■ 157. Jahrgang Erstes Blatt Mittwoch 17. Juli 1907 stehen am. Beerdigungstage; es wird aber, dieser Hoffnung leben wir, die Zeit kommen, da die Letten im Lichte der Geschichte Ire heutige Kummer umfaßt 10 Seite». ihren bedeutendsten, wenn auch deutschen Sprachforscher und Q In Erwiderung Vor wenigen Tagen hat man in M i t a u, so lesen der „Deutschen Tagesztg.", einen der bedeutendsten, dieser Anfrage gibt der Zivillord der Admiralität Lambert lediglich Einzelheiten über die Stärke der beiden Flotten. wir ver- politische Tagesscha«. Pastor Tr. Bielenstcin i. Kulturbringer er kennen werden, indem sie auf die geistigen Denkmäler blicken, die er dem lettischen Volke hinterlassen hat." Bezugspreis: monatlich 75 Pf., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2.— viertel- jährl. ausfchl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich iür den politischen Teil: E. Anderson; s. Feuille- britischen Streitkräften entstehe. Daraus fragt Bellairs (lib.), ob die Negierung Kenntnis davon habe, daß solche Vergleiche, die oom deutschen Kaiser gezeichnet seien, jährlich dem Aus dem englischen Unterhause. London, 16. Juli. Auf Anfrage erklärt der Staatssekretär für Indien, Morley, daß während der ersten sechs Monate des Jahres 1907 im Pundschab 632 953 Personen und in ganz Indien 1060067 Personen a n der Pest gestorben seien. Bevor die Regierung sodann eine Anfrage betreffend das Stärkeverhältnis der deutschen Hochseeflotte und des britischen Kanalgeschwaders beantwortet, fragt Pirie (üb.), ob die Regierung den Schaden bedenke, der im Interesse des internationalen Friedens durch ein beständiges Vergleichen der Streitkräfte einer befreundeten Nation mit den Ur. 165 Erscheint täglich außer Sonntags. )cm Gießener Anzeiger icrben im Wechsel mit : ein hessischen Landwirt ie Gietzener Samilkn« i lütter viermal in der . ^oche beigelegt und ] veimalwöchentlichdas reirlüatt für den Kreis ietzen. Fernsprech-An- I hlußf. d.Redaktion 112 ' erlag u. Expedition 51 vKiiumMiwrau im wva'iiviicii "nähme von Anzeigen * Sfr u.Land" und „Gerichts- iS DomdmgTio'u^ Rotationrdruck und Verlag der brühl'schen Unio.-Vuch- und Steindruckerel. R. Lange. RedaMon, Expedition und Druckerei: Schulftraße 7. Anz-igent-??? Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Die Haager Konferenz. Haag, 16. Juli. Heute wurde das erste bedeutende Resultat der Konferenz erreicht. Die Verbesserungsanträge, die die Genfer Konvention auf den Seekrieg ausdehnen, waren, wie bekannt, einen! Redaktions- ausschuß überwiesen worden. Von d e ut s ch er Seite nahmen die Herren Siegel und Netzmann an den Ausschußoerhandlungen teil. Regnault-Frankreich legte den Bericht des Ausschusses vor und dieser Bericht wurde in allen seinen Teilen angenommen. Regnault beinerkt in seinem Bericht, der deutschen Delegation gebühre der größte Dam dafür, daß sie in gewissenhafter Arbeit die Vecbesserungs- anträge zu dec Genfer Konvention ausgeacbeltet habe. ^Hierdurch ist unsere Arbeit außerordentlich vereinfacht worden. Die Konvention von 1899 umfaßt 14 Artikel, die jetzige 26/ Dann ging Regnault auf die einzelnen Verbesserungsanträge ein, die in der von Deutschland vorgeschlagenen Fassung bereits miigeteilt worden sind. Die neue Fassung behäl im großen und ganzen die deutschen Gesichtspunkte bei. Frankfurt a. M., 16. Juli. Dec Haager Kocresp. der ^Fks. Ztg/ erfährt, daß England beabsichtige, bereits nächsten Sonnabend eine Formel für die Einschränkung dec Rüstungen in der der Plenarsitzung vorzubringen. Die Formel ist etwas akzentuierter als die von Bourgeois, die den Wunsch ausdrückt, die Staaten möchten Mittel studieren und prüfen zur Einschränkung der Rüstungen. Man ist sich klar, daß die englische Formel nicht die Zustimmung: der Mehrheit finden wird und daß die Engländer lediglich mit der Einbringung des Vorschlages em Versprechen ein» lösen. Da nichts gegenteiliges beschlossen ist, wird die Sitzung öffentlich sein. London, 16. Juli. Nach den Meldungen der englischen Sonderberichterstatter im Haag herrscht unter den Delegierten aller Länder die Meinung, daß die englische Delegation in der Plenarsitzung am nächsten Freitag den Abrüstungsvorschlag nur deshalb einbringt, um das liberale Kabinett Eampbell-Bannerman im allgemeinen und Eampbell-Bannerman selbst im besonderen zu rehabilitieren. Zur Lage in Rußland. Petersburg, 16. Juli. Der Zar hat heute von Peter- hof aus die angekündigte Seereise angetreten. In Peter Hof ist alles abgefperrt. Große Ausschreitungen sind in der Nähe von Rostow bei dem Dorfe Kruglow vorgekommen. Dort entwendeten Bauern die Ernte des Gutsbesitzers Neschenski. Kosaken schritten ein; mehrere Bauern wurden getötet, andere schwer verletzt. Darauf brannten die Bauern alle Baulichkeiten des Gutshofes nieder, ebenso alle Vorräte. Der Schaden ist enorm. Die „Voss. Ztg." meldet aus Petersburg: In der großen Nikiolskaja-Weberei in Orechowo-Suewo streiken 15 000 Arbeiter. Die Fabrikverwaltung erklärt, sie werde alle Arbeiter entlaßen und den Betrieb einstellen, falls nicht sofort die Arbeit wieder ausgenommen werde. Die „Voss. Ztg." meldet aus Petersburg: Die Mißhandlungen von Passanten durch die Schwarze Bandein Odessa, dauern fort. In den letzten Tagen wurden 30 Personen schwer verletzt. Juden werden verprügelt.' Ein Russe, der sich weigerte, seine Religion anzugeben, wurde ermordet. London, 16. Juli. „Times" meldet aus Petersburg: In einem Stadtviertel kam es zwischen Arbeitern, welche dem Verbände des russischen Volkes angehören, und Sozialisten zu einem blutigen Zusammenstoß. 