Pr. 269 f rl dyetni lA^ftd) anbei SonntngS $)rm (Bteftcnei Anzeiger werden im Wechsel mit bem russischen candwlrl bie Kictzener Familien, blöttct viermal m bei ^jod)e beiqelcgt und iivettnal fDÖd)cntltcb baö Krelsblah für den Kreis Klehen ^emlpiecb-s2ln- jchUlbl.d. Redaktion 112 Verlag u. drpebttion öl ilbrefle für Depelkbenr «nzetgeo Gießen. KBnahme Anzeigen sür bie Lagesnuinuier iris vormittags 10 Uhr. Erstes Blatt LS7. Jahrgang Freitag 15, November 1907 General-Anzeiger für Ohechessen Beza g»pret-r monatlich 75 viertel- jährlich M. 2.20: durch Abhole- il ZwetgsteUen monatlich 86 Ps.; durch die Bost Alk. 2.— viert el- fährl. auöschl. Bestellg. ZeilenpretS: lokal 16 Vs^ auSivärtt 20 tMenntq, 93erantroortltd) für den polttifcfcm Teil. E '21 nöerion; s. Feuilleton und , Vermachtes* V Wttiko^ für .Stadl u. Land- und , Gerichts- iioiationrdruck und Verlag der vrühl'sHen Un!v.-Vüch- und §te!ndruckerei. R. kange. kirdaktion, Expedition und Druckerei- Schuistratzr L ^ewrneü6^6«," Die Unterredung jagte der Minister eine wohuvoitende Prüfung der angeregten Fragen zu. Ire öeutige Nummer umfaßt !0 Seiteu. Die eug.»scheu jtai|ettage und die UoiUiir. Die englischen Kaisertage nähern sich ihrem Ende. Sie sind überaus würdig verlaufen und prunkvoll und daneben noch von einem starken Zug von Herzlichkeit getragen. Aber eigentlich politisch sind sie nicht gewesen. Ob man das Festmahl nimmt in der alten Windstwburg, bei deren Anblick den Kaiser unwillkürlich längst verdämmerte Jugenderinnerungen überkommen, ob den von mittelalterlicher Pracht umkleideten Empfang im Bankettjaal der Guildhall — überall schlägt einem der nämliche Ton persönlicher Warnte entgegen. Man ist einander fremd gewesen und freut sich nun doppelt, die entgegengestreckten Hände fassen zu dürfen. Man spricht von Freundschaft, von alten Familienbeziehungen; man spricht auch vom Weltfrieden, den zu erhalten man hüben und drüben in gleicher Weise bestrebt sein werde. Wer von Politik spricht man eigentlich nicht. Nur einmal erwähnt wie in leiser Erinnerung — die Aufschrift an irgend einer Girlande hat ihn dazu inspiriert — der Kaiser das Wort vom Blut, das dicker sei als Wasser und fügt hinzu: „Möge das immer so zwischen den beiden Ländern bleiben." Aber auch das ist in solchem Zusammenhang nicht viel mehr als eine rhetorische Figur; über ehrliche Wünsche und sympathische Hoffnungen kommen die Festredner dieser Tage, die gekrönten wie die ungekrönten, nicht hinaus. Das ist nicht gar viel und ist bei Licht besehen doch alles, was wir von den Zusammenkünften von Windsor und London erwarten durften. Noch ehe das Kaiserpaar sich einschiffte, sagten wir es hier: für bestimmte politische Wmachungen würde kein Raum sein. Schon darum nicht, weil die Briten ihre auswärtigen Beziehungen aus lange Jahre hinaus durch ein System von Verträgen geordnet haben, an dem wir nicht beteiligt sind. Und deshalb wünschten wir uns von den Londoner und Windsorer Festen, daß auf ihnen diese Grenzen auch respektiert würden; daß in der naturgemäß gehobenen Stimmung einer feierlichen Stunde nicht gelobt würde, was hinterher der politische Werktag doch nicht erfüllen könnte. Das ist — mit Genugtuung konstatieren wir's — bis jetzt nicht geschehen. Eine gewisse Steigerung der Rhetorik ist ja unverkennbar. Das geht jedem so, wenn er auf Lleisen ist und ihm auch in der Fremde Liebes geschieht. Wer cs ist doch nichts gesprochen worden, was über den Rahmen dieser familienhaften Staatsvisite hinausgegangen wäre. So wie sie bis zu dieser Stunde verlaufen ist, gliedert sich die englische Kaiserfahrt harmonisch in die Kette von Bemühungen ein, zwischen Briten und Deutschen zunächst einmal wieder persönliche Beziehungen zu erzielen und die Verständigung von Mensch zu Mensch zu ermöglichen. Nach allem, was leider voraufging, ist das nicht einmal so wenig, und in der Beziehung schätzen wir den Erfolg des Kaiserbesuchs mit seiner Fülle spontaner Freundlichkeiten und ehrlicher Huldigungen keineswegs gering ein. Denn das deutsche Volk denkt in seiner überwiegenden Mehrheit wie sein Kaiser: es sieht in der Aufrechterhaltung von guten Beziehungen zwischen Deutschland und England eine Hauptstütze und Grundlage des Weltfriedens. Und es wünscht sehr aufrichtig, diese Beziehungen, soweit daS in seiner Macht steht, zu stärken und zu kräftigen. Der Kaiser ist nach der Richtung der getreue Interpret der Stimmungen und Empfindungen der Nation gewesen. * \ > London, 14. Nov. Der Kaiser pflanzte gestern eine Gedächtniseiche bei Flemish Farm. Wie der „Daily Mail" aus Windsor telegraphiert wird, galt Sir Felix Eemons Besuch