Donnerstag 14, Februar 1907 157.^asirgnng Zweites Blatt Nr. 88 Kom Sozialismus in Hnglauv. AoiouiatjKaudal vor Kericht. ch M Vöries AÄSL tn (M ti“3- erb. txl^dni täglich mU Ausnahme bei Sonntag». De „eifücntr Zamlllendlätter" werden dem otermal wöchentlich beigelegt, daS 'Krtliblfltl |ür den Ureli •leben“ groeimal wöcheuilrch. Ter „hefstfche Landwirt" erscheint monatlich euiniaL kozialdemokrallscht Logik. In dem tlufiuf der ßentiale der Sozialdemokraten wurde folgende kühne Behauptung oufgcfleUl: Ter Liberalismus Hal tiofllot adgefchnitten. Tai war narb feiner Wohliatiit voiauszufehen. Ter Viberali^mu« hat duru) eigene» Verjchuiden feine Zutunil verloren.' So eiwafl wagt man zu jagen, trotz dec Tatsache, bau die liberalen Parteien um 6UÜ UUO Stimmen, davon saft die Hälfte zugunsten der nalionallibetalen Partei — zugenommen haben. Tann wirb gewettert barüber, baß Liberale, Agrarier unb Junker unterstützt hätten. Tie Verfasser haben dabei geflissentlich übersehen, daß sie kurz vorher bei Fesislelluua der Tatsache, daß DaS Zentrum nicht nur ferne frühere Stellung behauptet, sondern sogar die Zahl seiner MauDate vermehrt hat, zugegeben haben, daß dieser Zentrumtzerfolg zum Teil nm Hülse der Sozialdemokraten errungen worden fei. Es steht ferner fest, daß die Sozialdemokraten Bauernbündler gegen iueit links stehende Liberale unterstützt haben!! Äoiaiionibrud unb Verlag bet Br üblichen Universität» - Buch- und Steinbrudeteu R. Lange, Gießen. der Lcbcnstaliqkeit deS Efseklenmarkles drohen, sind so offen- kundig, daß sich die Negierung schließlich der Pflicht, du- bessernde Hand an das Unglüdög^'etz zu legen, nicht inehr entziehen konnte. Liner durchgreifenden, die ärgsten Mängel deS Gesetzes beseitigenden Reform stand freilich biß- der daS Widerstreben der bürsenfeindlichen parlam. Mehrheit entgegen. So wollte man wenigstens das möglichste tun, um dem Börsenhandel die Rechtssicherheit soweit wicderzu. geben, daß die gröbsten Verstöße gegen Treue unb Glauben mntangeballen wurden. AuS diesem Bestreben wurde di» Novelle geboren, die dem alten Reichstage am 19. Februa» 1904 vorgelegt wurde. Allem eS blieb beim guten Willen, da der unerwartete SeffiouSfchlusi im Mai 1905 die in bei Nommisswn arg ocrunlialtcte Regierungsvorlage im OrluS versch'vmden ließ. Tie im Herbst vorigen Jahres dem Reichs, tag erneut zugegangene Vorlage ließ von dem alten Re- gierungSentwurf nicht mehr viel übrig, sondern basierte auf den Lommiffionsbejchlüffen der handelösemdlichen Parlaments, mehrheit, die den Termmhandet in Getreide und Riuhlen- iabnfalen nach wie vor ausschalteten, daS Zeitgeschäft in Juduslrieaklien weiter inhibierten und daS Börfenregister bei- bereiten. Die Reform beschränkte sich m der Hauptsache aus die schärfere Spezialisierung der Personen, die den Lisjecenz- emtvanb erheben können, und die Zeit, innerhalb deren die Anfechtung etfolgcn darf. DaS tvac nicht viel, aber für die bescheiden geworbene Börse immerhin genug, um das baldige Zustandikonnnen des RejormgesetzeS zu ersehnen. Leider Hai die am 18. Dezember v. IS. erfolgte Auslösung deS Reichs- tage- diese Hoffnung wieder zunichte gemacht. Tie Börje uiiiß sich in Sachen der Börsengefetzrefoim weiter in Geduld ,affen, und die Zusammensetzung des neuen RetchSlageS ist überdies nicht dazu angetan, die Aussichten, die sich dem Reformwert öffnen, m sonderlich gün,tiger Beleuchtung zu zeigen. Redaktion, ttjpebuion und Truderet: ftraue 7. Ezpedllion und Vertag: Redaktion:118. Tel.-Adr^ AiizeigerGießen. l Lis. lauft i*® politische Lagesicha«. Reform der Borfellgesetzzebllag. Wie einer unserer Berliner Mitarbeiter von zuverlässiger Seite erfährt, wird auch der neue Reichstag sich in der nächsten Session mit der Reform der Börsengesetzgebung zu beschäftigen haben. Bekanntlich wird eine Reformierung dec gegenwärtig bestehenden Börjengesetzgebiing von Interessenten der deutschen Börje seit langem angestrebt. Wir haben Grund zu der Annahme, so schreibt man unS aus Berlin, daß bic verbündeten Regierungen diese» Bestrebungen zilrzcit nicht unsympathisch gegenüber stehen. Tas Geschäft am Berliner Effekten markt i|t feit Jahr und Tag einer VersiiNipfitng anheungesallen, die dos einst blühende Spekulationsfeld zur iinfruchtbaren E-.node gewandelt und bte tonangebende Berliner Börje auS ihrer internationalen Großinachtliellnng herausgedrängt hat. Tas, an dieser verhängnisvollen Entwickelung die ungluckfel ge Börsengejetzgebilng die Hauptschuld trägt, deren Oc1^^6' lähmeiidec Triiek die FunksiouSläiigkett der deutschen Börsen völlig desorganisierte, darüber kann heute kaum mehr em Zweifel bestehen. Hat die Unterbindung des Zeilgeichäil- in Bergwerk» und Jndnstriepapieren diesem börsenseindlichen besetz em kennzeichnendes Gepräge gegeben und die große Spekulation ganz naturgemäß ins Hinterland getrieben^ so hat der Mangel jedes Rechtsschutzes der börsenmäßtgen Ter- raingeschäfte und die durch ihn bedingte Untergrabung von Treu und Glatiben, die durch die reichsgesetzliche Anerkennung ie§ Tisferenzeinwandes herbeigeführt wurde, vollends dazu leigetiagcn, die deutschen Börsen ihrer einstigen Bedeutung imb ihrer Widerstandskiast zu berauben. Tre jchivereti rvittichaftltchcn Gefahren, die nicht nur dem Bankier nande, lonbern der allgemeinen VolkSwirtschast aus dieser Schwächung Gießener Anzeiger General-Anzeiger für iviierhefjen ler ihrer WohnstaUen. 