Rr. 28 Erstes Blatt L57. Jahrgang Samstag 2. Februar 1907 Erscheint täglich ouüer Sonntags. Lein (Lietzener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hrsslschen Landwirt die Lleheaer ZamINcn. blätter oicnnol in der 2Bod)e beigelegt und yoeimal wöchentlich das Kreisblatt |ür den Kreis Sieben, Fernspiech An- fchlntzf.d. Redaktion 112 Acrlag u. (i$pcbil*on 61 ietzemr Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen 21 tinKiner «Hrfcat? ’ RotationrdruS und Verlag der vrühfschen Unlo.'vuch. und Steinbruderei H. fange. Redaktion. CxpedMon und Druckerei: Schulstrahe 7. ve,ag»P reis: \ mc»nailicd7dP^ viertel« ifihrlut) Ml. B.20; durch. Adbole- il ßweiflftcQen monatlich 65 ilf.: durch diePost Mk. 2.—viertel» jährt, ausschi. vestellg. Annahme von Anzeige» für die Tagesnunnner bis oonnitiaq* 10 llbc. Zeilenvrei-: lokal 15UU an»>värls 20 i'fennig, Berani>vorilich ’ut den poiil und allgem. teil: P. Witiko: für ,3tabi und vanb* und -UäcrichtSsaal': Ernst petz, für den An» »eiqcnteil: Hans Beck Die heutige Kummer umfaßt 10 Kelten. 5 5 erste Attchwahlrrgibnis. In Bremen hat bereits am Freiiag die Stichwahl stattgesunden. Jreisma und Sozialdemokratie standei» sich gegenüber, und efl erhielt Horrnann (f reif* 93p.) 2 9 404, Lchrnalfeldt (Soz.) 27 690 Stimmen. Somit hat also die Sozialdemokratie eine neue Niederlage erlitten. Jedenfalls in dieser verhängnisvolle Anfang der Slichivahlen höchst erfreulich. $>ic Korljetzuttg des göutjiftdmpirsT- Dietzen, den 2. Februar. Der Dietzener städtische Lehrer Herr Dg. ft l tng erfreute UNS nut einer höflichen Zuschrift, dec folgende .Erklärung' belgefügt ivar: L Im Auftrage deS .Leutschsozialen DahlausschusieS* habe ich am 24. Januar, vonniilags ti Ihn, die Erklärung mbenefi des OHflrblidieii Bakis nut dem Zentrum bei der (Leichä lssielle bet ti). A. als Annonee aii'negebcii. Tie Ausnahme luuiöc mir auch van ziveien ui der lLesdiäitssleile längen Herren z u g e s a g i. Um 11 Hoi (nicht um 10 Uhr) erhielt ich das Manuslripi mit dein von Ihnen veiofseiiillchteu Briefe ziiiück. 2. Ter ,Tenlsch>0jiale Wahlausschuu* hat her Redaktion des Dieb. Anx. absichtlich die oveneiwälMe Eiklarung nicht zu- friandl. Ur mubie nach den un Wahllarnpie gemachten Eifaiuungcil stelle Tr. Werner) desüichien, datz öiqe Erklärung unvollständig lUieöctQc^eben würde. v. Jaj dm nur keiner .hetzerischen Tätigkeit gegen den Liberalismus der Stadt Wiegen* beiuuuL In den wenigen Wahlverlauimlungen, in denen ich sprach, habe ich fiel» in sachlicher Weise die gegnerischen Parteien betdmpu. Es ist dies a»ich von gegnerischen Rednern anerkannt rvorden. 4. In dem Bargehen der verehrt. Rcdaliwn gegen mich erblicke ich geivisjermaben eine kleine Tenuniiation. — Ich iuai nur bei meutern Eintrilt in den Wahlkampi ivohl beipubi, tag ich mich dabei persönlichen Angrisien der Gegner ausjetzen luuibe. Ich sehe aber biejen und allen weiteren Angriffen nut Ruhe entgegen und mu den» Beivutziseui, für meine palimche Ueber^engnng ehrlich gctdmpu zu haben. 0>g. Kling, Dietzcner fiadll Lehrer. Tacaus haben wir folgendes zu erwidernr 1. Aus der von Herrn Kling ausdrücklich hervorgehobenen Zusage ziveier Herren unserer Defchästgsletle hätte er selber entnehmen können, datz unsererseits die un zweideutige Bereitwilligkeit vorlag, seiner damaligen Erklärung Aus- nülune zu geivahren. ES bestand nur unsererscüS die ^lbsichl, die Redaktion angehende Erörtcruiigen audichlieblich dem redallionetten Teile einzuverleiben, und der Weg wurde Herrn ft. durch daS ihm jedenfalls cm paar Stunden vor Re- daktionSschlutz zugegangene Schreiben deS Verlags ge- tvieicii. 2. Wir haben bereits gestern gesagt, daß für unS keinerlei Grund vorlag, jener lLrllärnngi m redaktionellen Teile die Aufnahme zu verweigern. Jedenfalls aber hätte von Herrn ftlmg der Versuch gemacht werden können. Der aber unterblieb, um auf Grund deS angeblich ablehnenden Bescheides drS Veilages ein neues 9)hlte^ der Propaganda gegen den »Dietz. Anz.* zu besitzen. Herrn Tr. WrrnerS tatsächliche Berichtigungen sind von unö stels verössentiicht ivordeii unter einziger AuSmerzung aller Hymnen auf den Deutsch - Sozialismus. 3. Cb Herr ftlmg in Versammlungen den Ton der Sachlichkeit geivahrt hat oder nicht, wissen wir nicht. Tas oder wissen wir, datz von einer ganzen Reihe antisemit. Hetzer unter der ganzen oberhessischen Bauernschaft der »Dietz. Anz.* immer und immer wieder be- schiuipft worden ist. Zahllose Versiiche städtischer Herren sind unS zu Ohren gekommen, die darauf abzielten, ländliche Abonnenten dem ,Gtctz. 2111$.* abspenstig zn machen. Tiese böswillige und nnlautere hetzerische Täligkeit, die allerdings erfolglos geblieben ist, geschah unter Anwendung einer Unzahl von Lügen über angebliche Beleidigungen der Bauernschaft durch den .Dietzener Anzeiger*, sowie durch 93erdrehungeu »nd Entstellungen, durch Wiedergabe von zusonunenhanglos aus sachlichen Berichten deS , Dietz. Anz." über Reden Tritter gerissenen Ausdrücken, die mit der 91 ns ich t des .Dietz. A n z.* nichts gemein haben. Auf diese Weise hat man sich nut grötztem Eifer und Erfolg bemüht, den liberalen Wahlrednern ihre Tätigkeit auf dem Lande zu erschweren, so datz diese von grundlos durch gewissenlose antijemitlsche Agitatoren aufgeslachelten, tnlflanunien und gereizten brenen ländlichen Wählermassen dec Dietz. Auz. als an allem Unglück, daS sich jemals zugetragen hat und das sich in alle» Zukunft zutragen wird, allem fchuldiger Sünden bock stets eulgegeugeschcieen wurde. TaS sind unbestreitbare, von uns längst auf das bcsttmmteste festgestellte Tat achen. Cb Herr ftlmg mitbeteiligt ist an dieser hätzlichen Wahlmache, daS wird w ja wohl selber am besten wissen. Und damit sind wir auch schon zu Punkt 4 der Kling- schen Erklärung gekommen. Wir denunzieren nicht, sondern icllcn Tatsachen fest, um reinen Tisch zu machen zwischen imS und allen jenen, die unS öffentlich oderhennlich verfolgen and zu schädigen versuchen. Um der Aufrechterhaltung unserer Selbstachtung willen -laben mir diese Tinge dargeslellt, wie sie in Wahrheit liegen. Wer diese Darslellungen ui ihr Gegenteil zu verkehren sich bemüht, verbreitet wissentlich tue Unwahrheit. * Man schreibt unS aus Großen.Bus eck, 2. Febr.: Gestern ^beud iand ^üie äußerlst zahlreich besuchte Versammlung^ die von der deutsch-sozialen Partei cinberufen war, her statt. LandtagSabg. Ä ö h i e r , Oberlcbrrr £3 e r n e r nebst einem großen Heerbann waren ersclnenen. Aog. ftvhl er gestand offen ent, datz er den Reichstag nicht oft besucht habe, er habe aber indirekt durch „MttteiSp^rieien" zu wirken versucht. Ter Reichstag sei um deswillen aufgelöst worden, um einige giößere Partcieit an die Wand zu drücken, darunter auch die leintßt. Es sei ein stampf zwischen Mittelstand und National- liberalen, d. h. DrotztapilaliNcn und E rotz industriellen. Lberlehrer Werner virsuchte ein Programm zu entwickeln, das mu Phraien auS Goethe und Schiller durchsetzt war. Er beruh.tc d^s NotarwtLgLfeo, sprach uoer die hohen Anwalts- Oibuineit und in6*>ciunbcic über d.e Jaden, die er als Wucherer, Mäuse, Ratten u. dgl. m. bcjeic4ictc. Demgegenüber lühite RegierungSliierendar Tr. Latz aus, er sei sehe erstaunt, daß der amvcjcnOe LiLhler die in so reichem Matzc geyen ihn erhobenen Ungrisje hidjt zurückwcise. ES sei ünjUunennen, dag er oiicne Farbe bctamU haoc. dag er seine Berollichtungen nicht erfüllt fr.be, die et a.