muStnfl 16. Februar 1607 Zweites Blatt snfirnnnn Rr. 40 Lilcheinl täglich mit Ausnahme deS Sonntag-. Die hessische Negierung und die Wünsche bei den Der- am 13. l. M. auf bie Vor^ für bie Volks- der Bollsjchullchrcr. Tie ,Tarmsi. Ztg.^ ist ermächtigt, die Handlungen des Finanzausschusses verlesene Antwort der Großh. Negierung IteUungen wegen Erhöhung der Gehaltssätze jchüllehrer mil-uteilen: den Vorstellungen deS LandeSlehreroereinS vom 8. Sept, und 17. Tez. löuO ivivD darum nackigcfncht, bau die wehalle der Mehrer au den Volksjchuleit aui 1400—8400 Alk. ieftgeseyl luerbeu und die Tteuslwolnuuig oder Mieienlschädiginia im Falle der Pcn-I nomeumg mit 600 Alk. augereclmel iviib. Tie Borslellung (Jic- joliinoii) vom 2. Zanuar 1907 wiederholt diese Bme zwar nicht allsdtückiich; es fami aber wohl angenommen werben, dah da- erste 'Ansuchen awrechl erhallen iviib. Die BorsleUung (Resolution) deS katl)ol. LehrervereinS möchte die wehalle: a) oer Lehrer auf 1200—3000 Mk. nnb b# ber Lehr er mnen auf 1100—2150 Alk. festgesetzt, sowie bis Vergütungen bec Schulverwalter uub der Schulverivalterümen um ie 150 Alk. erhöht haben. Ter jährliche staatliche Mehraiisivand an Tienstzulagen würde sich belau'cn bei Annahme der Sage: 1400—34uO Alk. am etwa 1 24u000 Mk., 1200 - 3000 Mk. für die Lehrer nnb 110o-21öo Mk. mr die Lehrerinnen, beide auf etwa 5b7 000 Alk. (pierbet rs! der Personatveitaud am 1. Mai 1906 zugrunde gelegt.) Für derartige Mehraisiwendungen stehen bie Mittel nicht zur Beifügung. Es kann deshalb bei» Wünschen der beideii Lehrec- vereme, inioiveit sie bie (Schölte berühren,.nicht e>lljprochen werben. Tie Gehalte der Lehrerinnen nuifien, iianienllich wenn man sie nut bencit der Lehrerunren in anbeien Bundesstaaten vergleicht, als den henligeu Berhättinsfen ennprecheud angeiehen iverden; eine Veranlassung zu einer Ausbesserung dürste daher nicht gegeben {cm. ... Für die Schnloerwalter unb Schuloerwalterinnen, sowie bie Schnlgeiiül'en unb Schiilgehülsiimen ist nn Entwurf bee Hanvl- Voranschlags für 1907 eine Erhöhung ber Vergnlnng um je 10u Alk. vorgeiehem Es kann hierbei jein bewenden behalten. Was nun die Frage der Anrechming der Tienslivohnnng ober ber Aiielenlschädigung bei Festsetzung des Ruhegehaltes anbelangk, so ist die wioßh. Regierung nach nochmaliger Bruinug ber '43er- hä/tnisse geneigt, ui Erörterungen über eine angemessene Erhöhung RotanonSdnick unb Verlag der Brübl'schen IbiwcrfuäiS - Buch- unb 6teiubrudercL R. Lon i e, Tiegen. Tie „rietzener $amilienblättcr*‘ werben dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, daS „Kreisblall für den Kreis Sieben" -wemral wöchentlich. Ter „hesstsche Landwirt" ericheriU monatlich einmal. polttijctyc Lagcrschatt. Wie eine Thronrrdr entsteht. Tie Eröffnung des neuen Reichstages steht bevor. Ta ist eS vielleicht interessant, einige Worte darüber zu sagen, aus welche Weise die Thronreden DOibeicild und int Texte selige lellt werden, nut denen ber ftaijet oder sein Vertreter das Parlament befl Reichstages zu empfangen pflegt, unb m denen baS Programm der Rcichsiegierung für die beginnende Gijiion klargelegt wird. Jedes Wort der Thronrede ist bei Gegenstand der sorgfältigsten Erwägung. Technisch, wenn man diesen Ausdruck gebrauchen darf, spielt sich die Genesis ber Thronrede in folgender Abstufung ab. Zunächst muh natürlich bie politische Situation des Augenblicks, müssen bic Pläne bedacht werden, die bie Negierung hegt, bie Hoffnungen, deren Ve wirllichung sie beim Reichstage diirchzusetzen wünicht. Als den Auftakt für die Festsetzung dieser Süiiibgebuug der Slronc kann man die Zwiesprache anjehcn, die ber Haifer unb der flankier vorher täglich miteinander halten. Wird doch dcr Zn- Halt der Besprechilngcn zwischen dem Slaijer und dem obersten ocr» anlworllichcn Veamten deS Reiches von diesem ilclS alSbald schriftlich mebergelegt unb bann den Archiven etnuerieibt. Ter Reichskanzler beauftragt nun einen seiner Räte, den Entwurf ber Thronrebe ouSznarbeitcn. Wenn in ihr Sonder- gebiete berührt werben, so verfehlt man nicht, bas Urteil unb bie Mitwirkung deS zuständigen ^iessortchesS zu er. bitten; so wirb, wenn sozialpolitische Fragen geiireift werden sollen, bie Autorität be5 Staatssekretärs deS Innern jti Rate gezogen. Ter nut ber Ausarbeitung bes Textes der Rede Beauftragte hat für ihre Einheit in Stil unb Guß ju sorgen. Dann wud ber Eniivurf dem Hanoier vorgelegt, unb ber oeränbert, streicht, macht Zusätze. Run fertigt inan eine Reinschrift an; die ist für den Naher bestimmt unb erleidet dasselbe Schicksal. Mil feinem langen schwarzen Bleistifte — Bnntilifte benutzt er nie — gibt ber Reifer ber Rebe bie Fassung, die er wünscht unb die nun nicht mehr geändert werden darf. Tie Rem- schuft wird von einem Hosrale besorgt unb auS ihr verliest ber Kaiser bann im Weihen Saale bie Worte, mit bnien er bie Vertreter beö Reiches vor Begum ihres Wirkens nach allem Herkommen begrünt. Redaktion, (trpebition unb Druckerei: Sck'ul- flruue 7. Sxvebuion und vertag: eyiN Redaktion: 112. TcL-‘2U>r- AirzergerTre üau Deutsche» Ueich. Verlin, 15. Fcbr. Ter Kaiser besuchte heute das Atelier deS Pros. Su-oU und besichtigte dort int Beisein des Geh. tiiate u. Ihne das Uliobeil jiuh iöiuiiöuuu Wuhc.inS 1. uuu Lcumtn. Später mad>lc der Jtaiier bem viiiwslanz.er einen Besuch. Juni oruhslüct soigre der Haifa eurer Eurtaouug des lomiiiaiU). Uuue- rats v. Kisiet. — Ber dem heutigen Jubiläum des Verein- der Spiritus iabrilaii len in Teurschland erhielt ber lang- jährige Vorsitzende bid Verein-, Rüiergutsbisrprr v. Graß- Ui an in düui Kaiser folgendes Telegramm: Ich spreche Ihnen a,s dein Voruoeiwrn de- Verein- bei Spiriiussaorilantcn Tru.schlaudS am hemiglN Tage, an wrlcheru ber Verein die Feier seine- öUjühugeii Brirehens oegchl, meinen Wütmlieit Gtückwunsch ans. Was bet Verein in bit)cii oü Jahieu durch treue tirbeu, nicht -uni uiinoefieii von (eiten le in es uner; rnublichcn längen Vorjihenbetl, geiehassen unO erreicht hat, isi für das landwirlfchafilia^ Gewerve, für bie heimifck>e Lanowirt- fujaft überhaupt, für das gciauile Vaterland uun großem Segen gewesen. Zn bauluaret Anerlennung ihrer herooiragenden Ber- bleuste auf biefeni Gebiete und unter Würdigung ihres ausgezeichneten Willen- im Tieufu meinet treuen ProvinzLörstpreußen habe ich Ihnen den Eharalier al- Wirtlicher Geheüuer Rat mit bem Prädilat U ( 5 c 11 e n i verliehrii unb freue mich. Ihnen hicrrwn noch biriii Kenntnis zu geben. W. DL — Tem früheren Ober» Raebke wurde heule burch bie Staatsanwaltschaft bie Kabinettsordre, dura- welche die Titel- cntziehung begründet wird, zugestellt. Gaedle richtete darauf, wie das „Bert. Lagebl." mitteilt, au die Staatsaiiwatiswust eine Zuschrift, in der er schreibt, daß die Slaatsanwalisa>ajt hierfür leine gesetzliche Zuständigkeit unb Ermächlignug besitze, sodaß birfc u u g e i u p 11 u) e Zustcuung ievcr rcchtuchcii Löirl^ug cntbeh,.e. — Gegen Adolf Damaschke, den Leiter des BunocS deu..