20 Personen wurden hierbei verletzt. Riga, 16. Juli. Gestern nachmittag kam es bei der Beerdigung eines Arbeiters der Eisengießerei Poule auf dem Friedhof zu einem Zusammenstoß zwischen Arbeitern und der Polizei. Die Polizei nahm Verhaftungen vor und trieb die demonstrierenden Arbeiter mit Waffengewalt auseinander. Alexandropol, 16. Juli. (P. T. A.) Als General Alichanow heute morgen um 2Vs Uhr in Begleitung seines Sohnes, sowie der Gattin und der Tochter des Generals Glebow von einer Festlichkeit im Regimentshause des Regiments Kabardinsky heimkehrte, wurden an der Ecke der Bebutowstraße zwei Bomben unter seinen Wagen geworfen. Durch'die Explosion wurden General Alichanow, die Frau des Generals Glebow und der Kutscher getötet. Der Sohn Alichanows und die Tochter Glebows wurden verwundet. | Aehrenthal irr Italien. Racconigi, 16. Juli. Tie Minister Frhr. v. Aehren- t al und Tittoni kamen in Begleitung des österreichischen Botschafters Grafen von Lützsw um 10 Uhr 43 Min. an, wurden au: dem Bahn Hofe vom Zeremonienmeister Grafen Avogrado unb den Adjutanten des Königs Easierv und Peano empfangen und begaben sich sogleich nach dem Landsitz des Königs. — Minister Freiherr von Aehrenthal unb Tittoni mürben sofort nach ihrer Ankunft im königlichen Palais vom Könige in dem für Empfänge bestimmten Saale empfangen. Hieran unternahm der König mit Frhr. v. Aehrenthal eine Automobiltour im Parke unb kehrte bann in das Palais zurück, wo er Acy-ven- ihal der Königin vorstellte. Hierauf fand Frühstück im kleinen Kreise statt, nach dessen Beendigung die Majestäten Cercle abhielten. Dann fuhren Aehrenthal und Tittoni in Begleitung ihrer Kabinettschefs, des Zcreuwnienmeisters Grafen Awogadro und des Tldjutanien des Königs, Cafiero, in Wagen nach dem Bahnhofe und reisten nach Turin ab. Turin, 16. Juli. Fcecherr von Aehrenthal ist cheute abend nach Oesterreich abgereist. Tittoni trat die 9Rückreise nach Rom an. Wien, 16. Juli. T-as „Fremdenblatt" ntefaet aus Berlin: Tittoni und Aehrenthal haben durch ihre Vertreter in Berlin dem Fürsten Bülow die Mitteilung machen lassen, daß sie währerck) ihrer Unterredungen Deutschlands und dessen treuer Bundesgenossenschaft in herrlicher Würdigung gedacht haben. — Ter Spezialkvrrcspcmdeut der „Neuen Freien Presse" in Tesio hatte eine Unterredung mit Baron Aehrenthal, der ihm sagte: „Oesterrcich-Ungarn und Italien sind nicht nur von ehrlichem Willer erfüllt, in allen Fragen zusammenzuhalten, jonbern fie finb in je der Hinsicht einig, und diese Einigkeit wird durch die Ereignisse keine Aufrechterhaltung er> leiden. Nun soll die Presse durch Besonnenheit unb freies Maß- Halten die Bemühungen der Staatsmänner unterstützen. Für Oesterreich-Ungarn unb Italien bleibt der Grundsatz der Erhaltung des Gleichgewichts und des stätus qno die oberste Richtschnur. Tie Politiker beider Staaten werden alles ausbieten, um diesen Grurrdsatz aufrecht zu erhalten. Heute unb auch in Zukunft: Tie Einigkeit der beiden Staaten ist nach jeder Richtung hin hinsichtlich jeder Eventualitäten eine vollkommene." Aer ögerreichisch-Mgalische Ausgleich. Nach längerer Pause sixd in Wien bte schon feit langem webenden Ausgleichsverbandlungen wieder ausgenommen ! >rden, um endlich einen gesetzmäßigen wirtschaftlichen Modus iendi zwischen beiden Reichshälften herzustelleu, nachdem mehrere ihre hindurch die Quote durch kaiserliche Verordnung festgesetzt 1 eben mußte. Auf die Dauer konnte dieses Verfahren aber nicht . tgcsetzt werden, weil die Ungewißheit der definitiven Regelung j t unsicheres Moment in der wirtschaftspolitischen Situation j :berführen mußte. Es ist lange hin und her verhandelt worden, | ne daß man zu einer Einigung kommen konnte,, weil die j gam im Vollgefühl ihrer Selbstherrlichkeit mit Forderungen | neu, die Oesterreich nimmermehr bewilligen konnte. Die Herren , j gam wollen alles, nur nicht zahlen; die weitgehendsten Kon- ' j ) unten wollen sie von Cisleithanien, sie selbst aber wollen nichts ■ j >en, und vor allem sträubt man sich mit Händen und Füßen jen eine Erhöhung des Quotensatzes. Bisher war die Ber- lung so gestaltet, daß Oesterreich s/s und Ungarn nur 1/3 zu den nctufamen Staatslasten beitrug. Oesterreichischerseits wollte man r sich nicht länger auf diese ungleiche Verteilung einlassen, Ungarn sehr wohl in der Lage war, einen höheren Satz zu •aljien und für Oesterreich feine Veranlassung vorlag, ohne cub welches Aequivalent höhere Lasten aufzunehmen. Daran ist her fast jeder Vergleich gescheitert. Nunmehr scheint man aber i) einigermaßen zur Vernunft kommen und eine Quote be- ’ligeit zu wollen, welche annähernd der Billigkeit entspricht. heißt, daß die Beiträge Oesterreichs auf 57,6 und diejenigen garns auf 42,4 normiert werden sollen. Auf eine Ermäßigung ser Quote werden die Ungarn unter feinen Umstünden, an- ichts der im ungarischen Reichsrate vorherrschenden Stimmung, rechnen haben, das weiß man in Budapest sehr wohl und im iblick auf diese Situation scheint man in den sauren Apfel ften zu wollen. Man sieht auch ein, daß bei einer derartigen lehnung an Oesterreich, Ungarn am besten fahren würde unb dürfte denn ein Ausgleich bis zum Jahre 1914 voraussichtlich tuiibc kommen. Ueberhaupt verstummen diejenigen Wortführer ner mehr, welche für eine völlige Trennung Ungarns auf irischem wie wirtschaftlichem Gebiete plädierten, weil man mehr > mehr merkt, daß Ungarn alsdann recht