t% ‘443 Zweites frfcfjthtt tSgllH mit Ausnahme be3 Sonntags. Oie ..Gietzener §am!ttend!3Uer" werden dem Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das !(rd ’Jlctt ftir den Kreis Gichen" zweimal oSchentltch. Der „hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. Blatt LF'?. Jahrgang Mittwoch Uk Oktober 190? .•K Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion: 112. Tel.-AdruAnzeigerGreßen. - Aus u ung 6er :?a«tUHen Kerstcherungs- chstrtzi.'. Bekanntlich iuirb beabsichtigt, für die Privatbeamten eine Gliche Pensionsv^rsicherung einzusühren, und zu diesem bat eine Enquete darüber stattgefunden, ob die Ein- tung einer besonderen Kasse oder Angliederung an das laliditätsoersicherungsgesetz wünschenswert wäre. Das illtat war, daß eine enorme Mehrheit für Schaffung )r besonderen Kasseneinrichtung sich erklärte. Angesichts Rus cs, dessen sich unsere staatliche Gesetzgebung im all- T einen erfreut, nruß dies etwas stutzig machen, und wer ter die Kulissen sieht, muß wahrnehmen, daß auch in die- : Fall richt alles Gold ist was glänzt. Gewiß müßten Einrichtungen segensreich wirken, aber es kommt dabei )L auf das Gesetz allein an, sondern vor allen auf den st, in welchem die Bestimmungen ausgeführt werden. dieser Hinsicht werden aber in Deutschland gar ,c Klagen laut, aus denen hervorgeht, daß von wirksozialem Empfinden bei den Behörden, denen die 'chsührung der Versicherungsbestimmungen obliegt, m etwas zu merken ist, und daß ■ der bei uns iche Bureauiratismus nicht in letzter Linie daran Schuld wenn die Versicherungsgesetzgebung mangelhaft funktio- ct. Schon das ganze System des Markenklebens ist über- . umständlich. Aber alle das ginge noch hin, wenn im cstfalle die Mrsorge prompt eingreifen würde. Man darf ll vergessen, daß die staatliche Hilfe keineswegs lediglich Losten des Staates geschieht, sondern daß Arbeitgeber » Arbeitnehmer die gesamten Beiträge zur Ausbringung Unkosten zu tragen haben. Aus diesem Grunde haben die sicherten ein um so größeres Anrecht darauf, daß ihnen das Schnellste die von chnen zu beanspruchende Hilfe >ährt wird, und es handelt sich dabei keineswegs um ein wsizimn des Staates, sondern um eine Gegenleistung für Beiträge, genau wie bei einem privaten .Ber- rrnngsbetrage. Stattdessen ist die gewährte Hilfe meist ; unzureichend, die Krankengelder überaus gering und in : nungslosen Fällen versagt die SLaatshilfe meisterrs. Der at hat zwar verschiedene Anstalten für diese Zwecke einge- tet, auch von privater Seite geschieht gar manches, aber s bleibt doch weit hinter den Erfordernissen zurück, an beispielsweise ein Kranker sofortige Aufnahme in ?m Erholungsheim notwendig hat, so vergehen Monate, auf dem Instanzenwege eine gnädige Entscheidung, r, wie es in der Mehrzahl der Fall ist, ein ablehnender cheid erfolgt; inzwischen hat sich der Zustand des Kranken örtlich verschlechtert, wenn nicht gar der Tod bereits er- ist. Bei eingetretener vorzeitiger Invalidität dauert es .ulen mehrere Jahre, ehe der Zuspruch einer höchst mini- len Rente erfolgt, weil Dutzende von hochnotpeinlichen .ersuchungen vorgenommen werden, ob die betreffende son wirklich unterstützungsbedürftig ist. In der rschenzeit tarr.t der Aormste ruhig am Hungertuche nagen - sterben, wenn nicht die private Wohltätigkeit eiugegrif- hat. Tie Gewährung einer Rente nach einem Unfall, a>er die Erwerbsfähigkeit des davon Betroffenen einge- änkt oder gänzlich ausgehoben hat, stößt stets auf Schwie- .eiten, fast um jeden Pfennig wird gefeilscht, weil die llliche Versicherung möglichst wenig zahlen will, und es richt selten, daß eine Diente auf gerichtlichem Wege durch- cht werden muß. Ist es doch sogar vorgekommen, daß n Verunglückte dazu zwingen wollle, sich einer von ärzt- er Seite keineswegs als notwendig befundenen Operation auf Leben und Tod zu unterziehen, nur weil die Verwaltung hoffte, nach eventueller Genesung eine geringere Rente zahlen zu können. Nach alledem ist es kein Wunder, wenn man in Deutschland, speziell in den Kreisen, die der Versicherungspflicht unterliegen, vielfach von deren Wirken keineswegs sehr erbaut ist, weil hier die gerade auf diesem Gebiete am allerwenigsten angebrachte bureaukratische .Schablone vorwaltet. Ebensowenig kann man es jetzt den deutschen Privatbeamten verdenken, wenn sie angesichts des Planes, auch für ihren Stand eine staatliche Pensions- Versicherung zu schaffen, darauf bestehen, eine Sondereinrichtung zu treffen, und sich mit Händen und Füßen dagegen wehren, den jetzt bestehenden Instituten mit allen ihren Schattenseiten angegliedert zu werden. Arrs SLcrSt und Land. Gießen, 16. Okt. 1907. Schulgärten. Mit Recht wird bei Schulhausneubauten auch Aufmerksamkeit auf die Anlage von Schulgärten gerichtet. Der Schulgarten soll das Muster eines Hausgartens und in allen Teilen ein anregendes und belehrendes Vorbild für die Gemeinde sein. Im Schulgarten soll gezeigt werden, welche Gewinne bei ordentlicher Pflege ein Hausgarten abwerfen kann. Gleichzeitig soll er als Anschauungsmittel für den naturkundlichen Unterricht Verwendung finden. Der Schulgarten soll keinen Reinertrag bezw. Geldgewinn abwerfen; sein Nutzen steht in der Verbreitung des Wissens und Könnens, in der Förderung der Lust und Liebe zum Gartenbau und Landwirtschaft. Zum Schulgarten soll ein möglichst günstig gelegenes Stück Land verwendet werden; es soll sich tunlichst in der Nähe des Schulgebäudes befinden. Im ländlichen Schulgarten wird das Hauptgewicht auf Gemüsebau, Obstbau, Blumenzucht und Anbau einiger landwirtschaftlicher Kulturpslanzen zu legen fein. Je nach den zur Verfügung stehenden Mitteln und dem Interesse des Leiters wird der Schulgarten eine größere Ausdehnung annehmen können, z. B. durch Hinzuziehung von Waldpflanzen, Gift-, Arznei- und Handelspflanzen, Sumpf- und Wasserpflanzen, Felspartien, Frühbeete, Einrichtung für Vogelschutz usw. WaS die Einteilung betrifft, so wird der Schulgarten zu trennen fein in den Obstgarten und in den Gemüsegarten. Die Rabatten können zur Blumenpflege verwendet werden, während Wegeeinfassungen, Mauern, Wände usw. zur Spalierzucht zu benutzen sind. Ter Obstbau im großen als Hochstammkultur wird wegen des meist beschränkten Raumes nur wenig Anwendung finden. Man wird sich daher nur auf die Anpflanzung von Zwerg-, Busch- und Spalierbäumen und Beerenobst beschränken. Kein Zweig des Gartenbaues hängt so am Alten wie der Gemüsebau. Im Schulgarten soll bei richtiger, zweckmäßiger Pflege vor allem der Wert der neueren Sorten geprüft und diese dann den Kindern und der Bevölkerung vorgeführt werden. Die Einteilung der Gemüsebeete muß regelmäßig und übersichtlich fein. Wie der Lehrer bei der Obstbaumpsiege auf die Lebensweise und Schädlichkeit der Insekten und die Art ihrer Vertilgung seine Schüler aufmerksam machen muß, ebenso muß er auch auf die Nützlichkeit der Vogelwelt Hinweisen und deren Hegung und Schonung besprechen. Der Vogelschutz im Schulgarten wird in ** Vom Groß h. Hose. I. K. H. die Groß her-, zogin folgte n. d. Darmst. Ztg. am Montag einer Einladung I. H. der Prinzessin Franz Josef von Battenbergs zum Mittagstisch und kehrte alsdann nach Jagdschloß Wolfsgarten zurück. — Der italienische und der spanische Ge-, sandte, Cavaliere Alberto Pansa und Don Louis Pvlo^ de Bernabe, besuchten am Montag abend das Hoftheater^ und folgten alsdann mit ihren Sekretären einer Änladung^ des Staatsministers Dr. Ewald zum Souper. ** Die Ausgabe neuer Z i n s s ch e i n b o g e n zu den 3V2prozent. Großh. Hess. Staatsschuldverschreibungen der Anleihe vom 1. Juni 1876 für weitere zehn' Jahre — erster Zinsschein am 15. Mai 1908 fällig —h findet bei der Staatsschuldenrasse, Luisenplatz 2, der Hess.^ Landeshypothekenbank, Heidelberger Straße 7, bei der Bank' für Handel und Industrie dahier und deren Niederlassung.