157. Jahrgang e. ‘444 Zweites Blatt Ichewl Mich mit Ausnahme be§ Sonntag^ General-Anzeiger für Gberhesfen ,e ..«tetzener Famiiienbialter" werden bem lnzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das [retsblott für den Kreis Gietzen" zweimal jchentilch. Der „hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion: ergA 112. Tel.-Adr^ AnzeigerGießen. Donnerstag 17. Oktober 1907 Rotationsdruck und Verlag der Brüh lachen Univerfitäts - Birch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. i?o!itifche Tcrgsrfchan. Das ausgcbliebene Kaisertelegramm. Auf das Begrüßungstelegramm des nationalliberalen ^grertLNtages an den Kaiser ist auffallenderweise eine ivort ausgeblieben. Hierzu schreibt die „Magdeburg. „Sollte es nicht angemessener sein, wenn solche teiversamnrlungen sich iii Zutunft damit begnügten, übliche Hoch auf den Kaiser auszubringen? Besondere rüßungstelegramme abzusenden — was doch immerhin n gewissen vertraulichen Charakter an sich trägt — in früheren Zeiten gar nicht gebräuchlich gewesen, che Annäherungen können ja dem Kaiser politisch un- icm werden. Daß alle NationalgesinnLen jeder Partei- -ung immer sür Kaiser und Nein) eintreten, versteht ganz von selbst; sie brauchen das nicht besonders zu uern; man möge die Begrüßungstelegramme also ge- „ bcn Ultramontanen überlassen. Die haben's nötig." nz unsere Meinung" — fügt der nationalliberale Hann, c. lakonisch hinzu. * Die Feuerbestattung in Preußen. Während ein großer Teil der deutschen Bundesstaate:: Einführung der Leichenverbrennung gestattet hat, steht t in Preußen noch immer auf einem schroff ablehnenden ndpunkt. Die Gründe waren allerdings recht schwacher ur; insbesondere berief man sich darauf, daß die henverbrennung den Geboten der Religion widerspreche daß juristische Gründe vorlägen, die der gewünschten sührung entgegenständen. Was nur: das erstere an- jt, so haben zahlreiche Geistliche ausdrücklich erklärt, die Feuerbestattung in keiner Weise zu den Lehren christlichen Kirche in Widerspruch stände und daß eine erbestattung unter genau denselben religiösen Formen ffich sei, wie bei einem Begräbnis. Andererseits sind c auch die von der Regierung meist vorgebrachten stischen Momente oft genug von Männern der Wissen- ft widerlegt worden, insbesondere der Gesichtspunkt, durch die Leichenverbrennung die Verfolgung von italverbrechen unter Umständen erschwert werden könne, t dürfte aber vielleicht eine ähnliche Entscheidung wie Sachsen erfolgen; bekanntlich ist in Hagen i. W. mit aubnis der Polizei ein Krematorium errichtet worden, en Gebrauch jedoch von derselben Polizei verboten wurde, mufhin ist die Angelegenheit durch alle Instanzen ver- worden, da sich die Gemeinde bei dem ersten Urteil ärlicherweise nicht beruhigte, und die Sache schwebt enblicklich noch vor dem Oberverwaltungsgericht. Mit , em Interesse muß man dessen Entscheidung entgegen- n, da hiervon die weitere Entwicklung der Feuerbestat- gsfrage in Preußen abhüngt. Sollte aber, was all- ; in wenig verstanden würde, das Urteil in einem der dt Hagen i. W. ungünstigem Sinne ausfallen, so wäre Giefzenerk Stadttheater. Cyprienne. Lustspiel von Sardou und N a j a c. Ob wohl die zahlreichen Frauentagungen der letzten chen, in Frankfurt und in Kassel und in Hamburg und ß Gott wo noch — selbst ein Zeitungsmann vermag sic t allesamt zu übersehen — die Direktion veranlaßt en mag, aus dieses amüsante Stücklcin von anno 1880 äckzugreisen? Und ob die tiefsinnigen und mit surcht- em Ernst auf diesen Tagungen vorgetragenen Erörte- gen über die Ehe und deren Scheidung ein ganz klein lig und in liebenswürdiger Fornr verspottet werden ten? Jedenfalls besitzt in Deutschland zurzeit das alte izösische Lustspiel so etwas wie Aktualität, wenn man . auch nachsagen muß, daß es ungeheuer ernste Dinge geradezu aberwitziger Oberflächlichkeit und Nonchalance andelt. Oder wollte man dem schönen Frl. Sylva einmal Gescheit geben, in einer großen Rolle sich zu betätigen? hrfcheinlich. Demnach galt also wohl ihr in erster Linie er Abend. Frl. S. wußte stellernveise ganz vortrefflich kapriziösen Eigenheiten der Cyprienne zu gestalten. Sie andelt den leichten Plauderton mit Schick und hat die nieren einer Dame von Welt. Kokettieren, schmeicheln, kern und vor allem sehr nett eifersüchtig sein kann Frl. Und ihre eleganten Toiletten versteht sie mit Anmut tragen. Nur eines übersah Frl. S. Diese scheidungs- ige junge Frau ist Vis in die Fingerspitzen mit Elektrizität ibeu. Sie ist pikant, prickelnd. Sie sprüht und glüht, htet und funkelt, vergießt, gleich' darauf die bittersten molltränen. Kurz, es treiben ein Dutzend Champagner- selchcn in diesem Persönchen ihr Wesen. Die Darstellerin s; also sein voll überjprudelnder Laune, voll schalk- len Humors. Der aber scheint der Individualität des . S. nicht besonders zu liegen. Ihre Begabung dürste mit der Zeil mehr auf das Gebiet der Salonschlaugen weisen. Uno Herr Goll trifft noch weniger den rechten Ton. ist als Prunelles zu kleinbürgerlich und behäbig, zu :r, dabei aber nicht einmal ganz natürlich sondern gesucht :r. Auch in der Sprache; ja er sächselt zuweilen sogar ein lig. Herr Goll har eine starke komische Ader und er ist h immer einer unserer liebenswürdigsten Darsteller, wenn )t der liebenswürdigste. Slber er liebt es gar zu sehr, gcl)en zu lassen, und er liebt auch die Sprünge in jene fton.n, in denen die feinere Komik aushört und der Ulk cingt Das Publikum war in bester Laune und nahm die iße oeS Ehepaares auf der Bührre mit dankoarer Freude , denn Leistung und Wirkung waren spontan. Fragt n sich aber, was von dem geistreichen französischen Lust- -l französisch war, so kommt man zu einem negativen uitat. u£iel mehr noch Herrn Goll als Frl. Sylva fehlt fraiizösische Leichtblütigleit, die Grazie in Koiwersation ;, Spiel. Beide taten tühles deutsches Wasser in. den >erer Sardous. auch dann vielleicht gerade für die Regierung der Anlaß gegeben, endlich die Frage genau zu prüfen und auf gesetzlichem Wege zu regeln. Es kann doch als ausgeschlossen gelten, daß eine Einrichtung, die ohne irgendwelche Beunruhigung der religiösen Gefühle der Bevölkerung mit ausdrücklicher Erlaubnis der einzelnen bundesstaatlichen Regierungen ftmktioniert, nicht auch in Preußen unter denselben Umständen möglich sein sollte, zumal es überdies sich nicht um die zwangsweise Einführung der Leichenverbrennung handelt, sondern deren Anhänger nur die fakultative Feuerbestattung wünschen, um nicht entgegenstehende Anschauungen zu verletzen. Bei dem kürzlich in Berlin stattgehabten Delegiertentag der