ce Are ^eters-Krozeß. unmittelbar, nachdem der Reichstag wieder, liier das Eintreffen einer der Schwe ftc r n des Herzog:' von B r a b a n 3 a. Ter Besuch wird umsomehr beachtet, als mau vernuuet, das; cs mit in der gegenwärtigen Lage nur mit dem (Gewehr im' schlafen, ist selbstverständlich," Ä»»»lanS London, 1. Juli. A u f s e h c 11 ging ihm das folgende Telegramm des Reichskanzlers• Fürsten von Bülow zu: „Herzlichen Glückwunsch zu der loohlverdienten Auszeichnung, die mich persönlich besonders erfreut hat." Köln, 1. Juli. Der Chefredakteur der ,Londoner Tribüne", S. I. Pryer, hat im Auftrage des Komitees der englischen Journalisten an den Verleger der „Köln. Ztg." ein Schreiben gerichtet, in dem in den herzlichsten Ausdrücken der Dank der englischen Journalisten für den prächtigen Empfang und die glanzende Gast-, wirtschaft ausgesprochen wird, die man ihnen in Köln, bereitet habe. In dem Schreiben wird den Behörden von Rüdesheim, Koblenz und Köln, sowie allen denen, die dazu beigetragen haben, den englischen Gästen den Aufenthalt, angenehm zu machen, der wärmste Dank gespendet. Das Schreiben schließt mit den Worten: .Die Erinnerung an diese Tage wird für immer ein festlicher Besitz für leben Teilnehmer an unserer Fahrt bleiben und wir sind dessen sicher, daß die in Deutschland empfangenen Eindrücke dauernd einen starken Einfluß wohltätiger Art ausüben- äverden überall da, wo unsere Einwirkung die Beziehungen zwischen den beiden Ländern mitgestalten kann. Hamburg, 1. Juli. Fr- von Rappard, einer der Führer der freisinnigen Volkspartei und mehrfacher Gegenkandidat im ersten Hamburgischen Wahlkreise hat sich erschossen. Fr e rb urg, 1. Juli. Das Mitglied des Oberschulrats Geheimrat von Sallwürck wurde zum Oberschulrats-Direktor ernannt. Damit ist zum ersten Male ein Schulmann, statt wie bisher immer ein Jurist, an die Spitze dieses Amtes berufen worden. Posen, 1. Juli. Das deutsche Gut Modrze im Kreise Posen-West wurde von den Besitzern, den Barty- scheu Erben, für 2200000 Mark an den bekannten pol- uischen Agenten Biedermann verkauft. Der biSl-erige Verwalter und Mitbesitzer des Gutes war Oberleutnant a. D. Baarth. richten. Es wird mindestens derselbe politische Gewinn für beide Teile und damit für die nationale Entwicklung herausschauen, ber von Iber Deutschland fahrt der englischen Journalisten mit Fug erhofft werden darf für die internationalen Beziehungen. Zle heutige Kummer umfaßt rv Seiten Zur deutsch-frauzästschen „Werftändigun»^. Das Thema von einer deutsch-französischen Verständigung ist au der Tagesordnung, und es ist gewiß erfreulich, daß dem Vizepräsidenten der Deputiertenkammer, Etienne, Gelegenheit gegeben wurde zu längerer Unterredung mit dem Kaiser und dem Fürsten Bülow. Zu Uoberschätzung dieses Vorganges liegt aber kein Anlaß vor. Einmal zählt Herr Etienne nicht zu den offiziellen Persönlichkeiten, es ist auch nicht bekannt geworden, daß ec in den politischen Kreisen Frankreichs hervorragenden Einfluß hat. Ein in diesem Sinne bedeutenderer Staatsmann, der ehemalige Ministerpräsident Waldeck-Rousseau, wurde vor mehreren Jahren auf einer Erholungsfahrt an der Küste Norwegens vom Kaiser an Bord der .Hohenzollern* geladen und aufs liebenswürdigste begrüßt. Es hat sich aber in der Folge nicht das mindeste an den deutsch-französischen Beziehungen geändert. Ebensowenig war das der Fall nach dem Berliner Besuch hoher französischer Offiziere gelegentlich einer Frühjahrsparade des Gardekorps, und damals gab es noch eine Reihe der ehrendsten Ordensauszeichnungen. Wenn nun gesagt wird, die Unternehmungen Etienne's dienten einer wirtschaftspolitischen Annäherung beider Länder, besonders einem teilweisen Zusammenwirken der großen deutschen und französischen Schis- fahrtsgejellschasten im Interesse der französischen Ausfuhrhäfen, so ist diese Möglichkeit schon greifbarer, als die einer politischen Verständigung. Frankreichs Seeinteressen entwickeln sich auf der absteigenden Linie, ihrer hat sich die Regierung nicht mit der durch den verschärften internationalen Wettbewerb gebotenen Energie angenommen. Beispielsweise steht die seit mehr als fünfzig Jahren betriebene Schiffahrtslinie zwischen Bordeaux und Südamerika vor der Gefahr des Eingehens, weil der Staat die finanzielle Unterstützung der Gesellschaft ablehnt. Für England schwebt die Bundesgenossenjchast mit Frankreich in der Luft, soweit es sich um kommerzielle Interessen handelt. Das „Volk der Kaufleute" wird im .Gegenteil die wirtschaftlichen Schwächen des französischen Freundes sich erst recht nutzbar machen und ihm überlassen, aus den, einstweilen freilich durchaus imaginären, politischen Vorteilen des Einvernehmens sich Trost zu holen. Deutschland und Frankreich sind über See stets gut miteinander ausgekomnreu, zumal in der Kolonialpolitik. Das „afrikanische Sedan" bei Faschoda ist den Franzosen durch ihre englischen Freunde bereitet worden, eine Erinnerung, die man in der Republik gut täte, aufzufrischen. Es steht nichts im Wege, daß die schwarz-weiß-rote und die blau-wciß-rote Handelsflagge neben einander wehen. Wenn Herr Etienne das erstrebt und mit Erfolg erstrebt, so macht er sich verdient. Es werden freilich immer nur wirtschaftliche Berührungspunkte her aus schauen, denen gegenüber die politische Reibungssläche bestehen bleibt. Diese mehr und mehr einzuengen, ist Sache der Diplomaten, in diesem Falle also besonders des Berliner Botschafters Cam- bon, der, wie die „Voss. Ztg." schreibt, nicht dulden würde, daß halbamtliche Nebendiplomatie in seine Berufsarbeit eingreift. Erst der Tag, an dem Herr Cambon mit den maßgebenden deutschen Persönlichkeiten in freundschaftliche Fühlung tritt, wird das zwischen Deutschland und Frankreich überhaupt mögliche politische Einvernehmen ernstlich erwarten lassen. politische Tagesscha«. Eine „politische' Sonderfahrt. Von besonderer Seite wird uns geschrieben: Tie Hamburg-Amerika-Linie will die in den weitesten Kreisen bekannte Einrichtung ihres Reifebureaus dem nationalen Interesse nutzbar machen durch erstmalige Veranstaltung billiger Sonderfahrten in die deutsche O st mark. Eröffnet wird dieses Unternehmen mit einer in der letzten August- Woche von Berlin ausgehenden Gesellschaftsreise nach Danzig, Marienburg und in das masurische Seengebiet. Man rechnet besonders auf die Beteiligung von Süddeutschen, denen das keineswegs reizlose Landschafts bild und die geschichtlichen Merk- inale des preußischen Ostens noch unbekannt sind, während die niederdeutsche Tiefebene und zumal das Nordseegebiet in den letzten Jahren von Süddeutschen stark besucht wurden. Die Sonderfahrt in die Ostmark vermittelt die Bekanntschaft mit altpreußischer Eigenart, ein auch politisch nicht gering zu veranschlagender Gewinn. In einer^der letzten Reichstagsdebatten wurde den Volksvertretern aus Snddeuischland von einem ostpreubüchen Konservativen gesagt, sie urteilten abfällig über die Zu stände in Preußen, ohne sie durch persönliche Wahrnehmung zu kennen. In der allgemeinen Form ist die Bemerkung unzutreffend, doch es wird sich nicht bestreiten lassen, daß unverhältnismäßig mehr Altpreußen das südliche Deutschland durch Reisen kennen gelernt haben, als Süddeutsche in Die Ostmark gekommen sind. In touristischen Kreisen wird sie vollends stiefmütterlich behandelt, und doch darf man überzeugt sein, daß schon durch die erste Sonderfahrt der Hamburg-Amerika-Linie dieser Bann gebrochen wird. Ihr ist unter dem politischen Gesichtspunkt um deswillen eine zahlreiche Beteiligung von Landleuten aus dem Südweften zu wünschen, als dadurch die Wahl der Ostmark für Abhaltung politischer Partei- und Delegiertentage aussichtsvoller werden würde. In dieser Hinsicht besteht bei fast allen Parteien ein gewisses Vorurteil gegen den preußischen Osten. Lor zwei Jahren regte man in nationalliberalen. Kreisen an, den Parteitag in der Hauptstadt Posens oder Westpreußens zu Veranstalter!. Der Vorschlag wurde von den dortigen Deutschen mit Freuden begrüßt, aber er drang nicht durch infolge des Widerspruchs aus