Nr. 88 T>ie Heutige Kummer umfaßt 10 Heiien- ert^dnt tv-Nch mit Ausnahme deS SorattogS. Di« „«iehener ZamlllenblStter" werden dem Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Kretiblotl für den Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. Der „hessische Landwirt" erschemt monatlich einmal. Die Mädchenschulreform vor dem Preußischen Abgeordnetenhaus Berlin, 15. April. lange hmausgejchoben wird. Die Zusammenkunft des Königs Eduard mit dem König Viktor Emanuel ist nach der römischen Presse die natürlichste Sache von der Welt, eine Höflichkeit, die nicht umgangen werden konnte. Bereits vor Wochen soll das Programm dieser Begegnung festgelegt sein, so wird heute gemeldet. Trifft das zu, dann ist das GeheimmS vorzüglich gewahrt worden. Ob Tlltom in Rapallo dem Fürsten Bülow das bevorstehende Ereignis niitgeteilt hat, mag dahingestellt sein. König Eduard Hai die Begegnung in 21 n reg ring gebracht. Das steht fest und daS beweist auch zur Genüge, daß die Begegnung eine polt- tische Bedeutung besitzt. König Eduard ist zu prakti,ch veranlagt, um ,zum Vergnügen" oder in strenger Beachtung deS Zeremoniells solche Zusammenkünfte herbeizuführen. England und Italien sind im Laufe der letzten Fahre durch die Kunst der Diplomaten in London und Paris so eng zusammengebracht morden, daß dem König von England nur übrig bleibt, seinen Segen diesem Teile seines LebenSwerkes zu spenden. Daß cS am 18. 2lpril in Gaeta nicht zu Abmach, ungen kommen wird, läßt sich schon glauben. Es ist bereits alles von England für wünschenswert Gehaltene abgemacht und in gehöriger Form besiegelt. Unsere Staatsmänner ivissen vielleicht einiges davon, schwerlich aber alles und — das Wichtigste. politiicbc Lagesdcharr. Tie neuen Anleihen. -tt- Berlin, 15. April. Wie aus Finanzkreisen verlautet, sind die Verhandlungen der Großbanken mit dem Schatzamt und dem preußischen Finanzministerium wegen des neuen AnleihcgejchästS dem Abschluß nahe. Beide Emissionen sollen zusammen mindesten« denselben Umfang erreichen, wie die um die gleiche Zeit des Vorjahres erfolgten, die sich für das Reich auf 2 60 Millionen und für Preußen aus 3OO Millionen beliefen. Es darf wohl angenommen werden, daß auch^ dies, mal die Form dec fundierten Anleihe und nicht der Schatz, scheine gewählt wird, denn da man sich über den 4pcozeniigen Zinsfuß bereits verständigt hat — eine notwendige Kon. sequenz der Geldoerhältmsse —, so ist die glatte Unterbringung beider Anleihen zu erwarten. Durch die letzte Katastrophe auf dem Markt der Tividendenpapiere sind viele Sparer dem Erwerb festverzinslicher Fonds geneigt gemacht worden und es werden wahrscheinlich bedeutende Beträge der neuen vier- prozentigen Renten zur Eintragung ins Staatsschuldbuch zwecks dauernder Kapitalfestlegung angemeldet werden. Unter diesem Gesichtspunkt erscheint eS aber wünschenswert, daß die Umwandlung der neuen Anleihe in 3V,prozentige möglichst Ventdchrs ReLch. Bückeburg, 15. April. Heute nachmittag traf der Kaiser mit Gefolge vom Schießplatz bei Meppen hier ein zur Feier der silbernen Hochzeit des lippischen Fürst en paares. Um 8 Uhr abends folgten die Herr- chasten einer Einladung des Magistrats der Residenzstadt zu emem Festabend im Stadttheater, welches dem neuen Rat- hause angegliedert ist. Im schönen, in Weiß und Gold gehaltenen Theatersaal füllten die Bürger mit ihren Manien das Parkett, die Ehrengäste den Balkon. Tas fürstliche Orchester spielte Webers Jubel-Ouverture. Hierauf hielt der Bürgermeister von Bückeburg Dr. Külz eine Ansprache und chloß nut einem Hoch auf das Silberpaar. Es folgte die Fürstenhymne, vorgetragen von einem gemischten Ehor, dann Richard Wagners Kaisermarjch. Ten Schluß machte der Einakter ,Zum Einsiedler", gespielt von Mitgliedern des Theaters in Hannover. Danach nahmen die Fürstlichkeiten vom Balkon des Schlaffes einen Fackelzug der Bürger Bücke» burgS und Stadthagens Schulen entgegen. Ter Bürgermeister Ocker von Stadthagen brachte ein Hoch auf das Fürstenpaar aus. Fürst Georg dankte und schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. Berlin, 15. April. Der Vorbereitungsausschuß für den Gegenbesuch englischer Journalisten teilt u. a. mit: Tie Gastfreundschaft, welche eine Anzahl deutscher Redakteure im vorigen Sommer in England gefunden haben, soll nun- mehr erwidert werden. Es bildete sich zu diesem Zweck em großer Ausschuß, welchem der Herzog von Trachenberg, Fürst von Hatzfeldt, Franz von Mendelssohn und Redakteur Friedrich Dernbilrg präsidieren. Einladungen sind ergangen an etwa 70 englische Blätter, deren Interesse für den Besuch als gesichert betrachtet werden darf. Der Norddeutsche Lloyd wird einen Sonderdampfer nach Dover senden, wo am 26. Mai tue Abfahrt der englischen Herren erfolgt. Die Reise, welche auf 12 Tage berechnet ist, geht von Bremen über Hamburg nach Berlin, wo em Aufenthalt von 21/, Tagen vorgesehen ift, von da nach Tresden, München, Frankfurt und Köln, wo der offizielle Teil der Fahrt (einen Abschluß findet. — Die Memmingersche „Neue Bayerische Landeszkg." schreibt mit echt bajuvarischer Ungeschminktheit: Tie 21 n t i | e m 11 e h sind in ihrer Zersptuterung die echten deutschen Simpel und Gimpel. Statt Daß die Führer über Heine Meinungsverschiedenheiten hinweg und nur aui ihre deutsch- nationale Ausgabe sehen, jpeyen sie sich wie bel'ernde Fuden gegenseitig ms Gesicht und zerkratzen sich zum Gaudrum aller Deutjch- roerben. Der dunkelste Punkt in einem Gymnasium ei der Unterricht im Deutsche n. . Kultusminister Tr. v. Studt erklärt, die allgemeine xebatte habe mannigfache Anregungen gegeben, er danke dafür namens der UnterrichtSverwaltung. . . Abg. Tr. Eckel (nl.) fordert einheitliche Festlegung deS Ein ^öiegierungSkominissar erwidert, daß sorgfältige Erwä- gungen darüber stattfändeu, ob es möglich sei, den OstertermiN einheitlich festzulegen. _ Rotationsdruck und Serlag der vr üblich« UnwersUätS - Buch- und 6tetnbrutfetei. Si. Sange, Dietzen. Redaktion. Expedition und Druckerei: Vcknü- stratze 7. Expeditton und Oertag bl. Redaktion:«^ 112. teL-Slbu.AnHeigerGietzen. Arg. Raab (Wirtsch. Vgg.) erwidert auf die früheren Aus- führungen Semlers über die Hamburger Arbeiterverhaltniste. Die Reeder seien so ziemlich die rückstanoigste Gefelffchaff im Vmer- lande, was die Sozialpclirik betreffe. Sre verweigerten den Offizieren, was sie keinem 2lrbciter verweigern. Redner halt seine früheren Ausführungen in dieser Sache aufrecht; er informiere sich nicht einseitig. Ter hervorragende Sozialpolitik^ Baltin habe die Kapitäne und Offiziere hvaist unsozialpolitrsch behandelt vom sozialpolitischen Ärbcitgeoerstandeaus. Hierauf folgen persönliche Bemerkungen. Der Abg. Stadthagen, der sich gegen die von Dirckfen ihm zugefprocheiiLN G<> treidespest'.lationen und Aufstellung von Liquidationen wendet und dieselben feige Verdächtigungen nennt, erhalt vom Praiidenten einen Ordnungsruf. Es folgen weitere perionliche Bemerkungen. Nächste Sitzung Dienstag: Fortsetzung. Tie Beratung deS SultuSetatS wird fortgesetzt bei der allgemeinen Besprechung über die höheren.Lehr an ft alten. Kultusminister Dr. v. Studt erklärt über die geplante Reform der höheren Mädchenschulen: Schon am 23. und 24. Januar b Js. ist hierüber eine -sachverftändigen-Konferenz gehört nzorben, die den Plänen der Verwaltung zu stimmte. Im Leyrplan soll auf die Verstandesbildung mehr Gewicht gelegt werden durch größere Betonung der Grammatik und der Mathematik. Tie Fwrtbildungsanstalten sollen sich direkt an bie Lehrpläne der höheren Lehranstalten anschlietzen. Im Lyzeum soll Hauswirtschaftslehre und Ainderfur. sorge gelehrt werden. Das sind neue llntercichtsgsgenstunde für die Mädchen. Am Schlüsse des vierten Jahres solle die Abschlußprüfung stattfinden. Eine neue Prüfungsordnung solle den Lehrgang der Lehrerinnen abschließen. Eine Erleichterung für die Universitätsbildung habe nicht gegeben werden Sännen. Tie Regierung hoffe damit m der Frage der Madchen- erziehuug einen guten Schritt vorwärts gekommen zu sein. Abg. v. HeYdebrand (k.) bemerkt, seine politischen