Feuerbestattungs- Vereine war zum erstenmal auch die Regierung in ihren verschiedenen in Frage kommenden Ressorts vertreten und man darf hieraus vielleicht den Schluß ziehen, daß die Regierung zu einer wohlwollenderen Prüfung der Frage übergehen will. * Protefikundgebungen gegen Rosa Luxemburg. Eine Protestkundgebung gegen Rosa Luxemburg hat der jüdisch-sozialistische Arbeiterbund in Russisch-Polen in verschiedenen Städten veranstaltet-. Rosa Luxemburg wurde aufs schärfste angegriffen und beschuldigt, sich eigenmächtig zur „Oberkontrolleurin" der polnischen wie jüdischen Arbeiterbewegung aufgeworfen und sie durch ihre ungebetene Einmischung nur geschädigt zu haben. Auf ihre „angeblich sachverständigen, in Wahrheit aber direkt unwahren Gutachten" hin seien die Zionisten zum Internationalen Sozialistenkongreß als sozialistische Gruppe zugelassen worden. Möge 3kosa Luxemburg, heißt es in der Protestresolution, wenn sie Lust hat, künftig die Zionisten mit ihrer Führerschaft beglücken, wenn sie nur die polnischen Sozialisten und Bundisten in Ruhe läßt. Die Resolution wurde angenommen. In der Diskussion bezeichnete ein Redner Rosa Luxemburg als ein übergeschnapptes Frauenzimmer. Deutsches Aeieh. Berlin, 16. Okt. An Stelle der am 12. Dez. 1883 zwischen Deutschland und Belgien abgeschlossenen Üebereinkunft zum Schutze an Werken der Literatur und Kunst ist heute ein neues deutsch- belgisches Literaturabkommen durch den deutschen Gesandten und den belgischen Bevollmächtigten in Brüssel unterzeichnet worden. — Der nunmehr dem Bundesrat zugegangene Entwurf über das Vereins- und Vers a m m l u n g s - recht bestimmt in Bezug auf die Verhandlungssprache kurz und bündig, daß in öffentlichen Versammlungen die Verhandlungen in deutscher Sprache zu Den „schönen" Ao he mar hatte Herr v. o. Becke nicht so, wie die meisten Darsteller dieser Rolle, in der Maske vergriffen. In seiner Darstellung gab der Vetter bei allem Mangel an Geist doch immer noch eine Persönlichkeit ab, deren Wirkung auf schwache Frauenherzen einigermaßen begreiflich erscheinen kann. Der Darsteller des Adhemar muß sich seine Rolle aus den Augen Cypriennes heraus konstruieren, wenn er seine Stellung in dem ehelichen Bunde glaubhaft machen will, und darin hatte Herr v. d. B. sein möglichstes getan, ohne zu übertreiben. Von den Vertretern der Salonstaffage ist Herr Gsell, der den Clavignae mit schicklicher .Haltung repräsentierte, mit Anerkennung zu nennen, auch Herr Cornelli, während von den Damen die eine ihren Text nicht recht beherrschte, die andere die gesellschaftlichen Formen mißachtete und die dritte eine Possenfigur bieten zu sollen meinte. Eine äußerst flotte Charge schuf wieder einmal Herr Reimer-Schlegel, der auch für die Regie verantwortlich zeichnete und sich als solcher dr,ch nicht ganz wenig verzeichnete. Drastisch war der Auf- und Abmarsch des 'Kellnertrios. — Ludwig Thomas kleine Bauernkomödie „Die Medaille" fchloß den Llbend. Diese köstliche Burleske ist uns von wiederholten Aufführungen, auch einer solchen der Schlierseer, bekannt. Wohl fühlt man, daß eigentlich nur die Bauerngestalten in ihrer lebensvollen Jndividuali- ierung Fleisch und Blut besitzen, bei bfcn Stad-tleuten die chablonenhafte schematische Karikatur des Witzblattes Her- Halten muß, das Thoma redigiert, des „Simpltcissimus", der übrigens textlich seit einigen Monaten in geradezu erbärmlicher Minderwertigkeit und Geschmacklosigkeit sich zu geben pflegt. In ihrer innerlichen Gesundheit und packenden Draftik bleibt aber „die Medaille" von um so originellerer und lebenswahrerer echter Kunst. Das nur leider allzu breit ausgemalte^Sittenbild machte den tz>aupt- darstellern, namentlich den Herren Bakof, Goll, v. d. Becke und Reimer-Schlegel (wie hatten sich die letzten drei verändert!) sichtlich selber Vergnügen, und Frl. Schumann und die Herren Gsell und Roden fügicn sich ergebungsvoll in das bäuerliche Milieu. Das verspätete Fallen des Vorhangs zerstörte allerdings den Schlußessekt. Ier Kießener Lonzeriverein im neuen Aereinsjahre. Man klagt, wohl nicht mit Unrecht, daß das Atusik- leben unserer Tage gar zu sehr in die Breite gehe und dabei an Tiefe verliere. An den Komponisten und an den ausübenden Künstlern liegt die Schuld natürlich nicht. Es wird aber wohl an der Art uno Weife liegen, wie man heutzutage Musik treibt und Vcusik hört. Auf keinem anderen Gebiete der Kunst macht sich der Dilettantismus so breit wie gerade auf dem der Musik. Das ist an und für sich natürlich noch rein Unglück, aber zu beklagen ist es,, daß dieser Dilettantismus im allgemeinen noch immer führen sind, und daß Ausnahmen davon der Genehmigung der Landesregierung bedürfen. — Dem „Vorwärts" zufolge ließ der Oberreichsanwalt dem Rechtsanwalt Liebknecht die Weisung zugehen, seine Strafe am 24. Oktober in der Festung Glatz anzutreten. — Am Freitag, 18. d. M., werden die vereinigten Ausschüsse des Bundesrats für Handel und Verkehr und für Justizwesen über den Entwurf einer Novelle zum Börsengesetz beraten. Die Berichterstattung der Ausschüsse an das Plenum des Bundesrats dürste sich in kurzer Zeit anschließen. Hamburg, 16. Okt. Die Polizeibehörde untersagte den Säulenanschlag von Plakaten, die den Vortrag von Adele Schreiber im Bund für Mutterschutz, betitelt „Sittlichkeit und Kinderrecht", ankündigen. München, 16. Okt. In der bayerischen Abgeordnetenkammer betonte Finanzminister v. Pfaff die Notwendigkeit, neue Einnahmequellen für das Reich zu erschließen. Straßburg i. E., 16. Okt. Heute ist in Münster bei Kolmar eine Konferenz der Rheinuferstaaten zusammengetreten, um über Spezialfragen der Rhein- regulierung und über die Frage der Schiffahrtsabgaben zu beraten. Die elsaß-lothringische Landesregierung ist durch Ministerialdirektor Traut vertreten. Die Kon ।