Erstes Blatt Vermittlung von Spenden. lassen. Aber da kam. her unglückselige Krieg zwischen und Deutschland und der Kongreß war nicht möglich. S. u. H. Stuttgart, 17. Aug. nun pfui- Mer die ganze doch keine gute Jllrn Auch in is neue Jahrgang um durch Allwendung der ihnen am wirksamsten erscheinenden Mittel den. Ausbruch eines Krieges zu verhilrdern und. wenn Herbstein (Oberhessen), am 15. August 1907. v. Bechtold, Kreisrat (Lauterbach), Cramer, Großh. Amtsrichter, Daus, katholischer Pfarrer, Ruhl, Großh. Beigeordneter, Schneider, Großh. Bürgermeister, Zinn, evangelischer Pfarrer. der soeben in Stuttgart zusammengetretene internationale Sozialistenkongreß sich mit den neuen Verhältnissen auf allen Gebieten des heutigen politischen Lebens abfinden ivill. Eine der Hauptfragen, die auf der Tagesordnung des internatio- ilalen Sozialistenkongrcsses stehen, behandelt den Militarismus Internationaler Soziatisteu-Kongreß. (Unberechtigter Nachdruck verboten.) Internationaler sozialistischer Frauentag. Montag 1». August 1907 Bezugspreis: w monatlich 75 Pf., viertel- A. A jährlich Mk. 2.20; durch V Abhole- u. Zweigstellen W II W M W v4V monatlich 65 Pf.; durch W M M diePost Mk. 2.-viertel- W M W wl W tährl. ausschl. Bestellg. d' Zeilenpreis: lokallöPft v auswärts 20 Pfennig. den nächsten Jahren war das unnwglich, denn au,, deutsche Reich war kein Reich bet Freiheit und des Rechts- Der sichtslosigkeit die Pressevertreter von der Sitzung aus, indem man meinte, daß die bürgerliche Presse schon immer an der sozialistischen Frauenbewegung etwas auszusetzen gehabt habe. Die Genossinnen tagten dann ganz unter sich. Gleichzeitig mit der internationalen Frauenkonferenz traten um 9 Uhr vormittags im Konzettsaal der „Liederhalle" die 300 Delegierten der deutschen Kongreßmitglieder zur Vorbereitung zusammen, die eine eingehende Erörterung der vorzulegenden Anträge und Beschlußentwürfe brachten. Zunächst begründete 'tration für diesen Kongreß, namentlich, als auch bie badische Regierung von bet preußischen gelernt zu haben schien, und unserent Genossen Tr- Adler verbot, seinerzeit in Konstanz zu prechen- Unb wie behandelte man im Reiche unsere russischem Genossen. Fürst Bülow nannte sie „Schnorrer und Verschwörer" und hat Hunderte von ihnen ausgewiesen. Das alles waren Zum heutigen internationalen sozialistischen Frauentag hatten etwa 30 Genossinnen aus allen Teilen der Welt zusammen- mderr, auch etwa 10 Genossen waren anwesend. Aus der Tagesordnung des Frauentages stehen die Berichte über die sozialist. Frauenbewegung in den verschiedenen Ländern, die Schaffung regelmäßiger Beziehungen zwischen den organisierten Genossinnen der einzelnen Länder und das Frauenstimmrecht. Besonders die Frage des Frauenstimmrechts soll Gelegenheit bieten, daß die Genossinnen aller Länder noch in letzter Stunde ihre Wünsche für den internationalen Sozialisten-Kongreß der nächsten Woche vorbereiten. Es wäre daher wohl von Interesse gewesen, diese Wünsche kennen zu lernen. Trotzdem erklärte man kurz vor Beginn des heutigen Frauentages die Beratungen für vollkommen geheim und schloß mit großer Rück- c dem England rechnen muß. In dieser Hinsicht ist von nicht geringer Bedeutung, daß auf die deutsch- rische Verstärrdigung von Wilhelmshöhe eine englijch- Karnpf wurde ausgenommen mit Ausnahmegesetzen und Klassenjustiz gegen die verhaßte sozialdemokratische Partei- Wir haben lange gewartet, bis wir es gewagt haben, die internationale Sozialdemokratie zu uns einzuladen- Und als wir die Einladung nach Deutschland auf dem letzten Kvngreß''in Amsterdam ergehen ließen, gab es manches Kopfschütteln und manches Bedenken unter den ausländischen Genossen, ob es ratsam sei, in Teutschland zu tagen, das bis dahin inbezug auf politische Freiheit sich wahrlich micht in rosigent Licht repräsentierte- Wir haben es gewagt- Wir haben es darauf onkomMen lassen, ob Deutschland sich vor der ganzen Kulturwelt öffentlich blamieren will, indem es den Kongreß unmöglich macht- Freilich Hatter: wir keinerlei Gelüste, Sie nach Berlin einzuladen. Untev den Augen des Fürsten Bülow und des Berliner Polizeipräsidenten zu tagen, nein, das hätte uns gar nicht geschmeckt (Heiterkeit)^ Was aber in Berlin nicht möglich war, das ist 'uns hier in Stuttgart gelungen- (Lebh. Beifall.) Und der Kvngreß hier ; eigt uns ein so glänzendes und großartiges Bild, wie es noch. ! ein internationaler Sozialisten-Kvngreß bot- (Beifall-) Freilich! trugen auch wir in Deutschland mancherlei Bedenken- Noch vor zwei Jahren, zurzeit der unglückseligen Marokko-Affäre nahmen die Regierungen eine recht dunkle Stellung ein. Einem Manne- wie Jaurös wurde verboten, in Deutschland zu sprechen, als er für den Völkerfrieden eintreten wollte- Fürst 'Bülow drohte! ogar, ihn ausweisen zu lassen- (Pfuirufe bei den deutschen Delegierten-) 'Sie kannten ja hie Sache, warum rufen ©io- Nr. 193 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werben im Wechsel mit dem hessischen Landwirt' die Gießener Kamilien- biätter viermal in der Woche beigelegt unb zweimal wöchentlich das Kreisblatt für den Kreis : ein solcher ausbrechen sollte, für seine rasche Beendigung ein* > zutreten. Ein Antrag behandelt die Beziehungen zwischen den p o l:1: schen sozialistischen Parteien und den Gewerkschaften. Ein dritter Antrag betrifft die Kolonial frage. Im Gegensatz zu den englischen und belgischen Delegierten, welche letzten vor allem die Kongo-Greüel als Motiv gegen bie Kolonial- politik angeben unb bementsprechend Anträge eingebracht haben, haben hierüber in Deutschland noch keine Vorbereitungen stattgefunden ufnb es wird von der heutigen Verhandlung abhängen, welche Stellung die deutschen Delegierten hierzu nehmen werden. Eme Stellungsnahme, die durch die Reichstagsauflösung unb durch bie Debatten innerhalb der Sozialbemokratie ziemlich kompliziert erscheint. Im weiteren Verlauf des internationalen Sozialisten-Kon- gresjes tagt heute im Beethoven-Saale der Liederhalle auch die 1 ".i e r parlamentarische sozialdemokratische Kommission, die auf dem letzten iiiternationalen Kongreß zu dem Zweck emgesetzt worden ist, ein gemeinschaftliches Auftreten in Bezug auf alle großen politischen unb wirtschaftlichen internationalen Streitfragen in den einzelnen Parlameiiten vorzubereiten. Der