'u-.unoere Berilct- jichtigung dieser Pflege i.t den fianbidjuicii. Erhaltung^lanblicher Sitten unb Gebräuche. Erhaltung der Volkstrachten, ^örberung h-r Heimatmuseen. Gestaltung der Lauten und Dorianlagen in den iut das Land past'enden Fornieu. Schutz zur Erhaltung der Natur- jüsönheit der (Semartungen; Belebung unb Forderung bed Ver- ständnifseS hierjur, insbesonbere auch m ber Landoevoilcrung selbst. Schutz ber Landorte gegen lleoerslutung nut kunst.erifchem und literarischem Sdiuno. Ferner wurde bie HcrauSaabe emeö „Trachteiibuches" beschtosfen, das in jioci uusgabeii erfcheiiien soll, einer größeren, nut farbigen 'Abbilbungeu, ähnlich ben ,ur Hessen-Nassau und Kurlstfsen bereits erf^ieiunen Werken unb einer kleinen billigen jur bie Veroreitung in der Landbevölkerung bestimmten Ausgabe. Ebenso soll bie Herausgabe von Heimat- büchern angeregt und gejörocrt werden. An baß Prajchium deS Landeßinegerverbandes „Hassia" wird baß Ersuchen gerichtet, im Interesse der Hrtsgeschichte bie Veteraneii aus den Fewzugen auf. zufordern, wichtige Begebenheiten an bencn sie Anteil nahmen oder beten Augenzeuge sie waren, aufzuzeichnen. Diese Aufzeich. Hungen sollen ortsweise gesammelt, gelichtet und für bie Dorjgr. schichte und Heimattunde der einzumen £rte zusammengesteilt werden. Ferner würbe noch znc SvrachL gevrachl, in welcher Weise bie Bauten in T nubiidiibig bezeichnet, oag manche ötiL Bauoorschriflen iar FachtverLSbauten bie Erteilung von Dispensationen vorichrciben. Hierdurch würben bic löau- genehmigungeii verzögert unb auch Kosten verursacht. Endlich wurden noch Erörterungen über die Gestaltung der „beruflichen Hcmiatlunde" in ben Landschulen gepflogen. A 6 111 n g $ b a u {e n , 13. Febr. Wie schon kurz gemeloel wurde, leiert der hiesige Gesangvcreiu Ronfoibia am 30. Fiuu und 1. Juli 1. I. fern 2bjahrig es Be ft eh en, verbunden mu dem 1. Bunde - ' est des vor zwe, Jahren gegiünbeteii Volks- (ängerbunbeß E h a 11 i a. Der Bund besteht aus 10 Gesang, veieinen (Albach, Benern, Bersrod, Ellingshanfen, tiobcüirob, HaibaM, Haueniod, Linbensttuth, Reiskirchen und coolen), die sich öie anerkennenswerte An'gove gestellt haben, den Dieifnmtnmen Alännergejong auf dem Londe zu heben unb zu veredeln. Der Poitsiöngeidund bricht, foiveu es ihn selbst onlangt, mu der Art uno Weife, in der ländliche Säug er feste in unserer Gcge'id bisher ge'eiert ivuiden. Er verlegt ben Vortrag einefl vorgelchriebencn Chores durch die einzelnen Bundesvereme m outen eaol und läbi ihn durch zwei lücmige Sachverfiaudige be- iveiieii. Den Nachnuttog des ersten Festtages sollen Llahenchore des Lnndes (300 Sänger), Boruäge der nicht zum Blind gehörenden viachbo»vereine, fowie bie musikalischen Torbleiimgen emti 'JJiiluäilaveUe lüinbig oudiüUeiu — -u tc wuuscheu dem auifirebcn- den Voitsjängkibund unb dem Jubilar — dem Gejangvereiv Konkoidio zu Eitnigshaulen — em volles Gelingen des Festes. -- Lau dach, 13. Febr. Die hiesige Ra t n ev al« gesell sch ast erlebte gestern abend einen recht tristen Fasching. AllcS war im .Solmjer Hof vorbereitet, Plakate hallen für die Bekanntmachung gesorgt, der Saal mar mit Masken bifl zum letzten Platz gefüllt allem — uic bestellte Musik blieb au6. In ber Hoffnung, daß sie noch mit dem letzten 11-Uhr- zug cinireffen würde, hopste man einige Stunden nach dem Hlovicr. 'Als man sich auch um 11 Uhc getäuscht sah, ging man, hoffend, daß bis zum nächsten Sonnlag abend die bestellte Musik eintreffcn werde, etwas trüb gestimmt nach Hause. p Schlitz, 10. Febr. Warnungen in den Zeitungen gegen das unbeaufsichtigte Verweilen von kleinen Lindern bei Feuerungen wird immer noch zu wenig Gewicht tei- gelegt, dies beweist wieder em Ende voriger Woche im benachbarten Lite WillofS voraekommener Lall. Die Ehe- Berlin, 13. Februar. Bor der dritten Strafkammer des Lanogetia-tS 1 hatte sich heute der S e l r e t a r i a t s a s s i st e n t P ö p l a u von der Äolonial- abteilung des Auswärtigen Amts zu verantworten. Es sind etwa 20 Zeugen, fast d urcpweg Beamte deS Kolonialamts, außerdem die Abgg. Erzbciger mw Roeren geloben. Generalstaats- amoalt Tr. Wachler wohist eben,all- der Berhanvlung bei ipöbluu Ist 1888 in das Kolonialamt emgetreten, 40 Jahre alt unb Leutnant ber Lanbwehr. Er bestreitet, wie bie Anklage behauptet, feit dem Jahre idOl die Amtsverschwiegenheit verletzt und gegen den fc 353 a des Strafgcsctzbuclsts verstoßen zu haben. Die Scl^iftstüclc, die er verwenoet habe, seien ihm nicht in seiner Eigenschaft als Beamter zugänglich gewesen, sie feien ihm außeramtlich zugegangen. Wer selbst wenn die Schriftstücke ihm im Amte zugegangen wären, würbe em Verstoß gegen ben „Arniniparagraphen" nid)t vorliegen, da der Inhalt nicht derart politischer Natur war, daß dadurch Staats- ober ReichSinteressen geschäbigt würben. Er fühle sich durchaus unschuldig. Der Vorsitzende hält dem Angeklagten vor, baß er mehrfach und zuletzt mu ber höchsten zulässigen Strafe in ber Höhe eines monatlichen Tiensteinkommens disziplinarisch bestraft worben fei, weil et jebe Rücksicht aus die Disziplin außer acht getanen, anderseits einGutachtendesLegationsrateSv. Frantzius veröffentlicht habe. Ende 1902 sei Poplau krank geworben. Der Kteisarzt habe ihn wegen körperlicher unb geistiger Schwäche für dienstunfähig erklärt; darauf sei bic Zwangspensionierung gegen ihn euigeleüet worben, aber nicht burchgesuhri worben. Am 2. Februar 190o ist das Diszi- plinarveriahren auf Dienstentlasiung cmgeleilet unb die Du s - uenbierung vom Amte verfugt worden. Am 28. Lept. 1905 erkannte die Tisziplinarkammer Potsdam auf Dienstentlassung, gegen welches Urteil der Angeklagte Berufung eunegte. Ter DiSzipiinarhos in Leipzig verwarf diese Berusung mit der Piaßgabe, daß dem Angeklagten ein Test Der Pension iCitroene beiaiicu würbe. Ter Borfltzenoe hält bem Angeklagten vor, baß er bciajulbiflt werde, widerrechtlich mitgeteilt zu haben: Aus den Hauptniann Kannenbergsfl-en Pcnoiiatakien das Schreiben des Cberlommanboß bet Schutzlrup^en vom 2. Januar IjUU uno beß aXilitärlabmeuß vom 2^. ^u.mar 1904 betrcfsend bie Gewährung einer Pension an Äannenoeig, den Bericht vom 18. Jun 1'öOs berrefsend bte Bcschtvetoe Ober ben LanbeShauptniann Branoeis neb|‘t den hieraus ergangenen Verfügungen aus Den