Aus Stadt und Land. Gießen, den 17. Mai. *♦ In Audienz empfangen wurde am Mittwoch von S. K. H. dem Großherzog u. a. Professor Gunkel von Gießen und Oberlehrer Nassem von Friedberg ** Das Museum des Ob er Hess. Geschichtsvereins ist die Feiertage geschlossen. Dagegen am Sonntag, 26. Mai, nachmittags von 2—4 Uhr sur das Publikum geöffnet. Der Besuch an diesem Tage vormittags von 11 bis 1 Uhr fällt aus, an den anderen Sonntagen ist zum Besuche wieder geöffnet vormittags von 11 bis 1 Uhr. ** Versammlung der Volksb ildungs- freunde in der Lahngegend. Der Rhein-Mainische Verband für Volksbildung mit dem Sitz in Frankfurt a. M. (A. d. Schmidtstube 7) bat in den letzten Jahren in zahlreichen Orten Volksbildungsvereine gegründet oder Vereine anderer Art zur Pflege der Vottsbildungs- arbeit veranlaßt. Mannigfache Anregunaen zur Hebung des geistigen Lebens durch gemeinverständliche Vorträge, Volks- bibliotheken, Volksunterhaltungsabenden, Gründung von Heimatmuseen, Kunstwanderausstellungen, klassische Theatervorstellungen, Beratung einzelner strebsamer Personen u. a. sind in das Land hinausgegangen. Die in der Zentraltelle zusammensließenden Erfahrungen ermöglichen die fortwährende Ausgestaltung des Volksbttbungswesens nach der theoretischen und praktischen Sette hin. Bei der zu erwar- klang zu verschmelzen, zu ziundgebungen einer vollen Friedenspolitik". Diese Politik, erklärte der ausdrücklich, werde von den verbündeten und von den befreundeten Staaten gebilligt. In Wien erregt, nach einer Depesche des „Berl. Tagebl.", die Rede Tittonis außerordentliche Befriedigung. Tie Aufnahme in Berlin wird offiziell ebenso günstig sein, und möglicherweise ist schon ein Glückwunschtelegramm des Fürsten Bülow an Herrn Ttttoni abgegangen. Doch die Höflichkeit wird nirgends in der Welt für bare Münze genommen, wohl am wenigsten in der Diplomatie. Können schöne Worte darüber täuschen, daß Italien auf der Haager Konferenz, genau so wie in Algeciras, nicht bei den Freunden, sondern bei den Gegnern des Dreibundes sich befindet? Ist das etwa in der Zeit, in der wir leben, in einer Situation voll Gefahren und Schwierigkeiten, ohne Bedeutung? Herr Tittoni setzte sich mit Eleganz über den Entschluß Italiens hinweg, an der Erörterung über die sogenannte Abrüstungsfrage teilzunehmen; er sprach von einer „leichten Differenz der Methode". Er rühmte andererseits die „höchst edlen Absichten" und die „hochherzige Initiative" Englands. Ueber die reine Menschenfreundlichkeit Englands denkt man anderswo anders; eben daß der Abrüstungsvorschlag von England ausgeht, das macht ihn verdächtig. Wenn die italienische Regierung, wie Herr Tittoni durchblicken läßt, im Grunde des Herzens keine „praktische, von allen Mächten annehmbare Formel" von der Haager Konferenz erwartet, dann hat die Beteiligung an einer Erörterung, die mindestens für den Frieden gefährliche Wendungen nehmen kann, erst recht keinen Zweck. In dieser sehr wichtigen Frage mußte der Dreibund sein festes Gefüge zeigen. Wien, 16. Mai. Wie die „Politische Korrespondenz" meldet, hat der Minister des Aeußern Frhr. v. Aehren- t h a l Minister T i t t o n i zu seiner gestrigen Rede beglückwünscht, indem er ihm seine Befriedigung über die zutage getretene llebereinstimmung seiner Auffassungen aussprach. reichbar hingestellt. Die Ausführungen des Grafen Posadowsky eryalten zetzt von einem hervorragenden wisfenschaftlichen Sachkenner eine nicht zu unterschätzende Unterstützung. In dem Deutschen Verein ür Versicherungswissenschast in Berlin hielt vor kurzem der Bonner Universitälsprosessor Dr. Stier-Somlo einen Vortrag, der ich wesentlich in denselben Bahnen bewegt, die der Staats- etretär eingeschlagen hat. Stier-Somlo kommt zu folgendem Ergebnis: Eine organisatorische Vereinheitlichung der drei Ver- 'icherungszweige ist überhaupt nicht ersorderlich, denn die Erhebung der Beiträge zur Kranken- und Invalidenversicherung an einer Stelle ist auch heute schon durchführbar, ebenso die An- und Abmeldungen. Auch die Mängel des Heilverfahrens, die heute noch bestehen, können nicht aus die Zersplitterung der Arbeiterversicherung zurückgesührt werden.. Weiterhin sei es eine durch nichts gerechtfertigte Einbildung, daß die Verwaltungsrosten burd) die Zusammenlegung verbilligt werden würden. Was aber auch ohne Vereinheitlichung erreicht werden könne, seien materielle Verbesserungen. Hierzu rechnet Stier-Somlo die Ein- ührung der Witwen- und Waisenversicherung und der Privatbeamtenversicherung im Anschluß an die Invalidenversicherung. Weiterhin bedarf aber auch das Rechts- v er fahr en dringend einer Vereinfachung, da die V.rschicdcn- artigkeit des Instanzenweges als Mangel empfunden wird; die Aerztefrage muß endlich auf der Mittellinie der Verständigung gebaüin und die Zentralisation der Krankenkassen muß gesetzgeberisch erleichtert werden. Ferner ist der Kreis der Versicherungspersonen durch Hinzuziehung der Dienstboten, Hausindustriellen und land - und for st wirtschaftlichen Arbeiter zu erweitern. Auch die gesetzliche Feststellung des Begriffs „Betriebsunfall" muß endlich erreicht werden, damit nicht bei gewerblichen Erkrankungen, die unzweifelhaft auf Mängel der sozialhygienischen Einrichtungen des betreffenden Betriebs zurückzuführen find, die Beteiligten mit der sehr niedrigen Invalidenrente vorlieb nehmen müssen. — Es ist bestimmt zu erwarten, daß die Regierung mit diesen niaterieHen Verbesserungen der Arbeiterversicherung, die gleichmäßig von Vertretern der Wissenschaft und Praxis verlangt werden, im Herbst beginnt und gleichzeitig das H i l s s k a s s e n g e s e tz, das in der vorigen Session des Reichstags beinahe fertiggestellt, durch die plötzliche Auflösung wieder ad acta gelegt werden mußte, endlich erledigt. Hoffen wir, daß die betr. Gesetzentwürfe frühzeitig veröffentlicht werden, damit die Fachpresse Gelegenheit findet, sich vor der Beratung im Reichstag eingehend mit denselben zu beschästigeii. ________ lenden Fortentwicklung der geistigen Wohlscck)rtsarbett wird über unsere weitere Heimat hin ein Netz von VoltSbildungs- orgnnisationen entstehen, die von wettgehcndem Einfluß auf unser Volksleben zu werden versprechen und sicher auch auf die materielle Wohlfahrtspflege fördernd hinüberwirken werden. Namentlich muß es gelingen, die ganze Bolks- bildungsarbett aus dem dermaligen Zustand des Zu- älligen und Gelegentlichen zu einem planmäßigen Betriebe zu erheben und zugleich — durch den Zusammenschluß der organisatorischen Kräfte und wissenjchastlichen Ättt- arbeiter, sowie durch Beschaffung gemeinsamer Betriebsmittel — zu vereinfachen und zu erleichtern. In den Main- gegenden und in Hessen hat die Organisation des Volksbildungswesens in letzter Zeit bedeutende Fortschritte gemacht. Um auch in der Lahngegend und in Nassau werbend zu wirten, beruft der Verband zusammen mit dem Diezer Zweigverein auf Sonntag, 26. Mai, nachm. 