Nr. 16 Drittes Blatt 157. Jahrgang Smnstaa 1V. Januar 190T Erscheint IS-Nch mit Ausnahme deS Sonntags. Tie „Siebener ZamlllenblLtter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, da» „Hüllblatt für den Krtls Stehen" zweimal wöchentlich. Ter „kjesflsche kandwlrt" erscheint monatlich einmal. GieWer Ameiger Eeneral-Anzeiger für Sberheffen Rotationsdruck und Derlag der vr übliche» ■ Universität» - Buch- und Lieindruckerei. 'r* R. Lange, Sieben. Redaktion, Expedition und Tnickerei: Schul- strabe 7. Expedition imb Verlag: e-zK Redaktion: toS 112. Test-Sldru AuzeigerSieben. Blutet nimm Kurs. Man famt heute von einem neuen deutschen ReichSkurs sprechen. Tie Regierung deS Fürsten Bülow hat sich gemausert, auS dem Grandseigneur von einst ist ein Mann geworden, der mehr zu den Sitten der KausmannSwclt hinneigt. Der Fürst arbeitet intensiv an den Wahlen. DaS offiziöse Vureau depeschiert deS Kanzlers Erklärungen in der „Nordd. Allg. Ztg." Tag um Tag hinaus in die weite Welt. Der Kanzler tut was er kann, um dem kommenden Reichstag eine nationale Mehrheit zu sichern. Tie ReichSregierung hat bisher fast auSschlieblich mit den Konservativen gearbeitet. Tie ganze Politik der lebten zehn Jahre ist darauf zugeschnitten. Und nun sieht man den Kanzler sich plötzlich an bic gemäßigte Linke wenden, an die Liberalen und deren Rückendeckung im Stand der Industriellen und der Kaufleute. Auch die zumeist durchaus nicht konservative Künstlerschaft erfreut sich, wie die Leute auS der Gelehrte,trepublik, deS regierungs' sritigen Wohlwollens. Ist daS die Politik deS Kanzlers, oder Hal sich am Ende noch weiter oben ein Gesinnungsumschwung gezeigt, der sich auf diese Weise ausdrückt? ES ist nid>t unbemerkt geblieben, daß der $... . f e r seine Stellung beispielsweise zur modernen Kun st geändert hat. WaS einst nach seinem Urteil in den Rinnstein gehörte, bad scheint nach oben kommen zu sollen. Der Simplizisl'imuöreichner Bruno Paul hat einen sehr ehrenvollen Ruf nach der Rcichshauptstadt erhalten. Der kühne moderne Baumeister Messel erhält Staatsausträge und wird womöglich bald Hofbaumcister. Von einem auf Kosten deS traditionell als „scl/ön" Angesehenen an bic LebenSwahrheit so unerbittlich sich haltenden Maler wie Wilhelm Trübner hat sich der Kaiser porträtieren lajscn, und wer weiß, waS noch folgt. LS ist auaj lan Geheimnis, dass der Kaiser Berständnts für bic kulturelle und soziale Bedeutung der Industrie hat, und seine beinahe frcundl. n Beziehungen zur Großkaufmannschast sind bekannt genug, als daß man darüber ein Wort zu verlieren bräuchte. La ist es tnn Wunder, wenn man aus den Gedanken kommt, daß der eigentliche Urheber des -egemvärtlgen Umschwunges uscht im Rcichökanzlerpatai» fißt Bereitet sich nun wrrktlch eine Modernisierung unserer Politik vor, oder bedeuten die Zeichen, die wir zu bemerken glauben, weiter nichts, als daß man einfach die Kreise, an die man sich icpt wendet, für die Wahl gewinnen möchte, um bann, nacl-dcm em neuer Reichstag der Regierung den Wtllen getan hat, wieder konservativ weiter zu regieren, wie man bisher regiert hat? Das ist eine diffizile Frage. politische Tcrgesscharr. Unter Ausschluß der Presse. K. Berlin, 18. Iammr. Die sehr überraschende QJhtleilung, daß auf Wunsch deS Reichskanzlers die Presse von dem Festessen be3 kol onialpoltttschen Aktionskomitees au8« geschloffen ist, wird m der heutigen ,2k. 9lUg. ßtg.* nicht dementiert. Ls hat also seine Richtigkeit damit, das; Fürst Bülow zwar eine große Wahlansprache zu halten gedenkt und auf deren weiteste Verbreitung dllrch die Zeitungen Wert legt, aber außer den selbstverständlich .zugclassenen* Offiziösen keinem Mitgliede der Presse begegnen will. Man muj sich fragen, welchen Ziveck eine solche LluSschließung der Presse haben soll? Denn bisher zählte Fürst Bülow keineswegs zu den durch Kritik verärgerten Staatsmännern, die .grundsätzlich', in Wirklichkeit wegen der unliebsam empfundenen Kritik „auf die Presse pfeifen*. Zu den EmpsangS- abenben im Kanzlerpala>s sind Vertreter angesehener Blätter stets geladen; bekannt ist überdies, daß Fürst Bülow oft genug in Unterredungen mit Journalisten, Unterredungen, die von vornherein zur Veröffentlichung bestimmt waren, zu wichtigen TageSsragen Stellung genommen hat, freimütiger, als es in einer parlamentarischen Rede oder in einer sonstigen offiziellen Kundgebung hätte geschahen können. Beabsichtigt Fürst Bülow den Teilnehmern an dem Festesten noch besondere vertrauliche Mitteilungen zu machen? Aber auf welchem Gebiete könnten diese sich bewegen? Und hat die Presse nicht viele Male den Beiveis unverbrüchlicher Verschwiegenheit erbracht? Der ,Voss. Ztg.* wird geschrieben: ,Jn England und in den Ver. Staaten wäre diese Fernhaltung der Preste glatterdings unmöglich.* Undenkbar, zumal bei Gelegenheit einer Rede, die an die ganze Nation sich wendet._________________________________________ Deutsche- Reich. Berlin, 18. Jan. Heule vormittag begann im Schloß das Fest des Schwarzen Adlerordens; vorher Halle der Kaiser den Reichskanzler besucht. Der Kronprinz, die Prinzen, die fürstlichen Ordensritter und die sonstigen lapitel- fähigen Ritter begaben sich in feierlichem Zuge unter Fanfaren- jangen nach dem Rittersaal, voran zwei Herolde, dann paarweise Vi: lapitelsähigen Mitglieder des Ordens, die jüngsten voran, zu- leyt der Kaiser, dem sich die Generaladjutanten und das Gefolge imschlossen. Im Rittersaale hatten die übrigen Geladenen sich versammelt, darunter die Generale, Admirale, Staatsmiitister und die Wirklichen Geheimen Räte. Während die kapitelfähigen Ritter zwei Halbkreise rechts und links vom Throne bildeten, ließ sich dcr Kaiser auf dem Throne nieder. D er Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich geleiteten als Parrains den Prinzen Oskar von Preußen, den Fürsten Waldeck und zu Pyrmont, sowie den Prinzen A l b e r t v o n H o l st e i n - Glücksburg vor die Throncs- Ihifcn. Nachdem dieselben gelobt hallen, die verlesenen Statuten ju befolgen, erteilte der Kaiser unter Umhängung der Ordenskette Ilie Accolade. Mit der gleichen Feierlichkeit wurden sodann Gr- »erat v. Lcszezynski, Fürst zu Eul enburg, der Doll Laster v. Radowitz und Admiral v. S e n d e n - BEran in kfiierL In dem dritten Akte folgte die Eintleioung des Ministers L t u d t, des Oberpräsidenten Grasen o. Zedlitz und Trützschler, des Kardinalfürstbischofs Tr. Kopp, des Herzogs von R a t i b o r jmö des Generals v. Stülp nagel. — Ter Bundesrat hat die Vorlage betreffend den Antrag Braunschweigs wegen der Gestaltung der Regierungsoerhält- Me im Herzogtum Braunschweig den zuständigen AuS s chü s s e n Verwiesen. ‘ Jßtaugf C3tt).eiflz_ 18. Zn der heutigen Sitzung des Landtages crElärte tu a. Staatsminister Tr. v. Otto: Tie Regierung lehnt c3 ab, den Antrag der Landesversammlung zur Kenntnis deS DundesratcS zu bringen (Bewegung), ist aber ''ereil, den BundeSratSbevollmächtigtcn anzuweiscn, den Referenten im BundeSrat den Wortlaut der Resolution mit der Bitte zur Kenntnis zu bringen, ihn dem BundeSrat bekannt zu geben. — Die LandeS- versammlung gab ihrer Ueberzeugung dahln Ausdruck, daß nach erfolgtem Ausgleich durch den Regierungsantritt deS Prinzen Ernst August die bundeSfreundlichen Bezchungen des Herzogtums -um Nachbarreiche Preußen nicht beeinträchtigt werden. Karlsruhe, 18. Jan. DaS Großherzogspaar von Hessen tras heute mittag hier ein. Zum Empfang waren an dem Bahnhof erschienen die Großherzogin und das ErbgroßherzogS- paar von Laden. Auch Halle sich ein