5.N. ■"S >!"&!, Dienstag 2. April 1907 1S7. Jahrgang Trittes Blatt Nr. 76 28UO 'J)L, 4. 2400 M., 5. 2600 L!., 6. 2800 M., 7. 3000 M., 8, Israel weist England auf:z 3400 3)1., 10. 3600 3)i. und 11. 3800 M. I 2 S Z-MS o LS S = 95 ^5* (S) to* o 3© F » 9 e 6) V ft»»? «v s> = $S «p og ® 6i (St T L V ?gH M * 8 ^o*t9 . *”*' ** O 3200 M., 9. Dazu tomnil 1650 M., 22iiU M., § § » 2 © öl’ s rs Zr Z " ez 3 3« g KES. £*!• ZK ö' 3- Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „«iehener Kam'llienblätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Lietzen'' zweimal wöchentlich. Ter „hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UnwersuatS - Buch- und btemdruckerel. R. Lange. Gießen. © • 5 & 8 . 5 ? --- Cd C -- h z -- S sr=® 2 5 « £ Sv 3 S öl'- tf 0 £• &* ci ®1 r» t 8-c 2 °* ■tre# 9 9 2.5 — D ST5T « s ia Aas ausrrwä.-lte Köln. Von geschätzter Seite wird unS geschrieben: Die illustrierte Monatsschrift für das gesamte Judentum: Ost und West' bringt in ihrer Februarnummer auS der Feder von A. Wolff-London einen auch weitere Kreise interessierenden Aufsatz mit obiger Ueberschrift. Richt etwa von den Juden redet er, er memt unter bem ausermählten Voll die — Engländer. Nirgends wie bei diesen hat sich das Gefühl dec eigenen Superiorität und „Auserwähltheit' zu einer förmlichen Theorie kristallisiert, die tnS einzelne durchgeführt und in allen Punkten begründet, zur Unterstützung und Rechtfertigung der praktischen Politik dient. Ja, die Söhne Albions leiten ihr „Erstgeburtsrecht', ihren Anspruch auf den Titel des „auserwählten Volkes' von der Bibel her, indem sie sich als die Erben des Volkes Israel ausgeben. Es existiert über diesen Gegenstand in englischer Sprache eine ganze Literatur von seltsamen und in ihrer Art witzigen und spitzstndigen Interpretationen der Worte der Bibel, namentlich gewisser Prophetenstellen. Der Verfasser dieses interessanten Artikels erzählt seinen Lesern einige der Haupt- sächlichsten. Im Wappen von Großbritannien befindet sich auch ein Löwe und ein Einhorn. Nun lese man Micha 5, Vers 7, wo Juda mit einem jungen Löwen verglichen wird und 5. Mose 83, 17, an welcher Stelle Ephraim mit einem Einhorn verglichen wird. An wen anders konnte also die Bibel denken, als an Großbritannien? Die „Inseln des Ozeans', von den Jesajas spricht, das „Land im Norden', dem Jeremias eine große Zukunft verheißt, wurden auf das britische Jnselreich bezogen. Selbst an Kolonisationspolitik, an eine Flotte ersten Ranges, ja an afrikanische Gold- und Diamantfelder dachte Jesajas (60, Vers 9). Unter dem an der betreffenden Stelle gemeinten Volke von Seeleuten und Kolonisatoren, das Handel treibt und eine Industrie besitzt, aber zugleich kriegerisch und eroberungslustig ist, kann kein anderes als das englische Volk gemeint sein: „Dem Same soll besitzen die Tore seiner Feinde' läßt 1. Mos. 22, Vers 17 Gott dem Abraham nach der Opferung Isaaks sagen. Die praktischen Engländer verstehen unter diesen „feindlichen Pforten' Kohlenslationen, Inseln, befestigte Punkte, die er aus der ganzen Welt besitzt, in solcher Lage, daß sie die Eingänge zu ganzen Reichen, Ozeanen, Weltteilen beherrschen. '§3 Es Redaktton, Expedition und Druckerei! Gcbul- straße 7. Expedition und Verlag; 6L Redaktionib-^ 112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen. SH ji: = 5 5 ö 5T2 = Ä2 .