I n i t 1 \i )| A .r • i )| .1 b i| i( n ü e x t *1 ! X ll I c n b 1 ü :q il 1 e Z 1 t ! t ( i B 31 e d u a I d ii e 'i * 1 bi e ll it 1 D a .0 4 ’d i t it 6 ii t ö el 4 |i i|. 3- ie p ii I A 0 l' .1' l ü ii J o ii r Nr. 206 Hpschetut täglich außer Sonntags. Dem Gteßener Anzeiger !öerben im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Kamilien- Hatter viermal in der 2Bod)e beigelegt und ,meima!roöchentlichdas Xrcisblatt für den Kreis Ziehen. Fernsprech-An- ^chluß s. d. Redaktion 112 Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschenr «nzetger Gtetzr«. Annahme nn rlnzeigen sür die Lagesnummer diS vormittags 10 Uhr. Erstes Blatt 157. Jahrgang Dienstag 3. September 1007 O M. I U 8 K fe BezugSPretSr monatlich 75 Ps^ viertel» jährlich M. W; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePostMk. 2.-viertel« jährl. ausschl. Bestellg« ZeilerrpreiS: lokal 15 Pst auswärts 20 Psennig. Verantwortlich sür den politischen Lei!) E. Anderson; s. Feuilleton und .Vermischtes" P. Wittko; sür .Stadt u. Land" und.Gerichts- Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindnrckerei. V. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schuistratze T. ^lnzeigenieü^ Beck. :eußen zugehören überkommen und es ist m e in Wunschund Wille, daß wir aus dem Gebiete der sozialen Fürsorge sesthalten an den Grundsätzen, die in der unvergeßlichen Lotschaft Kaiser Wilhelms des Großen niedergelegt sind. Tas schöne Bild versöhnlicher Einheit, welches die Provinz Westfalen dem Beobachter zeigt, würde ich gern auf unser gesamtes Vaterland übertragen sehen. Ich glaube, daß zu einer solchen Einigung aller unserer Mitbürger, aller unserer Stände nur ein Mittel möglich ist, das ist die Re - Holzamer t. Nun klage still, mein Hessenland! Nur nicht ein lautes Weinen. Er zählte zu den Reinen, Deß Seele endlich Ruhe sand. Sein Lied war duftig, sein und zart, Entquoll dem reichsten Herzen. Voll heimlich tiefer Schmerzen War seines Lebens rauhe Fahrt. Wie tief und rein war oft sein Sang, Wenn er sich sehnt in Klagen Nach friedjam stillen Tagen. Wie fein und weich war dann sein Klang. Dir, Heimat, schlug sein Herz so ganz, Er zählte zu den deinen. Du darfst ihn still beweinen Und reichen ihm den grünen Kranz. die Berliner Trauerseier für ' Dentfctzss Neictz. Berlin, 2. Sept. Nach einer amtlichen Meldung deÄ Gouverneurs v. Schuckmann aus Windhuk vom 31. August haben b e i Morenga befindliche Bo ni dels um Aufnahme in das mit den Bondels im Tezember 1906 geschlossenen Untcrwerfungsabkommen gebeten. Um Morenga Kräfte zu entziehen, sind Verhandlungen ein geleitet worden. Morenga selbst befindet sich bisher abwartend auf englischem Gebiete. — Ter freisinnige Landtagsabgeordnete Schmidtz Elberfeld ist in 9torderney eingetrofsen und wird von! Fürsten Bülow empfangen werden. München, 2. Sept. Ter Landtag ist auf den 27, September einberufen. 0. 8. Wilhelm der Marx- Holzamer. In der kleinen Kirchhofskapelle in - - straße zu Schöneberg bei Berlin fand am Sonntag nachmittag unter zahlreicher Beteiligung die Trauerseier für den früh verstorbenen Wilhelm Holzamer statt. Zahllose Kränze waren am Fuste des Zinksarges niedergelegt, Von den vielen Vertretern Kirchlich-Orthodoxen wird die Arr wohl wenig behagen, wie der Kaiser hier gleich seinem Ahnherrn Friedrich dem Großen zur Duldsamkeit mahnt. An Duldsamkeit in kirchlichen Dingen hat es in letzter Zeit gerade in Westfalen vielfach ge« fehlt. Man denke nur an die von kirchlich-orthodoxer Seite gegen die Liberalen in Dortmund veranstaltete Hetze und an das Verhalten des Konsistoriums in Münster gegen den Pfarrer Cäsar. Diesen Kreisen werden die milden, gütigen Worte des Kaisers wohl kaum sehr angenehm in den Ohren klingen. In allen anderen Kreisen des deutschen Volkes aber wird man freudig aufhorchen, denn „es ist," wie die „Köln, Ztg." sagt, „Gewissensfreiheit, die laut verkündet wird, ver-i Kunden mit der Pflicht der Duldsamkeit. Nicht mehr werben Glaube und Unglaube einander gegenübergestellt, denn wer vermag ihre Grenzen zu ziehen? In der Religion, wie sie die kaiserliche Rede predigt, lösen sich die Gegensätze. Sie gehen ineinander über durch.die Macht der Liebe, der Anen rennung des Rechts des einzelnen, in sich selbst den Glaub eil zu gestalten, zu dein er nach seinen Lebenserfahrungen, Erlebnissen und inneren