größeres Publikum ein- gefunden. Nach herzlick>er Begrüßung erfolgte die Fahrt zum Schloß. Der Großherzog erwartete die hessischen Herrschaften am Schloßyortal. Um iVr Uhr fand im Gartensaal des Schlosses Fürstentafel, an der auch Prinzessin Wilhelm teilnahm und gleichzellig Marschallstafel statt. Um 4 Uhr begaben sich der Groß- Herzog und die Großherzogin von Hessen naa) Darmstadt zurück. Karlsruhe, 18. Jan. Zum 18. Januar wurde heute in den badischen Schulen eine Ansprach edes Groß Herzogs verlesen, in dcr darauf hingewiesen wird, daß die Macht be5 Tent- fdjen Reiches nicht allein auf der so notwendigen Verteidigungsstärke beruhe, sondern auch auf der geistigen A n s b i l b u n g der gesamten Nation. In seiner Anspracl)e führt der Groß- Herzog des weiteren auS: Bedenket also, liebe Schüler, daß der Fleiß und die Gewiss.uhafugkcit in den Studien aller Altcrs- ttasscn sich nur bewähren kann, wenn fujon früh die Ueberzeugung scststeht, daß die Ausbildung des Geistes als eine nationale Pfliä' t erkannt werden muß. Neues aus Rußland. Aus Lodz wird telegraphiert: Am F-rcitag nachmlltag, während der Beilegung z weierermordeterÄrbeiter, lehnten die Priester di« Teilnahme am Leichenzuge ob. ES tarn vor der Kirche, wo die Trauerseier stutt,and, zu einer Schießerei, wobei a uj t Personen er > cho >' Ien und etwa 20 schwer verletzt wurden. Im Leichenzug entstand eine surchtb..re Panik. D.e Empörung in der Stadt ist groß, mehrere Fabriken' stellten den Betrüb ein. Lei einer Haussuchung in einer Möbelfabrik in Riga kam eS zwischen sozialistischen Slrbeiler.t und Militär zu blutigen Zusammenstößen. T^s Fabrilgebüude ist von Kugeln förmlich gespickt. Ein Gehchmpoltzsii wurde getötet, ein Schutzmann und ein Arbeiter schwer, zachreiche leichter verletzt. 30 Arbeiter wurden verhaftet. Die Polizei beschlagliahmte zaylreiche Waisen un> verbotene Schriften. Wie verlautet, yut eine englifd)e Gesellscha ft, die bisher der russ. Reichsbank gehörenden «silber- ■ n b St u p f c t • Minen bei Patlaranik in Finland erworben. An ber Spitze des Konsortiums steht einer der größten Londoner Finanzfirmen. Eine englische Spezialgesandtscha.t unter Führung des Obersten Williams trat in Petersburg ein unb wurde vom Zaren herzlichst empfangen. Ausland. Paris, 18. Jan. Der französische Ingenieur Veyre, der mit dem Sultan von Marokko befreundet ist, hat einem Berichterstatter des „Motin" erzählt, der Sultan fiinbe völlig unter deutschem Einflug und vertraue fest darauf, datz Deutschland alles abwenden wurde, was ihm schaden könne; ex höre als einzigen Konsul nur den deutschen Konsul Vassei. Die Enll sendung des Majors v. Tschudi und des Rittmeisters Wolff, denen ein dritter Ofsizier bald folgen werde, habe die Gründung einer deutsch en militärischen Mission zum Zweck, die unter dem Vorwand, im Solde des Sultans zu stehen, wichtige össenllicye Arbeiten, wie Brückenbau, drahtlose Telegraphie usw. einrichten wolle. Ferner meid.t man aus Tanger, baß die Re- gierungstriippeii harmlose Tör,er auiplünbem, alles Vieh jic^cn, die Hauser niederbrenaen und Frauen vergewaltigen. Lei Arzila sei viel Vieh, das Eigentum von Europäern gewesen sei, önenb li.ch verkauft worden, oyne daß die Regierungsbehörden sich um die Beschwerden ber Eigentümer gekümmert hallen. — (Senat.) Bei der Ler^tung des nciegsbudgets führte General Langlois aus, bezüglich dor Kavallerie bestehe zu Unrecht eine Strömung, die dahin gehe, sich in ber Defensive zu verhalten. Ferner sei es viel notwendiger, recht schnelle illr- tiHerie zu Dtrtoenben, als zahlreiche Artillerie. Man bürje bei der Kavallerie leine Abstriche machen, um die Artillerie zu verwehren. Hinsichtlich ber Artillerie befinde sich Teurfchland in derselben Lage wie Frankreich. Für die Infanterie fehle vefoiiders ein aowechs.unasreiches Gewnde, das W'taiiöosrübungeii gestatte, wie namenllich das Heranschleichea an die Stellung des Feindes. Langlois llagt dann, daß der G e n e r a i fr a b ans stumpf gewordenen B u r e a u m e n i ch e n besteh-. Man müsse eine gut ausgerüstete Kavallerie unb Artullrie beioel; ..ten und den Generalstab einer Aendcrung unterziehen. Ter Berichterstaller Wabdinglln sagt, die Verwaltung des Heere-s sei in guten Händen. Ter französifche Jufanterieiolbat toste 100 Frrs. weniger als ber beuLiuje. Tie neuen o^-llchrille erfordetn aber aua> neue Ausgaben für die Kavallerie. Sofia, 18. Zun. /Das Amtsblatt veröffentlicht bic Bestätigung Qes Minitterbeschlusfes, durch den die Universität Sofia zur Strafe auf sechs Monate geschlossen wird und sämtliche P ro"j e s fo r e n uu.d Telaiie aus dem Dienst entlassen werben. Die Maßregelung erfolgt wegen Ausschreitungen von Studenten bei der Eröffnung oes Nationaltheaters. Kon der Z9al-ivlw?gnng. Gießen, den 19. Januar 1907. Von befreund eter Seite schreibt inan uns: Donnerstag abend wurde unter dem Vorsitz des Lehrers Ohly in Steinheim eine Wahlversammlung abgehotten, welche sich einer sehr regen Beteiligung ergraute. In ia;önem Vortrag wies Herr Dhll) auf dw Auflöiun^ des Reicystags, das eigentümliche Austreien und bio Herrschsucht des Zentrums hm unb forderte auf, sich alle in dem nationalen Gedanken zu- savrmenzufinden. Sodann sprachen die Herren Riedel und Stabil). Löber vom liberalen Dahtb)miiee in Gießen über unsere Kolonie uptr das Wirken des Herrn HeyligennaLdt im Reichstag. Herr Bo m mersheim oo.i Langsdorf trat jur die Kandidatur e'töhler em, n>eil dec es allein nur verstände, wo den Bauern der Schuh drücke^ Jnsbeso^cre vermies er darauf, daß Heyliger.staedt und oas Stabrverorbnetenbollegütm sich über die Flei au wurung entrüstet hä.ll u. Er selbst könne dos beurieilert, da er selbst ein Baue. >.- mit 20 u argen Land und Viehstand. In ruhig gemessener Wei'c crtlänc .llerr Löber, daß Heyligen- liacdt an Dein Taz in Bertin unb nichr in ber Sladwerordneten- versammiunZ gerne।en sei und deshalb beut Antrag Krumm nicht zustimmen konnte. In saft alten agrarischen, Handwerker- unb Arbeiterfragen, die gerecht Baren, sei Heyligenstaedt für buie Leute eingetreten, trotz seiner Zugehörigkeit zur Gwßinbustri«. Mit einem Hoch auf das Vaterland wurde bic Versammlung geschlossen. In TraiS-Horloff fand eine recht gut besetzte, vom liberalen Wahlkomitee anberaumte Wahlversammlung statt, in ber BergmerkSdirektor Finn ben Vorsitz führte. Herr Riedel au3 Gießen als Referent mußte leider feine Nedo m ber Mitte abbrechen, weil ihn ein Ohnmachtsanfall Über« rafchte, wahrscheinlich infolge der Ueberanfircngung der Angriffe, die mündlich und schriftlich gegen ihn gerichtet roarenJ Herr Löber sprach dann noch weiter über die Kolonien, den hiesigen Tlckerbau, waS Herr Heyligenslaedt alles für dio Landwirtschaft gcwukt, insbesondere über bnS, was er noch in seiner großen Fraktion wirken kann, so z. B. über landwirtschaftliche Meliorationen, Entschuldung infolge Belcihnng (nicht Vcvschiildung) mit 3 */5 dec Taxe rc. Reicher Beifall ivucde dem Redner zuteil. 9hi3 der Butzbacher Gegend wird unS geschrieben: Tie SBorbeteiiung zur ReichstagSivahl verläuft in unfevee Gegend sehr ruhig. ES finben nicht viele Veilaminlungen statt. Am Lonmag soltte in Hochweifel eine lojialöcinafr. Versauinilimg slailsindcn, es winde jedoch der Saal abgesagt. Am Sonntag spricht Tr. Strecker, der hcifümige Kandidat, in Butzbach, wo er früher als Lehrer tätig war. In» nationallib. „Mainz. Tagebl.