Nr. 270 Fünftes Matt. LF 7. Jahrgang Samstag 16. November 1907 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die ..Gietzener Famtllendlatter" werden dem »Anzeiger* oiermai wöchentlich beigeUqt, das „Kretsblati für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Der ..hessische Landwirt*' erscheint monatlich einmal. Uetzemr Lvzeir Eeneral-Anzeiger für Gderheffen Rotationsdruck und Verlag der Brühllchen UnwersllätS • Buch- und Grrtndruderet. R. Lange. Bietzen. Redaktion, Expedition und Druckerei» Schul- stratze 7. Erpedition und Vertag teEy t>L Redaktion: 112 Tel.-Adr. AnZ-igerGietzen. Wie man Kolonisieren soll. In diesen Tagen waren es zehn Jahre, daß im fernen Osten ein Stückchen Landes durch Marinesoldaten besetzt worden ist, als Strafe dafür, daß mehrere Deutsche von fanatisierten Chinesen ermordet worden waren, ohne daß man sich in Peling beeilte, hierfür Genugtuung zu geben. Ohne Schwertstreich ist damals Kiautschou besetzt worden uni) wenige Monate später kam ein „Pachtvertrag" zu-«, stände, der uns das Gebiet für 99 Jahre sichert. Damals' handelte es sich um ein wenig ansprechendes Gebiet und man lächelte verschiedentlich über diesen Ausfluß deut-, scher Expanfionsgelüste; aber man hatte die Rechnung ohne den eisernen Fleiß der Deutschen gemacht. Es muß zwar zugegeben werden, daß der Besitz Ktautschous in militärischer Hinsicht nicht gar zu hoch zu veranschlagen ist, weil die entlegene Kolonie den Angriffen einer feindlichen Flotte, insbesondere einer japanischen, ziemlich preis- gegeben wäre, da Deutschland nicht in der Lage ist, eine große Flotte in jenen Gewässern zu unterhalten. Aber hierin beruht auch nicht der Hauptwerk K'iautschous, dieser liegt vielmehr auf wirtschaftlichem Gebiete und da muß man es denn hoch anerkennen, daß in der verhältnismäßig kurzen Spanne von zehn Jahren aus dem öden und verrotteten Nest eine prächtige, saubere und blühende Handelsstadt geworden ist; großartige Hasenanlagen sind geschaffen, durch welche die früher der Versandung preisgegebene Bucht zu einem der besten Häsen Ostasiens geworden ist. Handel und Wandel nahmen zusehends zu, und vor allem trug der Bau der 400 Kilometer langen Schantungbahn ungemein viel dazu bei, den Besitz zu heben. Das reiche .Hinterland wurde auf diese Weise erschlossen und vor allem ist die Errichtung von Kohlengruben für uns überaus wertvoll geworden. Hand in Hand damit ging eine zweckmäßige Behandlung der Eingeborenen, die ursprünglich der Wendung der Dinge nicht gerade sehr freundlich gegenüberstanden, jetzt aber hiermit äußerst zufrieden sind, weil ihnen hieraus selber bedeutende Vorteile erwachsen sind; ist doch das Pachtgebiet, obwohl in nächster Nachbarschaft, in der Provinz Schantung, schwere Aufstände zu verzeichnen waren, stets von Unruhen frei geblieben. Diese Blüte wäre indessen kaum erreicht worden, wenn man nicht über eine geschickte Verwaltung verfügt hätte. Es ist bemerkenswert, daß die der Marine angehörenden Gouverneure es ganz vorzüglich verstanden haben, die Verwaltung den örtlichen Bedürfnissen an- zupassen, ohne in die übliche bureaukratische Schablone zu verfallen. Insbesondere nahm man auf die Bedürfnisse der Handelskreise weite Rücksichten und suchte deren Winke zu beherzigen. Die Folgen sind nicht ausgeblieben, und während in unseren anderen Kolonien infolge des dort herrschenden „Assessorismus" man kaum vorwärts kam, konnte aus Kiautschou nur gutes berichtet werden. Sollte das nicht auch anderwärts möglich