Nr. 317 Zweites BSatt H57. Jahrgang Erscheint tügttch mit Ausnahme deS SonniIgS. t General-Anzeiger für Gberheßen za ir ► Ä 3 7. Parteitag der t i von der t, e 5 n 4 t v v j Unter Beteiligung vormittag im Saal * ► Redaktion, Expedition und Druckerei! Schul- strotze 7. Expedition und Verlag: e^6L Redaktiow. 112, Tel.-Adra AnzeigerGießen. Tanger, 15. Sept. (W. B.) Wie ans Fez gemeldet . 'ird, trat Sultan Abdul Aziz am 12. September, nach- littags die Reise nach Rabat an. Montag 16. September 1907 Rotationsdruck und Verlag der DrÜhl'schen UniversitätS - Bilch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. DeriSsches Nelch. Köln, 15. Sept. Die „Köln. Ztg." erfährt aus bester Quelle, daß das Berein s g e^setz alsbald nach dem Zu- teils längere durchweg freundliche Besprechungen, teilweise mit dem Bild von mir und meiner jungen Frau brachten. Ich sage für alles das meinen verbindlichsten Dank und möchte nur in zwei Richtungen eine Art von Berichtigung beifügen: 1. In einigen Zeitungsberichten zu meinem 75. Geburtstag findet sich die Bemerkung, ich habe wenige Wochen zuvor meine Frau verloren. Man konnte es deshalb nicht gut verstehen, daß kurz daraus die Nachricht von meiner Verlobung in die Oeffentlichkeit kam. Meine Frau war schon, am 5. Februar gestorben, also hätte es statt „Wochen" „Monate" heißen sollen. 2. In vielen der Mitteilungen über meine Vermählmrg blickt die Ansicht drrrch, mein Schritt sei der Ausstuß eines ungewöhnlichen Gesundheitsgefühls, während gerade das Gegentest richtig ist. Nach dem Tode meiner Frau brach, wie so häufig bei langen und engen ehelichen Verhältnissen, die Heimwehkrankheit in einer für meine Gesundheit bedrohlichen Weise aus, und wenn ich. mich jetzt wieder einer kräftigen Gesundheit erfreue, so verdanke ich es dem Schritt, den ich mit richtigem Instinkt getan habe. — lieber die Heimweht'rankheit, die bei Menschen und Tieren vorkommt, werde ich mich in einer späteren Nummer bä Monatsblattes ausführlicher äußern, da es sich um eine bis zum Tod führende Krankheit handelt, über die die medizinischen Fachschriften nichts zu berichten wissen. Jäger." Die „Siebener Zamlllendlatter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Xretsblatt für den Kreis Hießen" zweimal wöchentlich. Der „hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. Kie oUgc in KlarotUio. Die Nachrichten aus Marokko lauten höchst widerspruchsvoll und die Kommentare sind noch unklarer. ; Die Marokkaner haben um Waffenstillstand nachgesucht, der ihnen von Drude bewilligt ist. Aber während llnige Blätter mit dem Sturm auf Laddert den Erfolg schon mtjcksteden und die Expedition beendet glauben, meinen i andere, daß weitere Vorstöße ins Innere und die Entsen- Dung neuer Verstärkungen nötig wären, um den Respekt vor Frankreich endgültig zu befestigen. Auch über beide Sultane ist man sich nicht einig. Nach den Berichten aer meisten Korrespondenten hat im Augenblick Abdul ?t[id mehr LH an een, die Herrschaft zu behaupten. Andere * Zlätter aber, darunter die zuverlässig bediente Petit Repu- alique erzählen, daß Nttrley Hafid in aller Stille seine Macht befestige und daß seine Verhandlungen mit den uropäischen Dtächten fortdauern. Sicher erscheint, daß trotz aller Bestätigungen völligen Einverständnisses Spanien nehr als Frankreich zu Abdul Asis hält und oder Erweiterung der militärischen Initiative in Marokko -assiven Widerstand entgegensetzt. Berlin, 14. Sept. Die Nachricht, daß die Fran- svsen in Udschda Truppeumassen sammeln, um von : )ier aus offensiv gegen Marokko vorzugehen, wird auch in hiesigen unterrichteten Stellen als u n w a h r s ch e i n - ich bezeichnet, denn ein solches »Vorgehen würde in di- I :ektem Widerspruch mit allen bisherigen Erklärungen der ranzösischen Regierung stehen, wie ja auch die Algeeiras- ülle diese Aktion vollkommen ausschließt, denn sie besagt > ediglich, daß Frankreich im Verein mit Spanien an den Menplätzen von Marokko eine internationale Polizei ein- iUrichten hat. Algier, 14. Sept. Das Gerücht, daß in Udschda ine starke, für Marokko bestimmte Truppenabteilung bereit gestellt würde, entbehrt jeder Begründung. Paris, 15. Sept. Ein Telegramm des Admirals shilibert meldet: Ben Ghari mit seinem Gefolge befindet ich auf dem Wege nach Tanger. Die politische Situation ft unverändert; an der Küste Herrs cht überall Ruhe. — Eine Meldung der Agenee Havas aus Tanger be- tätigt, daß der Gesandte Regnautt an Bord des Kreuzers Forbin" nach Casablanca unterwegs ist. Wie weiter ge- rieldet wird, haben die Abordnungen der Stämme den 11)11)111 Matperthuh gebeten, Bevollmächtigte zu empfangen, ie gestern vor ihm erscheinen sollten. Der scherifische 1 . Minister hat es übernommen, binnen kurzem die nach er Algeciras alle für Tanger vorgesehene Polizei zu rganisieren. — Wie General Drude heute meldet, befinden sich ur noch drei kleine Abteilungen Marokkaner in der Um- ! ebung von Casablanca, und zwar in einer Entfernung ; on 20 bis 25 Kilometer von der Stadt Zenata. S-ie haben n General Drude Boten geschickt mit der Bitte um Wer- ängerung des Waffenstillstandes, damit die Regierten aller Stämme Zeit haben, bei Drude einzu- rcffen oder sich vertreten zu lassen. General Drude wil- igte in die Verlängerung des Waffenstillstandes bis heute rlltag ein. Es b e st ä t i g t s i ch, daß die meisten Stämme .m Frieden bitten. — Aus Casablanca wird unterm 14. Sept, gemeldet: -ie Lage ist andauernd ruhig. Die Mahallas von | icerschich und Titt Mellil lagern jetzt außerhalb der Tragweite der Geschütze. — Seit gestern wird die Rückkehr einiger Marokkaner gemeldet, die sich um Sidi Mumen zu sammeln cheinen. Einige maurische Familien hatten gebeten, nach ^afablanca zurückkehren zu dürfen; sie sind gestern ein» - cetrofsen und heute, nachdem ein .Verhör mit ihnen an- .eftellt worden war, in die Stadt eingelassen worden. — Nach einer Meldung aus Casablanca stattete der Gouverneur Muley Lamin General Drude gestern nach- littag einen Höflichkeitsbesuch ab. Jem Laufe des Gesprächs sagte Drude, er wolle den Frieden wiederher- ellen und bedauere, daß er sich dazu habe der Kanonen edienen müssen. Der Gouverneur erwiderte, er habe dem ' wltan und Mohamed el Torres von der erfolgreichen mtcrvention der französischen Armee Mitteilung gemacht, er Besuch währte ungefähr eine halbe Stunde. jammentritt des Reichstages diesem zugehen werde. Durch das Gesetz soll den Frauen der unbeschränkte Zutritt zu Vereinen und Versammlungen eingeräumt werden, sowie die Vorschrift der Vorlegung der Mitglieder Verzeichnisse, vermutlich auch die Beschränkung der »Vereinszugehörigkeit und des Zutritts zu den Versammlungen durch eine Altersgrenze in Wegfall kommen. Das genannte Blatt sagt, es sei selbstverständlich anzunehmen, daß sich in dem Reichsvereinsgesetz auch für ein Präventiv-Verbot von Versammlungen ein Raum findet. — Zu Ehren des nach 21 jähriger Amtsdauer aus seinem Amte scheideirden Oberbürgermeisters Exzell. Wilhelm Becker fand gestern abend ün Gürzenich ein Festmahl statt, an dem über 