geistigen Kümpfen sich durchringt." Uebcr die Bildung einer historischen Kommission sür das Großherzogtum Hessen teilt die „Darmst- Ztg." folgendes mit: Schon seit Jahren ist 'die Bildung einer solchen Kömmission in den gelehrten Kreisen des Landes Gegenstand sorglicher Erwägungen gewesen- Ter „Verband der Geschichts- und Altertumsvereine im Großherzogtum Hessen" ist 1906 und 1907 mit darauf zielenden Anträgen an das Ministerium des Innern heran- getrcten- Diese Anträge waren von dem richtigen Gedanken getragen, daß die Erforschung der vaterländischen Geschichte heute großenteils vor Aufgaben steht, die zu lösen nur durch zloeck- mäßige Organisation und aus öffentlichen Mitteln versucht werden kann- Nur in seltenen Fällen ist es den Kräften einzelner Gelehrten oder lokaler Vereinigungen möglich, die teils noch gar nicht, teüs ungenügend herausgegebenen Materialien in der Vollständigkeit zu sammeln und mit der Gründlichkeit zu bearbeiten, die nach dem heutigen Stande der Wissenschajt gefordert werden müssen, wenn anders die Arbeit wirklichen und bleibenden Nutzen schaffen soll. Beweis hierfür ist allein die Tatsache, daß in allen deutschen Staaten und Landschaften historische Üvm Mission en bestehen, deren Veröffentlichungen durchweg als nützlich, mitunter als im höchsten Maße fördernd und anregend anerkannt sind- Das Grvßherzogtum Hessen entbehrt heute noch einer derartigen Organisation. Und doch sind gerade dem Großherzogtum ans diesem Gebiete einige der lockendsten und lohnendsten Aufgaben zugesallen, deren Lösung sür die Landesgeschichte und für die allgemeine deutsche Geschichte den größten Gewinn bringen würde- Ohne den Kreis dieser Aufgaben auch nur irgendwie erschöpfen Lu wollen, darf beispielsweise daran erinnert werden,, daß die Ouellen zur Geschichte der Begründung der hessen-darmstädtischen Linie des hessischen Fürstenhauses, über Georg L und seine Nachfolger, etwa Ludwig V-, Georg II., Ernst Ludwig und Ludwig X. meist noch unbenutzt und unerforscht in den Archiven ruhen. Die Briefe der großen Landgrafin harren noch immer einer vollständigen und würdigen Ausgabe. Besonderes Interesse allgemeinster Art würde auch eine Veröffentlichung Von Akte n über die Zeit der Entstehung des heutigen Aroß Herzogtums beanspruchen, der sich eine Geschichte der Verwaltung in der Landgrafschaft und im Großherzvgtum anrcihen ließe. I Neben die Quellen zur Hessischen müssen die Quellen zur M ainzer Geschichte gestellt werden- Wernge Orte Deutschlands haben eine gleiche Bedeutung in der deutschen Vergangenheit gehabt, wie Mainz, die kirchliche Hauptstadt und das größte Vistum des alten Reiches! und eine seiner blühendsten Städte- der für das Unternehmen erforderlichen Kosten aus alleinigen Mitteln des Staates zunächst nicht- Nunmehr aber haben Ven. Handlungen mit maßgebenden Persönlichkeiten die Aussicht eröffnet, daß sich Städte und weitere Kommunalverbünde der finanziellen Unterstützung des vaterländischen Werkes nicht versagen werden und daß dieses hierdurch ohne unverhältnismäßigg Inanspruchnahme des Staates wird durchführen lassen- Bei dieser Sachlage empfiehlt es sich, die mit staatlichem Charakter auszustattende Kommission alsbald inF Leben zu rufen und zunächst ihre staatlichen Mitglieder zu bestellen. Dieses engere Kommission soll unter einstweiligem Vorsitz des Minister- des Innern die Aufgabe haben, die engeren und weiteren Kvm^ munalverbände, mit denen bisher nur nichtamtlich verhandelt worden ist, zu den erhofften Zuschüssen zu veranlassen- Jeder' Verband, der euren Zuschuß von bestimmter Höhe leistet, soll berechtigt sein, sachverständige Männer als Vertreter in die Kommission zu entsenden. Mit diesen Vertretern wird die Kvmmission nach dem Vorbild anderer deutscher Scaaten eine; l urdesherrliche zu genehmigende Satzung zu entwerfen und euren Arbeitsplan aufzustellen haben und sodann in ihre Arbeiten, eintreten können. Kine Mahnung des Kaisers zur Duldsamkeit. Tie Rede, die der Kaiser auf dem Essen im Landes- yiuseum zu Münster hielt, hatte folgenden Wortlaut: Es ist mir ein Herzensbedürfnis, den Vertretern der Provinz, die ich heute um mich versammelt habe, aus tiefster Seele meinen h-erzlichsten Tank auszusprechen für die Art unb Weise, wie ich in dem schönen Westfalenlande allerorten empfangen worden bin. Ich möchte auch zugleich