interparlamentarischen Konferenz liegt ein Vorschlag der englischen internatio- .nalen Arbeitervertretung vor, dahingehend, daß in Erwägung des in den einzelnen Ländern den Arbeitern in sehr verschiedenen: Umfang gewährten Schutzes es wünschenswert wäre, wenn alle Arbeiter sich des beste:: Schutzes erfreuten jinb wenn einzelne Staaten nicht die ausgebeuteten Arbeiter durch die Ungleichheit der Gesetze, zugunsten der Kapitalisten ungehörig benachteiligten. Es sei nötig, darüber Klarheit zu schaffen, wie weit das vorgeschrittenste Land in gewerblicher Hinsicht gelangt ist. Nachdem diese stattgefunden habe, soll den einzelnen internationalen, sozialdemokratischen und Arbeiterparteien empfohlen werden, dafür zu agitieren, daß die industrielle Gesetzgebung der Länder so gestellt werde, daß sie der des vorgeschrittensten Landes gleichstehen. Einen ähnlichen Vorschlag machte die „Social Demoeratie Federation" Großbritanniens, in welchem es heißt, daß der internationale Kongreß in Stuttgart die nötigen Schritte tun solle, um Gesetzes-Vorschläge betreffend Arbeiter-Schutzes in den einzelnen Ländern zu vereinbaren. In Rücksicht darauf, daß dieser Forderung ein starker Nachdruck gegeben wird, indem gleichzeitig alle Gesetzes-Körperschaften hiermit beschäftigt werden. Außerdem beschäftigte sich die Kommission mit dem Verlauf der russischen Revolution. Sie legt Protest ein gegen die Auflösung der zweiten Duma sowie gegen bie willkürliche Einkerkerung oer sozialistischen Dumamitglieder. An der Aussprache nahmen auch mehrere Abgeordnete der aufgelösten Duma teil, bie als Vertreter der rufst Sozialdemokratie erschienen waren. Schließlich wird der Statutenentwurf für die interparlamentarische sozialistische Kommission genehmigt. Die Eröffnungssitzung. Im Festsaal der „Liederhalle" fand heute unter An Wesenheit von mindestens 3000 Personen die offizielle feierliche Er- üffnun.g des internationalen Sozialisten-Kongresses statt. Sie begann mit einem 'Orgelpräludium unb bem Vortrag des Liebes: „Ein feste Burg ist unser Bund-" Es war ein eigenartiges Gefühl, die alte Luthaweise in diesen: Milieu von Orgeltönen begleitet zu hören- ! V a n d e r v e l d e begrüßte dann bie Citohens unb Citohennes unb erklärte hierauf den internationalen Sozialisten-Kvngreß für eröffnet- — Hierauf betrat August Bebel stürmisch begrüßt das Podium. Er führte aus: Kampfgenossen: Zum erstenmal tagt die internationale Sozialdemokratie in Deutschland- Allerdings war schon früher einmal beschlossen worden, in: Sommer 1870 in Mainz den internationalen Kongreß stattfinden zu ------ - ------- unb die internationalen Konflikte. Werden die Genossen ihre politt?d>c Wochenschau. Augen auch jetzt noch vor der Erkenntnis schließen, daß der Tie Zeiten der deutsch-englischen Verstimmungen sind vielgeschmähte Militarismus b:sher immer noch die beste orüber. So kann man es jetzt in allen Zeitungen dies- Friedensgarantie gewesen ist? Sicherlich, denn mit der its und jenseits des Kanals lesen und auch die leiten- Preisgabe des Gedankens, daß die Gefahr internationaler 'n Staatsmänner werden nicht miche,. zu versichern, daß Konflikte durch den Militarismus hervorgerufen werde, be- '.ln wivklm) so sei. Wer Hütte das noch vor einem halben raubten sie sich selbst einer der besten Waffen neuen die £ttW9 StfÄK «* ***. w*-** vk - 'rwaudten Deutschen Reiche. Die Isolierung und Ein-! 11 Calroet gezeigt, daß ihr das Parteidogma eisung Deutschlands, wie man es damals nannte, trat uo:mer noch höher jteht als die Erkenntnis einer neuen Wahr- uner offener zutage und mancher bängliche Staats- heit. Der Genosse Calwer hatte es gewagt, das Dogu:a rrger fragte sich zagend, woraus das alles wohl hinaus von der Verelendimg an der Hand von unabweislichen Tat- olle. Tann kam die Besuchsreise der englischen Journa- fachen Lügen zu strafen. Calwer hat es auch gewagt, über icn. Man nahm diese Mmmer der Feder, die im Laufe Agrar- und Kolonialfragen anderer Meinung zu jein als der r M^tNi ahre manches Schlimme und Falsche über Parteipapst und nun wird über diesen Ketzer das Anathema t“: 'aber ke^Lfch" wagte "es, sich^on^Lse'm Besuch s°ft°dn"°cratischen Kämpfer neu Umschwung in den Beziehungen beider Länder zu- o^lheit und Bolksrechte stno freie, sehr freie uander zu versprechen. Auch der Besuch des Lord- Geister! Sie dulden w nicht emmal die Freiheit der For,ch- ayors von London, der bald darauf erfolgte, erschien un0- ES scheint demnach, daß der Miit der Wahrheit auch n mcijten bei uns nicht gerade besonders geeignet, bei diesen Wahrhaftigen noch viel zu rvünschen übrig läßt, te tief eingewurzelte Verstimmungen zu beseitigen. Jn = rrklichkeit erwies sich der englische Journalistenbesuch Teutschland bald als ein äußerst wirtsames Mittel zu ■ter deutsch-englischen Verständigung. Tie englischen .-cssemenschen, die größtenteils Teutschland zum ersten ale sahen, hatten Gelegenheit, manche irrige Meinung er uns zu berichtigen unb sie haben das auch nach cer 5)eimkehr getan. Die Sprache der englischen Zei- stH ngen über Deutschland und deutsche Zustände ist tt:eJ 9ciu" rls gemäßigter und freundlicher gewesen, als in dieser it und die Stimmung des englischen Volkes erfuhr n sehr bald eine heilsame Wandlung. Jetzt, da die -igen Hetzartikel der Presse aufgehört hatten, sing man , sich besser zu verstehen. Selbst König Eduard erinnerte ) nun wieder seiner engen verwandtschaftlichen Bedungen zum deutschen Kaiserhause und jagte seinen such an. Im deutschen Publikum erwartete man von ‘fern Monarchenbesuche zunächst für die Besserung der atsch-englischen Beziehungen nicht viel, aber es scheint >t, als wenn diese Begegnung zwischen Onkel und Nesse, : sich lange Zeit entfremdet waren, doch von größerer litischer Bedeutung sein werde, alK man gedacht hatte, nächst soll der Besuch König Eduards auf Wilhelms- he eine völlige Aussöhnung zwischen beiden Monarchen! vracht haben und ein weiteres erfreuliches Ergebnis ist Feststellung, daß die beiderseitigen Regierungen in en wichtigen politischen Fragen ubereinsrimmen. Tie glische Regierung hat uns auch inzwischen schon einen rrvollen Beweis ihrer freundlichen Gesinnung gegeben, >em sie dem Führer der aufständischen Hottentotten Leutschsüdwestafritä, Mvrenga, das Asylrecht gekündigt i. Tie Behörden der Kapkolonie haben aus Weisungen i London aus sich redliche Mühe gegeben, den deutschen hörderl behilflich zu sein, um Morengas habhaft zu rden, der neuerdings die Eingeborenen um sich zu iren sucht, um den Ausstand fortzusetzen. Unter dem i stand der englischen Behörden wird es nun hoffentlich d gelingen, diesen letzten und gefährlichsten der tzotten- tensührer unschädlich zu machen. , Mehr als eine bloße Höflichkeitsvisite ist auch der such des Königs Eduard in Ischl. Direkt berühren sich Interessen Englands unb Oesterreich-Ungarns nun srei- i nicht, aber als Dreibundstaat und als die im nahen ient am meisten interessierte Macht stellt Oesterreichgarn bei der neuen Konstellation einen Faktor dar, Gießen. Fernsprech-An- schlußs.d.Rebaktionll2 m Hl Gemral-Mzeiger für «erheße^ gM bis vormittags 10 Uhr. Hotatiotts&rud und Verlag der Brülil scheu Univ.