erenz wird wahrscheinlich morgen zu Ende gehen. Ans StaSt itieO Land. Gießen, 17. Ott. 1907. ** E i n hübsches Wort unseres Großherzogs. Zu S. K. H. dem Großherzog kam dieser Tage ein Frankfurter Automobilverkäufer, der eine bekannte ausländische Fabrik vertritt. Er ft'chrte dem Großherzog einen sehr hübsch ausgestatteten Vierzylinder-Wagen vor, zeigte dem sportliebenden Fürsten die einzelnen Teile des Motors und schilderte in beredten Worten die Vorzüge dieses ausländischen Erzeugnisses. Der Großherzog hörte aufmerksam zu und sagte dann: „Was Sie da ausführen, ist alles richtig, der Wagen ist wunderschön und ich würde ihn gerne kaufen, aber ich bin der Großherzog von Hessen und weiß ganz genau, was ich als deutscher Fürst zu tun hab c." Der Händler verstand den Änn der Worte^ dankte dem Großherzog für die Aufmerksamkeit, die er ihm geschenkt, und fuhr mit seinem ausländischen Automobil davon. ** Kanalgebührenordnung. Der Vorstand des Vereins der Hausbesitzer hat gegen den Beschluß der Stadtverordnetenversammlung beim Ministerium Beschwerde geführt. Wie wir hören, hält der Verein demnächst eine Versammlung ab, in der die Angelegenheit des weiteren besprochen wird. recht wahllos — Musik macht. Man klimpert Beethoven, man klimpert Lehar und verliert dabei Lust und Freude an wirklich guter Musik und verlernt vor allem das Zu- hörenkönnen. Es wird zu viel Musik gemacht — zu viel schlechte Musik. Wer sich diese Misere vor Augen hält, wird unwillkürlich mit einigem Bangen ein neues Konzertprogramm zur Hand nehmen, denn vielfach wird leider auch von Konzertleitern dem Zeitgeschmack gar zu viel Rechnung getragen. Anstatt die Führung zu übernehmen, läßt man sich treiben. Man will allen etwas bieten, und bieteb darum schließlich keinem etwas rechtes. Von diesem Fehler mancher anderer Städte hält unser Gießener Konzertverein sich erfreulicherweise fern, und mit aufrichtiger Freude wird wohl jeder Musikfreund das Konzertprogramm der bevorstehenden Saison durchstudiert haben. " Es ist, nach den bisherigen kurzen Angaben zu urteilen, ein ganz auserlesenes Programm. Es setzt vor allem ein ernstes Künstpublikum voraus, ein Publikum, das gute Musik zu hören und zu würdigen versteht. Schon der erste Solistenabend am 27. Oktober verspricht den Gießener Musikfreunden einen ganz besonderen Genuß. Der junge französische Violinist H e n r i M a r t e a u, der an diesem Abend spielen soll, gilt als einer der bedeutendsten Geigenkünstler der Gegenwart. Man rühmt an seinem Spiel die sinnliche Schönheit des Tons und die seltene Abgeklärtheit, sowie das tiefe Verständnis für die Eigenart eines jeden Ateisters. Henri Martean wurde im Jahre 1874 in Reims geboren. Sein Vater war ein französischer Offizier, seine Mutter die Tochter eines deutschen Offiziers. Nach Beendigung seiner Studien am Pariser Konservatorium unternahm er weite Konzertreisen. Seit einigen Jahren wirkte Martean als Professor am Genfer Konservatorium und als Leiter eines Streichquartetts. Auch die beiden übrigen Solistenabende des nächsten Vereinsjahres versprechen viel Interessantes und Schönes. SociSte des concerts d’instrmnents anciens, Casadcus und Genossen aus Paris (Alte Kammermusik) und den vortrefflichen Liedersänger Dr. Wüllncr. Die beiden in Aussicht genommenen Orchesterabende werden klassische und moderne Musik bringen und die Namen der Solisten dieser beiden Konzerte, Fr. Hedwig Schacko (Gesang) und Wilhelm Backhaus (Klavier) bürgen dafür, daß man viel Schönes zu hören bekommen wird. Backhaus, der gegenwärtig in London lebt, gilt als einer der bedeutendsten Pianisten der Gegenwart. Besonders erfreulich ist es, daß der Gießener Konzertverein auch diesesmal wieder, wie es scheint, besonderes Gewicht auf die Pflege der Kammermusik legt. Es sind nicht weniger als Drei KammermusikäbenDe vorgesehen. Ter erste Chorabend wird u. a. eines der schönsten Werke der neueren Musik, das Triumphlied von Brahms, bringen. Der Gießener Konzertverein steht nun schon im 117. Vereinsjahre und sein neues Programm zeigt, wie ernst er nach wie vor bestrebt ist, seine hohe Aufgabe zu erfüllen. Atöge seinen edlen Bejtreoungeu auch in diesem Vereinsjahre der Erfolg nie versagt bleiben. Ilru Sl|r Elektriz. Schlickert . . 20 -U 4% Öesterr. Goldrente •ei 41/5 Oesterr. Silberrente 97.90 Tendenz; schwächer. 416 7» mss-Staatsanl. 1905 4>$7o japan. Staatsanleihe 4 X Conv. Türken von 1903 205.25 118.00 . 23 . 13 . 17 im . 129.00 . 230.50 ' 143'bO 14 19 S 2 14 1'2 22 11 Oktober. Anfangskursa. Harpener Bergwerk. . Lanrahütte . . . Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd .... Türkenlose . • • . . Berliner Hondelages. . Darmstädter Bank. . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kominandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eiseutahu Gotthard bahn . . . Lombard. Eisenbahn . . Oesterr. Staats bahn . . . Pnnce-Henri-Eisenbahn . 94.40 84.75 92.95 92.90 97.60 20 Jtel 22 4% 3X 3% do. Konsols do. Hessen Oberhessen Börse, 17. . . 157.50 Türkenlose 4 X Griech. Monopol-Aul. 4 % äussere Argentinier 3°/0 Mexikaner . 4x°lo Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss . . . . Buderus E. W. . . . Tendenz: schwächer. Eschweiler Bergwerk . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Paket?. Harpener Bergwerk. . . Lanrahütte Nordd. Lloyd Obeischles. Eisen-Industrie 92.90 64*30 65.70 91.25 89.80 92.90 12 10 . 21 19 12 . 143.80 . 47.50 . 84 80 . 63.05 . 94.95 Berliner Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . 3% 3^7« 3-6 3167c 3 >67. △ Grünberg, 16. Okt. Ein Unwetter, wie es sonst nur im Hochsommer auftritt, ging gestern abend über unsere Stadt nieder. Tiefschwarze Wolken zogen gegen 5 Uhr von Südwesten heran und verwandelten den Tag in die Nacht. Dabei leuchteten die Blitze grell auf, nur der Donner war etwas schwächer wie im Sommer. Das Gewitter war von starkem Hagelwetter begleitet, die Hagelkörner glichen kleinen Eisstücken. Der Sturm warf den Hagel wider die Fensterscheiben, so daß manche in Stücke sprangen. Auf den geleerten Feldern vermochte der Hagelschlag keinen Schaden mehr anzurichten. Das Oktobergewitter folgte einer vorausgegangenen Hochsommertempe- ratur. Den hochgespannten Erwartungen auf den heutigen „Gallusmarkt" setzte dieser plötzliche Wettersturz einen Dämpfer auf. X Mücke, 16. Okt. Zu den ungewöhnlichen Vorkommnissen zählt unzweifelhaft eine Fahrt im geschlossenen Po st wagen unterm aufgespannten Regenschirm, wie gestern abend der Fall in der Post zwischen hier und Ulrichstein. Das ganz plötzlich einsetzende Oktobergewitter am gestrigen Nachmittag ergoß auch seine Ströme über den Postwagen. Dessen Dach war aber nicht wasserdicht und der Regen drang durch. Die Insassen suchten sich deshalb durch einen aufgespannten Regenschirm zu schützen. 