Nr. 291 Zweites Blatt 157. Jahrgang Mittwoch 1L. Dezember 1907 Erichetw kV-NO mit MnLnahine bei Sonntag». r^e ^Gtetzener.^nniUendlütter- roerden dem .Anzeiger- viermal wöchentlich beigeltgl, das „lireisblati für den Kreis Eichen" zweimal «,-chenUlch. Ter ^esstfchc Landwirt" erscheint «onatltch einmal. General-Anzeiger für Oberhessen 4*» RotatwnSdrmf and Verlag bei VrÜHNchen Unu>erfttäre - Buch- unb Steindruckeret. 9L 8 a o ©icfeen. Redaktion. ExvedtNon and Druckerei! Schul- strotze 1, Ervedrnoa and Vertag, «Mge dl. Jfrtbattünue^ 112. Tel.-Adr. Ar^eigerGietzeru VJKJMD Air FieichsvanK. Der schon seit langem erwartete Rücktritt des Reichsbank- Präsidenten Dr. Koch io.rd sich in der nächsten Zeit vollziehen, unb wie bereits gemeldet, soll der^ Präsident der preußischen See- tzaudlung Havenstein an seine Stelle treten. Fast vier Jahr- zehnie war Dr. Koch an der Reichsbant und deren Vorgängerin, der-preußisa-en Hauptbank, tätig, darunter ein halbes Memchen- alter ui leitender Stellung, tlnter seiner geschickten Führung hat die Reichsbank sich in glänzender Weiterentwicklung befunden und gar maiidjc Krisis siegreich überwinden helfen. Es ist bcfanm, daß Koch _ viel Gegner namentlich im Zager der Agrarier und Vimetallisten hat, und daß seine Bankpolitik oft recht scharse Angriffe erfuhr, nauienttich in den letzten Monaten, wo der Diskontsatz inuner mehr in die Hohe schnellte, obwohl dies im Hinblick auf die amerikanische Finanzkrisis und das Vorgehen der Bank^von England kaum zu vermeiden war. Vor wenigen Sagen war es, wo Staatssekretär v. Veth- m ann--H o l t w e g die Taktik der Reichsbant verteidigte, dabei aber doch die Beurerknng unters!leben lieh, daß man sorgsam zu erwägen habe, wie der Geldumlauf den wachsenden Bedürfnissen ciMprecheud zu regeln sei und die ReichSbank in noch höherem Matze als bisher gegenüber unvorhergesehenen Fällen zu stützen fei; hierin wollte man verschiedentlich einen leisen Tadel gegenüber der Taktik des Mstchsbankpräsidertten erblickt haben, und es heißt jetzt, datz diese Worte der äutzere Anstotz iu dem R ücktrittsgejuchc gewesen seien. Wie dem auch sei, Herr Dr. Loch ist nicht mehr der jüngste und wird sich nach der aufreibenden Arbeit der langen Jahre 2tad) Ruhe sehnen, die man ihm allseitig aufrichtig gönnen wird, beim mit ihm scheidet eine markante Persönlichkeit, wie sie nicht leicht wiederkehren wird. Ein kluger vorurteilsloser Kops hatte er einen weiten Scharfblick, und ans dem Gebiete der Finanz- wissen schuft war « eine anerkannte Autorität, wie denn kaum eins der Fluunjgcsetze ohne seine Mitwirkung zustande gekommen ist. Zn erster Linie war er ein energischer Gegner der, nomeittlich Don rechtsstehender Seite mehr als einmal vorgeschlagenen Ver- -jtaatlichung der Reichsbank, indem er nicht mit Unrecht von dem Standpunkt LLsging, datz ein direktes Staats- instttui nicht die, gerade aus t-em finauziLttcu Gebiete so notwendige BemeguugLsrrihett habe» würde, wie ein vornehmes Pri- vatinstitut urtter strenger jtaatticher Aussicht; das Gegenstück hierzu sehen wir an dcr Seehandlung, einem preußischen Staats- instttut, das zieuttich bureaukratisch arbecket und durch seine, die Reichsbantpolttik mehrfach kreuzende Taktik unliebsame Zwi- fchensälle her beige führt hat. Aus diesem Instttut kommt nun gerade der Nachsolger Kochs, Herr Havenstein, und man könnte daraus vielleicht Schlüsse auf ein Klüftig verändertes Vorgehen der Reichsbank ziehen; indessen braucht dies nicht notwendig der Fall zu sein, Herr Havenstein gilt als ein Schüler Miquels, der aller Voraussicht nach dieselbe Bahn einschlagen werde, wie Koch. Diese optimistischen Erwartungen können sehr wohl zuttesfen. Denn es ist nicht unmöglich, datz Herr Havenstein an anderer stelle mit größerer Bewegungsfrei heck zu einer anderen Taktck, als auf seinem bisherigen Posten, greifen wird. Gerade in den jetzigen schwierigen Zeiten bedarf es für die Reichsbank eines tüchtigen und umsichtigen Leiters und im Interesse des Znftituts rind unseres gesamten Handels wollen wir hoffen, daß diese Persönlichkeit in Herrn Havenstein gefunden ist. polLtifche £adesfd?aw. Dir Reise des Kaisers nach Holland. Amsterdam, 10. Dez. Der Tod des Körrigs von Schweden hat in das Programm für den Besuch des deutschen Kaisers in Amsterdam keine Aen- derung gebracht. Die Königin-Mutter Emma wird an dem Gala-Testdiner nicht teilnehmen, dafür aber an dem in- ,Limen Frühstück und an dem Lee. Der deutsche Kaiser wird Donnerstag abend in Iurniden auf seiner Jacht ,Hohenzollern" ankommen; der Kaiser verbleibt während der Nacht aus dem Schiff und wird mit seiner Jacht morgens früh 8 Uhr durch den Nordfeekanal mit den Kriegsschiffen nach Amsterdam fahren, wo er von der Königin begrüßt wird und wo mehrere Deputationen und Vereinigungen aufgestellt sind. Dann folgt das intime Frühstück im Palast. Am Nachmittag wird der Kaiser das Reichsmuseum und die Sammlungen von .Six besuchen, sowie das altertümliche Bürgerwaisenhaus. Die