ö ReickiStagsabgeordneter auf sich gc- iiummen Hobe. Cb das eine geeignete JnteressenoettreUuig des L b-ss. W^h.kreiies (ei, stelle er liis Er-neiien aller vernunllig, 11 ar denicnden Leute. dufter sei sonach, wenn Liebermann von Ronnenberg noch Recht haoe, eine „Null in dec Fraitwnsiiiic" gewesen, intimer fuhtte dann die Gründe auS, die zur Aus. -osung deS biew/StageS );.bitc>i, bie aoec jCbb.ec a.s B.ricauenL- niüini des Zenttums nicht zugcbcn dacse. Er wies bann ausführlich dar au, hin, ivaum bie Sozialdemotratie den 21 n 11 i e m i t e n i.iujt wählen rönne, auS dem cuuaujen Grunde, weil eriiere die Powle Freiheit, G.euüh.ll und itsruderne..kLit aus ihre Fahne gesa).reben haoe, den Ra^ienhau, ver.oer.e, der uld beraltd u:.d >.S bic U.saux aller L-crwur,Nisse uno politischen Uteignije augeicl>.n werden in-ije. Weiterhin auch bed» h-lb ihm, well ftöh.er der ^oiltarii nicht Ijouj genug o ciue.cn lei — in der Tut haoe ec auch bei der Abstimmung geschwänzt und so die wirtsch-.lliche Eintenz der Urue.tcr haoe vernichten wollen. Tr. Hup grng dann weiter zur Wchcr.egang unb jilm> Heilung dcS 4j.ucd.eJ oes Notari^togeietzes, Gcvuh.enordnung der 'llnwälte von 187y, die, obwohl seitdem die wirtichaillichen Bet- Ijaltnilie einen Aull'choung eriuh.en, d.e Kau.rratt dcö Gerdes geringer geworden sei, eine Abänberung nicht eti-brcn haoe. Er kam bann aus bie g-ahrlarlensieuer zu sprechen und behauptete, bau Köhler i na Landtag den Antrag auf Entziehung der Arbcllcrbllietis gefleckt habe, stöhler nannte hieraus beji 2r. Katz einen Lugncc, daS sei eine bwtze Betieunidung er ft atz,,, gehöre zu Souuner usw. lleberhaupt haben hier auch wi^de.um die anitsemll.schen Agitatoren ihre lliisachiichlcll wie noch nie an den Lag gelegt durch Zwischenrufe, bie aber einstimmig von den fumuia,cn Wühlern durch ichurien Protest -uruageiviesen wurden. Tes weiteren wurden die Persöniichleiten der ftuiibibaten einer näheren Erörterung unterzogen, üüxtni men sich fchar, dagegen wandte, daß Hetzligen, irnebt vu den ©rugtaiiiUiiitcn, bie sur bie Aroertcr nichts vorig haben, zu zählen feu Es wurde darauf hingciotesen, d.rij Hehl.gen. naebt fcibfl mit der Schürze und Hammer ut bet Hunb sein tug- adjcS Brot verdient habe, und datz dieser Mann ein Herz jur seine früheren ftumeraixn habe, haoe er hinlänglich dura) Laten bewiesen. Tr. ftatz wies ni5 Schüler Bicrmers nuch Tar.egung des Vcrhölttiisses zwlsa^n Liöhlec und Biermcr die gegen iep. tcren erhobenen Angrisse, fo.uie datz man den Gietzener unjetger als „natronalltbevarcS lülatr' bezeichnete, scharf zurück. Hier^ui wollte llberreh.ec Werner das Wort ergreifen, er wurde aber grhaidect durch duS Berha.teit der Wähler, sodatz Lr. jllitz bat, Ixitl) Herrn Werner anzuhören. Georg Jolel meldete sich iwch als uatio.iallibeva.er Parteiangehöriger hieraus zum Wort. Er beieuchii.te bie Judem'rage unb gmg des näheren au, die Zolliruge unb nochmars auf die P r og r a m mlo i ig fe 11 der Antisemiten ein. Die Versammlung konnte jedermann mit dem Lewutztieui verlassen, dag Löcher und Genossen durch ihre vreben uno Verhütten neue Stimmen in Grogen-Buseu nmu erwerben werden. Aian schreibt und anS Nidda, 1. Febr. 1907: Tie Vorbereitungen zur Ltichivohl gehen ohne großen 2änn mit um so grötzerem Ei er m der Lulle vor sich. Man hasst zu- verstchillch am den Lieg vou Heyllgeuslaebt. Lornuag, 3. b. 'Hits. w>rd Aba. ftoljler hier noch einmal äufneten, doch bürm dies für Aidda ziemlich uberslüisig leuu 'Man sagt sich, bau Slobler, der zugleich Bizepiändeui des Landtages ui, gar nicht tiu Lkande fein wird, fernen Pflichten als RtichLtagSabgeorbneier zu gemigen, ganz abgesehen davon, daß er hier nichts iveniger als lympaihifch ui. Am die Stimmen der Lozialbemolraten sreilich braucht ei nicht zu hoffen. Ter Humor der Herren ftöhlerianer Hal uns heute eine besondere Freude bereitet. Unser politischer Redakteur erhielt heule persönlich folgende Zuschrift: Sbschrift. Drobkn-tzinden, den 1. Februar 1907. Hochlöblicher DablaiiSsa.uv brr liberalen Hariri in Gietzen? Lowril bekannt geworden, finbet heuie Abend eine Wäylerversanim- kung Ztzrcr Parin taljtcr finit. Diesbezüglich wäre eS bem größten ‘Zeil der diesigen IVäUler erwünscht, wenn Sie uns Herrn W > ttlo sowie Herrn Professor Viermer ale Redner übersenden wu>den. Mu erhereui Herrn ist wohl eine RichNgsieUung in Euerem Parteiorgan ausgeschlossen, l'eylerer, Herr Proscsjor ibierroer, hat zur »jeu tu Zuiaiiinienseyuiig der zweiten -Eiändelamuitr, sowie die der tzaiidwuifchasiSlauimer ur drw Maße veleuchtei, daß bie habet betroffenen Wähler eure Genugtuung verlangen, weshalb eine uiunbltche Luse.nand rsetzung unt beit.u Herren hier am Platz erwünscht wäre. AUe andern Siednir sind wohl überflüssig. Aq.ung-volt! viele Wöhler von iLroßen.Linden Tie Aufforderung der Herren ans Drotzen-L'nden ist ebenso ehrenvoll alS Iicbcn6ipütbig und Redakteur Wittko wird nicht ermangeln, ihr gern Folge zu leisten, sofern ihm seine BerufSpstichlen Zeit dazu übrig kaffen. Tas Zentrum in Hefien. Wir lesen heute m dec »ftüln. Volksztg.*: Dtainz, 1. Fedr. Tie Venraueusmämtcrversmnmlung der Nationalliberalen von M a i n z - s) p p e n b e i m beidiloö mit geringer Mehrheit, für bie Liichwahl zivifcheu Zentrum uno Sozialdcnwtiaiie die Stimmabgabe ihrer Walner sretzn- g e b en. Eine starke Äliuberheu war für em ducktes Euurctcn iür den Zeutiumslaiididateii Alolthan. Ter Bund Der vanb« tu t r i e tritt für M o 11 h a n em. Ter llanDesausickuitz Der hefi Z e n t r u m s p a r t e i bcjtbioB als Folge der liberalen Wahlpaiote m 'Mamz-Cppeiihetm, die Sitmmabga'.e iqieu Wahlen» iieiju* Hellen, Die glciaje Waq.paiole iür bie Zeiuiumswaolct in Olfen bach-Dteburg unb Darmstadt, Zu vinge.n - Alzey wird bas flenn um gegen den Freisinnigen Schnubt und i s> r Heller sBd. b. L.s emneien. In Ftredberg lautet die 'Lat ole auf W a h l e u t h a l i u n g. In Bensheim mu da» fleuinnn für den E b r t si l t ch s o z t a l e n, ut (ft t e B e n unb Alsfeld Iür den B o ti e r n b >, n d l er ein. In Worms ivitd an dem flentnnnofanbibaien liebel festgeballen. Ter nationalliberale LaadeSaurschuß für das Diotzherzogtnm Hessen hat beichlssjen, für da» Zentrum in Alainz cinznlceten, falls dieses die Rational, liberalen in Tarmi'ladt, Cffenbach, BenShcim, Friedberg und Alsfeld unterstützt. Im Wahlkreis A lSfeld - La n terb a ch-S ch olt en beschlotz eine stack besuchte in Alsfeld abgehaltene fretfinnigi Versammlung für bie Liichwahl die Unterstützung Dc3 nalionallibcralcn ftanbibaten Dr. Wallau. Auch der freisinnige Reich-ölagSkandidat, Rechtüamvalt und Notar Sieh, foidert seine Wähler öffentlich auf, in der Stichwahl für Lr. Wallau cuijulrrkn. In Alainz beschlotz die