Nr. 115 Srl-etnt täglich außer BomUagi. Dem Dretzener Anzeiger werden im Wechsel mtl dem hesstschen Landwirt die Sirhener Zamllten- blätttr viermal tn der Woche betgelegl un zweimal wöchentlich da Krelsblatl für den Krell Sikhen FernIvrech'An- schluß i.d. Redaktion US Verlag u. Expedition M Qlbrefle tflt Depel^enr Anzeiger Gießen. Erstes Blatt 157. Jahrgang Samstag 18. Mai 1907 GietzeimAiMiger General-Anzeiger für Oberheffen NolatkonrdruS vnd Verlag der vrühfschen Univ.-Vuch- und Stelndruckerei. R. Lange. Redafttn. Expedition und vruckerel: Zchulstratze 7. vezn gdp reiSr moL Ltlich7d PI, oiettet» jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. ^weigstellem nwnailtcb 66 Pi., durch die Post Mt.L.— Diertd» fäbrL auSichl. vestellg. Annahme von Anzelg« für die £agrfnummtt bil vormittag» 10 llyr. ßedenpreil; lokal Id Vlw aufliDÖrtl 80 ermiß, Verantwortlich tftx den poltt und aUgteu Seil. P. Witlko tß« ,Stahl und L'anO* u3Ö .GerichtSfaal'. Orast Heß. lut den Anzeigenteil. Hanl Bech Die heurige Dummer umfaßt 14 Seiten. Pfingsten. Voltaire, der sich den Scherz geleistet haben soll, den Giebel seines Hauses mit der Inschrift zu versehen: Voltaire est Treu!, erklärte seinen Zeitgenossen: „Ich habe es |att, immer wieder z-n hören, daß zwölf Mäntier hingereicht haben, das Christentum zu begründen. Ich habe Lust zu beweisen, daß einer genug ist, um es zu zerstören!" (Lin Beweis, den er— schuldig blieb. Dem ehern. Je- fuiteuzögling gönnen wir neidlos den Ruhm des Historikers und Philosophen, des Kritikers und Gelehrten, des geistvollen SatiriterS und Dramaturgen. Nur als Prophet hätte der Vielgewandte sich nicht versuchen sollen, denn mit seinen Weissagungen hatte er Malheur. Wer hieß ihn auch orakeln, nach hundert Jahren werde die Bibel ein unbelanntes Buch sein, sie werde nur noch in Atuseen sich finden als Zeuge Der Borniertheit früherer Geschlechter! Ausgerechnet 150 Jstdre (i ’iter sah man in demselben Hause, in dem d.ese. kühne P phezeiung geschrieben wurde, eine Niederlage der britischer Bibelgesell,chast etabliert, die in den hundert Jahren hres Bestehens die Kleinigkeit von 180 Millionen heiliger Sdjriften mit einem Kostenaufwande von 270 Mstl. Mart v- etrieoen und die liebersetzung der Bibel in 300 Sprachen besorgt hat! Vol'aire hielt 1*2 Männer — also die Apostel Chrtfti — für oie Begrümdev des Christclntuins. Damit hat er diesen eine Ehre angctran, die sie selber zurückweisen wurden. Wer waren denn diese> zwölf Männer, die diese Geistesumwälzung hervorgecufen^ haben sollten, die gewaltigste und folgenreichste ohne Frage, die je die Welt erlebt hat? Ein paar Handwerke' aus dem weltfernen Galiläa, Fischer- knechte vom Gestade des kleinen Genezareth, Dorfbewohner, die nicht einmal Ire elementarsten Kenntnisse einer einfachen Volksschule ir. sich ausgenommen hatten. Provinziale, die auf den Straßen Jerusalems am Kauderwelsch ihres Dialektes, an ihrer unmodischen Kleidung und an ihrem linkischen, unbeholfenen Auftreten als Leute vom Lande erkannt und belächelt wurden, verschüchterte Gemüter, die nach dem Scheiden ihres Führers und WieiftcrS hinter verschlossenen Türen sich verbargen. Sie waren aufgewachsen und erzogen in den strengen Anschauungen und Gedankenkreisen einer Nationalreligion, Der nichts ferner lag, als die Idee einer Weltmission. Das letzte Moment fällt bei Paulus — das zu erwähnen Voltaire für überflüssig hält — der durch die pharisäisch-rabbinische Schule gegangen war, am stärksten ins Gewicht, und es bleibt ein pschotogisches Wunder, daß aus einem Saulus ein Paulus wurde. Jene zwölf Männer haben aber durch ihre Verhalten selbst unwiderleglich bewiesen, daß sie von Haus aus das Zeug nicht hatten und den Berus in sich nicht fühlten zu einem solchen Werke, Nun aber geschieht das zunächst wirklich Unbegreifliche, daß diese zwölf IDtänner plötzlich Eigenschaften und Fähigkeiten beweisen, die niemand bei ihnen gesucht hätte. Die furchtsamen Flüchtlinge werden todesmutige Bekenner, denen keine Straße, kein Markt groß und öffentlich genug ist für ihr überzeugendes Zeugnis, die galiläischen Dörfler werden Weltreisende, die ihren heimatlichen Fluren und Penaten Valet sagen, um in vorgerückten Jahren ihren Wanderstab über Länder und Meere zu tragen. Mit der Elite hellenischer Geistes ar istokratie kreuzt der Schüler Ga- maliels die Klinge und im Herzen der römischen Weltherrschaft, auf dem heißen Boden der etoiaen Stadt proklamiert der Apostel des Nazareners mit Dem Siege des Kreuzes die Aufrichtung eines alle Völker umfassenden Himmelreiches. Und das menschlich Unbegreiflichste: das Wort vom Kreuze bleibt Sieger, erweist sich Dem ganzen Heerbanne feindseliger Weltmächte überlegen, pflanzt sich fort durch die Jahrhunderte und triumphiert noch heute über dem vielstimmigen Widerstreite menschlicher Weisheit und Torheit. Woher mit einem Male bie)e sieghafte, jeden Widerstand niederwerfende, die altersschwache Welt mit neuen Ideen und Idealen erfüllende und verjüngende Kraft in Leuten, die bis dahin ein Bild der Ohnmacht boten? Eine Erklärung nur gibt es, aber sie erklärt alles: die zwölf Männer haben im Feuer des Pfingstgeistes gestanden. In diesem Feuer wurden die Jünger zu Aposteln gestählt. Was sie fortan wirkten und leisteten, war "das Werk des Gottesgeistes, der sie erfüllte. Der bereits erwähnte Gamaliel, zu jener Zeit Mitglied des jüdischen Synedriums, gibt seinen Ratskollegen, die mit die Gewalt die Apiftelpredigt unterdrücken möchten, ernstlich zu bedenken: „I,: der Rat oder das Werk aus den Menschen, so wirds untergehen, ists aber aus Gott, so könnet ihrs nicht dämpfen!" Sehr wahrscheinlich kannte Voltaire mit der Bibel auch die Apostelgeschichte zu wenig, um durch dieses Wort eines ebenso entschiedenen Christus- hassers seinen prophetischen Anwandlungen zu widerstehen. Aber Voltaires Prophetenschicksal sollte denen zu denken geben. Die heute das Christentum als Kulturmacht verwerfen, um andere Mächte und Kräfte dafür einzusetzen. Deren Wert oder Unwert erst sich erweisen soll. Voltaires Geist geht um unter uns mit seiner beißenden Satire, seiner frioolen Unduldsamkeit, mit seiner Unfähigkeit, das innerste Wesen des Christentums zu erkennen. Unfähigkeit aus Widerwillen, Uebelwollen, Willenlosigkeit. Wie viele von denen, die das Christentum als eine quantitö nsgligeable behandeln, nehmen sich wohl die Mühe, der Christenlehre Segenskraft