-Buch- und Steindruckerei. 8. Lange. Uedaktion, Expedition und Druckerei! Schulitraslr 7. !nnl"; ®- H-H; iür^den ; 1 ’ u Anzeigenteil: H. Beck. bedenkliche Momente, aber wir haben es gewagt und ich erhoffe auch von dem diesjährigen internationalen Kvngreß segensreiche Arbeit für das internationale Proletariat- Im Kämpfe gegen Ausbeutung, Unterdrückung, Elend, Not und Verhetzung, die immer größere Dimensionen angenommen haben- Unsere internationale sozialistische Bewegung ist von einer Großartigkeit, wie sie die Geschichte der Menschheit noch nicht gesehen hat-, (Lebh- Beifall.) lieber alt hat unsere Bewegung erhebliche Fort- chritte gemacht- Ein eindrucksvoller Moment war cs, als in Amsterdam zur Zeit des russischt-japainschen Krieges sich dick beiden russisck-en und japanischen Delegierten brüderlich die Hande reichten, um damit zu bekunden, daß, wenn auch bie Völker unter der Macht der herrschendei: Klassen sich bekriegen, das Proletariat sich doch zufammenfinbet- (Lebh. Beifall.) In Antsterdam gab es bamals heftige Debatten, ivir gerieten oft hart aneinander- Wir setzten mw Mer bie Fragen der Taktik unb der Äe? der Abg. Bebel eine Resolution, die sich mit dem Militarismus und den internationalen K o n f l i.cu beschäftigt. Er führte aus, daß Kriege zwischen Staat--.., die auf der kapitalistischen Wirtschaftsordnung beruhen, in bc. Regel Folgen ihres Konkurrenzkampfes auf dem Weltmärkte seien. Denn jeder Staat sei bestrebt, seine Absatzgebiete nicht nur zu sichern, sondern auch neue zu erobern, wobei Unterdrückung unb Länderraub -eine große Rolle spielten. Begünstigt werden die Kriege durch die systematischen Vorurteile eines Volkes gegen das andere. Kriege im Interesse des Kapitalismus werden erst aufhören, wenn die kapitalistische Wirtschaftsordnung beseitigt ist, oder wenn die immer größer werdenden Aufwendungen an Menschen unb Geld und die durch die immer steigenden Rüstungen hervor- gerufene Empörung die Völker zur Beseitigung der Kriege bringen wird. Insbesondere ist es die Arbeiterklasse, welche bie Kosten des Krieges zu tragen hat. Es ist daher Pflicht aller Sozialdemokraten unter Kennzeichnung des Klassencharakters der Kriege mit allen Mitteln zu Lande unb zu Wasser bie Mittel für Kriege zu verweigern. Eine wesmtliche Garantie bafür, daß alle Kriege unmöglich gemacht würben, liege in der Ueberwindung nationaler Gegensätze. In den beteiligten Ländern sind die Arbeiter und ihre parlamentarischen Vertreter verpslichtet, alles aufzübieten, Mit Bezug auf nachstehenden Aufruf lade ich Alle, I österreichisch-ungarische von Ischl gefolgt ist. Wie aus Wil- velche sich an einem Hülsskomitee für Herbstein beteiligen Holmshöhe, so haben nämlich auch in Ischl längere Untervollen, zu einer Besprechung auf redungen zwischet: den leitenden Staatsmännern stattge- Donnerstaa bei, ->2 wuouH Wnden und es verlautet, daß man hierbei auch in Ischl ^onnersrag oen ttuguft, I zu guten Ergebnis en gekommen sei. uachnnttags 4 Uhr, Es ist eine sonderbare Zeit, die wir gegenwärtig durch- n den Sitzungssaal des Negierungsgebäudes in Gießen, leben, diese Zeit der Friedens- und Freundschaftsbündnisse Landgraf Philipp-Platz 3, ein. und Konventionen. Diese vielen Friedensversicherungen und Gießen, den 18. August 1907. Fmedensgarantien Habei beinahe etwas Unheimliches an Der Großh. Provinzialdirektor der Provinz Oberheffen. Ruß landund England, die alten Rivalen Dr ^reihert ^eujenin. Asten, haben eme Verständigung gefunden und erst vor le wentgen Tagen tft eine neue Konvention zwischen Ruß- , land und Japan unterzeichnet worden. In dieser Konven- tton sprechen beide Mächte, die sich erst unlängst auf dem Das altehrwürdige Städtchen Herbstein im hohen Vogels- Schlachtfelde gegenüber standen, den Wunsch aus, die end- erg ist von einem schweren Brandunglück heimgesucht worden. MZ wiederhergestellten friedlichen, sreundnachbarlichen Be- 4 An wesen sind in wenigen Stunden ein Raub der jungen zu befestigen. Auch für die Zukunft will man flammen und an 5 0 Familien obdachlos geroorben. ^Wtänbnifieu fent^Iten unb ter» e Vetroffenen, ineift unbemittelte ^anbleute, Handwerker, abhängigreit und die territoriale Integrität Chinas) so- mglohner und kleine Beamte, sind zum Teil gering, zum wie das Prinzip der gleichen Opportunität hinsichtlich des .eil gar nicht versichert. Schleunige Hülfe tut not! Handels und der Industrie aller Nationen in dem ae-' Edle Menschenfreunde bitten wir um freundliche Gaben nannten Kaiserreiche an und verpflichten sich, für die Auf- n unsere Adresse. rechterhaltung uno Verteidigung des status quo und die Die verehrlichen Pfarrämter unb Bürgermeistereien er- Achtung dieses Prinzips mit allen friedlichen Mitteln, :chen wir um gütige Weitergabe dieser Bitte unb eventuelle rhnen zu Gebote stehen, einzutreten. Wer zweifelt - J 1 barau, daß so viele Fmedensgarant-en den Weltfrieden 'auch wirklich garantieren? Sogar die anfänglichen Befürchtungen wegen Marokkos scheinen sich jetzt zu zerstreuen. Nicht ohne Interesse wird es sein, zu hören, wie lefftgiittfl an bürgerlichett Negierungen auseinander- Unsere französischen Brüder gerieten sich in die Haare, jetzt haben sie sich verständigt und gemeinsam bei den letzten Wahlen einen großen Sieg errungen, indem sie die Zahl ihrer Vertreter von B7 auf 54 erhöhten- (Beifall.) In England hat zum erstenmal die Arbeiterpartei sich als solche bei den Wahlen beteiligt und 32 Mandate errungen- Im englischen Ministerrate sitzt ein früheres Mitglied der Arbeiterklasse- Die englischen Arbeiter haben sich aber nicht veranlaßt gefühlt, ihre Gesinnung zu andern- In Finnland, wo trotz der Oberherrschaft des russischen Zaren das radikalste Wahlrecht zu finden ist, haben die Sozialisten! 