r. 244 tzch<«nt auiiei Sonntags. in G,etzener Anzeiger föen im Wechsel nut , 6cf jicn tanbroirt (Siebener 8^Kew« ttex viermal ui der nije deigelegl und -ima! wöchentlich das .sblatt für ben Kreis »en. Fecnfvrech-An- ubtb.9tebütnon 112 i laq u. Expedition 61 , eße für Depeschen; ,nzeige» Gictzen. kiahme wr Anzeigen öte Lagesnuminer vormittags 10 Uhr. Donnerstag 17* Oktober 1907 157. Jahrgang Erstes Blatt ijchener Anzeige« General-Anzeiger für Oberhejsen HotaHonsöriid un6 Verlag -er vrühl'schen Univ.-Duch- und Steindnickerei. H. Lange. Ktöaftion, Expedition und Vruckerrt- Zchulftrahe Anzeigenteil: H. Beck. monatlich 75 Ps^ viertel- jährlich Mt. L20; durch Abhole- tu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mt. 2.—viertel jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal lüPft auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den polttischey tetl: L. Anderson; s. Feuilleton und ,BermischtesE P. Wittko; für .Stadt u.Land- und ^Gerichts- Die heutige Kummer luntaßt 10 Seiten. Aeulsch-HstafriKa. Der Staatssekretär des Reichskolonialarnbes Dernburg nunmehr die Heimreise angctrelen, um, rechtzeitig n Parlamentsbeginn wieder in Berlin zu sein und die rderungen seines Ressorts im Parlamente persönlich mit uiOrucf vertreten zu können. Die Ergebnisse der ostasri- lischen Informationsreise sollen in einer ausführlichen ,'nkschrift niedergelegt werden, der man mit dem sc en Interesse entgegensetzen muß. Ist es doch das erste u, daß ein so fyofyer Reichsbeamter ein Kolonialgebiet. > eigener Erfahrung kenney lernt, denn die Reise, die • Kolonialdircktor Kayser seinerzeit unternahm, erstreckte i lediglich auf einige Küstenstädte und war mehr eine yolungs- als Inspektionsreise. Mag auch die Dernourgsche Reise mit nicht unbeträcht- 7en Kosten verknüpft sein, so ist es doch außer Frage, ß sich diese Aufwendungen zehnfach bezahlt macken wer- v, weil der Leiter des Kolonialamtcs in die Lage ge- nmen ist, nicht auf Grund bureaukratischer Berichte und ne genaue Kenntnis der wirklichen Verhältnisse seine tscheidungen zu treffen, sondern Land und Leute sowie -cn Eigenheiten einigermaßen kennt und daher auch beteilen kann, was für die Entwicklung der Kolonie frommt er nicht. Es hat nicht an Angriffen auf den Staatssekretär gellt, bald hatte man seine Reiseroute zu tadeln, bald edcrum, daß er festliche Empfänge entgegennahm usw. c Herrn Dernburg persönlich kennt, weiß, daß er für i'.ßerlichkeiren wenig empfänglich ist: wenn er aber trotzen zuließ, daß zu seinen Ehren Festlichkeiten veranstaltet irbcn, so geschah dies eben nicht im Hinblick aus seine rson, sondern auf seine Würde, die verlangte, daß er : Reichsregierung in gebührender Weise repräsentiere; ch im Hinblick auf die Eingeborenen lvar dies nicht über» cssig. Was die Reiseroute anlangt, so ist ja bekannt ge- »uDen, daß der Staatssekretär mehrfach von dem ur- cünglich aufgestellten Plan abgewichcn ist, sobald er t) an Ort und Stelle von der Notwendigkeit hierzu über- rgt l>atte; wenn trotzdem zuweilen recht giftige Pfeile gen ihn abgeschleudert wurden, so ging dies von Unzu- edenen aus, dre bei der Besichtigung übergangen wor- n waren, aber es liegt auf der Hand, daß der Staats- cetär in der kurzen Spanne Zeit unmöglich alles sehen r.ntc, sondern daß er sich auf das Wichtigste beschränken -ßte. Auf seiner Reise hat der Staatssekretär beträcht- l)c Strecken der Kolonie keinen gelernt und viele Er- !;ruugen sammeln können. Auch englisches Gebiet und dortigen Einrichtungen zu beobachten hatte Exzellenz ^rnburg Gelegenheit; ebenso konnte er die Fortschritte s deutschen Bahnbaües aus der eben vollendeten Bahn lch Mrogoro studieren, eine Strecke, die jetzt in 9 Stunden .rückgelegt wird, während man früher fast ebensoviel Tage auchte. Das Studium der Verkehrswege gerade war ne der Hauptaufgaben, die sich der Staatssekretär mit euer Reise gestellt hatte und man darf hoffen, daß in ezug aus den für die Entwicklung der Kolonie unbedingt sorderlichen Bau von Bahnen nunmehr ein etwas be- -.eunigteres Tempo eingeschlagen werden wird und daß ch auch der Reichstag auf Grund der gemachten Erfah- rngen gefügiger zeigt. Ferner galt das Interesse des Staatssekretärs der tögcrchleit der erweiterten Anlage von Baumwoll- und ndereu Stutzpfianzungen. Was die Baumwolle anlangt, . haben sich die vielfach gehegten Hoffnungen nicht ganz nullt, cs hat sich herausgestellt, daß es sehr großer Mühe und vor allem umfangreicher Arbeiten für die Be- wässerui.g bedürfen wird, um die Erträgnisse ergiebig zu gestalten. Auch die Arbeiterfrage ist hierbei ein nicht außer Acht zu lassendes Moment. Alles in allem aber hat, wie verlautet, der Staatssekretär den Eindruck mitgenommen, daß bei ausharrendem Flciße und tatkräftiger Unter» 3nng durch die Regierung bei der wirtschaftlichen Er- .eßung des Landes Ostafrika einer überaus gedeihlichen Entwicklung entgegengehen muß. ^DaS Befinden des Kaisers Franz Fosef. Wien, 16. Okt. (Wiener Korrep.-Bureau.) Der Kaiser war heute abend fieberfrei. Eine örtliche Ausdehnung des Katarrhs ist nicht eingetreten. Die Jntensttät des Katarrhcs nimmt ab. — Die offiziöse Korrespondenz Wilhelm teilt mit: Der Kraftzustand des Kaisers blieb heute ununterbrochen sehr günstig. Der Appetit ist ziemlich gut. Die Stimmung war tagsüber sehr gut. Der Katarrh und ein tationärer Hustenreiz sind noch vorhanden. Wien, 17. Okt. Nachmittags erhielt der Monarch den Besuch seiner Tochter, der Erzherzogin Marie Valerie, der Gemahlin de§ Erzherzogs Franz Salvator, die von ihrem oberösterreichischem Schloß Watlsee nach Wien gekommen war. Der Kaiser war über den Besuch sehr erfreut. Heute wird der Besuch der älteren Tochter des Kaisers, der Prinzessin Gisela von Bayern aus München erwartet. Am späten Abend itat beim Kaiser wieder Fieber ein, das das Allgemeinbefinden ungünstig beeinflußte. Von einem Aufenthalt im Süden, den die Aerzte empfehlen, will dec Kaiser nichts wissen. Er will den Winter in Schönbrunn bleiben. Aniimilitariftisches aus Frankreich. Paris, 16. Okt. „Petit Parisien" berichtet von wiederholten verbrecherischen Versuchen, die gegen die Pulverkammern und Wachtposten der Kaserue- ments von St. Vincenne unternommen worden seien. Es gelang noch nicht, der Ueöeltüter habhaft zu werden. Ein ähnlicher Angriff sei gestern abend auch inBerdun unternommen worden, wo ein Individuum versuchte, an eine Pulverkammer zu gelangen. Als der Posten Feuer gab, wurde er von zwei anderen Eindringlingen angegriffen. Auch diesen Leuten gelang es, zu entkommen. ' Am Sonntag abend kam es in Vesoul in der Kaserne zu einem größeren Zwischenfall. Gegen 11 Uhr wurde einem Kolonialinfanteristen von einer Patrouille, der er Widerstand leistete, ein Säbelhieb versetzt. Er wurde in das an die Kaserne anstoßende Hospital gebracht. Als der Vorfall in der Kaserne bekannt wurde, zogen die Soldaten vor die Wache und insultierten die Offiziere. Die Wache mußte die Leute gewaltsam zerstreuen. Erst nach mehreren Stunden wurde die Ordnung wieder hergestellt. Durch die Polizei wurden heute vormittags sechs Unterzeichner des jüngsten a n t i m i lit a r i stis ch en Manifestes verhaftet, in dem den zum Militär Ausgehobenen empfohlen wird, zu desertieren. Aus die neun weiteren Unterzeichner wird gefahndet.