- zu Frankfurt a. M., sowie bei sämtlichen Bezirkskassen und! dem Steueramt Gernsheim gegen Einreichung der Erneue-j rungsscheine (Zinsschein-Anweifungen) kostenfrei statt. Best, Einreichung der Zinsscheinanweisungen ist ein nach Num-> mern geordnetes Verzeichnis in zweifacher Ausfertigung! mitzuliefern. Das Formular hierzu wird von der Großh. Staatsschüldenkasse und den genannten Ausgabestellen aufi Verlangen unentgeltlich abgegeben. ** Der Verwalt ungsgesetzgebungs-Aus^ schuß hat Dienstag vormittag unter Vorsitz des Kammer-^ Präsidenten Haas seine Beratung über die Reform der' Verwaltungsgesetze wieder ausgenommen. Der Ausschuß» setzte die Beratung bei der Landgemeinde ordn un gf fort und zwar speziell über den umfangreichen Bescheids den die Negierung auf die auf Antrag der Abgg. Köhlers und liebet gefaßten Beschlüsse des LlusschusseS erteilt hat.. Nach 1 Uhr wurde die Veryandlung abgebrochen. Die Ford-; setzung der Beratung erfolgt morgen. ** Der hessischen Handwerker - Zentral- n o]'] cn[et)aft, gemeinnützigen Aktiengesellschaft, in Darmstadt, bem ersten und bis jetzt noch einzigen Institute, daS> die Beschaffung von Maschinen für Handwerker auf rein roirt>i schaftlicher Grundlage erfolgreich dlirchgeführt hat, ist in Au-^ erkennung dieser seiner segensreichen Tätigkeit von der Jury^ der „Internationalen Tentoonstelling van Ambachtswerltnigen,! Palais vor Volksvlijt" zu Amsterdam das Ehrendiplom zu-, erkannt lunrbcu. ** Erfolg der hessischen Landwirtschaft. Diei Landwirtschaftskammer erhielt auf der O bstbauausstellung in Mannheim in Klasse 37 (Normalsortiment) den 1. Preis! (Großh. badische Staatsmedaille); in Klasse 40 (Gesamtüber-^ sicht des ObstbaueZ) die Kgl. preußische Staatsmedaille; ich Klasse 14a (Deutsche Handelsobstausstellung) einen Geld-j preis von 200 Mk., außerdem für ihre Gesamtleistung einenj Geldpreis von 500 Mk. Auch die beteiligten Fachverein^ und Einzelaussteller erh-.elten zahlreiche und zum Teil sehr wertvolle Lluszeichnungen. Die im ganzen auf die hessischem Aussteller gefallenen Geldpreise dürften ca. 3000 Mk^ betragen. ** Freiwillige Liebesgaben jeder Art für dief Abgebrannten in § e r bstein, die unter der Adresse des; Hilfsausschusses in Herbstein oder einer sonstigen Sammel-, stelle mit dem Vermerk auf dem Frachtbriefe „freiwillig^ Gaben für die Abgebrannten in Herbstein" zur Äsen bah n- beförbernng ausgegeben werden, leere Emballagen, die zu. solchen Sendungen verwendet waren und mit dem ^Vermerk auf dem Frachtbriefe: „Von einer Sendung freiwilliger Gaben für die Abgebrannten in Herbstein" zur Rückbesör- ber Verwendung von Nistkästchen und. der Anlage von ^utter Plätzen im Winter bestehen. Bad-Nauheimer Briese. VI. Die Saison ist zu Ende. Aus der vorübergehenden ^ßjtadt dcb Sommers wird int Winter wieder die kleine n d st a d t. Der Gegensatz wurde einem so recht deutlich, man aus den Herbstserien zurückram. Vor der Ab- e noch Theater und Konzerte und Kurgäste aus allen aßen und in allen Lokalen. Bei der Heimkehr dagegen 3 man schon an vielen geschlossenen Villen und Läden bet. Wohl ist auch jetzt ttoch immer eine größere Zahl Kurgästen hier, aber da keine Veranstaltungen auf der rajse jie mehr sammeln, zerstreuen und vereinzeln sich. Im großen und ganzen kann schon jetzt jeder seinen erschlag machen, was ihm die Saison schließlich ein- :agen hat. Auch eine Erntezeit, wie beim Landmanu. Und Arbeitszeit vorher, wie bei diesem, auch ein Rechnen . auch unter Umstünden ein Kampf mit dem Wetter! düsmn Jahre war's mehr Kampf. Denn ungünstiger, ler und regnerischer ist wohl selten ein Sommer ge- en. Da ist gar mancher ausgeb'lieben, den warmer tnenschein fönst w^ist hergesührt hätte. Und diejenigen ic, die trotzdem hier weilten, waren schwieriger bei er Laune zu hatten. Nicht nur die fturbireftion mußte die allgemeinen Unterhaltungen doppelte Arbeit ver- iben und durch schlechte Witterung wurde noch manches azcrt oder Feuerwerk gestört. Auch jeder einzelne §au.^ t mußte sein Teil zur Tröstung tun und jeine Anstren- । gen vervielfachen, um finanziell sich allen Schwierigen gewact)sen zu zeigen. Gesunden wird der Verdienst _ ebenstni/enig wie anderwärts. Uttd es gibt auch hier nchen, ber im Kampf ums Dasein unter die Räder unr. Ter eine nimmt's mehr, der andere weniger Fsch. Der eine findet Mut und Kraft, von neuem anzn- ncii. Der anven wirft dem verlorenen Glück sein Leben ) Wer selbst dem Kurbetrieb fernsteht, sieht wie ein chaner vom sicheren Strande aus dem Ringen zu. nches Glück ficiji man werden und wachsen, aber auch nches Erschütternde erlebt man. Uuo wenn man daun noch die Schicksale einzelner derer neu lernt, auf deren Bedürfnisse dieser ganze Betrieb riurder rst, oje fstl) mit zerstörter Gesundheit Hilfe- Heis ch end hierherwenden und doch auch nicht immer finden, was sie so heiß verlangen, da fühlt man so recht in ihrer unerbittlichen Gewalttätigkeit jene Macht, „die keines Menschen Kunst vertraulich macht". Da hat man es wirklich lebendig vor Augen, wie nicht nur die Stürme des Krieges oder des Meeres zum Kämpfen zwingen, sondern in oft noch viel erschütternderer Weise die Stürme des Schicksals. Denn „Nicht bloß im Wellenreiche Auf der wogenden Meeresflut, Auch auf der Erde, so fest sie ruht, Aus den ewigen, alten Säulen • Wanket das Glück und will nicht weilen." Die Herbststimmung legt solche ernsten Betrachtungen nahe. Und es ist wohl Menschenpflicht, in der Siegesfreude auch der Gefallenen zu gedenken. Im allgemeinen sreilich überwiegt die Freude und sucht ihren lauten, stürmischen Ausdruck im Trubel der „Ke r b." Die beiden vergangenen Sonntage werden die Anwohner des Marktes nicht eben viel Ruhe gehabt haben. Das ist das erste ausgelassene Ausatmen von dem Druck der Saisonarbeit und der Saisonpflichten mit all den Einschränkungen und Rücksichten, die der Kurgäste wegen nötig sind. Was die Portemonnaieverhältnisse anlangt, so ist's eoen unmittelbar nach der „Ernte" auch die günstigste Zeit zum Festeseiern. In der jetzigen Stille aber treten bujeiugcn Schönheiten mehr selbständig hervor, die im Trubel oes Kurlebens nur wie eine Art Rahmen eine untergeorduere Rotte spielten. Im Park leuchten die welkenden Blätter der chönen Baumgruppen in wunderbaren Farbenspielen auf. Einsamer liegt der große Teich. Um so ungestörter aber kann man von einem der lauschigen Plätzchen an seinem Ufer aus das Bild des freundlichen Wassers genießen. Der ästhetische Feinschmecker kommt zu dieser friedlichen Jahres- zeir eher auf seine Rechnung, als im lauten Sommer. Am 15. Oktober schloß auch das Nachspiel der vergan- geneu Saison. Der Winter muß dazu dienen, die kommende rürs nächste Jahr vorzubereiten. In den Straßen wird wieder gewühlt, an den neuen Badehäusern gemauert und gedämmert. An ihre geistigen und geselligen Aufgaben traten die Vereine heran. Der VortragSverein und der Bildun g s verein haben ihre vielversprechenden Programme veröffentlicht. Der freisinnige Verein wird politische Anregungen bieten. Bürge r v er ein, Verkehrs verein und Stadtvertehrsverern werden sich ihren sachlichen Zwecken widmen. Gesangvereine, Turner, die vornehme „vereinigte Gesellschaft" u. a. werden den verschiedenen geselligew Bedürfnissen gerecht zu werden suchen. Wer roeiß, waK es da im Lause des Winters noch alles wird zu verarbeiten; geben. An Langeweile braucht jeoenfalls auch hier niemand zu Grunde zu gehen. Dr. Strecker. * — Gegen die Aufführungssteuer an Werkens der Tonkunst, gegen die bekanntlich unser E r n st Chall ien den ersten Vorstoß unternonnnen hat, nahm jetzt eine zu LeipHig^ veranstaltete große Sängcrverfannnlung Stellung. Es war zugleich die erste öffentliche Kundgebung des in Leipzig gegründetem Bundes deutscher Sänger gegen die Aufiül-rungssteuer, dem schon gegen 30 Gesangvereine beigetreten sind. Der neue Bund beabsichtigt ein Schutz- und Trutzbündnis gegen die Genossenschaft deutscher Tvnsetzer (Anstalt für musikalisches Aufführungsrecht irr Berlin) zu schließen, um) laße einzelnen Vereine auf diese Weise unabhängig zu machen von den Interessen der genannten Anstalt. Das Kaiser-Liederbuch, meist steuerpflichtige Lieoeü enthalte, habe den Anstoß gegeben, Front zu machen ßegen jede Besteuerung aufzusühreuder ^lompositionen. Man müsse dagegen sich weleden, daß eiil^großer Teil der Einnahmen ber Komponisten in die Kasse der Tantiemeanstatt fließe. Die Ladungen des Bundes deutscher Sänger eilthalten nur Den einen Paragraphen, demzufolge jeder Verein, der die Bundesmitgliedschaft erwirbt, sich verpflichtet, steuerpflichtige 9toteu weder anzuschaffen, noch steuer- psliehtige Lieder zu singen. Der Bund erhebe keine Beiträge, sondern wolle uneigemmtzig gegen die Aufführungssteuer wirken. Schwere Vorwürfe erhob Redakteur Paul Lud-vlg im Interesse der .Saal- und Kvnzertlokalinhaber gegen die Genossenschaft.^ Er sagte, die Genossenschaft lasse mit sich handeln. Er wies dies an Beispielen nach und fiilyrte ausschließlich ins Treffen, der deutsck)e Bäderverband befinde sich in Opposition mit der Genossenschaft deutscher Tonsetzcr. ES wurde folgende Entschließung angenommen: „Die Süngerversammlung begrüßt die Gründung des Bundes deutscher Sänger gegen die Aufführungssteuer un> pwlestiert energisch gegen das Geschäftsgebaren der Tonse^ergc- nossenschaft und gegen die Aufführungssteuer." — Ter vom Grostherzog von Hessen bevuiene Münchener Maler und Radierer Fritz Hegenbarth hat bereüs seinen Wohnsitz nach Dar m st a d t verlegt. 