157. Jahrgang Erstes Blatt K A jährlich Mk. 2L0-. durch u. ßnxigftelkn M ▼ monatlich 85 Pf.; durch Die Kaiseriu in Lebensgefahr Wenn die Dubget. Ministerpräsident ClLmenceau erftattete Bericht Wer die ans Marokko eingegangenen Telegramme sowie über das Ergebnis der Verhandlungen zwischen dem französischen Gesandten und dem Sultan. Jnbezug aus die finanzielle Lage teilte der Frnanzministcr mit, daß das Budget jur 1907 trotz der marokkanischen Ereignisse und bjr Ereignisse in Südsrankreich ohne Defizit abschliepe; auch das nächstjährige Budget werde voraussichtlich ohne Fehlbetrag abschließen, üijne daß es notwendig werden würde, neue Steuern eirrznfüh-ren oder turziristige An.eihen anszu- nehmen. Kultusminister B r i a n d machte alsdann den Vorschlag, alle in den französischen Kirchen zurzeit noch besind- lichen wertvollen Kunstgegeiistände einem historischen Museum einzuverleiben und zwar mit Rücksicht auf die üt jüngster Zeit vorgekommenen Diebstähle solcher Geräte. " ' ' " | ** | ***** W V*- W**4,v *.*-»♦ V v vi 4** l en eigenen Taschen 3 bis 4 Millionen aufbringen, um c sich das exklusive Vergnügen zu haben, sestzustellen, scher Wagen oder welches Wägelchen besser rollt, jo darf in dieser „sancta simpiicitas" nichts in den Weg legen, ln es ist ja, wie ein russisches Sprichwort sagt, ganz gleich, t was btL-j 5ltnd sich amüsiert. Die Herren mögen es auch nn ganz unter sich ansmachen, wo in Deutschland die Bahn baut werden soll, vorausgesetzt, daß keine allgemeinen er irgend weiche Verkehrs Interessen dabei gefährdet rden. Das Befinden des Kaisers von Oesterreich. Wien, 17. Olt. Die Korrespondenz Wilhelm erhält die folgende Mitteilung über das Befinden des Kaisers: Der Kaiser befindet sich seit vier Tagen entschieden besser. Die Temperatur ist, abgesehen von zeitweiligen mäßigen Steigerungen, normal. Äe Heiserkeit erscheint vollständig beseitigt, so daß der Kaiser ohne An- strengui.g und sehr deutlich und mit heller Stimme spricht. Die Herztätigkeit und der Krä ft ezu stand sind seit dem Beginn des Unwohlseins befriedigend. Der Puls ist kräftig und regelmäßig. Infolgedessen ist der Kaiser bei bester Stimmung. Auch sein Aussehen ist seit vier Tagen frischer und beruhigender. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß der Monarch sich allmählich erholt. Der Husten ist bedeutend lockerer geworden. .Heute früh fühlte sich der Kaiser frisch. Der Appetit hat sich seit zwei bis drei Tagen merklich gehoben. Somit ist das Bild subjektiv und objektiv ungemein günstig. ArrS dem französischen Mimsterrate. Paris, 17. Okt. Der heutige M i n i ste r r a t befaßte sich ausschließlich mit der maroUcmsschen gtnifle und dem Freitag 18. Oktober 1907 9Ve»ug»pret»r monatlich 75 viertel- Ein Prediger der Todesstrafe. Philadelphia, 17. Okt. Der Prediger der presbh- terianischen Kirche, 'Robert Patterson, sprach sich in vjjent- licher Rede vor dem Verein nichtjektiererijcher Prediger für Amerika und Japan. New York, 17. Okt. Die „Sun" veröffentlicht eine dreispaltige Depesche aus Washington, die das Thema erörtert, ob RooseveltVorbereitun gen zum Kriege m i t I a p a n treffe. Das Blatt behauptet, die ganze Kriegsflotte werde nach den Philippinen gehen, wohin jetzt schweres Geschütz und Seeminen geschickt würden. Die Marinen Amerikas und Japans entwickelten eine fieberhafte Tätigkeit. Das Blatt sagt, Roosevelt treffe dieselben Maßregeln, die er vor dem spanischen Kriege McKinley anriet. Indessen steht die „Sun" vereinzelt mit ihrer Beröfsentlichung da, denn andere Blätter bringen keine Zeile über die japanische Frage, außer einer Depesche aus Tokio, daß die dortigen chauvinistischen Blätter die neuerliche Schlägerei in San Francisco aufbauschteu. Es war im Anfang auch beabsichtigt, mit Privatmittelu - Bahn zu bauen und dabei war es besonders der Berliner iwb „Friedländer-Fould"', der seit Juni d. I. in allen altem Deutschlands sich als der „deux ex machina", als s r splendide Geldgeber und (yrünber widerspruchslos feiern !> — Alle Welt mußte bei dem Verhalten des .Herrn '.edländer a«nehmen,, daß er einen leichthin geäußerten 'ich Sr. Maj. des Kaisers realisieren wolle. Bekanntlich ! den die vielen Unglücks- und Todesfälle sowie die Bergung der Bevölkerung gelegentlich des Kaiserpreis- ineus i.nd oes vorhergegangenen Trainings unfern Kaiser 7un.aßt, zu lsünschen, daß solch blutige Schauspiele in ckunjt auf Spezialrennbahnen abzuhalten seien, ein uns n, den jedermann als eine phllantropische Kundgebung !s Kaisers nur schätzen und begrüßen kann. — Jetzt, wo l re L-nzayl Projekte für den Bau und die dazu gehörigen 8 schönten Zuknnsts-Aentabilitätsberechnungen vorliegen, 2 ährt man plötzlich, daß die Millionen des Herrn Fried- 3 rdcr ruhig im Kasten liegen bleiben und daß noch kein 3 en sch weiß, wer das notwendige Geld hergeben soll. — Z so eine Buto-Kapuzinaoe und tzarlekincrde in des Wortes g nö dien Hastester uno modernster Bedeutung. Das einzige, g b^re Ergebnis der Vorarbeiten war lediglich, daß atle g *U nun weiß, daß es in Berlin einen Auto-Mäcen, namens 3 red land er gibt, von dessen Existenz man vorher in deut- 5 on Gauen wenig oder nichts ahnte. — Die Zulunft wird, 9 nn es überhaupt zur Erbauung der Bahn konnnen sollte, : 'tätigen, daß an eine dauernde Rentabilität absolut nicht denken ist. — Und bas, was man hauptsächlich bei der stee erwartet, daß nämlich der.Automobilsport aus seiner 11111-3en 2lgonie wieder zu kräftigem und ärgerniserregen- m Leben erwachen solle, wird eben gerade nicht erfolgen, ideen die Aueomobilrennbahn wird dem sterbenden Auto- - rnsport nur die Augen zudrücken. — In dem Momente, » man uen unfähigen Autler zwingen wird, „hinter Schloß - - Riegel" zu starten und ihn wegen seiner offenkundigen igung zu verkchrstechnischen Exzessen von der Allgemein- ' it iso-ieren wird, dürften alle Herrenfahrer in des Wortes r kl ich er Bedeutung jeder Art von Herkomerei oder Raso- cmic entsagen und die Bahn den Auto-Händler-Kavalleren d den Moderverkäufern von Pneus und Oel überlassen, r ja ohnel/in sich schon seit langem in der Geschichte der ulschen Automobiliudujtrie als die Bannerträger und reu