Südwest- deulschland. Mittlenveise hat sich die inner-politische Situation geändert, der konservativ-liberale Zweibund soll jetzt die Stütze der Regierungspolitik ab geben. „Wer den Bundesgenossen will vecsteh'n, muu .in vesse,n Lande geh'n." Möge der liberale Süden den mehr konservativen Osten. aufiüchcn, wo die kommunalen Behörden mW bie Vertehrsvereme sich auf den Empfang ein» wurf wird eröffnet ist, zur parlamentarischen Beratung "gelangen: können. Die Abänderung, die die Regierungsvorlage int: Bundesrar erfahren hat, soll nicht erheblich fein. — Dem sreis. Landtagsabgeoröneten Reinhard Schmids* Elberfeld ist der Charakter als Kommerzienrat verliehen worden. Als erster Glückwunsch zu dieser Auszeichnung Die Haager Friedenskonferenz. Haag, 1. Juli. Im königlichen Palais wurden b ersten Delegierten der Friedens ton serenz von Koni gin Wilhe lmina empfangen. Der holländische Minister des Auswärtigen van Tets van Goudraan stellte der Königin, die von den hohen Würdenträgern des Hofes umgeben war, den Präsidenten der Konferenz Nelidew vor, der dann die Vorstellung der übrigen ersten Delegierten übernahm. Die Königin unterhielt sich mit jedem einzelnen der Herren und gab ihrem Bedauern darüber Ausdruck, daß iuegen des ungünstigen Wetters das für heute geplante Gartenfest im Huis ten Bosch ausfallen muffe. Sie hoffe aber, die Sperre.1 und ihre Damen heute abend in ihrem Stadtjchlosse bei sich ju sehen. Dem Prinzen Heinrich der Niederlande, der Dem Empfange beiwohnte, wurden die Delegierten durch den ersten Delegierten der Niederlande de Beaufort vorgestellt. Wie der „Daily Telegraph" meldet, beabsichtigen die süd- und mittelameriranischen Delegierten mit Ausnahme von Brasilien und Kuba der Theorie der Vereinigten Staaten über das Prival-Eigentum zur See falls Abstimmung erfolgt, die F r a g e des Bombardements von Häfen, der Seern in en und der Seebeute entgegenzustellen. Ein Zusatz zur Genfer Konvention dürste ohne Schwierigieit beschlossen werden. Der Status quo wird hinsichtlich der Eröffnung der Feindseligkeiten aufrecht erhalten werden. Das „Echo de Paris" berichtet, in Delegiertenkreisen sei man der Ansicht, daß der Vorschlag betreffend Umänderung von Kauffahrteischiffen in Kriegsschiffe für den Fall des Ausbruchs eines Krieges, Anlaß zu heftigen Debatten geben werde. Man glaubt je- doch, daß in dieser Frage ein Kompromiß zustande kommen wird.__________________________' __________ Deutsches Reich. Berlin, 1. Juli. Das Kaiserpaar, das morgen (Dienstag) die Reise nach Kopenhagen antritt, ist an Bord der ,Lwhenzollern" im Kieler Hafen eingetroffen. — Dem „Reichsanzeiger" zufolge wurde in der Plenarsitzung des Bundesrates vom 29. Juni der Antrag Preußens betreffend den Entwurf eines Gesetzes über die Aenderung desBorsengesetzes den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Dem Ansschußberichte wegen Aen- derung der Branntwein st euer-Ausführnng s- bestimmungen wurde zu gestimmt. — lieber die in Aussicht genommene Berufung de^ Oberbürgermeisters von Weißenfels, Wadehn, erfährt das B. T., daß Herr Wadehn sich selhst beim Reichskolonial- amt gemeldet hat. Seine Mission in den Kolonien soll darin bestehen, in Südwestafrira drei K 0 m m n n 2 l - V e r-: Wallungen einzurichten. — Wre die Deutsche Juristenzeitung hört, hat öer Bundesrat noch vor seiner sommerlichen Vertagung dem Gesetzentwurf über die Erleichterung des Wechselprotestes die endgültige Zustimmung erteilt. Der Ent- t München, 1. Juli. Dre Witwe früheren Kolonialbirektors Kayser, die als Zeugin erschienen i)t, macht in der heutigen Sitzung Angaben über den Besuch des Dr. Arendt am Krel mit seinen Mittellungen über den Tuckerbrief herbcigeführt, der gar nicht existiert. Trotzdem habe Bebel sich megen seines Unrechts nicht entschuldigt. Tie „Münch. Post" sei mit ihren Schmähungen noch viel werter gegangen. Nachdem der Redner dies im einzelnen dargelegt hat, beantragt er Gefängnisstrafe und Veröffentlichung des Urteils in mehreren Zeitungerc Verteidiger Rechtsanwalt Bernheim führt in feinem Plai- doyer aus, die Feststellungen der Disziplinarurteile seien nicht erschüttert; was die „Münch. Pvft^ als Inhalt dieser Urteile an- gegeben habe, sei im großen und ganzen richtig. Sadismus habe die „Münch. P)st" Peters nicht vorgeworfen. Peters habe, um Geständnisse über Einbruchsdicbstahle herbeizufähren, seine sämtlichen Tiencr peitschen lassen; solche Ailwendung von Folter durch einen ljoben Ncichsbeamtcn sei haarsträubend; ebenso ungerecht sei auch das Auspeitschen der Weiber gewesen. Tas Vorgehen gegen Malamia, die Hinrichtung Mabruks und der Einbruch sei nur in der Absicht vollsührt worden, um zu Weibern zu gelangen. Tie Sicherheit der Station habe die Hinrichtung nicht erfordert, ebensowenig die Hinrichtung Jagodjas. Alle Ausführungen des Disziplinarurteils seien durchfkrus begründet. Ta dem Rechtsanwalt Bernheim infolge der fchw len Luft unwohl wurde, mußte die Fortsetzung deS Plaidoyers auf morgen erta gt werden. * Berlin, 1. Juli. Die „Deutsche TageSztg." veröffentlich! aus einem Brief des verstorbenen Richard Jahnke, des Geführten des Dr. Peters am Kilimandscharo, von dort auS am 20. Oktober 1891 an einen jetzigen bekannten Berliner Arzt gerichtet, eine Stelle, in d r sich Jal-nke unter Bezugnahme auf 'die Hinrichtung des Mabruk über die Gefahr der damaligen Lage äußert. „Air stehen mit den Gebirgsvölrern nördlich von uns in Todfeiirdschaft, wozu die Leute aber selbst den Anlaß gegeben haben. Sie ermordeten zuerst Gesandte eines uns befreundeten Stammes, darauf zwei Boten von uns, nachdem sie ihnen die Augen ausgeftochen und die Hände abgehackt hatten. In den darauf sollenden zlvei Gefechten wurden sie zwar geschlagen, aber der Gergeant Schubert wurde von sieben bis achl Lanzenslichen niedergemacht.^ Wir erschossen zwei S.ultane, vier Sultansföhne nnd ea. 200 00Ibaten. Hierauf entbrannte Todfeindschaft. Auf den Kopf eines Weißen setzten sie eine Sultanskrone als Preis, während wir ebenfalls Preise auöschrieben für jeden Manu ober jeden ^Kopf, der uns gebracht wurde. -Gestern, haben wir hier einen Schwarzen wegen nächtlichen Einbruches und großen Lertrauensbruches gebangt. Wir gehen jetzt mit aller nur möglichen Strenge vor, uuo daS ist das Beste. Daß wir L57. Jahrgang Dienstag «... Gießener Anzeiger» Kreisblatt für den Kreis IMF UM mrswart-U-V! =— General-Anzeiger für Merheßen M ^Anzeiger Gietz^n."' Botationsbruif und Verlag der vrühl'schen Uvio.-Vuch. und 5t--ndru-kerei. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze r. —i— u zeigenteu: 'oarji* denken, ftrafoen Beigeordnete Opper, ft. Sann, N. Pfeiffer und I. Opper ft M a n n h e i m, 1. Juli. Gestern abend 7 Uhr wurde das Engros- Lager der Finna Gebrüder Schwa Aus StaOt und Land. Abdruck unserer durch Liorrespoudenzzcichcu kenntlich ge- machten Orginalartitel ist nur unter genauer Quellenangabe (Gietz. An-.) gestattet. preis der Stadt Ems. Nachdem sie morgens' im Borrennen den Wetzlarer Ruderklub überlegen geschlagen hatte, siegte sie im Entscheidungsrennen nach Hartern Kampfe gegen den Ruderverein Ems. Das Rennen um den Univrrsitätspreis mußte ausfallen, da zu ihm sonstige Meldungen nicht cingelausen waren. ** Die schönen Erfolge, die der Turnverein Gießen auf dem Gauturnfest in Bad-Nauheim errang — er erhielt beim VereinSwetturnen durch die Barrenriege der aktiven Turner den vierten und durch die Zöglinge mit ihren Hebungen an zwei Böcken den 36. Rang, sowie im Einzel- wetturnen den zweiten Preis in der Oberstufe durch Christian Schmidt, in der Unterstufe den zweiten Preis durch August Loos, 29. durch Karl Jakob, 37. Gg. Reinhardt, 47. Alex. Held, und 60. Karl LooS — gedenkt er durch einen für nächsten SamStag in Aussicht genommenen Festkommers zu feiern. ** Kolossenm. Von heute ab finden wieder Spezialitäten -Vorstellung en statt. Karl und Mary Ohm, die eben auS Amerika mit dem Dampfer Deutschland ange- lommen sind, wurden von Direktor Rappmann telegraphisch in Hamburg engagiert, und auch der beliebte Humorist Oswald Naumann wird die nächsten 14 Tage noch auftreten. (Alles Nähere siehe Inserat). ** Kunstvercin. Zufolge neuerer Dispositionen bezüglich der einzutrcffknden Gemälde verbleibt die gegenwärtige Ausstellung noch bis zum kommenden Freitag. Tie Ausstellung ist- täglich von 11—1 und Mittwochs auch nachmittags von 3—5 Uhr geöffnet. 