500 Bürger der Stadt, Beigeordnete, Stadtverordnete, städttsche Beamte, Arbetter, sowie die Spitzen der Behörden und der Geistlichkeit teilnahmeu. Oberpräsident Schorlemer-Liescr teilte mit, daß der König Becker aus besonderem Vertrauen auf Lebenszeit ins Herrenhaus berufen habe. Karlsbad, 14. Sept. Prinz August von Sachsen- Koburg ist heute vornüttag 11 Vs Uhr gestorben. München, 14. Sept. Der Internationale Friedenskongreß ist heute nachmittag geschlossen worden. Die Wahl des nächstjährigen Kvngreßortes wurde dem ständigen Kvngreßbureau überlassen, dagegen wurde für 1909 Stockholm als Kongreßort bestimmt. Hamburg, 14. Sept. Der deutsch-nationale Handlungsgehilfenverband unterbreitete dem Bundesrat einen völlig ausgearbeiteten Gesetzentwurf für die Einführung der völligen Sonntagsruhe im Handel mid Gewerbe, und zwar mit vollständiger Begründung. Der Verband erbat die Zustimmung aller Bundesstaaten. Solingen, 14. September. Gestern sind in der Koblenzer Spionageaffäre Schiawara weitere fünf Zivilpersonen unter der Anschuldigung des Hochverrats verhaftet worden. Ein 55 000 Mk. betragendes Bankgut- haben Schiawaras wurde gerichtlich mit Beschlag belegt. Fraktionsgemeinschaft hat bisher im Parlament ausgeznchnet funktioniert. Klappt draußen manchmal etwas nicht, so hat dies mit der Gemeinschaft nichts zu tun. Es gehört in dew Bereich des sogen. Einigungsausschusses, der bisher dreimal getagt hat. Die jetzige Uebereinkunft trägt allen Anschauungen Rechnung. Sie gewährleistet die volle Freiheit und Selbständigkeit der Parteien und ihrer Organisationen. Gmrz anders wie dieser Block ist der sogen, nationale Block, oder, um den das) Schamgefühl aller Lex-Heinzemänncr gröblich verletzenden Ausdruck zu gebrauchen: die konservativ-liberale Paarung. (Heiterkeit.) Er beruht weder auf schriftlichen Abmachungen, noch auf programmatischen Sätzen. Er bedeutet lediglich ein von der Vernunft und der jetzigen politischen Situation^ ad hoc diktiertes Zusammengehen der bürgerlichen Parteien, außer den Klerikalen, soweit unser Programm dies zuläßt, und soweit wir einen politischen Vorteil für die liberale Sache darin erblicken. (Bei^ fall.) Es mutet uns niemand ein Opfer an unseren progrant* 1 malischen Leitsätzen zu. Wir haben die Politik der fteien Hand und gebrauchen sie auch. In wirtschaftspolitischen und anderen Fragen geht jedes seinen Weg wie bisher. Wir suchen lediglich, das große Ziel der Ausschaltung der Zentrumspartei von der Regierung zu vereinigen mit dem Streben nach einem positiven^ Erfolg in der Richtung unserer liberalen Weltanschauung. Wir streben ohne jede Preisgabe unserer Anschauungen danach, bei all den Fragen, die uns verbinden, mit den Nationalliberalen zusammen zu gehen und Reibungsflächen mit ihneir zu vermeiden. Wollen wir nicht daS verhaßte Odium auf uns nehmen; die Klerikalen wieder als Machthaber einzusetzen, so müssen wir das-Einig ende mit den Rechtsliberalen in deuf Vordergrund rücken. Was die Jungliberalen anlangt, so können sie dem Liberalismus nur dann nützen, wenn fie, auf eine materielle Annäherung an bie Links liberalen hinarbeiteten. Bezüglich des neugegründeten Nationalvereins für das liberale Deutschland, dessen Programm jeder Liberale unterschreiben könne, muß man skeptischer sein. Die Zerklüftung und Zerrissenheit der Patteien, über die am meisten die Regierung: zetert, ist eine Folge der Behandlung des Deutschen Reichstags. Einem Parlament, dem alle konstitutionellen Garantrenr fehlen in dem Sinne, daß der Mehrheit ein Einfluß bei der Auswahl der leitenden Männer gegeben wird, muß das so oft vermißte Verantwottlichkeitsgefühl mangeln. (Beifall.) Ein programmloses Regime kann sich nicht beklagen, daß es keine kom^ Pakte P^ehrheit hat und von der Hand in den Mund leben muß., (Sehr richtig!) Gerade die Folge unserer liberalen Einigung und das Einrücken an den verantwortungsvollen und einftußreichei^^ Platz mit Ausschaltung der kulturfeindlichsten Pcrttei, des Zentrums, war es, daß zum erstenmal die Regierung sich elloaS beilegte, was wie ein Programm aussah. (Heiterkeit.) Wir sehen mit kühler Nüchternheit der Einlösung dieses Programms entgegen. Wir dürfen die großen Schtvierigkeften nicht unter* schätzen, die der leitende Staatsmann vor allem in der Aristokratie findet. (Zustimmung.) Wir müssen ihm Zeit gewährens und einige Geduld haben. Das große Ziel ist solchen Opfersj wert. Sehen wir uns aber getauscht in unseren Erwartungen! nach gemäßigt liberalen Konzessionen im Interesse der fort* schrittlichen Entwicklung des Reichsgedankens, dann rufen wir'u, zurück auf die Schan.zen, es lebe der fiisch-fröhliche Kampfs Bis dahin aber müssen wir um Ihr rückhaltloses Vettrauen ich unsere bisherige politische Tättgkeit und Talli Lüttem (£eb*s Hafter Beifall.) Nach längerer Diskussion gelangte in der Wstimmung solgen-? dcr Antrag zur Annahme: „Der Patteitag erklärt seine Zustimmung zu den Verein-) barungcn der Frankfurter Konferenz am 10. und 11. November 1906, und zu den Beschlüssen der drei linksliberalen Frak--! ttonen des Reichstags, durch welche unter voller Aufrechterhalrung der Selbständigkeit der Partei ein gemeinsames Zusammenarbettem im Interesse der liberalen Sache ermöglicht ist. Der Patteitag^ empfiehlt den Parteigenossen im Lande freundnachbarliche Beziehungen zu arrderen linksliberalen Fraktionen zu pflegen, und auch in Zukunft auf eine Verständigung mit anderen; liberalen Patteien zu bestimmten politischen Zwecken, insbesondere bei den Wahlen, hinzuwirken, erachtet aber als unabweisbare Voraussetzung die Wahrung derpolitischenSelbständig-- keit der Freisinnigen Volkspartei sowohl in ihren parlamentattschen Verttetungen^ wie in ihren Organisationen im Lande. Der Patteitag betont die Notwendigkeit der Festigung und des Ausbaues der Patteiorganisation und verweist anß die Bestimmung des Organisationsftatuts, wonach nur solche Vereine und Vereinigungen als zur Pattei gehörig angesehen; werden, welche ihren Anschluß an die Pattei erklären oder iw ihren Statuten auf das Patteiprogranun ausdrücklich Bezug nehmen." Ein Antrag Roe lecke gelangte in folgender Fassung zur-, Annahme: „Der Patteftag erwattet, daß der auf Grund der- Franksutter Beschlüsse gebildete Einigungsausschuß der drei linksliberalen Fraktionen bei Zwistigkeiten, die unter ihren Anhängern und ihren Organisationen in einzelnen Wahlkreisen ausbrechcn sollten, von diesen in steigendem Maße durch Vermittlung der Parteileitung zur Schlichtung der ©treitigleiten angerufen wird." Kleines Feuilleton* S- Aus Frankfurt a. M. wird uns geschtteben: Am 14. Mts. hat das „Orpheum" unter dem Namen Residenz- Heater, nach kurzer Renovierungspause, unter einem neuen irektorium ferne Pforten geöffnet, und der laute Beifall, mit ‘in das recht gut und von einer vornehmen Zuschauerfchaft luchte Theater den höchst unanständigen Schwank „Haben re nichts zu v e r z o l le n?" eittgegennahm, klang recht ver- i üßungsvoll. Das Herne Theater, dessen räumliche Anlage nicht I -rade auf einen geschickten Architekten