Rekordbrecher den ersten Platz gesichert haben. — 5 sieht natürlicherweise dann zu befürchten, daß man den « isrui'.gea dieser sonst ehrenwerten .Herren nur mit ge- Z lter Aufmerksamkeit folgen wird, geteilt deswegen, tveil § l großer Teil des Automobilpublilums überhaupt nicht ; chc als Zuschauer und Bewunderer in Betracht kommen t ed, sc:; xen vielmehr nur jene soziale Unterschicht der w ctosporlsgemeinde, die mit dem geimnnten HÜndlertum i. l^end einem AUeressenkmmex steht. — Es ist dann Z greislicherweise ganz 'gleich, ob die Autorennbahn an der x lgischen, russts-chen oder tiroler Grenze gebaut wird, denn ! vieren ? «rd jte sich nirgends, da das in Betracht kom- prnOe ,AljuerpuÄikum jährlich nur einen Bruchteil jenes pitals an die Arrtorrnnbahn zahlen wird, welches not* । nbig wäre, ein Anlagekapital von 3—4 Millionen Mark | verzinsen und nach Abschreibung aller Kosten auch einen I tngewinn zu gxwährlcisten. Auf leinen Fack darf aber zur Durchführung eines der- ! tigen, g.enmgiei. mentes auch nur ein Groschen Von 6 cralsmUloln bewilligt werden. Bideant ciWj^cs! Das Ende der Friedenskonferenz. Haag, 17. Olt. In der am Abend abgchaltenen Plenarsitzung der Haager Friedenskonferenz setzte Renault de:c Generalbericht über die Redakrion der Schlußkonventioneu fort. Sodann wurde die Schlußakte einstimmig, abgesehen von einer Reserve der Schweiz, genehmigt. Tie Konferenz wird in einer morgen nachniittag 3i/2 Uhr stattfindenden Schlußsitzung geschlosjeu werden. Die Unterzeichnungen erfolgen morgen abend oder am Samstag. Am Sonntag oder Montag reisen fast alle Delegierten fort. Lärmszenen im österreichischen Abgcordnetenhause. Der „Berl. Lokalanz." meldet aus Wien: Im Abgeordnetenhause erklärte bei der Beratung des Dringlichkeitsantrages wegen der Verhältnisse der Eisenbahner der Sozialdemokrat Ellenbogen, er werde leere demagogische Dringlichkeitsanträge unterstützen. Der Deuischradikäle Kroy polemisierte daraus heftig gegen die Sozialisten, die ihn deshalb fortwährend unterbrächet!. Es entstand schließlich ein heftiger Wortwechsel, der zuletzt in heillosen L ä r m überging. Später gerieten die Ehristlich- sozralen und die Sozialdemokraten aneinander. Als den ersteren der ehemalige Sozialdemokrat Sincon Starck zu Hilfe kam, riesen ihm die Sozialisten zu: „Schäbiger Kerl! Bestochenes Subjekt!" -m. Friedberg, 17. Okt. Der Fall Philippi hat hier das größte Aufsehen erregt, sowohl wegen der Tat selbst, als auch wegen des Motivs dazu. PH. wurde allgemein für einen reichen Mann gehalten, bis man heute morgen aas Gegenteil erfuhr. Er war wegen seines biederen Charakters, jonfj seines munteren Wesens in der ganzen Stadt beliebt. Schrecklich war der Jmnmer der verwaisten Kinder mitanzusehen, die aus der Schule zurückkehrend, ihre beide Eltern tot auffanden. Das Mitleid mit der Familie ist allgemein. -m. Aus der Wettcrau, 17. Okt. Schon seit mehreren Jahren imitbe in der Ufa, Wetter, sowie in der Nidda Fisch- fterben beobachtet, ohne daß man jedoch bis jetzt die Ursache feststellcn konnte. In solcher Ausdehnung, wie das Fischsterben jedoch in den letzten Tagen wahrgenommen wurde, hat es sich noch niemals gezeigt. Von den zuständigen Behörden wurden einaehende Ermittelungen über die Ursache der Erscheinung ange* stellt. Die in der Nidda bei Vilbel und Dortewcil beobachteten toten Fische sind allem Ansck-ein nach ioeitcr oberhalb des Flusses zugrunde gegangen, und bei starker Strömung weiter getrieben. Es steht fest, daß die Vorkommnisse nur du.rch Zuflüsse cl»emischer Subsdanzen herrülwen können, und cs wäre erlonuscht, wenn endlich einmal die Urfachen festgcstellt würden, um ihre Befeiti- gung zu ermög-lick-en. Russisches. Die „Boss. Ztg." meldet ans Petersburg: Großes Aufsehen erregt hier ein Gerücht, daß die Mos kaue r Kr i- minalpolizei sich an zahlreichen Raubüber- jällenin hervorragen dem Maßebeteiligt habe, so daß dies nicht mehr länger verheimlicht werden könne. Man spricht davon, daß die Entlassung des Chefs der Moskauer Kriiuinalpolizei und vielleicht auch des Moskauer Stadthauptmannes zu erwarten fei. Petersburg, 17. Okt. (Pc.ersb. Tel.-Agentur.) Nach dem Projekt des Ministerialdcpart^ments für Bergbau betr. die Regulierung der Naphthagewinnung durch Privatpersonen können Ausländer unter den gleichen Bedingungen wie die Russen zum Betriebe der Naphthaindustrie zugelajsen werden. Lodz, 17. Okt. Heute morgen wurde der Kassierer der Warensiation der Lod7)er Eisenbahn, der von Kurieren und zwei Kondukteuren begleitet war und 22 000 Rubel mit sich ,ührke, um sie bei der Lodzer Handelsbank abzuliefern, von 15 Bewaffneten überfallen. Die Räuber nahmen dem Kassierer das Geld ab; einer der Räuber wurde getötet; ein Polizeibeamter wurde schwer verwundet.____________ Die neueste Affäre des serbischen Kronprinzen. Belgrad, 17. Okt. Ueber die Affäre zwischen dem Kronprinzen und dem Gardekommandanten Major Dun-^ jowitsch verlautet folgendes: Kronprinz Georg beargwöhnte, mit Grund oder nicht bleibe dahingestellt, daß gegen ihn zu Gunsten seines Bruders Alexander eine Partei gebildet werde. Zu dieser soll er auch den Gardekommandeur Major Dunitsch gezählt haben und deswegen ist er auf ihn nicht gut zu sprechen. lieber den bereits gemeldeten Zusammenstoß desi Kronprinzen mit dem Gardekommandanten wird noch gemeldet: Nachdem zwischen dem Kronprinzen und dem Gardekommandanten Dunjowilsch während deK Hofdiners ein Wortwechsel stattgefunden hatte, begegnete der Kronprinz nach dem Diner dem Kommandanten beim Palaistor. Dunjowilsch erkannte den Kronprinzen, der im Wagen saß, nicht und grüßte deshalb nicht. Der Kron-, Prinz sprang aus dem Wagen und stellte den Kommandanten zur Rede, der sich damit entschuldigte, daß er Inder Finsternis den Kronprinzen nicht erkannt habe, worauf ihn der Kronprinz anschrie: „Marsch, belle hier nicht, du Hund." Dunjowilsch erwiderte: „Geben Sie Acht, wasj Sie sprechen, ich bin Kommandant", worauf der Kron^ priuz einige Schimpfworte gebrauchte und weiterfuhr. : Vor einigen Tagen ging eine, augenscheinlich vom Kais, ü; tvmobtlkü'.b inspirierte Notiz durch die deutsche Presse > :> Inhalts, daß die AutomoVilrennbahn