schlecht dabei weg- imen würde. Die Ausgaben für Heer und andere Institutionen rben ganz enorm wachsen, und dem ohnehin nicht allzureichen rde die allerschwersten Opfer auferleben. Auch eine wirtschaft- ie Trennung würde für Ungarn wenig Vorteile in sich bergen, i einer wirtschaftlichen Loslösung von Cisleithanien hatte man > vtsächlich auf einen vergrößerten Absatz in Deutschland ge- jiict. Hierbei kommt in erster Linie Getreide unb Viehimport betracht, aber gerade auf diesem Gebiete hat sich die Situation entlich verändert. Der deutsche Zolltarif fonute den Ungarn rrechte gewährerr unb überdies wird Deutschland reichlich durch sstand und Amerika mit Getreide und anderen Nährprodukten sorgt, sodaß die Ungarn alsdann das Nachsehen hätten. Unter Ücii Umständen zucken selbst die Kossuthianer mehr und mehr ück, denn die vielgerühmte Unabhängigkeit würde den Magharen oer an den Geldbeutel gehen und in Geldfragen hört bekannt- i die Gemütlichkeit aus. : testen und verdientesten der geistigen Führer des ntsch-Baltentums zu Grabe getragen, den altehrwür- ’ en Pastor Dr. Bielenstein. Er ist der hervorragendste Typus innigen Deutschen, die in den Ostseeprovinzen mit glühender . be zu ihrem deutschen Volks- unb Stämmestum eine uner- biidje, selbstlose unb hingebende Kulturarbeit für das mit ihnen gemeinsamen Heimatsboden bewohnende lettische Volk ver- ; egte. In Mitau 1826 geboren, Schüler der Gelehrtenschule Schulpsorta, studierte er von 1846 bis 1850 in Dorpat > wlogie, wurde 1857 Pastor der deutschen Gemeinde zu Doblen in taub, und in diesem Amt hat er, trotzdem er bereits seit ; geren Jahren gänzlich erblindet war, mit größtem Segen ge* ft, bis auch ihn, den blinden Greis, ilach 53jähr. Amtstätig- bic Revolution von feiner Heimstätte und von seinem Wir- ' gslreise vertrieb. Seine große wissenschaftliche Bedeutung liegt dem Gebiete der lettischen Sprachforschung, die vor ihm noch ' 'n wissenschaftlich behandelt war. In den Jahren 1863 und 1864 )ien fein erstes zweibändiges Werk „Die lettische Sprache nach . n Lauten und Formen", das in der ganzen Welt unb besonders Jacob Grimm begeistert anerkannt wurde. Dann gab er im fe der Jahre eine große Reihe weiterer Werke der lettischen ad.forfc'rung heraus, unter ihnen auch eine Sammlung lettischer I kslieder unb Volksrätsel. 1892 erschien auf Kosten der Peters- ner 'Akademie der Wissenschaften sein monumentalstes und ßtes Werk über „Die Grenzen des lettischen Volksstammes und lettischen Sprache in der Gegemvart uno im 13. Jahrhundert", e Fülle von Ehrungen und Anerkennungen wurde auf ihn ge- ft, barniiter der theologische Ehrendoktor der Dorpater Univer- unb der Dr. phil. honoris causa der Universität Königsberg. vohl feil Jahren infolge zu vielen Schreibens und Studierens ' i ?-lich erblindet, arbeitete er ununterbrochen fort, und noch im " । -1904 erschien in einem starken Bande eine von ihm diktierte 1 Ostbiographic, für den Blinden bezeichnend, unter dem Titel I’ji glückliches Leben". Der Ausbruch der Revolution, der auch von Haus und Hof vertrieb, und bei dem lettischen Fanatismus !)erostratischem Wahnsinn einen Teil seiner wertvollen Biblio- und Ätanustript verbrannte, die nur dem Lettenvolke bienten, ibn besonders schmerzlich, aber fein festes Glaubensbewußtsein feine unerschöpfliche Lebensfteudigkeit halfen ihm auch hier- : - hinweg, und noch im vorigen Jahre hatte der Schreiber dieser i en Gelegenheit, mit ihm im Kreise fü^renber Männer des Berber Deutschen in Kurland zusammen zu sein unb sich an m unverwüstlichen deutschen Optimismus und seiner geistigen chc zu erfreuen. Noch als blinder Achtzigjähriger unternahm 1 jei Sturm- und Winterwetter Vortragsreisen zu Gunsten des 'ins der Deutschen in Kurland, dessen Gründung und Ent- eiiiug die letzte große Freude feines Alters war. Noch nach '.m Tode erscheint sein letztes großes zweibändiges Werk über Atts Staot uno Lutt0. Abdruck unserer durch KorresPoudeuzzeicheu kenntlich gemachten Ortgiualartikel ist nur unter genauer Quellenangabe (Gieß. Anz.) gestattet. Gießen, 17. Juli 1907. •* Pfarcpersonalien. S. K. H. dec Großherzog haben den evang. Pfarrer Kirchenrat Herm. Fuchs zu Rim-> dach auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen und ersprießlichen Dienstführung von dem Amte eines Dekans des Dekanats Erbach enthoben. ** Ord en s v e r le i h u ng. S. K. H. der Gr oß - h erzog haben dem Koinmerzienrat Ludwig Mayer in Frankfurt a. M., Inhaber dec Firma I. Mayer L Sohn inj Offenbach a. M., das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. •’ Das landwirtschaftliche Wanderlehr-s wesen wird im Großherzogtmn Hessen von der Land-1 Wirtschaftskammer übernommen werden. Die Kannner wird < jedes Jahr planmäßig abwechselnd in den Ortschaften des Landes eine größere Anzahl von landwirtschaftlichen Ver- saminlnngen mit Vorträgeit abhalten lassen. ** Kunst verein. Das Vereins blatt ist eingetroffen, und wird den Mitgliedern in den nächsten Tagen zugestellt werden. Es ist eine Originalradierung des aus Darmstadts stammenden, noch jugendlichen Graphikers Schmoll von. Eisenwerth, der vor kurzem als Professor nach Statt- j gart berufen worden ist. Sein Name hat in seiner hessischertt Heimat guten Klang, und seine Radierungen haben sehr oftj unsere Ausstellungen geschmückt und sich Beifall ver-. dient. Die gegenwärtige gewinnt den Beschauer vielleicht! nicht auf den ersten Blick. Ein Steinbruch im Hochgebirge, ein einzelner Mensch, der den Hammer schwingt gegen trotziges