freunde wollten gern den Frauen eine höhere Bildung ermöglichen, es dürfe aber nicht vergessen werden, daß die Ausbildung der Frauen auch nach anderer Richtung als der wissenschaftlich en notig fei. 2er Minister habe im allgemeinen Umrissen gesagt, was Die Staatsregierung wolle, ohne daß man dadurch ein klares, umfassendes Bild hat erhalten können. Der Minister habe sich wohl einige Reserve auflegen müssen, die Abgeordneten haben die Pflicht, klar zu sauen, sie vollen. Das sei keine Parteisache, da kömiten Konservative und Freisinnige zusammen arbeiten, .cacy Den Worten des Ministers handelt es sich um euren Au,oau, dem man Symputhie entgegenbringeu kann. Er habe aoer nicht gehört, welckw Stellung die Lehrerinnen an diesen Anstalten ein- nehmen sollten, allewings dürfen auch männliche Lehrkräfte Nicht fehlen. Vielleicht würde eS sich empfehlen, die Leitung solcher Anstalten in Frau en Hände zu legen. Grundsätzlich wurden aber, wenn sie mit Freudigkeit wirken sollen, die Lehrerinnen an solchen Anstalten den männlichen Lehrkräften gleichgestellt werden müssen. Getrennt von den Lyzeen müßten die Studienanstalten bleiben, damit die Mädchen nicht vom Lyzeum dem Studium zugeführt werden. Daran müsse festgehallsn weroen, daß die frauenniäßige Lkusblldung nicht vernachlässigt werden dürfe. Denn die Absichten des Ministers erreicht würden, so würde das von großem Segen für unser Voll werden können. Abg. Tr. Dittrich (Ztr.) hat den Eindruck, daß die vom Minister entwickelle Reform den Anforderungen entspreche, die auch seine Fraktion an die Ausbildung der Mädchen stellen müsse. Die Fran solle einmal erzogen werden zur Hausfrau und als Gehilfin des Mannes und dünn zur Erzieherin der Kinder. Ministerialdirektor Dr. Schwartzkopff erwidert, über die Einzelheiten der Reform könne er keine spezielle Auskunft geben, da das Staatsministerium noch keinen Beschluß gefaßt habe. Zunächst sollte das Lyzeum nach der Ansicht des Ministers an ine schon vorhandenen Seminare angeschlossen werden, da inan hier schon über geeignete Lehrkräfte verfüge. Dann handle es sich um Diejenigen Mädchen, die zur Universität übergehen wollten. Diese solllen besondere Dienstanstalten besuchen, die sich ebenfalls an ’ die höheren Äiädchenschulen anschließen. Die Regierung hoffe, . daß diese Reform dem Baterlaiide zum Segen gereichen werde. > Abg Ramdohr (nl.) schließt sich namens seiner Fraktwn : im ganzen den Ausführungen des Ministers und seines Kvmmmars , an, wenn auch in Einzelheiten sich seine Freunde Freiheit vorbe- ' hallen müßten. Redner geht hierauf auf die höheren Lehranstalten un allgemeinen ein. An unseren humanistischen Gymnasien müsse auf die Naturwissenschaft mehr Wert gelegt werden. Die Reformgymnasien hallen sich bisher gut be- Stumm als größten Sozialpolllller hinzustellen: er habe, nichts weiter gewollt als den Ausbau des PairiarchalismuS m der Sozialpolitik, bei dem es eine persönliche Freiheit Mr den Arbeiter nicht gebe. Für eine solche Sozialpolitik dankten die 2lrbeller. Sie wollen den Ausbau des Koalitionsrechts. Die ^ttaibeftim- mungen müssen auch auf die Unternehmer ausg^ehnt werden, die den Arbeitern die Koalitionsfreiheit rauben. Den TerroriSmus bekämpfc seine Partei, von welcher Seite er auch komme. Wenn es nicht zu einer großen nationalen Arbeiterorganyation komme, bann werden die Erfolge des Reühsverb^ndes gegen bie Sozialdemokratie einen Scheinerfolg zeitigen. Also etwas mehr Luft und Bewegungsfreiheit für die Arb:uerorgani,atwnen. Der Bun- desrat muß eine großzügige Sozmlpolit'k treiben. (Beifall tm Deutscher Reichstag. Sitzung vom 15. Aprll 19uc Tm Bundesratstische Graf P o s a d o w S k Y. B 3n der sortgesetzten Beratung des Etats des Re ich Samts Des ^^Abg.^Fo^n (Soz.) aus: Mit dem Verlauf der bisherigen Debatten könne niemand zufriedener sein als die SojialbetrwEratt:, denn diese Debatten hätten ihr unschätzbare Waffen gegeben. - Die Unzufriedenheit der Arbellerschaft sei nicht auf bie Agitation der Sozialdemokratie zurückzuführen, sondern aus die unzulängliche soziatpolitischc Fürsorge, die die bürgerlichen Parteien den Ar- bcllern zuteil weckten lassen. In der Glasinduftrie z. B. wurden die Arbeiter vielfach enllassen und auf fchwnrzL Liften g^dt, well sie sozialdemokratisch organisiert seien 2wch fehle eine Anordnung, welche die Arbeitszell in den Glashütten eiNichrankL. Redner befürwortet sodcnrn eine Resolution, in welck-er-für die Arbeiter in den Glashütten die Beschräiikung der Arbeits,chicht auf 8 Stwiden und die Sonntagsruhe verlangt wird. , Auch müsse eine Verordnung erlassen werden, durch welche m dm Glashütten geeignete Schutzvorrichtungen an den Gmsosen zu tcesjcn sind, die ber Starblldung bei den Blasern und ^Schmelzern entgegenwirken. Die Mchtarbell müsse vollständig verboten ^^Abg. v. Dircks en (Rchspt.): Die Flut von sozialpolitischen Resolutionen, welche auf den neuen Reichstag Herniedargegangen ist, beweise, daß der neue Reichstag mit sozialpolitischem Del gesalbt sei wie keiner seiner Vorgänger. R^mer möchte aoer davor warnen, beim Verfolgen der sozmlpolitffchen Aroeit zuviel Rücksicht auf die Sozialdemokratie zu nehmen. Man muffe vielmehr ohne Rücksicht aus die extreme Partei Vorgehen, der man es doch nie recht mache. 2luf einem sozialdemokratischen Kongretz fei z. B. sckwu die Forderung des 6stündigen Arbeitstages erhoben worden. Seine Partei sei bereit, getreu dem Programm Abg. v. Stumm im weitesten Umfange an der Ausdehnung oc5 Arbellerschutzes mitzuarbeiten. Aber auch den MMelstand dürfe mau dabei nicht vergessen, der mindestens ebenfo des Schutzes bedürfe als die 2lrb eit erschaff. Das ReicySamt des Innern sei sicher nicht schuld au dein langsamen Tempo, da muffe fragen, ob auch nicht der Reichstag etwas schuld yabe. febai Ideale des Abg. Naumann würden niemals erreicht werden. Die Sozialpolitik dürfe man nicht von der Bogelperspellive aus betrachten. Die prattffche Ausführung liege auf einem anderen Gebiet. Die Sonntagsruhe in Stadt und Land wolle ferne Partei weiter außbelineu, jedoch nicht mit zu großer Strenge. Die Ermittlungen betreffend die Einführung der Sonntagsruhe im )oinnen» schiffahrtsgewerbe bitte er möglichst zu beschleunigen. Der Schaffung eines Reichs^rbeitscmtteS stehe er sehr sympathifch gegen» über, ebenso dem Befähigungsnachweis unü der Sicherung der Bau- forderungen. Der Mittclsrandsbewegmig und der Handwerterfrage stehe seine Partei ebenfalls sehr ffeundlich gegenüber. Auch die Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs halte sie für etne spruchreife Materie. Redner tritt dann der Behauptung der ^ozial- Demoereile, betreffend die angebliche hohe Befoldung der Ange- stelllen des Reichsverbandes zur Bekämpfung der Sozialdemokratie entgegen und verliest eine Lkufftellung über bu von derr Sozialdemokaten in den Konsumvereinen bezahlten Gehaller. Schon Bismarck habe die Stellung eiiies sozialdemokratischen Agitators für einträglich erklärt. Redner polemifiert bann auf Grund einiger gegen ihn gerichteter Artikel des „Vorwärts" gegen den Abgeordneten Bebel, dem er rate, sich nicht Stadthagen zum Nöustcr zu nehmen, der wohl in Getreidespekulationen und der Duffteilung von Liquidationen als Muster gelten könne, nicht aber in gutem Tone. Redner führt bann weiter aus, wenn bad Koalltwnsrecht verlangt werde, bann müsse auch mit der Staatsgewalt gegen den von der Sozialdemokratie geübten Kvalllionszwang und gegen den sonstigen Terrorismus oorgegangen werden; selbst den wrper- lichen Zwang und Mißhandlungen gegenüber anders Denkenden verabscheuten die Sozialdemokraten nicht. (Großer Lchrm links.) Zuni Schütze der Arbellswilligen strebe seine Partei gefetzliche Maßnahmen an. Redner schließt mit dem Wunsche, bau Po,a- dowsky die Erfüllmig seines Programms und die erfolgreiche Bekämpfung der Auswüchse der Sozialdemokratie erleben möge. (Lebhafter Beifall rechts.) ..... f,.. <. Staats,eirelar Gra, PosadowSkh entart, jtber verständige Mensch werde den Terrorismus gegen Arbeitswillige verurteilen. Es sei auch schwer da vorzugehen, well