sein? Staatssekretär Dernburg hat vor wenigen Tagen nach Rückkehr von seiner ostafrikanischen Reise die Amtsgeschäfte übernommen und will nun daran gehen, die dort gemachten Erfahrungen in praktischen Maßnahmen umzusetzen. Herr Dernburg ist bekanntlich nicht aus den amtlichen Bureaus hervorgegangen und man mußte von ihm in allererster Linie erwarten, daß er auf eine bureaukratische Ge- schäftshandhabung keinen allzu großen Wert legt. Bor- lausig ist er während des ersten Jahres seiner Amtsführung diesen Beweis im Großen und Ganzen schuldig geblieben und konnte ihn wohl auch noch nicht erbringen, aber jetzt dürfte der Zeitpunkt nahe sein, wo er zeigen kann, auf welche Weise er unfern Kolonialbesitz zu heben gedenkt. Die in Kiautschou beobachteten Verwaltungs- grundsütze bieten ein gutes Beispiel, an welches sich der Staatssekretär halten sollte; die Erfolge würden schwerlich ausbleiben und die ganze Nation würde es ihm danken. rrlernes FeuiUston. — Int. Sport- uni> Berkehrsausstellung tu Frankfurt a. M. Man schreibt uns: Der schon seit längerer Zeit schwebende Plan, im Jahre 1908 oder anfangs 1909 eine internationale Sport- und Verkehrsausstellung in Frankfurt zu veranstalten, nimmt jetzt greifbarere Formen an. Neben dem Automobilsport und kleinen Autamobil- Rennen soll der Reitsport (Pferderennen) vorgesührt werden. Auch das Fahrrad wird in sportlicher Beziehung vorgesührt. Ebenso sollen Ballonfahrien veranstaltet werden. Olympische Spiele, ein Tennis-Tournier, Golf-Spiele, turnerische Vorführungen sind vorgesehen. Die Ausstellung selbst soll Sportgeräte und Sportzubehör aller Art umfassen. Ferner Sportliteratur, auf einzelne Sportarten bezügliche Sammlungen, sportliche Musteranlagen und Modelle, Photographien, Zeichnungen, Entwürfe usw. — Hauptmanns neue Dramen. Hauptmann ist eben dabei, ein Schauipiel ms Reine zu bringen, und wird, wie es heißt, in zwei Wochen damit fertig sein. Es ift ,, Kaiser Karls Geisel" betitelt. Die Uraufführung findet bei Brahm in Berlin statt. Weiter ivirb berichtet, bau Hauptmann sich mit dem Plan trage, Jan von Leyden zum Helden einer Dichtung zu machen. Hier Handelt es sich um einen früheren Plan Hauptmanns. Ferner heißt es, das Schauspiel „Das H i r t c n l i e b " mit dem Patriarchen Jakob, Ravel und Lea nähere sich der Ausgeitaltmig, und die dramatische Ehestandsgeschlchte „Gabriel Schillings Flucht" sei im Entwurf vollendet. Dieses war dem Lesung- Theater schon überreicht; doch hat der Dichter selbst dieses Werk danials zurückgezogen. — Ein abergläubischer französischer Dramatiker. Henry Bernstein, der erfolgreiche Autor des „Dieb , der am nächsten Freitag in unserem Gießener ^tadttheater zur Aufführung tontmch soll, glaubt an die geheimnisvolle Macht der Titel mit sechs Buchstaben. Und in der Tat haben seine Stücke, deren Tuet sechs Buchstaben hatten, „Detour , „Nasale , .Holenr" großen Erfolg gehabt, während andere mit längeren VernrZjch-es. * Eisenbahnunfälle. In Stendal ist ein von Netzen kommender Zug bei der Einfahrt insolge falscher Weichenstellung mit einem Packwagen zusammengefroßen, wodurch die ZugiokomotMl? sowie, eine andere Znglotomotive und insgesamt 25 Wagen entgleist' uno zum Teil erheblich beschädigt sind. Em Lokomotivführer uno ein Bremser wurden anscheinend leimt verle tzt. Der Materialschaden ist bedeutend. — Jniotge dichten Nebels stiegen aus der elektrischen Kleinbahn zwischen Bol?ksdvrs und rw-ohldorf in Meiendorf bei Hamburg ein Personenzug uno ein Güter- zug zusammen. Ein