irr der Eifelgegend ?' baut werden solle und man beantragen werde, daß die - "ünprovinz nicht nur das notwendige Kapital von drei . ckionen Riork vorschießen, sondern auch die Zinsgarantie 5 c den Fall üHeruehnren solle, wenn das Unternehrnen sich ,2 s unrentabel erweisen würde. Auch mutete man der 3 -ünprovinz zu, die yollständige Unterhaltung und alle lxcndigen Reparaturen der Rennbahn kostenlos zu über» 1)1111'0. Wenngleich auch hier, wie so oft, der Wunsch der a uct des Gedanörns war, so muß man sich doch fragen, ob :• ie derartige Zumutung noch mit dem Prädikat „naiv" zeichnet werden kann. — Vvm staatsrechtliehen Standpunkt 0 ist die Forderung der Llutosportskeute ebenso unerfüll- § r als nniiug. Denn mit demselben Rechte könnte jeder wrisverein die Müssigmachung von Staatsgeldern für L ne Zwecke verlangen und das Geld der Steuerzahler für A 'ort und Tand verläppern. In dieser Forderung spiegeln i: 1 deutlich die Vorstellungen ab, welche die Herren Auto- p 'bilisten über die verfassungsmäßigen Rechte und Pflich- 1 des Staates haben. In einer Zeit der fühlbarsten * idruappheit, in welcher die Einnahmen des Staates kaum g r Befriedigung feiner kulturellen Ausgaben ausreichen, Z nmt man mir solchen Wünschen an die Oeffentlichkeit -'s d hat Zeit und Mut übrig, vor dem Forum des ganzen ätschen Volkes Staatsmittel für ein ebenso unvernünftiges z-i > unrentables Unternehmen zu verlangen. — Wenn ctomobitklubs Deutschlands für die Autorunstrennbahn Berlin, 18. Okt. Die Kaiserin ist gestern mit knapper Not einer folgenschweren Automobil-Kollision entgangen. Die hohe Frau fuhr kurz nach 3 Uhr nachmittags mit dem Prinzen Joachim in einer offenen Hof-Equipage von der Kaiser Wilhelm-G-edächtniskirche durch die Tauentzinstraße. An der Nürnberger Straße bog das kaiserliche Gefährt nach Norden um und hatte gerade den nach dem Zoologischen Garten zu belegencn Damm erreicht, als mit rasender Geschwindigkeit die Autodroschke 9314 von Osten kommend heransauste. Die Kaiserin erhob abwehrend die Arme, Prinz Joachim sprang im Wagen auf und beugte sich über seine kaiserliche Mutter. Im letzten Augenblick gelang es dem Droschkenkutscher, sein Automobil zum Stehen zu bringen, so daß nur das rechte Trittbrett des Wagens der Kaiserin beschädigt wurde, die hierauf ihre Fahrt nach dem Schloß Bellevue fortfetzte. Die Einberufung des preußischen Landtages. Berlin, 17. Okt. Tie Frage, ob der preußische Landtag noch vor Weihnachten einberufcn wird, soll, wie die Berliner Neuesten Nachrichten erfahren, in der nächsten Woche sogleich nach der Rückkehr des Fürsten Bülow entschieden werden. Es läßt sich annehmen, daß die Entscheidung dahin gehen wird, den Landtag Anfang Dezember zu eröffnen, obwohl der Etat erst im Januar zur Vorlegung gelangen wird. Tenn es wird beabsichtigt, die Ostmarken- Vorlage noch vor der Etatsberatung zu verabschieden, da die Tätigkeit der Ansiedelungs-Kommifsion durch die Erschöpfung deS Ansiedelungs-Fonds brach gelegt ist. Es wird daher bic Ostmarken-Vorlage jedenfalls den ersten Beratungsstoff des Landtages bilden. * die Post Mk. 3.— vitttel- jährl. außfchl. Besteüg. RL Zeilennre^: lokal 15Pf^ ▼ auswärts 20 Pfennig, Verantwortlich für den politischen Teil: / 5le Heutig« Ulummer umfaßt 10 Seite« :■ -------j--- ------ Staatsmittel für den Automsßil-Sport. Au^ Oftasreu. Der „Berl. Loralanz." meldet aus London: Dem „Globe" wird aus Hongkong telegraphiert, dort verlaute, der Kaiser von China Tsai Ti en sei an einem ernsten L u n g e n l e i d e n e r k r a n k t. Er habe ein oder zwei Anfälle von Luugenblutung gehabt. Soeul, 16. Ort. (Reuter.) Der Kaiser und der Kronprinz von Korea reiften nach Tschcmulpo und begrüßten dort aul Nachmittag den japanischen Kronprinzen bei seiner Landung. Die Stadt ist ausgeschmuckt. Die Gesellschaft begab sich sogleich nach Soeul, wo toreanische Beamte und eine große Volksmenge den japanischen Kronprinzen auf dem Bahnhose begrüßten. Der Kronprinz von Korea stattete darauf dem japanischen Kronprinzen einen Besuch ab, den dieser erwiderte. Soeul ist illuminiert. Haag, 17. Okt. Aus Niederländisch-Jndieir wird berichtet, daß bei einer nach der Insel Flores unternommenen Expedition 19 8 E i n g e b o r e n e g c t ö t e t wurden. Sämtliche Führer der Aufständischen an der Küste von Rokka haben sich u n t e r w 0 r f e n. 245 chetn« iä«NH anbei Sonntag*. Gießener Anzeiger eTb«n im Wechte! Mit •tu chtfffchei, Soweto < ckctzEs KamMsN' Du*rmal in der ixu-be betgelegt und p kinrai wöchentlich das rdsbiatt ftis den Kreis jetzev. ftornturech-An- General-Anzeiger für Oberhessen m : nnatimc w« Snielgtn ’ * 1 2 3 * 5 u.e ub s iner beabsichtigte, zur Erledigung einer Anzahl kleinerer Vermischtes. * Eine gerichtliche Untersuchung, die gegenwärt in Elwood, in den Vereinigten'Staaten, geflchrt wird, zeigt, fr eine hübsche Frau niemals mit im Dienst befindlichen Weichei i stellern und Streüenwurtcrn flirten darf, wenn sie nicht d Ursache einer Eis en b a hn ka t a.strophc werden will. A' i g^ltellte der Lake Erie and Western Railroad, die durch ih Unachtsamkeit den Zusammenstoß zweier Züge verschuldet habt sollen, führen zu ihrer Verteidigung so etwas wie „LiebeshyM tismus" an. Als sie die Weichen umstellen sollten, sei gerat eine Schar junger Mädchen mit schmachtenden Blicken vorübe gezogen: durch das Feuer dieser schönen Augen seien sie so De wirrt worden, daß sie für einen Augenblick ihre Pflichten vc gaßen. Sie wollten infolgedessen als „temporär unverantwor ■ lich" freigesprochen werden. Wenn das Gericht sich diese eigei artige Beweisführung zu eigen machen - sollte, dürften in Ämerü i ' ür Kutscher, Chauffeurs, Zugführer usw. herrliche Zeiten konrmo denn jede Katastrophe wird sich schließlich auf Liebe zurückfWe i ' lassen! * De r Sp atz. In der Allg. Tierschutz-Zeitschrist (her ausgegeben vom Tierschutzverein für das Großherzogtur Hessen) schreibt A. I. Resler: Der Spatz, der Gassenjunö unter den Vögeln, ist von 50 Jahren in Amerika eü untergebracht und im Frühjahr 1853 steigelassen. Im Jahr 1857 aber wurden englische Sperlinge direkt von Eurotz nach verschiedenen Staaten versandt. Seitdem haben fit t)ic Spatzen über das ganze Land verbreitet, was am nicht zu verwundern ist, da sie überall einen reichZedeckte x Bönstadt, 17. Okt. Ter langjährige Förster unst - KommunalsorsLwarter wurde zum 1. Dezember in den Ruhcsta verseht und ihm der Charakter als Förster verliehen .