^TVFEEIS- : MEDAILLE kV ■ 1876 < Nr. 138 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags, größte Interesse. H. K. Fabrik „Epirus“ Dresden. Ueberall käuflich! Telephon 4017. Tetegrmnm-Adrefse: Industriebedarf. vielfach uachgeahmt. nie erreicht, hilft Zacfierlftt r wahrlich staunenswert gegen jellv Insektenplage^ O_»(Es ist niemals in der Düte, sondern nur m q M Flaschen zu taufen, wo Zacherl-Plakate aus^än^en. Rotationsdruck und Bering der BrüHirschen UmversitälS - Buch- und Sretndruckeret. 8L Lange, Gießen. Redaktion. Expedition und Druckerei» Schul- straße 7. Expedition und Bering i 6L Redaklion.S^I llL Tell-Adru An^igerGteßen. Die „Eiehener LamkNenblätter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Ureisblatt für den Kreis Giehen" zweimal wöchentlich. Der „hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. Polologlow-Zigaretten Das Stück 3 bis 10 Pfennige. D% tft. Tie jetzige Fassung des Artikels 6 mag dies bezwecken wollen, ledoch spricht der Wortlaut nicht sehr dafür. Selbstverständlich hat aber gerade hieran die gesamte Jägerwelt das größte Interesse, ebenso wie daran, daß für die freihändige Vergebung von Jagden, die allerdings auch in dem neuen Entwürfe vorgesehen ist, erleichterte Bestimmungen getroffen werden. Eine derartige Vergebung aus freier Hand mütztc unter allen Umständen schon in dem zweitletzten Jahve der Pachtlxrwde möglich sein, damit der betreffende Pächter auch den Abschuß der Jagd darnach einrichten Cann. Damit hätte man ein gutes Mittel gefunden, um dem soviel vorlommenden gänzlichen Ausschicßen einer Jagd im letzten Pachtjahre vorzubcugen. Gerade durch letztere Methode ist schon manche Gemeinde in ihren Einnahmen erheblich geschädigt worden, weil eben dadurch ein niedrigerer Pachter los erzielt worden ist. ' Von wesentlichem Einfluß auf den Erlös aus einer Jagd wird aber auch die Jagddauer sein. Die Regierungsvorlage hat eine solche von neun Jahren vorgesehen, während der Ausschuß eine solche von nur sechs Jahren in Vorschlag bringt. In dieser Richtung waren die Acußcrungen der Landivirtschastsferminer und des Vereins der Bürgermeister von Einfluß. Sie fürchten, daß bei tär-'rer Pachlperiode eine Vermehrung des Wildschadens infolge tu starker Hege des Wildes hcrvorgerufen werde, sie denken aber davei wohl nicht daran, daß die Güte des Wildstandes gleichzeitig auch den Preis der Jagd günstig beeinflußt, also von wesentlicher Wirkung ist, aus eine erhebliche Einnahmequelle der Gemeinde. Eine neunjährige Pachrdauer wird jidjer sowohl den Interessen der Gemeinde, als auch den Interessen der Jäger dienen. In diesem Sinne hat sich auch die Minderheit des Ausschusses ausgesprochen. Ter Verpachtung der Gemeindejagden soll wie seither eine Taxation vorausgehen und deren Erreichung bei den Pachtgeboten als Vorbedingung der zu erteilenden Genehmigung dienen. Zuständig für die Abgabe der Taxation soll wiederum die Obrrförsterei fein. Man tarnt nicht behaupten, daß die Beibehaltung dieser seitherigen Hebung besonders glücklich zu neunen ist, denn vielfach fehlen den Oberförstern, denen vielfach infolge ihres Berufes die Zeit zur Ausübung der Jagd abgehr, bie nötigen Anhaltspunkte, um eine den wirtlichen Abschußwert der Jagd berücksichtigende Taxation abzugebeu. Meistens wird einfach der Pachterlös der letzten Pachlperiode der neuen Taxation du Grunde gelegt. Sollte man nicht weilerlommen, wenn man ständige Kommissionen aus Jägcr- kreisen, vielleicht unter Leitung des Oberförsters für begrenzte Gebiete einsetzte, deren Aufgabe