- fcher Bodenreformer, hat die Ortsgruppe Eharlotieuourg des genannten Bundes in Verbindung mit einer Reihe von Mitgliedern der Berlin.r Ortsgruppen Anklagen erhoben und ihn ersucht, innerhalb 48 Stunden eine Erklärung abzugebeu, ob er bereit sei, sofort aus bem Bunde deutscher Bodenreformer aus zu scheiden. Fall- er zum Austritte nicht bereit sein sollte, wirb bic Ginbetufung einer außerordentlichen Gleneraloer« sammlung des Duubcs in Berlin beantragt. Tamaschie soll über ein Mitglied des Bundes wider bes, eres Wissen unwahre Behauptungen verbreitet und der Vorsitzenden der üiaucngruppe Frau Elsner von Groiww in unziemlia-cr Weise die Tür getviesen haben. — Tie „Ration", bie von Dr. Th. Varth herauSgegebene Wochenschrift, soll zum 1. April d. I. e i n g e h e n. Wie ber „B. B.-E.", bem wir diese Nachricht entnehmen, bemerkt, steht dieser Entschluß mit dem Ausgang der Reichstagswahlen unb der ganzen gegenwärtigen Strömung im Zusammenhänge, bie ber von bem genannten Politiker vertretenen Auffassung, bas freis. Bürgertum habe in ber Sozialbemokratic ben nächsten Bunbes- genossen im politischen Kampfe zu sehen, so ungünstig wie möglich ist. — Eine von sehr maßgebender Stelle in München gefallene Aeusterung lautet: „daß von einer Spaltung der Zen- trumspartei nicht die Rebe sei, daß man aber begründete Hoffnung habe, den nationalbenkenden Teil bes Zentrums in Zukunft su stärken." — Abg. Roeren erhob Klage gegen den Lrtsvorsteher Sauerwein in Oschatz wegen 23e.ciblg.ing in einer Wc.tz.rcbc. — Die vom Staatssetret.r FvsabowSky angeregte Beratung über eine Revision des Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes hat unter dem Vorsitz des Minisierralbireltors Zonauicrcs Begonnen. Zu ben Beratung en sind Vertreter des Hanbelsitandcs, insbesondere der ge- werblichen und industriellen Körperschaften zugezogen. Schon bei der Einführung einer Qteneraltlaufel statt ber bisherigen Spezial- Gießener Sradttheater. Preziosa. Zu seinem Ehrenabend hatte sich Herr Reimer-Schlegel „Preziosa", das Bol.tSit.uck seines arten Kollegen Wolff, ausersehen. Wolff, der burdj feine gkanzvotlcn.äußeren Akittel und sein ganzes Wesen ein Liebling G^cches und Schillers war, hat m „Zrezioja" das einzige „fboitsnud. mit Qkiang" geschrien, das sich falt ein Zahrhundcrt lang auf den Brertern behaupten konnte ur.b dessen Aufführung regelmäßig auch heute noch ein volles £)au6 bedeutet. Wie kommt es, daß dieses Bühnentverk sich solchen Einfluß sichern konnte? Das bui es neben seiner Zigeunercomannt wohl vor allen Dingen dem Umfranbe zu danken, baß Sari Maria von Weber dazu jene köstliche Musik und jene herrlichen Mewdien schuf, bie wircjaj das ixrj des Bo.les für sich geivannen. Aus jeoermann, auf alt unb jung üben Ticptnng wie Musik immer wieder ihren Reiz aus, unb jur die Bedeutung des Stückes ist es gewiß nicht zu unterschätzen, baß bie 2.uNahrungen, die im vosoperntheatcr zu Wien von den schauspielerifepen Ärästen bcs Burgtheaters und den Thören der L>o,opee oeranitaltet wurden, zu den glLnzcrrdstcn Lheaterdaroretmvjcu der c*un Laiserstadt gehörten. Die Preziosa ward gestern abend von einem Gast, von Fr. Marie Lautermann aus Darmstadt, gegeben. Wegen ihrer glänzenden äuß.ren Erscheinung ist diese Dame sicher zur Lar- luliung einer sollen bwuen geeignet Fr. £aut.rmann uetdel aber in einen a_ten Feh.er, sie bcLamiette zu oiet 2ab:i versagte sie in den Melodramen, wohl uno.ge liarfer Lrlaltung. Ihre aiijäjigliQie Befangenheit erklärt iiaj aus achtjährigem Fermem von der Bahne. Zn den Übten beiden Akten machte ,ie bann sehr vieles wieder gut Tie nunst.erm ver.mrck) ujre Roile recht weil, aber sie gas uns eine PttLiojarezEatarn, keine Prezwia, fratiion dcS ZciurumS cinwiifcn, dürfte sich täuschen. Schon hinter der Präsentation dcS Frhrn. v Henllng zuui Bizepräsidenlctt wird bie Fraktion einmütig flehen. Tie lange Reihe der neuen Männer ist der Ocffcnt- lichkctt bereits durch die Presse vorgejührt. Es sind barnmer heivorragende Polillcr und Redner, allen voran Pfarrer W a u m q n n Die AnScinaiidersepung zwischen Ranmaitn und Stöcker, einem gleichfalls vorzüglichen Redner, dürste zn einer gellnstretchetl Epifooe werden. JiuercsiaineS viiiprichl der dlustrng des NonflilleS zwischen dein Eibprrnzen zu Hohenlohe und den Zolonialdcinokratcu des Zentrums. Tiefen bietet fiel) auch sehr bald welegenyert, wieder einen Waffengang zu nm mit ihrem meistgehatzten Partner, bem Llolnnialdiieltor Tern - bürg, und mit ber RegierungSmänner obriitnn, dein Fürsten Bülow, ber den Wahlkampf gegen das Zentinm so plötzlich abbrach. Alles m allein: der r)ieichslag veriammelt sich zu einer Eeision unter Auspizien, wie sie eigenainger und interessanter seit Zahrzchnlen nicht zu verzeichnen waren. keine Südländerin. Herr Kober deklamierte noch mehr unb war durchaus lein span.schic Edeler. Ter Südländer ist doch weit lebLa,t.r als der Deursche. Herr G r e e s s als Don Eugcnio wußte jayon weit eher ben richtigen Ton für feine Rolle tu fmben. Dieser junge Stünulcr bot geuern eine sein burchbachte, abg^ tunbete Leistung. Der ZigeunerhaMitrnann erweckt ichon baducch Interesse, daß ihn der Tiu-ter bei Lebzeiten selber spieite. Aber [eincswigö hat er ihn so Dargeitellt, wie heitern abend Herr Kost, ber emestcirs ui bornbairischer Redeiocne schwelgte, andererseits in ben kurzen Zwischenreden ganz aus der Rolle frei. Die Diarba wurde von Frau Bons in ber herkömmlichen Lei,e ganz venreiilich Derürpert unb erregte viel Heiterkeit Hervor- zuheben smb auch Die kleinen, aber auten Leistungen bet Frau uon Zagemann unb ber Herren k r a u ß unb Bakof. Dm besten war gestern abend ohne Zweiiek der SBcne^iant selber. Sein Ton Pcdrv regle denn auch die Lachmusleln maytig an. TaS hat ja Herr Reimer-Schkegel schon recht oit getan, und mancher irof) verorachte Abeno, manche Lachträae ist ihm zu banken. Der Bcijukl, der ihn gestern ehrte, war reich verdient Las Regie urJ> Musik anbctr’.