71' Vertreter, darunter 9 Frauen in den Landtag gewählt- In Oesterreich haben unsere Genossen durch einen heroischen Wahl- kanrpf 87 Sitze im Parlament erlangt- Sic bilden die stärkste,, sozialistische Parlamentsgruppe der Welt- Und auch in Holland und in der Schweiz sind große Fortschritte zu verzeichnen- Deutschland macht scheinbar eine Ausnahme- Ich brauche wohl nicht des näheren einzugehcn auf die unvorhergesehene Auflösung des -deutschen Reichstages- Ich will nur sagen: Wir hatten einen Wahlkampf zu bestehen, wie niemals seit Bestehen des Reichstages- Tie bürgerlichen Parteien, das Reich, die Einzelstaaten, die Kommunalverwaltungen Jinb uns alle vereint in dein Wahlkampf entgegengetreten, und sie haben einen Wahlkampf geführt, wie nie zuvor in Deutschland- Die Folge war, daß die deutsche Sozialdemokratie ihre Stimmenzahl von drei Millionen auf 3y4 Millionen erhöhte- Die Zahl der Mandate ist von 79 auf 43 heruntergegangcn- Da. hat man im Kaiserschloß in Berlin von einem Niederreitcn gesprochen. Wir suhlen uns aber gar nicht niedergerittcn- lLebhastcr Beifall bei den deutschen Delegierten-) Diese mehr als 3 Millionen, die hinter uns stehen, sind eisenharte Männer, auf die wir uns verlassen können und die uns fein Feind abspenstig machen wird- Tas ist eine Armee des Proletariats, wie sie nirgends zu finden ist. Und das kann ich Ihnen sagen: Ein zweites Mal werden sie uns nicht überrumpeln- (Lebh. Zustimmung.) Wir warten nur darauf, bis wir die Scharte vom 25- Januar und vom 5. Februar wieder aüswetzen können. lErneute Zustimmung-) Wir bedauern vor allem, daß die neuen Reichstagswahlen voraussichtlich erst in einigen Jahren stattfinden werden- Wir sind wieder auf dem Posten, wie die Nachwahlen gezeigt haben- Die Gesamtzahl der organisierten Genossen ist von 387 000 auf 530 000 gewachsen- Tas ist ein Zuwachs von 38 Prozent- Und unserParteikassierer hat allein im Monat Juli 1 4 0 0 0 0 0 M k- v e r e i n n a h m t. (Allseitiger langanhaltender Beifall-) Die Gewerkschaften haben jetzt mehr als 1800 000 Mitglieder- (Beifalls So sieht die niedergerittene Sozialdemokratie aus- (Große Heiterkeit.) Wenn man uns für niedergeritten hält, warum verweigert dann Fürst Bülow und sein Herr dem preußischen Proletariat das gleiche direkte und geheime Wahlrecht zum preußischen Abgeordnetenhause? Da könnte man ja das Niederreiten von neuem versuchen- Fürst Bülow nannte den Kampf um das Wahlrecht eine'Jagd mit Pferden nach wilden Gänsen- Ein schönes Wort. (Große Heiterkeit.) Tas Wort macht seinem Geist alle Ehre- Es zeigt aber die Angst und die Furcht vor dieser Jagd- Ich gebe den Herren das Wort: Wo immer wir Gelegenheit haben, 'das Schwert zu schwingen, lverden sie uns finden- Die deutsche Sozialdemokratie ist die alte geblieben. Am Ende schadet einmal eine Niederlage nichts- Dauernde Siege machen leicht übermütig. Schon Goethe sagt: „Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von guten Tagen-" Tie guten Tage hatten wir^im Uebersluß- Da ist auch einmal ein trüber gekommen. Aber die Sonne scheint schon wieder, auch heute, wie Sie sehen. Ter Olymp ist uns freundlich gesinnt- ' Heute sind fast alle Staaten hier vertreten, bald werden es alle Staaten fein. Hinter uns steht eine mächtige stolze Armee, die weiß, was sie will- Diese zu stärken und ihre Ideen zum Siege zu verhelfen, ist Aufgabe dieses Kongresses- Ich hoffe, er wird anderes erreichen, als etwa die Jnternarionale der Regierungen, die sich im Haag vereinigt hat- Da hält man Sitzung auf Sitzung ab und schließlich werden die kreisenden Berge ein tvinziges Mäuslein gebühren, bae> noch dazu vielleicht totgeboren wird- (Heiterkeit.) Diesem Beispiel werden wir nicht folgen. Tie internationale Sozialdemokratie sie lebe hoch! hoch! hoch! Der Rede folgte ein stürmischer Beifall- Als Bebel die Rednertribüne verließ, stürzte Rosa Luxemburg auf ihn zu und drückte ihn lebhaft gestikulierend beide Hände, eine Huldigung, die Bebel mit großer Rührung entgegenzunehmen schien. Tann erschien Klara Zetkin in grün-seidener Bluse und schwarzem Hut auf der Tribüne und übersetzte Bebels Ansprache ins Französische- Bei allen Kraststollen erhob auch sie ihre Stimmei die dann freilich meist überschlug. Die Franzosen spendeten reichen Beifall, ebenso die Engländer, nachdem Smith (England)) die Rede ins Englische übersetzt hatte- Besonders waren sie von Bebels Anerkennung ihrer unwandelbaren Gesinnung sehr entzückt- Tann nahm mit stürmischen Applaus begrüßt Bander- velde (Belgien) das Wort- Seine Rede übersetzte ins Deutsche die mit jubelndem Beifall begrüßte Rosa Luxemburg. Bander- velde gedachte der Lebensarbeit Liebknechts und wies' auf die Entwictelung der Sozialdemokratie in der ganzen Welt hin- Im Reiche der Sozialdemokratie gehe die Sonne nicht m e h r u n t e r- Er gedachte der „glorrciajen" russischen Revolution. Tieie werde das Präludium bilden für eine ganz neue e>erie der Revolution- , . Damit war die Eröffnungsfeier beendet- Tas Massenmeeting. Auf dem Stuttgart-Cannstadter Volksfestplatze oberhalb der König Karlbrüäe, den „Ccmnstatter Wasen" am Ufer des Neckars, fand um 41/2 Uhr die ungelünoigte Massendemonstration statt, bie außerordentlich zahlreiches Publikum angelockt hatte. Um y2o Uhr erschien der erste Galawagen, von brausenden Hochrufen begrüßt. In ihm saßen Herr und Fran Bebel, Singer, Dr. Adler (Wien). Auf dem Bocle hatte der Parteipapst Karl Kautsky Platz genommen. In weiteren Wagen sah man Herrn v. Bollrnar, Tr. Frank, Dr. Südekurn, Rosa Luxemburg, Klara Zetkin, Vandervelde u. a. Als der Wagen auf dem Festplatze anlangte, senkten sich grüßend die Fahnen. Dann bestiegen die Führer die Tribünen und pünktlich um 4y2 Uhr verkündete ein schmetterndes Trompelensignal von der ersten Tribüne den Anfang. Gleichzeitig zeigten sich auf den einzelnen Tribünen die Charakterköpfe Bebels, Singers usw. und es begann die Redeschlacht. Das Wetter war herrlich. Frau Zetkin, die ebenfalls eine der Rednertribünen