Nr. 11^ Erstes Blatt 157. Jahrgang Donnerstag 16. Mai 1907 Erscheint täglich außer EonntagS. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem yesflschea Landwirt die Siebener Familien- blätter viermal in der Woche betgelegt un< zweimal wöchentlich da Kreisblati für Öen Kreis Sieben. Fernsprech-An» schloß 1. d. Redaktion 112 Verlag u. Expedition M Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Sietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Hofationsbrud und Verlag her vrühfschen Untv.-Vnch. und rteindnickeret. R. Lanze. Redattto«. tipeöttion und Druckerei; schulftraße 7. vezagSpretsr moratllch 75 Ps^ oteti* tfibrhd) Mk. 2L2O; durch Aohole- u. HwrtqfteOei monatlich 65 t't.; durch diePost Mk.N.- Dtetiei» sährl. ausschl. Bestell-. Unnahme ooe Lnzet-e» tüt Die tage6numm« bis oormUlagg 10 UÜL. Zeilowret»^ lokal ld vch auSrodvto 20 i?1cnsrt^ verantwortlich Nbt den polst, und -DyeM. Lest: V. Wittko, tßx „Stadt und itanb" und e®cnd)t6[aal*: Graft pe6; sur den An- zeiaentest: Sans Bech Are heutige Yumurer umfaßt 10 Seilen. Hände nicht wären, mit denen sie vor ihre Wähler treten -poiötifdye 6agcsfd>au» Zuiernationale Ä'eisteskultur und Politik. Auf bic Beziehungen zwischen Deutschland und Japan ist jetzt besonderes Augenmerk zu richten. Es fehlt hier nicht an erfreulichen Momenten. Die kluge gelbe Nation hat erst kürzlich wieder dem Wert der deutschen Geisteskultur für das Jnselreich Anerkennung gezollt. Zwei deutschen Medizinern, langjährigen Lehrmeistern der japanischen Studenten an der Universität Tokio, wurde im Vorhof der Hochschule ein Doppeldenkmal gestiftet. Man weiß, Laß auch die mih= Vach getaner Arbeit. Im schattigen Garten des ReichslanZlerpalais, bei schäumendem „Münchener" und würdiger Maibowle, beschloß der Reichstag mit einem fröhlichen Ausklang seinen ersten Sitzungsabschnitt. Und am heutigen Sage ist die Mehrzahl der Volksvertreter bereits in alle Winde zerstreut, aber mit vollen Taschen und leeren Händen. Mtt bollen Taschen: Denn auf ihr langes Drängen und auf die Empfehlung des Grafen Posabowsky hin hat Fürst Bülow es doch übers Herz gebracht, in die hetßersehnte Vertagung zu iviUigen, die den Reichstagsabgeordneten die Freifahrtarte erster Masse auf allen Eisenbahnen DeutschlMids auch während der sessionslosen Zeit gewährt, und denen, die es angeht, den Sündern also, Schutz vor dem Strafrichter gibt. Nimmt man hinzu, daß den Herren Reichsboten zum Scl)luß noch der Rest der Diäten in Höhe von 1000 Mark mitgegeben wurde, so wird man zugeben, daß die Herren ein gutes Geschäft gemacht haben, uub daß sie allen Grund haben, sich ihrer Würde zu freuen. Wenn nur die leeren müssen! Die drei Monate, die der Reichstag versammelt war, sind fast ausschließlich ausgesüllt worden mit der Feststellung des Etats; säst alle übrigen gesetzgeberischen Arbeiten wurden zurückgestellt bis zur nächsten Session, die infolgedessen im voraus derart überlastet ist, daß sie die Reste nicht aufarbeiten, geschweige denn neue gesetzgeberische Aufgaben, die die Zeit bringt, erfüllen kann. Nicht einmal das in der Thronrede feierlich culgekündigte Gesetz, das den Bestrafungen wegen Majestätsbelerdigungen engere Grenzen ziehen soll, ist zur Verabschiedung, gelangt, ia man hat sogar diesen Gesetzentwurf, obwohl er dem Hause schon seit mehreren Wochen vorliegt, nicht einmal in erster Lesung durchberaten, lind wie stehr es mit den zahlreichen sozialpolitischen Gesetzen für den Arbeiter und Mittelstand, auf Die das Volk seit langer Zeit auch vergeblich wartet? Gewiß, der Reichstag hat auch etwas positive Arbett geleistet: Er hat neben dem Etat auch 53 Resolutionen angenommen; doch die sind Zukunttsmusik. Für unsere Kolonien hat er das notwendigste bewilligt. Die Wehrkraft des Volkes hat er gestärkt und hat er dargetan, daß in Bezug auf die Friedenskonferenz im Haag das deutsche Volk hinter dem Kanzler steht. Das verstand sich am Ende schließlich alles von selbst. Nur auf einem Gebiete hat der Reichskanzler eine Tat vollbracht: Für die Beamten und Militär hinterblieb en en hat er gesorgt und damit langst fühlbare Lücken ausgefüllt. Im ganzen sind es 19 Entwürfe und Vorlagen gewesen, die er von den servierten 28 Regierungsvorlagen erledigte — teilweise ohne jegliche oder ganz kurze Beratung, em Beweis, wie wenig welt- erschüNcrnd diese Vorlagen zum Teil waren. Angesichts solcher „Leistungen" ist es nicht weiter verwunderlich, wenn die Zensur, die den scheidenden Abgeordneten auf den Weg mitgegeben wird, nicht gerade glanzend ausfällt. Selbst ein durchaus rechtsstehendes Blatt der Reichshauptstadt faßt sie in die Worte zusammen: „Für den Anfang im ganzen noch eben kaum genügend." Und weiter heißt es daun: Volkstümlich durchschlagendes hat der Reichstag nur sehr wenig geboten. Und doch hungerte die Volksseele nach Aorten der Leitung. Ein kräftig Wörtlein von gut nation- naler Prägung bringen doch durchweg nur die Alien zuwege. Die Neuen müssen sich erst einleben. An dem geringen positiven Ergebnis ist die Regierung nicht ohne Mitschuld. Sie gab dem Reichstag zu wenig Arbeit, und so ging es dann ans Interpellieren, statt an nützliche Kommissionsarbeit. Der neu einsetzende Reichstagsabschnitt — das sagen wir mit größter Schärfe — muß einmal endlich praktische sozialpolitische Resultate bringen. Sange genug ist auf dem sozialpolitischen Gebiete der Mund gespitzt worden. Im Herbste muß gepfiffen werden. Aus den jahrelangen Versprechungen der Thronrede muß endlich einmal etwas werden. Die Ehre des Kaisers duldet es nicht, daß auch int kommenden Reichstagswinler wieder seine Versprechungen aus Fortführung der sozialpolitischen Gesetzgebung unerfüllt bleiben. Aeynlich klingts aber auch aus dem liberalen Blätterwald wieder. Der frühere Reichstagsabgeordnete H. von Gerlach z. B. vergleicht den gesetzgeberischen JnhcUt der ersten Arbeiterperiode des neuen Reichstags mit einem hohlen Ei. Bülow aber habe wieder einmal Glück gehabt: Der Reichstag hat so kurze Zeit und so wenig gearbeitet, daß die Gefahr der Sprengung des Blocks auf ein Minimum reduziert war. Jede wichtige Vorlage hätte wie ein Dynamit wirken müßen. Aber Fürst Bülow liebt keine Spreng-, sondern Brausepulver. Darum hat er sich auf beruhigende Versprechungen nach rechts und na chlinks hin beschränkt und von jeder wesentlichen Regierungsvorlage abgesehen. In den langen parlamentslosen Monaten, die vor uns liegen, bedroht erst recht nichts den Blockfrieden. Die RaarungSidee