ü, so bars man ja bei den primitiven Birhällnisscn unieter Bühne keinen allzustrengrn Maßstab verwendiit In liebenswürdiger Weise wirkten äußerst Wacker unb mit iLU,iiiL,it Freube Mitütredet hiesiger Gejangvereme und em Teil b:i wruitärl-upelle mit. An euicm größeren Theater sind ia natürlich Chor und Lapelke weit starker besetzt Doch hatte ich von der musikuiischen Leistung des gestrigen Abends lange nicht das erwartet, was lie uns tatsächlich bot Tie Lapekke hatte mit gutem Ersolge großes Stxi:. t auf bie Darstellung der,Z:zeuner- uiufik g.kg.. Di. Statisterie, die aus Tiket.anien befand, war höchst lobenswert, ba- ^>^yiienüiib stets oewegt Das Laus war auäDerlauft unb spendete vielen Beifall^ ß. uL. Ter neue Reichstag. H. Berlin, 15. Februar. ES ist kennzeichnend für bie Arbeitslast, bie beni Neichslagsbureau and der Veränderung in ben Fraktions- Äffern erwachicn ist, daß bcii Parlaunntsberichlerstattern die Karlen zur Zonrnalisiendühne erst in letzter Stunde zu gestellt weiden können. Es herrscht ein unaushocltchis Momme» unb Gehen in den Raumen des Relchshauses. Altenwagcn enllaben ihren gewichtigen Inhalt an Druck- suchen, die zunächst in bie Registratur wandern; in Person Üchcn ober telegraphischen Bestellungen bitten bie Erwählte» dcS Volkes unb zu>»al die „neue» Mä»»er" um Berück' sichtigu»g spezieller Wünsche bei der Zuweisung des Platzes un Sitzungssaal usw.; baS Publikum sucht sich ^beizeiten Tribünenkarlen zu sichern, uni Zeuge der ersten Sitzungen des so ganz anders gestalteten Parlaments sein zu tonnen. Iui Willlelpunkt deS Interesses stehl augenblicklich bie Wahl beö Präsidiums. Glas Ballestreni hat gründlich vorbefprophezelt, als er bei Abschluß seiner Präsidenten' tatigkett meuiic, Singer werde sein l)!achsolgcr fein. Als künimerlicher Torso, auf wenige Bankrcihcn ber äußersten Linke» zufammetigedrängt, wirb die Fraklio» Bebcl sich praje»tierc!l, unb Fürst Bülow bürste sich in Zukunft hüten, sofort das Wort zu ergreifen, sobald eine sozialistische Braiidreöe auf sprüht. Früher war das eine Gepflogenheit des Kanzlers, bic von ben bürgerlichen Parteien wiederholt mißbilligt würbe. Er wirb gut tun, ber Kritik von feiten der bürgerlichen Linken größeie Beachtung zuzuwenben und auch in diesem Sinne bem liberalen Geist feine Reverenz zu erweisen. Wenn die Mehrheit des Reichstages, wie vorauszusche» ist, den konservativen Grafen Stolberg zum Prafiden- ten beruft, bann dürften bie ermüdend langen Sitzungen, die unter dem Grafen Ballestrem üblich waren, in Fortfall kommen; beim Graf Stolberg ist ein Freund ber konzeii» hinten Arbeit, bie in einem mit Tagegeldern bedachten und in dcr Regel beschlußfähigen Haufe sehr wohl durchführbar ist. Kürze wird stets auch des Parlamentär. Witzes Seele fein und kann bei» vffcnlliche» Ailfchcn bes Rcichslags »ur fvrdeilich luctbeit Die bevorstchcube Session, m ber des vorgnückteii Winters wegen mit Hochdruck gearbeitet werben muß, ist ganz besonders geeignet zum Nachweis, daß ein in jedem Betracht frisches Leben auf bei» parlamentarische» Bode» nblüht ist. sticht nur die Regierung würbe es „mit viele» Freuden" sehen. Weiterhin gilt das allgemeine Interesse den Aktionen der verflossenen Regierungspartei, des Zentruuis. Sein Ruck zur Opposition kommt auch äußerlich insofern zur Erscheinung, als durch ben Mandatsgewlnn ber Rechten bas ZenlitlUl seine Sitzreihen jetzt mehr nach links ht» aus- dchnen muß. Einstweilen bürste Dr. Spahn Fraktionsführer bleiben, auf die Dauer vielleicht nicht, denn auf sein Haupt paßt bester der Zisimder des KoinproinißlerS, als ber Sturmhut des Oppofittonsmanncs. Spahn hat parlamcn- tcrijdje Bedeutung erlangt als Führer des „regierenden" Zent.ums; nun aber erscheint geeigneter auf bem Platze »de der Front ein Mann von ber Art Erzbergers. Er ilt freilich noch zu jung dazu, einen zweiten Windihorst dnrzustcllen, deshalb sind älteren Kämpen, z. B. Gröber, eher Chancen auf den Führerposten zuzuerkennen. Wer ba ober glaubt, die fonferoatioe Sezessionsbewegung im baye- kNfchen Zentrum werbe auf bas Gefüge der Reichstags- Gießener Anzeiger Eenerai-Anzeiger für Göerheffen beftimmutigen des va .tz.s zeiaie tu, eine erpcjiiaje Meinung-. Verschiedenheit. Tcr BoriLlo.7. da- Getetz allgemein auf Jeden auszubehne i, b.r uii.nuicr.n kL'regurunfl bat d.e ub)iu,t, diesem Verlangen nach Su^id^eit entgegen zu komme». Dcr „Bosi. Ztg." zufolge wirb bic Freisinnige Volk-. Partei un Wahiireise M uhihaujen-Langensalza bei bei jitiujbiugd.'.xau’.vdyi die n. t.viia.Lü)ir..le ilanö.b. l-r des fruöcien .»ai.deisiiiiniitcrs Mö.sir nia,t umeruüticn, fonöern feinen eignen Kandidaten aufiicllcit. 'Rach einem Te.egramm der De..tichen Sages-tg. i;ut b.r Bund ber Landwirte heute ben Oniifr» ucsitzcr Arnuabt El- ^anb.b. ten aufgeitcllt. XJr om berg, IG. Febr. Tcr Realschüler Skibinski aus Wöllstein wuibe van der Konigl. l)icai(ujuic verwiesen, weil sein Baier, der Schneidcrmeister Skibiusli, im Vvibeigrunbe Der pouiisMen Bewegung zu Wöllstein siehe unb auu) feine Schivesier anbeuerno un S ch u l st r e i k verharre. Zugleich wuibe bem Verwiesenen erössnei, daß seine Aufnahme in eine höhere ocutsme £n}ian|1alt für immer ouagcimloficn sei. Einem anderen Schüler würbe die Maßregelung angedroht, sall- bcffen Geschwister weiter in ber Obstruktion beharren. Leipzig, lo. Feor. Zn iLltzONHaidc un Erzgebirge würben ans d.m '.W 11 i l a r u e r e i n 114 Üliitg lieber wegen Teil. nähme an sozialbeuiokratischc» Umtrieben auoge- fchlvssen. (Pera, 15. Febr. Tie Vereinigten bürgerlichen Parteien b.