______ Ter österreichisch- ungarische Ausgleich. Der österreichische Ministerpräsident Frhr. v. B e ck hat in der gestrigen ersten Sitzung des Reichsrats in mehr als einstündiger Rede die Ausgleichsvorlage vorgelegt. Die Abgeordneten, die sich fast vollzählig eingefunden und dichtgedrängt vor der Ministerbank geschart hatten, nahmen die Rede ohne jeden Beifall auf, selbst die Ankündigung einer Erhöhung der ungarischen Quote um zwei v. H. Der Ministerpräsident erklärte schließlich, es sei nicht ein Ausgleich nach seinen Wünschen, die viel weiter gegangen sind, aber nad). bestem Wissen und Gewissen. Auch in Budapest ist über den Ausgleich gestern zum erstenmal im Parlamente verhandelt worden. ____.!—L1 Vom serbischen Kronprinzen. Die „Voss. Ztg." meldet aus Belgrad: Nach dem gestrigen Diner im Palais kam es zu einem heftigen Zusammenstöße zwischen dem Kronprinzen und dem Kommandanten der Leibgarde Dun- jitsch, der von dem Kronprinzen beschimpft und aus dem Palais gewiesen worden sein soll. Wegen der fortgesetzten Mißhandlungen des Hofpersonals durch den Kronprinzen soll demnächst auch ein Wechsel in den obersten Hofämtern erfolgen. Aus demselben Grunde ordnete der König an, daß der Kronprinz, der bisher in einem gemieteten Privathause wohnte, in das Palais übersiedele.________________ Marokko. Berlin, 16. Okt. Der französische Botschafter unterbreitete gestern dem Auswärtigen Amte in Berlin einen Vorschlag, der die Einsetzung einer internationalen Kommission in Casablanca empfiehlt; diese soll die Entschädigungsansprüche der verschiedenen Staatsangehörigen prüfen und festsetzen. Der Dolmetscher der vom Sultan Muley Hafid nach Berlin entsandten Mission hat heute vormittag im Auswärtigen Amt vorgesprochen, wo ihm erklärt wurde, daß die Bemühungen der Gesandtschaft, empfangen zu werden, vollkommen aussichtslos seien. Infolgedessen werden die Gesandten bereits morgen früh Berlin verlassen und sich nach Rom begeben. Das „Berl. Tagebl." meldet aus London: Die „Times" meldet in ihrer zweiten Ausgabe: Der Sultan von Marokko hat, um die zurzeit in Berlin weilende Gesandtschaft des Gegensultans Muley Hasids zu bestrafen, die Weiber und Kinder der beiden Gesandten grausam mißhandeln und ermorden lassen. Wie das „Berl. Tagebl." erfährt, erfuhr der Führer der Gesandtschaft AbeekrScheurufdie englische Meldung von der Ermordung seiner Frauen und Kinder, als er abends aus dem Wintergarten in das Hotel zurückkehrte. Er war über die Nachricht sehr erschrocken und sagte zu seinem Dolmetscher: „Es kann wahr sein, ich habe es nicht anders erwartet." Paris, 16. Okt. Muley Hafid soll jetzt die Absicht haben, nach Mogador zu ziehen, um sich dort z u m S u l t a n a u s r u f e n zu lassen. Infolgedessen sandte der Mahgzen zwei Abteilungen von je aOO Mann nach Mogador zur Verstärkung der dortigen Garnison. Diese Soldaten wurden von einem französischen Transportschiff befördert. ________’______________ Das erste philippinische Parlament. Der Kriegssekretär der Vereinigten Staaten von Ame-- rika, Taft, hat am 16. Oktober in Manila das erste philippinische Parlament eröffnet. Er sagte in Aieines FeniUetorr. — Eine interessante Untersuchung über die eut scheu Vo l ks b i b l io the kcn veröffentlicht Dr. Ernst chulhe aus Großborsiel bei Hamburg. Die Berechnungen des ussaßes ftü-yen sich auf Zahlen, die ber Verfasser durch eine Um- age bei sämtlichen Volksbibliotheken in allen deutschen Städten it mehr als 20 000 Einwohnern gesammelt hat. Dr. Schultze ilt diese Städte in zwei Gruppen: die Großstädte (mit mehr als 30 000 Einwohnern) und die Mittelstädte (mit 20 000—100 000 inwohnern. Die 40 deutschen Großstädte mit mehr als 100 000 urwohnern besitzen eine Gesamtbevölkerung von 11380 000 ieelen, also fast den fünften Teil aller Einwohner des deutschen teiches überhaupt. Ihre Vollsbibliotheken unrfassen zusammen 07 uOO Bände, sodaß also ein Band durchschnittlich ans 14,10 Inwohner entzückt. Zum Vergleich für die Fortschritte der letzten 0 Fuhre werden auch die Zahlen vom Jahre 1895 gegeben: bo r.als gab es 28 deutsche Großstädte mit mehr als 109 000 Ein- yhnern und mit einer Gesamtbevölt'erung von 7 294 000 Menschen; i kam durchschnittlich ein Band auf 18,50 Einwohner. Mehr ls IM 000 Bände im Jahre verleihen jetzt die Volksbibliotbeken itb Dücherhallen in Berlin, Frankfurt a. M., Hamburg, Breslau, ■icäDcii, Essen, Barmen, Elberfeld, Eharloitenburg, Köln und ckraßburg. In 28 von 40 Großstädten bestehen in den Volks- lbliotheken neben der Ausleihebibliothek noch Lesesüle. Doch Ijeint sich allmählich die Uebcrzengung Bahn zu brechen, daß ie ^lnsleckchibliothek bei weitem die wichtigere Einrichtung ist. - Ungünstiger ist das Verhältnis in den Mittelstädten zwischen 0 000 und 100 000'Einw2hn.ern. Dr. Schultze kommt zu dcnn ächlusse, daß in diesen Städten das Volksöibliothekstvesen im ierh ntnis twd) rreiter als in den Großstädten zurück ist ^Da- ci ist die Verbreitung guten Lesestoffes in den kleineren Städten lcht minder toichtig. Denn wie der Großstädter ohne gute Lest ü.rc in Gc,ahr gerät, in seichten Vergilügnngen zu versumpfen, _> kommt der Kleinstädter in Gefahr, in Klatschsucht und K^rch- '.rrmnckeressen zu versauern. So gering selbst in den Groß- Üvten die Zahlen namentlich im Vergleich mit den amerikantzwen stwhulttiissen erscheinen, so klingt doch ungleich ungünstiger, aas der Aufsatz über die l an d l i ch e n Vo l ks b i b l ro t he k e n ■i berichten weiß. Zwar sei n i ch t e i n e c i n z i g e g r ö ß e re Schenkung für ländliche Volksbibliotheken gemacht ;l)T0€u, um) wenn sich nicht gemeinnützige Geselllchaften, Kreis- us.chnsse und Regierungen ihrer eifrig angenommen hatten, ,üroe es lwch viel bedauerlicher mit ihnen bedeckt sein. Gibt ai doch ruuy einem gleichzeitig erschienenen Aussätze desselben Verfassers über „die Volksbibliothcken der deutschen Dörfer" schätzungsweise 5000—6000 solcher kleiner ländlicher Votrsbiblio- theken allein im deutschen Reithe! (Bei uns in Ob er Hess en besitzen bereits die meisten Orte folche Bibliotheken. 