4 Uhr, eine Versammlung in das Gasthaus 2& Stoll (am Markt) in Diez a. d. Lahn ein. Er ersucht alle für die BoltsbildungssaMe interessierten Männer und Frauen um ihre Teilnahme. Insbesondere wäre es erwünscht, wenn die Vertreter von Vereinen gemeinnütziger Art — so von Vottsbibliotheken, Turn-, Gesang-, Konsumvereinen usw. —, sowie die Vertreter der Ortsaemeinden erscheinen wollten. Damit die Anregungen der Versammlung zu recht vielen praktischen Ergebnissen führen. ** Aussichtsturm im Vogelsberg. Der int vorigen Sommer begonnene Aussichtsturm auf dem H e i n i g b e r g bei Lauterbach ist jetzt vollendet und wird Lonntag nach Pfingsten eingeweiht. Es ist dies nach Eröffnung des voriges Jahr erbauten Aussichtsturmes auf dem Ulrichsteiner Scyioßberg der zweite massive Turm, dem als dritter der Bismarckturm auf dem Taufstein folgt. Der Heinigturm bietet einen wetten Okundblick über den nördlichen Vogelsberg, das Fuldatal und die Rhön. Er ist 20 Meter hoch und erfordert einen Kostenaufwand von zirka 10 000 Mk. 0 Wieseck, 16. Mai. Fortgesetzt schwere Sittlichkeitsverbrechen begangen hat der Landwirt und Musiker K. an schulpflichtigen Knaben. Die Handlungen ziehen sich bis auf zwei Jahre zurück und gelangten durch Erkrankung eines Knaben zur Anzeige. Die Staatsanwaltschaft unternahm mehrtägige Uniersuchungen und veranlaßte die Verhaftung des Täters. .^Butzbach, 16. Mai. Das am 16./17. Juni hier stattfindende 2. Heimatpflege- und Volkstrachtenfest nimmt allmählich greifbare Gestalt an. In Aussicht ist genommen, dieses Fest hier, als dem Mittelpunkt der ober- hessischen Trachten, jedes Jahr abzuhalten, um durch den bei solch festlichen Veranstaltungen sich entspinnenben zwanglosen Verkehr und Ideenaustausch neue Gesichtspunkte wachzurusen, die nur dazu dienen können, frisches Leben dem großen Vereine zuzusühren. Das Fest wird sich dieses Jahr noch mehr idealen Zwecken ^uwenden und hat in seinem Programm der Dichtung und Musik einen hervorragenden Platz eingeräumt. Die feierliche Eröffnung des Heimat-uno Volkstrachtenmuseums in der Michaeliskapelle bildet den Anfang der Festlichkeiten. Dann werden in der Festhalle von dem Vorstände des Vereins für ländliche Heimatpflege, Wohlfahrt und Kunst- Pflege drei Preise verteilt an die Verfasser der preisgekrönten Gedichte und Erzählungen und ferner sind sechs Preise gestiftet für die besten Harmonika- Ipieler; für die beiden Konkurrenzen sind seiner Zeit Preisausschreiben ergangen. Außerdem werden Spinn- stubenlieder, Vorträge von Gedichten in Wetterauer Mundart, Blumenreigen das Publikum bestens unterhalten. Diese Italien auf der Haager Konferenz. Herr Tittoni hat eine sehr lange Rede über Italiens auswärtige Politik aehalten. Die Ausführungen sind fast im Wortlaut der Wiedergabe durch den offiziösen Draht gewürdigt worden. Tie Wett hat also Gelegenheit, den kunstvotten Gedankengängen des Ministers zu folgen. Tittoni genießt in der Diplomatie den Ruf eines „schlauen Fuchses". Seine neueste Leistung bestätigt diesen Ruf aufs glänzendste. Es war nicht leicht, die Formel „unerschütterliche Treue zum Dreibund, aufrichtige Freundschaft für England und Frankreich" auf alle mögliche Arten und dabei so zu variieren, daß jedem der Beteiligten etwas Angenehmes und Schmeichelhaftes gesagt wird, ohne in dem, der nicht gerade an der Reihe ist, die Empfindung der Zurücksetzung zu erwecken. Die Zusammenkünfte von Rapallo, Athen und Gaeta verstand Herr Tittoni zu einem harmonischen Trei- *" * * * * v "Tvic „toürbe* der Minister Darbietungen finden in der Festhalle statt, der Festplatz selbst bietet Tanzmusik, Volksunterhaltungen in reicher Fülle und ist für jedermann ohne Eintrittsgeld offen, nur für die Festhalle wird ein kleines Eintrittsgeld erhoben. Am zweiten Festtage wird vormittags im Saale des „Hessischen Hoses" die Hauptversammlung des Hessischen Vereins für ländliche Heimatpflege, Wohlfahrt und Kunstpflege abgehalten, bei der außer dem geschäftlichen Teile verschiedene populäre Vorträge stattfinden, die in den Rahmen der Bestrebungen dieses Vereins passen. Ter Zutritt zu dieser Versammlung ist für jedermann frei. Der Nachmittag bient für Volksbelustigungen, Tanz und Musik auf dem Festplatze. 0 Lauterbach, 16. Mai. Inmitten unserer Stadt wird an der Hohbrück ein Kriegerdenkmal errichtet, dessen Einweihung im August erfolgt. — Die Spieß- turnhalle geht ihrer Vollendung entgegen, sodaß die Einweihung im Sommer bevorsteht. Die Turnvereine des Gaues Hessen werden zur Feier ein gelob en. = Wetzlar, 17. Mai. Ein von den Buderusschen Eisenwerken bei ber Geologischen Landes anstatt zu Berlin gestellter Antrag auf g e o l o g i s ch e A u s n a h m e des B e r g- reviers Wetzlar ist angenommen worden. Die Arbeiten haben bereits begonnen. Die Gesellschaft deckt die Kosten eines Hilfsgeologen und sie erhofft von diesen wissenschaftlichen Arbeiten eine wesentliche Förderung ihrer Absichten. ? Ehringshausen, 16. Mai. Im hiesigen Post- gebäude wurde gestern nacht und den Abend vorher zur späten Stunde ein Einbruch versucht, jedenfalls von Fremden, die nicht wußten, daß in den DienstrLumen ein Beamter zur Sicherung der Kasse sich aufhält. Aus ein kräftiges: Wer da! des wachthabenden jungen Attmnes nahmen die Diebe Reißaus. Auch in Privathäusern hat Monsieur Spitzbube ein ^bringen versucht. Hoffentlich gelingt es bald, den Langfinger irgendwo zu ertappen. — Fräulein Johanna Bleidorn, Tochter des Lehrers Blei- Dorn zu Eiferfeld, begibt sich morgen, Samstag, auf die Reise nach Neuguinea, um sich ihrem dort weilenden Bräutigam, Misswnar Wilhelm Diehl, ein geborener Ehrings Häuser, antrauen zu lassen. Das Schwarzwußte Sozialdemokraten werden wie die in der Großstadt heimischen. — , „ £b es der geplanten Besoldungserhöhung für bic Beamten und die Lehrer der höheren und dcr Volksschulen wohl zu besondere'- Förderung gereichen wird, baß die Finanzminister der ^nanzkommission gerade