nochmals Ihnen allen im Namen der. Kaiserin und Königin wiederholen, wie unendlich betrübt sie ist, daß es ihr durch dm Unfall nicht vergönnt gewesen, die westfälischen Tage mitzumachen und persönlich mit Ihnen und dem westfälischen Volke in Berührung zu treten. Tie Provinz Westfalen bietet ein schönes' Bild dafür, daßeswohlmöglichi st,historische,konfessionelle und wirtschaftliche Gegensätze in ver- öhnlicher Weise zu einen in der Liebe und Treue zum gemeinsamen Vaterlande. Die Provinz setzt sich zusammen aus verschiedenen Landesteilen, von denen viele schon lange der Krone Preußen zugehören und manche erst später dazu gekommen sind, sie wetteifern aber alle miteinander in der treuen Zugehörigkeit zu unserm hause. Wie ich keinen Unterschied mache zwischen alten und neuen Landesteilen, somacheiHauch keinen Unterschied zwischen Untertanen katholischer und protestantischer Konfession, stehen sie doch beide auf dem Boden des Christentums und beide sind bestrebt, treue Bürger und gehorsame Untertanen zu sein. Meinem landesväterlichen Herzen stehen alle meme Landeskinder gleich nahe. In wirtschaftlicher Beziehung bietet uns die Provinz gleichfalls ein höchst erfreuliches Bild. Es zeigt, daß die großen Erwerbszweige sich einander nicht zu schädigen brauchen und daß die Wohlfahrt des einen auch dem andern zu gute kommt. Der Bauer bebaut seine rote westfälische Hrde mit Fleiß, fest am Ueberlieftrten, Althergebrachten haltend, eine kernige Statur mit eifernem Fleiß und ehrenhafter Gesinnung, von treuen: Wesen, eine feste Grundlage für uns^r Staatswesen. Darum wird m:r der Schutz derLandwirtschaft stets besonders am Herzen liegen. Ter Bürger baut seine Städte in immer vollkommenerer Weise aus, es entstehen großartige Werke gemeinnütziger Art, Museen und Sammlungen, Krankenhäuser und Kirchen. Im Schoße ihrer Berge ruhen die Schätze, die von fleißigen Händen der braven Bergleute gefördert, der Industrie Gelegenheit geben, sich zu betätigen, dieser Jn- dustrie, der Stolz unesrer Nation, wunderbar in ihrem Aufschwung, beneidet von aller Welt. Möge es ihr vergönnt sein, rastlos auch fernerhin Schätze zu sammeln für unser Nationalvermögen und nach außen den guten Ruf von der Tüchtigkeit und Güte deutscher Arbeit zu mehren. Ich denke hierbei auch der Arbeiter, die in den gewaltigen industriellen Unternehmungen, vor den Hochöfen und unter Tag im Stollen mit nerviger Faust ihr Werk verrichten. Die Sorge für sie, ihren Wohlstand und ihre Wohlfahrt habe ich als treues Erbe von meinem in Gott ruhenden Großvater liaion. Freilich nicht in streng kirch lich dogmatischem Sinne verstanden, sondern im weitern, sür das Leben praktischeren Sinne. Ich muß hierbei auf meine eigenen Erfahrungen zurückgreifen. Ich habe in meiner langen Regierungszeit — es ist jetzt das 20. Jahr, das ich angetreten habe —• mit vielen Menschen zu tun gehabt und hab!e vieles von ihnen erdulden müssen, oft unbewußt und oft leider auch bewußt haben sie mir bitter weh getan. Und wenn mich in solchen Momenten der Zorn übermannen wollte und der Gedanke an Vergeltung ausstieg, dann habe ich mich gefragt, welches Mittel wohl das geeignetste sei, den Zorn zu mildern und die Milde zu starken. Tas einzige, was ich gefunden habe, bestand darin, daß ich mir sagte: „Alle sindMenschen.wiedu,undobgleichsiedirwehe tun,siesindTräg er eine rSeeleausden lichten Höhen, von oben stammend, zu denen wir alle einst wieder zurückkehren wollen, und durch ihre Seele Haven sieein Stück ihres Schöpfers in sich." Wer so denkt, der wird auch immer milde Beurteilung für seine Mitmenschen haben. Wäre es möglich, daß im deutschen Volke dieser Gedanke Raum gewänne für die gegenseitige Beurteilung, so wäre damit die erste Vorbedingung geschaffen für eine 'vollständige Einigkeit, aber erreicht kann dieselbe nur in einem Mittelpunkte werden, in der Person unseres Erlösers, in d em Manne, der uns Brüder genannt, der uns allen zum Vorbilde gelebt hat, der persönlichsten der Persönlichkeiten. Er wandelt auch noch jetzt durch die Völker dahin und ist uns allen fühlbar in unserm Herzen. Im Ausblick zu ihm muß unser Volk sich einigen, es muß sest bauen aus seinen Worten, von denen er selbst gesagt hat: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nicht." Wenn es das tut, wird es ihm auch gelingen. Zu solcher Mitarbeit