^ lesen wir: Herr Landtag-rabg. M. W o l t VI. in Stadecken teilt unS mit, daß cv nur aus lllrünben dcr Taktik eine Kandidatur gegenüber dem Kandidaten der yiatioimlli* evalen und des AuiideS der Laiid- ivlite, Herrn Keller, angenommen habe. Keller hätte nicht auf die Summen des Zeiitrums rcd)nen können, wöbrend Wolf vom Zentruni gewählt woiben wäre. Taduich haus sich die Möglichleit ergeben, daß Keller und Wolf in bie Stichwahl gekommen wären. Ta bei der Siichwahl die Entscheidung in der Hand der Fieiiuinigen und 2ozialdemotrale>, lag, wäre, aller Poranssicht nad), Keller als Sieger ans der Urne hei vorgegangen. U n ft will diese ganze Taktik nicht gefallen. Nachdem die Freisinnigen des Wahllrei'es iRainz« Oppenheim sich bereit erklärt bauen, für unseren Kandidaten, Herrn Tr. Pagensrecher, zii stimmen, bauen bie Nationalliberalen des Wahlkreises Bingen-2tlzey auf bie 21 u f l'tt 11 u n g eines eigenen Kandidaten verzichten unb gleich im ersten 23 a h£• gang Herrn Schmidt-Elberield, der sowohl in nationaler wie liberaler Hinsicht allen unseren Anforderungen entspricht, ihre Stimmen geben sollen. Tie Zollfragen sind auf eine Reihe von Jahren erledigt, und wir wurden es für einen wahren Segen hatten, wenn sich die Wählerschaft, wenigstens diesmal, nicht nach wirtscha'tlichen, sondern nach politischen Gesichtspunkten gruppieren wollte. Im Wahlkreis BenSheim-Erbach treten die! Freisinnigen für Haas (nat.-lib.) ein. Eine Gruppe katholischer Wähler bcS Wahlkreises Hanau-Gelnhausen fordert in einem Aufruf zur Beteiligung an der Wahl und Eintreten für die bürgerlichen Kandidaten auf. Die Leitung der ZentruinSpartei hattv^ bekanntlich Stimmenhaltung empfohlen, wodurch der Sieg beil Sozialdemokraten wahrscheinlich werden würde. * Ter Kaiser soll angeordnet haben, daß ihm ant Morgen seines Geburtstages eine ziffernmäßige Darlegung der Ergebnisse derHauptwahlzumReichL- tag überreicht werben solle. Daraus wird der naheliegendel Schluß gezogen, es stehe eine kaiserliche Kundgebung zwecks Sammlung aller Nationalgesinnten zur Stichwahl zu erwarten. TerzweiteWahlgangistdieSmalmehr dennjeentscheidenb für die Zusammensetzung beS Parlaments. Zentrum und Sozialdemokratie erringen ihre Erfolge zmll weitaus größeren Teck in dec Hauptwahl, und da es wenige Kreise geben dürfte, in- denen diese beiden Parteien im zweiten Wahlgang um daS Mandat kämpfen, so müßte bei geschloffenem Vorgehen ber anderen bürgerlichen Wähler und zumal bei lückenlosen^ Eingreifen der bisherigen 9kichtwähler sich das Blatt zugunsten der Üregierung wenden. Grund genug also zum Appell von ragendsier Stelle. Wenn man aber weiterhin schon bie Möglichkeit einer Einberufung deS Kronrats in Betracht zieht,, so erscheint die VorauSsctziMg dafür wohl erst gegeben bet; einem für die Negierung überraschend ungünstigen Wahl- auSsall. Der Gouverneur Südwestafrika?, v. Linde quill, be-s teiligt sich nun auch an der Wahlagitation durch Vorträge in Großstädten, unb man hört in Wühlerkrcifen der Ver-' wtinbcrung Ausdruck geben einmal darüber, daß der Gouverneur, doch wohl einer der sachkundigsten Männer der Negierung, erst so spat ,vor die Fronf tritt, bann aber auch darüber, daß er seine Vorträge vor Korporationen deS Handelsstandes hält. Tie letzteren, so meint man, seien ohne-i hin Freunde der Kolonialpotitik. DaS mag zumeist zutreffen.^ 'Aber es ist zu beachten, daß Herr v. Lindequist nur vor den Körperschaften sprechen kann, die ihn ein la den. Von Seiten bcS Zentrums ober der Sozialdemokraten hat er solches Ersuchen kaum zu gewärtigen. Zu bedauern ist allerdings, daß Gouverneur v. Lindequist, obendrein ein gewandter Redner, nicht schon vorn Beginn dcs Wahlfeldzuges an .Aufklärungsarbeit* verrichtete. Der Berliner Magistrat beschloß, allen städtischen Angestellten und Sir bei fern am 25. Januar unter Fortzahlung bc5 Gehaltes und Lohnes zur Ausübung des Rcichstagswahlrechts Urlaub zu gewahren. In Berlin wollte sich Graf Pückler am 17. einer Versammlung als Reichstags-Kandidat vorstellen. Er erschien erst spät und entwickelte sein Programm. Die 93er* famnitiing würbe schließlich polizeilich aufgelöst, da der christliche Herr Graf das liebevolle Verlangen stellte, daß man bie Juden mit dem Schwert aus dem Lande treiben solle. ^Interessant ist eine Aenßerung in der englischen Presse. Während diese bisher zumeist den deutschen Reichs-' lagswahlkampf als ein Ringen bedrohter Volksfreiheit gegen Zäsarismus zu kennzeichnen pflegte, schreibt heute der .Tally Expreß*^ - Saline, Badea n st alt und Tiefbauamt 23 ab = 92au» ^Anaestellten.Ausschüne in der Prrvat-Jndustrie. entgegen vielfachen falschen Angaben in der Presse inBadSalz- hausen die Bohrungen nach der neuen Quelle erst vor h e i nl und Badeanstalt Bad-Salzhausen. Bon Interesse war hierbei die Erklärung des Herrn Finanzministers, daß । - Dir Ziele bet deutschen Vtegierung m dem gegenwärtigen nuiec uno eine ^nzayt. ^xiiunetiülueubue zugegen. ;t)w vom Aog. LSahUeldzug sind in England gri'mdlich entsteltr worden. Die 5ieichs- Molthan bearbeiteten Kapitel: Weinbaudomänen, Kameral- und »egierung verteidigt der Hauptsache nach ganz einfach die Sache Forstdomänen, Staats ei senbahn en 2 c. wurden sämtlich genehmigt, des Nationalismus. Ein Triumph der s o z i a 11 st i s ch» u l^t r a - ebenfo die Kapitel des Abg. Ulrich, darunter besonders Kap. 8, montanen -Verbrüderung wäre vom britischen elanb- Dunkte aus ganz besonders zu bedauern, denn er würde einem «englisch-deutschen Einvernehmen entgegen ar« beite ru_________________ - Wir lesen in einem Mannheimer Blatte: Infolge des bedeutenden Aufschwunges der deutschen Industrie sind in letzter Zeit Bewegungen und Kämpfe wirtschaft- licher Natur hervorgerufen worden, bei denen die beteiligten Parteien, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, nicht immer günstig abgeschnitten haben. Ganz nach den vorliegenden Verhältnissen war ber Erfolg abwechselnd auf der einen oder anderen Seite, niemals laber stand derselbe in einem richtigen Verhältnis zu dem Verluste, der durch Aufwendung von Kapital, Arbeitskraft und Intelligenz entstanden war. Je enger nun der Zusammenschluß der von diesen Interessen berührten Parteien wird, je heftiger müssen die Kämpfe werden und die Verhältnisse können sich einmal derartig zuspitzen, daß unser ganzes kulturelles Leben davon berührt wird. ! Während es bisher nur Arbeiter, also in keinem festen Ar- ibeitsverhältnisse stehende Angestellten, und Fabrikanten, Arbeitgeber, waren, die sich in diesen Kämpfen gegenüberstandcn, der Privatbeamte jedoch unbeteiligt war, so wird doch wohl oder übel dieser letztere, von beiden Seiten eingeengt und gedrückt, zu der vorhandenen Sachlage Stellung nehmen müssen, wenn er nicht .Gefahr laufen will, ganz von dem Schauplatz der wirtschaftlichen ^und sozialen Bewegung zu verschwinden oder waffenlos gemacht zu werden. Aber schon machen sich Zeichen bemerkbar, daß sick) auch der Privatangestellte zu rühren beginnt. Durch die Zentralisierung der großen Betriebe und durch die eigenartige Konstituierung des unpersönlichen Kapitals wird der Angestellte unwillkürlich gezwungen, von seinem Außenposten herabzugehen, um sich, so weit wie nur irgend möglich, eine entsprechende Position zu sichern. Es muß nun allerdings zugegeben werden, daß auch schon bisher einige Arbeitgeber bemüht waren, ihren Angestellten günstigere Verhältnisse zu schaffen, dies gilt jedoch fast ausnahmslos für die kleinen und mittleren Betriebe, während die großen, bedingt durch ihre einseitige Organisation, teilnahmslos an den vitalsten Lebensbedingungen ihrer Arbeitnehmer vorüberschreiten, und man kann es dem Privatbeamten