es wäre, während der Pachtdauer den Abschußwert einer Jagd in geeigneter Weise zu ermitteln. Dadurch würde jedenfalls die Taxation „gerechter" aus- fallen, als es heule meist der Full ist. Daß zum Mithieten auf eine Jagd nur solche Personen zugelassen luerben dürfen, welche sich a.,ch /der ihre Zahlungssähig- teit ausweisen können, liegt eigentlich auf der £)anb. Es ist somit zu verwundern, daß cs der Ausschuß nötig hatte, der Regierung, die hierfür" keine Vorsorge getroffen hatte, die Einfügung einer solchen Bestimmung vorzuschlagen. Findet der Ausschuß mit dieser Maßnahine sicherlich den Beifall aller Interessenten, so hat er den gleichen Erfolg jedenfalls nicht bei den Jägern dadurch, daß er das Betreten nicht abgeernteter Grundstücke während der allgemeinen Hegezeit zwecks Abrichtung der Hunde verboten haoen will, ivährend die Regierung dies gestatten möchte. Ter Ausschuß ist der Ansicht, daß die Abrichtung der Hunde auch noch nach Ausgang der Jagd erfolgen rönnle. Tarin irrt er «aber entschieden, denn der Jäger, welcher im Jrüh,ahr etwa einen einjährigen Hund besitzt, hat das größte Jntereise daran, daß er jenen Hund bis zum Aufgang der Hühnerjagd „fertig" hat, weil ihin, wen t er bis zum September mit der Dressur im Freien warten muß, gerade die günstigste Zeit der Tressurfähigkeit des Hundes verloren gebt. Man darf deshalb Hoffen, daß der Vorschlag der Regierung im Lanotage Anklang findet, zumal ja die Jagdpächler für verursachten Schaden immer verantwortlich gemacht werden können. Ersreulich ist "indessen, daß nun der Begriff des Zusammenhangs von Grundstücken (speziell von Begründung von Eigenjagden) genauer präzisiert wird. Als Zusammenhänge sind Grundstücke anzusehen, die derart miteinander verbunden sind, daß eine ordnungsmäßige Jagdausübung auf ihnen möglich ist. Bache, Wcgc, Eisenbahnen und Gräben sind als Unterbrechung des Zusammenhangs nicht anzusehen. Auf die Einzclbestimmungen bezüglich der Erwerbung einer Eigenjagd die dafür gefetzten Beschränkungen rc. rc. mag hier an Mangel an Raum nicht näher eingegangen werden, da es sich empfiehlt, gerade diese Materie zum Gegenstände einer besonderen Erörterung zu machen. Es sei nur noch einer besonderen Art der „Eigenjagd" in Erwähnung getan, nämlich der auf eingefriedigten Grundstücken. Seither genagte zur selbständigen Ausübung auf einem Grundstücke, wenn dieses derart eingefriedigt war, daß Menschen nicht ohne besondere Schwierigkeiten übersteigen oder durch vorhandene Lücken durchschlüpfen konnten. Hier hält der Ausschuß mit Recht im Gegensatz zu der Regierungsvorlage eine Abänderung dahin für notwendig, daß jehe Grundstücke dauernd und vollständig gegen den „Einlauf von Wild" ein» gefriedigt sein müssen, um von der Ausübung der Jagd durch die Gemeinde ausgenommen zu sein. Interessant für Jäger kreise ist noch der Artikel 40 des Entwurfs, wonach jetzt — im Gegensatz zu dem bestehenden Rechte — Hum neuen hessischen Jagdgesetz. Man schreibt uns: Ter Bericht des zweiten Ausschusses der Zweiten Ständekammer über das neue hessische Jagdgesetz liegt jetzt im Trucke vor,, und es ist mit Freuden zu begrüßen, daß auch jener Ausschuß die Interessen oer Jagdlieohaoer in weitgehenderem Maße gewürdigt hat, als dies im vorigen Jahre bei der erstmaligen Einbringung des Gesetzentwurfes geschehen war. Freilich werden die Jagdinteressenlen noch nicht ganz zu- srieden gestellt sein und sich der angenehmen Hofsnung hin- geben, daß eine weitere Förderung ihrer Interessen im Landtage selbst stattfinden wird. Vielfach ist