„Darmstadt, 17. Oft. Mit Beginn des Wintersemesüi ollen die Erweiterungsbauten an der Technisch,^ Hochschule der Benutzung über geben werden I gern neuen Gebäude sind eine Anzahl großer Hör- und Zeichens Raume für eine Materialprüfungsanstalt und Wasserbau- u : - Masll)inenbau-Laboratorium untergebracht. Nach der Fertigst lung der jetzigen Neubauten belaufen sich die für die Tc j nische Hochschule von Stadt und Staat aufgewendeten Kosten c 6 120 000 Mk. Mainz, 17. Okt. Wie die „Mainzer Neuesten Nach > melden, wird sich für die St ad t v e r o rd n eten w ahle anfangs Dezember nachstehende Gruppierung ergeben: d t Zentrum, die Nationalliberalen und die Deutsch-Freisi» nigen werden einen gemeinschaftlichen Wahlzettel ausgeb V und ebenso die vereinigten Demokraten und Sozialdem traten. Der Wahlkampf wird sich demnach auf die Walk Vorschläge der beiden Gruppen konzentrieren. fc. Frankfurt a. M., 18. Okt. (Telegr.) Ter Kass des Verbairdes für Turnsport, Theo Kirchheim, der a 1 der städtischen Zahlstelle I beschäftigt ist, hat dem genanm Verband 2 6 0 0 Mark unterschlagen. Er ist geständ- _ h. Frankfurt a. M., 17. Okt. Die Heilgehilfen Frick Schmidt und Adam M ü ck von der Frankfurter steiwillig Rettungsgesellschaft erhielten von dem Regierungspräsidenten vZ Wiesbaden eine Staatsprämie für W iederbelebung: versuche für künstliche Atinurig, die Schmidt an einer n > Morphium vergifteten Frau und Mück an einem Kinde, d j in den Main gefallen war, ausgeführt haben. Beide < gehilfen sind schon mehrfach mit Staatsprämien ausgezeichv : worden. *2 Verein hielt gestern unter dem Vorsitz dev Jnstizrats Metz seine Generalversammlung im Hotel Ernhomr bei sehr gutem Besuch ab. Der vom Schrift,uhrer Staütv. Eichenauer erstattete Jahresbericht liuf die Reichstagswahl ein. Sodann wurden Mitteilungen über die beabsichtigte Neuorganisation der frei)innigen Wähler des Reichstagswahlkomitees gemacht die noch in diesem Herbst durch Laudes-Partch'etretär Ku hl- mann unter Mithilfe hiesiger Parteiaugehvriaer in Anariff genommen werden soll. Das Halten der vom Landesaus- jchuß herausgegebenen „Hess. lib. Wochenschrift" wurde drin- gendempfm)len. Auf eine Anfrage hin wurde noch vom Vorsitzenden mitgebeilt, daß der ursprünglich für Gießen vorge)ehene ^andesparteitag dieses Jahr in Rheinhessen 9i. B. D armstadt, 17. Olt. Der So ii der-Aushub für die Revision der Verwaltungs- gesetze hat nach seinen nahezu 30 Sitzungen, die er im tauf der gegenwärtigen Landtagstagung abhielt, nun am Mittwoch die Beratung der L a n dg e m e i n d e o r d n u n a Hum Abschluß gebracht, und am Donnerstag eine 1 Besprechung über die Vorlage, betreffend die Kreis-und ^Provinzialordnung abgehalten, ohne jedoch schon in die materielle Beratung derselben einzutreten. Es wurden heute eingehende Erörterungen über die zukünftige Gestaltung des Polizeiwesens und die Frage der Beitragsleistung den Kreiskosten gepflogen und die ‘ 99- ~r- Glassing und Dr. F r e n a y mit den näheren Vorarbeiten betraut. Dann vertagte sich der Ausschuß bis zur Fertigstellung derselben. lieber die Beratung der L a n d g e m e i n d e o r d n u n g ist zu berichten, daß zwar in den meisten Punkten die Ausschußmehrheit mit der Re- gierung einig geht, daß aber trotz des Abschlusses des Ausschußberichtes noch verschiedene nicht unerhebliche Differenzpunkte zwischen Ausschuß und Regierung unausgeglichen sind, so in den Artikeln 2, 11, 14, 18 20 43 45 und namentlich in Art. 85. In diesem wird/wie'seither, das Bestätigungsrecht der Bürgermeister und Beigeordneten dem Ministerium Vorbehalten, während die Aus- schußmehrheit dieses Recht dem Provinzialausschuß zu- weisen will, und die Sozialdemokraten überhaupt jedes Bestätigungsrecht beseitigt wissen wollen. Die Regierung hat auch dem Verlangen des Ausschusses nicht nachgegeben das Gesetz über die sog. Ortsbürgernutzungen in bie Vorlage mit hineinzunehmen, schon um sie nicht zu umfangreich zu gestalten; das Gemeindenutzungsrecht soll vielmehr den Gegenstand eines besonderen Gesetzes bilden. or bemerkenswert ist ein Zusatzantrag des Ausschusses zu Art. 43, wonach in Gemeinden mit mehr als 1000 Ein- fcurcf) Ortsstatut bestimmt werden kann, daß die Wahlen z um Ge m e i n d e r a t nach ben^runb- t brCer Verhältniswahlen zu erfolgen aUiVe 8u Art. 47 bestimmt, H aitibe Staatsbeamte §ur Annahme des Amtes eines ^nemderats der Einwilligung ihre/vorgesetzten Behör8 gewandert, nicht aus freien Stücken, sondern auf besondei Einladung; er war unter Kontrakt importiert wordei *. nm die Insektenplage beseitigen zu helfen. Der englis^ Sperling war schon einmal, im Jahre 1852, nach den Vc- einigten Staaten importiert worden; es waren acht Pcv ' chen, die aber nicht gediehen. Die zweite Partie kam Ent des Jahres an, und 50 der Importierten ließ man n 'j New Yorker Hafen und an den Narrows fliegen, der Re j l^urde im Turm der Kapelle des Greenwood Cemeter I (Srlebigt sind: Eine mit einem evangel. Lehrer rn bejetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Erzhausen und dre nut einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an dec Gememdeschule zu L'Utters Hausen. ** «in erfolgloser Selbstmordversuch. Eine recht bedauerliche Selbstmordversuchaffäre, die glücklicher- weise niemand das Leben kostete, wurde uns von einem Be- ricycerstatter mitgeteilt. Ein hiesiger, in den 50 er Jahren stehender Einwohner, der wegen seines Geisteszustandes und seiner Verschwendungssucht unter Vormundschaft steht, schuldete einem älteren Mann, einem Varbier, eine Summe von 6000—7000 Mark, die b^ser, der mit der langjährigen Haushälterin des ersterwähnten Mannes verwandt ist, und hierdurch schon viele Jahre mit dem Schuldner bekannt war, ihm nach und nach geliehen hat. Der Barbier, der im vorgerückten Lebensalter steht und in seinem Beruf nichts mehr verdienen kann, Hütte sein Geld dringend