Urgestein, wildes Geröll die baumlose Halde hinab, ein bleierner Himmel darüber und zwei Raubvögel in den Lüsten. Es liegt etwas Beklemmendes über diesem engen Talschluß^ von dem kein Pfad hinauf und hinüber führt über die ' schroffen Felswände, hinter denen man liebliche Täler träumt und ersehnt. Der Stimmungsgehalt dieser einsamen Wt ist meisterhaft erfaßt und erschöpfend znm Ausdruck gebracht. Wir sind überzeugt, daß die meisten Empfänger nach an- änglichem Befremden willig auf diese ernste Stimmung eingehen und sich mit diesem eigenartigen Werk der edlen Griffel- kunst befreunden werden. B. 8. ** „H ei d e l b ee r! Heibelbeer!" tönt es bald wieder mehr oder weniger melodisch durch die Straßen. Die Fenstev klappen hier uno dort auf, unb willig folgt der Rufer dem „aus der Höhe" Angehenden Winre. Um wenige Pfennige erlangt man eine hinreichende Menge, um die näschigen Mäulchen der leinen Schlecker zu befriedigen. Freude bei groß und klein, wenn das verräterische Schwarz der Zähne und dec Lippen auf den herrlichen Genutz {bl-iefer Waldbeeren himveist. Der gerbsäurehaltige Farbstoff der schwarzen Beeren läßt auch wohl manches^ eitle Menschenkind vor dem Genüsse dieser gesundheitlich wohl-' tuenden Früchte zurücksck)recken. Aus NichttvürOigung des Wertes versagt sich manches 'diese mit einem leichtherben Beigeschmack behaftete Waldfrucht. Einige aufsteigende kleine Schwefeloamps- wölkchen, von einem der zwei Schwefelhölzchen gewonnen, zer- lören in wenigen Augenblicken die schwarzblaue Färbung der Zahne. Dabei heißt es jedoch: „Nase unb Augen zu: den Atem ein wenig anhalten!" Roh unb gekocht liefert die Heidelbeere üße Beispeise zu Mehlgerichten. Jedes bessere Kochbuch gibt genügenden Aufschluß über die Verweicdnng der Heidelbeeren^ zu Gelee, Kvntpott, Psauukuchen, Heidelbeerwcin unb Heideldeeri kuchen. Im Jamcar und Februar, wenn Niangel an gutem Kom- e Holzbauten und Holzgeräte der Letten", das wieder auf en der Petersburger Akademie der Wissenschaften veröffmt- wird. Bon seinem Tode nahm die lettische Presse ohne 1 Hinweis auf seine Lebensarbeit Kenntnis, nur in einem ;te schreibt ein Lette: „Vielleicht werden die, für welche , , -----u.o. enficin cm meisten gearbeitet hat, seinem Grabe am fernsten I deutschen Parlament vorgelegt würden. Gießener Strafkammer. 2 i des übergab ihn zur Be Oesterr. Staatsbahn . . Pnnce-Heuri-Eisenbahii . 1835V Frankenweine, 4215 Flaschen badische Weine, 16 774'/., Flaschen öfter- B1* entfliegen war, die ein weißen geflickten Kleid 84.50 62.60 96.60 . 64.70 138.80 1 (1) 1 (1) KD 1 1 1 1 t 17. Juli. Anlangskurse. Harpener Bergwerk. . l.aarahütte . . . Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd . . . . Tiirkenlose . . . Deutsche Bank . Dentsch-Asiat Bank Diskonto-KommandiL Dresdner Bank Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisentahn . Gotthard bahn . . Lombard. Eisenbahn Elektriz. Lahmeyer . t Elektriz. Schlickert . . Börse, . 175.00 . 129.50 Kindbettfieber Lungentubeikulose Ok'birnluberfuloie Krärnpien Empyem Krebs Anämie Selbstuwrd Mosel- 22 557V 28») 140.1’ Verautw. für Feuilleton und Vermischtts: JnVertr. Ernst heb 196.V 22b*1 28.7V 117.4' 148.* Reichsanleihe do. Konsole . . do. . . Hessen Oberhessen Dott einwtFeten Beginnt, liefern die eingekochten Heidelbeeren eine hochwillkommene Beigabe. Tie Einfachheit des Einbichens sollte :bct Dausfrau Veranlassung zur Einmachung dieser vorzüglichen Früchte geben. Tie Wald- oder Vickebeere, wie die Deidelbeerc in anderen Gegenden genannt wird, lockt stets eine große Anzahl ärmerer Leute in die Ivetten Wälder. Hier stellen sie sich in großen Reihen nebenein-ader und streifen mit eigens dazu dienenden -Dol-kämmen die Beeren von den Sträuchern in die untergehaltenen Gefäße. Viele schwere Körbe voll schleppen sie heim, Bringen sie zu Händlern, die sie in größeren Portionen nach heidel- beerarmen Gebenden zum Verkauf bringen. Sind die Beeren gut geraten, dann ist auch mancher Familie unter den Walddörflern ein netter Verdienst Geschieden Trotz der kurzen Zeit der Reife dieser Waldbeeren konnte schon manche Familie für 30 bis 50 ja manchmal noch mehr Mark Beeren abfetzen. Gewiß ein hochwillkommener Zuschuß zum Dausbalt. In Waldgegenden, die große Strecken Deidetbeersträucher besitzen, richten sich sogar die Schulferien nach dem Reiswerden der .Heidelbeeren: die Heidel- cheerferien Und dort gang und gebe, wie anderwärts die Kartoffelferien. Tnrch die zusammenziehende Wirkung der gerbsäurehalligen Früchte haben wir in ilynen bei Erkrankungen der Därme )( Gießen, 16. Juli. Radler und Kinder. Limburg, und auf die sich da« Hauptinteresse konzentrieren mußte, zumal diese so recht einen Blick tun ließ in die fleißige Arbeit dieses großen VerschünerungSvereinS. AuS den Verhandlungen ist Tiirkenlose 4H Griech. Monopol-Aul. 4% äussere Argentinier 3°/0 Mexikaner . 4>$ °/o Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss . . . . Buderus E. W . . Tendenz: ruhig. Berliner Canada E. B Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz: ruhig. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. B.: Eurschmann. und Saartveine, jamilicn4lact)rid)kit» Verlobte: Irl. Margarete Öfter mit Herrn Karl Mertge.: Heide ut Wetzlar. Frl. Elise Teubler in Fauerbach v. d. H. n# Herrn Kulturtechniker Heinrich Schutt in Dorheim b. Friedberz Frl. Jenny Strauß in Lauterbach mit Herrn Adolf Haas -c Darmstadt. 