9laa) der Bruckmann'jchen „Kunst" ist ihnl dort ein großes Atelier un alten Residenz- schloß eingerichtet worden, da int Ernst - Ludwigshause alle Räume sür tue Zwecke der Großh. Lehrateliers in Anspruch genommen sind. er do. 94.50 Eschweiler Bergwerk 198 4% Italien. Rente . Wiesen. 4 % Conv. Türken von 1903 . 205.50 Kerliner Börse, 16 Oktober. Anfangskurse. gewandt hat. Er hat ein Paket uc 129. 231 139 174 143. 200. 3^7« 3% 3)^ 7o . 120 . 106 . 214 . 204/ .' 2a 172) 4>s7o Chinesen . . Aktien Bochum Guss . . Buderus E. W. . Tendenz: fester. Konsols do. Hessen Oberhessen Kreditaktien . Baltimore- und Ohio- Eisen Lahn . . Gotthardbahn . . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staats bahn . 1 Ti nce-B enri-Eisen bah n Deutsche Bank Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kominandit. , Dresdner Bank Univcrßitäts-NachricbtLw. = . 142.60 . 47.30 . 85 20 . 63.05 . 95.10 Harpener Bergwerk Laurahütte Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . Türkenlose . . . D7io 3°/0 Mexikaner die Schuld--« j. ^5ut. § der Strafprozeßord-! 4 97 90 98.00 93 10 101.00 64.30 65.50 92.50 90.10 93.10 L-M- LM-M- WMMM, - ...................... «nannte Stnbrif «gönnen. Dre dem Verbrechen des Mordes eine u/k? anheimgestellt, bei 4* äussere Argentinier . 88, .' 29 . 141.1 . 127.i Harpener Bergwerk. . ' 205 Laurahütte 226 Nordd. Lloyd . . . . jJ4 Obeischles. Eisen-Industrie 102 Berliner Handelsges. . 156, Darmstädter Bank Telefo^iscäie Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank filr Ban und Industrie. Giessen. 4% Oesterr. Goldreute 4’/6% Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . , 3?a Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen „ JH Canada E. B 158.40 Darmstädter Bank . . . 129.10 Deutsche Bank .... 231.00 Dortmunder-Union C. . ' Dresdner Bank . . . 143^40 Tendenz: still. 4 yi 70 russ.Staatsanl. 1905 4J^U/O Japan. Staatsanleihe Tiirkenlose Griech. Monopol-Anl. $cr MordproZeß Hau vor dem Reichsgericht o.„ gp c. r ßeifljtg, 15. Oktober. solches nicht nachzuweisen wo? Dx do. ben11tggCI«nne« toetben brs 31. Dez. b. I. auf den preußisch- Staatsbahnen fruchtfrei befördert, wenn btc Auflieferung als gewöhnliches Frachtgut ohne Angabe »» 3nte«ffe» an der Lieferung und ohne Nachnahne- Ibelofhirtg erfolgt. ' . ~ i ch' 14- Okt. Die landwirtschaftliche Wrnterschule hier beginnt ihr nächstes Wintersemester 6. Stovember b. I. Zugleich findet an diesem ,Zoge bte Einweihung des neu erbauten Schul- jgeBaubeS statt. Die Schule hat zwei Klassen mit voll- getrenntem Unterricht. Zwei ständige Landwirt-, .Ichaftslehrer, ein Kulturtechniker, ein Obstbautechniker ein (A-teratät und vier Realienlehrer erteilen den Unterricht. ^r^an berücksichtigt Realien, Natur- und Fachwissen- Ü. bct^ Utrt'ana' toie er für den heutigen Land- nötig und in Mei Wintersemestern zu bewältigen ist. Durch Besichtigung gut betriebener SanbJ -guter, geologische und botanische Exkursionen in die Um- geBung totrb MWechslung in die Lerntätigkeit aebracht und I ■ i. Prüfung im Hufbeschlag bestanden imd danach berechtigt, gewerbsmäßig den Hufbeschlaq ■lenjftnnbtg auszufuhreu Konrad Alles aus Gambach, Wilh ;nl/JLaU§ Muschenheim, Johs. Gröning aus Willofs, ff«! jaget aus Fulda, Jak. Jann aus Petterweil, Franz -angstrof aus Oppershofen, Johs. Maul aus Ober- ^Ertz aus Schwarz, Johs. Metz aus Nieder-^sletdeu, Aug. Möller aus Ruhlkirchen, Wilh. Naum ann aus Nieder-Ofleiden, Karl Pfannmüller Rabertshausen, Gg. Rupp el aus Rieder-Weisel, Hch Schaaf aus Eichenrod, Mart. Schäfer aus Grüningen, ^söonr. Strack aus Homberg a. d. O., Wilh. Wehrum ™TMtern' dH". Weitz aus Dorn-Assenheim und Earl Wittrg aus Nieder-Gemünden. kam °u'f i^nb sach-' Ln eine solche 5Ln7chAch«-mi7 ? nur eine einheitliche verurteilt und nicht in Zwaimsdaft ML Erl> SU...........I sna « £.ss«5?sä etwas nervöse Reizbarkeit Äun^Aunge ver or icinc damulisi sunsWUM«s«Mk ™ «s «iöiUela,,1 ®Ä?n ufw bas »nd Schwache,'i" welches für ca. 14 Tage ausreicht. 1 f iU ir“ -Diar£ rrhättw 7ektetrraU§BtJ?en tooIIen' wird Stellung vermittelt. Gute .^rpflegung in guten Bürgershäuscrn weist wer Schulvorsteher nach. ' K-i r ck, g??" 15* R-?- Renovierung der e v. £ -?c .nahezu vollendet und ihre feierliche Ein-!s.^-^^"^ ourcy das Gesetz bestimmte M d'K. hatte, bejahten die Ge chwmencn die° " "tschos ans drei Jahre TesänH'"" lIrtet[ ®enc6tS I6l und^ergiitet & »W’ü ’ia-äs Äff ä । m eeum» » = il ter lltoÄr «« SSUlelmim ttTÄ«* b”“ ^Lhmiiren-Ncr Münsters Butzbach.^"" W»«« filSä und Frau ein Soh, »/Sn Sm,Kn. Dietz in Wetzlar mit H> - -Äi.'X SÄ Wilhelmine Gebhardt .»"SanL-bn». - ^'Ä’. 94.20 Elektriz. Lahrneye 84.70 Elektrir. Schlicker; ^icfiener Strafkammer. w 3 . nv )( Gießen, 15. Okt -, Aus dem Armenhause. Lmmlllsskt oäTm "f, la SS« W-dwhung des Ersteren. Nach den Fcststel'lunam^ä-. MUSNMBchM t£m zu zweimal zwei W^cheEfänanis^d'ttK^ verurteilte gut eine Gesamtstrafe von drei Wochen iuriirf ÄtS «.ftwSÄB werden soll. "Ä 1iin£™ cin MoeUshaus überwiesen Regner aus Rache angc^int inn^n^f?-9, JmCr üon ^lnem -hlelt das Gericht ttoh 7 w J-in 10Bezüglich des M -roße 3einb|^?ft eine Rücksicht auf die es das Urteil aushov und 7>- c e i i o r u . erwiesen, weshalb mu!;ie me Berufung dcs R., b./iucht^rew^ ^ - ^^oegen -euriidW« werden. Eine aMgebLLAU &&S ä 'LT 8WWWZW8 in ber P?ess?e°rlafs°kh"tülS™ -ine beeinslutzt worden sind. Der Staatsawoo7,^ die Geichworenen vierzehn Tage nach SReetrhtmirm s nc$ ^er wndern Vrotokollfübrer aemach^ k*^ bcc Vorsitzende und der angefertigt iöorb?n; diesist vom^ Ver?eidia^r^ 8*6er Sorgfalt S Ä ® L^r^ie toSÄÄ "ZS^HnlA ift^S nach knİSi§t8,” ' Verlesung dieser Protokolle mnr Sfr ^arrs geschehen; die ! di. ESkKFPN MK»L-L i Dre Einigungsverhandlungen, die, wie gemeldet wurde, zum Friedensschluß in der Tabakindustrie .gefügt haben, fanden vor dem hiesigen Gewerbegericht als Ernrgurrgsamt zwischen den Vertretern des .Vereins der Tabakindustriellen und der auSgesperrten bezw. ausständigen Arbeiter (nicht mit dem Tabakarbeiter-Verbanö) statt ^te Grundlage des Friedensschlusses ist die Aufhebung des Streikes und der Aussperrung. Die Arbeit der Wickel- rnacFjer soll schon am Samstag, die der Zigarrenmacher am 'Montag begonnen werden. Maßregelungen gegen Arbeiter sollen nrcht ergriffen werden und die Arbeiter werden nad) Maßgabe des jeweiligen Geschäftsganges wieder an- 2rei!0?*inTen;, _^e .Zither in der Lohnbewegung stehenden Arbeiter dürfen die, die inzwischen weiter gearbeitet haben .111(1)^ belästigen, lieber die Frage der Koalitionsfreiheit ivutbe nicht verhandelt, da nach einer Erklärung der Arbeitgeber-Vertreter diese niemals angetastet wurde. ** Sn Am eri ka verstorbene Hessen Josef 'Isenburg aus Langstadt, 77 Jahre alt, zu Newark, N.--J. — I. Friedrich Ludwig aus Nieder-Modau, 82 Jahre ialt, zu Bucyrus, O. SJrteiS eines Pf»,v y « r* der auf Rat des Arztes bei seinem "Sohn Bioson ai qo q? 06186nkirch6n Bergwerk . iro ro-n "ambnr^-Amerik. Paket!. 129 92.oO IT- LsL' SSt" ” biE Aus-- Bri-stn als b^brachie Urkunden P zulässig solange s „ n Tie „ndichte Pfuhlgrube. L ^.L^^lagen ersetzen Klen. Dies E > WWch« ; «rund fach-1 Befu8t: eine folfc* »Äte jSÄ»®eNih Handlung vorüogt, weshalb auf eine Strafe ,u bte mit zwei Mark Geldstrafe genügend gesühnt ist Die entwendeten Salatköpfe. (Knmhfh'k/^ö6” " tur ertoieien, daß er von einem ob der Angeklagte des Mordes "frWMA llc^ u brra iTr^t ourgenneisters Lwlat entwendet hat. Er fndit ^16 Glaubwürdigkeit d"s V"rteidiaer^ nid eine Zahlungen leisten" zu dtte^Bsstiedigun^er'ihr einen Wachst? Forderung nicht genau bekannt war Der Meckes Hau, der bis zum 15 Oriober nnA ?ra ßS ff?R2rbcn T,t'h LMMMAWZ und Kreditvcreins und d°r Kantralleur !„ ° 5 -oo.rschuß- Wibnn3 antrugen. * Fahrlässiakeit^ur^oll x“ Verschulden, noch eine . 