auf ihr Herz wirken zu lassen! Wer das einmal mit einer der Sache würdigen Gewisfenhaftigkeit getan hat, wird unfehlbar zu der Ueberzeugung gelangen: Das Christentum wird noch da fein, wenn von allen Voltaires Der Gegenwart ni^t ein Atom mehr zu finden fein wird. Dafür wird ii 2vO Gramm 5 3 schleim 27, 2 12 Südwestafrika. •* Liebesgaben für Ein vollständiger Wechsel der Gemälde 11 bis 1 Uhr. Gegenwärtig sind 62 wird am 27. d. 2)1. Dorgenommen. Pfg. 30 24 18 Psg. 48 40 32 24 16 Die Gemälde des Leslerceichischen Künstlerduudes, 19 Gemälde von P. Bayer-Carlsruhe und 5 Gemälde von W. Barthel- Gießen ausgestellt. ** D as Kolosseum hat am Donnerstag mit dem zwecken Maiprogramm begonnen. Auch diesmal wieder bietet die Direktion ein durchweg sehr sehenswertes und dabei dezentes Pro- 8 67, V- Pfg. Nr. 0 Vollmilch — 1 Fläschchen 6 Fläschchen zu löO Gramm 1 ’/. Milch b 2 1/t Milch 4 3 % Milch 4 pafer- gramm. Einzelne Nummern sind sogar hervorragend zu nennci und mich unter den übrigen Darbietungen ist nichts, waS nidjl in den Rahmen eines guten Varieröprogramms paßt. Zur Eröffnung zeigt Miß A rr i t a, welche Kraft hübschem Frauenhaar innewohnt, indem sie sich schwere Gewichte daran bangt Dann turnen Les Lationos ganz hervorragend an den römischen Ringen und hieran reihen sich ansprechende Gesänge und Tänze der Geschwister Lind. Kurt Speyer verfügt über alle Gaben, die ein Humorist besitzen muß, wenn er Erfolg haben soll: gute Komik und Mimik, Beweglichleck, Humor und Gesang. Er würde jedenfalls noch besser loiclen, wenn er sein mächtiges Organ mehr den Größenverhältnissen des Saales anpassen wurde. Allerliebst und dabei recht schwierig ist der akrobatische Elite-Akt von „The t r e c Waringto n", bei dem u. a. eine Dame nicht bloß auf dem Drahtseil balanziert, sondern auch dazu musiziert, Flaggenschwenlen aufführt usw. Anstelle der plötzlich erkrankten französisch-deutschen Soubrette de Lux sang gestern Fräulein Schweizer (Name und Nation scheinen übereinzustimmen) einige recht hübiche Lieder. Eine Tänzerin von nicht gewöhnlicher Kunstfertigleck ist Fräulein N o s e l del I a u o, die namentlich schwierige Tanztouren elegant und sicher, sowie durchaus dezent tanzt. Eine tolle Burleske-Pantomime zeigen dann noch Les Jägers (zwei Herren und eine Dame), die ganz vorzüg^chc Parterre-Akrobaten sind. Fräulein Bella Schäfer erregt,^ls Wiener Soubrette wahre, Beifallsstürme und zeigt auch ily charakteristischen Nationaltänzen viel Geschick. Düster Jordi i i macht seinem nome de gnerre „Ausbrecher-König" alle Ehre. Er läßt sich auf die unmöglichste und schwierigste Art fesseln und bejreit sich bann ohne jedes mechanische Hilfsmittel vor den Augen des Publikums rasch und leicht. Den Schluß des reichhaltigen Programms bilden sehr effektvolle M a rm v rs k ulp t ur en , die von zwei Damen und einem Herrn plastisch und in rascher Verwandlungsfolge gezeigt werden. — Samstag und Sonntag wird nicht gespielt, dagegen finden am Pjingstmontag und Dienstag je 2 Vorstellungen statt, außerdem von 11 bis 1 Uhr bei freiem Eintritt Künstler-Soireen. Der Besuch des grotz- städtisch inszenierten Unternehmens kann jedermann durchaus empfohlen werden. ** Die Milchküche für Säuglinge, Wetzsteingasse 43, erfreut sich bereits eines guten Zuspruchs. Um irrigen Ansichten, die hier und da geäußert werden, vorzu- bengen, sei darauf hingewiesen, daß die in der Anstalt täglich unter ärztlicher Aufsicht bereitete Säuglingsnahrung allen, nicht nur den nünderbeinitteltenKlassen geboten wird. Als Preise sind vorerst folgende festgesetzt: 1 Fläschchen 6 Fläschchen Sammlung dec Kriegerkameradschaft Hassia für die deutschen Krieger in Südwcstafrika hat nunmehr den Betrag von 5 324,14 M. erreicht. x Arnsb ur g bei Lich, 17. Mai. Wie alljährlich feiert das Rettungsh aus zu Arnsburg auch diesmal am Pfingstdienstag, Den 21. Mai, nachmittags 2 Uhr sein Iahresfest. Cs sind dieses Jahr 60 Jahre verflossen, seitdem die Anstalt besteht. Bei günstigem Wetter findet die Feier tn einem herrlichen Buchenwald statt. Als Festredner sind gewonnen Die Pfarrer Dr. Busch aus Frank- iurt a. M. und Löhr aus Elberfeld. Jedermann ist freundlichst zur Feier eingeladen. A Grünberg, 16. Mai. Heute nachmittag weilte Kreisamtmann Dr. Merck hier und besprach in gemeinsamer Sitzung mit dem Stadtvor stände, ob für unsere Gemarkung auch die Feldbereinigung beschlossen werden )otle. Er hob dabei hervor, daß, wenn in gewöhnlichem Falle heute die Stadt Grünberg einen derartigen Antrag stellen würde, er in den ersten drei Jahren kaum berücksichtigt werden könnte wegen Mangel an den nötigen Beamten, daß aber jetzt, wo der Bahnbau Grünberg-Lia) bevorstehe, ein derartiger Antrag ausnahmsweise möglichst sickwr sofortige Berücksichtigung finden würde. Der Stadtvorstand hat zu Dem an ihn gestellten Ansinnen, einen Beschluß zu fassen, vorerst noch keine Stellung genommen, will vielmehr Die Sache erst zur Kenntnis der Bürgerschaft bringen, um Deren Stimmung zu der Frage kennen zu lernen, ehe ein Beschluß Dafür oDer Dagegen gefaßt toirD. OGonterskirchenbei Laubach, 17. Mai. Vor etwa Drei Wochen sand hier eine Hochzeit statt. Der zahlreiche Ortsgäste sowie auch viele auswärtige Eingeladene beiwohnten. Fast sämtliche hiesige Teilnehmer ertränkten nach einigen Tagen unter Zeichen von Vergiftungserschei- nun gen, zum Teil liegen sie jetzt noch darnieder, auch das junge Ehepaar befindet sich darunter. Erbrechen, Durchfall und Lähmungserscheinungen traten ein. Tie Ursache Der Erkrankung ist bis jetzt noch nicht festgestellt; ob Der kupferne Kessel, in Dem Der Kaffee in großen Mengen gekocht wurde, vielleicht Teile von Grünspan enthalten hat oder ob Der Wein schädliche Substanzen enthalten, kann bis jetzt nicht enträtselt werden. Hoffentlich gelingt es der ftunft der Laubacher Aerzte, die fortdauernd hier tätig sind, das Leben der Gefährdeten zu erhalten. — Bad-Nauheim, 17. Mai. Bis zum 16. Mai sind 4443 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 3334 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 16. Mai 34 676 abgegeben. dDarmstadl, 18. Mai. DaS Gartenstadt- projekt wird demnächst an die Stadtverordnetenversammlung zur Beschlußfassung kommen. Das etwa 1000 Morgen umfassende Terrain von den Breitwiesen bis zur Fasanerie zwischen der Dieburgersiraße und der neuen Odenwaldbahn- I Urne soll zum Teck in eine Gartenvorstadt umgewandelt die