ja der neue Gesetzentwurf an den früheren Grundsätzen haften geblieben; ob dieses in jeder Beziehung ein Vorteil ist, mag dahingestellt bleiben. Jedenfalls sind diesesmal maßgebende Kreise rechtzeitig gehört worden, sodaß sie schon früh zu dem Gesetz Stellung nehmen konnten. So hat z. B. der deutsche Jvgd-Schutzvercin (Abteilung für Hessen) durch eine besonders hierfür eingesetzte Kommission dem Landtage seine Wünsche Und Vorschläge unterbreiten können, wie auch die hessische Landwirtschaftskammer auf die Wahrung der Interessen der Landwirtschaft hingewirkt hat. Auf alle Kinzelbestimmungen hier einzugehen, würde zu weit führen. Es seien daher nur wenige besonders wichtige Punkte herausgeg rissen. Wesentlich an dem neuen Gesetzentwurf ist, daß er für ganz Hessen ein einheitliches Iagdrecht schafft. Ter Grundsatz der Uebertragung des Jagdrechts an den Grundeigentümer ist aufrecht erhalten worden mit der Maßgabe, daß Jagd- rechte auf fremden Grundstücken nicht bestellt werden dürfen und die Ablösbarkeit etwa bestehender gegeben ist. Zur Begründung einer Eigenjagd wird auch jetzt eine zusammenhängende Fläche von 75 Hektar verlangt. Daher können auch nur Flächen unter 75 Hektar als lagdliche Enklaven gelten. Wenn indessen ein Jagdgebiet auf einer öffentlichen Wegverbindung nicht erreichbar ist, so soll jetzt ein widerruflicher Zugang durch fremdes Jagdgebiet geschaffen werden lönnen. Eine wesentliche Neuerung gegenüber dem bestehenden Jagd- recht ist, daß der Pächter einer Gemeindejagd durch das Kreisamt für Personen, die weder Bedienstete noch Angehörige des Pächters sind, einen Erlaubnisschein zur selbständigen Ausübung der Jagd erwirken kann, allerdings unter Beschränkung der Zahl dieser Erlaubnisscheine, je nach der Größe des Jagd- terrains. Besondere Beachtung bedürfen die über die Art und Tauer der Verpachtung von Gemcindeiag'den vorgesehenen Bestimmungen. In ersterer Beziehung lassen sowohl der Entwurf als auch der Abänderungsvorschlag der Kommission die erforderliche Klarheit vermissen. Es müßte hier in erster Linie oasür Vorsorge getroffen werden, daß nur bei einer Verpachtung Anwesende sonst qualifizierte Personen zum Mitbieten berechtigt sind, und daß nfach Schluß der Verpachtung, also nach Einlegung des letzten Gebotes, auf welches der einstweilige Zuschlag durch den Verpachtungsleiter zu erfolgen hätte, unter (einen Umständen noch ein Gebot eingelegt werden könnte. Warum soll man die Festlegung einer derartigen Bestimmung erst vielleicht den neu zu redigierenden Verpachlungsbedingungen vorbehalten? Nur in der- vorher angegebenen Weise läßt sich vermeiden, daß „Nachgebote" Berücksichtigung finden, wie es seither so vielfach geschehen gestattet werden soll, über die Grenze gefluchtetes, angeschossencS■ Kleinwild durch den Hund zurückappcriieren zu lassen. Tas in Jägerkrciscn schon so viel erörterte Kapitel „sagender Hund" hat leider in dem Entwurf keine befriedigende Erörterung gesunden. Immer noch soll der jagende Hund nur anyezeigt werden; die Töiungsbesugnis soll beit Jägern unter keinen Umständen — cs sei denn in geschlossenen Parks — zugestehen. Wie dankbar aber wäre die Jägerwelt, wenn fid in Hessen genau dasselbe notwendige Recht hätten, wie z. B. in Bayern und Preußen. Immerhin soll wenigstens das Tölen von Katzen im Felde gestattet werden; dabei wird der Standpunkt der Regierung bezüglich der in Betracht kommenden Entfernung vorzuziehen sein. Sie will das Recht der Tötung schon geben, wenn eine Katze 300 Meter vom nächsten bewohnten Hause entfernt