8"- dagegen tourb. dem Wechsel nicht ansah, wer die Schwiegermutter verneint. der AusslEuna -r± °.»»7°'nmen, der Wechsel sei nach - WWMSSMtz MtaÄ We!7"'""° E^'dardt in Lauterbach. - FrauWiF-ch Ä .. . .. -...........Nu^..e iperoen ,uy HBer «« ^-mertshacheu. u ./u§ bem Kreis Büdingen. Die Ernte - sick si^ra^^ ^Urschred die Strafkammer dahin, daß der Aussteller aale, Kirchstraße 9: Bibelstunde. (Offen b. Jobs ) SSS««M»Zs'--° .......... MZZMWDSS^MSE inufyt zu verzeichnen ist. Auffallend ist, daß der Dovdel- iptner Kartoffeln mit 5 bis 6 Mk. be^ablt wird W |bem rn Hülle und Fülle Kartoffeln vorhünden sind Wie 9Tc6erczi Landwirte die Zuckerrübe als Vor fai&t schätzen, mag daraus erhellen, daß die meisten immer Ttocf) größere Flachen — manchmal 50 bis 60 Moraeu i Damit anbauen. So werden in her 'And Gelnhausen etfoa inon r _nr?UOm91 -Seide Zollfrei! Muster an jedermann! — _-B_Seidenfabrikt. Bffennebcrir. Äiiric FRANCK Hausfrauen, achtet auf die UchLMiPe! m< SchutzmarkeAechten Kranck, des seit Jahrzehnten anerkannt besten Kahee-Zusatzes. SCHUTZMARKE. FRANCK I ° i Pfff. 40 32 Pfg. 24 Pfg. 16 Pfg. 2% Pfg. D12/lü ßar Seid! Main z. 6313 bM/io zu staunend billigen Preisen mit I Telephon 393. K^plsnsgasse 08. ÄZ^ÄKWMÄ Sämtliche Gero inne werden aufWunschder Gewinner mid i 62/a Pfg. 5Vs Pfg. Nr. Nr. Nur 25 000 Lose, 12 500 Mk. Gewinne i. W. Erster Hauptgewinn 1 elegant. Wagen mit 2 Pferden nub Gcichirren Mk. 3 500. Zweiter Hauptgewinn 2 Arbeitspferde Mk. 1 800. Sieben Gewinne Je 1 Pferd oder Johlen Mk. 4000. Zebu Geivinne Pferdegeschirre und landwirtfchaftl. Maschinen Mk. 1000. Dreihundertsechzehn Silbergewinnc Wik. 2 200. IMIbeQfaihg^Maget* tmeS AsassiattMngsgesc^äft Giessen. Stolze-Sclirey, Einfach, kurz, handlich, führt rasch zu leistungsfähigem, sicherem Gebrauch. Dtiko DienStag, den 22. Oktober, abends 1/29 Uhr, erüssnen wir in uni er em Vereinslokal zum „Postkeiler" einen weiteren — Aiifängerkarsus — Honorar einschl. Lehrbuch 6 M. Anmeldungen erbeten an Elektrizitätswerks -Buchhalter 5t. Reitz, Neustadt 4, auch werden solche bei Beginn d. Unterrichts entgegen genommen. Der Vorstand d.Stenographeu- VereinsStolze-Schrey/Gietzen MmzerPserde-MM Verlosung am 25. Okt. 1007. ist es noch lange nickt, welche Lsmchmaschlne Sie kaufen, Original „Kiffer* Dumps B>aschmaschme ist entschieden die Beste. 6307 Probemaschine auf Wunsch bei JL £iäisserg Eisenhandlung Neustadt 56. Telephon 76 zwar die lebenden und größeren Gewinne mit 70%, dieSilberge-, winne mit 80% ihres illennwerteS garantiert in bar ausgezahlt. Lose a 1 Mk., 11 Stuck 10 Mk. Porto und Liste 25 Pfg. Zu haben bei allen Loseverkäufern Uarl Singer, General-Vertrieb I. II. Darmstädter Möbel-Fabrik DARMSTADT Bedeutendstes und, Grösstes Unter- 1 Fläschchen 6 Fläschchen zu 150 gr 1 Fläschchen 6 Fläschchen zu 200 gr Einrichtungen oder einzelne Möbel, welche für später lieferbar gekauft werden, können bis dahin an meinem Lager verbleiben. Frankolieferung durch eigenes Fuhrwerk. 4 PfS nehmen Mittel- und Sdddeutschlands für kompl. Wohnungs-Emrichtunoen in allen Preislagen * % * * * Komplette Herren-, Speise-, Wohn- und Schlafzimmer, Salons, moderne Küchen-Einriehtungen, Büffets, Vertlkowe, Salonsehränke, Trnmeaux, Spiegel, Bücher-, Spiegel- und Kleiderschränke, Schreibtische, Näh-, Sofa- und Auszugtische, Waschkommoden, Nachtschränke, Bohrstiihle, Salonstühle, Triumphklappstühle, selbstgefertigte kompl. Betten, Sofas, Bivans, Chaiselongues. Garnituren in Plüsch, Tuch und Gobelin. 250 Vorlagen und 1OO Teppiche in »/„ 10/4 und >-/<. Tapestry, Velour, sowie einige Dutzend Chaiselongues- und Tischdecken in bester Qualität. % Milch.....5 Pfg. 30 Pfg. % Milch.....4 Pfg. 24 Pfg, Nr" III. % Milch.....3 Pfg. 18 Pfg. Nr. IV. Haferschleim ... 2 Pfg. 12 Pfg. Bringerlohn täglich 5 Pfg. Vollmilch roh oder sterilisiert in 200 gr Fläschchen ä Liter 40 Pfg. MilchkQche für Säuglinge, Wetzsteinstrasse 43 Preise der Säuglingsnahrung. poonieren und Damenkopfwaschen mit elektrischen Luft-Trccken- Apparat ist die ges andeste u. angenehmste Haartroknung. Ferner im Frisieren a. Manicarcn in und äusser dem Hause empfiehlt sich bestens [6405 Frau Emil Koch. 62 Bahnhofstrasse i ■« . ■ i . , durch Neubauten, Neueinrichtungen u. grosse r Holztrocknungsanlagen bedeutendverbessert * W'VtLa äukJ u. erweitert. Daher höchste Leistungsfähigkeit Nur- denkbar beste Qualitäten, Formenschönheit u. Preiswürdigkeit gehen Hand in Hand. Allgemein als Sehenswürdigkeit I. Ranges anerkannte, grösste existierende und übersichtlich arrangierte von ca. 300 kompl. mustergültig und stets liefer- AUmSLvOWW fertig eingerichteten Wohnräumen. — ohne ‘Kaufzwang - unserer Fabrikation- und Aus- ööSivIlKAy U1&Ö Stellungsräume erbeten und erwünscht. direkt an Private zu Original-Fabrikpreisen. 10jährige W öl ikdlll Garantie. Lieferung franko Haus. Sonntags geöffnet von 11—1 Ehr. Fabrik- und Hauptausstellungshaus (Zentrale) Heidelbergerstrasse 129. Filiale llheinstrasse 39. Man verlange Preisliste mit Abbildungen. (Photogr. Aufnahme der einzelnen Zimmer.) Beim II. Bataillon Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Grotzh. Hess.) Nr. 116 soll die Lieferung der im Küchenbetriebe erforderlichen Lebenömittel für die Zeit vom 1. November 1007 bls Ende Oktober 1908 in 4 Losen vergeben werden. D12/i0 Los 1 Kolonialwaren LoS 3 Kartogeln Los 2 Gemüse Los 4 Milch. . Vertragsbedingungen pp. hegen aus dem Zahlmelster-Ge- schästszimmer gen. Bataillons — Neue Kaserne — zur Einncht aus. Angebote sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift vergehen, der Küchenverwaltung zum 18. Oktober 1907 einzureicyen. H. Bataillon Jnfauterie-Ncgiment. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116. Tie Fürstliche Obstbaumschnle zu Lich empstehlt zur bevorstehenden Pflanzzeit: Aep selb och st m junger, wüchsiger Ware mit vorzügl. Bewurzelung, sowie alle anderen Obstarten, als Mirabellen, Aprikosen, Psirnche, Haselnune :c. [6440 Stachel- n. Johannisbeerhochstämme, Erdbeeren, Himbeeren. Preisbuch kostenfrei. xtner Moderne, hochelegante, neueett Lindener- und Manchester- haltbare Garantie- ; KltHdsr-Sammete ! schwarz u. farbig, glatte2.75-5 M„ gestreift und gerippte 2-5.50 M. a Unzerreissbare für Knaben, d Entzückende haltbare seidene Blusen-Sammete ileter 3*6 M. Seidene Jackett- Sammete und Plüsche, Meter 3.75 bis 24.00 M. Muster auf 5 Tage zur Wahl. , Sammethaus Louis Schmidt) Hannover j^.Kais. Königl. Hoälef.1 Das b„ vAa^taf sn 4- Billigste Preise 6214 ’ ordsee-Se&eiiiisohe „ Per Pfund 35 Pfg. M° grosse Brstfische tot KP- ^iuni 18 Ma- Mochfeinsten helgoj. Cabliau ™ per Pfund 28 Pfg. F rischer Seeiaohsr, biOtenhell in 6 bis 8 Bft. Fischen, per Pfd. 24 Pfg., im Schnitt 2? Wg. wnt Ba^u uni Kochen per Pfund 40 Pfg. fi. Seehecht; Ts5^16 empfehlen wir aus beule eintreffenden Zufuhren. a”>/w Oehriider3 Bergfex Bahnhof- ------------------ dk ftrake 27 Von ftimüer Seudimg empfehle: lierin^1 ’’ ” J ** Dosen and ausgewogen Roijmöpse, Bismarckherin^e, Bratheringe Ibachs, Äcrdsee-krabben, i 4“to ’ Hummer, Apetitsild j Dosen 0?it!S?te#8'l?ePins:o in diversen Saucen. ° Marken, Anehovisparte »ar dellen butter, Brabanter Sardellen ferner stets frisch: geräueb. Lachs i:n Anschnitt SÄTr h£ ARi’ Sprotten eie.. C IIX’«1 wS aus-ewoften, HoH. Anstern. •Jeden Freitag frische Seefische, ” 5» lebende HaBamer Carl Schwaab, Hoflieferant Selkers weg 23 [6530] Telefon 2Vo. 27. Alleiniger Fabrikönt Joh. GöflL Hauswaldf GEGR.1786. Braunschweig Magdeburg - Eger i.B. * ( RLL«N. QL von 60 Pfg. an । .-torworn, „ „ oO 1 Südweiue geehrten Publikum, Vereinen und Gesellschaften M WtLLLe^bstRa/?«. Keunmich dab uL.?e Sonntag, den 20. Oktober eröffne. Daselbst findet Or©ss@ Tanzmusik statt. Es ladet ergebenst ein Konrad Seäpp lij Falls über die in § 132 der üonkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Donnerstag, den 14. 08a@W©! ist, als billigstes und bcgucmstcs, slumges Putzmittel für Küpser,! Dtcinng, Zinn 2c., durchaus mnrnbt, Slasche 50 Pscuurg. Ldler Drogerie, SelterSweg 39. Otto Schaaf. Muß- und Seefische, Mafigeffügel, anerkannt nur allerf. Qualität, empfiehlt [6052 C. G. Kleinbenu. Prompter Versand nach auswärts. Pcnna gewaschene Nußkohle» « t. Nttthrazitkohten , Nußkokö ,v Uuiou-BritettS empfiehlt [49 FHirpbol, Hol)h andluttg. o-.R.G./*A.ac mit drehbarem Fleischgesleii billigste und praktischste 9käucherci für jede Haushaltung empfiehlt 6172 J dfund von 90 Pfg. an bis | zu den temyten Marken J- MäsÄserg Eisenhandlung „---- Telephon 76, h 16 ^"^90 selbständig arbeitende ^OBBteiSF-e gesucht^. V<5I*e Phil. Gebhard Schanzenstr. !3 WeiMhandlreng Telephon 632 empfiehlt Hervorragender Starkungswein für Kranke n. Kekonvaleszenten. ^MbensehneselEB» ßrcckelmühlen FuLttersciineidua aschinen £• ee* kartoffelqneteciicn Janchepiunpen u. s. w. u. s. w. empfiehlt billigst Men Personen, ivelche eine jur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmaffe etwas schul- ist nicht jedermann im | ^'0 lind wird aufgegeben, Stande seinen zu verehe- to nicgts an den Gemeustchuldner undte"tKesdd™herUrSn | ^^rabfolgen oder zu leist Monat;-Beilage ZUM Gießener Anzeiger 1907 n I I Ast bie Klsiü^lzucht rentabel? Von