Zugführer wurde schwer, fünf Fahrgäste mürben leicht verletzt. — Bei einem auf der Ccina- dischen Pacislcbahn in der Nähe von Pembroke (Ontario) zlvischen einem Zuge des Eastbound - Expreß unb einem Gülerzuge erfolgten Zusammenstoß wurden 7 Personen getötet und vollsländtg v er bra nnt. Acht Personen wurden außerdem verletzt. * Straßen wasche auf elektrischem Wege. Die erste elektrische Straßenwaschmaschme war gestern in Berlin zu sehen. Diese neuen Maschinen haben gegenüber den jetzt noch gebräuchlichen, mit zwei Pferden bespannten Waschmaschinen große wirtschaftliche Vorzüge. Sie ersetzen Sprengwagen, Kehrmaschinen und Arbeiter mit Gummlschru dbern. Sie sprengen und reinigen gleichzeitig, und trocknen die gereinigten Straßen, ganz gleich ob diese mit Asphalt, Holz, Macadam, Wiener Pflaster 2C. belegt sind, sofort wieder. Eine Kiesbeslreunng ist also m vielen Fällen überflüssig. Durch den Fortfall der Bespannung wird die Verwaltung unabhängig von dem Fuhrunternehmer, und die Maschine kann ununterbrochen arbeiten. Während mit den bisherigen Waschmaschinen eliva 35- bis 40 000 Quadratmeter Fläche in einer Schicht geremigt werden, können mit diesem elektrischen Automobil 75- bis 100 000 Quadratmeter in derselben Zeil verkehrssicher gemacht werden. Die zwei vierpferdigen Motoren genügen für eine zehn- bis fünfzehnstündige ununterbrochene Arbeitszeit. Der Kessel faßt 2500 Liter Wasser. Tas Gewicht einer mit Wasser gefüllten Maschine stellt sich auf etwa 5000 Kilogramm. > Kleine Tageschrouik. Ein Eifersuchtsdrama spielte sich nm Donnerstag in G bar- tot tenburg ab. Tie m einer Weirigroßhcmdlrmg angestellte Verkäuferin Mathilde Mika wurde von ihrem Bräutigam, dem Ranhnann Achtznrck, durch einen Revolverjchuß schwer verletzt. Ter Ziistand des Mädchens ift besorgniserregend. Ter Täter flüchlete, wurde aber von Kriminalbeamten am Freitag früh aus dem Bett heraus verhaltet. Ter Buchdrucker Paul Minow, der sich selbst beschuldigt hatte, die Kind ermorde in Berlin begangen zu haben, hat sein Geständnis roib er inten. In Berlin ist am 13. d. Alts. Frau Emilie Krigar, die Schwester des großen Dialers Adolph von Menzel, gestorben. Heute, Samstag nachmittag wird in Gotha die Feuerbestattung der Verstorbenen stattsinden. Am 14. November tiefen aus unaufgeklärter Ursache in Groß- Bült en (Braunschweig) vier Griibenarbelter in einen in Bewegung befindlichen Erdzug hinein. Drei Alaun wurden sofort getötet, der vierte schwer verletzt. In Essen wurde ein gewisser Anton Muckel, der ein kleines Mädchen wegen 5 Alk. ermordet hatte, vom Scharfrichter Reinhardt aus Magdeburg hingerichtet. rZttiVEryrtäts-NcrchNsctzSevL. ■— Der Verband deutscher Hochschulen trat am 15. November in Eisenach, wie uns von dort geschrieben wird, zu einer außerordentlichen Tagung zusammen. Der erste Punkt ift der Protest Eharlotienburgis gegen die Aufnahme Tübingens und M a r - burgs in den Verband; beide Universitäten haben nämlich die sich loyal verhaltenden katholischen Korporationen in ihren Lokalverband ausgenommen! Der zweite Punkt gilt dem Austritt mehrerer Hochschulen aus dem Verbände, der dritte einer erneuten ^Beratung der konfessionellen Frage. Dabei hat Charlottenburg bereits seinen Austritt angekündigt für den Fall, daß der vollkommene 2lns- schlnß ronfessioneller Verbindungen nicht durchgeführt werde. — Diese Tagesordnung sowie der schon voüzoaene Austritt mehrerer Hochschulen aus dem Verbände (vor allem Titeln, wie „Fröre Jacques" glänzend durchfielen. So