8 Aus dem Vogelsberg, 16. Okt. Der Weizen hat gegen das Vorjahr eine recht erhebliche Verteuerung erfahren. Damals war der Verkaufspreis für den Doppelzentner 16 Mk., jetzt bezahlt man 23,50 Mk. dafür. ist die Nachfrage so stark, daß die Landwirte den Weizen, kaum ausgedroschen, verkaufen können. Gor acht Tagen bezahlte man erst 22 Mk. für 100 Kgr. — Die Wintersaat vollzieht sich recht günstig. Der Ackerboden baut sich sehr gefällig, und die sommerliche Wärme läßt die Wintersaat rasch keimen und üppig emporwachsen. So steht der Winterraps recht vollkommen. Allerdings richten Mäuse unb Schnecken an der aufgehenden Saat beträchtlichen Schaden an. Insbesondere ist der Schneckenfraß hier^ und da so stark, daß bereits ausgesäte Aecker nochmals bestellt werden mußten. Zur Vertilgung der Mäuse mit dem Mäusebazillus ist man in den wenigsten Ge- ^meinden gekommen; man hofft auf ihre elementare Vernichtung. Ungar. Goldrente . . Italien. Rente . . , Portugiesen Serie I . Portugiesen „ III ß Dre Explosion von Fontanet. Aus Newyork erhalten Londoner Blätter grauenerregende Einzelheiten über die Explosion, welche spät nachts die Stadt Fontanet r ^ndiana vernichtete. Die Stadt Fontanet, ob- ?? -e re\F^onie^cr in die Lust geflogenen Dynamit- sabrik entfernt, wurde mit einem Schlage der Erde gleich gemacht. Abgesehen von dem Unheil, das in nächster Nähe der Stadt angerrchtet wurde, wirkte auch die Explosion in großen Entfernungen. In einer Entfernung von etwa ^0 Mwmetern st ü r z t e eine K 0 h l e n g r u b e e i n. Sämt- liche Grubenarbeiter, welche zur Zeit der Explosion an der Aubert waren, wurden verschüttet. Die Zahl der Begrabenen wird mit n e u n z i g angegeben. Ihr Schicksal ist noch ungewiß; man weiß nicht, ob es möglich sein i wird, sre zu retten. Die Fabrik enthielt nicht nur Dynamit sondern auch andere Explosivstoffe, welche meistens für die amerikanische Kriegsmarine fabriziert wurden. Der Daily Chronrcle" gibt die Zahl der Toten mit 182 an Ern explodiertes Magazin enthielt 40 000 Faß Pulver. Ein 10 Kilometer entfernter Passagierzug wurde aus dem Gleise geschleudert und sämtliche Fenster zertrümmert. ' Arrehe und Schule* •?? f r 211 fr e b W a u 1, einer der bedeutendste Äolgrerchstrn Turnpadagogen, ist iti Karlsruhe im Arn ^°?-ren gestorben. Am 13. April 1828 in Michelsta^ Odenwalde geboren, studierte er auf der Teckmischen nnrhi m mMathematik und Naturwissenschaften. Naü er sich unter^Weß Leitung zum Turnlehrer ausgebildet f- war er seit 1856 Lehrer in Basel, wo er sich auch im K. dort noch heute geübte Sektion«- Veretnswetturnen emrichtete. 1869 wurde er als Direktor ^(C^erbr.lIbucn9^ftalt. uud Badischer Landesturninspekwr Kl^lsruhe berufen. In dieser Stellung, die er bis zu seinem beklerdere, hat er das badische Schulturnen zu hoher Blim und durch fern unvergleichliches Lehrgeschick weit übe Grenzen Badens hinaus legensreich gewirkt. Berulnnt w strne Lehrürrle, an denen zahlreiche Turnlehrer aus dmi £ Elchen Reiche terlnahmen. Auch in der deutschen Turnersc hi?1! fiq5§,CrarlCtV18 r5- an^We' und die er von 1 als Vorsitzender leitete, hat er mit großen Erst gewirkt Bei N^ederlegung seines Amtes als Vorn^mdcr w er in Würdigung seiner großen Verdienste zum Ehrenvvrsi^ Gerichts-cZM. Friedberg, 16. Okt. In der heutigen Schöffen- gerichtsiitzung waren der Lagerist der Firma Gebr. Meyer A Sch. von hier wegen Diebstahls von Tauben und seine Ehefrau ivegen Hehlerei bezw. Begünstigung angeklagt. Anfangs ^uii befand sich Sch. vormittags im Lager, um Fruchtsäcke um- zusetzen, wahrend 2 Jungen von 11 und 12 Jahren sich davor befanden. Die Jungen wollen beobachtet Huben, daß der An- geklagte Tauben, die einem Nachbar gehörten, durch Streuen von Kornern rn das Lager lockte und sie daselbst fing. Die Frau Sllf. ■ r, r?? c r lebend mit nach Hause genommen haben. Die Polizei ,teilte fest, daf; der Angeklagte 6 Tauben im Besitz hatte, leroch konnte er nachweisen, daß er mehrere Tauben von Rockenberg zum Geschenk erhalten hat. Der Berteid-iger, Rechtsanwalt ^wt^er, führte aus, daß schließlich die beiden Zeugen selbst c iD 1,1 Betracht kämen. Die beiden Angeklagten wurden .'./.^ciprochen, dre Kvsben werden der Staatskasse auferlegt. Das quellt konnte sich nicht entschließen, auf die Aussagen der beiden Reichsgerichtsbriefe. rs-. ™ S. Leipzig, Okt. 1907. Ein Mitgiftve rsprechen an den Schwiegersohn -st nicht verbindlich, wenn cs der gesetzlichen Form ermangelt. c . S/wn mehrfach bat sich das Reichsgericht dahin ausgesvrochen, ? Mitgitfversprechen, solange es ohne die gesetzliche schr-stliche pvnn zustande gekommen ist, keine Gültigkeit hat' weil^ hierbei davon ausgcgangen wird, datz sich der Ver- wrccgende nicht nur oberflächlich erklären soll, sondern sich voll ?.ni), ö seines Willens bewußt sein muß. Dahingegen uuter- Ausstcuerversprechen gemäß ^lSfent il'vrmzwangc nicht und wird nur dann als Schenkung angesehen, wenn d-e Ausstattung das den Umständen besonders den Vernrogensverhältnissen des Vaters oder der Muttn entsprechende .tiaß übersteigt. Jedoch sind auch hier Weiterungen In dem vorliegenden Falle hatte der Gutsbesitzer E. in einem IetHne™ wohnenden Schwiegersohn als ', Wgtrt 1? 000 Marr verfprochen. Diese 15 000 Mark sollte der Schwiegersohn A. zur Anzahlung beim Kauf des väterlichen Gutes benutzen, ^m ^uli 1900 gingen die Brautleute die Ehe ein die Jahr darauf dadurch wieder gestört wurde, daß die Frau 15npmaS?rtr?r^e6, paxr fie sorgte. Infolge der fehlenden 15 000 Mark war es dem A. nicht möglich gewesen, das väterliche Gut zu erweroen und )o wurde die schon eingeleitete Eigentums- uoertragung wieder rückgängig gemacht und das Gut anderweitig Klaae des A wurde vom Landgericht Zwickau, wie rv1^rt,DnJ Obe r l and esg ericht Dresden abgewiesen. Tas fuljrt au§f daß ein schriftliches Versprechen nidjt vorliege und das rnündliche Mitgiftversprechen ihm gegenüber ungültig sei Was das Versprechen an seine Frau anlange, so erleide dreses dadurch einen Mangel, daß die Ehe nicht mehr in vollem Umfange bestehe, sondern seine Frau von ihm getrennt lebe, weil er für sie und das Kind nicht sorge. Die vom Kläger gegen das Oberlandesgerichtliche Urteil ein- s p Revision hatte keinen Erfolg und wurde vom 4. Zivilsenat des Reichsgerichts zurückgewiesen. Für die Sitzung der Stadtverordneten- ■^ammlnuci amJ}reitaq den 18. Oktober 1907, nach- 4(U )r' folgende Tagesordnung ausgestellt worden - L Mitteilungen. Baugesuch des Bruno Büttner für die Frank- fnrter^traye 3. Tesgl. von Ludwig und Mathilde Oerbert für die Wageugaffe. 4. Dcsgl von Wilhelm Herbert für dcn Markt- von Wilhelm Moser für einen Schuppen am Wiesecker Weg. 6. Gesuch des Erich Beyer um Genehmigung zur Anbringung eines Schaukastens am Hause Neustadt 8. 7. Unterhaltung der Drainagen im Feldbereinigungsgebiet rechts der Lahn. 8. Uebernahme der Unterhaltung von Erbbegräbnissen. 9. Ler- stellung emes Bürgersteigs in der Wolsstraße. 10. Verpachtung K-nCarL e e 0111 Hohleichweg. 11. Vergebung von Lieferungen für Obstanlagen bei den Schulen in der West-Anlage und der Schillerstraße. 12. Genehmigung von Rechnungen. 13. Geueh- miglmg der Rechiiwig für 1906/07 und des Voranschlags für 1907/08 aus bei- Andreas Löber-Stistung. 