im Schloß nicht der Gesundheit des Kaisers, sondern war ein rein privater Besuch bei dem Leibarzt Dr. Jlberg, der ein alter Universitätsfreund Se- mons ist. Die Erkältung des Kaisers habe sich in der milden englischen Luft vollständig verloren. Auf dem Paddington-Bahnhof bildeten Knaben und Mädchen aus den deutschen Schulen Spalier, um die Kaiserin zu empfangen. Die hohe Fran fuhr im Automobil nach dem Vorort Dalston, wo sie das deutsche Hospital besichtigte. Später begab sie sich nach dem deutschen Heim für Gouvernanten in Wyndham Plaoe. Um Mittag fuhr oie Kaiserin vom Paddingtoner Bahnhof nach Windsor zurück. — Die Kaiserin wird voraussichtlich am nächsten Montag vormittag um 3A11 Uhr aus Windsor nach Port Viktoria abreisen, um auf der „Hohenzollern" nach Holland zu fahren. Eine Viertelstunve später wird Siaifer Wilhelm von Windsor nach Christchurch abreisen. — Der ,/Dailv Telegraph" erfährt, daß der Kaiser, falls es seine Zeit erlaubt, morgen zu einem Privatbesuch nach London kommen und nach dem Lunch in der deutschen Botschaft sich mit dem Botschafter nach dem Neuen deutschen Klub begeben werde. Die englischen Redakteure, die im vergangenen Frühjahr Deutschland besuchten, werden dem Kaise r am Samstag eine Adresse überreichen. Sir C a m p b e l l B a n n e r in a n hielt gestern eine Politische Siebe, worin er Anspielungen auf den Besuch des deutschen Kaiserpaares in^Lo n do n machte. Der Kabinettschef erilärte, durch seine Teilnahme bei dem Bani^tt anläßlich der Anwesenheit des deutscyen Kaisers habe er die Gesinnung der englischen Stegieciing zum Ausdruck bringen wollen, die utü. den patriotischen Gefühles der städtischen Behörden uberernsttmmt. Er schäle sich glücklich, erklären zu können, daß bie gesamte Bevölkerung Londons, wie vorauszusehen war, den Standpunkt der Regierung teile und daß der Empfang des deutschen Kaiserpaares einen überaus herzlichen Charakter getragen habe. Die herzlichen Gefühle und Sympathien des englischen Voltes gegenüber dem deutschen Kaiser seien zum Ausdruck gekommen. Besuche dieser Art und die liebere instimmung der Gesinnungen zwischen Hiften und Nationen übten einen wichtigen Einfluß aus und knüpften die Bande des Friedens in der ganzen Welt immer enger aneinander. Die „Times" schreibt heute zum Kaiserbesuch: Die Bedeutung der jetzigen Beziehungen zwischen König Eduard und dem Kaiser dürfte nicht ausschließlich nach den Reden beurteilt werden, die in aller Oeffeutlichleit gehalten worden sind. Die Herzlichkeit des Empfanges, der dem Kaiserpaar von den Vertretern des englischen Volkes bereitet worden ist, sei ein Beweis der Sympathien und Achtungsgefühle, die trotz aller vorübergehenden Wolken Deutschland gegenüber empfunden worden sind. Der Kaiser sprach bei uem Bankett in der Guildhall in seiner deutschen Aufrichtigkeit, aber der wirklich interessante Teil seiner Rede war derjenige, worin cr sich über die Beziehungen zwischen den beiden Mächten und über seine Hoffnungen bezüglich der Zukunft ausspricht. — „Morning Post" schreibt: Der Kaiser erklärte auf dem Bankett in der Guildhall, der Zweck, den er besonders verfolge, sei die Aufrechterhaltung des Friedens. Das ist nicht ein einfaches Echo der Worte des Lord-Mayors, es sind dies die Wor^e, die der Kaiser vor 16 Jahren an derselben Stelle äußerte. Die Kaiserrebe gibt allen Nationen die Versicherung, daß ber herzliche Empfang, der dem deutschen Kaiserpaar in England bereitet worden sei, eine Kundgebung des Entgegenkommens, frei von jedem Hintergedanken ist, eine Kundgebung, die sowohl für das beutjuje Volk als auch für jede andere Nation annehmbar ist. Die „Westminster Gazette" schreibt: Wenn jemals der geringste Zweifel an der Herzlichkeit des Empsanges des deutschen Kaisers bestanden hat, so wurde er, wie wir hoffen, durch den gestrigen Willkommen in London wirksam zerstreut. Der Kaiser braucht nicht zu befürchten, daß es die Geschichte unterlassen wird, ihm Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Wir hoffen, daß man mittlerweile in Deutschland erkannt hat, daß, indem wir die Ursachen eines Streites mit Frankreich und Rußland aus der Welt zu schaffen suchten, unserZiel nur war, den Frieden zu fördern, nicht aber, Bündnisse zu schließen oder Verbindungen zu fördern, um Deutschland zu isolieren. Ter Artikel weist zum Schlüsse darauf hin, wie wichtig es sei, daß die Beziehungen zwischen England und Deutschland freundschaftlich und frei von Argwohn seien. „Pall Mall Gazette" bespricht die R e d e d e s K a i s e r s in der Guildhall und meint, wenn so gewichtige Worte unter solchen Umständen gesprochen würden, so