deutet, hat in den letzten i ahren so vielfach tvechselnde Schicksale gehabt, daß man wohl ! ünschen kann, es möchte dem neuen Pächter, Herrn Gabriel, n längeres Verweilen als seinen Vorgängern vergönnt sein, c scheint seine Sache zu verstehen, die Bühne war kaum iederzuerkennen, so schmuck war sie hergettchttt. Funkelnagel- :ue Dekoratronen, nach dem neuesten Äande der Dekoratious- ‘ nst hergestellt, schufen ein sehr behagliches, elegantes Bühnew- ld, und die Inszenierung -der Aufftihrmrg selbst, mit ihrem : otten Tempo und der geschickten Herausaroeituug der Pointen | ar ein werteres verheißungsvolles Prognostikon. Mit der Zeit । ill Herr Gabriel auch lüerarisch wertvolle Vorstellungen geben, ehe Belebung unseres Bühnenlebens begrüßen wir freudig. Jur Auftrag und auf Kosten des Kaisers M Professor mehr denn 500 Delegierten trat heute . Odd-Fellolw-Loge unter dem Vorsitz des Reichstagsabgeordneten Traeger der 7. Parteitag der Freisinnigen Volkspartei zusammen. Unter lebhaftem Beifall wurde der Stadtverordneteiworsteher Dr. Langerhans zum Ehrenpräsidenten des Kongresses gewähll. Zum Leiter der Verhandlungen wurde der frühere Abg. Schmidt-Elberfeld gewählt, der die Verhandlungen mit folgender Ansprache eröffnete: Die letzten Reichstagswahlen haben der Freisinnigen Volkspartei und den Linksliberalen im allgemeinen eine Vermehrung der Zahl der Abgeordneten im Reichstage gebracht. Aber auch die polit. Reaktion, sowie wirtschaftliche Interessenvertretungen verfügen im neuen Reichstag über eine vermehrte Zahl der Sitze, und das seiner demokratischen Vergangenheit untreu gewordene Zentrum ist in alter Stärke zurückgekehtt. Die Regierungen haben endlich eingesehen, daß der im Interesse der Reaktion und des Junkertums beharrlich geführte Kampf I gegen den bürgerlichen Liberalismus wesentlich dem Zentrum und der Sozialdemokratie zugute gekommen ist. Nun wird aozuwarten sein, ob die Blockpolitik der Reichsregierung, die dem deutschen Volke eine Rückkehr zu politisch-fortschreitender Entloickelung bringen soll, die linksliberalen Parteien beliebigen kann. Wenn es die Absicht ist, wahrhaft konstitutionell zu regieren und kultur- widrige Bestrebungen zu bekämpfen, so wird es an unserem Beistand nicht fehlen. Von einer Preisgabe grundlegender liberaler Forderungen kann aber nicht die Rede sein. (Lebhafter Beifall.) Die Parteivorstände und die Reichstagsftakttonen der linksliberalen Parteien haben unter den obwaltenden Umständen einen Zusammenschluß der linksliberalen Fraktionen herbeigeführt, unter ausdrücklicher Wahrung der Selbständigkeit unserer Partei. Die Fraktionsgemeinschaften für bestimmte Zwecke und Ziele haben sich im Reichstag in den letzten Legislaturperioden bereits bewähtt. Den Beschlüssen des Wiesbadener Parteitages entsprechend hat der Zenttalausschuß es abgelehnt, die Frage einer V e r s ch m e l zu n g der linksliberalen Parteien zu erörtern. Die Erfahrung hat uns gelehrt, daß auch die aussichtsvollste im Jahre 1'884 vom 5ttonprinzen Friedrich selbst empfohlene Fusion den Todeskeim in sich trug, weil die Einheit des Politischen Denkens und der politischen Ziele fehlte. (Sehr richtig!) Patteien und Fraktionen sind nicht Selbstzweck. Sie haben nur dann einen Wett, wenn man mit ihnen die eigene gewissenhafte Ueberzeugung zu vertreten vermag. Redner widmet dann dem verstorbenen Führer Eugen Richter einen ehrenden Nachruf, und gebenft auch der anderen verstorbenen Parlamentarier. politische Tagesschau. Ein sozialdemokratischer Protest gegen den Kaiserbesuch in England. Die Social Democruttc Federation, die den extremen Flügel^ der englischen Soziallsten darstellt, und der auch der von Stutts gart her bekannte Mr. Qüelch angehött, hat, wie die ,^)amb.-i Nachr." melden, folgende Protestresolution gegen den Besuch des'! Kaisers in Englmrd-gefaßt: „Der Exekutivrat der Social Democratie Federation broteftiert, gegen die Einladung, die König Eduard im Namen der britischem Nation an ben deutschen Kaiser erließ, und erklärt, daß er beabsichtigt, seinen Protest beim Besuch des Kaisers in London^ nötigenfalls öffentlich zum Ausdruck SU bringen, da die Anwesenheit Freisinuigeu Voiks,Partei. L Berlin, 13. Sept. Nach Erledigung geschäftlicher Fragen folgte die Beratung der Anträge, die zur Frage der liberalen Ein-rgun-gs- beftrebungen Vorlagen. Abg. Dr. Müller-Meiningen wandte sich gegen den seinerzeit von der süddeutschen Volks- Partei beantragten völligen Zusammenschluß der drei linksliberalen Fraktionen des Reichstages. Der jetzige l i n k s l i b c - rate Block ist eine Art bundesstaatliches Verhältnis, beifen Führung die Freisinnige Volkspartei hat. Die parlamentarische Dr. Oskar Mann, Bibliothekar an der Königl. Bibliothek zu Berlin, eine Expedition nach Kurdistan ausgefühtt. Tie Ausreise erfolgte im Februar 1906. Prof. Mann ging durch die unwegsamen armenischen Gebirge über Palu. lleberall sammelte er reiches Material über Zaza-Sprache und über kurdische Volks- und Kunstpoesie; auch fanb er kurdische Handschriften, die bislang in Europa so gut wie unbekannt waren. Im Herbst 1906 überschritt er das türkisch-persische Grenzgebirge, kam nach Bagdad, Basra und Schiras und besuchte die Ruinenftätten in Darab, welche photographisch auf genommen wurden. In Persien widmete er sich besonders dem Studium der bisher.unerforschten Volksdialekte. Vermöge vollkommener Beherrschrmg der pers. Sprache, sogar in Volksdialekten, fand er reichliche Gelegenheit zu Beobachtungen der jetzt gerade im Gange befindlickien Revolution. Der Forscher hat ein außerordentlich umfangreiches Material an wissenschaftlichen Resultaten mit heimgebracht, dessen Zugänglichmachung und Bearbeitung lauge Jahre in Anspruch nehmen wird. — Ueber ferne Wied-erVerheiratung rm 75. Lebensjahre macht Professor Dr. G. Jäger in Stuttgart, der bekannte Erfinder des Wollregimes, in seinen „Monatsblättern" folgende Mttteilung: .,Zu meiner Wiedervermählung sind mir außer zahlreichen persönlichen Glückwünschen auch nicht wenige Zeitungen zugegangen, welche teils ettchich die Tatsache Mlderen, 21 us StaSt und Lund. Gießen, 16. Sept. 1907. ** Hülfe für Herbstein. Bei dem HülfSausschuß für die Abgebrannten in Herbstein gingen bis heute ferner ein: Sammlung in der Gemeinde Grüningen durch Bürgermeister Aus Ntttzlirnd. ^legramm des! Hofministers meldet. Am 13. ds. früh ging bie Jacht „Älslexandra" mtt über Steinfurth, Obbornhofen gegen Hungen, die 50. Brigade von ----°v ^vvu^vuvih 4zie ou. xmgaoc nahm auf der Hohe zwischen Trais-Horloff und Bellersheim Stellung, um den Bahnhof Hungen zu verteidigen. Tie 49. Brigade versuchte die Verden feindlichen Flügel zu umspannen, ihre Gefechtslinie betrug von Bellersheim bis Utphe und Trais-Horloff 2 Stunden. (£*(1)011 begannen die 116er den feindlichen linken Flügel zu umspannen, und die rote Artillerie schickte sich an, aus vorzüg- das '^ohubach den Feind zu beschießen, da wurde das Gefecht abgebrochen. Es gab eine einstündige Mittagspause die 49. Brigade unter dem Feuer der 61er blT?