0 Klein-Linden, 1. Juli. Für das am 13. und 14. Juli hier stattfindende ftriegcrfest ist ein Teil der Gießener Regimentskapclle engagiert. Die Jestwirtschast auf dem Festplatz übernimmt Restaurateur Spuck-Gießen. Lang-GönS, 1. Juli. Der hiesige Gesangverein „Frohsinn^, der schon bei mehreren Gcsangs- wettstreiten preisgekrönt wurde, errang bei dem gestern in Nackenheim in Rheinhessen abgehaltenen Wettstreit in seiner Klasse den ersten und den Ehrenpreis. Der Verein, der heute abend zurückkehrte, wurde am Bahnhof von der ganzen Gemeinde empfangen. Dirigent ist Lehrer Schivinn. Reiskirchen, 29. Juni. Der Sohn der Witwe Launspach verunglückte hellte dadurch, daß ihm beim AuSwechseln von Schienen — er ist Streckenarbeiter — eine Schiene auf den Fuß fiel lind diesen zermalmte. Merlau, 1. Juli. Ein wirkliches Wagnis ist eZ in diesem Juni mit seinem Aprilwetter ein J-est zu feiern. Teil Ohm-Lu mdatal-^ängerbun des fest en war seither ohnehin der Himmel wenig günstig, und manche^ seiner Vorgänger wurde tüchtig begossen/ So erging es auch dem heutigen und gestrigen 14. Bundesfest, mit dem zugleich das 25. Stiftungsfest des hiesigen Ge- sangvereins „Eintracht" sich verband. Verging sei-der schon kaum ein Tag ohne Regenschauer, so setzte gestern bei Beginn des Festes ein Landregen ein, der auch bis heute ohne große Pausen anhielt. Wenn trotz alledem der schön gelegene Festplatz auf dem historischen Grunde des alten Merlauer Schlosses so gut besucht war, daß sich die Festhallen füllten, so kann man wohl einen Schluß darauf machen, was für ein Fest das 14 Bundesfest bet schönem Wetter geworden wäre. Auch darf man bei Leibe nicht Gastvereine. 0 2 a n bad), 30. Juni. Die gestern Abend im Solmser Hof abgehaltene 2 b jährige I u b iäu ms seie r des Vogelsberger Höhen-Llubs hatte sich eines sehr regen Besuchs zu erfreuen. Die Begrüßungsansprache in ein Hoch auf den hohen Protektor, S. K. H. den Großherzog cius- klingend, hielt Gerichtsassessor Bergheimer, die Festansprache, die einen Rückblick auf die Tätigkeit des Vereins und sein Verhältnis zum Gesamtvereili gab, Oberlehrer Wciß- bart. In humoristischer Weise sprach Hofapotheker Roßbach, der Vorsitzende des Verschönerungsvereins, über das einträchtige Wirkeit beider Vereine, der verschiedenen Vorsitzenden des Zweigvereins gedenkend. Nach einem Prolog wurden 3 schöne Bilder „Mädchen und Burschen in Hessen- tl-'acht" dargestellt. Für den musikalischen Teil sorgte bestens ein auswärtiger Pistonbläser sowie der Gesangverein Harmonie durch den Vortrag mehrstimmiger Chöre, von denen namentlich das Volkslied: „Jetzt gang i ans Brünnelc" ebhaften Anklang fand. Zum Schlüsse wurde ganz reizend daö Singspiel: „Gebirgslust", in Tirolertracht gegeben. Die Mrtspielenden, 2 Damen und 3 Herren, mußten ihr Spiel mehrmals unterbrechen, so lebhafte Beifallssalven erschallten. Oberlehrer Keller brachte einen Toast auf alle Mitwirkenden aus. Selbstredend folgte bis zum Morgen für die liebe Jugend ein Tanz. — Der hiesige Zweigverem ist unter den 20 Vereinen einer der luenigen, die seit Gründung des Höhenclubs bestehen und ein derartiges Fest begehen können. — Die Heuernte ist in vollem Gange. Der Ertrag ist außerordentlich befriedigend. Der Zentner wird für 2,20 M., altes Heu zu 1,80 M. aufgekaust. Für die gräflichen und tädtischen Kassen beträgt der Mindererlös der Wiesen ca. 3600 Mark. III. Ehrenurkunden. Hierauf erfolgten Massenchöre von 300 Bundessängern und Einzetchöre der 6 Ettingshausen, 30. Juni. Das Bundesfest des Volkssängerbundes „Chattia" fand heute hierin Verbindung mit dem 25jährigen Jubiläum des Gesangvereins „Concordia" statt. Trotz des nicht sehr günstigen Wetters haben sich aus der gesamten Umgegend ca. 26 Vereine eingefnnben. Der vorgeschriebene Preischor „Mir ivill das Wandern langen" wurde im Saale des Festwirts Sommer vorgetragen, die Resiiltate ivaren recht gut. Um 2 Uhr bewegte sieh ein langer Festzug durch das schön geschmückte Dorf. Nach kurzer Begrüßung durch Bürgermeister ftcil_ hielten Pfarrer Nieö und Bundespräsident Lehrer Bürstl ein-Neistirchen Ansprachen. Fräulein Keil übergab eine von den Frauen und Jungfrauen gestiftete Fahnenschleife; Dirigent Dörmer überreichte an die vier aktiven Gründer: Gießen, den 2. Juli. ** DaS Großherzogspaar in England. Die Großherzoglichen Herrschaften kehrten am Mittwoch, 26. Juni, abends, mit den Majestäten vorn Besuch der Landwirtschaftlichen Ausstellung in Lincoln nach London zurück und besuchten abends mit dem König und der Königin die Vorstellung in dem Adelphi-Theater. Am Donnerstag speisten die Herrschaften mittags beim österreichischen Botschafter Grafen Mensdorff und abends mit den Majestäten bei Lord und liabg Crewe. Am Freitag, den 28., morgens, wohnten Se. Kgl. Hoh. der Großherzog zu Pferde der Truppenparade bei und besuchten nachmittags mit dem König die Rennen in Scmdown. Am Freitag abend war, n. d. „Darmst. Ztg.", da3 GroßherzogSpaar mit Gefolge zum Diner beim Lord Chamberlain, Lord Althorp, und am Montag find die Herrschaften zur Frühftückstafel beim Herzog und der Herzogin von Connaught geladen. ** Ordensverleihung. S. K. H. der Groß Herzog /haben Allergnädigst geruht, der Vorsitzenden des Zweig- vereinS Alsfeld des Alice-Frauen-Vereins für Krankenpflege im Großherzogtiim Hessen, Fran Charl. Ren sch er in Alsfeld, in Anerkennung ihrer langjährigen Verdienste um den Verein die silberne Erinnerungsmedaille mit dem Bildnis weiland Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin Alice zu verleihen. *• Bäckereiverordnung. Wir verweisen auf die im amtlichen Teile veröffentlichte Verordnung des Großherzogl. Polizeiamts und machen die Interessenten und das Publikum, insbesondere aber die Bäcker und Brvthändler, auf die Bestimmungen derselben aufmerffam. Der LandeSausschuß der freisinnigen Partei für Hessen hat in einer am Sonntag in Frank- furt abgehaltenen Sitzung einstimmig folgende Re so l ut i on gefaßt: ,Der LandeSanSschuß der freisinnigen Partei für das Großherzogtum Hessen spricht sick) gegen jede Aendemng der Verfassung zu Gunsten der Ersten Kammer auS. Er verlangt vorbehaltlose Einführung deS allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts zum Landtag und bedauert, daß die Regierung durch ihre neue Gesetzesvorlage dieser Einführung schwere Hindernisse bereitet hat. a. M., Generalleuinant v. Stülpnagel, mit Ende des nächsten Monats in den Ruhe st and treten. Er beabsichtige, ganz seinen Wohnsitz in Darmstadt zu nehmen. — Zwei Soldaten des 81. Infanterie-Regiments erlitten nach einer größeren Marschübung Hi tzsch läge, der eine vor der Stadt und der andere unmittelbar vor der Kaserne. Beide wurden nach dem GarnisonS-Lazarett verbracht. — Der 51jährige Schmied Lorenz Hoos, Friedberger Landstraße wohnhaft, brachte sich in selbstmörderischer Absicht 19 Wunden durch Messerstiche bei. Der Schwerverletzte verübte die Tat wegen unglücklicher Familienverhältnisse. X. H a u a u, 1. Juli- Im Kochltale wütete ein schweres Gewitter, das erheblichen Schaden anrichtete und auch ein Menschenleben forderte. Aus einer Wiese bei Michelbach waren eine Anzahl Personen mit Heumachcn beschäftigt, stellten aber, als das Gewitter heftiger sich entlud, die Arbeit ein und begaben sich aus den Heimweg. Hierbei wurde der 18 jährige Joseph Heun, der einzige Sohn des Landwirts Oslar Heun aus Michelbach, vom Blitz gelötet, zwei andere Personen, der 18jährige Land- lvirtsjohn Rosenberger und ein 15 jähriges Dienstmädchen, wurden glücklicherweise nur betäubt. — In Groß-Au- Hein: wurde heute im Beisein des Bischofs von Fulda die neuerbaute zweite katholische Kirche erngeweiht. Aus diesem Anlässe erhielten der Ortspfarrer von I a g e m a n n den Roten Adlerorden 4. Klasse und der Bürgermeister Grün den kgl. Kronenorden 4. Kl. Weickartshain, 1. Juli. Zu der vor einigen Tagen ungeteilten Notiz, betreffs unaufgeklärten plötzlichen Ver- chwindens von drei jungen Leuten int Alter von 12 16 Jahren, die bei einem hiesigen Landwirt in Arbeit landen, sei bemerkt, daß sich die jungen Leute im Er- ziehnngsvereine befinden. Soviel man hört, ist der Grund des plötzlichen Wegganges die ihnen nicht zusagende Behandlung durch den Arbeitgeber. b en land, Haushaltungs- und Küchengeräte, durch ein Großfeuer vollständig zerstört. Vier Schlauchleitungen mußten gelegt werden, um ein weiteres Umsichgreifen des Feuers zu verhindern. Der Schaden i(i enorm, jedoch durch Versicherung gedeckt. vermischtes. * Berlin, 1. Juli. Heute vormittag wurde die 15jährige Maria Schänd rock, die bei der Firma Steinert L Bär beschäftigt ist, auf dem Wege von der Bank zum Geschäft in der r.