daher wirklich tzicht Übel nehmen, wenn er sich zu wehren beginnt. Angestelltenorganisationen verschiedener Art beginnen in letzter Leit die Interessen ihrer Mitglieder in kräftiger Weise wahrzunehmen : alle gehen von dem Standpunkte aus, daß es nur durch jSelbsthülfe gelingen kann, den neuen Mittelstand lebensfähig zu erhalten und es wäre nur zu begrüs^n, wenn diesen Bestrebungen Don feiten des Unternehmertums größtmöglichste Unterstütztzung zuteil würde, denn nicht zum allerwenigsten zieht speziell der Arbeitgeber Nutzen daraus, wenn er darauf sieht, einen gesunden und kräftigen Stand von Mitarbeitern zu erhalten und zu fördern, denn es gilt hier nicht nur die Erziehung zum Klassenbewußtsein, wie bei dem sogenannten Proletariat, sondern um die Hochh.rltnng -und die Pflege des Standesbewußtseins und der dazu gehörigen Hülfsmittel. Es ist doch unleugbar, daß dem Angestellten und .ganz besonders dem technischen die großen Erfolge unserer deut- !scheu Industrie auf dem Weltmärkte zum allergrößten Teile mll- »zuverdanken sind, daß es die unversiegbare Kraft der Intelligenz chnd Energie war, die unsere heutige Industrie zu einem derartigen ■g>tanb der Vollkommenheit gebracht hat. ' Die allgemeinen Klagen der Angestellten wachsen mit der Größe des Unternehmens. Die Heinen und mittleren Betriebe, in denen der Arbeitnehmer mit seinem Chef fast immer in Berührung bleibt, geben am wenigsten Anlaß zu Ausstellungen. Tritt jedoch anstelle des persönlichen Inhabers ein Dder mehrere Vertreter, was bei größeren Etablissements wohl /immer der Fall sein wird, so finden die Wünsche der Angestellten l dementsprechend auch immer weniger Anklang und hier wäre ein sUnlaß gegeben, der Unlust und Unzufriedenheit zu steuern, sofern es sich der eigentliche Inhaber oder der Repräsentant der Firma ungelegen sein ließe, von Zeit zu Zeit den berechtigten Wünschen seiner Angestellten ein williges Ohr zu leihen. Viel Mißbehagen und Unlust könnte vermieden werden, wenn man in dieser Beziehung Abhülfe schaffen würde und dies konnte am besten dadurch geschehen, daß man Angestellten-Ausschüsse gründen würde, analog den Arbeiterausschüssen, wie sie in einigen Betrieben auch schon bestehen, unb die Erfahrung hat gelehrt, daß sich diese Einrichtung glänzend bewährt hat und viel zur Prosperität der betreffenden Betriebe beigetragen hat. Nur einige Stunden, im Monat in dieser Beziehung verwandt, beseitigen Verstimmungen |unb Unbehagen und schaffen auf allen Seiten Zufriedenheit und Arbeitslust. Es sollle sich jeder Arbeitgeber angelegen sein lassen, Lieser Frage einmal näher zu treten und man kann überzeugt sein, Laß schon nach den ersten Versuchen die Einrichtung zu einer Lauernden erhoben wird. Angestellten-Ausschüsse als erster Punkt des sozialen Programms sollte die Bedingung sein, die die Mit- glieder an ihre Organisationen zu stellen hätten. Und die Arbeitnehmer sollten diesen vornehmsten Punkt der Angestelltenforderungen mit allen Kräften aus ureigenstem Interesse mit allen Mitteln unterstützen. S.aoi uno tano. ^«Sprechstunden der Dvcbattion li—1 Uhr vorm., 1/27—Vc8 Uhr abdS. Gießen, den 19. Januar 1907. — AuS dem Militärwochenblatt. Der Abschied mit der gesetzl. Pension bewilligt: Frhr. v. Rotsmann, Major u. Vats.-Regt. Kommandeur im Inf.-Prinz Carl (4. Gr. Hest.) Nr. 118, mit der Erlaubnis zum Tragen der Uniform deS Leibg. Inf. NgtS. (1. Gr. Hess.) Nr. 115, unter Verleihung deS Charakters als Oberstleutnant, Frhr. v. Un gern-Sternberg, Major im Leibgarde- iJnf. Rgt. (1. Gr. Hess.) Nr. 115, mit Beendigung seines am 31. Januar 1907 ablaufenden Kommandos zur Dienstleistung bei deS Großherzogs von Hcsien Königs. Hoheit, beiden mit der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Leibgarde-Inf. Negts. (1. Gr. Hest.) Nr. 115, He öden, Obcrstl. z. D. u. Kommandeur be§; Landw.-Bez. Rietz, mit Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Inf. Leib-Ngts. Großherzogin (3. Gr. Hest.) Nr. 117. — Im beurlaubten- stände: Der Abschied mit der Erlaubnis zum Tragen seiner 'bisherigen Uniform bewilligt: dem Hauptm. der Nes. Gise- |diu6 (Gießen) des 4. Niederschles. Inf. NgtS. 9lr. 51. — 'Der Abschied bewilligt mit d. Erlaubnis zum Tragen der Landwehr-Armee-Uniform: dem Oberlt. der Res.: Ka m m e r (Erbach) deS Inf. Rgts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hest.) 9lr. 116. Der Abschied bewilligt den Lts. der Res.: v. Wel- stzien (II. Berlin) des Leibgarde-Inf. Rgts. (1. Gr. Hess.) >Nr. 115, Kettn er (Magdeburg) des 5. Großh. Hess. Jnf.- ,Rgts. Nr. 168, dem Stabsarzt der Landw. 2. Aufgebots: Dr. Bast (Erbach). ** Bei ber Dom Finanzausschuß der 2. Karniner am greüan fortgesetztes Etatsberatung waren wiederum die drei Mi- drei Wochen begonnen hätten. Man sei jetzt bis auf 50 Meter Tiefe gekommen und habe bereits jetzt Resultate erzielt, die zu den besten Hoffnungen berechtigten. Eine lange Debatte rief auch die V. Hauptabteilung: Direkte Steuern, Regalien, indirekte Steuern re. hervor. Darin wird die Bildung von vier neuen Steuerkommissariaten angefordert (anstatt 33 jetzt 37) und zwar je ein neues für Darmstadt I, Mainz I, Offenbach und Worms durch Abtrennung der Landgemeinden. Man verlangte im Ausschuß Nachweise über die finanzielle Wirkung dieser Maßnahme, die wieder neue Diensträume erforderlich machen werde, auch müsse festgelegt werden, ob die neuen Steuerkommissariate direkt auf dem Lande ober ebenfalls, wie bie schon vorhandenen, in der Stadt errichtet werden sollten. Die Debatte hier über wird auch am nächsten Dienstag noch fortgesetzt werden. In ber heutigen Sitzung war übrigens der Ausschuß vollzählig mit allen Mitgliedern.und Referenten vertreten, ein Umständ, der in der gegenwärtigen, vc . der Reichstagswahl bewegten Zeit besonders verzeichnet zu werden verdient, und hoffentlich noch recht häufig zu verzeichnen ist. — Das Lied von der Glocke. Eine selten vorkommende freudige Aufnahme hat das für morgen vorgesehene Bolkskonzert des Sängerkranzes gefunden. Seit Mittwoch ist die geräumige Turnhalle vollständig auSverkaufl und viele Wünsche um Eintrittskarten mußten unberücksichtigt bleiben. Ein großes, ehrendes Vertrauen für den Sängerkranz und seinem Dirigenten Franz Bauer. ** Ein hiesiger Schreibgehülfe benutzte die Abwesenheit seines Chefs dazu, die offen gelastenen Schubfächer zu revidieren. Hierbei entwendete er aus ihnen ein Jagdmesser und ein Ring, welche Gegenstände er auch bereits veräußert hatte, als Anzeige erstattet wurde. •* Verhaftung mit Hindernissen. Als heute morgen eine Frau in der Sandgaste zum Zweck dec Straf, verbüßung verhaftet werden sollte, sprang sie durch ein Fenster ihrer Wohnung in einen zwischen den Häusern befindlichen Winkel. Hier befand sie sich so eingekeilt, daß sie mit Stricken herausgeschafft werden mußte. Die Person ist dem Trunk ergeben und befand sich in einem gar sonderbaren Zustand, als sie ans Tageslicht kam. ** Was ein Häkchen werden will.. Die Brüder Heinrich unb Paul Jung hier, 10 unb 13 Jahre alt, bettelten vor einigen Tagen in einem Geschäftshause in ber eNuftadt unb nahmen hierbei ein int Hofe zum Versanbt bereit liegendes Paket Wollewaren mit, fuhren es auf einem mitgebrachten Wägelchen nach Haus unb versteckten es im Kleiderschrank ihrer Mutter. Zwei Tage später begaben sich die Burschen mit ihrem Wägelchen wieder nach dem betreffenden Hofe, um ein Warenpaket zu stehlen. Es gelang dies auch, allein es wurde bald bemerkt, die iSurfajen ließen das Paket fallen unb ergriffen die Flucht. — Der 14jährige