Denlsch-freisinnige Partei infolge der Zenlilunopaiole im WahkreiS Bingen-Alzei) bei der Stichwahl für Dr. David (Soz.) eintreicu. In Worms werden die Vereinigten Liberalen für bie Stichwahl zwischen Zentrum und WalioiiQlhbeialcxi (Hey!) Wahlfce > heit proklamieren. Tas Zentriim bat für Frankfurt a. M., Hanau und Offenbach Wahlenthaltung beschlossen. Dadurch Ivird der Sieg des Demokraten Ceser gegen den Sozialtiien Lr. Cuarck gefährdet, m Hanau bie Behauptung dr» naiionaUibcralcn AkandaiS m Frage gestellt unb in Offen« bach der Sieg des So-ziatdeinokraten Ulrich über den Äiationattiberalen entschieden; der ftrciS war den Sozialdemokraten 19ü3 enttijsen worben. Tie Leitung der bayrischen Zentrumspartei hat für die Slichivahlen iui rechtsiheinischen Bayern die Parole auögegcben, die Wahl eines libera.len ftandidaten unter kernen Umständen zu unterstützen. Diese Parole bedeutet bie Wiederwahl der Sozialdemokraten o. Vo11mar unb Birk in München und den Sieg von Segitz m Eilangen-Fürth. Die Degen 1 eist nng bei Sozialdemokratie besteht in der Unterstützung be< Zentrums m diesem Stichwahlkampf nut den Slahonal. -locralcn. Bet dieser Verständigung scheint auch der Bauernbund beteiligt zu sein, der in ftalserslautern nut Tr. Rösicke gegen einen Sozioldemokruien und in Ansbach.Schwabach mit Hufnagel gegen den Demokraten Dr. Cuidde in der Stichwahl steht. - Zum Üupitel der häf,N^eu WahlkampfeSml ttl gehört folgende Meldung aus Boch u m, 1. Febr.: Der unterlegene Zentrumslandibat Redakteur FuSangel verüfsint- llcht eine Erklärung, in bet er ein gerichtliches Vorgehen gegen diejenigen De istlichen unb Laien ankündigt, die zwei Tage vor dem Wahltage in über 40 Ortschaften mit der Behauptung gegen ihn agitiert haben, FuSangel habe Ehebruch getrieben. Tie Fartfühnmg der SojialpoIitiL Offenbach, 1. Febr. Auf eine von der ,OffenS. Ztg.« an den Reichskanzler gerichtete Anfrage, ob von der Regierung mit Hülfe des neuen Reichstages eine Rückwärtsrevision der fozialpolitischen Desetzgebung geplant sei, ist ihr nachllehende Tepesche zugegangcn: ^Deutsche Sozialpolitik ivird m seitherigen bewährten Bahnen nachdrücklich fortgeführt. Behanplimg, datz Beciifsvecelnsoorlage unmittelbar oder milteibar zu Beschräntilng nicht rechtsfähiger Berufsvcrelne dienen sollte, unzutreffend. Insbesondere nicht beabsichtigt, Mitglieder nicht rechtsfähiger BerufSvereme irgendwie von Veiwaltnng sozialpolitischer Einrichtungen auSzu- jchlietzen. — gez. Reichskanzler Fürst Bülow.* • Die ,'J?orbb. Allg. Zig.* gibt auS einem Artikel deS Pariser „Figaro*: »Vlobilisierung ohne Waffen* folgendes wicdcr: .Ter Aufriif an die beuiftften Döhler hat Crfofg gehabt. Tausende von Burgern, die bisher niemals an der Wahlurne erschienen waren, haben dem Rrne Folge geleistet. TaS mar wohl Mobilisierung zu nennen, da alle kamen, nicht nur, um ihr politisches Recht auSzuübett, fonbein, um ihre nationale Pflicht zv er’üllcn; bas .gröbere Teutichland* war die Frage; alles übrige icar ihnen gleichgültig. Plan Halle wohl das deutiche Bott |d)on bei irui).ren Gelegenheiten in Erregung gc eben, ale dec Malier den Reichstag auflöfte, um bas Heer unb bie Marine zu veruadtn, ist diesmal der patriotiiche^tti>er noch stärker unb be- ittchiiendcr gciveien. as Heer und Flotte bedeuten, tpeiB jeder remsche doh Köln bis Mönigsicrg. Tetnschland hat gestinuiu iür den Kaiser, die Kolonien unö die , Welipolnit* trog der teuren ^leifchpieije, uotz 2uu 'Uhllioneit Mark neuer Steuern und noij der Sicherheit iveiteier Cp'er. Tag die armie ligen deutschen Kolonien solche Begeiferung er iv ecken wurden unb die demiche Regierung mu solcher i:eichligkeit sie zur Bedeniung eines Symbols erheben wurde, wer hätte das geahnt! lls gibt nur ein Teut.chland, wenn es sich um die Drohe des Reiches handelt. Alan kann dieses schöne Beispiel nur beneiden, aber man mutz bannt rechneiu* Tie ,'JlorOö. Allg. Ztg.* bemerkt hierzu, was der ,5t* garo* schreibt, werden die Stichwah. n hoffentlich aufs neue als zutreffend erweisen: Wo es sich um das Wohl und die Dcötze des Reiches handelt, gibt es gen) j nur ein Teutschland. Ter Sousslku.kosten als Wahlurne. Eine heiterer Vorsatt, weicher verdient der Ceffenilichkcit übergeben zu werden, trug sich bet bei Relchstagswahl m Jauu ui eurem WahÜolal zu, bas em Gasthof war. Km. LH t)Ier hatte sich In der Wahlzelle, die sich in der Nähe der eatcrbühne befand, ungewöhnlich lange anfgehallen. 9116 er endlich heraustrat, wandle er sich schnurstracks der Türe zu und wollte wieder seiner Wege gehen. 9lls er nun von dem Manne, welcher die Wahlkuvcrls verteilte, aufmerksam gemacht wurde, doch jetzt erst den Stimmzettel mit Umschlag dem Wahlvorsteher zu übergeben, da dämmerte dem schlauen Wähler auf, daß er wohl eine gewaltige Dmumhcit begangen habe. Unter dem Vorwande, den verloren gegangenen Zettel und Umschlag zu suchen, wanderte rt zum zweiten Male in die Wahlzelle, und als man, ob seines laugen Verweilens darin endlich zum rechten sah, konnte man beobachten, wc der gute Mann sich bemühte, das ftnocrt aus dem Souffleurkasten ^zerauszuziehenl Er hatte, eingedenk dessen, datz die Wahl eine geheime sei, den Souffleurkasten als Wahlurne betrachtet. Apolitische Tagesschau. Die Sttchwaiffea. Die bereit- mitgetcilten Ziffern der Hauvtwahten vom 25. Januar geben, so trocken sonst Zahlen an sich sind, recht interessante Abschlüsse. Vor allem bemerkenswert ist, daß die Sozialdemokraten trotz ihrer effektiven Niederlage noch immer einen Stimmenzuwachs von fast einer viertel Million zu verzeichnen haben. Eine respektable Zahl, deren Bedeutung aber doch insofern nicht überschätzt werden darf, c-ls mehrere bütgcrlid* Parteien einen ähnlichen Stimmenzuwachs zu verzeichnen haben; so können die N a t i o n a 11 i b e r a l e n mit einer noch etwas h'ö heren Ziffer aufivartcn, und Konservative und F r e i s i n n i ge haben gleichfalls j e über 200000 Stimmen mehr zu verzeichnen, auch das Zentrum hat um beinahe 4 0 0 0 ck 0 S t i m m c n zugenom - men und betrachtet man die Ziffern vom Standpunkte der Re- gierungsfreunde und -Gegner, so ergibt sich, daß die der letzteren, nämlich der Sozialdemokraten, des Zentrums und der Polen, sich um ca. 750000 Stimmen vermehrt haben, während für die Negierung ca. LOOOOOStimmen mehr abgegeben nwr> den sind. Nach dieser Einsicht ist das Resultat also so ziemlich das gleiche’ anders stellt es sich dagegen, wenn man der Sozialdemokratie die bürgerlichen Parteien gegenüberstellt, da alLdann der sozialdemokratische Zuwachs von 240 000 Stimmen gegenüber dem- jcnigeii aller bürgerlichen Parteien in Höhe von P/4 Millionen fast gänzlich verschwindet. Gerade in diesem Resultat zeigt sich zur Evidenz, baß die V e r l u st e der Sozialdemokraten durch die stärkere Beteiligung der bürgerlichen Wähler hervo rgerufen worden sind. Erklärlich ist ander- seirs aber auch die nicht unbeträchtliche Zunahme der Zentrums- stimmen. ES ist eine alte Erfahrung, daß nicht der stampf sich gegen eine einzelne Partei richtet, sondern sich gegen eine einzelne Partei konzentriert, alle derselben nahestehenoen Elemente wachgerüttelt werden und unter Aufgabe der bisherigen Lässigkeit den Weg zur Wahlurne antreten, dazu kommt auch, baß nächst der Sozialdemolratie das Zentrum am besten organisiert und diszipliniert ist und die Konfession eines der stärksten Bindemittel abgibt, über welches kleinere trennende Momente vollständig vergessen werden. Diese Situation ist überaus beachtens luert im Hinblick auf die Stichwahlen und die Regierung scheint dem auch bereits Rechnung zu tragen. Nachdem bisher die Parole lautete: „gegen Schwarz und Rot", ertönt nun mit einem Male, nachdem das Zentrum seine Posilion durchaus behauptet hat, in der „Nordd. 