weder ein Kläger noej weniger ein Zeuge vorhanden sei. So zerrinnen die Sachen oft unter den Fingern. (Bei den Sozialdemokraten: Weil an der Sache nichts dran ist!) Nein, meine Herren, well die Betroffenen nicht den Mut haben, die Klage einzureichen) und well der Zeuge nicht wage, Zeugnis abzulegen. (Sehr richtig! rechts.) So liege es tatsächlich. Neue gesetzliche Maßnahmen würden wahncyeinlich an der Sachlage nicht viel ändern. Der Schutz der Arbeitswütigen könne nur gewährleistet werden auf Grund des allgemein geltenden und gegen jeden anwendbaren Strafgesetzbuches. Es sei zu erwägen, ob man die darin enthaltene Bestimmung, falls sie wirklich, was er beziveisle, nicht ausreiche, bei der bevor- flehendcn tiiCDiiion des Strafgesetzbuches korrigieren und scharfer fafien wolle. Es habe vielleicht einige auf der Grenzlinie liegende Fälle, die durch die jetzigen Strafbestimmungen nicht betronen würden. Allgemein aber fehle es nur an dem ZufammNilchlutz der Geschädigten zum Zwecke der Inanspruchnahme des Schutzes durch Staatsamvaltschaff und Polizeibehörde. Jiöetfall. > Abg. Potthofs (Frs. 23g.) meint, ine ^ozialpoutik muffe möglichst wenig vom PaneiiNteresfe getrieben werden. Pie Stanfill über die Sage der Privatbeamten gebe kein klares Bild, da nur bie organisierten Angestellten befragt wurden, nicht aber die Gesamtheit. Den angelünbigten Schutz gegen den unlauteren Wettbewerb begrüße seine Partei mit Genugtuung. Die Konkurrenz- tlaufel müsse beseitigt werden. Bezüglich des Hamburger Hafen- arbeiterstreits sei die Haltung der Reeder insofern zu bedauern, als die Angefiellren mit Gewalt in die Arme der extremen Partei getrieben worden seien. Abg. Dr. Funk Mall.) erörtert bie Resolution des Abg. Raabe bett, die Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs, .^m Interesse des Mittelstandes würde es liegen, Ausverkäufe überhaupt zu verbieten und bei schwindelhaften Ausverkäufen auf tirrei- Hells strafen zu erkennen. Das Verfammlungs-^ und. Vereinsrecht begrüße seine Partei freudig, es müsse aber dafür gesorgt werden, daß der kleinliche Parteigeist nicht ^wieder hineinkomme und dieses Gesetz eine Fassung bekomme, wie das der RechtSfähigreit der Berufsvereine. Die Gesetzgeburrg zur Wahrung ber Stoa» litionsfreiheit müsse erroeitert werden, insbesondere durch Aende- rung des § 153 der Gewerbeordnung. Zu befürworten fei die Refolution betreffend die Errichtung eines Reichsarbeitsamts. Reoner erörtert alsdann die Schiffahrtsabgaben. Die Verhandlungen in den einzelnen Bundesstaaten über diese Fragen wirkten sonderbar. Die deutschen Ströme müssen frei bleiben; die Schisf- sahrtsabgaben widersprechen der Verfassung. . , 2lbg. Götz v. Olenhusen (Ztr.) beschwert sich über bie Maßreglung eines Beamten über seine Tätigkeit bei den letzten Wahlen. 21bg. Schiffer (Ztr.) führt aus: Ter Reichskanzler und eine noch höhere Stelle scheine durch die letzten Wahlen xu der Erkenntnis gekommen zu sein, daß eine starte Förderung ber Sozialpolitik notwendig sei. Falsch sei es. Den verstorbenen Frhr. non Zwettes Blatt LS7. Jahrgang Dienstag 1«. Aprrl W07 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Dderheffen ^Inzwischen ift ein Antrag des Abg. Dr. Arendt (L) em- gegangen, die Regierung zu ersuchen, die Einrichtung bezw. Umwandlung höherer Schulen mit gemeinsamem Unterbau (Reform s ch u 1 e n) auch bei den Staatsschulen möglichst zu fordern. Gehlmrat Köpke erwidert, bei den sogenannten Reform- schnlen handele es sich nicht bloß um eine Umwandlung, sondern um die Zahl der Schüler. Auf d:n griechischen Unterricht ganz zu verzichten und dafür englischen Unterricht einzufülfren, durfte nicht möglich sein. Der Zweck des humanistischen Gymnafmms würde dann nicht erreicht werden. Abg. Eickhoff (frs. Vor.) Degrußt bie Reform deS höheren Mädchenschulwesens. Er sei der Ansicht, daß an den Mädchenschulen Frauen a.uefj als Leiterinnen angestellt werden. Neben den Gehältern der Oberlehrer müssen auch die der Direktoren Abg. Dr. Arendt (K.) schließt sich der Krllll der, Madchen- schulreform dem Abg. v. Heydebrandt an Die Reform,chuler hätten eine praktische Bedeutung namentlich auch deshalb, well Die Entscheidung über den späteren Beruf in em ,pater es Lebensjahr neugi werde. Deshalb wünsche er, daß die Staatsregrerung Die Reformschulen mit gemeinsamen Unterbau mehr forDcre. Abg v Kessel (k.) ertlärt, Der größte Tell ferner Partei werde gegen den Antrag ArenDt stimmen. Es sollte mit den Nclornucyulen nur ein Versuch gemacht werden und die,e Ber,uche icieu noch nicht geschlossen. Den Lehrern mü;;: Die Aro.„. -e^:gtett erhalten werden. Deshalb ho,se er aucy, bay L—- -- üen Antrag auf Erhöhung Der Letzrergehä...r annchuien. Auch muffe der L e h r e r m e tz r e n t r a .. e: ioexDen. Fn den oberen Klassen konnten die latein i, cheu ^runden zugunsten de- deutsche Unuterri«ts gekürzt Irinde das Bonum. Gegenwärtig führen sie wieder tn Hessen und Berlin Stierkämpfe unter sich auf und bewerfen sich gegenseitig mit Beschimpfungen. Solche kleinlichen Kampfhähne verdienten jeder 25 aus den Daches." Düsseldorf, 12. April. Bei den Stadtverordnetenwahlen in Dinslaten (Rhein!.) war der Weichenste l l e r Graus gewählt worden. Mehrere Bürger stellten sich auf den Standpunkt, daß Graus als Eisenbahnbeomter nicht wählbar sei, und erhoben Einspruch. Der Bezirksausschuß in Düsieldocf erklärte die Wahl für gültig. Nunmehr hat das Oberlandesgericht als oberste Instanz die Wahl für ungültig erklärt und somit die Auffassung der Kläger als berechtigt anerkannt. Breslau, 15. April. Die heutige Stadtverordnetenversammlung nahm mit großer Mehrheit dre Einführung der Wertzuwachs st euer an. München, 15. April. Der Landesverband der bayer. Grund- und Hausbesitzcroereine beschloß, daß seine Angehörigen nur für Landtagskandidaten eintreten dürfen, die für die progressive Einkommensteuer eintreten und bei der Steuerreform für Abweisung der allgemeinen Lasten und Schuldzinsen stimmen. Weiter müßen sie für Besserstellung der Hausbesitzer gegenüber schlecht zahlenden Mietern wirken. Gleichzeitig sollen mit der Reform der Staatssteuern den Gemeinden ausreichende Einnahmequellen zugewiescn werden, die ihnen ermöglichen, ihre sinanzicllen Bedürfnisse durch eine gerechte Besteuerung zu decken. LarlMirentarisches. Berlin, 15. April. Der Zentcalvomand der nationalliberalen Partei hielt gestern seine erste Sitzung ab, der auch der Senior der Partei, Abg. Exzellenz Hobrecht beiwohnte. Durch Zuruf wurden die bisherigen Vorsitzenden: Baffecmann <1. Vorsitzender), Dr. Friedberg als dessen Stellvertreter und Dr. Geiger-Erlangen wiedergewählt. Die Wahl des Geschäftsführenden Ausschußes ergab die Wiederwahl der bisherigen Mitglieder: Abg. Bartling, Abg. Dr. Blankenhorn, Generalsekretär Breithaupt, Abg. Frhr. Hcyl zu Herrnsheim, Abg. Dr. Hieber, Abg. Junghenn-Hanau, Abg. Dr. Krause, Abg. Graf Oriola, Abg. Dr. Paasche, Abg. Schiffer, Abg. Dr. Semler und Geheimrat Simon. — Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, beabsichtigt die Negierung, um den Parteien des nationalen Blocks Gelegenheit zu positiver Arbeit zu geben, den R e i ch s t a g nach Ablauf der gegenwärtigen Seßion nicht zu schließen, sondern ihm noch einige ältere gesetz'geberlsche Ladenhüter vorzulegen und ihn dann bis zum November zu vertagen. — In einem Aufruf empfiehlt der sozialdemokratische Parteivocstand, den Parteigenoffen überall dort, wo die Gewißheit besteht, daß die Acbeitscuhe am 1. Maitage zu einer Aussperrung führt, unter den obwaltenden Umständen von einer Arbeitsruhe abzusehen. Die Arbeiter, die nicht in die Arbeitsruhe eintrcten können, mögen am Abend des 1. Mai zusammentreten, um ihren Forderungen und Bestrebungen den gebührenden Ausdruck zu geben. Die Abgg. Graf Oriola, Prinz Carolath und Dr. Paasche beantragen zum Etat des Reichsschatzamts eine Resolution, welche die Beihülfe für Kriegsteilnehmer erhöhen soll, und verlangen zum Zweck der Aufbringung der Mittel und der Auffüllung des Inoalidenfonds die Ein- führung einer Wehrsteuer. ________________________ Neues