dieses Hauses das Schreckbild einer Erhöhung der Einkommensteuer um eben dieser Gehaltsaufbesserung willen an die Wand malte? Wir können die Befürchtung nicht unterdrücken, daß infolgedessen von hier aus ein Schlag geführt werden wird, der die vom Abgeordnetenhause und vom Unterrichtsminister in Aussicht gestellte ganze Arbeii doch wieder zum Stückwerk macht. Die Vereinheitlichung der Arbeiterversichernng. Es ist in letzter Zeit über keine sozialpolitische Frage so viel debattiert worden sowohl in der Presse als auch in Berufsvereinigungen und wissenschaftlichen Fachvereinen, wie über die Reform der Arbeiterversicherung, und cs ist interessant, zu beobachten, welche klug abwägende und zurückhaltende Stellung die Reichsregierung in dieser Frage einnimmt. Sowohl die Denkschrift über die Privatbeamtenversicherung, die nach dem aner- t'annten Urteil der Fachleute mehr abschreckend als ermutigend auf die Bestrebungen der Privatbeamten wirken sollte und auch gewirkt hat, als auch die Erklärungen, welche Graf Posadowsky anläßlich der Beratungen des Etats des Reichsamts des Innern abgegeben hat, geben dafür einen klaren Beweis. Das Schlagwort, die drei Versicherungsgesetze (Kranken-, Unfall- und Invalidenversicherung) zu einer Versicherung zusammenzuschweißen und sie vollständig zu verschmelzen, wird von Graf Posadowsky direkt abgelehnt und nach den Erklärungen des Staatssekretärs wird man für die kommende Zeit wohl nichts anderes erwarten dürfen, als eine schrittweise Verbesserung der Kranken- und Invalidenversicherung und vielleicht eine Kodifikation der Versiche- f ftp Die Reform wird voraussichtlich beim Krankenkassen- wesen beginnen. Graf Posadowsky erklärt es für unmöglich, auf einmal die großen Berussgenossenschasten, die sich eigene große Vermögen angesammelt haben und auf gewaltigen beut* eben Industrien aufgebaut sind, aufzulösen und mit den Jnva- idenversicherungsanstalten und Krankenkassen zu verschmelzen. Ein radikaler Umbau wird vollständig abgelehnt und nur eine Dezentralisation unter Schaffung eines gemeinsamen lokalen Unterbaues (soziale Lokalbehörden) als in absehbarer Zett er* VottöschuLangclcgenheiten im preun. Herrenhaus. Man pflegt im allgemeinen den Etatsberatungen in der preußischen ersten Kammer eine besondere politische Bedeutung nicht beizumessen, da sie ja den vom Abgeordnetenhause fest- gestellten Etat im einzelnen nicht ändern kann, immerhin ind Hc eine Art Barometer, von dem man abtefen kann, wie ich das Herrenhaus zu neuen in Aussicht stehenden Gesetzen teilen wird, bei denen es voll mttzuspcechen hat. Nun hat ich in der letzten Tagung des Abgeordnetenhauses erfreulicher- weise bas Streben gezeigt, auf einem bisher wicht eben mit besonderer Fürsorge behandelten Gebiete, dem des Vo l ks s ch u l- wesens, zettgemäße Reformen h-rbeizuführen, und ,elbst die Regierung hat dort eine geunsfe Geneigtheit hierzu bekundet. Betrachtet man die Verhandlungen des Herrenhaufes über die)c Fragen, so kann man den etwaigen Reformversuchen lewer kein sehr günstiges Prognostilon stellen. Wohl soll dankbar anerkannt werden, daß'auch von den Mitgliedern des Herrenhaufe, einzelne für den Fortschritt eintraten, aber die Wortführer der Mehrheit waren sie nicht. Den größten Beifall ernteten vielmehr jene, die von den im Abgeordnetenhaus gewiderten Neuerungen nichts wissen wollten. Das Diktum des katholiichcn Professor-' Dr. Niehus aus Münster, baß fich bie geistliche Schulaufsicht burchaus bewährt habe und gar mcht zu entbehren sei, wirb sicherlich von ben Esten Mitgliedern des Hohen Hauses unterstützt. Ter Gedanke, baß ber Volks,chullehrer aus bem Lanbe vielleicht bei bemsclben Maß von Auflicht gebechlich wirken könnte, bas man bem Lanbgeistlichen gegenüber für auureichenb hält, ist ba natürlich Zaum faßbar, too man mit Heiterkeit ba- rüber quittiert, wenn ein Rebner, leiber auch ein Verrrettr einer preußischen Hochschule in höchst geichmackvoller xBeiie bw Volksschullehrer, einen Stand ber sich aus Mannern teoes ttlters zusammensctzt, mit jugenblidj unreifen .Primanern unb höheren Töchtern in eine Linie stellt. Professor Re in ke aus Kiel, ber mit biei’em geistvollen Wiz bie beifällige Heiterkeit seines Hohen Aubttoriums erntete, beschwerte sich, baß fein Gegner Professor Haeckel eine Kritik von ihm mit bem Hinweis abgetan habe, er sei Mitglied des preußischen Herren hau, es, be- kaimtlich einer höchst intelligenten Körperschaft. XasJ war gewiß nicht fein, und wir haben unsererseits feinen Grund, an der Intelligenz der Mitglieder des Herrenhauses im gmngiten zu zweifeln, aber wir müssen allerdings bekeni^n, daß , nach unserer unmaßgeblichen Meinung Proseisor Reinke, von feiner ethischen unb gesellschaftlichen Bilbung mit biefer fachlich durch nichts gerechtfertigten Verunglimpfung eines ganzen Standes, dessen Mitglieder durchschnittlich sicher nicht weniger intelligent sind als die des preußischen Herrenhauses, nicht gerade eine i besonders rühmenswerten Beweis gegeben hat. — Dem zuerst cm ahnten Professor Niehus gegenüber ist auch iwch eine kleine Korrektur am Platze. Er meinte, bie segensreichen Wirkungen der geistlichen Schulaufsicht durch den Hinweis bartun zu können, daß die unter fachmännischen Schulinspeltoren erzogene Jugend der großen Städte am ersten in die Hände der ^Lozial- benwt'ratie falle. Jeder, der die Verhältnisse kennt, weiß, baß das gelinde gesagt, eine fromme Täuschung ist; daß. die vom Lande in die Großstadt eimranbernben, unter geistlicher Schulaussicht aroß gewordenen Arbeiter mindestens ebenso zielbe- Nr:. 114 Erstes Blatt 157. Jahrgang Frettag 17. Mai 1907 Er1»e1nt ««glich XOSF irf Q monatlich7b außer Sonntags. yy PV . jährlich Ltt. 2J?0; durch flÄ ♦ A f. A*f 11 ff A Ai*—S bem y,Achen tanbwlel Flj B# Ä M MM N ES SSX S B B H/* IKK ■/ ■ |ät>el aml*l BefieO«. "8*n-IV 1liVIHv▼ zweimal wöchentlich da? jy 00' auswärts 80 Pleimrig. Kretsblatt für Otn Kret« —— ' Ak*r 9 * verantworrttch tftt SS General-Anzeiger für Oberheffen Mtz "«5,e.s» Notationkdruck und Verlag dervrühl'Ichen Univ -Such, und Stelndruckeret. 