ist, während der Ausschuß eine Entfernung von 500 Meter für angemessen erachtet. Tic bezüglich der Strafbestimmung von dem Ausschüsse gemachten Vorschläge sind zum großen Teil billigenswert; jeden-, falls werden sie zu besonderen Schwierigkeiten bei Beratung des Gesetzes nicht führen. Man darf somit hoffen, daß nunmehr ein brauchbares hessisches Jagdgesetz entsteht, dessen Jnkrasl- treten eigentlich nicht früh genug erwartet werden raun, denn sowohl die Landwirtschaft als auch die Jägerei haben hieran das Wasser- SBerleibanftalt Sundhelmer äc dichte strupp Frankfurt a. DL hl4/g pro qm und Woche 10 Pfg. Z"m Kedächims Kaislk Ariedrichs. t 15. Juni 1888. Neunzehn Jahre liegen hinter uns, feit das deutsche Volk am lo. Juni 1888 in tiejer Trauer an der Bahre seines geliebten zweiten Kaners stand und manche Träne die Augen feuchtete. Ja, ein entsetzlich schweres Iahe, eine trübe, trostlose Zeit war über das dcutiche Vott beremgebrod^n, denn erst drei Monate zuvor hatte es den alten Kaiser, den demütigen Fnedensfürsten und Gotlesknecht, zur letzten Ruhe bestattet. Keine Reden und Vortrage vermögen zu zeigen, wie innig das ganze deutsche Volk mit dem preutznchen Kronprinzen verbunden war, als die kurzen Worte „unser Fritz!" 0 Von unendlicher Liebe zu seinem Volke beseelt und durchdrungen von einem hochgemuten Pflichtgesühl, kehrte er, der -um Tode Matte und damals,schon ein Sterbender von San Remo, wo er Heilung suchte, nach Berlin zurück, um den durch den Äwd seines ValerS verwaisten Thron zu besteigen Wir kannten unseren Fritz und wußten, er würde als Kaiser halten, was er als Kronprinz versprochen hatte. Er hatte wahilich keine kriegerischen Gelüste, denn sriedsam war sein Herz und weise Teutichland sollte der Hott des Friedens werden; nicht unter kriegerischen Lorbeern sollte es wachsen, zunehmen und gedeihen, sondern in friedlichem Wettbewerb sollte sein Ansehen unter fremden Völkern immer heller erstrahlen, und nicht mit den Waffen in der H>and, sondern durch Weisheit und Milde der Regierung solllc Teutschland im Rate der Völler eine der erstm Stellen einnehmen. Doch seinem Wollen war das Vollbring... versagt. Unendlich viel hat Kaiser Friedrich gelitten, aber so sehr ihn auch die entsetzlichen, nimmermüden Schmerzen quälten, auch auf dem Krankenbett, auch sterbeiid war der Schwergeprüft- ein Held „Lerne leiden, ohne zu klagen!" Dies Wocc aus dem Munde des von Schmerzen furchtbar hcimgesuchten Kaisers Hingt löie ein Trost aus einer besseren Welt. Bürsemvochenbcricht. Frankfurt 14 Juni. Der Liquidationsprozeß hat diese Woche seinen Fortgang genommen; nicht nur für Spekulanten, die ihren Engage- menls nicht mehr gewachsen waren, sind Positionslösungen vor- genommcn-worden, auch das Publikum schritt vereinzelt zu Verläufen. Die immer noch nicht genügend geklärte Lage des inter- nationalcn Geldmarktes, die Besorgnis ivegen eines Rückganges der industriellen Konjunktllr und die verschiedenen politischen Meldungen, die diese Woche das Interesse auf sich gezogen hatten, haben manchen Effektenbesitzer ängstlich gemacht und zu Verkäufen veranlaßt. Diese Verläufe mögen teilweise in der Absicht erfolgt fein, die Passiven später zu billigeren Preisen wieder zurückzuer- merben, aber solche Kalkulationen haben sich schon oft als verfehlt erwiesen, denn in der Regel wird der geeignete Zeitpunkt zum Rückkauf versäumt. Man sollte nicht übersehen, daß die Kurse mancher Papiere einen Tiefstand erreicht haben, den sie feit einer langen Reihe von Jahren nicht mehr eingenommen