aus Rußland. In der Reichsduma suchte bei der fortgesetzten Debatte über die Agrarfrage dec Abg. Purischkewitsch nachzuweisen, daß die russischen Bauern nicht ausschließlich unter dem Mangel an Landeigentum leiden, sondern auch unter anderen Mißständen, deren hauptsächliche das Fehlen jeglicher Kenntnis auf volkswirtschaftlichem Gebiete, Mangel an Kultur und Unterricht seren. Der Redner ruft zu einem Zusammenschluß aller Gruppen der Reichsduma auf und erinnert an die liberale Nolle, die der Adel bei Aushebung der Leibeigenschaft gespielt habe. Er weist die Behauptungen von Obskurantismus deS heutigen Adels zurück und tadelt die Polen, die erklärt hätten, daß die Agrarfrage in Polen nur durch einen autonomen polnischen Reichstag gelöst werden könne. Ec äußerte ferner seine Verwunderung über den Mangel an Logik in den Vorschlägen der Linken, die das Recht auf Eigentum nicht anerkennten, wohl aber die Existenz des Staates. Da wäre es doch freimütiger, sich zur reinen Anarchie zu bekennen. Der Gehülfe des Ministers des Innern, Kryschanowski, in dessen Händen die Leitung des Ministeriums tatsächlich liegt, hat bereits den Entwurf eines neuen Wahlgesetzes ausgearbeitet, welcher das geltende Wahlrecht von Grund auS anders gestalten soll. Es wicd geplant, das Wahlrecht an den BildungS- und Besitz-Eens us zu binden und den Bauern ihre jetzige bevorzugte Stellung zu nehmen. Man hofft, auf diese Weise die extreme linke Partei unschädlich zu machen. An verschiedenen Stellen der Stadt Lodz fanden am 15. d. MtS. wieder Ueberfälle auf Arbeiter statt, bei denen zwei schwer, einer tödtlich verwundet und ein vierter getötet worden ist. Ferner wurde em Händler, als er aus seiner Bude herausging, von zwei ihm auflauernden Personen überfallen und vor den Augen des Publikums erschossen; die Mörder entkamen. In Moskau überfielen etwa 35 Bewaffnete auf der Masmenbrücke einen von Wächtern begleiteten Eisenbahnkassenboten, der 87 000 Rubel bei sich hatte. Doch es wurden nur etwa 400 Rubel geraubt. Die Täter, welche bereits einige Säcke mit Geld gefüllt und begonnen hatten, diese auf einen Wagen zu laden, flüchteten, als die Wächter feuerten. Acht von ihnen wurden jedoch verhaftet; unter den Verhafteten befindet sich ein Student der Technischen Hochschule, der bestreitet, an dem Ueberfall teilgenommcn zu haben.__________________ AusranH. London, 15. April. Die britische Reich s-Kolonial- Konferenz, zu der sämtliche englische Kolonien ihre Premierminister entsandt haben, wurde heule vormittag unter dem Vorsitze des Staatssekretärs für die Kolonien, Lord Elgin, eröffnet. Der englische Premierminister Sir Campbell Banner- man führte aus, der Frage der Voczugsbehandlung müsse eine hervorragende Bedeutung emgeräumt werden-. Paris, 15. April. Nach dem .Echo de Paris" bezeichnete Kaiser Wilhelm während eines Mahles beim Staatssekretär von Tschirschky als echt ritterlichen Zug des französischen Volkes den Kultus der Weiblichkeit, wie er vornehmlich in der Liebe für die Jungfrau von Oc- leans sich bekunde. E§ sei sehr bezeichnend, daß diese Herzensneigung der Nation sich nachhaltiger erweise, als die Bewunderung für irgend einen der Kriegshelden, von denen die französische Geschichte berichtet. Rom, 15. April. Der Papst hielt heute früh im Konsistorium eine Ansprache, die sich ausschließlich auf Frankreich bezog. Er sagte, ec empfinde den Zwist mit Frankreich um so schmerzlicher, als er die Freuden und Leiden jener edlen Nation als seine eigenen betrachte. Die Regierung suche, den letzten Rest von Religion aus dem Herzen des Volkes zu reißen und scheue nicht einmal vor einem Nechtsbruch zurück, der zugleich ein Hohn auf die französische Höflichkeit sei. .Niemals", fuhr Pius X. fort, »habe er die republikanische Staats form bekämpft, im Gegenteil, er habe sie aufrichtig angenommen. Er werde dem Hasse die Liebe, den Irrtümern die Wahrheit, den Kränkungen und Schmähungen die Verzeihung entgegensetzen." In der Ansprache wurde besonders der wiederholte Ausdruck .Liebe zur französischen Nation" beinerft, womit Pius sich offenbar von dem Vorlvurfe, ein allzu großer Deutschenfreund zu sein .reinwaschen" wollte. Aer Eenkanrsche InedekrsLonZr.ß. Newhork, 15. April. Der nationale SchieLiIgerichts-i und FriedeusLongreß 'rvurda heute nachmittag in der Carnegie-Halle unter großer Beteiligung eröffnet. Der Vorsitzende Andrew Carnegie hielt eine längere Rede, in der er zunächst auf den Zweck des Kongresses: Beseitigung der Kriege und Begünstigung der interparlamentarischen Union hinwies und erklärte, er persönlich sei ein Anhänger der Ideale der Friedens- l i g a und für die Einrichtung einer internationalen Polizei, niemals für einen Angriff, sondern stets für die Begünstigung des Friedens in der zivilisierten Welt. Ein Krieg berühre jetzt die Interessen aller und daher habe eine, haben zwei Nationen nicht mehr ein Recht, den Frieden zu brechen ohne Rücksicht auf die anderen. Die Nationen sollten ersucht werden, ihre Streitigkeiten auf friedlichem Wege beizulegen und die beste Bürgschaft für den. Frieden würde ein Uebereinkommen mehrerer Nationen, sowie deren auf der Haager Konferenz abgegebenen Erklärungen werden, daß es keinem anderen Staate erlaubt sei, den Frieden zu stören. Die Bildung einer Friedens-- liga auf der nächsten Haager Konferenz würde ein Schritt vorwärts auf dem schon gekennzeichneten Wege sein. So fern die Verwirklichung dieses GÄxmkens noch liegen möge, so dürfte es der Wahrheit nahe Lmmen, daß es heute wohl in der Macht eines Mannes läge, diese Friedensliga zu gründen. Vielleicht könne der Präsident der Verein. Staaten jetzt diese Rolle spielen. Zurzeit indessen liege es Haupt sächli chinderHand des deutschen Kaisers, den Krieg abzuschaffen. Sein Ruf, einen Völkerbund für diesen Zweck zu bilden, würde bei mehr als 5 Nationen einen freudigen Widerhall erwecken, und wie in der einstigen Liga der Mächte zur Niederwerfung des Boxeraufstandes in China, so wüßte auch in dieser größeren Liga ein deutscher General die verbündeten Streit- k r ä f t e zu kommandieren. Viel sei von dem deutschen Kaiser geschrieben und gesprochen worden als einem Bed roher des europäischen Friedens, jedoch der glaube es unberechtigterweise. Fast 20 Jahre sei er auf dem Thron, ohne au irgend einem Blutvergießen Schuld zu Haden. Nach seiner Rede verlas Andrew Carnegie ein längeres Schreiben Roosevelts, in dem der Präsident die Frage des. allgemeinen Schiedsgerichts Vertrags als die wichtigste Frage für die zweite Haager Friedenskonfe- r e n z bezeichnet und der Hoffnung Ausdruck gibt, daß die Nationen einen derartigen Vertrag annebmen werden. Die Frage der Einschränkung der Rüstungen, heißt es in Roosevelts Schreibt n weiter, sei nicht eine _ber wichtigsten. Die eigenartige Stellung der Vereinigten Staaten mit ihrer kleinen Armee und Marine berechtigt Amerika nicht, in dieser Frage anderen Nationen gegenüber die Haltung eines Schulmeisters einzunehmen. Was Amerika angeht, so vergrößere es seine Marine nicht, sondern halte einfach ihre Schlagfertigkeit aufrecht. Die amerikanischen Delegierten zur, zweiten Konferenz hätten Weisung, das Werk der ersten Konferenz in jeder Weise der Vollendung näher zu jringen. Der Präsident mahnt dazu, von ihr, der Konferenz, nicht, etwas Unmögliches zu verlangen. Ein Schade würde et» waußen ,falls nur die fortgeschrittensten. Nationen nach einer Ver- einvarung abrüsteten und sich so der Gnade der weniger fortgeschrittenen Nationen auslicferten. Viel könne aber zur Förderung des internationalen Friedens getan werden, falls mit Vernunft und Selbstbeschränkung vorgegangen werde. Der Staatssekretär Root führt dann aus: Die amerikanische Regierung sei der Ansicht, daß die Beschlüsse der ersten Haager Konferenz bezüglich der Marine- und Milttärrüstungen auch auf der Uveiten Konferenz weiter beraten werden sollten, und daß der Versuch gemacht- werden sollte, eine Vereinbarung zu treffen, derzufolge die ungeheuren Ausgaben für kriegerische Zwecke reduziert werden. Die amerifan. Regierung wisse, daß diese Frage