^jUUinKblC ^CffScnJr in die Biwaks, nur 1?8 d-Zog ln Echzell und Gettenau Quartier, in den hpÖ3Cini?te Dragoner und die 25er Artillerie, der 115er und 116er war bei Södel und Wölfers- V"8*^ Ia^n bä Hungen und Inheiden, die 16der hatten ^orpopenbiwak. Tas Großherzogspaar hatte i Bellersheim-Trais-Horlofs das Gerecht beobachtet,! , ,^,r 3'Uift zu Solms-Lich war mrwesend. — Der letzte Gefechtstag endete bei Birklar und Bettenhausen. Die 49. Bri-^ § Großen-Bus eck, 15. Sept. Bei der am SamZt. hier vorgenounnenen G e m e i n d e r a t s w a h l wurden Schmi Konrad Schwalb mit 139 und Landwirt Christ. Wagner XI.' mit 145 Stimmen wicdergewählt. Für den verstorben. Gemeinderat Johs. Dember wurde Schmied Wilhel L)chmidt VIII. mit 164 Stimmen neugewählt. Heinn Scheld erhielt 128, Philipp Scheld 127, Heinr. Meyer 1] und Heinrich Gans 80 Stimmen. Außerdem entfielen a weitere Namen Stimmen. Die Beteiligung war sehr flai denn es hatten von 428 Wahlberechtigten 324 gewählt. X Trais-Horloff, 16. Sept. Ein etwa 30jährig geistesschwacher Mensch namens Karl Schneider ist v einigen Tagen in sehr mangelhafter Kleidung (ohne Nock ui Hut) hier durchmarschierenden Soldaten ins Manövergelän I gefolgt. Erst heute ist der Mensch von seinem Manöoe Ausflug zurückgekehrt. -- Lang-Göns, 14. Sept. Bei der heutigen G< meinderatswahl wurden gewählt Landwirt Joh Wagner VIII., Käsefabrikant Anton Ebel und Käsefabi kant Karl Konr. Nern. — Eine Krankenschwestk' muröe im; unserer Gemeinde eingeführt, womit ein lau gehegter Wunsch der Gemeindeglieder erfüllt worden i -m. Bad-Nauheim, 15. Sept. Zu Ehren des G burtstages Ihrer Königl. Hoheit der Großherzogin, der a Dienstag ist, wurde heute hier ein prachtvolles Feuei I tu c r f abgebrann^. Nach dessen Beendigung wurde der g samte Park bengalisch erleuchtet, was sich durch das grüi Laub der alten Baumriesen wunderbar ausuahm. D Großherzogspaar war mit zwei Automobilen, sowie zw Wagen kurz vor 8 Uhr erschienen und stieg vor der Kurhau terrasse ab, von wo es sich zu dem Symphoniekonze begab. Punkt 10 Uhr erfolgte die Rückreise nach Schü Friedberg. Morgen früh erfolgt die Abreise der hohe Herrschaften nach Schloß Wolfsgarten. w. O b e r - R a m st a d t, 16. Sept. (Tel.) Gestern nad mittag wurde aus der Schnacken mühle bei Ernsthose em Raubmord verübt. In Abwesenheit des Müllci ^ceuroth drang ein junger Bursche in die Mühle ein un er schlug das erne Kind des Müllers dur ch Beilhieb Wahrend die M u l l erin und das andere Kind, ein dreizehn jähriges Mädchen, durch Beilhiebe und Messerstiche schwe r der le tzt wurden, daß sie hoffnungslos barniebc i liegen, ^on dem unbekannten Täter hat man noch nid) I entdeckt. Man vermutet, daß es ein Knecht ist, der dm ein Frankfurter ^ernnttlungsbureau dorthin vermittelt wo Pen einer späteren Adeldmig kommt als Täl ^_^?6lohner Gg Jos, Martin aus Heldenbergen Betracht. Martin hat eine untersetzte mittlere Gestalt, ' Moitb, hat braune Augen und schmales Gesicht. An beib-1 Oberarmen und auf der Brust ist er tätowiert, auf einen Sette besmdet sich das Bild eines Matrosen und nua a£?cccn ^?.s eines Mädchens. Seine Kleidung befta: au^ blauenl braunen tangftxeifigcn EhevpMosc die Haltung demAlbaneseu sehr b e u n r u h ig e u d. Bc^- Publikum, insbes. die Geschäftsinhaber, werden gi waffnete Arnantenbanden stehen am Grenzgebiet und erwarten daran tun, die ihnen in Zahlung gegebenen kwanru *. Uf.«, ä f.i.; । Newyockk, 14. -Scptt Wie aus Tokio gemeldet wird, sind fu? efTne Fälschung ergibt, mefjt nur die Scheine selbst ai 4 bis« .5 japanische Regimenter bestimmt, als Verstärkungstruppen galten, sondern auch darauf hinzuwirken, daß die Be nach Korea zu gehen. I breiter zur Verantwortung gezogen werden. Auf die E Botschafttr Kur in^r Mo in g der Fälscher ist von der Reichsschuldenperwaltu, den Banmstitel in .Anerkennung ihrer Verdienste um den Abschluß cme r 11 m 1 e von 1000 Mark ausgesetzt worden. der Verträge mit Rußland und Frankreich. __________| ** Lollarer Wünsche. Wir erhalten aus Lollar ci> " längere Zuschrift über die Besetzung von bezahlten Stelle durch den Gemeinderat, in der von der demnächst neu 31 Einrichtung kommenden Stelle des Rechners an der Wcktze icitung gesagt wird, daß wohl erwartet werden darf, daß l Stelle öffentlich ausgeschrieben und der Gemeinderat sei Mitglieder veranlassen iverde, von einer Bewerbung daru abzufehen. Japanische Finauzlage. London, 14. Sept. In Hinsicht auf die über die Lage der Finanzen Japnns veröffentlichten Kritiken erhielt^ das Reutersche Bureau von dem japanischen Finanz- rommissar Wakatsnki folgende Erklärung: Es ist oft erklärt worden, daß das japanische Budget ein Defizit von 18000000 Psd._ Stert, aujweift. Dieses Defizit ist dadurch ^entstanden, daß die ordentlichen Einnahmen nur 42 000 000 Ub. Sterl. während sich die Ausgaben auf 62 000000 Pfd. Sterl. belaufen. Man wies nun darauf hin, daß Japan Schwierigkeiten haben werde, dieses De- -fizit zu decken. Tatsache ist jedoch, daß die Summe bon 42000000 Pfd. Sterl. nur den ordentlichen Teil ber 1 m-tt l n-><6 „ >— ganzen Einnahmen ausmacht, wohingegen die 620000M Aubert Lük. 30.—, Gememde Geilshausen Mk. 30.—. Pfd. Sterl. sowohl die ordentlichen wie aruh die anßerordent- ** Zum Prälaten wurde von S. K. H. dem Groß- lichen Ausgaben umfassen. Die ordentlichen Einnahmen p^g der Oberkonsistorialrat und Superintendent für die -velche, genauer angegeben, etwa 43 000000 Pfd. Sterl be^ Starkenburg D. Fl bring ernannt. Der neue fragen, sind mehr 4- rw* ’ V J ?' v" Uull, die am 31 ..ßblreten feien. Großbritannien werde in sechs große Terrichrialkoinmanoos ein geteilt werden. Er schlaae vor, dag für die Territorialtruppen 3 Millionen Pfund heiter ^hr sei, als was in der Vergan^en- hett >ur che Volunpeerr ausgegeben wurde. Er hoffe, daß ? ^und H-er sich enger zusammenschließen, als es jemals M ‘n& WteS rcaktwruiren ^ückaristeN, wie bet Kaiser es^ ist, einem Iden Majestäten an Bord .auf einen AnLrplatz in ber Nähe des I gäbe rückte über Wohnbach, Obbornhofen'nach Muschenheim freien und unabhängigen Volke m feiner 23eise willkommen ist."