= 52 " 2 3 « 2 2 (51^2- •3’r> Ej Verein jt((, . nhr av ...Jun 3-5 5 Durch die Beschlüsse der beiden hessischen Ständekammern erfahren die Gehaltsverhältnisse der hessischen Lehrer vom gestrigen Tage ab folgende Regelung: Die seminaristisch gebildeten und technischen Lehrer an Gymnasien, Realgymnasien und Realschulen, die Vorsteher uiid Lehrer an den Präparandenanstalten, die Lehrer an den Taubstummen- und Strafanstalten und der Blindenanstalt erhalten in der ersten Stufe 1800 2)L, 2. 2000 M., 3. 2200 2)L, ' 5 3 2 3 , Büglerin enwr^' und außer betU'w , bei Weigbinürmel ^ leuenroeg 42. , iß-lchWSL v 5 SJ -*• — —-CH — 3 2.2 ° «D 5# r!s®s’ •4 E 7?o* 5; t»-, äty — QS o,b 2.^ —nOT* tiu — S'p'g- • !?" ß ^S,SS'M - ,ouu wi., vom 31. Tiensljahre ab 3000 Ri. Bei Ruhe- Itandsversetzung kommt die freie Dienstwohnung mit 4u0 M. m Anschlag. Die Tiensljahre zählen von der bestandenen Schlußprüfnng an, die gewöhnlich mit dem 21. Lebensjahr abgelegt wird, die feste Anstellung erfolgt in der Regel mit öem zurüekgelegten 24. Lebensjahr. Schulverwcilter und Schulverwalterinnen beziehen vor bestandener Schlußprüsung emc Vergütung von 900 M., nach bestandener Prüfung 1000 M.; dazu kommt noch freie Dienstwohnung oder ent- sprechende Vergütung. Ferner wird das Militärjahr als Dienstjahr in Anrechnung gebracht. In den größeren Städten werden die Gehalte der Lehrer, die sich zurzeit zwischen 1200 und 3200 M. nebst entsprechender Wohnungsoergütung bewegen, besonders geregelt. Die Wünsche des hessischen Landes-Lehrer-VereinS fanden leider keine Berücksichtigung. Danach sollten die Lehrer in die Reihe der Staatsbeamten aufgenommen werden. Als Anfangsgehalt wurden 1400 M., als Endgehalt 3400 M. gefordert, während für die Wohnung 600 M. angesetzt waren. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für GberheMn = E c1 o<2 " S' r 2§3 32 5 2. a« 3 3 -< = "* =|3> ~ Ä 3H r. - r> ©'SO—■-& 5*c er' =5 ry -2* ro g=?5 .2 erteil Un«M ° f Guitarre-«PA« MU is,e< Sl Schüler. « ^inN.iedc^ Schuhaßrea • ^flvauö.-- Sachen gefulüi- s Gartenerde tztigea'VI!,1''00 , nebereiA^ :a>nö-°5,vcrlorc.E ------- nill 1*. rr) 1 Ackivan-» »MM 3 ^4, to—’ öS ’ irt^Wn für If^il -‘SR2 2. außer dem ihnen zukommenden Gehalt eine pensionsfähige Stellenzulage von je 240 M. Tie Gehälter der Lehrer an den Volksschulen erfahren folgende Gestalt: 1.—3. Dienstjahr 1200 'DL, 4.-6. 1350 M., 7.-9. 1500 M., 10.—12. 13.—15. 1800 'M., 16.—18. 2000 fflL, 19.—21. 22 —24. 2400 M., 25.-27. 2600 M., 28 —30. »2:5 2 2 & CS rc vL - - g 2. -• ™ « s n E 2 ^»•-.■53g5 2. = C-S- 0 s* ro — _ 8® 23 ($f* - L-2! Beschuldigungen gegen einen Reichstagsabgeordneten» (Unsere. ,ii'j 1 ■ ■■ _ S. u. H. B a m b e r g, 31. März. Schwere Anschulditzungen ßcgen einen bayciiujcii ^^razstags- abgeordneten haben diesen zu einem Anträge aui ^irafveriolgung seiner Verleumder bei der hiesigen Staal^amvaktlchast Veranlaijung gegeben. Ein sozialdenwkratriches Blau hatte den, dem Zentrum angelrörenden Reichstagsabg. BiblioU)elssekretär Tr. U> fersfer angegriffen, indem cd ihm sittliche Verfehlungen im llmgange mit einem jungen BankL-mmis namens Alontag nachiagte. JJiit diesem Vantkommis sollte der Reichstagsabgeordnete Seki-Meipe- reien veranstaltet und ihn in Geselhchaft eurer gewisieii ^orte von Damen gebracht haben. Im Bevkebr mit diesen sowie ui sonstigen Weingelagen in Bamberger und Sitiimget We-nrcilau- rants sollte der Kommis sich über seine Berhältntiie verausgabt haben, so dasj er schließlich 1400 Marl^untcrschlagen hatte, um seine Verfehlungen zu verdecken. Die Sache sei icdoch heraus-- gekommen und darauf sei der äteichstagsabg. Dr. Pjeisser schleunigst von Lerün nach Bamberg herübergelommen, um 1 einen Scyutzling der Strafverfolgung durch den v9tuat»ann)alt zu ent» ziehen. Die »sache sollte in der 28ei,e gemacht worden lein, daß per Abg. Pseisier den Akontag in Frauentleider steckte. 