*e Fürstentums Reuß j. L. haben ein Flugblatt verbreitet, in beul zum fenen Zuja m in c n f ch l n ß g c g e n bie Sozialdemokratie aiifqefcrktt wird. Namentlich bie (pescbästSleuta werben aufgefoibert, nichtinsozialbemokrattschenZel- langen z n i n | e c i e i e n. u.ie lyt|UjaiUlcule, bie der A u f i lorbecung nicht Nachkommen, füllen öffentlich b e - rannt gegeben n ub die Bürgerschaft aiifgeioibcit werben, ui biijcn uXfchäjten nicht mehr z u kaufen. Die bürgerlichen Parteien sind za biefeni Vorgehen gezwungen worben durch das icrroriflifaje Borgeheii bet isx»iialbeuu>tratie gegen Ue tieüiai EesihäflSleute. Nürnberg, IC. Febr. Der öauoorflanb der nord- b a h r i f d) e n Sozialdemokratie beschloh, den Ansbacher S o z i a l d e ni o k r a t e n wegen ihces disziplinwidrigen Verhallens bei der Reid^StagS-Siichwahl (Eintritt gegen den Demo- tiaieii Quidde, für den Bauernbünöker Hufnagel) den schär f sie» T a dc l auszusprechen. ob. MW |U taufen. i‘lav tu Dlieueu u. k. iu . se, h raukL u. 1 »“/t e lUciiibiiiötrQui. 11, tituict, VUNL nen ßtmruL lUbO an bie SelchS ieß. ftnj. crbeiciL | l'nvai n jeder Tagtti- unidt, TllliM rju». 6™: xhenßriiiMi'ia»-- ] Ltzallio^ttc O ^^■liennuiu: I um 11 tflUI K.uDieiylC . w- SsKj HW Z-ZKK )16' 7üeiö: I& Ml < H-H •rlvat* ' üaterrici dor B&ulke | liiiUUf Innen Herren' ei! ern, Lneici m Hert. uiucr l R. j ip.be. Planes. LCiabliiüieiiDiani; bluuienniflj mlt •ebentmiöeieiu^ «billig utrlauia Urdu, «i . vivrauch^ unb ßus ’feSftS Ssste ^aet£* billig ab,ll°, Uer ab. yn‘.n* Saljrrat heinr. Graber ÄfLÜ2^y »ic, LiouiuiLei.- 1 amen. Lmin. 26, »ji 1 pensionriähigen Anschlag« der Dienstwohnung ober der Miet- t!it|cf)äöiflunfl em.vilreten. Andere Wnmche des Landeslehrer-veceins sind ,m wesentlichen daraus gerichtet, bte Bolksschulletner in vollem Uinfnnue au Staat-- beamten git machen. Tie Großh. Negierung ist der iRemnng, daß eine solche Veränderung in der Stellung der Mehrer weder nn Interesse des Staates, noch in dem der Gemeinde, noch m dem dec Schule liegt." Eine Zentrumswählcr-Bcrsammlnng, die zu großen tHabauf jenen führte, war gestern abend nach den Konkorbia-Lälen einberufen. Als Hauptredner sprach Abg. Erz berg ec über den Ausfall dec Wahlen und über die Stellung seiner Partei im neuen Reichstage. Em solches Steg es fest, führte er aus, haben wir noch nie gefeiert ivie nach dieser Wahl. 9lur wir allein haben gesiegt. Bülow zog aus mit verschiedenen Ausreisen, um einen Bären zu fangen. Er ist aber dabei auf den Bauch gefallen. Ucbei die unter seinen Augen vorgekommenen Wahl-Machinatwnen werden wir zur gegebenen Zeit em scharfes Wort mit ihm reden. Angesichts des Treibens des ,unpülitijd)en* Flotten-Vereins, dem zahlreiche Zen- truuis-Abgeordnele angehören, muß es jetzt heißen: .Naus anS diesem Verein!' Ter Staatsanwalt täte besser, sich diesen unpolitischen Verein einmal vorzubinden, an>talt nach gestohlenen K oIonial-Schrift stücken zu forschen. Ueder die Stellu ng seiner Partei im neuen Reichstage wolle er noch nichts ausplaudecn. Rur soviel tömu er sagen: AlS AushülfSroß werde man sich nicht ge- Kränchen lassen. Tas Zenirumspfecd habe in den letzten Wochen Oppositionshafec genossen, dec ihm gut bclommen sei. Eine Eriippe nationaler Katholiken, die teils aus alten Herren, teils aus stiidierenden bestand, hatte sich über den Saat verteilt. Als ihr Führer eme Diskussion beginnen wollte, wurde ihm das Wort entzogen, da es nur eine Verjammlung von Zentrumswähtem sei, worauf die Nationalen unter Absingnng beS XliebcS .Deutschland, Deutschland, übei Alles' den Saat verließen. Erst gegen Rlitternacht fane> die Versammlung ihr Ende. Neues aus Rußland. Der „Rust" tritt mit neuen Enthüllungen über enorme llnterschleife von staatlichen Geldern hervor. Diesmal betrifft die Angelegenheit den Ge n e r a l l e u t u a n t D e s s i u o und den Staatsrat Pawlow, früheren Gesandten in Soul, welche beide als Bevollnrächtigte während des letzten Kriege- in aktiver Tätigkeit waren, um Fort Arthur mit Lebensmitteln und Munition zu versorgen. Auf Veranlassung des Ktiegsmiiliiteriums fiat eine Geheimkommission festgestellt, daß, wenn man alle An- gaben des Generals Dessiiro gelten läßt, von den ausgeworfeneii 30 Millionen 10 bis 15 Millionen fehlen, über deren Verbleib sich die beiden Bevollmächtigten gerichtlich zu oeraut- worten haben werden. Ausland. London, 16. Febr. Ein liberales Parlaments-Mit- glied, Dickensen, brachte eine Vorlage tut Unterhause ein, die das Fra u en-Wa hl recht emsühren soll. Wenn die Regierung die parlamentarische Gilebigung dieser Vorlage begünstigt, dürfte sie angenommen werden, allerdings, um dann von den Lords verworfen zu werben. — Der neueste Plan des KriegSntintsterS Haldane zi,r Reorganisation der englischen Armee wird als erster Schritt in der Richtung der Konskription an. gesehen. Belgrad,' 16. Febr. Die letzte Nummer beS revo- lutionären Blattes ,Radenit,chka Borba" wurde ivegen Mas eslätsbeleidigung beschlagnahmt. Das Blatt griff in Zusammenhang mit den letzten Finanzoperationen den König, die Prinzessin Helene, sowie den Kronprinzen Georg an, von dem eS sagt, daß er die für ihn in Aussicht genommene Apanage verivenden würde, um seine groben Fähigkeiten für Kämpfe mit seinen Lehrern, Dienern, Köchinnen, 51 atzen und Mäusen besser zu entwickeln. Au» Srudt und Land. Gießen, den 16. Februar. — Ordensverleihung. S. 5t. H. der Grobherzog haben dem Präsidenten des Rerchsversicherlingsamts Tr. K a u f- mann in Berlin das Komturkreuz zweiter Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und dem Rechnttngs- rat Bluuienthal im ReichSamt des Innern das Ritterkreuz erster Klasse desselben Ordens verliehen. * • Lehrerpersonalien. Uebcrliagen wurde dem Schulamtsaspiranten Sorg auS Poppenhausen (Preußen) eine Lehrcrstelle an der Gemeindeschule ju Gau-Bickelheim, dem Lehrer Keil zu Weiskirchen eine Lehrerslelle an der Gemeindeschule zu Bieber, dem Lehrer Jüngst zu Ober» Finkenbach die zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wetterfeld, dem Lehrer Hedrrch zu Ober-MaoS die Lehrer- stelle an der Gemeiiideschule zu Oppenrod, dem Schulamts- aspiranten Hofmann aus Framersheim eine Lehrerstelle an der Schule zu Guslavsburg, Gemeinde Giiisheim. Bestätigt wurde der von dem Grafen von Schönborn-Wiesent- Heid auf die erste Lehcerstelle an der Gememdefchiile zu Heusenstamm präsentierte Lehrer Spreng zu sJ)iamflmgni. • • K u