Abreife des Kaisers erfolgt Freitag 10 Uhr 35 Min. abends. South ampto n, 10. Dez. Die ,Hohenzollern" und die Beglettschisfe sind heute früh nach Sheerneß abgegangen, wo sie sich für die Abreise des. Kaisers zur Verfügung halten. • Die Anklage gegen Stoessel. Petersburg, 10. Dez. Der Vorstand des obersten Militargerichtshofes, .General der Infanterie Dukmassow, eröffnete heute die Verhandlung gegen die wegen der Uebergabe von Port Arthur ange- klagten .Generäle mit folgender Anklagerede: „Zur Verhandlung vor dem obersten Militärgericht steht der Fall betreffend gesetzwidrige Handlungen leitender Persönlichkeiten Port Arthurs, die zu dem Abschluß einer für die tapfere Garnison entehrenden und für Rußland erniedrigeu-' den Kapitulation führten." paelamcäitarifd?c». Berlin, 10. Dez, Der Seniorenl'onvent des Reichstages beschloß am 13. Dezember in die Weihnachtsferien einzutreten und am 8. Januar 1908 die Sitzungen wieder aufnehmen zu lassen. — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der Wunsch der Staatsregierung auf Verlegung der für heute auberaumten Kommissionsberatung über die O st m a r k e n v o r l a g e ist daraus zurückzuführen, daß noch Verhandlungen mit den Parteien notwendig geworden sind. Es wird aber bestimmt damit gerechnet, daß die zweite Lesung der Vorlage üi der Kommt,sion noch vor der Weihnachtspause erledigt wird. — In parlamentarischen Kreisen verlautet, daß die verbündeten Regierungen imJnteressederBlockpolitik nicht abgeneigt seien, den 8 7 des Vereinsgesetzes mit dem Sprachenverbot fallen zu lafsen, wenn sich in der Kommijswn wegen dieser Bestimmung Schwiergiteiten ergeben )DIlten. Nach einer anderen Version soll dir Regierung beabsichtigen, die Bestimmung zu mildern unb oen Gebrauch der sremüen Sprachen in. gemischljprachltchen Gebieten Kuzulassen, für rein deutsche Ge g enden das Sprachenverbot aber aufrecht zu erhalten. — Die Kommission des Reichstags für den Gesetzentwurf betreffend die Majestätsbeleidigung hat eine b e s o n d e r e R e d a k t i o ir s k o m m i s s i o n mit der durch ihre Beschlüsse veranlaßten Abänderung der Regierungsvorlage betraut — Die PetitionsLommission des Reichstages überwies der Regierung eine Petition um Verbesserung der Militärkapellmeister zur Erwägung. Die Regie- rmig teilte mit, daß im K'riegsmüii,ierrum Verhandlungen in oer Richtung der Wün,che Der Pereuren sä)weben. Euie Petition des Bundes deutscher Verieyrsvereme in Leipzig um Aushebung der Automovilsteuer würbe der Regierung als Atttterial überwiesen. Posen, 11. Dez. Bei der gestrigen Reichstags-Ersatzwahl int Wahlkreise Kroloschin-Kosu)min wuroe der Pole Dr, v. Trzcinsci mtt großer-Mehrheit gegenüber dem gemeinfamen deutschen Kuridtbaten Justizrat Hampel aus Kro losch in getväh lt. Deittjche» Reich. Berlin, 10. Dez. Zu einer Ptetoung des „Berliner Tageblattes" über ettr gegen Hauptmann Dominik eingeleiteies Disziplinarverfahren wird der „sltordd. Allg. Ztg." von zuständiger Sei^.e mitgeteilt, daß ein Dis- ztpttnarverfahren nicht emgeleiiet ist, hierzu auch keinerlei Veranlassung vorliegt Dagegen- ist die gerichtliche Untersuchung, die ans Grund der von Bebel im Reichstage behaupteten GreueUateu gegen Dominik auf Veranlassung des Staatssekretärs des r-teichslotoutatamts ein* geleitet wordeu ist, aus formellen Gründen noch nicht abgeschlossen. Bisher hat diese Untersuchung belastendes Material gegen Dominick nicht ergeben. Köln, 10. De^. Dio deutsche BtschosSkoufe- renz ist heute hier unter dem.Vorsitz doS Karduml-Fürst- bischojs v. Kopp zusammengetreteu. Die Konierenz beschäftigt sich mit folgenden Fragen: 1. Der Eheerlaß Pius X., der Ostern 1908 üi Kraft tritt, 2. die Enzyklika Pius X. gegen den Modernismus und drei Gehattsregetturgen. München, 10. Dcz. Verkehrsmintster v. Frauendorfer erklärte in der Abgeordnetentammer, das oayr. Po st reservat werde aus finanziellen und polilisa^en Erwägungen urtbebingt aujrecyt erhalten. Ebenso yalte bie Verwaltung an Her eigenen bayrischen Briefmarke fest unb wolle keine Einheitsmarke. Die bayrische Marke sei das äußere Zeichen unserer postalischen Selb- ftänbigkert. Eine Aushebung der Ortsporto-Erhöyung tonne im gegenwärtigen Zeirpuntt auf Leinen Fall in Frage kommen. Die Einführung des P o st s ch e ct v e r k e y r s im ganzen Reich jolle so schnell als möglich geschaffen werden. Be.i der Reform im Lelephonverreyr werde auf eine gerechtere Verteilung der Gebühren und eine stärkere Belastung der Großbetriebe das Hauptgewicht gelegt. Die Frage der Güt erwäg en-Gemein sch ast fei in ein günstigeres Stadium getreten. — Die Niederlegung des Protektorats über den bayrischen Landesverband des Deutschen Flotten Vereins, zu der Prinz Rupprecht von Bayern sich erttschlosfen hat, wiro zweifellos itoch weitere Folgen haben. Man oarf aimehmen, daß auch die bayrische Regierung mit dem Vorgehen des Prinzen einversttuiden ist, und daß zahlreiche Austritte aus dem Flottenverein erfolgen werden. Hamburg, 10. Dy. Zum