2. Red.) Daß hier ein furchtbarer Boden zu bearbeiten nt, zeigen dw Ans- ziwe, die der Aufsatz aus den Jahresberichten der genannten Stuftung mitteilt. Wickwend indessen die Städte ganz gut für ssch selbst sorgen können, wo erst einmal die Erlennrnis von der s)rotw endig leit der Volksbibliothest:: durchgedrungen ist, ergibt sich doch aus Dr. Ernst Schultzes Untersuchungen glerchzertig, daß das flache Land noch sehr der Hilfe bedarf. D'.e. Tätigkeit ber Deutschen Dickter-Gedächtn!s-Stiftung in Hamburg-Grotzdorsiel verdient deshalb' alle Anerkennung und vor allem tatkräftige Förderung durch alle Kultur freunde. — Von der Fran eines berühmten Gelehrten. Hebet' Nobert M ay e rs, des berühmten Naturforschers, Wärme- theoretckers und Entdeckers des Satzes von der ^Erhaltung der lebendigen Krait", Frau macht Eugen Tührmg eine höchst m- leresfauie iüiittellung. Mayer, der Galilei des 19. Jahrhunderts, ivar cuva em Jahr lang in einer Üaltwasserhellanitalt znmngs- weiie, obwohl er geistig gesund war, als Irrer behandelt, in die Zwangsjacke gesteckt und von einem Obermedizmalrat be- arbeitet, er solle cinsehen, daß das von ihm entdeckte Gesetz Un|mn fcl Mayer, der selber Älrzt ivar, entging knapp dem Tode, derart setzte ihm diese skandalöseste aller psnchmtrischen Versehlungen zu. Tie dlachrede blieb außerdem bestehen,, daß der geiUvolle noricher einmal nicht recht im Stopfe gewesen sei, und dieser Umstand zehrte nicht wenig am Lebensweg des großen Niannes. Kurz vor seuieln Tove (1878) weihte Mayer in Wildbad, wo lieh zmallig der Anwalt seines Forscherruhms, Eugen Dühring, aufhielt, düsen in die unglaublichen Vorgänge ein, die zur Jrrenbehandlung und zur Zwangsjacke geführt halten. Dühring hat diese authentischen Allt leilungen aus Stöbert Mauers Munde in seiner Lchnit iiber ucit Heilbronner Forscher veröffentlicht, mit Rücksicht aber am MayerS Familie an einzelnen Personen noc() Schonung geübt, die nunmehr, nach 30 Jahren, gegenstandslos geworden i|t, so daß er über Players Frau jetzt folgendes mitteilt: .Ich nehme letzt kemen Anstand, die früher verhältnismäßig noch zurückhaltenden Andeul- ungen und Slreimngen dahm zuianunenzu'asjen, da,; Alayers Frau, aus Herrschsucht und allzu geivöhnlicher Sumeswetje, die Haupv schuldige an der Jrrensesthaltung gewesen. Sie baue die Herrschaft nn Hause an sich gerissen, bie Kinder ganz nach sich erzogen und unter ihre ausschließliche Botmäßigkeit gebracht. Al a y e r sollte sich nicht rühren, seiner naturivislenschaitlichen Entdeckung ivegen nicht einmal Unruhe verspüren lallen. Die ordinäre Tenst weise der Frau, mic zu erklärlich durch das Herslanrinen au5 krämerhaster Sphäre, sah in den rvisseiischastlichen Umeriiehmungen ihres Alannes nur eine, Driickkosten mit) allerlei Un gelegen heitern verursache,ide Torbeit, ja schließlich Narrheit. Sie hat demgemätzi Mayer, wie bei dessen Lebzeiten, so auch nach deßen -rode nicht bloß passiv verraten, soiidern sich aktiv an den Alachilialtonen gegen ihn beteiligt." Nach den, Tode ihres Mannes, so fühlt DuhrmA weiter aus, versorgten sich gerade zlveiselhafte oder falsche ^reunbe Mayers mit SchrNlstücken und Lachen, die sich gegen Alayer oer- weilen ließen, ivährelid der Schein vom Gegenteil eriveckt wiirde. Wenn also die Fratl des Sokrates ferne Xanthippe war, so war Mayers Frau jcnemnUS eine solche und ludjt einmal so harmlos. Uebiigens halte anch der schwedische berühmte Naturwr,cher Karl v. Linnö eine recht böse Sieben zur Fratl, einen Hailsdracheii, den er eüist — aus Liebe geheiratet hatte. — Die Ausbildung der linken Hand. Auf Veranlassung dcs Professors Walter Simon in Königsberg, der, für den Gedanken, daß der linken Hand dieselbe Ausockdnng gebühre wie der rechten, nach Wilhelm Jordans Vorgänge (der Dichter hat einen großen Teil seiner „Nibelungen" mit der linken Hand nieder geschrieben) schon ntehrfach literarisch eingetreten ist, sitid in der dortigen 8. Madchenvolksschule vor einem Jahre^Kurie zur llcoung l uns händig er Tätigkeit auf allen Stufen der Scyule eingerichtet worden. Der Unterricht wurde in zwei bis sechs stunden wöchentlich außerhalb der eigentlichen Schulstunden erteilt. Das sehr erfreuliche Ergebnis dieses Unterrichts, der fichaus cnla:rd, welck-er Vorsitzender der Gesellschaft ist, stimmte dem Beschlüsse zu. parlamentarisches aus Hessen. Aus StaSt und Land, Vermischtes. )) LT* er a c ilc hlujl DouaajiDs liefen la en i e inuj'en, wurde em Anbau an das Spritzenhaus üorgenomme j). PT ’lrPIlnrtlt hl i r r _ L... , CtT 2 ± .• . ■ ~ xer Neubau wurde schleunigst ohne Anfertigung einer Bai C-rur dre Abgebrannten in Herbstein gingen ferner ern: Sammlung in der Gemeinoe Steinbach durch Burger- meister Kramer und Pfarrer Haacke 42 Mk., Sammlung in der Gemeinde Birklar durch Bürgermeister Krausch 26 Mk . -Ver freisinnige Verein hält heute abend im Ein- I Jorn seine G e n e r a l Versammlung ab, in der außer dem Jahresbericht und der Borftandswahl auch die Stadtver - 01 et enwa hlen auf der Tagesordnung stehen. . ^.^^?bzirksverein Südwest hielt gestern abend im Hotel Schutz unter dem Vorsitz des Bankiers Grünewald eme Versammlung ab, in der dem Abkommen der bürgerlichen Vereinigungen zur diesjährigen Stadtverordnetenwahl zu- gestimmt wurde. Als Vertreter des Vereins in dem Wahlausschuß wurden gewählt Bankier Grünewald, Hotelbesitzer Reitzel,! Uhrmacher Otto, Kaufmann Ringel und Kaufmann I. Verdux, I ibn w icute, roeiß man nicht, was dimmer und Metzgermcister W. Boot' von dreies £ Schritt veranlaßt Hot. PH. wer Vater .Ferner wurde beschloßen, eine Eingabe an die Stadtverordneten- °H n schulpflichtigen Kindern. Diebstähle. In den letzten Nächten wurden wieder .