n st v e r e l n. Im Laufe dieser Woche hat die Gemälde-Ausstellung am Brand ivieder eine durchgreifende Aenderung erfahren. Es gelangte unter anderem neu zur Ausstellung eine Kollektion von Prof O. H e ich e r t - Königsberg. Bon unselen einheimischen Künstlern hat W. Barthel ein neues Bild .Strenger Wintertag' ausgestellt rind Helene Oncken ist mit einer hervorragenden Kollektion PvrträiS aus hiesigen Familien vertreten. Tarimter befinden sich auch die vor lurzeni bem Ofstzters-Kasino überwiesenen Porträts des Großherzogs Ludwig IV. und des Prinzen Alexander von Hessen. Der Besuch der gegemvärtigen Ausstellung sei aufS angelegentllchsie empfohlen, umsomehr, als em Teil der neu ausgestellten Bilder Ende der Woche zur Wetlericndung gelangen müssen, um an ihrer Stelle wieder neue Bilder zur Ausstellung bringen zu können. • • E i n karnevalistisches Konzert unserer Regimentsmusik findet morgen abend nn 9ieucn Saalbau statt. ? Allertshausen, 16. Febr. Gegen die Bürger- m e i st e r w a h l, die am 20. Oktober stattfano und bei der ivegen Stimmengleichheit durch baß Los Lanowirt villgärtner zum Bürgermeister bestimmt wurde, ioar R e 11 a m a i i o n eingelegt worben, weil bie Wahlurne etwas über eine halbe Stunoe zu früh geöffnet worben war. In der Kreisausschustsitzung zu Giesten wurde heute bie Reklamation für begründet angesehen, sodaß demnächst Neuwahl stattsinben must. □ AuS der Wetter« n, 15» Febr. Tas Ziistande- kommen des „Elektrizitätswerks Wetter an" mit dem Sitz in Reichelsheim ist jetzt gesichert. Im Frühjahr beginnt die Erbauung des Werkes und im Herbst gedenkt man es zu eröffnen. Ter Baliplatz ist in der Nähe des Bahnhofs. In aller Kürze wird die Firma Gobiet-Kasjel hier ein Baubureau errichten. Die elektrische Energie wird durch Bra iiikohlenbrand aus den nahen Bergwerken Mel- bad) und Wolfersheim erzeugt. An dem Werk sind bis jetzt eliva 10 Gemeinden beteiligt. b. Frankfurta. Bi., 15. Febr. Zu bem Bomben- fund in einem Eisenbahnabteil wird noch mit- geteilt, dab die Ermittelungen nach der Person, die das ©e- schob im Bahnwagen zucückgelassen hat, noch kein greifbares Resultat ergeben haben. Dec Reisende einer französischen Champagnerfabrik, der in Begleitung seiner Frau und seines Sohnes Deutschland besucht, wurde gestern in Geisenheim mit seiner Familie vernommen. Keine der drei Personen hat clmai Auffälliges wahrgenommen, auch beim Verlassen des Wagens tue in Zeiliingspapier cingcivicfclte Bombe nicht bemerkt Allerdings sind während der Fahrt verschiedene Reisende ein» und ou5geflicgen, aber and) an ihnen ist den Franzosen nichts vesonderes ausgefallen. Ter fragliche Wagen kam von Toci- munb und her über Köln, Oberlahnstem, Wiesbaden nach Frankfurt. In Kastel hat, wie sitzt bekannt wird, em Heri ein leeres Abteil zweiter Klasse von dem in Wiesbaden stationierten Schaffner des Zuges verlangt; dieser hat dem Betreffenden aber em solches nicht geben können, weil in jedem Abteil bereits Passagiere vorhanden waren. Tararif ist der betr. Herr in eines der mehr oder weniger besetzten Abteile emgeniegen. Ter Cchassner meint übrigens, dab er wohl kaum einen der Passagiere des betr. Wagens wiedercrkennen würbe. Tic Polizei ist jetzt der Ansicht, daß ein Attentat aus den Zug beabsichtigt war. Diese Absicht soll sich angeblich aus der Lage der Bombe ergeben haben; sie lag verlleckt in Der letzten Ecke des Netzes und konnte bei einem Stoß oder einem Ruck, ivie dies ja bei Kurven häufig eintritt, heraus- geschleudert werden und bann zur Explosion kommen. Tie Bombe hatte ein Gewicht von 12 Psuud. Uebrigens ist and) die Annahme nicht ganz von der Hand zu weisen, dab ein Irrsinniger feine Hand im Spiele gehabt hat. — Bei der am 5. Februar erfolgten Eröffnung des Hohenzollern- Haus-Kaiserkellers hier ivurden von den versammelten Festgästen für die Hinterbliebenen der auf der Grube Reeden verunglückten Bergleute 10 00 Mack gesammelt und au die König!. Bergwerksdirektion Saarbrücken zur Zinszahlung gebracht worden. Tie Direktion quittierte nun mit einem Tankschreiben über den emgegangencn Betrag. △ Marburg, 15. Febr. And; hier ist der Brot- preis um 2 Pfennige erhöht ivorden. 4 Pfund Scbwarz- brot kosten 46 und Weistbrok 50 Pfennige. — Gestern a end fand die konstituierende Versammlung der neuen Wohnungsbau-Genossenschaft statt. und den Nachbarstaaten. In Maibach starb der Beigeordnete Kvnc. Althen III durch einen Schlaganfall- Er war 75 Jahre alt genwrden. — Der neugeioählte Bürgermeister, seitherige Beigeordnete K a i s e r z. R i n b e r b üjj e n wurde unterm 13. Februar verpflichtet und in feinen Dienst eingewiesen. — J.r Fauerbach bei Nicwa wurde Herr Dietrich mit 55 Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Sein Gegenkandidat Herr Böckcl erhielt 32 Stimmen. L'crinijchtes. * Tie N a ch n a h rn e s ch >v i n d e l e ie n im Güter- abfertigungsdienst der E i se n ba h n, diuch die der preustische Eiseiibahnflskus um 21,300 Mark geschädigt worden ist, haben eine überraschende Anfkläriing gefunden. Als Betrüger ist der E i s e n b a h n p r a k t i k a n t K ü ck r e r in Hamburg verhaftet worben. Tie blaue Brille, beten er fick) bei dem Abheben dec Gelber in Berlin bebiente, wurde in seiner Wohnung gefunden. Bei feiner Verhaftung versuchte er zwei Rach- nahmebegkeltscheine, die zu zivei Sendungen vom Anhalter Bahnhof gehörten, imd mit einer gleichfalls von ihm gefälschten Quittung versehen waren, zu verschlucken. Tie Sck;eiiie konnten ober in Sicherheit gebracht werben. Bei einer in ber Wohnung des Täters vorgenommenen Haussud)nng wurden 810 Mait in Gold und Papier vorgefiinden und beschlagnahmt. Ob der Täter noch Helfershelfer hat, konnte nod) nicht ermittelt werden. Darüber, ob die bestehenden AbfertigungSvorschrifteu in Rücksicht auf den vorliegenden Fall Abänderungen zu unterziehen sein werden, ist eine Prüfung cmgeleitct worden. • Der Personenz ug Mailand »Bologna stieß bei der Einfahrt in die Station Eodogno mit einem Güterzuge zusammen. Ter Materialschaden ist grob. Zwei Angestellte vom Bahnpersonal und zwei re ije n de F r a u e n wurden verwundet. Infolge Achsenbruchs entgleiste ferner auf der Linie Mailand-Varese ein Güterzug. Die öffentliche Meinung