HausburscheGelzenleuchter halle am verflossenen Sonntag den Schlüssel zum Geschäft erhalten, um das Licht im Erker anznzünden. Hierbei nahm er sich feine beiden Freunde Jungemann und Krug mit. Zunächst wurden am Telephon Waren bei Kaufleuten auf fingirte Namen bestellt unb hierbei auch bie Beamten am Telephon beleidigt. Dann entnahmen sie aus dem offenen Pult eine Anzahl quittierter Rechnungen unb versuchten diese Beträge gleich zu kassieren. In einem Falle gelang es ihnen, 2.75 Mk. zu erhalten, welchen Betrag sie brüberlid) teilten, in ben anberen Fällen würbe beit Burschen bas Geld verweigert und es blieb beim Versuch. ** Haftpflichtversicherung für Landwirte. Es sei nochmals darauf hingewicseu, daß die Sammellisten für Einzeichnung zum Beitritt zu ber von der land- unb forstwirtschaftlichen Berufsge itossertschast in Darmstadt zu errichtenden Haftpstichtver- sicherungsanftalt für die Lanbwirte des Großherzogtums zurzeit auf ben Bürgermeistereien offen liegen, unb daß bie Meldefrist mit Ende bes Monats abläuft. — Tie Einrichtung erfolgt int ausschließlichen Interesse der Landwirte, da aus dem Unternehmen keinerlei Gcwiim gezogen wird. Die Hauptvorzüge werben sein: 1. Billige Verwaltung und niedrige Prämiensätze. 2. Eine alle Haftpstichtgefahren aus einem landwirtschaftlichen Haupt- ober gewerblichen Nebenbetrieb oder dem gewöhnlichen Leben umfassende Versicherung für Unternehmer, Familienangehörige unb Bedienstete. 3. Erhebung ber Prämie mit den Beiträgen zur Berufsgenossenschaft. Die Beiträge werden voraussichtlich für kleinere Betriebe 50 Pfg. bis 1 Mk., für mittlere aufsteigend 1—2 Mk., für größere 3—5 Mk. betragen. Beispielsweise hat bei der Hannoverschen Haftpflichtverficherungsanstalt innerhalb eines Zeitraumes von acht Jahren die Durchschnittsprämie für einen Grundbesitz von 50 Hektaren nicht ganz 5 Mk. betragen. Der Bellritt sei daher hiermit angelegentlichst empfohlen, zumal daS ^uftanbetornnien der Versicherung in erster Linie von dem Beitritt einer hinlänglich großen Zahl von Mitgliedern abhängig ist. = Aliendorf a. b.L., 18. Jan. Am letzten Sonntag fand unter Anwesenheit fast sämtlicher Mitglieder die 1. Generalversammlung des Kaninchenzuchtvereins stall. Die Versammlung erledigte unter dem Vorsitz von Friedrich Kraft die Tagesorbnung. Nachdem zunächst bie Kasse geregelt war, würben bie Wahlen vorgenommen. Als ber geschäftliche Teil erledigt war, gaben sich die Mitglieder in fröhlicher Stimmung einem gemütlichen Beisammensein hin. Der Ver- ein, der im Juli vor. Js. nut 16 Mitgliedern gegründet wurde, zählt jetzt die doppelte Mitgliederzahl. ÜL Darmstadt, 18. Jan. Selbstmord durch Vergiftung beging gestern der hier wohnhafte Gendarmeriewachtmeister z. D. Rahn, der im 55. Lebensjahre stand, lieber den Beweggrund zu der Tat ist nichts bekannt geworden. W. Marburg, 19. Jan. (Telegramm.) In einem der Krankenhäuser der hiesigen Landes-Irrenanstalt kam heute nachr gegen % 2 Uhr ein größerer Brand aus. Es gelang alle Geisteskranken, etwa 50 an ber Zahl, zu retten. Der-Feue wehr gelang es, die naheliegenben Gebäude zu schützen, ui d sie ist jetzt noch auf bet Brandstelle tätig. Niemand ist r rletzt worden. Tie Ernähr nug in Stadt und Land. In einer Schrift von Dr. Otto Ammon lieft man: „Ter Baue r ist zu vevglei ,:i mit einer Dampfmaschine, bie mit normaler Heizung arbeitet und gerade imstande ist, die von ihr verlangten Leistungen zu . ollbrmgen. Tie Ernährung und die Ar- beitsverrieluung des j /.gen Bauern eiusprecven sich so genau, nüolge vielhuuderljälui c Anpassung, daß kein Ueberschuß oder doch nur em sehr heuter auf der aktiven S->ite der Gleichung bleibt. Darum entwickelt sich d. Landknabe so spät und ist mit 16 bis 17 Ja» . .1 nicht weiter voran, als die Stadljugend mit 14 bis 15. srUto baue ich an einem viele Laulende von Wehrpflichtigen unb luuiuijeHuc.l j-iütuiiiU vu.Hld iulUicll. lvuui|L langsam, aber er wirb habet fest und stark, und die Geschlechts-' reise tritt bei ihm erst ein, wenn er wirklich ein junger Mann geworben ist. Seine körperlichen unb seelischen Eigenschasten befinden sich in vollem Gleichgewichte. Tie B e r s e tz u n g in bieStabt bringt eine Verbesserung der Ernährung mit sich. Dies wurde von mir an der Hand der amtlichen Erhebungen! von Buchenberger und Wörishoffer nachgewiesen. Ter st ä d t i s ch e, Fabrikarbeiter, der immer so laut über seine Lage zu klagen hat, lebt mit einem jährlichen Verzehr von 43,2 Kilogramm Fleisch und 12,5 Kilogramm Fett besser als ein mittlerer Baue r von 8,2 Hektar durchschnittlichem Besitz, der nur 35 Kilogramm Fleisch und 9 Kilogramm Fett verbrauchen darf. Ter auf dem Lande wohnende Mannheimer Fabrikarbeiter ernährt sich mit 30,8 Kilogramm Fleisch und 11,8 Kilogramm Fell fast so gut, wiel ein mittlerer Bauer in Baden, und selbst bet der unter st e n,' gedrücktesten Klasse der Fabrikarbeiter, ben, Z i g a r r e n m a ch e r n aus dem Lande, übertrifft der Verzehr den der ländlichen Tagelöhner mit! eigenem Gütchen um etwa 20 Prozent, sowohl bei' Fleisch als bei Fett. Bei der Versetzung ber Einwanderer vom Lande in die Städte entsteht ein Ueberschuß von Krall über die tägliche Arbeit, ein Aktivsaldo der .physiologischen Bilanz*. Tie bessere und reichlichere Ernährung wirkt auf den Ai en scheu wie eine stärkere Heizung auf die Tautpimaschine. Ter Tampidruck steigt, die Bewegung der Maschine wird schneller unb die Arbeitsleistung wird größer. Beim Menschen heißt dies, daß er körperlich stärker, leistungsfähiger, nicht daß er gesünder wird. Tie Sladt- rekrnten von 2u Jahren sind etwa 1 */, Zentimeter größer als die Laubrekmten, aber sie haben trotzdem 1'/, Zentimeter weniger Brilstiuniang. Die Eittwicklnng eilt um etroa 17,-2 Jahre voraus. Sie seelischen Anlagen werden ebeuialls gesteigert, sodaß liier bie bessere Ernährung im nämlichen Sinne tätig ist, wie die anregendere Umgebung, die die Stadt bietet. Aber es wäre zu schön, wenn diese Steigerung nur die guten und nützlichen Anlagen berühren würde. Leider ist dem nicht so. Sie betrifft alle Anlagen ohne Ausnahme, wenn and) die einzelnen in verschiedener Stärke. Dieben dem rascheren Verstaube unb ber bedeutenbereu Willenskraft bemerkt man auch eine Zunahme der roilben Triebe, des Uebcr- mtttes, ber Gewalttätigkeit und der Sinnlichkeit. So munter unb so unternehmend, wie die jungen städtischen Proletarier int nüchternen Zustande sind, wird der Bauernbursche erst bann, wenn er em Glas über Den Durst getrunken hat, unb ich habe mich daher an anderen: Orte so ausgebrückt: Das städtische Leben wirkt wie leichter Alkohol." TLuirst uns LMsseuschast. — Der Einfluß des Stu deuten lebens a u f _ b a 5 H e r z. Für die meisten jungeit Leute bedeutet der Genuß bet Schulzeit und das Beziehen der Hochschule einen völligen Um* schwinig in ihren Lebensgewohnheiten. Während sie früher unter ber Aussicht des Elternhauses einen regelmäßigen Lebenswandel führten unb wenig körperlichen Anstrengungen ausgesetzt waren, ührt das Stubeiitenleben zu einem ausgiebigen Atkoliolgenuß, zu starker körperlicher Bewegmig, besonders in den Fechtstunden, unb zu gemütlichen Aufregungen, bie das Perbindungsleben unb bie Meiiiur mit sich bringen. Daß es unter diesen Umständen zu Schädigungen bet Gesundheit kommen kann, ist nicht zii leugnen unb perbienen daher bie Untersuchungen Beachtung, bie Dr. Bingel in Tübingen angestellt unb in ber „Münchener Mediz. Wochcnschr.