ündenslratze von einem jungen Menschen überfallen, zu Boden geworfen, gewürgt und einer Summe von 600 Mk., die sie bei der Bank gehott hatte, beraubt. Der Täter ergriff auf die Hilferufe des überlalleneu Mädchens die Flucht. Hei beieilenden Passanten gelang es, ihn festzunehmeu. * AlpineChroui k. Am Somi(ag fand auf der S t a t i o n EiSmeer der Jungfrau-Bahn die Einweihung der nun vollendeten Felsen|tation Sanlage im Beisein von etwa 200 Vertretern der KeMden, Technikern und MH.se statt. In, ( * Freie Aerztewahl. Für die Mitglieder der Ku a p p sch a s t s kas s e der Gewerkschaft Fe r nie wird, nachdem das Vertragsverhältnis mit dem seitherigen 'Knappschaftsarzt gelöst worden ist, bedingte freie Aerzte- wahl wie bei der Ortskrankenkasse cingcfüfjrt werden, welche Einrichtung für die in mehr als 30 Ortschaften zerstreut wohnenden Mitglieder viel Angenehmes mit sich bringt. Tie seither bestandene F-Ürsorge bei Erkrankungen in der Familie der bei der Knappschaftstasse Versicherten sowie die seitherigen Rentenzulagen bleiben bestehen. Ferner ist der pratt. Arzt Dr. Klein als Werksar^t verpflichtet lvorden und wird täglich auf dein Werk Sprechstunde abhalten. Die Gewerkschaft hat beschlossen, durch einen namhaften Zuschuß dieZlnappschaftskasse in den Stand zu setzen, die neue Organisation durchzusühren, ohne daß ihr größere Lasten aufgebürdet werden, als die bisher schon aus eigenen Mitteln getragenen. Die Gewerkschaft resp. deren Ver- fwaltung hat eine Vereinbarung mit dem Verein für Krankenpflege in die Wege geleitet, nach der die aus dem ^erL uno in Gießen wohnenden Beamten und Arbeiter der Station der barmherzigen Schwestern in Krank- SbUSfallen pflege wie Vereinsmrtglieder erhalten. Endlich besteht die Absicht, auf dem Werk für die Belegschaft eine Ladeeinrichtung zu schaffen. Die neue Organisation, anders die freie Aerztcwalst, wurde im Einvernehmen mit der Aerztetoinmission in die Wege geleitet. h * e " d d s Ta g e der I u b i l ü u m s se iev unrercr Je Wirb cs auch an einem groszen I nxplatz in unserer Staat, nicht fehlen. Em Pi-lvatunternehmer Hal das b^lünde von Abermanu u. Kling, das am Ausgang der Ludwigstraße am Lcih- gestemer Weg gelegen ist, gepad)tet, um mit erstklassigen Schaubudenbesitzern ustv. gemeinsam einen Volksbelustigungsplatz ä la Leipziger Vogelwiese zu etablieren. Bei der .Baiser-Regatta in Bad^Erns gewann, wie schon kurz mugeteilt wurde, die a ta d e m i f ch c M ann- Schaft der Gießener Rudergesellschast umt 1877 das Viner- ^ennen um den von der Kurverwaltung gegifteten Quellen- Arbeiterbewegrrrrg. Berlin, 2. Inti. _ In der Lohn beweg u n g im Baugewerbe ist durch Oeffnung der Bauten für ^IröeilHwillige un llaufe des gestrigen Nachmittags eine wesentliche Aendernng bev’ Lage noch nicht zu verzeichnen. Auf einzelnen Bauten sind 'zivar einige Arbeiter tätig, doch scheint es sich bei den meisten um frei' gegebene Arbeiten zu handeln. Ai a i l a n d, 2. Juli. 10 000 Maurer legten in Mailand die Arbeit nieder. Tie Verhandlungen zur Beilegung des A g r a r st r e i k e s in Ferrara zerschlugen sich. Eine Anzahl Agitatoren wurde verhaftet. Vteiv-Pork, 1. Juli. Nach einem Telegramm der Daily News ist der Streik der S t r a ß e n r e i n i g e r sehr ernst geworden. Die Lage der Stadt ist schrecklich, Küchenabfälle, die eine Woche all sind, sind in vielen Straßen doch anfgehäuft. S e u ch e n d r o h e n a u s z u b r e ch e n. Ten Unrat zu verbrennen ist^ wegen des Regens niimöglich. Tie Verfuche, Outsiders zu beschäftigen, wurden diirch die Streikenden verhindert, die die Leute gewalttätig angriffen. Es kam zu einigen heftigen Z u - s^a m m e n sl ö ß e n, luobei der Mob die Streikbrecher mit Stöcken und Sternen in die Flucht schlug. Arbeiter, die am Somi-- lag den Kehricht mit Desinfektionsmitteln begossen, wurden von der Polizei geschützt. — Das Gesundheitsamt fördert energifd), daß das Straßenreinigungsdepartemenl vorläufig die Bestimmungeli, die zu dem Ausstand gesührt haben, zurückzieht, damit der ftala- mitat ein Ziel gesetzt iverde^ ** Hausen, 1. Juli. Bei dem Brand in Steinbach, über den gestern berichtet wurde, hat sich die hiesige Pflicht- tseuerwehr recht bewährt. Die Nachricht von dem Brande traf dort um 2 Uhr ein und schon 8 Minuten später konnten 30 Mann der Pflichtfeuerwehr mit sämtlichen Gcrätetn nach Steinbach abrücken, den „altbekannten Weg", wie ein Ortsein- ^vohner im .Hinblick auf die Tatsache meinte, daß in der letzten Zeit die Hänfener wiederholt bei Brand fällen ihr sreundnach- barliche Hilfe liehen. Auch die übrigen Mannschaften der ^ehr seien rechtzeitig zur Stelle gewesen. X Harbach, 1. Juli. Das Bezirkskriegerfest des Hassiabezirks Lich fand hier statt, verbunden mit Fahnen weihe unseres Kriegervereins. Trotz des ungünstigen Wetters yalten sich 16 Vereine aus den Nachbarorten eingefunden. Präsident Erb begrüßte die Festgäste, worauf Pfarrer Siebe ck- Wirrberg die Festrede hielt. Namens des Hassiabezirks Lich sprach der Bezirkvorsitzende Reg er-Lich. Fräulein Hertz- berget übergab mit poetischen Worten die neue Fahne, die mit Erlaubnis dos Großherzogs das Großherzogliche Wappen trägt. her Absicht geschehen sei, in England zugunsten des Prätendenten Stimmung zu machen. Der Versuch dürfte jedoch in England scheitern, angesichts der sreundschaftlichen Bande, die zwischen vcm englischen Herrschcrhause und dem portugiesischen Hofe bestehen. Paris, T Juli. Botschafter Camden istj aus Berlin hier eilige troffen und hatte mit dem französischen Minister des Auswärtigen Pichen eine Untcrrebung, welche chczweckt, Camden über das gestna? Oefpräch des Ministers mii Etienne genau zu unterrichten. Mim'fter Pichon wünscht nämlich absolut nicht, daß Camben irgendwie in seiner Autorität als Vertreter Frankreichs sich beeinträchtigt fühle. Dissat^n, 1. Juli. Der Kronprinz trat heute feine Afrikareise an. Rom, 1 Juli. Ter ehemalige italienische Botschafter Graf Nigra ist 'in »iapallo gestorben. Triest, 1. Juli. Die Polizei verbot die für den 4. Juli bn Verdi-Theater geplante Erinnerung sfeier zu Ehren Garibaldis. Gosscnsaß (Tywli, 1. Juli. Prinz Joachim von Preußen ist heute nach K'vpe n Hagen abgereift. Wien, 2. Juli. König Eduard lvird während seiner Anwesenheit in Marienbad Anfang August eine Zusammenkunft mit Kaiser Franz Josef haben und zwar auf Schloß Schlackenwerth bei Karlsbad, wohin sich Kaiser Franz Josef von Jchl aus begeben wird. Budape-st, 1. Juli. Die Kroaten setzen die technische Obstruktion gegen die Eisenbahnvorlagen fort, die Regierung ist ohnmächtig, ta Redeslut Einhalt zu gebieten. I Wie verlautet, wird die Regierung bis zum 16. Juli warten und dann energische Maßregeln ergreifen — 3n A g ram sand gestern ein Meeting statt, das einen stürmischen Verlauf nahm, sodaß die Polizei öfter einschreiten mußte. Die Versammlung designierte den derzeitigen iroatischen Abgeordneten als Vertrauensmann ins ungarische Parlament. Tanger, 1. Juli. Nach Mitteilung von Eingeborenen soll -wischen Maclean und Naisuli eine Zusammenkunft an einem Orte in der Nähe von Ksar-el-Kebir stattfinden. Maclean überbringt Raisuli im Auftrage des Sultans zehn Zelte und vier Pferde, von denen eines prächtig