Personalalten. Der 'Angeklagte bemertt, er have das Gutachten von «vtantzius anonyul zug^'andt bekommen. Die Alien Der nolontal- ablciiung seien nicht immer als geheim bezeichnet gewesen: vom oerstoibenen Hofrat Ballhaus have er Aktenmaterial geerbt. Ter Angeklagte gibt zu, das Frantziusscye Gutachten in einer Avsa-rift dem celretar DeS Abg. DaSdach gegeben zu haben. Er habe eines Tages eine Abschrift des FrantziuSsll'en Gutachtens auf seinem L^reauiisch Dorgefunben. Gr habe besten Inhalt eilig abitenograyyiert unb bie Acha/rist bann sofort vernichtet. Ueber seine Beziehungen zu bem klerikalen Journalisten Schivinn gibt er folgendes an: Wcstuba habe ihm diesen voigestellt, er habe ihm aber nur, i. ..geteilt, baß er Privat- iefretär be» Abg- Dasbach sei unb bay er in feiner freien ö . gern bereit sein würbe, für ihn Nebenarbeiten zu liefern. Mernes falls habe er Die Aosicht gehabt, mix Scyrornn nur deswegen rn Verbindung zu treten, well er Journanst unb bei u-asdao- belchäftigt war. was Du ßanuiama bearunoet euchetuen Unefl ig gegen staatliche Einrichtungen 1 ut“öeilunfl’foiifllcr SdjäDen besteht. Vor kurzem , (brieb baß Organ ber Liberalen, bic „Tribüne", baß bie b e- onbere Form be« Sozialismus, bie von bem ,,b e u t. dien Vorbild" komme unb an das Sliaficnbcroufetfem ber Irbcitct appelliere, c n a I i [ eß e r S) e n I ro e t f e absolut temb sei. Die „Morning Poft" erklärte: „Die britischen Ar- »ester sinb prattflche Leute. Sie finben wenig Vergnügen an ber Betrachtung einer theoretisch vollkommenen »taatßorbnung, unb bie Proklamierung weitvrrbessernber Prinzipien regt ne wenig auf. Ihr ernsthaftes Ziel ist eß, ihr eigen es L o s unb nebenbei bas ber Arbeiter im allgemeinen zu öcrbeficrn eie inb zu der Ansicht gekommen, baß iLazu viel auf bem Wege Ur Gesetzgebung geschehen kann unb baß solche Gesetzgebung am besten burch bie „Anwesenheit unabhängiger Ar- bcitervkrtreter — bas ist nebenbei bemerkt auch die Mei- nung unseres Kaisers unb weiter bürgerlicher Kreise bei unS — im Parlament garantieN wirb. Soweit, unb nur soweit, ist unsere Arbeiterpartei sozialistisch." Die Wahrheit bicser Worte ietflie sich auch jüngst m ben Verhaiiblungeit ber Kvnierenz ber Jiidependent Ladvur Pa Nh. Ter geiocrksthafllrchen Bewegung aeaciiuber verniochtc ber reine SozialiSutus "lcht anszukomuien rwtzbem man ber beutschen Sojialbcmotpatic Erfolg für die Wahlen wünschte, wurde von dem Führer Seiiton Beiihwerde darüber aesühn, daß bie 13 000 Sozialisten ber Labour Party gegen* über den 9<4 UOU Trabe-Unionisten (das [mb vGewersichaflier) im TreizchncrauSschuß uiwerbällnißmüßia stark vertreten seren. Ben iillet verlangte sogar, tuß jeber Parlamen Uabge- orbntte der Ar beilerparlei einem (Seroerfoerein angehören müsse. In dem üongresfe nahm man pratuiche trur- berungen au, z. B. staatliche ArterSversichcrung, ben Achtstundentag, JwangSunsallvcrficherung von Staats wegen, Verbot der Sonntagßurueit in P ipurfavriten, einheitlicher früher La den- schluß, Vervesseruiig der Arveiterfchutzgejetzgebung gegenüber der Heimarbeit, wirffame Bekämpfung der Arbeiislofigkcit ufw. Man lieht, viele von diesen Forocrungen fmb in unjereui alS reaktionär verschrieenen Lande schon längst erfüllt Die Verleihung des Daiiioen Wahlrechts zum Reichsparlament an Frauen wurde ad- gelehnt. Interessant ist die von bem Sozialisten Quelöt gegebene Begründung; Er betonte, daß heute tue Verleidung deS gleichen FtimnirechtS an Mäniicr unb Frauen wegen ber bestehen- ben Voraussetzung bestimmter Hausbesitztitel ben teidjen Äcännern und ihren Töchtern bie ausschlaggebeiibe parlam. i|iinäbit)ti 1Daü“üiFiüiiTäj öchin ätbll. ber öorfo» »rbeit lDelcüui;ts 1 >vchcn uno v» eile, zu erlernen, 'nabten bei tau ItoibeiM ciucht ivräukin, 'Aller», inLüK im 'Jlaijen giuntL ili»aii|pr.u.8(u» i i Jung Wn>., yuuro._^__ Üaujjrau iolss ihoflir.Ä, l. ) für üüich ob. i Angebote um r Anzeiger erlcic; Mäbch. sucht ui» g. du erfragen n, tiitcruitfl lüu. MelniÜwastbki noch cingenoiullü jjer, Etediteriat i —- 80,00« | ochel d» i*3® Auc>eb°-I^- |l er mizet.'-"^. I ; Angebot ■ .n Hojhu^ I !ier.^:;u<, | frau des Holzhauers Hermann ließ ihr 3 jähriges Söhn- chen allein in der Wohnstube, während sie selbst auf dem Hofe Arbeit verrichtete. Als sie wieder die Stube betrat, fand sie daS ftinb mit brennenden Kleidern vor, dec Unterkörper war schon fast verbrannt, nach einigen Stunden gab es seinen Geist auf. Durch Spielen an der Feuerung mußte eS diesen grausamen Tod erleiden. § Ruppertenrod, 13. Febr. Im Eisensteinbergwerk zu Ilsdorf verunglückte der Vergmann H. Kratz von hier dadurch, daß eine größere Erdmasse, die meistens Gestein enthielt, über seinem Kopse sich löste unö herabfiel. Am Kopfe lumbc er leicht verlegt; am linken Beine schwer, so daß hier em O b e rs ch c n ke 1 b ru ch entstand. Der Verletzte wiirde auf einem Schlitten zu seiner Familie verbrachi und hiernach zur Klinik nach Gießen überführt. — Heute stürzte eine hiesige bejahrte Frau die Speichertreppi hinab und zog sich einen Rippenbruch zu. Q Lardenbach, 12. Febr. Em äußerst beklagenswerter Trauer satt hat sich heute hier zugelragen. Ter bis in weueren Streifen beliebte und hochgeachtete Gastwirt Johannes Mül eher ist nach viertägigem Krankenlager a>> einer schiveren Reivenkranlheit im 44. Lebensjahre verschieden. Er verivaltete seit Jahren die hiesige Poilagentnr um größtem Pflichteifer und Sachkenntnis und die Post verlier, in ihm einen treuen Beamten. In der Gememde hat ec sich em ehrendes Andenken geschaffen durch sem liebevolles, zu- vorkommendes Wesen und er hat manchem Emwohiier um Rat und Tat beigeitanden. Möge ihm die Erde telcht sem! R.B. S)ar mitabt, 12. Febr. Ter diesjährige Ka r n e v a t hat sich recht prunwoll und saschingsrnäßig geita.tet. Schon der Sonntag zeigte auf den Straßen uno in den Gastw kaien