^rschiedenen Stellen der Stadt aus Hausgärten und von Bleichen einzelne Stücke Wäsche gestohlen. Den Hausfrauen kann nur empfohlen werden, nachtsüber die Wäsche ins Haus zu nehmen. Versammlung wegen der Pflasterung der Bahnhofstraße, der Schan- zenftr^e und der West-Anlage zu richten. Amtsgerichtspersonen. S. K. H. der Gr o ß- cherzog haben den-Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Oppenherm, Dr. Messer, zum Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Bingen und den Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Nieder-Olm, Dr. Joh. Schneider zum Ober- amtsrichter bei dem Amtsgericht Oppenheim ernannt: dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Mainz Friedr. Dähn den Eharatter als Amtsgerichts rat erteilt; den Oberaktuar bei dem Amtsgericht Ober-Ingelheim Joh. Debus auf sein Nachfuchen und unter Anertennung seiner lanajähriaen treuen Dieiiste mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts seines Nachfolgers in den Ruhestand versetzt und die Kvone Aum Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. er. 4/*' übertragen wurde der Schulamtsaspirantin Katharina Brun n en g r äb e r aus Atbig eine Lehrerin- stelle an der Gemerndeschule zu Bürstadt und dem Schul- amtsaspiranten Ludw. Pi rot aus Hainstadt die dritte Oeyrerftelle an der Gemeindeschul« zu Ober-Wöllstadt. " Zum Regierungsassessor wurde der Refe- * Lambert Adolf Säumer in Amöneburg ernannt. -** D/e Saharet in Gießen. Das Kolosseum «roßen Tag: eine richtige europäi che Be- Saharet begann ein dreitägiges Gast- fp L ,Grund genug, daß das Kolosseum qeftern besonders ent besucht war. Wenn das Haus nicht ausverkauft war io lag es an den für Gießener Verhältnisse febr hnhpu sYiroi/r/ tonb an dem Entfernen der Tische aus d-'m ^s wk -»urig sm s BAb-Evan g. Jünglings- und Männer- I^erein begeht in diefen Tagen sein 20. ^ahre^fpft Lut ^ahre 1887 von Kirchenrat Dr. Naumann'gegründet hat etwa^üO^küve entwickelt und zählt gegenwärtig etwa 00 aLiüc Mitglieder. Zur Feier des Jahresfestes ?onJ’aÖ Fe st gott es dien st in der I rUt bcn? Plärrer Adolph die Festprediat halt uno oer Pofauneno)or des Vereins mitw'rkt Naa;- mittags wird in dem Gemeindehaufe Kirchstraße 9 eine Festversammlnng abgehalteu, und ö ut demselben Lokale Festipiel: zur Aufführung. Alle [Wi.6 der fügend, weiche bei dieser Gelegenheit einen Grnbllck in die Arbeit gen. Vereins gewinnen wollen sind H faen etn^nen Veranstaltungen herzlich eingcladen. Was em Häkchen werden will. Ein sechzebu- lahcigerhouiiche von hier erschwindelte am 15. I. MZ au§ emein hiesigen Schuhgeschäft zwei Paar Stiefel im Werte °on ^0 Dck. unter der falschen Angabe, seine Eltern hätten ihn geseyickt, er solle die Stiefel zur Auswahl holen. Das DCrfm,rte der Buische sofort an einen Althändler ruc 7 .Olt., um dann mir dem (Selbe und dem anderen Paar stiefel das Weite zu suchen. Wie festgestellt wurde, fuhr er m der Lnchtung nach Frankfurt. I . R. B. Darmstadt, 16. Ott. Prinzessin Sein, ^^li6en ift hEe nachmittag in Begleitung h« S-gismuuo mit dem Baseler Schnellzug, dem cm Salonwagen angehangt war, um 4.18 Uhr hier eiu- ^ir°Hen und vom Großherzog am Bahnhof begrüßt toor« ben. üm Abend besuchte die Prinzessin mit dem Grotzherzog und der Großherzogin das Burmester-Konzert das der vor noch mach langer Zeit auf Veranlassung des Groß- Herzogs hierher übersiedelte Künstler veranstaltete. ® st 3BeJ^trnai1' l?. Okt. Heute vormittag 10 Uhr stürmte « Neubau der Zunent-Fabrik-Weisenau ein Ger üst e in aur btin urei Arbeiter belästigt waren und mit in die Tiefe imr^ten. J^ei von chucu (Ealing aus Weisenau und Reis aus Monwach) trugen so ichwere Berützimgen davon, daß sic cmf dem TranSst°rt nach dem Krankenhaus starben. Der Litte der oO iahrige Huimn aus Weiwnau, schwebt in Lebensgefahr ' „ 'Kleine Mitteilungen aus Hessen und den 3cI 1 bei Alsfeld wurde Bürgermeister Johs. Dippel einstimmig zum viertenmal wiedergcwählt __ Sn einer Auw-Garage m Frankfurt a. M. eifolgte beute beim Putzen eins 2Iutomobi[ä eine heftige Exploswn, wobei zwei Chauffeure «hebliche Brandwunden erlitten. — Die Eröffnung J?““. 'n Somburg v. d. H. wird Samswg ihn des Ministers Breitcnbach erfolgen. — ^1,^1 wird Bürgermeister Hch. Wcith IV. in Niedcr- ° I £■a r?" • 25ialirt9e§ Tienstjubiläum feiern. Anständige Frauen. Während eines pikante Ent- twi in Paris sagte Präsident Car- i . irt. • k ine ehrbaren Frauen in anbctracht der Details lieber 8L •foIse? toerben' bm Gerichtzsaal lieber zu verlafien. Aber niemand rührte sich. Ter schlaa- -ief^er^^Wacke §Aitk.no^ verstreichen, dann räumen-Si?L'^^des SaAcs."'^^'^" 8"rauen fort Aindergerichte. ztt v fudergerichte n", d. h. nach bew-v urp®ke-e?übert“tl'in9cn 1)011 Kindern, geht . ift an sich noch kein „Vcrbrp ist, Wt. es vielmehr Mängel in der Erziebuna finS k e; inärnpH* 1 TaI,^ln Weg getrieben haben. Zn den Erzieh mangeln kommen daun Einflüsse mehr äußerer Art k- Äntb öom regten Weg ablenken. Man dmke vor allem " torMe’k^hl.r6^' blCs °"ein das Wohnungswestn der Gr°! - P1?1 £ fttnber der niederen Klane mit sich brinnf Mil kL' I * Punkt aber, der das Kind zur UeblrtrAung unfer^ treibt, ist die mangelnde Aufficht. Wo der Vater vornhin bw «um Abend in der Fabrik tätig ist, die Mutter s'l als Wäscherin, fei es auch in der Fabrik arbeitet d ÄfSÄ'f^ & t^ großer wird. Bald setzt sie sich in Verbrecheu um ? Kind dann vor dem Strafrichter brinaeu ble ift cud) ür Deutschland für Vergehen von Kindern eine mV Sr (&r Erwachsenen geschehen. Die VpÄ ra^ufifir^ V°g°bund ° llZ3cminltr“^on1ugS fehtt^ dak ß b'Vl sttll^^dedEngf^ fif alton^intiS1^ u^chE das Ä. SSÄÄ’ «K 1 M'-TLMZUMH UMWKVEN? WAMMMg «mä i!?, ■ "sie sEMMG-F i fpTr9f°-^f ^uterjchied gegen die bisherige Praxis, die die Str 1 fieVp^rf rrl ffU bent. Standpunkt aus betrachtet, daß du Zeit besteit'wird ^Vpt™^ kürzere oder läng 1 Snm o l w*1. ^er Erfolg der Kmdcrgerichte wäre a 1 ein negativer, wenn die Kinder, nachdem sie ihre Er^. I nung m Empfang genommen haben, aus den Auaen des Rid>t 1 verwanden Sehr bald würden sie wah^eiuttch iulhke^w ,-^rUsmrelren" r»@?C btei6m ail° unter Aufsicht des Richte ? ^uffLn lebe Vvche erscheinen, um ihre Schulzeuauisse vonirein * Mustre-sln gegen sie, nämlich die Au^hme' in ' - Ter'W?tt d^r ffinfcr fragen abhängig genta i s. 1 ^r Kindergerichte ist nicht nur ein sehr hoher bic betroffenen Kinder, die bei unserem System gar leidt Verorechern erzogen, bei Richter Lindsey aber zum Guten zmi ' andern auch für die Gesellschaft. Sie w i Ki ben Tirmmeruungenftreichcn, unter denen man tag! die man aber ^-ls solche ansieht und die bei der Polizei an, < tS ' ^uhewert hält. Der Kinderrichter will v ' Mfcn, benn ein jeder vermindert b SrtrVerantwortungsgefühl des Käudes und bedeutet ein - Schritt weiter zum Verbrechen. Nur eine, freilich die aV' ri ^dtp^^it stellt sich der obligatorischen Einführung von Kind ger.ehten »entgegen, das ist die: Wo sindet man überall i , ^cug dazu haben, um den schwierigen Post eines Kmderrichters zu versehen? l L,, r' c ■ .