* veröffentlicht hat. Die Gegenstäiibe seiner Untersuchungen waren bie Herzen einet großen Anzahl von Stubenten der ersten Semester, bie sich einem übermäßigen Biergennß Hingaben unb zugleich körperlichen Anstrengungen und pshchischen (Srregungen ausgesetzt waren. Bei vielen Siefev jungen Leuie ftellteu sich bereits in den ersten Wochen des neuen Lebens Beschwerden ein, die sich in unangenehmen Empfindungen am Herzen, in Druck, Engigkeit auf ber Brust, Herzklopfen, leichter Ermübbarkeit bei geringen körperlichen Anstrengungen unb Ausregungszuständen äußerten. Immerhin glaubt Bingel feststellen zu können, daß sich bei nicht allzu großer Uebertreibung namentlich des Bierkonsums eine Schädigung des vorher geiimben Herzens mit Hülfe der üblichen Unlersuchnngeii nicht nachweisen läßt. Allerdings ist nicht beiviesen, daß solche in der Jugend allzu stark in Anspruch genommene Herzen im spätere» Leben nicht häufiger unb früher insiiifiziert werden als andere, c.t einer Ueberbürbung nicht ausgesetzt waren. Anders liegen die Verhältnisse bei Herzen, bie früher burch Infektionskrankheiten, sportliche Ucbcixmftrcngungen usw. geschädigt worden sind. Ans sie hat das Ctudeiitenleben einen sehr nachteiligen Einfluß, besonder- gilt das für das Herz der Fettleibigen. Arbeiterbewegnng. Krefeld, 18. Jan. Sämtliche Färberei en Kreseld) t)aben in einer heute nachmittag abgeiMltencii Versammlung beschlossen, vom nächsten Aioittag ab die sämtlichen in ihren Betrieben beschäftigten Färber auszusperrcn. Der Arbeitgeberverband der Rheinischen Seidenindi'.striellen hielt hciute abend eine Generalversammlung ab, um zu der Aussperrung bet Färber Stellung zu nehmen. Die Generalversammliing erklärte sich im Prinzip bereit, der AuSsperr ngsmaßregel beizutreten, setztr aber den endgültigen Beschluß auf nächsten Dienstag fest. Gerrchtssaa!. Butzbach, 18. Jan. Das K r i e g s g er i ch t d^r 25. Divi^ fron tagte gestern hier, um gegen den Musketier Robert Albrecht aus Leipzig von der 2. Komp, des Jnf.-Regts. Nr. 168 wegen Fahnenflucht zu verhandeln. A. wurde am 2. Novcmbcr vorigeri Jahres als unsicherer Heerespftichtiger hier eingestellt, nachdem er schon einmal in Straßburg gezogen, sich dort nicht gestellt und diescrhalb vcrurteill worben war. Am 31. Nov. verschwand A. wieder, angeblich, weil er von zwei Vorgesetzten mißhandelt worden war. Tie e ngelcitete Untersuchung ergab aber nur unbedeutende Ueberschrellnngen, wegen deren Bestrasung erfolgte. Jedenfalls lag aber für A. kein Grund vor, die Truppe zu verlassen. Er ging über Ossenbach, Seligenstadt nach Hof in Bayern, wo er ixam. festgenommcn wrrrde. Er wurde wegen Fahnenflucht zu 9 Atonaten. 1 Woche Gefängnis verurteilt und Weller in die zwclle Klasse des Sotdatenstandes versetzt. 9t. B. Darmstadt, 18. Jan. Ter fahrlässig en Gefährdung eines Eisenbahntransportes und der fahrlässigen Körperverletzung angellagt waren l>entc vor der hiesigen Strafkammer der uojäljttgc Sä-assner Heinrich B u ch vo» Laubach und der 28 jährige Hütssschaffner Heinrich Beckerle ll. von Biblis. Die betben Angeklagten führten vertretungsweise im Juli v. I. einen Zug von Mannheim nach Franksurt. Loko- motivsührer war ein Heizer. Auf Station Langen mußte d.'L Zug hallen, um von einem Schnellzug überholt zu werden. Bei der Rückleitung des Zuges vom lleberhvlungsgeletse auf* das Hauptgeleise gelangte aber infolge nicht beachteter Weichen-- stellung der Zug über das richtige Geleife hinaus und kollidwrtei im anderen Geleise mit den letzten Wagen eines gerade vorübcv- fahrenden Gütcrzuges. Der Materialschaden betrug zirka 6U0 Mark. Das Gericht ließ bet der Geringfügigkeit des Schadens Viilde wallen und verurteilte Buch zu 30 Mk., Beckerle zu 20 Mk. Geldstrafe. Düsseldorf, 18. Jan. Das Schwurgericht vertirteilte den hiesigen st ä d l i s ch e n V e r w a l t ti n g s b e a nt t e n Kurl B ö 3 wegen Diebstahls und Unterschlagung von 76U0 Mk. städtischer Stenergelder ferner wegen ainllicher sZätschtlngen zu 1 l/t Jahren Gefängnis. Brau»schweig, 18. Jan. Tie' Strafkammer verurteilt« Rechtsanwalt Popp enbiccE anS Wolscnbüttel wegen 17 Fäll« von Untreue zu 3 I a h r e n G e i ä n g n i s und drei Jahren Ehrverlust. Poppendieck war nach Paris geflüchtet, wmtc adel cuisgcUcfcrt. Liel, 18. Jan. Ter Marinesoldat Jäkel von der 4. Kompagnie des 2. Seebatattlons wurde vom Kriegsgericht wegen einer Reih« von Tiebstählen, u. a. weil er bie Orden bc-s Staatssekretär- Abmirals v. Tirpitz gestohlen hatte, zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis- verurteilt. . - - — -- - 98.001 Elektriz. Lahmeyer Obeischlu. Eisen-Industrio 126.- 119.70 Berliner isörse, 18. Januar. Anfangsknrse. 89 30 b3S 503 Danfsagnng iö 0449 Gießen, den 19. Januar 1907. VeUbW een Klma'iisieriiWlbtittil Bekanntmachung 512 B” Dor m e v. tunä! äcUüfi.< - 493 i 248.80 128.90 190.75 140.- »■»’S: 66.80 97.65 lmmern, ininiern. 218.20 244.70 34.80 132.50 147,50 34.70 147.60 151.00 Harpeuer Bergwerk Lauraütltte ouiubarden E. B. Nordd. Lloyd . . Ldrkenluse Berliner liaudelsgea . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank . Diskuuto-Kummaudit. . DrcBuuer Bank . . Kreditaktieu . . . . Baltimore- und Ohio- Lisuulahu . « 1 Gottnordbahu . . . . Lombard. Eiseuhahu . Uesterr. btaatsuaun . . Pruice-Henn-Eiaeubahn 86.75 98.00 86 80 96.60 95.50 99.90 100.10 96.30 Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank Tendern: träge. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schmerzlichen Verluste, sowie für die reichen Blnmcnspenden sagt den tiefgefühltesten Tank Tie trdnntie Familie 4 % Uesterr. Gold reute. . 4‘l6% Uesterr. bilberrente 4 % Ungar. Goldrente . . 4Z°» Italien. Rente . . . 3147. 3-6 316 7. 3% 3*7. 3 >67. . 174.80 . 140.— . 243.20 . 172.50 . 186.90 . 159.60 . 219.70 3« mieten aciucht: 82 Wohnungen von 1—7 Zlrnmern. Die zum Süifdjiuhc unserer Hauser: Sandmann rra^e 'Jto. 3 bis 18 tiidebranuitTa.;c iliu. 3, 5, 7, 9, 11 (ircbneri.raue Jio- Ä, 35, 37, 33, 40, 41, 42, 44 SWtUclrucj 'Jto. 1, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, AO, 22, 24 Letzlarerweg Sco. 5“, 6L 63 die stadniche Kanaliiicrung erforbcrlidjcn Arbeiten, im aan.'eN 37. hexiaaner . . 4 >6 7. Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss ...» Buderus E. W ... Tendenz: schwächer. schäft. enlebcns aus de' 'edeukel der ltzrnich dc l!,le einen völliqcn lln-. Ehrend sie früher uiitp ImäBigeit LebensivaM i’-iften an-qesetzl waier. ebigen Alkolwlgrnnß, j; in den Fecinstunden, uii ivbinbimgSleben und h er diesen Umstanden p nun, ist nicht zu (eugiir Äeachlunq, die Tr. iBiiioi liener Mediz-Wochenstt' er Unterluchungen romc leiden der ersten Ceinesül ; Hingaben und jiigki icn Erregungen ausgkln Itellleu sich bereiiS in: hiverden ein, die sich» n, in Druck, Eugigkcn 1 irfeit bei geringen kör.: ä.'iden äußerten. Imine ban fiel) -ei nicht al! füiiium? eine Lchä-igiq ■ üblichen Untersiichiin-!! t bewiesen, dcch solche; mene tzerM \\\\ \w t xdtxhtu als aiiSech c« lten. Anders liecre ‘ ■. \xd) 3it’chion8(mn!yv-. hädigl worden sind. ijleihgcn Einfluß, bl'M Elektriz. Schlickert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amenk. Paket!. Uarpener Bergwerk. . . Laurahütte ...... >ordd. Lloyd . . . . . Giestcncr Wctterdieuft. Voraussichtliche Witterung für .Hessen am Sonntag, d n 20. Januar: Trüb und neblig, ttoacn. Temperatur nicht oer- änbeit. $v,6 japan. Staatsanleihe 94.60 1 % Conv.Türken von iuu3 95.50 Türkenlose......147.50 4% Gneeh. Monopol-AuL 51.80 äussere Argentinier . 89.00 142.90 123.—; 250.-1 219.50 157.40 217.25 241 — 182.50 Jagd-Verpachtung. Louuerstag, dcu 7. Fedruar 1907, vorrn. 