8. rangt. SedaM,». LrpedMon und vruckerel- rchulstrntz« t. Sie heutige Kummer umfaßt 10 Seiten, politische Tagesschau. Wasserfieber, dem Die erste Gemahlin des Herrn Diehl zum Opfer siel, übt zurzeit wieder seine Herrschaft ans, so sind beztv. waren erkrankt Missionar Hanke mit Bonau — er stieat in dem Regierungshospital Bella — Helmich, Schulz uno Weber. Auch Missionar Schamann-Hunsamannberg ist staum von diesem entsetzlichen Fieber genesen. △ Marburg, 16. Mai. Bürgermeister Troje aus «Einbeck hat die Wahl als Oberbürgermeister !hier angenommen. — Seit heute hat die hiesige ä ck e r i n n u n g den Preis für 2 Kilo Weißbrot auf 56 und für Schwarzbrot auf 52 Pfg. erhöht. Frankfurt a. M., 16. Mai. Gestern fand, wie alljährlich, der Kongreß der deutschen Standes- herren mit Festmahl und Ball im Englischen Hof statt. Den Vorsitz führte Fürst zu Stolberg-Wernigerode. Vertreten waren folgende fürstliche und rcichsgräsliche Häuser: von Stolberg-Wernigerode, Hoheulohe-Bartenstein, Castell- Eastell, Leiningen-Amorbach, Solms-Hohensolms-Lich, Isenburgs-Büdingen, Isenburg-Wächtersbach, von der Leyen- Hohengeroldseck; Oettingen, Löwenstein - Wertheim - Rosenberg, Solms-Braunfels, Wittgenstein-Hohenstein und Salm- tHorstmar; Görtz-Schlitz, Solms-Laubach, Solms-Wildenfels, Erbach-Fürstenau, Castell-Rüdenhausen, Pückler-Limpurg) ^Stolberg-Roßla, Neipperg-Schwaigern, Scl>önburg-Clauchau, Solms-Assen heim und Bentinck-Waldeck-Limpurg. Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 16. Mai. Anwesend: Oberbürgermeister Mecum, die Beigeordneten «Curschmann, Georgi und Heyligenstaedt; die Stadtverordneten : Dr. Ebel, Eichenauer, Eminelius, Euler, Faber, /Dr. Gutfleisch, Dr. Haberkorn, Hallbach, Heichelheim, Helfrich, sHelm, Huhn, Jann, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Petri, Dr. Schäfer, Schaffstaedt, Wallenfels und Dr. Wimmenauer. Fehlende Briefkästen. Vor Eiillritt in die Tagesordnung macht Stadtv. Eiche- Mauer darauf aufmerksam, daß an mehreren sehr frequenten Stellen der Stadt, wie Goethestr. und Selterstor, die Brief- ‘ kästen behufs Reparatur abgenommen seien. Hoffentlich bedürfe es nur dieser Anregung, um die Postbehörde dazu zu veranlassen, in solchen Fällen Reservekasten anzubringen. Vergebung der 'Anleihe. Der Vorsitzende teilt mit, daß die Genehmigung der Drei-Millionen-Anleihe zu 4 Proz. vor 8 Tagen eingetroffen sei und daraufhin habe der Finanzausschuß beschlossen, das Anlehen sofort auszuschreiben. Heute sei der Termin abgelaufen und es seien folgende Offerten eingegangen: Kurs 98, 91 Delbrück Leo u. Co.-Berlin, Mitteldeutsche Kreditbank Berlin, Frankfurt a. M. und Gießen, L. u. C. Wert- Heimber-Frankfurt a. M. Zinsen 1 Proz. unter Reichsbankdis- kont, höchstens 4 Proz. mindestens 3 Proz. Vor 31. 12. 07 weitere .Anleihen nur mit Genehmigung der Banken zulässig. Kurs 98, 81 Deutsche Bank-Berlin und Frankfurt a. M., Rheinische Kreditbank-Mannheim, Deutsche Vereinsbank-Frankfurt am Main, Süddeutsche Bank-Mannheim, Baruch Strauß-Marburg. Kurs 98, 78 Königlich Preußische Seehandlung-Berlin. Zinsen wie Delbrück Leo u. Konsorten. Vor 1. 4. 08 keine weiteren Anleihen zulässig. Kurs 98, 28 Bank für Handel und Industrie Darmstadt, Kommers- und Diskontobank-Berlin, I. Dreyfus u. Co.-Frank- furt a. M. und Veit L. Homburger-Karlsruhe. Kurs 98, 25 Deutsche Effekten- und Wechselbank-Frankfurt am Main, Nationalbank für Deutschland-Berlin, Jacob Grünewald-Gießen und Straus u. Co.-Karlsruhe. Kurs 97, 81 Diskonto-Gesellschaft-Franksurt a. M., Süddeutsche Diskonto-Gesellschaft-Mannheim, Norddeutsche Bank-Hamburg, Ephraim Meyer u. Sohn-Hannover, M. M. Warburg u. Co.-Hamburg, L. Pfeiffer-Kassel und Mauer u. Plaut-Kassel. Es wird ohne Debatte und einstimmig beschlossen, das erste Angebot (Delbrück — Mitteldeutsche Kreditbank — Wert- heimber) a n z u n e h m c n. , Wegen des Druckes der Schuldverschreibungen und Z i n s - bogen waren die hiesigen Firmen, die die Arbeit machen können, aufgefordert worden, Angebote einzureichen. Beide in Frage kommenden Firinen haben der Aufforderung entsprochen. Die Brühl'fche Druckerei hatte unter Beigabe von Papierproben 4 Offerten zu 968, 1050, 1097 und 1180 Mk. eingereicht, und die Münchow'sche Druckerei eine solche, ebenfalls mit Papierprobcn, zu 1050 Mk. Die Arbeit wird der'Brühl'schen Druckerei, übertragen und zwar wird die Offerte mit Papiermuster A 18 zu 1097 Mk. zur Ausführung bestimmt. Ausschmückung der Ballone und Vorgärten. Die hiesigen Handelsgärtner beabsichtigen, ähnlich wie in anderen Städten, Prämien für Balkone und Vorgärten zu geben und haben von sich aus hierfür Pflanzen im Werte von 100 Mk. als Preise ausgesetzt. Sic ersuchen um Gewährung eines Zuschusses durch die Stadt. Es wird beschlossen, einen einmaligen Betrag von 50 Mk. hierfür zu bewilligen. Zuschuß zu den Kosten des Tuberkttlose-Wandermuseums. Der Vorsitzende hat, vorbehaltlich der Zustimmung der Versammlung, für die Ausstellung des Museums, die am 26. Mai eröffnet iü erben soll, bereits die Turnhalle der Stadtknabenschule zur Verfügung gestellt. Die Landesversicherungsanstalt bittet aber außerdem um Uebernahme der örtlichen Kostet: der Ausstellung, da die Versicherungsanstalt durch die hohen Transportkosten bereits erhebliche Ausgaben hat. Der Fuianzausschuß hält die Stellung des Ausstellungslolals für genügend und beantragt, eine weitere Unterstützung abzulehnen. Der Vorsitzende dagegen bittet, ebenso wie die Städte Bingen, Alzey und Offenbach einen weiteren Beitrag zu leisten. Die hier durch die Ausstellung entstehenden Kosten belaufen sich auf 350 Mk. Stadtv. Heichelheim legt die Beweggründe des Finanzausschusses für seine Stellungnahme dar. Wenn der Ausschuß gewußt hätte, daß es sich um 350 Alk. Kosten handle, hätte er wohl einen anderen Antrag gestellt. Stadtv. Dr. Gutfleisch ist der Ansicht, daß die Stadt bei einer so wichtigen Sache unbedingt mehr geben solle als nur den Ausstellungsraum, zumal in der jetzigen Jahreszeit keine Kosten für Heizung und Beleuchtung entständen. Er beantrage Bewilligung eines Barbeitrages von 300 Alk. Stadtv. H a u b a ch ist prinzipiell gegen eine Bewilligung, da es zu weit führe, wenn man alle derartigen Unternehmungen durch Geldmittel unterstützen wolle. Stadtv. K r u m m ist für Bewilligung eines Beitrags und weist oarauf hm, daß in Offenbach z. B. die Schulen die Ausstellung besucht hätten, das spreche für die Wichtigkeit der Sache. . Der Vorsitzende bemerkt, daß in Friedberg die Ausstellung :n drei -Lagen von 4000 Personen besucht worden sei und tritt nochmals für die Bewilligung eutes Geldznschnsses ein. — iEU° " er schließt sich den Ausführungen des Stadtv. Gutstelsch an. Er halte es für eine Hauptaufgabe der u unkr|Y'ye ul gesamte Volkswohl