Kraft Sorge tragen, die wir am Pfingstfeste uns erbitten in unsere Herzen und Häuser hinein: „O heilger Gfeift, kehr bei uns ein Und laß uns deine Wohnung sein!" politische Tagesschau. Unter der Eisenbahntarisreform. Die Eisenbahntarisreform ist lange genug ir Kraft, um über die Wirkung im Klaren zu fein. Tie Wirkung auf daL Publikum, parlamentarisch gesprochen: von der äußersten Rechten bis zur äußersten Linken, ist nur mit dem einen Wort „unerfreulich* zu kennzeichnen. Wo bleiben all' die Versicherungen, die man vor der Reform aus ministeriellem Munde im preußischen Landtag gehört hat, daß keinerlei FiSkalismus, sondern nur daS Bestreben nach Vereinfachung und Einheitlichkeit Des Verkehrs das Ziel sei — wenn die Fahrkosten sonst und jetzt verglichen werden? An einer ganzen 'Reihe von Beispielen ist Die Verteuerung Der Fahrpreise, un Vergleich mit Der beseitigten Rückfahrkarte, nachgcwiescii 'vordem Ter Preisunterschied ist ziun Teck erheblich und •mb das fällt ins Gewicht bei einer Familie von vier oder liinf Personen. Fahrlartensteucr und Schnellzugszuschlag bilden eine Kombination, wie sie fiskalischer, die Liist am 'Reisen störender gar nicht erdacht werden konnte! In den Vlättem wird zur Ersparung an Steuer und Zuschlägen der Rat erteilt, Rundrcisehcfte statt Einzelfahrkarten zu nehmen. Ter Rat ist brauchbar nur für weite Reisen; und besteht darin chna die gepriesene Einfachheit der Reform, daß das imisiäiidliche RiickDreisehest Die Eiuzelfahrkarten ersetzen soll? Für Den ei ifachen Manu, Der eine weite Reise zu unternehmen hat, ist Das Rnndreiseheft eine zu komplizierte Ein- nchtiing, a's Daß sie für ibn in Betracht kommt. Aus SraSL und Land. Gießen, Den 18. Mai. ♦* Zu Pfingsten. Viele haben schon heute Die StaDt verlassen, um für ein paar Tage in Den frischen Bcrg- wälDern Des Vogelsberges, Des Taunus, Des ODenwalDes usw. ihre Lungen zu säubern. Für HunDerte aber, Die sich keine Reise leisten können, sind Die oeiben Pfingstseiertage Die einzige Gelegenheit im Jahre, sich an Der Natur unD ihren Wundern zu erfreuen. Locken Doch Die beiDen Feiertage zu weiteren Wanderungen, als tzin ein 'ger Ruhelag gestattet. Freilich, wenn es so Jein soll, wie sich alle Die Pfingsttage wünschen. Dann muß vor alle' i Die Sonne ihren Segen Dazu geben. Eine Psingitpanie oh e blauen Himmel ist eine mißliche Sache. Zu Dem frischen Grün Der Maibäume, zu Dem bunten SonntagskleiDchen Der KinDer unD Dem Unjchuldslveiß Der jungen Mädchen Passen nun einmal nicht Die grauen Wollen. Im Eisenbahnwagen bei der Hinaussahrt freilich sitzt und steht man so eng, wie die Sardinen in der Schackstel. Das geniert aber nicht. Man ist froh, wenn man nur mitkommt. Bei der Rückfahrt ist es noch schlimmer, und Der geplagte Familienvater muß, um Die Seinigcn zusammenzuhalten, viel Energie ausbieten. Draußen sind alte Wirtschaften überfüllt, und man muß in drangvoll fürchterlicher Enge eingekeilt recht lange auf d>eu bestellten Kaffe toarien. Doch wenn nicht gerade irgend ein besonderes Malheur passiert, so ist alles trotz Staub und Hitze von dem Ausflugs entzückt. Am zweiten Feiertag wird vielfach der Göttin Terpsichore gehuldigt. Wo ein altes Klavier zu finden ist, dem noch einige Töne entlockt werden können, drehen die Paare sich vom frühen Nachmittag an bis in die späte Nacht. Walzer, Polka, Rheinländer, Kreuzpolka, Dann sängt die Reihe wieder von vorn an. Sind zu wenig Herren da ober sind sie zu blasiert, um zu tanzen, so walzen die Mädchen unter sich zu zweien. Und wenn bann ber Abenb hereinbricht, bann geht es wieder in langen Zügen in die Stadt hinein und es wird einsam im Walde. Der Nachtwind streicht über Papierfetzen, Eierschalen usw., was Die Ausflügler zurückgelassen haben..... " Pfarrpersonalien. S. K. H. der Grobherzog haben dein Psarrassistenten Wilh. Schulz zu Mainz Die evang. Pfarrstelle zu Eschenrod übertragen. •• Neuer Konsul. Der Konsul Der Republik Uruguay, Scb. Cahn in Frankfurt a. 2)1, ist zur Ausübung konsularischer Verrichtungen im Großherzogtum Hessen zugelasscn worben. ** Paketeinsammlung Durch Die Post. Es ist noch nicht genügend bekannt. Daß Die Post abzusen- DenDe Pakete auf Bestellung aus Den Wohnungen abholen läßt. Man braucht nur ein offenes Schreiben, eine Karte ober einen Zettel mit Den Worten: „Palet abzuholen bei ... . (Name unD Wohnung)" unfrankiert in Den nächsten Briefkasten zu werfen ober einem Briefträger mitzugeben, unD Die SenDung toirD bei Der nächsten Paketbestellfahrt gegen eine Gebühr von 10 Pfg. vom Hause Des AbsenDers abgeholt. Das Verfahren ist einfach unD bequem unh Deshalb besonDers solchen Personen zu empfehlen. Denen ein Tienstbote nicht zur Verfügung steht. •• Kunstverein. Die Gemälde-AuSstellung bleibt am 1. Feiertag geschlossen, am 2. Feiertag ist geöffnet von 11 bis 3 Uhr nachmittags, an Den übrigen Tagen von werben. Die Umlegung erfolgt auf dem Wege der Feld- bereinigung. Es werben Parzellen von 500 qm bebaut werben bürfen, baS übrige muß Garten bleiben. Die bereits bestehende „Gartenstadtvereinigung" hat bie Eigenschaft einer juristischen Person erworben, und wirb mit bet Stabt bie ersorberlichen Verträge abschließen. Die Art bet Bebauung regelt ein besonberes Ärtsbaustatut. Die Häuser sollen entweder nur mit Erbgeschoß und einem Obergeschoß ohne bewohnbarem Dachstock, ober einstöckig', mit bewohnbarem Dachgeschoß gebaut werben. Bewohnbare Hintergebäube sind nicht gestattet. Um den Bau- bezw. Mietpreis möglichst niebrig zu halten, würbe von Kanalisation für Fäkalien Abstand genommen; baffir sinb Gruben gestattet und für Regenwasser ist Tonleitung vorgesehen. Arn Walb entlang sind Parzellen von 1000 qm geplant. An ber Einmünbnng des Hohlenwegs zur Fasanerie, wo bereits jetzt ein kleines Eingangstor steht, soll ein großer portalartiger Toreingang errichtet werben. Ein Teil des Geländes wird bereits für den Herbst zur Bebauung freigegeben. Professor Olbrich hat bie Errichtung einer Anzahl Häuschen für bie nächstjährige Landesausstellung projektiert. RB D at m sta d t, 17. Mai. Die Firma Konrad Appel hier wurde auf der Internationalen Ausstellung in Christchurch (New-Zealand), die vom 1. November 1906 bis Ende April 07 währte und woselbst die Firma mit Ausstellung ihrer Samenspezialitäten hervorragend beteiligt war, mit einer ersten Auszeichnung „der großen silbernen Medaille" bedacht. O R o d h e i m a. b. Bieber, 16. Mai. Der Tag ber