---- «‘mvvyiiuUtiui vu» Ul Ult L^tNUUN • % ?Ie e?1011 '^uerzeit die neue Spritze hineingebracht Haff ^"rgcsetzte Tor Ivar zu schmal. Gestohlen kann sie ja unter solch rl^cht leicht werden; aber ihren Zweck hat sie einftweilc verfehlt. Also geschehen im Jahre des Hecks 1907. ken ntnis der reichsten Frau de Welt. Mrs. Hetty Green, die reichste Frau der Welt, di ihr ungeheures Vermögen mit dem größten Geschick vei wattet und vermehrt, hat sich in ihrer eigenartig kluge Weise etnem Interviewer über ein paar aktuelle Frage geciußert. Ueber die Heiraten von reichen Amerikanerinn^ an europäische Herzöge, Fürsten und Grafen, sprach sie sic sehr abfällig aus. „Ich bin froh, meinte sie, „daß Glady $ Vanderbrlt Nicht meine Tochter ist. Es gibt Tausende vü ehrenwerten jungen arbeitsamen Männern in den Vereinst . Staaten, oie gut und tüchtig genug sind, um die Gatte nettes Stückchen hat sich bie Gemeinde Kicbi!« ' nPi LV c7> 2 « . < i rv r . g «äjä zx eäSRÄW« Bmw » hreffeS. Sodann bestuitt Taft mit Nachdruck, daß die Ber- 8ur Berühmtheit verhalf, ist eine Anzahl von einigten Staaten beabsichtigen, die Philippineninseln zu vergangen, aber die Zeit scheint spurlos an dem k- —- - - - - - Wesen vorüberzugehen. Noch immer ist die Sah..ret die aurnutigsre aller Tänzerinnen, deren Zauber mi,^ 2nLair*rt o Mr Tanz ist ein reizendes Ge- myd) von Grazie und Leidenschaft, hingebender Zärtlich- m!* Wildheit. Oft vermag das Auae kaum Zeftzuhalten, so toll wirbelt sie über finC,-/atTk to?eber werden ihre Bewegungen eben- bis sie aufs neue bie Leidenschuft erfaßt und rm udernnütigen Tanze sich auslebt. Bei einigen ranzen läßt sie sich ^on Senor Chivo assistieren, der sich I bp?p/Jp2?C ^")t.gut behauptet. Das begeisterte Pub-liknm bereites der Künstlerin stürmische Ovationen. — Neben ^'6en Künstler des neuen En- leiche, das Interesse der Besucher zu fesseln 9^ang, so ist dies dem UmstMde zu- suschre^ben daß sie durchweg gutes leisten. Fred und El^vrra boten schwierige und dabei hübsch ausqxführtL Ueourlgen an römischen Riiigen uku Fwäulein Elst La- ^>.ur vder herßt sie Else Gärtner? — glänzte als Wiener Sou^rerte. Staunenerregend war auch Herr C a o l i ein Schiaugenmensch, dessen Arme und Beine des öfteren ii)te O'unktionen zu verwechseln scheinen und der schließlich uuglaüblichen Verdrehungen durch einen lle-men ^ei,cn hmdurchzwangt. Eine sehr nett ausaestatt-'t<' ithT-Sri Z^schrat durchgeführte musikalische Szene, „die wiro von den beiden Re ja Hs geboten. Dann LKW-W Der gemachte Vorschlag, daß das Bestatrgungsrecht dem f^toetgt die Muse, iö) mache keine Verse mehr Raii-Seiseiu Provinzralausschub überlassen» werden solle, so daß das onkel mach du fe!" Hieran reihten sich seh^ nette aym- Ministerium als höchste Instanz ausschaltet, wird zunächst ursche ProduLtioneu der beiden Elrados am Dovvel- &on dor Regierung bekämpft, da dieser so lange ein Be- lecf' ^mtr l^cr komischen Einkleidung recht aut aefielen «WS«----------------— —• Der 5Mn-romft des letzten Ensembles, Herr Richardt Bat 1(211(1) an oen Erfolgen des jetzigen erheblichen Anteil. ^Das ^urr-Lurr-^rio (1 Dame und 2 Herren) zeigen aroß- -parterregymnastische Mangen, die durch die Ge- !wanvthcrt und Gelenkigkeit der 3 Wnstler twrblüffcnb wirkwru G i za und Blos ka bieten bann als D-rwanb- Ä eln.e Burleske, in ber sowohl bie Dame auch ber Herr dr»i Rollen sozusagen gleichr^ttiq aut ^^^^ren. — bie Saharet noch heute unb morgen auftritt, ist eut Besuch bes Kolosseums an diesen beiden Tagen sehr zu empfehlen. ' wen ~n. Bei einer Explosion der Pulverfabriken ! Fo..tanet (^ndiUia) kamen 25—40 Personen um. 6 1 trugen Verletzungen davon. Der Lustdruck beschädigte die @ S vnb iZraPhenleitwigen bis auf eine Entfernung h v1- ■ stnd obdachlos geworden. Ei schule, die eine h.rlbe Mteür von der UuglücksstLtte entfernt liei ijt emgestiirzt; dabei sind 50 Schu lki nd c r ve r lebt woZ » unter dielen einige schver. Von den Angestellten der Fabri! n mb mehrere vor den Augen der Retter, die, olmc auf i Explosionen zu achten, die Trümmer absuchi, sich schließlich aber doch wegen der Hitze zurückzühen mußten, ix uTulTTlI. Zeichnung m Angriff genommen. Als Wände und Dach einige L wa^en, wurde die Spritze dort untergebracht, worL der ^raaübau fein säuberlich vollendet und mit allem Notwendige auugeftattet wurde , Nachdem das Tor eingehängt war, nahm fi ' die ganze 5)errlichkeit recht nett aus. Bei der Sache war jedoc < feie frdj bald herausstellte, ein Aber: Man hatte nämlich naä) all« Regeln der Kunst die Feuerspritze eingemauert! Als s au£ dem neuen prächtigen Spritzenhaus herauDgebracht werd« Oktober 1907: Sabbatseier am 19. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Freitag den 18. Oktober: Trüb und regnerisch. Kühl. Mäßige uördl. Winde. Jni Gießener Anzeiger vom 11. Oktober wird mein, Name m der Liste der Kandidaten zur Stadtverordnetenwahl genannt. Mit bestem Dank für die mir von den Einsendern! zngcdachte Ehre muß ich leider aus Zeitmangel darauf ver- zichten, obgleich ich an den sozialen, besonders städtischen, "Angelegenheiten lebhaftes Interesse habe. Meine vielfache Beschäftigung als Universitäts-Docent, Klmiks-Direktor, Gutachter, Arzt u. s. w. würde es mir unmöglich machen, im», Falle meiner Wahl das Amt eines Stadtverordneten mit der Regelmäßigkeit zu fi'ihren, welche dabei unerläßlich erscheint. Im Hinblick aus die wichtigen Ausgaben, die gerade in den nächsten Jahren an die Stadt hcrantceten werden (z. B. bi fr Fragen der elektrischen Bahn, der richtigen Form der Stadt-' erweiternng u. a.) verzichte ich nur sehr ungern aus meine Beteiligung in dieser Form. Was mir neben meiner anstrengenden Berufstätigkeit an Zeit für städtische Angelegenheiten bleibt, werde ich nach wie vor im »Bürgerverem^ im! Interesse der Stadt zu verwenden suchen. 