5,5' 2 □ « S> 5 ”* r? — 2 — ^=SS-==3© WslO «u. „ 5-2*§ 2 ? S 5 R 'S 5 w 2^^ 00 r> => — 2 aZ? = 2;'’- <5 p —o E ■ 0 p — »Soö- 5* öffentliche Diskussion über diese Frage veranstaltete, jührte ein Engländer aus: „TaS von den Propheten angekündigte große und mächtige Reich muß m materiellem und mcht bloß m geiiiiflem Sinne vei° lianöen werden. Wenn aber nicht wir Engländer dieses iheic!-. finb, wenn nicht wir cs sind, die 111 der ganzen Wett liniere Sumte anspannen, um die Pläne der Por^ehung zu oerwiiktichen, wer ist es denn sonst?--Was mich betrifit, so bin ich überzeugt, bau wir Israel sind.' Auch das Bibelwort nimmt das englische Volk für sich in Anspruch: 1. Rios., *18, 18: Abraham soll em großes und mächtiges Volk werden, und alle Völker auf Erden sollen in ihm gesegnet werden! Das allerinteressanteste ist aber wohl, daß diese Identität nicht nur bildlich, sondern physiologisch im eigentlichen Sinn zu verstehen ist. In England existiert seit Jahren eine British Israel Association, die in ihren Zeitschriften The Banner of Israel und The Eorenont People die Ansicht verbreitet, daß die verlorenen 10 Stämme Israels die Eng- länder sind. 1892 erschien in Philadelphia bei Spengler em Buch unter folgendem Titel (deutsch iviedergegeben): „Anglo- Israel und das jüdische Problem. Die 10 Stämme Israels gefunden und mit der angelsächsischen Rasse identifiziert.' Was wird wohl Chamberlain dazu sagen? Der oben erwähnte Artikel legt in längeren Ausführungen diese fixe und verrückte Idee noch des näheren klar. Diese Proben mögen genügen. Gerade in unserer Zeit, die unter den Zeichen des englischen Anspruchs auf Weltherrschaft steht, wird man auch bei uns in Deutschland weit über den 51reis dec Leser jener Zeitschrift hinaus dieser Begründung des englischen Anspruchs und des englischen Dünkels Jnteresie entgegen bringen. ____________A. K. Die Lehrerbesoldung im Großherzogtum Hessen. .oE^ee&S. ä&5-,5- Ä M MM es feien den Sabbat (Samstag) beinahe ebenso rigoros wie> noch cm nicht pcmionsfählger WohuungsgSdzuscyup von die Juden. 1304 DL Die Vorsteher der Präparandenanstalten erhalten Als der „Morning Herald" vor einigen Jahren eine r* eycA»* CD tytT <3* - LZ- <75 p Z 3 ■=£« p 2 = 682". »2^ M-ßZ •«ej. J. 61(5)2 A 2<: • CP r. - S S x;--- — c—c* er S — 2- P 3 er n'o T * ht 3 C'-

wigsvtatz 3 ciort ober lo. ÄUpi ni Zweigen de- lanbwir' ishälterin V Mrgeo grobe- Wut. ton erbittet Ullngel- -bes^Blebcii Slice jtt.L Srau oder Mädchtc e Llunden 8or- un: >rS gesucht. Ludwlaftrabt 33. lkSLicnsimädh,!! Näheres bei 9totO, rage M._______ >chcu gesucht. >urg lL HotbaSnM. i Duchm^kii hre alt, am litbittn 00111 gen hohen Hohn tos. oel ncr, HUieniMCVR v.Äte' , KLS _______ " =.^3 =. - • S’» = ~ o 5 : T3—. ”2 0 3 -Ks-ZssZZA- crv “ =.§' psFs.^ *2, 'S. «5u S. 0 9* 8*^6) - ---7*.- 2 ?? 2 2.