präsidierenden Bürgermeister für 1908 wurde Dr. "uJl önckeberg gewählt, zum zwetten Bürgermeister Dr. Burcharb. Ans 5 4. Preis Halb Dalli gegen Illa de Roir. ES war em sehr schönes Kampf, wie man ihn selten zn seheii befommt. Trotz der heftigsten Gegenwehr mußte Der lieget dem ihm an Hraü überlegenen Türken weichen. Haiti Dalli fiegie diirch Roulade m 27*/4 Ü)imuten. -Sieger unb Besiegter wurden wiederholt vor die Rampe gerusenq Null folgte der Kamps um den 1. und 2, Preis. Es rangen Van der Beet gegen Eharles Sers. Es war dies wohl der ichiverste Kampf der ganzen Konkurrenz. Beide Gegner find an Kraft unb Gewandtheit last ebenbürtig. Alle Angriffe, Paraden unb Gegen- paraden konnte man hier nochmals sehen, ehe es Van der Beet gelang, feinen Gegner auf beide Schultern zu legen. Van b ec Beek siegle burcij Armrcmlade iu 37 Mlnuten. Nicht enden- wollender Applaus lohnte Sieger unb Besiegten. Es folgte nun bie Preisveneilung: Van der Beek erhielt den 1. Preis mii luOO WIL, Charles Sers den 2. mit 800 Mk., Hallt Dalli den 3. mit 500 Alk., Illa de 9toiv den 4. mit 200 Alt. Jeder der vier öiegee erhielt noch von Direktor Rappmarui einen prachtvollen Lorvee^ ti'anj mit entsprechender Widmung. ** Von der Taunusbahn Usingen — Weil-- inün st e r. Der Bahn bau wurde un Frühjahr begonnen unb ist jetzt schon weit fortgeschritten; bie Grunb* unb Erd-» arbeiten sind stellenweise fertiggestellt, so daß im Frühjahrs mit dem Oberbau begonnen werden kann. Da die neue Strecke bie Hühenzüge zwischen Ufa unb Weil zu überschreiten hat, so finb bie zu überwindenden Gelänbeschwicrigkecken nicht unerheblich. Es sind tiefe Einschnitte, hohe Dämme und große Brücken erforderlich, besonders zwischen Wilhelmsdorßi Hundstadt, Grävenwiesbach und Mönstadt. Bei Ntönstadt wirb eine größere eiserne Brücke über das Wiesbachtal erbaut und zwischen Audenschmiede und Weilmünsttr muß ein Tunnel gegraben werben, der ben Höhenzug zwischen Bleibe imb* Well durchbohrt. Die Strecke erhält mehrere Bahnhöfe, unb zwar Wilhelmsborf, Grävenwiesbach, Heinzenberg und Äuden- schmiede. Die Arbeiten dazu, Hochbauten, werben Ende Dezember vergeben. Grävenwiesbach erhält einen größeren Bahnhof, da hier die weitere Taunusbahn Grävemviesbach— Brandobernborj—Wetzlar emmünben soll. -r Dkainzlar, 10. Dez. Vor etwa acht Tagen hat sich ein junger Schmied von hier durch Unvorf icht igle tt mit einem Terzrrol in bie Hand geschossen. Anfangs hat er die Sache nicht genügend beachtet, es trat iw na später Geschwulst, Wundstarrkrampf unb zuletzt noch Blut^ Vergiftung ein, unb der Bedauernswerte i|t gestern nacht seinen Leiben erlegen. Gründ erg, 7. Dez. Gestern abend tagte im Hotel ßum Hirsch eine Versammlung, in ber bie Gründung eines liberalen Wahlvereins für Grünberg unb Umgegend bewerkstelligt wurde. Wie ber „Gründ. Anz." hört, beabsichtigl ber frühere Reichstagsabgeordnete Dr. Becker von Sprendlingen, in Kürze dahier einen Vortrag über „Bürgertum unb Sozialdemokratie" zu halten. -F Lauterbach, 9. Dez. Die Zahl der Mitglieder der hier gegründeten B e a m t e n v e r e i n i g u n g ist wäh- rend kurzer Zeit von -13 auf nahezu 80 Familien gestiegen. Weitere Anmeldungen von hier und der Umgegend stehen noch in Aussicht, so daß sich bie GesttmtmiLgiieoerzahi auf uoer 100 (yamilien belaufen tvird. In ber vergangenen Samstag abgehaltenen Versammlung wurde nacijgcwi 'fen, baß sich der Ladenpreis ber verschiedenen Fleisch- unb Wurstwaren, dessen Reduzierung die Vereiniguua erstrebt, außerhalb vielfach bedeuteiid niedriger ftettt al» hier. Die Vorbereitungen zum gemeinschaftlichen BeLirn von außerhalb jollen deshalb getroffen und bemi Mehrere Ovtsfreunde. Wetter c £ tv CD Bew. Himmel Gretzen, den 11. Dezember 1907. 7600 4 10. 11. 11. NW W W 2 4 4 6,9 6,0 5,7 89 86 85 2“ 996 7" Dezember 1907 737,6 739,1 742,5 7,6 6,1 5,4 £5 2 + 83 * C. = + 5,3 * C. Mete-rotoggcye Beoducytungeü ________der Station Gießen. ? Angersbach, 10. Dez. Einen guten Viehbestand fyd unser Dorf, welches ca. 1300 Einwohner zählt, auf. zuweisen._ Nach der letzten Viehzählung sind 65 Pferde, 1021 Stück Rindvieh, 224 Schafe, 808 Schweine, 132 Ziegen und 2030 Stück Federvieh vorhanden. (D Schotten, 9. Dez. Dieser Tage fanden die Wahlen zu dem Kreistag für den Kreis Schotten statt. Es wurden von den 50 Höchstbesteuerten gewählt: Kammer-Direktor Birnbaum - Raubach, Verwalter ,Schwörer-Frredrichshütte und Bürgermeister Iochem- tLaubach; die Bevollmächtigten der Gemeindevorstände wählten für den Bezirk Ulfa Landwirt Lenz-Ober- .Schmitten, für Burkhards Bürgermeister Schmalbach- Hartmannshain, für Stumpertenrod Bürgermeister Rühl- Köddingen, für Freienfeen Landwirt Jochem-Gunters- kirchen und für Gedern Bürgermeister Ni s p e l-Gedern. Die Wahlen gelten für sechs Jahre. t. Mainz, 11. Dez. (Tel.) Das Resultat der gestrigen >Stadtverordnetenwahlen ist noch nicht genau fest-1 gestellt, doch ist an dem Sieg der vereinigten bür-1 tzerlichen Parteien (Zentrum, Nationalliberale, Frei- , finnige; mit