kann also zunächst ungestört fortwuchern. An Zeugungslraft wird sie ja dadurch nichts gewinnen, da sie ihrer Natur nach zur Unfruchtbarkeit verdammt ist. Aber Fürst Bülow denkt: Zeit gewonnen, alles gewonnen . . . Besonders wirst Herr v. Gerlach den liberalen Abgeordneten vor, daß sie an den Verhandlungen über die amtlichen Wahlbeeinflussungen keinen Anteil genommen haben, obgleich so mancher der eigenen Freunde durch solche Machenschaften zu Fall gebracht worden ist. Auch habe man das Geld für die Hohkönigsbnrg bewilligt, das in früheren Jahren verweigert wurde, da es sich um einen Privatbesitz des Kaisers handelte. Ferner habe man alle Schwerinstage ausfallen lassen und damit vorläufig, der Regierung zuliebe, auf die Verhandlung auch der wichtigsten Initiativanträge verzichtet. — Daß die liberalen Gesm- nungsfreunde Les GerlaM von dieser Kritik^ die zugleich eine des Reichstages ist, sonderlich erbaut sein werden, ist nicht anzunehmen, denn man braucht solche Vor würfe nicht nur den Liberalen zu machen, sondern kann sie mit derselben Berechtigung gegen jede Partei erheben, die für die genannten Forderungen eingetreten ist. Im übrigen wird man aber auch desm Reichstag gegenüber für mildernde Umstände eintreten können: Aller Anfang ist schwer, und eine neugebildete Truppe muß erst für den Kampf in der Schlachtlinie einexerziert werden. Dazu kommt, daß die Präsidialmehrheit nur gering war, die, wie die Erfahrung gelehrt hat, durch allerlei Zusälligkeiten in eine Minderheit verwandelt werden konnte. Tas hemmte die Erledigung der Geschäfte, das lähmte die präsidiale Kommandogewalt. Aber schließlich war im neuen Reichstag doch das eine erreicht worden: Die stärkste Partei, das Zentrum, ist aus ihrer ausschlaggebenden und jeden Entschluß der Regierung souverän beherrschenden Stellung entfernt worden und das konservativ-liberale Bündnis ward zur Tatsache l Mag man aber über seine Festigkeit und feine Zukunft denken, wie man wolle, oas eine ist doch sicher: politisch entgegengesetzte Clemente haben sich einander genähert und sich in gemeinsamer Arbeit aneinander gewöhnt, und luenn es auck an Entgleisungen hier und da nicht gefehlt hat, und auch in Zukunst Ueberrajchungen und Enttäuschungen voraussichtlich nicht ausbleioen werden, so bürgt doch die Tatsache, daß nunmehr auch der entschiedene Liberalismus in Heer- und Flotten fragen, sowie in der Behandlung der kolonial- politischen Aufgaben seinen srüher ablehnenden Standpunkt aufgegeben hat, für eine sachliche und zielbewußte, von parteipolitischen Erwägungen nicht gestöne Durchführung der Maßnahmen, die die Sorge für das Ansehen und die Wohlfahrt des Reiches dringend erheischt. Das ist in einer Zeit, wo wir nach dem Worte des Reichskanzlers von Schwierigkeiten und Gefahren umgeben sind, ein nicht zu unterschätzender Gewinn. — So erwartet denn das deutsche Volk von der am 19. November ein setzenden zweiten Arbeitsperiode des Reichstages wirkliche Taten, nachdem es bei den Wahlen am 25. Januar seinen Vertretern die Macht dazu gegeben hat. Mögen das die Vollsboten in der Zett der Sommerruhe schon beizeiten erwägen und mögen sie jetzt schon den löblichen Vorsatz fassen, dafür Sorge tragen zu wollen, daß ihnen das deutsche Volk im nächsten Jahre eine bessere Zensur als Heuer ausstellen kann. • Der neue Reichstag hat in 6Vd Wochen den Etat durchberaten und in den übrigen drei Wochen seines Zusammenseins 14 Interpellationen und 19 Regierungsvorlagen erledigt. Es handelt sich um folgende Entwürfe: 1. Reichshaushaltsetat für 1907, 2. 5 Ergänzungsetats für 1907, u. a. Kaiser WÜHelmkanalerweiterung, Farmerentschädigung, Teuerungszulagen, Verminderung der Schutztruppen; 3. zwei Nachtragsetats für 1906 (29 Millionen für Südwestafrika und 1. Nate (8 900 000 Mk.) für bit Eisenbahn von Kubub—Feldschuhhorn, 4. Entwurf betrefscnü den Hinterbliebenen-Versiche- rungtsonds, 5. Entwurf über die Vornahme einer Berufs- und Betriebszählung am 12. Juni ds. Js., 6. Kontingentierungs- Vorlage für Brennereien, 7. Entwurf für den Gebührentarif des Kaiser Wühelmkanals, 8. Etatsnotgesetz für April und Mai, 9. Vertrag über den Beitritt Luxemburgs zur norddeutschen Brausteuergemeinschast, 10. Vertrag mit den Niederlanden über die gegen! eilige Anerlennung der Aktiengesellschaften, 11. Vertrag mit der Schweiz über die Beglaubigung öffentlicher Urkunden, 12. Bestimmungen des neuen Weltpostvertrages, 13. UÜbereinkunft zwischen Deutschland und Frankreich, betreffend den Schutz an Werken der Literatur und Kunst, 14. Zusatzübereinkunft znm deutsch-türkischen Handelsvertrag, 15. Zusatzvertrag zum deuts ch-norweg ischen Auslieferungsvertrag, 16. Handelspro- visorimn zwischen Deutschland und der Union, 17. Entwurf über Aenderungen des Reichsbeamtenge^tzes (anderweitige Pensionierungsvorschriften), 18. Entwurf eines Beamtenhinlerblie- benen-Gefetzes, 19. Entwurf eines Militärhintcrbliebenen-Gesetzcs. Unerledigt geblieben und bis zur Herosttagung verschoben worden sind folgende Vorlagen: L Tie Maifchbottichsteuemovelle (befindet sich in der Kommission , 2. Entwurf betreffend Herstellung von Zigarren in der Hausarbeit, 3. Entwurf über die Bestrafung von Majestätsbeleidigungen, 4. Untcrstützungswohnsitzgesetz, 5. Bogelschutznovelle, 6. Kleiner Befähigungsnachweis, 7. Versicherungsvertragsentwurf, 8. Entwurf über die Sicherung der Bauforderungen, 9. Hilfskassengesetz. Ferner: 9 Denkschriften: Tätigkeit der physikalisch- technischen Reichsanstalt, Beschäftigung von Gefangenen, Verlauf des füdweftafrikanischen Ausstandes, Entwicklung der afrikanischen Schutzgebiete, Entwickluiig von Kiautschou, Bericht des Kolonial- rates über die Kolonialskandale, Denkschrift über die Beschwerden der AkwaHäuptlinge, Denkschrift über die afrikanischen Eisenbahnen, Kartelldenkschrift (Teil 3), 3 Verträge: Tippelskirchvev- trag, Lenzner träge wegen Togobahnen und südwestaftikanischer Bahn, 9 Bekanntmachungen des BundeSrats, 22 Rechnungssachen, 7 Uebersichten und Slachweisungen, 26 Wahlprüfungsberichte. Von Anträgen von Mitgliedern sind sämtliche 142 Initiativanträge nicht zur Beratung gekommen, doch ist ein Teil von ihnen in Gestalt von Etatsresolutionen zur Annahme gelangt Fämer wurden 14 dringende Anträge auf Einstellung von Strafverfahren geaen Reichstagsmitglieder angenommen. Gestorben sind während der Dauer der Verhandlungen die Abgg. Prinz Ar en berg (Ztt.) und Auer (Soz.), die durch die Abgg. Fervers (Ztr.) und