ein reges larneDaiifiiiajCö Leben, das durch die Anluuft und Den Umzug des Priuzeti und Der Prinzen in Karneval md S)ui float und Prmzen- garde iwci) mehr ent,acht wurde; es faitbeu in den leyten Tagen auch zahlreiche Eüriietiaiifnfaje Welischungen und Swnzerte statt. Das Hauptinteresse aber tonzentcrecte sich auf den großen kostu. mierten Kappenz ng und die Huldiguugs fahrt, dre heute nachmittag bei herr^rcusteui Sonnen,o-em und sehr narkeur Frembenzudrang fiaiifaiiD. Da das Großherzogspaar zugesagt hatte, nicht nur den Kappenzug vorn alten Pa.ais aus zu beiuytigeii, sondern auch den Prinzen Karneval nut seinem ganzen Homaat persönlich zu empjaugcii, so war der «trauer groß. Gcogy erzog und Großherzogin, sowie eure zahlreiche öoigefedicyai't ucriülgtm vom Baitvn aus den nut wstumprächtigen nno huuu, sollen Gruppen reich ausgestatteten Zug mit größtem Inlere, je, spendeten besonders wrnungsvotien La:urfiellungeu leohail Bei,all und be- teiligten sich auch durch Werken von Papierschlangen an der all» gemeinen Faschings,reude. Der Emp,aiig des Pruizen unb der Prinzessin Karnevul dauerte eine gute hawe Stunoe. Se. närrisch: Durchlaucht ericyieii nut Gemahlin und einem glanzenden Ipo,Haut und hielt eine Ansprache an das Grogherzogspaar, d^s die glanzend kostümierten Vertreter des Narcenstaates mit gutem Humor empfing. Der Prinz cH. Inspeitor Wittywem- uberreiajte dem Groß- Herzog den ersten und höchsten Orden ,des närrischen Reiches, während der Vorsitzende der Rarrhana, Herr Anspach, die Grog- herzvgm mit einem prachtvollen Blumen,iranß überraschte. Unm allgemeiner Heilerleit wnroe alsdann auch dein kleinen Erbprinzen Keorg eine riesige Puppe vom Hofnarren überreicht. § Edingen a. d. Dill, 14. Fcbc. Tie sieiS steigende Verkehrsfrequenz hat hier bas Verlangen nach einer Elsen- bahnhalte stelle wachgerusen. Leiberhaben die bis bahin angestettten Erhebungen nicht ben nötigen Erfolg gehabt und doch bürste diese Elnrlchtimg nicht nur rentieren, sondern auch noch ein gutes Plus dem Elscubahusiskus embrmgen. Bei der Anlage dec nahen Haltestelle zu Werborf fürchtete man auch anfangs, sie würbe ber Bahnverwaltung von Schaden fein. Diese Annahme hat sich aber nicht bestätigt. + Ahrdt, 13. Febr. In der gestrigen ü)lr. 36 dek ,®ieß. Auz." wurde ber Ort Knoden als die kleinste Schule im Hessenlande genannt. Unseres Wissens ist Ahrdt nm seiner 15 bis 20 Schüler zählenden Volksschule die kleinste tin Kreise Wetzlar. Vor dem Jahre 1898 waren die Kinder in dem 2 Kilometer entfernten Altenkirchen, bas bamals zwei, Henle aber nur einen Lehrer hat, eilige- schult. Das Dorf hat etwas über 100 Einwohner. 1c. Weilburg, 12. Febr. Infolge von Herzschwäche verschieb plötzlich ber Rentner Withctm Farr. Dec Verstorbene bekleidete zahlreiche Ehrenämter. Von 1876—1879 und 1882 — 1885 war er Mitglieb beS preußischen Abgeordnetenhauses, von 1874—1886 Mitglied des Amtsbezirksrats und beS Kreistages des früheren Oberlahukreifes, 1870 bis 1885 Mitglied des hiesigen Gememderats, 1885—1888 Bürgermeister von Weilburg, 1889—1898 Mitglied des Ge- memderats, von 1898 ab Mitglied der Sladtverorbneten- Versammlung. Farr war m Schmalkalben geboren und verbrachte seine Jugend auf dem Eisenhammer bei Schlierbach, Kreis Gelnhausen. Beftrebungeu auf vem Gebiete der Eittlichkeits- und Wohlfahrtspflege. (Original-Berru/r des Gcege.^c Anzeigers.) In Nidda tagte am Montag im großen Saale des „Gant- brinus" auf Einladung des Kreisrats B o e ck m a n n - Budnigen eine von ca. 400 Bürgermeistern, Pfarrern, Lehrern und ^hno- balen besuchte Versammlung. Zwei tiefereuten behänderen das Thema: „Was tarnt zur Förderung dec isuiiidjteit und Wohlfahrt und zur Fürsorge für die schuienKassene Jugend in nnfereu Gemeinden geschehen?" in eingehender und Höchst interenantcr Weise. Äreisrat Boeckmann hvv in seiner BegcußungSaniprache hervor, dah er einem ans das Thema bezüglichen Antrag der Dekanatsshiwde Büdingen gern Nachkomme und hofft von den heutigen Verhandlungen eine tafnajtige fruchtbringende Enlial- iung. Pfarrer Beo er -Düdelsheim behandele ms erster Referent bas Thema in zwei Teilen: 1. Sittucyteitspflegc, Wohlfahrtspflege. Wir entnehmen dem Vortrag folgendes: In der KindererziLhung liegt der An,ang der SitUichteitspflege, lecher hat die Kindererziehung naajgeianen, die Kinder |uu) anipcuchS- voller und die,Eltern nachgiebiger geworden, Putz und otaat, Besuch der Fcstlichleitcn nehmen iw eiyaitD; Zucht, Gehvrjaui, Respekt schwachen. Dazu lommt die Frühreife. ■ Tie Kaider müssen so lange als möglich in kindlicher luiwifienöeit erhalten werden. Für die fajulcnuanciic Jugend ,oi.te bis zu 1 6 Iahren der W ir ts h a usbes uch ohne Begleitung Erwachsener, Eitern usw. vervoien sein, Wwoiji jur Knaven, aw auaj Acad^cn. Die Trauung mit und ohne Kranz sollte streng gehandhabt werden, um das Schamgefühl uno das Gewissen zu iiurleit. Bor anem gehören ^oribiidungsschiupslichtige nicht ins Wirtshaus, der gemeinsame ilbirtdljaudDcfua) oer Buben und Mädchen i,t in vicien Orten zu einer Unsitte geworden. Es ist höchft bedenklich, dag Mädchen sich ans -Lnnieii gewöhnen, auch regt Aliohvchenug fumlidj au, ist er iso ge.