großer Majorität nicht zu zweifeln. Von dem 1 Kettel der verbündeten Sozialdemokraten und Demokraten Eommt allenfalls ein Name in Betracht, der des seitherigen ! demokratischen Stadtverordneten Martin Moritz Mayer. L w9 10. Dez. Der Prozeß Hercula ni ist auf den feiere onberaumt worden. Es handelt sich habet um dü des Königs Lmmbert, die eine Pem'wn vom italienischen Küntgshause beansprucht. । d. Frankfurt a. M., 10. Dez. Die Beerdigung des gestern verstorbenen Geheimerats Schmidt-Metzler findet Donnerstag vormittag 9 Uhr vom Frankfurter Fried- bof aus statt. Vom Kaiser, der schon während der Kranl- jheit über das Befinden hatte Erkundigungen einziehen lassen, ist bei der Witwe ein Beileidstelegramm Lingetroffen, desgleichen von der Kaiserin. Die Zahl der Londolenztelegramme, die aus dem In- und Ausland ge- wnrmen sind, beläuft sich jetzt schon nach Hunderten. —| Mbgraf Erasmus zu Erbach-Erbach, der, nachdem jer entmündigt und seine Ehe mit der Tochter einer Wäsche- Nu geschieden war, vor kurzem hier verhaftet und in die He 11 a n ft a 11 AH rweiler gebracht worden war, ist aus der Anstalt mit einem Wärter geflüchtet. Er hat sich wahrscheinlich rrach Bayern gewandt, wo er nach dem Gutachten von Sachverständigen keine Internierung zu be-1 fürchten hat. Univeriität».2Iacbricbten. ei . Der zum ordentlichen Professor für 3ngemeurfadj I (Statik und Eisenbau) an der Technischen üoch- RÄ-sior @itq'.n9 u°m L 1908^ernamue »ä. aas s“ sss lgeb. 1873 zu Kirch-Beerfurth m Hessen) war Lor seiner eCr°LdteLl ®cr,^ua9 nach Zürich als Stadtbauinspeklor ta6nmeiftoaat$? Ur8,anfll fc ift Kg-.P-°>chischer Reg.erm.gs- zur AusfllyrartF 'gebracht toerben. — Der Sohn eines hiesigen Bürgers, Schiehelhut, der in Freiburg in Stellung ist, gewann in der Lotterie der Mannheimer Jubi- räumsausstellung ein Automobil im Werte von .5000 Mark. Der junge Mann hat es für 4500 Marl verkauft und wird den Erlös hier verzinslich anlegen X Herbstein, 10. Dez. Die von der LandeS- Wr and kaffe für dre abgebrannten Gebäulichkeiten aus- zuzahlende Entschädigungssumme wird sich auf nahezu 250 000 Mark belaufen. Die Stadt selbst ist hieran ^beteiligt mit ca. 50 000 Mark. Für die eingeäscherten Pri- Datgebäude kommt für das des Adolf Reiß der Höchstbetrag Mit ca. 32 000 Mark Entschädigung zur Auszahlung. Der Betrag der veranstalteten Sammlung erreicht nahezu die Summe von 40000 Mark. Zurzeit laufen immer noch, wenn auch vereinzelt, Spenden ein. Die gegen den neuen Ortsbauplan erhobenen Reklamationen haben ihre Erledi- gung gefunden. Gießener Wetterdienst. ~ 5 9 DorauHsichtlichc Witterung für Hessen am Donnerstaq den 3tEßenfäQe- ^era-ur Danksagung. 33eraeife b°rsti«°r Teilnahme bei dem Hmscheiden metner lieben Frau, unserer ernten ^httter unb Tochter, sowie für die liebevolle Pflege der Evang. Schweller sagen auf diesem Wegehcrzlichcn Dank Otto Stieglitz «ebst Kinder«. Adolf Kreuter. ~ 'WLtLiiniytr Hau's, . eingelestet ivo^'stk ’Wfe MÄ■«f5«^e'hr»g Ä den Stnats-mwalt fetok iznd *» *«5: SWÄ'äfg. g NN g des Bodensees. Die Stabt Eurwrchnern auf einer Boden- I f Belegen ist, rst zurzeit mit dem bayerischen Seeufer S*!» Meter langen EifenbahLmm u^ eLe l!Äm~9e^Iä6r"& verbunden. Der Teil de« Sees! 10,0 bein User ist, insbesondere zwischen I schlamno^n VerkeßrZftraßLti, größtenteils versandet und ver- rS 9IC>Ben 4.errainschwierigkeiten, auf die man bet dem Plan eurer neuen Bahnanlage für d e Stadt sttestl 8°Mhri, den Bodensee m dichem jLeJfe 6olllS aufzufüllen und in kultiviertes Scnb unrMvandeln, um zugleich Raum für die notwendraen , .Das erforderliche Aus- Cr^rt Ät0" ben Ben^Battett Hüst-muen Vorsichtig. Wirt (zu Fremden): . Wenneineri «n^-^n ^-tarier ist, dann Hütt "ich für rchtüoch Sj^„genr f namM> ,n beT ^mer, wo unsre Homberg a. Nh., 10. Dez. Vor mehreren Jahrzehnten erregte hier das plötzliche Verschwinden eines Bürgers großes Aufsehen. Schon damals ging das Gerücht der Ver- schwundene, der sich cm Haus errichtete, sei ermordet und eingemauert worden. Die polizeilichen Nachforschungen blieben jedoch damals ohne Erfolg. Die Angelegenheit wäre wohl der Vergessenheit anheim gefallen, wenn nicht jetzt plötzlich das Verschwinden des Mannes eine grausige Aufkläruna gesunden hätte. Beim Abbruch des fraglichen Hauses fanden! Arbeiter m emer Mauer ein aufrechtstehendes" Skelett, das zweifellos dem seinerzeit Verschwundenen angehört. Danach hat das Gerücht, daß der Erbauer des Hauses von seinen Bauarbeitern erschlagen toorden fei, neue Nahrung gefunden Nach einer anderen Version soll der Täter in der Person des etgenen Sohnes des Verschwundenen zu suchen sein, der seinen Vater nach der Tat eigenhändig in das Mauerwerk emgefugt haben soll. Die Polizei hat die Untersuchung der Angelegenheit von neuem ausgenommen. * Hohenzollernprinzen als Handwerks- le hrltnge. Met Sohne des Prinzen Friedrich Leopold von Preußen haben zum Studium an der Hauptkadetteu- anstalt tn Groß-Lichterfelde dort Aufenthalt genommen gemeinsam mit einem anderen