haben. Wer also Papiere besitzt, muß sie zunächst auf ihren inneren Wert prüfen; man sollte sich nicht lediglich deshalb^zum Verkauf bestimmen lassen, weil man glaubt, die allgemeine Strömung gehe noa) nach unten, denn der Wechsel tritt oft unerwartet ein. So kann cs auch diesmal kommen. Die Köntremine geht bei dem fetzigen Kursniveau nur schüchtern vor, sie sucht immer rasch wieder Deckung, und auch diese Woche ist das an den Markt gekommene Material vielfach zur Deckung von Blankoverkäufen aufgenommen worden. Trotzdem waren mehrprozentige Kursrückgänge nicht zu verhindern. Von Bankaktien wurden Dresdener und Schaafs- hausen je 4 Proz. zurückgeworfen, andere Sorten fielen etwa 2 Proz. Daß die Banken im ersten Semester des laufenden Jahres nicht gut gearbeitet haben und an ihren Effektenbeständen Verluste erleiden, liegt auf der Hand, aber es kommen auch wieder bessere Zeiten und bann verfügen die meisten Banken über große innere Reserven. Auf dem Bahnenmarkt verloren Prince Henri und Anatolier je 4 Prozent. Montan Papiere stärker gedrückt, Phönix verloren 13 Proz., Deutsch-Luxemburger, deren Dividende bei Verdoppelung der Abschreibungen wieder auf 10 Proz. geschätzt wird, 9 Proz., andere Sotten 4—5 Proz. Auch andere Jndustricwerte haben Kursrückgänge aufzuweisen. So fielen Kunstseide 13 Proz., Broon Bovori u. Co. 10 Proz., Lahineher 6 Proz., Gelsenkirchener Gußstahl 8 Proz., Wittener Stahlröhren 11 Proz., Zellstoff Waldhof 7 Proz., andere 4—5 Proz. Fremde Fonds ziemlich behauptet, nur Serben 1 Proz. matter. Reichs - anleihe und Konsols behauptet, süddeutsche Staatsanleihen etwas matter. Am 18. d. M. werden 14 Millionen Mark 4 Prozent, bis 1915 unkündbare Württemberger zu 100 Proz. zur Zeichnung aufgelegt. Privatdiskont 4Vs Proz. Drittes Blatt 157. Jahrgang Samstag 15. Juni 1907 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesjen d ilatz 9-10 Wirkt len wie mobetnen Bau W erfahren, wünsch, medcrzulassen u. bittet ’ rö etro. tiauintettfiemen ibe ihrer Abreise unter den (Siebener Anzeiger. er werten Kundschaft, >en u. Bekannten hiev i ergebene Mitteilung, meine Wohnung nebst nacherei nach liltmjtw W ; habe. ülÄ ,kob,Schuhntachermki leidernükr.KonrabSiro a 2tz. Wiegco/t^ an faches M!! nber.Süp/anSgMschalli Mini) m der Waldesruh 1l tzieber Konrad dieses tostet Dir ein Wen, MchennWin em. ttefien alle ein. Mw •Urtel«!* iyiz.1* SciiwesterW 6S6d, lodmmv l ttvcg. IHZE8' «SfiKs Carl Stiickrath • Möbelfabrik Langjährige Garantie trübe Wäsche 20 bis 25% Rabatt. 3832 gegenüber der Stadtkirche mit elektrischem Betrieb früher Wilhelm Reiber'sches Geschäft Telephon 275 Löwengasse 3 und 5 Gegründet 1868 Seltersweg 38 Zur diesjährigen Inventur habe mein Lager einem Ausverkauf = unterstellt und gebe bei Barzahlung 15% Rabatt. 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Antragsteller ist der Pfleger Johann Georg Pfannenschmidt von Langgöns. f 2. Johannes Ebel IV. geboren zu Langgöns am 16. Okt. (1834 als Sohn des Johann Ebel II. von da. Er ist am '13. Mai 1857 von Langgöns aus nach Australien ausge- (wcmdert und seit Mitte dec 60er Jahre verschollen. Antragsteller ist Landwirt Konrad Ebel I. von Langgöns. 3. Anton Plitsch, geb. zu Langgöns am 30. Juli 1834, Sohn von Anton Plitsch daselbst. Er ist vor langen Jahren von Langgöns nach Amerika ausgewandert und seit 50 Jahren verschollen. Antragsteller ist der Pfleger Heinrich Kiefer von Langgöns. 