wichtigen Unternehmungen Stadtv. Dr. Guts l e i sch weist nochmals aus die sozialpolitische und hygieniiche Wichtigkeit der Ausstellung hin und tritt lebhaft sur Bewilligung des Znschunes ein. Stadtv. Petri hat die Ausstellung seinerzeit in Darmstadt gesehen und tritt aus dieser Kenntnis heraus den Ülusnibrunacn Dr. Gutflelschs bei. ' J H Stadtv. Löber hält dafür, es wäre schon so viel zur Ans- klärung über das Wesen der Tuberkulose geschehen, daß .vettere Aufklärung nicht notig sei und nichts weiteres hierfür zu ae- schehen habe. 0 ä Stadtv. Haubach wußte nicht, daß die Ausstellung kein Eintrittsgeld kosten solle, dies andere seine Auffassung von vermache , .,Stadtv. Wallenfels äußert sich in ähnlicher Weise und spncht sich für Bewilligung von 200 M. aus. Stadtv. Kirch betont, daß es nicht in erster Linie finanzielle Gründe waren, die die ablehnende Haltung des Finanzausschusses begründet hätten. Man habe geglaubt, daß man mit der Hergabe des Saales genug tue, zumal auch die anderen Städte nicht mehr getan hätten. Stadtv. Heichelheim weist darauf hin, daß in erster Linie die Invalidenversicherung Interesse und Vorteil von der Ausstellung habe. Er beantragt die Bewilligung von 100 At. Ter Antrag auf Bewilligung von 300 M. Zuschuß wird gegen eine beträchtliche Minderheit abgelehnt und ein Zuschuß von 200 M. mit Mehrheit bewilligt. Der Voranschlag für 1907 findet, von ganz geringfügigen Aenderungen abgesehen, Genehmigung. Wir haben'die wichtigsten Zahlen daraus bereits mitgeteilt imö können uns daher auf die bei einzelnen Titeln gemachten Ausführungen beschränken. Beim Titel 2, Gebäude, macht Stadtv. Krumm daraus aufmerksam, daß man, nachdem man das Stehenlassen des Torhäuöchenö am Theater beschlossen habe, auch dafür sorgen müsse, die darin befindliche Wohnung in einem den gesiindheitlichen Ansprüchen genügenden Zustand zu erhalten. Ter Vorsitzende erwidert, es fei aus der Wohnung bereits gemacht ivorden, was daraus zu machen fei. Eine Kelleranlage komme zu teuer, ober man habe den Fußboden erhöht. Stadtv. Krumm meint, ohne Unterkellerung könne niemand in dem Häuschen wohnen. Oberbürgermeister sJ)l ecu m bemerkt demgegenüber, es habe bei den früheren Debatten über das Torhäuschen niemand anzugeben gewußt, wohin man die Oktroi - Erhebestelle unterbringen solle. Stadtv. Huhn bemerkt, in dem Titel ständen Einnahmen und Ausgaben nicht im richtigen Verhältnis. Wenn man von der neuen Kaserne absehe, seien die Einnahnien 16 000 Alk. und die Ausgaben 10 000 Alk. Deshalb fei in Erwägung zu ziehen, ob man die schlechtrentierendsten Häuser nicht abbrechen solle; z. B. betrage beim Haus Sonnenstraße 26 die Einnahme 252 und die Ausgabe 130 Alk., beim Haus Gr. Mühlgasse 17 die Einnahme 192 und die Ausgabe 100 Mk. u. s. w. Der Vorsitzende bemerkt, die Abbrüche erfolgten stets, insoweit es erforderlich sei. Die für die bauliche Unterhaltung der Gebäude angeforderten Summen solle man ruhig stehen lassen, denn ohne Not werde nichts ausgegeben. Wenn es ilicht notwendig sei, solle man übrigens mit dem Abbruch nicht so schnell bei der Hand sein, denn damit fördere man den Notstand der aller- unbemittelftei: Schichten, die aus die ganz billigen Wohnungen angewiesen seien. Stadtv. Haubach hält ebenfalls die Unterhaltungsarbeiten der städtischen Gebäude für sehr hoch angesetzt und führt hierfür Beispiele aus dem Voranschlag an. Der Vorsitzende macht darauf aufmerksam, daß in den hierfür angesetzten Beträgen auch die Aufwendungen für Wasser, Heizung usw. stecken. Stadtv. Wallenfels weist darauf hin, daß ein der Stadt gehöriges Haus in der Zozelsgasse keinen Ertrag abwerfe. Wenn dies Haus nicht verwertet werde, solle man es abbrechen. Stadtv. Huhn ist damit einverstanden, daß man mit dem Abbrechen nicht so rasch vor sich gehe. Stadtv. Petri hält es für notwendig, daß man für das äußere Aussehen des Torhäuschens etwas tue. Stadtv. Löber meint, daß das Haus in der Zozelsgasse ja sehr billig erworben sei, aber es schwebe ein geheimnisvoller Schleier um das Haus. Er habe übrigens schon eine Anregung gegeben, was man damit anfangen solle. Der Vorsitzende, der vorher schon ausgeführt hatte, daß das Leerstehen des Hauses auf einem früheren Beschluß der Versammlung beruhe, bemerkt, der Anregung des Stadtv. Löber sei schon entsprochen worden, wenn die Anlieger des Hauses nicht so übertrieben hohe Forderungen für ihre Häuser stellten. Beim Titel 7, Schlachthaus, fragt Stadtv. Krumm, wie es mit der Schlachthoferweiterung stehe. Der Vorsitzende erwidert, die Vorarbeiten seien so weit gediehen, daß die Arbeiten zur Erweiterung der Schweineschlachthalle, die fast einem Neubau entsprächen, bis zum 1. Juli ausgeschrieben werden könnten. Die Kühlanlage werde im Herbst begonnen werden können, sodaß ihre Betriebseröffnung bis Frühjahr 1909 zu erwarten sei. Die Metzger wünschten allerdings jetzt ein neues Schlachthaus, nach Art des Fuldaer, das etwa 600 000 Mk. koste. Das sei aber nur für 25 000 Einwohner berechnet, während man hier für 50000 Seelen bauen müsse. Ein neues Schlachthaus werde ohne Grunderwerb auf rund 1200 000 Mk. kommen, dagegen koste die Erweiterung des jetzigen nur etwas über 500 000 Mk. Beig. Georgi stellt die Frage, ob man sich inzwischen verlässigt habe, daß der Viehmarkt beim Schlachthaus bleiben könne. Der Vorsitzende entgegnet, daß der jetzige Kreisveterinärarzt fein Bedenken gegen die Lage des Viehmarktplatzes habe und daß man keine Verträge wegen des Baues abschließen werde, bevor vom Ministerium hierüber entschieden worden sei. Stadtv. Helfrich hält die Lage des Viehmarktplatzes, namentlich nach seiner Neuanlage, für unbedenklich. Beim Titel Eichwesen bemerkt Stadtv. Krumm, daß er gemäß seiner früheren Stellungnahme nichts für die Unterhaltung des Torhäuschens am Theater bewilligen werde. Stadtv. K i r ch pflichtet dem bei. Auf eine Bemerkung des Vorsitzenden, daß das Torhäuschen am Theater dem Oktroi diene, also zurzeit nicht zur Beratung stehe, erklärt Beig. Georgi, daß auch das zweite Häuschen entfernt werden müsse, wenn das auf der Theaterseite falle. Beim Titel Volks- und Fortbildungsschule ersucht Stadtv. Haubach um nähere Ausschlüsse über mehrere Positionen, die Unterhaltung, Umbau ufnx. an Schulhausbauten betreffen. Der Vorsitzende gibt die gewünschten Aufschlüsse. Beig. Georgi ist der Ansicht, daß man von diesen Ausgaben manches hätte in die Vermögensrechnung nehmen können, da