Kadetten unter- rrchtet. Der alte Brauch im Hohenzollernhause, wonach teder Prtnz ein Handwerk zu erlernen hat, findet nun auch bet diesen Hohenzollernprinzen Anwendung. Der 15 jähriae tft^>«£1? Karl wird in die Geheimnisse des Schlosser- handwerks erngeführt, während der 17 jährige Prinz Friedrich Stgtsmund mit dem Tischlerhandwerk vertraut ae- macht totrb. M . wirb uns geschrieben: Mörder der lAghrigen vedwig yarfnuntn aus Hagen Arbiter Hebe, ist in Bestwig bei Mescb'de verbaftet I.wurde nach Lagen gebracht und de- Mutter des crn^& Mädchens. vrogestcllt, weiche ihn sofort wieder erkannte “^C1C infolge eines Gnadenerlasses des Kaisers ist aus öuchthause in Werden a. d. Ruhr her frühere Landwirt leet entlaßen woroen, der seinerzeit wegen Ermordun° LV n4 -r 1 c V en zum ^odeverurteiltund dann 4 lebeiwlanglichem Zuchthaus begnadigt wurde. Er hat 30 VL.91 4 Monate im Zuchthaus gesessen. x5Q^re> 3n G en s beschloß der Staatsrat cnhgiüig den Bau zweiten Simplontunnels. Am 10. Dezember wurde in Reggio (CalabrierO ein leichetr m Branea, Leone, Bruzznno und Ferruzzai^ Freie6rbl °ß verjpurt. Die Bewohner eilten erschreckt -P? dalo (Jprlien) wurde der 60jährige Chepsrmier nachts int Bette ermordet und beraubt $er VLT i|t verhaftet. ^ter > terliegen sämtliche immatrikulierten und zur Immatrikulation , angemcldeten Studierenden und nicht immatrikulierte Hospitanten, - unb öorerinnen, sowie das nichtpragmatische Verwaltungs-, . Tienllpersonal und die Assistenten der Universität Acunchen und solaier Institute, die für Zwecke dieser Universität benutzt werden, ferner die an einem Universitäts-Institut' oder an einem jur Ilm Der) itütszwecke benützten Institute prak.izieren- den ..cedizlnalprattikanten. Fakultativ ist die Versicherung für, Das ^.ehrperfonal, fowie^ das pragmatische Verwaltungspersonal der UnwerNtat, seiner für die mindestens 18 Jahre alten Fa- milienangehorigen > einfchließlich Dienstboten usw.) dieses Ver- wnaw, lowie des nichtpragmatischen Verwaltungs-, Kanzlei- und ^erfi&tiuig beginnt für die Versicherungs- Pflichtigen (Ltudierenden usw.) vom Tage des satmngsmäßigen Univeriitats-Semefterbeginns (15. Oktober, 15. April) und dauert vis, zum Beginn des darauffolgenden Semesters. Tie Versicherung umfatzt Unfälle bestimmter Art (auch Radunfälle), die den Ver- licherten zu stoßen. jür sämtliche Versicherte verpflichtet sich die Unmrntot, eine Prämie von 50 Psg.. für den Kopf und das Semester zu zahlen und außerdem 150 Mk. im Semester an die Er^cherungsbank abzuführen. Durch Zahlung der doppelten Lramie tonnen nch die Versicherungsberecytigten (fakultative Ver- Anspruch auf die doppelten Entschädigungsleistungen v-brElchLt sich die Versicherungsbank zu gewahren. 5000 Mk. für den Fall des -podes, wenn der Tod inmrhalb ernes Jahres nach dem Unfall eintrüt, ferner 5 Mk. lurrerhalb eines wahres nach dem Unfall eintritt, 25000 Mark Tur den Fall der Invalidität, wenn die Invalidität unterhalb .^ch öem Unfall eintritt, ferner 5 Mark! r. - ^Ei vorübergehender völliger und 2 50 Mark bet vorübergehender, nicht völliger Arvettsunfähigkett, fede^mal vom ersten ^,age der ärztlichen Behandlung an. Märkte. q. r 11 Dez. Schweinemarkt. (Crn ^el.des Gieß. Anz.) Zum Verkaufe standen 1840 Schweine. wurden: für Schweine 1. Qual. 61—00 Pfg., Lebendgewicbt btS ü°,0 Pfg. 2. Qualität 60-00 Pfg., Lebendgewtcht 47L 57 Psg. Markt gut, Ueberstand unbedeutend, d 9,; LSM" -r°nstalten. Dte^ 6 o ift°i “e c f u'n“e ife^' aTr ,“,1 bem "°l'-nifchen Ingenieur Marine Versuche ans ellen wollte ift °n', i>Cm bJe ’i'g'JÖftfcöe Lrüber' al™ uubcn. Ter See- Originabdra^tmclöuitgcu. A^verkauL-ns vor. D " Entwu(?LtsÄcht d^(nehE nach tm Großen und. Ganzen den Vorfchlägen, die aus de^ betetltgien Haitdclslreiscn in den letzten Jahren wiederholt ac- i 1PDri3£,n ,^nd. Die Hausttbcstimmung des Entwurfs ist die 6 ßc’iti^a* 1lilb^60n Ausverkäufen untersagt ist' - V $“ W-«‘ÄÄÄ’StÄ t»H- Die Vrote ktorats-Nieder- c mr 1 n^ccnRupprecht von Bayern im deut» toe Stor’sS“ As fortgesetzt die lebhaftesten Prest-Kommen- I hervor, ^te „Allgemetne Zeitung" bedauert aufs tiefftt daß der ö-lotten-Verellr die bisherigen Wege zu verlassen unh fll Ä ^littsche Abenteuer zu sLrzen Tie ' libeE „Augsburger Abendzeitung" erklärt, daß das Jn vollständiger Verkennung der Verhältnisse Grundlage der in Wln erzielten Einigung sechst wÄ bahertschen Landesverband öinc Laqe I gejd-jaTfen werde, die thm 6rn ferneres Zusammenarbeiten mit ber ^erein-ttaung in Berlin unmöglich mache. Bon der ^ip k-ää "•<«' =e.=jys3®=i Eittgesanve. " " P‘Drm und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Urtit.« uheruimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber kech« Verantwortung.) crlel — oll a r. Vor etlichen Monaten befand sich im efrt ü5cr Lollar, daß dieser Ort IM Aufblü^ gegriffen fei. «Wenn man nun die hiesigen Straßen x- 'chmutzigen Trottoirs und Straßenfinnen tet, Dränte man wohl eher von einem Rückgang sprechen 2£n den verkehrsreichsten Punkten dos Ottes ist der Scknn,., un€?tMäJ^- lleworden, u. a. auch beim Postamt N Beendigung^ der Wafferleitungsarbriten ist dort wohl noch nick ein ernzigee. Mal gereinigt worden. Lumdaftraßc liegt so voll Schmutz und U cv.? ® r?0 ertej uberltaupt nichts mehr zu sehen tg Kitt mußte aber auch die Gemeinde mit einem guten Beisodi bfsentltchen Plätzen, wie Schule u^ gelegenen Straßen und Rinnen durch den Schuldicner resst <&' mcinbearbciter reinigen lassen. ' IP- Qfe Nach der hessischen Landgemeindeordnung ist ieder *nnu» bmder verpfluytet, wöchentlich zwermal Fußvfcw, Rchne UN. wtraße, w wett als fern Eigentum grenzt, zu reinigen dteies Gesetz durchgeführt, oder wenigstens ivöchcnllich eutm^ gesäubert, 1° Ware dem Uebel schon adgeholfen. maJ -ollar wurde dann, wenn ein jeder seine Schuldigkeit hit sefffn andere Orte nrcht zurückstehen und bald wieder das sisL w und saubere Straßenbild zeigen. «crtdusiaal. , ^.^°rburg, 10. Dez. Tas Schwurgericht verurteilte Katharine I r le aus Hoi- >7 am? ®‘ebenf°pf wegen versuchten Kin d es utords h|1Sn,6‘ ~ e"xE bcE $8od)e steht eine auf drei Tage > " ^°^""blungch-gen den früheren städtischen Kassenbeamteu Braun aus Amöneburg Ivegen Unterschlagung tm Amte an SS kommen etwa 90 Zeugen zur Vernehmung. Dec in die Geschichte Ä'"e’ftEC ®EbEr ’ft .2?"b“u M°lz) 10. Dez. Die Strafkammer ver° F*e d-n Ack-rer Karl W if f in« wegen Wern fülfchung lzu 14 -tagen Gefängnis und 500 Mk. Geldstrafe. ' 3 in» 10- ^ic ton bcm Angeklagten Beselin Berger Japper pr o^e ß gegen das Urteil vom P' i /s^leste Revifwn hat das Reichsgericht verworfen. l tJCC5Ve.* Dez- Die Strafkammer verurteilte den vier-! ^-chniahrrgen Schulknaben Paul Sellbt ^s Ren- Körperverletzung mit tödlichem Erfolge zn drei Mo ! b°tte ben ÄÄÖÄ'I Höchste Temperat»Ien- Wer aus diesem Kamps als erster eg er hervorgegangen ist, kann man leider nicht anaeben" denn neu u?die?/r ßus $paIIon. rm§ Wasser und kamen beide' um.' Aber neu M dieser Gedanke nicht mehr. Bor 99 Jahren haben invi | an30{en ^tarnens Pique und Grandprö, die sich wegen des i5 auleine -^rsvlt von der Pariser Oper in die fraare Geraten maieu, ihr Duell im Luftballon ausgefochten. Jeder stieg für sied m emem Luftballon auf, und dann singen sie an sich mit wehren zu beschießen. Es gelang Herrn Grandprö den Ballon ± baßer mit ungeheurer Ge- ing erfranftc darauf an einer Bauchfeslen^n^b,«^ mobhneijirh * C ^er gsilckllche Sieger aber machte rooblVaber>au§Cbp*rQU§ dem Staube, Paris d°r Luft und landete in sicherem Abstande von verinUchre«. *Der neueste Eisenbahnunfall. Am 10. Dez. nadjni. fuhr ein ganzer Schnellzug auf der Strecke Posen— Kreuz bet der Durchfahrt durch den Bahnhof Miala eine steile Böschung hinab. Schwer verletzt ist nach den blsherigen Meldungen niemand, leicht verletzt sind zehn bis fünfzehn Personen. Nach weiteren Dteldungen sind der Packwagen und die Lokomotive des Zuges abgestürzt anscheinend infolge falscher Weichenstellung. Der letzte Wagen' fiel m einen Teich, während die Lokotnotioe auf dem Gleise I stehen blieb. 9- _Zum Abteilungsvorsteher an dem unter .Rettung stehenden Institut für Hygiene und experimentelle -t^erapie in Marburg wurde der bisherige erste Institut der UniDerfität r9 x 'aDr- “ei ™altcr Dtbbelt ernannt. Seine Arbeits- $al6olo9ie' «EPerimenteae Pathologie und rmnt?nM®xlqu<1I<^'i>Er- 3310 niMr Universität. Die Ge- ,m ®,otrSl,tmclkr immatrikulierten StuMeren^n 6egen 3001 im vorigen Wirrdersemester. Davon ^!^^A.^gische Fakultät 315 (gegen 328) die 80 (62), die juristische 833 (779) ' hie ^227) und die philosophische^ Fakultät 1699 Unter den J7M7ratrikulierten der philosopbisck>en ftafnrJ doß er sich "" — ........■ ■■■ cys.it Eleiuc Tageschrouik. oh gegen die Grafen ö'obenau unh E ZEelluL^sin^° ,en zu tun ist, als um die Erzielung von Gewinn dadurch, daß sie entweder bie Behandlung der Darlehensgesuche von der Vorauszahlmlg eures, die wirklichen Auslagen übersteigenden Kostenvorschusses für Einholung einer Auskunft über die Kreditwürdigkeit des Nachsuchenden usw. abhängig machen, oder auf Grund von zur Irreführung geeigneten Zeitungsannoncen und Prospekten Darlehensuchenden eine sog. G e ldossertenliste, d. i. ein umfangreiches Verzeichnis von Darlehensvermittlern und Darlehensgebern, gegen Bezahlung einer Gebühr, die meist durch Nachnahme erhoben wird, überfärben. Wie berechtigt diese Warnung gewesen ist, beweist die Tatsache, bas; in der Zwischenzeit gegen eine~ größere Anzahl derartiger Personen von den zuständigen Behörden umfangreiche Strafverfahren wegen Betrugs eröffnet worden sind, welche zum Teil bereit^, wie aus Berichten der Leitungen zu entnehmen war, mit Verurteilung zu schweren Strafen geendigt haben. Ta auch hiesige Einwohner durch das unlautere Geschästs- tzebahren derartiger Personen zu Schaden, gekommen sind, können wir unsere Mahnung zur Vorsicht gegenüber unbekannten Darlehensvermittlern nur wiederholen. ,. i , Gießen, den 5. Dezember 1907. / Großherzogliches Polizeiamt Gießen, t • Reinhart.