Gauturnfahrt bes GauesHessen rückt immer näher. Der hiesige Männerturnverein hat dieselbe 14 Tage nach Pfingsten, Sonntag, 2. Juni, vorgesehen. Nach dem Programm wirb bas Fest am Vorabenb burch einen Kommers ein geleitet Am Sonntag von morgens 10 Uhr ab findet Empfang ber auswärtigen Turner und um 11 Uhr die Sitzung ber Kampfrichter im „Gasthof Stork" statt. Nachmittags 1 Uhr wirb ber Festzug an ber Straße nach Fellingshausen aufgestellt. Der Festpmtz ist unmittelbar hinter dem Dorf an bem Wege •ttfid) Bieber gelegen. In seinem Hinter- grunbe erhebt sich ^'.r Dünsberg, auf dessen Gipfel bie Turner bes Gaues ^chon wiederholt zu Wettkämpfen versammelt waren. MS Turnübungen sinb Stabübungen unb volkstümliches Wetturnen bestimmt. Um ben Tag auch zu einem echten Volksfest zu gestalten, ist für Konzert, Tanz unb Belustigungen bestens gesorgt. Zum Schlüsse sei dar- auf hingewiesen, baß alle Züge ber Biebertalbahn birekt am Festplatz halten werben. p. Rechtenbach (Kreis Wetzlar), 18. Mai. Sämtliche Jünglingsvereine bes Kreises Wetzlar feiern am zweiten Pfingsttage in Rechtenbach ein Kreis-Jünglingsfest. Als Festprediger haben u. a zugesagt: Pfarrer Engelbert - Duisburg und Pfarrer Tanz zu Elberfcld-Sonn- born. -a- Dillenburg, 16. Mai. Königin Wilhelmine der Niederlande hat zum 300 jährigen Todestag ihres ylhnen, des Grafen Johann VI. von Nassau-Dillenburg (8. Oktober 1906) die Mittel zu einer Gedenkplatte an die Fürstengruft in der hiesigen evang. Kirche gestiftet. Am nun Anregung zur Renovierung der Gruft zu geben, wandte ssch der hiesige historische Verein an den Kaiser, da in den Eltern Wilhelms des Verschwiegenen auch Ahnen des Kaiserhauses ruhten. Nach ber Besichtigung burch eine Kommission ber Wiesbabener Regierung ist bem hiesigen Lanbvatsamt aus bem Ministerium ber Bescheib zu- gegangen, baß bie Fürstengruft auf höhere Weisung hin renoviert werben soll. Es ist somit begründete Aussicht vorhanden, daß die Gruft der Ahnen zweier Königshäuser in einen würdigen Zustand versetzt wird. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 17. Mai. Diebstahl im Rückfall. Ein Mensch, ber es auf das Eigentum seiner Kameraden abgesehen hat, ist der 26jährige Dicnstknecht PH. R. aus Rod - heim v. d. Höhe. Er ist bereits in den letzten zwei Jahren durch kriegsgerichtliche Erkenntnisse wegen Diebstahls zum Nachteil von Kameraden verurteilt und in die zweite Klasse des Soldatenstandes versetzt worden. In der letzten Zeit befand er sich bei einem Müller in Okarben. Nachdem er in Erfahrung gebracht hatte, daß einer seiner Zjmmergenossen seine Ersparnisse in einem Schließkorbe ausbewahrt, benutzte er dessen Abwesenheit, um ihm einen Betrag troit 212 Mk. zu entwenden, indem er den Deckel des Korbes in die Höhe bog und durch Hinein- greifeu das Geld herausholte. Er machte sich sofort auf den Weg zur Bahn, um nach Frankfurt zu fahren und begegnete unterwegs dem Bestohlenen, der sich seine Eile nicht erklären konnte. Als er auf das Zimmer kam und den Diebstahl entdeckte, veranlaßte er die Festnahme des Diebes durch telephonisches Ersuchen der Eisenbahnbehörde. R. wurde noch vor seiner Ankunft in Frankfurt verhaftet und es fand sich noch der gaiue gestohlene Betrag bet ihm, der dem Bestohlenen wieder behändigt werden konnte. Der Angeklagte wurde wegen Diebstahls im Rückfall zu 1 Jahr Gefängnis und fünfjährigem Ehrverlust verurteilt, auf welche -strafe öter Wochen der erlittenen Untersuchungshaft angerechnet werden. Irr der Lhlvesterstimmung. Ein von der Staatsanwaltschaft angefochtenes Urteil des Schösfengertchts Nidda sand seine Bestätigung. Wie aus dem vorgelefenen Urteil der ersten Instanz zu entnehmen war, befand sich in der Silvesternacht der Hausbursche R. O. von Nidda in einer dortigen Wirtschaft. Es wurde auf einen dort anwesenden Gendarmen gestichelt und es fielen nach und nach Bemerkungen, sodaß sich dieser veranlaßt sah, Anlaß zum Feierabendbieten zu geben. Das Lokal wurde daraufhin verlassen, aber die Gäste blieben auf dem Marktplätze stehen und verübten durch Schreien, Brummen, Nachahmen von Tierstimmen u. dgl. einen solchen Lärm, daß alsbald Gendarmerie, Polizeidiener und Nachtwächter zur Stelle kamen. Die Beamten wurden umringt und burch Hänseln und Werfen mit Schneeballen weiter belästigt. Der Gendarmeriewachtmeister forderte die Leute auf, den Platz zu verlassen und als keine Folge geleistet wurde, griff er alsbald nach £J., der zufällig fn seiner Nähe stand, und drängte ihn zurück. Dieser verbat sich das Anfassen und stieß den Wachtmeister zurück, indem er bemerkte, er habe sich keiner strafbaren Handlung schuldig gemacht. Der Wachtmeister gab hierauf dem Polizeidiener Befehl, O. festzunehmen und in das Rathaus einzuschließen. Er fetzte aber seiner Festnahme Widerstand entgegen, indem er den Poltzeidtener umllammerte und ihm den Mantel zerriß, aber schließlich llev er sich doch in das Rathaus verbringen, wo er emgeschlosfen wurde. Nachdem sich die Leute zerstreut hatten, wurde er wieder freigelassen. Das Schöffengericht erblickte hierin keinen ftrafbaren Widerstand: wenn die Beamten sich auch in rechtsmäßiger Ausübung ihres Amtes befanden, so war die Festnahme doch lerne rechtmäßige, denn die Freiheitsentziehung war weder zum eigenen Schutz des Angeklagten, noch zur Verhinderung der Fortsetzung strafbarer Handlungen erforderlich, da der Angeklagte keinerlei strafbare Handlungen begangen hatte, sondern sich lediglich als ruhiger Zuschauer auf der Straße befand. Selbst wenn sein Verhalten als Widerstand auszufassen gewesen wäre, war trotzdem Freispruch geboten, da ihm zweifellos der zur Strafbarkeit erforderliche Vorsatz gefehlt hat. Da er sich keiner strafbaren Handlung bewußt war, mußte er zu ber Ansicht gelangen, das Vorgehen der Beamten sei ungerechtfertigt. Wenn er passiven Widerstand leistete, konnte er sich dazu vollauf berechtigt fühlen. In der Berufungsinstanz wurde zwar fest- gestellt, daß in Nidda viele Exzesse vorkommen und dieserhalb von dem Kreisamt verschärfte Verfügungen an die Polizeiorgane ergangen sind. Aus diesem Grunde hatte die Staatsanwaltschaft ein besonderes Interesse an der Verurteilung des Angeklagten. Das Berufungsgericht war aber mit der ersten Instanz einig, daß nur ein Exzedent festgenommen werden kann; dem Angeklagten konnte aber eine zuvor begangene strafbare Handlung nichts nachgewiesen werden, weshalb seine Festnahme als