ist empört über die täglich sich wiederholenden Unglücksfälle, die durch schlechtes Rollmaterial oder ungenügende Bahnhofsanlagen verursacht morden. ♦ New Port, 15. Febr. In Constable Hook (New Jersey) ist ein Petroleum behälter der Standard Oil Co., welcher über 1000 hl Petroleum enthielt, explodiert. Tie Gemalt der Explosion mar so stark, daß das Tack; des um den Behälter errichteten Sd)uppeiiS über 100 'Dieter weit fortgeschleudert und die Erschütterung im Umkreise von 10 Diesten verspürt wurde. Tie Fenster fänillidjer in ber Umgegend gelegenen Häuser wurden eingedruckt, wodurch drei Personen verletzt wurden. Glücklicherweise waren die Arbeiter zur Zeit der Explosion abwel’cnd. 8000 Mann und 60 Tampsspritzen gelang es, das Feuer nach längerem Kampse ;u bewältigen. Em zufällig in der Nähe des ExplosionsorteS .inweseuder Journalist wurde weit fortgeschleudert. * Kleine T a g e s rh r o n i t. In Berlin Hot der Notar Justizrat Wilhelm Bruck fid) in seiner Wohnung, in einem Aufalle von Geistesstörung erschossen. — Ter etembiuder Wilde ans Rathenow, der den unifioniertcn Bahnwärter Hennig bet Genthm ermordete und beraubte und deshalb vom Schwurgericht zum Tode vcruricilt ivorden war, ist zu lebenslänglichem »juchihaus begnadigt ivoibeii. — In W u k aut Rügen wurden die Arbeuers- trau Berg und ihre zivei Kinder durd) KoblengaS vergiftet toi m den Bellen au'gest ttden. — Benn Transport euies Luxem- b u r g e r Zuges enistieg einem von einer nnbekam>leu Frauensperson Oii gegebeiien Cchliebkorbe eine Rauchtvolke. Ter Korb enthielt in Beiroleurn und Terpenun gehüllie Lappen. AlleS betäub sich in T raub. T'e Absicht der Täierur ist ränelha't. Tie Kriminalpolizei sud)t eifrig nach der Urheberin. — Ter B r rt ch d e s C d e r d a m • in e 3 bei dein Torie Lchiedlo würbe durd) Eisversetzung verursacht, die sich unterhalb des Lries gebildet baue. Tie Eisversetzung ist auch jetzt noch nicht behoben. Eur einziges großes Dleer von Eis und Schnee schlicsit das Torf von allen Seiten ab. Die Regierung beabsichligt Die ganze Ortschaft anizukauseg. Eure ii n g e h e li r e U e b e r s ch w e nr in u n g s k a t a il r o p h e ist zu befürchten, wenn plötzlich Tanweiier eiuucteit würde. Tann befinden sieh auch bie tints von ber Ober belegeuen Ortschaften in größter Gefahr. — Jnr Schnellztige R e a p e 1 - M e j s t n a e r s ch o st dec Kau'nrann Constantino Romeo feine Geliebte, die yrau Prosefjor Billaur, und bann sich selbst. Giesteucr Ltrafkautmer. X Gießen,, 15. Februar. Eine sozialpolitisch intereifauie Berlsandlung. Im üerflofiLiieu Jahre erging an den Vorstand der All- gemeinen Sterbe taffe zu Gietzen bie Aufforderung, sich üei d em Austiastsamt für Privatversicherung anzumelden. Nach dem Gesetz vom 12. Mai 1901 unterliegen bie Privalverficheruiigs> Unternehmungen, Vorbehaltlid) ber im Gesetz bestimmten Ausnahmen, ber Aussicht des Kaiserlichen Aussichtsamtes in Berlin. Trotzdem der Verein fdjon vor dem Jnkrasttcelen des genannten Gesetzes bestanden hat, erging diese Aussocderung erst im vorigen Jahre. D as Schüsfengericht, dem die Verhandlung und Entfmei- buiig auf Anzeige des Aussichtsamts überwiesen worden war, stellte fest, daß ber Verein gewisse Vermogensschwierigkeiten seiner Mitglieder dadurch zu erleichtern bezw. zu beseitigen verfudjüe, mbem er an die Hinterbliebenen eines verstorbetten Mitgliedes, ein von der Generalversammlung sestzusetzendes Sterbegeld auszahlte. Tie hierzu nötigen Mittel brachte man in ber Weise auf, daß jcocs Mitglied fiu) verpflichtete, im Sterbesail eines Mitgliedes 25 Psg. zu entrid)tcn; außerdem wurde ein einmaliges Eintrittsgeld, bae sich naa; bem Lebensalter des Eintretenben bemaß, erhoben. Nach den Statuten war bie Sterbelaste als Versid-erungsverein aus Gegenseitigkeit aufzufassen, ber ber Aufsidst unterlag. Um sich ber Äuificht ber Behörde zu entziehen, änderte ber Verein unter anderem die Satzungen dahin ab, daß ben Hinterbliebenen eine von ber Generalversammlung festzufetzende nicht einklagbare Unterstützung gewährt werbe. Da aber eine Aenderung ber Statuten nicht ohne Genehmigung ber Aufsichtsbehörde in KTaft gesetzt werben darf und diese ihre Zustimmung versagte, blieben die alten Statuten in Geltung. Die Mitglieder ber Kasse gründeten beshalb einen neuen Verein mit anderen Statuten, ber bie Bezeichnung „Verttn für Sterbeunternützung" erhielt. Die Sterbt, lasse wurde burch einstimmigen Beschluß ber Generalversammlung aufgelöst und bas gesamte Vermögen b em zuvor gegründeten Verein für Sterbeunterstützung überwiesen. Es kann deshalb nicht be* stritten werden, baß ber neue Verein nur eine Fortsetzung des alten ist. Das Schössengericht war der Ansicht, die Statuten seien ausschlaggebend, ob der Verein der Aussicht ber Behörbe unterlieg! ober nicht. Daraus, daß da_§ Gesetz burch die Neugründung bes Vereins umgangen werben sollte, ist eine Strasbarkeil nicht zu schließen, denn die Organisation des Vereins ist wie sie bas Gesetz in Ausnahmen zuläßt. Die Ausnahme besteht barin, baß ben Hinterbliebenen ein Rechtsanspruch auf Auszahlung des Sterbegeldes nicht zusteht. Da nach diesen Ausführungen bie Ange- tlagtcn Vorstandsmitglieder eines Vereins sind, ber nach Maßgabe des Gesetzes der Beaufsichtigung nicht unterliegt, so mußte Frei- sprechung eintreten. Die Staatsanwaltschaft focht das Urteil an und machte geltend, baß der neue Verein nur zum Schein gegründet vorden ist, unn das Gesetz zu umgehen. Er hielt es für ausge- chlossen, daß man ernstlich daran denkt, die Auszahlung des Sterbegeldes von der Willkür ber Vereinsmitglieder abhängig zv machen. So töunte es voriommen, daß bie Hinterbliebenen eines Mitgliedes, bas lange Jahre hindurch seine Beiträge bezahlt hat, im Sterbesall unberücksichtigt blieben. Die Strafkammer kam jedoch zur Verwerfung der Berufung. Sie war nicht in ber Lage, zweifelsfrei festzustellen, daß bie Angeklagten sich bewußt waren, daß es sich bei bem neuen Verein nur um eine ©djcingrünbunfl handelt, weshalb schon mangels Nachweises des Bewußtseins ber Rechtswidrigkeit Verurteilung nicht ein treten könne Eine Erörterung bes objektiven TatbestanbeS hielt sie unter diesen Umständen nicht für erforderlich. Handel tntö verkehr, Volkswirtschaft. — Die Hrivothekenbank in Hamburg oer/ffentUdn im Anzeigenteil ber tmiligen Nummer ihre Bilanz iteb/l Genmrn- unb Berlnst-Conto für 1900. Reichsschatzan Weisungen. Neuerdings Wirt) von Berlin aus versichert, br.