ähnich. Durch das bur,chikose Le^en geht das Weibliche verwren, folcljc Wirtshausgäugeruinen geven keine guten Mütter und Erzieherinnen. Den diesoezügtia^n '..utrag der Synode muffen mir unterstützen. Die Poiizemuiche ist bei- -ubehalten. Dom liegt die Hauptsache nicht im Verbieten, ,andern im Bieten. Die Jugend^wm uno soll gesellig-,roh feuu Deshalb sollen dw Eilten spinnst uv en er ij alten L-lewcit aber unter Au picht der Eitern. Die Turnvereine sind febr »u empfehlen, zumal die deutsche Turner,iyu.t den iiatwnaien Geist betont. Lurch Borte, ungen, Lheatecauffuhruugcu ,on der Sinn für edle Freude geweckt werden. Christliche Jünglings- und Jungfrauenvereine süid zu begründen, in jeder Gemeinde sollten Volksbibliotheken gegründet werden. Wir dürfen nicht warten bis uns die Sozialdemokraten mit ihren Jugendvereinen zuvorkommen. Der Alkohol verschlingt auch große Summen, er ruiniert Gesundheit und Arbeitskraft. Die Landflucht lyat nach Heinrich Svhnrey's treffender Anficht ihren Grund dann, daß zu wenig los ist auf dem Lande. Durch Vorlefungsabende etc. muß das Leben angenehmer 'gestaltet werden. Junge ÜMochstn. müssen in allen Zweigen dev Haushaltung, auu) in Krankenpflege ausgebildet werden. Die Haushaitungsschule Lindheim kann nur den Wohlhabenden dienen. Für die kleinen Leute empfiehl sich die W anoe r ijauS» Haltungsschule, wie sie im Streife Gießen jchon besteht «und jur den Kreis Friedberg geplant ist. Das Dienen ist sehr zu empiebien. Der Bau eigner Häuschen fördert Sparsamkeit and Häuslichkeit. Der Bau von Wasjmestungen und die Gründung von Genosseiiichasten und Kaffen gehören eoenfolls zur Wvhl- ,ahrtsp|lege. Vieles tarnt noch durch juiammeniuinen von Kirche, schule und Gemeinde gefcyehen. Levha,ter Beciail lohnte den ^cedner. Zehrer S t v r a * Aiteiistadt veyuiidelte mehr die unter» nchtiiche v^ede der Jugenderziehung. Dw dwnende Jugend ist ,ich zu viel sechst uver.a,,en und am jchlimmslen fieljt es nid ihr in oen stauten.- Die oewen luiriiamiieit iwutiel z^r yeoung der <,uhiu,ieu seien die Faruiildung und die Bewahrung. Die Fort- udbangdfwuie muß Ou&geauut, vie Unterrichtszeit verlängert unt> Dvr Le^r.Mf f erweitert weroen. Diese Schute i,i eine IjeiuutragenDc ^-iiduugsanfluch für die fugend. Au oen Lanowirtfiha,tsunier- riajt muß Der geweroiiche an)a^ießeiL Re,erent euch,iehch die ^panderhnUShaituugSfu-Ureti uno Die o^rtviioungs,chUeen ,ur BiuD- ujen n..uj b.m B-rvciv von W-rch.vu.erg unb od.il F-chs^meu ve,riLdtgen CuCiiiaud das Bich-ugseei,r.r,uw, e-en,o uer MecD uD^r Swicherchgii-chvuiiteiriiid, D.r iui aueis loubingen durch Schut- lat ^werer cuigeiuyrt ist. Bicrzu kommen nou) Die Botisoiviio- ujeteii unD L^fegch^i, erbere jodteit von oer jtiewiane und den ^parlafien unteriiubi werden, wie es im Streife Gießen und -auw coach geschieht. Roa) leuiju,ieu Beifall Der Versammlung dankte Kreisrat Boeauiaun Den me,cremen. Schulrat Scherer teilte dann mit, oag im Kreis bered» 2u äoxiävwiwtijeten oeiieyen, er wunswt- Dee Gruiivung von Kindergarten, Den 'duöbau Der Fortvitdungs- lujulcn End weist auf Die Wuhtigied von Mädchen,ortviiDungs- mjuteii hm. Raih Lungerer Devaite, au Der Detan Gllenberger- ^rteuverg, mehrere Getstlicife, Legrer unD Burgermeifter teil* uaymeii, luuroeu Die wiujiigiicn r>orDeruugen Der me,ereuten in meyiereil The,en zusammeuge,a.ßt. Die Die Ver,amimung ein» itimimg aniiugm. Um Ui?r |u>wß oer Borsitzenoe dw anregenD uenaufenc Versammlung. X. Sitzung des Provinzial-AuSfchusies. Gießen, 13. Februar. Der Hausdiener Johann Josef H e i d aus Heidelberg, der in ber Saifvn in Bao - Rouheini besihäfligt war, war dort aus GruuD des FreizugigteitSgefetzes zur Gemeinde-Ein- t o ui m e n ft e u e r Ijciaiigejogeii worden. Er retiamierte hiergegen mit Der Begrunvuug, uaß er bereits in ^eioewerg, wo feine oaudlie wohne, GeuicutDefteuec zahie uno somit in Buo-ntauheun von Der Steuer befreit wetoen utusse. Der KreiSousschug Des nrcifes FneDverg eni,u-ieo geooch, vag feine Befchiveroe ots un» vegtundel ovzuweisen sei uno stutzte feine Entscheioung Darauf, oag nach u.eui GemeutDeumlageu-Gefetz Per,onen, welche im wroßherzogtum nicht wohnen, aoer in bemfetueu ein Gewerbe uenciuen, uni dem aus diesem Gewerbevetrteo herrührenden Ein- tommeit in derzeitigen Gemeinde der Eintomutensteucr unterworfen feien, in weicher das Gewerbe betrieoen werde. Ein gefetziiches Verbot der Doppelbesteuerung bezüglich der von der Geuiemde zu erhebenden Umlagen geoe eS nicht. Gegen diese Entscheidung verfolgte Heid ReturS an den Prooinziol-Ausschug mit der Motivierung, daß er kein Gewerbe betrieben habe, in feinem Beruf nur auf Trinkgelder angewiesen gewesen fei und zur Geweroesteuer nicht hecaugezogen werden tonne. Der '4>roüuiäiaiüu»|iyuy erkannte dies zwar an, verwarf aber feinen vcetucs Doch t o st e n p f l i ch 11 g, da er nach dem ihm zugestellten Steuerzettel nicht zur Gewerbe-, sondern zur EiN- tömmeniieuer veranlagt und diese Heranziehung mit Diea/t erfolgt worden war. Gelegentlich ber Reichstagswahl hatten 79 in Lollar befwaftigte Arbeiter ihre Aufnahme in bie bortige Wählerliste unter bem Hinweis barauf verlangt, baß ihre öamüieit uno sonstigen Angehörigen zwar auswärts wohnten, sie seivst au er in Loiiar Schiuuielie hätten, nur Sonntags in ihre yeunat zuruakehrten und Lollar somit als Der Mittelpunkt ihrer wirtschaftlichen Taiigleu zu beiraüjiteit fei. Die Großh. Bürger- meistecet lehnte die Aufnahme in Die Liste ab, da fie sich hierzu nicht berechtigt glaubte. Der Kreisausfchuß des Kreises Gießen wies die Eiiiwenoung gegen die VoliftuiiOigteit der Wählerliste aiS unoegrunoel ao, inoeut er dabei von der Ansicht aiwging, oaß die Vetrcsseiaven ihren Wohnsitz in Lollar nicht hatieil, was nach tz 7 des ReichStagswuhigesetzes zur Ausübung des Wahlrechts an diesem Orte erforöeriiu) sei. In der Verhandlung vor dem Kreisau»schuß muroe sestgefteut, daß die Rekiamancen in Loiiar keine Steuern zahlen sowie weiter, daß sie m ihren X)eimat»orten bereits in die Wählerliste auf genommen worden waren. Der Anwalt der Reklamanten reiurrierte gegen dieses Urteil an den Provinzial-Ausschuß. Dieser gab dem Relurs stall, unter Verurteilung der Gemeinde Lollar in die Kosten des Verfahrens. Er stellte sich dabei aus den Stand- puntt, daß die meturrenten in Lollar wahlberechtigt feien. Wühelm Maar II. zu Homberg a. O. war bei Großh. Kreisamt Alsfeld um die Erteilung eines Wandergewerbeschcins für das Jahr 19U7 eingetommen. Da er eine Gefängnisftrafe oerbüßt hatte, die