möchte ich am heutigen Tage aufjordern, insbesondere die westfälischen Männer, denn, wie ich vorher auseinandersetzte, haben sie es verstanden, das schöne Bild versöhnter Gegensätze in ihrer Provinz zu geben. Sie werden mich auch zuerst und am besten verstehen. In diesem Geist sollen alte und neue Landesteile, Bürger, Bauer und Arbeiter sich zusammen tun und einheitlich in gleicher Treue und Liebe zum Vaterlande zusammenwirten, dann wird unser deutsches Volk der Granitblock sein, auf dem unser Herrgott seine Kulturwerke an der Welt weiter aus bauen und vollenden kann. Dann wird auch das Dichterwort sich erfüllen, das da sagt: „An deutschem Wesen wird einmal noch die Welt genesen." Wer bereit ist, hierzu mir die Hand zu bieten, dem werde ich dankbar sein und ich werde ihn freudig als Mitarbeiter annehmen, er sei wer und weß Standes er wolle. Ich glaube, daß ich von den Westfalen am «ersten verstanden werde, und deshalb habe ich mich an Sie gewendet. Nun erhebe ich mein Glas mi tdem Wunsche, daß Gottes Segen auf der alten westfälischen roten Erde ruhen möge und auf allen ihren Bewohnern, daß es mir vergönnt sei, fernerhin den Frieden zu erhalten, damit Sie ungestört Ihrem Berufe nach gehen können. Gott segne Westfalen! Die Provinz Westfalen hurra, hurra, hurra I * In der letzten Zeit sind nur selten größere Reden des Kaisers bekannt geworden und bei offiziellen Empfängen begnügt der Kaiser sich jetzt meist damit, in kurzen Worten seinen Tank auszusprechen. Die früheren temperamentvollen Reden des Kaisers haben, wie man weiß, ost den Und gerade die Geschichte von Mainz hat bis hente die ihrer würdige Erforschung nicht erfahren. Eine systematische Sammlung, Bearbeitung und Veröffentlichung der Mainzer Geschiasts- quellen würde nun aber nicht etwa der Stadt und ihrer näheren Umgebung allein, sie würde den: ganzen mittleren Teutscoland, ja der gesamten deutschen Geschichtsforschung in ungewöhnlichem Maße zugirte kommen- Ein Mainzer urkundenbuch (Codex Dip- lomaticuS Mvguntinus), das überdies einem.lebhaften Bedürfnis der Sprachforschung ab helfen würde, hätte also einen ersten Platz unter den Aufgaben der künftigen historischen Kvmmission einzunehmen. Auch die innere Geschichte des Erzbistums und seiner Entwicklung nach Orten mrd Personen zusammenzustellen (Moguntia Sacra), wäre eine der fruchtbarsten Unternehmungen. Neuere Forschungen haben die Bedeutung des MütelrHeins für die Entwicklung der mittelalterlichen Kunst Deutschlands kl arge stellt. Die führende Stellung, die wiederum Mainz vom 13. biS 16. Jal-rhündert eingenommen hat, bedarf der quellenmäßigen Erforschung. Einer Darstellung der nuttelr he mischen Künstgeschichte würde eine weit über die Grenzen unseres Landes hinausgehende Bedeutung zukommen. Eil: reiches Arbeitsfeld bietet ferner die Genealogie der hessischen und mittelrheinischen Geschlechter, ein anderes die historische Topographie, für die das Material durch daS Vorhandensein des bisher iwch nicht genügend erforschte:: Schenkungsbuches von Kloster Lorsch (Codex Laures'hw- mensis) einen bis in die ältesten Zeiten hmausreichendeni Grundstock besitzt, wie er anderswo kaum gefunden werden dürfte- An die Ausgabe des Codex Lauveshamensts müßte sich die-Herstellung eines historischen Kartenwerkes anschüeßen- Ein „Bilderatlas zur hessischen Geschichte", wie er bereits geplant und vorbereitet ist, müßte emmal d:e bedeutendster: historischen Bildwerke des Landes in besten W:eder- gaben bieten, andererseits aber so billig gestaltet »oerden, daß er in der kleinsten Dorfschule als Anschauungsmittel benutzt und selbst üon minderbemittelten Schülern erworben werden tonnte- Neben der politischen wäre darin die Kunst- ünd Kulturgeschichte Hessens ausgiebig zu berücksichtigen- Mit dieser kurzen Auszählung :st nur auf d:e größten und dringendsten Aufgaben hingewiesen, durch die allein schon per Wunsch nach einer historischen Kommission vollauf gerechtfertigt würde- Alweres, wie z. B. eine Bibliographie der h e s s. Geschichte und Landes künde, eine Fortsetzung der hessisch. Gelehrtengefchichte, liegt nicht weniger nahe- Auch hat die Erfahrung bisher überall gelehrt, daß mit der Arbett auch die Aufgaben wachsen und manches werwrllc, ürcher verborgene Material erst infolge systematischer und organisierter Forschung ans Tageslicht gezogen