\ itr.ti m'ißgcbenber Stelbe-.üi5wifd)ien tnc Ueberzerigung Platz gegriffen bat, büß an eine Emission von Reichsanleihe nicht gedacht werben kann. Die gegenwärtigen noch offeunt Kredite betragen nur 50 Mill. Mk.: zunächst dürfte man für diesen Betrag 50 Mill. Mk. tnerproz. Schatzanweisungen freihändig begeben und vahd berechtigt. — Ter stellv. Kolomaldtrektor Der n bürg bleibt auch als Retchsbeamtec hefsijd;er Staatsangehöriger, weshalb die ILr- lanbnis zum Tiagen ihm verliehener Lrden von er. Kgl. W öciu Großherzog zu erteilen ist. Tas deutsche Reich hat (eint Orden, die beirestende isiuszeichnnng wurde vom König von Preußer. verliehen, weshalb die Genehmigung ertorderlich ioar. Tie 'bist' teilung, daß der Kaifer den Orden verliehen habe, ist auf bu Gepflogenheit zurückzu'ühren, Orden, bereu Verleihung wegen der Verdieniie des Emp'aiigers um das Lcutjche Reich criolgt, als von' Kaiser verliehen zu bezeichnen. Vicneuzüchler auS dem Vogelsberg. Die prägen werben in der iiäditicu Rümmer des ,peh. 2andwirts" beaniwouet. — Schijs^nachrichLen. vr c u o i u r r: i u i e. , M , Ter Postdampfec „Ftnland" der „Red Star ~mte Antwerpen t|i laut Telegratutn am 11. Februar wohlbehalten t» New-Bork cmgetouuneiu gjleti 2»», s" nll i 7öO. (41. ghtivifliit SsraitSfi^ t Z« «[£ 11. Marz IW Wine des osfei 8A. vcrze Jlinbfleifd), 2. nicrcnfctt, U 6. 100 8.350 kg Lei schmalz, deuljcl Ntizen- und 50 kg Butler, 15.3000 kg j 6500 kg Erbse Psesser, ganze, gtschälte, 22. 24.2500 kg l 2500 kx Bohn 28.1000 kg 5 Mjoran, 31 Kvelschen, 33 B. Verb lnthrazitkohlk ^lohten, r rainiierseise, papict, 41. flämme, 43. Wassergläser geiäße, 47. ll. Verzeichr C. Lt. non§ tannei Sohlleder, 63. 15 Sti artikcl, öS, $nl* unb < schrauben, N Terpentinöl, bl, GO. 4M fd)icbtne S Schafwolle, 500 kg Kr 1500 kg 0 68. 500 kg Sie Gi 12, 13-15, werden zusai 37—43,45, i - von Angl Akten. Tie Mist tragen, pichen Stuis ^inpeii seins «er M u Abzüglich Iß ?eferuna }?• Juni 1893 fta^ten al ‘^erftagci "°chnntiags^ >tun9 bc] »W »erbe, iS Rieben m EÜ 0f< Eist Ga H m B Nea Markt o Weller •e 9“ ßcbriiar 0,2' U Pn Aktiva. x 2,681,7582' 8,407,500 99 32 -4 Debit. An Der Geschäftsbericht kann kostenfrei direkt von der Bank oder durch die Pfandbriefverkaufsstellen bezogen werden. Ucbcr 5ÜOUOJ Stück verlaust-' D*7, Dl */, vorzügliche Qualitäten. Turn-Verein Giessen Nöte, Rauheit, in Ded. Himmel Sprühregen WSW SW r> 2 2 2 85 01 94 50 32 2.4 1.7 1,0 10 13 16.Ho2.744. t7 216,307 1)3 4,7 4.7 V der v1*/, 506,495,295 Credit. 561,46*' 8u,Uüi 11,072,05. 503,144 Hülsenfrüchte, besonders gut lochende (738 Linsen euwiiebu billigst Robert Mahl, Neustadl 23. 641,469 22 3,278,01 । .2 Pfandbrief-Zinsen..... Beamten-Lnterstülzaugsfonds Unko'ten-Conlo: Saldo des Cuutos..... Vortrag auf neue Rechnung . UeberschuBs . . 448,843,900 - 10,478150 5,388,"91 78 3,S4o - 91 14 42 i 1 gegr. 1846. Die regelmäßigen Turnstunden finden statt: Ticnstag und Freilag: Riegeuturucn. Mittwoch: Männerturue». Donnerstag: Tameuturueu. Beginn regelmäßig abends 8 Uhr. Anmeldungen werden auch an den Turnabenden Gießen, 15. Februar 1907. L. Heyligenstaedt Februar 1907 Ofen und Kochherde Eiserne p Träger, Portl.-Zement, Gartengeräte, Drahtgeflecht, Waschmaschinen, Mangen, Baubeschläge, Werkzeuge, Wagen und Gewichte, Haus- und Küchengeräte in grosser Auswahl und billigst bei [D4/t Emil .Fistor M acht. Marktstrasse 10. Giessen. Telephon 61. 16.: 16. ! 16. Cas-n und Guthaben bei Banken Kasscnbestand ....... tiiroguthuben bei der Rcicbsbank uud toi der Vereiuttb&uk in Hamburg........ Guthaben in laufender Rechnung bei der Deutschen Bank und an deren ersten Bankhäusern . ■ Wechsel-Couto........ Eff«-klen-Coiito (nom. M. 11210000 3°/0ine Reichs- u. bundesstaatliche Anleihen eingesetzt mit 7u°/e . . davon ins Plandbriefdeckungs- registcr eingetragen M. 6,-30,000) Darlehen aul Hypotheken . . . Hypotheken (davon ins Dcckungs- reqistcr eingetragen M.461 v5 t245,76 Fällige Hypoih- ken - Darlehen* • zinsen (r .ckständig M. 42,711,16) Bankgebäude-L'oulo Hambarg . . Baiikgvbäude-Cuuto Berlin . Debiloieu in laufender Rechnung Bologna. 16. Febr Der Tiditer Tardueci ifl beute nadX gefiorben CTiofue Garbucci wurde am 27. 3ult 1836 zu ValdlcaStello tn Toskana geboren und war seit 1861 alt 'Lrofcssor der ital. Literatur an der Universität in Bologna läng, schon 'rühzeiliy trat er mit literargeschuftluchen Arbctten auf,’ die teils in Zeinchristen, teil- als Ointcuungen von Ausgaben ital schriftsteller erschienen, seine dichlertsche Tendenz ist pessimistisch^ not allem tn. dem 1863 unter einem Pseudonym erschienenen OomnuS ,^no a i'antani", in bem er das verneinende Prinzip als die treibende Straft des menschlichen Ledens feiert. Im vorigen Jahre wurde tbm der Nobelpreis zuerkannl. doch war er schon damals so krank, bafc_er sich nicht zur persänlicliea Empfangnahme deS Preises nach Stockholm begehen konnte. Red.) Höchste Temperatur Niedrigste , Aktknkapltal-Conto..... Ordentlicher RrserTefond» . . . Resrrve-Conto 11 erhöht eich durch die diesjähtige Zuwendung aus dem Reingewinn auf M. -’,9lk»,O63,3b) Hypotheken Pfandbriefe, 4®/lige l’iaudbricfe..... 3*/,°, ige » ..... Fällige Hypolhekenpfandbiiefe Fällige Coupons uns. Pfandbriefe Divldeudeii-Conto (liestanten . . Pfandbrief A-’lo-Couto 26 des Rcichshyputhckeubaukgcsctzet.) Vorträge auf Pi ot Isions-Couto Yortr.aui Hypothekenzln*en-C’onto Vorträge auf l nkosteu-Conto . . Beamten UnteratUtziiugnfonds . . Crediloren In laufender Rechnung Gewinn* und Verlust*Coulo. . . 80,000,000: — 12,00U,0üu; — Meteoroloaiscsie Beobachtungen der Station Giestcu. n Ji(irmor=3niiiiitrit AJ /x Dampfziegclei rX Aug. GabrieB jr., Giessen Telephon 84 Sommer- und Winterbetriebe. 3 Ringöfen. flalt- und Kalksteine in Stücken und fern gemahlen. Farbige Marmormchle und Tcrrazzostetue. Prima Zicgclftciueifllmler) für Hoch- u.