kämen sie beinahe einem Eide gleich. Es sei nichts Geringes, wenn der Kriegsherr üher viele Legionen, der Herrscher der mächtigsten Militärmacht der Welt öffentlich bie Geschichte zum Zeugen dafür anrufe, daß er sein Bestes getan habe, um den Weltfrieden zu erhalten, mio der Welt zu verstehen gebe, daß dieser Grundsatz auch der Leitstern seiner künftigen Handlungen sein werde. Paris, 14. Nov. Die Morgenblätter betonen in ihren Bemerkungen zum Kaiserbesuch mit Genugtuung den friedlichen Charakter der Rede Käiser Wilhelms in der Guildhall; während die Tischreden in Windsor iynen bedeutungslos erscheinen wie Toaste bei einem Familienfest, sagt „Petite Republique": Der gute Onkel begrüßt den lieben Neffen im alten Ahnenschloß. Aehnlich sind bie Aeuße- rungen auch anderer Blätter. Erheblich wichtiger erscheint allen die Antwort des Kaisers auf den Begrüßungsspeech des Lord Mayors. Selbst das antideutsche „Echo d e P a r is" muß zugeben, daß diese Rede in London großes Aussehen erregte. Man betrachte diese Friedensworte als den ersten Schritt Deutschlands einer versöhnenden Politik entgegen. Wie französische Korrespondenten berichten, hat der Kaiser sich in Windsor mit keinem Botschafter länger unterhalten. Nur mit Paul Cambon, mit dem er zufällig vor dem Diner zusammentraf, hat er einige freundliche Worte gewechselt. Von englischen Politikern zog er besonders die Minister John Burns und Lloyd George ms Gespräch. poleteictye Caßcsfcfeaa. Lehrerdeputatioucn beim preußischen Kultusminister. Eine Abordnung des Landesvereins preuß. für höhere Lehranstalten geprüfter Zeichenlehrer wurde am 14. 9Lov. vom Kultusminister Dr. Holle in Audienz empfangen. Die Zeichenlehrer Knebel-Frankfurt a. M., Gatiwinckel und Linckelmann-Berlin trugen dem Minister die Wünsche der gesamten preußischen Zeichenlehrer der höheren Lehranstalten vor. Diese beziehen sich auf angemessenere Wertung des Faches selbst, auf Verleihung entiprechender Titel und Auibesserung der Gehälier der Zeichenlehrer. Minister Holle erkennt den großen Aufschwung des Zeichenunterrichts und die bedeutenden Ersolge an, die die höheren Schulen in diesem Lehrfach zu verzeichnen haben und gab der Abordnung das Versprechen, die Wünsche der Zeicyen.lehrer in wohlwollende Erwägung ziehen zu wollen. Der Kultusminister hat auch eine Deputation des deutschen K l a s s e n l e h r e r v e r e i n s empfangen, die ihm ihre Wünsche betr. Schulaussicht, Schulleitung und Lehrervesoldung vortrug^n. Im Anschluß an Ein Verein gezen das Zentrum? Unter Dem Vorsitz des Reichsgraien Wilhelm Hoensbroech hat laut Meldung des „Gelderner Volks- blatt" auf Schloß Haag am 13. Nov. vormittags eine Versammlung stattgesunden, deren Zweck von den Beteiligten geheimgehalten wird. Gras Hoens- broech hatte die Einladung dazu an Herren verschieoener Bekenntnisse und verschiedener Parteistandpunkte ergehen lassen. Die Verhandlungen nahmen etwa drei Stunden in Anspruch. Die „Köln. Volksztg." erklärt, daß es sich um die Gründung eines Vereins gehandelt habe, dessen Ziele gegen das Zentrum gerichtet seien. Demnächst solle ein entsprechender Werbeaufruf erlassen werden. 9 Der englische Ministerpräsident erkrankt. Nach seiner Rede am Mittwoch wurde Campbell-Dan- nerman von einem plötzlichen Unwohlsein befallen, während er als Gast im Hause des Parlamentsmitgliedes Howell Davies weilte. Kurz nach Mitternacht erwachte er infolge eines neuen Unwohl,eins, worauf ein Arzt gerufen wurde, der über eine Stunde bei dem Minister verweilte. Alsdann ließ die Heftigkeit des Anfalles nach und der Premier-' Minister schlief wieder ein. Das am Donnerstag veröffentlichte Bulletin über das Befinden des Premierministers lautet: Sir Henry Campbeli-Bannerman war durch die Anstrengungen des gestrigen Tages äußerst erschöpft und fand infolgedessen sehr wenig Schlaf. Es war daher für ihn nicht ratsam, heule das Bett zu verlassen. Wie man glaubt, ist die Erkrankung Sir Henry Campbell-Banner- manS auf ein Herzleiden zurückzuführen. Die Eröffnung der russischen Neichöduma. Die dritte Duma zeigte bei ihrer gestrigen Eröffnung eine wesentlich andere Physiognomie als die frühere. Keine Wolken einer oppositionellen Stimmung ruhen über der Residenz, die sich in groben Ausschreitungen und Lärmszenen entladen könnten, wie anläßlich des Zusammentritts der beiden ersten Parlamente. Sämtliche Behörden und Fabriken arbeiten. In allen Lehranstalten wird Unterricht abgehalten. Ein großes Polizeiaufgebot hält teils zu Fuß, teils beritten die Ordnung aufrecht. Unter den Abgeordneten befindet sich eine ganze Reihe russischer Popen. DaS Taurische Palais