aufgeschirrt ist. Man bespricht hier lebhaft den Widerspruch zwischen der Sendung von Geschenken, die einen baldigen Pardon anzuzeigen scheinen und dem gleich- -eitigen Befehl, die Expedition gegen Raisuli wieder aufzunehmen. Newy o r k, 1. Juli. In Washington besteht der Eindruck, daß baö jüngste Vorgehen gegen japanische Kaufleute den Boykott der a m e r i f an i -jUd) e n Kaufleute zur Folge haben wird. Nach einer Meldung des ,,Heraldo" entsendet die Bundesregierung zwei weitere Kreuzer in die ostasiatischen Ge- wässer. geworden wäre. Auch darf man bei Leibe nicht . das Regenwetter hätte die Festesstimmung ver- oorben, sie blühte desto besser auf und zeitigte einen echten Humor. Der schöne Festzug, der die reich geschmückten Orts- _ durchzog, nahm sich allerdings durch den unter lhm dominierenden Regenschirm eigenartig aus. Aus dem Festplatze begrüßte der Bundespräsident, Lehrer G e m in e r, Sangesvrüder und Festgäste und Pfarrer Frank hielt die eindrucksvolle Festrede. Die am Schlüsse der Reden ausgebrachten Hochs aus Kaiser und Großherzog fanden lebhaften Wiederhall. Tie Vorträge der einzelnen Bundes- Vereine und anderer geladenen Gesangvereine, denen man auch gerne unter dem Regenschirm zuhörte, offenbarten die fleißige Pflege des Männergesanges. Inzwischen aber hatte der Fesiptatz eine geschichtliche Erinnerung auf- gefrsicht, das Mcrtauer Schlotz war ursprünglich eine Wasserburg gewesen Es erweckte nicht geringe Heiterkeit, die Festgaste, den Schlamm, zu dem sich der Untergrund verivandelt, durchwaten zu sehen. Vom Wasser abgesehen, war das 14. Bundessest des Ohm-Lumdatal- SüngerbundeS seinen Vorgängern durchaus gleichwertig und gab dem 25 jährigen Stiftungsfest unseres Gesangvereins einen würdigen Rahmen. (?)Hergersdors (btr. Alsfeld), 30. Juni. Ein großes Unwetter luütcte gestern über unserer Gemarkung, das erheblichen Schaden verursachte. Nach 1/4 stündigem Hagel- schtag lag fast sämtliche Halmsrucht darnieder. Auch in den Garten sah es schlimm aus. Der Hagel war so stark, daß er saft sämtliches Obst von den Bäumen schlug. Noch am Abend konnte man an verschiedenon Stellen die zusammengewehten Hagelkörner sehen, welche noch die Gröge einer Haselnuß hatten. Die meisten Landwirte sind glücklicherweise versichert. sd. Darm st,ad t, 1. Juli. Die vor einiger Zeit an Vergift u n g s e r s ch c i n u n g en durch Reisbei plötzlich schwer erkrankte Familie des Schlachthofdir. Garth ist völlig wieder- her gestellt. Der Sohn und das Dienstmädchen sind aus dem. Lkrankenhaus entlaifeu und auch bei den übrigen Angehörigen, haben sich keinerlei nachteilige Folgen mehr gezeigt. b. Frankfurt a. , 29. Ium. Wie hiesige Blätter melden, will der Stadtkommandant von Frankfurt bet Begrüßungsansprache teilte V.^rwaltungsvräsidcnt Professor Solls mit, daß nunmehr der sofortige Weiterbau: (noch dem 4 Kilometer entfernten Jungfraumch beschlossene Sache sei. Die Arbeiten sollen bald beginnen. — Auf dem Untersberg H'urben die verwesten L e i ch e tt einer r a n und eines Knaben aufgefnnden. Wahrscheinlich sind beide schon im Vorjahre abgestürzt. — Der Bahn-Adjunkt Paul Krenn ist vom Dachstein 200 Meter tief abgestürzt und schwer verlebt nach Innsbruck transportiert worden. — Der Kaufmann Klinke aus Lavos, der von Ehanroip aus eine Bergtour unternahm, wird seit mehreren Tagen vermißt * Eine verunglückte Probefahrt. Auf der Chaussee von Buckow nach Britz hat sich am Montag abend ein schweres Automobil-Unglück ereignet. Der etwa 60 Jahre alte Rentier Rodicke machte mit seinem Automobil eine Probefahrt. Des Steuerns noch nicht recht kundig, fuhr Rodicke mit dem Automobil, in dem sich noch vier andere Personen befanden, in voller Fahrt! gegen einen Baum. Alle Insassen stürzten kopfüber in den Chaussee graben. Rodicke war sofort tot. Der Chauffeur erlitt einen Schädelbruch und eine schwere Gehirnerschütterung. Die anderen drei Personen wurden ebenfalls schwer perbetzt. K l e i n e T a g e s ch r o n i k Ein mysteriöser Giftmord ist gestern Nachmittag im Osten Berlins von einem Geisteskranken verübt worden. Der 49 Jahre alte Schneider Kalinna wurde von seinem Freunde Piechotzky mittelst Nikotin- gistes vergiftet. — Eine unbekannte junge Dame sprang hinter Melsunge n aus bem Leipzig-Aachener Mittags- Schnellzuge tu die vorbeifließende Fulda und ertrank. Der Vater wollte seiner Tochter »iachspriiigen, winde jedoch von Mit- Reifenden gewaltsam daran verhindert. — In Neunkirchen an der öftcrr. Südbahn brach ein Großfeuer a n §, das bei ben Gasthäusern begann, bie Kirche samt bem Turm ergriff und ein großes Klostergebäude mit Wirtschafts-Baulichkeiten ein- ascherte. Audi andere Käufer wurden zerstört Die Bewohner wurden von einer Panik ergriffen, die sich noch furchbar steigerte, als die Glocken schmolzen und herabfielen und gleich darauf der Turm mit furchtbarem Getöse einstürzte. — In der Wohnung des Webers Jakob Reck in Dahlhausen bei Essen trieb feit längerer Zeit eine Gesellschaft von Spielern ihr llnwe f en. Die leidenschaftlichsten Spieler waren Reck und seine Frau. Als gestern Reck das Spiel beenden wollte, widersetzte sich dem feine Frau. Es entstand ein heftiger Wortwechsel und die übrigen Spieler verließen das Daus. Reck ergriff dann em Beck und spaltete seiner Frau den Schädel. Der Täter wurde verhaftet. — In Ebersberg (Oberbayern', erkrankte eine Familie nach dem Genuß von verdorbenem Schweinefleisch. Eine Person ist'bereits gestorben. — In Oberau bei Lüben schlug der Blitz in das Daus des Fleischermeisters Buchmat ein; ein 12jähriges Mädchen wurde getötet. Frau Buchmat und ihr 2jähriges Töchterlein wurden schwer betäubt. Märkte. Gießen, 2. Juli. Marktbericht. Auf heutigem Wocbenmarkte kosteten: Butter pr. Pfd. 1.10—1.15 Mk., Hühnereier 1 St. 7—8 Psa., 2 Stck. 00—00 Pfg., Gänfeeier 10—00 Pfg., Enteneier 7 Psg., Käse pr. Stck. 6—8 Pf., Käsematte 2 Stck. 5-6 Pfg., Erbsen p. Pfd. 18-24Pfg Linsen p.Psd.25-40Pfg., Taschen pr.Pr.0,80—1,00Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 00—00 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfd. 82—88 Pfg., Knh- und Rindfleisch pr. Pfund 80—82 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 64—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 80—90 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Wegen Ausführung von K'analisationsarbeiten in der Stadt Grünberg wirb die Marktstraße daselbst vom Marktplatz bis zum Äeegweg vom 1. Juli d. Js. auf ungefähr 14 Tage für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Während dieser Zeit muß der Durchgangsverkehr von Langholzwagen durch die Stadt eingestellt werden, während der gewöhnliche Fuhrverkehr durch Seitenstraßen umgeleitet werden kann. Gießen, den 30. Juni 1907. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ______Dr. Breidert. Bekanntmachung. Bei der hiesigen Schutzmannschaft wird die Stelle eines Schutzmanns vakant und soll demnächst neu besetzt werden. Bewerber, welche den in der Bekanntmachung vom 25. April 1903, die Ausführung des Gesetzes über die Besoldungen der Gendarmen und die Polizeikosten behx, enthaltenen Bestimmungen entsprechen, werden ersucht, sich bis zum 25. Juli 1907 unter Vorlage der erforderlichen Nachweise bei uns' zu melden. Die fragliche Stelle ist Militäranwärtern vorbehalten und beträgt der Gehalt: 1. für die halbjährliche Probedienstzeit 3 Mk. pro Tag und 100 Mk. Kleidergeld pro Jahr und 2. nach definitiver Anstellung 1300 Mk. Anfangsgehalt mit alljährlichen Steigungen von 30 Mk. bis der Endgehalt mit 1800 Mk. erreicht ist, sowie 100 Mk. Kleidergeld pro Jahr. Bensheim, den 19. Juni 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Bensheim. Dr. Freuay. D2 * *% Mrgemlkill CelltM. Morgen Mittwochabend Generalversammlrmg im Restaurant Herbert, Mäusbnrg. Tagesordnung unter anderem: Besprechung über die bevorstehenden Stadiverordneten-Wahlen. 4370 Ärheiterkleiöer Der Vorstand. kaufen Sie gut u. bttli^ Robert Stahl, Neustadt 21/23. Kutscher-Verein Giessen. Sonntag, den 7. Juli 1907 von nachm. 