eher Europa als Amerika angeht, aber ein Staat, welcher weniger Interesse an einem Vorschläge habe, könne bisweilen diesen mit mehr Aussicht auf Erfolg Vorbringen. Deshalb habe seine Regierung sich das Recht Vorbehalten, diesen Vorschlag im Haag zu unterbreiten. Die Regierung der Verein. Staaten sei auch der Mecliung, die Haager Konferenz sötte beschließen, daß die Anwendung von Gewalt bei Eintreibung von Verbindlichkeiten, die eine Regierung den Bürgern eines andern schuldet, beschränkt werde. Wie Streiks entstehen. E§ ist eine alte Taktik eines Teiles der Arbeiterschaft, die Hochkonjunktur und den durch Einblick in die Finanzlage, wie sie sich in den Geschäftsberichten darstellt, gewonnenen Ueberblicf über das Unternehmen dazu zu benutzen, Forderungen zu stellen und im Falle einer ablehnenden Haltung des Unternehmertums den Streik zu erklären. Dieser Taktik huldigen alle sozialdemokratischen Verbände. Die großen wirtschaftlichen Schäden, die ein Streik mit sich bringt, haben nun in der Arbeiterschaft eine Gegenbewegung gegen den Streik hervorgerufen und in der Maschinenindustcie ist dem Metallarbeiter-Verband in dem sogenannten gelben Verband ein Faktor erwachsen, mit dem zu rechnen sich der Metallarbeiter-Verband wohl oder übel bequemen muß. Ein in mancher Hinsicht bedeutsamer Streik von Metallarbeitern ist z. Z. der der Arbeiterschaft der großen Dresdner Nähmaschinen- und Fahrradfabrik von Seidel u. Naumann, A.-G., in Dresden. Mit 1264 gegen 164 Stimmen wurde dort dec Streik beschlossen, und zwar sprachen sich von dem Metallarbeiterverband 993 gegen 109, vom Holzardeiterverband 103 gegen 13, vom Fabrikarbeilerverdand 62 gegen 9, vom Lackiecerverband 9 gegen 3, von dem Hirsch-Tunckerschen Gewerkverein 9 gegen 3 und von den gelben Gewerkschaften 1 gegen 2 für den Streik aus. Acht Tage vor Ostern waren von der Arbeiterschaft der Firma Vorschläge zur Einführung anderer Lohn- und ArbeitS- bebingungen unterbreitet worden. In denselben wurde neben einer Verkürzung der Arbeitszeit auf täglich 9 Stunden (Samstags 5 Uhr-Schluß) eine Erhöhung der Löhne und Akkorde um 10 Prozent für alle Arbeiter gefordert. Das Hauptgewicht wurde aber auf die wirkliche Anerkennung des Arbeiterausschuffes gelegt und demgemäß auch die Wieder« einstellung eines angeblich wegen seiner Tätigkeit als Ar. beiterausschußmitglied von der Firma entlassenen Arbeiter gefordert. Die Betriebsleitung machte auch alsbald mannigfache Zugeständniffe. Bezüglich des Arbeiterausschuffes erklärte die Fabrikleitung, derselbe sei jederzeit anersannt worden und werde auch fernerhin anerkannt. Der Metallarbeiterverband aber fordert, bei Entlassung von Arbeiterausschußmitgliedecn soll aus Appell des Arbeiterausschuffes an die Direktion seitens der letzteren eine Prüfung der Entlaffungsgründe unter Hinzuziehung des Angeschuldigten und einer dazu gewählten Kommission des Arbeiterausschuffes vorgenommen werden. Ferner erklärt der Metallarbeiterverband, das, was die Fabrikleitung bis heute bewilligt habe, 15 Psg. Mindeststundenlohn für Arbeitsburschen, koste der Firma nichts. Im übrigen feien diese Zugeständnisse von der Fabrikleitung als ein Ultimatum hingestellt worden. Während nun, wie Dresdener Blätter schreiben, „eine^ aufgereizte, von sozialdemokratischer Leitung irregeführte Arb.'sterschaft den Streik beschloß", kamen gegen 700 Mitglieder der Freien Vereinigung deutscher 9)1 eta 11* arbeitet in Dresden zusammen, um Stellung zu nehmen gegen den Terrorismus deS Deutschen Metall* arbeiterverbandes und gegen die von diesem geschürte Streikbewegung. Man begrüßte in dieser Versammlung das rasche Wachsen des sogenannten r©eiben Verbandes" und konstatierte, daß in den gegenwärtigen Lohn- und Arbeitsverhältniffen bei der Firma Seidel u. Naumann nicht die geringste Ursache eines Streikes liege und stellte durch Umfrage fest, daß keiner ber etwa 700 Anwesenden für den Streik sei. Dieser sei vielmehr nur eine Mache der sozialdemokratischen Leiter des Metallarbeiteroerbandes. Das enorm rasche Emporwachsen des „Gelben Verbandes" habe den Deutschen Metallarbeiter» verband nervös gemacht, er wolle eine Machtprobe inszenieren, um seinen Mitgliedern womöglich dann sagen zu können: „Seht, diese Forderungen haben wir für euch durchgedrückt!" Durch einen Streik wolle der Deutsche Metallarbeiteroerband vor allem die Freie Vereinigung deutscher Metallarbeiter schwächen und neuen Zuzug von deren Mitgliedern zur Firma Seidel n. Naumann verhindern. Man wies auch die von der Gegnerschaft und der sozialdemokratischen Presse gegen die Freie Vereinigung erhobenen Vorwürfe zurück, daß sie oom ReichSverband gegen die Sozialdemokratie gegründet iDorbcfT sei und in bedenklicher Weise mit der Arbeitgeberschaft liebäugle. Die Vereinigung stehe vollständig frei und unabhängig da und sei eine von der Arbeiterschaft selbst ausgegangene Schöpfung. Auch der Metall- industriellen-Vecband hege und pflege die freie Vereinigung nicht, wie man im sozialdemokratischen Lager geflissentlich aussprenge. Zweck und Ziel der Freien Vereinigung sei: Freiheit der Arbeit. Ihre Mitglieder wollten nicht gezwungen fein zu einer Entschließung, weder von der Gesamtheit einer großen Organisation, noch von einem einzelnen und sie wollten sich vor allem nicht zu polttlschen Zwecken mißbrauchen lassen. (Lebhafter Beifall.) Sie wollten im friedlichen Verkehr mit den Unternehmern das zu erzielen suchen, was durch rohe Gewalt nicht zu erringen fei. (Bravo!) Auch der Arbeiter, der in politischer Beziehung antinational fein könne, finde Aufnahme in dec Freien Vereinigung, sobald er nur so viel Freiheit dec Gedanken besitze, daß er nicht meine, wenn er politisch „Nein" sage, müffe er es auch in allen Dingen sagen, und wenn es ihm und feiner Familie zum Verderben gereiche. Die Versammlung nahm einstimmig folgende Resolution an: „Tie versammelten 650 Arbeiter der Firma Seidel & Naumann legen gegen den von feilen der Mitglieder des Metallarbeuer- verbarrdes m und außerhalb der Fabrik geübten Terrorismus der verschiedensten An gegen ihre Mitarbeiter entschieden Protest ein. Sie erklären, daß sie gewillt sind, unter ausdrücklicher Wahrung ihrer berechtigten Interessen im gütlichen Ausgleich mit der Firma Wünsche und Beschwerden zur Erledigung zu bringen, da sie nur in einem Hand in Handgehen zwischen Firma und Arbeitern die wahre Forderung ihrer Interessen erblicken. In diesen Be- ftrebungen fühlen sie sich eins mit der größten Anzahl namentlich älterer Arbeiter der Fabrik, auch so weit sie selbst dem Metall- arbeiteroerbanbe angehören. Sie werden deshalb allen im entgegengesetzten Sinne zutage tretenden provokatorischen und nur der absichtlichen Hetze dienenden Agitatwnen mit aller Entschiedenheit entgegcmrelen und bestrebt fein, im Frieden und in Eintracht mit ihren 'Mitarbeitern zu leben, indem sie schließlich auch für die Zukunft ihr volles Vertrauen der Firma entgegenbring e m" Mit einem Hoch auf die Firma Seidel & Nauman» schloß der Vorsitzende die Versammlung. Ein Besucher dieser Versammlung schrieb einem Dresdener Blatte: Diese Arbeitsmänner mit den rußgeschwärzten Gesichtern und schwieligen Händen, alte und hinge, die man früher begeistert in ein Hoch aui die internationale Sozialdemokratie oder auf den von sozialdemokratischer Seile geführten Verband elnstimmen hörte, sie klatschten Beifall unb riefen Bravo, wenn gegen den Terrorismus der Perbandsleiter oder gegen die Verquickung wirtschaftlicher und politischer Fragen kräftig vom Leder gezogen wurde! Ja. gehen den sozialdemokratischen Leitern und Hetzern angesichts solcher Tatsachen noch nicht die Augen darüber auf, daß alle verständigen Arbeiter ihr sinnloses, gefährliches Treiben erkannt und sich voll Abscheu von ihnen abgewandt haben? 