hat während des Sommers einen großen Umbau erfahren. Viele Deputiere aus der früheren Duma erscheinen wieder. Der übliche Festgottesdienst wurde von dem Metropoliten AntoniuS zelebriert und damit die Eröffnungsfeier eingeleitet. Sämtliche Minister, mit Stolypin und Iswolski an der Spitze, waren erschienen. Nach Beendigung des Gottesdienstes wurde die Nationalhymne dreimal gesungen, die lebhafte Hurrarufe auf den Zaren begleiteten. Der Erösfnungsakt selbst, den Geheimrat Gobulew vollzog, nahm einen äußerst feierlichen Verlauf. Kaum begann Gobulew die Begrüßungsworte des Zaren zu verlesen, der der dritten Duma Glück und Segen zu ihrer Arbeit zum Wohle des Landes wünschte, als ein Sturm der Begeisterung ausbrach; nur der äußerste linke Flügel blieb stumm. Bei Verlesung der Eidesformel erhoben sich alle Deputierten und traten nacheinander vor, um die Formel zu unterschreiben. Zum Präsidenten wurde Nikolai Alexejewitsch Chomjakow (Oktobrist) mit 371 Stimmen gegen 9 Stimmen gewählt. Graf Bobrinski erhielt zwei Stimmen, der frühere Präsident der Duma, Golowin, eine Stimme. AusLasrH." Graz, 14. Nov. Heute vormittag fand vor ber hiesigen Universität eine blutigeSchlägerei zwischendeutschen und italienischen Studenten statt. Vier deutsche Studenten wurden schwer, zahlreiche leichter verletzt. Mailand, 14. Nov. Hier ist es infolge ber jüngsten Vorgänge an der Wiener Universität zu an ti österreichischen Studentenkundgebungen gekommen, die sich hauptsächlich in der Galleria Vittorio Emanuele und vor dem österrcichisch-ungarisck Demonstranten wurden verha groß, oaß sich kein einziges Blatt bewogen fühlt, gegen die jungen Leute, die „Abbasso l'Austria" schreien, auch nur ein Tadelswort zu richten. Paris, 14. Nov. Der Sp ion Ullmo gestand bei seinem heutigen Verhör durch den Untersuchungsrichter, daß er einer fremden Macht die Lieferung von DoUrmenten ungebeten habe. — Wie von einer dem Botschafter Constans nahestehenden Seite im „Messidor" erklärt wird, i)t bie Blättermeldung, nach welcher Constans von feinem Posten zurück- treten wolle, durchaus unbegründet. ___ Ans StaM müO fand. Gießen, 15. Nov. 1907. ** V o m Großherzog l. Hose. II. KK. HH. bei Groß Herzog und bie Großherzogin nahmen am Donnerstag mit bem Prinzen und der Prinzessin Heinrich von Preußen au einem Frühstück m der Russischen Gesandt- schast teil. Heilte findet n. d. Dacmst. Ztg. un Kranichsteiner Park Jagd auf Sauen statt. Die Abreise des Prinzen und ien Ä'onjuiat achprerren. ^uns tet. Die Erbitterung ist so im £ sozial Ha- !± ix f damit in der diesjährigen Die Dauerkarten verteilen die besten Schüler und tritt tÖlD vild t atji D I Saison eine Probe geinacht werden, ch auf 30 Klassen und sollen an . chülerinnen verteilt werden. •* Humoristenpech. Nach Tn der Johanueökiiche. Vormittags 9V5 Uhr: Proiessor D. E ck. Vormittags 11 Uhr: Klilderkirche für die Lttkasgemeinde. m r -4» s c 1tL _ Pfarrassistent Becker. Nachmittags 5 Uhr: Siehe Stadlkirche. Nioiitag den 18. November, abends 8 Uhr: Bibelstund. Konfirmaudenscral. Pfarrer Auss el d. Katholische ^Zenteiude. 1>er Prinzessin Heinrich, sowie des Prinzen Sigismund von von Preußen erfolgt voraussichtlich am Samstag abend. Die Herrschaften übernachten in Frankfurt und fahren am nächsten morgen nach Kiel weiter. *• Hoftrauer. S. K. H. der Großherzog ordnete wegen des Ablebens des Prinzen Arnulf von Bayern eine Hoftrauer vom 12. bis einschl. 19. Nov. 1907 an. "In der hiesigen Freidenkervereinigung sprach gestern abend im Einhornsaal vor einer sehr zahlreichen Zuhörerschaft Ingenieur Meyer aus Hamburg über Schopenhauer. Der Vortragende, der sich nach seinen Ausführungen seit etwa 30 Jahren mit philosophischen Fragen und insbes. mit Schopenhauers Philosophie beschäftigt, verzichtete darauf, ein biographisches Bild Schopenhauers zu geben, sondern besprach an Hand von Schopenhauers Hauptwerken seine philosophischen Grundlehren, die wie die Kautsche Philosophie auf der Erkenntnislehre aufgebaut sind. Sie beruhen auf dein Idealismus (Idealismus als Gegensatz 311m Realismus, nicht zum Materialismus) genommen. Das hervorragendste Werk Schopenhauers, in dem er sein philosophisches System niedergelegt hat, ist „Die Welt als Wille und Vorstellung", in dem er „das Ding an sich" betrachtet, das heißt, wie es sich im Willen darstellt. Der Redner besprach dieses Werk eingehender, dabei namentlich auf die dem Philosophen unterlaufenen Irrtümer eingehend, um dann den Schopenhauerschen Pessimismus zu besprechen, der mit dem Buddismus verwandt ist. Eine Würdigung von Schopenhauers Stellung zur Politik (er war kritikloser Anhänger