schmückte, geriet sehr bald in Hitze. Nur den wenigen hundert Personen, die dicht um ihre Tribüne standen, gelang es überhaupt etwas zu hören. Die meisten Teilnehmer gingen ziemlich planlos zwischen den Rednertribünen hin und her und klatschten Beifall mit, wenn es andere taten. Alle Redner wurden natürlich mit Beifall begrüßt, nicht zuletzt Rosa Luxemburg, die neben Bernstein u. a. als Dolmetscher fungierte. Alle Redner sprachen nur ganz kurz. Sie predigten in der Hauptsache Krieg dem Kriege und feierten die internationale Sozialdemokratie als Befreierin des Proletariats. Um 7 Uhr war der Festtrubel zu Ende und es fceaann der Rückzug nach der Stadt, wo um 9 Uhr in der , Liederhalle" ein Künstlerkonzert den Tag beschloß. Aus StcrSt snrd Land. Gießen, 19. Aug. 1907. '* Ordensangelegenheit. Se. Königl. Hoh. der Großherzog haben dem Legationskanzlisten der Kaisers, deutschen Gesandtschaft in Kopenhagen, Hofrat Ranft, die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem König von Dänemark verliehenen Ritterkreuzes des Danebrog-Ordens erteilt. •* Steuerpersonalien. SLeueraufseher Heinrich Krämer zu Hungen wurde zum Pfandmeister für den Bei- treibungsbeztrk Nidda mit dem Wohnsitz in Stockheim ernannt. ** Aus dem Militär-Wochenblatt. Gr. v. Königs marck, Oberlt. der Res. des 1. Thüring. Feldart.- Rgts. Rr. 19, als Oberlt. im Gardc-Drag.-Rgt. (1. Großh. Hess.) Nr. 23, Frhr. v. Breid bach - Bürresheim, Oberlt. der Ncf. des Leib-Drag.-RgtS. (2. Großh. Hess.) Nr. 24, als Oberlt. in diesem Regiment angestellt, v. Voeltzig, Lt. im Inf.-Ngt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, in dem Kommando beim Drag.-Ngt. von Arnim (2. Brandenburg) Nr. 12, bis Ende August 1908 belassen. Befördert zu Leuts, die Fähnriche: Mudra im Leibgarde-Inf.-Rgt. (1. Großh. Hess.) Nr. 115, Damm, Tamm, Gosler im Inf.-Ngt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, Daub, Hahne im Jnf.-Rgt. Prinz Karl (4. Großh. Hess.) Nr. 118, Ruppert, Vuchh 0 ltz im 5. Großh. Hess. Inf.-Ngt. Nr. 168, 0. Bötticher im Leib-Drag.-Rgt. (2. Großh. Hess.) Nr. 24. ♦* Die Truppenschau bei Mainz. Am Samstag mittag ist nach dem Mzr. Tgbl. die Verfügung des Kaisers ein- gelaufen, daß die Truppenschau am Dienstag vormittag stattfindet. Tas Großherzogliche Paar trifft, wie wir bereits meldeten, Montag nachmittag zwischen 4 und 5 Uhr im Automobil dort ein. Der Kaiser fährt, wie gewöhnlich, im Sonderzug Vormittags um 8 Uhr am Bahnwärterhaus in der Nähe der Gaftell'schen Fabrik vor, um von dort aus in dem besonders aufgeschlagenen Zelt sein Pferd zu besteigen und nach dem Besichtigungsplatz zu reiten. Zuerst ist wahrscheinlich Kavallerie- Exerzieren, darnach ein Gefecht und zum Schluß der Parademarsch, worauf der Kaiser die Fahnenkompagnie und die Standarteneskadron in die Stadt zum Großh. Schloß führt. Dort ist Festtafel, und gegen 4 Uhr erfolgt die Abreise des Kaisers. Gegen Abend verläßt auch das Großherzogspaar, das der Truppen- schau beiwohnt, wieder die Stadt. ** 5)i c neue Universitäts-Augenklinik in der verlängerten Friedrichstraße wurde heute vormittag eröffnet und zugleich begannen die erstmalige Aufnahme und Behandlung der Kranken durch den Leiter der Anstalt, Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Voss ins. Eine Einweihungsfeier findet zu Beginn der Vorlesungen Ende Oktober gemeinschaftlich mit der Einweihung der chirurgischen Klinik statt, an der gegenwärtig die letzten Innen- und Ausstattungsarbeiten erfolgen. DaS bisherige Gebäude für die alte Klinik wird als Ohrenklinik und Klinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten dienen. ** D i e Ausgabe neuer Zinssche in bogen zu den 31/2 prozentjgen Großh. Hess. Staatsschuldverschreibungen der Anleihe vorn 3. November 1897 für weitere zehn Jahre — erster Zinsschein am 1. April 1908 fällig — findet bei der Großh. Staatsschuldenkasse, Luisenplatz 2, der Hess. Landeshypothekenbank, Heidelbergerstraße 7, bei der Bank für Handel und Industrie dahier und deren Niederlassungen zu Frankfurt a. M. und Berlin, sowie bei sämtlichen Großh. Bezirkskassen und dem Großh. Steueramt Gernsheim gegen Einreichung der Erneuerungsscheine (Zinsschein-Anweisungen) kostenfrei statt. Bei Einreichung der Zinsschein-Anweisungen ist ein nach Nummern geordnetes Verzeichnis in zweifacher Ausfertigung mitzuliefern. Das Formular hierzu wird von der Großh. Staatsschuldenkasse und den genannten Ausgabestellen auf Verlangen unentgeltlich abgegeben. ** 4700 Personen haben das Absteigequartier S. K. H. des Großherzogs int alten Schloß besucht. □ Klein-Linden, 18. Aug. Unsere seit 11 Jahren be- stehende K l e i n f i n b e r \ cf) u I e feierte heute nachmittag bei dein v. I. eingeweihten schönen Schulgebäude sein I a h r e s f e st. Eine zahlreiche Menschenmenge hatte sich in dem Schulhof eingesunden, wo die Schwester mit den Kindern versammelt war. Die Feier eröffnete der Posaunenchor durch einen Choral, woraus der gemischte Kirchenchor einen Psalm vortrug. Pfarrer Schulte wies in seiner Ansprache aus den edlen Zweck und bie günstige Entwicklung der Schule hin. Dann erfolgte durch bie mit Kränzen und Sträußen geschmückten Kinder unter Leitung der Schwester die Aufführung üou Spielen, die von außerordentlichem Fleiß der Schwester und großem Eifer der Kleinen zeugten. Die Kleinkinderschule erfreut sich fortgesetzt des Wohlwollens hiesiger und atlswärttger (Bpenber. Am Schluß der Feier fand eine Kollekte statt, die die beträchtliche Stunme von 41 Mark ergab. X Lauterbach, 18. Aug. Nach einer Mitteilung des Großherzogl. Kreisgesundhcitsamtes ist hier ein Pocke 11- fall konstatiert worden. Der Kranke wurde sofort isoliert und auch alle sonst erforderlichen Vorsichtsmaßregeln sind getroffen, so daß kein Anlaß zur Beunruhigung vorliegt. Trotzdem wurden für Montag, Dienstag und Mittwoch drei öffentliche Impftermine angesetzt (ohne Impfzwang), bei denen kostenlos Impfungen vorgenoinmcn werden. Die Volkszahl in Hessen nach der Beruss- nnd Betriebszählnng. Die Volkszahl in den Kreisen und den 5 größten Städten Hessens stellt sich nach dem vorläufigen Ergebnis der Berufs- und Betriebszählung am 12. Juni ds. Js. im Vergleich mit der Volkszählung am 1. Dezember 1905 folgendermaßen: Einwohnerzahl mehr 4- am: 1. Dez. 1905 12i9OTl" weniger- Kreis Darmstadt . * 128 661 130 485 4- 1824 „ Bensheim . 