ungerechtfertigt angesehen werden mußte. Unter diesen Umstünden müßte das Urteil b e it (f t i g t werden. Vier Monate für ein Paar Schuhe. Beim Besuch eines Kameraden stahl der Dienstknecht A. S. aus Diugken einem Landwirt zu Steinfurth ein Paar Schuhe. Er hat bereits mehrere Vorstrafen, doch hätte er bemahe die den Rückfall ausschließende zehnjährige Frist des Wohlverhaltens eingehalten. Dieser Umstand und der minimale Wert des Gestohlenen gaben Anlaß, von der verwirkten Zuchthausstrafe abzusehen. Es wurde auf 4 Monate Gefängnis, unter Aufrechnung von 2 Wochen der erlittenen Untersuchungshaft, erkannt. Gevichtssaal. △ Butzbach, 17. Mat Vor dem hiesigen Schöffengericht hatte sich gestern der Gastwirt Z. wegen Duldung des gewerbsmäßigen Glücksspiels zu verantworten. Der Hauptbelastungszeuge mußte nach feiner Vereidigung zugeben, daß sein Protokoll vor dem die Untersuchung seinerzeit führenden Richter in vielen Punkten unrichtig sei. Es konnte durch Vernehmung einer Reihe anderer Zeugen auch festgestellt werden, daß der Wirt feine Gäste vor dem Spiel in seinem Lokal verwarnt hatte. Trotzdem der Amtsanwalt eine wesentlich höhere Strafe beantragt hatte, kam der Wirt mit einer Geldstrafe von 10 Mark unb Tragung der Kosten des Verfahrens, die allerdings nicht unerheblich sein dürsten, davon. 0 Marburg, 17. Mai. Daß man im Kuhstalt keine Gedichte verfassen soll, mußte auch ein junger Bursche aus dem Ebsdorfer Grund erfahren. Dieser sandte einem jungen Mädchen, dem er einmal eins anhängen wollte, einen anonym e n B r i e f, der in halsbrecherischen Neimen, die er wie er heute vor Gericht angab, im K u h st a l l geschmiedet hatte, Beleidigungen für die Adressatin enthielt. Tas Gericht gab ihm Gelegenheit, im Gefängnis acht Tage über sein Kuhstallsgedicht nachzudenksn. I. S. Leipzig, 16. Mai. Zwei Todesurteile hat oas Reichsgericht wieder bestätigt. In ber Grunauer Gist- morbaffäre hatte das Schwurgericht Hirschberg i. S ch l e s. am 16. März nach mehrtägiger Verhandlung bie Chausseewärterfrau Feige aus Grunau wegen Mordes in zwei Fällen, an dem Arbeiter Janitschek und der Frau Brückner, für schuldig erkannt und zum Tode verurteilt. Der Angellagten war noch zur Last gelegt, außerdem ihre Schwägerin und ihre Stiefmutter durch Arsenik getötet zu haben: doch haben die Geschworenen diese Schuldfragen verneint. Die Angeklagte hat aus Habsucht gehandelt, um die Getöteten, die bei ihr wohnten, zu beerben. Gegen das Urteil hatte die Angeklagte Revision beim Reichsgericht eingelegt, welche die Fragestellung an die Geschworenen bemängelte. Der höchste Gerichtshof hat aber keinen Fehler oder Rechtsirrtum in dem Urteil finden können und die Revision wurde verworfen. — Vom Schwurgericht Posen war ber Schmied Franz Kramer aus Chojno (Kreis Wronke) zum Tode verurteilt, weil er am 1. November v. Js. am Nadzischewoer.See den Förster Kian erschossen hat. Der mit- angellagte Fischer Johann Kramer wurde wegen Beihilfe zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilt. Tie beiden Angellagten, welche Wilderer sind, hatten schon zu verschiedenen malen Andeutungen gemacht, daß sie dem Förster Sian, der stets hinter ihnen her war, einmal eins auswischen würden. Am Morgen des 1. November radelte der Förster auf einem Holzzufuhrwege der Försterei Pfaffenberg und wurde von Franz Kramer gesehen, der auch gestanden hat, auf feinen Feind Schüsse abgegeben zu haben. Johann Kramer leugnet jede Teilnahme. Gegen das Urteil hatten beide Angellagte Revision eingelegt. Das Reichsgericht hat die Revision des Franz Kramer verworfen und damit das Todesurteil bestätigt. Das gegen Johann Kramer ergangene Urteil wurde aber, in Uebereinstimmnng mit dem Anträge des Reichsanwalts aufgehoben und die Sache insoweit an das Schwurgericht zur nochmaligen Verhandlung zurücwer- wiesen. ICitieft und Wissenschaft. — Für die Gründung eines „niederdeutschen Archivs* ergeht der Ausruf eines Komitees, dem u. a. Wilhelm Raabe, Friedrich Spielhagen, Ernst von Wildenbruch, Hermann Sudermann, Freiherr Rochus von 2 i l i e n c r o n, Thomas M a n n, Max D r e y e r und Georg Engel als Mitglieder angehören. Der Ausruf lautet: Tie Statistik hat vor kurzem eine herbe Gewißheit verbreitet. Tie plattdeutsche Sprache, das gemütvolle Idiom Fritz Reuters, das frische, kräftige, bilderreiche Niederdeutsch liegt iin Verscheiden. Schon hat sich der Dialekt in immer engere Kreise zurückgezogen, bald wird er gänzlich ver° schwanden und vergessen sein. In dieser Not der Stunde hat die königliche Universitätsbibliothek zu Greifswald ein „nteber- deutsches Archiv" gegründet, in dem alle Denkmäler der platt- deutschen Mundart, die ältere Literatur sowohl wie die neueste, kurz alles, was je von niederdeutscher Kunst, von niederdeutschem Sein und Wesen Zeugnis ablegte, zusammengesaßt werden soll, damit auf diese Art das Gedächtnis des einstmals so blühenden Sprachstammes für die Forschung und die Späteren erhalten bleibe. Tas Komitee hat sich zusammengesunden, um alle, denen das „behagliche Urdeutsch", rote es Goethe nannte, jemals an Herz und Gemüt gerührt hat, aufzusordern, das niederdeutsche Archiv zu Greifswald für seine umfangreichen Erwerbungen durch eine Geldspende auszurüsten und soinit ein geistiges Denkmal türmen zu hellen, rote es das Vaterland in dieser Besonderheit noch nicht besitzt. Möge dieser Ruf tticht tmgehört verhallett. Die Beträge sind unter der Adresse „Niederdeutsches Archiv" an die Dresdener Bank Depositenkasse E, Berlin W 50, Kurfürstettdanun 238 zu richten. Börsenwochenbericht. — Frankfurt a. M., 17. Mai. Der festere Zug, ber vorige Woche burch die Börse ging, hat sich rasch wieder verflüchtigt; an dessen Stelle ist Mattigkeit und Verstimmung getreten. Die Steigerung der Getreidepreise, hinter der man anfänglich eine gute Dosis spekulativer Mache witterte, hat angebauert und damit wurde dokumentiert, daß der Bewegung ein ernster Hintergrund nicht fehlt. Wenn der Eintritt guter Witterung auch noch manche Scharte auswetzen kann, so rechnet man doch bereits mit einer wesentlich schwächeren Welternte und befürchtet davon eine ungünstige Rückwirkung auf das gesamte wirtschaftliche Leben. Dies mußte natürlich die Effektenmärkte verstimmen. Dazu kam dann noch, daß auch n-uf dem Geldmarkt bie Verhältnisse sich toieber ungünstiger gestaltet haben, was eine Herabsetzung der Diskontoraten wieder mehr in die Ferne