Molkenbuhr (Soz.) ersetzt wurden. torische Leistungsfähigkeit der Japaner wesentlich auf Unterweisung durch deutsche Offiziere zurückzufiihren ist. UebcrauS bedeutsam erscheint den Ostasiaten nicht zuletzt die Beschäftigung mit der deutschen Sprache. Mit Genehmigung der preußischen Unterrichtsoerwaltung wird im nächsten Monat ein junger Oberlehrer aus Berlin die Reise nach Japan an- treten, um ein Jahr hindurch als weiterer Lektor der deutschen Sprache dort tätig zu sein. Bei solch systematischem Streben kann es nicht überraschen, wenn die Japaner bis ins kleinste Vertrautheit gewinnen mit deutschem Wesen und deutscher Geistesarbeit. So lange die politischen Beziehungen wenn auch nicht freundschaftlich, so doch korrekt sind, ist das alles schön und gut. Trübt sich aber dieser Teil des politischen Horizonts, dann kann die bereitwillige Vermittlung der Kenntnis deutscher Eigenart weniger erfreuliche Konsequenzen haben. Der deutsche Botschafter in Tokio Frhr. Mumm von Schwarzenstein gab bei Enthüllung deL Medizinerdenkmals der Hoffnung Ausdruck, daß die enge Verbindung zwischen deutscher und japanischer Wiffeuschaft die feste Grundlage bilden möge für die freundschaftlichen Beziehungen beider Völker. Erfahrungsgemäß bleibt aber internationale GeisteS- verbindung ohne Sinroiifung auf die politischen Beziehungen. Die schon seit mehreren Jahren bestehende Einrichtung des Kandidatenaustausches zwischen Deutschland und Frankreich z. B. hat nicht im mindesten vermocht, die Nationen wohlwollender gegeneinander zu fiinimen. Und für die politische Wirkungslosigkeit des deutsch-amerikanischen ProfefforenauS- tausches ist eS bezeichnend, daß die Yankees nicht einmal für handelspolitische Zugeständnisse von Belang zu haben sind. Hebet die harten Schranken realer Politik hilft eben kein Idealismus hinweg.___________________________________ Ans und Land. Gießen, 16. Mai. • * Treue Arbeit. S. K. H. der Großherzog haben dem Kutscher Wilh. BonariuS, in Diensten der Firma Gebr. Schwan zu Gießen, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit" verliehen. Herr BonariuS befand sich am gestrigen Tag 40 Jahre im Dienst der Firma Schwan, ein für Slrbeitgeber und Arbeitnehmer gleich ehrendes Arbeitsoerhältnis. * * Iustizpersonalien. S. K. H. der Großherzog haben den Landrichter bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen Hch. Altendorf zum Landgerichtsrat und den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Niedet-Olm Dr. Joh. Schneider zum Oberamtsrichter ernannt. ** Empfangs- und Wohnungs-Ausschuß der Universität Gießen Sommer 1907. Wie wir bereits vorgestern mitteilten, wird Vie Umfrage wegen der Wohnungen für die Festtage der Universität vom 31. Juli bis 4. August demnächst beginnen. Die Arbeiten des WohnungsauK- schusses würden wesentlich erleichtert und vereinfacht roer-i Den, wenn die Hausvorstände, die sich bereits entschlossen haben, Wohnräume zur Verfügung zu stellen, diese Absicht dem Wo h nun gs aus schuß (Löversttaße 6) als bald schriftlich mitteilen wollten unter Angabe der Zimmer- und Bettenzahl sowie des Einzelpreises (ein* schließlich Frühstück). ** Die Nebenbahn st recke Vilbel-Helden« b e r g e n - W i n d e ck e u, die 16 Kilometer lang ist, wird am 22. Mai landespolizeilich abgenommen. Zu diesem Zweck wird die Strecke an dem genannten Tag von einem Sonder^ zug befahren werden, der den Bahnhof Heldenbergen-Win-, decken um 10 Uhr vormittags verläßt und in Vilbel unt 7 Uhr 23 Min. abends eintreffen wird. Außer an den Stationen wird der Zug an allen Punkten halten, wo Reklamationen vorzubringen sind. * • ©in alter Gießener Theater-Zettel. Ein Freund des Gießener Anzeigers hat uns einen Theaterzettel vom 18. Nov. 1666 zur Verfügung gestellt, der sich, wie aus dem nachfolgenden Abdruck zu ersehen ist, nur wenig von denen der Neuzeit unterscheidet: Theater in Giessen. Im Leib'schen Saale. Dienstag, den 18. November 1856. 8. Vorstellung ini Abonnement. Das Lügen, oder Die Compouisteu. _______Lustspiel in 3 Aufzügen von Roderich Benedix. Personen: Dr. Rudolph Wassenberg, Arzt s «rüder • 3* Weiser. Wolfgang Waffenberg, Componistt . Herr Rüthling jun. Sophie, dessen Frau.....Fräul. NiS. Karolme Wildau, der. Schwester, Rudolph'sBraut Fräul. Rüthling. Bernhard Wildau, beider Bruder, Student . Herr Thies. Haindorf....... Herr Bullmann Hildegard, deffen Tochter .... Fräul. Sommer Ateusler........Herr Rüthling een. Schott, Untersuchungsrichter .... Herr Breunig. Falk, Advocat.......Herr Pilgrim. Ebristine, Aiagd . . . . . . Frau Weifer. Avonnements-BlUels auf einen Sperrsitz, gültig für 12 hmtec- einandersolgende Vorstellungen, zu 6 fl.; für den ersten Platz, gültig während der ganzen Saison, das Diitzend 5 fl. 24 fr., für den zweiten Platz zu 3 fl., sind zu jeder Zeit in meuiev Wohnung, bei Herrn Kaufmann I. Wallach ani Alarkte, zu entnehmen Preise der Platze: Sperrsitz 48 tr. — Erlier Platz 36 tr. — Zweiter Platz 18 tr. — Dritter Platz 9 tr. (Kinder zahlen auf den zwei ersten Plätzen die Hälfte, aus dem z io e 11 e n Platz 12 fr.) Kajjeöifnung 6, Anfang 7 Uhr. Ende gegen 10 Uhr. I. Weiler. Handel des Harpener Bergwerk. . . 207.50 Ober acht es. Eisen-Industrie 109.70 3% Portugiesen III . 96.35 Priuce-Henri-Eisenbahu . 226.30 143.70 Für die gesamte Redaktion veranr-nvrtucl? in -'An i' E r u st X? e s> D9/, licher Versammlung mit aller Entschiedenheit zurückwies. Es ri„ QC kk'jM fli-Q sei unumstößlich unh außer allem Zweifel festgestellt, daß Karell y6F lu31 iSI üö, vb ülliiil Ulv W üil, w Im Niederlage bei Jean Weisel, Sonnenslrasse 6. xeicher Beteiligung i>ie diesjährige Hauptversammlung unter hem . 226.10 . 118.40 Lanrahütte . . Nordd. Lloyd . 127.25 111.50 228.40 198.50 132.10 94.00 99.00 99 60 93.75 102.60 67.70 94.55 83.70 94.45 83.70 Harpener Bergwerk Laurahütte Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Tiirkenlose . 22 80 144.70 137.30 Berliner Handelsges Darmstädter Bank Deutsche Bank Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank Kreditaktien . . . Baltimore- und Oliio- Eisenlabn . Gotthardbahn . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staats bahn . . 153.70 132.55 . 226.30 . 171.00 . 170.40 . 143.50 . 206.60 . 141.20 50.10 85.50 . 65.— . 97.30 4% Oesterr. Goldrente. 4*/6 % Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Bente . . 3% Portugiesen Serie I 207.60 226.30 23.00 118.70 141.10 Canada E. B. . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: fest. 3^°/< 3% 3ü°/( 3% 3 M7< Reichsanleihe do. Konsols . . do. Hessen Oberhessen 91.45 93.25 93.60 sei durch sechs eingehende Zeugenaussagen erbracht worden. Graswurm habe durchaus in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt, wenn er die schweren Beleidigungen Karells in öfsent- in sozialdemokratischem Sinne agitiert habe. Eine Freisprechung Graswurms halte er daher für zweifellos. Justizrat Hall- wachs meint, gegen die Behauptung, daß man sich nach neun Jahren nicht mehr so der Vorgänge erinnern könne, müsse er sagen, daß man ein solches Eingreifen eines Geistlichen in den politischen Wahlkampf im ganzen Leben nicht vergesse. Wenn der Artikel im „Tägl. Anz." scharf war, so feien die von dem Blatte Korells, der „Verkehrsztg.", ausgegangenen Angriffe noch viel schärfer gewesen. An den sechs sicheren Zeugenaussagen lasse sich nicht rütteln. Es sei nicht behauptet worden, K. sei Sozialdemokrat, sondern nur, daß er im sozialdem. Sinne agitiert habe. Uub das sei absolut erwiesen. Nach mehrfacher Replik und Duplik verkündete der Vorsitzende, daß die Urteilsverkündung am Freitag vormittag eriolgen wird. — Zollfrei! — Muster an Jedermann! — Seidenfabrikt. Henneberg, Zürich. Elektriz. Lahmeyer . Elektriz. Schlickert . . . Eschweiler Bergwerk Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Paket?. Tie 32. Hauptversammlung des Tierschutzvereins für Hessen. (Original-Bericht des Gießener Anzeigers.) Ch Lauterbach, 16. Mai. Saale des „Johannisbergs" tagte heute unter zahl- Türkenlose ... 4% Griech. Monopol-Anl. 4% äussere Argentinier 3°/0 Mexikaner 4>£o/o Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss .... Buderus E. W Tendenz: behauptet. Gießener Wetterdienst. Tioransiichtliche Witterung für Hessen am Freitag den 17. Mai: Meist trüb. Leichte Regenfälle. Sehr kühl. Mäßige nördliche Winde. Witterungswechsel. Teiefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank flir und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse. 16. Mai. 1.15 Uhr. *• Christliches Hospiz in Bad-Nauheim. Ans Anregung und unter Beteiligung des Oberhessischen Vereins für innere Mission in Gießen hat sich eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung gebildet zu dem Zweck, in Bad-Nauheim ein Christliches Hospiz zu betreiben. Gestern wurde dazu das Schloßhotel Saxonia in Bad- Nauheim zum Preise von 205 000 Mk. erworben. Für die Leitung ist Herr Armin Hanke, gegenwärtig Oberkellner in Luzern, gewonnen, von dem ebensowohl eine sehr tüchtige geschäftliche Führung, als eine Leitung im Sinne der christlichen Hospize erwartet werden darf. Tas Hospiz ist trefflich gelegen zwischen den Badehällsern und dem Teiche, unmittelbar an den Anlagen. Leider kann die Eröffnung erst zum 1. Oktober d. I. erfolgen. •• Unbestellbare Postsendungen. Bei der Ober- Postdirektion in Darmstadt lagern folgende Sendtingen, deren Absender vielleicht zu unseren Lesern zählen, als unbestellbar: Postanweisungen über 1 Mk. vom 10. 7. 06 aus Gießen 1 an Polizei-Marktmeister in Fritzlar, über 12 Mk. 80 Pfg. vom 3. 7. 06 aus Bad-Nauheim an Amtsgerichtsschreiberel in Würzburg. Einschreibbriefe vom 18. 8. 06 aus Gießen 1 an Ketschen Kotte bei Ludw. Euler II., Gärtner in Daubringen bei Lollar; vom 20. 8. 05 aus Bad-Nauheim an Frl. Sofie Schultz in Bad-Nauheim, Sanatorium, Bismarckstr. 1; vom 21. 7. 06 aus Bad-Nauheim an Frau Suegireff in Udelnaia bei Moskau; vom 25. 6. 06 aus Bad-Nauheim an Mondeg in Ruffo (Rußland). Gew. Paket vom 26. 9. 06 aus Friedberg (Hessen) an Hch. Heilhecker in Frankfurt (Main) postlag. Die zur Empfangnahme der Gegenstände Berechtigten müffen sich binnen 4 Wochen bei der Ober-Postdirektion melden, widrigenfalls die Postanweisungsbeträge und die in den Sendungen enthaltenen oder durch Versteigerung des Inhalts erlösten Geldbeträge der Post-Unterstützungskasse überwiesen, die Briefe aber vernichtet werden. (!) Wetzlar, 15. Mai. Heute traf der Chef des Hauses Krupp, Freiherr von Bohlen-Halbach, mit mehreren Begleitern, darunter der Direktor der Krupp'sehen Werke, Förster aus Weilburg, mit Automobil hier ein. Bürgermeister von Zengen erwartete die Herren im Lotte- zimmer und stattete im Namen der Stadt den Dank ab für die Spende von 5 000 Mark zu Gunsten unseres Volks- bades. Heute morgen war von der Kruppschen Bergverwaltung zu Weilburg unserer Stadtverwaltung die Mitteilung zugegangen. Bei Besichtigung des Domes gab Kreisbauinspektor Stiehl die nötigen Erläuterungen über die z. Zt. eifrig betriebenen Wiederherstellungsarbeiten. x Marburg, 15. Mai. Am Schluffe der heute abend abgehaltenen Sitzung der Stadtverordneten wurde die Wahl eines neuen Oberbürgermeisters vorgenommen. Außer drei verhinderten Stadtverordneten waren die städtischen Körperschaften vollzählig vertreten, u. a. auch das von seiner Orientreise zurückgekehrte Magistratsmitglied Geh. Med.-Rat Prof. Dr. von Behring. Von 36 abgegebenen Stimmen erhielten Bürgermeister Dr. Tr oje -Einbeck 26, Beigeordneter Kättgen-Barmen 8 und Bürgermeister Dr. Bielefeld- Arnstadt 2. Ersterer ist somit gewählt. Bemerkt sei, daß der seitherige Oberbürgermeister Geh. Rat Schüler Ende dieses Monatß aus seinem Amt ausscheidet. Bierliner Börse, 16. Mai. Anfangskurse. . . 171.20 . . 132.00 . . 226.50 4%°/0 russ.Staatsanl. 1905 4 XA °/0 japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 S^onlar«! - Seide *. ?f. ->» wirt Michel sagte, daß K. geäußert habe: „Wer sein Vaterland lieb hat, der wählt Cramer". K. habe ihm vor der Stichwahl 1838 einen sozialdemokratischen Stimmzettel in die Tasche gedrückt. Am Stammtisch seien wiederholt lebhafte politische Debatten geführt worden und andere Gäste hätten ihr Befremden ausgedrückt, wie ein Pfarrer solche Anschauungen vertreten könne. Er, Zeuge, habe K. für einen richtigen Sozialdemokraten gehalten. Auch der Sohn des Vorigen, Regierungsbauführer Michel, sagt ähnlich aus, tote sein Vater. Zeuge Karl Thieme, Herausgeber der „Pfälzischen Presse" in Kaiserslautern, sagt, ihm sei bei seiner .Hierherkunft erzählt toorden, daß K. sozialdemokratische Stimmzettel verteilt habe. Die politischen Debatten am Stammtisch seien sehr erregt gewesen und er habe darnach K. für einen „waschechten Sozialdemokraten" gehalten. Die Tischgäste hätten sich durch K.'s Aeußerungeu häufig in Erregung bringen lassen. Ober-Telegraphen-Assistent Schlubdibihn sagt u. a., K. sei eines Tages ausgestanden und Hütte erklärt: Meine Herren, wir sind darüber einig, daß wir den