des Monarchismus und der Autorität) und zur Frau, die er für- minderwertig hielt, bildete den Schluß des anschaiilichen und sehr allgemeinverständlich gehaltenen Vortrags, der mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurde. Eine sehr ausgedehnte Diskussion schloß sich an. "Der Eisvcrein hat beschlossen, außer den seitherigen 2000 Einzel-Freikarten für die Volksschiilkinder 100 sind, leicht vermutet werden und sie unverschuldeteriveise evtl, in ein schiefes Licht bringen. Um einer derartigen sehr naheliegenden Vermutung zu begegnen ist es notwendig und m. E. auch selbstverständlich, daß die Bürgermeisterei arich die Nachträge zur anltlich veröffentlichten Wählerliste bekannt gibt. Einer ans der Nachtragsliste. ♦ weite Kreise bekannt hnnife'. In cTnem Artikel in der „Staats- bürgerzcitung" hatte Liebermann von Sonnenberg inbezug auf die Reformer von „politischen Hausknechten" gesprochen, woraus ui der „Hess. Rundschau" vom 16. Dezember 1906 4)ent Abg. Liebermann von Sonnenberg vvrgeworfen wurde, die Führer der deutschen Reformpartei auf das brutalste beleidigt zu haben. Auch 'dieser Artikel wurde .unter Anklage gestellt. Der Angeklagte Wilke erklärt, daß das Vorgehen der Deutschsozialen seiner Partei gegenüber ihn zu einer scharfen Abwehrmaßregel berechtigt habe; er habe in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt und könne als seine Gewährsmänner den Generalkommissionszeichner Paul Siegner-Treysa, ferner Reichs- und Landtagsabgeordneten Ludwig Werner-Charlottenburg nennen. Liebermann von Sonnenberg bekundet unter seinem Eide, daß er sich niemals in der genannten oder ähnlichen Weite verächtlich über die Schwälmer Bauern aus- geiprochen hat, niemals jemanden brutal beleidigt habe. Zeuge Landessekretär Kreiß bemerkte auf Befragen, in einer Zeitung emmal eine Aeußerung Liebermanns gelesen zu haben, wonach Abg. Liebermann von Sonnenberg früher einmal gesagt haben soll, daß hier in Hessen sogar der Nachtwächter von Ritzebüttel gewählt werden könne, wenn er nur antisemitisch sei. Sonst könne Zeuge bekunden, daß Reichstagsabgeordn. Liebermann von Sonnenberg sich stets anerkennend über die Schwälmer Bauern geäußert habe. Abg. Liebermann erklärt die Zeitungsmeldung als falich ; er habe nie einen so schmutzigen Ausdruck gebraucht. Zeuge Redakteur Wallbach behauptete, daß der Reichs- und Land- tagsabg. Ludwig Werner ihm mehrfach gesagt habe, daß Lieber- mann die reformerischen Abgeordneten und Führer brutal beleidigt hätte. Nach langer Beratung verkündet das Gericht, daß die Verhandlung ausgesetzt wird, um eine Anzahl Zeugen, unter ihnen Regierungsrat Klocke-Treysa, Dr. Breit- haupt-Kassel, Reichs- und Landtagsabgeordn. Ludwig Werner- Eharlvttenbnrg und Generalkvmmissionszeichner Siegner-Trehsa zu vernehmen, damit festgestellt werden könne, ob Wilke Gewährsmänner hatte, so daß ihm bei der Strafausmessung der Schutz des Paragraphen 193 (Wahrung berechtigter Interessen) zu Gute kommen iönnc. Damit wird die Verhandlung auf unbestimmte Zeit verschoben. Dauerkarten zum Besuche der Eisbahn der V0lksschu le zur Verfügung zu stellen. Es soll , Steins Garten hatte auf gestern abend der „Vortragsmeister und Salonhumorist" °kar Klein das Gießener frohsinnige Publikum geladen. Er rr:ar in Begleitung einiger Frankfurter Damen und Herren i.t Sack und Pack prompt zur Stelle; was aber ausblieb, war die Zuhörerschaft. In den weiten Räumen hatte sich ein Studententrifolium eingefunden. Das war die anze, der Dinge und nicht weniger der anderen Leute, die kommen sollten, harrende Zuhörerschaft. Herr Klein, der ^böse Bube" eines Frankfurter Cabarets, mußte statt mit ! „fremden Schätzen", wie es in Schlegels berühmtem Arion-> Poem heißt, mit tiefem Kummer „schwer beladen" heim- ziehen, bereichert nur um die Erfahrung, daß man in Gießen von fremden bösen Buben nichts wissen will. Worms, 14. Nov. Zu den am nächsten Mittwoch erlag, stattsindenden Stadtverordnetenwahlen ist es nun mehr endgültig zu einem Kompromiß zwischen den vereinigten Liberalen (Freisinnigen) und der sozialdemokratischen Partei gekommen, dem sich auch die Hirsch-Duncker'schen Gewerkvereine und der Nordendverein anschließen. Da auch das Zentrum dem nationalltberalen Wahlvorschlag vollkommen ablehnend gegenübersteht, so kommt es zu einem scharfen Kampf zwischen den Nationalliberalen und der zusammengeschlossenen Opposition. Marburg, 14. Nov. ‘ Gießener Wetterdienst. BorauHsichtliche Witterung für Heften am Samstag de 16 November: Wechselnde Bewölkung, keine erheblichen SHiebci chlage. Etwas kühler. Schwache westliche Winde. (örighiabSratyhnelOmtgett« r^oü‘ $er $ur Pulverfabrik kommen bwrts Oberleutnant SuEcrt vom Jeldartillerie-RegünentNr. L erschoß s 1 ch. Das Motiv ist unbekannt. Mailand, 15. Nov. Ernste Unruhen fandet gestern rn Jntra Maggora statt. 