2ists Staat und Land. Gießen, den 16. April. - Der russische Kaiser kommt nicht! Man schreibt uns aus Darmstadt: Die Meldung von einer demnächstigen Hiecheckunft des Zacenpaaces, sowie das damtt verbundene Zusammentreffen nut dem deutschen Kaiser entbehrt jedenfalls dec Begründung. In den dem Gcoßh. Hof nahestehenden Kreisen ist von einer Absicht des ruffischen Kaisers, hierher zu kommen, nichts bekannt. ** Auszeichnungen. S. K. H. der G r o ß h e r z o g haben dem Major Lang, Abteilungskommandeur im 2. Großh. Feld-Actillecie-Regiment Nr. 61, das Ritterkreuz 2. Klaffe des Ludewigs-Ordens verliehen und dem Polizeikommissäc, Polizeiassessoc Moritz Kcaemer in Darmstadt den Charakter als Polizeicat erteilt. Gelände von ca. 27 000 Quadratmeter zum Dabnbau. Treuer Abonnent. Wir haben den Inhalt Ihrer Zu- ins Auge gefaßt worden. Handel Beichsanleihe Oberhessen 97.70 Fabrikant: H. BARKOWSKI, Berlin 0. 27. Erledigt sind: Lehrerstelle on Elektriz. Schnckert . « Eschweiler Bergwerk . Gelsenkirchen Bergwerk . 208.90' . 223.70 . 26.20 84.30 96.95 84.30 95.00 9510 99.50 100.00 94.65 103.10 67.55 68.30 91.35 93.25 94.50 140.20 4995 87.50 66.20 97.70 Harpener Bergwerk Laurahütte Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Turkenlose . 26.30 142.80 136.70 perdynamin perdynamin-Kakao . 173.20 . 132.60 . 230.75 . 74.90 . 146L0 Darmstädter Bank Deutsche Bank . Deutsch-Asiat Bank . Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eiseulafan . , Gotthard bahn . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staats bahn . . Enuee-Henri-Eisenbahn Briefkasten oct ucöahion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) und gegen die 2op bedenklicher Weise eremigung stehe eine von der Arbu» Auch der M» die freie LereinM Lager gefliMich m Vereinigunz fei: er rootüen oft ge- der Gesamt- )on E tmylnti politischen 8®«h l Sie wolllen a ternehmern dok I lt nicht zu trnngtp »olitischer 8#ing in der Freien Ler» der (Sebanlm drsitze, lein4 sage, E « m es ihm und stink Versammlung ich Verkauj durch die Apotheken in Flaschen und Dosen a 2.50 M. Baumann verhindern. )Qit und der jojial» Bereinigung erhobt storbenen von einem roeqen ungebührlichen Benehmens an« dem Dienst der Anstalt entlassenen Wärter. daß Rosichild an den Folgen einer brutalen Behandlung durch den Irrenwarter Robert Pltz verstorben sei. Weiterhin beschuldigte der Pfleger den Cberroarter, v. Malottka. der Anstalt, daß-er epileptischen Kranken EHlorat- Hydrat in übermäßigen Tosen — entgegen den ärztlichen Vorschriften —verabreicht habe in ber 9lbiidit, die Palienten zu betäuben. Bei den Vernehmungen ber Beschulbigten durch die Staatsanwaltschaft würben Vergehen unb Verbrechen aller Art seitens einzelner Pfleger ber Anstalt behauptet, um sich zu ent-, bezw. onbere zu belasten. Ta bie Ansicht 120 Pfleger ic. beschul tiqt, io war es sür die Untersuchungsbehörbe sehr schwer. Wahres unb Falsches von den ihr gemachten Angaben zu trennen. Das wesentlichste ist. daß im Falle Rothschild Ausschreumigen DorflC- kommen zu sein scheinen, gegen leicht erregbare Kranke systematisch mit förmlichen Prügelstrafen vorgeqangen würbe. Der Dberroartet p. Malottka soll wiederholt schwere G i i t e zur „Betäubung* von Epileptikern venuaubt unb dadurch deren Tod herbeigeführt haben. Von 3 in Halt genommenen hauvtbeschulbigten Wärtern der Anstalt haben sich nun heule ber Dberroärter Paul v. Plalottka unb der Krantenwäner Robert Vietz unter der Be- ichuldiqung ber schweren Körperverletzung und ber fahrlässigen I Tötung zu verantworten. Moloch Ehre* zur Versammlung an die Abiturienten der höheren Lehranstalten zu veranlassen. Eine größere 93er- anstaltung wird für den Herbst sür Mainz geplant. Prof Kissinger verlas den Kassenbericht; die seitherigen Vorstandsmitglieder Graf Erbach-Fürstenau, Sanitätsrat Dr. Kolb, Dr. ScheferS, Profesior Kissinger, Baurat Mangold (sämtlich in Darmstadt) wurden wiedergewahlt. Eine Vereinigung der Hessischen und Frankfurter Gruppe unter dem Vorsitz des Grafen Adalbert zu Erbach-Fürstenau ist für die nächste Zeit . 130.00 . 114.90 . 230.00 . 199.50 der besten von allen Aerzten glänzend empfohlenen Nähr- und Kräftigungsmittel für Blutarme, Bleichsüehtige, Kranke und Eekonvaleszenten sind AuS einer Irrenanstalt. (Unberechtigter ik'.m.iH.iu oten.) S.U.E. Berlin, 16. ApriL Allerlei Enthüllungen, welche der vielgenannte .Reichsglockner" Joachim Gehlsen in seiner berüchtigten .Stadllctterne* über ben| Betrieb des ,Asyls für Gemütskranke" des Dr. Karl Edel in | Charlottenburg veröffentlicht Halle, haben den Anstoß zu einem, Prozeß gegeben, ber heule vor ber ersten Strafkammer des Berliner Landgerichts II seinen Anfang nimmt. Als Charlottenburg noch em kleines Lanbstäbtcheu war, schuf ber inzwischen verstorbene Geh. Sanitätsrat Dr. Edel dort ein elegant eingerichtetes Asyl für Gemütskranke, bas sich bald eines lebhaften Zuspruches von Seiten hypernervöser Großstädter erfreute. Auch eine ganze Reche Berliner „Größen", deren Leben schließlich in geistiger Umnachtung geendet hat, haben dort bis zu ihrem Tode eine bleibende Stätte gefunden. Nachdem her alte Sanitälsrat Edel gestorben war, übernahmen setne drei Söhne, die Toktoren Karl, Max unb Paul Edel, die Leitung des JnstillUs, bas sich heute über eine ganze Villenkolonie erstreckt. Enthüllungen des durch seine Bismarckfeindschafl bekannt gewordenen Reichsglöckners Gehlfen führten im November v. Js. zu der Verhaftung dreier Jrrenwäner der Edelschen Anstalten. Sie wurden von einem Herrn Rothschild m Schöneberg beschuldig!, seinen 38 Jahre alten Bruder während dessen Aufenthalt in der Edelschen Heilanstalt dermaßen körperlich mißhandelt zu haben, daß'im August v. Js. der Tod des Unglücklichen emge- treten sei. Wie die Ermittelungen ergaben, war der verstorbene Rothschild ans der Berliner städtischen Irrenanstalt Wuhlganen der Edelschen Anstalt überwiesen worden. Rothschild, der unheilbarer Gei leskrankheic längst verfallen war, litt außerdem an Schwindsucht unb chronischer Brust- unb Bauchfell-Entzündung. Einige Wochen nach seinem Tode erfuhr der Bruder des Der- bergr?T.'; Germania-Ems^ Konkordia-Feudingen; Gemütlich- Teief omsche Kursberichte keit-Gießen; Liederkranz-Herborn; Gesangverein-Kirchhain; l Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fllr Liederkranz - L e i h ge stern; Liedertafel -Lollar; Aelterer Ge- und Industrie, Giessen. scrngverein-Niederzwehren; Frohsinn-Oberlahnstein; Konkordia- Obertshausen; Liederkranz-Qckershausen; Liederkranz-Praunheun; 132.75 . 230.90 . 170ch0 . 173.00 . 146L0 . 208.20 Weihnachten waren. - Anti-Duell-Liga. Unter dem Vorsitz des Grafen Adalbert zu Erbach-Fürstenau hielt die Gruppe Hessen der deutschen Anli-Duell-Liga am Sonntag gemeinsam mit der Fankfurter Orts gruppe ihre Hauptversammlung in Frankfurt ab. Den Jahresbericht erstattete nach der Begrüßung durch den Senatspräsidenten Loffen, Sanitatsrat Dr. Kolb, der die erfreuliche Tatsache feststellen konnte, daß die Miigliederzahl auch im verfloffenen Jahre wiederum ge- wachsen ist. Einmal wurde dos Ehrengericht von einem der Liga nicht angehörenden Akademiker angerufen; e8 konnte erfolgreich wirken. Die Werbung unter den Prosesioren der deutschen Hochschulen hat auch der hessischen Gruppe neue Mitglieder gebracht. Ein Aufruf an die Oberlehrer ist in Vorbereitung. Prof. Kissinger, Darmstadt, beantragte bei Dem Aktionskomitee, den Neudruck der fesielnd verfaßten Schrift . . 220.20 . . 121 BO Firma Seidel fc fc eder des Mallard«» -übten Terrorist K enijchiedm Prolell u ausdrücklicher WaW n Ausgleich mll» en Firma und Arov^ cbliden. 3» diesen ^ iBtaMSÄ l sie |elb|i dem W | deshalb ollen nn * .fmonichen und nut te M alier 6iit|d)* tg e°. Firma enigr» ’k,t ftfht ft ■ «•lau , Stift! W * SU -ÄSS }Ie* schreibe«, j ;‘l Un9 irrrgefühch» en ?egen 700 £ Aetall! ' J J ruvehme» "'chen Metall. re,,.Don diesem ge. u^e m dieser V«. genannten r®elben SMwütig,, Sohn, «« “• 3l«umara 5 Sttedes 1,«., lt.. .'EU Dieser sei viel, Gotischen Leiter de; -asche Emponvachsir ichen Metallarbeiitl, ° Machtprobe^, giich dann sagen |i wir für euch durch/ der Deutsche Metalb Vereinigung deutsche: Zuzug von der» t«»9- stpril ont»1" ,oi ■ 'N6“”9., S,5 b* Saaris, l«®‘f ent' be*” * • 1KSüNis ito* «l‘S 'ÄS Frankfurter üörse. 