213.00 114.80 Er hat die meiste Zeit seines LebenS in Zuchthäusern und Gefängnissen zugebracht, ist der Arbeit ganz entwöhnt und scheint sich in der Freiheit nicht wohl zu fühlen, Ha.ln er bat das offensichtliche Bestreben, wieder Unterkunft in einer Strafanstalt zu finden. Im vorliegenden.Fall kam er einige Tage nach seiner Entlassung in ein hiesiges Korbwarengeschäft und gab an, er sei von einem Kohlenhändler, bei dem er in Arbeit stehe, beauftragt, zwei Körbe zu holen, die zum Kohlen tragen nötig seien. Am selben Tage noch holte er zwei weitere Körbe unter der Angabe, seine Dienstherrin habe Wäsche, wozu sie diese benötige. Als er diese los war, kam er des anderen Morgens abermals und verlangte drei weitere Körbe, die ihm ebenfalls von der Frau des Geschäftsinhabers verabfolgt wurden. Diese hatte keine Bedenken, da der Kohlenhändler Kunde von ihr war und der Angeklagte eine Reihe von Einzelheiten vorbrachte, die jeden Verdacht beseitigten. Ter Kaufmann sah sich jedoch veranlaßt Erkundigungen einzuziehen, wobei er erfuhr, daß er einem 3-6 3^°/. 3-6 3*7. SK7o 118* 105 D 93.85 83.60 94.15 83.60 92.50 94.00 98.00 98.30 9320 103 30 66.30 67.25 91.50 91.00 95.00 143.60 Summe 10(4) 7(4, 3 — 2l n m.: Die m Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie u t der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts na: Gießen gebrachte Slranfe kommem 1(1) 3 1 1 KD 1 (1) Kl) 1 reichliche und ungarische Weine, 7261 Flaschen Bordeauxweine, 2322% Flaschen Burgunderweine, 6740^ Flaschen deutsche Schaumweine, 14201/, Flaschen französische Schaum- Auch ein Spezialist. Ein ständiger Kunde der Strafkammer ist der 63 jährige Taglöhner M. H. a,us Dau bring en. Seine Spezialität ist Körbe zu erschwindeln, und diese dann auf den umliegenden Ortschaften für einige Schnapskreuzer an den Mann zu bringen. Escbweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . 191* Hamburg-Amerik. Pakelt 1311 !■ r U I Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für ilaudri und Industrie, Glessen. Frankfurter Börse, 17. Juli, 1.15 Uhr. ersten etwa 8Jahre alten Kinde die Kehle durch und — -------- ------------ • - - ■=gg l flüchtete dann in den Wald. Trotz eifrigen Suchens konnte! Bädev und Sommerfrischen, sie bis gestern abend nicht gefunden werden. Heute früh Un k e l (Rh e in) 14. Juli. Eifel-,Hochwald-und Westerwaldsanden Eisenbahnbeamte sie zwischen Saasen und $öbc(nrob rohA;lCnr^aI^cn b^trebt' Hauptgebirge links und rechts 1 c . zlv- 1 , , 0 1 Y . des RhemltromeS mehr und mehr dem Verkehr zu erschließen. Die .auf den Schienen tot vor. Sie hatte sich in der letzten Ivielen Bemühungen der einzelnen Klubmitglieder sind denn auch .Nacht unter einen Zug gelegt und der Kops und ein Ann I vom besten Erlolg gekrönt worden, denn der Verkehr hat sich in den waren ihr vom Rumpfe getrennt. Der ganze Ort ist in Mützer von der Außenwelt abgeschlossenen Gebirgstälern ganz be- ! Auireaunn und die Teilnahme mit der schwer aevrüften deutend gehoben. Unermüdlich in der Verfolgung seiner Pläne Aufregung uno oie ^eunagme mir oei schwer geprüften s^stet auch unser W e st e r w a l d k l u b voran, dank der tüchtigen Familie Schmitt allgemein. I Direktion seines 18 gliedrigen Vorstandes mit Landrat Büchting aus ----- Lich, 17. Juli. Der fürstliche Diener Karl Friedr. Limburg an der Spitze. Zum erstenmal tagte der Klub im Rhein- Ludwig hier feiert heute sein 40jährigcS Dienstjubiläum als kal, denn auch hier hat er viel Mitglieder und Gönner. Die Bürger- Bediensteter des Kaufes Solmü-5'.obensolm^-Lich schalt, des ehemaligrm Kurkölnischen Städtchens Unkel hatte alles -Deoien|ieiet oes panies Doims-Hoyensoims^icy. aufgeboten, um den Festgästen zumal vom .Walde" em echtes A Butzbach, 16. Juli. Em hiesiger Kü ferm eist er, Bild rheinischen Lebens zu bieten. Eine Festschrift, hübsch illustriert, der auf einem fremden Fuhrwerk ein Faß nach Oppershofen bot eine Ehromk von unseren lieblichen Wein- und Rheinorten, transportieren wollte, verunglückte durch Scheuen beS geöffnet wurde der Fcstreigen durch einen Ehrenlrunk am PserdeS indem er samt seinem in seiner Bealeituna ne. ^amStagnachmittag in WaldeSgrün, gespendet vom Winzer- . 45jeroes, inoem er laml seinem m einer -oegieuuua ge- verein und kredenzt von schmucken Winzerinnen. Am Abend wesenen Enkelkinde vom Wagen geschleudert wurde. DaL I war gemeinschaftlich Rheinfahrt bis Königswinter und Linz bei Kind kam mit unbedeutenden Verletzungen davon, er selbst «närchenhaft beleuchteten Ufern. Heute Morgen wurde auf dem /war kurze Zeit bewußtlos. Ob innere Organe verletzt sind, Stuxberg em zweiter Ehrentrunk verabreicht, vom VerschönerungS- tonnte vorerst noch nicht festgestellt werden. verem und der hiesigen Brauerei. Rach Befichtigung der Kunst- ’ ' I schätze m der Pfarrkirche begann dann um 11 Uhr die Haupt- ' v e r s a m m l u n g, welche geleitet wurde von Landrat Büchting- ;tin vorzügliches Heilmittel. Benutzt man die durch Zerquetschen von Heidelbeeren in Wasser gewonnenen Dcidelbecrsäste ^unt Gur- 129^ . . 224 i N . . 144- . . 1691 ■ . . 138 . . 204« Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß am 1. Sevtewbc d. FS. mit der Verfüllung deS alten StadtbachlaufcS von je Saudgaste bis Ttefenweg bcAW. Westanlage, vom Lindenplatz Brandvlatz und von der Schulnraße bis Tiejcmveg. sowie des a!tc^ RinggrabenlaufeS von Astenveg bis Walllorstrage begonnen Da noch verschiedene Anlieger mit den Emwässerungsaula^' ihrer Grundstücke im Rückstände und, fordern wir diese hiermit zur letzten Mai auf, die Anschlüsse bis zur oben angegebenen Zell Vcl teilen zu lassen. Wir mache» besonders darauf aufmerksam, da« a» 1. September aus alle Fälle mit der Verfüllung der aln Bachläufe begonnen werden muß, was die Anßerbetriebseva" der noch vorhandenen Zuleitungen zur Folge hat. Gießen, den 11. Juli 1907. MölttnMr MrMt brr gobtsfüllr iiibtrSIrtbt&ifh 27. Woche. Vom 30. Juni bis 6. Jllli 1907. Einwohnerzahl: angenommen zu 30 000 (inkl. 1600 Alaun Militäi Sterblichkeitsziffer: 17,32 %0, nach Abzug von 4 Ortsfremden: 10,40 Voo. Kinder ES starben an: Zusanunen: Erwachsene: im vom weine. Macht alles zusammen 190827 Flaschen, tya dabei ist der Regiewein im Münchener Ratskeller nicht L gut gewesen im Jahre 1905 und auch jetzt leider immer nJ nicht so, wie er in einem städtischen Regiekcller sein sollte^ * Raturdenkmalvflege. Der preußische Kultur. ' Minister hat jetzt den Oberpräsidenten die Grundsätze proainziellen Ausgestaltung der Naturdenkmalpflege zügeh^ lassen. Danach soll zunächst für jede Provinz ein Provinzial. ! komitee gebildet merben, wozu nach Bedarf noch Bezirks - komitecS für die Regierungsbezirke oder LandschaftSkomit^; für sonstige größere Bezirke treten. Außerdem ist eS erwünscht ' daß von den schon bestehenden naturuüssenschaftlichen un> ' anderen Vereinen die Förderung der Naturdenkmalpflege übe/, nonnnen wird. Die Komitees tverden im Wege freier Vkr. ’ ständigung gebildet, wobei als Mitgliede-r vornehmlich Ver. treter der zliständigen Behörden und der beteiligten wißen.! schaftlichen Anstalten und Vereine, sowie besonders interesßen.! Privatpersonen in Betracht komme». Für jedes Komitee wär -' etwa ein Vorsitzender und ein Geschäftsführer, am besten rn naturwissenschaftlich durchgebildeter Fachmann, zu wählen ! deren Tätigkeit eine ehrenamtliche ist. Die Komitees hadr / mit der staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege dauernd » Verbindung zu halten und deren Wünsche nach MüglichtfJ • jn berücksichtigen. Der Minister hält eS für wünschenSwen j daß die Oberpräsidenten bezw. Regierungspräsidenten selb den Vorsitz der Provinzialkomitees bezw. Bezwkskomiteti! übernehmen. 4 Oesterr. Gold reute. . 4l/B % Oesterr. Silberrente 45» Ungar. Goldrente . . 4-L Italien. Reute . . 3% Portugiesen Serie I . 3-6 Portugiesen „ 111 4h40/e russ.Stantsanl. 1905 4XA°/0 japau. Staatsanleihe 4 no Couv. Türken von 1903 Berliner Haudelsges . . 152r Darmstädter Bank Wasser- iBerleibanftalt Gundheimer* dichte KVX1 strupp Frankfurt a. 3)1. b1’ pro qm und Woche 10 Pfg. , Telephon 4017. Telegramm-Adresie: Jndustriebedar Harpeuer Bergwerk. . . 19a*’ Laurahütte 220.^ Nordd. Lloyd . ... 117.4 Obeischics. Eisen-Industrie 104- Schwindler in die Hände gefallen roar. Er ließ den Angeklagten verfolgen und nahm ihm die drei Körbe noch rechtzeitig ab. Das Gericht hielt angesichts des Umstandes, daß cs dem Angeklagten doch schwer fällt, bei seinem Alter eine regelrechte Arbeit zu bekommen, nicht Zuchthaus, sondern Gefängnis für angebracht geln, so erzielt man bei Halsentzündungen eine Beseitigung ber I UK^> ^^crtc " i ^a^re *U- Erkrankung. Ihr Zuckergel-alt trägt viel zur Ernährung bei und StandeSamt-KliPpeu. ist ihr Genuß kleinen Kindern lehr zu empfehlen. Doch auch die Bei der Revision d"^v Standesregister stellte eS sich heraus, Envachsenen lieben diese hefdjetbene Waldbeere und die Lust zu baß der Standesbeamte W. K. zu Büdingen zwei Ehe- ihrer Erlangung wird wach, wenn der Ruf ertönt: „H c i de l b ee r! schließungen vorgenommen hat, bei denen die Männer noch nicht ^Heidelbeer!" volljährig waren und auch eine Tispensation nicht Vvrlag. Er -4- Saasen, 17. Juli. Von schwerem Unglück wurde wurde wegen Vergehens gegen das PersonenstandSgesetz nach die Familie des Alibu^ernieisterS Schm.lt dahier h«m. A-seWu« gesucht. Seme noch junge Schwiegertochter schnitt tm Wahn-1 vorliegt, wurde auf eine Geldstrafe erkannt, die für jeden Fall sinn gestern nachmittag in Abwesenheit ihres ManneS ihrem mit 20 Mark bemessen wurde. (Eiiißcfanöte (Für Form und Inhalt aller t.. v Rubrik stehenden Artikk übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber Feiner^ Verantwortung.) Schotten. Einsender dieses hatte vergangenen Monte Gelegenheit, mit dem Frühzug 4,?1 von Schotten nach Nldda u fahren. Dabei machte er die unliebsame Wahrnehmung, daß au6r dem Lokonwtivsührer und Heizer nur ein Schaffner als Zugsühr'- Bremser und Schaffner re. fungierte. Im Fnleresse deS reifcnbt Publikums sollte man doch zu dessen Sicherheit wenigstens eine weiteren Beamten dein Zugpersonal beigesellen, da es immerk vorkommmen kann, daß bei dieser kllrvenreichen Strecke buc irgend einen imglücklichen Zufall die Bremse sofortige Bedienui- verlangt und es wohl ausgeschlossen erscheint, daß dieser eine k amte der ihm aufgetragenen Fmcktion gerecht werden kann. Hoffen- lich tragen diese Zeilen zu entsprechenden Abänderungen der jt» herigen Verhältniffe bei, und damit dürste ihr Zweck vollstäii^ erfüllt sein. & k. , L , o — — ------Taxe. Vor der Post I,mutcte Wagen auf ihn. betn eine modisch gekleidete, sehr e§ Pflicht der Eltern des verletzten Kindes gewesen wäre, ihr Ä'inb i, r Y r zu einer Zeit, wo ein so neftger Verkehr, wie dies beim Schluß hllvsche A)ame von etwa 20 »Fahren ber Fabriken der Fall ist, herrscht, zu beobachien iinb es nicht entzückendes Baby in einem langen, unbewacht aui der Straße lunherlaufeu zu lassen. Dem Reben-1 trug. Al8 der Bote, der den Brief befördern sollte, auf die SÄ *b" »'"■ - " - Wegen seiner Braut seh und als er dies bejahte, wurde er aufgesordert, in Gin Bewohner der Weserstrabe hatte den Arbeiter K K 1^" Wagen zu steigen. Die Tenne küßte dar Kind leiden, mit seiner angeblichen Braui in seme Wohnung ausgenommen' '^östlich einmal, legte es dann sorgsam dem Boten ans die Der Vermieter wollte sich dies icdoch nicht gefallen lassen und Arme, der Herr sagte: „Mit dem Brief übergeben!