M. D a n k l e r in Rumpe n. (Nachdruck verboten.) I Die Ueberschrist dieses Aussatzes dürfte gar manchem recht sonderbar vorkommen und je nach dem Stande und der Steilung des Lesenden dürften auch die Antworten sehr verschieden' ausfallen. Ich Wil! daher nur gleich bemerken daß ich bei der Frage hauptsächlich den bäuerlichen Betrieb ins Auge fasse. .,, . . . . , Aber auch hier wird die Antwort verschieden sein, ich will aber die Antwort selbst geben und zwar lautet dieselbe: die Geflügelzucht ist in sehr vielen Fällen nicht rentabel, sie könnte aber überall rentabel sein. Werl fic in vielen Fällen | nicht rentabel ist, wird sie durchgängig ganz unverzeihlich 1 vernachlässigt, wird sie nicht in dem Umfange betrieben, wie sie betrieben werden könnte und das ist nm so trauriger, weil dadurch ungezählte Tausende und Huuderttausende ins Ausland gehen, sür die auch die deutsche Landwirtschaft lohnende Verwertung hätte. Warum ist aber die Geflügelzucht in so vielen Fallen nicht zahlreich? Nun, ganz einfach weil derselben nicht die nötige Sorgfalt gewidmet wird, weil auch die aller- elementarsten Kenntnisse fehlen, weil die ganze Zucht mancher Bauernwirtschaften nur aus einer Kette von Z-eb- lern zu bestehen sck-eiut, weil manchmal jede Verrichtung in einer Lüeise ausgeführt wird, als wolle man mit kon- stanter Bosheit gerade das Gegenteil von dem tun, was getan werden müßte. Es würde viel zu weit gehen, wollte man alle die Fehler auch nur auszählen, aber einige der wichtigsten dürsten doch kurz besprochen werden. Die Fehler, die gemacht werden, beginnen schon von vornherein, beginnen schon mit der Brut. Sehen wir einmal zu, wie es da gewöhnlich hergeht. Di.e sorgsame Hausfrau hat bemerkt, daß da ein Paar Hennen brutlustig sind iind denkt sich nun, da ist es Zeit für Nachwuchs, sur Küken zu sorgen. Eier sind in Hülle und Fülle vorhanden, also schnell ausgesucht. Ja, ausgesucht. Aber wie ausgesucht. Beinahe jede Bäuerin hat ein Mittel, wodurch sie mit Sicherheit seststellen kann, ob ein Ei ein Hnhn oder einen Hahn ergibt, und dieser Gesichtspunkt ist maßgebend, denn selbstverständlich sollen aus 12 untergelegten Eiern auch 12 Küken, und zlvar mindestens 10 bis 11 Hühner sein. Daß trotzdem die Hülste der ausfallenden Küken Hahnen sind, verblü ft die Frau nicht im mindesten, sie wird im nächsten Jahre nach einer andern Methode verfahren, die ebenso sicher und zuverlässig ist. Also die Frau sieht bei der Auv- wähl die Eier an, ob es Hahnen oder Hühner ergeben — aber sie sieht nicht zu, von welchen Hühnern ihre Bruteier berftamnieii. Ein Drittel der Eier stammt von ganz jungen Tieren des Vorjahres, die vielleicht im Jul: oder August ausfielen und nun 10, ja erst 8 Monate alt sind. Em Drittel stammt von alten Veteranen, die mit Not die letzten Kräfte zum Eierlegen benutzen. Alle diese Eier sind mtuber« wertig und minderwertig ist auch die entstehende Nachzucht, «uchteier sollen mir von Hühnern genommen werden, die in voller Kraft stehen, die mindestens ein volles Jahr alt sind und nicht über 4 bis 5 Jahre hinausgehen. Nur von Hühnern in voller Kraft tarnt man kräftige gesunde Nachkommen erwarten und mir solche können die Geflügel, zücht rentabel gestalten. Also -/- der Eier sind m vteceü Fällen chon zur Nachzucht ungeeignet. Seyen wir uns nun das letzte Drittel an, welches von Tieren in richtigem Alter abstammt. Das ist doch nun Primaware. ,ya, viel- leicht! Wenn der Zusall günstig war. Besinden sich aber unter diesen Tieren im rechten Alter verkümmerte, schwach, liche Exemplare, schlechte Leger oder gar kränkliche ^jere, so ist das letzte Drittel auch minderwertig, Denn die schlechten Eigenschaften der Eltern vererben sich gerade bei den Vögeln ganz außerordentlich. Ist nun endlich auca noch ein Hahn aus dem Hofe, der entweder zu alt oder zu jung ist ober der von einer schlechten Legerin abstammt, so darf man aus die Zuchtresultate gespannt sein. Daun kommen vielleicht von 12 Eiern acht ans, 2 bis 3 Stück der jungen Tierchen gehen noch in den ersten 2 bis 3 Wochen ein, von den Uebrigbleibenden sind die Hälfte Hähne und von den übrigbleibendeu 2 bis 3 Hennen ist vielleicht kein egute Legerin. Ja bei solchen Zuchtresultateu kann man von einem Nutzen nicht sprechen und sollte aar manchem die Lust vergehen. Das geschieht denn auch und weil doch neue Hühner da sein müssen, so ruft man den vornber- fahrenden Händler an, der nun schmunzelnd 10 bis 20 ech.e Italiener hervorholt und dajür die schönen Mackstin.e dev Käufers in seinen Beutel verschwinden läßt. nelbstver- ständlich übernimmt der alle möglichen Garantien, ochchou er von der Herkunft der Hühner nicht mehr weiß als auch der Käufer selbst. Der Käufer aber lacht auch ins Fäustchen, er hat seine Tiere jetzt noch billiger als sein Nachbar, der Eier aus einer Zuchtanstalt bezog und auch billiger als fein Vetter, der junge Tiere von einem Zuchtvereme des benachbarten Fleckens kaufte. Aber feine Freude durste nicht lange dauern, die jungen Tiere, die aus wärmeren, ! Gegenden kommen, wollen nicht vorwärts gehen, mehrere gehen schon in den ersten Tageii ein (nun ist der Nest teuer genug) und es dauert Wochen, ehe sie sich erholt haben. Mehrere bleiben schwach und werden niemals ordentliche Leger werden. Daß nun die Rentabilität recht weit her ist, braucht kaum hervorgehoben zu werden, allein wer so davon abkommt, der kann recht froh sein. In sehr vielen sollen werden ansteckend« Krankheiten emgeschleppt. Ist es die Geflügelcholera, so ist in wenigen Tagen der ganze Hühner, stand hin, ist es Diphterie, so nimmt das Sterben kern Ende I und man laboriert monatelang herum. Wer aber Gelegen- heit hat, die Geslügeltransporte ankommen W sehen, must sich wundern, daß es nicht noch schlimmer kommt. Beinahe I in jedem Korbe finden sich tote Tiere, die lebenden aber, | hungrig wie sie sind, fressen von ihren Federn und ihrem 34 — ins anb |0,8 Kilo 1:4-5. 25 Kilos «sührter Tierklass iti durc fcrgeben, jcst nrrc überall ?^ief^nbcnJür ihre Entwicklung möglich sei mit möglichst großen Mengen Trockensubstanz zu erhalten w bie Tiere lncrdnrch widerstandsfähiger gegen die meisten Kranb Ijeiten wurden. UBl* l Eine K* eine Wertüemessung ■ Dieses Bewertungssystem, Neuerungen auf dem Oevicte der Ticrernäyiuug und -Kuliung. Dr. Kleb e rg c r, Södel. ganzen z reduziere dcispiel Ktt; erz Kilog licrt an liegender I, Tas nnen Sb uesern IK,8 6, reduziert Wie schon früher augedeuret, hatten die Forschungen Liebigs 11110 Deunebergs neue Grundlagen geschaffen, auf denen die Bewertung einzelner Futtermittel erfolgen konnte. Die Untcr- fncyungen Wolffss sowie Mhns gaben allmählich der Praxis die Mittel tu bie Hand, die zur Beurteilung der Futtermittel nach thrend Gehalt an Nährstoffen absolut notwendig waren, indem Ne eine große Zahl von Untersuchungeir landw. Futtermittel machten und hierdurch dem Laubwirte die Zahlen für die dnrcl)- schmttlich etwa Vorhandene Zusammensetzung der Futtermittel lle,erten. Ich will hier durchaus nicht weiter auf den Streit an Irscher über den Wert Von Durchschnittszahlen, ivie sle Wolff aufstellte, oder Von Maximal- und Mintmalzahlen, me sie Kuhn für richtig hielt, eingehen: beide Forsck)er haben sich durch ihre Verdienste in der Geschichte der deutsckten Land- wirtfchaft sick-erlich unsterblich gemacht. 