nötig gehabt und der Auszahlung hätte auch nichts im Weg gestanden, wenn nicht die Vormundschaft des Schuldners^ widersprochen hätte. Der Vormund 'hätte nichts gegen die Auszahlung einzuwenden, da das Geld wirklich^ früher entliehen wurde und der Schuldner in solchen finanziellen Verhältnissen ist — er besitzt ein größeres Burvermögen und bezieht außerdem die Zinsen eines großen Kapitals —, daß ihm die Rückzahlung nichts ausgemacht hätte. Auch seine Verwandten und ev. Erben befinden sich durchweg in so guten Verhältnisse^ daß ihnen au der Summe nichts zu liegen braucht. Wie dem auch sei, beide, Schuldner und Gläubiger, setzten sich die Sache so in den Kopf, daß sie beschlossen, gemeinschaftlich aus dem Leben zu gehen. In der Wohnung des Schuldners schnitt sich der Barbier mit einem Rasiermesser die Pulsadern durch. Als der andere Selbstmordkandidat das Blut sah, schwand ihm der Mut seine Absicht auszuführen. Er rief vielmehr um Hilfe und die herbeieilenden Leute vermochten weiteres Unheil zu verhüten. Sie nahmen den beiden ihre Waffen weg (der andere wollte sich mit einem Revolver erschießen) der Barbier wurde in die Klinik gebracht, wo er schwer verletzt darniederliegt. Da anzunehmen ist, daß die beiden ihre unheilvollen Selbstmordideen wieder aufnehmen, wäre es wohl ratsam, die leidige Affäre auf irgend eine Art aus der Welt zu schaffen, wenn man in dem vorliegenden FE nicht dem kalten starren Recht folge, sondern Nachsicht und Menschlichkeit walten ließ. — ** Zur Stadtverordnetenwahl. Gestern abend tagten im Cafe Ebel Vertreter der Post-, Eisenbahn-, Staats- und Kommunalbeamten, sowie der Lehrerschaft, um seitens der gesamten hiesigen Beamtenschaft, die etwa 1000 Wählar auf sich vereinigt, Stellung zu den bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen zu nehmen. Es wurde einstimmig beschlossen, sich e n e r - gisch an der Wahlbewegung zu beteiligen und eine Kommission ernannt, die analog dem Vorgehen übriger Vereine Anschluß an den zu bildenden Bürgerausschuß anstreben wiro. Vorlagen am nächsten Dienstag zusammenzutreten. Jetzt wurde die Wiederaufnahme der Beratungen bis zur über- nachiten Woche verschoben. n. _ r r* ~ a r 9 e & H iS der MannheimerObstaus- HinVUdiehessischen Aussteller ist, wie )chon mitgeteilt, wurde, sehr gut. Nahezu 100 Auszeichnungen sind auf die von der Landwirtschaftskammer vertre- lenen hessischen Aussteller gefallen, darunter die große pS ^laatsmedaille, die badische und die hessische ^taatsmedaille, der 1. bayerische Staatspreis, zahlreiche ^venpreise und Medaillen, außerdem für ungefähr 3000 Mk ^r?rVlle’ tlc gute Leistung der hessischen Abteilung wurde überall anerkannt. Die Aussteller dürften in Mannheim ru 9roßem Umfange gute Geschäftsverbindungen an- gelnupft haben Es hat sich jedenfalls sehr bewährt, daß Landwirtsckwttskammer unter Bewilligung größerer Geldmittel die hessischen Aussteller zu einer gemeinsamen ^eranstaltung bereinigte, die in ihrer einheitlichen Ausstel- !uu9 und namentlich ui dem von der Landwirtschaftskammcr selbst durchgesuhrten repräsentativen Aufbau sehr vorteilhaft wirkte und das in Mannheim nunmehr überall bc= tannt gemachte „hessische Obst" zur besten Geltung brachte. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und dc N a ch b a r st a a t e n. Zu dem GerMeinsturz in der Zementfab! 1 in Weisenau wird noch gemeldet, daß auch d«s d r i t -■ Opfer, der verheiratete Schlosser Humm aus Hechtsheim, g' i storben ist. — In Offenbach hat sich die Frau ein < Eisendrehers, der von einer anderen Frau nachgescrgt tmiri sie hätte Kohlen aus dem Keller gestohlen, im Main ertränkt. • Wie aus Homburg gemeldet wird, wurde bei einer Treibja, in der Gemarkung Oberstedten der Pächter, Zwieba. ~ fabrikant Pauli aus Kirdorf durch einen Schuß ins Ges« ' erheblich verletzt. Pauli hat sich während des Treiba von seinem Stande entfernt, so daß er von der Kugel, die e anderer Schütze auf einen Hirsch abfeuerte, getroffen wurde. ! _______ __________________4 ----- - - .■ ■1 ■g B Deutsches Aeictz. ^^rkm, 17. Ott. Der Kaiser traf gestern vor- Hubertusstock kommend, mit Automobil im Vellevue ein, wo die Prüfung des Prinzen Joachim anläßlich seiner für heute bevorstehenden Ein- segnung stattfand. Der Kaiser begab sich dann gegen 1 Uhr Berliner Königlichen Schloß, wohin im Lause oes 3cachmittags die ganze Kaiserliche Familie üb-ersiedelte. Oskar, der an den Windpocken leicht erkrankt ist, bleibt einstweilen noch im Schlosse Bellevue. Gestern c traf das Prinz enpa ar von Hessen mit den s wch» Prinzen in Berlin ein. Der Kaiser und die Kaiserin hatten sich nach dem Bahnhofe begeben, empfingen dort die prinzlichen Herrschaften und geleiteten sie zum Schloß. — Die „Kreuzzug." meldet: Dem Veriiehmen nach wies der'evangelische Oberkirchenrat die Konsistorien an, in den Kirchen ihres Aufsichtsbezirks eine kirchliche Fürbitte für die glückliche Entbindung der" Kron Prinzessin abhalten zu lassen. . —Dem Kronprinzen wurden gestern im Ministerium des Innern durch Minister v. Atoltke die Beamten -des Ministeriums vorgestellt. An die Vorstellung schloß sich em Rundgang durch das Ministerium. -.Dem Bundesrat ist nunmehr auch der Entwurf über die anderweite Regelung der Haftung des Tierhalters für den von seinen Tieren angerichteten «Äiaden und zwar in unveränderter Fassung wieder zugegangen — Zu den Erwägungen, die an amtlichen Grellen zurzeit über das Steuerprivile g der Staatsbeamten schweben und die nach einer Meldung bereits zu Vorarbeiten eines Gesetzeuttourfes geführt haben sollen, erfährt die „M-Z", daß ui dieser Materie bis jetzt an tatsächlichem urchts weiter vorliegt, als lediglich eine vertrauliche, zwischen den beteiligten Ressorts eingeleitete Korrespondenz, keineswegs aber etwa schon eine Stellungnahme der Staatsregie- 5^3-sich eine solche aus den im allerersten Stadium befindlichen Erwägungen überhaupt herausarbeitet, erscheint noch sehr fraglich und für den Augenblick ist es qam ungewiß, welche Lösung das Problem einer etwaigen Aufhebung des erwähnten Privilegs einmal findet. Berlin, 18. Okt. In Sachen der Strafverfol- gungdes Schriftstellers Adolf Braud wegen Beleidigung des Reichskanzlers ist Brand jetzt die Anklage zugegangen Da die Angelegenheit mit Eile betrieben wird rst dem Beklagten nur eine Einspruchsfrist von 3 Tagen be- touligt worden, nach deren Verlauf Termin zur Hauptver- Mndlung angesetzt werden wird. Die Anklage stützt sich $.en angeblichen Vorwurf der Homosexuellität des pursten Bülow und des Geheimrat Scheeser. Da der Borwurs der Homosexuellität als ehrenkrüukend auqesetzen .wird, ist die Klage aus Grund des § 186 erhoben worden Chemnitz, 17. Okt. Wie die „Chemnitzer Allg. Ztg." -ns parlamentarischen Kreisen erfährt, ist zum Nach so l- 8.