durch größere Umbauten und Neueinrichtungen, wie Brausebäder, doch der Gebäudewert erhöht werde. Durch das jetzige Verfahre:: belaste man die Gegenwart zugunsten der Zukunft zu sehr. Der Vorsitzende meint, durch Ausgaben, wie sie der Voranschlag vorsehe, werde der Wert der Gebäude fast gar nicht erhöht. Wenn man diese Kosten zu Lasten des Vermögens verausgabe, sei es fraglich, ob das Ministerium seine Genehm migung gebe. Stadtv. Löber halt die Einrichtung eines Brausebades in dem Schulhause an der Schillerstraße für überflüssig. Die Reinigung der Kinder fei Familiensache und es sei für manchen Familienvater recht nützlich, wenn er, statt ins Wirtshaus zu gehen, zu Hause zusehe, wie feine Kinder gewaschen würden. (Heiterkeit.) Auch habe man das Bad in der Lahn. Man solle in der sozialen Fürsorge auch nicht zu weit gehen. Beig. Georgi spricht sich schon aus dem Grunde für die Einrichtung des Brausebades aus, weil auch die anderen Volks sch ul Häuser solche haben. Stadtv. Krumm will feststellen, daß heute gesagt worden sei, durch Umbauten usw. werde ein Wertzuwachs erzielt. Bei der Frage der Kanalisationsgebühren habe man ganz anders gesprochen. Uebrigens sei er der Ansicht, daß man etwa die Halste der Umbaukosten in die Vermögensrechnung nehmen könne. Beig. Georgi will heute auf feine Wertzuwachsdebatte eingehen, da dies zu weit führen werde. Stadtv. Haubach "ersucht den Vorsitzenden, die Voranschläge für die Unterhaltungsarbeiten in Zukunft genau zu prüfen, damit nicht unnötige» gemacht weroe. Gegenüber dem Stadtverordnete:: Krumm wolle er nur bemerken, daß bei Umbauten und auch bei den Kanalisationsarbeiten im Haus ein Wertzuwachs allerdings eintrete, nicht «aber durch die a Ugemeine Kanaliiation» Der Vorsitzende erklärt', setzt schon sei die Festsetzung der Beträge für die Unterhaltungsarbeiten regelmäßig Anlaß zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Hochbauamt und ihm. Stadtv. Dr. Ebel meint, angesichts des Umstandes, daß von den 1906 mit 3650 Mk. und 1907 mit 3450 Mk. anglesetzten Vergütungen an die Lehrer für den Fortbildungsschuluuterricht etwa 600 Mk. nicht verbraucht worden seien, könne die vor kurzem abgelehnte Erhöhung dieser Vergütung recht gut erfolgen. Gießen stehe in dieser Hinsicht hinter den anderen hessischen Städten zurück. Der Vorsitzende hält eine abermalige Erörterung dieser Frage setzt nicht für angängig, nachdem erst vor kurzem ein Gesuch der Lehrer abgelehnt worden sei. Der Mehransatz erfolge, weil man nie in^ Voraus wissen könne, inwieweit durch das Größerwerden der Schülerzahl eine Vermehrung der Klassenzahl notwendig werde. Wenn inan die Gebühr erhöhe, müsse auch der ausgeworfene Betrag entsprechend erhöht werden. Die höhere und erweiterte Mädchenschule gibt dem Stadtv. Iann Veranlassung, um Ucbcrlaffung des nördlichen Teils von Oswalds Garten als Spielplatz für die Klassen zu ersuchen, die in der Turnvereins-Turnhalle turnen, damit anstelle des Turnens zeitweilig Spiele im Freien treten, könnten. Ter Vorsitzende stellt anheim, einen dahingehenden Antrag zu stellen, damit sich das Kuratorium mit der Sache befassen könne. Stadtv. Krumm hält die von früheren Schülerinnen dev höheren und erweiterten Mädchenschule eingeleiteten Samnv- lungen für Ausstattung der Anstalt für unangebracht. Was für die Ausstattung der Schule erforderlich sei, habe die Stadt aufzubringen. Ferner wolle er die Anlegung eines Tennis-, Platzes für die Schule anregen. Ter Vorsitzende erwidert, daß die Schülerinnen der höheren Mädchenschule ruhig den seitherigen Tennisplatz in der Schillerstraße meitcr benutzen könnten, auch stehe ihnen der städtische Platz an der schönen Aussicht zur Verfügung. Tie Sammlungen für die Ausschmückung der neuen Schule halte auch er für unangebracht, da cs unnötig sei, irgend etwas zu stiften. Stadtv. Krumm bemerkt, seine Kritik richte sich nur gegen die Ausschmückung der Schule, wenn jemand etwas für Unterrichtszwecke geben wolle, solle man cs nicht zurückweisen. Ein Tennisplatz dicht bei der Schule empfehle sich sehr, damit; in den Pausen gespielt werden könne. Stadtv.^Emmelius macht darauf aufmerksam, daß "bei der neuen Schule ein Tennisplatz vorgesehen gewesen sei. Es habe sich aber herausgestellt, daß der dafür in Betracht kommende Platz zu klein sei. Stadtv. Dr. Wimmenauer kann nichts dabei finden, wenn die früheren Schülerinnen der Anstalt ihre Anhänglichkeit an die Schule dadurch betätigen, daß 'sie bei der Einweilmng irgend etwas stiften, z. B. Bilder. Stadtv. Schaffstftedt tritt ebenfalls' für die Anlage eines Tennisplatzes ein. Stadtv. Kirch stimmt bezüglich des' Geschenks für die Schule dem Stadtv. Krumm bei und wendet sich namentlich gegen die Behauptung des geöruccien Aufrufs der Sammlerinnen, daß die finanzielle Sage der Stadt eine würdige Ausstattung der Schule nicht zulasse. Der Vorfitzende meint, wenn die hinter dem Aufruf stehenden Damen dies behaupteten, so seien sie schlecht unter-, richtet. Es gebe sogar Ansichten, daß für die Schule zu viel geschehen sei, z. B. werde die Ausstattung der Turnhalle zp reich befunden. (Schluß folgt) Lttrchttche Nachrichten CvangcLische Gemeinde. Am 1. fß f i n g ft feier tag, den 19. Mai: Kollekte für die hessische Lutherstiftung. Gottesdienst. In der Städtische. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 9V2 Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthmts- und Markusgememde gemeinsam. Pfarrer Schwabe. In der JohanncSkirchc. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Enter. Beichte und heil. Abendinahl für die Lukas- und JohanneS- gemcüibe. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeind-» erbeten. Vormittags ll1/« Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Am 2. Pfingstfeiertag, bei: 20. Mai: Kollekte für die kirchliche Versorgung der Evangelischen im Ausland. Hottesdieust. In der StadMrchc. Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Steiner. Vormittags 9V3 Uhr: Pfarrer D. Schlosse r. Beichte und heil. Abendmahl für Matthaus- und MarkuS- gemeinde gemeinsam. Anmeldung dazu vorher bet dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. In der Johauucskirche. Vormittags 8 Uhr: Siehe Stadtkirche. Vormittags 9*/, Uhr: Pfarrer Ausfeld. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannes- gemeinde. Pfarrer Ausfeld. Katholische Gemciudc. Samstag den 18. M a i 1 907: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag d e n 19. M a i, P f i n g st s o n n t a g: Vormittags von 6‘/2 Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. , um 7 Uhr: Die erste heil. Aiesfe, vor lind in derselben Austeilung der heil. Kommunion. , um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe. „ um 91/; Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Feierliche Vesper mit Segen. Nachmittags um 3V4 Uhr: Polnische Predigt. „ „ 38/t „ Italienische Predigt. „ von 4-9 Uhr Gelegenheit, polnisch und italienisch zu beichten. Montag den 20. Mai, Pfingstmontag: Vormittags von 6*/2 Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. „ um 7 Uhr: Tie erste hell. Messe, vor und in derselben Austeilung der fzeil. Kommuniom „ um 8 Uhr: Tie zweite heilige Messe. „ um 9*/, Uhr: Hochamt. Nachmittags um 2 Uhr: Fest-Andacht mit Segen. Dienstag und Freitag abend um 61,. Uhr ist Maiandacht. Israelitische Netigiousgesettschast. Gottesdienst. Sabbatfeier am 18. 3)1 ai 1907: Freitag abend 7.45 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Nachmittag 4.00 Uhr. Sonntag den 19. und Montag den 20. Mai 1907: Wochensest. 1. Tag: Vorabend 9.00. Morgens 8.00. Predigt. Nachmittags 4.00. 2. Tag: Vorabend 9.00. Morgens 8.00. Nachmitags 4.00. Festesansgang 9.05. Wochengottesdienst: morgens 6.00 Uhr, abends 8.00 Uhr. Israelitische Religiousgemeinde. Hottesd:eiiil in öer Synagoge (pudanlage). Sonntag den 19. und Montag den 20. Mai 1907 r W o ch e n s e st. 1. Tag: Vorabend 9 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Predigt. Nachmittags 4 Uhr. 2. Tag: Vorabend 9 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4 Uhr. Feftesansgang 0 Uhr. 10D.5C 4'/, Mecklb. Hm>. n. Wbk. Ser. I Verl, ä 125 StaaM-Anleihen. 1905 10X40 Wiesbaden v. 1900 do. do. Preußische TonlolS abgeft. 3*/. 72.10 190 v. gor.v.d. ffl.b. 1904 69.60 Lire Würzburg v. P-'99 unf; b. 72. do. do. Hamburger n. 1909 <*', 'Bufarel 101 Hamburger St.-Anl. amrt.1900 u. 1909 407.9 i. G. v. 1891 do. 69.40 9.1 9 ' 2013 r 1 1899 R Ser. - 9.92 unk. b. 1904 . do. 5 Russische Südost 97 stenerlr. gar. 4 b. 1908 98 50 100.90 NttSländische. b. v. 1888 i 5. 74.80 do. do. Neucrsr. gar. Wark^.-Wien. Oft. gar. 2020/4040 Südd. Boden Kr. S. 53 u 64 unk. b. 19U6 gar. 99.75 Kr. bis incl. Ser. 52 do. M. do. do. 97.80 Bulgar. Tab. Ans. v. 1902 i. G. 137 Lire Prag-DuxSt.Akt. 112.- 61.70 i. G. do. 99.70 4’4 Defl. Silber-Rente ö. fl. Standeshcrriiche Anloihen M. (conti.) Provinzial- nnd Commnnal- Obligationen s-fl r. 102 öfl.G 4V. do. Rheinproviuz AuSg. 20 u. 21 unk. b. 1902 4*/, Eisenb. Rentenbauk 5*/. Oest. E.-B. St. Srb.-^'frfrb. (conti do. 4 do. 4 Fürst!. 94. M. 1884 95.30 3V, Frankfurt Franken-Allee, garant. v. Frankfurt 3 4 Franks. Hof r. 105 Dividende Nene Boden r. 102 4 1900 M. Alzey v. 1899 unk. b. 1912 Bank Lose. 6 Vs Badische Bank . M. (Bank f. Handel n.Industrie) 12.95 281.50 41/, Ruff. 4V, do. II 4V: do. . 8 M. 8*/, v. 1891 Lit. H 97. Fr. Erlangen v. 1900 nnk. b. 1911 240.50 7 j. B. v. 1900 nnk. b. 1905 . 4 Freiburg it. 1884 abgest. 96.50 2V, 8 Anrcchtscheine . 93.50 Unverzinsliche Lose Lstr. Fulda v. 1901 Ser. I Ungarische Gold-Rente 2025 r 162.50 •70 M. RV, Außereuropäische. n. Pes. Argent. inn. G.-Anl. v. 1887 . 32.40 abgelt. do. 1890 v. 88.50 85.60 do. do. 100.40 141.20 Lstr. Ultimo 7 Fr. Lstr. Industrie-Aktien 8 41/, Javaner Ser. n v. 1905 Pfandbriefe do. do. 4 Frk., Hyp.-Bk. Mannheim v. 1901 unk. b. 1906 Eisenbahn-Prioritäten 3V, do. 4 do. S. 27,37,39 u. 42 unk. 1905 903 99.50 do. S. 47 b. 1913 unk. 30, 32 u. 33 (tilgb.) b. 1906 29 unk. SV, 95.50 400 Oest. Süd (Komb.) stf. do. v. 1901 unk. b. 1906 Fr. 6er. 331-350 unk. b. 1913 v. 1883 abgest. do. E. v. 71 i. G. 109. do. do. 84, 93 Eisenbahn-Nenten-Bk. . Franks. Hvpothek.-Bank 3 4 4 4 4 SV, do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. 1888 1897 4 3V, do. do. do. do. do. do. 3‘A 4 4 4 4 do. do. do. do. do. 446. 372. 4V, 4 4 4 4 4 4 4 4 5 5 3 4 4 4 5 4 do. Pati'.er-Rente do. Gold-Reute . do. einbeitl. Rente do. StaotS-Rente do. do. do. do. do. do. do. do. ti. v. 500 500 ö.fl Kr. 104.30 93.30 4 4 1 4 3 V 9V, sV, 4 4 3 V, 3 V, 3V. nnk. unk. nnk. b. b. b. 4 4 ReichSbank Frankfurter 4 4 4 4 4 do. do. do. do. do. do. do. 6V, b 1 1 1 3 4 4 3 5 5 do. do. do. do. do. do. do. do. do. b. 1915 . b. 1912. 1906 1911 4 4 4 4 4 4 SV, 3 5 5 5 4*/, 4V, 105.30 101.20 97.30 99.20 99.50 99.50 94.30 94 50 4 4 4 4 4 4 3’/, do. SV, dv. SV, do. 31/, do. M. 1000 M. 1000 M. 1000 5 7 9 8V, 8 SV, 7 7V, 7 7 110.- 116.80 132.70 unk. b. nnk. b. nnk. b. nnk. b. nnk. b. b. b. b b. 4 5 4 5 4 4 4 v. 1889 v. 1889 v. 1891 an.m Kr. M. ö.fl. 98.70 94 — 500 200 102.25 134.90 82.50 100.Z0 9340 83.— 100 30 94.20 95.60 Oest.-Ung.StaaSb. Ocst.Gndb.lLomb ' Lest. Nordwest A M.1000 Tlr. 100 nnk unk unk. unk. unk. Hilf. ö.fl. M. amort. ab 1907 amort. ab 1910 . 44 28, 99.— 98.15 98.25 . 1000 . 500 . 1000 4 4 3V, SV, SV, SV, SV, ^otthardbahn. . Xtal. Mittrlincer . Anatel. Eikenb. . Urince Henri . . 136.50 144.10 144.80 Säckistsche Rente..... Württembg. v. 1875—80 abgest. do. do', do. do. convert. v. 1897 » 1902 ti. 1905 do do. do. do do. b. n Kr. M. Madrider abgest. . . Meininger Pröm. Psaudbr. Rente Rente do. Rente Rente i. m. ti. 190 i. W. ti. 189 ti. 1894 . ti. 1898 . I E abgest. IIIE unk. b.1905 100.30 89.— Gießen do. do. do. do. do. do. S. do. S. do. S. ti. 190'' 5er IT »nk. b 1001 mit. b. 1907 . Bank-Aktien. . . M. 1000/3000 1910 1910 SV, SV, 4 4 4 4 4 sv, SV. Oesterr. v. 1860 . Oldenburger. . . Russische ti. 1864 . Russische ti. 1866 . Lstr. M. Lstr. M. Wladlkawk. 95 st fr. Anatolische i. 0*'. . 4 SV, 100.- 150.— 115.50 139./O 190.20 142.90 179.50 1 SV- amort. do. do. amort. amort. Sard. See. flfr. aar. I n. II . . S'cilianische steuerfr. i. W. v. 1889 ti. 1881 ti. 1888 ti. 1898 ti. 1903 100.30 96.40 S io S. 19 L. OO S 25 S. 27 S. 23 S. °6 6. 17 Pes. Lstr. Pes. M. Kr. nnk. b. 1901 . unk. b. 1902 . nnk. b. 1908 . unk. b. 1910 . Oest.-Ung. Bank . . Ocst.-Läuderbank . . Oest -Kredit-Austalt. . Pfälzische Bank . . . Prenß. Bodenkreditbank do. Hyp.-Akt.-Bk. M. ti. 1901 abgest. ti. 1887 v. 1891 v. 1899 v. 1898 nnk b. 1905 unk. b. 1906 ö. fl. 200 o. fl. 200 ö. fl. 200 600/1200 . f. fl, 350 1914 1905 I^OR 1912 do. ti. 1«87.91,93.99 do. v. 1886,97,1902 Pes. Lstr. M. 94.60 83.70 94.40 77.50 67.10 3V, SV, s1/, sV, ■SV, muneteilt von der 31/, do. 3 V, do. do. do do do. do do. 82.10 84.- 94.90 95.20 95.10 85.