! Denkmals für die in der Seeschlacht von- Hangveudde Gefallenen. Birklar, die 50. Brigade begann ihren Angriff von Hungen s * Die Majestäten nahmen das Denkmal in ^Augenschein, und gingen bei Bettenhausen und Langsdorf. Den ganzen Tag lag ? Fürst Ferdinand am Ziele? am User spazieren. Die Arbeiten zur Flottmachung des „Standart" dichter Nebel über den Feldern und das Gefecht konnte si Mit Bezug auf die angeblich aus offiziöser Quelle stammende Energisch fortgesetzt. Die Dichtung der Lecke ist soweit nur langsam entwickeln. Auf dem „Krazert", einer Anbä Meldung einer Birminghamer Zeitung, daß Fürst Ferdinand von vorgeschritten, daß binnen kurzem mit dem endgültigen Aus- bei Birklar stand das Großherzogspaar, der Fürst s Bulgarien im Laufe dieses Monats am Londoner Hofe einen pumpen wirb begonnen werden können. Lich und eine große Volksmenge. Um 10 Uhr war die „Schlack Besuch erstatten wird, verneint der Haager Berichterstatter des ~ Obgleich veriichert wird, daß die Jacht „^tandart" zu Ende, und es ertönte das Signal „Abrücken in die Cua »Verl. Tgbl. ein Gerücht, wonach bei der Entrevuo in Ischl ge- retten sei, erscheint dies doch fraglich, da die Jacht^ sechs tiere". Das Großherzogspaar fuhr nach Lich. Für manchs stegentlich der Erörterung der Balkanfragen Kaiser Franz Josef 9WKe und eine Anzahl kleiner Lecks sowie bedeutende Beschädi- ginienter galt es noch weite Märsche zurückznlegen bis xrklärt haben soll, daß es an ber Zeit wäre, von der Türkei die! gungcn im Ma,chinenraum aufweist. Ein Kessel ist vollständig Quartier, die 117er mußten nach Gedern noch 7i/2 Stunde lUnab hä n gigkeit Bulgariercs unter gleichzeitiger Erhs-! Pla^e^gerückt, der „Eotandart" hat den bedeutenden Tiefgang die 117er nach Ulfa noch 5 Stunden marschieren. Die Eß- bung zum Königreiche zu erwirken. Der Kaiser soll bie Interessen 2P/2 tznß. ^wtz aller Anstrengungen rührt sich das Schiff bahnzüge waren überfüllt mit „Schlappen", bie nach Gebe des Fürsten Ferdinand in einer Weise vertreten haben, daß ber -> ■ crn oleck. Es werden sehr komplizierte Aröecken, wie bie unb Oberseemen fuhren. Die 25. Division hat auf der <*ir König von England sich bereit erklärte, in diesem eünne mit- Uuseinandernayme der Maschinen, bie H^aushebung der Kassel Ulfa-Eichelsdorf-Nidda-Hungen-Echzell Quartier bezogen. —'\ guarbeiten. In dem geschilderten Vorgänge würde auch die! u^d wahr, cmnnlich die Entlernung der ganzen kostbarenEinrichtung I 2 1. Division kämpfte am Freitag bei Wenings. Das ß* Erllärung für die Auszeichnung zu suchen fein, bie dem Fürsten I notwendig sein, Arbeiten, bie nicht weniger als 9 Monate Zeit fecht begann gegen 9 Uhr zwischen Wenings und Merkens^ Ferdinand von feiten des Kaisers von Oesterreich zuteil wurde, beanipruwen^werden. < Die 42. Brigade zog sich» bte; über, die Straße MerLniri .indem der Fürst von ihm, was sonst nur souveränen Fürsten zuteil „ ^cr ö eut) che Kai ser hat den Zaren als er)ter drahtlich Wenings zurück, die 41. Brigade folgte über Schönhausen, v, wird, zum Ehrenobersten eines österreichischen Regiments''ernannt -'vir -9 vom Kochis,brnch beglückwün)cht. Die zweite Glück-! 12 Uhr wurde eine Inständige Kritik abgehalten. Gegen i»2 li würbe. _________________________I Wunschdepesche stammte vom Kaiser von ^apan.^ wurde die Verfolgung des Feindes wieder ausgenommen. " N.- v l egsgericyt wird m oen nächsten ^vagen 51 kurzem Kampf am Galgenberg rückten die 80er, 81er und 16t; Cme neue Clhebuug der ^u!rrö. Pertonen abzuurteilen haben, die unter der Anklage fteben, eine nach Hitzkirchen tzurück, gefolgt von der 41. Brigade (87er und 88e .. L-ondon, 14. Sept. Aus Dur bau wirb gemeldet, daß Berschworung organisiert zu haben zu dem Zweck, die,^ol- Diese Regimenter bezogen Biwak bei Hitzkirchen, Hettersrod u ibie Gefahr einer neuen Erhebung der Zulus uaten zum Aufruhr aufzuhetzen. Unter den Angettagteli befinden Helfersdorf, die 42. Brigade südlich von Virstein bei HellR, ibesteht. Die Offiziere der Truppen, die in Natal stationiert * ?. l un ge Mä'dch e n, ferner mehrere ^otu-1 Ihr Kampf am Samstag zog sich t^ieber gegen das Seementi sind, erhielten private Verftändigimgen, baß sie bereit sein tC 1 , . ... , K . ofT. Einen schweren Marschtag hatten die 166 er, die von Aulendiebc müßten, jeden Augenblick ins Feld zu ziehen. Unter bem. ; rß r „ T- n u u1 ff ^ret,CIT man imnen, ^er Ab- das Niddatal aufwärts! bis Gebern und Wenings marschieric Zulus herrscht arof^ Gäruna deren Ursache ab-r nX A -Lnr + f $' r 1 f a $€ n- Nidda, Gedern, Birstein unb Umgebung gleichen heute mehrer Sri ■ Lun8/ oereu rirfaa-e amr nicht ,mhe bevottreht, demzufolge die Hafen von Wladrwofwk und Manila Krieaslaaern manche Orte haben soviel Einauarsi-nn^ «suhtüch ,1t. da mcyw vo-gxg«mgen ist, was d,e ErngeLo- bcwcn StiegSflottra geöffnet feien unb aS Basis sirr Cterationen S?er tie^ bie Stäbe ber 25 ®Sn 49 »?; ®! I reuen hatte °u,regen rönnen. m fernen Osten «dienen sollen. Der Abschluß des müßte 24 «t Aus dem Bericht des Gouvcrrreurs von Jndochina. Mr Folge yaben. güiter, der Korpskommandaur von Eichhorn hat in Gedern se Jau Jndochina tundigt sehr energische Maß- war ferne Weigerung, den Arbeitern >n Lohn, auch für die das ^sher 'im' tourbe 2üb dne ’ Grenzen ^ongkin gs b e J her /^bngen teilung schwerer Fußartillerie, mit einer Haubitzbatterie, bie j! 2) r e n de nchines i f d; e n wanden von Kr v i n gtu n g ^01x1.011^ g en der Behörden die jebe Lohnzahlung für d.e Zeit Korf>smanöver zur Anwendung kommen. — Die KriegZle, ftn. Der Bericht gibt einer an Elemenceau und Pichen ge- .. fürs Korpsmanöver ist: Eine blaue Armee ist im eigen -richteten Mahnung des früheren Ministers Baudin erhöhte - Lande von überlegenen-Kräften nach Osten über den Rhein zurü Bedeutung. Baudin findet nämlich, daß Ehina vollkonrmen 14 ol(,r m(T w . S5stangeii und hat bei Grünberg unb nördlich davon Front gernnd S^ankreich verpflichtet, gegen Ruhestörungen in China mili- gesandt, und zwar, weil dieser Korrespondent in der tania „ 7’ . r rr r . stansch einznfchreiten, wahrend ber niemals gekündigte fran- wiederholt heftige Angriffe gegen den Kardinal-Staatssekretär <5 a l s ch e R e i ch s k a s s e n s ch e 1 n e. In den letzte Lösisch-chitlesiche Vertrag von 1885 die ausdrückliche Brstim- del Val gerichtet hat. Es wird hinzugeftigt, daß Monaten sind in verschiedenen Städten Deutschlands, ü mung enthalt, daß Frankreich unter reinen Umständen feine t5ierF Korrespondent an Vatikan überhaupt nicht mehr empfangen in München, Mannheim, Koblenz, Bonn, Halle a S ^eipst ÄSKftSSSD'IWr-“.« .»«ich--- «» L».qw->,,-W- wenÄae ^Wlla^n Sä ÄS noH rudjte, wonach t>ic portugiesischen Truppen m einem 1882 »ber 20 Mk. veroreitet worden. Sie Scheine jir ..urtt neuen Kampf gegen die Cuanthams eine Nieder- auf lithographischem Wege hergestellt unb leicht an be Wan; nicht vori eh-men, ,o wurden deren nächste Nachfolger luge erlitten Hütten. Die ministeriellen Äl-tter dementieren ent- dunkleren Druck - namentlich auf der NÜ«cht-> dazu gelungen sem. \ ichieden die Nachricht, während man sich an offizieller gMIe SS, J. ? f1“' wp?V»"” rt"J T . einer Aeutzerung über die Meldung enthält I Fatschftl.cte zu erlernten. Es i|t bisher nicht gelungen, d Abschaffung der ^»de°strafe ru Frantrelch. Konstantinopel, 15. Sept £>ici und an anderen Orten Fälscher ausfindig zu machen. Die Verbreitung der Scheil ? n S bestätigt sich, daß Präsident herncht große unzufr 1 eden he11 ioegen des Stei g en's'der wird teils durch einzelne Personen, teils durch mehre) U lEs die T° desstrafc gegen den Lustmörder Br° tpreise. Ln Erzerum wurden M-i Getreidehündler von gemeinsam und zwar meist be aerinawertiaen Einkbo sSvleiland in lebenslängliche Gefängnisstrafe umgewandelt aufgeregten Mohammedanern ernwrdet. L e- - geringwertigen Einraufk Mt. Der Präsident erklärte, es handle sich nicht um Belgrad, 15. Sept. Wie aus Wranja gemeldet wird, ist ™ m TnV^en Verkäuferinnen tätig sind, bewirk eine Begnadigung, vielmehr