11 Uhr soll die der hiesigen Gemeinde zuslchende Wald- (über luu La) und Fcldjagd (über 600 ha) auf hiesiger Bürgermeisterei auf weitere 6 Jahre meistbietend verpachtet werden. Weiter-Hain, den 18 Januar 1907. Großh. Bürgermeisterei Wcitershain. Teil" davon bat'5i'e Sozialdemokratie sHon 'vi^rs Wochen mit Beschlag belegt und so müssen sich bie' anderen Parteien oft mit ganz unzureichenden Ränmlichkciteni behelfen. Dian wird, da der Wahlkampf mit unerhörter! Heftigkeit geführt wird, dazu übergehen, gelegentlich Vor-1 mittagS-Versammlungen zu veranstalten. Tie Wählerschaft, ist an den Versammlungen lebhaft interessiert. Aachen, 19. Jan. In einer hiesigen Familie ereignetei sich der tragische Fall, daß an einem Tage brei 'Ungehörige der Familie starben, zuerst die 40 jährige Tochter, eine halbe Stunde später die 71 Jahre alte Mutter! und unmitterbar darnach der 80 jährige Vater. München, 19. Ion. In der Rächt auf Donnerstag brannte das Anwesen dcü Bürgermeisters Schmidt m Neuseß nieder. Brandstifter ist der eigene Sohn/ der sich selbst dec Polizei stellte. Er erklärte, tr habe aus Rache die Tat verübt, weil die Eltern ihm das verlangte Geld vorenthiclten. London, 19. Jan. Die Subskription für die Notleidenden von Kingston ergab über 10000 Pfund. —1. Rach den letzten Meldungen auS Kingston haben die Militär-! Behörden der Neger-Bevölkerung bekannt gegeben, daß alle (Eingeborenen sich an der Beseitigung der Leichen beteiligen müssen. Ucber hundert Neger, welche der Aufforderung nicht Folge leisteten, wurden verhaftet, 20 wurden wegen Plünderung erschossen. Eine erste Sendung mit Medi- famenten ist emgetroffen. Auch die Gefahr einer HungerS-. not scheint beseitigt. GS iinb zu vermieten: 1 ^ßijiumg von 7 Zimmern, 3 Wohnungen von 6 Zimmern, 5 Wohnungen von 5 Zimmern, ö Wohnungen von 4 Z----- 3 Wohnungen von 3 Zimmern, 1 Wohnuu« von 2 Z 1 unmöblierte^ und 4 möblierte Zimmer, 1 Werrstatt. WILL OeEClwisk! Lassen Sie Sören ScLubbcdarf in der Schuhmacherei von Heinrich Pi einer. Lcolorrüa.se 17, qnfertißen. Tort ci^tuicn 3ic bei ouiimimenitciLing Nota im Betrage von «Al Atarck riir paar Lohsttt uub Abjatze grali»! gung. Färbereien, KresÄ SMtencn SuMMia, die (ümtnM lk; asperrcn. Sa«g ir'ndusttiellen M b« St -3u der Aussperrung^ 'itc-r>ner'ammiung tM -fielt Ticnstag jc'ii. t!aillll'd)?i r ULfl mit 'Im. fe "(f'tavri 4 ubtrttifu h»« ml ,sk" «»»VibSV6 von Rroit Do?- "ioglschen .f S? SS; Tn chuie. Ter c!?E" t dies, bau, ’ r4tbeit^ ’n verichiebcner 6iorfr d eil bK U,b» reit, eo munter in? > ’ldjeit Proletarier i, -bu'ich- etil ban„, ' "'.'d'ch habe mich u 3 ^dlifche Leben wich Bekau»nm,»rl;m>g DaS 6. Ziel Gemeideslcucr für 1906 ist bei Vermeidung der Beitreibung bis Ende d. Atts. »ur UiengcnfStabifaiic zu crurlchlcu. Zabtiaac: Borminags von 8—12 Ubr, mu Uujuabnic des 26. und leuten L Mrs. pw, Gießern den 19. Januar 1907. " Der Lladlieckner: Doev'er. Der Voranschlag der Gemeinde Lich 'ur das Rechnungsjahr 1907 negt von heule ab auf der hiesigen Bürgermeisterei 8 .tage lang zur Einsicht offen. Hieb, den 19. Januar 1907. Großh. Biiigermelsterei Lich. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank kltr HandeV und Industrie, Giessen. \ frankfurter Hörne. 18. Januar, 1.15 Uhr. ' Allen Freunden imb Bekannten die schmerzliche Mit- teilunn, daß gestern abend 8'/, Uhr unser umtgft oeliebieS Sdhtichen e l044/ nach kurzer, aber schwerer Krankheit im Sliter von 2 Jahren sauft verschieden ist. Die tiestrauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Weit Gießen lWeserstr. 191 den 19. Januar 1907. Handel nut verkehr, Volkswirtschaft. Märkte. Gtcße>», 19. Jan. Marktbericht. Aut heutigem Wochemnaikte kosteten: Nulter vr.^'d. 0.90—1.CO 'l’lf., Hühnereier 1 St. 9—10 lüg., 2 c-tet. 00—00 'Big., Oloibeeict 00—00'Log., Enteneier 0 P'g., Käse pr. ctrf. 6—8 Pi., Mdicnmiie 2-clct. 6-6 Psg., Erbsen p.Pid. 18-24Psg., Linien p. Psd.25-40Pig., Tauben vr.Pr.0,80- l,00Mk., Hühner pr.-Lt. 1,00—1,60 Mk., Hahne pr. Sluck 0,8u—1,80 Atk., Emen pr. Stüct 1,80—2,20 Aik., E-änse i r. V'd. 70—80 ^sg., Schseufleisch pr. Ptd 82—88 P'g., Rui)- und Niudsleisch pr. Pfund 80—82 Psg^ Echiveme- stcisch pr. Psimd 86—90 Psg., Schivcmesteisch, gejatzcu, pr. Pinnt 94 Psg., Stalbt.eiid) pr. Psd. 80—84 Psg., Hanimelftcijch pr. Pfund 64—80 Psg. Welsche per Psimd —.— Stnriofjcln pr. 100 Kg. 7 uO—O.oo'l'iL, Jiviebctn pr. ^it. 4,00— 5,00‘l'if., Milch per Lite» 20 Psg.' Llepiel per Zentner 20 bis 25 ÜJit^ in Körben 00 Pld., 9iüsje 100 Stück 50-00 P'g^ Birneu per Pjd. Pik.0.20—0.25, per Ztr. 9—15 Mk., Weißkraut per Stück 15-30 Psg^ per Zelunei Mk. 0.00—0.00. — Alartizeu 8—2 Uhr. tc. Frankfurt a. M., 18. Jan. fctu- unb Stroh- mar k l. Plan notierte: Heu Aik. 3.10 bis 3.50, Stroh Alk. 2.9b dir Mk. 8.10. LtlleS für 50 Kilo ab hier. — Tas Geschält ent- nudelte sich nur schtveriallig, langsam tvurden die zwölf angeiahrcueii chZagen Heu und lieben mit Stroh an den Mann gebracht. Ten- : flan._____________ Hell3erg nach!5 seine tron ihm getrennt teenbe lyrau in txnxn Wohnung, in die er mit GersaK cinbrang, nach Birtcm Kamme erschossen, dann versuchte er sich bie Pulsadern zu durch- schneiden, irrte in den Straßen umher und wurde morgens verhastet. — Beim Ued.. e reuen des St. G o t t h a r b ist ein unbekannter Reisender, vcrnmtüch cm Franzose, tm <- cnnee umgekommen. Tie Leiche wurde fünf Minuten unterhalb __ _ ___■ CMischtt Arbcitsllillhlveis ©ießen. (Sarteustraße 2, Zimmer 2. Es können einsettcllt werden: . 1 Lchmied, 2 Lazloiser, 1 Magner, 4 schreiner, 1 shuer, 1 jüngerer Schneider, 1 Äochfrau für vormittags und letlroetfe abends, 2 Lausfrauen. Lehrlinge: 4 Schlosser, 1 Schmied, 1 Schreiner. Es suchen Arbeit: 1 Heizer oder Maschinist, 1 edireiner, 1 Wasch- und Puhtrau, 1 Strickerin, 1 Sajuhmacher, 4 irrd- und Hilfsarbeiter, 1 Stauf» mann, Inabrburiaie, 1 Hausbursche, ILanffrau, LBureauaehilsen. Todes-Anzeige. (Statt jeder besonderen Anzeige.) Tiefbetrübt teilen wir Freunden und Bekannten mit, dass unsere innigstgehebte Mutter, Scliwiegei mutter, Grossmutter, Schwester und Schwägerin Frau Luise Haßiepmanfi geb. wer Lehrers witwe heute von ihrem schweren Leiden erlöst wurde. Giessen, Frankfurt a. M., den 18. Januar 1907. Die tieftrauernäen Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag, den 20. d. Mts., nachmittags Vi3 ühr in Steinbach statt. 615 ygjÄÄ Ssg-J&J afsner d^r®e(ierl<- MS SZ-Kl'4 Bekanntmachnng. Ter Voranschlag der Gemeinde Nieder-Besstngen für^das Ne.b- - mmgsjahr 1907 liegt vom 23. ds. Mio- an während 8 -tagen zur Euchcht der Jiiteresjenieii auf unjereni Bureau onen. Nieder-Bessmgen, den 17. Januar 1907. Großh. Bürgermeisterei Nieder-Besstngen. ' - - H or st. an die itaDtudje ttananucruno enorocriiajcn A.roeiten. tm aan-en 5U 32t30.— veranschlagt, sollen, in ^ose getrennt, vergeben werden. fRcrleftanten wollen ihre Offerten fvalcitens bis zum 30. Januar 1907, miltagS Vä Ubr bei dem Umerzeichneien, Joha.ineöstraße 5, einreichen. Pläne und Bedingungen liegen im Bureau des Llrchitekten Guit. Hamann, Bergflraize 1L (nur rn den VormiUagsimuocu) zur Eimickt onen. Ängebotssorntulare und daselbst gegen (xriiaftung der ^ajreibgefcübren erhältlich. 0-ießen, 12. Januar 1907. . D13/^ Baugenonenschast des enanget Arbestervereins zu Piecen, irmgetr. Geno' enfchast mit beschrankter Haftpflicht. Doering, Direrwr. Mtisiher WehMiigSiilhhivcis ß’tücn. Garteustraße 2, Zimmer 2. (Geschäftsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) * Tie Marauise auf dcni DrettL Man schreibt unk : ble»ta?, cu3 Paris am 2. b. M.: Große Sensation erregt m PanS - Vwiidifhi1?