14. Kabellegung in der Liebig- yroöe. 15. Beschaffung eines Klaviers für die höhere Mädchenschule. 16. Gesuch des Eisvereins um Ueberlasfung der Eisbahn. 17. Bebauungsplan für die Schwarzlach. 18. Niederschlagung von Beitragen zur^Krankenkasse. 19. Gesiich des Ludwig Haas um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb im Hause Somieustraße 13. 20. DeSgl. des Gottfried Abel für Wolfstraße 9; hier: Vergrößerung. 21. Tesgl. des Wilhelm Werte für Landgraf Philipp-Plag 10. ** Lahnkanal. Donnerstag, 24. Okt., abends 8 Uhr, wird der Generalsekretär des Zentralvereins für Hebung der deutschen Fluß- und Kanalfchiffahrt Siagoezy int Gasthof „Zur alten Post" in Limburg a. d. L einen Vortrag über , das Verhältnis der Fluß- zur Seeschif- 'fahrt, insbesondere mit Rücksicht auf die Lahn- kanalisation halten. Im Anschluß an diesen Vortrag wird über den gegenwärtigen Stand der Lahnkanalifation berichtet werden. Der Eintritt ist frei. fe iulu wn vcLiuKtoencn Berliner ^katrdalblattern Gerüchte in Umlauf gesetzt worden, die den Generalrntendanten v. Hülsen jener Neigungen verdächtigen loLlten, Die in verschiedenen Skandalaffären der letzten Beit ae- rrannt Word en sind. Wie wir s. Zt. mitgeteilt haben, hat Herr v. Hnlwn sofort energische schritte getan, > um jene beleidigenden Gerüchte m ihrer ganzen Inhaltslosigkeit nac^nwersen und einige glatter veröffentlichen nun eine Erklärung des Wiesbadener ^uni^raL Siebert, der zu folge die von dem Berliner Sänger Frank Men Herrn v. Hülsen erstattete Anzeige durch Bescheid des ..^aatsanwalts berm Landgericht I in Berlin als völlig unbegründet ^zuruckgewiesen worden ist. Ferner hat das gegen ^?Ä^/^bende Ktrafversähren wegen Erpressungsversuchs und ^eletdi^ung dem Gericyt Veranlassung gegeben, Ermittelungen darüber anzustellen, ob Frank zurechnungsfähig ist. Endlich M gegen den verantwortlichen Redakteur des „Berl. Beobachters" i Strafantrag gestellt. ^r?iokt wurden nachste^nde Einzelheiten gegeben: Auf Veran- lauung beteckigter Gemeinden^und'Prioatpersonen hat die Aktiengesellschaft für Bahnbau und -Bettieb zu Frankfurt a. M. einen ^-an lür eine normalspurige Kleinbahn von Hanau qp? Zwingen vorgelegt. Die Bahn wird eine Gesamtlänge vvn 2b,5 Kilometer ^befitzen, wovon rund 12 Kilometer innerhalb D? pxsnßucyen Staatsgebiets, der Rest im Kreise Büdingen liegen, ete wll durch eine neu zu gründende Uktiengesellschaft gebaut und betrieben werden. Von den auf insgesamt 2 500 000 Mk. ver- ^chlagten Kvsteii Mr Mm und Ausrüstung ohne Gruiiderwerb 1 Tonen 1 100 000 Mk. auf den preußischen Anteil. Nach den für Die Unterstützung des Kleinbahnwesens geltenden Grundsätzen wird angenommen, daß der preichische ^taat und der Bezirksverband des Regierungsbezirks Kassel je ein Drittel der auf Preußen fallenden Bau,umme mit zusammen 732 000 Mk. durch Uebernahme von Aktien oder Gewährung vvn Darlehen hergeben. Von den nächft- beteiligten Kvmmunalverbänden, nämlich der Stadt .Hanau, dem Öanau und den an der Bahn interessierten Gemeinden uiw Gutsbezirken wird die kostenfreie Lwrgabe des nim Bahnbau Aoudes und die Geivährung eines Zuschusses von .->0000 Mk gefo^ert, für den Aktien zweiten Ranges hergegeben sollen. Das Nestkapital wird von der Aktiengesellsck-ast für Bahn-Bau und -Betrieb aufgebracht. Die Kosten des Griind- 5>anaiiJ!nb nad) sorgfältigen Ermittelungen aut 188 000 Mk. zu veranschlagen. Der Kreistag beschloß, daß ^ues der Bahri der Landkreis Hanau die Verpflichtung uberriimmt, den zum Bau der Bahn uitd ihrer Neben- mrlagen erforderlichen Grund und Boden, soweit er im Lwidkreise ^anan belegen Üt, unentgeltlich an die für den Bau und Betrieb ’S? bildende Aktiengesellschaft zu stellen, falls die >Vtadt Hanau sich verpflichtet, bem Landkreise Hanau einen I 'Fuß zu den Grunderwerbskosten von 100 000 Mk. zu zahlcii ^crhan^liingen, dre allerdings noch nicht zu Beschlüssen geführt haben, hat sich die ^tadt Hanau, für die die Kleinbahn sehr werwvll.ist, und die auch durch Aufwendungen für den Grunlx- Sxl der eigenen Gemarkung nur verhältnismäßig gering belaste, wird, grundsätzlich geneigt gezeigt, dem Landkreise Hanau einen Zuichuß zu den Grunderwerbskosten zu leisten. Ferner .^'^g, von dem zu leistenden Barzuschuß von o0 000 Mk. einen Teilbetrag von 20 000Mk. durch Aktien zweiten Ranges zu übernehmen. 9 " Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie. Giessen. Frankfurter Börse, 17. Oktober, 1.15 Uhr. Reichsanleihe § Gedern, 16. Okt. Der gestrige Herbstmarkt (Schwein em a r kt) war mit ca. 1000 Schweinen befahren. aüe Ferkel kosteten im Durchschnitt 14 bis 20 10 Wochen alte 24 bis 30 Mk., sogen. Einleaschweine 60 bis 100 Mk. das Paar. Der Handel war^ziemlich lebhaft. 0 1 -e- Geiß-Nidda, 16. Okt. Die Ehefrau des K. L. Lind II. erlitt einen Unfall, der sie leicht das Leben kosten konnte. Von dem Wohnhaus ans war von einem Fenster des zweiten Stockes ein Wäschedraht nach dem gegenüberliegenden Stallboden in gleicher Höhe auf Nollen angebracht. Frau Lind wollte nun von der Treppe des Stallbodens aus Wäsche auf den Draht bringen, was ja an sich ungefährlich war und schon oft geschah. Sie bog sich wohl etwas weit über, verlor den Halt und tv-ollte sich am Draht festhalten. Der aber brach, und die Unglückliche stürzte von der Treppe etwa 6 Meter in die Tiefe auf das Pflaster. Sie trug schwere Wunden am Kvpse davon. Zum Glücke erschienen die Verletzungen nicht lebensgefährlich, sind aber äußerst schmerzlich. Es dürften immerhin etliche Wochen vergehen, bis die Verunglückte wieder hergestellt ist. -?- Nassau, 14. Okt. Unser Lahnstädtchen rüstet sich, am 26. Oktober d. I. den Tag, an welchem vor 150 Jahren der Minister Reichsfreiherr vom und zum Stein geboren wurde, festlich zu begehen. Nachmittags 2 Uhr findet an dem Standbilde des Ministers, das im Jahre 1872 nahe der Stadt, unter den Ruinen der Stammburg Stein von dem deutschen Volke errichtet wurde, eine Schulfeier statt, zu der außer den Schulen Nassaus hauptsächlich die Oberklassen der höheren Unterrichtsanstalten im früheren Herzogtum Nassau- mit ihren Lehrern geladen sind Die Feier der Bürgerschaft, zu der der Oberpräsident und die Spitzen der Behörden des Regierungsbezirks Wiesbaden erwartet werden, soll gegen 1/36 Uhr ihren Anfang nehmen Als Festredner hat Dr. Albert P 0 h l m e y e r aus Berlin zugesagt. Außerdem ist ein Fackelzug, eine Ovation vor dem Geburtshause, sowie Beleuchtung des Steindenkmals ^plant. Abends um 9 Uhr findet eine Festversammlung LL.LL" *■"*“ **> beb- den Sau einer Kleinbahn vj:: ana $ r- d'ngen zu bcfafien. Zur allgemeinen o^ntierun?"ir 6s Sport. H a u p t g a u t a g d e s G a u IX. D. R.