'Infolge den Wün (fjen der Bevölkerung zuwiderlaufcnden Beschlusses bi- E-emernderats sammelte sich auf dem Rathausplatze ein große Menschenmenge an, die den Bürgermeister und bei Gememderat mit Steinwürfen empfingen. Karabinier muhten mit blanker Waffe gegen die Kundgeber eiuschreitcu von denen viele verletzt wurden. Auch die Karabinieri uni oer Direktor des Blattes „Vedctta" erlitten Berwuudungcn m0e.br!efer ®ref3niffe sind die Arbeiter zum Zeichn des Protestes in den Ausstand getreten. Der italienische Gesandt OTt/beiV ®ut,tan von Marokko die Algeciras .lkte überbrachte und dabei eine In ko r r e kt b e i t bc gangen hatte, ist zur Disposition gestellt worden. ordn u n'n h«8UsnS+' 9 oU’ G'il,cr besonderen An ° r u,n S des Petersburger Stadt hauvtmannS ent '^rden alle Mitglieder der Rcichsduma von eine i pihinn diesem Zweck gebildeten Sicherhcitspolizci-Ab erwacht wobei bei Duma-Mitgliedern de linksstehenden Parteien sowie bei solchen j fatinn ,CU ullb bcr muselmanischen Organi! & ? ?' besondere Patrouillen ausgesteli I üBebr es obliegt, die schärfste Kontrolle dar 2 u tu n m>äÄU V d en, mit tu c m dicbctrcfsendci 7p Wii*? » l'\et verkehren, beziehungsweise tue DerlnSn nfi DlC iie bic ^eit tvührcnd der Duma csjim vururi nijtri. Auf das vorgestrige Eingesandt der Spengler und Installateure sei folgendes erwidert: Es wird uns niemals einfallen, die Kritik „freier deutscher Manner an Mißständen zu beeinträchtigen, solange sie im ■a2 kYa11 oer Sachlichkeit und d.s Anstandes gehalten und berechtigt i i c- r • E)err A. „Einzeliien" ungenügende Ausbildung und Unialjigrcit zur .Ausübung ihres. Dienstes vorwirft, so ist es ,. Leipzig, 14. Nov. Das Reichsgericht verwarf o a, .. _ . . „* ■' । oic Revision des Zirkusdirektors Niederhofer, der am 24 ° §' 74' 9coD’ lbernetzmen nach b'e- Oktober vom Schwurgericht am Landgericht I in München wegen slcyt dis Absicht, von hier aus eine Fahrpost verbi ii- Raubmordes, begangen an dem Kaufmann Hendschel, zmn Tode düng nach Grün in g en einzurichten. " verurteilt worden war. x Hungen, 15. Rov. Heute feiert das Ehepaar " ----"—" ... Ar. Kempf hier in körperlicher und geistiger Frische das L'ermrZcyts«. seltene Fest der g o l d e n e n H o ch z e i t. Möge dem Jubel- L„ * 3n b en B el e id i gu nge n des Frl. Olga Moli- paar ein froher Lebensabend beschieden sein. r- 6?t ■ *** stellvertretende Re- . ,?ß ® a r n‘ b 1' 14> 9iot’- 3« der heutigen Sitzung Molitor durch Dermittlung'^von^Rechtsmtwalt Dr°"b'"P?nn- der Stadtverordnetenversammlung ist der Streit, stutz m München einen Brief gerichtet, in dem er die auf Grund -der sich innerhalb der Bürgerschaft wegen der Verkürzung unrichtiger Informationen erhobenen Angriffe gegen Olga Moli- des Fahrplans der elektrischen Straß en b a h n e n, & in dem An- man eine Ersparnis von 120 Mark täglich an ke k " Äerdem 'lM Smtokius di? Z a h s7u g fü m t U ch" ? Strom machen wollte) beendet worden. Die Versammlung Anwalts ko ft en übernommen und an Olga Molitor beschloß einstimmig, den früheren Fahrplan wieder in Gültig- ^000 M k. gezahlt. Fräulein Molitor keii zu setzen. Ferner wurde ein Antrag angenommen stall lini^lnrr?aÜon E. der UnlerMitzungskasse des Münchener des jetzigen Einheitstarifs einen Strecken- b e z w. Z o'n e n - maligen Manch^rW.vWZ^v-n's^ ^ie bekanL tarrs und anstatt der Abonnementskarten Ermäßigungskarten lrch im Wiederaufnahmeverfahren von der Anklage des ver- nach dem Beispiel der Main- zur Straßenbahn (Blocks ,„il '^^n Giftmordes freigesprochen worden ist. Der Strafantrag 5 M3-) einzuführen. Ein Antrag des sozialdemokratischen Sartorius wurde zurückgezogen Stadtoerordneten Stephan auf Errichtung emes Hälft- und JnHamburg 8-reitag seine von Betriebsfonds für NoLltandsarbeiten in städtischer ihm getrennt lebende Frau zu erschießen Nach dem Regie wurde dem zuständigen Ausschuß überwiesen. — Die I ^'ten Schuß, der fehl ging, stürzten sich die beiden Söhne au Einrichtung emer städtischen R e ch t § a n § f it n f t ft e I (c Intron] äfu entreißen; dabei ging ihm der Re- St*E S»» ILte SÄto« »Ä. 8Ä heiligen Elisabeth, Landgräfin von Hessen ---- und Thüringen, die hier lebte und starb, soll durch Veranslaltuna SÄ'« ‘ L' *K. F«w®® Cl^ ?e fi V ’Lr m St°dtsäl-N an, 9. Dezember I " Zur S t a d t v e r o r d N e t e N w a h l. Dürfen di- m^wurdiger^ Weise gedacht werden._________________________ infolge begründeter Reklamation nachträglich in die Wählcr- —i—u. I tifte zur Stadivcrordnetenwahl aufgenommenen Wähler nicht „erwarten, daß auch Ihre Namen in die Zeitung durch die sll ; ^Ob' , r Schöffengericht hatte sich zuständige Behörde bekannt gegeben werden, ziimal dies docb Sur» «ss ä1”; •J'ä Krtei), Herrn. Wilke, wegen P r e ß b e le i d i g u n g d e s vergessen wurden, geschehen i,t. Die nicht Reichstagsabgeordneten Liebermann von Son- ^erade angenehmen Voraussetzungen, die die Ausübung ^e^ 9Tie Anklage hatte die Staalsan- Stimmberechtigmig ausschließen, könnten bei ihnen, die doch sns «r.'STOÄsrs'jfiasass1 .