1 Da nun aber der Z veck der verschiedenen Nährstoffe im Tierkörper ganz Verschieden ist, so mußte man je nach dem Vor- handeineln und der Ausgiebigkeit der einzelnen Nährstoffe in eitlem Futtermittel dieses Verschieden schätzen. Als besonders wichtig envicd sich hierbei neben dem absoluten Gehalt eines Futtermittels an Nährstoffen, das Verhältnis ber Nährstoffmengen in einem Futtermittel oder einer Futterratwn zueinander. ! Tics i. in. 11 fufturterf |?.ni M Kn: Mk 65« oi jii dcnci ricoiel! dis T'.cr V Lcc diS 15 J Mendgc 1 & J ft ÜUS < bff 1 keilen JiiM u Hütt! j-: ge Ä xit B' pifi Wder Meinfl' Mio log cö die jiltniö i M», in der £ gäbe vo erfohrcn. Bon in ö'Utt Michls Baien u liiesem ( |h pra | Ml «die cinzi iNtcmr Iciimme Wen bcire «Bit em |mittet v I Lon pirfu ■nur eii Dlerbei Mußte ganz natürlich auf die Proteinstoffe als eigentliche Bau stosse des Tierkörpers besonders Rücksicht genommen werden und )o kam es, daß man sie ins Verhältnis setzte zu den Stickstoff freie» Stoffen, zu den Köhlehhdraten und Fettem die in ihrer physiologischen Wirkung ähnlich sind. Den Fetten! tonnte jeborf) insofern eine besondere Stellung eingeräumt werden, als sie bei der Verbrennung im Tierkörper etwa 2,4 mal so viel Warme zu erzeugen vermögen, als Stärke nnb die übrig eit Kohlehydrate. Demgemäß summierte man nicht etwas einfach, die Zahlen für das in einem Futtermittel vorhandene o^tt mit den Zahlen für die vorhandenen Kohlehydrate, sondern man multiplizierte die Menge des vorhandenen Fetts zunäM ^nd addierte sie dann zu den Kohlehydraten. Wichtig ylervei, daß nur die wirklich ordentlichen, wahren Proteinstoffe als Einheit in Verhältnis gebracht werden zu den stickstoffreien Extraktstoffen inklusive Fett X 2,4. — Die stickstoffhaltigen Amid- substanzen eines Futtermittels sind den Kohlehydraten zuzurechnen. . Als praktisches Beispiel diene das Folgende: Die Ration einer Milchkuh enthalte 0,2 Kilogr. Fett, 7 Kilogr. stickstoffreie Wenn wir uns hier mit Neuerungen auf dem Gebiete der Tierernährung und -Haltung befassen wollen, so scheint es wohl an- gebracht, zunächst einen Blick auf die seitherigen Grundlagen ber 1lerlscl>en Ernährung zu werfen. -Suerü war es Thär, der, um einen Maßstab für den Wert >er käuflichen Kraftfuttermittel zu haben, chnf, die er als Heuwert bezeichnete. Jvie der Name andeutet, als Grundlage ^ne" gewisse ^Gewichtseinheit Heu mittlerer Qualität annahm, konnte sich nur so lange halten, als die Chemie noch ungenügend entwickelt war. — Mit der Feststellung des schwankenden Nährstoffgehaltes des Heues durch Liebig und Henneberg mußte die Bewertung nach Heuwert als abgetan gelten und die Bewertung nach Nährstoffgehalt platzgreifen. — Die oben genannten Forscher hatten er- boß es im wesentlichen drei Stossgrnppeii seien, die für in Betracht kämen und demgemäß den Üuttcrßoffc mismachten. Sie zeigten an der Hand exatter Versuche, daß bie Protein- ober Eiweißsubstanzen bas 8,um Aufbau des Körpers lieferten, während Fette und Kohlehydrate. zur Bildung von Wärme resp. von Reserve- Iwssen im Tierkörper verbraucht wurden. vicht allein der Gehalt an diesen früher genannten ^to fgruppen ist maßgebend für die Bewertung der Nahrung durch den Tierkörper, sondern es haben die späteren Versuche und besonders die Versuche von Zuntz bewiesen, daß dem ^tertörper, wenn er sich normal entwickeln soll, gewisse Mengen trockener Substanz, „Trockensubstanz", ivie der 1er- mmng technikus hierfür lautet, zugeführt werben müssen. — Henneberg glaubte biefe Zahl am einfachsten und richtigsten in Bruchteilen des Lebendgewichts ausziidrücken und erklärte, daß F11™ ^wa /40 des Lebendgewichts dem Tierkörper stets pro Tag tn Gehalt Von Trockensubstanz der Nahrung zugeführt werden H|e' wenn er slch „normal erhalten und entwickeln solle. — KülM bellte diesbezügliche weitere Untersuchungen an, als deren Resultate er folgende Daten ansührte: „dem jungen, säugenden ^icre ist Vso des Lebendgewichts an Trockensubstanz des Futters angemessen". Mit ber allmälstichen Entwicklung des Lteres wird zweckmäßig nach und nach trockenes Futter gereicht, sodaß die Trockensubstanz desselben mit Ablauf des ersten Jahres /io des Lebendgewichts beträgt. Für ältere produzierende Tiere find in mittleren Verhältnissen V33-V40 des Lebendgewichts an ^rockensubitanz 111 erträglichen Futterrationen angebracht. — Junb, der schon früher erwähnte Forscher, berichtigte diese Zahlen dahm, daß er erklärte, es könne, wie seine Ersuche anstandslos bewiesen, mit der Fütterung der jungen Tiere derartig verfahren werden, das; schon nach Mlauf des ersten Jahres die ^rockenfubstanz ca. V35 des Lebendgewichts betrage. Ja es zeigten sich durchweg die früher mit ausgiebiger Menge Trocken- substanz eniahrten Tiere als besonders leistungsfähig inbezug auf Zucht- und Ktäftleistung. Ganz besonders aber betonte’ öuiib mit Vollem Rechte, daß richtig erscheinen müsse, alle jungen । Kote. Also fort mit dieser schlechten Handelsware, der Landwirt set Geflügelzüchter, nicht nur Geflügelhalter. Die Austvahl der Bruteier wird ganz besonders erleichtert durch die Klappuester, die ganz genau kontrollieren lassen, welches Huhn ein Ei gelegt hat und welches Huhn ein guter Leger ist. Ein Huhn, welches nicht 120 Eier legt, ist Von der Zucht ausgeschlossen, alle unter 100 Eier sondern in den Suppenkessel. Später verwendet inan nur Eier vou Tieren, die 140 bis 150 Eier legen und so erzielt man nach und nach einen Stamm, der iTere ergibt, die im Durchschnitt bis 200 Eier legen. Solche Tiere aber rentieren sich schon. Zu einer rentablen Zucht gehört aber auch die Ausnutzung des Fleischwertes. Die überzähligen .Hühnchen lasse man nicht bis zum Verkaufe herumlausen, sondern bringe sie noch 2i/2 Wochen in einen ziemlich engen Lauf- raum, gebe ihnen reichlich Filtter und verkaufe sie als Masthahnchen. Sie haben vielleicht 20 Pfg. mehr gekostet, bringen aber das Doppelte und Dreifache ein. Will man sie etwas länger halten und auf etwa 2 bis 3 Pfund heran- mäslen, so erhält man ebenfalls sehr schöne Preise und durch guten Berkaus ber Hahnen wird die Rentabilität der Zucht bereits ganz gelvaltig erhöht. Aber auch die Hühner, die im Legen nicht inehr ganz auf der Höhe stehen sperre man acht Tage ein, füttere tüchtig und dann' bringen sie als Fleisch- und Suppenhühner noch schöne Preise. Es dürfen aber keine abgelebten Greisinnen sein Köchin und Geflügelhändler wissen das schnell heraus- zufinden und sie danken höflich oder unhöflich, je nach ihrem Temperament. (Schluß folgt.) Verfahren wohl den Beifall dec meisten Praktiker finden, oa- gegen wird bezüglich dec Milchtiere und' Masttiere nnb ihrer ei re ft Vollen -irocfenfütterung mancher Zweifel laut werden, llnh bod) bestehen eine ganze Reihe von Versuckfen, die beweisen daN wir auch hier ohne schaden für die Produktion Trocken- futterung emruhren tonnen. Gunther nnb Reede, die »Mer Kirchners Leitung in Leipzig arbeiteten, haben in ihren Ver- »(^eTgebnmcn gauj fiar bewiesen, baß bei Verabreichung der- elbcn ö'iittcritoffe, einmal trocken, das zweitemal als Tränke, die Ausnutzung durch Milchtiere im ersten Falle die bei weitem W a5.;ü?r '^rden von den mit Trinke gefütterten Tieren 1 /2—2°/0 Milch mehr gegeben, während dec 3 Monate Verfuclis- jcit, dagegen war die stofilick>e Zusammensetzilttg der Milch bei den ttoaen ernährten Tieren weitaus bie beste und es zeigte sich, baf; namei 1111 d) ber ^-ettgehalt im Durchschnitt bei ihnen um erroa /2—7 rid)tiger Zufammensetznng des Futters wird bei trockener N?r, abreichuiig die Ausnutzung durch den Tierk-örper in der Reael bedeutend erhöht. Diese bessere Ausnutzung der Nährstoffe des Futters durch den Tiertorper kommt namentlich bei de» Protein- reiche» Futtermitteln besonders deutlich zu Tage; sie kann ßOt bis zu Vs betragen." — .. bedcutcn die Ergebnis^ dieser neuen Forschungen jur me Praxis, so ist man fast unwillkürlich zu fragen geneigt. — Die Antwort Jicgt auf der Hand. Sie legen der Praxis bie Aufgabe auf, alles an bie Tiere verabreichte Futter in möglichst trockenem öiiltaube zu geben und mit ber Trockenfütteruug zn beginnen ^balb b-er ^nerkörper iiber das 1. Jugendstadium hinaus ist. —' imnen Mir Tiere, die vorwiegend zur Zucht benutzt werden, jvirb dieses «ettacht 35 Schwerer schon läfjt sich ist nur sehr selten die Rehe. die anangenommenen mittleren Behältnissen und e 'roris öi der praktischen Landwirte werden die Zahlen irftnffe il mittel vor der Oefsentlichkeit. setzteBeispiel erläutern: 1 Kilogr. Stärke erzeugt 0/25 Kilogr. Körper- (Schlutz folgt.) rstosse ii dem Ä besonders »alt em'S! ofimengti ider. ils kigcnt- ienomni:it rHofsr j 'n Vrot;- fann. der Futternormen mit großer Vorliebe benutzt, da sie unter Berücksichtigung gegebener Verhältnisse meist leicht zu handhaben waren und in der Regel recht gute Resultate lieferten. Es ist aus diesem Grunde auch vollkommen erklärlich, daß ein großer Teil der praktischen Landwirte auch heute noch an ihnen sesthält. Während nun seither das Rährstvfsverhältnis im wesentlichen die einzige Form der vergleichenden Wertsbemessung für verschiedene Futtermittel war und dieses Nährstoffverhältnis als Grundlage die Summe verdaulicher Proteinstofse, sowie Fette und Kohlehydrate in den betreffenden Futtermitteln hatte, ersck)eint in neuerer Z it K'cl.ner mit einem anderen Vorschlag zur Wertsbemessung der Futter- , Der große Mangel, der diesen Zahlen, die wir als Nährstoff- »erhältnis bezeichnen, anhaftet, bestand vorzüglich darin, daß auf den physiologischen oder „Nutzwert" der Nährstoffe bei Bewertung eines Futtermittels nicht genügend Rücksicht genommen wurde, besonders galt dies bezüglich des Fetts. Das Fett ist nach den übereinstimmenden Ergebnissen einer ganzen Reihe von Forschern feit; erzeugen nun z. B. 100 Kilogr. -Oelkuchen