wird- _ , . Die Rücksicht auf die Fmanzlage gestattete tue Berettstellung Ein Besuch des deutschen Kaisers in Wien. Berlin, 2. Sept. Wie in diplomatischen Kreisen verlautet, sei es sicher, daß Kaiser Wilhelm das 60jähr. Regierungs-Jubiläum Kaiser Franz Josefs zum Anlaß uehmen werde, dem befreundeten Monarchen einen; Besuch in Wien abzustatten und ihm persönlich seine Glücke wünsche darzubringen. Selbstverständlich rönnen für diese Reise des deutschen Kaisers nicht schon jetzt die näheres Dispositionen getroffen sein. Doch glaubt man, daß der Besuch in Wien einige Tage vor der österreichi - s ch en Jubiläumsfeier ersiolgen würde. Im Gefolgt oes Kaisers soll sich auch Fürst Bülow befinden. Eine Immediateingabe für den „Hauptmann von Köpenick". Berlin, 2. Sept. Ter Generalsekretär der Church Arm h in London, einer Organisation, die analog der Heilsarmee sich mick praktischer Sozialresorm und Wohl-? tätigkeitspflege befasst, hatte sich vor einiger Zeit an Kaiser Wilhelm mit einer Immediateingabe des Inhalts gewandt, den wegen des Köpenicker Kassenraubes zu 4 Jahren Gefängnis verurteilten Schu h m a ch e r, Voigt zu begnadigen. Ter Justizmiuister hat nun< mehr den Petenten mitteilen lassen, daß er keinen Anlaß sehe, die Haftentlassung Voigts ziü verfügen, bezw. seine Begnadigung beim Kaiser zu befürworten. ! 1, 7— -E—— unauiiajicn. Hager hatte sich ein Korb ent- ^'^tscher Dichtung, die dem Freunde das letzte Geleit gaben Zündet, der über einer Petroleumlampe hing. Auch “ ÄMÄ Öatt u'7 ««mW Ä "DerKriegervereinGießen hielt am Sonn- und bie Taheim-Redaktton^wa?en"vertretm° ttefera^^ü"! Eag nachmittag seine Sedanfeier auf Bichlers Hardt aB. Es Gedächtnisrede hielt Brmu Wille, der blonde Hüne mtt dem tiefen ,lcI) tilcIe ^S^ber mit ihren Familien cingefunden ker ibmTrällmerherzen,^ Er rief dem Freunde, besonders war die Jugend recht zahlreich ver- tischer Weise verlaufen. Paris, 2. Sept. Bon Admiral Philibert ist gestern nachstehendes Telegramm eingegangen: In den Küstenstädten ist nichts von Bedeutung vorgekommen. Eine Abteilung, die südwärts von Casablanca eine Rekognoszierung unternahm, stieß auf eine starke marokkanische Reiter-Ab- teilung und trieb sie in die Flucht. ** Brand. In einem Geschüftshause in der Neustadt entstand in verflossener Nacht Feuer, das aber gleich bemerkt und abgelöscht werden konnte, ohne größeren Schaden anzurichten. Im Lager hatte sich ein Korb ent- ** Sachbeschädigung. Ein angetrunkener auswärtiger Kellner zertrümmerte in vergangener Nacht qu: dein Marktplatz an der Stehbierhalle eine E r k e r s ch e i b e. Er wurde von einem Wächter der Wach- und Schließgesell- fchaft gefaßt und der Polizei zugesührt, die ihn einstweilen in Gewahrsam nahm. Die Tat geschah jedenfalls aus Aerger darüber, weil der Wirt den Täter kurz vorher aus dem Lokal verwiesen hatte. Vermischte». * Das Automobil. Der Herzog von Trev' 'kürzte der einer Automobilfahrt bei Montercau in der Un ** Jas Großherzogspaar in Oberhessen. Behufs Teilnahme an den diesjährigen Herbstübungen werden S. K H. iOer Großherzog nnd I. K. H. die Großherzogin vom 8. September ab für einige Tage zu Friedberg in Großh. Schloß Wohnung nehmen. Auch der Erbgroßherzoa wird ferne hohen Eltern nach Friedberg begleiten. N e g i e r un g s r ü t e. S. K. §.• der Groß Herzog sellschaft in Lang-Göns 5,50 Mk., zusaimnen mit den früher quittierten 4159,18 Mk. bis jetzt 4 271,38 Mk. Weitere spenden nimmt unsere Geschäftsstelle gerne entgegen. Bei der Sammelstelle des Hilfsausschusses für Herbsteln gingenferner ein: Stadtkasse Grünberg 50 Mk.; Glistav Wohlnuith 5 Mk.; Gemeindekasse Muschenheim durch Bürgermeister Becker 20 Mk. recht gut pointierte Gesangsstücke sehr charakteristisch w öeL Der seither als Dachai^r Maxl gefeierte Humorist hat i in einen urgelungenen Münchener Spießbürger verwandelt i R findet auch als solcher für seine possenhaften Einfälle viel B ' fall. Ganz niedliche Drahtseilproduktionen von Frln. OzervI leiten zur Schlußnummer, den l e b e n d e n P h o t o g r a p h i e über, die jetzt recht gut sind und allgemeines Interesse erregt, f s^Steinbach (Kr. Gießen), 2. Sept. Bei der Heutic Gemeinderatswahl siegten bei reger Beteiligung'! vom Bürgerverein aufgestellten Kandidaten. Gewählt toi den Weißbinder Hch. Haas VII. mit 121, Schrein er mein Ernst Nicolaus mit 