*«•**?. ***** ♦?** •*«* wühl 'M Kreise Rintcln-Liofgcismar-Wolihagcn im Sommer 1903 le.ckit n,nnnf,t R- ........ :t- oer ber die deutsch-soziale Parier'den Bürgermeister Herzog--Obern- krrchen, dre jjteformcr den Privatmann Dietrich Helmerich aus Kapel ^ulgeslellt hatten. Ein Flugblatt der Deutschsozialen, das die Unterschrift des Rerchstagsabgeorokielen Liebermann von Sonnenberg trug,- redete mit Bezug auf die Reformer von „Diaten- , „gelästerten Exifterizen" und „anderen Elementen" "Hessischen Rundschau" vom 19. August ÄSÄ unter der Überschrift „Aus dem Leben eines ^utlchsozialen Parteiführers^, m dem gesagt wurde, daß Reichs-! t23^9'von eonnenüerg seine Wähler gering ein» bl' ' '^,^be von ihnen gesagt, -die Sch wü'lmer ' u lren w ie die,Hunde, aber dreckig TÜPft angebliche Aeußerung Liebermanns hielt ii, j. ^cherdemamr un Reichstag vor, wodurch sie in unsere Psticht, unsere Standesehre gegen derartige ungerecht Angriffe auf das allerentschiedenste zu verteidigen. Herr A vergißt ganz, daß er vor noch nicht allzulanger Zeit sich ebci bei den Beamten, die er jetzt schmäht, Rat und Jnformationei im Jnftallationswesen einholte. Ein Urteil über unsere Fähjq feiten, wenn »mich nur über die „Einzelner", sich erlauben dürfen, hierzu ist A. die letzte Person, selbst dann, wew ihn die Spengler und Installateure an die Spitze ihres Vcr Landes stellen. * In steter Gefahr schweben die Arbeiter, die Abends bi Straße nach Wißmar passieren müssen. Dort hält nam lich ein Herr einen Hund, der meistens umherläuft, abend- auf die Leute zustürzt und sie nicht weiter gehen läßt. Di Leute müssen meistens eine halbe Stunde warten, bis sie weste gehen können. Wir bitten deshalb die Behörde, doch Abhilfe schaffen, damit man wieder sicher passieren kann. Die Arbeiter von Wißmar. Samstag den 16. November 1907: Nachmuiags um 5 Uhr unb abends um 8 Uhr: Geleaeubei 6uv heil. Beichte. a vet S o n 1U a g ben 17. November 1907, 26. Sonntag nach Pfingsten: vormittags non 67, Uhr an: Getegenhett zur heil. Beichte. » 11111 7 Uhr: Tie erste heil. Niese, vor und m dersclbci 9Utsteilimg der heil. Kommunion. „ um 8 Uhr: Tw ziveite heilige Nlesse. Nlllitargottesdieust mit Predigt. „ um 9l/2 Uhr: Hochanit mit Predigt. Nachmittags tun 57, Uhr: Ehripeitlehre; Darauf sakrameutalisch Brtlderschafts-Andacht. nun-1 < Ans Do r tmu nd wird vom 14. November gemeldet: Als heute die Hinrichtung des Bergmanns Adam Urschuß, der emen ©teiger ernwrbcte, ftattfinben sollte, traf ein Telegramm Le.r Staatsanwaltschaft ein, das die Hinrichtung inhibierte ©amtluye Vorbereitungen waren bereits getroffen. Urschuß wurde wreber m seine Zelle geführt. Eine Begnabigung des Ncorders ist vom König abgelehnt worden. Der Papst hat die Vornahme der kirchlichen Tran- un g des Herrn Vanderbilt mit der P rin z e ssin M arie B 0 ii a p a r te abgelebt 1^ Zahlungsunfähigen Knickerbocker-Trust- Des 700jährigen Eompanh, Charles Barneh ui Newyork, beging Selbstmord. LLvuttgelische (DemeiitDe. Sonntag den 17. Novbr., 25. Sonntag nach Trinitatis- Kollekte zum Besten des Baues einer evangelischen Kirche zu Nom. chottesdlenU. In der Sladtkirchc. Vormittags 9V, Uhr: Gedächtnis des 700. Geburtstages de Landgrasul Elisabeth von Thüringen Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Schwabe. Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde ar, r Pfarrer Schwabe. & Abendv 5 Uhr: Pfai'rer D. Schlosse r. Abends 8 Uhr im Matlhäussaal: Vereinigung der konfii- '.merten männlichen Jugend der Nlatlhäusgemeiude. . Dienstag den 19. November, nachmittags 4 Uhr, im Matthä»? saal: F r a ii e n - At i s s i 0 n s v e r e i n. Donnerstag den 21. November, abends 8 Uhr, im Markusfa^ Bibelstunde. Pfarrer Schwabe. < _ ) ( Marburg, 14. Nov. Die in der Presse schon vielfach besprochene sog. „Marburger Verschandelungsfrage" blldete heute den Gegenstand einer mehrstündigen Verhandlung dem hiesigen Schöffengericht. Die ganze Bewegung wurde bekanntlich dadurch hervorgerufen, daß ein junger Referendar, Emanuel Benda, der Sohn eines