4. a) Moritz Müller, geboren am 10. Jan. 1835 zu Wieseck, b) Konrad Müller, geboren zu Langgöns am 15. März 1845, c) Johannes Karl Müller, geboren daselbst am 15. Oktober 1851, d) Anton Müller, geboren zuLanggöns am3.Febr.1837, e) Elisabethe Müller, geboren zu Langgöns am 30. Mai 1840. Kinder der Anton Müller IX. Eheleute von Langgöns; 'die unter a—c Genannten sind Mitte der 60er Jahre von Langgöns aus nach Amerika, die unter d und e genannten i im Jahre 1875 von Langgöns nach England ausgewandert ! und seit diesen Zeiten verschollen. Antragstellerin ist Johs. Weil VIII Ehefrau von Langgöns. 5. Georg Jakob Burk, geboren am 25. April 1837 zu Watzenborn. Der für tot zu erklärende war geistesschwach und ist seit 1896 verschwunden; man nimmt an, daß er verunglückt ist. Antragsteller ist der Verwalter des Vermögens der Land- 'wirt Johann Eberhard Leicht in Watzenborn. 6. Louise Schmitz, geboren 1836 oder 1837 in Gießen, -Tochter des Obersteuerboten und Psandmcisters Franz Schmitz und seiner Ehefrau Anna Margarethe geb. Neeb. Dieselbe ist vor 1853 nach Amerika ausgewandert und soll mit einem Farmer in Texas verheiratet sein. Sie hat schon seit vielen '(Jahren nichts mehr von sich hören lassen. Antragsteller ist Julius Hoos in Gießen. 7. Susanne Pfeiffer, geb. am 28. Aug. 1810 zu Großen- /buseck, verehelicht mit Daniel Belloff und deren voreheliche ^Kinder Anna Elisabethe, geb. 7. Nov. 1832 und Katharine Margarethe, geb. 4. Sept. 1835; dieselben sind vor langen /Jahren nach Amerika ausgewandert und verschollen. Antragsteller ist Adam Jost in Offenbach a. M. 8. a) Wilhelm Wißner von Beuern, geb. 1838 oder 1839, b) Elisabethe Wlßner von Beuern, geb. 1827 oder 1828, Kinder der verstorbenen Jakob Wißner Eheleute von Beuern. Beide sind in den 50er bezw. 40er Jahren nach Amerika ibezw. England ausgewandert. Seit dieser Zeit, jedenfalls aber seit 10 Jahren, sind keinerlei Nachrichten von den Verschollenen eingetroffen. Antragsteller ist der Pfleger der Verschollenen Heinrich Mißner von Bellnhausen, Kreis Marburg. Es werden auf- ^gefordert: 1. die oben bezeichneten Verschollenen, sich spätestens im ,'Ausgebotstermin zu melden, andernfalls die Todeserklärung Erfolgen wird; 2. alle, welche Auskunft über Leben und Tod der Verschollenen geben können, spätestens im Aufgebotstermine dem -Gericht Anzeige zu machen; 3. alle, welche Erbansprüche an den etwaigen Nachlaß obiger Personen bilden zu können glauben, solche bis zum Aufgebotstermin anzumelden und zu begründen, widrigenfalls sie, soweit gesetzlich zulässig, bei der Erboerteilung unberücksichtigt bleiben und den bekannten Erben auf Antrag Erbschein erteilt wird. Aufgebotstermin wird anberaumt auf Mittwoch, den 19. Februar 1908, vormittags 9 Uhr im Gebäude des unterzeichneten Gerichts. Gießen, den 10. Mai 1907. _______________Großherzogliches Amtsgericht.____________Bxl/fi Heugras-VersLeigernngen der Fürstlich Solmsischen Rentei Lich. Das Heugras von den Fürstlichen Wiesen:c. wird versteigert: Domrerstag den 20. Juni, vormittags präzis 8 Uhr, von den Wiesen in der Gemarkung Lich oberhalb der Stadt, zusammen ca. 75 Morgen, wobei ausdrücklich bemerkt wird, daß die Ab- tellungen 1—6 und die Abteilungen 11—17 — 26 Atorgen der sogenannten Wörthwiese nicht versteigert werden. Zusammenkunft an der Saubrücke. An demselben Tage, nachmittags präzis 1 Uhr, von den Wiesen muerhalb der Stadt Lich, zusammen 6 Morgen. Zusammenkunft tn dem Schlotzgarten an der Eiscnbahnbrücke. Freitag den 21. Juni, vormittags präzis 8 Uhr, von den Fürstlichen Wiesen in den Gemarkungen Mühlsachsen, Ober- und Nieder-Bessingen, im Ganzen 125 Morgen. Zusammenkunft in Mühlsachsen. Montag den 24. Juni, vormittags präzis 9 Uhr, von der Fürstlichen Akünch- und Strauchwaldwiese, Gemarkung Burkhardsfelden, zusammen 70 Morgen. Zusammenkunft in der Mänch- wiese. Ltch, den 10. Juni 1907. Fürstlich Solmsische Rentei. _____Kreiling. ________________Du/e „Dolberg“ - Grasmäher bestbcwahrtes deutsches Fabrikat. 