- Schmeiz. Central ti. 1880 MoSkau-Kakan nnk. 1915 u. 34 unk. b. 1907 . n. 41 unk. b. 1910 , unk. b. 1913 . . . unk. b. 1908 . . . . . M.600 M. 600/1200 M. 600/1200 1909 1911 1918 1905 190? 408/2040 . 2040r 97 5<> 10310 Rbl Lire M. Pei. Lstr. 18«8, 92, 99 . 1896 nnk. 1912 nnk. b. 1912 . 4V, 41/, 41/, 1 SV, 3 4 4 do. Ser. 14 Ser. 16 Ser. 18 Ser. 20 31 40 43 46 Oest. E.-B. St. S>b.-Bersch, (conti Elisab. Obl.) i. ®. stenerfr. . cons. ti. 1890 steuerfr. eonv. nnif. ti. 1903 Bagdad-Bahn . ■ äiifi. E.-B. i. G. innere ti. 1888 . äußere Gold-Ank. do. do. 102.60 96.10 Fr. Fr- ti. 1896. ti. 1898. Tlr. 100 Tlr. 100 ö. fl. 100 Tlr. 100 Tlr. 100 Tlr. 50 b.fl.100 Tlr. 100 Tlr. 50 Fr. 80 Fr. 100 Tlr. 100 ö. fl. 500 Tlr. 40 M. Fr. 74 50 74.50 74.50 ti. 1903 „nk. b. ti. 1881 conti. . d. 1Ry8 conti v. 1895 . . • ti. 1898 . . . do. do do. 93.25 85.70 97.90 nnk. b. 1908 . nnk. 1909 . nnk b. 19,12. nnk. b. 1914 . nnk. h. 1905 u. b. Verl, umtschb. unk. b. 1907 Ser. io ti. v. v. ti. v. ti. ti. 12 5 6 9 8ßa 6V, SV, 7V, 4V, ? 5V, 10 100.80 93.55 v. 1894 v. 1905 unk. b. 1915 3*/, S1', 4 154.30 199.50 136.- . alt. K. Rbl. 100 . alt. K. Rbl 100 31/, SV, SV, 4 3*4 do. Südwest st'r. gar. 408/2040 Ryälan-KoSlow steuerfr. gar . . do. UralSk steuerfr. gar. 404/2020 BereinSbank . DiSkonto-Gesellschaft Dresdner Bank . . Dresdner Bankverein Fr. M. 114.20 67.70 6830 p 18^7 *9 ti. 1899 nnk. b. 1991 . ti. 190'1 „nk b. 1914 . 93.60 85.- 93.70 93.60 82.50 Ser. 5 Ser. 6 Ser. 7 Ser. 3 Ser. 4 do. d0. Lillodyn Mo'tou 2'4. do. 2Vm do 97.60 101.- 102.25 101.70 99.30 4 1 4 SV, 1887 stf. gar. . . . . i. S. 200/1000 SV, do. 3V, do. SV, 5*4 6 ti. 1883 .... ti. 1895 .... ti. 1898 unk. b. 1903 1905 226.75 107.- 124 20 171.40 143.70 106 - 120.50 202.90 156.50 92.70 117.39 123.90 116.— 209 — 126.90 a. Deutsche. Deutsche ReichS-Anleihe , HyV.-Dk. Lit. A M. 1000 do. Lit. B M. 1000 X1' r- 4 8V, s ir, 3 4 3'4 3'4 3 3'4 3 ß 4 do. ti. 8'4 do. v. 1899 . 31/, Ulm ti. 1905 . . StaatSans. ti. 1905 Eonsolid.-Anl. ti. 1880 . . „ Gold-Ank. v. 1889 .... Cons. E. B. Ser. I u. II 89 „ Gold-Anl. Em. HI v. 1890 . Staats-Rente ti. 1894 . alt.Kr.Rbl. . 1107.90 .[ 32.70 Aktien ausüindischor Transporl- Anwtalten. . 6 8'/, 4V, 77 - l"0.- u. 17 nnk. 1910 unk. b. 1905 Wien do. do. d". SV, SV, SV, 101.80 11 80 90.25 100 — 85 25 3'4 do. 4 Pfälzische do. do. 97 22 it. 23 . . . . in, 12-16, 24-26, 29 a. M. Lit. N ii. Q abgest. H R abgest. . . (Straßenbahn) ti. 1899 . ti. 1901 Abt. I. . . . ti 1901 Abt. II. it. III. do. do. Ser. 12, 13 Ser. 15 unk. b. 1906 . Ser. 19 Kommunal Ser. 1 unk. 1910 92.— 100.10 94.20 3'4 Kassel abgest 3*4 Kisstngen ti. 1886, 1888 it. 1903 4 Köln ti. 1900... ... 3'4 Kreuznach ti. 1888 u. 1898 . . 3'/, Lahr ti. 1889 do. B Raab-Odenb. . 6 8'4 4'4 7’ 7 9 8'4 8 9'/. 7" 99.40 80.50 Inländische. Braunschweig. LandeS-E.-B. H E 1955 6.15 3'4 5'4 Ser. 6 . . Ser. 7 nut. b. Ser. 8 unk. b. Ser. 9 abgest. . . ‘ ' 10. M. 4 Stuttgart v. 1895 unk. b. 1905 3'/, do. v. 1904 nntilgb. d. 191 4 Trier v. 1901 unk. b. 1906 87 90 91.45 75.40 s'4 3*/, 3'4 4 3'4 3'4 3*4 do. Anleihe v. 1901 unk. 1909 do. von 1892 n. 94 do. v. 1902 unk. b. 1910 do ti. 1896 ti. 1901 ..... ti. 1894 ti. 1905 ti. 1902 unk. b. 1907 v. 190-3 unk. b. 1908 ti. 1897 Kovenbag. ti. 19°! unk. 1011 do. do. do. do. 1902 1908 1906 StaatZ-Rente . . . do. ti. 1897 steuerf (Eisern Thor) Goldstfr. 3'4 do. 3'4 do. Frk. Hyp.-Kred.-Bcr. S. 15-19, 21-26, 35, 36 u. 38 2nnnr b. 1913 1000 c do. Badische do. do. do. Verzinsliche Badische Prämien . . . . Bayerische Prämien . . . Donan-Regulierung . . . . . fl. 7 . . fl. 7 . Tlr. 20 . Tlr. 10 . . Fr. 15 . Lire 150 . Lire 45 . Lire 10 . . s. fl.7 . Fr. 10 . ö. fl. 100 . ö.fl. 100 . . s. fl. 7 . ö. fl. 10 . Fr. 400 . Fr. 400 . ö.fl. 100 . Lire 30 do E-B-Anl. . Bremer St.-Anl. ti. 3*/, do. ti. 1902 ...... 3*/, Limburg abgest 3'/, Ludw gS wfen v. 1896 . . . 3'/, do. v. 1908 unk. b. 190 4 3'4 3'4 Batir. E..B -Anl unk. b. 1906 do. E.-B. n. Allg. Anl. . . do. Lande«kul Chinesische StaatS-Anl. v. 1895. 5 do. 4*/, do. 4 Egyptifche musizierte. . 3*/, do. privil. . . . 3 do. garantierte ti. 1890 v. 1893 ti. 1896 ti. 1897 ti. 1903 3*4 do. v. 1905 4 Heidelberg 8*4 Schwedische ti. 1880 abgest. . . . 3'/, do. v. 1890 3 do.......... 3*4 Schweiz. Eidg. (A.-M.) unk. b. 1911 4 Gerb, amort. . 1895 (405) . . . 4 Svan. auSl. Reute v. 1882 abgest. Kursblatt des Gießener Anzeigers vom 16. Mai 1907. Mann ehn unk. h. 190 * do. unk. b. 1! 07 . ö. fl. 150 . ö. fl. 150 . . - fl- 3'4 Türk.'EgtiPt. Tribut .... priti. v. 1890 stenerfr. 20/10 Franz-Iotes) i. Gilb, steuerfr. Oesterr. Lokakb. (tierstaall.) . . l do. E.-B. St. Sch.-Bersch. (abgest Elisab.-A.) i. stenerlr. Pp. Pöring, unisiz. v. 1902 Ser. I . do. unisiz. v. 1902 Ger. NI . do. Svez 3'/, do 3 Allgemeine Deutsche Kleinbahnen abg. 60% 3*/, Südd. Eisenbahn-Ges. Darmstadt . . . 3'/, do. do. do. v. 1904 Bavr. Hyv.- u. Wechselbk. s. fl. 500 ‘ 12.9b Berliner HaudelSg. . M. 500/1000 9 v. ei.... m» o:» i cm iaaa Ji/ do. Hyp.-Kred.-B. M. 600/1200 Mitteld.Bdkr. (Greiz)Au.B.M.1000 Mitteldsche. Kreditb. . M. 300/1200 Natlb. f. Ttschl. S. l-V M. 300/1200 Nürnberger Bank . . . M. 1000 Nürnberg. VereinSbk. M. 300/1200 3'/, Hamba. Hyp.-Bk. Ser. 1—190 unk. b.1905 Ser. 301-310 unk. b. 1908 do. do. Kommunal Westd. Bdkr. Hyv. /Kälu. S. 1 unk. b. 1904 3*/, Bamberg ti. 1888 3*/, Berlin v. 1886/92 4 Bingen ti. 1901 unk. b. 1906 . . . . R do. ti. 1895 ........ 3*/, do. ti. 1898 3*/, Tarmst. abg. v. 79 Lit. U u. 81 Lit. A n.V v. 1888 u. 1894 . . . . I. Europäische. 4*4 Bosnien u. Hereegov. ti. 1902 unk. 1913 Hambg.Hyp-Bk. S. 141 -340 unk. b.1905 do. do. S. 341-400 unk. b.1910 do. do. S. 401-470 unk. b. 1913 do. S. 45 (tilgb.) . . Landw. Kreditbank Lit. D-J do. Lit. N-P .... 4*/2 Gr'. Hen-tel Hg.n.Donn. r.äV>5n.84 4 Fürst!. Solms-BraunfelS ti. 1^80 . 3'/, do. do. ti. 1886 . 3*4 Gräfl. SolmS-Laubach abgest. . . 3'/, Fürstl. SolmS-Lich 3*4 Gräfl. SolmS-Nädelheim . . . . ' Psenburg-Büdingen . . ?)senb.u.Bnd.-Birstein ti. 1887 do. -Wächtersbach ti. 122. &'4o 6SV-o do. i. OL (S. II Crgnz.) 2040 Portg. E. B. ti. ^6 i^otra Baixa . . do. ti. 1889 I. Rg. . . do. v. 1889 II. Rg . . . Salonigue-Constant. Jonction . . do. Monastir . . 2020/4010 »WIM™;«».-«. \ so% «hg. Hyv B. '’l do. do, Psdbr Bk. do. do. do. do. do. do. do. 5'4 do. ------.... 31/ Offenburg ti. 1898 unk. b. 1904 4 1 Pforzheim v. 1899 unk. b. 1904 3% Ausländische. 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