rückte. In London ist Privatdiskonto zwar nur auf 33/is Proz. gestiegen, bei uns aber bis tarnf 4»/t Proz. Zum Teil mag bte Auflösung des Konsortiums für die 3Vs Proz. Reichsanleihe und Preußischen Konfols schuld daran fein, denn für die Abnahme ber zur Verteilung kommenden Stücke müssen Mittel mobilisiert werden, was bei der gegenwärtigen Verfassung des Geldntarktes nicht ohne Einfluß auf den Zinsfuß bleiben kann. Ein Teil der Mitglieder des Konsortiums schritt aber auch zum Verkauf der ihnen zugefallenen Titres, um aus diesem verlustbringenden Geschäft herauszukommen und dadurch wurde ein empfindlicher Truck auf 3VsProz. Reichsanleihe und Konfols ausgeübt. Von ungünstigem Einfluß auf die Effektenmärkte waren auch die Aussperrung der Bauhandwerker in Berlin, der drohende Streik der englischen Eisenbahnarbeiter, die Streiksunruhen in Tran->- vaal _unb ber Ausfall der österreichischen Reichsratswahlen mit bem starken Anwachsen ber .Sozialdemokratie. Der einzige Lichtpunkt war bie große Güterwagenbestellung der preußisch-hess. Eisenbahngemeinschaft, die der deutschen Industrie für längere Zeit Beschäftigung sichert. Aber dies reichte nicht aus, um die vielen ungünstigen Faktoren zu paralysieren. Die Kurse bewegten sich bei schleppendem Geschäft vorwiegend abwärts. Neben deutschen Fonds waren auch fremde schwächer, besonders Russen und Ungarn. Banken meist 2—3 Proz. niedriger, ebenso Schiffahrtsaktien und Bahnen matter, nur Westsiziliancr zogen 2 Proz. an, weil der Staat den Betrieb der Bahn jetzt übernimmt. Bei Monranpapicren bewegen sich die Kursrückgänge zwischen 3 und 6 Proz. Andere In- d u st r i e p a p i e r e waren gleichfalls vorwiegend schwächer. Kunstseide verloren 10 Pro;., Wittener Stahlrohren 8 Proz., Mannesmann 5 Proz., neue deutsche Gold- und Silberscheide- anstalt stiegen auf den über Erwarten günstigen Jahresabschluß 25 Proz. Derselbe gestattete die Erhöhung der Dividende von 22 Proz. auf 30 Proz., dabei wurden für Mehrdotierung ber Reserven und Erhöhung des Vortrages 13 Proz. des Aktienkapitals aufgewendet und daneben für Tantiemen noch mehr als 9 Proz. des Aktienkapitals. Helios-Obligationen stiegen 3 Proz., weil jetzt eine Verständigung wegen Reorganisation der Petersburger Gesellschaft für elektrische Anlagen unter den Interessenten erzielt worden sein soll. Märkte. Gieße«, 19. Mai. Marktbericht. Aill heutigem Wocbemnarkte kosteten: Butter pr. Pkd. 1.20—1.30 Mk., Hühnereier 1 St. 6—0 Psg., 2 Stck. 11—00 Psg., Gänfceier 10—00 Big., Enteneier 7 Pfg., Käse pr. Stck. 6—8 Pf., Käsematte 2 Stck. 5-6 Pfg., Erbsen p. Pid. 18-24Pfg, Linsen p. Psd.25-40Pfg., Tauben pr.Pr.0,80—l,00Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Alk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Alk., Enten pr. Stuck 1,80—2,20 Mk., Gänse or. Pid. 00—00 Pfg., Ochseufleisch pr. Pfb. 82—88 Psg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 80—82 Psg., Schweinefleisch pr. Pfund 64—76 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 80—90 Psg., Hammelfleisch pr. Psturd 64—84 Psg. Welsche per Psund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 7,00—9,— Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 10,00—12,00 Alk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepsel per Zentner 20 bis 25 Alk., in Körben 00 Pid., Nüsse 100 Stück 50—00 ‘Big., Birnen per Psd. Mk.0.20—0.25, ver Ztr. 9—15 Mk., Weißkraut per Stück 15—30 Psg., per Zentner Akk. 0.00-0.00. - Marktzeit von 7—1 Uhr. ÄllSjllg KUS Den HtsudksaiulsrkMru der ätsdt Gießen. Aufgebote. Mai. 11. Wilhelm Erb, Kanalarbeiter, mit Margarete Hettrich, beide dahier. 11. Christian Warlich, Schlosser, mit Elisabethe Heidt, beide dahier. 13. Johannes Ott IV., Bremser in Leihgestern, mit Wilhelmine Hermann, geb. Schade, dahier. 13. Adolf Levy, Kaufmann in Triburg, mit Klara Rosenthal dahier. 13. Wilhelm Müller, Schneider, mit Katharine Kloos, beide dahier. 13. August Juncker, Bahnarbeiter in Wieseck, mit Margarete Borck in Fron- Hausen. 14. Ludwig Thomas, Expedient, mit Elisabethe Pfaff, beide dahier. 14. Heinrich Müller, Kellner dahier, mit Lldia Krause in Charlottenburg. 15. Johann Stammel, Schneidermeister, mit Luise Alt, beide dahier. 16. Ludwig Wahl, Heizer, mit Emma Distel, beide dahier. Eheschließungen. Mai. 11. Herbert Plehn, Rittergutsbesitzer in Josephsdorl, mit Magdalene Vossius dahier. 11. Ludwig Braun, Buchbinder dahier, mit Marie Stock in Treysa. 16. Ludwig Kröll, Kaufmann, mit Auguste Väth, beide dahier. Geborene. Mai. 4. Dein Gärtner Johannes Heß ein Sohn. 5. Deut Oberingenieur Heinrich Müller ein Sohu, Haus Heinrich Georg. 5. Tenl Studenten der Theologie Ernst Karl ziir Rieden ein Sohn, Theophil Heinrich. 6. Dem Diplom-Ingenieur und Architekten Patil Muller ein Sohn, Karl Philipp Ferdinand Werner. 7. Dem Lokomotivheizer Karl Schalch ein Sohn, Karl Heinrich Ludwig. 7. Dem Erdarbeiter Heinrich Völpel ein Sohn. 9. Dem städtischen Taglöhner Christian Balßer ein Sohn, Heinrich Ludwig Emil. 11. Dem Dienstmann Johannes Ruth ein Sohu. 12. Dem Straßenkehrer Johann Theodor Löber ein Sohn. 13. Tein Fuhrmann Heinrich Ortmüller ein Sohn, Paul Karl. 16. Dem Taglöhner Heinrich Repp ein Sohn, Heinrich. 16. Dem Anstreicher und Lackierer Hugo Hisgen eine Tochter. Gestorbene. Mai. 11. Elisabeth Velten, geb. Hofmann, 65 Jahre alt, Licher Straße 74. 12. Peter Grebe, 59 Jahre alt, Taglöhner, Rodheimer Straße 6. 14. Emilie Alder, geb. Salzbrunn, 67 Jahre alt, Lud- ivigstraße 4. 14. Bruno Scheppelmann, 4 Jahre alt, Roonstr. 22. 16. Bruno Gustav Holtberg, 38 Jahre alt, Brauer, Rodheimer Straße 23. 17. Margarete Gabriel, 8 Monate alt, Mittelweg 14, 17. Karl Bott, 88 Jahre alt, Landrichter i. P., Seltersweg 81. Spictplan des Großherzogl. Kurhaus-Theaters Bad-Nauheim. Direktion Hermann Stein goetter. Dienstag den 21. Mai: „Der Raub der Sabinerinnen." Schwank in 4 Auszügen von F. und P. v. Schönthan. Mittwoch den 22. Mai: „Ter Schwur der Treue." Lustspiel in 3 Akten von O. Bllunenthal. Freitag den 24. Mai: „Inspektor Bräsig". Lebensbild in 5 Auszügen von Fritz Reuter. Samstag den 25. Mai: „Wann wir altern." Dramatische Plauderei von O. Blumenthal. Hierauf: „Der eingebildete Kranke." Lustspiel von Möllere. TeBefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel nnd Industrie, Giessen. Frankfurter Börse. 18. Mai. 1.15 Uhr. 3^°/o Reichsanleihe . . 94.30 3% do. . . 83.80 3ya0/0 Konsols .... 