sozialdemokratischen Kandidaten wählen müssen, damit der Nationalliberale nicht gewählt wird! Diese Aeußerung habe K. mehrmals wiederholt. Zeuge Reinhard berichtet, daß die Gäste entrüstet über das politische Verhalten des K. gewesen seien. Zeuge Soff erinnert sich, daß K. zwei sozialdemokratische Stimmzettel mitgebracht und den einen auf den Tisch gelegt, den anderen dem Wirt gegeben hat. K. sagte auch: Nodnagel kann ich nicht wählen, wer das Vaterland lieb hat, wählt Cramer. Pfarrer Korell spricht sich verwundert über das „jungfräuliche Gedächtnis" der verschiedenen Zeugen aus. Nach weiteren Angaben der Zeugen Frhrn. Schenck v. Schweinsberg und des Pfarrers D i t tm a r-Offenbach, der bekundet, daß er infolge redaktioneller Anmerkungen in der Absicht, Korell zu verteidigen, nur einen Brief an die „Offenbacher Ztg." gesandt habe, aus dem dann der mehrerwähnte Artikel entstanden sei, schließt das Zeugenverhör. Der Vertreter des Klägers, Justizrat Gallus, führte aus, man könne keinem Menschen einen Vorwurf daraus machen, wenn er eine sozialdemokratische Gesinnung habe. K. habe nur in einem Punkte, nämlich bezüglich der Sozialpolitik, mit der Sozialdemokratie übereingestimmt. Sonsst beständen große Differenzpunkte. Kvrell habe jede Absicht, sich „drücken" zu wollen, völlig fern gelegen, und deshalb sei der Vorwurf der Feigheit eine schwere Beleidigung. Schließlich bezweifelt der Redner die Glaubwürdigkeit der Zeugen, die sich nach so langer Zeit doch nicht mehr genau der früheren Vorgänge erinnern könnten. Justizrat Dr. Gut- sleisch schließt sich den letzteren Ausführungen im wesentlichen an und verteidigt Korell namentlich gegen den Vorwurf des Gesinnungswechsels. Eine Reihe von Zeugen habe auch ausdrücklich bekundet, daß sie von einer Hinneigung Korells zur Sozialdemokratie absolut nichts bemerkt hätten. Der Verteidiger Graswurms, Dr. Hoffmann II., legte dar, der Wahrheitsbeweis für die Behauptungen des „Tägl. Anz." aber das ist erfahrungsgemäß auch die Zeit, in der man am leichtesten sich eririuet, weil man auf eine zweckdienliche Kleidung nicht die nötige Sorgfalt verwendet. Wer nun den Wonnemond sich nicht durch Katarrhe verderben lassen will, der möge daran benfen, dm; man in Fays allberühmten Sodener Mineral-Pastillen ein ebenso ausgezeichnetes Vor- beugungs- als Bekäutpsungsmittel besitzt, das nie versagt, das bequem anzuwenden ist und den ganzen Organismus giinstia beeinflußt. Fays ächte Sodener tosten 85 Pfg. per Schachtel und sind überall zu haben. [hv^/t Vorsitze des Geheimen Oberschulrats Scheuermann-Darm- stadt und im Beisein der Kreisräte v. Bechtold-Lauterbach und Dr. Höl?.inger-Alsfeld. Der Vorsitzende übermittelte den Tank des langjährigen früheren Vorsitzenden Ministerialrat Dr. Eisenhuth, der zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Kreisrat v. Bechtold wünschte den Verhandlungen besten Erfolg. Schriftführer H euß- lein-Darmstadt verlas das Protokoll der vorjährigen Haupt- versanrmlung zu Bensheim. Der Jahresbericht besagt, daß der Tierschutzverein immer weitere Kreise gewinnt und seine Bestrebungen von bestem Erfolg gekrönt sind. In unserer Zeit der Ausbeutung der Tiere und der Modetorheiten usw. ist der Tierschutz doppelt nötig. Er wirkt auf Herz und Gemüt des Volkes doppelt veredelnd. Die Lehrer sind kräftige Förderer der Sache: ihrer Arbeit ist es zu danken, daß heute die Singvögel mehr geschont werden, den Lehrern gebührt in erster Linie Dank. Mit dem Vogelschutz beschäftigten sich in den letzten 15 Jahren zahlreiche Artikel in Zeitungen. Fortgesetzt wird für bessere.Nist- gelegcnheit gesorgt. Die hessische Forstbehörde hat die Vogelschutzeinrichtungen auf dem Berlevschen Gut studieren lassen. Besondere Aufmerksamkeit gebührt dem Pferd, diesem treuen Arbeiter des Menschen. Unter die Jugend werden alljährlich über 100 000 Exemplare Tierschutzkalender verteilt. Auch den Behörden und der Presse gebührt Dank für die Unterstützung der Bestrebungen. Von Privaten und den Sparkassen Erbach, Vilbel (Mathilden- ftift), Groß-Umstadt, Heppenheim, Oppenheim und Groß-Gerau wurden 458 Mk. geschenkt. Es erfolgten 817 Anzeigen wegen Tierquälerei gegen 680 im Vorjahr.' Personen, die den Bestrebungen des Tierschutzes dienten, wurden durch Prämien und Ehrendiplome ausgezeichnet. Die Zahl der Mitglieder hat um 282 zugenommen, sie stieg von 3627 auf 3839. Davon sind fast die Häfte Lehrer, nämlich 1513, Pfarrer 146, Lehrerinnen 68, Landwirte 321, Aerzte 112, Förster 23, andere Beamte 422. Ter Lehrerstand hat die Bedeutung des Tierschutzes richtig erkannt und sucht fortgesetzt auf die Seele des Kindes in humanem Sinne einzuwirken, und es gilt in erster Linie, die Jugend zu gewinnen. — Die Rechnungsablage ergab ein recht günstiges Bild: der Kassenvorrat betrug 1214 Mk., die Jahresbeiträge 4050 Mk., darunter aus Darmstadt 948 Mk., Geschenke 458 Mk., Abgabe von Tierschutzkalendern 1197 Mk., für Abonnements 1242 Mark, Gesamtemnahme 8422,34 Mk. Die Ausgaben für die Zeitschrift waren 2540 Mk., Geldprämien usw. 1835,90 Mk., Gesamtausgabe 7402 Ml. Das Stiftungskapital ist 3381 Mk., das Gesamtvermögen stieg auf 7564,76 Mk. Der Voranschlag sür 1907, der Einnahme und Ausgabe von 7600 Mk. vorsieht, wird genehmigt. — Der Vorsitzende teilt mit, daß in der letzten Vorstandssitzung beschlossen wurde, dem Vogelschutz mehr Interesse zu widmen. In einigen Kreisen hat sich bereits ein recht erfreuliches Vorgehen gezeigt. Der Vorstand ist der Meinung, daß der Tierschutzverein die Sache in der Hand behalten solle, die Vogelschutzvereine sollen ihm angegliedert werden. Die Kreisräte v. Bechtold und Dr. Hölzinger weisen auf das unnütze Verbrennen der Hecken hin, wodurch den nützlichen Sängern die Nist- und Brutgelegenheiten entzogen würden. Die Lehrer möchten fortgesetzt dem entgegentoirfen. Ein Lehrer betont, daß das Abbrenuen des Buschwerks vielfach durch Erwachsene geschehe, die Behörde solle strafend gegen sie vorgehen. Der Vorsitzende regt an, daß bei Feldbereinigungen Vogelschutzgehölze angepflanzt werden sollten an weniger fruchtbaren Stellen und Böschungen. Darmstadt habe eine solche Anlage beschlossen. Andere Redner fordern zum wirksamen Schutz für die Singvögel eine Verminderung der Raubvögel, besonders der Sperber, die in Oberhessen sehr zahlreich Jinb. Man solle eine Erhöhung des zu niedrigen Schußgeldes der Förster und Feldschützen herbeiführen. Ferner sollten die Böschungen an Eisenbahndämmen und Straßen