den Ansatz von 19 Kilogr. Kürperfett, so findet man den Wert der Oelkuchen reduziert auf Stärke, indem man 19 mit 4 multipliziert. Im vorliegenden Falle also 76. Das aber in anderer Form: 100 Gramm Stärke liefern einen Stoffansatz im Tierkörper, der ca. 236 Cels. Wärme entspricht. Liefern nun 100 Gramm Erdnußkuchen einen Stofsansatz, der 179,8 Cels. entspricht, so finden wir den Wert der Erdnußkuchen reduziert auf Stärke durch folgende Rechnung: von Futterrationen eintreten zu lassen. — Es weroen jetzt neben dein NälMtoffverhältms, das als solches beibchalten ist, normale &it-e oder Ivie der Theoretiker sagt „Futternormen" ausgestellt, )ber h-' erfahren." — Bon feiten d Retten,i m Fette» it werden, 2,4 mal «nd ächt tM. orhandei^ sondcm runM vteinßoiie ie Rawil liOossrni üont Laien, und von recht Bielen, welche sich selbst als Fachleute bezeichnen, ein Nnterschicd zwischen Toucin und Paradies finden, und doch läßt sich ein solcher sehr leicht an Fornk, Farbe und Beschaffenheit der Wurzel erkeunen- Paradies zeigt braune, brüchige Wurzeln, und eine Pfahlwurzel, welche sich, nach unten verjüngend, in einer Spitze endet- Toucin dagegen rötliche, viel widerstandsfähigere Wurzeln und eine gleich starke Pfahlwurzel- , ,' Der Form-Obstgarten zum Erwerb befinde sich loeiter in einer Lage, in welcher Frühjahrsfrüste nur sehr selten vorkommen, er sei geschützt gegen Nord-, Ost- und Westwinde, sein Boden sei nicht zu feucht, aber auch nicht zu trocken, wenigstens 1 auf 80 Zentimeter tief kulturfähig und nährkräftig; er befinde sich nahe der Wohnung des Pflegers, und habe geeignetes i Wasser zum Begießen und zum Bespritzen verfügbar- — Wenn möglich gebe man deni mit Mauern zu umfriedigenden Obstgarten die Form eines Rechteckes, dessen längste Ausdehnung von Nord nach Süd 'gerichtet ist Tie nach Ost und West gerichteten Längsmauern sind für den Anbau von Birnen, vorzüglich geeignet, die Ostmauer sogar noch für frühe Pfirsiche. Tie nach Süd zeigenden Seiten der kürzeren Quermauern nehmen Pfirsich und Wein auf, die Nordseiten der Quermauern sind am ungünstigsten für den Obstbau, tragen aber immer noch Kirschen, sowie Sommer- und frühe Herbstsorten von Kernobst- Nach Herstellung der Einfriedigung, als welche im Notfälle auch eine gleich hol>e Bretterplanke geht, ist das Areal bei gutem Boden bis ein Meter tief, bei ungünstigeren! Untergründe auf 60—80 Zentimeter Tiefe zu rajolen und durch unterzumischenden Kompost, animalischen Tung, Wollabfälle, Lederab- sälle, Schlachthausdünger ic- zu düngen. • Tie Reihen der Spindeln, Spiudelpyramiden, Pyramiden und erst recht diejenigen für Palmetten, sind stets von Süd nach Nord zu richten, denn dann nehmen sich die Bäume am wenigsten Licht und Luft hinweg. Tie Pslanzencntscrnungcn betragen für Pyramiden: bei Aprikosen, Pfirsiche, Pslaunien und Birnen 3—4 Meter; Apfel auf Toucin 3 M-, auf Paradies 1,50—2 Meter. Spiudelpyramiden: Apfel auf Toucin 1,50—2 Meter, Birnen aus Quitte 1—1,50 M- Spindeln: Apfel auf Paradies und Birne auf Quitte 1—1,50 M- Kordons, senkrecht und schief: Aprikose, Apfel auf Paradies, Birnen aus Quitte 0,40 M-; Apfel aus Toucin 0,50 M-, Pfirsich 0,60—0,80 M. Uformen: Apfel auf Paradies 0,60 M-; Aprikose, Apfel auf Toucin, Birne auf Quitte 0,80 M-; Pfirsich 1—1,20 M. Palmette-Verrier: Aprikose, Apfel und Birne 4 Aeste 1,20 M-, auf je zwei weitere Aeste 0,60 M. nrehr- Pfirsich 4 Aeste 2,40 M., auf je weitere 2 Aeste 1,20 M. mehr- Kordon, wagrecht, einarmig: Apfel auf Tpucin 4 bis * Von der Ansicht ausgehend, daß cs wünschenswert sei, die Wirkung der Nähr stosse so auszudrücken, als ob unrein einziger vollwertiger Nähr st off zu m Verzehr gebracht worden wäre, macht er den Versuch, den ganzen produktiven Teil eines jeden Futtermittels auf Stärke zu reduzieren. Am leichtesten läßt sich dieses Verfahren an folgendem Msiologisch im wesentlick)en zu einer ganz anderen Rolle berufen, ols die große Zahl der stickstoffrcien Nährstoffe, mit denen cs nach Würdigung seines höheren Wärmewertes im Nährstofsver- jstltnis zusammen gerechnet wird. — Es muß hier daran erinnert werden, daß das Fett außer als Polster- und Schmiermittel in der Hauptsache doch als Resevestoff und zwar in verschiedenen Formen als der wesentlichste Ncservestoff des Tierkörpers in Betracht kommt und daß dem Tierkörper hei Bildung von Fett aus anderem Material große Energieverluste entstehen. Diese Momente beeinflußten wohl auch Lehmann, Pott und g. m. und veranlaßte schließlich die jüngere Schule der Agri- kulturtcchniker, eine Erweiterung in der Form der Anstellung Slitkl lfn O J UtN l? 3 1 UllbJ die Zur Formobstzucht. Bon E- H o f f n e r. (Nachdruck verboten.) Ist ein Gartengrundstück mit einer Mauer von 2,5 bis drei Meter vorhanden, und begünstigen die sonstigen Verhältnisse den Obstbau, so kann die Form-Obstzucht Jefyr lohnend werden, loemt man die vorhandenen Mauern mit Spalieren (Palmetten), Uformen, senkrechten oder schrägen Kordons bcpslanzt, die Wege mit Horizontal-Kvrdons einfaßt, die sonstigen vorhandenen Flächen mit Spindeln, Spindel-Pyramiden oder Pyramiden bepflanzt- Eine große Hauptsache ist es, daß die Form-Obftbäume auf geeignete Unterlagen veredelt sind- Für Pfirsiche und Aprikosen wählt man die Tamascenerpflaume (St- Julien), welche auch für die sämtlichen Pflaumensorten zu empfehlen ist; für Kirschen Mahalcb, für Aepfel, in kleineren Formen, Johannis- apfcl (Paradies), für größere Formen (Palinetten mit mehr als vier Aesten, Pyramiden rc-) ist Splittapfel (Toucin- die zweckmäßigste Unterlage- Unter ungünstigeren Bodenverhältnissen ist auch für die kleineren Apfelformen Toucin zu wählen, in keinem Falle aber Wildlingsunterlagen. Für Birnen empfiehlt sich in Böden, in welchen sie gedeiht, sowie für kleinere und mittelgroße Formen, die Quitte als Unterlage, für große Formen aber auch der Birnenwildliug, welcher langlebigere Bäume garantiert, deren größte Fruchtbarkeit allerdings erst ca- 10 Jahre später eintritt, als J)ei den Bäumen auf Quittenunterlage. Für kleine Formen in Sorten, welche auf Quitte nicht wachsen, ist Wildlingsunterlage immer noch nicht empfehlenswert, für sie ist Zwischenveredelung anzuwenden. In keinem Falle aber begnüge man sich damit, wenn der Baumschuleubesitzcr versichert, seine Formenbäume seien auf schivachwachsende Wildlingsuntcrlage vermehrt und darum ebenso früh tragbar, ivie die auf Zwergunterlage veredelten, denn das trifft in keinem Falle zu- — Quittenunterlage erkennt auch der Laie ziemlich leicht, aber a uch für die Unterscheidung von Wildlingsunterlage Toucin und Paradies beim! Apfel gibt es ganz untrügliche Kennzeichen- Beide Zwergnnter- lagen bilden regelmäßig an der Veredlungsstelle eine Wulst, die, schon bei der einjährigen Veredlung vorhanden, sich von Jahr zu Jahr vergrößert- Bei der Wildlingsunterlage dagegen ist die Unterlage in der. Regel etwas stärker, wie der veredelte Teil des Baumes, und von einer Wulst an der Vcredlungsstelle Maktstosse und 1,2 Kilogr. Protein, es ergibt sich das Nährstoff- vckältnis wie folgt: 0,2 Kilogr. Fett X 2,4 = 0,48 + 7 Kilogr. Moffreier Ertraktstoffe = 7,48 Kilogr. stickstossreier Stoffe. Dssidieren wir 7,48 : 1,2, so ergibt sich das Näl/rstvfsverhültnis 1:6,2. ' Es lassen sich nun sowohl für die einzelnen Futtermittel trie auch für die einzelnen Fütterungs- und Haltungszwecke in der landw. Tierhaltung sehr wohl solche Nährstosfverhältnisse Mellen und cs kann so einerseits sehr leicht ein Vergleich zlvischen zwei Futtermitteln gezogen iverden, wie auch anderseits tu’ nötigen Anhaltspunkte für eine gewisse Fütterungsrichtung leicht gegeben werden können. Clt inw cnheitZ ■tner d der ungen J gl. - } « NÜ ' trodcjJ begin?H '-'s ist. J vnd biil nben, i »nd ife den. ij, bciDL> ' TroÄ die unjj fall Eine Kalorie wird durch 100/236 Stärke zum Ansatz gebracht, FslosfrelkN bem Ansatz von 179 Kalorien entsprechen 10%36 • 179 = 76 Gramm itn Stärke. zurechnrL^ Lung Sätze oder wie der Theoretiker sagt „Futternormen" aufgestellt, s TrM in denen in Gestalt von Durchschnittsjätzcn etwa sestgestellt ist, >ei hjciirj wievicl Kilogramm stickstoffhaltige Stoffe, Fett und Kohlehydrate en Tic:- das Tier pro Tag und 1000 Pfund Lebendgewicht etwa benötigt. Vers„jii W Beispiel mögen die folgenden Zahlen dienen: Kühe mit 10 id) bei b 1 bis 15 Kilogr. Milchertrag bedürfen pro Tag und 1000 Kilogr. ; sich --- Lebendgewicht 27 Kilogr. Trockensubstanz; 3,7 Kilogr. Protein; unt er 0,8 Kilogr. Fett; 11 Kilogr. Kohlehydrate: Nährstoffverl-ältnis: 1:4—5. Kühe im zweiten Monate der Mast sollen erlwlten: litte! na> it, inde ittermill die bnri itlermitt en Stie ihlen, ro naizahlc her babr M 2arJ ffu,.. r . 