^ 3 2 2 a tZ o> 36 - Ö' tmti ihn nach Eger über die österreichische Grenze brachte. Me diese Beschuldigungen ctttärt Neichstagsabg. Pfeiffer in seiner Anzeige an die Staatsanwaltschaft für unwahr. Er hat außerdem zur Aufklärung seiner Wähler in den Blättern seines Wahlkreises eine Erklärung veröffentln.. .h der er v ' der erfolgten Strafanzeige gegen das sozialdemokratische r tt Mitteilung macht und mitteill. daß Montag aüerdings zu i Bekanntschaft gehört habe und daß er sich auch sonst um fein Li >eisen gekümmert habe, weil die Mutter Äiontags von schweren SchicksalIschlägen betroffen morbeit sei. In der Folge habe er Montag zu sich genommen und ihn als «Ltenographen bei seiner literarischen und wrssenschaftlickien Arbeit beschäftig!. In ähnlicher Weise habe er auch schon früher junge Leute beschäftigt. Es könne also darin nichts Auffälliges gefunden werden. Ten Borwurf eines Verbrechens gegen § 176 Ätr.-G.-B. erklärt Dr. Pfeiffer durch ärztliche Atteste entkräften zu können. Die Mutter des Montag habe ihn ausdrücklich gebeten, sich des lungert Mannes etwas anzunehmen, weil dieser damit umging, eine ihr nicht zusagende Liebschaft durch eine .heirat zu legitimieren. Tr. Pfeiffer schließt seine Erklärung mit einem scharfen Angriff auf einige seiner Parteifreunde, die dem von der sozialdemokratischen Presse verbreiteten Gerücht ohne weiteres Glauben geschenkt hatten. Tic Treiberei gegen ihn sei von einem hohen geistlichen Herrn seines Wahlkreises in Szene gefetzt worden; er werde auch gegen dicfen noch Strafantrag stellen. Seine Wähler könnten sich wohl denken, daß ihn dieser Zwischenfall derart verbittert habe, daß er mit der Absicht würg ehe, nach Klarstellung der Vorgänge im Gerichtssaale sich überhaupt vom ö f f e n t - lichenLeben zur ü ck z ü ziehen. Ter Wahlkreis Dr. Pfeiffers — Kronach-Lichtenfels — ist ein sicherer Besitzstand des Zenttums. Gerichtssaal. sä. Kriegsgericht in Offenbach. Der Gefreite R. M. aus Gießen von der 8. Kompagnie des Jnit.-Regts. Nr. 168 ist des K a m e r a d e ° D i eb st a h l s verdächtigt. Einem in der gleichen Stube schlafenden Musketier wurde aus dem verschloßenen Spind einen Barbetrag von 50 Mk. entwendet und der Verdacht fiel alsbald aus den Angeklagten, da er in der gleichen Nacht, als das Geld vermißt wurde, ausblieb und sich in zweifelhafter Gesellschaft herumlneb. Obwohl er sonst keinerlei Mittel hatte, ließ er ein Zwanzigmarkstück wechseln und seine Angabe, daß er das Geld von einem Onkel erhalten habe, stellte sich als unwahr heraus. Er hat weiter einen Geldbetrag, den er bei seinen Kameraden zu einem bestimmten Zwecke gesammelt hat für sich verausgabt, dann hat er, als er den Posten an der Kaserne passierte, verschiedentlich falsche Angaben gemacht. Trotz seines Leugnens gilt er des Diebstahls für über-ührt und wird wegen schweren Diebstahls gegen einen Kameraden, Ungehorsam, Unier- schlaguitg, vorsätzlicher Erstattung falscher dienstlicher Meldungen und unerlaubter Entfernung zu 7 Monaten Gesätignis verurteilt und in dte zweite Klasse des Soldatenslandes versetzt. — Russisch-Deutsche Medizinische Gesellschaft zu Berlin. Unter dem Vorsitz der Herren Geheunrat Prof. Dr. E. v. Leyden, Geheimrat Prof. Dr. Bechtereff-St. Petersburg, Prof. Dr. Hildebrand-Berlin hat sich die Russisch-Deutsche Medizinische Gesellschaft zu Berlin konstituiert, zu deren Vorstand außer den genonnlen Herren Tr. Lipliamsky-Berlin als Schriit'ühier, Tr. Weißbem-Berlin als Schatzmeister, Prof. Tr. Koßmann-Berlin als Bibliothekar, Tr. Hirsch-Kudowa, Dr. Stemsberg-Franzeiishad, Hofral Dr. v. Boustedt als stellvertretender Schriftführer, Schatzmeister resp. Bibliothekar, GeheimratProi.Dr.v.Niehring-Hälle undProi.Tr.Möller-Berlin als Beisitzer gewählt wurden. Tie neue