hat sein neues Lrtuck wieder einen Titel mit sechs Buchstaben: „Samson". Dessen Erfolg konnte also nicht ausbleiben. —- Ein bisher unbekanntes Aiozart-Quar- tett veröffentlicht, wie man aus Berlin schreibt, die von Josef Lldols Bondy und Fritz Wolff in Berlin heraus- gegebene Halbmonatsschrift „Neue Revue" iu ihrem demnächst erscheinenden zweiten Novcmberheft. Es handelt sich unt ein lustiges Gesangs-Enjentöle (2 Soprane, Tenor, Baß), das im Nachlaß des im Jahre 1855 in Wien verstorbenen Michael Bartenschlag gefunden worden ist und von dem bekannten Musikschristdarsteller Richard Batka mitgeteilt wird. Das Quartett, das eine der heitersten Proben der Jmprovisationskunjt des Meisters ist, gehört in die Gruppe der schalkhaften Kompositionen, die wie das „Bandl- terzett" kleine Alltagserleonisse VTozarts künstlerisch verklären und für das Milieu des Wiener Bürgerhauses vom Ende des 18. Jahrhunderts charakteristisch sind. Die „Nene Revue" veröffentlicht die Noten und den Text dieses köstlichen Merkchens mit Begleitworten Richard Batkas. — Gräfin Sophie Bigier ift in Paris gestorben, so meldeten die Pariser Boulevardblätter, und dieses oder jenes erinnerte daran, daß die Gräfin ißigier einst eine Sängerin mar, deren Ruhm die Welt erfüllte. Noch mehr Ursache, uns dies ins Gedächtnis zu rufen, hatten die Deutschen, denn die Gräfin Vigier, vor säst 60 Jahren als „Signora C r u v e l l i" der erste Stern der Pariser Großen Oper, war eine Deutsche von Geburt, 1826 in Bielefeld als die Tochter eines Tabak- fabrikanten geboren. Eigentlich hieß sie Sophie Eruwell; den Namen Cruvelli legte sie sich erst bei, als sie in Venedig, sozusagen von heute aus morgen berühmt wurde. Von Venedig wurde sie an das Italienische Theater nach London berufen, wo sic neben einer Henriette Sonntag unb einer Jenny Lind ebenbuLiig sang und »vielte. 1854 erschien sie zum erftenmal vor dem Publikum in Paris, unb fortab errang sie ihre höchsten Triumphe in beu Hauptrollen her Werke Meyerbeers. Leipzigs- zeigen, wie verjeylt der Ver,uch war, aus dev Bekämpfung der katholischen Studentenkorporationen ein die gesamte deutsche Smdentenschaft einigendes Prinzip zu machen. Das Ergebnis konnte nicht anders sein als Reklame für diejenigen, die man bekämpfen wollte. 1905 ist der Verband von 16 Universitäten und 9 technischen Hochschulen begründet, heute gehören ihm noch 9 Universitäten und 10 technische Hocyschulen an, dazu 3 Bergatavemien und eine tierärztlicye Hochschule, insgesamt 23 Hochschulen — also wenigs über die §ä(fte der rund 40 deutschen Hochschulen. Die Tagung in Eisenach wird den Zer rüttungs- Prozeß weiterführen, denn nichts könnte die deutschen Scudenten zwingen, eine Politik der Unfruchtbarkeit fortzusetzen. Es gibt gegenüber den gewiß unerfreulichen konseffionellen Verbindungen nur eine Abhitfe: daß nämlich die übrigen Korporationen durch ihre Tüchtigkeit, durch ihren „Akehrwert" eine so starke Anziehungstrast auf die jungen Studenten ausüben, daß die konfefsionellen Verbindungen konkurrenzunfähig werden. — An der B e r 1 i^n e r Untrerjität ist die 17jährige Chinesin L i -1 s tt - z u n g, dte Tochter eines verstorbenen Arztes in Schanghai, auf besondere Empfehlung des chinest- fchen Gesanoten hin als Hörerin in der philosophischen Fakultät zugelassen worden. ' vlvzzrsMe oeoouihrurstzen der StaLron Gießen. November 1907 Barometer au 0° reduziert Temperatur der Luft Abioluie Feuchtigkeil Relative Feuchtigkeil Windrichtung Windstärke Wetter 15. | 2“ 753,9 4- 8,0 6.9 86 s 2 Bed. Himmel 15. 