noch keine 5 Jahre zurück lag, wurde ihm der Schein von dem KreiSausfchuß des Kreises Alsfeld versagt. Gegen diese Entscheidung verfolgte Maar Berufung an den Provinzial-Ausschuß. Da nach der Gewerbeordnung Der Wander- gewerbeschein bereits nach Ablauf von drei Jahren seit bei letzten Bestrafung erteilt werden kann, gab der Provinzial-Ausschuß mit Rücksicht auf die persönlichen Verhältnisse des Gesuchstetiers Der Berufung statt. Ei» Lüdwcftafrikaucr vor dem ttriegsgericht. Frankfurt, 13. Februar. Unter dem Nachlaß des in touDweftufrita als Ghef der 9. Lact. der Gebirgsurrillene gefallenen Hauptmanns Kirchner befand sich ein Tatbericht, den der Hauptmann offenbar nicht haue meuergeoen mouen. Der 2atberiu?t war von SberieutnuiU Kjatatt uiw richtete sich gegen den V i z e w a cht m e i st e r Walther von der gcnamuen Batterie. Dieser foil sich an ^aifervgeuurt»iag 190u dec Ge hoc )am Svec Weigerung, Des Beharrens im U n g eh o r s a ui unD Der '21 a)t un gs - Verletzung vor v e r s a m m e 11 e r Mannschaft gegen Den genannten Offizier fu/uiDig gemacht haben. Die Batterie war am 2b. Janum in Kemiamwhvop angetommen uno sollte am Rachniittag Des 27. Januar auf WarmvaD marschieren. AIS Lentnam Barack mit bi em zweiten Zuge abmarfu/ieren wollte, janD er statt |einer 2 Pferbe 2 Pferoe oes Regiineiitsstabes für sich gciatwit. ES stellte sich nun heraus, baß Der Bursche bes Leutnants betrunken war und besseu Pferde hatte lausen lasseiu Sie waren uui uno daoon. Der Osfizcer machte dem Bizewacht- meister Malther, dem der Zug in erster Linie unterstand, Vorhalt unb, oeiiangie, er solle feine, des Leutnants, Pferde zur Stelle schaffen. Maither, der etwas angeitunten war, erlaubte sich Widerreden, in denen das Wort „vtein" Dortam, uno setzte die Widetteden auch fort, nachdem der Offizier von dem Verlangen nach feinen Pferden Abuano genommen uno befohlen hatte, 2 Esel ai» Reittiere aus deut tiraui i}Oien zu lafien. Der Obeneutnant lieg sich jfließt.ich zu Den Ausoruaen: bmuoerbanoe uno Schweinebande himeißen, worauf ihm Maither ins Mort fiei: ,,-cer x>err Ajaiwiu-unii v. Wuuei,eiv coec Di» oayin Die luauxLvt geführt ydiie/ hm feine löu/iueuteuoiioe ins Feiu geführt." Rachher joii sich Waithec noiy einer uiteyreroietigeii Aeuperung ichiuoig gemacht haben. Er wurde vorläufig fcftgenommen und Oberleutnant Barack ritt auf seinem Pferd von bannen. Walther würbe später lianf unb wurde in den Lanbwehrbezirk Wiesbaden nach Norbenstadt entlassen. Heute stand er auf Grund des erwähnten Tatberichts vor dem hiesigen Kriegsgericht. Die Zeugen jaid teils tot, teils sind sic noch in Afrika, wo sie vor P/2 Jahren vernommen worden sind. Walther bestritt verschiedene Anklagc- punltc. Der Xsatrckr des Gcrichtsye^rn hielt oie Anklage auf recht unb beantragte bie geringste zulässige Strafe für Ungehorsam vor versammelter Mannschaft „im Felbe", ein Jahr Gefängnis Tas Geriost faßte b.e Sache milder auf und eibliai; in dem Ver hatten des Angeklagten nur AchMngsverletzung, Die mit Der geringücn uic.i igen Siraic Don 14 Tagen wirren> ,.i fähnen se,. * Kleine Tageschcon11. Dec m Aiü 1 hause n in Elsaß vom Schwurgericht wegen Ermordung feiner Geliebten zum Tode verurieme Schlsisiitaat Fohrler aus Haßiumgen, ivinöc vom Kaiser zu levenslauglicher Z u ch l h a u s ft r a j e begiiaöigt. — Jit V u d a p e )l ivuiDe ein Beamter des HauDelsmmifleiltuus verha'tet, weil ihm em Liebstahl von D o k u m e u t e u des Jied)iumg5l)oic3 nachgeiviescu winde. — Ju ye r m a n u ft a d i (oicUenbuigen) erftach dec 18 jaljrige Gyumaflafl Earausz mit einem Tifchmeffer eine Frau, weil Dicje bus mu ihm unterhaltene Kiebesveihältms löjeii wollte. — Bei Der Eimahn m Die Station Pripcct Eadaui) (Ungarn) stieß bei öidjiem Diebel em Perfouenzug mu eine Raugieimaichme. ^wet Paffagiere unö em Kelzer wuiöeii nyiuev venoimöer. — In Paris brach im neuen SarahBer w h a c d t -- Th e a i ec 5 euer aus, das jcöod) halb gelöjdjt werben lOimte. — Diebe, lueldje dort bei einem Antiquar embradjen, iiayieii Gemälde und Juwelen im Werte von l1 . Million graues. Sie Ijüitcn fidj in den Kaden einjajiiebeu lafien. Ihre nlucht wurde erft Durd) Die eleltr Käulewerle bemertu -^/Dte m pam- ourg luebcigeurannte Sll 'rnchaelislirche ivtrb mit einem iiojtciu aunoanDe von 3 Ö2U uuu Mart iviebeiijeiflefteUl weibeiu — Ju ölens ourg Hai sich heute Der Knecht ^>olft Der vierte Beteiligic an Dem Ueuerialt und Der Ermordung des Xatenbevgev Gememöc- uorfteyers Janfen am 7. August v. I., Der Polizeivehoröe selbst ijciteUt. — Das imglüdiclige Ende der ollialmhaverm des Wolfjfdjeii Telegrapheubureaus m Dresden o^au Kummer hat lur Deien o 11 e j f o l) n Die oolge gehabt, baß er unö bas 61 jährige Fcäu- leüt Karihe, mu Der er Dresbe» verlasfeii baue, ui Berlin uer- aaltet wuröeii. Ter Siteijoyii hatte sofort nad) Der Fr. K. Tobe Tresöen ueilafjen, um Dem Berliner Hanpiburcau Den Lod seiner 'JJiutlev miijiuetleiL Aus Veralilasjuug Der Dresdner mimluatpolizet ift er nad) Dresdeli juiucfgebiadjt worben, Dort aber wieder auf neien Fuß gefegt worben, nad) De in |td) heraus- geiicllt i)ai, bag öie oruu jiveneuo» amtaniage von 1114 Millionen Mart aber,chreite beträchtdch Den und Der Berliner Pnvatdiötvnt um V/a Proz. von der offiziellen Rate sich entferne, könne eine Ermäßigung ber letzteren derzeit nicht st a t t f i n d e n. Infolge ber eingetretenen Getreibeverteue- rung wird Die Frage ber Wiedereinführung des Identitätsnachweises angeregt. Es wird diese Wiebereinführung bis 1. August vorgeschlagen. Von ber Beniner Börse. Es scheint, baß von London aus wieder eine neue Haussebewegung in den Aktien ber Kanaba- Bahn inszeniert werben soll. Mit einer ausge,prucheiien Zähig- leit wirb barauf hmgewirlt, ben Kurs wieber in bie Hohe zu bringen, und so bejiaub auch heute jwttes Geschäft in Kanada- Aktien an ber hiesigen Börse aus Lonboner Arbitrage-Anfange« tauje unb aus bie hurtige Vorliebe für Trunkfhares. Ais ^timu« lanz Würbe angegeben, cs wuroc eine kürzere Veroindung zwifcheu Gitglaiw uno Kanada errichtet. Ferner waren Gerüchte im Um- laut, daß eine Re,urm des Aotenwe,ens in den Vereinigten Staaten wesenttich näher geraut fei. Montanwcrle Waren leicht gebe,seit. Von Transporiwerten iwd) Llvyd-Altien fest aus DivibenDen- hostnungen unb Baltimore 0,40 Proz. hoher. Im freien Veileh. iwtierten die Rheinischen Metallwaren etwa 130 Proz. 4 proz Russen von 19oz waren wieber etwas abgefchwächt, neue Abgabe Der Importeure, die La Plata-Weizca unb Dwnau-btoggen getaur. hatten, war. Vom Ausland fehlte jede Anregung, Da Amerit' i^eierlag hatte. 