®1 , .3„irt absehbarer Zeit von seinem Amte zurücktrelenden Staatssekretärs des Reichs-Justizamtes Dr. Nie b erd in a des Oberlandesgerichtes in Breslau, Wirkt ,Geh Oberin,trzrat Dr. V ie r h au S in Aussicht genommen Karlsruhe, 17. Okt. Heute sanden in WalSSkmt- Sacktngen und tn Lvrrach-Land La n d ta g s n a ch w a hl e n fiatt. Gewählt wurden die seitherigen Abgeordneten gerrchtsdirektor Bi r k m a y e r (Ztr.) und Landgcrichisdirek- tor Obkrrcher (natL). .. Dresden, 17. Okt. Der Landtag ist heute mittag Mit einer Thronrede vom Könige eröffnet worden . ^Stuttgart, 18. Okt. Die „Neckarzeitung," meldet, daH der König von Sachsen, der vorgestern seinem Schwager, dem Jmrsren Hohenlohe, in Bartenstcin einen Bestich machte auf dem dortigen Schloß die Prinzessin Pia Monica unterbringen wollte. d Glktzen, 18. Oft. 1907. Zn Audlenz empfangen wurden von Sr. Kol Hoheit dem Groß Herzog am Mittwoch u. a. Direktor -öl’. Hcnse ll, Professor D. ©tarn m und Architekt Meoer von Gießen und Geh. Baurat Tr. Eser von Bad Nauheim '» Lehrerpersonalicn. Sc. König!. Hoheit der Großherzog haben den prov. Lehrer an dein Seminar für Bolksschullehierinnen zu Darmstadt Wilh. Pickert zum Lehrer an dieser Aiistalt ernaunt. — Uebertragen wurden den Lehrern Hch. Jochem zu Klein-Steinheun und Jak. Sans zu Biebeln- henn Lehrerstellen an der Gemeindeschule zu Weisenau dem ^ehulaintsaspiranten Wilh. Schmitt aus Enshe.m' eine Lehrerstelle an dec Gememdeschule zu Nieder-Saulheim. — 3n den Ruhestand wurde versetzt der Oberlehrer an der Ge- memdeschule zu Mainz-Vtombach Jak. Fan st mann auf fein . lach,uehen unter Anerkennung feiner langjährigen treuen Dienile und ihm aus diesem Anlaß das Ritterkreuz 2 Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen; der Lehrer an der Gemeindeschule zu Gau-Odernbei'n Johs Sommer aus fein Nachsuchen, unter AneUe-.. . ..g seiner langjährigen treuen Dienste, und ihm an5 diesem An'laß die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großniütigen verliehen. "die Verhängung der Todesstrafe über Ungläubige, Frauenverführer und Ehebrecher aus. Jtifolge dieser Ausführungen erhob sich ein solcker Lärm, ba|3 die Versammlung ausgehoben worden mußte. Es ist Line^neue Versammlung anBeraumt worden, die sich mit der ö'ragc der Ausstoßung des intransigenten Pastors aus , dem Verein befassen soll. fotI' toä^Tcnb für das nächste Jahr Äussicht genommen wirb. Ter vom Ssadtv sX n l“9™e. Kasienbemcht verzeichnet bei 690.53 Mk. gJ??. einen Uebcrschn?; von 149.26 Mr. Anoesichts der •» 'n 1 ^aitung des Parteisekvetariats übernommenen Berviti^ gen wurde die Leistung fte'wMacr Beiträae u geringen Mitgliederbeitrag erbeten. Die^Z or^ ! lu a i ergab Wiederwahl der seitherioen Vorstand '-mit^1 ^11^) 3uruf SOdami erstattete der Vorsitzende Bericä " mff Stadtverordneteruvahl, wormts mit den anreceii bürgerlichen Vereinigungen abgeschliß ernsthmmig gutgeheißen wurde Ms ÄiV oes Wahlausschusses wurden Justizrat Vietz Stadu? c' bach L-tadtv. Eichenauer, Rentner W. Herbert und Lughardt gewählt, als Erlatzmitglieder Fabrikat unb toufmnnn Stug. Noll. Wie der Äorsi^nL bemer bestand aus freisinniger Seite keine Abgencigtheit, die Sn- ! demokratie in das Abkommen einzubeziehen. Doch fei? gegenstandslos geworden, nachdem jene beschlossen eme rein« Parteiliste anfzustcllen. Nachdem ’ schloßen »vordcn war, dag die regelmäßigen Donncrs-a zusammenlimfte auch m Zukunft wieder ftattsinden sou j rourfac tom Schriftführer noch mitgeteilt, datz die freiim I Parielliteratur in der Lesehalle aufliegt. Mit I rbat3 Ccm Verein ncucrdiiigs auch E I Mitglieder aus Arbciterkreisen angoschlrffen btz ! - Aus dem Lureau des Stadttheaters die zahlreichen Anfragen sei auch an dieser Stelle mitaetp 1 baß bic Posse „Dieschöne Ungvri n", die am Sonn in Szene geht, im Abonnement nicht wiederholt wird. , , **s2 r2ue ^/beit. Se. Kgl. Hoh. der Großher- 1 ujaben der -(nna Helene Juliane 6 a ur elfen in Manu ? Sieniten der Siegm. Herz Witwe zu Mainz, das Allaenu Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit- verlieb I ... ‘ s k art en Frankfurt-Gießen. Die S' I “ Urgen El enbahndirektion, wonach Inhaber von k | SchiE^uge 4^/46, ab Frankfurt 12.08 mittn M ab Gießen 5-v5 nachmittags, auf der Strecke Frankfurt-Gi-" unä umgekehrt, ohne den Schnellzugszuschlag zu zahlen - nutzen konnten, ist aufgehoben. Seit Dienstag nmssen bei ' [ Nutzung der genannten Züge auch die Inhaber von Zeükar Sa)nellzugszuichlag entrichten. — Tie „Segnungen" der >' - ■ -tz^^uentarilreform werden immer größer. Anstatt Verk.-ki erleichterungen und Verbilligungen gibt es immer mehr EM rungen und Verteuerungen, so daß der eigentliche Zweck i t z - le ^lusmacherei, im Laufe der Zeit ünmer oü sichtlicher wird. 111 r jsch fanben und mit allerlei Nahrung vorlieb nahmen. Es st feit einigen Jahren vieldarüber gestritten worden, ob ,ie Einführung der Spatzen von Vorteil oder Nachteil r die Vereinigten Staaten gewesen ist. Die Mehrzahl der Irteile ist für den Spatz nicht günstig. Man hat gefunden, mT; er den Zaunkönig und andere Vögel aus Gärten treibt, mb daß er im Frühjahr manche Blütenknospe der Obstz- >äume abpickt. Man hat ferner gefunden, daß der Nutzen, icn er durch Vertilgung einiger Insekten bringt, mit dem Bünden, den er anrichtet, nicht zu vergleichen ist, und ,,it deshalb ein Vernichtungskrieg begonnen. Landet. Berlin, 17. Okt. Wie verlautet, ist für morgen der ZeunAlausschuß der R e i ch s b a n k zu einer Sitzung zusaiumen- erufen worden. In Finanzkreisen nimmt mau an, daß die Bank en Diskont