mehr mit Buschwerk bepflanzt werden, dies gebe den Vögeln.Schlupfwinkel und Nist- gelegenheit. Hierauf folgte der sehr interessante Vortrag des Oberlehrers Weide-Lauterbach über „Wie schützt die Natur ihre Geschöpfe vor feindlichen Einflüssen". Des Falles Korell zweite Auflage. Darmstadt, 14. Mai. Diesmal war, wie schon gestern mitgeteilt, das Forum das Darmstadter Schöffengericht, vor dem am Dienstag über die Klage des freisinnigen Neichstagskandidaten Pfarrer Korell gegen den verantwortlichen Redakteur desTarmst. „Tägl. Anz." Gras wurm verhandelt wurde. Während der langen Dauer der Sitzung, die um 8 Uhr begann, blieb derZuhörerraum stark überfüllt. Graswurm erzählte, im Januar habe ihn Rechtsanwalt Kalbhenn um Aufnahme einer Notiz ersucht, die diesen und verschiedene Herren gegen das Verhalten Pfarrer Korells im „oaH Korell" verteidigen sollte. Die Aufnahme der Erklärung sei frei von politischer Erwägung gewesen. Dieser Zuschrift des Herrn Kalbbenn folgten noch einige andere. Dann habe ihn Pfarrer Korell in öffentlicher Versammlung mit Herrn Kalbhenn aufs Schwerste angegriffen, worauf er den fraglichen Artikel geschrieben habe, bei dessen Abfassung er aber nicht die Absicht gehabt habe, zu beleidigen. Der Vertreter des Beklagten erklärte, darauf, Widerklage zu erheben wegen der beleidigenden Aeußerungen Korells in der Turnhalle. Der beleidigende Artikel und die vorausgehende Preßpolemik kamen sodann zur Verlesung. In dem zur Anklage stehenden Artikel des „Täglichen 9111* zeigers^ vom 20. Januar wird u. a. gesagt: „daß sich Korell in der ganzen Angelegenheit ebenso feige w i e u n w a h r benimmt. Feige, denn er besitzt nicht den Mut, die Konsequenzen der zweifellos im Jahre 1898 von ihm betriebenen sozialdemokratischen Agitation zu tragen, und unwahr, beim die von ihm in der Erklärung aufgestellten Behauptungen bekunden das deutliche Bemühen, die Tatsachen, die zur Kalbhenn'schen Erklärung führten, bewußt auf den Kopf zu stellen". Weiter soll Pfarrer Korell im Jahre 1898 (bei der „von ihm betriebenen sozialdemokratischen Agitation") in einer Darmstädter Weinwirtschaft geäußert haben: „Wer sein Vaterland lieb hat, wählt Cramer." Erster Zeuge ist Kavellmeister Reh bock, der im Jahre 1898 zu der Tischgesellschaft bei Michel gehörte. Er erklärt auf Anfrage, nichts von einer sozialdemokratischen Agitation Korells bemerkt zu haben. Ter Verteidiger Graswurms, R.-A. Dr. Hoffmann, läßt konstalieren, daß der Zeuge zur fraglichen Zeit nicht in Tarrn- stadt anwesend war. Zeuge Pfarrer Fischer (9lierftein), der damals mit Korell zusammen im evangelischen Arbeiieroerein hier tätig * war, weiß nichts uon einer sozialdemokratischen Agitation. Er kann es tucht ganz bestimmt sagen, aber glaubt, daß Korell ihm bet der Stichwahl 1898 gesagt habe, „wir sollten doch Nodtiagel wählen". Attf Befragen erwiderte der Zeuge, daß thm Korell sicher etwas gesagt haben ivürbe, wenn Korell zur Sozialdenlokratie neigte. Weiter glaubt er, daß Korell die Weinwirtschaft dann genueben .habe, weil ihm der dort geübte Ton nicht gefiel. Zeuge Oberlehrer Hölscher kann sich auf nichts wesentliches mehr über die Vorgänge in der Wirtschaft erinnern. Zeuge prall. Arzt Tr. 9)1 e q e r, der früher mit Korell verkehrte, hätte eher gedacht, daß man Korell nationalliberale Neigungen vorwersen würde, als ihtt sozlaldemo- Irakischer Gesinnung zu verdächtigen. Er hält es für nicht bedenklich, als 9lationa(gefinnter auch mal einen Sozialdemokraten zu wählen, ,benn sonst wären wir in Bayern schlecht dran". (Große Heiterkeit.) Zeuge Lehrer Jung: „Es verstehen uns (9tational- soziale) auch heute notl) manche Leute nicht". An der Stichwahlparole 1906 Halle Korell keinen Anteil. Im Gegenteil habe Korell schwere Bedenken gegen die Stichwahlparole und auch dieserhalb innerhalb der Partei Kämpfe gehabt. Staatsschuldbuchführer Henrich (ein Parteifreund Korells) hat nie bei Korell eine Neigung zur Sozialdemokratie bemerkt. Er bestätigte, daß ihnen zwar eine yjlitteilung über Tr. Osann gemacht wurde, die diesen hätte schwer schädigen tönneu, die sie aber nicht benutzt haben, da es eine Aeußerung unter vier Augen war. Zeuge Nechtsamv. Kalbhenn bekundete u. a., die Pfarrer Wahl und Bernbeck hätten sich anläßlich der Verbandlungen vor dem Obertonsistorium an die Tischgesellschaft (Soss und Michel) gewandt. Als die Notiz in Der „Offenbacher Zeitung", in der gewiffermaßen diese Gewährämänner Lügen gestraft wurden, erschien, gab das Veranlassung, öffentlich vorzugehen. Er selbst habe nicht zur Klage gegen MoreO schreiten können, mit Rücksicht auf seinen Vater, der auch Pfarrer ist. Ter Zeuge kann Fein linksliberales Blatt in Heffen nennen, das die Notiz der „Offenbacher Zeitung" kolportierte. - Aus Befragen-muß der Beuge zugeben, daß er geglaubt habe, Korell habe die Notiz inspiriert. Unterlagen hatte er nicht dazu. (Bewegung.) Er halt diese Unterstellung nicht für beleidigend. (Heiterkeit.) ^^Eeidtger Justizrat Gallus: Dann müssen Sie eine sonderbare Auffassung von Beleidigungen haben. Der Zeuge erachtete es auch für sachlich daß er darauf den Artikel unter dieser beleidigenden Aus- fassung in den „Tägl. Anz." lancierte. Auf der Redaktion des „T. 91." hat er einmal Pfarrer Bernbeck getroffen; dieser hat ihm mich einen Besuch gemacht. Vermutlich habe er die Bemerkung, Norell habe vor dem Oberkonsistorium das Verteilen sozialdemokratischer Stimmzettel als Scherz hing eit eilt, aus einerUnterhaltung mit P-'arrer Bernbeck gewonnen. Zeuge Oberkonsistorialprasident a.D. Buchner: Tie Verhandlungen am Oberkonsistormm waren vertraulicher Natur. Pfarrer Korell habe dabei eine in der Richtung der Behauptung Berubecks gehende Handlung (Slimm- zetlelverteilen) zugegeben, aber im Zweifel gelassen, was damit gemeint sein sollte. Der Zeuge hatte dann den Vorschlag gemacht, diese Sache im Vergleich als Scherz zu bezeichnen, Korell habe ich jedoch dagegen gewandt. Zeuge schilderte eingehend den.weiteren Gang der Sache. Schließlich sei immer eine Lücke aeblieben zwischen der doch von Korell zugegebenen Tatsache des Angebots eines Stimmzettels und des Sinnes dieser Handlung. Insofern blieb mir Korell ein psychologisches Rätsel. Auf Befragen erklärte der Zeuge, daß er das Zurückgreifen auf Vorgänge aus dem Jahre 1898 lebhaft bedauert habe. Weiter bestätigte der Zeuge, dem Pfarrer Korell gesagt zu haben, daß er ihn als einen Mann betrachte, der unbeirrt seine Meinung sagt und auch vor Konsequenzen