9111g. Ztg." das Losungswort, daß alle bürgerlichen Parteien sich gegenüber der Sozialdemokratie sammeln müßicn. Nachdem die Negierung bisher so stark in die Trompete gestoßen, kann dies leicht den Eindruck erwecken, als wenn bereits wieder zum Rückzug geblasen und schließlich boaj alles beim alten bleiben würde. Allerdings betont die offiziöse Auslassung, daß die Regierung für reaktionäre Maßnahmen nicht zu haben fein werde, aber die mehrfach bezeugte Ungeschicklichkeit kann noch im letzten Momente böse Nackenschläge zur Folge Habern Im übrigen wird die von der Regierung ausgegebene Stichwahlparole kaum allenthalben befolgt werden, wie ja die Wähler zuweilen nicht die von der eigenen Parteileitun g au^egebene Losung beherzigen. * Die landwirtschaftliche Woche. 9L Berlin, 1. Februar. Die Anzeichen für das Herannahur der „landwirlschastlichen Wocbe" machen sich bemerkbar. Nach den bereits jetzt vorliegenden Anmeldungen zu schließen, wird der Besuch der Generalversammlung des Bundes der Landwirte und der sonstigen agrarischen Veranstaltungen mindestens so stark werden, wie im letzten Jahre. Die Interessenten sind der Zuversicht, eine Art Wahl- Siegessest begeben zu können, da die koloniale Wahlparole eine in diesem Umfang wohl kaum erwartete Stärkung der für Schutzzollpolitik eintretenden Parteien gezeitigt hat. Werden doch zwei bem Vorstand des Bundes der Landwirte angehörendc Persönlichkeiten höchstwahrscheinlich in den Reichstag zurück- kehrcu. Dr. Oertel, der „überzeugte Interpret bünblerischei Ausck-auungen", gehört allerdings nicht zu diesen. Er ließ sich in seinem früheren und zugleich heimatlichen Wahlkreis nicht wieder aufstellen, obwohl das dortige Mandat fdjon im ersten Wahlgang den Sozialdenrokraten durch die Konservativen entrissen wurde. Dafür wird Dr. Eertel, und mit ihm der westpreuß. Agrarierchef v. O l d e n b u r g, in einer Rede vor der bündlerischen Generalversammlung die Fortsetzung des agrarischen Wunschzettels aufrollen. Denn der Sieg des schutzzöllncrischcn Prinzips bei den Wahlen wirkt nicht als eiuschränrend auf die Forderungen der Bündln: man wird int Gegenteil nun erst recht vom Fürsten Bülow verlangen, daß der wirtschaftspolitische Kurs ber alte bleibt Zu bieser Beziehung finbet ber „Silvesterorief" nicht ganz den Beifall dn Herren von der Rechten. Die „Kreuzztg." z. B. nennt es unzutreffend, daß „der unbedingt iwiroenoige Schutz ber Landwirtschaft auf ein Jahrzehnt hinaus gesichert" sei. Nur nach oben feien die Einfuhrzölle festgelegt, nach unten können sic jederzeit durch die deutsche Gesetzgebung abgeändert werden, unb eine Gelegenheit bazu böte sich schon beim Abschluß eines Hanbeis- dertrages mit ben Bereinigten Staaten. Die Wahlhülfe seitens ber Liberalen war ben Agrariern reckst, von Berücksichtigung ber liberalen Wünsche, von einer bie bürgerliche Linke einschlicßenben Mehrheitöbilbung aber soll wohl nur in ber Theorie bie Siebe sein. Für bie politisch Praxis wünscht man bas Zentrum toicbcr in ©naben angenommen, über besien Haltung in ber den WahUonslilt begründenden nationalen Frage für die Agrarier bereits GraS gewachsen zu sein scheint Die „grüne Wock>e" dürfte auch diesmal nickst vorübergehen, ohne eine Kundgebung des Reichskanzlers beim Festmahl deS deutschen LanbwirtschastsratS, dieser unter bem Vorsitz des Grasen Sckpverin-Lvwctz stehenden voinchuisten Vertretung des Agrarierturns, der auch Herren vorn Zentrum angehören, allerdings nicht ioUijc der denioli.a.ischen bimjtung Roeren-Erz- berger. Mas Fürst Bülow vor dem LaudwirtschaftSrat barlcgcii wird, dürste von Kolonial- und Weltpolilit ziemlich entfernt, dafür aber vom Erdgeruch ber Heimatpolitik durchzogen fein und somit eine ben Agrariern wohlgeiaitige Ergänzung ocs „Silvesterbriefes" bilden. Die im Zirkus Busch sich ucriammeln* ben Männer ber schwieligen Daucmfaust werben also wohl in bie Lage kommen, sich beruhigten Herzens zu beglückwünschen unb bes Wortes bes Grafen Simburg eingcbenk zu sein: „Einen besseren Reichskanzler kann sich bie beutsche La ilbwirt schäft nicht wünschen!" Deutsche» Reich. Berlin, 1. ftebr. Ter Kaiser stattete heute dem Reichskanzler einen Besuch ab. Hamburg, 2. Febr. Die nach dem neuen, den Sozial- bemokralen ungünstigen Wahlgesetz vorgenommonen Wähl'eu zur Bürgerschaft ergaben im Stadlgedict, soweit bisher die Ergebnisse aus 40 Wahlbezirken vorliegen, ein starkes Anwachsen der sozialdemokratischen Stimmen, so daß die Sozialbeuiokraten wohl mindestens in ber gleichen Anzahl in bas Parlament einziehen werben, wenn sie nickst noch ihre Mandate verstärken. In ben Laudbcziiken, wo noch nach bem alten Wahlgesetz gewählt wirb, haben bisher die vereinigten Liberalen gegenüber der Rechten Erfolge erzielt, indem sie mit mehreren Kandidaten in aus- sichtsreicher Stichwahl stehen. Konstanz, 1. Febr. Ter wegen Versuchs der Ver- leitung zum Meineid zu einjähriger Zuchthausstrafe verurteilte Pfarrer Geufert m Guenbelwangen, dessen eingelegte Revision oom Reichsgericht zurückgewie en worben ist, hat nun nicht ein Gnadengesuch an den Großherzog cingcreicht; dasselbe ist auch von der Pfarigememde Guendel- wannen geschehen. 23u =• S.aoe uno e.ano. Gießen, ben 2. Februar 1907. •• Landcsuniversität. Wie wir aus sicherer Quelle hören, findet die 3. Jghrhuudcrtseicr ber LaudeSuniversitäl vom 31. Juli dis 3. August statt. Wir hoffen, in ben nächsten Tagen näheicS über die in Llussicht genommenen Festlichkeiten mitteileu zu können. •• V o m Groß Hz gl. Hof. S. K. H. ber Groß- Herzog ist heute 6 Uhr 45 Min. vormittags in Begleitung Oes Flügelabjiitaiiten Liiltmeisler Freiherr v. Mcissenbach ans München wieder in Darmstadt cingetroffeu. — Tie Groß- herzoglichen Hcrischciste» haben Ihr Erscheinen bei bem Ball bcs SlaatSmiuislerS Ewald am Samslng zugesagt. "* Z u m H o f m a r s ch a l l lind Vorstand des Hofinarschall- amis wurde von S. K. H. dem G r oß h erzog der Rlajor a.D. Reinhold Frhr. von U n g e r u - S t e r n b e r g ernannt,/ der seithet schon die Fuilklionen velsah. — Z u n, A e s u ch e d e r G i o ß h. Herrschaften lucrbcn m ben nächsten Tagen im 9icucn Palais eintvcffen bie Prinzessin Dorothea zu Solms-Lick) und bie Prm- zcffin Elisabeth zu Sto l b erg-Roßl a. • • Oberfürsterw ü n s eh e. Der 2. h e s s. K a m in e r gingen 2 Vorstellungen des Verbandes Großh. Hessischer Obersöisler zu, in denen unter eingehender Begründung