^, schloß verbot dem K. mit seiner Braut das fernere Betreten des Hauste, die Wagentür und gab dem Kutscher die Weisung, ins Sn Sirtbem «ewheto ,u einem Äe&eL^gi^bmi'^ P0^““1. ,nhbC,: ^°“b »“ ff’vcn; ®cc wußte Paar weggegangen war, verriegelte der Vermieter die zu dem ,ult ll)m geschah, dachte aber, der yerc werde das schon .'oauje führende Gartentür, indem er wiederholte, daß {ie ihmI mit dem Postbeamten abgemacht haben. Im Spital wurde das Haus nicht mehr betreten sollten. K. warf hierauf mit einem der Brief geöffnet, eS stand nichts darin als: „Bitte, behalten ^Mbm Gegner und rannte mit gezücktem Messer die Baby über Nacht. Bries folgt' Die Wärterinnen des Gartenture ein. Es gab eine verzweifelte Rauferei, bet der 7. , K. auf seinen Gegner losstach und ihm sechs Verletzungen bei- ' tdiensteS weigerten sich, daS Kmd zu übernehmen; es brachte, von denen zwei recht erheblich waren. Die Frau deS wurde mit den Aerzten eine Konferenz abgehalten, deren Re- Verletztcn, die den Vorfall mit angesehen hatte, lief mit einer sultat war, daß dec Expreßbote das Baby, welches mittler* aus K. zu, aber auch diese erhielt cinew^tich ,veite 311 meinen angefangen hatte, wieder ausS Postamt in den 5)q15 und einen in den Arm. Die zwei balgten sich nun ... » ... r. 7 < » «• s. t T. noch weiter auf der Erde bis sie ein Vorübergehender trennte, 3ncuc^ tragen wußte. H^r konnte man daS Kmd auch nicht wurde lvegen gefährlicher Körperverletzung in >vaft genommen und dehalten, da eS für Lebende eine Poste-restante-^bicUung unter Anklage gestellt. Er berief sich jedoch auf Notwehr und nicht gibt. Die Polizei wurde benachrichtigt und nahm sich behauptete, der Verletzte habe den ganzen Vorfall durch sein Ber- ui der Person der Polizeimatrone deS Würmchens an. Das halten hervorgeruftn. Dle,er habe zuerst geworfen und ihn dann ein Mädcken min-hc den Arbk-itshnnw in Qinmtnfi angegrrften, worauf er in Notwehr handelnd von seinem Messer Mädchen, wmde öcin Jibeit6t)au|i in ^mcolnS Gebraucl» gemacht habe. Die Verhandlung ergab wohl, daß Inn übergeben, wo es blieb, bis die Eltern dadurch ermittelt der Verletzte durch sein herausforderndes Benehmen den An- ivnrden, daß die von verschiedenen Zeitungen veröffentlichte geklagten gereizt hat und es durfte auch angenommen werden, Photographie deS Babys sofort identifiziert wurde. Der dast er zuerst geworfen hat, doch von einer Notwehr, die benku;^,,.. ;nrnfh v.» ß.Itern nnn Beschul di onn.-, hnr (tiebraud) cines Messers erjordcrte, konnte keine Rede sein. Der wracy die Mitten von der digimg der AuS- Angeklagte wurde wegen .(Körperverletzung zu einer @e- lLX^un9 ^^S KmdcS frei, da |ie in augenblicklicher Berlegen- fängniäftrafe von sechs Monaten und wegen Werfens zu heit gehandelt hätten. einem Tage Last verurteilt. Die Haststrasc wurde durch die • WciL im Münchener Ratskeller aetrunkcu ertulene IluteriuchungLhast tür vcrbüsjt erklärt. Bei der Straf. 1D;rb ernibt >,ru (oel)CH „jckienenc städtische Serroaltunns. ausmcisung wurde die augenschernlichc twchgradigc geistige Minder. 9 . ,on- > < t j ~5eiroaltung6. Wertigkeit dee Angeklagten, sowie das deraudsordernde benajt für bau x)al)r b)0o. In diesem Zeitraum wurde an Benehmen des Verletzten und der Umstand, daß der ^eilungs- Regie- und Schaumwemen abgegeben: 93 3781/* Flaschen »erlauf der Wunden deS Verletzten sehr günstig war, zu Gunsten Pfalzwctnc, 91)91 Flasche» Rheinweine, 20 Ö931", Flaschen des Angeklagten berücksichtigt. 1 - - - - ' 1. Lebensjahr: 2.—15. Ja,. KD - - , Im letzten Sommer iuhr der Fabrikarbeiter Pb. F. von .»r"«»''-«- Er blüht und gedeiht >°eiter in bester G r o ß e n » L i n d e n nach Feierabend von hier nach Hause, Aus m e«nc11 ^^^l>edern tue 60 ^.ereiue, aste Städte Iber Frankfurter Strastc liefen zwei Kmdcr über die Straste, denen b-s auf Nassau, erner verschiedene grogc Städte, nne er nach be.it Bürgersteige zu auSwieh. In demselben Augenblick D" - b en, W,e?baden Lvb enz Bonn, Köln forote 400 Emzel- -kam auch noch ein drittes Kind, da? bjahriao Sülnichen^eine? 'nttglieder nut eitlem Jahresbettraa von 2 Blark. Fchis V-reme tsnfcnbahnbeamten über die Strastc gelaufen. F. merkte da? Kind ncu ansgenonunen Znm Turmbau auf den, Salzburgcr- inicht, da fein Augenmerk auf die anderen Kinder bezw. auf sein bewilligte der Klub 1000 Mark. In Marienberg wird dem- !>iao gerichtet war. Da? Kind wurde voni Rad erfaßt und ei» cl" Dorfmuseum errichtet, wozu man zunächst loO 3)1. Stückchen sortgeschleist, möbel auch der Radfahrer zu Fall kam. UNiese. 