# tn>. tie Ankündigung, daß eine Dame, die d.ir.. u/ee Geburt unb - WIIB‘eA " Familienoeziehungen den ersten Gescl!schai^krei,en angehort, , auf dem Brettl des übel berüchtigten Moultn-Äoug: demnächst in ? nncr von ihr selbst verfaßten Panlomime austreten wird, und . zwar, was daS merkwürdigste ist, nicht als Schauspielerin, son- ;betn__als Sd-auspieler. Man hat die Marquise be Aiorny, hie sie sich seit ihrer Scheidung nennt, als eine Nichte Kaiser (Napoleons ILL bezeichnet. Ganz richtig ist die Augfabe nicht, denn der Later der Marquise, der 1865 verstorbene Herzog de Morny, war nur ein Halbbruder Napoleons III., ein illegitimer Sohn seiner Mutter, der Stönigin Hortense und des Grasen silahaut. Aus einem einfachen Herrn Temorno verwandelte sich dieser Sproß einer sträflichen Siebe später selbst in einen Herrn fce Morny, und Napoleon III., dem er beim Siaalsstreich ein energischer Helfer gewesen war, machte ihn erst zum Grasen, dann zum Herzog. Zuletzt war er Präsident des gesetzgebenden stvrpers. Als Botschaster in Petersburg hatte er eine reiche unb schone junge Fürstin Trubetzkoi geheiratet. Seilte Tochter, Fräulein Sophie de Morny, wurde 18 Jahre alt an den Marquis Jacques Eodart de Belboes verheiratet, und die Ehe fiel so un- Mälich als möglich aus. Man kann den Grund dafür nur dadurch anbeuten, daß man bie Marquise als eine jener abnormen Zwisd-enstusen bezeid-net, wie sie bie Natur häufig zwischen dem Slann unb ber Frau schasst. Tie exzentrischen Stretche der 1Ungen Frau machten sie bald in ihrer Gesellschaftssphäre unmöglich, unb seitdem sich ihr Mann von ihr scheiden ließ, legte sie ihren Neigungen auch nicht den geringsten Zwang an. Sie trägt nut noch Mannerkleibung und hat ihre Existenz ganz wie bie eines Mannes geregelt. Dabei ist ihre Gesunbheit infolge ihres Zebenswanbels unb bei übermäßigen Genusses ber stärksten Reizmittel, namentlich be5 Morphiums, gänzlich zerrüttet- Tat vornehme Paris hatte angefangen, sie zu vergessen, unb man kann sich daher den Schreck ihrer Verwandten denken, als sie jetzt plötzlich von ihrer Absicht, öffentlich aufzutreten, erfuhren. Alle Bemühungen, sie davon abzubringen, sind ledoch bisher geschei tert. Tas Stück heißt: „Ein Traum in Eghpten" und die Marquise wird darin einen Magier, die bekannte Schauspielerin Colette Willy eine Mumie darstellen. Man kann sich also aui ein Schauerdrama ersten Ranges — unb voraussichtlich auch auf einen tüchtigen Theaterskanbal gefaßt machen. * Kleine Tages chronik. Ter Sergeant Wassermann vom 7. Ulanenregiment in St. Johann erschoß sich in der itujeme mit seinem Dienftgewehr, weil er wegen Trunimhctt Dtn seinem Leutnant aus dem Dienst geschickt worden war. — 3n Köln spurte die Kriminalpolizei eine umfangreiche Diebes- unb HclKrbande auf, die in letzter Zeit große Aietalldiebstähle in Fabriken ausjühtte. Bisher wurden acht Tellnehmer, darunter zwei Engroshlndler sowie fünf Frauen verhaftet. Weitere Verballungen stehen bevor. — Bei Station Birkenfeld wurde aus den Pforzheimer Personenzug geschossen. Ern Dreisender wurde durch eine Nevolverkugel verletzt. — DaS Jäger- liuturllon zu S ch l e 11 fl a b t erließ hinter dem Leutnant Lilbrecht, der vom Urlaub nicht zurückkehrte, wegen Verdachts der Fahnenflucht einen Steckbrres. — Tas Defizit des 15. deutsckien Bundes fchießenS in Münckien wird fid> auf über 30 000 " arl bezrsiern. Die städtischen Kollegien haben einstweilen vor- srnußwerje 40 000 Mk. angewiesen. — Der frühere Schiffcrknecht Lreschowski in Posen, ber im Jahre 1869, also vor 3 b ähren wegen Raubmordes zu lebenslänglichem duchhaus Dcrtnrteilt worden war, wurde vom Staifer b c - inabigt unb aus dem Zuchthaus Rawit^ch entlassen. — Jin Nachts chnellzug Kö n r g s b e r g - P i l l a u erschoß srch der ptegrerungSbaumeister Oertel au» Prllau. Tre Beweg- münde sind unbekannt. Oertel war der Sohn des Lregnitzer Oberbürgermeisters. — In Hamborg hat der Bar lassen führ er mit Carneval-Gesellschaft Giessen IST* Achtung! T3 KT Achtung! Prospekt gratis. b PhJayMHo/rr1 521 [0452 Der Vorstand. wozu freundlichst einladet können solche zu Beginn des Unterrichts erfolgen. .18 Sieben, den 18. Januar 1907 Ter Vorstand. mllch-Lctfe |läU * BS57 ™ ■» 1907 Dirigent: Professor W. Berger. lv»/> Einige «lterskollegen. 618 Orpheum Schanzenstr. 18 Schanzenstr. 18 Forderungen b'8/, CS ladet ergebenst ein [4521 L. Wagner. 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Febr. 1907, vormittags 10 Uhr, Zimmer Nr. 14 statt. Gießen, den 17.Jan. 1907. Großh. Amtsgericht. KrlMNimachM. Wer Forderungen an den ver- swrbenen Wertführer Philipp Schreiner in Gießen gellend zu machen bat, wolle sie bei Meldung der Nichtberücksichtigung binnen acht Tagen bei Friedrich Ovtzer in Wiefeck, Philosophen- strafie, einreichen. 511 Berstkigernnq Montag, den 21. d. Mts. nachmittags 2s/, Ubr sollen dahier Walltorstrafie G [Darrnst. Haus): 1.1 Vaöentfefe, 2 Warenschränke, 6 Ballen Satindrell, 1 Partie Schuhwaren, Haus- und Küchengeräte aller Art u. v. A. 2. 1 zweiteilige Ladentheke fast neu, 1 Warengestell mit Schubladen und 1 Kiste Seisenvulver zwangsweise gegen bar versteigert werden. Die Versteigerung ad 2 findet bestimmt statt. (525 (liegen, den 19. Januar 1907. Seipel, Gerichtsvollzieher. Versteinerung. Mittwoch, den 23. d.M. von vormittags 10 Uhr an, versteigere ich dahier, Walltorstr. 6 lDarmstädter Hauö) eine grünere Anzahl Tdeaker-Kostüme (darunter wertvolle Sachen) sowie Teile einer Bühnendekoration il o. a. zwangsweise gegen bar. Die Versteigerung findet be- Die Mitglieder werden gebeten, zu beut Sonntag den 20. Januar 1907 abends 8 Uhr im yleuen Saalbau stattsindenden Winterfest ■*=*■ mitKaisersGeburtstagsseierrecht pünkttich, zu erscheinen, da derLaal [edensausfichschonvorzeitigansülli. Orden und Ehrenzeichen, Verbands- und Vereinsabzeicheu find anzulegen. 0-140 Der Vorstand. Karuevaliresttischast ^Kleiner Cohtü' DI. Humoristische Sitzung mit neuem Programm. S onittag, 20. Januar abends 9 Utz r. Restaurant Euler, Walltorstr. 33. Eintritt frei. Oß5 Auf sm Ostend! Sonntag, den 20. Januar 1907: ttrosses Tanzvergnügen bei gutbesetztcr Streichmusik. [0426 Gleichzeittg empfehle einen guten bürgerlichen Mittagstisch von 80 Psg. an u. höher, sowie kalte il warme Speisen qn jeder Tageszeit ES ladet sreundlichst ein Fr. Reinurtz, Grünberger Str. 47. Roteä „Emiräarira66 Säassera Nur einige Tage ? Ms-ÄK, ? ......— - Das Rätsel aller Rätsel - Die größte Sensation der Neuzeit Nada bildete in allen gröberen Städten der Well [Berlin, Wien, London, Paris, New-Äork rc.) daS Tagesgespräch. (0411 Wilhelm Iß immer, Bäckermeister, Loweugafse 27. .tösxiht oat v Wer diesen nicht y 31 ^8*11 ♦ beachtet,versi'm- di gl sich am eigenen Leibe! Kaiser s Vrnst-Caraiucllen seinschmeckendes Aialz'Extrakt. Aerztlich erprobt und empfohlen gegen Husten, Heiserkeit, Katarrh, Verfchlennun • u. Rachenkalarrhe. 519ü "0t.begl.Zeugnissebeweisen, dcifi sie halten, was sie versprechen. Palet 25 Pf., Dose 50 Pf. in Gietzcn bet E. Dort, Wall- torslr. 4b, H E.lugharlll, Inh.Äug. Wallensels, Älarktplatz 15, Georg Wallenfels, Marktplatz 21, gegenüb. der Engel-Apotheke, L. Steinhäuser, AenenBäne 17, gcgenüb.der früher. Krachenburg, Cnristiao Wallenfels. Marktplatz 17, Aug. Seibert in Wie- seck, w.Naümai.n in Gettenau. |D,/t Giefien, den 19. Jan. 1907 Seipel, Gerichtsvollzieher. Konsums Giessen und Umgegend. Iiliiteeiiiiiisr i per Psd. ML 1.30 476 Man achte auf den Namen Maggi. Ö WN