nicht zurückschreckt. Diese Auffassung sei aber int Gange der Untersuchung nicht in vollem Maße erfüllt.worden. Oberkonsistorialprasident Nebel: Ein eigentliches Verteilen von Stimmzetteln konnte der Vorgang in der Weinwirtschaft, nicht darftellen. Darauf kam auch der Vergleich zustande. Pfarrer Korell will zum Anbieten der Zettel erst veranlaßt worden sein durch eine bezügliche vorausgehende Bemerkung des Wirtes. Der Zeuge kann hierzu nichts sagen. Der Vergleich war ein Kompromiß. Pfr. Bernbeck (Okarben): Korell habe damals vor dem Oberkonsistorium die Unmöglichkeit seines Werbens für den Sozialdemokraten 1898 nachzuweisen gesucht, mit der Erklärung, daß er damals dem antisemitischen Kandidaten Normet seine Sympathie entgegengebracht hatte. Pfarrer Korell stellte fest, daß diese Sympathie nur aus der Kampfesweise der Nationalliberalen damals gegenüber Bormet erwachsen war. Der Zeuge muß zugebcn, daß er die Artikel Kalbhenns gebilligt habe. Pfarrer Wahl-Langen (jetzt in Essen) hatte zwischen den streitenden Parteien vermittelt: seine Bemühungen waren aber erfolglos. Auf Befragen erklärte der Zeuge, daß die Behauptung Korells gegenüber Bernbeck „glatte Unwahrheit" eine Kränkung für Bernbeck und den ganzen geistlichen Stand war. Daß Pfarrer Bernbeck im Falle des Büdinger Gymnasiums einen ähnlichen Vorwurf glatt eingesteckt hatte, weiß der Zeuge nicht. Der Zeuge weiß auch nicht, daß man seinen in der Synode beim Fall Korell gebrauchten Ausdruck „roter Hofprediger" auch auf den Hofprediger Erhärt bezogen hat. Dem Vorwurf, daß auch er Wandlungen durchgemacht habe, entgegnete der Zeuge, daß politische Wandlungen jeder Mensch durchwache, nur nicht solche von der notorischen Wandlungsfähigkeit der Nationalsozialen. Was er in seiner Kandidatenzeit gedacht, komme nicht in Betracht. Als Geistlicher stehe er von Anfang auf positiver Seite. Seine Bemerkung über Korell von der „verschlagenen Taktik" sei gefallen, weil er das Verhalten Korells zur Stichwahlparole 1906 nicht als Heldenstück, aber als politisch „klug" betrachtete. Gast- Anglist üilMnger, jetzt Selters weg 79 Neubau Haus-, und Küchen-Geräte-Magazin. 2387 0 Rabatt Verkauf nur gegen Bar. Kaufhaus S. Elsoffer a16/. BahnhofstraKe 23, Ecke der Lvwengasse. o B K Joh.Vaillant Remscheid /J-e. ^A^^edeulenisleSpeualfäbrikförGas-ßadeöfen. £ [90 preis empfiehlt 8. Ziehung 5. Kl. 216. Kgl. 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Bei diesen Waren werden auf die früheren billigen Preise in Abzug gebracht 74135 [1000] 86 427 [5001 507 838 7 5017 [30001 161 430 37 518 [500] 30 [10 000] 31 41 711 59 [1000] 7 6237 12 683 819 7 7006 49 864 7 8346 56» 708 891 [500] 670 95 2 20147 92 496 221176 389 400 608 2 2 2602 10 85 98 176 396 529 44 [1000] [5001 627 719 1 48116 58 246 529 87 680 879 1 49054 60 [5001 181 40 59 342 991 , 15 0003 141 413 35 567 [1000] 15 1 865 424 640 [1000] 75 773 1 52013 158 463 650 69 759 [500] 153150 67 818 14 45 155 294 451 584 !'31 2 5 5029 292 [ 500] 851 '81 [10.10] 720 44 869 913 2 5 6208 466 876 990 2 5 7027 406 1500 ] 38 602 905 2 5 8024 53 329 477 58 515 677 813 2 5 9 030 36 402 18 711 822 910 47 [3000] 260088 105 81 [500 ] 65 82 207 95 405 586 625 261103 714 94 940 262100 lSOOOl 301 80 61 403 15 71 633 769 [1000] 99 263'89 830 [ 3000 ] 99 [500] 75195 306 [3000] 421 696 782 76018 142 94 379 482 523 6S9 959 77180 211 [500] 97 549 88 95 [5001 654 766 73 98 806 955 7 8013 485 518 69 773 877 907 34 40 7 9319 617 66 79? 831 45 994 80071 141 76 528 661 718 824 932 81118 712 873 977 89 93 8 2126 [1000] 471 640 746 953 83156 261 [500 ] 592 612 40 [10 000] 755 803 980 [500] 84105 [5001 21 46 74 [500] 2'7 586 709 35 [1000] 63 861 992 8 5510 65 2 92 [1000] 922 86014 246 50 88 428 55 70 523 607 776 8 7017 138 403 63 71 735 808 16 8 8121 00 335 42 413 4.5 728 76 [500] 890 94 990 8 9061 113 431 552 751 890 95 909 9O301 455 [1000] 976 91331 71 43! 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Ziehung 5. Kl. 216. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 15. Mai 1007, nachmiltage. Nur die Gewinne Uber 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 15 [500] 216 [500] 338 4M [500] 673 768 sr liooo] 849 61 975 1475 636 841 [1000] 934 53 2 032 ^02 898 3? 00 . 4 45 482 655 703 903 4186 802 610 5 326 59 [500] oOJ 4. 779 98 963 64 75 6259 316 44 77 631 37 729 947 7OOS 183 342 511 63 601 737 813 [1000] 8163 766 979 0011 49 131 257 436 605 20 790 807 [1000] 24 29 1500] 99 921 10024 13000] 135 390 107 951 11122 78 202 61 328 454 80 [1000] 629 725 812 83 1 2016 155 [1000] 579 638 707 20 924 1 3167 [8000] 220 331 74 429 [500] 99 517 44 639 917 51 14283 313 63 512 60« öl 93 805 35 53 15592 672 01 7sS 814 81 919 [1000] 16004 18 21 83 99 151 215 29 524 620 34 [500] 78 845 [500] 17043 121 63 705 920 85 1 8225 319 678 937 10016 250 308 80 608 915 41 2 0 073 206 13 91 307 46 97 790 866 986 2 1 396 [ 500] 683 22558 649 66 [500] 705 93 SIS 23 180 389 467 717 918 [500] 83 24«>2 260 395 785 880 91 25076 247 417 515 72 LOS 911 26"03 234 444 595 642 9) 716 862 82 912 80 27019 569 655 783 812 923 2 8023 7 7 651 97 826 86 085 2 0 070 277 138002 318 [3000] 22 609 705 993 130HO 77 249 57 395 533 [ 3000] 640 71 962 140347 61 98 534 626 [500] 795 878 977 1 4112? 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Schellfische allerfeinste Nordseeflsche lebendfrisch zu billigstem Tages- 729 83 997 5 0 3'5 [500] 431 47 523 807 73 60187 631 793 915 52 [500] 6 1 043 57 136 37 266 323 56 451 '.21 31 773 890 62170 71 [500 ] 228 311 20 63 479 CSC ik Billiger Gelegenheitskauf in guten Schuhwaren 648 789 5 0257 63 85 625 700 933 5 1 071 [500] 88 889 506 626 82 743 956 52179 245 611 [5000 ] 74 834 5300« 62 72 107 446 55 762 1 80096 387 [500] 744 72 92 833 10 0336 503 1 01180 50 [500] 287 359 97 465 959 80 [1000] 102165 253 312 [3000] 48 62 92 559 805 42 1 9 3016 109 237 832 415 539 699 814 966 69 194051 812 441 542 712 --- ' 83 384 [500] 446 Nummern In Klammern beiRctiigt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 243 46 53 [3000] 803 504 [1090] 23 [500] 93 [ 500 ] 966 1179 SO 256 61 92 332 448 663 2017 336 63 474 503 04 775 959 3 008 44 [500] 263 874 [3000 ] 497 5*5 677 11000] 83 761 912 [3000] 62 [500] 4265 [500] 396 785 877 5353 65 470 94 890 603 28 79 6083 219 394 448 611 [1000] 87 " 90 431 48 508 53 941 269016 58 67 189 211 57 418 575 605 20 [500] CI [3600] 72 707 38 837 89 26101) 391 415 503 C68 738 893 [500] 00-2 2 6 2180 210 51 4*1 'S 89 733 37 70 ['00J 93« 263027 [3000] 151 221 40 [1COO| 373 4'7 5'-? 