habe er die Strafe um- - ‘ x;. —- 1 gewandelt, weil die Todesstrafe in Frankreich endaültig iabgeschafft werde. schwarzem großem Fitzhut und Schuhen ohne Strümpfe. Dem Täter fielen 340 Mk. in die Hände. -r. Frankfurt a. M., 16. Sept. (Tel.) Am ^illus- wartc-Viadukt ließ sich heute morgen ein junger Mann von einem Eisenbahnzug überfahren. Er'wurde getötet. h. Frankfurt, 15. Sept. Der in weiten Kreisen bekannte Mctallhändlcr Jakob Heppenheimer wurde unter dem Verdacht der gewerbsmäßigen Hehlerei verhaftet. Er soll seit Jahren mit abgerirteilten Althändlern in Verbindung gestanden und gestohlene Sachen in großem Umfange gekauft haben. X. H a n a u, 15. Sept. Im Kurort Wilhelmsbad hielten heute die National liberalen der Wahlkreise Frankfurt a. M. und Frankfurt-Gelnhausen ein gemeinsames P a r t e i f e st ab, an dem etwa 2000 Personen teilnahmen. Nach Ansprachen und Darbietungen mannigfacher Art wurde nach der Bismarcksäule marschiert, an der Fabrikant Dr. Heraeus - Hanau eine markige Ansprache hielt. Vom Bismarckturme herab loderte ein mächtiges Feuer. Den Schluß der Zusammenkunft bildete eine Feier in den Sälen des Kurhauses Wilhelmsbad. X Hersfeld, 15. Sept. Gestern mittag entgleisten vom Militär-Sondenffpg 540 Kassel—Bebra—Gerstungen bei einer Rangierbewegung auf dem Bahnhof Bebra fünf Wagen infolge Umstellens der Weiche unter dem Zuge. Ein mit drei Pferden beladener Wagen stürzte um. Verletzt wurden zwei Hoboisten ganz leicht, ferner ein Hülssschaffner. Betriebsstörungen sind nur in unerheblichem Umfange ein» getreten. Die Aufgleisung war nach vier Stunden beendet. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den «Nachbarstaaten. In Griesheim cl Di. kam es gestern zu einer großen Messerstecherei. Einer der Hauptbeteiligtest wurde lebensgefährlich verletzt. — Die vereinigten Brotfabriken von Frankfurt uni) Umgegend sind tn der: Brot- pretsen ujni einen Pfennig das Pfund a u f g e s ch l a g e n. Sie begründen die Preiher Höhung mit der Steigerung der Mchlpretze. — Der in IIetzhausen als Beigeordneter wiedergewählte Herr Johann Adam Schäfer erhielt die kreisamtliche Bestätigung. — In Niedergründau scheuten beim Grummetaufladen die Pferde des Landwirts Faß, rannten in die Gründau und brachen das Genick. — Beim Baden in der Kinzig ertrank der 42jährige Weißbinder Ruth aus Niederrodenbach. — Der Stadt kämm er er Mobus aus Gemünden an der Wohra hat sich jetzt als Gewinner des Hauptpreises bei der Marburger Pferdemartt-Lotterie (kompl. Zweispänner) gemeldet. — In He r z- ch a u s e n im Kreise F-rankenberg sind wieder drei neue Typhus- fälle vorgekommen. — In Breidenbach (Kreis Biedenkopf) brannte am Freitag das Gehöft desl Landwirts Christ. Unter- derweide nieder. Vermischte». * 3it den Heiratsplänen derGräfin Montig- noso wird angeblich von vertrauenswerter Seite geschrieben: Die Gräfin Fugger, eine Freundin und Vertraute der ehemaligen sächs. Kronprinzessm, ist zu einer Reise nach London bestimmt worden, um dort durch ihren persönlichen Einfluß beruhigend zu wirken. Es scheint auf Seiten des sächsischen Hofes die Geneigtheit vorhanden, viel zu verzeihen, wenn sich die Gräfin ruhig verhält und die Oeffentlichkeit nicht weiter beschäftigt. Von einem Vergessen ist freilich hierbei nicht die Rede. Denn gerade die Heiratspläne des Königs, die sich trotz aller Ableugnungen erhalten, sollen nicht gestört werden. Das würde aber geschehen, wenn wieder eine Phase der Beunruhigung durch die Gräfin geschaffen würde. Es heißt, daß bei fortlaufendem Wohlverhalten sogar eine Erhöhung der Apanage in Aussicht genommen sei. * Eisenbahnunfälle. Aus Valence (Frkr.) wird berichtet: Das Gewitter am 13. d. M. war so heftig, daß ein Eisenbahnzug vom Sturm zur Entgleisung gebracht wurde. — Am 15. Sept, stieß bei iE an a an in Newhamshire zwischen Quebec und Boston ein mit Ausjlüglern besetzter Expreßzug mit einem Güterzug zusammen. 20 Leichen wurden geborgen. Wenigstens eine Person wird vermißt. Ungefähr 4 0 Personen sind verletzt worden. Es wird angenommen, daß der Unfall aus mißverstandene Anordnungen zurück- rusühren ist. Der Expreßzug stieß in einer Kurve gegen den Güterzug, der in entgegengesetzter Richtung fuhr. Beide Lokomotiven stürzten die Böschung herab. Der Gepäcksvagen schob sich in den ersten Personenwagen, und dieser wurde in den zweiten Personenwagen hineingetrieben. Fast alle Toten befanden sich, in dem ersten Personenwagen. Die übrigen Passagiere des ersten und zweiten Personenwagens sind alle mehr oder weniger schwer verletzt. Die meisten Toten sind Frauen. Einige der Verletzten (regen hoffnungslos darnieder. * Berlin, 14. Sept. Die „Nordd. Allg. Ztg." widerlegt die Annahme, daß der Strausberger Eisen- lbahnunfall nicht durch Bahnfrevel, sondern durch nicht vrdnungsmäßige Ausführung von Gleisausbesserungen verursacht wäre. Sie schildert das Ergebnis nochmaliger örtlicher Untersuchung durch einen Kommissar des Eisenbahnministers, der die Wahrnehmungen der zuerst entsandten Kommissare bestätigte. Danach waren, wie auch durch photographische Aufnahme am Tage nach der Entgleisung einwandfrei sestgestellt wurde, zur Zeit des Unfalles von der linken 15 Meter langen Schiene, wo der Anfang der Entgleisung lag, die inneren Schwellenschrauben, womit das Gleisteil auf 19 Schwellen befestigt war, gelöst. Die Schrauben, die ordnungsmäßig herausgenommen waren, sowie Klemmplatten waren vorhanden und nach dem Unfall vollkoinmen unbeschädigt zwischen den Schwellen. Die -Eindrücke der Schraubengewinde im Holz waren unversehrt. Die Schiene war 29 Zentimeter nach innen geborgen, die von Fabrikbesitzer Leinbrock-Kvpitz gefundenen Berbindungs- laschen rührten von alten Schienen her und passen gar nicht zur jetzt neuverlegten Schienenform. Auch die Behauptung, der Zug hätte wegen der Gleisarbeiten langsam fahren müssen, hat sich als unzutreffend herausgestellt, da die Strecke seit Juni für den Schnellzugsverkehr ohne jede Einschränkung der Fahrgeschwindigkeit freigegeben war. Es lag nicht die geringste Veranlassung vor, ein Langsamfahrsignal aufzustellen. Die „Nordd. Allg. Ztg." gelangt durch ihre Darlegungen zu dem Schluß, daß es ausgeschlossen sei, es könnte etwas anderes als Bahnfrevel für die Ursache des Unfalls in Betracht kommen. * L is s ab o n, 15. Sept. Die Polizei entdeckte in einer Vorstadt Miniaturkatakomben in der Nähe der alten römischen Wasserleitung, in denen sich die verwesten Körper Schon seit beinahe 40 Jahren wirb mit so großen Erwlgen von ersten Autoritäten und tausenden Aerzten das Nestle'sche Kindermehl angewandt, weil es sich bei Verdauungsstörungen aller Art am besten bewährt hat. Die von einem Kinderarzt verfaßte Broschüre: Die Pflege des Kindes, seine Ernährung und Aufziehung, em Ratgeber für junge Mutter, versendet gratis und franko Nestle's Kindermehl G. ul b. H., Berlin S, 42. ss28/9 von acht Personen neben großen Haufen mensch- licher Gebeine befanden. Der schauerliche Fund-löst das Rätsel des Verschwindens zahlreicher Bewohner Lissabons, das die Polizei mehrere