1 9" , 753,5 4- 6.5 6,9 96 SW 4 16. 7" 754,5 + 6,4 6,6 91 SSE 2 » * Höchst e Temperatur am 1 4.—15 . Nov. = + 8,1 • C. Riedriciüe w „ 14.-1! r. = + 4.6 w C. L- z.kbmcht örr Ohrefäilr m tUtju. Monat Oktober 1907. Einwohnerzahl: angenommen zu 30 0U0 (intl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeilsziffer: 21,2 °;00, nach Abzug von 25 Ortsfremden' 11,2 Voo. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.-15. Jahr Masern KD — — 1(1) Noie 2(2) KD — 1(1) Lungenschwindsucht 2 1 1 Limgeiientzündulig 2 2 —. — Limgenlalarrh 2 1 —— 1 Herzleiden 5(3) 5(3) — Schlag flliß 3 3 — — anderen Gehirnleiden 5 (3) 5(3) —— — Tarmkatarrh 1 1 — anderen Tarmleideii 4(3) 4(3) — — Nierenentzündung 3k2) 3(2) •— — bösartigen ü)keu° bilbunqcn 10 (7) 10 (7) — — Verunglückung 3(3) 3(3) — — anderen Krankheiten 10(1) 3(1) 7 — Summa: 53 (25) 41 An ni.; Tie m Klammem gejetzien Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle m der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen qebixiebte Kraule kommen. Mvmß muö öeu ^MLrskiuisrktzifittii m slstu wttyku. Aufgebote. November. 9. August Jockel, Weißbinder in Hungen, ^nit Heo nüne Karolme Lehn m Haieru. 9. Kart Heinrich Orth, Sergeant dahier, mit Hulda Minna Sauer m Altenseelbach. 11. Theodor Dörfner, Tapezier, mit Lina Ziegler, beide dahier. Eheschließungeu. November. 9. Richard Lüdtke, Rechtsanwalt und Notar in Recklinghausen, mit Anna Machalett dahier. 9. Wilhelm Balser, Schneider, mit Anna Moos, beide dahier. 9. Georg Steuß, Lokomotivheizer, mit Katharine Töpfer, beide dahier. 9. Johann Raiidenbiisch, Knecht, mit Anna Renkel, beide dahier. 14. Ernst Kaiser, Oberkellner m Wetzlar, mit Margarete Winnecker dahier. 14. Älichael Klupfel, Schlosler dahier, mit Maria Theiß in Weilers- t)ain. 15. Hugo Etsoffer, Rechtsanwalt, mit Johanna Rothenberger, beide dahtcr. Geborene. Oktober. 31. Dem Landrichter und Privatdozenten Dr. Julius Friedrich ein Sohn, Wolfgang Wilhelm. 9lovember. 2. Dem Gerber Wilhelm Becker em Sohn, Wilhelm Adolf Hans. 3. Dem Architekten Konrad Schiihmacher eine Tochter, Alargarethe Elisabeth Emma. 5. Dem Lehrer Gustav Wagner em Sohn, Friedrich Otto Ernst Beatus. 6. Dem Versicherilngsbeamten August Wilhelm Reuier em Sohn, Hermann. 6. Dem Installateur Otto Gustav Linset cm Sohn, Gustav Wilhetm. 6. Dem Kaufmann Ludwig Stern ein Sohn, Hans Joseph. 6. Dem Kaufmann Ludwig Stühler ein Sohn, Georg Kurt Waldemar. 8. Dem Hoboisten Bruno Herrmann eine Tochter, Auguste Margarete Erna. 8. Dem Schirrmeister Konrad Schomber em eol)n, Erwin Bertold. 9. Dem Schlosser Karl Reiber eine Tochter, Anna. 9. Dem Gutsverwalter Philipp Schußler eine Tochter, Frieda. 9. Dem Schneider Hermann Fleischer eine Tochter, Martha. 10. Dem Spengler und Installateur Wilhelm Stork eine Tochter, Lina Karolme Elise. 13. Dem Taglöhner Ludwig Atüller eine Tochter. Gcstordeue. November. 8. Wilhelm Hojch, Mechaniker und Optiker, 66 Jahre alt, Ludwigslraße 35. 8. Johanna 'JJiarie Staffel, 7 Monate alt, Asterweg 9. 13. Gustav Lern, Krankenwärter, 25 Jahre alt, Licher Straße 74. Die nach- A n r 7 t P sind Sonntag, den 17. Nov. von stehenden ö l Zi l v 1*2 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts nur lür dringende Fälle sicher anzutreifen. Dl6/U Dr. Ploch, Asterweg 9. — F. Wagner, West-Anlage 51. — ____________Dr. Schliephake, Guethestr. 44.