92 [30001 264089 146 353 511 8*0 265 85 93 133 405 68» 918 266932 [l"00] 31 40 119 251 423 21 t' [700] 763 [1000] 91 815 96 267379 01 080 88 2 6S.013 333 [50] 45.3 [500] 521 021 [3000] 740 59 051 73 [5001 975 28O010 11 [500] 259 [3000] 470 651 95° 281310 872 2 8 2027 166 [10C0] 67 254 55 86 726 92 Horo| 893 283"99 199 *77 303 531 707 819 993 2 8 4137 221 N 437 [’OOO] 51 511 615 58 72 285"03 1° 117 519 786 28 6001 47 470 521 834 [3000] 020 287005 142 07 4(L 10 0025 123 205 549 908 , 2OO001 20 87 231 002 2 0 1 2.36 358 462 520 [500 ] 86 604 [500] 765 2O219S 480 [3000] 534 070 936 41 2 0 3057 101 94 234 43 531 55 [500] 617 36 84 921 2 0 4 145 7 7 297 388 427 539 205314 67 418 72 522 80 786 2O60G7 257 575 13000] 654 | 500] 745 813 38 87 [3000 ] 20 7020 347 400 [3000] 10 529 665 710 865 902 2 O8C91 605 794 2 0 0064 [500] 154 85 465 606 739 [5001 815 9=1 2 1 0168 709 963 211286 311 869 2 1 2055 259 74 438 81 727 [1000 ] 56 867 [lOOli] 906 213132 74 200 423 686 707 831 [1000] 214091 331 440 92 13900] 562 [1000] 76 C35 62 82 79.3 955 2 1 5062 533 4 4 918 2 1 6157 272 302 400 50 552 53 605 57 753 68 2 1 7021 59 445 0.32 801 2 1 8026 63 126 81 356 616 62 990 [1000] 2 1 0006 361 87 687 735 49 220004 193 [1000] 254 77 826 [1000 ] 413 [3000] 28 [30 000] 746 2 21123 242 401 37 569 71 961 2 2 2009 177 248 652 699 2 2 3 017 122 824 38 [3000] 89 [10,00] 400 506 [3000] 9 904 [500] 22 4263 73 323 912 2 2 5001 56 100 756 604 80 2 26137 301 437 44 867 2 2 7094 469 519 uS. 695 [3000] 814 25 228106 10 27 99 233 339 60 15OO] 4Ü5 .8 [3000] 546 752 78 805 56 2 20151 65 230 535 638 [8000] 59 In der Umgebung von Gienen Cigarrenfabrik oder Filiale Taube & Co., Frankfurt a. M. lb /» 180251 350 650 1 8 1 305 408 14 515 630 763 182017 88 100 337 493 546 183049 69 119 282 796 184.071 275 443 1 8 5 549 747 [3000] SO« 87 186368 ----- - 581 383 413 '1000] 827 64 8 5039 45 286 59 428 90 848 [500] 48 8 6 027 210 300 4 4 641 702 55 812 8 7100 880 1 47237 419 64 613 29 722 1 4 8060 [3000] 75 90 135 64 82 239 301 689 773 96 970 1 40 059 77 251 859 jO392 413 70 871 161148 212 28 816 23 486 511 727 80 93 8-6 1 6 2 33 30 47 678 1 63118 607 [10C0] 7fi 959 1 64 1 77 505 601 860 1 6 5070 226 [5000] 81 16 >015 [5,0 I] 45 [500] 601 939 [500] 167192 168UGU 103 302 562 676 700 85 [1000] 160177 84 236 638 5« 84 729 60 83 847 87 13 0311 496 658 784 [500] 845 928 1 3 1 067 855 67 1 3 2066 232 [3000] 804 [1000] 70 133087 [500] 121 839 769 860 [5000] 13 4000 113 567 786 872 [500] 13 5059 636 923 1 3 6033 119 220 [1000] 809 500 698 13 7013 322 [15000] 639 748 79 83 807 70 62 252 [1000] 60 584 783 43 1 7 5 047 106 21 49 884 428 759 81 845 1 76101 99 286 564 676 797 847 [3000] 05 --- — — -- 60 682 886 1 0 2 079 149 293 449 1 0 3 426 28 615 17 74 99 104132 73 5SS 105092 [3000] 292 813 45 409 40 51 [1000] 90 930 86 91 196217 20 607 61 750 197164 [3000] 453 578 697 903 27 198121 93 627 86 [1000] 715 59 917 24 1 9 0 007 20 247 834 65 [1000] 2OO086 147 215 87 505 617 [3000] 65 77 SO [500] 814 20 1 203 7 7 310 411 825 939 2O2001 233 864 85 997 2 0 3118 331 46 47 SOS 20 4246 84 847 479 534 648 877 205232 358 93 [1000] 440 588 67 643 [ 3000 ] 47 (5001 206011 39 [3000] 45 [500] 76 203 632 818 979 95 [8000] 207033 223 36 (500] 409 22 647 59 863 [1000] 922 2O8035 f9 219 52 65 4C3 9 730 66 95 636 929 87 [10 000] 200167 [500] 629 940 86 1 4 2 071 229 300 63 418 562 694 59 [500] 183 298 S69 [500] 517 [3000] 54 [ 3000] 81 743 55 62 [1000] 943 80 [1000] 144 190 295 594 837 83 1500] 40 910 14 5 017 164 444 560 731 59 925 1 4 6017 54 (10 000] 105 17 25 98 293 344 «85 [3000] 740 45 [8000] 73 1 47 350 563 45 707 871 23 0002 4 17 115 48 288 532 758 2 3 1 201 442 580 «58 737 31 820 232019 65 70 157 [1000] 214 15 322 616 60 r-.rol 766 813 57 CO 940 [1000] 23 3118 260 838 522 88 000 778 2 3 4111 88 254 83 372 82 [3000] 714 834 42 SOS 6' 235 55 723 591 660 834 2 3 6137 404 [5001 78 547 748 f6) (3000) (-9 [1000] 23 7 019 76 823 74 (.00] 78 488 917 2 :R118 221 [1000] 426 693 898 917 2 3 0 091 238 529 511 [5C01 763 613 24.0058 152 863 594 754 [5001 56 847 68 83 2 4 1 055 [1000’ 183 92 245 .073 087 909 29 2 1 2067 198 S42 145 761 895 2 4 3075 219 89 520 622 57 826 950 [500] 55 81 2-14012 [1000] 205 54 874 525 621 922 2 45174 427 61 851 9 9 246 -9 157 375 430 566 768 2 4 7 047 153 73 76 415 58 919 2 4 3140 [1000] 202 23 509 [1000] 21 43 683 718 817 33 2 4 0 053 248 468 708 28 [3000] 86 804 942 59 250291 310 57 [3000] 525 26 615 21 955 251178 (100.) 311 [500] 15 72 579 2 5 2041 183 88 [500] 509 837 95 812 26 015 [5000] 253180 3"6 505 25 52 614 791 2 ' 4004 417 [500] 24 563 672 721 SS 243001 [lOOOl 167 299 489 678~ 928 2 4 4*020 171 86 331 93 5*9 657 747 04 921 41 88 2 4 5123 25 32S 409 6-10 773 031 246027 33 263 463 CCT 603 [51)001 060 [JCOO] 24 7002 7 7 220 407 501 68 > 00] 626 750 818 [3X0] 248010 [MO] 72 492 710 2 4915° 6» Gartenmöbel, Rollschutzwände, Eisschränke, Eismaschinen, Gas-, Spiritus- und. Petroleum- Kocher, Fliegenschränke. „Heinzelmännchen“ SX lieber Feueruugsersparnis. August KrölQ, Seltersweg 12 'M 2 3 0147 98 308 529 662 755 72 809 231'08 flOOOl -->« eno an. 74 232087 05 120 1500] 312 81 993 2330=5 177 717 848 017 [1C00] 234661 102 16 80 M -66 516 55 2 3 5031 60 113 40 63 553 961 72 79 90 2 3 606. pniDfiehlt feine Lederwaren, prima Reiseartikel, Herren- u. 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Die Kapelle des Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm" (2. Grotzh. Hess.) Nr. 116, erlaubt sich zu einem Zyklus von Abonnements-Konzerten einzuladen. Die Konzerte finden im Neuen Saalbau, vormals Steins Garten, statt. — Dieselben werden mit Militärmusik ausgesührl, wozu ein mufifr und Lunstliebendes Publikum emgeladen wrrü. Der Abonnementspreis für 6 Konzerte beträgt: Eiu FamUieirbillet für 4 Personen.....Mk. 8.— /r „ . " n ...... 7.— „ Personenütllet......... 2.40 Kassenpreis...........„ 0.75 Die Liste zirkuliert. Der Anfang der Konzerte wird üa „Gießener Anzeiger" bekannt gegeben. C. Krausse, Großh. Musikdirektor. Karten im Vorverkauf sind bei Herrn Ernst Cballier, Neuenweg, und beim Vorzetger der Ltste zu haben. O«/6 Telegramm. Kolosseum, Walltorstrasse früher Cafö Leib. Spezialitäten-Theater I. Ranges. Vornehmes Jamilten-Programm. Täglich große Vorstellung. Heute, Donnerstag Wtze BorslellMg mit vollDü. neuem Mstier-Persml Tbc Marington TrMe. 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