119, Landwirt Ludwig Krämer II. Ti 108 und Landwirt Heinrich Horn II. mit 97 Stimme Ter höchstbestimmte unterlegene Kandidat erreichte Stimmen. ch Lich, 2. Sept. Wegen Errichtung des für Hess geplanten 4. L e h r e r s e m i n a r s unterhandelt die hessisc Regierung gegenwärtig mit unserem Stadtvorstand. T Sympathie für die llebernahme des Seminars ist in d Stadt sehr groß, zumal hier schon die Präparandenschr besteht. Die Stadt soll außer einem namhaften Gel betrag 8 Morgen Land und für die Gebäude Licht, Mass, lcitung und Kanalisation Herstellen. Der Gemeinderat i, seine Bereitwilligkeit zur Erfüllung dieser Anforderung bereits ausgesprochen und es bleibt jetzt abzuwarten, die Wahl der Großh. Regierung auf Lich oder auf eine d anderen Gemeinden füllt, mit denen ähnliche Verhau lungen zurzeit schweben. Bad-Nauheim, 1. Sept. Eine gründliche tCi uische Untersuchung des baulichen Zustandes d W i l h e l m s k i r ch e, des altehrwürdigen Wahrzeichens A Nauheims, ergab, daß unbedingt größere Reparaturen vorn nommen werden müssen. Ter Kirchenvorstand beschloß, t Kirche bis aus weiteres zu schließen. A Groß-Felda, 2. Sept. Mit schweren G- wittern hat der Herbstmonat begonnen, nachdem ih zwei schwüle Augusttage vorangegangcu. Die Gewitter, d in der vorvorigen Nacht gegen 1 Uhr austraten, waren heftig wie im Hochsommer. Ein Blitzstrahl fuhr in dt Haus des hiesigen Metzgers I. Ter Strahl nahm sein. Weg nach der Wasserleitung und zündete nicht. Mainz, 1. Sept. Am verflossenen Freitag wurde hi ein Unteroffizier des Fußartillerie-Regiments Gen ralfeldzeugmeister (Brandenburgl,chcs) Nr. 3 unter dem Bedacht des Landesverrats verhaftet. Tie Verhc tung soll ii. d. Frkf. Ztg. mit einer in Köln erfolgt. Verhaftung Zusammenhängen. bauern vom 10.—14. Sept, und spielen sich zwischen Hungen, Friedberg und Neldeubergen ab. Das Korpsmanöver ist vom lb.—18. Sept, zwischen Nidda, Gedern und Wächtersbach. Bei Ranstadt wird gegenwärtig eine große Feldbäckerei und Feld- schlachterei errichtet. fc. Butzbach, 1. Sept Das ^ankfurt setzte am Freitag hier eine tags zuvor ^l^Fnmkstl begonnene Verhandlung gegen den Sergeanten Vanl Kräme wn bet 2. Kompagnie des 168. Regiments wegen Diebstahl fort und verurteilte ihn zu zwei Monat?» G° ängni einem Uuterofsizietz 100 n,atte ", der Schwmimansta einein unierossizier luu Mr. gestohlen. Das Kriegsgericht bat ltjn >ncht für überführt gehatteu und sreigesprochen ' "* I m Koloss en Ni ist seit Sonntag ein neues, recht gutes Programm zu sehen das feine Anziehungskraft auf das hiesige Publikum nicht verfehlen wird, zumal durch einige vorgenommene Änderungen, tote Entfernung des großen Kronleuchters, neue Stuhle utto., der Aufenthalt in dem behaglichen Etablissement noch angenehmer geworden ist. Zwei lustige Gymnastiker, Fr ed n nd Paul, eröffnen den Abend mit recht beachtenswerten parterrea robatischen Kunststücken, worauf Fräulein Emmy Los- 1 ary mit schöner gut geschulter Stimme einige nette Lieder unter grobem Beifall sang. Vier junge Damen in schottischer Tracht, die Bonnil Burns, fingen und tanzen uns dann mit vielem .i'Cr und grober Anmut allerlei aus Schottland — und bei emem spateren Auftreten aus England - vor. Recht gut ist auch der Buhnenlustakt der Deprienls (1 Dame und 1 Herr), np au Trapez und Ringen arbeiten. Karrikatureu t r Tanz Husar und als Ballgast beim Herrn Konm ic[ieä VinLpHlG Ct Richard Deuter, dessen außerordent- faiiben^ nUnb ^eingelenkigkeit gebührende Bewunderung IS c7?r Omer Sait-Trio bietet sehr amüsante und die beiden SmCckp ^^atische Leistungen, bei denen namentlid, Lfin bs^n ?ru llia)Cn Milglieoer der Truppe Beisall verdienen Eiiu ^vrtragvsoubrette, Fräulein Marga B ir a uva , bringt emigc treten. Nachdem von Mitgliedern der Beteranenkapelle einige sehr schöne Konzertstücke vorgetragen waren, hielt der Ehrenvorsitzende des Bereins, Postsekretär i. P. M e y e r, eine echt patriotische Festrede, die mit einem begeistert aufgenommenen Hoch aus Kaiser und Großherzog ansklang Den Kindern wurden wie üblich Fähnchen und Bretzeln verabfolgt. Ein von der Rennbahn aus aussteigender Luftballon erweckte große Neugierde, der seinen Weg in nordöstlicher Richtung nahm, wurde mit Interesse verfolgt, bis er den Augen der Zuschauer entschwand. Mit eintretender Dunkelheit wurde eine Fackelpolonaife veranstaltet und n[f) ■ ?ev’. "^in.