3 Uhr an findet unser diesjähriges Sommerfesi auf der „Schönen Aussicht“ verbunden mit Konzert, Tanz, Kinderspielen usw. statt. Eintritt pro Person 20 Pfg. MilitÄr 10 Pf». Alles Nähere durch die Plakate. vs * * */7 Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebens!, ein l>er Vorstand. 64—84 Pfg. Welsche per Piund —.— Kartoffeln pr. 100 5kg. 7,00—9,— Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 10,00—12,00 Mk., Milch per Liter 20 Psg., Kirschen das Pfund 30-40 Pfg., Nüsse 100 Stück 50—00 Pfg«, per Ztr. 9—15 Mk., Weißkraut per Stück 15—30 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Marktzeit von 7—1 Uhr. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Mittwoch den 3. Jnlt: Meist trüb. Regenfälle. Temperatur wie heute. Nördliche Winde. Mrchttchs Nachrichten, Evangelische Gemeinde. Der auf Mittwoch verabredete Ausflug der Kinderkirche der Lukasgemeinde wird bis auf weiteres verschoben. _________________________________________Pfarrer Eule r. Nach Schluß der Redaktion eingetrosten: ** Der Neubau der höheren und erweiterten Mädchenschule wurde heute vormittag im Beisein zahlreicher geladener Gäste seiner Bestimmung übergeben. An die Uebergabe des Hauses durch Oberbürgermeister Me- eum schlossen sich eine Ansprache des Direktors Dr. Stört ko, -sowie Gesänge und Deklamationen von Schülerinnen. (Näherer Bericht folgt.) München, 2. Juli. Heute mittag 1/21 Uhr wurde nach 6 tägiger Verhandlung im Beleidigungsprozeß Dr. Peters gegen Redakteur Gruber von der „Münchener Post" das Urteil gesprochen. Gruber erhält 500 Mark Geldstrafe eventuell 50 Tage Gefängnis und trägt sämtliche Kosten, Peters wurde von der Beschuldigung der Beleidigung frei- gesprochen. Dem Kläger steht das Recht zu, das Urteil in einer Reihe Münchener und Berliner Zeitungen auf Kosten des Beklagten zu veröffentlichen. Grtginsl-Drahtmelvungen. Hamburg, 2. Juli. In der K u n st h a l l e inHam- b.u r g stürzte gestern int ersten Stockwerk die Stuckdecke ein, sodaß die fünf Seitenlicht-Kabinette des Stockes, in denen Gemälde von Hamburger Künstlern des 19. Jahrhunderts ausgestellt waren, geräumt werden mußten. . Mannheim, 2. Juli. Der Ausläufer Ronellen- f i t s ch, der am Fastnacht Montag seine Frau und zwei Kinder ermordet hat, wurde gestern vom Schwurgericht zum Tode und 10 Jahren Zuchthaus verurteilt. Genf, 2. Juli. Einer der hier angelangten Deserteure des 17. Infanterie-Regiments behauptete, int Besitz kompromit tierender Schriftstücke mehrerer Offiziere seines Regiments und einiger Abgeordneter des Südens zu sein. L o n b o n , 2. Juli. Chamberlain erklärte in einem Briefe an seine Wähler, England würde zu einer Nation dritten Ranges herabsinken, wenn es nicht daÄ System der Bevorzugung der Kolonien einsührcn würde. Perpignan, 2. Juli. Die Bürgermeister zweier Gemeinden des Departements der Pyrenäen haben ihre Demission zur ü ck g e n o m m en. Colliout hat die Initiative zur Bürgermeister von sammlnng der Bürgermeister ergtufung einer Ver- Wiederaufnahme der Amtsgeschäfte in der er zur Montpellier, 2. Juli. Der ten will. Alberts hat den Antrag gestellt, die, Marcellin der Krankheit vorläufig auf freien F gen andauern- einem Krankenhause unterzubringen. setzen ober in Telefonische Kursber--- des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der bte und Industrie, Glessen. Ur Handel Frankfurter Börse. 2. Juli. 1.15 Tj 3}£% Reichsanleihe . < 94.05 3% do. . . 84.10 3^0/(j Konsols . . . . 94.15 3% do.....84.10 3^°/o Hessen . » . 92.60 3X°/o Oberhessen . . « 94.00 4% Oesterr. Goldreute. . 98.40 4l/»% Oesterr. Silberrente 98.60 456 Ungar. Goldrente . . 93 15 4% Italien. Rente . . .103 35 356 Portugiesen Serie I . 65.80 3% Portugiesen „ III 66.50 russ.Staatsanl. 1905 91.00 4japan. Staatsanleihe 92.35 4 56 Conv. Türken von 1903 94.40 Türkenlose ...... 143.80 4% Griech. Mouopol-Anl. . —.— 456 äussere Argentinier ♦ 84.00 3% Mexikaner « « . 63.50 4>i °/0 Chinesen. .... 96.05 Aktien: Bochum Guss.....213.90 Buderus E. W .... —.— Elektriz. Lahmeyer Elektriz. Schlickert .. 119.30 Eschweiler Bergwerk 105.90 Gelsenkirchen Bergwm213.00 Hamburg - Amerik. Paki92.5O Harpcner Bergwerk. < 31.20 Laurahtitte.....7.50 Nordd. Lloyd.....—• Obeischles. Eisen-Industrie ZO Berliner Handelsges . . 1) Darmstädter Bank 13» Deutsche Bank . . . 223 Deutsch-Asiat Bank . . 141.« Diskonto-Kommandit. . . 169.3c Dresdner Bank . . . 138.25 Kreditaktien..... 203.00 Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . . . 96.00 Gotthard bahn . . . . —.— Lombard. Eisenbahn . . 27.30 Oesterr. Staats bahn . . . 140.40 Prince-Henri-Eisenbahii . 130.75 gff Tendenz: fest. Berliner Börse, 2. Juli. Anfangskurse. Canada E. B...... Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . . Dortmunder-Union C. . . Dresdner Bank . . . . 173.20 129.70 223.70 71.50 Harpen er Bergwerk Laurahütte Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose . 197.90 116.40 143.00 Tendenz: fest. Für die gesamte Redaktion verantwortlich in Vertr. Ernst Heß. Die Preußische Pfandbrief-Bank zu Berlin hat auf Grund Königlichen Privilegs und ministerieller Genehmigung je eine Neu-Emission von M. 30 000 000.— Hypotheken-Pfanä- briefen und M. 5000000.— Kommun al-Obligationen, beide zu 4% verzinslich und nicht rückzahlbar vor 1. Januar 1917. an der Berliner Börse zum Kurse von 99% bezw. 99%% eingeführt. Beide Papiere sind bei der Reichsbank gleich inländischen Staatsanleihen in Klasse I lombardfähig. Sie dürfen von \ er- sicherungsgesellschaften und Berufsgenossenschaften gesetzlich erworben und als Heirats-Kautionen für Offiziere, sowie als Lieferungs-Kautionen bei den größeren deutschen Städten verwendet werden. Die Kommunal-Obligationen können außerdem als Anlage für Sparkassen, Stiftungen, Kirchenkassen etc. und in allen denjenigen Fällen Verwendung finden, in denen eine, mündelsiche.re Anlage vorgeschrieben ist. Die Papiere sind bei der Mehrzahl der deutschen Banken und Bankfirmen erhältlich, woselbst auch Prospekte verabfolgt werden. ssi/7 Versteigerung. Donnerstag, den 4. Juli d. I., nachmittags 2 Uhr versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: 14350 Zigarren, Zigaretten, Rauchtabak, 2 Ballen Reis, Kaffee, Schrank- und Türbeschläge, Scheuertücher, Südwein, Schokolade, Marmelade, Frankfurter Schwarz, Blei- weiß, 1 Faß Essig und eine Waschmaschine. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Born, Gerichtsvollzieher. neue Schottische 3 Stück 20 Pfg. ueue holländische ZlaUhttingr 3 Stück 25 Pfg. [4362 L. Steinhäuser Seltersweg 27 Neuen Baue 17 über Nacht trocknend. W W ha fÜSSBODEN-OELLACKFARBE OAUENISfr PPS. x, Legehuhn.,best.Eier leger, Enten, Gänse, Truten, Brutmaschinen 2c. 2C. liefert jedes ge wünschte Quant. [b13/s M. Becker, Weidenau-Sieg in Wests. Man verl. Preist, m. Jll. Zm hsh. PoMlSderg! Ab Gießen 815 in Ilbeshausen ll31 (100 km IV. Kl. 2 Mk.) 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LS. 29. 60. 50% 50% 50% 50% S. 59°/g 10. 59% 11. 57% 12. 557« Kommers uni> die gleichzeitige Beleuchtung der Stadt ein Empfangsabend in der Festhalle für 3000 Personen. Am zweiten Tage (1. August) findet das Fest int Philosophenwald, wo drei Küpellen spielen, statt. Es dauert von 4—11 Uhr. Hier können sogar 4000 Personen bewirtet werden. Am 2. August ist der allgemeine Kommers in der Festhalle, wieder für 3000 Personen berechnet. Ganz analog ist der allgemeine Frühschoppen am 3. August gedacht. Und das große Volksfest am 4. August, mit dem der Festtrubel seinen Abschluß bekommt, ist für Festlustige aus allen Kreisen der Bevölkerung bestimmt. Würde die Festordnung nur diese fünf Veranstaltungen vorsehen, also ganz auf die exklusiveren Festakte verzichten, so könnte das zur Not auch noch genügen. Viele Bevorzugte, die sich „Ehrengäste" nennen dürfen, wären vielleicht ganz zufrieden, wenn man über ihre Zeit nicht von früh bis abends verfügt hätte. Und was die viel beneideten Professoren anbetrifft, so sind diejenigen von ihnen, die das Fest vorzubereiten i haben, aber keine gelernten Traiteure, Feuerwerker, Thea- > terdirektoren und Schützenhauptleute sind, nicht auf Rosen 20. 