6579 Professor Sommer. Freitag abend 5.00 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr. Sabbat-Ausgang 6.15 Uhr. Wochengottesdieusl: morgens 6.30 Uhr. abends 8.00 Uhr. 2£irc^ltd?e nad?rid)tette Israelitische Religionsgememoe. HottesdienN in der Synagoge (Süüankage). Samstag, den 19. Oktober 1907; Vorabend 5.15 Uhr. Aiorgens 9.00 Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr. Schrifterklärrmg. Sabbatausgau g 6.15 Uhr. Israelitische Ncligiousgcseüschast. Gottesdienst. Grigirrsz-Drahtmeldnirgesr. -m. Friedberg, 17. Oku Zn der Mord- nud Selbfttmordaf faire Phättppi (s. „Stadt und Land") sei noch mitgeteilt, daß die Frau sofort tot war, während der Munn noch Lebenszeichen von sich gab, aber bald darauf starb. Der Mann ist 38 Jahre, und die Fran 36 Jahre alt., Die Ursache der unseligen Tat soll in zerrütteten Ver-, mögens Verhältnisse zu suchen sein. Duisburg, 17. Okt. Gestern abend geriet das große O e l l a g e r der Firma Schneck in Brand. Das Feuer dehnte sich rasch auf das benachbarte Holzlager der Firma Winninghof aus. Tie Feuerwehr, der ein Löschschisf zu Hilfe kam, und die mit 14 Schlauchleitungen arbeitete, vermochte lediglich em mr der Nähe beftndliches Petroleumlager zu retten. ' i M n n ch e n, 17. Okt. Das 14 Jahre alte Kindermädchen FduSchnell hat in Schleißheim, in Dachaw und Umgegend während der letzten Monate 5 Kinder' ihrer verschiedenen Dienstherrschaften d urch Nadelstiche in die Schädeldecke getötet. Sie ist geständig undj gibt als Grund der Adordtaten unüb er wind liehe. Scheu vor Kindern an. (Und darum erwählte dieses Scheusal Beruf als Kindermädchen! D. R.) Paris, 17. Okt. Der russische Minister des Aeußererft Iswolsky, der hier eingetrvsfen ist, wird nächste Woche durch den Botschafter Nelidow dem Präsidenten vorgestellt werden. Paris, 17. Okt. Die Ueberschwemmungen im Loire-Gebiet nehmen einen bedrohlichen Umfang an. Die- Loire, die schon um mehrere Meter gestiegen ist, ist iw anhaltendem Wachsen begriffen und die überschwemmte", Ebene im Departement Haute Loire gleicht stellenweise^ einem See. In Alais sind die tiefer liegenden Stadtteile', sehr gefährdet und in der Gegend von Grenoble richtete^ die Ueberschwemmung große Verl)eerungen an. dadurch die Bemühungen um die Syndizierung der Produkte B gefördert. Selbst die von dem Verband beschlossenen Prciszuge- ständnisse erscheinen in diesem Zusammenhang in einem wenig erfreulichen Lichte. , Zum R ü ckgang des S ilb-erpreiscs. Wir haben in der letzten Zeit wiederholt auf den Rückgang des Silberpreises aufmerksam gemacht. Am Freitag sank der Preis in London auf 28Vs d per Unze, während noch Ende September ein Preis von 3F/ig d, Ende August von 31Va d, Ende Juli von 3115/i6wd und Ende Dezember 1906 von 325/ig d zu verzeichnen war. Für den Rückgang in der jüngsten Zeit wird geltend gemacht, daß Posten, die ursprünglich für die indischen Basare gekauft worden waren, neuerdings wieder verkauft wurden und zwar angesichts- der Nachrichten über Trockenheit in Indien. Märkte. § Grünberg, 16. Okt. Wenig verheißungsvoll sah der Vorabend unseres heiltigen G a l l ii s ni a r k t e s aus, ein Hagel- gewilter mit Eisstücken von Taubeiieiaröße war das Filiale der drei sominerheißen Tage, uiid die Hoffnung, die ingn auf einen ganz besonders starkeii ^Gallmarki" gefetzt, schien zil Wasser werden zii ivollcn. Die BetürchUingen erfüllten sich nicht, das Wetter blieb gilt und der Markt bewies seine starke Zilgtraü. Ucberaus stark war der S ch w e i ii e m a r k t befahren; ans ihn paßte das Wort ^überfahren". Tas Angebot übertraf so sehr die Nachfrage, daß eine große Zahl der au'getriebeuen Schweine unverkauft blieb. Es muß dies runfomehr Wunder nehmen, als eine ganz vortreffliche Kartoffelernte vorausgegangen. Die Tatsache ter Überproduktion ist eben unleugbar, daher der schleppende Gang des Handels bei niedrigen Preisen. Ferkel geringster Güie wurden für 30-35 Alk. verkauft, bessere für 35—40-4 r Alk., beste 45—50-55 9)1?. pro Paar. Läufer, die weniger angeboten, kosteten 75—SO—85 Mk. Der Rindvieh- in a r 5t hatte ebenfalls ziemlich guten Aiitrieb auszuweiscn. Der Handel zeigte indessen auch hier wenig Fluß, obscholi die Preise feine Verbilligung zeigten. Der Krämermarkt zeigte die ge- woh'ite starke Besetzung in den Budengassen und der „Juxplatz", übte seine Aliziehung, ivie immer, auf die Marktgäste aus, die trotz' des zweifelhaften Wetters zahlreich erschienen waren. fc. Franks u r t a. M., 17. Olt. (Teiegc. Ocig.-Vericht des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen V i e h Marktpreise. Zum Verkaufe [tauben: b9 Ochsen, 00 aus Oesterreich 1 Bullen, 0 aus Oesterreich, 82 Nühe, Fersen, Stiere und Rinder. 00 aus Numäliien, 723 Kalber, 227 Schate und Hammel, 13 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Schallämmer. Bezahlt wurde für das^ Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1 Qualität 80 —84 Mk., 2. Qualität 72—75 Mk., 3. Qualität 66—70 Alk.; Bullen: 1. Qiml. 70—72, 2. Qual. 65—67 ; Lühe 1. Qualität 73—75 Mk.„ 2. Qual. 68-70 'Mk., 3. Qual. 58—03 Mk., 4. Qual. 00—00 Mk.- 5. Qual. 00-00 All. Kälber 1. Qual. 92—95 Pfg., Lebendgewicht, 54—57 Pfg., 2. Qualität 80-86 Pfg., Lebendgewicht 46-51 Pfg./ Schlachtgew. 60—65 Pfg.; Schafe: 1. Qual. 82—00 Pfg^ 2. Qual.( 75—78 Pfg. — Markt lebhaft; ausverlauit. ' «firn um sich von hort her ihre Männer zu holen, Ver-I raubten ihm Uhr und Mtte iinb sein ganzes Monatsgehalt . ha fic h'nhpn in nnrh ein viel schlim- F^ank wurde von eurer Brotfrau rn schwer verletztem Zuitande < lttmen SÄ Xaufgefunden. ^Nach Anlegung^inesMotverbandes wurde ' neres. Wollte rne.n Swhn eine ^uI.^uoertn heiraten, weil . . Krankenhaus gebracht. Die Täter smd unerkannt ent- > hm die Verbindung mit iHv einen Titel einbringt, so wurde ‘ ; 1 ch mich von ihm Isssaaen. Eine Mutter, die 5 Millionen Ter Einsturz des Treppenhauses im Neubau auf dem Dollar für einen Titel zahlt, den sie ihrer Tochter ver- Matze der alten Legationskaserue zu Stuttgart hat jetzt im । chafst, soll nicht erwarten, einen fünf Menschenleben gefordert. Drei Tote wur- ie wird höchstens für ihre fünf Millionen einen Bedienten den vorgestern geborgen, ein Arbeiter wurde gestern a-s Scidjc iudcn, und sie bedürfte für ihre sinnlose Tat viel eher unter den Trümmern hcroorgeholt und einer der Schwerverletzten mes der auf sie auspaht," Die Geriul)te, die ist M K-anrenhaui-^gcstorE. Der Nci-bau ist so schwer bescha- fnrafhen bau Mnä ß^rprin firii von ibrpn äffen dtgt, daß er voraussichtlich ganz abgetragen werden muß. >avon sprachen, oatz Mrs. Orean fta) von ryr^i oeschasren In O b er h a n j en wtirde eine Fa l sch münz er tv erk-- urückztehen werde, er hart fie für satsch. ,,Wenn IC^ ftätie entbedt. Zwei Verhaftungen wurden vorgenomnten. arbeiten aushore, dann soll mein Lebcnswerk m dieser WeltI einc grofee Fenersbru nst wütete in der Nacht zum Mitt- (etan sein. 42 Jahre hindurch bin ich tätig gewesen und woch in dem unweit der schlesischen Grenze gelegetten mährischen labert hat mich jung und glücklich gemacht. Nicht das Geld Städtchen Altstadt. 