Jahre hindurch in Atem hielt. Die Polizei hat Beweise dafür, daß die Katakomben das Hauptquartier einer Mörderbande bildeten, die ihre ausgeplünderten Opfer umbrachte und die Leichen in den unterirdischen Verstecken barg. Nach einem erbitterten Kampfe gelang es der Polizei, eine Anzahl von Desperados zu überwältigen und in Gewahrsam zu bringen. Das mit den Verhafteten angestellte Verhör erbrachte, wie erwartet worden war, den Nachweis, daß es sich um einen der schwersten Kriminalfälle der Gegenwart handelt. * Zigarrenzerstörende Fliegen. Der amerikanische Generalkonsul in Kalkutta machte die Zigarren- und Zigaretten-Einfuhrsirmen auf einen großen Mißstand aufmerksam, mit dem sie ernstlich zu rechnen haben. In Indien tritt eine Fliege auf, die in die Zigarren- oder Tabakkisten dringt und dort Eier legt, aus denen sich Maden entwickeln, die durch die Umhüllung in das Innere der Zigarre eindringen und diese vollständig zerstören. Der Konsul erklärt, daß man sich nur dagegen schützen könne, wenn man jede Zigarre in einen Glasbehälter oder in einen schweren Zinnumschlag verpacke. Die Händler in Indien ließen sich durch die Wurmgefahr davon abhalten, bessere Zigarren einzuführen, weil der Verlust zu groß wäre. Ein Händler zeigte dem Konsul eine ganze Sendung wertvoller Zigarren; sämtliche Kisten waren durch die Motte oder Fliege vollständig unbrauchbar gemacht worden. * Fürstlich e Leb en s v er si cherun g en. Zar Nikolaus ist ein guter Familienvater: er kaust seine Kinder ganz ebenso, wie ein braver Bürgersmann, beizeiten in die Lebensversicherung ein. Nur ist er in der glücklichen Lage, etwas mehr dranwenden zu können. Den Zarewitsch hat er wenige Tage nach seiner Geburt mit der Kleinigkeit von 121/2 Million Frank versichert. Tie älteste seiner Töchter, die Großfürstin Olga, hatte er bei ihrer Geburt schon vorher mit 6 Millionen Franken versichert. Uebrigens hat sich der Zar, was seinen Sohn anbetrifft, nicht mit dieser Versicherung begnügt, sondern er Hut außerdem bei der Bank von Rußland ein Guthaben für ihn anlegen lassen, aus das jährlich der Zar persönlich 300 000 Franken und der Kronschatz 15 000 Franken einzahlt. Kleine Tageschronik. In Berlin hat sich in einem Anfalle von Schwermut die 28jährige Frau des Majors in: großen Gencralstabe Robert Wegner aus einem Fenster ihrer im 2. Stock belegenen Wohnung auf denHof gestürzt und war sofort tot. Als am Sonntag mittag in Berlin eilt Omnibus in die Kleine Jägerstraße einbog, stürzte plötzlich die Straßendecke in einem Umfange von 12 Quardratmeter in sich zusammen und der Wagen verschwand in der Vertiefung. Die Fahrgäste waren zu Tode erschreckt, blieben aber unverletzt. Der Einsturz ist -auf den Bruch eines Wasserrohres infolge des Baues der Untergrundbahn zurückzuführen. In der Heiligen Kreuzkirche zu Berlin wurde am Sonntag vormittag der erste Prediger dieser Kirche, Pastor Stage vor dem Altäre vom Sch lag getroffen und starb wenige Minuten darauf. Das Opfer des Prstolendue lls im Grünewald bei Berlin, der Sind. jur. Max Stämmler, der den Zweikampf mit dem Bankbeamten Walter L. am Mittwoch im Grünewald ausgesochtcn hat, ist den Verwundungen erlegen. Auf die von der Stadt Berlin in Gemeinschaft mit Charlottenburg, Potsdam, Spandau, Schöneberg und anderen Gemeinden an den Kaiser gerichtete Bitte ist Bescheid eingegangen, daß es nicht in der Absicht des Kaisers liege, die Veräußerung des Hauptbestandteiles des Grünewalds für Baugelände zu genehmigen. Die Motor-Luftschiffahrts-Cesellschaft in Berlin, die es sich zum Ziele gesetzt hat, den lenkbaren Motor-Lust- ballon für Verkehrszwecke nutzbar zu machen, hatte am Samstag viele namhafte Persönlichkeiten nach der Ballonhalle im Reineckendorfcr Weg ein geladen. Der Parseval- sche Ballon wurde vorgejührt und erzielte einen glänzenden Erfolg, da er willig dem Steuer gehorchte und alle Manöver in den Lüften mit sicherer Ruhe ausführte. Ter Distriktskommissar von Hennig aus Oftrowo, eins der schwerverletzten Opfer des Tremessener Eisenbahnunglücks, ist gestorben. Es sind mithin 11 $er » s 0 nen infolge des Unglücks gestorben. Der Kandidat Karl Bornemann aus Wernigerode wird seit dem 28. August im W e t t e r ste i n gc b ie t vermißt. Ein Herr v. Loewisch wurde in Tiefenhochstadt (Bayern) auf der Jagd aus Versehen erschossen. Der Kraftwagen des Barons de Torraco aus Sassenheim in Luxemburg rannte bei dem luxemburgischen Orte Reisdorf gegen eine Giebelmauer und wurde zertrümmert. Der Baron, dessen Frau, eine junge Dame und der Chauffeur erhielten Verletzungen, die Schwägerin des Barons wurde getötet. Beim Scharfschießen in der Nähe des Forts Daniels (Istrien) explodierte ein Geschoß und verwundete einen Unteroffiziertödlich. London ist während der diesjährigen Saison von lOOOOO amerikanischen Touristen besucht worden. Man veranschlagt die dort von den Touristen gemachten Ausgaben auf 8 Millionen Pfund Sterling. Kurz nach Eintreffen der „Lusitiania" in Newyork ist dort auch der französische Dampfer „Provence" aus Havre eingelaufen. Er hat die Fahrt vo n Havre nach New- Iork in 6 Tagen, 2 Stunden und 23 Minuten zurückgelegt und damit seinen eigenen Rekord geschlagen. UrnVerntäts-Nachrichren. — Ter Kaiser ernannte den bisherigen Wissenschaftlichen Sachverständigen bei dem Generalkonsulat in Kairo, Prof. Dr. Ludwig Bor ch Hardt zum Direktor des dort neubegrünbetcii deutschen Institnts füv ägyptische Altertumskunde. Kandel. s. Vilbel, 13. Sept. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Handelsmarmes Heinrich Strauß in Büdesheim wurde 'der vom Gemeinschulder angebotene Zwangsvergleich in dem heute wiederholt vor dem Amtsgericht abgehaltenen Termin bestätigt. Die Gläubiger erhalten 20% ihrer feslgestellten Forderungen. Vom Geldmarkt. An der Berliner Samstagsbörse machte sich eine ziemliche Versteifung am Geldmarkt bemerkbar. Infolge der mit dem heutigen Tag beginnenbeit Kuponzcchluugen haben namentlich die Hypothekenbanken größere Beträge täglichen Geldes gekündigt, sodaß von Geldnehmeru zeitweise bis 4%% bewilligt wurden, während man noch vor einigen Tagen tägliches Geld zu 30/° leicht Haden konnte. Auch zog der Privatdiskont bis 5%% an, da namentlich die Anforderungen der Provinz zur Monatsmitte, größeres Wechselmaterial heranbringen. F i n a n z k r i s i s i n A e g y p t e n. Wie von der Exportabteilung der Wiener Handels- und Gewerbekammer festgeslellt wird, hat die Finanzkrisis in Aegypten nicht die schweren Folgen gehabt, die ursprünglich vermutet wurden. So hat der Jmporthandel im ersten Halbjahr 1907 gegenüber der gleichen Periode des Vorjahres bedeutendzugenommen. Auch Fallissements sind nicht in beunruhigend' großer Zahl vorgekommen. Nur die Eintreibung von Ausständeiu ist schwierig und dieser Zustand dürfte noch einige Zeit andauern., Falls die Baumwollernte günstig ausfällt, werden wieder normale Zustände eintreten. Märkte. ic. Frankfurt a. M., 16. Sept. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtllche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Alk. 22.50—22.75, Kurhessischer Mk. 22.50—22,75, La Plata. Alk. 22.50—25.50, Kansas Mk. 22.50—25.50, Roggen (hiesiger) Mk. 20.50—20.75, Gerste (Wetterauer) Mk. 20.25—20.75, Fcmken- fetder Mk. 20.50—21.50, Hafer 18.50—19.50, Mais Mk. 15.25—15.50. Weizenmehl Alt. 32.00-32.50, 00—00, 2. Qualität Mk. 30,50. bis Mk. 31.00, 3. Qualität Mk. 28.50—29.00, Roggemnehl 001 Mk. 30.00—31.50,1. Qualität Mk. 29.50—30.50, Weizenkleie Alk. 11.50. bis All. 12.00, Roggenlleie Mk. 13.50—14.00, Mcnskeime Mk. 11.25 bis Mk. 12.25, Franken, Pfälzer, Ried All.00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. ke. Frantfnrt a. L)'., 16. Sept. (Telegr. Qrig.-Bericht des ^Gieß. Anz/). Amtl. Oiotievungen der heutigen Viehmark tpreise. Zum Verkaufe standen: 573 Qchfen, 122 aus Lesterreich, 75 Bullen, 0 aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, Kühe, 1003Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Dänemark, 196 Kälber, 280 Schafe und Hämnrel, 00 Schafe aus Oesterreich, 10 Ziegen, 2255 Schweine. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgewicht. Ochsen 1. Qualität 84—86 Mk., 2. Qual 76—78 Mk., 3. Qual. 68—70Alk.; Bullen l.Qual. 70 bis 72 Aik., 2. Qual. 65—67 Alk.; Kühe l.Qual. 70—76 Alk., 2. Qual. 71—74 Pik., 3. Qual. 63-65 Aik, 4. Qual. 00—00 Alk., 5. Qual. 00—002)11'. Kälber: 1. Qual.92—95 Pfg., Lebendgewicht54—57 Pf., 2. Qual. 80—85 Pfg., Lebendgewicht 46—50 Psg., Schlachtgewicht 60—62 Pfg. Schafe: 1. Qual. 84—00, 2. Qual. 78—80 Pfg., 3. Qual. 00-00 Pfg.: Schweine 1. Qual. 67-00 Pfg., Lebdgew. 53.00—00.00 Pfg., 2. Qu. 65-66 Psg., Lebeudgew. 52.50—00 Pfg., 3. Qual. 58—60 Pfg. Lebeudgew. 00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, Uebcrftanb unbedeutend; bei Kleinvieh gut, kein Ueberftanb. ____ gpulpla« der vereinigten Frankfurter Ztadttheater. Opernhaus. Dienstag den 17. September, abends 7 Uhr: „Der Freischütz". Schauspielhaus. Dienstag den 17. September, abends 7 Uhr: Neu einstudiert: „Tie Frau vom Aleere."_____________________________________ ’ Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für HeNeu am Dienstag den 17. September: ^)leuerdings Trübung und Regensälle. Kühl. Leb- baitc weitIiche Wind?. Lamilien-Nachrichten. Gestorben. Herr Heinrich E. Lenz in Werdorf; Frau Margarete Scharmann Wwe. in Butzbach; Frau Hedwig Röglin in Butzbach; Verlobte: Fräulein Bertha Falk mit Herrn Heinrich Habermehl in Hergersdorf. Brscfkcrsten Oer Aedaktron. (Anonyme Einsendungen bleiben nnberücrpchtigt.) Herrn G. S. Wir nahmen ohne weiters an, daß Ihre Angabe, die Gabe sei nicht quittiert, richtig sei. Wie sie aus Nr. 209 vom 6. Sept ersehen können, ist die Sendung eingetroffen und ordnungsmäßig quittiert. Sie hätten sich und uns also d ie Ncühe sp ar en l önnen. Grigitt«t-DrahtöneL0ungeNch St. Ingbert, 16. Sept. Bei einer Hochzeit im Dorfe Einöd gab cs ein blutiges Drama. Auf einem Hochzeitswagen, auf dem ein Herr und Dame saßen, wurden mehrere Schüsse abgegeben, durch die beide Insassen verletzt wurden. Der Täter, ein Sohn des Bürgermeisters Hafner,! erschoß sich vor den Augen der Gendarmen, die ihn verhaften wollten. Das Motiv der Lat ist Eifersucht. Lemberg, 16. Sept. Bezüglich der Nachricht, daß in der Nähe von Krakau die Cholera herrsche, wurde festgestellt, daß es sich um Magenkrankheiten infolge von Diätfehlern handelt. Eine Infektionsgefahr besteht nicht. Rom, 16. Sept. Kardinal SLacllsselretär M e r r y d e l V a 5,. der am Freitag nach Nom zurückkehrte, mußte die Reise nach Castet Ganoolso auf morgen verschieben, um einem auf ihn ge- gcplantem Attentat aus dem Wege zu gehen. Paris, 16. Sept. Nach den hier eingetroffenen Nachrichten nnterhandelt der Stamm der Schaujas mit dew anderen Stämmen, weshalb von den Franzosen ein Waffenstillstand bewilligt wurde. Die Schaujas wollen zu Gewall- tätigkeiten greifen, wenn keine Einigung zustande kommt. — Nach Mitteilungen aus Fez stehen nach der am 12. d. M. erfolgten Abreise des Sultans noch vier Regimenter in und um Fez. Der jüngste Bruder des Sultans, Sidi Mohamed El Medi führt unter dem Beistand des Gouverneurs von El Ksar, El Merani, die Regentschaft. Ein anderer Bruder des Sultans begleitet diesen auf dem We§ nach Rabat. — Die gestern erfolgten V e r h a f t u n g e n anläßlich der Kundgebungen gegen Soleillands Begnadigung wurden nicht ausrecht erhalten. — Präsident Fallier es, ist von Rambouillet ins Elysee zurückgekehrt, um dort heute den Präsidenten der Republik Liberia zu empfangen. Madrid, 16. Sept. Die hiesige Presse kritisiert die ftanzöfischen Vorschläge bezüglich Marokkos und warnt bte spanische Regierung vor den französischen Expansiv ns gelüst en. Newyork, 16. Sept. Die Luftschifferin Myers nahm in Gegenwart von 8000 Zuschauern einen Ausstieg vor. ! In einer Höhe von 300 Metern explodierte der Ballon. Tie Luftschifferin stürzte zur Erde und wurde zerschmettert ausgefunden. . ‘ > Newyork, 16. Sept. Tie Leitung der Arbeiter-Orgam- sation und der Trade Union von Brit 1 sch-Kolum- bien beschloß, sich mit aller Energie gegen die Einwanderung von Japanern zu widersetzen. Sie verlangen von der Regierung, den Vertrag zwischen England, Kanada und Japan über die Eimvauderung zu kündigen. Nach Vancouver ist eine Versammlung der Trade Unwn einberufem 9 SsahaB$>®r 2 Aöt®2$ ZL4-G82 5832 MITIN L HOcssS D16/9 Pianola zu Mk. 1250, Phonola zu Mk. 950 5682 Großherzoqliches Amtsgericht. B,6/9 B16/0 a16/» Gebrüder Berte Bahnhofstrasse. 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Verdingung Die Arbeiten und Lieferungen zur Ausführung der Genossenschaftlichen Dramage zu Odenhaufen sollen am Eams- ^6, den 21. September 1997, vormittags 9 Uhr, in der Gastwirtschaft von Ludwig Kreiling in Odenhausen öffentlich verdungen werden. Gesamtlänge der Draingräben 15193 m, ot clr~ *1°$. eintolicöIld^ ^cr Röhrenlieferung rund 6200 Mk. Anschläge, Pläne und Bedingungen liegen bis zum 20. d. Mts. onr öem Bureau der unterzeichneten Behörde, Pfaffengasse 2 ba )iec, und in dem Verdmgungstermin selbst zur Emsicht- 1101)1116 offen. Schriftliche Angebote sind bis zum gleichen °n dw unterzeichnete Behörde zu richten. Zuschlaqs- frift 8 Tage. M 1 J b/ Dbsiveefteigeruug Donnerstag den 19. b. Mts., nachmittags 2 Uhr rou-b das Obst aus dem fiskalischen Dörr- und Kleegarten bei Alten-Buseck an Ort und Stelle versteigert. Gießen, den 16. September 1907. Versteigerung. Dienstag, den 17. September os. vormittags 10 Uhr, versteigere ich zu Gießen Erleu- gasse 7 im Auftrag des Spediteurs Lunker dahier gemätz § 368 des Handelsgesetzes gegen Barzahlung: Mehrere Fässer und Kisten Wem, 1 Kiste Seife, 1 desgl. kosmet Präparate, 200 Kolli Aoststabe, rohe Holz- und Eisen- waren, sowie Blechwaren,Drucksachen und Pappen. Die Versteigerung findet be- stimmt statt. 5812 Born, Gerichtsvollzieher. Bekanntmachung. < n da? GenossenschaftSregister wurde eingetragen bezüq- T^ber Siegener Omniönsgesellschaft e. G. m. b. H. tn Großen: v 3n bet Seneraroerfammlimg vom 30. August 1907 wurde , £tk. L. Steinhäuser 27 Scltersweg 27 17 Neuen Baue 17 per 06689