61 208 63 054 4- 1846 „ Dieburg * 59 640 60 056 4- 416 „ Erbach 47 707 47 993 4- 286 u Groß-Gerau . 56 072 57 850 4- 1 778 „ Heppenheim • * 48 708 49 419 4- 711 „ Offenbach . . . 141 000 145 835 4- 4 835 Prov. Starkenburg . ♦ • 542 996 554 692 4-11696 Kreis Gießen . . « M. 88 476 90 783 4- 2 307 „ Alsfeld . A * 36 908 36 943 4- 35 „ Büdingen . . e * 40 557 41115 + 528 „ Friedberg M 74 425 83 802 4- 9 377 „ Lauterbach • » 29 316 29 196 — 120 „ Schotten . . • . 27 043 27 213 + 170 P r o v. O b e r h e s s e n 296 755 309 052 4-12 297 Kreis 9)101113 . < 151 377 152 872 + 1495 u Alzey A A 40 565 39 927 — 638 „ Bingen 42 282 42 129 — 153 „ Oppenheim A A 46 979 46 461 — 518 „ Worms . . . 88 221 88 035 — 186 Groß her zoZtmu Hessen . 1209175 1233168 4- 23 993 Städte: Mainz mit Mombach A. A 97 585 97 524 — 61 Darmstadt mit Bessungen . A A 83 123 81 604 — 1519 Offenbach .... A ■ 59 765 61 938 4- 2173 Worms mit Vororten A. A 43 841 43 836 — 5 Gießen . A • 28 769 29 534 4- 765 Zu dieser Ucbersicht ist n. d. Darmst. Ztg. folgendes zu bemerken: Auffallend ist, daß die Bevölkerung des Groß- Herzogtums seit der letzten Volkszählctng am 1. Dezbr. 1905 nur um 23 993 Personen zugenommen haben soll. Die Ztt- nahme berechnet sich also pro Jahr auf ungefähr 9600 Personen durchschnittlich, gegenüber einer Durchschnittsziffer von ungefähr 18 000 Personen in dem Zeitraum 1900/1905. Die geringe Zunahme ist sicher nur scheinbar und erklärt sich einmal aus deut Umstand, daß die Berufszählung in den Sommer fiel, also in eine Zeit, wo eine nicht unbedeutende Zahl von Personen außerhalb des Landes, in Sommerfrischen, Bädern usw. weilte, sodann daraits, daß offenbar bei der Berufszählung Personen, die keinen Beruf ausüben, z. B. Kinder in den Zähllisten zum Teil nicht aufgeführt worden sind' Das erstere Moment muß sich besonders in den größeren Städten beinerkbar machen, sodaß es nicht verwunderlich js» daß Mainz und Worms hinsichtlich der Einwohnerzahl während der letzten 21/i Jahre scheinbar stehen geblieben sind und daß für die Stadt Darmstadt bei der Berufszählung so, gar 1519 Personen weniger gezahlt ronrben, als die Volks, zählung am 1. Dezember 1905 ergab. Gießen konnte da. gegen eine Zunahme von 765 Personen und Offenbach ein? solche von 2173 Personen nachweisen. Am schärfsten tritt der Unterschied einer Sommer- und Winterzählung beim Bad Nauheim hervor. Die Berlffszählung ergab 13 346 otts. anwesende Personen gegen 5053 Einwohner am 1. Dezbr. 1905, Den Gegensatz zu den größeren Städten bilden die Landkreis? mit ihrer mehr seßhaften Bevölkerung, sodaß hier die zwe-. Zählungen, 1905 und 1907, keine großen Unterschiede in bc: Volkszahl ergeben. Es sei noch ausdrücklich hervorgehoben, daß die Angaben der Berllfszählung auf vorläufigen Fest, stellungen beruhen, die bei der noch bevorstehenden Nach. Prüfung ntanche Blenderungen erleiden werden. Spkfplan des Großherzogl. Kurhaus - Theaters Bad-Nauheim Direktion Hermann S t e i n a 0 e 11 e 1*. Montag den 19. August: „Alt-Heidelberg.'" Schauspiel i,- 5 ^lcüzügen von W. Wieper-Förster. Mittwoch den 21. Augusi „Niobe." Schwank in 3 Akten von Harry und L. A. Paulto^ Donnerstag den 22. August: „Inspektor Bräsig." Lebensbild inj 5 Akten nach Fritz Reuters Roman. Freitag den 23. August: „Tasi Wetterhäuschen." Musikalisches Genrebild in einem Akte vor 9)1. L. Selby. Dazu : „Militärfromm/ Genrebild in einem Auszu- von G. v. Moser und T. v. Trotha. 1 Handel. ** Konkurse in Hessen. lieber das Vermögen bei Lorenz Wagner Witwe, Frachtflößerei in Kastel routbi am 5. Aug. uachrn. 4*^ Uhr das Konkursverfahren eröffnet. Tei Rechtspraklikaut Karl K a 11 a u s ch in Mainz wurde zum Konkntt vermalter ernannt. — lieber das Vermöget! be§ Architekten unJ Landwirts Albert Klöckner in Groß-Felda wurde, da e eine Zahlungsunfähigkeit und feine erfolgte Zahlungseinstelluii bargetan hat, am 6. Aug., vorm. II1/» Uhr. das KonkurSveriahrc? eröffnet. Sparkassenrechner Meiski zu Ulrichstein wurde zuir Konkursverwalter ernannt. StonfurSforberungeu sind bis jun 29. Aug. bei dem Amtsgericht Ulrichstein anzuineldeit. — Hebet das Vermögen des Kaufmanns Georg S ch i m s ch e ck in M a in; Alleininhaber der Firnta Spezialhaus für Medizin und Hy icn. Georg Schirnscheck daselbst, wurde am 6. August 1907, mixten 12 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Jusuzre: Dr. (triefet in Mainz wurde zum Konkursverwalter eruainn Konkursforderungen sind bis zum 14. Sept, bei Amtsgericht Mai? anzumelden — lieber das Vermögen der Adam Ende-:. W i t ro e , BaugefchÜst in Weisenau rourbe am 7. Aug., mittne 12 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Mannheimer in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt. KonkurSforderungen sind bis zum 20. Sept, bei dem Amtsgericht Mainz anzumeldett. Teiefoeiische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitge und Industi Frankfurter hör 3’6% Beichsftnleihe . . 92.101 3% do. . . 81.10 3^% Konsols .... 92.25 3% do.....81.10 314% Hessen .... 91.40 3 >4% Oberh essen . . . 90.00 4% Oesterr. Goldrente. . 96.80 4% % Oesterr. Silberrente 99 80 4% Ungar. Goldrente . . 9150 4% Italien. Rente . . . 103.00 3% Portugiesen Serie I . 66.00 8% Portugiesen „ III 66.70 russ. Staat sank 1905 90.80 4>^°/0 iapan. Staatsanleihe 87.30 4% Conv. Türken von 1903 93.30 Tnrkenlose......139.40 4% Griech. Monopol-Anl. . 46.50 4% äussere Argentinier . 81.00 3°/0 Mexikaner . « . 60.50 4>i °/o Chinesen .... 94.25 Bochum Guss..... 202.00 Buderus E. W. ... 109.50 Tendenz: ruhig. Berliner Börse, Canada E. B......158.20 Darmstädter Bank . . . 124.50 Deutsche Bank .... 220.00 Dortmunder-Union C. . . 62.80 Dresdner Bank .... 135.20 Tendenz: ruhig. teilt von der Bank für Hande ie, Giessen. sr. 19. Aug., 1.15 Uhr. Elektriz. Lahmeyor . . .114" Elektriz. Schnckert ... 97 71 Eschweiler Bergwerk . . 196.8 N Gelsenkirchen Bergwerk . 186.1 Hamburg - Amerik. Paket?. 125.4. Harpener Bergwerk. . . 186.5 Laurahittte...... 216.fr N’ordd. Lloyd.....110.8 j Obeischles. Eisen-Industrie 981 Berliner Handelsges. . . 148.1 Darmstädter Bank . . . 124.? Deutsche Bank .... 219? Deutsch-Asiat. Bank . . 140.' Diskonto-KommandiL . . 165 2 Dresdner Bank . . . 