32 Häuser unt) 12 Scheunen wurden ein-- st es, nach dem ich verlange, sondern das Glück, das mir aus geäschert. Ettva hundert Famillen finb obdachlos. nehier Tätigckeit erwächst. Geld darf uns ja nur ein Mittel In Paris machte ,der Lufts chi ffer Farman mit seinem ein, um glücklich zu werden. Als ich mich vor den Ent- Flugapparat rinen Versuch. Er legte 26v Meter m eurer Hohe chluß gestellt sah, die Verwaltung meines Vermögens selbst ron 18 dNetM zurück. Diese Leisrung bildet für Flugmaschrnen »u fuhren, um M erha.lteu, was mir mein Vater hinterlassen, ^Das a m Dienstag' in der vergangenen Woche voii Kopen- )a verbannte ich ftden Gedanken daran aus meiner Seele, je f abgegangene schwedische Barkschiff „Eapellc" lolli- rach einer gesellfchastlichen Stellung zu streben." . I vierte Montag nacht im Alandsmeer mit dun Gotenburger Dampfer * Norbert O. Body, der ursprünglich als Mädchen, ,Landsen" im dicksten Nebel. Die „Capelle" s a n k binnen wenrgen 'wwaene Verfasser des Buches: „Aus eines Mannes Minuten. Bei der tzrrschenden Drurkolheit und der Verwirrung nfirpn" bot sich in Mi PN mit fiemna Bern- war es unmöglich, Boote auszusetzen. Der Steuermann, sowie Nadchenia yren hat srcy in 4bien mit ^anna ^jern , wsMann der Besatzung wurden gerettet. Der Kapitän uno drer yadowna verherratet, derselben, dre in seinem Buche eine s^d ertrunken. Die Geretteten sind in Furnsund aroße Rolle spielt. Aus Liebe zu ihr setzte er mit Hilfe eini- gelandet worden. „et hervorragender Juristen und Mediziner beim Minister Das engst S-mdeÄm-Mrium veranffEt eine Untersuchmrg ßU.-k w**. <« !$«■ «‘"äs ®; Personalregister in das männliche Geschlecht willigte. Body Signalwärter sagten aus, zweierlei Signale hätten dementgleisten lebt jetzt in Berlin als Beamter. Nordwest-Expreßzuge ent^gengestandeti. Der Zugführer gab an, * Von a f rikan ischeu Frauen vor 20 0 der Zug fei mit einer Geschwindigkeit von 50 vis 60 Meilen in Jahren. Eine Verlagsbuchhandlung hat eine Neuaus-1der Stunde sest-hr-u; d- Bremfen feien olMc Er.olg in Tätig- t°be der „©tiinetW« Reise-BeschreibunK neM-mem Dt- kert M worden^ obei.r,nIl) SemIiu-5 bnS „„garisch- i^inge der Expedrtion rn Morea , von Otto J-rrÄirrch vvn der „Tisza Kalinan" und das icrbifche „Stij", die beide Groeben veranstaltet. Bucy war 1694 in Marienwerder inc^rerG Schleppkähne zegen, bei bem Versuche, einander cmszu- gedruckt und dem Kurfürsten Friedrich HL, dem nachmaligen reichen, gegeneinander. ''Auch die Schleppkähne kollidierten. Ein ,-rften preußischen König, gewidmet. Die Reise nach Guinea ungarisches 'lind ein serbisches Fahrzeug sanken. Auf dem serbischen sand im Jahre 1682 statt zur Ausnutzung der politischen und befanden sich eine große Anzahl serbischer Soldaten, die in große wirtschaftlichen Fruchte einer ersten, die im Auftrage der Gefahr gerieten. Eiliige sprcn-.gen auf das nächste Schleppschiff, späteren Afrikauisch-Brandenburgischeu Kompagnie zwei Andere retteten sich durch Schwimmen und gelangten cm das Schisse unter brandenburgischer Flagge unternommen ungarische User. p?; fP„ v-r Kn m n Sttro, das „Wappen von ThnÄrandenburg" und der „Mo-! to' sÄ’b« ciaen". Guter Humor durchzieht die Volkerkundigen De- wurden getötet. In Middolton ist eine Eisen- obachtungen unseres Brandenburgers. Er schreibt von den bahn brücke in dem Augenblick ein gestürzt, als cm Ar- Frouen: „Sonst prangen sie auch viel mit dem Haar, peiterzug diese passierte. Mehrere Wagen des Zuges nürzteii 27 so ihrer Art nach ganz knrtz uno schwartz, wie schwärtze Meter tief in den Mgrund. Ein Arbeiter wurde getötet, fünf Lämmer-Wolle wachset. Dieses Haar, so kurtz als es auch !chwer^v^tcht. , , . ist, wissen sie sehr niedlich Figuren-weise zu flechten, etliche SericbtsfaaL wie eine Krone, andere, wie eme Haube, etliche,auft andere . unerauickliwes Manövernachspiel. Die Weise, nachgehends beschmieren sie es mit weissem Schmer, Kompagnie des 81. Regiments bezog spät am Abend des oder Palmöl, gehen daraufs tu die Sonne, welche das Fett September in Leisenwald bei Bierstein Notquartiere. Als es über den gantzen Leib fließend machet, dieses reib-en sie in ßm, andern Morgen wieder fortging, war es iwch sdockdunkel. Eine ihre Haut starck ein, und stinken davon, wie Ziegen- Kvrporalfchaft vermochte nicht rechtzeitig auf den Sammelplatz ab- Böcke, glüntzen dabei, wie ein Spiegel. Ihr Lacken wirken zuvücken/weil ihr Führer, der Einjährig-Gefreite Laux, nicht zur sie meist selbst auff einem Gestell, so ist in die Erde schlagen. Stelle war. Ms er endlich kam, wurde er von ver.chiedenen Mus- Betrisst den Webstuhl, auf den die einheimische Baumwolle letieren mit Vorwürfen empftngen, daß er nicht für Kngee ge- iiprnrhpilpf tnirh 1 ^vfpm mach eit fie künftlickie MattckienS! fbrgt habe. ,,e>ch habe Kaffee, wenn >zhr kenuii habt, ist ev ÄÄ6Ä-i i; RrtfiSÄfeSSM« mit Bamn-Blattern oder rohtem Holtze unterschiedlich Musketier Heinrich 'Weiß. Wiederholt befahl ihm der Einfärben. Sie rauchen den Toback so starck, daß jüfyrige, den Mund zu halten. Aber Weiß schwadronierte weiter, die Pfeife nie aus dem Munde lassen." Weiter schreibt er and als Laux aus ihn zutrat und ihm emen leichten Stoß ver- Von der Elfenbeinküste: „Denselbigen Tag> da wir zu Segel setzte, sagte er: „€>ie haben mir drei Schritte vom Leib zu bleiben, aehen wollen, kam ein Nager mit 2. seiner Weiber, jede dem Sie sind mein Vorgesetzter!" Llngeblich Hal ihn nun Laux Ä'rt "“>? -k sfe at Drauch bey uns gültig es mochten die Europaeischen Weiber ^ef ihm jetzt zu: „Drei Schritt von: Leibe über ich schlage noch wohlfeiler, als die in Asriea feyn; ^mmaffen mancher in die Fresse!" Heute hatte sich Weiß, der in- Mann sich von seinem bösen Weibe zu erledigen, sie nicht nur zwiscksen zur Reserve entlassen ist, wegen Achtungsv'erlctzung wohlfeil verkaufen, foudern wohl gar mit einer Schertckage und Beharrens in Ungehorsam vor versammelter Mannschaft und dem uauffer überlassen würde. Dieses sage ich nur von den unter Gewehr in Verbindui-.g mit Widersetzung zu verantworten. Bösen - Denn alle Gitten seyn Lobens werch, von denen ich Ed wurde am Mittwoch vom Frankfurter Kriegsgericht zu sechs auch selbst ein