16. April, 1.15 Uhr. 95.951 Elektriz. Lahmeyer . Von unseren Nachbargemeinden werden Steinfurth mit 100000, Wisselsheim mit 30000 und Rodgen mit 20 000 Mk. zum Bahnbau hcrangezogen. Als weiterer Punkt der Tagesord- nung kam die Wiederherstellung der Bahnhofsallec^ in Frage. Genannte Straße kam durch die Legung des Fern - i heizkanalS in einen unhaltbaren Zustand. Lange Verhandlungen zwischen Stadt und Staat führten zu keinem bcfrie- digenden Ergebnis. Die Kosten für Instandsetzung dieser Straße belaufen sich auf 2100 Mk. Nachdem sich nunmehr der Bauunternehmer Mörschel auS Friedberg zu einem Zu- chuß von 1000 Mk. bereit erklärt, wurde in der heutigen Sitzung der Beschluß gefaßt, die fehlenden 1100 Mk. auf die Stadtkaffe zu ühernehmen. Anschließend an diesen Punkt wurde die Chaussierung deS Ernst-Lud wigSrin gs beschlosien. Der Punkt »Erlaß einer Polizciverordnung über Verkehrs- und Straßenvolizeiliche Vorschriften wurde wegen Hamburg-Amerik. PaketL 138.00 Harpener Bergwerk. . . 208.75 Laurahütte..... 224.50 Nordd. Lloyd 126.70 Oberschles. Eisen-Industrie 110.00 Berliner Handelsgee , . 158.60 führet wurde durch Messerstiche unb ein Schaffner durch Steinwürfe .. - । . . . . . — oon Car ma^ix (Frankreich) entg leiste ein Pe^onenzug. 12 Per- Schwächlichen zurückgebliebenen Schneiderin Zimmermann ik/ren ®eltebteeinen 30 Jahre! Kindern, blutarmen Mädchen usw«. alten Kaufmann, durch einen Revoloerschuß zu tö t e n. Sie ver- empfehlen viele Aerzte das beste, billigste unb bekömmlichste fträi- letzke ihn schwer am Kopfe unb stürzte sich darauf aus dem genfter ttgunas- unb Bluterzeugungsmtttel Bioson. Man lese nachstebenben ihrer Wohnung auf ben Hof. In hoffnungslosem Zustande wurde Beriet- Bocholt, den24. Februar 07. Telle Ihnen mit, baß ich sie in ein Krankenhaus gebracht. — In ber Hamburger Vorstadt mit dem Biofon gut zufrieden bin; ich habe mehrere Pakete bet einem St. Pauli erkrankten infolge Genuß von verdorbenem zurückgebliebenen Kinde gebraucht unb bat dasselbe in kurzer Zett o rfx ffl r, t f o i t * cRprfnnpn lehr an Gewicht zugenommen. Hochachtend! Anton ztcller, ^rünaip 2ch!e nj_l_e_tj ch 2o Betionen.-------------------------------------| Stuckfärberei. Liofon ist in Apotheken, Drogerien usw. das haLe Kllo-Paket zu drei Mark erhälllich und wird jeiiet Arzt gerne Auskunft über bie Vorzüglichkeit des Bioson geben. [b‘/4 wenn das benachbarte Bad-Salzhausen zur völligen Ausgestaltung gebracht wird. Besonders nachteilig seien die unbefriedigenden gegenwärtigen Zustände des Bades für die selbständigen Handwerksmeister und die Arbeiter der Gegend. Darnach wurde die Reform der Hess. Landgemeindeordnung erörtert. Redner glaubt, daß die Großh. Negierung in erster Linie auf die Beseitigung der seither bei den Bürgermeisterwahlen vielfach sich breit machende Störung des Ortsfriedens bedacht sein sollte. Unter den zwei Höchstbestimmten müsse das Los entscheiden. Die Auslosung dürfe erst 14 Tage nach der Wahl stattsinden und bis dahin eine Reklamation nur durch die zwei Höchstbestimmten zulässig sein. Redner konstatiert, daß die absolute Majorität nicht die Tüchtigkeit der Person bedingt, sondern oft nur durch große Verwandtschaft oder durch Bewilligung wochenlang vorhergegangener Zechereien erzielt würde. Prinzip aer Regierung unb ber Volksvertreter müsse sein, allenthalben im Volke Frieden zu säen. In dieser Richtung solle man die Gesetzgebung künftig einrichten. Als dritter Punkt wurden die schwankenden Fletschpreise und ihre Volksschädlichkeit beleuchtet. Redner schlagt folgende Resolution vor, die einstimmige Annahme fand: Ter Herr Reichstagsabgeordnete Köhler ist zu ersuchen, einen Antrag im Reichstag einzureichen, bie Reichsregierung möge geneigtes! eine Vorlage vorbereiten, die bezweckt, baß für bas Fleisch eine möglichst stabile Preislage angeorbnet werbe. Ferner bitten wir bie hohe Staatsregierung, einen für ganz Tetuschlanb einheitlichen Transport-Frachttarif für alles Schlachtvieh (ähnlich dem Fahrradtarif) in Erwägung zu ziehen, sowie statistisch sestzustellen, wie groß bie Einfuhr an Schlachtvieh ber einzelnen Monate letzter Jahre vom Ausland war, um zu ersehen, in welcher Weise die Auslandsgrettzen geöffnet werden können, um em en Mindestpreis unb eine möglichst feste Fleischtaxe burch Reichsgesetz zu schaffen. Angesichts ber ständigen Unsicherheit sowohl im andwirtschastl. Betrieb, als im Handel und in dem Metzgeretgewerbe möge endgültig Abhülie geschaffen werden. 8 WetckartShatn, 15. Aprtl. In unsrer Gemarkung ist der Abbau eines großen Eisensteinlagers, der Gewerkschaft Louise in Essen a. d. Ruhr gehörig, in Angriff genommen worden. Tas Unternehmen wird unserm Ort und der Umgegend zu großem Vorteil gereichen, denn es werden viele Arbeiter hier Beschäftigung finden. Niit dem Bau der Eisensteinwäsche wird ebenfalls in aller Kürze begonnen werden. Auch der große Betrieb auf der Mühle gehört derselben Gewerkschaft. Ebenso hat sie vor einem Jahr sämtltche Eisensteinmutungen des Herrn Louis Petri in Gießen, sowie den Betrieb auf Grube ,21116 Hoffnung" bei Langsdorf angefauft lÄ Butzbach, 15. April. Nach den Angaben des Tenkmal- hflegers Professor Walbe wird gegenwärtig die alte Kapelle vor derMarkuskirche hergestellt und eingerichtet, um Dom 1. Juli ab dem Geschichte- unb Allertumsverem als Museurn zu dienen. G-. Bad-Nauhetin, 15. April. Unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Dr. Kayser fand heute eine Sitzung der Stadtoerordnetenversammlun?, statt. Ais erster und wichtigster Punkt kam die Wettertalbahn zur Beratung. Tie Stadt Bad-Nauheim verpflichtet sich, zu dieser Bahn mit einem Betrage von 60 000 Mark, außerdem erwirbt sie das vorgerückter Zeit zurnckg«'stellt. sd Darmstadt, 16. April. Die 1. Kammer der Landstände folgte heute einer Einladung der Großh. Regierung zur Besichtigung deS LandeSmuseumS. Der Museumsdirektor, Geh. Kabinettsrat Röm Held, hielt eine ------------- . . , längere Ansprache über die Entwickelung des Museums und schrift der maßgebenben stelle muge^ilt, damu Uu'klammc, erfolgt, die Einrichtung des neuen Gebäudes, worauf unter ihrung bc§ ^halts maßgebenden der Vorsteher der einzelnen Abteilungen Prosesioren Dr. Back, ^riktriftcn ausgezahlt. Dr. Lepsins und Dr. List (letzterer an Stelle be§ ?. Zt. , '---- ■ ■' beurlaubten Prof. Dr. von Koch) die Besichtigung stattfand. ©rigiliab$rat)tmclOungctl« Auch der Staats- und Justizminister Ewald, sowie ber I Charleroi, 16. ApriL Tas Referendum der Minister deS Innern Braun waren anwesend. Abends um Arbeiter'des Mittelbeckens hat, soweit bis jetzt 8 Uhr fand für die Mitglieder der ersten Kammer in berLefannt> mit 14875 von 15080 Stimmen zu Gunsten Wohnung bes StaatsministerS Ewalb ein Parlamen-LAchtstundentages erklärt. Nur 2 Bezirke mit ca, tarischer Abend statt, zu dem auch S. K. H. ber Groß- ^oo Stimmen fehlen noch. Herzog mit seinem Schwager, bem Fürsten zu Solms- Deva (Ungarn), 16. April. 9 Arbeiter, welche mit Hohensolms-Lich, sowie bie Minister und einige Mtmstertal- Draisine nach Petroszeny fuhren, würben von einem rate erschienen waren. Die Veranstaltung bauerte bi? nach ZH^llzuge überfahren. 7 von ihnen erlitten tätliche 11 Uhr. . „ . , , Verletzungen. d. Mainz, 16. Dprll. (Tel.) Der Kanonter Job Eber- Brüssel 16. April. Die Sozialisten wollen einen ÄÄ L Aufruf an das Do,- °r,asj°n worin sie gegen b., Zurück- naten Gefängnis verurteilt unb sofort in Söaft genommen worden ziehung deS Grubengesetzes Einspruch erheben. Wetter war, erkrankte gestern schwer. Er wurde sofort ins Lazarett ge- besteht bie Absicht, an den Kammerpräsidenten daS Ersuchen bracht, wo er nach einigen Stunden starb. richten, das Parlament schleunigst wieder einzuberufen, eine'Tagung^ von De'legieinen d"r' am Ghanas w-t?strrä Endlich wnb noch in AnSsicht genommen, bei der ersten der „Liedertafel" teilnehmenden Vereine statt. Aus den Kammersitzung ein Tadelsvotum gegen das neue Kabinett ab- Verhändlungen ging hervor, daß folgende 38 Vereine, die in bier AUnCben, falls sich unter diesem ein Mitglied deS früheren Klassen singen werden, sich zu dem Wettsttett angemeldet haben. . befinden sollte 1. Klasse: Kasseler Liederkranr-Kassel: Frohstnn-Kasiel-Wehl- Mtntstertums bestnde 1 --------o. u.. Heiden; Gevmania-Fechenheim; Bauerscher Gesangveretn- New-York, 16. Aprll. ^te Mutter des Multt - Waschkesseldiebstahle. Vor einigen Tagen machte G^ßen; Eemüluchtell-«Lonnenberg. 