'Jtoggen gab per '.Utai 1.50 Mk., per Juli 1.2Ö Mk. nach. Weizen per LUtai nur 0,50, per Juli 0,75 Mk. Märkte. sj Kirchhain, 12. Febr. '21 ui bem heutigen Rindvieh- m arkt waren euva 4U0 Kühe unb Rmber Quigeiiellt Der Haube, ging mtuelmäBiß. — Am bem © d) m e i n e m a r f t, ber nie 2öU Slüd beiahien war, blieb bas Geschält flau. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, initgeteilt von der Bank für Handel und indusirie. Giessen. Frnnkfnrter ßiime, 3X*/o Reicbsanleihe, . 97.701 3% do. . . 66.70 3)4°/, Konsole .... 97.90 3% do. .... 86.4 u 3J4°/O Hessen . . . . 96 io .j>4u/0 Oberbesseu . . . 95.uu 4y0 Uesterr. Guidreute. . 90.90 4l/6 % Uesterr. tiilberreute 100.20 4>0 Ungar. Uoldreute . . 96.00 4-<, Italien. Kente . . . 103.bu 3?o rurtugieseu berie l . 60.45 3-o Purtugieseu „ 111 7o.liO 1>2Ü,O russ.Staatsaul. 190.» 91 .du 4^ 0 Japan, btaulsuuleihe 93.60 1 ;e Uonv,Türken von Luu3 96.00 Türkeuluse i>6 uneeU. Monopol-Aul. öO 60 äussere Argentinier . 88-^0 u°;0 Mexiaauer • . 66.7o 4»u/o vluueseu .... 9V.0o Aktien: Bochum Guss 244.30 Bauet us h. W .... 126.10 'Leudeuz: fest berliner Börse, 14 Canada L. B 186.40 uannstadter Bank . . . — Deulsuue Bank .... —.— Duriuituiuer-Umon C. . . 86.1u vresuner bauu .... löd.7u leudeuz; ruhig. 14. Februar. 1.15 Uhr. Elcktnz. Lahmeyer . . . 142.0' Elektnz. Schlickert . . . 116.7 Esch weiler berqwerk . . 248 1' Gelsenkirchen Bergwerk . 216.0' Hamburg-Ainenk. l’akell. 1Ö--E» uarpener Bergwerk. . . 219.0) Laurabütte .\ordd. Llujd 132.56 Ubeischks. Eisen-Industrie 122.0) J>eiuucr ilundelsges . . 172.7» Durmstädter Bank . . . 188.7') Deutsche Bauk . . . 243 w Deutsch-Asiat Bank . . 172.0- Diskonto-Kom maudiL . . 182.50 Di esu uer bauk . . . Iö8.w MeuituLtieu 216.70 Baltimore- uud Ohio- Lisenidün . . . 118«ö Gottuardbahu ijüiuuard. Eisenbahn . . 20 L-esterr. btaatsuuun . . • 147.vO l'iiuce-Meun-EiseiibaUn . 147.W Februar. Aufaugekurse. Uarpener Bergwerk. . . ..auraiiütte . . • • uinburden E. B. . . . .>oi ad. Lioyd lurtciUose . • • • £ ? » > k < , Ter arr Mert Mal ment oom 24 1891 letztnMf in § 1 jenes ‘ ein >*ii Manne Unioe .FreiherrÜch , foniiiug bfS 2 erhöbe M von Cchw berufen Nachdem ^höchste En L« ber V« Scfctn bezeich fcloufenberu Qe ^rdöerungsL . ' uebruQt jgq rM'oröed Wnbörnec & ff*ifl »ach l be3 v ir\^IDedn b b«'4 0«r |>i, „ 38tnei| m Ha« b ? bcc h < «Uf 'm; 9,"übil e » s P« »e = 3? £ ES T £ 3 = -Z L ZX E « 5? = «B-S = ä» •E ö O o 2 « E 2 E C3 C *ti -°3 e - O1 'S *J i l «e E 'S « V =-e S ä» 'S w-2 3 -s c c? S E g.-Ei Z E£ L2 fr L«--G N K eSS c0# 6äS Grosse Abwechslung In der tüzOehen buppe bieten Eduard Metzger, Seltersweg 70. Große 2Urswal)l in [lutö ZZ JO o § & L 9 e T « «i e -O cs: E H E o £*2 E e- L - I « L 3 E X AZ £ 5 OS. o c? «’S E ff KL ’s <3 2® L L -9 .3 §11 Z L E "3 e a a —; er “ o 2« OO|Jj| O° cs iO ** Z - 2 Em ° <3 jO o r 5 5«° S g § S £ --es 2 = E E s §-So JO E IIP* - 2 s t E . 3 C i- — a _ — mbtiSDlorbt ^haw eit iien achtmal me plötzlich löe. Las 5(9 2 „ gT’S = - e “ — -SV c 3 ■ ES = “2 = E & v -e 5^1 *=® ff® . 2b6 2(5 3 U3 a ÄS« g -s t E 9=3 L-L «60 ti S> jo *5 i E 3 a3- - se Il<5 ? -o £ -~ « « 2 Nr «.«3 v W C — w = BöftBa ^2ES 5 f 3 e : *1 _ £ -9 «o r I § ®§5 j 5x.= S Ä 5® E "Er" ’tzZ.k 9 2 o OÄ& S E § 03 5 M CO = e = ©r © B * & -a w - **"" >9 co,.. 19 5 1 ZS e« j 5 5? *e = 4 .. 2 o- Ä Gt £ ££jö c = WjO E 2 s = u o53 irtschaft lllfl UCä h mi wem ir Miingefluug noiuiiueu .niage von 1 : tiutjatjet. ; er dem oh ’JJiL juriiü Rl. XJei sei bit Iteiiii uc sehr Ih. selkurje nitet. jntien. ßby: unöDei t:- iiielien V - en W- etbe/tuw- JdtiiUiiÜ- rceinMut •- bafc * ÜünM *W- iwftjflien Mi A Die vo»e V mit in H'an^ itrage«Atl|a !6. inbung iw.i icruojU un tuuflUn e i levajt ettais- w»; ;m W x) 'M idjt unter*-11/: wtiertt1 ‘ ' ib neue VF auWfc. oer M !•»*- c®" 2Ä ® E E S o e o - 0 Wjo’x» 2 - 2 •» — c» . c a-° s— c ’S " Eo S 0 _ a 1.15 Uhr- 1(y ieyef- • ' 3 vO p ~ C> E B g> = «» =CQ ZZ Nttirholzversteigernng. Versteigert werden Mittwoch, den 20. l. M. aus den Domaniolwaldistrikten Brauhof, Brauhossberg, Schindanger, Schisienbcrg, Häuserborn und Törncrgrund der Forslwariei Baumgarten: Stämme: 1 Esche III. Kl. (0. 40—49 cm) — 0,58 Fm., 10 Eschen IV. Kl. (von 30—39 cm) — 4,37 Fm., 8 Eschen V. Kl. (von 26—29 cm) ----- 1,91 Fm., 107 Eschen VL SU. (unter 25 cm) — 18,87 Fm.; 1 Ahorn V. Kl. — 0,29 Fm., 4 Ahorn VL Kl. --- 0.60 Fm.: 1 Ulme IV. Kl. = 0,47 Fm., 1 Ulme V. Kl. — 0,20 Fm., 10 Ulmen VL Kl. = 1,76 Fm.; 2 Kiefern 1L Kl. (v. 40—49 cm) — 1,48 Fm., 15 Kiefern III. Kl. (0. 30—39 cm) = 11,84 Fm., 32 Kiefern IV. Kl. (0. 26—29 cm) — 18,06 Fm., 6 Kiefern V. Kl. (unter 25 cm) = 2,01 Fm.; 3 Lärchey V. Kl.