eine Erhöhung der Vergütung für Pf erd eh a l t un g von 80d Mark auf 1365 Maik und e.ne andere Regelung, bczw. Erhöhung der Bureau kosten-Entschädigung. ^Kolonialdlrektor Dem bürg in Dain stad t. Auf Einladung ber Darmstädter Kolonialgesellschaft und ber Großh. Handllstammer wirb am Montag, vormittags 11 Uhr, un Städtischen Saalbaii Qberstleutnaiit Quade über Snd- ivestasiisa spreche». Es steht zu eiwatifn, baß hierauf der stellv. Kolonialdireklor Wiill. Geheimcrat Temdurg, bei vorher von S. K. H. dem Großherzog empfangen wirb, eine Ansprache hält. Wegen Karlen wolle man sich an Rechts, anwalt Dr. Bopp, Rheinssraße 19, hier, wenden. Tarnen können wegen Platzniangels keinen Zutritt erhalte». Der frühere ReichstagSabg. Dr. Becker, bet seither in Sprendlingen seinen Wohnsitz hatte, hat nunmehr, wie mir aus Dar m stadt vernehme», seine ärztliche Praxis anfgeßcbe» unb seinen Wohnsitz »ach Berlin verlegt. Ei hat, wie es heißt, die G e s ch ä sts f» h r e r H e 11 e des 'Reichs, verbandes gegen bic So^ialbci» ofratic, dessen Rii- gr»»der cc seiner Zeit war, übernommen, um sich mmuicl)t vollständig bet neuen politische» Tätigkeit zu luibmen. • * Tie Aulageiiiiisik fällt morgen Souiliag aus. 72 * Lanb »vlrtsch. Institut. In seiner Freitags- sitzung ve» handelte ber Finanzausschuß bet 2. Kainuier nut bet Regierung säst ausschließlich über ben Antrag K ö hler - Hirs chel zu Kap. 36, Lanbesuniverfität 5. Snnb- wirtschaft, woselbst noch für 1 Assistenten, für Feldversuche rc. 1550 srir 1 Gärtner und Kulturaufsehcr 750 L"aU unb für Unlerhaltung eines Versuchsgutes für verglcicheu. den Caatcn-Sorlen-Anban auf wissenschaitlicher Grundlage 8000 Riark verlangt werden. Ter Tlusschuß entschied sich dahi», daß diese Mittel für 1907 emS dem D isp os l t l os- sonds cnlnommc», vom nächsten Jahr ab aber im Etat eingestellt werben solle». Mainz, 1. Febr. Auf Antrag be» Oberbürgermeisters Dr. Götlelmann wurden in der heutigen Sitzung derSladtverord- n c t e n 0 e r i a m m 1 u n g für bie Opfer bes Grube n-U n - g 1 ü ck s auf der Grube 91 c b c n im Saarrevier 2000 Mk. bewilligt. Lhiie Debatte würbe bie Stünbigung beS Oberarztes bes stäbtifchen Hospitals Dr. Schi ff mach er angenommen unb beschlossen, bic Stelle mir einem Gehalt von 5000 Mk. öffentlich auszuschreiben. Auf Antiag bes Stabtv. I. Falk würbe ferner beschlofsen, bem Änlrage von 141 Metzgermeistern, ben Labens chluß an den Wochentagen um 81/« Uhr abends an-uordnen, zu entsprechen, und dein Verein zur Wahrung der Rheinfchiffahrts- iiitercffen beizutreten. Für die Erbauung eines neuen Schul- hauscs an der Eolmarstraße, das am 1. Oft. 1008 vollendet sein soll, ivurdeir 672 000 Mk. und für die Wiederherstellung bcs Kurh. Schlosses zur Berwenbung in ber ziveiten Bauperiobe 147 000 Mk. bewilligt — Ein außetorbentl. Kreistag bes Kreises Mainz beschloß einstimmig, ber Eingemeinbung Marnbachs i n M a i n z zuzustimmen. (Frkf. Ztg.) k Friebberg, 2. Febr. Unter Mitw.rtnng des Großh. KreiSarnts unb Großh. Kultilrinspcktion Hal sich dieser Tage nuiunchr bet Verband bet Ortsgruppe B bei Gtnppenwassei Versorgung Bad-9t anheim, beim die Gciucindc» Rieder - Florstadt, Affenheim, Osscnheiui, 'Reichelsheim, Staden, Bingenheim und Leidhecken augehöre», entgiltig konstituiert. Tie Arbeite» und Lieferungen wcibcn in Kurze von der Kulturinjpclllon Friedberg zllt Vergebung ausgeschrieben werben. h. Frankflirt a. M., 1. Febr. Tie gesirige Kon- sroulalion des Rechtsamvalts Haii, der beschuldigt wirb, icine Schwiegermutter, btc Fran Rlalitar, in Baden-Badcil erschossen zu haben, mit einer Reihe von Zeugen, ergab kein absolut sicheres Nefultar. Ein Teil der Zeugen er- kannte Hau wieder, andere dagegen nicht. Hau gab u. a. zu, de» falschen Bart in Bestelllmg gegeben zu haben, bestritt aber aufs entschiedenste, Frau Molitor erschosien zir haben. — Ter Hund eines in der Bockcnheimer Anlage patrouillierenden Schutzmannes stöberte im Gebüsch vergangene Nacht eine halberfrorene Frauensperson auf. Die Frau, eine Schneiderin aus der Darmstädter Landstraße war vor kurzem aus der Ittenanstalt entlassen worden. Sie wurde von neuem dorthin gebracht. Gießener Strafkammer. y Gießen, 1. Februar 1907. Ein hoffnungsvoller Junge. Die Straftchttmer verhinderte gegen den 13jährigeN Schulet M. H. von Alsfeld wegen einet Reihe von ihm erübter Betrügereien mit Urkundenfälschung und Diebstahls. Im vorigen Winter kam et zu der Frau eines Sattlers zu Alsmd, die et bat, ihm für seinen Vater, der in Altenburg Bahnwärter ist, fünf Mark zu leihe,r. Er zeigte einen mit bem Namen seines Vaters unterschriebenen Zettel vor, nach bessen Inhalt bieser in Geldverlegenheit sei, da er sein Gehalt noch nicht erhalten habe. Im Vertrauen auf bie Mäßigkeit bieser Angaben, würbe ihm bas Gelb verabsolgt. Auf gleiche Weise erschwinbclte er im Frahjah-r bei einem Kaufmann ben Betrag von 6 Mark, indem er einen angeblich von seiner 'Kutter gefdjricbcnen Zettel vorzeigte, nach treffen Inhalt seine Mutter verreisen wolle, eS ihr aber an Geld seh.e, da deS 95ater3 Gehalt noch nicht ausbezatzlt wäre. Tie Bedenken gegen die Richtigkeit der Angaben wußte er in dem Kausmaun zu zernreuen, sodaß dieser, da er angab, er dürfe ohne Ge.d nickst nach Hause tommen, ihm daS Geld verabfolgte. Bei einem andern ftaujmann erschien er ebenfalls mit einem Zettel, inhaltlich dessen sein Vater um 10 Mark bat, falls es ihni aber nickst passe, möge er iljm doch 7 Mart geben, da er in 'Jbjt sei^u.r) ec.te Sa)uld abzutragen habe, tüe spätestens am andern Tag beguchen sein muß; für lebe Mark zahle er zehn Pfennige Zinsen. Kurz zuvor war ber Junge »regen feiner Strastatcn vor Dem Amtsanioalt verantwortlich vernommen worden und auch ber Kaufmann hatte gehört,baß er sich Unreblichtecken habe zu ichuiden kommen lauen. Auf Vorbehalt bestritt er bie Schwinbeleien verübt zu haben, bock; ber Kaufmann traute ihm nicht uiid wies ihn ab. Am andern Tag erschien er wieder bei ihm mit einem Bries angeblich von l'eiiicm Vater, in bem er bie Bckte um das Darlehn wiederholte, da bie Zahlungsfrist um 4 Uhr nad,nmiitag3 ablaufe. Die am Tag zuvor geäußerten Bedenken seien hinsäUig, da bas Gerücht, batz sein Svl).i Unredlichkeiten begangen habe, lunwuhr sei. Er tarne am nämiidren Abend noch zu ih.lt und werbe ihn ausklären: Kinber .Ixie solches tun, habe er nicht. Falls bem Jungen bas Gelb nicht behänbigt würbe, sei er sein SUinbe am Langiien gewesen. Der Kaujmann gab thin bas Gelb unb ging mit ben Briejen in eine Wirtschast, wo er so,ort er,uhr, bag er angeführt ist, ba bem Wirt baSselbe passiert war. Bei bicsern hatte er, unter ber unwahren Angabe, sein Vater müsse eine Rechnung bezahlen, 6 'Hiart erhalten, bas zweite Mal hatte er ihm vor- gespiegelt, 11er Vater müsse auswärts zu einer Beerbigung und ocnüuge 7 iülart, aus der Rückreise bekomme er sein Geld auS- bezahlr hinb werde dann alles begleickien. Als er eines Tages jür ferne Ettern Wur>t holen sollte, Täifa)te er einen Beitellzettcl und nahm auf Rechnung eines anderen 5tunden, außer der Wurp ,ür seine Ettern noch