um V2 Prozent erhöhen wird. Zahlungsschwierigkeiten eines H a m bu r g e r Zank Hauses. An der gestrigen Frankfurter Börse ist bekannt [Cioorben, daß die seit dem Jahre 1830 bestehende, altangesehene Hamburger Bankfirma Haller, Söhne u. Co. ihre Zahlungen ingcstel.lt hat. Es verlautet, daß die Firma sehr viel akzcp- iertc, namentlich in Amerika. Ferner soll sie in letzter Zeit rögere Avalverbindlichkeiten eingegangen sein. Tie Akzepte wur- en in Hamburg schon seit einem Monat beanstandet und n Berlin seit 14 Tagen. Weiteren Meldungen zufolge hätte ie Firma auch an Kupfer verloren, und durch Festlegung on Kapitalien in der Industrie. Tie Verbindlichkeiten sollen .iiht weniger als 25 Mill. Mk. betragen; 15 Mill. Mk. Ak- epte sollen gegenwärtig umlaufen, wovon auch die meisten Vertier Banken mehr oder weniger mit anderen Jndossi besitzen ürften. Verläßliche Angaben liegen noch nicht vor. Tie Tatsache es Zusammenbruchs hat in der Geschäftswelt große Aufregung «erursachl. Es ixrrf gehofft werden, daß die Großboailen einreifen, um weiteres Unheil zu verhüten. * H e r b ft s r i s u r e n. Eine Dame schreibt uns: Die Harmonie zwischen Haartracht und Hut ist bei den neuen ^erbstmoden eine „Hauptfrage". Der moderne Hut ist »inten breiter als vorne; dem muß sich die Frisur anpassen. )lan frisiert das Haar mehr nach den Seiten und läßt s oben flach anliegen, hinten wird es meist tief gelegt »der hinter den Ohren aufgebauscht und durch einen breiten Lamm zusammengehalten. Bei allen Frisuren ist das Haar eicht gewellt, was sehr kleidsam ist. Die neue Mode ver- angt sehr dichtes Haar, und wem die Natur dies nicht mietet, wird kein Mittel gespart, den Anschein eines üppigen Haarwuchses hervorzuzaubern. Sorgfältige Waschungen assen dünnes Haar auch schwer erscheinen. Richtig waschen — bas ist ein Hauptgeheimnis der Haarpflege. Nach der neuen Art besprengt man dus Haar einmal in der Woche mit warmem Wasser und läßt es an der Luft ttockncn. Beim ersten Male nimmt man heißes Wasser, in dem etwas reine Seife aufgelöst ist. Nach dieser Behandlung muß es ttocken gefächelt werden, das macht es leicht und locker, so daß es dicht und seidenglänzend aussieht. Eine andere Möglichkeit bietet die französische Art: ganz feines parfümiertes Hafermehl wird ins Haar gestreut. Nach einer Viertelstunde hat es alles Fett aufgesogen und wird durch Bürsten entfernt. Auch diese Vehandlungsweije läßt das Haar dicht und glänzend erscheinen. * Boshaft. Freundin: „Was ist dein Bräutigam?" — Braut: „Antiquitätenhändler'" — Freundin: „Da wird er ja deinen Wert zu schützen wissen!" Märktej fc. Frankfurt a. M., 18. Oktbr. Len- und Stroh- markt. (Org.-Tel. d. Gieß. Auz.) Augelahrcu waren 10 Wagen Heu, 2 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu Mk. 3.40 bis Bit. 3.70, für Stroh Mk. 2.60 bis Mk. 2.70. ic. Frankfurl a. M., 18. Okt. »Orig.-Telegr. des „Gieß. Auz.") V i e b m a r f t. Zum Verkaufe standen 00 Sialber, 00 Schafe u. Hammel. 580 Schweine, 0 Ziegen. Schweine: 1. Qual. 65—66 Pf., Lebendgewicht 51,5—00 Pf., 2. Qual. 64—00 PI, Lebendgewicht 50.00-00 Pfg., 3. Qual. 51—58 Pfg. Kalber 1. Qual. 00—00 Pf. Lebendgewicht 00 00 Pfg., 2. Qual. 00—00 Pfg., Lebendgeivicht 00—00 Pig., Schlachtgewicht 00-00 Pfg. Schafe 1. Qualität 00-00 Pfg., 2. Qualität 00-00 Pfg. — Geschäft flau, lieber- stand bedeutend. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Helfen am Samstag den 19. Oktober: Wieder Trübung und Regenfälle. Stürmische'westliche Winde. GriginaL-DrahtttrekSuttgerr. BrcSlau, 18. Okt. Im Konzerthause sprach gestern abend Dr. Karl Peters über wirtschaftliche Kolouialpolitik. Bevor der stiedner zum eigentlichen Tema überging, machte er der Versammlung die Mitteilung, daß auch Breslau nunmehr seinen Peters-Prozeß bekommen würde. Wie wir erfahren, beabsichtigt Dr. Peters gegen den verantwortlichen Redakteur der Breslauer Volksmacht Bele Beleidigungsklage anzusrrengen und zwar aus solgendem Grunde: Das genannte Matt hatte vor Beginn der gestrigen Versammlung am Eingänge zum Kvnzerl- hause ihre geftrige Oiummer in einerMassen-Äuflage gratis verteilen lassen. Die BckDvacht veröffentlicht in der Nummer ehren Leitartikel, der in Sperroruck mit den Worten beginnt: Karl Peters, der Gatte der gehängten Jagodja, ist heute abend zum Preise von 1.—, 2.— und 3.— Mk. im Warenhause der Gebrüder Barrasch-Breslau zu haben. Das ist der auch für Kabarettisten. Dichter und Couplet-Sänger übliche Preis. — Die Bersammlimg selbst nahm einen ungestörten Verlauf, obgleich der Beifall bei Eröffnung der Vevsanrmlnng mit denwnstrativem Pfeifen und Johlen vermischt war. London, 18. Okt. Der Gerneinderat hat die Aus schmuckung der Straßen bcschlossim, durch die baH deutsche Kaiserpaar bei seinem Besuch der Guildhall! kommen wird. Dem Kaiser und der Kaiserin sollen Adnstseni London, 18. Okt. Die Direktoren der Eisenbahw-Gesell^ schäften haben gestern eine Versaimnlimg abgehalten, worin sie sich mit der Eventualität eines Eisenbahner-Ausstandes und den Mitteln zu seiner Bekämpfung befaßten. Die Direktoren scheinen keineswegs geneigt, den Forderungen der Ar-, beiter zu entsprechen. Die Bewegung zugunsten einer Verstaut-« lichung der Eisenbahnen macht infolge der jetzigen Krise große Fortschritte. Eine unter den Abgeordneten über diesen Punkt veranstaltete Umfrage halte das Ergebnis, daß unter den liberalen, Sozialisten und irischen Mgeordneten eine Mehrheit zugunsten der Verstaatlichung vorhanden ist. Dagegen sei die Verstaal- lichunH besonders bei denjenigen Mitgliedern beider Häuser auf Widerstand gestoßen, die Verwalter von Eisenbahn-Gesellschaften, sind. Im Oberhause allein befinden sich deren 52. London, 18. Okt. Nach Meldungen aus Casablanca hatte General Drude gestern eine Unterredung mit Vertretern verschiedener Stämme aus der Umgebung Casablancas, worin diese ihre Unterwerfung an gebe km hätten. Paris, 18. Okt. Wre verlautet,'hat sich der Mini jler* rat gestern nach einer Darlegung des Ministers Pichon über die Lage PichouS entschlossen, die Aktion des Sultans Abdul Ases zur Wiederauftichtung seiner Autorität und Herstellung der Ordnung zu unterstützen. Mehrere