--- 1,05 Fm.; 1 Fichte II. Kl. = 1,33 Fm., 6 Fichten III. Kl. = 6,19 Fm., 29 Achten IV. Kl. = 23,40 Fm., 144 Fichten V. Kl. ----- 36.29 Fm. Terbftangen: 26 Eschen = 0,99 Fm., 1455 Fichten ---- 100,34 Fm.; Nutzscheiter: 6 Rm. Fichte (Schichte); Rutz- knüppel: 4 Sim. Fichte (Schichte). Das wenige Nutzholz m Häuserborn (2 Fichten II. HL, 21 Fichten IV. Kl., 11 Fichten V. Kl. und 49 Fichtendeob- stangen) wird nicht vorgezeigt und beliebe man vorher anzu- sehen. Die nut blauem Kreuz bezeichneten Stämme werden nicht versteigert. Beginn der Versteigerung vorm. 10 Uhr am Brauwelher. Weitere Auskunft durch Großh. Förster Schlag zu Forst- hauS Baumgarten bei Giegen und die unterfertigte Stelle. Gießen, den 12. Februar 1907. Bu/» Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. T r a u t w e i n. 8JS & ■ ,üie ve . Uhau^ |e,"et Al *45 "“men u [ yail|lilM daraus. 1111 uiutihL die cia. Vetfota l! Hetzer ivu^ 5 01 a b 311 Woity “M Cliibt Million yr • JD« ,j Uie ui y i* einem Mo weiden. _ »ieut&ui Kflec »eiim jeiüe^ütbe 11 des lud UM lur ö« u lahnge 11 '3611111 Ü(; wch der Qt, uipibuttau J der tuet.. )i ivorötu, t;. nn |id) btuks Migen Hai. SE . C = IS^ 8? e 1 e Lb kung Londorf eingetragene Items Flur I Nr. 676, Flur IXI Nr. 69, Flur XVII Nr. 133, 4. die auf den Namen deS Freiherrn Reinhard von Nordeck zur Rabenau Appenbörner Linie im Grundbuch der Gemarkung Londorf eingetragenen Grundstücke Flur X i)lr. 263, Flur XI Nr. 48 und 67, 6. die auf den Namen »von Nordeck zur Rabenau, Freihcrrn Adalbert zu Friedelhausen Nachlaßmaffe" im Grund- buch von Allertshausen eingetragenen Grundstücke Flur VI Nr. 10, 11, 12, 6. die auf den Namen ^von Nordeck znr Rabenau Adalbert Freiherr zu Friedelhausen Nachtaßmaffe^ im Grund- buch von Etimbach clngetragrnen Grundstücke Ftur II Nr. 214, 216, 217, 7. die auf Namen Nachlaß deS Freiherrn von Nordeck zur Rabenau Adalbert zu Friedelhausen im Grundbuch von Staufenberg eingetragenen Grundstücke Flur II Nr. 336 und Flur XV Nr. 4, 8. daS auf den Namen »Nachlaßoerwaltung deS Freiherrn Adalbert von Nordeck zur Rabenau^ im Grundbuch der Gemarkung Londorf eingetragene Grundstück Flur IX Nr. 208, 9. die auf Namen „Testamentarisch bestellte Nachlaß. Verwaltung des Frciherrn Adalbert von Nordeck zur Rabenau zu Friedelhausen" im Grundbuch der Gemarkung Geilshausen eingetragenen Grundstücke Flur IX Nr. 141, 358, 369, 370, 371, 874, 876, 877, 396, 397, 398, 399,-Flur X Nr. 5, 26, 28, 28 a, 29, 88, Flur XI Nr. 8, 23, 26, 10. das auf den Namen .von Nordeck zur Rabenau Freiherrn Adalbert'sche Nachlaßmaffe zu Londorf' im Grund- buch der Gemarkung WeiterSyain eingetragene Grundstück Flur VIII Nr. 8. 11. die aus der Nachlaßmaffe deS Freiherrn Adalben von Nordeck zur Rabenau hcrrührenden, in der Freiherrlich von Nordeck zur Rabcnau'jchen Obernburg nebst Pavillon bei Londorf befindlichen oder hierzu gehörigen Dtobilien, wie sie in der Unterlage I 3 zu Anlage B der Akten näher be- schrieben sind. Die Gläubiger deS Stifters Freiherrn Adalbert von Nordeck zur Rabenau zu Friedelhausen werden aufgefordert, etwaige Widersprüche gegen die Errichtung bezw. Vergrößerung deS FamitiensideikommiffeS so gewiß spätestens tm Auf- gebotstermin Dienstag, den 28. Mai 1907, vormittags 9 Uhr bei uns geltend zu machen, als sonst nach Erlag Ausschluß- uctells ohne Rücksicht auf ihre Ansprüche daS verlangte Zeugnis dahin erteilt werden wird, daß der Errichtung des Fideikommisses rechtliche Hmderniffe nicht entgegenstehen. Grünberg (Hessen), den 6. Februar 1907. Großh. Amtsgericht Gründerg. Bu/. ZZ2-Z aS » e 'S -Sss Hi •3'S & gc? CD X aj X-° -pp -t 2-z V IV E E^L E 5 - « Ä L.LS E ZZL -L - 2 ^ ■= E 55 . - ' ' ieu-i^a$trie ' is jauK • ' > k • , 1^ Jjauk ■ > nuauiUt. • 1 jy- ik ■ ' ' uidi> X ' *• ’,«> ■ jji; • 5 5 g ZS E Ä *. Q D £* CB.« E E — , . VN =5^ 2 §55 iPi = glf *5 - 0 E Jx v 3 E J5. $15i= — , e E — ff »<= •- •= V Ä. g = eä-5 0 •6 — « •« E « J- ZZ - • c Jö 3 @ = - CQ-2 :5« ECO a E e — d E 3s3^3 ^E^EÖE^ge jQu-flS U ■= & E 3 £ in Vi urfein zu 10 1 i-.iur z leder. Mele Sorten wie iuploka- Jnlienne, Hei*. Erb*, Orünkern, Geräten usw. In Irischer Ware stets zu haben bei IC14/« Dienstag Abend nm 10 Uhr verschied nach längerem Leiden unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Johaiwette Petri in BHainzi Tiefbetrübt geben wir Verwandten, Freunden und Bekannten hiervon Mitteilung und bitten um stille Teilnahme. Giessen, Mainz, den 14. Februar 1907. 1042 Die Beerdigung findet heute in Mainz statt. "" 0947 der Kapelle deS neuen Friedhofs aus stall. sagen innigsten Dank Giessen, den 14. Februar 1907. FamiBie Sommeriad Giessen, den 14. Februar 1907. 0937 1040 Wi e s e c k , den 13. Februar 1907, £ 12 ^Swcktwlz, Bu/i v"/> ;r.*s:jnr Iie -euli Irr Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme während der Kraukeit und bei der Beeidigung meines unvergesslichen Sohnes sage ich auf diesem Wege hieimit innigsten Dank. L. Petri n. und Prau, geb. Breidenbach, Professor Schlinger und Frau, geb. Petri. Theodor Petri. A! Verhu^fjedes Wundsei ifder Kinder ---AeatJidi empfohlen.---- Beulet Dow 5O3i G legen, beu LL bebiuar 190/. Stadl. riewauLMt. Braubach. Im Namen der Hinterbliebenen: Kari Brod. 3950 Wellen -Meins- Die Zusaunnentunst ist auf der sicher Straße am Walüeingans. (Sieben, den 14. Februar 1907. Bl*/» Grogherzogliche Bürgermeisterei Gießen. y. ib.: (£ u v 14 mann. Die trauernden Hinterbliebenen 1. p§ung wurde eu (lj(rtnkn fciüfl C jjMij nuninehr ! ijC 1907 im Tri „achnultog 3 Ut] mit den Regierui Miischtues, Skjrgeiitwiirfe u Sei-seS über b- i 6« Aendcruns |onbi vorn 26. >g etaatöbeoint Seiolöung der < MjallSüerhälini Men Lehrer a Wlr der n o. etoQtSmir Ümiflct des 5' äoitnüid) über iilundenste üiichubmstgirr Ml der Regll jjnunobilieniien ttfitn Hülse sic Lehrer bolljiet ßahre au3 bei sich abet von btt Vorlage ticrbanblungt Ucbergabtoed rm Liiertel Dbjftlfn bis, Antrag, bem i fimaiijiiiinlster' der sür bit Ä bringenden ruar dS. Jabrcs. vormittags 10 Ubr. Xlcic... .. ... und 4.SIL = 77äm Hilm., bi) Stiesern» stangen lv 2. und — 3,29 Üsttn., 105 Fichtenstamme 3. und 4. SH. = 23A)1 ftum., 30 ^ichien,langen 1., 2. 3. SH. -- 2,46 tzstm.. Mein schönes Bauholz, lemuene Schneidstanune, EhringSOausen, den 13. -Februar 1907. Bürgermeisteramt. M