____________ Sonntag von 4—9 Uhr Nur EsrageMpothelce offen. § Geschäfts-Empfehlungen bete« mmgft vrühl'sche Untversttäts Druckerei, Sieben. Im Preis bedeutend herabgesetzt moderner Mark fussfreier Mark ohne 'Rücksicht auf den sonstigen Freis. . . jetzt 15 . ° jetzt 8 haben wir eine Serie Kostüme .... Röcke ..... Meverhoff & Goslar Kreuzplatz 13 vorm. 5. Weimersheim Pachf. Kreuzplatz 13 SS1/1 (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 730 840 51 159150 227 160-120 49 62 64 770 8G6 72 94 58 546 [3000] 481 509 20019 83 1 78092 468 667 745 42019 L^j 129 [500] 87 333 41 78 4to 80 555 927 4 3031 ?00] 678 903 44094 ?36 73 941 2 0 2823 963 2 0 3 019 684 743 850 918 76 2 0 4031 250 533 797 922 199052 345 94 806 94 40 766 29 56 365 607 44 774 81 SSL 60 322 [500] 814 28 018 209151 66 [500] 253 380 99 816 21Ai"a 911 75061 77148 278 926 8 2008 409 750 846 19 12101» 227 12 3 243 850 687 225 972 855 713 405 658 868 622 [500] 218 61 371 94 80 858 80 2 0 6165 937 208147 243 972 403 640 317 506 76 [500] 91 24 653 943 976 371 513 556 676 90 806 736 4«1 636 110 224 953 603 217 929 894 422 218 411 783 911 15060] 323 [500] 894 975 39 156048 300 47 488 37 363 425 651 158086 217 59 783 410 728 907 802 633 936 168 32 589 811 801 582 937 48 s30001 567 606 237225 64 735 86 171 561 599 [1000] 514 69 632 57 406 [1000] 783 2 1 0098 80685 535 88 889 190oii 610 84 [500] 673 76 [1000] 225020 227439 768 942 200114 229 2010-23 266 667 [1000] 10 45 343 [500] 50.3 778 83 20=1017 107 200 2070-20 201 339 44 [ 500] 522 662 941 210036 85 197 508 124 268 314 525 54 84 678 765 813 44 927 93 1062 52 607 718 639 45 921 2059 115 74 300 525 696 736 81 [1000] 22 3062 221 47 314 589 618 987 4173 311 48 613 827 5074 150 256 74 339 449 [500] 50 517 789 882 6017 133 72 258 403 670 88 7147 215 083 744 55 8183 639 58 1.3095 W. Beurlen jnnior Kirchbeim-Teck 411 (Wiirtt.). 051 76291 773 865 [5001 91 7 8 348 69 496 7 9002 10 [500] [3000] 81076 355 [10001 455 WMüGWcKÄm Bela-Glanzgarn [30001 37 91 321 450 59 555 92 728 [1000] 841 71 202044 [5001 49 72 88 7.34 85 203021 00 204217 [5001 47 79 96 365 304 403 514 71 730 826 [500] 32 9304 433 [3000]' 639 [500] 1O010 [500] 204 591 613 785 969 1 1011 511 781 84 824 12120 63 239 47 85 742 89 [1000] .[5000] 524 656 [3000] 88 781 843 68 14018 35 258 sind in allen Farben vollständig waschecht, Bestes deutsches Fabrikat Zu haben in allen Garn- u. Tapisserie-Geschäften, 207 621 oof??-0.1-31 599 t3000] 221232 57 472 722 838 925 [1000] £l2[100015 46 196 -30001 318 52 60 961 11000] 224036 344 89 478 580 697 903 2250-' »»ry3c7onöo7t 720 810 56 952 226068 74 86 330 54» 227629 853 934 2 28127 329 519 2 2 9016 53 268 LlUvUJ —,- ?3Ö1S1 325 [500] 94 422 512 91 687 767 [1000] *>»4 5R 7q7^3100d 353 477 565 77 786 036 232013 2‘UiVfi^ 626 86 812 td00] 233010 467 77 *v4108 JSOOO] 690 860 94 924 235' ' kbOO] 8o4 146155 [500] 77 293 313 55 84 449 539 807 147109 61 297 430 587 647 51 [500] 72 843 913 19 148290 688 831 992 1 4 9 054 88 182 695 [500] 150006 89 202 7 61 67 84 317 734 989 151066 124 86 226 359 550 604 24 44 912 152058 219 308 97 584 7SS 861 15 3824 65 970 1 54071 123 [5000] 15 5 229 360 [ 500 ] 830 934 [500] 900 71 157112 207 [3000] 129 [1000] 61 201 417 46 78 673 343 65 78 672 810 19 78 995 19. Ziehung 5. KL 217. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 15. November 1907, vormittags. [Nur die Gewinne Uber 240 Mark sind den betreffenden x- Nummern In Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten^ 6 6 109 81 271 75 344 70 7 7 408 702 1 362 557 675 [710 826 67 653 68 89 2087 92 284 668 3 624 806 4012 255 ^nm73»^1«549 15001 632 [1000] 720 5185 93 649 829 49 6104 7 10 262 882 928 7212 433 580 982 [500] 8^0 364 74 715 824 70 9052 113 40 71 [3000] 8° 84 297 520 [500] 767 967 [1000] 86 * 10111 18 203 335 57 496 581 86 627 747 82 941 11045 67 115 17 22 310 54 86 447 524 677 738 43 861 12085 630 [1000] 844 SSO 59 1 3150 207 307 52 807 1 4029 82 445 637 96 770 90 826 96 15032 72 165 233 [5001 649 56 SS 926 [500] 16 09 1 266 37 7 536 630 [1000] ^000 281 94 436 655 702 1 8126 389 553 697 890 '19267 335 [3000] 481 509 37.3 666 734 909 20268 *»j 895 21134 540 53 903 62 2 2010 827 932 23246 72 366 612 700 54 24179 [500] 314 59 907 80 [500] 2 5 227 95 40 4 52 0 2 2 609 1 2 4 3 8 78 2 6 037 4 4 56 154 90 615 828 955 27054 773 801 915 [500] 28015 380 642 985 29085 212 [3000] 60 [500] 80 97 [500] 341 493 521 763 821 946 [500] 30170 [500] 222 654 766 066 31237 306 906 96 32?19 ini!S°?^ 68 7? 142 55 [3000] 219 347 74 574 819 101135 60 746 1 02210 862 407 690 844 951 103205 [1000] 615 965 1 04451 58 651 722 1 0 5014 87 253 375 409 14 793 800 946 106129 [500] 331 [500] 896 929 1 07156 295 340 73 651 616 [500] 10 8 027 107 328 76 412 79 [500] 645 53 1 09003 177 325 J 869 192 756 702 .------------------- 88 912 161175 325 829 [3000] 39 973 162102 82 355 417 778 825 51 163 032 123 267 310 90 553 612 [500] 86 791 164117 245 639 897 15001 165113 253 505 731 38 60 [1000] 850 980 [1000] 16 6004 55 [1000] 233 74 409 679 925 1 6 7 069 144 262 578 699 743 816 1 6 8 325 720 SO [500] 95 836 [500] 38 69 78 85 99 938 169-64 691 734 975 66 350 700 M « 45041 386 [500] 351 [500] 523 5001 638 985 46537 629 61 713 860 [1000] 975 84 47365 686 755 48123 457 527 [500] 42 062 64 80 49012 46 86 128 85 209 24 60 87 439 513 69 793 858 50078 276 434 651 86 614 23 834 5 1 041 92 [5001 266 383 432 [500] 93 553 742 50 71 S7 917 53 52028 148 335 948 53259 667 54028 148 [1000] 219 375 580 699 783 55023 73 150 544 70 780 876 943 5 6330 442 904 5 7443 631 681 804 17 34 56 5 8 720 84 841 906 40 5 9086 457 523 . .60012 77 138 [500] 88 222 302 437 511 697 [500 ] 79- [500] 6 1 024 110 213 414 [3000] 751 6 2 233 359 429 50 78 806 927 63112 [3000] 74 75 98 375 727 969 b41^—838 809 14 99 982 83 65165 400 6 6009 470 83- 105 ö^000 971 73 6 8250 432 84 794 1*000] 69079 170175 441 [500] 521 -9 4 4 678 9- 84 2 972 1 7 1 057 226 5.1 11000] 687 830 98 943 94 172105 16 82 270 406 595 859 173126 403 89 665 75 174.373 79 615 820 17.>135 81 .365 412 726 86 1.3000] 901 33 1 76116 [1000] 54 257 81 94 [3000] 799 1 77368 85 593 865 8.3 1 7 8092 [500] .326 57 72 4.3.3 44 91 512 [1000] 25 97 [500] 745 51 179214 367 441 611 60 718 9. 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Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. 70050 361 502 639 717 [500] 50 858 [500] 71262 68 334 400 9 18 617 70 SSO 72076 156 70 97 253 [500 ] 392 448 75 578 7 3159 369 [500j 91 405 [500] 65 570 667 928 74117 249 [1000] 56 [1000] 562 930 54 7 5047 127 41 442 63 80 552 921 27 7 6010 [3000] 149 206 394 418 34 502 69 860 SO [500] 77074 127 58 234 66 459 523 840 53 [3000] 942 [1000] 78107 [500] 81 [1000] 83 312 80 93 526 {500.1 856 [3000] 86 938 79343 453 [1000] 83 [1000] 80022 70 -53 247 85 [ 500] 517 19 613 29 44 [500] 67 709 625 SS [500] 81121 96 310 442 540 700 8 2072 379 406 58 633 [3000] 823 983 8 3 002 43 344 82 506 691 70-1 6 823 998 [500] 84577 66G 724 25 801 973 85042 166 [1000] 81 85 88 295 674 873 [5000] 965 88 86014 193 272 342 524 608 799 [500] 984 8 7 128 92 94 322 487 537 73 752 [500] 88*2 94 [1000] 936 46 [1000] 88114 [3000] 427 42 547 676 [500] 726 8 9395 424 519 671 90063 87 103 55 357 472 [1000] 622 780 91109 51 299 505 706 27 908 33 65 93 9 2091 155 653 719 30 [ 5000] 826 982 93175 s24 43 620 88 89 9 4199 255 304 9 50T> 163r^t 840 987 06111 [3000] 294 352 [500] 493 683 801 900 40 9 7061 173 322 89 [3000] 410 95 640 791 96 947 56 [1000] 98232 [500] 70 3M 710 22 918 9 9103 315 28 62 94 506 99 120406 62 64 611 762 847 [1000] 053 ’2J. ’ 78 122122 221 91 438 670 863 1Z3243 850 15 49 67 *5001 549 804 98 840 50 55 [10001 357 540 648 768 961 l$?Pro [.8000] 431 004 [500] 30 39 1 27 169 74 .388 547 701 [500] 62 841 [500] 007 «M »06 » 1290=6 M3 00 306 1« 44 ,39 - J / Z l oOO j 70.376 89 589 9.31 71025 167 79 216 48 [500] 665 [500] 788 72169 402 17 [500] 524 [500] .35 [1000] 86 66.3 706 834 7 3 »61 585 679 970 74001 209 92 99 341 56 511 98 667 857 ---— -- -- 110231 313 27 454 544 55 712 881 95 970 111046 424 674 992 25 112132 333 623 96 [1000] 753 92 [1000] 113179 80 [3000] 246 657 769 809 950 114055 [ 500 ] 79 297 [500] 368 505 81 627 840 83 900 115025 400 52 84 593 669 764 116183 253 686 [1000] 777 952 117093 428 500 81 707 57 878 118160 530 603 737 90 892 4119002 827 536 48 789 949 120149 250 83 836 510 82 84 610 79 881 12 1 018 [10000] 903 75 122028 86 320 51 454 643 95 756 878 [500] 123012 216 20 458 615 [ 500 ] 49 [3000] 747 124608 29 64 [1000] 125009 83 138 85 260 64 381 56 773 [500] 802 [500] 27 954 83 1 26198 267 84 590 .710 1 27237 49 421 620 1 2 8048 283 618 835 904 [1000] 37 [1000] 129080 ISO 419 728 924 69 130-5 272 4q60 68 683 841 13 1 081 180 280 880 IIZ87..^02 17 818 132053 104 636 [3000] 938 ™32°irLSl 785 878 1 3 4590 655 56 745 'n8».3 1*00] 96 [1000] 13 5026 145 58 524 704 874 87 99C 136098 440 51 [1000] 676 96 771 840 15001 986 0'2 1 37ntA iS WoS*4 74 022 13812 Ä «4^605 [500] M 513 866 n\r»6®025 100 478 89 689 937 [ 500] ,. - ,|Z?.288 J5001 888 427 32 675 99 710 34 73 141427 BM luiJSX?! 1A3034 194 236 93 [500] WJM6_ W6144287 top 887 145Q63 109 89 93 4U 726 190041 191 572 [500] 624 25 747 R12 15 939 191240 rni ™ ^°r^AAin7iÄ22142 209 833 rin°01 39 s^OO] 492 607 23 24 [1000] 193051 188 458 507 665 [500] 94 729 800 68 72 930 [500] 19 4521 39 811 25 49 929 41 195074 93 104 [3000] 420 [inoo] 555 75 [5001 651 196'97 642 197036 225 779 [1000] 845 58 67 1 9 8072 [10001 797 922 199052 489 [ 500] 561 804 37 , 170 043 209 31 57 410 18 625 [30 000] 54 853 86 943 171264 96 399 [1000] 422 536 652 735 805 172066 371 442 559 75 603 49 819 26 37 76 [500] 901 17 3 090 313 430 602 [5000 ] 839 >500] 17 4060 205 677 11000] 81 175211 651 760 898 [3000] 176005 260 634 786 976 177099 325 [5U0] 507 797 98 840 94 942 [1000] 178154 [500] 95 296 352 661 740 179049 217 511 601 737 833 955 —a . 18 0 071 276 502 740 897 978 [500] 18 1 051 100 [500] 601 4 t [3000] 708 821 26 905 182553 830 37 72 99 938 183088 292 378 407 718 920 184011 21 49 217 39 207 439 838 t100°l 743 97 941 185009 423 513 27 15001 66 725 1 8 6 216 510 705 33 967 85 1 87105 [5U0] 201 489 754 bfö [3000] 67 90 901 72 93 1 8 8220 377 [3000] 753 843 58 189007 253 369 89 496 969 Eimer mitBr.ca.20-35Pfd.tX ! sowie in 10 Pfd.-Dosen ä M. 6.20 iKonoR flGrten 9iad)it. ob. iBoridjuß. In Holzgeb. Preis!, zu Diensten. 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Die vorhandene SÄ der Lcbensbranche wird zur Verfügung- ge- angenehme, gesicherte Position ! 152/anfiR^1H«irkM^biete»W0iI13e ^Lan richten sub. H. R. 1040 an itndolr Jlosse, Berlin S. 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