-Westf. Ztg." zufolge wurde Professor Joseph Darmstadt als Nachfolger von Professor Behrens Direktor der Düsseldorfer 5Ni nstgewerbe- Urm.i ±:.;Ä*b'll’w Darmstadt mürbe einen Die Ermordung des persischen Grosjwesirs. London, 2. Sept. „Daily Mail" meldet zur Ermordung des persischen Großwesir: Er war i < r, : u ?. —■ w sofort tot. Ein Soldat und ein Kosak wurden durch bie Iswolsky, mit dem Baron ?"büde bei Budmgen und Ranstadt. Die Divisions-Manöver A-hr-ntha m Wien ,m September eine Zusammen- ............ ........... ' tolrvb- .^r russische Minister kommt morgen nach Karlsbad und wird sich dann nach Wien begeben. Der b-ig°em-'ss-n " bCC 6e'ben ^-Nister wird große Bedeutung des II an dei 3% Portugiesen Serie I . Portugiesen 3% JTI 141.00 . 92.50 Prince-Henri-Eisen bahn . 127.00 L"/o D3/0 L 6560 Prächtiger Junge angekommen. Ausfuhr). Prosp. mit Refer. versendet kostenfrei Direktor A. Harr. ble beste Würze i«t und bleibt ^Sr ausqiebiM s Würze. nalflaschen und zu staunend billigen Preisen mit HrDÄ-GW^DLLZRSWL Bi Teiephon 399 Kaplansgasss IS W 1 s * L Bochum Guss . Buderus E. W. Ungar Goldrente . Italien. Bente . . . 30.75 . 140.80 . 165.20 . 126.40 . 223.70 . 66.20 138.00 4% 4% 115.20 100 75 211.75 190.00 127.10 194.50 219.00 111.20 101.85 Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Deutsch-Asiat. 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Pläne, Angebots- und Verpachtungsbedingungen liegen aus dem Geschäftszimmer der unterzeichneten Dienststelle offen. Interessenten wollen gefälligst bis längstens zum 28. Sept, ds. Js., abends 6 Uhr, ihre Angebote verschlossen u. versiegelt mit der Ausschrift „Einsicdel-Wirtschasts-Verpachtung" hier einreichen. Die Eröffnung der Angebote erfolgt am 30. Sept. ds. Js., vormittags 10 Uhr, in Gegenwart etwa erschienener Bieter. 194.00 . 219.00 . 30.70 . 111.10 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste unseres treuen, unvergesslichen Gatten und Vaters, für die überaus vielen Blumen- und Kranzspenden und für die zahlreiche Begleitung zur letzten Ruhestätte sagt innigsten Dank TeSefomscGw Kupsfoes'Iohte Giessener Anzeigers, ungeteilt von der Bank filr und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse, 3. Sept., 1.15 Uhr. . 151.70 . 126.00 . 223.90 . 141.00 . 168.30 . 138.10 . 199.70 Arbeitsvergebmrzp Die Pflaster- und Asphaltarbeiten für die Neubefestigung der Strafe hinter dem Oktroierbeber-Haus am Selters-^or wll Montag, den 9. September ds. Js., vorm. 11 Ubr öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen llegen während der Dienststunden bei uns zur Empcht ans. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an Wegen Vornahme von Erdarbeiten wird die M o l t k e st r a ß e Mischen Noonstraste und -Ostanlage von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt- , Wegen Vornahme von Kanalimtwnsarbettcn wird die No r d- Anlage zwischen Stein- und Tammstraste von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt- Gtesten, den 2- September 190/. Grostherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. ___________ Karl Schwarz und Frau Jede Hausfrau ist entzückt von dem neuen MMei-chr BHtz-Blmik Hunderte davon bereits verkauft u. im täglichen Gebrauch. Zu haben bei [4338 Ludwig Ml Blockstraße 10. empfohlen von ... . Seltersweg 2, Ecke am Kreuz. daherbillig im Gebrauch. In Origi- nachgemllt bestens Adolf Geiste, Einrichtungen oder einzelne Möbel, welche für später lieferbar gekauft werden, können bis dahin an meinem Lager verbleiben. Frankolieferung durch eigenes Fuhrwerk, Komplette Herren-, Speise-, Wohn- und Schlafzimmer, Salons, moderne ßüchen-Innrichtungen, Biffets, ¥ei % Salonschränke, Trnmeanx, Spiegel, Bücher-, Spiegel- und Kleiderschränke, Schreibtische, Nah-, ™ sofas DKan^ Waschkommoden, Nachtschränke, Bohrstühle, Salonstühle, Triumphklappstühle, selbstgeferiigte kompl. Betten, So m,■» Chaiselongues. 