-B. Nächsten 3. tag nntzet zu ?r r a n F f u r t a. M. der Hauptgautag des dlaj ? bes deutschen Radfahrerbundcs statt. Die Tagesordnung saßt: Bericht des Gauvorstandcs, der Ganfahrwarte, über - . । Bundestag, Entlastung und Neuwahl des Vorstandes und Wal>i । Bekanntlich sind von verschiedenen Orte? lür den Frühjahrsgautag. Bei dem gemeinschaftlicksen '1 * r -.....tagepen findet die Ausgabe der im letzten Jal-re von Vew » und Mitgliedern errungenen Gauplaketten, Diplomen, El- Zeichen und Tourenbecher, sowie der Ehrenzeichen von der F - | fahrt „Rund um Frankfurt" statt. ! v. Süddeutscher Ruder verband. Der am Som m dem oberen Saale der „Drei Könige" in Offenbacha — abgehaltene 3. Rudertag war von sämtlichen Berbandä einen beschickt. An die Begrüßungsrede durch den 1. Verbm Vorsitzenden Kasp. Zimmermann schloß sich dessen Jahre^ber Ter Kassenbericht weist einen günstigen Stand auf. In Vorstand wurden gewählt die Herren Kaspar Zimmermann-Ls N bach 1. Vorsitzender, I. Zimmer-Mainz 2. Vors., I. Göbel-Ls bach korresp., O. Schöff-Frankfurt protok. Schriftführer, H W ”UI oL^^bn E Rupp-Gießen, O. Jhrig-Franks - PH. Schmitt-Offenbach, Geiger-Mainz Beisitzer. Nach Erl gmrg interner Angelegenheiten gelangte ein Antrag zur Anna! daß alle Streitfragen, die sich bei Regatten re. ergeben, dem Rudertag geschlichtet werden sollen. Ter Ruderverein G Steinheim teilt fernen Beitritt zum Verband mit. Ferner wi beschlvssen, 1908 folgende Regatten abzuhalten: Mitte Frankfurt, anfangs I u l i Gießen, anfangs August M und anfangs September eine Herbstregatta in Offenbach. Jett ---- --- Kandel. L-Ah7- Dochu m er V er c in f ü r Bergbau undGnßsto Vinih/nhP V 0 n‘i«2?aTO vorliegendem Geschäftsbericht qelnnqt ^widende von 167, Proz. gegen Io Proz. im Vorjahre zur' !^"ug. In das neue Geschäftsjahr ist die Gesellschaii Gesamtanfträge enigetreten ; )ct)(xe&lidO des Verkailfs m Roheisen. In Betreff der Ausnc ßüPfMnSUf9etei a aneiu .ln Rücksicht ans ben hohen Llufn beftanö vorzugsweye an fertigen mid halbfertigen Erzeugiiiss^ ohnenden Preisen, em besriedigendes Ergebnis zu envarter Einschränkend wird jedoch bemerkt, daß die Ewzei.gungskostcn d die bedeutend gestiegenen Löhne und Rohinalerialienpreise unqiu cetlf & iveröen. Irr dem tatsächlichen Bedarf für die Erzen der Gese lschast ist ein besonderes Nachlassen nicht eingetreten? . . oer Z n ck e r i n d u st r i e. Dre Böhmische ^i- mdnltrie.Gesellschaft hebt in ihrem Geschäftsbericht hervor, daß ^r?VhAUMre^rr- buvc? die Zusatzakte zur Brüsseler Kmiver Uark bedroht erscheine, obwohl vorderhand nur nut der Konkm Zuplands 3U rechnen sei. Die gen. Gesellfchast zahlt 3 Bu Dividende. Der Reingewinn betragt 107 353 Sir. gegen 405 72;> Verlust m der gleichen Zeit des Vorjahres. I Schuljungen eine Verurteilung auszusprechcu, von denm x.« ncä) nubt einmal den besten Leumund besitzt. — Am 2^ Die 15 lahrlge M. M. in dem Garten des Fabrikanten La^- -icmlmadchen war, mit Spai-.enschießen bescki S&tu diesem Zweck das der .Herrschaft gehörige I dHumtion angeeignet, und hatte gerade einen I r • ^ÜEg^n, als zwei in dem Hause beschäftigte leWwgt erf^ienen. Der zunächst sichende 15 jähr.ar n mif ^stcnheini wrdcrte Ire auf, „schieß einmal", worauf ' Ermangelung einer ^chrotpatrone eine Kugelvattone in lud Nun rief das Möd^n er sollte toeLehen, sanft sL Als der Junge-nicht sowrt Folge leistete, krachte der der Junge Ezte, in,den Oberschenkel getroffen, besinn^?, zusammen. Tas Geschoß konnte erst am Freitag, den 11 entternt werden. Das Urteil lautete auf 10 Mk. Strafe vie ganze Sache als Spielerei angesehen wurde in । betracht der Jugend sämtlicher Beteiligten ' ' n Ntt!versität--Nachric!)ten. 16* Privatdozenten für i- unb Oberarzt an der niedizinischen SUuuf, Dr. med Hetz, ist der Profeßortitel verliehen worden. Dr. Heß -ft »' borener Marburger. * 0 1 cn . <7-..?eh. Bergrat Prof. Dr. Hugo L a s p e y r e s hat aue s""^Usrucksichten sein Lehranit für Mineralogie und ®eoi an der Landw Akademie B o n n - P o v v e l s d o r f weder? feinet ©tene wurde Prof. Dr. Reinh. Brauns, frü^ kanntlich m Gieyen, letzt Ordinarius und Direktor des mineral- petrographischen Jnstktilts an der Boniier Universität, zlim yon- bcriüen11 blC 9cnanntcn Fächer an der Poppelsdorscr Akad 94.10 I Elektriz. Lahmeyer . 84.60 - • - im 31. Lebensjahre. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Konrad Schlierbach senior. Giessen (Steinstrasse 57), den 17. Oktober 1907. Die Beerdigung findet Freitag, den 18. d. Mts., nachmittags 5 Uhr vom Portale des neuen Friedhofes aus statt. 6573 (Sta^t jeder besonderen Mitteilung), Am Dienstag abend ll1/* Lhr entschlief sanft nach langem, schweren Leiden innigstgeliebter Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Bräutigam Herr Heinrich Schlierbach Schriftsetzer EI WI MSr; W ZU A Lollar, den 16. Oktober 1907. item des Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Konrad Moos. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer guten Mutter Frau Elisabeth Moos sagen herzlichsten Dank. Gleichzeitig sagen für die aufopfernde Pflege der in Lollar, insbesondere der Schwester Emilie, ebenso für die trostreichen Herrn Pfarrer Gußmann in Kirchberg innigen Dank. W A A 'M-'! W EM! W W. AM LS- frische Siedwarc "X38 10 Stück 75 Pfg. L. Steinhäuser 27 ScltcrSwcg 27 Z 17 Neue Bäuc 17. £ KckanntmachMg. Großherzogliches Amtsgericht. Bbuoi-Uo Der Vorstand. 6577 07816 halte ich bis auf Weiteres im jmslnsMl irrem Großer Ausverkauf!! zlrim Sjjtikhrtojfrln empfiehlt 6551 Ecke KBinik- und Frankfurterstr, Telephon 337 ÄüTTeilxaMnng kauft man reell, gut und billig bei J. JTTMANN, Giessen, Flockstrasse 14-iy die den die den die den 6567 9.K J. Weisel, Sonnenstr. 6 Telephon 235. uuar 1908 ab anderweit zu vermieten. Reflektanten auf denselben wollen sich bis zum 1. November d. IS. aus unserem Sekretariate melden. Gießen, den 5. Oktober 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Llleeum. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Einlagen bei dem Spar u. Borschutz-Verein, Aktiengesellschaft zu Grotzen-Linden, vom Tage der Einzahlung verzinst werden und zwar vom 1. Januar 1908 an zu 4 %♦ Die Auszahlung der Zinsen geschieht nicht im Dezember, sondern noch dem 1. Januar. Großen-Lindcn, am 16. Oktober 1907. (maguum bonum) empfiehlt bill. > 107141] Earl Sier, Dammstr. 