3690 Hervorragende Neuheit ist der Patent- Ketriebehrcher. Beseitigt sofort jede Ver- ovfung der Messerstange, ohne daß ein Absteigen des Kutschers erforderlich ist, verhindert das ruckweise Ingangsetzen der Maschine und schont dadurch sämtliche Zahnräder. Zahlreiche Anerkennungsschreiben und Zeugnisse aus der Praxis. J. Häuser-, Wn- uni) MWenhuMVg. Gewerbebank zu Giessen e. G. m. u. H. In der ausserordentlichen Generalversammlung unserer Bank vom 14. Mai er. wurde der Beschluss gefasst, den Betrag des Geschäftsanteiles von Mk. 500.— auf Mk. 1000.— zu erhöhen. Wie bisher wird die entfallende Dividende auch auf die Geschäftsguthaben von mindestens Mk. 500.— in bar ausgezahlt und bleibt es dem freien Ermessen der Mitglieder überlassen, das Geschäftsguthaben über den Betrag von Mk. 500.— hinaus bis zum festgesetzten Betrag des Geschäftsanteiles von Mk. 1000.— zu ergänzen. Indem wir diesen Beschluss zur allgemeinen Kenntnis unserer Mitglieder bringen, bemerken wir noch, dass Volloinzahlungen der Geschäftsanteile, die noch vor dem 1. Juli er. an unserer Kasse geleistet werden, ausnahmsweise schon an der diesjährigen Dividende und zwar vom 1. Juli er. ab teilnehmen, Giessen, 21. Mai 1907. ’• Der Vorstand der Gewerbebank zu Giessen. Loos. Walther. Moese r. D”/. — ________ _ - WllrssMkch Gichu. Wir haben die Absicht, dem Beispiel anderer Sparkassen zu folgen und die s. g. „Heimsparbüchsen" oder „Haussparkassen" wie sie auch genannt werden, bei unserer Kasse einzuführen und möchten zunächst feststellen, ob und auf welche Beteiligung gerechnet werden kann. Deshalb richten wir, unter Hinweis auf den in Nunnner 136 dieses Blattes enthaltenen aufklärenden Artikel über diese Neuerung, an die Bewohner des Sparkassebczirks die Bitte, uns baldmöglichst inündlich oder schriftlich mitzuteilen, wer geneigt ist, eine Heimsparkasse in Gebrauch zu nehinen. — Wegen des Zeitpunkts der Einführung derselben und aller weiteren Bestimmungen wird nach erfolgter Beschlußfassung der Organe unserer Kasse die nötige Bekauntmachung demnächst ergehen. Gießen, den 10. Juni 1907. ß13/6 Bezirkssparkasse Gießen. Doering. Heugras-Verfteigernng. Das Heugras von dem Obstbaumstück der Stadt Gießen wird Montag dc» 17. Funi 1907, vormittags 11 Uhr, in der Restauration von Melchior Schäfer Wwe., Grünberger Str., zur Versteigerung gebracht. Gießen, den 11. Juni 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bu/a CiMlemr.iVrwoh S»u eine ip r.T«ble> . U 3«>ua fr:. OoBdampl-Uläl»,-" marine w»Gpcro| maMiine, V sit-, Klndor.L ff und tusbadeuem, SIcrllliler-apMraL 1 DetinkMiins'flpporaf. . ßck'. Kctti- und Plällolea. B&agassi iiirO, JSeltersweg 12. BZieververkäufer erhalten hohen Rabatt. d20/4 leichtgehendo Original-Canada-Getreidemäher „HOXOH« mit eiugeschlossenem Triebwerk und Hauptrad, ganz aus Stahl ist der Beste I „WOXOr-Binder siegti überaBI! Aufklappen der Platt fbnn sehr Ph. fifiayffarfcli & Co., Frankfurt a. M. Tüchtige Vertreter gesucht, wo wir noch nicht vertreten sind. Pfaff - Nähmaschinen Neueste Verbesserungen! Grösste Dauerhaftigkeit I MOchste Leistung! Zur Kunststickerei vorzüglich geeignet. Eigene Beparaturwerkstätte. 