medizinische Gesellschaft, die einen internationalenEharakter tragt, bezweckt dieFörderung der wissenschaftlichen und kollegialen Beziehungen und einet- innigeren Verbrüderung zwischen den russischen und deutschen Aerzten. Diesem Zweck sollen persönliche Zujammetck ünile, sowie Wanderversammlungen dienen. Die Alitgliedsbeilräge und freiwilligen Spenden sollen zu einem Fonds angesammelt werden, aus welchem eine Bibliothek, em Ambulatorium für unbemittelte russische Kraule, und sobald seine Höhe es zuläßk, ein russisches Krankenhaus in Berlin sowie ein eigenes Heim für die Gesellschaft errichtet werden sollen. Die Mitgliederzahl der Gesellschaft beträgt bereits mehrere Hiindert, und es gehören ihr die hervorragendsten Aerzte der drei großen Nachbarreiche Deutschland, Rnniänd und Oesterreich an. Solche Vereinigungen tragen am ! i ften zur friedlichen Annäherung der Völker bei und erfüllen eine f uraufgabe von weittragender geschichtlicher Bedeutung. Kandel. Die Leitung der Dresdener Bank hat in der am Samstag stattgehabten ordentlichen Generalversammlung sich mit anerkennenswerter Offenheit über die Wirtschaftslage in Deutschland ausgesprochen, ohne jedoch einen allzu pessimistischen Standpunkt zu dem ihrigen zu machen. Die Direktion erklärte, daß die pessimistische Auffassung der wirtschaftlichen Zukunft stark übertrieben war. Es liegen insbesondere für Deutschland keine Anzeichen vor, daß bi; Hochkonjunktur, in der die industriellen Werke über das M Ser normalen Leistungsfähigkeit ihrer normalen Anlagen niu- . ,r verfügbaren Arbeitskräfte und teilweise unter unerwünscht starker Anspannung des Geldbedarfs beschäftigt waren und noch sind, nunmehr eine Epoche mangelnder Beschäftigung und unzureichender Rentabilität folgen werden. Für zahlreiche Industriezweige, die gerade tvährend der Hochkonjunktur die hohen Preise der Nohmaterialien, die hohen Löhne und die Schwierigkeit der Arbeitsverhältnisfe als nachteilig empfunden haben, wird ein mäßiges . ichlassen der Konjunktur sogar,eine gewisse Erleichterung bietM. Tast die Geldversorgung für die besonders großen Ansprüche dieses Quartalstermins sich bisher ohne die befürchteten Zwischenfälle vollzogen hat, eine wirkliche Geldkrisis also nicht eingetreten ist, kann jedenfalls als ein Beweis für die im Kern gesunde Verfassung unserer Wirtschaftslage Angesehen werden. Von der Börse. Den stürmischen Kursrückgängen mährend der letzten Wochen ist auf manchen Gebieten eine ebenso stürmische Hausse gefolgt. Man kann sich jedoch der Ueberzeugung nicht verschließen, daß Maß und Ziel sich damals wie jetzt nicht auf die Wirtschaftslage stützen, resp. in ihr den richtigen Untergrund gesunden haben. Wir vertreten die Meinung, daß in den letzten Wochen die berechtigten Grenzen der Abwärtsbewegung weit überschritten wurden, sind aber auch der Ansicht, daß für die Wieder- gefunbung des Marktes jede Forcierung nach oben vermieden werden sollte. Es muß dafür gesorgt werden, daß eine allen- fallsige Erleichterung der Geldverhältnisse, für welche gegenwärtig einige Anzeichen vorliegen, durch Uebernahme in der Spekulation nicht gestört wird. Hausse in Mvntan-Aktien. Mit einer Hausse für Mvntan-Kassapapiere schloß die letzte !Woche des Monat März. Nicht allein die SpMilation, sondern auch das Privatkapital war zu großen Meinungskäufen geneigt Die Aktien des Aren- bergschen Bergwerks gewannen 10, des Stahlwerks Lösch 9, des Meggener Walzwerkes und der Westfälischen Drahtwerke Langendreer je 7 Proz., der Rheinisch-Nassauischen Bergwerks- uudHütten- A.