46 Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung B Nr. 2, wurde heute eingetragen: Firma „Licher Tonwerke, Gesellschaft mit beschränkter Haftung," Lich. Gegenstand des Unternehmens ist die Er- richtikng einer Dampfziegelei auf den von Fürstlicher 9ient- kammec zu Lich gepachteten Grundstücken, die Herstellung und Verwertung von Ziegel- und Tonwaren, der Erwerb und die Ausbeutung anderer zu Tongewinnung geeigneter Grundstücke, Handel mit keramischen Erzeugnissen aller Art. Das Stammkapital beträgt 90,000 Mark. Geschäftsführer ist Heinrich Schmidt VIII., Ziegelmeister zu Lieh Der Gesellschasts- verlrag ist am 3. Juni 1907 scstgestellr. Verpflichtende Willenserklärungen der Gesellschaft sollen, unbeschadet der Vertretungsbefugnis des Geschäftsführers nach außen, außer von dem Geschäftsführer von einem hierzu von dem Aufsichtsrat bestimmten Aufsichtsratsmitglied mitunterzeichnet sein. Bet Quittungen genügt zur Gültigkeit allein die Unterschicht des Geschäftsführers oder eines von diesem mit Einwilligung des Aufsichtsrats Beauftragten. Lich den 15. Oktober 1907. Einladung zur ordcntl. Generalversammlung am Donnerstag den 17. Oktober, abends 812 Uhr, im Saale des „Hotel Einhorn". Tagesordnung: 1. Berichterstattung. 2. Rechnungsablage. 3. Vorstandswahl. 4. Bcschlutzfassung über die diesjährigen Stadtverordneten-Wahlen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Dio/ . . Der Borstand. Schellfische lcbcndsrisch in Eispacknng treffen beute ein bei Georg Ualle^kslZ gegenüber der Engelapotheke. Telefouruf 46.[5742 Meine Privatsprechstimdle für ©Swen® ^aseBtkraanke Bekanntmachung. Der Keller unter dem Polizeiamtögcbäude ist vom 1. Ja- Heute frischer Schellfisch cingetroffcn Willisches Kaufhaus. 6570] Babnbofstr. 26. Uratheriiige, Bistnarckheringe, I Harinirte Heringe, Rollmöpse, | holl. Voll-Heringe Stück 5 Pfg. I stets frisch 5717 Makoto Maternus Kathol. Schwesternhaus Lisbigstr. Werktags von 10—12'/, Uhr ab. Nachmittags 4 Uhr bei vorheriger Anmeldung Prof. Dr. Leuiertn Feinste Ummli-Tmbei empfiehlt RhchlisÄes Kgüfhaüs. 6571] Babnbofstr. 26. K 79/07 B17/io Donuerötaa,21.Novbr. 1907 nachm. 3 Uhr werden auf hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen der Schütz, Wilhelm und Ehefrau und Euler, Otto in Gießen stehenden Parzellen der Gemarkung Gießen 38/64 = 1429 qm Grabgarten am Hamm . 38/65 — 424 qm Hofreite daselbst 38/67 =1384 qm Hofreite (Schneidmühle) daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Auswärtige Bieter haben sich über ihre Zahlungsfähigkeit durch ein Zeugnis ihrer Heimatsbehörde genügend auszuweisen. Gießen, den 16. Oktober 1907. Gr. Ortsgericht Gießen. Kartoffeln. Speise- und Salatkartoffeln für den Winterbedarf in verschiedenen Sonern weiß- und getbfleischige, la. auserlesene VZctterauer Ware, empfiehlt zu den billigsten Tagespreisen . , H. Trcchsler, Telefon 581. Proben werden auf Wunsch abgegeben. 16249 L 67/07 B3Ao Donnerstag, 14. November 1907, nachmittags 3 Uhr werden in unserem Amtszimmer die dem Karl Th. Appel gehörigen Grundstücke: Flur V Nr. 1998/w Grabgarten im Günthersburggraben 466 qm Flur V 9tr. 1997/i0 Hofrettegrund daselbst 327 qm Flur V Nr. iMo Hofreite das. 340 qm Flur V Nr. 1995/w Grabgarten daselbst 54 qm öffentlich ver- teigett. Gießen, 2. Oktober 1907. Grotzh. Ortsgericht Gießen. Bekai«rnttt,rchnng. Betr.: Gesuch des H. W. Rinn von Gießen um Genehmigung zur Erbauung eines Ringofens. H. W. Rinn von Greven beabsichtigt, auf dem Grund stuck Cyliir XXV Nr. 4 und 5 im Wißmarerfeld, Gemarkung Gießen einen Ringofen zu errichten. r Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang vom Erscheinen dieses lm Kreisblatt für den Kreis Gießen zur Emncht der Fnieressemen offen. Etwaige Einwendungen und ,binnen dieser Frist bei Meldung des Ausschlusses bei Grotzh. Bürgermeisterei Gieven vorzubringen. Gießen, den 8. Oktober 1907. B“57™ Grotzh. Kreisamt Gießen. I. B.: Weicker. Zwiels ein prima Qualität pr. Ztr. 3.W Mk. Für Wiederverkäuser billiger Mo lt lestra ße zwischen Roon- und Grün berge r Straße ^on heute tut bis aus weiteres für den Fuhr- und Radfahrverkehr gesperrt. Die untetm 25. September 1907 an geordnete Sperre des Selterswegs zwischen Plack- und Goethestraßc wird hiermit aufgehoben. Die untetm 30. August an geordnete Sperre der Moltkestrahe wird hiermit auf gehoben. Gießen, den 15. Oktober 19uZ. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Re i n h art. Bekanntmachung. Die nachstehende Bekanntmachung Grotzh. Kreisamts Gießen vom 8. d. Mts. bringen wir zur Lkenntnis aller Interessenten. Gießen, den 16. Oktober 1907. Grotzh. Bürgermeisterei Gießen. Z.Bu Curschmann. Degen Vornahme von Kanalisationsarbeiken wird Schl0ßgasse von heute an bis auf weiteres für Kuyr- und Radsahrverkehr gesperrt. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird Kaplaueigasse von heute an bis auf weiteres für Fuhr- und Radfahrverkehr gesperrt. Wegen Vortrahme von Kanalisationsarbeiten wird Markt st raße von heute an bis auf weiteres für g-uhr- und Radfahrverkehr gesperrt. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Kaiser-Allee zwischen Moltkestraße und Landmann- [ttajje bmi heute an bis aus weiteres für den Fuhr- und Radfahrverkehr gesperrt. Wegen Vornahme von Befestigungsarbeiten wird die Gehmlde-Abhrmch. Die Häuser Sonnenstraße Nr. 26, 28 und 30 sollen Dienstag, den 22. d. vNtö., Vormittags ll’/s Ubr im Wege öffentlicher Verdingung auf den Abbruch verkauft werden. Die Bedingungen liegen bet uns zur Einsicht offen. Die Besichtigung der Gebäude ist Interessenten gestattet. Angebote sind schriftlich, verschloffen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Gießen, den 16. Oktober 1907. Städtisches Hochbauamt. B1C/1O I. V.: Altvater. Kartoffeln für den Winterbedarf, empfehle eine ganz vorzügliche Qualität Magnnm bonum aus der Wetteran, zu ganz billigen Preisen, sowie gelbe Mäuschen iSalat- kartoffel) u. andere Sorten gclb- steischrge. Proben können geliefert werden. 16W7 I. Weisel, la. Speisezwiebeln prima trockene haltbare Ware, empfehle für den Winterbedarf zu äußerst billigen Preisen. J. Hankel, [6437 Neuen Baue 7. Telefon 612. Nene NMoisma. Für Wirte und Händler Borzugspreise. L. Stemhäuser Neuen Baue 17. «« Wer ein wirklich gutes Oles Bier trinken will, der verlange das rühmlichst bekannte __ 6417 Mainzer AKtien-Wer Vi Flasche 18 Pfg., y, Flasche 10 Pfg. Gotthilf Kölarle, Biergrosshdls;., Marburger Str. 7, Tel. 344 (Wiederverküufer erhalten Rabatt). __ _____ in allen Farben glatt, gepresst, schottisch, gestreift. Meter: 1.50, 2.25, 3.00, 3.25.. A. Salomon & Cie: Zement außer Syndikat liefert billigst per sofort smv. aus Abschluß 1908. Angebote unter K. 1359 an- Haasenstcin & Vogler A.-G^ Caffel.