637« Ewald Hahn, Viel). 21. 60 (Sonr. Krausgrrll, Nieder-Weifel. 22. 5976 Earl Klos, Friedberg, 597« Aug. ©eeling, Lauterbach. 23. 59% Wilh. Spanier, Schotten. 24. 597« Rich. Meder, Tv. Marburg, 597« Hch. Limpert, Gedern, 597« Joh. Fleischhauer, Bad-Nauheim. 59% Joh. Gries, Bad-Nauheim. 59 Rhd_. Wcrck, Bad-Nauheim. 587« Hch. Wieland, Friedberg. 587« Will). Leib, Kroidors. 587« Karl Jakob, Tv. Gießen, 587« Karl Bormann, Wetzlar. 58 Karl Bolt, Klein-Linden. Die „Gießener Famlilendlatter" werden dem „Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Der „hessische £ait&roirt" erscheint monatlich einmal. Rob. Köhler, Wetzlar. H. Sommer, Tgm. Usingen. Adam Spamer, Tgm. Schotten. konnten nunmehr den schlichten und doch so kostbaren Lohn ihrer Mühe empfangen. Gold und Silber findet man als Prew- gegenftände chtei Turnern nicht, ihr Ehrgeiz ist zufrieden mit einem Eichenkranz und einer Ehrenurkunde. Nachstehend geben wir die Siegerliste: Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Vertagt e® 6L Redaktion: e-® 112. TrU-Adv A-n-rtgerMu-tzLn. 57 Hch. Schmelz, Groß-Linden, 57 Wilh. Bätz, Schlitz. 37. 567« Gg. Reinhardt, Gießen, Tv. 38. 567« Hch. Mootz, Großen-Buseck. 39. 56% Hch» Schlicht, Wetzlar Nieder-Girmes 40. 56 Karl Schlörb, Alsfeld. 41. 55% Karl Hitz, Lollar. 42. 557« W. Mandler, Marburg, Tgm., 557« Konr. Keßler, Niederweisel. 43. 55 Gust. Schauermann, Friedberg. 44 547« Konr. Wormsbächer, Wehrda. 45. 547« Fritz Ziegler, Gedern. 46. 547« Aug. Hisgen, Lich. 47. 537« Alex. Held, Gießen, Tv., 537« M. Gerhard, Gießen, M. - Tv. 43 537« Hch. Adam, Niederweisel, 537« Andr. Gaßmann, Marburg, Tgm., 53% Karl.Wagner, Rodheim a. d. 3% Mtv. 49. 537« Hch. Klooß, Großen-Buseck, 537« Ph. Klein, Lollar. 50. 53 Gg. Merket, Gießen, M.-Tv., 53 Lud. Eckhardt, Staufenberg. 5L 527« Lud. Schmidt, Heuchelheim. 52. 527« Wilh. Hofmann, Gambach. 53. 527« Konr. Bücking, Alsfeld. 54. 52 Ctto Seibert, Wetzlar, Dienstag Juli l»oy Rotationsdruck und Verlag der Brühl^ch^ UnwersttätS - Bnch- und Stetndruckerel. R. Bange. Dreßen. 54'/« 15. 53-/« 16. 537« 17. 537« 18. 527« 19. 507« 20. 507« 637« 31. 32. 33. 657« 647« 647« 577« Wilh. Kilian, Butzbach, 577« Jof. Kiefeld, Friedberg. 577« Friedr. Pfeifer, Gießen, M.-Tv. 577« Karl Müller, Alsfeld, 577« Hch. Bohnacker, Schlitz, 57% Hermann Seun, Nidda. 34. 577« Gg. Baumann, Gießen, M.-Tv., 577« Fr. Walter, Wetzlar. 35. 577« Gustav Hörmaun, Marburg, A. Tv. 36. 57 Karl Höhl, Gedern, 3. 657« Oberstufe: 1. Breis, 667« Punkte, H. Schneider 2. 66 Ehr. S ch m i d t, Tv. G i e ß e n. 3. 637« Karl Bender, Tv. Wetzlar. 4. 617« Gg. Dickhaut, Tv. Alsfeld. 5. 617« H. Becker, Tv. Bad-Nauheim. 6. 607« Gottl. Kujus, Tv. Marburg. 7. 607« H- Heues, Tv. Bad-Nauheun. 8. 60 E. Glaser, Tv. Bad-Nauheim. A. Waldschmidt, Tv. Wetzlar. Deutschland zur Ser im Urteil eines Franzosen. lieber „Deutschland zur See" spricht sich der von der Pariser Leitung „Figaro" abgesandte Berichteriratter für die Kieler Woche mit einer geradezu überströmenden Begeisterung aus. -Lv heißt es in seinen Berichten: Wir sind sämtlich von Bewunderung für die herrschende Note der deutschen Lrganinerung erfüllt, namlw) von dcr Ordnung, der Ordnung, die aus der Disziplm begrunder ist der segensreichen belebenden Ordnung, die die Kraft ansma ). Bei jedem SchriL wird in uns dasGefühl an^, neue der Einfahrt in den Kaiser Wilhelm-Kanal, bei den Schleuiw, bei unserem Verankern in der Reede, kurz überall. . . Welche riefigen und kühnen Bauten! Verwegene Drehbrücken, em Bogen von maßloser Höhe, über den ein Blitzzug donnert, wahrend unter, ilnn aeivaltige Seeschiffe fahren. DieNachl bricht herein. Der Kanal strahlt unter Tausenoen elektrischen Feuern; man glaubt stlst, aus dem Boulevard des,Capucmes zu sein . - - beim Moraenaraun sind wir in Kiel, um vor Anker gehen. Wela) herrliches und bewunderungswürdiges Schauspiel bietet sich uns. Dort zwei Reihen dunkler und rauender^V^en' Dimmender »vesttmaen, die Mit Kanonen gespickt smd. ^as gmi^e oeutscy- Geschwader ist da, 19 Schlachtschiffe und 12 Kreuzer liegen da vor Aiiker mit vollen Beständen an Bord, bereit, abzudampsen ^)N den unzähligen Torpedobooten, Dorpedowgern, Avisos usw. will ich gar nicht reden. Wir empfangen 1 amtlich den Eind^uk einer gewaltigen Kraft und immer den der ^nung unü ter hlin . Bei unserer Ankunft war die Ree^ besonders telebt, die 'Woche" begann mit einer Segelfahrt der Boote, des Ge- fchwaders, mehr als hundert an der Zahl, ^as Schauspiel aller dieser unter der Brise sich biegenden ^egelleinenmasfen, dmer hochbordigen Fahrzeuge, deren Mannschaft iM JnneE zufmnmOi- aeduckt nur durch die weißen Mutzen sich kenntlich machte, Ivar äußerst malerisch . . . Der siegreich „Meteor" fährt unter Vurra- rufen des Geschwaders rmch Kiel zurück. <>m ^peisefaale der Jacht zeigt sich der Kaiser seinen Gästen gegenüber sehr leutselig« als „guter Kamerad", ohne Ätefpekuvidrigkeit. zu verstehen. Reizend in seiner Einfachheit schob er seinen Gasten selbst die od/ü^eln hin und plauderte mit ihnen nicht wie ein Herrscher, sondern une ein Vertrauter und liebenswürdiger ^ischnachbar^^^^^^^^^ * Berlin, 1. Juli. Vor der 3. Strafkammer am Landgericht I begann heute unter dem Vorsitz des Landgerichtsrats Busch ein großer Wucher prozeß, der mehrere -tage m Anspruch nehmen dürfte. Tie Anklage richtet sich gegen die Kaufleu e Kubernuß und Mittelhaus, denen Wucyer und veruchle Erpressung zur Last gelegt wird. Beim Aufruf der Zeugen betreten etwa 20 Offiziere in Uniform den eaaL Außerdem sind noch Diele Offiziere in Zwil und eine Reche anderera - ivefend, die alle als Belastungszeugen gegen die beiden Angeklagten l fungieren jollen. Unterstufe: 1. Preis, 70 Punkte, Ermiii Menget, Nidda. 2. 667« Aug. Loos, Tv. Greßen. Rich. Sprengel, Bad-Nauheim. Hch. Wagner, Wetzlar. Herm. Benoer, Krofdorf, Herm. Leidolf, Naunheim, Hch. Rohrbach, Lollar, Hans Köhler, Tv. Marburg. Earl Kaliß, Nidda, Theod. Spieß, Friedberg, W. Textor, Marbach. 7. 637« Adolf Stüpp, Marburg, Akd. Tv. 8. 63 Wilh. Schmidt, Rodhelm a. d. Bieber, Mtv. 9' 627« Wilh. Frank, Lollar. 10. 627« Hermann Levi, Neustadl. 11. 62 Rhd. Gries, Bad-Nauheun. 12. 617« Hch- Hahn, Großen-Buseck, 617« Carl Möller, Lauterbach, 61% Hch. Fendi, Schlitz. 13. 617« Wilh. Müller, Großen-Buseck. 14. 617« Otto David, Wetzlar. 1b. 617« Ferd. Künstler, Nieder-Mörlen, 617« Earl Müller, Grünberg. 16. 61 Konr. Schröder, Tv. Marburg. 17. 607« Balth. Bonarms, Großen-Buseck. 18. 607« Hch- Söller, Wetzlar, 607« Wilh. Bender, Tv. "Marburg. 19. 607« Fritz Rinn, Heuchelheim, 607« Ludw. Hohmann, Lollar. 52 Willy Ochs, Alsfeld, 52 Hch. Lang, Klem-Linden. 55. 517« Ehristoph Scheid, Großen-Buseck, 517« Hch- Zecher, Staufenberg. 56. 517« Wilh. Horn, Bad-Nauheim, 517« Aug. Müller, Biedenkopf. Ü7. ÜÜ7« Karl Modus, Schotten. 58. 517« Ferd. Bierwirth, Marburg, Tam. 59. 506|« Hch- Pfannmüller, Ntarburg, Tgm. ' Karl Loos, Gießen, Tv., W. Zeschky, Schotten, Gg. Witzei, Nieder-Nrörlen, Hch. Funk, Biedenkopf. 61. 507« Hch- Reufchlmg, Klein-Linden. Fm übrigen litt bas Fest auch an diesem Tag sehr unter Der Witterung. Dadurch blieb der erhoffte Massenbesuch ans und es wird leider ohne eine beträchtliche Mindereinnahme nutzt ab gehen. Zur Verringerung des Defizits plant man für uachften Sonntag die Abhaltung einer Nachftier und es wäre dem ^ubngen Turnverein Bad-Nauheim zu wünschen, daß ihm die Gunst oe» Himmels dann mehr zuteil wird als am Sonntag und Montag. Mit dem turnerischen Tell des Festes aber darf der Gtm zufrieden sein, denn trotz stiller Weitertücken hat er ferne Turnordnung in der Hauptsache durchgeführt mid turnerische Ertz«n.rsse gezeigt, deren er sich auch bei besseren Verhältnis en nicht zu schämen^gehabt hätte. — Friedr. Schmidt, Tv. Ntarburg. W. Henes, Tv. Bad-Nauheim. H. Arkularius, Tv. Schollen. 13. 547« H. Scharmann, Tv. Wetzlar. 14. 547« Friedr. Mertz, Tv. Schlitz. ~ E. Bürk, M.