-G. 6, des Fassenwalzwerks Mannstädt 5,25, des Eschweiler Walzwerks und des Essener Bergwerksvereins König Wilhelm je 4 Proz. Bemerkenswert ist auch noch die Steigerung der Aktien der Bielefelder Maschinenfabrik Dürkopp um 10 Proz., während man sich auf anderen Gebieten innerhalb engerer Grenzen bewegte. * Kleine Tageschronik. Ter in London zum Tode verurteilte Mörder des Warenhausbesitzers Whiteley, Rayner, wurde zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. — In der Nähe von L e l l e (Ungarn) brannte infolge Unvorsichtigkeit des Kutschers ein Stall mit 200 Pferden nieder. Fünf Personen kamen in den Flamm en ums Leben, zahlreiche andere mürben verletzt. — Ans dem Wolziger See (Oberspree kenterten am Montag in- fo ge hohen Wellenganges zwei Boote des Berliner Ruderklubs mit acht Ruderern, von denen drei ertranken. — In E a n n a t e l l e bet Gtrgenli wurden prähistorische W o h n st ä t l e n aus- gegraben. Alan sand Gesäße, Bruchstücke von Erzjchwertern und menschliche Skelette. — In Genua wurde in der Stro, Kirche eine Petarde entzündet. Es entstand eine Panik. Viele Frauen wurden ohnmächtig. Zwei Anarchisten sind als rnut^ maßliche Täter verbietet wordeit. — Ein Wiener Touri st, ist wie ans Gloggnitz .meldet wird, von der Teifels Badestnben- Spitze a b g e ft ü r z; und hat schwere Verletzungen davon getragen. Der Name des Verunglückten ist noch nicht bekannt. — Bei Reims (Frankreich) ereignete sich ent E i s e n b a h n u n f a l l, bei dem 15 Personen verletzt wurden, darunter fünf schwer. gpielplas drr Bereinigten Frankfurter Stcrdttheater. Opernhaus. Mittwoch den 3.Avril'): „Josef und seine Brüder." Donners, tag den 4. April: Neu einstudiert: „Tie Abreise." Hieraus: Z nm er sten Male: „Z i e r p tt v p e n." Zum Schluß : Zunt c r ft e n Male: „Susanna i m Bade/ Freitag den 5. April geschlossen. Samstag beit 6. April: „Tiefland." Sonntag den 7. April, nachmittags halb 4 Uhr: „Die Entführung ans dem Serail." Abends 7 Uhr: „Carmen." Montag den 8. April, abends halb 8 Uhr: „Die luftige Witwe." Schauspielhaus. Mittwoch den 3. April*): „Robert und Bertram." Donnerstag den 4. April: Gastspiel des Herrn 2L 33a Hermann: „Stein unter Steinen." Freitag den 5. April: Gastspiel de? Herrn A. Bassermann: „Traumulus." Samstag den 6. Aprtl; „Robert und Bertram " Sonntag den 7. Aprtl> nachmittags halb 4 Uhr: „Husareitfieber." Abends 7 Uhr: „Die Stützen der Gesellschaft." Montag den 8. April: „Dte Journalisten." Dienstag den 9. April: Äa st spiel des Herrn A. Basser, mann: Neu einfiubterf: „College Crampton." •) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Bei fieberhaften Krankheiten: ^nfluetua, Pneumonie etc. bietet ,^useke"-MÄl als gesundheitsgemäße Nahrung eine wirksame UntentÜtzung der Fieberdtät, da es leicht verdaulich ist, kräftig ernährend wirkt und durch seinen Gehalt an Mineralstoffen auch den Appetft anregt. Fabrikant: H. 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A * 5 —» — t-» Z tt ? - — do "** -Z •_> CS »ü e. . 03 C g „st =t . *CT .0 SZG .S K 2 o s- 'ft c. -2 .H ® *5 T — SS o -£< ctj£ s-o Sc-" HZ« <ß- 'S1 uC,'— Di 'M ' s «=; w c>-—. 4, CT _ S-'j. a-1 .?säZz§.~- _ . ■ — O V •— •3 »-» Ä « X = öd'© 4a®cS''ä5„'eH % —C CT.„ t= £? S’p s •eS^g^Bg^ .<^tfo£&)CQA '-'CS CT Z* 3 = E-^ S CT - CT — ns» O V— NH c a s Z •» a s c a J3 «s w 8 w V 3 P jO 2 o 3 I