ilachmittags 5 Uhr Pflasterarbeilen veranschlagt zu 2840 Mk. — Pfg. öffentlich vergeben werden. Gießen, den 17. Juni 1907. S cnßfelder Krcisslraßenmcister. b17/8 Arbeitsvergebnng. Die bei Entwässerung und Renovierung der Synagoge in der Steinstraße hier vorkommcnden Installationsarbeiten sowie Weißbinder- und -lnstreicherarbeiten sollen im Wege schriftlicher Submission vergeben iverdcn. Reflektanten wollen ihre Angebote spätestens bis zum 26. d. M., nachmittags 4 Uhr, an den Vorsitzenden der israelitischen Religionsgcsellschaft, Herrn Bankier I. Grünc- iv a l d hier, gelangen lassen. Zeichnungen und Arbeitsbcschreibungen können bei den Herren Architekten Seuling und Nicolaus, hier, Wall- torstraßc 75, während deren Geschäftsstunden eingesehen, auch von denselben nähere Auskunft cingcholt werden. Gießen, bett 20. Juni 1907. Ter Vorstand der israelitischen Religionsgescllschast. I. Grünewald. v2% Bekanntmachung. Bei der hiesigen Schutzmannschaft wird die Stelle eines Schutzmanns vakant und soll demnächst neu besetzt werden. Bewerber, welche den in der Bekanntmachung vom 25. April 1903, die Ausführung des Gesetzes über die Besoldungen der Gendarmen und die Polizeikoflen betr., enthaltenen Bestimmungen entsprechen, werden ersucht, sich bis zum 25. Juli 1907 unter Vorlage der erforderlichen Nachweise bei uns zu melden. Tie fragliche Stelle ist Militäranwärtern vorbehalten und beträgt der Gehalt: 1. für die halbjährliche Probedienstzeit 3 Mk. pro Tag und 100 Mk. Kleidergeld pro Jahr und 2. nach definitiver Anstellung 1300 Alk. Anfangsgehalt mit alljährlichen Steigungen von 30 Mk. bis der Endgehalt mit 1800 Mk. erreicht ist, sowie 100 Mk. Kleidergeld pro Jahr. Bensheim, den 19. Juni 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Bensheim. Dr. Irenay. D2% in Würfeln zu 10 Pfg. für 2 Teller — tn wenigen Minuten — nur mit Wasser herstellbar. In vielen Sorten und ltci5 midjer Ware zu haben bei Ludwig Steinhäuser, Neuen Baue 17. Znr Sommerszeit besonders empfehlenswert cÄl6 Heizer zm alsbaldigen Eiulrill gesnchl. Derselbe muß das Schlosserhandwerk gründlich erlernt haben. Bewerber, welche int Jnstallationswesen für Dampf- Heizungs- oder Beleuchtungsanlagen Erfahrung haben, werden bevorzugt. Meldungen unter Anschluß von Zeugnissen sind alsbald an Grobherzogliche Direktion dec Chirurgischen Univerfitüts- kliuik in Giessen einzureichen. B2% Die Stellen der Logenschließer im StadttheaLer sollen baldigst besetzt werden. Bewerber wollen ihre schrift. lichen Gesuche bis zuin 22. d. M. bei der Bürgermeisterei einreichen. Tie Vergütung beträgt Mk. 0,75 für jede Vorstellung. vi’/6 Theaterbauverein, G. m. b. H. Die tomiiec io Siaiiiheaier an den Büffets des Foyers und des 2. Rangs soll an einen leistungsfähigen Pächter, zunächst auf die Dauer eines JahreS, beginnend mit den Einwcihungs- und JubiläuinS-Vorstellungen, vergeben werden. Bewerber wollen ihre Pachtangebote bis zum 22. d. M. an die Bürgermeisterei einreichen, wo auch die Bedingungen zu erfahren sind. v”/, Theaterbauverein, G. m. b. H. Volksfest gclegciiliiih -er UmMM-Wiläum-Feitt am 3. uud 4. August 1907. Hiermit werden die Besitzer von Schaubuden aller Art, welche sich um einen Stand bewerben wollen, aufgefordert, ihr Anerbieten baldigst dem Unterzeichneten einzureichen. C1»/, Professor EU, Frankfurter Str. 44. ----— . , ■ T Eine grosse Partie Lapeten-Refte von 5 bis 20 Rollen, fast nur bessere Qualitäten uni moderne Muster, 3982 weit unter Freis. Heinrich Hochstätter. Schloßgasse 19 — Telephon 305. s 5**»l5. cs>3 S 5S) .®ge» «e S4 K S L *Ä Ei —5" 3 3 DO « « । •i'as 5? 5T v ZUS r 'S* r s 3 £ öo &i r> 80 = c-, « s e?— S isu >.«* s 3 rr ff 33 SZS S Ö -tT « 71® h ® ss rt u Passiva. 970498.79 14627.-«, 3962 Brüder Schmidt 2548.98 1000.— betrug Ende 3871 Während 1906 gingen zu . Während 1906 gingen ab . vmh b= ÄEIeFarben >Lschasl ooer HFÄ trocken und extrafein in lwcscn kaufen oder . Oel gerieben. Ebel-und L-7- Wer ein stück, Geschäft sonstiges Anwesen kaufen oder Fugboden-Lacke, Pinsel und Mal- ^(9^ S r- am 31. Dezember 1906 am 15. Juni 1907. ff E 2 T §8 r ss» 1151.12 27876.18 5444.10 a ' to L rr f Gorr, Kontrolleur. Marburger Strasse. Bestellungen zeitig erbeten. ff 5i cr> — ÖD2 5*Ö v U 3” «S'(yl S 8 $s 3 E E S 778925.16 201926.64 300.— 9354.14 ff« 5.? IG § | 2 a Ou « ♦ s I © of’-ri 2 ?a S Z cn 8 to o 3 to ff Uu g ff ’^S £ ärtö5 Daher Stand Heuchelheim, Kreiling, Direktor. LS2 ■ S L ffZZ 3 1 äi ff ff S ro US s t? 1IV er 2 R. ff E H E» 32640.23 Koche auf Vorrat Meck's Apparate u. Gläser Krumeich's Krüge Ideal-Gläser ff ’S* Aktiva. 1. Kassenbestand . 2. Ausgcliehene Kapitalien. . 3. Güterkaufgeldcr 4. Mobilien . . 5. Fällige Zinsen. 1023146.17 Die Zahl der Mitglieder *Sr »<2> E» rt ft S = E g-g o er er ÄZ Hochfeinen, saftigen Emmenthaler Käse -er pfmib Uk. 1.20 ff. Edamer Käse per Mud Mk. 1.10 Camembert per Stück 45 M. Fst Allgäuer Rahmkäse per Stück 10,15, LüKsg. ff. bayrische Handkäse per Stück (i Mg. 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