£ieHRanal-)t>Qukn. verblend- uud Hintcrmaueruugskltuker. Giekcncr Wetterdienst. voranäsichtllche rvlltcruug für Hessen am Sonntag den 16. fiebruar: Meist trüb. Leichte Rcgenfalte. Mild. Diävige ivestliche Winde. Die üebereinstimmung mit den Büchern der Hypothekenbank in Hamburg bescheinigen wir hiermit. Hamburg, den 14. Januar 1907. H. Augener. P. (-alles. Otto Kramer. am 14—15. . 14.-15. Griglnal-Vrahtmel düngen. Berlin, 16. Febr. Zur Beschlagnahme der anarchist tfchen Druckschriften wird noch mitzeteilt: Die Staatsanwaltschaft hat das Hauploerfahren gegen die Anarchisten Sauter und Genossen eingeleitet. Wie sich heraus- stellt, handelt es sich bet den Komplicen SaulcrS um den Berliner Anarchisten Mattische und den anarchistischen Agitator Peter Scher. Malltsche wurde wieder auf freien Fuß gesetzt. Ec soll an die französische Grenze geflüchtet sein. Antwerpen, 16. Febr. Die Untersuchung über den geheimnisvollen Tod von vier Passagieren dcS schwedischen Schiffes „Olaf verstärkt den Verdacht, das; eS sich um einen pol > tt schen Vl ord handelt. Paris, 16. Febr. Im Hasen von Algier erfolgte ein Zusammenstoß des Hamburger Dampfers „Moltke" mit einem Kohleuschifs. Auf letzterem befanden sich 30 Arbeiter, die sämtlich in'S Wasser sielen und versanken. ES gelang den ausgesetzten NeitungSbootcn des „Moltke", einen Test der Arbeiter zu retten. rr.a, dränpt mich am Schluffe des Wahlkampfes allen Parteifreunden, die meine Kandidatur in so tatkräftiger und opferfreudiger Weise unterstützt, allen Wählern, die ihre Stimme für mich aügegcbcn und mir damit ein ehrenvolles Vertrauen entgegen gebracht haben, auf diesem Wege nochmals meinen verbindlichsten Dank abzustattcn. Der Wahlkreis ist leider diesmal dem reaktionären Antisemitismus anheim gefallen, hoffen wir, und helfe jeder wahre Vatcrlandsfreund daran mit, daß sich die Zukunft für unsere liberale Sache günstiger gestalten möge. 1,529,627 ' 1,082,136 536,745 80,(-00 1,000.000 566,201 8,278,016 Gewinn- nnd Verln*t-Cunz.trHoirlc LeUerSw. bL wa norm. Parihter. vormittags 10 Uhr, erbeten. Dieselben müssen verschlossen sein und die Auf- schrifl tragen: „Lieferung für die Zellenstrafanstalt". Zur gleichen Stunde sollen geöffnet werden die bis dahin ein- gelaiifcncn Angebote betreff. Bezug der flnochen, der Lumpen (einschttesilich alter Strümpfe), des alten Eisens und der Ztnkblechabfalle für das Rechnungsjahr 1907. Bezüglich der Bedingungen für die Bewerbung um die Lieferungen wird auf den Mutisterialerlasi vom 16. Juni 1893 verwiesen. Derselbe kann ncb|i den übrigen festgesetzten allgemeinen und besonderen Bedingungen an den Werktagen vormittags zwischen 10 und 11 Uhr und nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr auf der Geschäftsstube des Cefonomen und der Werkmeister etngesehen, auch gegen Erstattung der entsprechenden Schreibgebühr, abschrtflltch bezogen werden. (3m Gesuche um Abschrift ist der betreff. Lieferungsgegenstand naher zu bezeichnen.) Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage. Für die Angebote ist cm besonderes Formular vorgeschrieben, welches zum Stückpreise von 10 Psg. aus unserer Schreibstube erhältlich ist. B"/, Butzbach, den 14. Februar 1907. Direktion der Grokherzoglich Hessischen Zelleustrasanstalt Butzbach. Eilen ah ? am ,<’■ s. tala,7°"'t. te" ivu,teC:' i "d t r । * l,'KH i8‘ •Polung ^liorbtnmo " 1 pumeioen.87: I ÄDtt|id*4:1 beilun^lcn < Jamies in •» - I 2? b!ä ÜJ "9 tt>l im oor^ | llUll9 unb (inu t | ■ID,otöenn>at 1 yiknjtineräfl I'.vchuchie, uwäl ^ilQliebcg, ein r II 9cAö ausja^ie. $ Qu’. N i l Wteoeö-ijkl P*a6- tt^oben, iQXcungäoerein Um jid) I : .der Verein I )int«bnei)cnen t • I K/tlnllagbirl ttenbermta der tz l lorde in Jtiajt ml Magle, blieben ■] °er Lasse gründen, | Stuten, der die t •Ml Die ZuüA SeneralDctiantmluJ tflegtünbeitn Sei-J ij deshalb nid't [■.] fforlsetzllilg des a!>| Statuten seien ai-1 : Behörde muttlrl ie Neugrünbllna kl -lrasbarkeil nicht I ist mie sie das 0tiq| lebt darin, datz t-l znhlung des Sttii.l jljiuuQcn die 9np| d, der nach Maßg^l iegl, so mui;:e K : sixht das Urteil: um Schein gegtünk] : hielt es für aul, die Anszahlllng i.l itglieder abhängig 1 bintcrbliebenen eil ine Beiträge beiJ Sie Strafkammer Lj jar nicht in bet £:| n sich beraubt nun eine SäKingrünb. des SeraußlfeinJ 11 intrelen lär ! hielt sie unter bü: Scrftciflcrunfl. Tienstan, den 10. d. Mts., nach in. 2 Uhr, versteigere idrJicu itaöt55 bahicr gegen Barzahlung: L 1 Sdjrcibtiftu, 1 Zifd), 1 ihegat, 1 stopierorcffe, 3 Eisenkrcu,e. Eiienlafchen, OcrüHtciicn, cu. Bogen, MamlnfthicDer, 1 Ibonel- gesteU.lMctzlatte,4Durchwürte u. v a. ., ,, 2. 3 Trctzbänke, 21 eichene Bohlen, 11 Lmornaievolche, 1 jZabrrad, Herrenuieielu-2-töbel aller '21 rt. Born, Olerichlovollzietzcr 1(67] m (Sieben. Turnhalle, Stemslraße 3, entgegen genommen. Ter Vorstand. 30 ■>4 uueriitfi»41 „ y uti» ,, Atel-V ibe «na. iparu*. C. Naumann, Sufei-u.Pirfementfibnk Offenbach a.M. * | 21.U88,Ö37|61 Hamburg, den 81. Dezember 1906. Hypothekenbank in Hamburg. Die Direktion: Dr. Karl. Dr. Gelpcke. Dr. Beudlxen. Dr. üenneberg. P r- 761,6 X. » 301,452,400 — •* 497,311 3: 254,091 11 10,320,653 f Per Bllanz-Conto....... n Hypothrken-Ziusen .... , Zinseii-Conto . ..... „ Provlsions-Conto..... n Pfandbrief-Agio-Conto . . . X 11)4,965 20,080,015 4.« 1.23* 158,629 163,68.' 4 41 41 68 06 08 Jt 21,088,637(64 I BRILLANT FABRIK-MARKS Versandhaus 1. NaugeS Etahlwarenfabrik. Alleinige Fabrikanten der berühmten Solinger Stahlwaren Marke „Brillant" G M « > Bamenbsngien S&’Ä: 60 P'g. 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S i>jarautieschciu: Aichtgesalltlide Waren tauschen w. bereilwtlllgst um oder zahlen Betrag zurück. Gesetzlich geschützt. fliir bfi nniintltibfn. Ar'' u. Ncher verschlossen. Kann nur von Ginge, weihten g>> [iiung des Ne LWliliengeseg jüiie, in. Zusc x'(iüiunß deS < K Lia. lö7V ci.üde, daü er preisende Fr ,!, das Anti d !} itlgs Stell« Bül Stimmt ßentrum tin den Pta! parteiler Ment (Dom Nach den v. tanptfoi fr naljin «bei Zenliumsmani Mdten sich di m Wedel d-bruarwahle einem Hon| Iruiiisman ujflen (Äa diu,» an erst ^ruinsman ß;«g es an & löjung des Ist ■lel)en ihm n |idg. Büsing 5Cfge und (y c A Mßunben bcc Brüssel, y-tinant <ßüu ^•A®rauL ' ich nach ! Sl0cn Bericht, ^Ite werden sh ■/ longotegieru i^Kungszeuge .jffdails, 14 ton btr Kolo ,?k"rv lsche ■' bi K?Q6en. 3 lÄ*"8