Kaufmann seyn wolte. Es ist aber zu be-lMvnaten Gefäng n .s verurteilt, wobei »hm zu Gute ge- Snf, „mn Hyvpv finhpf /'donn p$ ist nur eine in halten wurde, daß er von seinem Korporal gereizt worden Ivar. ^6en, daß man ihrer wenig filndet^, (dann e^ ftt nur eine m Köslin, 16. Okt. Der Maurergeselle Heinrich P r e u ß der Welt, und ledermann meint, es seh die Semige). . wurde vom Schwurgericht zum Tode und acht Jahren Zucht- * Sie gests»l) lene Kirche. Alls vc ew -V o rk wird ^us verurteilt, ukU er am 7. August das 15jährige Menstmädchen uns berichtet: Die Polizeibehörde von Chicago hat von der Kirchenwitz int Walde vergewaltigte unb ihr alsdann den Hals kleinen Gemeinde Nivergrove, Illinois, eine Mitteilung er- durchschnitt. , r, s- ^_ n-rrnn ßnM.;p hrrtnpn Gvrlttz, 16. Okt. Der Baumeister Windschild aus die emer gnvisscn Könnt mcht entbehrt. Die braven auf den Tierarzt Gutsche-Bunzlau, den Ber- Dorfvater bitten die Polizei, doch Nachforschungen nach ihrer ätzten eines jungen Mädchens, zu dem Windschild ein Verhältnis Kirche auzustellen, sie sei durchaus nicht mehr zu finden. Die unterhalten hatte, aus Eifersucht 5 Schüsse abgegeben hatte, wurde Gemeinde Niverarove besteht auS zwei, eine halbe englische vom Schwurgericht zu 5 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren M°.l° von einander getrennten Häuferkompl-r-n; mmitten ^ÄTrönnen” ' ° M der beiden Teile, auf freiem Felde hatten die Rwergrover ihr Hirsch berg, 16. Okt. Das hiesige Schwurgericht ver- Gotteshaus errichtet. Als am Mittwoch sich die Bürger zur urteilte nach zweitägiger Verhandlung die Handelsftau Scholz Andacht veremiaten, mußten sie die unangenehme Entdeckung aus Gronau wegen G i f t m o r d e s , begangen an dem Kämmerei- machen, daß ,hre hübfche Kirche spurlos verschwunden roar, orfieitet SfficnMin 0c[)aefcI au§ 6irfc6berg iittn $ o i> c unb^ roegen unb mit ihr dcw ganze ^iweutQL, Kanzel, Kirchenstühle uno I Glogau, 16. Okt. Das Schwurgericht verurteilte Gesangbücher. Wahrscheinlich haben die praktischen Diebe die ^n Foriner Hiclscher aus Groß-Eulau (Kreis Sprottau) wegen Kircke m ein Floß umacwcmdelt unb sind dann auf dem Falschmünzerei, Herstellung und Verbreitung falscher Fünf- nnf.rn De^ittaiuesfliisi enfommen Markstücke zu einem Jahre Gefängnis und drei Zähren Ehrverlust. ist die Ho chze11 oer MißGladyS Ba n der^bi l t Iufanterie-Regiment wegen U n t e r s chl a gun g cuntlicher Gelder mit dem ungarischen Grafen Szogyeny angeblich we- ^ Z Monaten Gefängnis und Degradation. gen Erkrankung des Bräutigams auf unbestimmte Zeit Nürnberg, 17. Okt. Tie Strafkammer verurteilte den verschoben worden. Man glaubt indessen, daß diese Redakteur der sozialdemokratischen. „Fränk. Tagespost" Dr. We il l Erlrauiung nur ein Vorwand sei und die Verlobung als wegen Beleidigung eines Landbürgermeisters, nachdem der Wahrtatsächlich aufgehoben gelten kann. Wie es heißt, wider-1 heitsbeweis mißlungen war, zu 14 Tagen Gefängnis, fetzt sich die Familie Vanderbilt der Vermählung, weil der -----= । ■■ ■ Bräutigam Ausländer und katholisch sei. Kandel. * Der „unbekannte Franz", der int Prozeß gegen 31/ mro5 Reichsanleih e und Konsols. Nachdem den Raubmörder Henning eure große Nolle spielte, wurde Bankengruppe die seinerzeit bei Auflösung des Konsortiums dem „Berl. Tagebl." zufolge von der Polizei in Waimsee wegen Emission der letzten 31/2 Proz. Reichsanleihe und Konfols, Vagabundierens verhaftet, aber wieder entlassen (!) unb ist gebliebenen Jnterventioiwbestände zur Aufrechterhaltung seither spurlos verschwuiiden. Heiinrng! hatte bekanntlich behauptet, Marktes übernahm, in den letzten Tagen ihren Besitz auf daß nicht er, sondern ein unbekannter Franz den Kellner Gieroth 2 Mill Mark reduzieren konnte, wurde gestern nach den Jnfor- ermordet habe, und diese Behauptung bis zu seiner Hinrichtung Nationen der F Z. auch dieser Restbetrag ausverkaust. Damit beteuert. Die Polizei hatte seinerzeit nach jenem Franz gesucht ^lEch die Emission von 1906 als abgetan zu betrachten, und ihn in einem Franz Hoffmann vermutet, der zurzeit des Mordes S t a h l w e r k s v e r b a n d. Der Stahlwerksverband hat am bei einem Althändler in Potsdam beschäftigt war. Dieser Franz Donnerstag feine Hauptversammlung abgehalten und über diese Hoffmann war seit dem Verbrechen spurlos verschwunden, und burcü Ag. T. B. ein ttommuniqus in die Oeffentliwkett gelangen dieser ist es, der von der Kriminalpolizei in Wannsee verhaftet fassen, das in direkt interessierten Kreisen wohl mit recht gemilchten morden ist. Der Sistierte hat hierbei ein Geständnis abgelegt, Gahlen ausgenommen roerben wird. Tie K. Z. unterzieht die daß er mit Henning am Tage des Mordes zusaurmengewesen sei, Ausführungen des Stahlwerksveroandes einer icharsen Krtti. und den tödlichen Schuß habe aber Henning abgegeben. Nach diesem ^int, daß der Borwurf, der den reinen Walzwerken cfemawt Geständnis überlieferte die Polizei von Wannsee Franz.Hoffmann mird, sie hätten unwirtschaftlich gcarbtttet unb niegt für genügende den Potsdamer Behörden. Jetzt ist Hofimann wieder.verschwunden. Rücklagen gesorgt, einfach unbegrüiwet ist. Das Blatt sagt u. a. (Diese Darstellung, besoiwers soweit das Verschwinden von r-meiter: Als im vergangenen Frühjahr die reinen Werte verhöhnt Franz in Betracht kommt, klingt recht mysteriös.) I mürben, als ihnen vorgeworfeu wurde, daß sie von den Almosen des kleine TageSchrouik. Verbandes veaetierten, beeilte sich der Verband mit Recht, von fpn Halmen nerbciratetc Arbeiterfrau Sasso auf dem derartigen törichten Auslassungen, die neuerdings nicht SU seinem D'- er Aluff ihren Ehe- Vorteil wieder laut geworden lind, abzurucken. Das hat damals Dorwetk ®»Uo wesentlich mit dazu beigetragen, die aufgeregten Gemüter zu mann mit der .und stellte ,«yfreiwatig«r pouzev beruhigen. Ter Angriff, den der Verband nunmehr selbst und „ von diesen^ überfallen gewürgt und miß- in voller Oefscntliä>keit gegen die rcmcn Werke richtet, wird sicher- zwei Diebe erwiichü, » j t ^n, i Wirkung haben, die durch btc Erörterungen der letzten Ä N« chm eüL» tetoteX’aKbSt wachgerufenen Gegensätze zu mildeem. Noch weniger werden H /io I>er Vorstand. Ich werde nur P etroleu m-Oefen ■ ■ Schöne 2-, 3- und 4-Zimmer-107824] Per 1. Januar 1908 fit tn tvqbnuiig zu vermieten. 16514 mein. Hause, ^Babnbofftr ß! 9ia6e«6 «belftriHe 39, pari. neräm Äaiser-Allee 18, evtl. in. 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