lueitere 6 Pfund mit, ohne ctwaS zu bezahlen. Voai dem erhaltenen Geide versck/asste er sich Brötck>en unb verzehrte diese mit b.r Wurst in Gemeinschaft mit seinen Kameraden. Bei einem Bäcker entließ er int Verlaufe eines Vierteljuh.es unter falschen Angaben nach und nach üoer 20 Mark und in Hop,garten bestahl er einen Bahnwärter, bei dem er zu Besuch war, um 30 Mark. Bei seiner Ruckkunst schwindelte er einem Kleiberhändler einen Anzug ab unb gab zu Hause an, sein Pctte habe ihn b.esen nach Hopigarten geschickt. Weiter bt- kündete ein Stau,mann, daß er von ih.n um zwei Jagbivesten unb drei SportmiGen geprellt worben ist. Zn Hause gab et an, die Sachen seien ihm gescpentt loordcn. Auch bei seinen Eltern hat er sich Unterschlagungen zu Schulben kommen lassen, bie allerdings mangel Strafantrags nicht unter Anllage gestellt wurden. Es enuecite den Anschein, als seien noch mehr Stras- Ucken vorhanden, bie unberücksichtigt bleiben mußten. . Nach Aussage seines Lehrers ist er einer b„r beitöegabtesten Schüler, bet i'.lierbings, ba er trotz Ver.varnung sich uieitere (Straftaten zu schulben iommen lieg, aus der Schule verwiesen werben mußte. In bin Augen seiner Lehrer unb Geistlichen suchte er recht harmlos zu erscheinen, dagegen hat er bici'e hinter ihrem Rücken in nicht wicderzugebenbec Weste beschimpit. Soweit ih.n b.e amtengehätt^r unb auch eine Revision bet Beschlüste des JahreS 18Ü< über die Beaintengehälter in Anbetracht bei allgemeinen Preissteigerung statt,iniren müsse. Der Bergetat würbe üi Ein- nahmen unb Ausgaben bewilligt, woraus sich bie ztommisiion viS zum 7. b. 9JL vertagte. Berlin, 2. Feire. itblotiialbireftor Dornburg hat einer Einlabung ber uutgtLänbücIjeii Jnbusttietteu solgenb zugcsagt, nächste Woche in Reichenbach einen Vortrag übet bie Ziele der beuiirfjen KvlonialpOlitik zu hatten. — Die Zahl ber durch die Glätte Ver u n g l ua te n ist ungeheuer groß. Allein bie Unfallstation vom Roten Kreuz mußte 131 Personen Hütte gewähren, welche Bein-, Arm- und Kop,ocrietzungen erlitten hatten. Der neue Krankentransport bes Verbanbs |ür erste Hülse konnte mit seinen 40 Pferden ben Ansprüchen kaum genügen. In mehr als GU Fällen mutzten sckpvcr Verletzte unb Ertrantte nach ben Hospitälern besöid.rt werben. St. Johann, 2. jeur. 93on ben unter bem Bruch verschütteten Toten tonnten alle bis auf brei geborgen werben. Sie luieScn Sämtlich fnichtoare Vcrstummeiungen und Verkohlnngen auf, konnten aber von ben Angehörigen an ben Kleidungsiiückcn erkannt werben. Paris, 2. Febr. Der Chauffeur König Eduarbs verhaltet, wen bas von ihm geneuerte königliche A u i o - mobil keine Nummer trug unb ber Ehau,,eur leine ^--ociij besaß. Nachdem leboch bic Zbelttität des Verha|lcten^ie|t- genellt wordcn lüar,*a>urüe er wieber auf freien Futz gefetzt. igctt« „ । *6* $£ L-rS ägsy ?LM ij'bii (161116 i»lstM tu 3^ 6>e 8j «>>:; ct M M-r • sLtz 'M $ d- Ä'e Ss!> t afü . (£bud „ ’ßl u°r 1907. fr von ch, LvnH uni J Mu einti Nr. btt » Ifl* tintr E vor, naj J UM OkQ i ?ui gltidx Eimann btt l.rmer Muttg Umr Mulla ^Nri St, l1, miuh bicitt, )flU|t bmmtit, imunn tridun em Lullt un n chin bu6 U? rbjutrugkil >em mug; |ür ri juoor wut msonwall ücp aujmunn hüut bimintn lomn. iu haben, rb. Am anbtn angeblich von hn iuiebcr(pitt aust. Tie am i bus tinüdjt, ivvhr (et (h ihn auinären: t Zungen baj n langiien gt» ging mu ben •ü et angesichn Win haut er, I eine Acchnun; U et ihm vor- äecrbigung unb jein (Mb aus* er eines Zagd nen tieilellj.-iiei luget bet ti-r. ic tlivas ju beit jlch lonitdxr chasl mit jcintr Lttlaust eito ch uoct 20 , bei bem et |i unjt jdjniinbc ib zu Mit erlieft. ÜBeucr/ wei Zagbnia aufe gab a»- i i'einen fiM Ltn Wien, in' inüage geiteü d) mehr Stui- icn. Noch As- in Schüler, btt Straftaten p werben mu?n t er rcd)t i latent Aiuuo tih.iib.eito" t will mchl gi- will von äita® iranlaöt wlto- rhl, d-° iten nut hat er die m cr.orberiidx. net Lcaetbigu Hebet icute M leben. ^.in; halle bas jg Dürfe un usorücklllve < tu erjolgen, J n 2 Non»"' Wflei h 'S ‘ °°- hn,, würbe do. Die Geister erwache». Unter dieser Aufschrift erhielten wir auS dem Streife Ziehen folgende Zuschrift: Endlich, endlich scheint c5 so, alS dürre man wagen, biet ftnlje Dort auszusprechen. Die lange und schmerzlich hat Deutschland auf diese Stunde gewartet! Endlich zeigt sich da- Morgen- «anen einer besseren Zeit. Denn vor 37 Jahren F. Freiligrath au-ries: Durra, du große Zeit! so hatte er wahrlich recht. ES war eine Tat nach außen, deren wir mit Stolz gedenken börfen. Damals befolgte man Körners hochherzigen Rat: „Zerbrich die Pflugschar? Laß den Meißel fallen? Die Leier still, den Webstuhl ruhig stehn? verlasse deine Döse, deine Lallen!" Aber dann sank man in schlaffe Untätigkeit zurück und glaubte, eS sei alleS getan, waS man zu tun hätte. Im Innern, so meinte man, werde nun von selber alleS aufs beste geraten. Aber wie täuschte man sich? Wie wurde gewühlt von reich-, und versassungSseindlichen Strömungen und leider mit erschrecken- bem Erfolg. Und daS Schlimmste war, daß große Scharen treuer Söhne Deutschlands ruhig mit zusahen, ohne einmal „den Meißel sollen und den Webstuhl ruhig stehen zu lassen." Laut und lauter riefen und warnten kraftvolle Vrophetenstimmen,, aber leider immer wieder umsonst. Teu Höhepunkt erreichte diese sorglose Gleichgültigkeit um Deutschlands innere Größe vor vier Jahren, als zum Entsetzen Deutschlands und zum Jubel oll seiner nahm und fernen Neider über ein Fünftel seines Reicks- Parlamentes ttms bewußten NeichSfeinden und Ruhestörern bestand. Aber auch damit nicht genug, wir mußten eS erleben, daß scheinbar reichS- und kaisertreue Volksvertreter kalt und unbeküm- mert um Deutschlands Ehre und Macht dem Reiche die Mittel gu deren Behauptung verweigerten. Ta endlich zuckte eS wie Zorn durch Deutschlands bisher so gleichgültige Söhne: sie kamen zur Urne ober ließen sich wenigstens rufen, um einen flammenden Protest gegen die Mächte der Zerstörung und des Reiche- Ehre und Frieden kund zu geben. Aber noch kamen sie nicht alle. Viele können diese schwere Unterlassungssünde gegen deS Vater- lande- Wohlfahrt diesmal nickt wieder gut machen. Aber gar mancher kann eS noch. Darum, gibt unS die Vorsehung nock einmal Gelegenheit, so wollen wir dankbar und treu sein. Wir wollen keinen Daß verhetzter und vergifteter Menschen achten. Und vor allem wollen wir endlich einmal die schrecklichen Bruderkriege verlernen. Wann wird daS große Deutschland endlich ein- mal den Schmerz Über den Zwist seiner Kinder aus dem Antlitz verlieren?! Laben wir eS immer noch nickt gelernt, dem Vaterland auchin Friedenszeiten einmal ein Opfer zu bringen? Soll eS immer wieder daS büßen, waS manche zornige, rach- süchtige Söhne verschuldet haben? Sollen seine äußeren und inneren Gegner immer wieder mit schadenfrohem Lachen den Gewinn au5 solch traurigen Bruderkriegen ziehen? Dollen wir nicht endlich einmal lernen, edle Rache zu üben und feurige Kohlen auf deS verblendeten Bruders Lauvt zu sammeln? Sollte daS ganz wirkungslos auf ihn bleiben? Unmöglich! Tenn auch er hat ja noch in feiner Tiefe ein fühlendes deutsches Lerz. O, schließt euch alle zusammen, denen daS Lerz noch warm wird, wenn sie die schwarz-weiß-rote Fahne flattern sehen, wenn sie bad Wort Deutschland nennen hören! Ein halber Sieg ist erfochten: macht ihn zu einem ganzen? Mag auch der Bruder zum Verräter werden an Deutschlands Ehre und Macht, mag er vielleicht nicht mehr wissen, was deutsche Treue heißt, wir wollen nicht um unserer Reinen Interessen willen das Vaterland bluten lassen, sondern unS als hockcherzige Söhne unseres großen, herrlichen Volkes zeigen. Denn nickt nur nach außen, auch nach innen soll endlich FreiligrathS Wort zur Wahrheit werden: „Lurra, Germania, stolzes Weib", „Lurra, du große Zeit!" K. D. Telefonische Kursberichte des Giessener Aureieers. mitceteilt Ton der Bank für Handel und Industrie. Gieren. Frnnkfnrtcr Bür»’ Sxe/e Bekhvtnleihe . . DR 1 ■“» RS do. . . R6 95 Rj <•/. Kon soll . . . . flR 15 3S do.....R7.15 RHV. Hessen . . . . W 45 Oherli e«*en . . . 