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Nachdem vor mehreren Monaten der polnische Sokol durch den General-Gouverneur geschlossen war, ordnete dieser jetzt die Schließung aller einen staatsfeindlichen Charakter zeigenden Turnvereine während der Dauer des Kriegszustandes an. Tie polnische Sozialisten-Partei veröffentlicht einen Aufruf an die Genossen, sich an den Tumawahlen zu beteiligen. Ter General-Gouverneur veröffentlicht ferner eine Verordnung, wonach sämtliche Aerzte und Barbiere verpflichtet sind, die sich mit Schußwunden Meldenden sofort der Polizei anzuzeigen. Uebertretungen werden auf das empfindlichste bestraft. New York, 3. Sept. Gerüchtweise verlautet, daß im Kabinett wichtige Veränderungen b e v o r ste h e'n. Tie Sekretäre Root, Bonaparte und Wilson seien entschlossen, von ihren Posten zurückzutreten. Bonaparte hofft noch immer, die Hauptleiter der großen Trusts ins Gefängnis werfen zu können. San Francisco, 3. Sept. Bei einem von den Gewerkschaften veranstalteten Umzug kam es zu Ruhestörungen, bei denen die Straßenbahn angegriffen frdwfllig« Vtrsteigtraag. Wegen Auswanderung nach Amerika lasse ich Mittwoch den 4. September, nachmittags 2 Ubr und die folgenden Tage in meiner Wohnung Dietzstraste 13, sämtliche Möbel, darunter ein Sopha mit 6 gepolsterten Stühlen (passend für Brautleute), mehrere Sovhas, Schränke, Tische, Stühle, Betten, Spiegel, Uhren, Bilder, Vorhänge, Weißzeug, sämtliche Küchengeräte und v. a. gegen bar versteigern. 5508 PH. Strack. Bullen- und Eber-Berkans. Die Gemeinde Sich beabsichtigt, einen zum Schlachten geeig- acicn Bullen sowie einen Eber im Wege schriftlichen Angebot--.' zu verkaufen. Offerten können bis zum 6. Septcniber d. I., vormittags in Uhr, bei unterfertigter Bürgermeisterei eingereicht werden, um welche Zeit die Eröffnung derselben stnttfiudet. Bemerkt wird, das; für Mängel keine Währschaft geleistet wird. E /9 Lich, den 29. August 1907. Grohherzogliche Bürgermeisterei. Dürmer. Landes. M l n e n st c n e r nnd Kap - Parlame ti t. . Das Varla- i bat den Beschluß gefaßt, den im Bereich Weser Kolonie Diamantenarubcn und Kupferminen - Gesellschaften, « en ÄS« auf mehr als 50 000 SM. Milt, «ne ?tVtimtftcucv von 10 Proz. auf-uerlegcn. Daraufhin 'md Nicht Än die Diamautaktien sondern auch die Goldmmenshares au ? r londoner imb Pariser Börse erheblich gesunken Die Shares De Beers-Companh gingen am Samstag an der Londoner Erchange um nahezu 1 Lstrl. zurück. — kwbrigeiis werden Owldminenwerte von der Steuer gar nicht berührt. Befurchtet eboefj daß die seit Jahren bestehende Dlvrdendensteuer Äbt werden könnte. Sodann ist auch noch darauf hmzuweisen daß von der neuen Steuer einzig nur die De Beerv Akt.-Ges. bettoffen wird. ___ ■ ■— Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Mittwoch den 4 September: Meist trüb. Trocken. Kuhl. Leichte nördliche Äiade. _____ . . - - _ - ,— (prrgi,rc«l-Dtmn herabzufahren. Sie verloren die Gewalt über den Kasten, der ein Bachgeländer durchschlug und in den Bach j'ie( n Kinder wurden schwer, zum Teil hoffnungslos BCr$rieft, 3. Sept. In Gorialseo schlug der Blitz während des Gottesdienstes in die Kirche, welche von Andächtigen gefüllt war. Von der Macht deS Blitzes wurden 250 Personen niedergeschlagen. Ein Mädchen wurde qetStet, zahlreiche Personen verletzt. Parts, 3. Sept. Die M i n i st e r hielten gestern abend eine Besprechung über die marokkanischen Angelegensten ab, die nicht etwa durch den Eingang beunruhigender Meldungen veranlaßt worden war, sondern ledig- Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau blank 5569 geb. Becker. Tendenz: schwächer. Berliner Börse, 3. Sept. Anfangskurse. 06305 öäe letzten Kleiderstoffe Weisswaren Mäusouirg 5 üläMsbupg 5 * t. zu AWMWW« WMM vermieten. lefenweg 18. Damenkonfektion * Tischzeuge Hermann ECate Sektion Giessen D. 4. Oe. A.-V. 5 Domiklstag den ü. Scpt. Einhorn. "" Jast neuer Sportwagen lull. z. verkaufen. 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Die Verdingungsunterlagen sind, soweit der Vorrat reicht, gegen postt und bestellgeldfreie «ar emseuduna von 1.50 Mk. von bier^ zu beziehen, woselbst auch bie Zeichnungen zur Einsicht aufliegen. Abgegeben werden letztere SU diesem Zwecke nicht. Die Angebote find versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen btS zum Eröffuuugstcrmui: Montag, den 16. September, vormittags 11V, Ubr, nach hier etniureichen. [hvVg Zuschlagöfrist: 4 Wochen. Boll- endungssrist: 8 Wochen. Marburg, 1. September 1907. Königliche Eisenbahn - Betriebsinspcktion. 8MNM Morridoh \ Waffen, Munition und Jagd- pevrite. i?reubeit Hühnerdrachen, Dermos-Trinkflaschen, vollständ. wafferd., Jagd-Capes 280 Gramm schwer. 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