Blätter nahmen an, daß hierzu eine finanzielle Unterstützung notwendig fein wird. Cannes, 18. Okt. Im Dorf Sagues wurden durch einem Bergsturz, der durch die Ueberschtvemmungen hervorgerufen iit, mehrere Käufer zerstört. Es drohen noch weitere Bergstürze, durch die das ganze Dorf bedroht erscheint. Bordeaux, 18. Okt. Ein Luftballon, in dem am?, Dienstag zwei Mitglieder des Aeroklubs aufftiegen, ist seitdem! verschollen. Man befürchtet, daß der Ballon auf das MeeU getrieben wurde und dort verunglückt ist. Petersburg, 18. Okt. Die Polizei entdeckte ein politisches Komplott, durch das Graf 'Witte schwer fcnvi ^remittiert ist. Sgn Sebastian, 18. Okt. Bei Urgel stießen ein Perl' o n e n - und ein Güterzug zusammen, wobei 21 Personen schwer verletzt wurden. _____;1 ; । j\ j I j i . überreicht werden. f " ’) Newyork, 18. Okt. Die Explosion in der Pu lve r-i fabrik in o-ontauet hat, wie sich jetzt herausstellt, in einerj bcnachbattcu Glasfabrik ebenfalls eine Explosion herberge-- rufen und die Maschinerie zerstört. Die fodjenbe geschmolzene Glasmasse sloß heraus. 45 Personen kamen umsLeben, ctlva 1000 erlitten Verletzungen. Wegen Vornahme von Kanalisat-ionsarbeiten wird die Nuoengasse zwischen Liudenplatz und Hundsgasse von,heuce n bis auf weiteres für den Fuhr- und Radfahrverkehr gefpertt. Die unterm 26. September 1907 angeordnete Sperre der 5 a n b g a f f e zwischen Löbershos und Neusradt wird hiermit auf- ehoben. Die unterm 26. September 1907 an geordnete Sperre der Großen Mühl gaffe wird hiermit aufgehoben. Die unterm 30. September 1907 angeordnete Sperre der Jl ä u » b u r g wird hiermit aufgehoben. Tie unterm 30. September 1907 angeordnete Sperre der Gleichst raße zwischen Südaulage und Löberstraße wird hier- nit aufgehoben. Gießen, den 17. Oktober 1907. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Reinhar t. NlWM-ÄMerÄKMÄWW Samstag, den 19. Oktober, abends ^9 Uhr OeMMche VeOWMmg Bekanntmachnreg. In das Handelsregister Abt. A wurde eingetragen: a) Tie Firma Eugen Wallenfels zu Gießen: angegebener Geschäftszweig: Fabrik patent, alkoholfreier Gettänke, )_Üineralmasser und Limonaden, b) bezüglich der Firma lLilh. Wallenfels Sohn, Gießen: Das Geschäft geht im 15. Oktober l. Js. auf Johannes Leun 8. von Großen- ttnden über, der dasselbe unter der bisherigen Firma, jedoch )hne Uebernahme der Passiva weiterführt. Dem Kaufmann tlugust Balzer zu Gießen ist Prokura erteilt. ' Gießen, 12. Oktober 1907. B18/19 Großherzogliches Amtsgericht. BekanntMKchung. Der Juacnieur Heinrich Brinkmann zu Gießen ist zur Xu3iüurung von Anlagen nn Anschluß an das städtische Elettri^italS- oert auf Grund der Bestimmungen vom 20. September 1900 zu- B%n .eiafien worden. Gießen, den 17. Oktober 1907. GroßherzogUche Bürgermeisterei Gießen. I. B.: Cur schman. Lollar und Gießen, den 17. Oktober 1907. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Christian Rain. Gießen, Offenbach a. M., den 18. Oktober 1907. 6600 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Gtlßmann und die liebevolle Pflege der Schwester Emilie sagen wir Allen unseren innigsten Dank. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheidelt meines unvergeßlicheli Gatten, unseres guten Vaters, Schwiegervaters, Großvaters und Onkels Senil Wilhelut Kreie, Wttkfühm sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. < ft ÖÜ6 Mh w M Mi s RestanratisttGumbrinusbrän Herrn. Otto, Frankfrt.-Str* Tages-Ordnung: Stadtverordnetenwahlen. Wegen der Wichtigkeit der Tages-Ordnung werden die Bewohner dieser Bezirke nm recht zahlreiches Erscheinen gebeten. 6590 Die Embernser. BZülen-Berkanf. Montag, den 21. v. Mts., vormittags 10 Uhr, soll ein fetter Butte, der Gemeinde Wieseck gehörig, auf dem Faselhose dahier versteigert tverden. Gleichzeitig beabsichtigt die Gemeinde, einen jungen Bullen, Vogelsberger Rasse, anzuschaffen. Angebote werden innerhalb 14 Tage au hiesige Bürgermeisterei erbeten. b,8/10 Wieseck, den 17. Oktober 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Scho m b c r. iKoIiIenkasicn Ofenvorsetzer 6319 Ängust Kröll, nur Seilersweg 12. Wegebau. Der Ausbau der Obergafse zu LmmSoach, veranschlagt zu 1100 Ml., wird hiermit nochmals zur Vergebung ausgeschriebeu. Offerten sind biß zum 1. November er. an das Bürger-1 meisteramt zlrosdors zu richten, woselbst auch der Kostenanschlag zur Einsicht offen liegt. n, Krofdorf. 17. Oktober 1907. B18/in Der Büvaermcistcr- I. N.: Pfeiffer. Die Zimmerarbeiten (einschl. Holzlieferung) zum 9teuban einer Ätaßoreganlage iBetrtebsgebäude, 1 Vorralsschuvoen und 8 Trockenschuppeu) auf nuferer Grube LLcckcsbeim bei WeckeSheim,1 Oberhessen, sind zu vergeben. , , 4. . 4 I Bauzeichnungen und Bedingungen nno bet der unterzelchneten | Verwaltung einznsehen. Braunseis, im Oktober 1907. D17Aol Fürstlich SolurS-Braunfelöstchc Bergvcrwaltnng. Es wird hiermit zur ösfentllchen Kenntnis gebracht, daß i die Einlagen bei dem Spar u. Borschuß-Verein, Aktien-! gesellschaft zu Großen - Linden, vom Tage der Einzahlung! verzinst werden und zwar vom 1. Jantlar 1908 an zu 4 %•1 Die Auszahlung der Zinsen geschieht nicht im Dezember, sondern nach dem 1. Januar. Großen-Linden, am 16. Oktober 1907. 6577 Der Vorstand. Man verlange Spezial-Offerte über Jüngsfeider Baumschulen P06L°.bKöiiels Qfgr. 1877. Besichtiguug dor Kulturen, 225 Morgen, erwünscht. Illustrierter Katalog kostenlos. 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Kaoimännischer Verein ihr weibL Angesichte. 2>ie Lllftglieder mit Ellern, ^^o>tern und Freundinnen, werden hierdurch nochmals zum Ititligm äiiEiiü im Kaiserhof, abends von 6 Ubv Mi, eingeladen. <5599 Ter Vorstand. 65Ösj Möbliertes Zimmer zu ver- nueten._________Lüberstrake 24. 07888] Einfach möbliert. Zimmer zu vermieten. Stemstratze 29, LI. 0604] Ein gut möbliert. Zimmer ]M_oermieten. Kaiser-Allee 7,11. 07898] Schön möbliert. Zimmer 5u vermieten. Schulstra^e 10. 07ä83] Schön mobl. Zimmer zu vermieten. Ebelftratze 7, pt. Laden mit Wohnung von 5 Zim., remer eine Wohnung im 2. Stock von 6 Zimniern und eine kleine illcansarde, alles neu hergerichtet, 'Ä^^lch'^wrt zu vermieten. E] Rah. Nord Anlage 38. Btatraiageiitiir.