134' Kreditaktien.....196 ? Baltimore- und Ohio- Eisenbahn .....87.9 Gotthard bahn . . . . . — Lombard. Eisenbahn . .29« Oesterr. Staats bahn . . . 136.; Prinee-Henri-Eisenbahn . 9. Aug. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . « 187- Laurahütte .... 215* Lombardeu E. B. ... 29' Nordd. Lloyd.....1111 Türkenlose .....139? Darmstädter Möbelfabrik Darmstadt, Heidelbergerstr. 129 . Kunstschreinerei = Werkstätte für Wohnungs-Einrichtungen jeden Stils. Grösste, existierende, stets wechselnde Sonderausstellung von ca. 3001 mustergültigen Wohnrüumen in jeder Preislage. 3ßr* Man verlange Preisliste mit Abbildungen. “ÖS b11/» Carl Ludwig Leib Kirchsfrasse 2 Telephon :: :: Kunsthandlung :: :: Vergolderel • Bilderelnrahmungsgeschift u L Umfangreiches Lager m Bildern s • esse MM MI M .^eM *■»:< WWW K U M M WDW8WÄ MLMMAWK DW Paris, 19. Aug. Ter „Matin" meldet aus Fez, daß sich dort die Lage wesentlich verschlimmert hat, |o daß die Franzosen Vorbereitungen trefsen, die Stadt zu verlassen. Paris, 19. Aug. Ter Bankier Berrin, der zu Wagen im Departement Jsöre Einkassierungen vornahm, wurde bei V o u v e s s o von 3 Straßen räubern überfallen, seiner Barschast von 15 000 Franken beraubt und an einen Baum gebunden. Erst nach 3 Stunden tonnte er befreit werden. Paris, 19. Aug. Auf dem Friedhof du Rheims fand eine gegen die An timilr karrst en gerichtete Kundgebung statt. Tr. G-eraud hielt vabei eine Ansprache, in der er die Erfolge der französischen Truppen in Casablanca rühmend hervorhob. Paris, 19. Aug. Clsmencean wird zwei Tage in dieser Woche in München verbringen. Nächsten Sonntag wird er hier cintrcffen und sich mit Pichon zu Falliöres nach Rambouillet begeben. Casablanca, 19. Aug. Eine Anzahl Marokkaner, die sich als Bettler verkleidet hatten, schlichen sich an das spanische Lager, um Waffen und Munition zu stehlen. 16 v o n ihnen wurden erschossen. Ein Gefangener, dem es bereits gelungen war, eine Anzahl Patronen in seinen Besitz zu bringen, wurde einem Beryör unterzogen. Er verweigerte jedoch ,ede Aussage, er wurde dann gezwungen, sein eigenes Grab zu graben und darauf erschossen. Tanger, 19. Aug. Hier ist der s p a n i s ch e K r e u z e i Numantia eingetrosfen. Er hat keine Landungstruppen an Bord, sondern sott etwa gefährdete .Spanier ausnehmen. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer guten Schwester und Tante Bekanntmachung. Wir machen hierdurch bekannt, daß die Kreisstraße von Weickartshain nach Lardenbach wegen Umbau der Brücke über den Seenbach vom 22. d. Mts. ab für schwere Fuhrwerke gesperrt ist. Gießen, den 17. August 1907. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. B.: Lang ermann. Dorothea Semmelmeyer, geb. Rühl sagen innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Gerbet. B «A Giessen, den 19. August 1907. 5293 aus statt. Rkßmatm Konzert Priinmemg Gießen, den 19. August 1907. 5291 räumt. Passiva. 61761 213069 Pfannen stiel. 0627169! 96 I 1627169 I 96 | Amu- und Muß-Konto Soll 1085. 8017 || 363L> JC 20019 1582 145 12 Uhr: Vorführung sämtlicher prämiierten Pserdegespanne. 11/2 Uhr: Mittagstafel im Hotel „Prinz Karl". Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Carl Plank Wwe. 210832 146087 10739 34974 10030 1437 100610 14229 31230 Abschreibungen auf Mobilien ..... Kuröverlust auf Wertpapiere ...... Saldo....... Haben Per Vortrag vom Jahre 1905/06 ....... Per Zinsen....... Per Provisionen . . . . Die städtische Pferdemarktkommission. Gg. Bichler. Samstag den 24. August d. I., vormittags 11 Ubr, öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen zur Einsicht bei uns offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 16. August 1907. Herrn Georg Löher sowie die zahlreichen Blumenspenden unsern tiefgefühlten Dank. Klavier- Stimmen Reparieren Polieren In tadelloser Ausführung durch (Dvx Wilb. Rudolph Großh. fiesa. Hoflieferant Pianobandlg. n. Reparaturwerkstätte, Seltersweg 91. Verwendung desselben: Dem Reservefonds . . Besondere Rücklage . . Vertragliche Tantieme dem Vorstande . . . 6°/n Dividende den Aktionären..... Spende der Kleinkinderschule ...... Spende dem Ortsgewerbeverein für die Handwerker - Zeichen - schule....... Vortrag auf neue Rechung Aktiva. An Guthaben in laufender Rechnung, gedeckt durch: a) Wertpapiere und Kautionshypotheken b) Bürgschaften . . . c) andere Sicherheiten Darlehen gegenSchuld- scheine mit Bürgschaft Cedierte Forderungen Kassebestand . . . . Wechselbestand . . . Effekten-Bestand,Kurs- Konkursverfahren. lieber das Vermögen des Mechanikers Will). Schmidt 511 Gießen, Goethestraße 35, wird heute am 17. August 1907, vorm. 11 Uhr, auf Antrag des Gläubigers das Konkursverfahren eröffnet. Herr Rechtsanwalt Kaufmann in Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 8. September 1907 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubiger- ausschuffes und eintretenden Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Montag, den 16. Septbr. 1907, nachmittags 4 Uhr vor dem unterzeichneten Gerichte, Saal Nr. 18, Termin anbe- Der Bvrsiand: Mi*- " " Städtisches HochblftMMt. Per Aktien-Kapital . . Spareinlagen . . Schulden in laufend Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Rechnung . . . . unerhobene und über- bobene Zinsen . . , Reservefonds . . . . Besondere 9kücklage . Bürgschaften und Deckungs-Unterlagen . Reingewinn in 1906/07 Vortag vom Jahre 1905/06 ...... wert vom 31. März 1907 ,, Mobilien ..... Abschreibung ..... An Bürgschaften und Deckungs-Unterlagen . Todes-Auzcige. Schnell und unerwartet verschied gestern mein geliebter Gatte Johannes Will im Alter von 53 Jahren, was ich Verwandten, Freunden und Bekannten tiesbetrübt anzeige. Gießen (Seltersweg 3), den 18. August 1907. Die tieftrauernde Gattin: Frau Margarete Will, geb. Horrmann. Die Beerdigung stndet Dienstag den 20. August, nachmittags 6 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes Aergeöuug vonFfl'ailerarbeiten. Die Herstellung vor: Pflasterarbeiten im Hofe des Hauses Wetzstemgasse Nr. 43 soll Montag den 26. August d. I., vormittags 11 Uhr, üffenuich vergeben werden. Die VerüingungsuMerlagen liegen bei uns $ur Einucht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage, Gießen, den 16. August 1907. Städtisches Hochbauamt. IPoma Ä4*gätaafe Spezialmarke, garantiert franz. Verschnitt, ärztlich empfohlen, per Literslasche 2 ist der preiswerteste und beliebt wegen seines vorzüglichen Geschmackes. Ferner geltenmeinefranzvsischenKognaks unter Orlginalverschluß als die besten, welche der Markt bringt. L. Walltorstr. 