Staatsanwalts aus Lübeck, unter dem Titel „Marburger Brief an Herrn Tobias Knapp" eine Druckschrift veröffentlichte, in der gegen die Stadtverwaltung, den Verichönerungs- und Tourisbenverein usw., der Vorwurf erhoben wurde, Marburg und seine Umgebung sei durch unzloecklnaßige Bauten unb Anlagen in seiner historischen Eigenart und Schönheit „verschandelt" und „zerstört" worden. U. a. mar auch hier das neue Kurhaus am Fuße des Frauenbergs erwähnt worden. Es hieß da z. B.: Dem Wirt, der dieses Haus bauen ließ, mache ich keinen Vorwurf. Aber dem Publikum das nichts verstehen will und mehr nachdem famosen Architekten' der fchamlos diese Sünde gegen den heutigen Geist der Natur beging.' Ferner: „Wenn ein Architekt an solch exponierter Stelle bauen soll, so muß er pls anständiger Künstler ab- lehuen oder zum wenigsten versuchen, seinem Bau dem Fleckchen Erde, das man ihm gibt, cmzupaffen. Nicht der Landschaft, auch seines Baues wegen." Der Erbauer des Hotels ist der bekannte Marburger Architekt Dauber, der denn auch Beleidigungsllage gegen den Benafser anstrengte mit dem Erfolg, daß Benda wegen der beleidigenden Form der Kritik zu 5 0 9N a r k Ge l dftr a se oder 10 Etagen Haft und zur Piiblikation verurteilt wurde. Sple.plan des Hicnen Ki.ßcner Stadltyealers. Sonntag, nachmittags 31/, Uhr, bei Volkspreisen: „eljerlot t’1™5: ®',i3re .Segen ö-/ Uhr. Abends 7'/, Uhr, bet tleme, greifen. „Alt°Heidetberg." Dienstag, abeiids8 Uhr: Aboiiuemeul^ Vorstellwig: „Die Verschwörung des Fiesko zu Genua." Eud gegen 11 Uhr. Dtittwoch, nachni. 31/.. Uhr, bei fleinen Preisen „yuiarensieber." Ende gegen 6 Uhr. Abends 7 Uhr, bei qeiüöbn ^NEn Preiien, außer Abonnement: Gastfpiet von Frl Etz Jüngling vom Hoftheater ist Darmstadt: „Atamzelle Nitouche. Eiide gegen 9 Uhr. Freitag, abends 8 Uhr: Abonnemenls»Voi stellung. „Der Dieb." Ein Stück in 3 Aufzügen von H. Berr st e l u. Novität. Ende gegen 103/4 Uhr. Märkte. -s-,Grünberg, 14. Nov. Der heutige sogenannte zweit ober rieme „G a l l u s m ar kt" ward durch sehr schlechtes Welte eistchllicy beeinträchtigt. Fnfolge dessen war der Sch iv eine ni a r k t nicht so stark befahreri, wie man es criuartet hatte. Tc Elidel ging flott und alle aufgefahrenen Stücke wurden üerfaui Aber billig, ungewöhnlich billig, waren die Preise. Man bezahlt ur das, Paar achtwöchentliche Ferkel 20 Atark und darunlei bessere für 30—35 M., beste, das aber schon Läufer waren, fü 3o —4o At. Der Preis für fette Schweine ist auch wieder zurück gegangen, itamlich auf 40 Pfg. für das Pfund Lebendgewicht. De R > n dvic hrnnrkt hatte ichwachc Ausfahrt. Die Preise zciqei einen juicfgaiig gegen die Sommerpreife. /r> ^rankfurl a. M., 15. Nov. Heu- und Strohmarkl (Org.--L.eb d. Gieß. Anz.) Angefahren waren 10 Wagen Heu, 3 Waqci Ltroh. Bezahlt wurde für Heu Mk. 3.40—3.70, für Strotz Ml 2.o0—2.70. Mafchiiienstroh All. 2.20. 9 q. , sfp A?lrn 15 diov. Schweinemarkt. (Org. Tel. des Gieß. Anz.) Zilin Verkaufe stande>i 658 Schweine. Bezahl “*2' Schweine 1. Qual. 65-00 P!g., Lebendgewicht 51,0 bi» 00,0 Psg.; 2. Qualität 63-64 Pig,, Lebendgewicht 50,0 Pig. 3. Uunl. 00—00 Ipig. (Mcjd)aft gedrückt, Ucberstand bedeutend. Wegen Umbau hnuoon ftiioiifi L - O & I L w -. D Ä F5 iW 'c. zu a-ussero^^eBatlieh. billis^esa Freisen. Inh.: Carl Herbert Zum Verkauf kommen nur --MN Waren ' - I OU erster Qualität M - W s B N M r ■ t-.i 11 D W D Billiges Angebot für Strumpfwaren ä s Irex-Zannpulver bv^AA/VWVV^ O «Johann Seibel Roth iu Gießen. Derlag van Emil giebt Freie Diskujsiou! Freier Eintritt! 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Wenn der Dichter von Blumen spricht, trifft er das richtige- denn feine formvollendeten Verse sind Blumen deutscher Poesie, uiid feine Sammlung vereint sich zu einem Blütenstraust, aus dem em milder zarter Hauch duftet und dessen lebendige Farben erfreuen Eine edle Sprache und innerliche Empfindung verleiht den Dichtungen ihren Reiz, der noch erhöht wirb durch Zeichnungen, die die talentvolle Hand von des Dichters Gattin verraten. Der geschmackvoll ausgestattete Band eignet sich darum sehr gut als e n willkommenes Weihnachtsgeschenk. aFln Vereis der natlonallibsakn Jugend. Dienstag, 19. November, abends 9 Nhr spricht in einer UM JMMlUmtm in Steins Garten Herr Dr. Brun h über-Köln über „Die Deyß-isiklßhiMz im DrimbiMMeii." Mnlle sehn M alle Farta - .....- per Pfund Mk. 3.75, 2.90. 2.40. —— FRANKFURT * M H achfolg’ende ühmiichst bekannte sind neu eingetroffen Strassen-Costüms Backüsch-Costüme Röcke Weine nur erster Kellereien. Grosse Auswahl ■Auer. Waag Seltersweg 60. 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