94.30 3% do.....83.80 3%% Hessen . . . —.— 3^% Oberhessen . . . 94.00 4% Oesterr. Goldrente. . 99.20 4l/8 % Oesterr. Silberrente 99 50 4% Ungar. Goldrente . . 93.75 4% Italien. Reute . . . —.— 3-6 Portugiesen Serie I . 67.60 3% Portugiesen „ III 68.60 4^°/0 russ. Staatsaul. 1905 91.25 4^°.o japan. Staatsanleihe 93.25 4-6 Conv. Türken von 1903 93.80 Türkenlose.....140.20 4-6 Griech. Monopol-Anl. 50.10 4-6 äussere Argentinier 85.60 3°/0 Mexikaner . . 65.— 4>»°/0 Chinesen .... —•— Aktien: Bochum Guss..... 225.50 Buderus E. W ... —.— Teudenz: fest. Elektriz. Lahmeyer . . . 127.00 Elektriz. Schuckert . . . 111.60 Eschweiler Bergwerk . 228.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 197.50 Hamburg-Amerik. PaketL 132.00 Harpener Bergwerk. . . 207.50 Laurahütte...... 226.25 Nordd. Lloyd.....118.70 Obeischles. Eisen-Industrie 110.00 Berliner Haudelsges . . 154.50 Darmstädter Bank 131.30 Deutsche Bauk . , . . 225.00 Deutsch-Asiat Bank . . 170.00 Diskonto-Kommaudit. . . 170.40 Dresdner Bauk . . . 143.50 Kreditaktieu..... 266.80 Baltimore- und Ohio- Eiseulahn . . . 95.50 Gotthard bahn . . . . —.— Lombard. Eisenbahn . . 22 75 Oesterr. Staats Bahn . . . 145.30 Pnuce-Heun-Eisenbahu . 137.00 Berliner Cauada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Börse, 18. Mai. Autangskurse. , 172.40 . 131.50 . 227.00 . 76.50 Harpener Bergwerk Laurahütte Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . fürkenlose . 206.70 22.70 118.40 140.50 Tendenz: behauptet. Für die gesamte Redaktion verantwortlich in Vertr. Ernst Heß. Perle de* Odenwald*. । rerie aee vucowaiu». I Luftkurort Lindenfels nßTFY nnrvw 1T D. Em : A. Vocrel. ■ ca. 1500 Millionen Smmalin AIira«so 2. 3280 (Sfiflolt in Altenstadt. Qr^inal 'S D’/s Vorzügliche Qualitäten. Bedingungen preiswert zu vermieten. 3329 Wilhelm Lrbig, Grünberger Straße 16. Pi. üliyiairi i Co. 174 Fabriken landw. Maschinen. HM- Hatur-Eis Hotel-Pension Kramer’s Berggarten Telephon 41 Biedenkopf. 654 814 833 [3000] 464 520 685 69 731 861 045 62 296Q 402 117 Verlobte! Verheiratete! 461 92 262152 259 33i [500] 707 [5000] 263328 406 620 267068 259 [1000] 467 93 [500] 627 42 818 [500] 60 78 927 268596 775 691 316 450 73 689 849 Lieferung franko. 860 64 612 fc 800 000, 893 Dalli- Seifenpulver Empfehle mein reines klares 816 791 306 723 220 514 789 753 60 580 629 363 711 155 384 32 527 665 716 72 836 1 7 1 225 01 866 [ 600] 172875 411 48 68 163 636 880 035 1 74113 261 73 57 857 07 400 929 335 714 747 477 005 235 141 330 Im Odenwald Mae beacht» die Fabrikmarke». 708 27 53 187319 70 436 637 64 71 434 [500] 783 910 61 [600] 189043 854 976 [500] 216 06 334 482 641 757 [500] 96 1 Gewinn 4 500 000. 1 ä 200 000, 1 ä 75 000, 2 8 60 000, 1 ä 50 CGO, 1 8 40 000, 6 ä 30 000, 16 ä 15 000, 63 ä 10 000, 02 L 5000, 1304 3 8000, J076 L 1000, 3379 3 500. 1500(13 147 300 60 503 08 CH 801 9S5 151029 452 534 6UG [1000J 906 23 152083 107 75 [1000] 293 18 5025 465 [1000] 80 671 188145 280 525 [1000] 97 190074 191114 234 411 497 462 882 Das Haus eignet sich auch seiner guten Lage wegen zu jedem anderen Geschäft. Das Anwesen ist von 2 Straßen begrenzt. 253 931 529 514 269282 336 517 bO5 40 27 0047 211 15 782 664 901 271247 560 604 [500] 311 656 705 811 280044 256 350 413 281022 506 37 ( 73 536 627 19 2459 882 043 1 93 341 501 623 38 703 [500] 030 194066 173 [3000] 212 42 04 [500] 06 387 622 [1000] 67 757 72 829 [1000] 94 1 9 5007 126 40 264 53 448 644 65 824 909 196173 11000] 486 886 1 9 7049 152 [500] 203 1 9 8047 55 119 48 257 528 96 610 84 [500] 838 50 981 19 9240 [500] 510 670 [ 3000] 2 0 0516 59 76 2 01198 276 79 315 465 858 015 2 0 2060 177 (3000) 300 ( 500 ) 569 629 96 783 848 931 [1000] 2 0 3 282 791 U9 831 970 2 0 4087 668 874 2 05176 223 70 75 90 507 30 939 2 0 6149 201 [500] 644 80 087 748 5t 71 2 0 7071 103 277 372 2 0 8 9 2 230 48 315 [!000] 47 $lein Geschäftshaus am Marktplatz, beste Geschäftslage Gießens mit ca. 80 qm großem Laden, massivem Lagerhaus und großen Kellerräumcn .Dorrn seit über 30 Jahren ein Spcziallampengeschäft betrieben wurde bin ich willens per 1. Oktober unter günstigen 10. Ziehung 5. Kl. 216. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 17. Mnl 1907, vormittags. Nur dlo Gewinne Uber 240 Mark tind den betreuenden Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 225 05 311 435 I ICOO] 500 835 1 24023 [500) 33 120 433 82 638 831 125>1 [5001 853 [10001 42t 31 607 40 65 12 6057 353 99 409 538 631 870 949 87 1 2 7 383 403 99 128163 369 11000] 72 704 [500] 18 75 534 731 913 129078 86 [lOOül 193 202 720 86 0M 13O105 09 ; 1000] 257 345 532 58 65 84 [1000] 821 92 500 95 617175278 406 540 618 001 176021 143 379 85 410 [500] 98 733 070 1 77072 [3000] 88 [ 500] 151 61 [500] 877 007 [1000] 178110 91 715 887 1 7 9037 80 52 530 [10001 57 607 9 759 93 823 922 100u93 126 84 333 71 73 481 525 785 1O1K3 592 [10001 695 7.13 831 53 017 1 02 - 31 413 3'5 7 21 8-6 [1000] 103035 43 [500] 319 537 [ 5001 853 973 7a 104.i 6 597 [ 500] 670 TU 105043 119 453 742 489 714 073 1 53129 200 595 477 098 1 5 4065 211 96 [500] 820 444 537 612 828 [3000] 155021 125 89 214 [ 3000] 97 610 87 711 156422 614 603 58 [1000] 157010 105 440 504 91 677 014 29 1500) 34 [500] 158237 63 77 830 404 750 887 159172 628 282082 93 102 19 [1000] 34 7 5 555 8=9 063 2 83139 818 34 423 47 678 752 72 9«9 2 8 4015 436 784 8^6 [10 000] 028 2 8 5017 205 36 (50-)] 373 40-3 73 286183 252 869 48'3 Schöne Säle für grössere Ge^el ecbnften, angenehm-1« Absteigequartier f. Toun«ten. 805 1 31113 1500 ] 78 275 420 556 935 1 3 2 274 339 510 59 630 705 03 814 915 34 133108 19 62 208 849 772 852 73 981 13405t 713 95 899 [ 5001 033 53 1 3 5039 404 68 71 7-1 957 136063 192 200 380 669 725 29 87 137202 25 44 528 29 70 657 785 935 138029 151 78 [ 5000] 290 839 571 729 983 [500] 139032 206 444 583 600 753 140017 217 343 403 533 705 36 975 1 4 1 004 111 265 27 74 101 45 [1000] 76 [500] 321 [500] 467 800 1011 14 405 696 763 2174 428 5.0 716 68 3174 [8000] 287 80 Plockstr. 14-16 GIESSEN Plockstr. 14-16 HOTEL ODENWALD, Ees •_ A. Vogel. Erstes u C ösntee Hotel am PlaUe- Elektr. Liebt T -He Pension 4—A Mk Telefon 9. 40 [C001 55 807 49 6B 653 859 89 2 4 3195 257 317 56 64 504 11 [1000] 706 95 [3000] 964 [500] 244018 553 t04 34 245083 [1000] 104 [500] 87 89 834 86 [MO] [3X0] 619 718 900 ItCO) 246006 16 [500] 19 8 44 7 2 2 47116 317 540 800 930 248057 188 520 611 937 sich ungeteilten Beifalls. „ M , Zur weiteren Auskunft und zur Ausnahme von Versicherungs- Anträgen sind die unterzeichneten Ageiuen gern bereit. Joh. 