95.20 4 ee Oesterr. Goldrente. . 99 95 4'/»** Oesterr. Silberrente 100.20 4 *i Ummr. Goldrente . . 90 35 49( Italien. Rente . . 102.90 3*6 Portnerlesen Serie T . 09.40 89t Portn*rie*en „ III 70 30 4h#» rnM.StnatsAnl. 1905 92.— 4X°, jnpan. Staatsanleihe 94 20 1% Conv. Türken von 1^1*8 96.— Tllrkenliise ... . . —.— 4*4 Grieeh. Monopol-Anl. 62 10 AH Äussere Argentinier . 8R60 3e/e Mexikaner . . 67 — Chinesen .... 97.90 Aktien: Bochum Gnus..... 244 50 Ruderns E. W ... —.— Tendenz: matt Itvrliner Börae. 3. Canada E. B......182.20 Darmstädter Bank . . . 139.— Deutsche Bank .... 243 60 Durtmnnder-Union C. . . 88.50 Dresdner Bank . . . 158.70 Tendenz: matt • 2. Februar. 1.15 Uhr. Elektrix. Lahmerer . • . 14275 Flektrir. Selmckert . • . 119.50 F.sehweiler Bergwerk . . 249 — Gelsenkirchen Bergwerk . 216 50 H.imlmre- Amerik Pnketf. 153.50 Harpener Bergwerk. . . 221.90 Lanrnhntte......—• Nordd. Lloyd.....132.50 Obeischlc«. Eisen-Tndnitrle 124.50 Berliner Hnndelscee . 174.— Darmstädter Bank . . . 189.30 Deutsche Bank . . 243.30 Deutsch-Asiat Bank . . 173.50 Diekonto-Kommaudit . . 186 20 Dresdner Bank . . . 159.10 Kreditaktien.....216 30 Baltimore- und Ohlo- Eisenlahn . . . 116.10 Gotthardbahn.....— .— Lombard Eisenbahn . . 2 70 Oesterr. Staatsbahn . . . 147.80 Prince-Henn-Eisenbahn . 148.75 Februar. Anfan gekurte. Harpener Bergwerk. . . 221.— Lanrahlttte . . . . — Lombarden E. B. ... 83.— Nordd. Lloyd.....132.50 Tilrkenlose . ... 145,70 Durchmesser bist mitti. ca. 170 cm mitti. Durchmesser bist 42 cm biL mitti. Durchmesser 18 cm n stimmt statt. 820 biS 24 ca. Angebote sind nach Abteilungen und Dirnen-^ Die 0706 Schwalb. 816 Möbel. Sommerlad. Holzversteigerung 1907. Gießen, den 1. Februar Der Großherzogl. Ktclsbauinspcktvr deS Kreises Gießen. mit Erle-Stamm 1 D i e lnn, Gr. Ban rat. BV, 6 Fichlcn-Slamme Eicheu-Stockholz Nadel- 85 Dcrbslangen 1. bet (letztere zu Spalier- und Bohnenstangen brauchbar). B’/, 4- 2. 3. 4. Sommerlad. Zu faujen gejucht 4670 messcr, bis 6 Meter Länge, 12,58 Mm., sowie m 35 Haufen Reiser und 10 Hausen öinnppelholz. ?IC httCl? Oiltt 810 Anfang _________22________ MM' 52,79 50,40 von 12—20 m Länge, von 2Ö—30 m Länge, von über 30 m Länge. Die Versteigerung zu 1 findet bestimmt statt. Born, GerichtsvoNzieher. an- den Wahlkampagnen 1903 und 1907. Offerten mit Preisangabe unter Nr. 0673 an d. Gieß. Slnz. erbeten 2. 77 3. 128 11 Eschen Reisslängen 2426 Fichten- „ 8 72 34 50 3590 1670 60 35 fm 21 fm 22 fm 20 Nadel- „ Eicken-Knüvpelhol- Nadel« 0,19 Fm. 0,98 „ 3,98 n 0,12 „ 17,47 „ Stockholz. im Distrikt Tanne. B. Kiefcrn«(Yrubenholz. fm von 12—25 cm mitti. Durchmesser 10 m Länge. Gießen, den 2. Februar 1907. Seipel, Gerichtsvollzieher. Die Zusammenkunft ist auf der Straße nach Daubringerr am Pflanzgarten. Wies eck, 1. Februar 1907. Großherzoglichc Bürgermeisterei Wicscck. Die Gebote sind getrennt nach obigen drei Slasicn ein* zureichcn. Die Gemeinde behält sich zur Erzielung der höchsten Gesanitsnmme ünb zur Erlangung des sicheren EingangS des Kaufpreises das Recht vor, die deßfalls günstigsten Ge-. bote anszusnchen. DaS Holz lagert ca. 30 Minuten von Bahnstation Lollars Die Borgfrist währt bis zum 11. November 1907. Sonstige Auskunft erteilt Fotslwart Lotz dahier. Offerten sind verschlossen mit der Aufschrift „Holz-Submission" bis zum 9. Februar d. I., vormittags 11 Uhr, auf hiesiger Bürgernicisteret einzureichen, wo alsdann unter Bekanntgabe der allgemeinen Bedingungen, Eröffnung, zu der sämtliche Submittenten eingeladeu sind, statlfindet. Wieseck, 31. Januar 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerz« f licke Mitteilung, daß unser heißgeliebtes Töchterchen, \ Schwesterchen, Enkelcken und Urenkelchen Mariechen Im beinahe vollendeten 6. Lebensjahre sanft verschieden ift B Die trauernden Hinterbliebenen, s Familie Leinrich Huhu. >v Gießen (Neustadt 49), Frankenbcrg, den 2. Februar 1907. tz Die Beerdigung findet Montag, den 4. dsS. MtS., nachmittags 9 2 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs auS statt. 0723; 1. Schneise. Gießen, den 2. Februar 1907. . r Groscherrogliche Bürgermetstercr Gießen. I. B.: E u r s ck in a n n.___________ Montag, den 11. Fcbr. l. F. vorm. 9 ’/, Uhr auf ber Straße Liudcustrulh-Grünberg, 48 Eschen, Ahorn- und Lindenslämmc von 20—54 cm Turch- 2 KM) 714 Die tieftranernden Hinterblichenen Christoph Wsgner XVIII. Familie Balthasar Pfeffer Grossen-Bnseck, den 1. Februar 1907. Die Beerdigung findet Sonntag, den 3. Februar, nachmittags 3 Uhr statt. sionen getrennt, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift bis spätestens Montag, den 11. ds. Mts., mittags 2 Uhr bei der unterzeichneten Bürgermeisterei cinzureichcn, woselbst die Eröffnung der Angebote erfolgt. DaS Holz, welches zunt größten Teil bereits gefällt/ wird auf Verlangen vom Forstwart Wagner dahier! vorgezcigt. Großcn-Buscck, den 1. Februar 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Großen-Buseck. Großcn-Buscck, den 1. Fcbr. 1907. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buleck. Schwalb. „ 25—29 unter 25 b. Brennholz: Rtn. Eichen Scheitholz „ Kiefern- „ fNundscheit) „ Eichcn-Knüppclholz „ Kiefern- „ Wellen Eicheit'Ncisig „ Kiefern- „ „ Lärchen- „ Nm. Kiefern-Stcckholz. an, soll im Tanne und werden: 130 12 25 3 230 187 28 3180 ,, Nadel- „ Die Zusammenkunft iit auf dem alten Sternbacher Weg an Versteigerung. DicnStag, den 5. Februar b. IS., nackm. 2 Ubr versteigere ich Ncnstadt 55 dahier, gegen Barzahlung: 1. 1 vollständiges Schuhmacher- bandwerkSgeschirr bestehend in Stevvmaschine, Werktisch, leisten, Nagelsohler, Schnittbolzcn, Feilen und Zangen rc. sowie 8 Wirtstische; 2. 