___________ Bekanntmachung. 23 e t r.: Veranstaltung von Kollekten. -Es ist nicht ausgeschlossen, daß Personen die herannahende Weihnachtszeit benutzen, um teils ohne jeden Ausweis, teils unter Vorzeigung gefälschter Ausweise, Zeugnisse usw. in hiesiger Stadt Gaben angeblich für Wohltätigkeitszwecke ein zu- sam rneln. Zum Schutze des Publikums vor dera-rtigen Betrügereien machen wir darauf aufmerksam, daß jeder, der in hiesiger Stadt Gaben für Wohltätigkeitszwecke einsammeln — kollektier en — will, schriftliche,mitdemAmtssiegelverseheueEr- laubnis Groß herzoglichen Kreisamts Gießen oder der unterjeiü)iieten Behörde mit sich fuhren muß, aus welcher auch zu entnehmen ist, für welchen Zeitraum die Erlaubnis er- -teil t i ft. Wir ersuchen das Publikum, sich diese Erlaubnis stets vorzeigen zu lassen und bei sich ergebenden Anständen uns sofort Mitteilung zu machen. Gießen, den 5. Dezember 1907. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. R e i n h a r t. Bekanntmachung. Betreffend: Geschäftsordnung des Großherzoglichen Amtsgerichts Laubach. Bei dem unterzeichneten Amtsgericht sind die Sitzungen, Amtstage und Geschüstsstunden wie folgt festgesetzt: A. in S ch ö f s e n s a ch e n: 9. und 30. Januar, 20. Februar, 19. März, 9. April, 7. und 21. Mai, 18. Juni, 16. Juli, 20. August, 3. und 24. September, 22. Oktober, 19. November, 10. Dezember, beginnend vormittags 8 Uhr. 8. i n F e l d - u n d F o r st s a ch e n: 27. Febr., 30. April, 25. Juni, 27. August, 29. Oktober, 17. Dezember, beginnend vormittags 8 Uhr, letztere vormittags 10 Uhr. C. in Sachen der streitigen Gerichtsbarkeit: jeden Donnerstag mit Ausnahme der Schöffen-^ Feld- und Forstgerichtstage. v. Amtstage in derfrei willigen Gerichtsbarkeit: jeden Mittwoch von 8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bis 5 Uhr nachmittags. E. in .Grundbuchsachen: Montag von 8 bis 12 Uhr vormittags und in der Zeit vom 15. Juli bis 15. September Mittwoch von 8 bis 12 Uhr vormittags. F. die .Geschäfts st unden der Gerichtsschreiberei an allen Werktagen von 10 bis 12 Uhr vormittags, am Mittwoch außerdem von 8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bis 5 Uhr nachmittags. L a u b a ch , den 5. Dezember 1907. Großherzogliches Amtsgericht. v"/„ BekamtLmachMNg. In das Handelsregister Abt. A. wurde eingetragen: 1. Die Firma August Muth in Gießen. 2. Bezüglich der Firma M. Rosenthal in Gießen: Der Ludwig Rosenthal Ehefrau Bella geb. Heilbronner ist Prokura erteilt Gießen, den 4. Dezember 1907. Großherzogliches Amtsgericht.Bn/t, HoSzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag, dcn 16. Dezember 1907, vormittags OV2 Ubr fieniiTnenb, roerben in ben Wölbungen ber Stadt Metzen in den Trstritteu Hcgttrauch und Rußland versteigert: 3211 Fichten Derbstangen mit 219,68 Fstm. 593 „ -Reisstangen mit 7,99 „ 3000 Wellen Nadel Reista 128 Rm. „ -Stockbolz . Die Zusammenkunft ist an der Lrchec Straße am Waldemgang. Gießen, 10. Dezember 1907. . Bl/u Grotzherzogliche Bürgermeisteret Gießen. I. D.: Keller. Aufforderung. Die Firma Trageser L Meyer hat mit Vertrag vom 13. August 1903 die Grundstücke Gemarkung Gießen Flur III Nr. 235/236 838 qm Hofreite aus der Grünberger Chaussee dem Wilhelm Meyer zu Gießen zu Alleineigentum übertragen, und ist beschränkte Mutierung erfolgt. Der Erwerber hat Löschung der Beschränkung beantragt. Die Verkäuferin hat bescheinigt, daß ihr Ansprüche aus der Uebertragung nicht mehr zustehen. Nach Angabe des Erwerbers ist die Eigentumsurkunde abhanden gekommen. Es werden deshalb alle diejenigen, welche Eigentums- ober sonstige Ansprüche an die Parzellen erheben zu können glauben, hiermit auf gefordert, diese binnen 4 W o ch e n bei unterzeichnetem Gericht geltend zu machen und nachzuweisen, widrigenfalls die Beschränkung gelöscht werden wird. Gießen, den 6. Dezember 1907. , <. _____________Großherzogliches Amtsgericht._________Bu/n SMWr MMMWis Aeftll. Garienstratze 2, 3immcr 2. Es können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Schreiner, 1 Eisenbreher, 1 Maschinenschlosser, 1 Friseur, zwei jüngere Hausbursrhen, 1 jüngerer Maschinenarbetter, 5 Zigarren- mamer, 2 Dienstmädchen, 1 Flicksrau, 8 Tabakentripperinnen, 2 Lausfrauen. Lehrlinge: 1 Friseur, 1 Kaufmann, 1 Schmied, 1 Schreiner, 1 Installateur. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Wagner, 1 Schuhmacher, 2 Dienstmäbchen. Lehrlinge: 1 Schlosser. Es lnchen Arbeit: Bu/i2 1 Friseur, 3 Schreiner, 1 Glaser, 1 Schlosser, 15 Arbeiter, ein Wagner, 1 Feuerschmieb, 4 Installateure, 7 Hausburschen, ein Fahrbursche, 1 Ausläufer, 1 Verkäufer, 1 Flickfrau, 2 Putz- u. Wafchfrauen, 2 Lauffrauen, 2 Laufmädchen. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Plockischen-Stiflung für 1908 liegt vom 11. Dezember ab 8 Tage lang auf dem Armennmt, Neuen Däue 25 zu Iebermanns Einsicht osten. Gießen, 30. November 1907. Bu/n Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. ________________________Kelle r.