2. Klasse: Liederfreund- Millionärs Thaw hat eine Million Dolla r Kaution ein Hausbesitzer in der Nord-Anlage die Entdeckung, daß der Kassel; Maschinenbauer-Gesangverein - Gießen; Angeboten für bie vorläufige Freilassung ihres deS MorbeS kupferne Waschkessel aus ber Waschküche verschwunden war ® t r a d) t - -o u n g e n; Sohnes aus der Haft. Jedoch ist dieses An- Die Ermittlungen ergaben, daß er bereits vor längerer Zeit b-uh' Cifb1'ßu^t;'|0ebot von ber Justizbehörde abgelehnt worden. __ gestohlen und daß als Täter bie beiden wegen gleichen Dieb- Gingen; Arion-Kassel; Kronberger Männergesangveretn-Erow stahlen verhafteten Arbeiter Seiler und Weller auS Wieseck * — - * • M---.m tr, A in Betracht kamen. Beide gestanden den Diebstahl ein, den Kessel verkauften sie an eine Althändlerin, die sich dieser- halb denn auch demnächst wegen Hehlerei zu verantworten Germania-Schlierbach b. Wächtersbach; Iharmonisches Kränzchen- Z^ 0 do. Schlitz; Gesangverein Wiesenbach; Konkordia-Windecken; Froh- 3^»/ Konsols sinn-Liedertasel-Laasphe. 4. Klasse: Nassovia-Franksirrt a. 3Jc.; I 305 d0. Hanauer Sänger-Quartett-Danau; Quartettverein Eintracht- 31/0, dessen Laasv^; Orpheus-Wetter; Silbersdorfsches M.-Qu.-Matnz.oDas 3^«/^ oberhes ------------------------|4l/e% Oesterr. Silberrente 14% Ungar. Goldrente . . " Erdbeben. Die mexikanischen Ortschaften Chil- 4% Italien. Bente . . . oacingo unb Chilava sind durch ein Erdbeben zerstört 3N Portugiesen Serie I . worden. Soweit bekannt sind 11 Personen umgek°mm-n 1905 und 97 verletzt worden. I 4^0, 0 sapan. Staatsanleihe • DerSchnupftabaksfabrikantK. hat in der „Til-14 % Conv. Türken von 1903 tter Allg. 3tg.' folgendes Inserat erlassen: »Eine Wohnung Ttirkenlose . . . • • zu vermieten, ober nur für kinderreich gesegnete Eh-- ^eA?gentin^ . le nie, nicht unter em halbes Dutzend, wer em Dutzend hat, MexiKaner . . . wird bevorzugt. Kl., Nagnitzerstraße Nr. 34.* Bemerkt muß 4)^°/g Chinesen .... werden, daß K. selbst große Familie hat unb aus eigener Aktien: Erfahrung weiß, wie einem Familienvater zumute ist. Hoffent- Bochum Goss . . . lich wird er seine Wohnung schnell los werden. BudTMdenzTträtre.’ * Kleine Tag eschronih In Stuttgart erkranktenl Herliner Börse, 16. April. Anfangskurse. 160 Maim vom Grenadierregiment Olga anSpetsevergrf- tung, manche unter heftigen Fieber, Darm-, Magenbeschwerden OLnada E. B. . . . und Kramp'anfällen. Die Ursache wird in dem Genuß u e r b o r • Darmstadter Bank . benerSeber ober schlechten Kartoffelsalates vermutet. Unmittel-1 Deutsche Bank . . bare Lebensgefahr soll für keinen Erkrankten bestehen. — Auf ber Dortmunder-Union C. Strecke Bochum-Herne wurden mehrere Straßenbahnwagen Dresdner Bank . . von Raufbolden überfallen und mit Steinen beworfen. Ein Wagen-1 Tendenz: ruhig. s geibrf L ** schrieb Iw »i »”'■■■ iSÄrsr; »»Personalien. S. K- H- der Gr o ßherzo g haben den Steuereinnehmer bet dem Steueramte Friedberg Rendanten Christian Dönges zu Friedberg zum Steueramtsrendanten bei diesem Amte ernannt. "Erledigte L e h r e r st e l l e n. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende ber Ge,n->ndeichule zu Seit et« 5 «in. Mit ber Stelle ist Drganütenbienft nerbunben. $ee mit einem eoong. Lehrer 2U hrfpRenbe Lehrecsielle an der Gemeindeschule zu Ober- Wegfurth Mit dec Stelle ist Organisten- und Lektor- dienst verbunden. Dem Grafen von Schlitz genannt von Vörtz sieht da? Prasentattonsrecht zu. .« Die Schweinepreise. Während noch vor kurzer Qcit bie Händler und Metzger lebhaft über den Mangel an Schweinen klagten, kommen nunmehr aus allen Teilen deS Landes immer größere Klagen der Landwirte über bie Unverkäuflichkeit der Schweine. Erwiesenermaßen finden zurzeit fette Schweine vielfach keine Abnehmer. Durch das starke Angebot von schlachtreifen Tieren sanken bie Preise sehr stark, so baß sie meist um 30 Proz. niedriger als vor haben wird. Germania-Schlierbach b. Wächtersbach; Darmomiches Kranzcyen- do. . . -r- EL,eil 15 Avril. Im Gasthaus zur Traube Schlitz; Gesanaverein Wiesenbach; Konkordia-Windecken; Froh- \wt Konsols . . . . -r-. sinn-Liedertafel-Laasphe. 4. Klasse: Naffovia-Franksittck a. M ; I do..... fand am Samstag abend eine öffentliche °lksversamm ^anaueT Sänger-Quartett-Danau; Quartettverem (Hntracht- ^^n . lung statt, die leider nicht sehr stark besucht war. Hotelier Orpheus-Wetter; Silbersdorffches M.-Qu.-Mainz. Das l^^o^ Oberhessen . . . 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Lahn Burkhardsfelden Rodheim Hof-Grafj RölhgcS Sleinheinr Trais-Horloff Utphe Villingen Langödori Langd Ronnenroth Obbornhofen Rabertshausen RmgrlShansen Bellersheim Bettenhausen Hungen Inheiden LUuschenhem, Hof-Güll Rieder-Bessingen Ober-Hörgern Ober-Bessingen Steinbach Lich Albacher Hos Kolnbanscn Mühisachsen Münster Garbenteich Grüningen Holzheim <*• Albach Birklar Dorf-Gill Eberstadr Arnsburg Ettingshausen Reiskirchen RüddingShausen Bollnbach Saasen Wirberg BeitSberg Stockhausen ‘ Stangenrod WeiterSham Weickartshain Winnerod Harbach Kesselbach Lauter Lindenstruth Londorf Lumda Odeuhausen Onrckborn Rkluhardsbain Allertshausen Beltershain Bersrod Geilshausen Göbelnrod Grünberg Hattenrod Climbach Mainzlar Ruttershausen Kirchberg Staufenberg Friedelhausen Tre,S a. d. Lumda Allendorf a. d. Lda. Daubringcn Heiberlshausen Lollar Gemeinde ________einschließlich der dazu gelchrenden Mühlen und Höfe Gießen, den 27. Februa B e t r.: Frühjahrskontrollversammlungen. Das Großhersogliche Kreisamt < an die Großh. Bürgermeistereien des Kl .... Wir beaultragen Sie, die nachstehende Bekanntinachi öffentlich bekannt machen zn lassen. I. V.: Dr. Merck. Bezirk ____________________Flir die Bewohner folgender Ge, Nr. 25 ^^<9 0* / s. | T » — • ZT Sf CB “• >-> =5 EI § 3 X 0 «» *■ - -t sp c (ft) 2, «4 CT ft ts- er 35 sr (Sicßcit S S 3 Hungen a S 9 <113 4 3 Grünberg 3 Lollar Ort er Kontrollversammlung Bekanntmai betreffend FrühjahrS-Kontrollversanni Giesteu 19< E S h a b e n 0 h n e w e i t e r e n 1. Offiziere, Sanitätsoffiziere 1 Landivehr I. Aufgebots (fiel ß. Die Mannschaften der Nes gebots aller Waffen einschlic Garnisondienstkähigen. 9. Die zur Disposition der Tru entlassenen Mannschaften all 4. Die Ersastreservisten, geübte Vietzert, neldeamtS Gießen. Land: che zum Bezirk beS HauptmeldeamtS ( . April Hos der Kaserne an, Landgraf Philipp-Platj Hof der Kaserne am Landgraf Philipp-Platz 3 an der Turnhalle W c « in der AnttSgcrichtSsirasie ■» e am westlichen AuSgange auf der Straste nach Giesteu e am Bahnhof Plast w4 24. April 24. April » 23. April 22. April • 20. April e 19. April « 18. April « 17. April Tag 2. =2 CT CT^ = = W ij- •CT'. X X ~C " € S _ <3- 0 ** = CT = 2. CT ct=22^ -» 2 Uhr Nachmittag» 9 Uhr Vormittag» 3 Uhr- Nachmittag» 9 Uhr Vormittags 3 Uhr NachniillagS 9 Uhr Vormittags 3 Uhr NachnnttagS 9 Uhr Vormittags 3 Uhr Nachmittag- 97, Uhr Vormittag» 27, Uhr Nachmittag» 97, Uhr Borinittags 3 Uhr- Nachmittag» 9 Uhr Vormittags Stunde it Landwehrbezirk 1 u erscheinen: i der Reserve unb nizug). Landivehr I. Auf- nvaliden und mit der Ersastbehördeu zeübte. i-=i Ak w aus durch er jeit 6 Mona! Gruben^ Demiffion de Ls nanvelte btt Arbeit von der Link jetzige Fassun iltritalt Regi im entscheid« hatten sich iu vereinigt und Annahine ver be§ Kabinetts Scholtaert m sezchmstR im Ornate < Diese Hosino jäh geknickt diesem Schri wollen. Ün Spitze bieten Erholungsan nach Brüssel emartete uni Die jeßi Lage im Frü Stimmrecht ji Auch damals teine hauptsta Menten ■ bewegt unb am Bahnha einer Schar »gratulierte! Aüerdi wie in der Ad i"itbl » i0 nicht mehr eine Krajlprt Belgien fein von 1830, l Nationalsestes stammt auch tums, die „G des Königs tz ausrührccijchei Krawatten g *, jo wö tzunze eine z Ueberbu schwinden b verstieß un W ihm viel, M 'hm fei v"rnnsfnhrien .u"b seine k- Wen . M, bet ’l .""d be UV.