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Eifer III. in Wohnbach. 3393 81 801 39191 511 717 831 42 74 , 40099 167 237 834 402 00 69 98 561 73 674 [1000] 723 875 939 69 41074 174 97 270 467 532 [ 500] 076 05 013 [ 500] 50 4 2 232 [500] 759 814 65 43112 [ 3000 ] 272 314 79 96 455 03 527 4 4 418 500 74 668 807 45010 133 267 82 813 [ 3000] 459 69 709 [ 500 ] 014 46025 220 332 554 84 93) 47 074 401 640 [10001 95 720 938 4 8030 479 83 950 49132 L8U .‘83 50144 212 41 71 [1000] 459 9 1 864 06 1 5 1 022 4 00 532 669 783 [1000] 52120 31 273 935 53ül8 11000) 11" 232 357 535 74 610 737 55 54001 173 256 [ 30001 531 613 865 55111 333 44 492 93 595 637 [ 5001 915 28 55 5 6"3I 231 357 507 773 970 [500 ] 57191 510 [500] 912 46 o810_> .7 247 [ 500] 459 660 736 59123 337 631 624 33 731 866 "95 60002 9 14 132 200 26 847 41 1 05 570 72 635 83 707 61116 435 0-0 722 66 967 62110 255 56 566 71’9 863 0’ 993 63143 210 [500] 402 42 771 947 6 4069 70 115 23 34 85 202 [500] 90 803 99 6 5169 180001 203 356 433 [3000 ] 56 031 53 6 6 230 579 670 770 1)17 81 67-17 323 590 6'8 771 6 S0"7 207 8.81 455 587 [500] 606 [3000] 804 941 69019 434 500 ßl° 70174 412 [3000] 61 601 [8000] 24 710 62 845 71129 414 15 933 7 2:01 53 524 694 [ 500] 717 008 1 2 7 3 011 39 41 [1(1001 06 [500] 81 610 791 [3000] 923 43 49 74232 61 619 K,, 'I-J5 75130 99 493 602 714 48 80 031 761'13 67 71 213 90 357 60" 4 4 68 805 85 901 77360 601 11 743 801 78011 35 150 .-7 90 261 99 406 682 833 79364 448 816 [ 500] 951 80131 214 94 [500] 369 [ 500 ] 490 513 633 930 8 1 076 685 89 82156 5> 0 58 619 [ 5001 823 79 8 3098 3?.' 419 67.1 81 722 64 83 84140 86 627 718 873 85'973 493 927 80 86133 477 635 90 765 87027 396 631 l50u| 971 8802'3 27 207 -3 [500] 91 452 754 933 81 89 136 227 311 [10001 025 63 SÜ3U5 6.- 404 596 [ 500] 757 858 73 91113 571 |10'0] 618 751 9 2015 [500] 31 [500] 44 102 273 382 502 ODO [1000 ] 93020 142 319 54 474 806 [100C] 41 98 110O0) 92 94123 214 409 15 666 [500] 95(36 [10301 41 340 919 96011 69 110 72 250 52 753 879 [500 ] 975 9 7120 282 489 500] 685 867 [500] 956 9 8112 75 9 7 419 563 76U 99031 343 423 äx llU 2818 Shampoonieren (Damen-kopfwaschen mit Trockenapparat) empfiehlt sich Hermann Flank Ww. Spez.-Tamcn - Frisier - Geschäft Äaplansgasse 2. 768 821 927 [10 0] 36211 75 91 344 562 898 37358 4*60 [500] 660 957 3 8009 12 333 91 458 73 630 812 65 404 511 [3000] 751 803 [3000] 59 4071 176 228 403 563 [1000] 655 [3000] 710 24 76 6027 432 85 502 675 71 000 6136 468 874 7096 133 [5001 651 88 [3000] 70 974 00 1 13090 141 372 557 735 569 114023 82 83 144 •23 53 310 403 790 935 115 l27 31 337 683 753 317 82 914 116009 23 477 506 61 637 42 lOOü] 93 703 1171-7 323 83 416 547 639 735 906 118018 [1000] 22 117 19 554 57 635 796 640 119111 725 835 120’6« [10001 31t 578 693 985 97 [3000] 121173 SM °u« [500] 415 619 [ 500] 37 39 713 882 041 [lOOOl 47 122110 356 91 0 9 410 50 568 601 62 724 123010 100 93 [500] 36 2 0071 97 139 [ 3000] 841 505 [1000] 733 47 391 920 21305 078 784 22113 303 420 [8000] 63 [ 500 ] 911 23051 .117 [500] 674 717 065 243.35 474 648 48 700 [1000] 25318 46 81 408 734 54 99 979 26222 81 351 68 497 078 2 7072 199 410 501 851 2 8215 21 [1000] 87 320 465 Kölnische Kagek-Mrstcherunqs-Kescssschast (Gegründet im Jabre 1853.) Krimt-Aralltie-Mttl mud Mk. 10,500,000 Wirksamkeit der Gesellschaft im Jahre 1906: Zahl der abgeschlossene» Polizcn . . 43,761 Stck. Zahl der vergüteten Hagelschäden . . 6,573 Stck. Ge ahlte Entschädigungs-Lumme . . 2,507,969 Mk. Wirksamkeit der Gesellschaft seit dem Jahre 1853 : Gesamtzahl der abgeschlossenen Polizcn 1,171,781 Lick. Gesamtzahl der vergüteten Hagelschäd. 133,824 Std. Insgesamt gezahlte CutschädigungH- Summe.......... 60,283,799 Mt. Tie Gesellschaft versichert Boden-Erzeugnisse aller Art, sowie Glasscheiben gegen Hagelschaden zu billigen festen Prämien, wobei Nachschutzzahlungen unbedingt ausgeschlossen und. Sie garantiert bei loyaler ütegulierung der Schaden und schleunigster Auszahlung der Entschädigungögelder ihren Verftcher- ten vollen Schadenersatz und zwar unter Gewährung aller mit einem soliden Geschäfts-Betriebe zu vereinbarenden Erleichterungen und Vorteile. . . Tie Kölnische Hagel-Versicherungs-Gesellschaft wirkt ununterbrochen seit 53 Jahren; ihre Wirksamkeit ist in landwirtschaftlichen Kreisen überall vorteilhaft bekamU und chre Einrichtungen erfreuen H. Eggolt in Altenstadt. St. Schüddel in Altenschlirf. I. Stein in Babenhausen IL W. Balser in Büdingen. Mack- niid iläufelpllüge Kataloge gratis. 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Juni sein § 25- jiihriges Jubiläum zu welchem auch der berühurte Cornet-L«Piswn-Virtuose Hrrr Kammermusiker Louis Kümmel auS Darmstadt seine Mitwirkung durch Einlage verschiedener SoloS zugesagt hat, und zwar zu Ehren feine® Geburtsortes. Der Fettplatz befindet sich auf dem schön gelegenen Wicsengrunde an der Poilosopheu,trage. Für Karussell, Schielzbude und anderes mehr ist reichlich gesorgt. ES ladet crgcbenst ein Bas ©omäße. Staufenberg 2lrt 2. Pfingstfeiertag: • O Tanzmusik G O wozu freundlichst einladet 3300 _________________________Eudwiff Zecher V. follar! * fflllar! Restaurant: „Schöne Aussicht. 3425 3. Pfingstfeiertag Grosse Tanzbelustigung im Freien. Anfang 4 Uhr, wozu ergebenst einladet I. V.: Karl Vcaury. Zirkus Albert Sch™ Sonntag den 19. und Montag den 20. Mai au beiden Pfiugstseicrtage« nachm. 4 Ubr, abends 8 Ubr VS- Je -Ar 2 gisst btitaic Eata-Feg-Bststlliisgell 2 Nachmittags Kinder halbe Preise lauster Galleries. An beiden Fe.ertagcn. In allen 4 Vorstellungen das anerkannte Sensations-Programm Mr.Richard weltberühmte Schwades eUtdt8dastehende crungd-r Set A°ndP« Ium in der ^ ™jenct Sch« F WinM« 'timmunger ..firtitvorjen f •LÄ- feier Skbaiiun ich an der In tiefe Wolle ha wie ich die zwar aus voll sets ni cht der zweite fame Recht Tas mai sagen, unser an Rothe vei gramm nicht Vorlage fjat bett. Mander bleitet. Die iveiterung Aufpreis bien buchen Wahlr unter ändert.,1 tos mutelbaren 1. Kammer z Abhängigkeit : es' für die ®: d--ö hier der ff* «18 Oünr Dieser Si !• Kammer mit den o6ei jeoe Erwei eine Beeir ^olUfantn er historifch ] würdigeres $ em Volksrecht !Wlung§nii f4on , SÄ‘ r. A $ Msrechtes der Zahlre „öd) dem ein hei man die Statische» Ä ?eriarien lagen A*' tz das Sm-5