9!umnchr werden m der Egel und anderen Gegendcti Außer seinem vorbogenetn Rad trug er selbst keinen Nachteil ch ule rh e rb e rge u eingerichtet, wozu eine erstmalige Summe davon; dagegen batte das Kind mehrere Verletzungen am Kopi st"?' Mark gestiftet wird. Ter neue Westerwaldiuhrer nl davongetrageii, die eine Ittagige Behandlung in der Klinik st'^'.?a°'''storiabt von Psgrrcr Heyn >n Alar,enberg, z,t>u Preise /erfordertet,. F. entfernte sich alsbald ohne sich um dg§ verletzte st"" w'ark. Für eucheitttche Wegebezeichnung wird demnächst Kind zu kiimmern und erst nach tttngcren Recherchen gelang eS, 'stst «-or^e getragen. Ter Vorsitzende erhalt vom Verein den ihn ausfindig zu machen. Bei seiner polizeilichen Ver-nehmung gab st "'trag, L-chntte zu tun, ob sich nicht auch ,m Westerwaldc die ier zu, sich heimlich entfernt zu haben, um fief) bee Seftrafung^ju F?.’Lö8e e‘«ev ?,c entziehen; er gab an, daß er als Neuling im Radfahren noch I ^,e,5u<5cl? cSf.el? ’?njle "Obtz -lark >,nd die Einnahmen 3495 2)1. unsicher gewesen sei, ivobiird) der Unfall hervorgernsen wurde. DieI nächsten ^agugg wird «e l t ers gewählt, ivo der Staatsanwaltjchast erhob gegen ihn Anklage wegen Körperverletzung, I ^-^'flerivaldklub vor Jahren auch ins ^eben gerufen wurde. , doch das Schöffengericht tarn auf Grund der BeweiSaufnahnw zu --------------- - - ----------------- ■ - der Ileberzeugung, daß w e d e r f a h r l ä s s i g e noch vorsätzliche VctlltifcbtCS» Körperverletzung vorliege. "Als er den ersten zwei Kindern auSwich, N m r , ' m ri f Y . , x konnte er nicht voraussehen, das; noch ein drittes Kmd nachkam,! n Babi) durch die Post geschickt. Vor zumal dieses verdeckt seitwärts gestanden hatte. Das freisprechende einigen Tagen erschien kurz vor Mitternacht im Londoner Urteil beS rt)öffengcyiwurde von dem Vater des verletzte,; Postamt Strand ein elegant gekleideter junger Mann und Kmdeo, der als Nebenkläger nimmt, angefochten. Die BerufungS- „• rar. r, c , . ! Verhandlung ergab aber nicht den geringsten Beweis dafür, daß ber ^cr^nni3^ em ^ankett, da ei einen Expreßbrief abzusenden > Angeklagte vorsätzlich oder nur fahrlässig gehandelt hat, auch hat er M)abe- adressierte den Bries an die Hausmutter deS Lon- 'in keiner Weise gegen dio Vorschriften der Radfahrerverordnung ver- doner Hospitals in der City Road, stoßen. Unter diesen Umständen mußte das S ch ö f f e n g e richts- förderung und bezahlte die Übliche urteil seine Bestätigung fmdeu. a 0 Offene GehilfensteKe. Bei der unterzeichneten Behörde ist die Stelle eines chreibgehilfen ab 16. August lsd. IS. zu besetzen. Er- cdcrlich ist neben guter Schulbildung schöne Handschrift. Geeignete Bewerber werden ersucht, ihre Meldung unter ischluß eines selbstgeschriebenen Lebenslaufes und etwaiger -ugnisse alsbald einzusenden. Vergütung wird nach den in dem Amtsblatt Gr. Mini- rium des Innern Nr. 6 vom 10. April 1907 normierten ätzen gewährt. Bewerber, welche bei einem Kreiscunt oder if einer größeren Bürgermeisterei und insbesondere schon im egistraturdienst beschäftigt waren, erhalten den Vorzug. Offenbach, den 16. Jilli 1907. Großherzogliches Kreisamt Offenbach. von Hom bergt. B17/T für jede Woche, innerhalb welcher der ie Beiträge sind c15A 'ontag bis Sonntag einschließlich. * vom 5. Mai bezeichneten die wöchent- h h * * * h K K * ersicherte der Kasse angehört hat, ihrem vollen Betrag nach entrichten. Dabei gilt als Woche der Zeitraum von Gasmotoren Fabrik Deutz Zweigniederlassung Frankfurt a. BL Taunusstrasse 47, nächst dem Hauptbahnhof. Ortskrankenkasse Gießen. Durch Beschluß der General-Versammlung vom 10. Juni Js., genehmigt durch Verfügung Großh. Kreisamts Gießen nn 2. Juli 1907, erhält § 30 des Kassenstatuts folgende assungr Die wöchentlichen Kassenbeiträge betragen für die Garten- Mramls-Mel Rohschutzwände, Rasenmäher Eisschränke, Fliegenschränke == Eismaschinen = Gas-, Spiritus- u. PetroL-Kocher ugust Kröll Seltersweg 12 3917 Deutzer - Sauggas - Anlagen. Kostenanschläge und Projekte gratis. TTebcr 81000 Motoren in Betrieb. Pfaff - Nähmaschinen Neueste Verbesserungen! Grösste Dauerhaftigkeit! Höchste Leistung! Znr Kunststickerei vorzüglich geeignet. Eigene Reparaturwerkstätte. Zubehörteile stets auf Lager. 3654 H. 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V II. , 33 , 3. // III. , 26 „ 4. IV. . 20 „ 5. w V. „ 17 „ 6. w VI. „ 13 , 7. H VII. „ 10 , Real- d. SaaSeWale Miltenberg a. Mai« (mit Erziehuriftsinftitut). Die Absolutorialzengnisse berechtigen zum einjährigen freiw. Dienst und zum Uevertritt an d. St. Obcrrealfchnlc. Aufnahmebedingungen d. d. Direktorat. ux1h Die Königl. Baugewerkschule zu tTaunuö) eröffnet das Winterhalbjahr am 18. Oktober. inSIftlil Programm und Meldebogen versendet kostenlos lUUlülU Die Direktion. Soolbad Bad-Salzhausen. Nachdem in diesem Frühjahre sämtliche Quellen neu gefaßt und stilvoll überbaut worden sind, ist nun auch der Neubau des 2. Badehauses, dessen Einrichtung allen Wünschen Rechnung trägt, vollendet und dasselbe am 8. Juli d. Js. dem Betriebe übergeben worden. 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Ihn 2 Uhr: Fcstzug nach dem Jestplatz. Tanz und Volksbelusügung. 4733 Es ladet ergebenst ein Der Vorstand. Zu Arbeiten in galvanischem h taiidn, Berlipfttn, Stmtijiiijtn ■ etc. von Metallgegenständen,' zum Aufarbetten von Gaslaurpen. Petroleumlampen etc. und zu Neu-Bronzierungen und Lackierungen enwsiehlt sich 4376 Eugen iCauffmann, Lampenfabrik Telephon 264.m Sckiffenbergcr Weg 50. öelanntmachung. Das Fürstliche Rentamt Hungen ist vom 18. bis 26. Juli geschloffen. dit/7 Wiegmeyer. Versteigerung. Donnerstag, den 18. b. Mts., vormittags 9 Uhr versteigere ich gegen Barzahlung: die Heuernte von ca.4000 qm Wiesen. Zusammenkunft am Pumpen- Häuschen der Aktienbrauerei (ver längerte Wilhelmstr.j. Die Versteigerung findet bestimmt statt. [4703 Born, Gerichtsvollzieher. Koche auf Vorrat zur richtigen Zeit Kommst nienralS in Verlegenheit. Kellers nenest. verbeff. •Ob: zur Frischhaltung aller Nahrungsmittel unübertroffen. 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