1 Stevvmaschine, 1 Nabmasch., 1 Fahrrad, 3 Drehbänke, 11 Kivv- wagen, Herrenstiefel und versck. ft Im Ohampoonieren (Damen-Kopfwaschen mit Trookenapparat) empfiehlt fich Hcrmantt Plank Witwe Spezial Damen-Frisiergeschäst KavlanSgafie 2. Brrgebung Don Bouardelten. Die für die Erbauung eines 2-ktassigcn SchuthaufcS zu Kcsfclbach erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen mi Wege bcS öffentl. Angebots vergeben werden. Die 9lngcbotSimterloqen liegen auf dem Bureau deS Unterzeichneten, Zimmer Nr. 18, während den Dienststunden zur Emücht der Intereffenten offen. ^lngebote mit entsprechender Aufschrift versehen sind verschloffen und portofrei bis spatesten? Donnerstag, 21. Fcbr. L F., nachmittags l8/< Nhr, auf Großberzogl. Bürgermeisterei Keffelbach einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt: Holz-Submission. AuS den Waldungen ber Gemeinde Wieseck, Distrikt Heide, soll nachverzeichneteS Holz auf dem Submissionsweg« vergeben werden: 1. 31 Kiesernstämme von über 30 cm Durchm. mit 30,07 ftmj Gott dem Allmächtigen hat eS gefallen, unsere liebe, gute, unvergeßliche Großmutter, Urgroßmutter, Schwester und Tante Frau Marie Rohrbach Ww. gestern morgen 4 Uhr nach langem, schwerem Leiden zu sich in die Ewigkeit abzuruken. Die ttanentben Hinterbliebenen. Mathilde Mohr, geb. Jessing. Maria Jcssing. Wilh. Mohr, nebst Kindern. Gießen sDeserstraße 19), den 2. Februar 1907. Die Beerdigung findet Sonntag, nachinittagS V-3 Ubr, von der StapcQe des neuen Friedhofs auS statt. 812 Versteigerung. Montan, den 4. d. MtS. nackm. 2' , Ubr sollen dahier Walltorst. 6 iDarmst. -k>auS) 1. 1 Vartie Schlckwaren, 1 Fahrrad, 2 Nähmaschinen, 1 Pferdegeschirr, 4?auS- und Küchengeräte aller Art u. v. A. 2. 1 Ladentheke sastneu, 1 Waren- gcstell mit Schubladen, 1 Damenuhr mit Kette, 1 Pelz, 3 Servierschürzen und 15 kleine Schürzen, zwangsweise gegen bar versteigert werden. Versteigerung ad. 2 findet be- T ödes-Anzeige. Hente nachmittag gegen 5 Uhr entschlief nach langem, mit grosser Geduld ertragenem, schwerem Leiden unsere iunigstgeliebte Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Marie Wagner im 29. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten Nutz- nnö Vmiiihchvkrslchttiiiig. Donnerstag, den 7. Febr. l. I. vorm. 10 Uhr, kommen auf der Straße Gießen-Lollar 25 Pappcl- stämme von 35—58 cm Durchm., bis 10 Meter Länge, 25,87 Fstm, sowie 15 Haufen Reiser zur Versteigerung. Anfang nächst dem Crt Lollar. Freitag, den 8. Fcbr. F. vorm. 9 Uhr auf der Straße Lcch-Ebcrstadt 36 Ahornstärnme von 25—40 cm Turcl m-, bis 4,5 Dieter Länge, 8,62 Fstm., sowie 45 Haufen Reiser- und 6 Haufen Knüppelholz. Zlnfang nächst Lich. Samstag, den 9. Fcbr. l. I., vormittags 9 Uhr. Langsdorf-Hungen, 20 Eschen, Rüster- und 5tirschstämmc von 30—58 cm Durchm., bis 5 Meter; Länge, 8,58 Fstm., sowie 22 Haufen Reiser und 8 Haufen Llnüppelholz. Anfang nächst Langsdorf. 3Ö,9 „ SllWLL- n 2145 Wellen Eichcn-Rclfig in den Waldnngen der Gemeinde Wieseck. Freitag, den 8. Februar 1907, vormittags 10 Uhr beginnend, sollen im Distrikt Heide uachverzcichnete Holz- Sortimente versteigert werden: a. Nutzholz: Holzverstergernng. Donnerstag, den 7. d. MtS., vormittags von 9 Uhr hiesigen Gemcindcivald, in den Tiiiriktcn Buchberg, nachverreichncles Holz versteigert Bail- unb Nutzholz-Maus auf Llllnuissiou aus den Waldungen der Gemeinde Grotzcu-Buseck. A. Fichten.Stammholz. Anfang zwischen Lindenstruth nach dem BeUcnwald. Gießen, den 2. Februar 1907. Der Großh. Krcisbauinspeklor des Kreises Gießen. Die hm. B2/, Eichenstämme mit 14,16 Fstm. Buchen- „ „ 2,00 , Fichten-Derbstangcn mit 2,79 Fstm. Eichen» „ ,. 0,26 , Rin. Buchen-Schcitholz, » „ -Knüppelholz, w „ Eichen- und F'.chtenKnuppclholz, > Wellen-Bucherr-, 1520 Wellen-, Fichtcn- Neiscr, 76 Nm. Buchen- 35 Nm. Fichten- ■ - __________________________________________________________ Holzversteigermrg im Gie cncr S adtwald. Donnerstag, den 7. Februar 1907, vormittag» 8»/, ITür begstmend, rvcrdcu in den Waldungen der Stadt Gietzcn in den Dutritten WaldSbutc, Cbcrhag und Unterbau versteigert: 556 Fichten-Derbstangen mit 51,— Fstm. 60,2 Rm. Eicken-Scheitholz, Erd- unb Maurerarbeiten zu 9 655,00 Mk. Stcimnctzarbciten , 1 391,57 , Zimmerarbeiten , 5 445,84 „ Dachdeckcrarbciten „ 1 730,72 n Soenglerarbcitcn , 452,65 „ Schlofferarbciten # 715,30 „ Glaserarbciten , 1 323,50 , Schreinerarbeit^n , 5 510,02 , Weißbinderarbciten , 2 914,69 w 2apc,verarbeiten , 178,00 w Eisenlieferung , 1 634,83 , Cchindlerarbeiten , 900,00 , Tibe^te^-Verein. 5. Vorstellung: Mittwoch, äen 6. Februar Die Condottieri r Schanspiel in 4 Aufzügen von Rndolf Herzog. Gäste: Fritz Herz vom Hofthcater in Karlsruhe und Else KIsari vom Siadttheater in Köln. Anfang pünktlich 8 Ubr. Ende gegen 108/< Uhr. Eintrittskarten zu Mk- S.—, 4.—, 3.— (Mitglieder Mk. 4/0, 3J5d, 2.ä0) und zu Mk. 2— ihr Studierende bei Henn Chai Her und an der Abendkasse. Gesangverein jiaraosi« j bült am Sonntag, dcu 3. Februar seine dlcSMr. MarncvaUftijdjc Abcnduntcryaltuiig rfek im Saale des Hotel Einborn ab mit Konzert und Lanz |B’/, unter Mitwirkung der berühmten Damenkavellc k aus Ungarn, unter Teilung deö weltberühmten, % mit den höchsten Auszeichnungen dekorierten Musik- —- direktors van gen LöwertukSki. Freunde und Freundinnen sind willkommen! Eintritt frei.___________Bier im GlaS._________Der »Vorstand. herein „Amiciäiut“. Morgen Sonntag = Karnevalistische Unterhaltung = Im Saale des Lcuzschen Felfeukeller. 0728 Anfang 5 Ubr. Anfang v Ubr. । Zu zahlreichem Besuch ladet ein Der Vorstand. (Restanration zum „Vater Jahn“ Ott-Anlage 0 702 Sonntag, den 3. Februar 1007 Grosse Kappensstzuneg mit Konzert. — Anfang 4 Uhr. 'Schanzenstr. 18 Orpheum Schanzcnstr. 18 Täglich gross© Vyrietä-VorsteHung vom 1—15 Februar brillantes Programm. Otti Felten, Soubrette. Ada Mtrauda, uwd. Vortrags-Soubrette. Öiubüli Vamiü, der brtllante Vumuiut Lola de Novesfh, Ungar. Exremrigue-Soubrette. Emmv de Lorenc, Vortrags-Soubrette. biicdUHcibl, Gejango- und Lanz-Parodisten. Sonntag 2 Vorstellungen, nachmittags 4 uni abends 8l/t Uhr. Eintritt L Platz 60 Pfg^ 2. Platz 40 Psg. /ES labet ernebenit ein (7781 Die Direktion. Mineide-Knrsns der dresdener Akademie. Nm mein System auch hier mehr cinzuführen, eröffne ich am (4L Februar im Hotel Eüchoru einen vierwöchentlichen Kursus für Damengarderobe ' ■ Gelehrt werden: Deutsche, Eng!» Pariser und Wiener Taillen, Jackets, Mäntel, Morgen-, Prinzeh-, sowie Ll'eform-Äleider und Kinder-Garderobe für Erwerb und Hausbedarf. Der Preis ist aus 20 Mk. ermäßigt (laut Prospekt 00 PU.). Gleichzeitig wird ein Kursus für sämtiiene Herrengarderobe Unisorm, Livree und Zlinder« Garderobe eröffnet, für welchen der !Preis n-.f »5 Mk. erutäffigt ist (laut Prospekt 7ö Pik.). x Anmeldungen nimuu ün Hotel Eruboru eiugegen (0718 Adalbert Gorski Direktor und Inhaber der Dresdener Akademie. 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Februar, abends 8'/» Ubr, Mmlsmsaillllilling bei Katnerad Bogt. 8'/, Ljahlreiches erscheinen er- roüihbt.Das Uomuiando« 2f‘. U-. F. Montag, den 4. Februar, abdS. bei ttamerad Sauer. v*/il_______Das Kommando. kuriievulgescllschaft „Kleiner Cohn.“ Sonntag, dcu 3. Fcbr. 1007, abends 0 Ubr, V. Kllmriilislhe ei^nng. Restaurant Euler, 07111^alliorstr. 33. Stadl-Tlipater Giessen Direktion Hermann Stelngoetter TienStag» den 5. Februar 1007 1 LÜieusiag-AboDü.-Vorbtellung ImweissenRössl Lustsviel tn 3 Auszügen von Oscar Blumenthal und G. ztadelburg. MMMi