[hv167iB tzc JohVaillant Remscheid Ein großer Posten zurückacfetzter Handarbeiten ganz bedeutend unter Preis empftcblt A« 11. I?u2sr, Sonnenftraße Bullenvertanf. Die Gemeinde Alten-Buseck beabsichtigt einen abgängigen fetten Bullen zu verkaufen. Kaufliebhaber können ihre Angebote bis zum 23. ds. Monats schriftlich auf der unterzeichneten Bürgermeisterei einreichen, woselbst auch die Bedingungen eingesehen werden können. Alten-Buseck am 15. Oktober 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Alten-Buseck. Körber. 6541 Die Zimmerarbeiten (eiuschl. Holzlieferung) zum Nteubau einer Nagprrujanlage (Zetriebsgebäude, 1 Borratsschuppen und 8 Trocteufchuppen) auf unserer Grube Weckcsheim bei Weckesheim, Oberheffen, iinb zu vergeoen. Bauzeichnungen und Bedingungen find bet der unterzeichneten Verwaltung emzmehen. Braunfels, tm Oktober 1907. D17/)O1 Fürstlich Solms Vraunfels'fche Bergverwaltung.__ meiner Sodener-, Cutter oder Malz-Ertrakt-Bonbons. Gennania-Drogerie Seäbed. § Telefon 593. Frankfutterskr. 39. Klsscr nis nick ^aarwäffkr ist Karn’s Ujim Klettellmrzelöl macht die Haare weich und befördert das Wachstum. 6291 Nur zu haben Eeniral-Drogerie Emil Karn, Schulstrasse, j K 81/07 B17/io Donnerstag,21. Novbr. 1907 nachm. 3 Uhr wird auf htestgem Ortsgericht die vor dem Namen des Friedr. Müller IV. in Gteffen stehende Parzelle 1/984 = 85 qm Hofreite tn der Neustadt öffentlich meistbietend zum Zweck der Aufhebung der Gemeinschaft versteigert werden. Gießen, den 16. Oktober 1907. Gr.. Ortsgericht Gießen. ______4 Gros.___________ K 59/07 B17/iq Donnerstag, 21. Novbr. 1907 nachm. 3 Uhr wirb auf hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen des Karl Müller in Krefeld und Kons, stehende Parzelle der Gemarkung Gießen 7/139 — 1444 qm Acker in dem Wasserfall zwilchen der Chaussee und dem Aulweg öffentlich meistbietend zum Zweck der Ausein- anderseßung versteigert werden. Gteßen, den 16. Oktober 1907. Gr. Ortsgericht Gießen. Gros. UBSB Bestens empföhle» SSBKm Georg Wallenfels, Marktplatz 21. Telefon 46. 6 ____________ Giessen |ColoSS®tSI11 Giessen Teleph. 641 Teleph, 644 Heute, Donnerstag den 3.7. Oktober 1907: Grosses Gastspiel der berühmten Tänserm losseum ° Giessen Durch den kolossalen Erfolg bleibt die weltberühmte Freitag, den 18. Oktober 1907 letztes Gastspie Montag den 21. Oktober, abends 8y2 Uhr im neuen Stadttheater Ein toter Abend noch Freitag desi ©getaner ZZG7 Vorverkauf bei Lindau & Winterfeld und bei Weiler. 07878 Humor Satire Abonnement I. 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Samstag nachmittag Kinematographen-Vorstellung für Erwachsene u. Kinder. a) Ave Maria b) Serenade Violinsolo: Polonaise (A-dur Arie aus Semiramis CMezzo-Sopran) Solostücke für Klavier; a17/w in schwarz marine braun in Tuch für Mk. ausgeführt von Herrn Max Hofpauer, Kgl. bahr. Hofschanspielcr. Eintrittskarten sind zu 1 Mark, für alte Plätze gültig, abends an der Kasse gi: haben. t“/19 Kaufm. Verein und OrLsgewerbeverein. Deutsche Arbeit r-Seife zur schnellen Neiniguna der Hände 12 Stück 1 Mark. Hanonagel-Burften 12 Stück 1.65 Mark. Adler-Drogerie, Scttersweg 39. 6102]Otlo Schaaf. in Seide, auf Futter für Mk. a) Nocturne (A-dur). b) Etüde (As-dur) c) Kon do Capriccio so 5. Violinsolo; a) Arie b) Gondoliera 6) Lieder am Klavier: a) Im wogenden Tanze 50 ** Wiener-Flanell und Tuch 2. Chorabend. in Tüll, gefüttert für Mk. ©@©®@®@@©®©®©e® la. frische vier Per Stück 8 Pfennig, 10 „ 75 empfiehlt [6522 J. Henkel, Neuen Baue 7. Telefon 012 Ködert. Donnerstag, den 24. Okt. 1907, abends 8 Uhr ---------------- im Saale des Gesellschaftsvereins. ---------------- Fräulein Ida Stammler (Konzertsängerin) Herr Willi. Schüttler (Violine) Herr Julius Hahn (Klavier;. Programm. 1. Gesang, Violine und Klavier: Drucksachen aller Art liefert in Jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die BruhKeche Universitäts - Druckerei. Schulstr. 7 75 aparte Neuheiten ities£n ■ Spreofc-Äaatomat 550 Mark, besser int Ton wie Tromvophon. Von 290 Mark an grobe Piaso-Orchesier elektr. Pimtos von 660 Mark an. Prachwolle Neuheiten. Frankfurter Musikwerke .Friedrich feeip, Frankfurt a. M., Mosekstratze 32 hv31/8J (Nähe Hauptbahnhof). Handspiklpianos von 150 Mk. an. AmMUM LL DM-Ue»lieit« Vs ^O»»vrnent8 ircdL-rs«nsen: Der Mit gliedsbeit rag beträgt Mk. 6.-, wird bei unseren beHlprrn1 V*2?«5 Abonneme.^tsPreise angerechnet. Neueintretende beheben sich E i?-4 A??-11 !>® “melden. Die Entrichtung des Mitgliedsbeitrages allein berechtigt zum Eintritt in die 3 Kamiuemusikabende. für nummerierten Platz ist ein V°^ ** ZU«exnlc^ Mitgliedern des Akademischen Gesangvereins und dt« 8> aalb au Vereins werden 6 Mk. auf die Abormementopreise angerechnet. j Schwarze Frauen-Paletots Giessener Konzertverein. 117. Vereinsjahr — 1907/08. Oktober 1907: 1. Solistenabend: Henri Marteau (Violine), A. Göllner (Klavier), November 166/ : 1. Orchesteraoend: Klassiker, Frau Hedwig Schacko (Gesang) November 1907: 1. Kammermusikabend: Trio und Gesang n ' Dezember 1907 : 2. Solistenabend Sdctet« des coneerts d’inst'nraients anciens, Casadesus unfl ■n 1 4CZ4-7 . riu 1 J Genossen aus Paris, (Alte Kammermusik). Q Dezember 1907: 1. Chorabend: J Brahms: Triumpflied und de Haan s Vom Werden und Vergehen. Solist A. Lehner (Frankfurt), ■ 2. Kammermusikabend: Trio und Gesang 3. Solistenabend: Dr. L. Wti’lner (Gesang) H. Zilcher (Klavier). 2. Orchesterabend^Moderne Musik. Sollst: Wühelm Backhaus aus London 3. Kammermusikabend. b) Wir wandelten 1 c) Vergebhches Ständchen » Eintrittbkarten * Mk* Sperrsitz 2 Mk. sind im * Vorverkauf in der Musikalienhandlung des Herrn E. Challier (Rudolphs Nachf.) zu haben.[6561 Infolge der Neuordnens der Plätze — die Konzerte finden ausschliesslich in dp, neuen Aula, im Neuen Theater und m der Kirche statt - mess c’ne neue PiatoverteUu« ftäebie aUe.^ehe in dieser Hinsicht bei Henn Ernst Challier, vo! Montag, den /. Oktober ab geltend zu machen, wo der Plan offen liegt. Die Auswahl Hpj Platze erfolgt allem naca dem Tiieaterplan. Die Preise für die Abonnements etc. betragen • -------* T ii. Platz — ’ " — n 16.- „ 12.- ; Diese Plätze sind sämtlich nummeriert. Unnummerierte Plätze werden im Abonnemcri nicht mehr ausgegeben Das Abonnement auf 6 Abende umfasst den 1., 2.. 4., 6,9. und 10 Ab^nd nement auf 8 Abende ist nur für Mitglieder des Akademischen Gesang^reSs S Wegfan der beiden Chorabendc. Einzelpreise: I. H. m. IV SuE für die Kammermusik 4.— 3.50 L50 2.— IAO Mk < für alle andern Konzerte 5.— 4.— 3.— 2.50 2. Jede gewünschte Auskunft ei teilt Herr Emst Challier. ' f pi