________________________ Bekanntmachung. Die Rechnung der Plockischeu Stiftung iur 1906 liegt vom 11. Dezember 1907 ab 8 Tage lang auf dem Armenamt, Neuen Baue 25 zu Jedermanns Einsicht osten. Gießen, 30. November 1907. Bn/i2 Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. ______________________Keller._______________________ Bekanntmachung. Der Plan über die Errichtung einer obciirbijctjen Telegraphen- linie an dem Gemeindewege von Stangenrod nach Beltershain liegt bet dem Kaiserlichen Postamt in Grünberg (Hessen) von heute ab 4 Wochen aus. Darmstadt, 9. Dezember 1907. Kaiserliche Ober-Postdirektion. I. V. Din gelb ey.sv"/i2 Bekanntmachung. Samstag den 14. d. Mts., abends 8L/2 Uhr, findet des Eredrt-Vereins Heuchelheim (E. G. m. u. H.) bet Wirt Georg Vo lkmann dahier, statt. Tagesordnung: 1. Ergänzungswahl des Vorstandes und Aufstchtsrates 2. Gehaltsregnliernng des Vorstandes. Heuchelheim, den 10. Dezember 1907. Für dcn Aussichtsrat: 7607 Schleenbecker. zittlag von fall goti Ul Girtzkn. EmjifthlkvWttlk FestgkHkckk! Mr. Pf. mit Bildnis.) in Leinenband 6.- XXX1L 407 S.) in elegantem Leinenband 1.— 9.50 Fluß- und Seefische Ferner empfehle FcuitMMu.AMcken. s. Chr. Arnold, Bahnholslr. 31. 2.- 3.- 5.- 6.- 450 5.50 18.- 20.- 1.- 6.— 7.- 6ü0 8.— 4.- Ein Posten Tüll-Vorhänge abgepatzt und am Stück mit 15— 20% unter Preis ab zugeben. [7528 Büchner, weil. Professor Al er, Das „tolle Fahr". Bor, während und naä> 1848. Bon einem, der nicht mehr toll ijt. Erinnerungen. 2. Aust. Bolt's-AuSgabe. (II, 377 <5. Buls, Ch., Bürgermeister in Brüssel, Ncsthctik der Städte. 2. Aust. Autorisierte Ueberfetzung von PH. Schäfer. (X, 44 S.) Molefchott, I a c., weil. Königlich Italien. Senawr, Universitäts-Professor in Rom, Der Kreislauf des Lebens. 5. vermehrte und gänzlich umgearbeitete Aust. (VI, 1187 S.) 2 Bände............. . . m 2 eleganten Leinenbänden in 18 Lieferungen ä --Für meine Freunde. Lebenserinnerungen. (III, 326 S. mit Porträt Moleschotts.)....... . in Haldfranzband --do. 2. billige Volksausgabe. Geh. Mk. 3.—, geb. . . Rau, A., Emvftndcn und Denken. Eine physiologische Untersuchung über die Natur des menschlichen Verstandes. (II, 385 S.) drosch. M. 8.—, geb. ..... Kritik der uwdernen vleroeuphynologie mit Beziehung auf das dermalen noch in unumschränkter Geltung stehende Gesetz der spezifischen Sinnesenergien,- letzteres wird widerlegt als unvereinbar mit dem Grundgedanken ber burch Darwin, Haeckel u. a. erkannten und klar gelegten Enttvickelungsgesetze. --Die Ethik Jefu. Ihr Ursprung und ihre Bedeutung vom Standpmttte des Menschentums. (VIII. 221 S.) ftu/„ in Leinenband Büchner, Professor Dr. Ludwig, Am Sterbelager des Jahrhunderts. Blicke eines treten Deuters aus der Zett in die Zeit. 2. vom Versasser durchgesehene und ergänzte Auch Mit Porträt und Faksimile des Verfassers. (UI, 370 S.) ....... • - • - • • m Lemenband --Fm Dienste der Wahrheit. Ausgewählte Aussätze aus Natur und Wissenschaft. Mit Biographie des Ber- sassers von Professor Alex Buchner und einem Hand- schrift-Faksimile. (XXXII, 468 S.)......... ---Kaleidoskop, Skizzen und Aufsätze aus Natur und Menschenleben. Ü'lit Vorwort „Zur Geschichte der volkstümlichen Natursorschung" von W. Bölsche. (IV, Gelegenheitskauf. Einmaliges Angebot, 7601 Aus meiner - Abteilung offeriere ich folgende sehr gut erhaltene Werke, die sich besonders zu Fest-Geschenken eignen: Mehcr s großes Konverfatious Lexikon. 6. Ausl. 23b. 1—18 (soiveii bis jetzt erschienen). Mit über 11000 Abbilb., .Karten und Beilagen. 1904—07. Origbb. Statt Mk. 170,— Mk. 120,— Reicht bis zum Buchstaben St. Wirb im nächsten Sommer vollstänbig. Andrees, Allgemeiner Handatlas. 5. (neueste) Ausl. 1906. M. 139 Haupt- und 161 9teben-Karten nebst alphabet. Namensverzeichms., Halblederbaub in Folio. Statt Mk. 32,— . . Mk. 26,— Stielers Handatlas. Neubearbeitung in 100 Karlen. 9. Aust. 1907. Halblederbanb. Folio. 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Porträts, Illuftr. u. Beilag. 1884/86. Halbleberb. Statt Mk. 46,- Att. 30,- Ontten, W. Das Zeitalter Kaiser Wichelms. 2 Bde. M. Porträts, Fllustr. u. Beilag. Originalbd. Statt Dtt. 45,50 Rtt. 30,— Haacke - Kuhnert. Das Tierleben der Erde. 3 Boe. 9)t 120 farbigen Tafeln und 620 Abbildungen. Halbjuchtenbäude. Statt Att. 57,-..... Att. 37,50 Hobculohe - Schillmgsfürst, Fürst Chlodwig zu. Denkwürdigkeiten. 2 Bde. PI. 2 Bildn. 1906. Eleg. Orig.-Halblederbde. Statt Pik. 24,— iOcf. 16,— Murct - Sanders. Encyelop. englisch-deutsches u. deutsch-engUsches Wörterbuch. Hand- und Schulausgabe. 2 Bde. Gebunoeu. Statt Att. 16,—........Mk. 12,50 Sachs - Billatte. Encyelop.^franz.-deutsches und deutsch-franz. Wörtervuch. Hand- und Schulausgabe. 2 Bände. Gebunden. Statt Mk. 16,- Mk. 12,50 Grieb und Schröer. Englisch - deutsches und deutsch - engllscyes Wörterbuch. 2 Bände. 11. Aust. 1907. Leinwandband. Statt Mk. 15,—........Mk. 11,50 Handwörterbuch der gesamten Medizin. 'Herausgegeben von A. 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