-Tv. Gießen. Earl Gries, Tv. Bad-Nauheim. Emil Lindner, Tv. Marburg. Earl Spamer, Schollen. Trotz verschiedener aufklärender Artikel hält man in i weiten Kreisen an der Auffassung fest, daß das bevor-! stehende Universitätsjubiläum eine ganz andere Gestalt angenommen hätte, wenn nicht der Lehrkörper der Universität allein über das Festprogramm Beschluß gefaßt hätte. Man hätte, so sagt man, Vertreter der ehemaligen Studierenden zu den Vorarbeiten zuziehen müssen. Das ist leichter gesagt, als getan. In Frage kommen etwa 4o00 Personen, die über ganz Deutschland zerstreut wohnen. Wie soll eine so große Anzahl sich selbst eine Vertretung schassen, und wenn die Universität die Auswahl trifft, es wahrscheinlich den Nichtgewählten wiederum nicht recht. Sämtliche hessische Behörden sind mit ehemaligen Studierenden der Ludoviciana besetzt, und man mutz annehmen, daß namentlich dre Zentralbehörden deren Interessen mit vertreten. Nun hat aber die Universität in allen Stadien der Juviläumsvorbereitung fortgesetzte Fühlung mit dem Ministerium gehabt, ja sie ist noch weiter oeaanaen und hat das Festprogramm in allen feinen. ... ... , . . ., , _ ... ~ Tellen vom Ministerium prüfen und genehmigen lassen, sie haben alle Hande voll zu tun, damrt ste sich spater Auch spielt die Tatsache eine Rolle, daß der Landesherr mcht blamieren und müssen sich nut Dingen beschäftigen das ganze Fest mitmacht, was ihm ein besonderes Gepräge ihnen beruflich gänzlich fern liegeiu Der Verfasser dikfes verleiht, und daß die Universität eine Landesuniversität I Aussatzes konnte hierüber merkwürdige L-achen erzählen, ist und infolgedessen viel mehr hesiische Ehrengäste berück- Ä/so nran lasse endlich dre nörgelnde Kritik und verlange firktirrt imh apfaben werden müllen als z. B. bei einem I nichts Unmögliches. Man bewahre sich die frische ^reude preußischen Universitätsjubiläum, wo nur der Kultus-Mi- sür die bevorstehenden Festtage, die wahrschemlich für .^^ ^u ^^ vno^ immraaenden Räten iium Feste erscheint alle, die sre mitmachen dürfen, eme unvergeßliche Lebens- atfn bie Vcrbältnisie qan/ besonders erinnerung bleiben werden. Menn das Wetter günstig ist, S« unb tlunaen uttb auch der Humor stand halt, wird die liebe Stadt ?te Ter7etunnen bet ein FÄst erleben, wie nie zuvor, ein Fest, welches Ehrengäste sind sämtliche Stadtverordnete geladen. Auch N Rab-Naubeim 2 -kuli di- Oberbürgermeister der großen Städte werden er,chernen n Zag'7to tonnta bie Sämtliche Mitgliebcr _ des Provmzralausschustes stnd auf <£UX^CT früh 7 Uhr mit Recht sagen, als sie auf dem die Einladungsliste gesetzt worden, und von der Ersten und -mnieT roc^er sammetcrrtiger werdenden Festplatz sich zum Zweiten Kammer kommen 20 Vertreter. Dre Landesuniverfr- Einzelwetturiiens einfanben. Es war dadurch en> tat eines kleinen Landes hat fernerhin die Eigentümlichkeit, fa(g ausgeschlossen, das Einzelwetturnen auf dem schönen Turn- daß das Gros der ehemaligen Zuhörer in nächster Nähe piatz zu beginnen und man verlegte es deshalb kurz entschloßen wohnt, also in ein paar Stunden Gießen erreichen kann., in die geräumige Turnhalle. In den 10 WetturnriegNi traten Sem entspricht eine ungewöhnlich große Anzahl von An-1 zusMurnen 167 Turner ^n, 25 m der Ober- und 142 in der LiiZt p-breulll-b diese reae Teilnahme llnterstufe. Geturnt wurde an Reck, Barren und Pferd je eure meldungen zum Feste. So e^sreul ) d f A^wieriakeit selbstgewählte (Kür-) und zwei vorgeschriebene Hebungen, sowie ist, so groß wird auf der anderen vA-ite die bie volkstümlichen Hebungen Schnellhangeln, Stabhochfprung und Tausende von Festteilnehmern unterzubringen und zu pla- ^tweitsprung Außerdem wurde verftichsweise zum erstenmal gieren. Gießen war Jahrzehnte lang eine Durchgangs- Pflichtstabübung verlangt, die bis zu 5 Punkten bewertet itation für zahlreiche Dozenten und ift es tz. B. heute noch, ^rden konnte. Ebensoviel konnte auf jede einzelne Gerät- Daß man die ehemaligen Mitglieder des Lehrkörpers zum Übung erzielt werden, während bei jeder volkstümlichen Hebung Feste einläd, ist selbstverständlich. In unserm Falle war bis zu 10 Punkte in Anrechnung kommen können. Aie Geäder die Zahl der zu ladenden Personen besonders groß, samtpunkrzahl, dre erreicht werdenkonnte^: J^g lichen Schwierigkeiten zu vecynen, mit emem Miß- t>enu b;e Ungunst der Verhältnisse beeinflußte Verhältnis zwischen F-estgasten und Festraumen. Dre Staat L $ ^urn€n sehr Ober- und Hnterstufe unterjcheiden sich, wie Gießen besitzt nicht einen einzigen wirklich geeigneten ^bbenbei bemerkt sei, durch die größere bezw. geringere Schwierig- Festsaal. Die alte Aula war völlig unzulanglicy, die neue £eit ber uebungen. ift 4war größer, saßt aber auch nur 800 Personen. Ge- Als am 9techmiüag der Regen nachließ und seittociie ganz räurniaer ist zwar die Stadtkirche, aber mehr als 1200 aushörte, konnten die beiden Sprungübungen noch auf dem Fest- V-'rfonen kann man auch dort nicht setzen. Der dritte platz vorgeuommen werden. Erst nach 5 Uhr war das Wetturnen allen Ecken und Enden! Auch muß man berücksichtigen, daß die Säkularseier einer Hochschule nicht wie ein Schützen- vder Feuerwehrfest begangen werden kann. Dazu sind die Festteilnehmer zu anspruchsvoll, und der Festchararte%zu ernst. Man muß also heilfroh sein, daß es einigermaßen gelungen ist, im bunten Wechsel allgemeine 97^'^6116 mit mehr spezielleren und kleineren Festakten zu verbinden. Gewiß wäre es viel schöner, wenn die akademischen Festakte und die Festaufführung vor 3000 Personen, statt vor 800 bis 1200, abgehalten werden könnten. Mr glauben I aber nicht, daß es eine Hniversität in Deutschland gibt, die auch nur annähernd eine solche AHla zur Verfügung | hat, und in einer Festhalle, die nach drei Seiten offen ist, und die bis dato mit Bierfässern besetzt war,_ kann man Nicht Ehrenpromotionen vornehmen und Begrüßunas^uen I der auswärtigen Hniversitäten uno Akademien der Wist en-1 schäften anhören. Die Hniversität Gießen war niemals in der Lage, Festakte abzuhalten, in denen sich der Leh^ körver mit der ganzen Studentenschaft vereinigte. „Noch viel weniger ist es möglich, ein paar Tausend auswärtige Herren, die früher der Ludoviciana angehört haben, zuzulassen. In den Jubiläumstagen verdoppelt ftch die Ge- lehrt^nschaft und verzehnfacht sich die Behördenvertretung. Wenn es trotzdem gelungen ist, sämtliche Verbindungen und dazu noch etwa 100 aktive andere Studierende zu plazieren, muß man über diesen Erfolg ber Platzgeometrie heilfroh sein. Im übrigen darf nicht unerwähnt bleiben, daß die studentischen Korporationen längst, bevor das Festprogramm feststand, klar und deutlich dokumentiert haben, daß sie darauf besonderen Wert legen, auch im Heineren Kreise Sonderseste abhalten zu können. Das ist nur zu begreiflich, denn mau darf sich darüber nicht tauschen, daß zum Jubiläum ganz üb-rwiegcnb ehemalige Korporations- ftubeuien kommen. Sie wollen mrt ihren Bunbesbrudern zusammen sein. Dre meisten Gießener Verbindungen haben beswegen ihre Stistungsseste in bte Jubilaumsz-it gelegt^ einige feiern sie unmittelbar vor, anbere unmittelbar nach b-in allgemeinen Fest, unb nicht wenige haben ihrefest, lichen Vereinigungen sogar in das Fest ielb>t gelegt. Wenn nachträglich behauptet wird, das fei nur um deswillen geschehen, weil das offizielle Fest die gegenwärtigen und ehemaligen Studierenden nicht hinreichend berücksichtige, so ist das ein historischer Irrsinn Es laßt sich vielmehr nachweisen, daß jene Beschlüsse srüher gefaßt morden sind, als die enigen über das Jubiläumsprogramm Wir wollen bei dieser Gelegenheit wiederholt festftellen, daß es anßerdem gar nicht richtig ist, daß das Programm ^u wenig Veranstältungen vorsehe, denen alle Festwil- nebmer beiwohnen könnten Im G-gent-it. an jebem Tage finden solche Festlichkeiten statt. Am ersten wage (31. Juli) schließt sich cm den McmLmerl studentischen v; ' .W W-i’i -I WM. *-r M t. ■ r< M N 3 i j**-. r« SrV:' Ä Itffi xr: i A -W i A' L1 !< H - RE j IM Bv^ R B K K R W I I- M I 1 M KT JVeglige-Jackeii Guter Flock-Piqu& mit rotem Feston . Lik. l.SO und Lik. 1.90 Prima Flockköper, starkfädiger Stoff Mk. 1.55, 2.20 u. „ 2.50 Sommer-Jacken, la. 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