25 Kilogramm Trockensubstanz; 3,2 Kilogr. Protein; 0,8 Kilogr. ‘iifrr i, lifcU; 10,0 Kilogr. Kohlehydrate; Nährstofsverhältuis: iZa diesen obigen Normen bemerkt Pott ausdrücklich: geführten Zahlen sollen uns das Nahrungsbedürfnis der einzelnen 2. Lj ? Tierklassen unter angenommenen mittleren Verhältnissen und ’ bei durchschnittlich befriedigender und rentabler Produktion wie- bergeben, da jedoch diese hier angesührten mittleren Verhältnisse nirgends existieren, so können diese Normen auch nicht als n ble überall gültige Rezepte gelten, sondern sie müssen nach Maß- unM gäbe von Ort, Raum, Zeit und Preis jeweilige Aenderungen — 36 I I W i i Kcispffanzen. Von E. Keller. Körner die Feuchtigkeit , , der Luft aufsaugen ivfirh-, uitb zwar unyomehr, je trockener sie bereits sind 9 . lassen sich auch diese Verluste, welche durch bc, be" ?V.ba/l0HS?rt,äeB entstehen, durch rcchtzei mnra"«Atri U'trb .Unischaufeln zwar einschränken, aber Iij 6°nz ausheben; darum ist es unter allen Umstände am besten, die Ware tunlichst bald zu verkaufen denn hn Geld vermehrt sich, das Korn verzehrt sich" "boi Nachdem das Getreide gedroschen ist und die Körner auf dem Speicher aufgeschüttet ivorden sind, wiederholt stch der Vorgang des Schwitzens, den das Getreide in der Scheune durchgemacht hat, bei den Körnern, Wie bei jenem entwickeln sich Wärme, Feuchtigkeit und ein eigen- tumlicher Geruch. .. Aff diesem Falle kommt es darauf an, die Erwarmung möglichst zu verhindern und das Verdunsten künstlich zu !lrvu.rn' , «wecke werden erreicht durch flaches Aufschütten «ind häufiges Umschaufelu. Dem wäre noch hinzuzusügen, daß die Getreidekörner dem Speicher auch nach dem ersten ,77h 1 £ fortwährend L-auerstoff aus der Luft aufnehmen und Kohlensäure abgeben, d. h. langsam unter Verlust an Substanz und Gewicht verbrennen. Diese Verbrennung werd dadurch angeregt und unterstützt, daß die Sub- nÄ,ffr Tnet ble Eigenschaft besitzt, die Feuchtigkeit mit Lust mit einer gewissen Begier an sich zu ziehen. Wir dürfen annehmen, daß die Körner bei feuchter Lust ' V’1? bei trockner Luft wieder aushaucheu. ^.aher empfiehlt es sich, nur bei trockener, heiterer ^"erung das Getreide umzuschaufeln, damit trockene das Getreide kommt. Bei feuchtem Wetter wurde das Umschaufeln mehr schaden als nützen, da die b M-; Apfel auf Paradies und Birne auf Quitte 3—4 M Kvr- bon, wagrecht, zweiarmig: Apfel auf Toucin 6—7 M., aus Paradies und Birne auf Quitte 6-6 Meter. Pflanzlöcher sind, bei varhergegangcnem Raiolen, nur so groß zu machen, daß die Sßirrsflfrone gerade Platz hat; die Pflanzzeit ist die geivöhnliche. Aufbewahrung des Getreides. Von L. Siegwar t. Nachdruck verboten. , Ein großer Teil unserer Landwirte glaubt, wenn er sem Getreide eingebracht hat, seinerseits alles, was in se?nen Kräften steht, getan zu haben, und sieht ruhig zu, wie sich der Absatz seines Getreides gestaltet. Erhält er einen guten Preis dafür, dann ist's ja gut, in den meisten Fallen wird er aber nicht gerade den höchsten Preis dafür erzielen und ist dann versucht, die Schuld davon auf die gegenwärtig schlechte Allgerneinlage des Getreidemarktes zu schieben. Ein gut Teil mag die gegenwärtige Lage des Getreidemarktes Schuld daran haben, ein gut Teil der Schuld fällt auch auf den Landlmrt selbst zurück, der es übersehen hat, durch die richtige Behandlung des Getreides nach der Ernte dasselbe marktfähiger zu machen und so dessen Verkausswert ^u steigern. Tas Getreide verharrt nämlich nicht in demselben Zustande, in welchem wir es bei der Ernte eingebracht haben, sondern macht eine Reihe von Veränderungen durch. # nämlich in erster Linie, und zwar um so starker, je feuchter es eingefahren ist. Nach gemachten Erfahrungen und Versuchen scheint auch bei in ganz trocke- nein Zustande eingebrachtem Getreide eine Erwärmung ein- : Z^Een die sich mit dem zunehmenden Feuchtiakeitsarad I biö zur Verkohlung, unter Umständen sogar bis zur Ent- flammung steigern kann. So lange diese Erhitzung eine gewiße Temperaturgrenze nicht überschreitet, ist die Selbst- erhitzung nicht schädlich, sondern sogar vorteilhaft, denn ste bewirkt auf die einfachste und billigste Weise ein Austromien des Getreides, wodurch dem Verderben dcs- borgebeugt wird. Sobald die Temperatilr jene zii- I lästige Grenze, die ungefähr bei 70 Grad Celsius liegt übersteigt, werden die Körner, sofern sie nicht samt dein r . gbnz. verrohten, gelb oder braun und verlieren | x = Um diese Nachteile zu vermeiden, nruß ! das Getreide ui durchaus trockenem Zustande cingefahren werden, auch Tau und etwaige Regenseuchtigkeit inüssen I abgetrocknet fein. I Ferner weiß man ans der landwirtschaftlichen Praxis daß das Getreide sich um so besser hält, je fester und dichter die Garben zusammengepackt werden. Es ist dies k ™ erklärlich. Bei gleichmäßig dichter Lagerung wird der Wa-serdamps überall gleichmäßig ausgetrieben, während I wLr b°V' b?e ^ar6cn hohl liegen, als flüssiges Wasser niederschlagt und ein Verschimmeln oder aänz- .W3 Sberfaujen veranlaßt. Eine weitere praktische Regel I schreibt vor, das Getreide womöglich noch vor dem Schwitzen auszudreschen. ' v I , "" i ne Erneuerung des Dufbeschlages muh unter alten Umstanden vorgenommen werden, sobald der durch das Ersen vor Abnützung geschützte Huf im Verhältnis zu Pferdes zu lang geworden ist. Tas loiiö durchsumlttlich in etwa 5 Wochen geschehen, vielleicht etwas früher oder umgekehrt auch spater. Läßt man das Eisen langer liegen, >o leidet bie Einrichtung des inneren Baues, wwie die darauf beruhende Tätigkeit des Hufes. Tenn der Hus kann nur normal bleiben, und es kann nur dann die hinreichende Menge gut beschaffenen Hornes gebildet werden, wenn dw Ausdehnung und Zusammenziehung der Hornkapscl durch nichts gehemmt wird und somit das regelrechte Zirku- lieren des Blutes in den von der Kapsel eingeschlossencn Weichteilen unbeeinträchtigt vor sich gehen kann. Jeder - der beste — Beschlag hemmt die Ausdehnung in clwas, und ie länger das Eisen liegt, um so mehr und mit um so größeren Nachteile wirkt es! Pferde mit Vollhuf Austen im allgemeinen etwas häufiger umbeschlagen werden, l weit sonst die ^ohle leicht gedrückt iverden kann. Sobald ein ) ■rJe? Volthuf ansängt, klamm oder gar lahm zu gehen, t jlt oic Notwendigkeit der Erneuerung des Beschlages unbe- , dingt geboten. Redaktion. (imft £> e 6- Rotationsdruck und Vcckaa der Brühl'jchen U»iversrtäiZ-B»ch- und Steindruckeret. R. Sanne, Gießen. ? I (Nachdruck verboten.) I - Die Salbei (Salvia ofsicinalis). aucki Garlp« I Kreuz- ober Künigs^Salbei genannt, ist heimisck, in Süd. I S’?“' aber auch bei uns als beliebte Zierpflanze @art n bor bunt erner als Küchengewürz und, ba sieest, I bet kräftigsten abftrtgierenben Mittel ist, als SeHmitJ Opniflr ftoh£e Schweiße, zu Wund-, Mund- nnb^ Gurgel! I ,!lnf) Segen Zahnsleisch-Ktankbeiten. Sie jst ein M ° Äe^hme«r t)0r^ werdender Halbstrauch von stark arö! Orf ehL+®erU^ ■ ru"b bitterlich zusammenziehenbem (de. ichmack, hat grau-filzige Aeste, ei-lanzettliche, runzlige, fein, kerblge Blatter tu nd blüht violett im Juni unb Juli Nach Smne rangiert bie Pflanze in die zweite Klasse $ „ 11; b r K a lm u s (Atoms ralamus, Linnö VI h M aber bei uns wilb unb ist an ! ^UrxLTber Schwertförmige, über einen Meter lang werbende I !'"b Ichn hauptsächliches Kennzeichen; er blüht int’ ,gen erheischt I ber ®enuö ber Kalmuswurzel iubejfen einige Vorsicht, be^i tpa^renb kleine Gaben ent schieben stopfend unb stillend überaus oeroauungSförbcrnb wirken, schlägt die Wirkung größerer Gaben sehr oft in bas direkte Gegenteil um e r g4v ohlverlei h. (Ofruica monfana), l9. Pflan. jenffaffe natf) Sinne, ist ein stark unb unangenehm «. wurzhaft riechendes Kraut, auf Bergwiesen mib Gebiias. I hVr taifrniC^t gelten unb b.üht im Juli. Sonstige Kennzeichen i ber Pflanze, die auch Johannisblume, Gugelskraut Fall- kraut unb Mutterwurz genannt wirb, sind: einlippiqe azahmge, röhrenförmige Blumenirone goldgelbe, große und st.^ahlige Blumen, haarige Fruchtkrone. Berawohwerleih ist i ein kräftiges Reizmittel bei nervösen Krankheiten, wirkt sehr günstig auf Nerven unb Schleimhaut des Magens und Darmkanals unb bient namentlich bei Quetschungen und »errDunoungen und nicht zum wenigsten in ber Tierheil, funoe. Man benutzt von ber Pflanze Wurzel, Kraut und Blume, am meisten bie Blume, am wenigsten bas Kraut und zwar zu Umschlägen und zur Herstellung von Salben unb ber weltbekannten Arnikatinktur.