45. [1416 Bilanz üer GewMalik Lollar, M.-A., für ks achte Geschäftsjahr vom 1. April 1906 bis 31. März 1007. Submission. Die Lieferung von Weißzeug, Bettwerk, Krankenkleidern, Stoff zu Stores, Krankenteppiche, Roßhaarmatratzen und Ausarbeiten von solchen für die neuen Kliniken soll auf dem öffentlichen Subnnssionswege für das Rechnungsjahr 1907 vergeben werden. Die Vergebung erfolgt auf Grund des Ministerialerlaffes vom 16. Juni 1693 und ist derselbe nebst Lieferungsbedingungen und Mustern auf dem Verwaltungsbureau nachmittags von 3 bis 5 Uhr einzusehen. Offerten mit entsprechender Aufschrift versehen sind bis zum Eröffnungstermin Dienstag, den 27. August 1907, nachmittags 4 Uhr, unter Beifügung von Mustern an die Großh. Verwaltung der neuen Kliniken einzurcichen. Zuschlagsfrist 21 Tage. Die Lieferung kann auch geteilt vergeben werden. Gießen, den 10. August 1907. Großh. Verwaltungsdirektion der meb. und Frauen-Kliniken. Gewerbebauk Lollar Mtieu-Gesellschaft Nach der am 31. Juli 1907 stattgesundenen Neuwahl besteht der Aufsichtsrat unserer Gesell- schäft aus folgenden Herren: B. Nubn, 1. Vorsitzender. Ludwig Schadeck V., stellvertr. Vorsitzender. Heinrich Deibel. Heinrich Streubcr. Christoph Riugleb. Gerhard Fuchs sämtlich in Lollar. Infolge Errichtung einer Gcnoffem'chast mit unbeschränkter Haftpflicht wurde ht der am 31. Juli 1907 stattgefundenen ordentlichen Generalversammlung unserer Aktionäre einstimmig die Liaui- dation unserer Gesellschaft beschlossen und fordern wir die Gläubiger unserer Gesellschaft gemäß? 8 297 H. G. B. auf ihre Ansprüche bei uns anzumelden. D19/a _________Lollar, den 19. August 1907.__________ __________Der Vorstand._______V 6945 41 An der landwirtschaftlichen Haushaltungsschule zu Lindhetm Oberhesien) ist bie Stelle einer Znvustrielehrerm bis zum 1. Oktober d. I. zu besetzen. , Gehalt Mk. 400— pro Jahr nebst freier Kost und Wohnung. Zweimal im Jahr je 1 Monat Urlaub. Voraussetzungen der Anstellung find ein Alter von nicht unter 25 Jahren, sowie die Fähigkeit, in allen weiblichen Handarbeften Unterricht zu erteilen. Bewerberinnen, welche die Prüfung für Handarbeitslehrerinnen bestanden haben, erhalten den Vorzug. Bewerbungen sind unter Anschluß von Zeugnissen, sowie Lebenslaufbeschreibung bis »um 1. k. Mts. an die unterzeichnete Stelle, Darmstadt, Neckarstraße 8, part., elnzureichen. LanowtrtsWattötammcr für das Groirhcrzogtuur Hessen. Der Vorsitzende.D19/8 (liessen. Mittwoch den 4. September 1907, vormittags! Berbst-Pferdemarkt Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben ober zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschulbner zu verabfolgen ober zu leisten, auch bie Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze ber Sache unb von den Forberungen, für welche sie aus ber Sache ab» gesonberte Befriebigung in An- spruch nehmen, bem Konkurs- verwalter bis zum 8. Septbr. 1907 Anzeige zil machen. Gießen, 17. August 1907. Großherzogliches Amtsgericht. Versteigerung. Dienstag, den 20. d. MtS., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Reustadt 55 dahier gegen Barzahlung: [5283 3 Drehbänke, 3 Schneider- und 1 Steppmaschine, 3 Fahrräder, 2 Waschmaschinen, 1 Jagdgewehr, 1 Schwein, 30 Tauben, 2 Betten und diverse Möbel. Born, Gerichtsvollzieher. Versteigerung. Dienstag, den 27. ds. Mts., nachmittags 2 Ubrc werden im Pfandlokal Selterö- weg 11 gegen Barzahlung versteigert: [5200 1 Buffet, 1 Wagen, Sofas, Kommode, Schränke, Spiegel, 1 Kafsenschrank u. a. m. Johann, Gr. Pfandmeister. Weilt HeÜer-Linseu eingetroffen. [5212 Jakob Maternus, Ecke Klinik- u. Frankfurterstrahe. (9nte Melinite Zwiebeln offeriere zu Mk. 4.25 per 50 Kilo, nut Sack, ab Station Ranstadt, gegen Nachnahme. Größeres Quantum billiger. 15210 H. Halberstadt, 120 8019 36322 An gezahlten Zinsen . . „ Handlungskosten . . Steuern-, Jnv.- und Krank.-Vers. - Beitrag, unb dergl...... Veröffentlichungen, Drucksachen u. sonstig. Unkosten ..... Kleinpflafteraussührung. Zur Herstellung von Kleinpflaster auf der Kreisstraße zwischen Darmstadt und Eberstadt sollen auf dem Wege des öffentlichen Wettbewerbes vergeben werden: 1. ca. 13800 qm Klcinpflastcrsteine aus Hartgestein (Setzsteinschlag) in vier Losen ä ca. 2400 qm und 2 Losen von je ca. 2100 qm. 2. ca. 4200 m Wandsteine (Bordsteine) zur Begrenzung der Pflasterfahrbahn gleichfalls in vier Losen ä ca. 1000—1100 qm. Angebote auf einzelne Lose oder die ganze Lieferung werden bis spätestens Mittwoch, den 28. d. Mts., vormittags 10 Uhr in den Geschäftsräumen des Unterzeichneten entgegengenommen, woselbst auch die Verdingungsunterlagen an den Vormittagen zur Einsicht offen liegen. Auf Wunsch werdeit die Bedingungen gegen gebührenfreie Einsendung von50 Pfg. für eine der beiden Lleferungen unb 80 Pfg. für beide Lieferungen an Jntereffemen versandt. Darmstadt, den 16. August 1907. ___________ Der Großh. Kreisbauinspektor.___________P10/8 Arbeitsvergebung. Die zur Unterhaltung des Forsthauseö Hochwart nötige Schreiner- bezw. Zimmerarbeit ---r- iS v4L 60000 277068 U 47084 75 2427 8000 11500 71 6933 52 213069 19 1085 88 8019 1 40 500 500 — 1593 35 3600 — 80 — 30 1716 05 80191 40 Starkers kinematograph Vorführung der neuesten Bilder-Serien. Ab 1. September Scheinwerfer-Reklame. Abonnements werben im Kolosseum entgegen genommen. (Ls ladet ergebenst ein Direktion Albert Hnppmann. Grötzere Mansardenwohnung, 2 Tr. hoch, sos. zu verm. 105933 Näh, bei (Lari Stückrath,Seltersw. leeres Zinuner sofort au verm. 5203]Bleichstraße 21, 1 Tr. 2 unmöbl. Zimmer zu vermiet. 5225]_____________Neustadt 6. Zimmer und Küche per sofort zu verm. [5154] Neustadt 4o. Leeres Zimmer zu vermieten. 05808]____________Asterweg 3. Möbl. Zimmer | ö-rOL tuovi. Litmmer zu verm. 5155_______________Neustadt 45. Ein tust. möbl. Zimmer zu ver- mieten. Plockstrage 14, III. 105890 1-2 sm möbl. Zimmer an bess. Herrn zu verm. [05891 Näh, i. d. Geschäftsst. d. Gieß. Anz. 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N«-- Original, der g'fcherte Maxl "=@»8 zum Triinenlacheu. 05940 Horves and Horves, mit ihrem komischen Barren-Akt.