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Brüder Schmidt Seltersweg 83. | Neger-Glanz-Sticktfarn T• .v Bela-Glanzgarn Drittes Bundcsfest des Lahntal Radlerburrdes zu Allentiorf a. d. Lumda am 16. und 17. Juni, gilt' UiitcrhckiW oßer Art ist brstkus gesorgt. Bier aus der Brauerei Friedel & Asprion. Ernst Challier (Rudolphs Nacht.) Giessen. Spezial-Geschäft für Musikwaren aller Art. Grosse Auswahl, solide Preise. Illustrierte Preisverzeichnisse gratis und franko. Musikalien-Handlung und -Lcihanstalt Spezialität: Billige Ausgaben._____D“/s Karussell, Schaukel, Schichdude von J. Walldorf. Eintritt frei. — Es ladet freundlichst ein 3901 __________________ — , . -_________ Der Vorstand. den weisen öd Regierung ju übnall zu be Mion anverü auwortlichkeit zu gebrauchen zum Wohl un unsemn Kuum alieder der zw Richt mit reim zu befestigen i viele Abgefand der ausgespw! unb zur Zer der Tätigkeit i liches Hmdcrni seliger Geist to hinderte dort \ MttzstÄM, i VatÄlandeL^ Morde un auch der Reg moralische Ur wie vor un Zeitperio Zntervellation beträchtlichen ber Regierung weiteren Schic den Annas ^ie Eerichtsbc je:ls der Tur Der als mist Samstag, den 15. Juni: Mittags: Empfang der auswärtigen Vereine und Eröffnung der Sportausstettnng. 9lachmittags 6 Uhr: Kampfrichter- sitzung. Abends 8 Uhr: Großer Llonimers. Souutag, den 16. Juni: Morgens 6 Uhr: Weckruf. Vornüttags von 7 bis 9 Uhr Empfang der noch ankoininendcn Konkurrenten an der Bahn, von 9 bi§ 12 Uhr Wettkämpfe im Stemmen und Stein- Zuschneideschuie . Wiederbeginn der neuen Kurse am 16. Juni. 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Set gegrützt, du mein schönes Sorrent . . . „ Waldmann. Singen der einzelnen Gastvereine nad) dem Los. Konzert und Tanz. "dL Montag, den 1. Juli, 10—12 Uhr: Frühschovvenkonzert. 2 Uhr: Festzug, Ansprache, Liedervortrage. Konzert und Tanz. "\SX Die Kapelle des kurhess. Jägcr-Bat. Nr. 11 zu Marburg stellt die SNusik. [04152 Für Speisen und Getränke wird bestens gesorgt. Es ladet ergebenst ein Ter Festwirt Philipp Sommer. a Dauerkarte mit einer Beikarte Mk. 1.20, im Vorverkauf Mk. 1.—, jede weitere Beikarte » 50 Pfg. «Beikarteu sind nur gültig für Familienangehörige und Söhne unter 16 Jahren). Samstag, den 15. Jnui: Ernrnaliger Eintritt 20 Pfg. Sonntag, den 10. Jnni: Einmaliger Eintritt 30 Pfg. Tageskarte 50 Pig. Montag, heu 17. Juni: Einmaliger Eintritt 30 Pjg. Tageskarte 50 Pfg. Montag von 6 Uhr ab 20 Pfg. Militär ohne Charge jeden Tag 20 Pfg. Vorverkauistellen: K. Geffert, Gastwirt, Schlotzgasse 7, M. Limo»', Sonneuslraste 3U, I. Dany, Friseur, Bahnhofstraße 64, H. Weidenhaus, Friseur, Bahnhofstr. 11, H. Kuhl, Friseur, Walltorslr. b, A. Laugsdorf, Friseur, Weierslraße 8. Es ladet ergebenst ein Der Vorstand des I. Giessener Stemm- und iUngkiuh. Fcs^g-cbcndcr Verein. stoßen. Mittags ^l Uhr: Festesten mit Konzert. Nachmittags ’/32 Uhr: Aufstellung Les Festzuges Abmarsch präzis 2 Uhr nad) dem Festplatz. «»BSLSSSSGSDGGSSGSV., toiÄoet Ltet!liMht«-Verm in Gießeil Einer Einladung der Stenogravhen-Gesellschaft Gabelsberger folgend, ersuchen wir die Mitglieder unseres Bereins und des Damenkrönzchens, mit ihren Angehörigon an einem Ausflug der Gesellschaft nach dem (vi5/0 Wiudhof am 16. Juni d. Js. sich zu beteiligen. Der Vorstand. Schiffnie. Für die teorstetata Fesllichlteiten offerieren Fahueutuche in allen Farben. sp»elendes zu sehen im 04255 Neubeit für Gastwirte. M- Neubeit für Gastwirte. Bad Salzhausen, SooHmb Dberhesen Untal lifflil bequemste Lage mit schattigem Wfi|| Garten. Prospekte gratis. 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